Kategorie: Global.Politix:Micro

Global.Politix:Micro

[Wirklichkeitsbezug #13 … ]

“ … Das „Ich“ differenziert sich über den Code „Realitätsbezug“ (realitätsgerecht / nicht realitätsgerecht) …“ | Aus: „Bemerkungen zu einer systemtheoretischen Theorie des Unbewussten“ von Dr. Harald Wasser (2003)

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CENAP Project UFO 1 / 1982 – CENAP, centrales erforschungsnetz außergewöhnlicher phänomene 150 Seiten (Format A4 ) via https://www.booklooker.de/B%C3%BCcher/Diverse+CENAP-Project-UFO-1-1982-UFO-Zeitschrift-Buch/id/A029NwaI01ZZF

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“ … Unter den Fans von Erich von Däniken ist der „Kosmonaut“ am Äußeren der spanischen Salamanka-Kathetrale „Puerta da Ramos“ aus dem 17. Jahrhundert (!) ein Geheimtipp. … Die „Kosmonauten“-Skulptur wurde nicht im 17. Jahrhundert dort eingefügt, sondern im Zuge von Restaurierungsarbeiten im Jahr 1992 nachträglich erst als Universitäts-Studenten-Spass eingebracht. Die verantwortlichen Studenten waren durch eine an Ort stattfindende Ausstellung zum Thema „The Ages of Man“ angeregt und brachten damit ihren „Yuri Gagarin“ auf der Kathedrale ein. Die Mutation der Wirklichkeit sorgt so für außerirdische Mythologie. …“ | „Götterastronauten“ und UFOs“ Werner Walter / CENAP-Mannheim (30.01.2007) | Quelle: https://hpd.de/node/1029

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“ … Dass wir bislang keine außerirdische Intelligenz gefunden haben, heißt erst einmal nicht mehr, als dass wir niemanden gefunden haben. Angesichts der Größe des Universums und der noch nicht sehr langen Suche könnten sie einfach noch der Entdeckung harren. Eventuell ist die Wahrscheinlichkeit, jemanden zu finden, auch einfach viel geringer, als wir intuitiv annehmen. …“ | Aus: „Erfolglose Suche nach Aliens: Ist das Ende der Menschheit zwangsläufig?“ Martin Holland (16.11.2022) | Quelle: https://www.heise.de/news/Erfolglose-Suche-nach-Aliens-Ist-das-Ende-der-Menschheit-zwangslaeufig-7341662.html
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DerFranky, 16.11.2022 12:37: “ … Wahrnehmung der objektiven Realität: Ich habe gerade ein interessantes Buch gelesen: „A case against reality“ von Donald Hoffmann [ … Mit ›Relativ real‹ liefert Donald D. Hoffman einen kognitionswissenschaftlichen Zugang zu der alten Frage: »Was können wir wissen?«. Basierend auf seiner Forschung erläutert Donald Hoffman, wie sich die Wahrnehmung des Menschen entwickelt hat und inwieweit dieser die Realität mit seinen Möglichkeiten überhaupt erfassen kann.… Kennen Sie das, wenn Sie mit einem Verschwörungstheoretiker sprechen und dieser völlig verrückt klingt und plötzlich ein Krampf in Ihrem Gehirn auftritt und Sie sich für einen Moment fragen, ob er an etwas dran ist? So ist es, wenn man dieses Buch liest. Nur dass Donald D. Hoffman keine Verschwörungstheorie anbietet, sondern eine weitreichende Hypothese über das Wesen von Wahrnehmung, Bewusstsein und Realität. …“ Sunday Times … ]. Er argumentiert darin, dass die Evolution die Menschen darin optimiert hat, ihren eigenen unmittelbaren Lebensraum effizient zu nutzen und sich darin effektiv fortzupflanzen. Es ist seiner Auffassung nach nicht das Ziel der Evolution, die „objektive Realität“ zu sehen. Als eins von vielen Beispielen für diese Funktionsweise der Evolution nennt er eine Käferart in Australien, die am Aussterben ist seit es Getränkedosen gibt, die farblich ihren Weibchen ähneln – und die als Partner den echten Weibchen gegenüber bevorzugt werden.
Der Zusammenhang mit diesem Beitrag hier ist jetzt, dass Hoffman soweit geht zu behaupten, dass nicht mal die fundamentalen Eigenschaften „Zeit und Raum“ des Universums, wie wir sie wahrnehmen, die wahre Natur des Gesamtuniversums darstellen sondern sehr wahrscheinlich eine sehr grobe Vereinfachung der Wahrheit sind. Vielleicht ist das auch eine Erklärung für aus Ausbleiben der Aliens: Das Universum ist nicht nur unglaublich groß (räumliche Verteilung passender Zivilisationen) und unglaublich alt (zeitliche Verteilung passender Zivilisationen), sondern es gibt noch viele andere Aspekte, die wir gar nicht wahrnehmen oder in unsere Suche mit aufnehmen können, weil wir wie die Käfer in o.g. Vergleich uns gar nicht dafür entwickelt haben, das Universum objektiv wahrzunehmen. Wissen die Käfer, dass es Menschen gibt oder andere höher entwickelte Tiere? Oder wäre das vielleicht eine weitere Dimension, die das Entdecken von „gleichartigen“ Aliens noch unwahrscheinlicher macht? …“
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MZC, 16.11.2022 12:29: “ … Erst einmal müsste sich auf der Erde intelligentes Leben entwickeln … da dies offensichtlich nicht der Fall ist, dürfte jedes intelligente Leben einen großen Bogen um diesen verkorksten Planeten machen. …“

[Zeit im Bild #62 … ]

Étienne Œhmichen mit dem Oehmichen Hubschrauber Nr. 2 am 4. Mai 1924 in Valentigney (1 km Rundflug) | via https://www.heise.de/hintergrund/11-November-1922-Erstflug-der-hmichen-No-2-Urahn-aller-Drohnen-7335904.html
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“ … Œhmichen war außerdem Biologe und befasste sich mit dem Funktionsprinzip von Insektenflügeln, besonders von Libellen. Er wurde Ende der 1930er Jahre als Professor für Biologie an das Collège de France nach Paris berufen, wo er bis zu seiner Pensionierung lehrte. Seine schriftlich und fotografisch festgehaltenen Beobachtungen des Vogel- und Insektenfluges dienen heutigen Wissenschaftlern der Biomechanik als Grundlage für weitergehende Forschungen im Bau von flexiblen Rotorblättern. … “ | Étienne Œhmichen (1884 – 1955) –> https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%89tienne_%C5%92hmichen

[Kriegsschauplätze #43… ]

“ … Radetzkymarsch ist ein Fernseh-Mehrteiler aus dem Jahr 1994. Er basiert auf dem gleichnamigen Roman Radetzkymarsch von Joseph Roth aus dem Jahr 1932. … Regisseur Axel Corti starb am 29. Dezember 1993 noch während der Dreharbeiten, sodass Kameramann Gernot Roll den Film zu Ende drehte. … An der Person Carl Josephs wird exemplarisch der Niedergang der Donaumonarchie, aber auch der Familie von Trotta dargestellt. Beider Geschichte endet mit dem Ersten Weltkrieg: Das Kaiserreich geht unter und der junge Offizier von Trotta fällt in einem unbedeutenden Gefecht bei dem Versuch, Wasser für seine durstigen Soldaten zu holen. …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Radetzkymarsch_(1994)

