Kategorie: Super8:Art

Super8 Art

[50 Jahre Filmgruppe Chaos … ]

… In den bewegten Zeiten von Jugendbewegung und Rebellion wurde die traditionelle Kultur in Frage gestellt und es wurde radikal experimentiert. Seit rund 50 Jahren steht die Filmgruppe Chaos für experimentelles Kino. In der Galerie ONspace wird dieses Jubiläum mit einem dreitägigen Sonderprogramm gefeiert …
–> https://infomedia.sh/2026/09/21/50-jahre-filmgruppe-chaos/

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Zu unseren Aktivitäten gehört nicht nur das Produzieren eigener Filme in allen nur denkbaren Genres, sondern auch das Organisieren von Plattformen für den unabhängigen und nichtkommerziellen Film. Wir versuchen Equipment und Wissen zu teilen. Uns geht es um den Spaß, den Filmemachen und -Zeigen bringen kann, und wir glauben an die subversive Kraft des Mediums. Gegründet wurde die Filmgruppe Chaos 1975 in Kiel von Schülern als Super-8-Projekt. Arbeitsweise: Konsequente ästhetische Autonomie, strikte Trennung von Kunst und Erwerbsarbeit sowie das unverdrossene Festhalten an analoger Filmtechnik (Super 8 Film / 16mm Film, handentwickelt). >> http://www.filmgruppe-chaos.de/ | Galerie ONspace – Iltisstraße 10, Kiel-Gaarden >> https://maps.app.goo.gl/6cCjjbLnS1ebzB2e7

[Für immer 16 (2026)… ]

“ … Brezel Görings Für immer 16 ist ein schräger Bravo-Fotoroman in Super 8 über halb gelingende Versuche, Freundschaften am Leben zu halten und mit der Beschissenheit der Dinge klarzukommen. …“ | Quelle: https://www.critic.de/film/fuer-immer-16-20367/

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“ … Niemand wird hier geläutert. Niemand wächst über sich hinaus. Niemand hält am Ende eine rührende Rede darüber, was Freund­schaft wirklich bedeutet. Sie streiten einfach weiter. Wie früher. … Wo andere Produk­tionen jede Pointe absichern, jede Figur psycho­lo­gisch begründen und jede Emotion sauber moti­vieren, lässt Für immer 16 einfach alles passieren. … Man könnte Für immer 16 leicht als nost­al­gi­schen Film miss­ver­stehen. Das wäre ein Fehler. … Brezel Göring hat einen Film gedreht, der sich konse­quent weigert, vernünftig zu sein. Der schram­melig sein will. Der Unschärfen liebt. Der seine Fehler ausstellt wie andere ihre Produk­ti­ons­werte. Und der damit ganz nebenbei daran erinnert, dass Subver­sion viel­leicht genau in dem Moment verschwindet, in dem sie »markt­ge­recht« wird. … “ | Aus: „Für immer 16“ Axel Timo Purr (2026) | Quelle: https://www.artechock.de/film/text/kritik/f/fuim16.htm

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“ … Der Film-im-Film-Dreh wird zum Hauptmotiv in Brezel Görings knackig kurzem (73 Minuten) Super-8-Spektakel. Die Bilder von Kameramann und Produzent Stephan Holl sind alles andere als amateurhaft, sie sind bunt, frei, bekloppt. „Für immer 16“ könnte die Pulp-Verfilmung eines frühen Georges Simenon (den Charlotte verehrt) sein, gekreuzt mit einer guten Portion Female Revenge. Eine Spielwiese, immer wieder kommentiert von den Stücken Stereo Totals. … “ | Aus: „Männer sind ein Problem“ Carolin Weidner (25.8.2026) | Quelle: https://taz.de/Erster-Spielfilm-von-Brezel-Goering/!6206893/

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“ …Ende 1992 lernte Brezel Göring (* 1967 als Hartmut Richard Friedrich Ziegler in Wolfhagen) Françoise Cactus kennen, die zunächst Sigmund Freud Experience beitrat. Bald benannte sich die Band um in Stereo Total. … “ | Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Brezel_G%C3%B6ring

