Kategorie: Offene Fragen

[Dirndlschuld (2021) … ]


Österreich zeigt sich am Grundlsee von seiner schönsten Seite. Im Sommer kommen die Sommerfrischler. Wer einmal hingekommen ist, wird immer wieder herkommen. Super-8-Aufnahmen zeigen in körnigen Bildern die Idylle. Auch Wilbirg Brainin-Donnenberg fährt immer wieder hin. | https://riecks-filmkritiken.de/dirndlschuld/

Für manche ist ein Dirndl nur ein hübsches, buntes Kleid mit Schürze, für andere eine symbolisch aufgeladene Provokation. Wie Kleidungsstücke können auch Orte kontaminiert sein: Die um sie herum konstruierten Narrative werden durch private Familiengeschichten und historische Gegebenheiten immer wieder verändert und angepasst – und mit jeder Generation legt sich eine neue Lesart über diese Schichten. Der Super-8-Film taucht ein in das Idyll des österreichischen Grundlsees und gibt den Blick in die darunterliegenden Abgründe frei. … | https://www.berlinale.de/de/archiv-auswahl/archiv-2022/programm/detail/202204385.html

“ … My two grandfathers, one a Nazi during the war, the other continuously threatened by the Nazis because of his Jewish descent. Then my husband’s family that had fled to England in 1938, but had vacationed in the Aussee region before and after the war. And then my own family, my husband Joe, our daughter Anna and myself enjoying the lake and the mountains and the hikes in the woods. The historically contaminated area cannot get away with cute Dirndls and Lederhosen. … The short form has always intrigued me. In my case the limitations of the sensuous super 8 continuously challenged the economy of inclusion and omission. The captivating material demands a clear structure and will not lend itself to redundance. The magic of the abstraction is the reward. Black frames will let the narrator breathe and the audience reflect. …“ | From: Wilbirg Brainin-Donnenberg on „Dirndlschuld“ / interview (Berlinale Shorts12. Februar 2022) | https://shortsblog.berlinale.de/2022/02/12/wilbirg-brainin-donnenberg-on-dirndlschuld-interview/

Dirndlschuld von Wilbirg Brainin-Donnenberg mit Anna Brainin (2021)

Dirndlschuld | Trailer | Berlinale 2022

–> https://youtu.be/170ehR_wlpM

[Übergänge #1 … ]

Eine Sammlung M42 Objektive frisch aus alten Fototaschen gekramt …



Kiel Gaarden, der 17.09.2022
Filmgruppe Laterna (V1.2)

Analoge Fotografie ist schon lange kein Massenprodukt mehr. Wir sind in einer Zeit angelangt, wo wir für 3 Minuten belichtetes Rohmaterial Super8 Film mit Entwicklung und Abtastung (Filmscan) weit mehr als 50 EUR zahlen müssen.

Wir Laternen waren immer schon filmverrückt und wollen weiter mit analogen Film arbeiten. Wir werden das auch weiterhin tun. Für größere (längere) Filmprojekte ist das nicht mehr zu stemmen (bei einem eigenen Spielfilmprojekt mit Super8 oder 16mm Film müssten wir einige Zehntausend Euro allein für das Filmmaterial, Entwicklung und Abtastung aufbringen).

Wir haben keine Lust uns selbst Steine in den Weg zu legen. Bisher haben uns digitale „Video-Filmbilder“ nicht überzeugt. Die Video-Bilder wirken oft tot und nicht von Lichtdiffusion und analoger Wärme durchgezeichnet. Es fehlen uns die wilden Unschärfen, die Eigenheiten der analogen Farben und die „Fehler“ durch Dreck und Chemie.

Um jedoch frei aus der Hüfte heraus arbeiten zu können, beginnen wir nun mit digitalen Kameras und alten Objektiven zu experimentieren (es geht los mit alten M42 Objektiven auf einer Fujifilm XT-3 Kamera).