“ … Zur Entstehung des Romans teilt der Verleger Wolf Jobst Siedler mit: „In den letzten Monaten vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten [Januar 1933] hatte Joseph Roth monatelang [in Berlin] an einem bestimmten Tisch in Mampes Guter Stube gesessen, hier hatte er grosse Teile seines Radetzkymarschs geschrieben, und seine Trauer über den Untergang Habsburgs und des uralten Kaisers war wohl die Trauer über den Untergang des alten Europa.“ – Tatsächlich geschrieben hat Roth diesen Roman, wie sich aus seinen Briefen rekonstruieren lässt, ab Herbst 1930 bei Freunden (u. a. Stefan Zweig) und in Hotels in Frankfurt a. M., Berlin, Paris, Baden-Baden und im französischen Antibes. Die Arbeit konnte im Sommer 1932 abgeschlossen werden. Die ersten Exemplare der Buchausgabe erschienen Ende August/Anfang September 1932 in Berlin. …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Radetzkymarsch_(Joseph_Roth) | https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Roth

[Zur intrinsischen Logik des Kapitalismus #10 … ]

Dirk Fuhrig (26.10.2022): “ … Ein Epochenporträt … „Cousine Bette” ist unter den rund 100 Erzählungen und Romanen Honoré de Balzacs einer der grausamsten. Die menschlichen Abgründe werden hier ungeschminkt an- und ausgesprochen. Die Gier nach Geld, Macht und Sex zeigt sich roh und brutal. Der Titel „Menschliche Komödie“, unter den Balzac den Großteil seines literarischen Schaffens zusammengefasst hat, findet hier seine perfekte Zuspitzung.
Dass Kapital und (Ohn-)Macht bei Balzac eine so große Rolle spielen, ist sicher der Grund dafür, dass der Schriftsteller heute noch und wieder gelesen wird. Der Aufstieg des Bürgertums und Geldadels als Spätfolge der Französischen Revolution markiert den bis heute anhaltenden Siegeszug des kapitalistischen Systems, in dem alles käuflich ist … Die Männer sind in diesem Roman komplett schwanzgesteuerte, rücksichtslose Idioten, die Frauen raffgierige Betrügerinnen. Der „Beruf“ der Kurtisane war in der Mitte des 19. Jahrhunderts schließlich eines der wenigen Metiers, in dem sich Frauen außerhalb der Ehe ein Vermögen aufbauen konnten – mit ihrem Körper als Kapital. Wer Opfer (der gesellschaftlichen Verhältnisse) ist und wer Täter (aus Habgier), das ist hier keine Frage des Geschlechts. …“ | Aus: „Honoré de Balzac: „Cousine Bette“ Begierde und Gier, Hass und Niedertracht“ | https://www.deutschlandfunkkultur.de/honore-de-balzac-cousine-bette-buchkritik-rezension-100.html

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“ … Verlorene Illusionen (frz. Illusions perdues) von Honoré de Balzac entstand zwischen 1837 und 1843 als zeitgenössische Gesellschaftskritik in dreiteiliger Romanform. … “ | https://de.wikipedia.org/wiki/Verlorene_Illusionen // https://de.wikipedia.org/wiki/Restauration_(Frankreich)

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Johannes Bruggaier (20.12.2014): “ … Der Weg der Kindheit nämlich ist auf Sand gebaut. Man lernt, dass Beziehungen auf Liebe gründen, dass Politiker den Menschen dienen und Anwälte der Gerechtigkeit. Eltern erzählen so was, damit Kinder eine Ahnung von dieser Welt bekommen, zumindest davon, wie sie sein sollte. … Das Kind in diesem Roman heißt Lucien Chardon, äußerlich zwar bereits erwachsen, im Geiste aber noch unbelastet von jeglicher Erfahrung verlorener Illusionen. Balzac unterzieht ihn einer bitteren Ernüchterungstherapie, lässt ihn erst einen wundersamen gesellschaftlichen Aufstieg erleben, begründet auf der vermeintlichen Liebe einer Adligen zur Dichtung und insbesondere zu ihm, dem jungen Dichter. Bis Paris folgt der ahnungslose Junge aus der Provinz seiner Angebeteten, und die Metropole soll sich auf sein Gemüt wie ein Katalysator für Illusionen auswirken. Erst entpuppt sich die scheinbare Liebe der Adligen als Hülle ihres Narzissmus. Dann stellt sich heraus, dass der Pariser Literaturbetrieb, in dem der Dichter sein Glück zu finden hoffte, ein Moloch der Korruption und Geschäftemacherei ist. … Bleibt dem jungen Schreibtalent nur noch eine berufliche Perspektive: der Journalismus, die hehre Kraft der vierten Gewalt – mutig, objektiv und unbestechlich. Schön wär‘s. Im Duett mit Literaturbetrieb und Theaterszene schreiben Kritiker Autoren und Schauspieler je nach Bedarf hoch und wieder runter. Endlich macht der junge Lucien Karriere, auch wenn er dafür seine Seele verkaufen muss. … “ | https://www.kreiszeitung.de/kultur/spalt-zwischen-idealer-tatsaechlicher-welt-hanser-verlag-veroeffentlicht-neuuebersetzung-eines-klass-4555063.html
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“ … Balzac war mit den Mechanismen der Presse aufs Genaueste vertraut und analysierte sie mit prophetischer Hellsicht zu einer Zeit, als sie sich gerade erst herauszubilden begannen. Bereits hier ist all das antizipiert, was Karl Kraus ein halbes Jahrhundert später auf die Formel brachte: „Am Anfang war die Presse, und dann erschien die Welt“. Hinter der Presse steht als noch größere Macht das große Kapital. Balzacs Roman entstand in der Zeit des Bürgerkönigtums, als regierungsamtlich die Parole ausgegeben wurde „Enrichissez-vous“ („Bereichert euch“). …“ | Honoré de Balzac: „Verlorene Illusionen“ Hanjo Kesting (05.07.2016) | https://www.ndr.de/kultur/buch/Honore-de-Balzac-Verlorene-Illusionen,weltliteratur178.html
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“ … „Das Sein bestimmt das Bewusstsein“, dieser Satz von Karl Marx hätte Balzac wohl nicht gefallen, aber seine Werke belegen und illustrieren ihn. … auf Seiten des Lesers [kommt es zu der] … Einsicht, dass hier nicht Gefühle, sondern Interessen die Personen lenken. … Es gibt liberale und regierungstreue Blätter, aber korrupt sind sie alle. Balzacs enragierte Feder zeichnet das Milieu aus Autoren, Journalisten, Buchhändlern, Theaterleitern, Schauspielerinnen, die von Großbürgern ausgehalten werden und ihrerseits ihre Liebhaber aushalten, Pfandleihern und Wucherern als einen moralischen Sumpf. Einer der Freunde aus dem Cénacle vergleicht ihn gar mit Dantes Inferno: „Der Journalismus ist eine Hölle, ein Abgrund von Ungewissheiten, Lügen, Verrätereien, den man unbeschmutzten Fusses nur durchqueren und verlassen kann, wenn man wie Dante vom göttlichen Lorbeer Vergils beschützt wird.“ … Balzac wusste, wovon er schrieb, er hatte ähnliches erlebt und erlitten, als Unternehmer wie als Lohnschreiber. Er liebte den Luxus wie der verwöhnte Lucien und hatte auch dessen Adelstick; das „de“ in seinem Namen trug Balzac ohne Berechtigung. Vor allem wusste er, was es hieß, kein Geld zu haben. Aus seinen verschiedenen Pleiten ging er mit hohen Schulden hervor, deren Würgegriff wurde er sein Leben lang nicht los. …“ | Zu: Honoré de Balzac: „Verlorene Illusionen“ Herausgegeben und aus dem Französischen übersetzt von Melanie Walz. Hanser, München 2014, 960 Seiten | https://www.deutschlandfunk.de/buch-der-woche-verlorene-illusionen-von-den-spitzen-der-100.html
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“ … In den Mittelpunkt des Geschehens stellt Balzac die Niedertracht der Presse und die Bereitschaft der Journalisten, sich von den Meistbietenden anheuern zu lassen. Darüber hinaus und dahinter legt der Autor offen, wie im Kapitalismus selbst die Kunst in eine Ware verwandelt wird. … Giannoli nannte in einem Interview noch einige andere interessante Beobachtungen: “ … Das Thema der verlorenen Unschuld, der „Verschwendung“, des Schönen und Wertvollen in einem selbst, berührt mich besonders. Diese heimtückische Art und Weise, wie eine Epoche oder das Milieu Menschen dazu bringen, ihre Ideale, ihre besten „Werte“ zu verleugnen. Zu der Zeit, als Balzac „Verlorene Illusionen“ schrieb, befand sich Marx in den Straßen von Paris, und [der britische Autor William Makepeace] Thackeray arbeitete an dem Roman „The Luck of Barry Lyndon“ [„Die Memoiren des Junkers Barry Lyndon“], der wenig später in Fortsetzungen erscheinen sollte. Es ließen sich Dutzende weiterer Beispiele von Autoren finden, die verstanden hatten, dass die Welt – wie die Marxisten gerne sagen – in das eiskalte Wasser egoistischer Berechnung eingetreten war. Der Philosoph und Literatursoziologe Georg Lukacs hat Großartiges über diesen bedeutenden Roman geschrieben und die „Kapitalisierung des Geistes“ und das „Zur-Ware-Werden“ der Welt erwähnt. …“ | Aus: „„Verlorene Illusionen“: Balzacs großer Roman, neu interpretiert für unsere Zeit“ David Walsh (13. August 2022) | https://www.wsws.org/de/articles/2022/08/12/balz-a12.html