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“ … [… Der Musiker Brezel Göring … hat mit „Für immer 16“ ein Romanfragment seiner 2021 verstorbenen Partnerin Françoise Cactus auf Super-8 verfilmt. In der Low-Budget-Komödie geht es um ein Trio mit gemeinsamer Underground-Vergangenheit, das beim Urlaub in Palermo spontan einen Serienkillerinnen-Film dreht. Der Rückgriff aufs Schmalfilm-Format knüpft dabei an die reiche Tradition des selbstreflexiven Kinos an und erinnert an die verschütteten Möglichkeiten eines einfacheren, aber unabhängigen Filmemachens. …] … [Brezel Göring:] Ich finde, dass Super-8-Bilder wie in einem Traum aussehen. Ganz schön – und genauso sehe ich die Wirklichkeit. … Dass Geld keine so große Rolle spielt, dass Perfektion und Technik nicht im Vordergrund stehen. Dass es um Ideen geht. … Dann bekommen sie sogar eine politische Bedeutung. Auf diese Weise bedeutet Super-8 Unabhängigkeit oder flache Hierarchien. Vielleicht will ich mit meinem Film zu einer solchen Subkultur dazugehören, obwohl ich nicht genau weiß, ob die existiert. … Früher gab es in der Stadt, in der ich wohnte, eine „Lange Nacht der Filme“. Dort wurde zuerst ein total wilder Film gezeigt und dann was Kühles, Intellektuelles, damit der Saal sich allmählich leerte. Meinen Film könnte man zum Beispiel zusammen mit einem Film von Alexander Kluge zeigen. … “ | Aus: „Alle Macht der Super-8: Ein Gespräch mit Brezel Göring über seinen Film „Für immer 16““ Ulrich Kriest (25.08.2026) | Quelle: https://www.filmdienst.de/artikel/81384/brezel-goring-uber-fur-immer-16

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“ »Für immer 16« – Eine Komödie über Freundschaft, Stillstand und Dilettantismus, gedreht auf Super-8. … Charlotte, Helena und Oskar waren einmal die Experimentalfilmgruppe »Für immer 16«. Charlotte (Lilith Stangenberg) ist inzwischen erfolgreiche Schauspielerin und finanziert den Palermo-Urlaub der beiden anderen, die im »Drecksloch« Berlin festhängen. Dort wollen sie wieder gemeinsam drehen. Stattdessen diskutieren, streiten und rauchen sie. Lange passiert nichts, und genau darin liegt der Witz. Dann entsteht doch ein Film im Film: Die »männermordende Dementia« im Catwoman-Kostüm bringt einen Mann nach dem anderen um, sämtliche Opfer spielt Rudolph (Twiggy Glouglou). Als er dabei tatsächlich stirbt, heißt es: Filmmaterial vernichten oder fliehen? … “ | Aus: „Was tut sich mit Brezel Göring?“ (2026) | Quelle: https://www.epd-film.de/tipps/2026/was-tut-sich-mit-brezel-goering

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„Kritik zu Für immer 16“ Anna Maria Pahlke (18.08.2026): … Man hat das Gefühl, den Film nicht wirklich zu sehen, sondern sich an ihn zu erinnern. Noch eigenwilliger ist der Ton: Sämtliche Dialoge wurden nachsynchronisiert und schweben leicht neben den Gesichtern, als wären sie an einem einzigen Nachmittag mit dem Kassettenrekorder aufgenommen. Über allem liegt die Stimme von Françoise Cactus. … Schund und Schönheit sind hier kaum noch unterscheidbar. Zwischendrin sagt jemand: »Du findest, ein Film muss eine nachvollziehbare Handlung haben. Da sage ich: Nein. Kein Interesse.« … | Quelle: https://www.epd-film.de/filmkritiken/fuer-immer-16

[Wild Movies: SF-Beat Sendung (06.12.1976)… ]

Post aus einem Privatarchiv: Über Rolle und LT erreicht mich ein Brief aus Bremen mit einer Zeitreise auf Magnetstreifen (MC).

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Audio: Hier der Inhalt der Kassette – Musik und ein Interview mit der „Wild Movies“ Gruppe
Eine Amateurfilmergruppe aus Berlin des Jahres 1976 [(Das Interview beginnt etwa nach 20 Min.)]

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Die Radiosendung SF-Beat war eine Jugendsendung des Senders Freies Berlin (SFB). Sie wurde zwischen 1967 und 1990 werktäglich ausgestrahlt und war im Berliner Raum wegweisend für Beatmusik, Rock und später elektronische Subkulturen. Hier die Episode aus dem 6. Dezember 1976: Spieldauer 1:00 Stunde. Es geht um die Gruppe „Wild Movies“ (Amateurfilmergruppe aus Berlin des Jahres 1976). Mit Musik von Tom Cunningham und Mohammad Tamasebi. Hinter dem Begriff „Wild Movies“ verbirgt sich der Jugendfilmclub Wild Movies e.V., eine West-Berliner Gruppe junger Independent-Filmemacher, die sich in den späten 1960er- und 1970er-Jahren um Manfred Jelinski, Uwe Bohrer und weiteren formierte.

