Schlagwort: Filmgruppe Chaos

[Chaos in UK… ]

Chaos in UK — Ein Reisebericht von Karsten Weber (03.02.2026)

Exploding Cinema ist sowohl der Name eines in London ansässigen Filmkollektivs als auch der Name für die regelmäßigen Kurzfilmvorführungen, die das Kollektiv organisiert. Die letzte Zusammenarbeit der Filmgruppe Chaos mit den Exploders liegt nun schon 2 Jahrzehnte zurück.

Nun ist das Buch Boom! The Exploding Cinema and the New London Underground erschienen mit einem längeren Artikel über die kieler Filmgruppe Chaos und Beiträgen über gemeinsme Projekte.

Der Willibald T. Adorno Verein, die angehende Parteistiftung der „Partei“ (Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative) hat uns dieses Jahr einen UK Besuch gesponsort.

Wir haben „Jeder ist verantwortlich – Vier Filme der Filmgruppe Chaos über Menschen im Räderwerk der politischen Verhältnisse“ im Gepäck. [„Die Bilder verweigern sich einer glatten digitalen Bildästhetik, sie wurden komplett auf 16mm Filmmaterial aufgenommen und handentwickelt. … “ –> http://www.filmgruppe-chaos.de/verantwortlich/verantwortlich.html].
Die Filme wurden für die Vorführungen natürlich eigenhändig mit englischen Untertiteln ausgestattet.

Die Zeiten haben sich geändert und man überquert nicht mehr einfach den Ärmelkanal, man braucht heute ein Visum. Den Ex-Terroristen Lutz Taufer wollte man nicht ins Land lassen. Die angekündigte Diskussion mit dem Protagonisten mußte auf eine Online-Zuschaltung umdisponiert werden.


Nach der langen Abwesenheit fielen mir die Veränderungen auf. London hat eine ganze Reihe neuer Hochhäuser bekommen, Gentrifizierung macht vor ehemaligen Problemvierteln nicht halt, und die fortschreitende Verarmung der einfachen Menschen ist spürbar. Daß man in einem antifaschistischen Pub sein Bier nicht bar bezahlen konnte, sondern nur auf Karte, war schon überraschend.

Die Filmveranstaltung fand in Hackney im DNA Café statt. Das Café hatte einen großen Veranstaltungsraum im Keller und dort zeigt man regelmäßig Filmprogramme mit politischem Anspruch. Direkt neben dem Café befindet sich das Rio Cinema, das offensichtlich auch Interesse an politischen Filmen zeigt.

Die Werbung für einen Monat Arbeiterkino mit stark ermäßigtem Eintritt für Gewerkschaftsmitglieder.


Der Film Kurts Schluss erzählt die Geschichte von Vaddern und seinen Versuchen, den Lauf der Welt nicht einfch hinzunehmen und sich widerständig zu zeigen [“ … Kurts Schluss beschreibt ein Stück bundesrepublikanische Nachkriegsgeschichte, indem der Film der Lebensgeschichte des Elektrikers Kurt Weber folgt, der wegen des Aufrufs zu einer Friedensdemo aus der SPD ausgeschlossen wurde und später zu einem frühen Opfer der Berufsverbote wurde. …“].


In den 90ern besuchte Kurt gemeinsam mit seinem Sohn London. Unser Anlaufpunkt war damals das Collin Roach Center, der Stadtteilladen Hackneys, nur 500m weiter an der Straße, an der auch das DNA Café liegt. Kurt war wieder in Hackney, diesmal auf der Leinwand.


Unser Publikum mit rund 40 Zuschauern war eine interessante Mischung. Lutz fand die Fragen interessanter als die ihm bisher in Deutschland gestellten. Viele hatten, teilweise als Migranten, eigene Erfahrungen mit politischen Kämpfen. Man versuchte die im Film thematisierten internationalistischen Kämpfe mit den heutigen Protesten zu vergleichen und war recht unzufrieden mit der aktuellen Situation. Als Lutz sagte, es sei jetzt nicht die Zeit, mit der Waffe zu kämpfen, Kommentierte eine Zuschauerin das mit dem Zwischenruf „noch nicht!“. Im Wesentlichen ging es den Leuten darum, wie man die eigene Hilflosgkeit angesichts der schlimmen politischen Entwicklungen überwinden kann. Lutz wurde auch gefragt, wie er es geschafft hätte, all die Jahre Knast und alle Bosheiten, die man ihm angetan hat ungebochen zu überstehen. Lutz spielte es ein wenig herunter, als er sagte, daß er sie einfach nicht gewinnen lassen wollte, die sich mit Knast und Folter an der Macht halten, das war seine Grundhaltung. Er möchte aber nicht als Held gesehen werden, er sei oft gescheitert und möchte nicht glorifiziert werden.