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“ … Barry Lyndon ist ein britisch-amerikanischer Kostümfilm aus dem Jahr 1975 von Stanley Kubrick. Er basiert auf dem Roman Die Memoiren des Junkers Barry Lyndon (1844) von William Makepeace Thackeray. … Lyndon ist weniger als Person als vielmehr als Medium, Vermittler zwischen den Elementen der Struktur dieser Gesellschaft, filmisch angelegt. Dadurch erscheint er als notwendiges Übel und ist zugleich kein wirklicher Teil von ihr. Die Handlung erscheint ohnehin beinahe nichtig gegenüber dem üppigen Dekor: Es geht um einen Mann, der Karriere macht, indem er die Leichtgläubigkeit und zugleich die frivole Skrupellosigkeit seiner Epoche bedingungslos annimmt und ausnutzt. … “ | https://de.wikipedia.org/wiki/Barry_Lyndon

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// Anmerkung: „… Auch [Woodworth (1918)] verwendet intrinsic [intrinsisch] in Bezug auf Tätigkeiten, deren Anreiz im Vollzug selbst liegt („activity running by its own drive“, a.a.O., S. 70). …“ | Aus: „Intrinsisch als „in der Tätigkeit >> Die Bestimmung „intrinsischer Motivation“ oder die Jagd nach einem Phantom“ Aus: „Intrinsische Motivation und Flow-Erleben“ – FALKO RHEINBERG, UNIVERSITÄT POTSDAM (2004) | Quelle: http://ecem2007.psych.uni-potsdam.de/people/rheinberg/files/Intrinsische-Motivation.pdf

[Zur Theorie der Macht (Wikileaks #18)… ]

“ … A book that has probably done more than any other to introduce people (including myself) to the world of the medieval library is Umberto Eco’s masterpiece The Name of the Rose. Published in 1980, it was translated into English in 1983 … .  A book about books, The Name of the Rose, is a story set in an early fourteenth-century monastery where secrets are currency, and knowledge is a weapon as well as a tool. …“ | https://medievalfragments.wordpress.com/2013/01/11/library-or-labyrinth/

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“ … Buchstaben, Wörter, heilige Schriften: Für den Semiotiker und Autor Umberto Eco waren sie alle zeichenhafte Erzeugnisse. Signifikante, die auf Signifikate verweisen, gleichermaßen rätselhaft wie faszinierend und aufschlussreich. So ist die Bibliothek des italienischen Benediktinerklosters in „Der Name der Rose“ ein ganz besonderer Ort: „Diese Bibliothek vermag es, sich selbst zu schützen. Sie ist so unergründlich wie die Wahrheit, die sie beherbergt.“ Ein verbotener Ort außerdem. … Abt: „Nein, nein, ich kann euch den Zutritt nicht gewähren. Niemand kann das, niemand darf das.“ … “ | https://www.deutschlandfunk.de/serie-der-name-der-rose-labyrinth-ohne-sean-connery-100.html

