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“ … Man kann annehmen, dass die Seebestattung, bei der die weiße Asche der Diva Edmea Tetua von der morgendlichen Meeresbrise zerblasen wird, den Untergang der alten europäischen Gesellschaft durch den Ersten Weltkrieg symbolisiert. Die Kettenreaktion zwischen dem Passagierdampfer und dem Kanonenboot stellt im Kleinen den Ausbruch des Ersten Weltkriegs dar. Der Film enthält große, unvergessene Sequenzen der Filmgeschichte: Die blinde Prinzessin, die die Töne des Donau-Walzers mit Farben assoziiert, das Glasmusikspiel in der Schiffsküche, den russischen Sänger, der mit seinem Bass ein Huhn in Trance versetzt, der Wettstreit der Opernsänger im Kesselraum. …“ | Aus: „Fellinis Schiff der Träume [„E la nave va“ (1983)]“ (7. Oktober 2025) | Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Fellinis_Schiff_der_Tr%C3%A4ume
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“ … Mit einer illustren Reisegesellschaft verlässt der Luxusliner „Gloria N.“ im Juli 1914 den Hafen von Neapel: Vor ihrer einstigen Heimatinsel will man die Asche der berühmtesten Sängerin der Zeit, Edmea Tetua, auf dem Meer streuen. Federico Fellinis Film „Das Schiff der Träume“ (1983) erzählt vom plötzlichen Einbruch der Realität in die schöne Welt des Opern-Jetset: Der erste Weltkrieg bricht aus. Das Schiff muss, verfolgt von einem österreichischen Panzerkreuzer, serbische Flüchtlinge aus Seenot bergen. Wie der erste Weltkrieg endet auch diese Geschichte mit einem Inferno: Als die Flüchtlinge an die Österreicher ausgeliefert werden müssen, zündet bei der Übergabe einer der Serben eine Handbombe mit verheerenden Folgen. Der Panzerkreuzer explodiert, dabei trifft auch ein Kanonenschuss die „Gloria N.“ und bringt sie zum Sinken. …“ | Aus: „„Wovon will ich eigentlich erzählen?“ – Nach Federico Fellini: Das Schiff der Träume“ Manfred Jahnke (29. September 2023) | Quelle: https://www.die-deutsche-buehne.de/kritiken/ulm_schiff_der_traeume_metzger/
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“ … Dekadente Passagiere treffen auf serbische Flüchtlinge. Die bildgroteske Vision persifliert Selbstgefälligkeit. … [Über: „Fellinis Schiff der Träume“ (1983)] … “ | Quelle: https://www.cineamo.com/de/filme/e-la-nave-va
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“ … Es ist bekannt, daß es überhaupt kein anderes Werk von Fellini gibt, was so vielschichtig und derart interpretationsreich ist, so daß man in einer herkömmlichen Kritik darauf überhaupt nicht eingehen kann: was zum Beispiel das riesengroße Nashorn bedeutet, das zu Beginn auf‘s Schiff gehievt wird, dann im Schiffsverlies so zu stinken anfängt, daß man es an die frische Luft zurückhievt, in ein Rettungsboot verfrachtet und lange mit Wasser übergießt. In der Schlußszene – wo das Schiff standesgemäß untergeht, die meisten Leute aber gerettet werden – wird dieses Rettungsboot auf‘s Wasser gelassen und unser Erzähler fährt davon, mit lebendem Nashorn natürlich. … Aber mir wurde etwas anderes wichtiger, ja ich finde, daß der Film uns heute noch mehr angeht, als damals, was sicher damit zu tun hat, daß unsere gesellschaftliche Lage sehr viel stärker von Unsicherheiten und Zeitsprüngen geprägt ist als es 1983 der Fall war. Insofern hat der Film sogar an politischer Aktualität gewonnen. … Fellini ist [ ] ein Filmemacher, für den der Spruch, wir wissen nicht, wohin wir gehen, wenn wir nicht wissen, woher wir kommen, in besonderem Maße gilt. …“ | Aus: „Fellinis E LA NAVE VA von 1983“ (1. Dezember 2021) | Quelle: https://weltexpresso.de/index.php/kino/23913-fellinis-e-la-nave-va-von-1983_544
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“ … Eines Tages stieß Federico Fellini in einer Jackentasche auf einen Zettel mit einer Telefonnummer. Er nahm an oder hoffte, dass es sich um die Nummer einer schönen Frau handele, die ihn kennenlernen wollte. Als er die Nummer wählte, meldete sich ein Psychiater aus Rom. So begann eine gemeinsame Arbeit an Fellinis Träumen, die ihm aus einer schweren Schaffenskrise heraushalf und für sein weiteres filmisch-künstlerisches Schaffen von enormer Wichtigkeit wurde. Der Psychiater hieß Ernst Bernhard [https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Bernhard] und war einst vor den Nazis geflohen. Er stand in der Tradition von C.G. Jung und dessen Traumanalyse, die in Träumen mehr sah als klinisches Material, das es für die Therapie nutzbar zu machen galt. Träume besaßen für ihn ein Eigenleben, das es zu respektieren und behutsam zu behandeln galt. Manche Filme Fellinis sind solche Träume. …“ | Aus: „141 | Sozialstaat und Demokratie“ Götz Eisenberg (30. April 2026) | Quelle: https://durchhalteprosa.de/2026/04/30/141-sozialstaat-und-demokratie/
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“ … Since childhood, Fellini had been keenly interested in dreams as a rich source of imagination, and their bond was immediately intense. He readily agreed to keep a dream journal, involving both writing and illustrating his dreams. He readily did so, using various colored felt tips, as Bernhard helped him to identify archetypal images and themes offering inspiring direction in life. It may seem surprising that Fellini was asked to draw rather than merely write his dreams for self-understanding. However, Bernhard surely knew that the celebrated director had initially been a cartoonist-story writer for a popular Italian magazine before embarking on films. Indeed, Fellini had loved to draw since childhood and began each new film idea with pastels and pencils. … You don’t have to be a world-famous filmmaker like Fellini or a pioneering psychologist like Maslow to benefit from dream journaling. The best practice is to keep a notebook and pen beside your bed at night, and as soon as you awaken, write down your dream in as much detail as you can. … “ | From: „Dreaming: The Great Italian Filmmaker Fellini Was an Ardent Jungian“ Edward Hoffman (February 5, 2025) | Source: https://www.psychologytoday.com/gb/blog/the-peak-experience/202501/the-great-italian-filmmaker-fellini-was-an-ardent-jungian
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