Wir wissen noch nicht, wo und wie das endet – aber wir haben diesen Schritt unternommen, um nicht tatenlos zu werden. Solche Schritte sind schmerzhaft und befreiend zugleich.

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// „… M42 ist der Nachfolger des älteren M39-Schraubgewindes und stammt aus einer Zeit, als die Kamerahersteller noch nicht versuchten, die Kunden an das eigene System durch proprietäre Objektivbajonette zu binden. Weite Verbreitung fand es beispielsweise als Objektivanschluss der vom VEB Pentacon hergestellten älteren Generationen der Praktica-Kameras und der zugehörigen Objektive (u. a. Beroflex, Meyer-Optik). Viele von Foto Quelle („Revue“) oder Photo Porst in den 1960er und 1970er Jahren angebotenen M42-Kameras und -Objektive stammten aus der gleichen Quelle; ferner hatten Asahi Pentax Spotmatic und Edixa Reflex M42-Objektivanschluss. Das früher weit verbreitete M42-Schraubgewinde spielt heute im Neugeschäft nur noch eine untergeordnete Rolle. Zahlreiche Kameragehäuse und eine nahezu unübersehbare Auswahl an Objektiven für dieses Gewinde sind jedoch auf dem Gebrauchtmarkt günstig erhältlich. … Objektive mit M42-Gewinde lassen sich an fast allen Kameras verwenden, für die es mechanische Objektivadapter gibt. …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/M42_(Objektivanschluss)

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// (11. Dezember 2021) “ … „Kodak erhöht seine Preise“: Diese Schlagzeile begleitet Filmfotografen inzwischen seit mehreren Jahren – und wird es aller Voraussicht nach auch weiterhin. Im Jänner 2022 ist es schon wieder so weit, fast alle Produkte des Herstellers werden um 20 Prozent teurer. Bei vielen Enthusiasten könnte damit eine Schmerzgrenze überschritten werden. …“ | https://www.derstandard.de/story/2000131823603/warum-kodaks-preiserhoehungen-die-analoge-filmblase-zum-platzen-bringen-koennten

Heinz Anderle 11. Dezember 2021, 12:56:52: “ … die Zeiten des dm-drogeriemarkt-Paradies-Elitechrome 100 um 2,99 Euro sind lange vorbei …“


[The Super 8 Years (2022)… ]

“In re-viewing our super eight films, shot between 1972 and 1981, it occurred to me that they comprised not only a family archive but a testimony to the pastimes, lifestyle and aspirations of a social class in the decade after 1968. I wanted to incorporate these silent images into a story which combined the intimate with the social and with history, to convey the taste and colour of those years.” Annie Ernaux | https://en.unifrance.org/movie/53818/the-super-8-years

“ … Die Schriftstellerin Annie Ernaux hat in ihren autobiografischen Büchern immer wieder von ihrer Herkunft aus einer Arbeiterfamilie erzählt. Ihr Regiedebüt mit 81 Jahren knüpft daran an: Super-8-Aufnahmen zeigen die Familie in den 1970er-Jahren. … “ | Aus: „Patrick Wellinski im Gespräch mit Frank Meyer“ (24. Mai 2022) | https://www.deutschlandfunkkultur.de/the-super-8-years-regiedebuet-von-autorin-annie-ernaux-in-cannes-dlf-kultur-864bfa60-100.html