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“ … Das mehrschichtige Werk, Epochenporträt, philosophisches Essay und der äußeren Form nach ein breit angelegter historischer Kriminalroman, der anno 1327 in einer italienischen Benediktinerabtei spielt, entwirft in der Substanz ein lebendiges Bild des späten Mittelalters mit seinen politischen, sozialen und religiösen Konflikten. … Umberto Eco[s]. … Buch erschien 1980 im italienischen Original als „Il nome della rosa“ …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Name_der_Rose
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M. Schneider zu „Der Name der Rose“ (24. Dezember 2021): “ … Vor der Rahmenhandlung eines Kriminalfalls in welchem die Mordserie in einem Kloster aufgeklärt wird breitet sich vor dem interessierten Leser nicht nur ein breites Panorama der Kultur und Mentalität des Mittelalters aus, und es werden nicht nur die intellektuellen Debatten des Mittelalters wie die Frage nach dem Verhältnis der Kirche zu Themen wie Häresie und Armut oder der Stellung der Laien in der Kirche und der berühmte „Universalienstreit“ nach der Natur unserer abstrakten Begriffe behandelt. Vielmehr werden auch zahlreiche philosophische Themen mit zeitlosem Interesse angesprochen und behandelt: die Frage nach der Ausübung von Macht und ihrer Legitimität, der Kampf Gut gegen Böse, Glaube und Zweifel, Zugehörigkeit zur Gesellschaft und Ausgrenzung (Inklusion und Exklusion), das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft, den Mitteln und Möglichkeiten und der Grenzen unserer Erkenntnis der Welt, der Bedeutung und der Anwendung unserer gewonnenen Erkenntnis …“ (auf amazon.de)
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Sergio De Dios González (07. Oktober 2022): “ … Die Handlung ist in einem Benediktinerkloster in den Apenninen angesiedelt, in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. … In dieser historischen Kulisse verlieh Religion Macht, konnte sie einem aber auch in einem Wimpernschlag nehmen. Die Religion gewährte Launen oder runinierte im Namen Gottes das Leben anderer. Und Gott wurde, neben seiner omnipotenten Existenz, als Folterer verstanden, der sich gegen ungezwungene Unterhaltungen und ihrem natürlichsten Ausdruck aussprach: gegen das Lachen. … Wir sollten über den mittelalterlichen Zusammenstoß von Vernunft und Glauben nachdenken. Es ist genau dieser Konflikt, den wir in der Geschichte zwischen dem Inquisitor Bernardo Gui und William sehen. Er sollte die Kirche erschüttern, zu ihrer Spaltung und schließlich zur Aufklärung führen. Anderenorts ist dieser Zusammenstoß auch heute, sechs Jahrhunderte später, noch nicht ausgestanden. …“ | https://gedankenwelt.de/der-name-der-rose/
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Kaffeebecher (09.12.2010 um 1:00 Uhr): “ … Zweierlei Maß: „Wenn der alte Bibliothekar in Ecos ‚Der Name der Rose‚ Aristoteles Buch über die Komödie mit aller Gewalt geheim hält, schaudert es uns, ebenso wenn russische Ex-Spione in London mit Polonium vergiftet werden … Offenbart jedoch ein US-Soldat grausige Details aus dem Irak, so ist es Geheimnisverrat und selbstverständlich, dass er auf Jahre oder gar Jahrzehnte in Militärgefängnissen verschwindet. …“ | Kommentar zu: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-12/leser-kommentare-assange
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“ … Als „Alptraum“ für den Diplomaten, aber als „Traum“, sogar als „Schatzkästlein“ und „Festschmaus“ für Historiker hat Timothy Garton Ash kürzlich die Veröffentlichung von Hunderttausenden von Dokumenten auf der Plattform Wikileaks bezeichnet. … [D]ie Diskussion [dreht sich] um nahe liegende Probleme, wie die Grenzen angemessenen staatlichen Verhaltens, die Rolle von Medien sowie das Verhältnis von Geheimhaltung und Öffentlichkeit in politischen und anderen Entscheidungsprozessen …“ | Kiran Klaus Patel: „Zeitgeschichte im digitalen Zeitalter“ (Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 2011 Heft 3) |Quelle: https://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/2011_3_1_patel.pdf
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“ … Für die einen ist Julian Assange ein Hightechterrorist, der mit allen Mitteln unschädlich gemacht werden muss. Für andere ist er das neue Gesicht einer unabhängigen Presse. …“ |
Aus: „Wikigate in den USA – Ein offenes Geheimnis“ Lotta Suter, Boston (WOZ vom 09.12.2010) | http://www.woz.ch/artikel/2010/nr49/international/20154.html
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Zsolt Wilhelm (19. Dezember 2010): “ … In der Sendung „Follow the money“ sprach sich Beckel offen für die Beseitigung Assanges aus. „Wem schadet das: den amerikanischen Bürgern. Die Art und Weise, wie man mit dieser Situation umgehen sollte, ist simpel: Wir haben Spezialeinsatzkräfte – ein toter Mann kann keine Sachen veröffentlichen. Dieser Typ ist ein Verräter, ein Verräter, hat jedes Gesetz der USA gebrochen. Der Typ sollte… – und ich bin nicht für die Todesstrafe – ..so ich würde den Hurensohn (illegal) erschießen.“ Zuspruch erhielt Beckel von Analyst Bo Dietl und Kolummnist Joel Mowbray. „Dieser Typ muss weg“, so Dietl. … “ | Quelle : http://derstandard.at/1292462169257/Wikileaks-Enthuellungen-Fox-News-Kommentator-ruft-zur-Erschiessung-von-Wikileaks-Gruender-auf

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“ … Julian Assange is doing humanity a favour by exposing through the US Embassy Cables that “Oil motivates U.S. policy more than fighting terrorists” and that the killing and torturing of tens of thousands of civilians by the US and NATO forces in Iraq and Afghanistan through the Iraq War Logs and Afghanistan War Logs is evidence of war crimes. However, to Assange’s dismay, as a western dissident, he does not enjoy the soft-power of being a Chinese dissident. The “free” world politicians fail to acknowledge the nobility of his work in exposing human rights violations and war crimes … former House Speaker, Newt Gingrich believed that he should be “ treated as an enemy combatant”; Senate GOP Leader Mitch McConnell called him a “high-tech terrorist”; while Sarah Palin wanted him to be “hunted down like al-Qaeda.” Other politicians including some mainstream media “pundits openly call for his death.”…“ | „Julian Assange: The Price of Being a Western Dissident“ Wei Ling Chua (June 15th, 2012) | http://dissidentvoice.org/2012/06/julian-assange-the-price-of-being-a-western-dissident/

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Chris Hedges „The Death of Truth“(May. 6, 2013): “ … Assange is correct. The press of a nation at war, in every conflict I covered, is an enthusiastic part of the machine, cheerleaders for slaughter and tireless mythmakers for war and the military. The few renegades within the press who refuse to wave the flag and slavishly lionize the troops, who will not endow them with a host of virtues including heroism, patriotism and courage, find themselves pariahs in newsrooms and viciously attacked—like Assange and Manning — by the state. …“ | https://www.truthdig.com/dig/item/the_death_of_truth_20130505/
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“ … Unvergessen sind die Wikileaks-Enthüllungen, vor allem der NSA-Skandal, der von dem Whistleblower Edward Snowden losgetreten wurde. Rusbridger hatte maßgeblichen Anteil an der ganzen Organisation der Enthüllungen. Der damalige britische Premier David Cameron übte massiven Druck auf ihn aus und drohte mit juristischen Schritten. Der „Guardian“ schade der nationalen Sicherheit, hieß es zur Begründung. …“ | Aus: „Alan Rusbridger – Legendärer Chefredakteur des „Guardian“ und oberster Geldvernichter“ (27.07.2016) | Quelle: http://www.tagesspiegel.de/politik/alan-rusbridger-legendaerer-chefredakteur-des-guardian-und-oberster-geldvernichter/13932078.html
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Sabine Bock „Die Top 10 der Wikileaks-Enthüllungen“ (7.10.2016): “ … Am 4. Oktober 2016 feierte die Internetplattform WikiLeaks ihren 10. Geburtstag. In diesem Zeitraum veröffentlichte sie über 10 Millionen Dokumente über Korruption, Kriegs- und Umweltverbrechen und Menschenrechtsverletzung verschiedener Regierungen, Unternehmen und Institutionen. Die Pressekonferenz fand in der Berliner Volksbühne statt. Die Moderation übernahm die Journalistin Sarah Harrison. Es wurde das Jubiläumsvideo „10 Jahre WikiLeaks“ gezeigt, welches die Zusammenfassung der Top 10 der größten Veröffentlichung von WikiLeaks darstellen. … WikiLeaks brauche eine „Task Force“, um die Wahrheit zu verteidigen, sagte der Begründer von WikiLeaks Julian Assange, der beim Geburtstag von Wikileaks per Live-Stream aus der ecuadorianischen Botschaft in London zugeschaltet war. … Seine Rechtsanwältin Melinda Taylor, die in der Volksbühne anwesend war, sprach über den Fall von Julian Assange und hielt den USA vor, eine Menschenjagd auf den Wikileaks-Gründer zu veranstalten. Die damalige Außenministerin Hillary Clinton hatte 2010 bei einem Treffen in ihrem Ministerium gefragt: „Warum können wir ihn nicht mit einer Drohne ausschalten?“ …“ | Quelle: http://hpd.de/artikel/top-10-wikileaks-enthuellungen-13598
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Dr. Who #2: „… es ist [ ] kein versagen von wikileaks dass hillary durch die mails starke vertrauensverluste hinnehmen musste, sondern es lag daran dass hillary etwas leak-würdiges verheimlicht hat. das wollen die demokraten bis heute nicht wahrhaben …“ | Aus: „Julian Assange in den USA offenbar angeklagt“ (16. November 2018) | Quelle: https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-11/wikileaks-gruender-julian-assage-anklage-usa
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H_Müller #7: “ … Die Enthüllungen von Wikileaks [… und] Chelsa Manning haben der sauberen Kriegsmaschinerie, die angeblich nur böse Terroristen trifft, für einen kurzen Moment die Maske von der schrecklichen Fratze gerissen, und damit offenbart wie gleichgeschaltet und einseitig die Kriegsberichterstattung tatsächlich war und ist. …“ | Zu: „Ein Mann wie aus einer anderen Zeit“ Dirk Peitz (12. April 2019) | Quelle: https://www.zeit.de/kultur/2019-04/wikileaks-gruender-julian-assange-enthuellung-transparenz/komplettansicht
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Stahlherz #13: “ … Wer sagt denn, dass eine transparente Welt eine bessere wäre? Ich sehe das nicht so. …“
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bebi fett Mc Geesex #13.1: “ … Die Regierenden sehen das genau so wie Sie. …“