Das Kollektiv war ein Beispiel für die damalige Super-8-Amateurfilmszene, die radikal unabhängig, politisch engagiert und abseits der kommerziellen Filmindustrie agierte. Die Gruppe dokumentierte hautnah den West-Berliner Widerstand gegen Naturzerstörung. Bekannte Beispiele sind die filmische Begleitung von Bürgerinitiativen gegen die Rodung des Waldes an der Einflugschneise des britischen Militärflughafens („Gemetzel in Gatow“, 1979) oder gegen den Autobahnbau im Tegeler Forst („Schlachtfeld Tegeler Forst“). Später hielten Mitglieder der Gruppe wichtige Meilensteine der Berliner Punk- und Post-Punk-Szene fest, wie etwa in der berühmten Dokumentation „So war das S.O.36“ (1984) [https://www.arsenal-berlin.de/assets/Legacy/katalog_blaetter/1985_Super8_SoWarDasSo36_34.pdf].

Historisches Filmmaterial wird von Manfred Jelinski bis heute gepflegt. Auf seinem offiziellen YouTube-Kanal IndependentFilmInfo veröffentlicht er regelmäßig digitalisierte Ausschnitte unter dem Titel „Wild Movies Archiv“ (z. B. historische Spaziergänge, Tramp-Geschichten und frühe Werke wie „Orpheus in der Oberwelt“).

M.O. Jelinski @IndependentFilmInfo:
–> https://www.youtube.com/@IndependentFilmInfo/videos

[Die Tödliche Doris…]

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“ … «Die Tödliche Doris, und das ist ihre ästhetische Strategie, ist immer dort, wo du sie nicht erwartest», schrieb Filmkritiker Dietrich Kuhlbrodt 1982 in der Frankfurter Rundschau über die Gruppe Berliner Kunststudenten. … Wolfgang Müller [zeigte 2014] eine Auswahl von Super-8-Filmen aus dem insgesamt mehr als 300-minütigen filmischen Gesamtwerk der Tödlichen Doris. Erwartungsfroh sehen wir Filmen entgegen mit Titeln wie Edith Müller putzt ein Fenster, Energiebeutel und Zeitblase Energy, Die unsichtbare LP Nr.5 Materialisiert als Super8 Film oder Niemand sieht die Blindschleiche. …“ | Aus: „Die Tödliche Doris 1980 – 1987 auf Super8“ Wolfgang Müller, Berlin Mi., 12.03.2014, 20:00 | Quelle: https://acc-weimar.de/veranstaltungen/t/die_toedliche_doris_1980_87_auf_-1105.html

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“ … Anfang 2000 hat Martin Schmitz alle Super 8-Filme von die Tödliche Doris digitalisieren lassen. …“
Aus: „Die Tödliche Doris – Kino, Das filmische Gesamtwerk (1980–1987) Teil I – III“ | Quelle: https://www.martin-schmitz-verlag.de/Die_Toedliche_Doris/Film.html
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“ … Die Tödliche Doris, die Erwartungshaltungen des Publikums, entfachten Anarchie auf der Bühne und ignorierten tradierte Formen des Musikmachens. Doch im Gegensatz zu deren eher maskuliner Vehemenz arbeitete die Doris eher spielerisch und mit „kluger Rotzigkeit“, wie Weserburg-Direktorin Janneke de Vries die künstlerische oder gerade auch bewusst nichtkünstlerische Herangehensweise bestimmt. Westberlin 1980, Mauerstadt, Kalter Krieg, Endzeitstimmung, dunkle Hinterhauswohnungen mit Kohleöfen – aber eben auch die große Freiheit für Hausbesetzer, Künstler, Punks. In diesem Milieu gründeten die beiden Kunst- und Filmstudenten Wolfgang Müller (Jahrgang 1957) und der 1996 verstorbene Nikolaus Utermöhlen Die Tödliche Doris, die sich zunächst in Gestalt einer Punkband manifestierte. … Bei der Doris-Werkschau in der Weserburg steht nicht umsonst das Medium Film im Mittelpunkt. „Dort finden Musik, Performance, Fotografie, Text und Malerei zusammen“, erklärt Radek Krolczyk den Ansatz. … “ | Aus: „Das ewige Leben der Tödlichen Doris“ York Schaefer (23.12.2025) | Quele: https://taz.de/Punkkunst-Ausstellung-in-Bremen/!6129113/

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Das Haus der Tödliche Doris wurde von 1987 bis 1991 bespielt, diente seitdem als Lagerraum für die Kunstwerke der Tödlichen Doris und beherbergt ihr Archiv. | https://dashausdertoedlichendoris.de/