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“ … „In Frankreich hatte Ernaux parallel zu Bourdieus „Die feinen Unterschiede“ vor fast vier Jahrzehnten eine wahlverwandte und in vielerlei Hinsicht ergänzende literarische Sicht auf die französische Klassengesellschaft entwickelt. Es ist erstaunlich, wie spät man sie im deutschsprachigen Raum entdeckt hat […] In den 1980er Jahren, als Bourdieus und Ernaux‘ Gesellschaftsanalysen in Frankreich zum Standardrepertoire des intellektuellen Lebens gehörten, feierte die deutsche Mainstream-Soziologie das „Ende der Klassengesellschaft“ und den Fahrstuhl nach oben für alle. Jetzt, fast 4 Jahrzehnte danach, scheint man sich angesichts wachsender gesellschaftlicher Ungleichheiten beim Zugang zu allen Formen an Lebens-Chancen zu besinnen und die Schwerkraft gesellschaftlicher Reproduktionen neu zu entdecken.“ – Schultheis, Beilage zu jungle world, 31, 30. Juli 2020, S. 10-13 …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Annie_Ernaux

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Frédéric Jaeger (25.05.2022): “ … Zu den Filmen, die schon mit ihrer Ankündigung meine Neugierde entfacht haben, zählt der essayistische Film The Super 8 Years [(62 Min.)] von Annie Ernaux und ihrem Sohn David Ernaux-Briot. … Ihr Film, bestehend aus Found Footage, das die Autorin und ihr Ehemann in den 1970er Jahren drehten, ist eine sehr feinsinnige Hommage an die Kultur der Super-8-Amateurfilmerei, die sehr selektiv Geschichte rekonstruierbar macht. Das Setup selbst entspricht bereits einem Gender-Stereotyp: Der Mann filmt, die Frau und ihre Kinder lächeln in die Kamera. Die Gestalt des Films vermittelt sich ganz entscheidend über die Perspektive der Autorin, die den Film mit einem Off-Kommentar versieht, der die Entstehung der Bilder oder vielmehr die eigene Biografie im Licht dieser Familien-Performance betrachtet. Ein feministisches Kleinod, das gleichzeitig zum Lehrbuch taugt, wie sich Amateurmaterial archivarisch lesbar machen lässt. … “ | https://www.critic.de/aktuell/die-vielfalt-der-erfahrungswelten-im-cannes-fieber-4546/

[Jonas Mekas’ New York Diaries … ]


Filming Guns of the Trees by the Harlem River, 1960.
Adolfas, Frances Stillman, Sheldon Rochlin, myself
Photography Jonas Mekas

“ … “Jonas made no distinction between private and public – he was an author on multiple levels,” König says. “He could be a filmmaker, critic, frontman of the Film-Makers’ Cooperative, which he founded in 1962, fundraiser, film projectionist, ticket seller, poet, lover, and a great deal more. All these voices found their way into his notes, which he would not edit until right at the end of his life. …“

From: „In Pictures: Jonas Mekas’ New York Diaries“ Miss Rosen (January 23, 2020) | https://www.anothermanmag.com/life-culture/11102/in-pictures-jonas-mekas-new-york-diaries


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“ … So wie die Menschen in amerikanischen Städten, schreibt er in seinem Tagebuch, zur Selbstverteidigung häufig zur Waffe greifen, greift er zur Filmkamera und „schießt“ seine Bilder: „Um mich davor zu bewahren, von der Trostlosigkeit der Gegenwart zermalmt zu werden“ („To protect myself from being crushed by the bleakness of the reality around me“). … Die Kunst ist das Einzige, was zählt, für die Kunst opfert Mekas seinen letzten Cent. Wie kaum ein anderes Buch legen seine Tagebücher von dieser Unbedingtheit Zeugnis ab. Immer wieder geht es darum, Geld zu beschaffen, Geld für die Zeitschrift, Geld für Filmmaterial, Geld für die Miete. Dafür hungern Mekas und sein Bruder Adolfas buchstäblich, essen über Wochen nichts als Bohnen, und selbst die können sie sich irgendwann nicht mehr leisten. Bei all dem Ernst, den das Gewerbe der Kunst erfordert, bei allen Steinen, die das Leben einem Künstler in den Weg legt, und bei aller Melancholie, die Mekas entweder angeboren ist oder die sich durch den Verlust der geliebten Heimat in ihm niedergelassen hat – seine Mutter wird er erst nach 27 Jahren wiedersehen -, zeugen seine Tagebücher doch von einer unglaublich lebensbejahenden Vitalität. New York bietet ihm eine Freiheit und ein soziales Umfeld, wie es sie an keinem anderen Ort der Welt gegeben hätte. Die Tagebücher folgen, da Mekas jedes strenges Reglement fremd ist, keinem Tag-für-Tag-Schema, sondern versammeln Listen, Anekdoten, Pamphlete, Briefe, Gespräche und immer wieder Gedanken über das Filmemachen. … Der Dichter, der Mekas auch war, konnte jedoch nicht anders, als jedes Wort mit Witz und poetischer Energie aufzuladen: „I am worried that you may take/ this for a poem,/ while it’s only a diary/ entry/ I am worried.“ … “ | Aus: Tobias Lehmkuhl: „Jonas Mekas‘ „New York Diaries“:Iss oder schieß“ (28. April 2022) | https://www.sueddeutsche.de/kultur/jonas-mekas-avantgardefilm-new-york-diaries-i-seem-to-live-1.5574433