Die Zeit war für eine längere Diskussion zu knapp, denn einige wollten als Cineasten oder als Filmemacher das Filmprogramm diskutieren. Eine griechische Kuratorin begeisterte sich für die Bildsprache und möchte die Filme gern auf einem griechischen Festival unterbringen. Ein anderer Filmemacher setzt sich filmisch mit der RAF Mitte der 80er auseinander und eine Filmemacherin erzählte sehr aufgewühlt davon, daß ihre Eltern seinerzeit mit Holger Meins filmisch zusammenagearbeitet hätten, sie berichtete von den Debatten über Inhalt und Form des Filmemachens, aber auch über Konflikte und Paranoia unter den Filmern. Es wäre schön gewesen, all diese Gespräche weiterzuführen, doch wir mußten den Saal räumen.

In London fande wir auch Spuren der Sehnsucht nach dem analogen Film. Ein guter Teil mag aber auch ein Stück Vintage Chick sein.

Bristol war der nächste Veranstaltungsort. In Bristol wurde die Statue des Sklavenhändlers 
Edward Colston im Rahmen der Black Lives Matter Proteste im Hafenbecken versenkt.

Aus Bristol kommen viele interessante Musiker, Punk, Reggae, Electronic, On-U-Sound Größen, Gary Clail, Massive Attack, Portishead, Tricky und auch Banksy kommt aus dieser Hafenstadt.

Und auch im Bristol fanden wir den wehmütigen Blick auf die verschwindende analoge Filmkultur.

Zwei Läden versprachen Zeitreisen in die Welt ratternder Projektoren. …

Unser Veranstaltungsort war die People’s Republic of Stokes Croft, ein selbstverwaltetes Kulturzentrum.

Dort war der Rechtsruck ein Diskussionsthema. Und die Repression. Der Gruppe Palestine Action wurde Terrorismus unterstellt, mit neu eingeführten Terrorism Act 2000 wurde die größte Verhaftungswelle der letzten Jahrzehnte in UK durchgesetzt. In den hungerstreikenden inhaftierten Aktivisten sah man einen Bezug zu „Jeder ist verantwortlich“.

Wir diskutierten auch die wachsenden Probleme für Veranstaltungen Räumlichkeiten zu finden, durch verängstigte Veranstalter, die um ihre Fördergelder bangen. In Bristol konnte die Repression die Stimmen für Palästina nicht zum Schweigen bringen. Aus so manchem Fenster hing die Palästinaflagge und in eingen Schaufenstern erinnert man an den Konflikt im Nahen Osten.

Chaosfilm war mal wieder unterwegs. Bewegte Bilder in bewegten Zeiten. Anderes Kino. Austausch mit dem Publikum. Könnte gern öfter passieren.

[Chaos #27… ]

Kino im Sprengel (Hannover)

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“ … Wilfried Hippen: … Wie hat es denn mit Chaos 1975 angefangen? — Karsten Weber (Jahrgang 1960, in Neumünster geboren, war 1975 einer der Gründer der Kieler „Filmgruppe Chaos“): Ich habe 1974 zu Weihnachten von meinen Eltern eine Super 8-Ausrüstung geschenkt bekommen und wir haben dann begonnen, damit Spaß zu haben. Wir wollten einfach machen, was uns gefällt. Und wir wollten niemanden, der uns da reinquatscht. Darum hatten wir auch immer eine Aversion gegen Filmhochschulen. …“ | Quelle: https://taz.de/Niemand-sollte-uns-reinquatschen/!6060076/ (22.1.2025)
// Kontext: Karsten Weber: “Was ich aber auch brauch um nicht verrückt zu werden…” (Super8 Interviewfilm, 45 Min.), Kiel (2019) | Video –> https://www.subf.net/laterale/?p=149

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Termin: Die Kieler „Filmgruppe Chaos“ feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum und ist mit neuen Filmen in Hannover (Filmvorführung der Filmgruppe Chaos und Gespräch mit Karsten Weber: 25.1.2025, 20:00 Uhr, Kino im Sprengel, Hannover)

50 Jahre RAF-Anschlag auf die deutsche Botschaft in Stockholm, 50 Jahre Filmgruppe Chaos aus Kiel. Mit Gästen. —-Seit 50 Jahren, seit 1975, macht die Kieler Filmgruppe CHAOS Filme abseits des Kino- und Festivalgeschehens, sozusagen im Untergrund, bis heute mit analogem Filmmaterial. Dreimal waren die Kieler bereits bei uns zu Gast: 1990 – das Kino hatte noch keinen festen Spielort – in der Sturmglocke nebenan, 2001 mit dem Episodenfilm Maldoror, zuletzt 2015 mit Found-Footage-Arbeiten und Live-Vertonung durch die Band The Robert Sound. Heute im Vorprogramm „Menschen im Mahlwerk der Verhältnisse“, im Anschluss Gespräch mit Lutz Taufer.
https://www.kino-im-sprengel.de/20250125

Gezeigt wird (Das Programm):

Früchte der Norm
Filmgruppe Chaos, D, 2024, 4 Min., digital (16mm)
Found-Footage-Aufnahmen von der ersten Generation türkischer Arbeitsimmigranten in Deutschland, chemisch bearbeitet. Darunter das legendäre Moped-Geschenk an den Millionsten Gastarbeiter, den Portugiesen Armando Rodrigues da Sá.