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“ … Die Tödliche Doris war eine Berliner Künstlergruppe, die 1980 von den Kunststudenten Wolfgang Müller und Nikolaus Utermöhlen als Musikband gegründet wurde und der sich ein paar Monate später die Kunststudentin Chris Dreier anschloss und die in ihrer bis zur Auflösung 1987 währenden Geschichte auch in Kunst, Fotografie, Filmkunst, Video, Performance und Literatur aktiv war. …
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Filmografie – Super 8:
Sabine – aus meinem Tagebuch, 10 Min., 1980
Material für die Nachkriegszeit, 25 min., 2. dramatisierte und gekürzte Fassung: 9 min., beide 1981
Das Leben des Sid Vicious, 12 min., 1981
Energiebeutel und Zeitblase, 12 min., 1981
Fliegt schnell laut summend, 10 min., 1981
Niemand sieht die Blindschleiche, 3 min., 1981
Das Graupelbeerhuhn, 20 min., 1982
Berliner Küchenmusik, 5 min., 1982
Textfilm, 3,5 min., 1983
Die Tödliche Doris live auf Helgoland, 23. Juli 1983, 6 min., 1983
Blumen am Grab des Vaters, 12 min., 1983
Der Fotomatonreparateur, 2 min., 1983
Live, 2,5 min., 1983
Wasserballet, 3 min., 1984
Tapete, 23 min., 1984
Mädchenherzen, 3 min., 1984
Kulisse, 60 min., 1984
Tanz 2, 0,5 min., 1984
Zwei Witwen, 2,5 min., 1984
Die Tödliche Doris, 9 min., 1984
Zoom, 2,5 min., 1985
Die unsichtbare 5. LP materialisiert als Super-8-Film, 3 min., 1985
Städte, 105 min., 1987 (Der darin enthaltene Städtefilm Berlin West[18])
Unbefleckte Empfängnis, 1 min., 1986 (Episode in Jesus – Der Film)
Die Gesamtheit allen Lebens und alles Darüberhinausgehende, 1,83 Sekunden, 1987
Eine Frau zur selben Zeit an einem anderen Ort, 9 min., 1987
…“
https://de.wikipedia.org/wiki/Die_T%C3%B6dliche_Doris
// https://k-strich.de/de/kunstler/die-todliche-doris/

[Film als Kulturerbe (L’Abominable) … ]


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“ … Film als immaterielles Kulturerbe … Das Projekt hat einerseits zum Ziel, die heute in der gesamten fotochemischen Kette (von der Aufnahme bis zur Projektion, von den Laboren bis zur Konservierung) angewandten Praktiken und Kenntnisse zu erfassen – und zum anderen eine Reihe von Maßnahmen vorzuschlagen, um die Zukunft der analogen Filmtechniken in den kommenden Jahren zu sichern. … Was die Situation in Frankreich betrifft, so hat das Projekt in den letzten Monaten durch die Bildung einer Arbeitsgruppe innerhalb von L’Abominable viel Dynamik erzeugt. … “ | From: „Film as Intangible Cultural Heritage“ –> https://www.filmlabs.org/dissemination/lab-meetings/film-as-intangible-cultural-heritage/ | [L’Abominable [Der Abscheuliche] is an artist-run film laboratory near Paris. Since 1996, it offers filmmakers the tools to work with silver-based film material: super-8, 16mm and 35mm.] –> https://www.l-abominable.org/en/

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Dear all,
We, at L’Abominable, wanted to let you know about a project that has been developing here in France around the practice and know-how of photochemical film as Intangible Cultural Heritage. All the info are on filmlabs.org … So far, the project has been restricted to France (for administrative/procedural reasons), but we wanted to invite all of you around the world to have a look and if you want to be involved, or think your country could also want to develop something similar, get in touch, we’d love to chat and explain further! If you are based in France and that’s the first time you hear of this project, and want to be involved, get in touch as well, we’d love to include you (and we have homework for you)! All the best, Emmanuel for L’Abominable (27.11.2025)

[The Exploding Cinema Book (2025)… ]

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… BOOM! charts the emergence of the collective from the art squats of Brixton to international infamy, from the analogue machines of the nineties to the contemporary digital online cinema. And although the key focus is the Exploding Cinema, this is also a history of the broader London underground movement and includes material from MyEyesMyEyes, Omsk, the Halloween Society, Undercurrents, the Volcano! Film Festival, Kaos filmmgruppe and many others. | https://explodingcinema.org/exploding-book-crowdfunder/


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The rise of this new live cinema culture was developed over 30 years by an underground movement of film makers, cinema clubs and media activists. BOOM! is the secret history of that movement told by its key activists.  And in particular it is the history of the Exploding Cinema collective, a radical unfunded experiment in total democracy, open access, collective ownership and voluntary action. For the last 3 decades, we have been staging regular monthly open access nights of short D.I.Y. underground film in pubs, clubs and squats across London; turning shabby interiors into temporary convivial utopias that seethe with multiple moving projections. We have screened thousands of short films and given thousands of filmmakers a live audience for their work. Yet this movement has been consistently dismissed and ignored by the film establishment and the art academics. | https://www.indiegogo.com/projects/boom-exploding-cinema-and-the-new-underground#/

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–> https://explodingcinema.org/ | https://explodingcinema.org/history/

[Chaos #27… ]

Kino im Sprengel (Hannover)