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// “ … “ … Meine Aufgabe war die eines Beschützers, der hilflose Neugeborene vor den Angriffen des Establishments schützt. Sich selbst ernst zu nehmen, sei es in der Kunst oder im Leben, ist unsinnig. Kunst oder Leben ohne Humor ist nicht lebenswert.“ …“ – Revolver. Zeitschrift für Film, Heft 12, 2005 | https://de.wikipedia.org/wiki/Jonas_Mekas

[Premiere (Fr. 29.04.2022) …]


– Premiere –

Die Filmgruppe Laterna [–>Info] und die Galarie OnSpace [–> Info]
zeigen: „Odysseus Punk in Gaarden“ (Kiel, 2022)

Wir zeigen einen kleinen Stadtteil-Movie (Laufzeit von 25 Minuten). Vom Inhalt nur so viel: Lenny und sein Filmteam von LNN sind einer unglaublichen Story auf der Spur. Gedreht wurde in Kiel Gaarden auf Super8 und 16mm (Fotografischer Film). Vertont wurde in einer schmuddeligen Schmalfilmgarage – Darsteller sind unsere Kumpelinen, Kumpels und wir selbst…
// Ein paar Bilder vom Dreh: [–> Bilder]

Die Filmgruppe Laterna ist vor Ort.
Der Eintritt ist frei.

Wann?
Freitag der 29.04.2022
20:00 Uhr

Wo?
ONspace
Iltisstrasse 10
D-24143 Kiel


Wo genau? – Galerie ONspace (Google Maps):
https://goo.gl/maps/pfBi5rGDPx9k4wb87

[Künstlerinnengruppe Erfurt (1984–1994) … ]

Künstlerinnengruppe Erfurt (1984–1994)
Nach der Wende wurde ab Ende 1989 der Name Exterra XX verwendet.
// https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BCnstlerinnengruppe_Erfurt
// https://dedicatedcollectors.wordpress.com/2018/08/21/super-8-filme-gabriele-stoetzer-waehrend-der-mitteldeutschen-kunstmesse-6-9-september-2018/