Confusionism
Filmgruppe Chaos, D/China, 2024, 7 Min., digital (16mm)
Bilder kapitalistischer Ausbeutung im kommunistischen China.

Kurts Schluss
Filmgruppe Chaos, D, 2024, 19 Min., digital (16mm)
Karsten Weber setzt seinem Vater Kurt, u.a. politischer Aktivist gegen die Atomrüstungspläne der frühen Bundesrepublik und „der erste Öko, den ich kannte“, ein Denkmal.

Jeder ist verantwortlich
Filmgruppe Chaos, D, 2024, 46 Min., digital (16mm s/w)
Wegen seiner Beteiligung an dem Anschlag des Kommandos „Holger Meins“ auf die deutsche Botschaft in Stockholm, bei dem 1975 die Freilassung inhaftierter RAF-Mitglieder erpresst werden sollte, hat Lutz Taufer 20 Jahre in Haft, davon viele in Isolationshaft verbracht. Anschließend ist er nach Brasilien gegangen und hat von 2000 bis 2012 als Entwicklungshelfer in einer Favela gearbeitet. Der Film, in dem er über seine Erfahrungen spricht, ist kein herkömmlicher Dokumentarfilm, durch die starke Materialität der Bilder ist er gleichzeitig ein visuelles Erlebnis.

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[Zwischen Ceausescu und Transsilvanien (3)]

Kurznotizen der Filmgruppe Chaos aus Rumänien.
Karsten Weber, 13.10.2024 (3.Teil)

Rätselhaftes Rumänien



Und weiter gings nach Timisoara [‚Temeswar‘ -> https://de.wikipedia.org/wiki/Timi%C8%99oara]. Ein um ein mehrfaches größerer Ort als Resita. Eine deutlich wohlhabendere Stadt, die mit hohen sich ähnelnden Wohnblöcken und Bürokomplexen dazu einlud, sich zu verfahren. Doch wir landeten schließlich im Kulturpalast der Jugend, der mit seiner sozialistischen Architektur glänzte. Einst gehörte er der Jugendorganisation der Kommunistischen Partei, doch mit dem Einzug der Marktwirtschaft wurde jeder einzelne Raum des Gebäudes vermietet.


Wir konnten nicht herausfinden, wie es gelungen ist, den neoliberalen Geist aus dem Gebäude zu vertreiben. Heute wird er wieder von Jugendgruppen und ihren internationalen Gästen kulturell genutzt. Hier soll das „analog mania festival“ stattfinden. Zum 12. Mal. Fotographie, bewegte Bilder und Sound. Ein Festival, das nicht nur eine Plattform für analoge Kultur schafft, sondern sich mit ihr auseinandersetzt und sie vorantreibt.



Emil Kindlein, der Gründer des Festivals, sagte, solche Festivals wurden gleichzeitig in verschiedenen Ländern gegründet, um gegen das Verschwinden der analogen Kultur anzuarbeiten. Doch die Situation hat sich grundlegend geändert, die analoge Kultur fristet kein Nischendasein in einer hippen Vintage-Ecke, „analog ist Avantgarde“. Er geht nicht nur von einer Gleichwertigkeit von digital und analog in Kunst und Kultur aus, sondern er sieht bereits den nächsten Schritt in der kulturellen Entwicklung: Mischformen haben sich in beide Richtungen entwickelt. Analoges wird nicht nur auf digitalen Datenträgern aufbewahrt und von ihnen abgespielt, es geht auch in die entgegengesetzte Richtung, in der digital produzierte Bilder und Töne in analogen Werken aufgenommen werden.


Analog mania | Timisoara | Romania (13.09.2020) – Foto. Film. Klang. Objekt. Das Analog Mania International Festival kehrt mit seiner zwölften Ausgabe nach Timi?oara zurück. Es zelebriert die Kunst, Geschichte und Techniken des Analogen in einem Gesamterlebnis. Vom 12. Oktober bis 9. November. // –> https://www.youtube.com/@analogmania1129


Nichts war so, wie wir uns Rumänien vorgestellt haben. Man erinnert sich dort auch der Geschichte mit ihren politischen und wirtschaftlichen Umbrüchen.

Nach der Revolution existierte kein Copyright mehr. Da wurden massenhaft Musikkassetten raubkopiert und für kleines Geld vertrieben.