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“ … Wilfried Hippen: … Wie hat es denn mit Chaos 1975 angefangen? — Karsten Weber (Jahrgang 1960, in Neumünster geboren, war 1975 einer der Gründer der Kieler „Filmgruppe Chaos“): Ich habe 1974 zu Weihnachten von meinen Eltern eine Super 8-Ausrüstung geschenkt bekommen und wir haben dann begonnen, damit Spaß zu haben. Wir wollten einfach machen, was uns gefällt. Und wir wollten niemanden, der uns da reinquatscht. Darum hatten wir auch immer eine Aversion gegen Filmhochschulen. …“ | Quelle: https://taz.de/Niemand-sollte-uns-reinquatschen/!6060076/ (22.1.2025)
// Kontext: Karsten Weber: “Was ich aber auch brauch um nicht verrückt zu werden…” (Super8 Interviewfilm, 45 Min.), Kiel (2019) | Video –> https://www.subf.net/laterale/?p=149

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Termin: Die Kieler „Filmgruppe Chaos“ feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum und ist mit neuen Filmen in Hannover (Filmvorführung der Filmgruppe Chaos und Gespräch mit Karsten Weber: 25.1.2025, 20:00 Uhr, Kino im Sprengel, Hannover)

50 Jahre RAF-Anschlag auf die deutsche Botschaft in Stockholm, 50 Jahre Filmgruppe Chaos aus Kiel. Mit Gästen. —-Seit 50 Jahren, seit 1975, macht die Kieler Filmgruppe CHAOS Filme abseits des Kino- und Festivalgeschehens, sozusagen im Untergrund, bis heute mit analogem Filmmaterial. Dreimal waren die Kieler bereits bei uns zu Gast: 1990 – das Kino hatte noch keinen festen Spielort – in der Sturmglocke nebenan, 2001 mit dem Episodenfilm Maldoror, zuletzt 2015 mit Found-Footage-Arbeiten und Live-Vertonung durch die Band The Robert Sound. Heute im Vorprogramm „Menschen im Mahlwerk der Verhältnisse“, im Anschluss Gespräch mit Lutz Taufer.
https://www.kino-im-sprengel.de/20250125

Gezeigt wird (Das Programm):

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Früchte der Norm
Filmgruppe Chaos, D, 2024, 4 Min., digital (16mm)
Found-Footage-Aufnahmen von der ersten Generation türkischer Arbeitsimmigranten in Deutschland, chemisch bearbeitet. Darunter das legendäre Moped-Geschenk an den Millionsten Gastarbeiter, den Portugiesen Armando Rodrigues da Sá.

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Confusionism
Filmgruppe Chaos, D/China, 2024, 7 Min., digital (16mm)
Bilder kapitalistischer Ausbeutung im kommunistischen China.

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Kurts Schluss
Filmgruppe Chaos, D, 2024, 19 Min., digital (16mm)
Karsten Weber setzt seinem Vater Kurt, u.a. politischer Aktivist gegen die Atomrüstungspläne der frühen Bundesrepublik und „der erste Öko, den ich kannte“, ein Denkmal.

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Jeder ist verantwortlich
Filmgruppe Chaos, D, 2024, 46 Min., digital (16mm s/w)
Wegen seiner Beteiligung an dem Anschlag des Kommandos „Holger Meins“ auf die deutsche Botschaft in Stockholm, bei dem 1975 die Freilassung inhaftierter RAF-Mitglieder erpresst werden sollte, hat Lutz Taufer 20 Jahre in Haft, davon viele in Isolationshaft verbracht. Anschließend ist er nach Brasilien gegangen und hat von 2000 bis 2012 als Entwicklungshelfer in einer Favela gearbeitet. Der Film, in dem er über seine Erfahrungen spricht, ist kein herkömmlicher Dokumentarfilm, durch die starke Materialität der Bilder ist er gleichzeitig ein visuelles Erlebnis.

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[In the Shadow of the Sun (1972-1981)… ]

forestpunk (2020): “ … Derek Jarman’s In the Shadow of the Sun is part home movie, part fever dream; a fantasy and a reverie and a technicolour nightmare, made more surreal, menacing, and beautiful with an electronic soundtrack by Throbbing Gristle. …“ | https://forestpunk.wordpress.com/2020/03/29/in-the-shadow-of-the-sun-derek-jarman-1981-movie-review/

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„In the Shadow of the Sun“ Luke Aspell (November 2024, Annotations on Film – Issue 111)
“ … In the Shadow of the Sun is the title of two films, substantially identical but materially distinct. The first, a silent Super 8 film made between 1972 and 1974 incorporating footage shot in 1971, was screened during the 1970s at Jarman’s studio home and at experimental film venues in London, accompanied by Hector Berlioz’s Grande Messe des morts. The second, a 16mm film comprising a blow-up of the first augmented with titles and a synchronised score by Throbbing Gristle, premiered in 1981 at the Berlin Film Festival. …“ | https://www.sensesofcinema.com/2024/cteq/in-the-shadow-of-the-sun/

