Kategorie: 16mm

[50 Jahre Filmgruppe Chaos … ]

… In den bewegten Zeiten von Jugendbewegung und Rebellion wurde die traditionelle Kultur in Frage gestellt und es wurde radikal experimentiert. Seit rund 50 Jahren steht die Filmgruppe Chaos für experimentelles Kino. In der Galerie ONspace wird dieses Jubiläum mit einem dreitägigen Sonderprogramm gefeiert …
–> https://infomedia.sh/2026/09/21/50-jahre-filmgruppe-chaos/

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Zu unseren Aktivitäten gehört nicht nur das Produzieren eigener Filme in allen nur denkbaren Genres, sondern auch das Organisieren von Plattformen für den unabhängigen und nichtkommerziellen Film. Wir versuchen Equipment und Wissen zu teilen. Uns geht es um den Spaß, den Filmemachen und -Zeigen bringen kann, und wir glauben an die subversive Kraft des Mediums. Gegründet wurde die Filmgruppe Chaos 1975 in Kiel von Schülern als Super-8-Projekt. Arbeitsweise: Konsequente ästhetische Autonomie, strikte Trennung von Kunst und Erwerbsarbeit sowie das unverdrossene Festhalten an analoger Filmtechnik (Super 8 Film / 16mm Film, handentwickelt). >> http://www.filmgruppe-chaos.de/ | Galerie ONspace – Iltisstraße 10, Kiel-Gaarden >> https://maps.app.goo.gl/6cCjjbLnS1ebzB2e7

[Eiweißlasurfarbe (16mm Film)… ]

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Visuelle Notiz: [Erste Experimente] — Kolorieren von 16mm Schwarzweiß Negativ Film (Orwo, selbst entwickelt) auf einem Lichttisch | https://de.wikipedia.org/wiki/Leuchttisch

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Eiweißlasur ist eine auf Farbpigmenten und auf tierischem Eiweiß basierende, nach der Trocknung durchscheinende (nicht voll deckende) Farbe, die vor allem zum Kolorieren von Schwarzweißfotos angewandt wurde. …

https://de.wikipedia.org/wiki/Eiwei%C3%9Flasur | https://de.wikipedia.org/wiki/Kolorieren

[MFG5 Projekt (Entwicklung) … ]

Der Augenblick der Wahrheit.
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Die Chemie für die Entwicklung.
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Belichteter und entwickelter Film auf Spiralspindeln (2x 15 Meter)

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Notiz / Memo (Kiel, 17.04.2026):
Die ersten 30 Meter Filmentwicklung [16mm Orwo Schwarzweiß-Negativ Film]

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Versuchsanordnung der Entwicklung | Chemie (Entwickler, Stoppbad, Fixierer) :

Der belichtete 16mm Film wurde in der Dunkelkammer aus der Kamerakassette genommen und auf 2x 15m Spiralspindeln eingespult. Der Film liegt darauf Lichtgeschützt im Bakelit Entwicklertank [–> https://de.wikipedia.org/wiki/Entwicklungsdose].

Achtung: Bei der Arbeit mit der Chemie Gummihandschuhe tragen! – Es werden gebraucht: Passende Messbecher (mit Milliliter / ml Anzeige), ein wassertaugliches Thermometer, Eine Wanne für das Wasserbad (um den Entwickler auf Temperatur (hier 20 C) bringen zu können). Es werden weiter benötigt: Gummihandschuhe zum Schutz der Haut klar, passende Plastikflaschen für die Chemie. Ein Trichter zum Einfüllen.
Achtung zur Sicherheit beim Mischen der chemischen Bäder: Erst das Wasser, dann die Chemie in die Maßbecher geben!