Wir wussten einen Scheiß über dieses Land, das eben nicht nur LKW-Fahrer und Erntehelfer für Westeuropa hervorbringt. Open-Air Konzerte bei freiem Eintritt waren nicht gerade das, was wir erwartet haben.

Kulturelles Interesse und Auseinandersetzungen im Kulturbereich fielen uns auf. Vielleicht lag es daran, dass wir an sehr speziellen Orten waren. Es gibt jedoch einen lebendigen Underground, was Musik und Film angeht. Die ökonomisch schwierige Situation wird durch Experimentierfreude und gegenseitige Hilfe wieder wettgemacht.

Man hat Rumänien eigentlich als Filmland nicht auf dem Zettel. Dabei war Der Tod des Herrn Lazarescu [https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Tod_des_Herrn_Lazarescu] 2005 Gewinner des Prix Un Certain Regard in Cannes – und 4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage [https://de.wikipedia.org/wiki/4_Monate,_3_Wochen_und_2_Tage] erhielt 2007 in Cannes die Goldenen Palme und wurde mit dem Europäischen Filmpreis ausgezeichnet.

Bis heute verlängerte sich die Liste der Filme, die in Cannes und auf der Berlinale ausgezeichnet worden sind. Es gibt für die Filme in ihrem kühlem realistischen bis naturalistischen Stil die Bezeichnung „neue Welle“ oder „rumänische Nouvelle Vague“. Man lernt nie aus.

Wir haben noch nichts von Rumänien gesehen, wenn man ehrlich ist. Wir haben nur ein paar Eindrücke gesammelt. Selbst in dem eher schicken Timisoara haben wir quirlige Ecken jenseits des wohlgeordneten Lebens in den Hochhaussiedlungen gefunden.

[Chaos #26… ]

// Filmgruppe Chaos (Kasten Weber)
// Lichtmessung für „Kurts Schluss“ (Kiel, 18.02.2024)



Nachtrag:

FilmFörde #70 zeigt: ,,Jeder ist verantwortlich“
,,Jeder ist verantwortlich“ (D 2024, 45 Min., Regie: Filmgruppe Chaos – Premiere!)
,,Kurts Schluß“ (D 2024, 15 Min. 16mm, Farbe, Filmgruppe Chaos)
,,Confusionism“ (D 2024, 7 Min., 16mm, Farbe, Filmgruppe Chaos)
,,Die Früchte der Norm“ (D 2024, 4 Min., 16mm, Farbe, Filmgruppe Chaos)
Mi, 12. Juni 2024, 19 Uhr, KulturForum in der Stadtgalerie Kiel
–> https://www.subf.net/forum/index.php/topic,508.msg12870.html#msg12870

// https://www.filmfoerde.de/2024/04/22/filmfoerde-70-zeigt-jeder-ist-verantwortlich/

[Grüsse aus Chongqing… ]

Die Finanz- und Wirtschaftskrise rollt weiter um den Globus.
Vielleicht bleibt China auch dieses Mal noch großteils verschont.
Doch der Blick auf die Welt wird erschüttert.
Das saubere, scharfe Bild von der Wirklichkeit ist eine Illusion.

GRÜSSE AUS CHONGQING – EIN BERICHT DER FILMGRUPPE CHAOS
Von Karsten Weber, 21 Nov 2011 09:27:30 +0100 [09:27:30 CET] (Via Email)

Wir [Filmgruppe Chaos] sind in China auf Mission.
Offiziell sind wir die Vertreter des deutschen Kurzfilms.
Unser Programm scannt das gesamte Spektrum der Szene ab und
präsentiert das Spannendste, was zu finden ist von Mainstream bis
Underground. Doch intern liegt uns ein weiteres Thema schwer am Herzen:
Der chinesische Independentfilm. Dieser wurde erst möglich durch die Verbreitung der
digitalen Kameras – und erst dadurch verlor der chinesische Staat die
Kontrolle über das Bewegte Bild im Land. Die Szene ist quirlig, subversiv
und unberechenbar. Ein Teil der Indieszene ist klar karierefixiert, wie so
viele Menschen in dem turbokaptalistischen Land unter roten Fahnen. Wir wollen
unsere Erfahrungen mit ihnen teilen.