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In the Shadow of the Sun | Derek Jarman, 1981, UK/West Germany

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In the Shadow of the Sun (1981) [58 Min.]
–> https://youtu.be/CM5nzFQgEtE

[Termin: Kassel von unten (03.11.2023)… ]

Perlen vor die Säue oder Säue vor die Perlen? Mutter und Colorlabor präsentieren Kurzfilme und Musikvideos aus dem nordhessischen Talkessel Kuratiert von Tilman Weiland und Torben Röse Kurzfilme von Yusuf Dapgin, Friedrich Klemm (Weckewerk Production), Rolle (Filmgruppe 34 Nord), F.L.E.I.S.C.H.-Filmgruppe Musikvideos von Avatar, Dog Food Five, Bachratten, Mietzekotze, Tinnitus, Robust, Crank!, Catch As Catch Can, Suck, Apfelschorle


filmgruppe 34 nord: unsere ersten beiden schrottigen super 8 filme laufen hinterm tresen des vertrauens.
ein abend voller muell und heiterkeit. kommt vorbei. rolle

[Der Geringste Widerstand (1981)…]

“ … 1980 drehten [Peter Fischli und David Weiss] ihren ersten Film auf Super8. In „Der geringste Widerstand“ spazieren die beiden als Bär und Ratte verkleidet durch Hollywood, hinterfragen das Leben und schreiben ein Buch. „Ich hasse dieses Chaos auf der Welt. Nichts funktioniert. Alles ist hoffnungslos und traurig.“ – Der Bär in: Der geringste Widerstand …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Fischli_und_David_Weiss

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“ … Wie von Geisterhand geführt, bewegt sich die Kamera durch eine düstere urbane Szenerie auf ein einsames, hellerleuchtetes Fenster zu, in dem ein unheimliches Profil erkennbar wird.
Es ist ein Bär, der am hellen Nachmittag diese Bilder träumt, und er schläft noch tief, als das Telephon klingelt. … So beginnt «Der Geringste Widerstand» – «Ein streckenweise ungegenständlicher Farbfilm» von Peter Fischli und David Weiss, gedreht in Super-8 (später auf 16-mm aufgeblasen) an verschiedenen Schauplätzen in Fos Angeles in den Jahren 1979 und 1980. …“ | „Peter Fischli/David Weiss: die Freundschaft ist ein labiles Gleichgewicht“ (1988) | https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=ptt-001%3A1988%3A0%3A%3A997

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Der geringste Widerstand – The Point of least Resistance (29 Minuten, Deutsch, Englisch, Französisch · DVD 1981) — “ … Ein Bär und eine Ratte möchten – wieder einmal – viel Geld machen. Diesmal mit Kunst. Bei einer Informationsreise finden sie in einer Galerie einen Toten, den sie in der Hoffnung gleich mitnehmen, durch ihn Zugang zur Kultur-, Action- und Finanzwelt zu finden. Statt dessen geraten sie aber in Streit über Fragen und Betrachtungen zum Thema «Kunst und Kriminalität». Die Ratte versucht den Fall selbst zu lösen; für sie gibt es keine Trennung zwischen Künstler und Detektiv. Nach einem knapp überlebten Mordanschlag tun sich die beiden wieder zusammen, ernüchtert und fassen Vorsätze, sich zu bessern, was nicht einfach scheint. Doch in tiefster Entmutigung entdecken sie eine Ordnung im Chaos der Welt, was sie zu Untersuchungen auf dem Gebiet der darstellenden Philosophie führt. Und von dort starten sie durch zu ungeahnten Einsichten und neuen Höhenflügen. …“
https://www.cede.ch/de/movies/?view=detail&aid=15772108

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Peter Fischli (23. November 2019): “ … Mich interessiert die Frage nach der Illusion des Echten, Authentischen und der Aufrichtigkeit des Nachgemachten, Un-authentischen. Das, was diese Werbungen zeigen, sind ja Phantombilder eines erstrebenswerten Lebens. Und es geht darum, sie nachzuspielen. Daraus ergeben sich Situationen, die unglaublich wahr und unglaublich klischiert zugleich sind. Ich sehe das aber gar nicht als Kommentar auf das Heute, Selfies und Ähnliches sind nur die Form, wie sich das heute manifestiert, mimetisches Verhalten ist kein Novum. Es beschleunigt sich nur die Wirkung, je stärker eine Gesellschaft von Medien durchdrungen ist. … Es ist ein ständiges Ringen, die Welt zu begreifen, sich mit Fehlinterpretationen zu konfrontieren, die man macht, um sie dann wieder zu revidieren. …“ | https://www.derstandard.de/story/2000111399543/staendiges-ringen-welt-zu-begreifen-peter-fischli-im-kunsthaus-bregenz