Für die Filmentwicklung müssen bei der Schwarzweiß-Entwicklung (Negativ Film) 3 Bäder angesetzt werden (je 2 Liter bei zwei 16mm Doppeldecker 16mm Spulen a 15 Meter für unseren benutzten Bakelit Entwicklertank)

Die Bäder im Einzelnen:

  • (1) Entwickler 1:25 (26 Teile) = 1 Liter angesetzter Entwickler (38.46 ml Entwickler + 961.54 ml Destilliertes Wasser)
  • (2) Stoppbad 1:19 (20 Teile) = 1 Liter angesetztes Stoppbad (50 ml Stoppbad + 950 ml Destilliertes Wasser)
  • (3) Fixierer 1:4 (5 Teile) = 1 Liter angesetztes Fixierbad (200 ml Fixierer + 800 ml Destilliertes Wasser)
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    Die Entwicklung im zeitlichen Ablauf (Entwicklung bei 20 C):
  • (A) Entwicklerbad im Entwicklungstank: 6 Min.
  • (B) Stoppbad im Entwicklungstank: 1 Min.
  • (C) Wässern
  • (D) Fixiererbad im Entwicklungstank: 4 Min.
  • (E) Lange wässern
  • (F) Zum trocknen den Film auf eine Wäscheleine aufhängen :)

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[MFG5 Projekt (TKKG) … ]

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Visuelle Notiz (04.04.2026): Laterna besucht mit einer 16mm Kamera und Audioaufnahmegerät die Die Turbo-Klima-Kampf-Gruppe (TKKG) / Voßbrook für Alle!
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Kontext: Besetzung mit Meerblick – Die Bundeswehr fordert in Kiel ein Ex-Militärgelände zurück, auf dem ein Wohnviertel entstehen soll. Die Turbo-Klima-Kampf-Gruppe hat es nun besetzt (28.10.2025)
https://taz.de/TKKG-ist-gekommen-um-zu-bleiben/!6124987/

[Chaos in UK… ]

Chaos in UK — Ein Reisebericht von Karsten Weber (03.02.2026)

Exploding Cinema ist sowohl der Name eines in London ansässigen Filmkollektivs als auch der Name für die regelmäßigen Kurzfilmvorführungen, die das Kollektiv organisiert. Die letzte Zusammenarbeit der Filmgruppe Chaos mit den Exploders liegt nun schon 2 Jahrzehnte zurück.

Nun ist das Buch Boom! – The Exploding Cinema and the New London Underground erschienen mit einem längeren Artikel über die kieler Filmgruppe Chaos und Beiträgen über gemeinsme Projekte.

Der Willibald T. Adorno Verein, die angehende Parteistiftung der „Partei“ (Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative) hat uns dieses Jahr einen UK Besuch gesponsort.

Wir haben „Jeder ist verantwortlich – Vier Filme der Filmgruppe Chaos über Menschen im Räderwerk der politischen Verhältnisse“ im Gepäck. [„Die Bilder verweigern sich einer glatten digitalen Bildästhetik, sie wurden komplett auf 16mm Filmmaterial aufgenommen und handentwickelt. … “ –> http://www.filmgruppe-chaos.de/verantwortlich/verantwortlich.html].
Die Filme wurden für die Vorführungen natürlich eigenhändig mit englischen Untertiteln ausgestattet.

Die Zeiten haben sich geändert und man überquert nicht mehr einfach den Ärmelkanal, man braucht heute ein Visum. Den Ex-Terroristen Lutz Taufer wollte man nicht ins Land lassen. Die angekündigte Diskussion mit dem Protagonisten mußte auf eine Online-Zuschaltung umdisponiert werden.
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Nach der langen Abwesenheit fielen mir die Veränderungen auf. London hat eine ganze Reihe neuer Hochhäuser bekommen, Gentrifizierung macht vor ehemaligen Problemvierteln nicht halt, und die fortschreitende Verarmung der einfachen Menschen ist spürbar. Daß man in einem antifaschistischen Pub sein Bier nicht bar bezahlen konnte, sondern nur auf Karte, war schon überraschend.

Die Filmveranstaltung fand in Hackney im DNA Café statt. Das Café hatte einen großen Veranstaltungsraum im Keller und dort zeigt man regelmäßig Filmprogramme mit politischem Anspruch. Direkt neben dem Café befindet sich das Rio Cinema, das offensichtlich auch Interesse an politischen Filmen zeigt.