China hatte sein eigenes 8mm Format. In dem Land mit den gewaltigen
Ausmaßen versuchte man Unterhaltung und Propaganda in die unzähligen
Dörfer zu einem möglichst günstigen Preis zu bringen. Ein
Parteitag traf dazu die Entscheidung sich bewußt vom kapitalistischen
Westen abzugrenzen: Mit 8,75mm brachte die Volksrepublik unter Mao ihren
eigenen Schmalfilm hervor. Es wurden Projektoren für lowbudget Kopien
prodziert, doch man nahm Abstand von der Idee auch Kameras zu
produzieren, denn sie könnten Waffen gegen die Verhältnisse werden. Es war
vielleicht das einzige Filmformat, das niemals für die Filmproduktion
gedacht war, nur für die Verbreitung des bewegten Bildes. Die Kopien waren
farbig, doch so grobkörnig und bunt, daß man sie heute eher für
Experimentalfilme halten würde, als für Träger klarer Informationen. Auf
den Dörfern brachten sie eine willkommene Abwechslung in das harte und
triste Leben.

Das neue Millennium brachte den Konsumrausch und gleichzeitig entwickelten
sich Jugendsubkulturen und eine vom Staat nicht kontrollierbare Filmszene.
Doch diese jungen Filmer kennen meist den chemischen Film nicht, sie sind
mit dem digitalen Bild aufgewachsen. Wir haben uns vorbereitet und die
verschiedenen traditionellen Filmformate mitgebracht und zweisprachig
beschriftet, um Anschauungsmaterial für unsere Vorträge und Workshops zu
haben. In unseren Filmprogrammen gibt es das Found Footage Werk YOU & ME
von Karsten Krause (Doppel 8 und Super 8) und von Dagie Brundert I SEE THE
SEA AND THE SEA SEES ME, Super 8 doppelbelichtet und handentwickelt. In
einer Diskussion versuchte ein Filmemacher den chemischen Film als
überflüssigen Gimmik des reichen Westens abzutun. “Damals machte es nur
deshalb Sinn, weil es eine Möglichkeit war an bezahlbare Geräte und
günstiges Material zu kommen”. Wir konnten das Argument, der alte Film sei
ein überflüssiger Luxus recht einfach entkräften: Die Erfindung der
Fotografie führte ebensowenig zur Abschaffung der Malerei, wie die
Synthesizer und Computergenierte Musik zum Ende der traditionellen
Instrumente führte. Es sind schlichtweg unterschiedliche künstlerische
Ausdrucksformen entstanden und die Wahl des Mediums bleibt eine
ästhetische Entscheidung.

[Chaos & Doppel8 … ]

Die Filmgruppe Chaos lud mich zu einer Doppel8 mm Film Versuchsreihe ein. Ich bekam zuerst mal einen extra starken grünen Tee, einen chinesischen Schnaps und eine scharfe russische Suppe, damit ich nicht mehr so blutleer und übermüdet am Küchentisch saß.

Also was ist mit dieser Doppel8 mm Sache los?
…“Der Doppel-8-Film ist 16 mm breit und doppelt perforiert. In der Kamera wird zunächst eine Hälfte des Filmes belichtet, später im Rücklauf die zweite Hälfte. … Diese Filmstreifen entsprechen dann dem Standard „NORMAL-8“-Film (N-8), international „Regular 8“ (R-8). Doppel8 (bzw. N-8/R-8) ist nicht kompatibel mit Super 8. Normal-8-Film (= R-8 bzw. „Doppel8“/„Double8“/D-8) hat breitere Perforationslöcher, die etwas enger beieinander und auf der Höhe des Bildstriches (der Abgrenzung von einem Bild zum nächsten) liegen und ein kleineres Bildfeld als Super-8-Film. … Der Doppel-8-Film wurde auf einer Tageslichtspule geliefert (Super-8-Film steckt in Kassetten). Der Doppel-8-Film wurde 1932 eingeführt … Die Verwandtheit des D-8/N-8/R-8 zum 16-mm-Film zeigt sich darin, dass sich auf einem Meter N-8/R-8/D-8 exakt doppelt so viele Bilder befinden wie auf einem 16-mm-Film. (!) …“
=> http://de.wikipedia.org/wiki/8-mm-Film#Doppel-8-Film (08/2011)

Diese Verwandtschaft von Doppel8 mm und 16mm wollten wir in der rauen Wirklichkeit erproben.

Denn der Doppel8 mm Film ist ja 16mm breit und doppelt perforiert. Los gehts’s – in der ersten Doppel8 Kamera wird zunächst nur eine Hälfte des Filmes belichtet…

… also den Doppel8 mm Film erst mal in die hier hereinfedeln und belichten…

…nun gehts’s weiter im Rücklauf mit der Belichtung der zweiten Filmhälfte. Dazu nahmen wir mal die untere Doppel8 mm Kamera. Ich fragte mich: wird der Film nun rückwärts und kopfüber belichtet?


…und dann das Finale in der 16mm Krasnogorsk Filmkamera – nun soll der Doppel8 mm Film als 16mm Film belichtet werden.