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“ … „Wir sehen jeden Tag, wie die Realität auf spektakuläre Weise untergraben wird, und für mich, Journalist seit 30 Jahren, ist es entsetzlich, Kollegen zu sehen oder die ich als Kollegen betrachtete, die daran teilnehmen und Spekulationen oder falsche Informationen verbreiten.“ …“
—> https://twitter.com/Consortiumnews/status/1579513905684295683
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(10.10.2022): “ … Etwa tausend Menschen haben in London für die Freilassung von Wikileaks-Gründer Julian Assange protestiert. Sie bildeten eine Menschenkette um das britische Parlament. Die Unterstützer hielten lebensgroße Assange-Figuren sowie Plakate mit der Aufschrift „Lasst Assange frei, keine Auslieferung“, „Journalismus ist kein Verbrechen“ und „Verfolgt Kriegsverbrechen, nicht Assange“. … Assange ist seit 2019 in einem Hochsicherheitsgefängnis nahe der britischen Hauptstadt inhaftiert. Er wehrt sich gegen seine Auslieferung an die USA. Dort droht dem Australier eine Haftstrafe von bis zu 175 Jahren, weil er auf Wikileaks rund 700.000 vertrauliche Dokumente zu Aktivitäten des US-Militärs im Irak und in Afghanistan veröffentlicht hatte, darunter brisante Informationen zur Tötung von Zivilisten und Misshandlung von Gefangenen. … “ | https://www.deutschlandfunkkultur.de/protestaktionen-fuer-julian-assange-in-london-und-zagreb-102.html

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Zu: https://www.golem.de/news/wikileaks-assange-unterstuetzer-demonstrieren-gegen-auslieferung-2210-168809.html
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Autor: chefin 10.10.22 – 12:01: “ … Es wird Zeit. Wie lange soll dieses Trauerspiel noch gehen. Assange wusste vor der veröffentlich was er tut. Er war sich der Konsequenzen bewusst. Wollte aber nicht zu seiner Verantwortung stehen. So wie ich hier niemanden Beleidigen darf, darf auch er bestimmte Dinge nicht sagen. Holzhammer funktioniert nicht. Obwohl ich hier so manchen Kommentator gerne mal mit der Holzhammermethode meine Meinung geigen würde, aber geht halt nicht. Und was er danach abgezogen hat ist lächerlich. …“
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Autor: Eheran 10.10.22 – 16:47: “ … Re: Es wird Zeit. … >Wollte aber nicht zu seiner Verantwortung stehen.< Warum sollte er sich vor einem kaputten System rechtfertigen müssen, dessen Mängel er überhaupt erst aufdeckt und wofür er quasi ewig im Knast landet? Was wäre damit gewonnen? …“
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Autor: 486dx4-160 09.10.22 – 10:38: “ … Es ist eine Schande. Und ein Verrat an unseren Werten. An sämtlichen. …“

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Carsten Luther (12. April 2019): “ … Abgesehen davon, dass solche Veröffentlichungen auch die Pflicht beinhalten, mögliche Gefahren für Betroffene zu prüfen und nicht einfach ungefiltert Unmengen an Material in die Welt zu schicken. Es hat einen Grund, warum investigative Journalisten sehr viel Zeit in die Abwägung stecken: Was kann man zeigen, was nicht? …“ | https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-04/julian-assange-journalismus-anklage-pressefreiheit-meinungsfreiheit
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sonika #65: “ … Journalismus der alten Schule, Herr Luther. …“
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WasSollManDazuSagen #65.1: „… Lese ich eine gewisse Ironie? …“
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Erweiterter Machtdiskurs (Politik) — Kontexte im Laser #17:
[Julian Assange / Wikileaks (Notizen, Memos, …) …]
—> https://www.subf.net/linklist/index.php/topic,168.0.html
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—> https://de.wikipedia.org/wiki/WikiLeaks
—> https://de.wikipedia.org/wiki/Julian_Assange

[Zeit im Bild #61 … ]


Julia Schröder (28.02.2021): “ … Anfang der Achtzigerjahre, als Gibson begann, vom Cyberspace zu erzählen, hatte kaum ein Mensch auch nur eine schattenhafte Vorstellung, was das Internet einmal sein würde. Auf Seite 83 von „Neuromancer“ – da ist vom Cyberspace bereits mehrfach und handlungsentscheidend die Rede gewesen – bietet der Autor einen freundlichen Service für seine ahnungslose Leserschaft und lässt seinen Helden Case eine Definition abspielen. Aus einer Kindersendung, wohlgemerkt: „Die Matrix hat ihre Wurzeln in primitiven Videospielen […], in frühen Computergrafikprogrammen und militärischen Experimenten mit Schädelelektroden. […] Cyberspace. Eine Konsens-Halluzination, tagtäglich erlebt von Milliarden zugriffsberechtigter Nutzer in allen Ländern […] Eine grafische Wiedergabe von Daten aus den Banken sämtlicher Computer im menschlichen System. Unvorstellbare Komplexität. Lichtzeilen im Nicht-Raum des Verstands, Datencluster und -konstellationen. Wie die zurückweichenden Lichter einer Stadt … Wer heute vom „Cyberspace“ redet, denkt nicht mehr an psychedelische Trips durch fantastische Welten in 3D, sondern bestenfalls an hyperrealistisch designte Online-Spiele. Das real existierende World Wide Web ist bekanntlich längst ökonomisch, politisch und geostrategisch durchkolonisiert und in Plattform-Claims aufgeteilt – und kaum mehr erinnerlich als Gefilde von Freiheit und Abenteuer. … Denn die „Neuromancer“-Trilogie zählt nicht zu der Sorte Parabeln, deren Botschaft sich eindeutig herauspräparieren lässt. Sie hat eher die Eigenschaften eines großen, nicht endenden Traums, der sich fortsetzt, wenn die letzte Seite umgeblättert ist. In diesen Traum, so geht dem Leser auf, ist die Menschheit immer tiefer hineingeraten, und nicht erst, seitdem das alle und alles verbindende Netz Wirklichkeit geworden ist. Es ist die „Konsens-Halluzination“ aus der Kindersendungsdefinition. … Aus dem Eklektizismus, mit dem er die kokett ausgestellte Coolness von Hard-Boiled und Noir mit dem Drive des Beat und der ironischen Oberflächenlust der Postmoderne verblendet, gewinnt Gibson etwas ganz Eigenes. … “ | Aus: „William Gibson: „Neuromancer“ – Die Gegenwart der Zukunft“ | Quelle: „https://www.deutschlandfunk.de/william-gibson-neuromancer-die-gegenwart-der-zukunft-100.html
// https://de.wikipedia.org/wiki/Neuromancer-Trilogie
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“ … Jochen Wegner: Wenn man frühe Gibson-Werke wieder liest, stellt man fest, wie selbst manche abseitigen Details darin im Laufe der Jahrzehnte wahr werden, und seien es selbstfahrende Autos mit künstlicher sozialer Intelligenz. Kann es sein, dass Ihre Bücher selbsterfüllende Prophezeiungen sind? Vielleicht bauen einflussreiche Computerwissenschaftler den Cyberspace einfach nach Ihren Ideen?