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Impuls via Rolle (Außenstelle Kassel)

[Dirndlschuld (2021) … ]


… Österreich zeigt sich am Grundlsee von seiner schönsten Seite. Im Sommer kommen die Sommerfrischler. Wer einmal hingekommen ist, wird immer wieder herkommen. Super-8-Aufnahmen zeigen in körnigen Bildern die Idylle. Auch Wilbirg Brainin-Donnenberg fährt immer wieder hin. | https://riecks-filmkritiken.de/dirndlschuld/

… Für manche ist ein Dirndl nur ein hübsches, buntes Kleid mit Schürze, für andere eine symbolisch aufgeladene Provokation. Wie Kleidungsstücke können auch Orte kontaminiert sein: Die um sie herum konstruierten Narrative werden durch private Familiengeschichten und historische Gegebenheiten immer wieder verändert und angepasst – und mit jeder Generation legt sich eine neue Lesart über diese Schichten. Der Super-8-Film taucht ein in das Idyll des österreichischen Grundlsees und gibt den Blick in die darunterliegenden Abgründe frei. … | https://www.berlinale.de/de/archiv-auswahl/archiv-2022/programm/detail/202204385.html

“ … My two grandfathers, one a Nazi during the war, the other continuously threatened by the Nazis because of his Jewish descent. Then my husband’s family that had fled to England in 1938, but had vacationed in the Aussee region before and after the war. And then my own family, my husband Joe, our daughter Anna and myself enjoying the lake and the mountains and the hikes in the woods. The historically contaminated area cannot get away with cute Dirndls and Lederhosen. … The short form has always intrigued me. In my case the limitations of the sensuous super 8 continuously challenged the economy of inclusion and omission. The captivating material demands a clear structure and will not lend itself to redundance. The magic of the abstraction is the reward. Black frames will let the narrator breathe and the audience reflect. …“ | From: Wilbirg Brainin-Donnenberg on „Dirndlschuld“ / interview (Berlinale Shorts12. Februar 2022) | https://shortsblog.berlinale.de/2022/02/12/wilbirg-brainin-donnenberg-on-dirndlschuld-interview/

Dirndlschuld von Wilbirg Brainin-Donnenberg mit Anna Brainin (2021)

Dirndlschuld | Trailer | Berlinale 2022

–> https://youtu.be/170ehR_wlpM

[Künstlerinnengruppe Erfurt (1984–1994) … ]

Künstlerinnengruppe Erfurt (1984–1994)
Nach der Wende wurde ab Ende 1989 der Name Exterra XX verwendet.
// https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BCnstlerinnengruppe_Erfurt
// https://dedicatedcollectors.wordpress.com/2018/08/21/super-8-filme-gabriele-stoetzer-waehrend-der-mitteldeutschen-kunstmesse-6-9-september-2018/
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Simone Unger (11. Dezember 2021): “ … Förster erinnrt sich: „Erfurt war dunkel, trüb, und sehr verfallen und ich habe dort Gabi erlebt mit ihren selbstgewebten Pullovern, mit türkisfarbener Hose. Bis wir dann aufeinander zugegangen sind und mit den ersten Fotoserien begannen.“ Aus den Fotosessions entwickeln die Frauen ihren ersten gemeinsamen Film: Jede von ihnen inszeniert einen ihrer Träume. Regie führt jede Künstlerin selbst. Gedreht und geschnitten wird das Material von Gabriele Stötzer, die damals schon eine Super-8-Kamera hat. So entstehen in wenigen Jahren fünf je halbstündige Kunstfilme – Vorbilder gibt es keine, erklärt Stötzer: „Es ist aus uns entstanden. Wir waren alle irgendwo am Rande. Wir standen draußen. Wir standen immer kurz vorm Aufgeben, wir standen vor dem Selbstaufgeben.“ … Am 4. Dezember 1989 ruft die Gruppe zur Besetzung der Stasi-Zentrale in Erfurt auf. Hunderte Menschen folgen. Gemeinsam verhindern sie die Vernichtung der Akten. Ein Erfolg, der zugleich das Ende der Gruppe einläutet. Von Erfurt geht es nach Paris, Basel, Amsterdam – doch der Ruhm befördert den Zerfall. 1994 trennen sich die Wege. Was bleibt, ist dieser Schatz bislang kaum bekannter Filme von Künstlerinnen, die den Himmel unter ihren Füßen haben. …“ | https://www.mdr.de/kultur/ausstellungen/erfurt-kuenstlerinnen-gruppe-ddr-hosen-haben-roecke-an-100.html
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(14. Januar 2022): “ … Keine von ihnen hätte wohl einen Studienplatz an einer der renommierten Kunstakademien der DDR erhalten. Die Gruppe drehte experimentelle Super-8-Filme und führte Mode-Objekt-Schauen auf – Bühnen-Performances, bei denen Kostümbilder und Textilobjekte als Modekollektionen präsentiert wurden. In der Erfurter Underground- und Punkszene der 1980er Jahre fand sie Anregung und Rückhalt. Den Künstlerinnen ging es darum, sich gemeinsam im Hier und Jetzt Raum und Sichtbarkeit zu erkämpfen. Eine Ausreise nach Westdeutschland war keine Option: „Wir wollten per se dableiben“, beschreibt Andres die Grundhaltung rückblickend. … Briefe und Stasiakten zeugen von staatlicher Repression, aber auch von Solidarität unter weiblichen Kulturschaffenden, wie Christa Wolfs Brief an den Staatsanwalt mit der Bitte um Haftentlassung von Wollert zeigt. … In [den] Abseiten [der Ausstellung „Künstlerinnengruppe Erfurt 1984–1994“ in der neuen Gesellschaft für bildende Kunst (nGbK), Berlin“] werden teils traumatische Erfahrungen beleuchtet, die den Arbeiten vorausgingen. So kontextualisiert etwa ein Raum voller bunter Luftballons und Kopien von Briefen Wollerts Performance in ihrem Film „Komik–komisch“ (1989): Die Luftballons, die ihr hier unter dem Kleid wegfliegen, symbolisieren den Verlust ihres Kindes durch Zwangsadoption – eine erschütternde Offenbarung im Anschluss an das Screening des heiteren Super-8-Films. Dokumente wie diese lassen heute noch verständlich werden, warum die „Flucht in die Öffentlichkeit“ (Stötzer) für die Künstlerinnengruppe in der späten DDR (und auch über den Systemwechsel hinaus) so wichtig und stimulierend war. … Kollektiv ausgeübte Kunst war seit der Verstetigung des privatwirtschaftlichen Kunstmarkts immer auch als Kritik am Alleinstellungsmerkmal und dem damit verbundenen Marktwert des solitären Künstler Künstler*innensubjekts intendiert. … Was sich von der Künstlerinnengruppe Erfurt […] lernen lässt, ist nichts weniger als der gemeinschaftliche Umgang mit gesellschaftlichen und persönlichen Krisen. …“ | https://www.textezurkunst.de/articles/anna-voswinckel-flucht-in-die-offentlichkeit/