Krasnogorsk => http://de.wikipedia.org/wiki/Krasnogorsk_%28Filmkamera%29


Das Einfädeln geht mit einem Testfilm mit Licht ja ganz okay…


…aber im „Ohne Licht Film-Einfädelsack“ wird die Sache ganz schön…


…kniffelig, als die Perforationslöcher ausreißen und das Einfädeln höchste Konzentration verlangt – geht es nicht ohne einen dritten Arm & Solidarität!

& Später am Abend kramte ich im Chaos Schmalfilm-Archiv und entdeckte einen Föhn-Schulungs-Super8-Film von Wella aus den 70iger Jahren…

[Die Zeitreise & Super8 im Lomo Tank… ]

For Kodachrome Fans, Road Ends at Photo Lab in Kansas
By A. G. SULZBERGER – (December 29, 2010)
=> http://www.nytimes.com/2010/12/30/us/30film.html?_r=1

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Nein, die Straße endet dort nicht.
Was also tun mit UNENTWICKELTEN K40 Super8 Filmkassetten?

… If you miss the Kodachrome deadline, DON’T DESPAIR! You can still process it as b/w!
=> http://cherrykino.blogspot.com/2010/12/kodachrome-kodachrome-kodachrome.html

Ich hatte zum Beispiel noch 2x 15m Super8 K40 Film über die Zeitreise in der Filmtasche.
Die Zeitreise ist einen faszinierender An & Verkauf Laden in Kiel Gaarden.
Manchmal findet man dort fast alles.

Okay, es gibt offiziell niemand mehr, der die K40 Filme noch entwickeln kann und will [*].
Genauso, wie es in ganz Europa nicht noch mal einen solchen einen An & Verkaufsladen gibt.

Ich denke, das ist genau der richtige Zeitpunkt, für einen experimentellen Selbstversuch mit Super8 K40 Film im ‚Russian Tank‘ (Lomo Film Entwicklungstank).

Bei speziellen Problemen gibt es besondere Menschen. Bei Chaos Film gab es zufällig gerade einen Ad hock Worshop zum Lomo Tank. Flugs navigierten Kasten Weber & Martina Stache [*] Lenny & mich mit verwegener Zuversicht durch die Klippen der Unwissenheit & Berührungsangst.

Hier nun die visuellen Notizen zu einer aufwühlenden Nacht der Bilder-Errettung
aus dem K40-Niemandsland.


Dann den Tank mit dem Deckel licht-dicht zuschrauben.


Unser Versuchsaufbau zu den Bädern:
1) Entwickler ca. 8-10 Min.
2) Stoppbad ca. 10 Min.
2a) Nach dem Stoppbad ist gründliches Wässern
(den Lomo Tank mit Wasser durch spühlen) nicht zu verachten.
3) Fixierer ca. 10 Min.
3a) Den Tank wieder Wässern

Der Tank kann nun geöffnet werden.
Den Film nochmals gründlich mit Wasser abspülen
Mögliche Emulsionsreste (Farbreste) konnten vom Film mit normalen Spülmittel mit Hilfe der Fingernägel vorsichtig abgewaschen bzw. abgerieben oder abgerubbelt werden.

Ich hatte für den ersten Versuch nicht mit einem positiven Ergebnis gerechnet – aber nun ist tatsächlich Bildmaterial auf dem 2 verloren geglaubten K40 Filmen zu erkennen – das ist Magie.

Anmerkung:
Es handelte sich hier um eine regelwidrige experimentelle s/w negativ Entwicklung.
Der K40 Film hat dadurch seine natürliche Farbigkeit eingebüßt und ist nun ein farblich eigenwilliger Negativfilm. Spaß macht es dadurch erst recht!

Fortsetzung folgt.

[Filmgruppe Chaos (2010) ]

Es ist ganz gut, wenn es ein paar Leute gibt, die das Medium hochhalten. Es gibt ästhetische Dinge, die kann man in keinem anderen Format so machen. (K. Weber, Filmgruppe Chaos | Schmalfilm, 2005)

Es gibt Nächte, die sich tief in das Freudezentrum der Hirnstruktur einprägen. Genau das ist uns 3 Laternen passiert, als wir einer Einladung der Kieler Filmgruppe Chaos folgten: Wir schlitterten voller Neugierde über das winterliche Eis, unter einem Altbau-Torbogen hindurch, gelangten auf einen Hinterhof und trafen von dort auf die Arbeitsräume des filmisch experimentellen Rundumschlags – wie auch auf das dazugehörige Arbeitsgerät.

Da waren Regale voller Super8 Projektoren und stapelweise archivierte Filmrollen in Blechdosen, unbelichtetes wie abgelaufenes Filmmaterial im Kühlschrank und Super8 Kameras auf dem Küchentisch. Uns wurden kleine runde Ost-Europäische Film-Entwicklungstanks gezeigt, wir erglühten mit analoger Wonne vor einem 16mm Schneidetisch und lauschten den Super8 Geschichten von zwei vortrefflich chaotischen Film-Alchemisten.