Gibson: … In Wahrheit bin ich lediglich ein Archäologe der Gegenwart, ich nehme die Dinge anders wahr. Wenn ich mit meinem jüngeren Selbst telefonieren würde und der junge Bill würde mich fragen: „Welche coole Technologie trägst du gerade bei dir?“, dann müsste ich antworten: „Ich habe einen riesigen Farbbildschirm in der Tasche, damit kann ich mit der ganzen Welt telefonieren, obwohl er keine Tasten hat, sondern nur Tastenattrappen. Wir sind alle mit diesem unsichtbaren Ding verbunden, das Internet heißt, und die Leute schicken sich damit Katzenbilder und schauen Pornos, und zwar kostenlos.“ Was soll er nur von uns denken? …

Jochen Wegner: Viele Ihrer frühen Werke sind vom positiven japanischen Fortschrittsgeist inspiriert, Sie haben auch eine Reihe von Essays zur japanischen Innovationskultur veröffentlicht. Schauen Sie heute immer noch dorthin, um die Zukunft zu sehen? …

… Gibson: Japan ist zum interessantesten Ort für Zukunftsnostalgie geworden – mit wunderschönen Zukünften, die nie eingetreten sind. Wir sind jetzt aber in einer historischen Phase, in der wir die Zukunft an sich verlieren. Wie die Menschen im Mittelalter. Sie dachten einfach nicht daran. Natürlich gab es immer den einen verrückten Mönch, der Flugzeuge malte. Aber es war kein großes Ding. Das kam erst im Zuge der Moderne. Als ich ein Kind war, in den frühen fünfziger Jahren, gab es diesen Fieberanfall von Volksfuturismus in den USA. Autos hatten Heckflossen, im Fernsehen liefen alle mit Weltraumhelmen rum, ständig sahen Leute fliegende Untertassen, das war eine Massenhysterie. …“ | Aus: „William Gibson: „Ich hoffe, wir sind nicht in negativen Utopien gefangen““ | Quelle: https://www.zeit.de/zeit-magazin/leben/2017-01/william-gibson-science-fiction-neuromancer-cyberspace-futurist
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Stoney #2.1 — 13. Januar 2017, 12:22 Uhr: “ … Früher war die Zukunft besser… „

[Andacht und Erschütterung #1… ]

…die elektronischen „Prothesen“ machten aus dem Denkapparat des Menschen einen „Flipperautomaten“…
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“ … Bildarten stellen „expressive Ausdrucksformen der menschlichen Psyche“ dar, die sich „überall in verwandten Strukturmustern und Symbolen äußert …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Bildinterpretation
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Andacht und Erschütterung – Screenshots aus dem Internet-Bildermeer: ntv (22.09.2022/19.10.2022)

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Klaus Wolschner (2016): “ … Der Mensch nutzt einen „psychischen Apparat, der vor 10.000 und mehr Jahren als Anpassung an damalige Umwelten entstanden ist“. Die Werkzeuge dieser Anpassung liegen im Bereich der Kultur, die Karl Eibl daher als „Zwischenwelt“ bezeichnet. … “ | Aus: „Mediale Fiktionen sind Bausteine der menschlichen Kultur“ (Texte zur Geschichte und Theorie von Medien & Gesellschaft) | http://www.medien-gesellschaft.de/html/medien-fiktionen.html
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Klaus Wolschner (2019): “ … Die visuellen Vorstellungen sind nicht nur nachträgliche Illustrationen der gedachten Worte. Rund ein Drittel der menschlichen Hirnrinde dient der Verarbeitung von Seh-Eindrücken. Das Wort „Bilder“ im heutigen deutschen Sprachgebrauch meint meist Filmbilder, fotografische Abzüge, technische hergestellte Abbildungen von Natur- und Alltags-Situationen, die durch den Menschen mit Bedeutung ausgestattet wurden. Die frühe Form der Bilder waren die räumlichen Artefakte – Skulpturen, architektonische Monumente. Im Althochdeutschen bedeutete „bilidi“ Sinnbild, Zeichen mit Zauberkraft. … Wissenschaft, Kunst und Religion sind für Freud jene großen Illusionen, die von der Realität – und vor allem von ihren negativen Ausprägungen – ablenken. Sigmund Freud nannte sie die „Ersatzbefriedigungen, die (das Elend der Welt) verringern, Rauschstoffe, die uns für dasselbe unempfindlich machen“. Die schöne, neue Medienwelt wäre in dieser Perspektive die Vollendung des Rausches. …In der aktuellen Diskussion wird warnend auf Anzeichen für ein verstärktes Auftreten von Aufmerksamkeitsdefizit hingewiesen, die elektronischen „Prothesen“ machten aus dem Denkapparat des Menschen einen „Flipperautomaten“. Stehen wir an einem mediengeschichtlichem Wendepunkt, weil das zurückgelehnte, entspannte Denken, das Lesen eines langen Textes, dieses Lesen, bei dem man das Buch über Tage mit sich herumträgt, ins Cafe, an den Fluss, ins Bett, uns immer weniger möglich sein wird? Diese Kritik ist, sozialgeschichtlich betrachtet, elitär. … Nie waren wir so informiert, so kommunikativ vernetzt wie heute. Deutlich mehr Menschen als früher lesen, und wir lesen mehr als im Zeitalter des Papiers. Wir tauschen tausend Mal mehr elektronische Informationen aus als die Briefpost tragen konnte, wir sehen Bilder von allen möglichen Plätzen der Welt und aller möglichen Phantasie-Produkte. Schaubilder erklären uns, was wir früher nie zu hinterfragen gewagt hätten. Mancher literarischer Kulturkritiker findet es beunruhigend, dass in den elektronischen Medien eine „zweite Wirklichkeit“ entsteht, die zunehmend mit der „eigentlichen“ Wirklichkeit überlagert – als wäre das tradierte Wirklichkeits-Bewusstsein mehr als ein kulturell konstruiertes geistiges Bild der materiellen Umwelt. Das scheinbar „normale”, uns so selbstverständlich gewordene, tradierte Wirklichkeits-Bewusstsein ist im Grunde selbst schon immer eine „zweite Wirklichkeit” gewesen, wenn man so will, die Bilder der elektronischen Kultur höchstens eine Variante davon oder eine „dritte”. …“ | Aus: „Bild gegen Schrift? Schöne neue Medienwelt?“ (Texte zur Geschichte und Theorie von Medien & Gesellschaft) | http://www.medien-gesellschaft.de/html/x_bild_gegen_schrift.html