[Filmkollektiv Schmelzdahin (1979-1989) … ]

“ … Weniger als Performancegruppe denn als reines Filmproduktionskollektiv sind Schmelzdahin aus Bonn zu verstehen, wenngleich es bei der Gruppe durchaus zu öffentlichen Filmaktionen kam. Im Laufe ihrer sechsjährigen gemeinsamen Filmproduktion von 1983-1989 legten sich die Mitglieder Jochen Lempert, Jürgen Reble und Jochen Müller ein umfangreiches Archiv von gefundenem, gekauftem oder selbst gedrehtem Filmmaterial zu. Die Grundidee ihrer Arbeit bestand nicht nur darin, einzelne Filmsequenzen neu zu kombinieren, um ein weites Feld von Assoziationen und Korrelationen zu erzeugen. Wichtiger Aspekt war die verschiedenartige und außergewöhnliche Behandlung des Materials. Monatelang lagen bestimmte Filmstreifen in einem Teich, bis sich Algen am Material anlagerten. Bakterien griffen die Filmschicht während der Lagerung in einem Garten an. Die „Filmernte“ wurde anschließend gesäubert und getrocknet und auf einer selbstgebauten Maschine kopiert. Die zufälligen Ergebnisse des Zersetzungsprozesses wurden nach ästhetischen Kriterien genau studiert, bis es zur endgültigen Selektion der Filmstreifen für die jeweiligen Produktionen kam. …“ | https://www.filmalchemist.de/bibliography/je_bilder_1997.html

Schmelzdahin (melt away) is a film group which worked in Bonn between 1979 and 1989.
http://www.schmelzdahin.de/

[Aneta Bartos … ]


Monotropa Terrain, 2021 (Super 8 transferred to digital)

“ … Originally shot on Super 8, Monotropa Terrain is a continuation of Bartos’ series Spider Monkeys, of which a selection is shown in the exhibition. This series is also focused on dualistic beings, half-human half otherworldly, entangled in psychological landscapes. Where her decision to use expired Polaroid film was a deliberate choice of medium to re-create childhood memories in the artist’s highly acclaimed photography series Family Portrait, the choice for Super 8 film as medium to shoot Monotropa Terrain again proves to be in line with the film’s subjects. …“ | https://tommysimoens.com/index.php/exhibitions/monotropaterrain.html

–> https://www.anetabartos.com/monotropa-terrain | https://www.anetabartos.com/
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// https://static1.squarespace.com/static/546d2bb2e4b07045cfc546cd/t/6196f8b87630434bd3c1af31/1637284030624/Aneta+Bartos+Monotropa+Terrain.pdf

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