Das gibt so viel das noch keine Sau gemacht hat…“ | Aus einer Gesprächsrunde mit der Filmgruppe Chaos (Kiel, Feb. 2010) | Audio Interview :

mp3: http://www.sub.net/mp3files/Archiv-RadioGaardistan/chaosfilmgruppefeb2010.mp3

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Kontext:

Die Filmgruppe Chaos, Chaosfilm, Super8, Underground-Film, Trash-Film, No-Budget-Film, Lo-Budget-Film, Low-Budget-Film, alternative Cinema, Filmverleih,…
=> http://www.filmgruppe-chaos.de/

=> http://www.filmgruppe-chaos.de/filmografie/filmografie.html

=> http://www.filmgruppe-chaos.de/jeux/jeux.html

=> http://www.filmgruppe-chaos.de/maldoror/maldoror.html

=> http://bak.spc.org/maldoror/maltex.html


[Maldoror (2000)… ]


[Maldoror – 12 Episodes after the Novel by Lautreamont (2000)]

„Maldoror – the spectator of outrageous contortion“
=> http://youtu.be/2EOoEj74II0
=> http://www.youtube.com/watch?v=nQP1MjA7-Ec

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=> http://bak.spc.org/maldoror/

=> http://bak.spc.org/maldoror/press.html

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„Maldoror“ (filmgruppe-chaos) | Der Flyer, Pressespiegel, Filmverleih, Making of …
=> https://www.filmgruppe-chaos.de/maldoror/maldoror.html

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“ … [MALDOROR ist ein] … ehrgeiziges Schmalfilmprojekt, das sich des legendären Poems „Die Gesänge des Maldoror“ von Lautréamont annahm, um die Utopie einer kollektiven, künstlerischen Arbeit zu reanimieren. Die zwölf Kapitel der Vorlage wurden an zwölf verschiedene Filmemacher bzw. -gruppen verteilt und nach der Realisierung zusammengekoppelt. Ein erwartungsgemäß disparates Werk, in dem sich keine filmische Handschrift isolieren lässt, wohl aber ein gemeinsamer Gestus ästhetischer Independenz. Über allem schwebt, unangetastet von den mehr oder weniger gelungenen Versuchen einer Aneignung, die zeitlose Aktualität des lautréamontschen Textes. (Titel der Episoden: „The Errors of Existence“; „Mädchen jagt Bus“; „Shark Lust“; „The Lamp“; „Relentless Dream“; „Hey Bulldog“; „The Spectator of Outrageous Contorion“; „Der Gehenkte“; „Place of Desolation“; „Spinnenepisode“; „Why the Canary Sings No More“; „The Septacular Murder of Meryn“) …“

MALDOROR – Deutschland, Großbritannien, 2000,
P (Produktionsfirma) Filmgruppe Chaos/ Exploding Cinema,
Länge: 95 Minuten, Erstaufführung: Mai 2001
Produzent: Duncan Reekie, Karsten Weber
Regie: Andrew Coram, Paul Tarragó, Jannet Thomas, Caroline Kennedy, Colette Rouhier, Steven Eastwood, Filmgruppe Abgedreht, Duncan Reekie, Kerri Sharp …
Musik: The Residents

Aus: „MALDOROR“ (Das Zweitausendeins Filmlexikon)
Quelle: zweitausendeins.de/filmlexikon…

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„Die Gesänge des Maldoror“
Les Chants de Maldoror ist das einzige Werk des französischen Dichters Lautréamont (Pseudonym für Isidore Lucien Ducasse), das auf die Literatur der Moderne und namentlich auf den Surrealismus großen Einfluss ausübte. Es erschien 1874 und gilt als eines der radikalsten Werke der abendländischen Literatur. … Maldoror, Held und Ich-Figur, ist die Inkarnation des Bösen schlechthin. Er ist „ein schwarzer, zerschmetterter Erzengel von unsagbarer Schönheit“, wie Maurice Maeterlinck geschrieben hat, eine „Sonne des Bösen“ (Aurore du Mal = Maldoror) und findet sich auf unserem Planeten wieder, gestrandet unter der ihm verhassten Menschheit, der er ihre eigene Schlechtigkeit vor Augen führen will. …
=> http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Ges%C3%A4nge_des_Maldoror

Comte de Lautréamont (1846 – 1870)
Lautréamonts Leben und die genauen Umstände seines Todes lagen jahrzehntelang im Dunklen. Außer der Geburts- und Sterbeurkunde und sechs Briefen war nichts über ihn bekannt. Mittlerweile sind einige Daten und Marginalien recherchiert, 1977 wurde sogar eine Fotografie von ihm gefunden, 1980 hat man einen siebten Brief an Victor Hugo entdeckt. Dennoch gehört seine Biographie zu den großen Unbekannten der Literaturgeschichte. …
=> http://de.wikipedia.org/wiki/Comte_de_Lautr%C3%A9amont