Simone Unger (11. Dezember 2021): “ … Förster erinnrt sich: „Erfurt war dunkel, trüb, und sehr verfallen und ich habe dort Gabi erlebt mit ihren selbstgewebten Pullovern, mit türkisfarbener Hose. Bis wir dann aufeinander zugegangen sind und mit den ersten Fotoserien begannen.“ Aus den Fotosessions entwickeln die Frauen ihren ersten gemeinsamen Film: Jede von ihnen inszeniert einen ihrer Träume. Regie führt jede Künstlerin selbst. Gedreht und geschnitten wird das Material von Gabriele Stötzer, die damals schon eine Super-8-Kamera hat. So entstehen in wenigen Jahren fünf je halbstündige Kunstfilme – Vorbilder gibt es keine, erklärt Stötzer: „Es ist aus uns entstanden. Wir waren alle irgendwo am Rande. Wir standen draußen. Wir standen immer kurz vorm Aufgeben, wir standen vor dem Selbstaufgeben.“ … Am 4. Dezember 1989 ruft die Gruppe zur Besetzung der Stasi-Zentrale in Erfurt auf. Hunderte Menschen folgen. Gemeinsam verhindern sie die Vernichtung der Akten. Ein Erfolg, der zugleich das Ende der Gruppe einläutet. Von Erfurt geht es nach Paris, Basel, Amsterdam – doch der Ruhm befördert den Zerfall. 1994 trennen sich die Wege. Was bleibt, ist dieser Schatz bislang kaum bekannter Filme von Künstlerinnen, die den Himmel unter ihren Füßen haben. …“ | https://www.mdr.de/kultur/ausstellungen/erfurt-kuenstlerinnen-gruppe-ddr-hosen-haben-roecke-an-100.html

(14. Januar 2022): “ … Keine von ihnen hätte wohl einen Studienplatz an einer der renommierten Kunstakademien der DDR erhalten. Die Gruppe drehte experimentelle Super-8-Filme und führte Mode-Objekt-Schauen auf – Bühnen-Performances, bei denen Kostümbilder und Textilobjekte als Modekollektionen präsentiert wurden. In der Erfurter Underground- und Punkszene der 1980er Jahre fand sie Anregung und Rückhalt. Den Künstlerinnen ging es darum, sich gemeinsam im Hier und Jetzt Raum und Sichtbarkeit zu erkämpfen. Eine Ausreise nach Westdeutschland war keine Option: „Wir wollten per se dableiben“, beschreibt Andres die Grundhaltung rückblickend. … Briefe und Stasiakten zeugen von staatlicher Repression, aber auch von Solidarität unter weiblichen Kulturschaffenden, wie Christa Wolfs Brief an den Staatsanwalt mit der Bitte um Haftentlassung von Wollert zeigt. … In [den] Abseiten [der Ausstellung „Künstlerinnengruppe Erfurt 1984–1994“ in der neuen Gesellschaft für bildende Kunst (nGbK), Berlin“] werden teils traumatische Erfahrungen beleuchtet, die den Arbeiten vorausgingen. So kontextualisiert etwa ein Raum voller bunter Luftballons und Kopien von Briefen Wollerts Performance in ihrem Film „Komik–komisch“ (1989): Die Luftballons, die ihr hier unter dem Kleid wegfliegen, symbolisieren den Verlust ihres Kindes durch Zwangsadoption – eine erschütternde Offenbarung im Anschluss an das Screening des heiteren Super-8-Films. Dokumente wie diese lassen heute noch verständlich werden, warum die „Flucht in die Öffentlichkeit“ (Stötzer) für die Künstlerinnengruppe in der späten DDR (und auch über den Systemwechsel hinaus) so wichtig und stimulierend war. … Kollektiv ausgeübte Kunst war seit der Verstetigung des privatwirtschaftlichen Kunstmarkts immer auch als Kritik am Alleinstellungsmerkmal und dem damit verbundenen Marktwert des solitären Künstler Künstler*innensubjekts intendiert. … Was sich von der Künstlerinnengruppe Erfurt […] lernen lässt, ist nichts weniger als der gemeinschaftliche Umgang mit gesellschaftlichen und persönlichen Krisen. …“ | https://www.textezurkunst.de/articles/anna-voswinckel-flucht-in-die-offentlichkeit/

[Filmkollektiv Schmelzdahin (1979-1989) … ]