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Die Werbung für einen Monat Arbeiterkino mit stark ermäßigtem Eintritt für Gewerkschaftsmitglieder.


Der Film Kurts Schluss erzählt die Geschichte von Vaddern und seinen Versuchen, den Lauf der Welt nicht einfch hinzunehmen und sich widerständig zu zeigen [“ … Kurts Schluss beschreibt ein Stück bundesrepublikanische Nachkriegsgeschichte, indem der Film der Lebensgeschichte des Elektrikers Kurt Weber folgt, der wegen des Aufrufs zu einer Friedensdemo aus der SPD ausgeschlossen wurde und später zu einem frühen Opfer der Berufsverbote wurde. …“].
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In den 90ern besuchte Kurt gemeinsam mit seinem Sohn London. Unser Anlaufpunkt war damals das Collin Roach Center, der Stadtteilladen Hackneys, nur 500m weiter an der Straße, an der auch das DNA Café liegt. Kurt war wieder in Hackney, diesmal auf der Leinwand.

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Unser Publikum mit rund 40 Zuschauern war eine interessante Mischung. Lutz fand die Fragen interessanter als die ihm bisher in Deutschland gestellten. Viele hatten, teilweise als Migranten, eigene Erfahrungen mit politischen Kämpfen. Man versuchte die im Film thematisierten internationalistischen Kämpfe mit den heutigen Protesten zu vergleichen und war recht unzufrieden mit der aktuellen Situation. Als Lutz sagte, es sei jetzt nicht die Zeit, mit der Waffe zu kämpfen, Kommentierte eine Zuschauerin das mit dem Zwischenruf „noch nicht!“. Im Wesentlichen ging es den Leuten darum, wie man die eigene Hilflosgkeit angesichts der schlimmen politischen Entwicklungen überwinden kann. Lutz wurde auch gefragt, wie er es geschafft hätte, all die Jahre Knast und alle Bosheiten, die man ihm angetan hat ungebochen zu überstehen. Lutz spielte es ein wenig herunter, als er sagte, daß er sie einfach nicht gewinnen lassen wollte, die sich mit Knast und Folter an der Macht halten, das war seine Grundhaltung. Er möchte aber nicht als Held gesehen werden, er sei oft gescheitert und möchte nicht glorifiziert werden.

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Die Zeit war für eine längere Diskussion zu knapp, denn einige wollten als Cineasten oder als Filmemacher das Filmprogramm diskutieren. Eine griechische Kuratorin begeisterte sich für die Bildsprache und möchte die Filme gern auf einem griechischen Festival unterbringen. Ein anderer Filmemacher setzt sich filmisch mit der RAF Mitte der 80er auseinander und eine Filmemacherin erzählte sehr aufgewühlt davon, daß ihre Eltern seinerzeit mit Holger Meins filmisch zusammenagearbeitet hätten, sie berichtete von den Debatten über Inhalt und Form des Filmemachens, aber auch über Konflikte und Paranoia unter den Filmern. Es wäre schön gewesen, all diese Gespräche weiterzuführen, doch wir mußten den Saal räumen.

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In London fande wir auch Spuren der Sehnsucht nach dem analogen Film. Ein guter Teil mag aber auch ein Stück Vintage Chick sein.

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Bristol war der nächste Veranstaltungsort. In Bristol wurde die Statue des Sklavenhändlers 
Edward Colston im Rahmen der Black Lives Matter Proteste im Hafenbecken versenkt.

Aus Bristol kommen viele interessante Musiker, Punk, Reggae, Electronic, On-U-Sound Größen, Gary Clail, Massive Attack, Portishead, Tricky und auch Banksy kommt aus dieser Hafenstadt.

Und auch im Bristol fanden wir den wehmütigen Blick auf die verschwindende analoge Filmkultur.

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Zwei Läden versprachen Zeitreisen in die Welt ratternder Projektoren. …
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Unser Veranstaltungsort war die People’s Republic of Stokes Croft, ein selbstverwaltetes Kulturzentrum.