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[Podcast]: „Die Gesänge des Maldoror“ Stefan Fuchs (04.02.2010)
Lautréamont und die literarische Apokalypse.
=> http://www.podcast.de/episode/1486540/Die_Ges%C3%A4nge_des_Maldoror

[Der Häuserfilm (Filmgruppe Chaos)… ]

Der Häuserfilm
(Filmgruppe Chaos · BRD 1983 · 168 Min (digitally remastered))
Die Premiere der restaurierten Version findet am Samstag dem 12.04.2008 im großen Saal der Pumpe in Kiel statt (Beginn 20:00 => http://www.diepumpe.de/)


[Bildquelle: filmgruppe-chaos.de]

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„[…] Einige grundsätzliche Themen der „Filmgruppe Chaos“ finden sich im Pamphlet auf der Netzseite . Könntest Du diese an dieser Stelle trotzdem kurz skizzieren?Grundsätzliche Themen??? – Es gibt vielleicht etwas wie eine Grundhaltung, das sich mit der Welt auf Kriegsfuß befinden, sich hier völlig fehl am Platze fühlen… “ (Aus „Kein Interview“ – Email-Interview geführt mit Karsten Weber im Mai 2003 von Felix Seifert / ABSURD 3000 | => Quelle)

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[Bildquelle: Kieler Express, 09.04.2008, Seite 5]

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Der Häuserfilm (digitally remastered)
Filmgruppe Chaos, BRD 1983 · 168 Min (Super8) — […] Heute erinnern nur noch zwei Jugendstil-Sphingen über einem Nebeneingang zum Kieler Sophienhof daran, dass hier ein bis in die 80er-Jahre hinein ein prächtiges Ensemble nur teilweise zerstörter Altbauten stand. Im Zuge der städtebaulichen Maßnahmen entwickelte sich hier eine vitale Hausbesetzerszene. Die Filmgruppe Chaos näherte sich diesem Phänomen mit [der] Super8-Kamera. Was als Kurzflilm geplant war, verselbstständigte sich. Einige der Filmer zogen in die besetzten Häuser ein, richteten sich einen Arbeitsraum ein und eröffneten ein Super8-Kino. Das Material wuchs unablässig, und erst die Räumung der Häuser ermöglichte die Fertigstellung des mehr als zweieinhalbstündigen Dokumentarfilms. Nach zahllosen Vorführungen verschwand dieses Werk in den Schubladen der Filmemacher. Das im Laufe der Jahre stark beschädigte zeithistorische Dokument wurde restauriert […]. Es führt uns zurück in eine aufregende Zeit, in der es in Kiels Zentrum noch wunderschöne historische Gebäude gab, vor dessen Fassaden die Barrikaden der Besetzer brannten. Die Premiere der restaurierten Version des Filmes findet am gleichen Ort statt, in dem er vor 24 Jahren seine Uraufführung hatte: im großen Saal der Pumpe.

Aus: „Der Häuserfilm – koki – Kommunales Kino in der Pumpe“ (12.04.2008)
—> termine.kiel-magazin.de/details.php?…

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“ … Kiel – 1983. Das „Internationale Jahr der Kommunikation“ wählt die Uferschwalbe zum Vogel des Jahres. Das Magazin „Stern“ titelt mit Kujaus Hitler-Tagebüchern. Ein neues Wort ist da: „Aids“. Merbold fliegt ins All – und in Kiel fliegt Wasser. Was hier geschieht, wo Wut und Wasserwerfer speien, während junge Leute alte Häuser besetzen, zeigt „Der Häuserfilm“ der Filmgruppe Chaos am Sonnabend ab 20 Uhr im großen Saal in der Kieler Pumpe. Dort war vor 24 Jahren schon die Uraufführung. Der Häuserfilm. Ein Dokument der ersten 80er, als noch Straßenbahnen durch Kiel fahren, und ein Statement der linken Szene, die dagegen protestiert, wie der Magistrat Mettenhof zur städtebaulichen Utopie verklärt. …“ | Aus: „Schöner Wohnen mit Wut und Wasserwerfer“ Von Gerald Koll, (Kieler Nachrichten vom 10.04.2008), —> http://www.kn-online.de/artikel/2338137

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Scan: „Die Vertane Chance“ von Thorsten Teichert
(Kieler Rundschau, 1984 (?))
Zur Premiere des Häuserfilms…
http://www.filmgruppe-chaos.de/presse/KR%2022.3.84.jpg

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Scan: „“Der Häuserfilm“ Filmgruppe Chaos – Zweitaufführung“
von Karsten Weber (1984)
http://www.filmgruppe-chaos.de/presse/Hansa84.jpg