“ … Weniger als Performancegruppe denn als reines Filmproduktionskollektiv sind Schmelzdahin aus Bonn zu verstehen, wenngleich es bei der Gruppe durchaus zu öffentlichen Filmaktionen kam. Im Laufe ihrer sechsjährigen gemeinsamen Filmproduktion von 1983-1989 legten sich die Mitglieder Jochen Lempert, Jürgen Reble und Jochen Müller ein umfangreiches Archiv von gefundenem, gekauftem oder selbst gedrehtem Filmmaterial zu. Die Grundidee ihrer Arbeit bestand nicht nur darin, einzelne Filmsequenzen neu zu kombinieren, um ein weites Feld von Assoziationen und Korrelationen zu erzeugen. Wichtiger Aspekt war die verschiedenartige und außergewöhnliche Behandlung des Materials. Monatelang lagen bestimmte Filmstreifen in einem Teich, bis sich Algen am Material anlagerten. Bakterien griffen die Filmschicht während der Lagerung in einem Garten an. Die „Filmernte“ wurde anschließend gesäubert und getrocknet und auf einer selbstgebauten Maschine kopiert. Die zufälligen Ergebnisse des Zersetzungsprozesses wurden nach ästhetischen Kriterien genau studiert, bis es zur endgültigen Selektion der Filmstreifen für die jeweiligen Produktionen kam. …“ | https://www.filmalchemist.de/bibliography/je_bilder_1997.html

Schmelzdahin (melt away) is a film group which worked in Bonn between 1979 and 1989.
http://www.schmelzdahin.de/

[Aneta Bartos … ]


Monotropa Terrain, 2021 (Super 8 transferred to digital)

“ … Originally shot on Super 8, Monotropa Terrain is a continuation of Bartos’ series Spider Monkeys, of which a selection is shown in the exhibition. This series is also focused on dualistic beings, half-human half otherworldly, entangled in psychological landscapes. Where her decision to use expired Polaroid film was a deliberate choice of medium to re-create childhood memories in the artist’s highly acclaimed photography series Family Portrait, the choice for Super 8 film as medium to shoot Monotropa Terrain again proves to be in line with the film’s subjects. …“ | https://tommysimoens.com/index.php/exhibitions/monotropaterrain.html

–> https://www.anetabartos.com/monotropa-terrain | https://www.anetabartos.com/

// https://static1.squarespace.com/static/546d2bb2e4b07045cfc546cd/t/6196f8b87630434bd3c1af31/1637284030624/Aneta+Bartos+Monotropa+Terrain.pdf

[Yvonne Andersen… ]

From: „Artists of the Sun“ by Yvonne Andersen (Yellow Ball Films, 2007)
Artists of the Sun (2007) 15m. The Sun Gallery in Provincetown hosted new shows every Monday. This film shows some of the artists that were „regulars,“ filmed both at Sun as well as in New York. In the fall of 1958, Yvonne and Domenic started the Provincetown Film Study Group, using a Bolex 16mm camera to document their friends, gallery, and living environment.
https://archive.org/details/ArtistsOfTheSun

Make Your Own Animated Movies and Videotapes by Yvonne Andersen, Little Brown, 1970, 1991
http://stoppingoffplace.blogspot.com/2015/04/one-frame-with-mouth-closed.html

Bag Five (1966)
http://avgeeks.com/bag-5

Yellow Ball Workshop Collection
Excited by the avant garde and experimental films she screened, Andersen bought a used 16mm Bolex camera and taught herself the basics of filmmaking—beginning with documenting the world around her. …
https://harvardfilmarchive.org/collections/yellow-ball-workshop-collection

Yvonne Andersen is primarily known in the 16mm academic film world for producing a well-regarded body of films made by children who attended her film classes at her Yellow Ball Workshop in Massachusetts and other venues. She was born September 7, 1932 in Long Beach, California, and received a BA in Fine Arts from Louisiana State University in 1954. In 1955, along with husband Dominic Falcone, she founded the Sun Gallery in Provincetown…
http://www.afana.org/andersenyvonne.htm | https://en.wikipedia.org/wiki/Yvonne_Andersen

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