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Screenshot aus dem Internet-Bildermeer: „Live-Grafiken“ (tagesspiegel.de, 24.09.2022)

[Zeit im Bild #60 … ]

Hans-Christian Ströbele, Horst Mahler und Otto Schily Anfang der 70er Jahre. Mahler ist der Angeklagte, die beiden anderen sind seine Verteidiger. … Der Film [„Die Anwälte – Eine deutsche Geschichte“ (Birgit Schulz, 2009)] verfolgt die Biografien von drei Männern, die einer Generation angehören und die sich in der selben bundesdeutschen Wirklichkeit entwickelt haben. Regisseurin Birgit Schulz untersucht, was diese Männer geprägt hat, was sie in Bezug auf ihre politischen Ideale verbunden hat, und an welchen Punkten die drei unterschiedliche Wege eingeschlagen haben, um am Ende Gegner zu werden … Was in den einzelnen Biografien auf den ersten Blick widersprüchlich aussieht, ist für die Beteiligten logisch. Denn in sich haben alle drei Lebensläufe eine gewisse Konsequenz. Und zumindest behauptet jeder, sich treu geblieben zu sein … | Zu: „Die Anwälte – Eine deutsche Geschichte“ (08.09.2015)| Quelle: https://www1.wdr.de/fernsehen/wdr-dok/sendungen/die-anwaelte-124.html // “ … „Die Gemeinsamkeit, die bei den drei früheren „Linksanwälten“ über alle Gräben in dem Film spürbar wird, ist eine Lust an der Dissidenz. Darin sind sie nicht nur Erben der Revolte von 1968. In ihren Biographien entfalten sich auch die verschiedenen Facetten, Triumphe wie Abgründe, eines libertären Freiheitsverständnisses, das sich aus Gesinnungsethik und Widerstandsgeist speist. Es ist das Verdienst dieses irritierenden, hochspannenden Dokumentarfilms, dass er die Fragen an diese Biografien an uns weiterreicht.“ – Rüdiger Suchsland [(2009)] …“ —> https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Anw%C3%A4lte_%E2%80%93_Eine_deutsche_Geschichte (04. Juli 2020)
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Michael Sontheimer (31.8.2022): “ … Der junge Ströbele war ein schlechter Schüler und Elvis-Presley-Fan; kein an Politik interessierter Linker, sondern Leser von Springers Tageszeitung Die Welt. Erst bei der Bundeswehr erwachte sein rebellischer Geist, er schrieb zahlreiche Beschwerden für Kameraden und verweigerte seine Beförderung zum Gefreiten. Andererseits gewann er bei einem Schießwettbewerb einen Hubschrauberflug über der Lüneburger Heide. Sein Jurastudium in Heidelberg und West-Berlin betrieb er nicht übereifrig, schon vor dessen Abschluss heiratete er 1967 die Diplomatentochter und Schauspielerin Juliana Gregor, mit der er bis zuletzt zusammenlebte. Der entscheidende Wendepunkt seines Lebens war der 2. Juni 1967 in West-Berlin. Nachdem bei einer Demonstration gegen den Schah von Persien der Student Benno Ohnesorg von dem Kriminalbeamten Karl-Heinz Kurras erschossen worden war [–> https://de.wikipedia.org/wiki/Karl-Heinz_Kurras], heuerte der Justizreferendar Ströbele bei dem bekannten Anwalt Horst Mahler [–> https://de.wikipedia.org/wiki/Horst_Mahler] an, der linke Studenten verteidigte. Zwei Jahre später gründete er mit ihm und Klaus Eschen das erste „Sozialistische Anwaltskollektiv“. … Bei den Grünen zählte Ströbele zu den „Fundis“ oder „Fundamentalisten“ und lieferte sich harte Kämpfe mit dem Ober-Realo Joschka Fischer und dessen Anhängern. Die Realos wollten so schnell wie möglich in die Regierung, Ströbele wollte an grünen Prinzipien festhalten. … Der Einmarsch der Russen in der Ukraine hat ihn zuletzt schwer erschüttert. Das hatte er Putin nicht zugetraut. Aber er hätte auch seiner eigenen Partei, den Grünen nicht zugetraut, sich an die Spitze derer zu stellen, die mit schweren Waffen die Ukraine verteidigen wollen. Am Montag ist Christian in seiner Wohnung in Moabit am Ufer der Spree gestorben. …“ | https://taz.de/Christian-Stroebele-ist-gestorben/!5878473/

[Kriegsschauplätze #42… ]

Im Westen nichts Neues (1929)

Christian Schröder (25.08.2022): “ … Das Buch, sagte [Regisseur Edward Berger], sei „heute leider relevanter, als wir es erwartet haben“. … Remarques Roman kam 1929 heraus … Er schildert in großer Eindringlichkeit die Brutalität der Schützengrabenkämpfe des Ersten Weltkriegs. Junge Rekruten werden von weit hinter der Front agierenden Politikern und Generälen in den Tod geschickt. Als der Held Paul Bäumer kurz vor Kriegsende von einem Scharfschützen erschossen wird, meldet der Heeresbericht lapidar: „im Westen nichts Neues“. … Als die Hollywood-Verfilmung von Lewis Milestone 1930 ins Kino kam, kam es wegen ihrer pazifistischen Haltung in Deutschland zu scharfen Protesten. Die Nationalsozialisten organisierten eine Kampagne und störten Filmvorführungen, indem sie Stinkbomben zündeten oder weiße Mäuse freiließen. …“ | https://www.tagesspiegel.de/kultur/entscheidung-in-deutscher-vorauswahl-im-westen-nichts-neues-geht-ins-oscar-rennen/28626024.html
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“ … Remarques Bücher wurden während der Bücherverbrennung 1933 in Deutschland mit dem „Feuerspruch“ „Gegen literarischen Verrat am Soldaten des Weltkriegs, für Erziehung des Volkes im Geist der Wehrhaftigkeit!“ verbrannt. … Seine Schwester Elfriede Scholz, die als Schneiderin in Dresden wohnte, wurde nach einer Denunziation wegen Äußerungen gegen das NS-Regime, wonach der Krieg schon verloren sei, 1943 vom Präsidenten des „Volksgerichtshofs“ Roland Freisler wegen „Wehrkraftzersetzung“ zum Tode verurteilt und durch das Fallbeil hingerichtet. Freisler sagte im Prozess: „Ihr Bruder ist uns entwischt, Sie werden uns nicht entwischen.“ Remarque erfuhr vom Tod seiner Schwester erst nach Kriegsende und widmete ihr daraufhin seinen Roman Der Funke Leben (1952). …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Maria_Remarque (17. August 2022) // https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Funke_Leben
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Birgit Schütte (21.06.2022): “ … Erich Maria Remarque war nicht nur Schriftsteller, sondern auch ein großer Musikliebhaber. Über 700 Schallplatten befinden sich im Erich-Maria Remarque Friedenszentrum in Osnabrück. … Remarque hat bereits in jungen Jahren angefangen zu komponieren,“ erklärt Schneider, „weil sein ursprünglicher Berufswunsch Musiker war. Er hat Klavier gelernt. Dieser Wunsch wurde dann aber durch die Verwundung an der Hand im ersten Weltkrieg zunichte gemacht. Die Hand war zwar nicht erheblich beschädigt, aber nicht mehr so funktionsfähig, dass er professioneller Musiker hätte werden können.“ Dann wäre Remarques berühmter Antikriegsroman „Im Westen nichts Neues“ womöglich nicht geschrieben worden. …“ | https://www.ndr.de/kultur/musik/Teile-von-Remarques-Plattensammlung-zugaenglich,remarquesschallplatten100.html
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(03.06.2022): “ … Die Sammlung umfasst den Angaben zufolge Jazz, Klassik, Filmmusik und Folklore, aber auch Schlager, Chansons und Musicals. Aus Tagebuch-Notizen lässt sich rekonstruieren, dass der Autor des Antikriegsromans „Im Westen nichts Neues“ seine Schallplatten nicht nur spontan erwarb. Remarque sei mit einigen Künstlerinnen und Künstlern wie Fred Astaire, Charlie Chaplin, Arthur Rubinstein oder Cole Porter befreundet gewesen und habe deshalb deren Schallplatten gekauft. Zahlreiche Titel von Marlene Dietrich, mit der Remarque mehrere Jahre liiert war, finden sich ebenso in dem Nachlass. Der von den Nationalsozialisten verfolgte Erich Maria Remarque lebte nach seiner Emigration aus Deutschland in der Schweiz und den USA. …“ | https://www.deutschlandfunkkultur.de/schallplatten-sammlung-von-erich-maria-remarque-in-osnabrueck-zu-hoeren-104.html