Dort war der Rechtsruck ein Diskussionsthema. Und die Repression. Der Gruppe Palestine Action wurde Terrorismus unterstellt, mit neu eingeführten Terrorism Act 2000 wurde die größte Verhaftungswelle der letzten Jahrzehnte in UK durchgesetzt. In den hungerstreikenden inhaftierten Aktivisten sah man einen Bezug zu „Jeder ist verantwortlich“.

Wir diskutierten auch die wachsenden Probleme für Veranstaltungen Räumlichkeiten zu finden, durch verängstigte Veranstalter, die um ihre Fördergelder bangen. In Bristol konnte die Repression die Stimmen für Palästina nicht zum Schweigen bringen. Aus so manchem Fenster hing die Palästinaflagge und in eingen Schaufenstern erinnert man an den Konflikt im Nahen Osten.

Chaosfilm war mal wieder unterwegs. Bewegte Bilder in bewegten Zeiten. Anderes Kino. Austausch mit dem Publikum. Könnte gern öfter passieren.

[Film als Kulturerbe (L’Abominable) … ]


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“ … Film als immaterielles Kulturerbe … Das Projekt hat einerseits zum Ziel, die heute in der gesamten fotochemischen Kette (von der Aufnahme bis zur Projektion, von den Laboren bis zur Konservierung) angewandten Praktiken und Kenntnisse zu erfassen – und zum anderen eine Reihe von Maßnahmen vorzuschlagen, um die Zukunft der analogen Filmtechniken in den kommenden Jahren zu sichern. … Was die Situation in Frankreich betrifft, so hat das Projekt in den letzten Monaten durch die Bildung einer Arbeitsgruppe innerhalb von L’Abominable viel Dynamik erzeugt. … “ | From: „Film as Intangible Cultural Heritage“ –> https://www.filmlabs.org/dissemination/lab-meetings/film-as-intangible-cultural-heritage/ | [L’Abominable [Der Abscheuliche] is an artist-run film laboratory near Paris. Since 1996, it offers filmmakers the tools to work with silver-based film material: super-8, 16mm and 35mm.] –> https://www.l-abominable.org/en/

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Dear all,
We, at L’Abominable, wanted to let you know about a project that has been developing here in France around the practice and know-how of photochemical film as Intangible Cultural Heritage. All the info are on filmlabs.org … So far, the project has been restricted to France (for administrative/procedural reasons), but we wanted to invite all of you around the world to have a look and if you want to be involved, or think your country could also want to develop something similar, get in touch, we’d love to chat and explain further! If you are based in France and that’s the first time you hear of this project, and want to be involved, get in touch as well, we’d love to include you (and we have homework for you)! All the best, Emmanuel for L’Abominable (27.11.2025)

[The Exploding Cinema Book (2025)… ]

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… BOOM! charts the emergence of the collective from the art squats of Brixton to international infamy, from the analogue machines of the nineties to the contemporary digital online cinema. And although the key focus is the Exploding Cinema, this is also a history of the broader London underground movement and includes material from MyEyesMyEyes, Omsk, the Halloween Society, Undercurrents, the Volcano! Film Festival, Kaos filmmgruppe and many others. | https://explodingcinema.org/exploding-book-crowdfunder/


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The rise of this new live cinema culture was developed over 30 years by an underground movement of film makers, cinema clubs and media activists. BOOM! is the secret history of that movement told by its key activists.  And in particular it is the history of the Exploding Cinema collective, a radical unfunded experiment in total democracy, open access, collective ownership and voluntary action. For the last 3 decades, we have been staging regular monthly open access nights of short D.I.Y. underground film in pubs, clubs and squats across London; turning shabby interiors into temporary convivial utopias that seethe with multiple moving projections. We have screened thousands of short films and given thousands of filmmakers a live audience for their work. Yet this movement has been consistently dismissed and ignored by the film establishment and the art academics. | https://www.indiegogo.com/projects/boom-exploding-cinema-and-the-new-underground#/

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–> https://explodingcinema.org/ | https://explodingcinema.org/history/

[Chaos #27… ]

Kino im Sprengel (Hannover)

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“ … Wilfried Hippen: … Wie hat es denn mit Chaos 1975 angefangen? — Karsten Weber (Jahrgang 1960, in Neumünster geboren, war 1975 einer der Gründer der Kieler „Filmgruppe Chaos“): Ich habe 1974 zu Weihnachten von meinen Eltern eine Super 8-Ausrüstung geschenkt bekommen und wir haben dann begonnen, damit Spaß zu haben. Wir wollten einfach machen, was uns gefällt. Und wir wollten niemanden, der uns da reinquatscht. Darum hatten wir auch immer eine Aversion gegen Filmhochschulen. …“ | Quelle: https://taz.de/Niemand-sollte-uns-reinquatschen/!6060076/ (22.1.2025)
// Kontext: Karsten Weber: “Was ich aber auch brauch um nicht verrückt zu werden…” (Super8 Interviewfilm, 45 Min.), Kiel (2019) | Video –> https://www.subf.net/laterale/?p=149

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Termin: Die Kieler „Filmgruppe Chaos“ feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum und ist mit neuen Filmen in Hannover (Filmvorführung der Filmgruppe Chaos und Gespräch mit Karsten Weber: 25.1.2025, 20:00 Uhr, Kino im Sprengel, Hannover)

50 Jahre RAF-Anschlag auf die deutsche Botschaft in Stockholm, 50 Jahre Filmgruppe Chaos aus Kiel. Mit Gästen. —-Seit 50 Jahren, seit 1975, macht die Kieler Filmgruppe CHAOS Filme abseits des Kino- und Festivalgeschehens, sozusagen im Untergrund, bis heute mit analogem Filmmaterial. Dreimal waren die Kieler bereits bei uns zu Gast: 1990 – das Kino hatte noch keinen festen Spielort – in der Sturmglocke nebenan, 2001 mit dem Episodenfilm Maldoror, zuletzt 2015 mit Found-Footage-Arbeiten und Live-Vertonung durch die Band The Robert Sound. Heute im Vorprogramm „Menschen im Mahlwerk der Verhältnisse“, im Anschluss Gespräch mit Lutz Taufer.
https://www.kino-im-sprengel.de/20250125

Gezeigt wird (Das Programm):

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Früchte der Norm
Filmgruppe Chaos, D, 2024, 4 Min., digital (16mm)
Found-Footage-Aufnahmen von der ersten Generation türkischer Arbeitsimmigranten in Deutschland, chemisch bearbeitet. Darunter das legendäre Moped-Geschenk an den Millionsten Gastarbeiter, den Portugiesen Armando Rodrigues da Sá.

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Confusionism
Filmgruppe Chaos, D/China, 2024, 7 Min., digital (16mm)
Bilder kapitalistischer Ausbeutung im kommunistischen China.

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Kurts Schluss
Filmgruppe Chaos, D, 2024, 19 Min., digital (16mm)
Karsten Weber setzt seinem Vater Kurt, u.a. politischer Aktivist gegen die Atomrüstungspläne der frühen Bundesrepublik und „der erste Öko, den ich kannte“, ein Denkmal.

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Jeder ist verantwortlich
Filmgruppe Chaos, D, 2024, 46 Min., digital (16mm s/w)
Wegen seiner Beteiligung an dem Anschlag des Kommandos „Holger Meins“ auf die deutsche Botschaft in Stockholm, bei dem 1975 die Freilassung inhaftierter RAF-Mitglieder erpresst werden sollte, hat Lutz Taufer 20 Jahre in Haft, davon viele in Isolationshaft verbracht. Anschließend ist er nach Brasilien gegangen und hat von 2000 bis 2012 als Entwicklungshelfer in einer Favela gearbeitet. Der Film, in dem er über seine Erfahrungen spricht, ist kein herkömmlicher Dokumentarfilm, durch die starke Materialität der Bilder ist er gleichzeitig ein visuelles Erlebnis.

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