[Identitätspolitik (Kulturelles Unterbewusstsein) #8… ]

… Andere brauchen Rauschgift und Alkohol, um sich die Welt schöner zu machen und gute Laute zu bekommen. Bei mir genügt ein 90-minütiger Sisi-Film. …

… Phantasmen sind Schutzmechanismen. … Ein Phantasma ist ein Filter zwischen dem gereizten Subjekt und seiner Außenwelt. Oft genug haben wir es mit kollektiven Phantasmen zu tun. „Unbewusste Neigungen“ und „narzisstische Verteidigung“ können identitätsstiftend wirken. Schwört sich eine Gruppe auf eine bestimmte Version der Gegebenheiten (oder der Geschichte) ein, und sei sie noch so abwegig und auch nicht belegbar, kreiert sie eine emotionale Gemeinschaft. … (Sasha Salzmann, 2021) | https://www.deutschlandfunk.de/themenreihe-muss-literatur-politisch-sein-die-bestehende-100.html

… Aber diese Drachenlehrerin (Name vergessen) ist gut getroffen. Solche Lehrer:innen gibt es leider wirklich … (Ölge, 2022)

Frau Mahlzahn und ihre Schüler im Klassenzimmer der Stadt Kummerland
via https://www.stars-an-faeden.de/apkchronik/proddet.php?prod_id=340

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George Takei @GeorgeTakei: “ … Soon some white folks are going to start to claim Santa Claus is white, too. Look, I saw him in the internment camps as a child. He was definitely Japanese. …“ (2:27 14.Sep.2022) | https://twitter.com/GeorgeTakei/status/1569845367868473345
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Cat Hannah @cathannah23 (14. Sep.) Antwort an @GeorgeTakei: “ … Look, everybody knows Santa looks like their dad…no matter what their dad looks like. …“
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“ … Hauptsächlich in sozialen Netzwerken wurde kritisiert, dass der Stoff von Karl May überhaupt noch verlegt wird, vor allem für Kinder. …“ | Aus: „Ravensburger stoppt Auslieferung von „Winnetou“-Büchern“ (22. August 2022) | Quelle: https://www.zeit.de/kultur/2022-08/winnetou-buch-verlag-ravensburger-auslieferung
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Ted Lucas #346: “ … Das Problem ist nicht das, die oder der „Woke“ an sich [–> https://de.wikipedia.org/wiki/Woke], sondern dass die dümmeren unter den „Woken“ mitunter leider in Positionen gelangen, um offensichtlichen Quatsch durchzusetzen. Aber das ist auf der antiwoken Seite ja kaum anders. …“
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A. Haller #350: “ … Verständnisfrage: warum ist es kein Problem wenn Winnetou, ein Native American, nicht von einem ebensolchen gespielt wird? …“
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Schnurzipurz #350.1: “ … Ich dachte, Winnetou war Franzose. …[Von 1962 bis 1968 spielte Pierre Louis Baron Le Bris die Rolle des Winnetou in insgesamt elf Karl-May-Filmen –> https://de.wikipedia.org/wiki/Pierre_Brice ] …“
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Atheist 2.0 #146: “ … Ich finde es erst mal gut und richtig, wenn man sich bemüht, sensibel mit der Sprache umzugehen. Dass Pipi Langstrumpfs Vater nun ein „Südseekönig“ ist, finde ich in Ordnung. Das schadet nicht und beleidigt niemanden. Zum Thema „Winnetou“. … Ich war ein Kind und begeistert von den fremden Kulturen, die ich so kennenlernte. Und ich war beeindruckt und wurde nachhaltig geprägt von dem Humanismus und Pazifismus, der aus den Büchern von Karl May zu mir sprach. Die Bücher haben mich auch genau das Gegenteil von Rassismus gelehrt: Ich habe gelernt, dass es überall gute und schlechte Menschen gibt. Jahre später habe ich mich im Rahmen meines Studiums noch einmal mit den Büchern befasst. Sie waren nur noch schwer lesbar für mich und die Stereotype kaum zu ertragen. Alles richtig. Dennoch sprach mich noch immer der Ruf zur Toleranz deutlich an. Er klingt noch immer aus Karl Mays Büchern zu uns herüber. …“
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kastner63 #225: “ … Ich habe als Kind und Jugendliche Karl May gelesen und natürlich irgendwann begriffen, dass die Realität ganz anders war und mich dann auch dafür interessiert. In der Stadtbücherei gab es eine Serie über die bekannten Häuptlinge, welche die ganze Brutalität des Geschehens zeigten, darunter Aushungerung, Wounded Knee und der Ermordung Sitting Bulls. Bibliothekare, Lehrer, Eltern sprechen mit den Kindern und weisen sie auf diese realitätsnahen Bücher hin. Koloniale Aneignung? Wir schmeißen die Literatur der letzten 200 Jahre weg und lesen nur noch für uns Geschriebenes, weil wir zu feige, zu unwissend oder zu dumm sind, um uns mit der Vergangenheit und ihrer Literatur auseinanderzusetzen? Karl May ist aus einem verkorksten Leben durch sein Schreiben zu Wohlstand gelangt! Sein Friedenskonzept wurde von keiner geringeren als Bertha von Suttner bewundert! Ja, seine Erzählungen basieren auf dem Bild des edlen Wilden [—> https://de.wikipedia.org/wiki/Edler_Wilder], das wir zuerst bei Rousseau finden und das keine kulturelle Aneignung, sondern eine Kritik an der eigenen Gesellschaft ist. Aber das Ziel muss Aufklärung sein, nicht Wegschließen, Aufklärung und nicht Inquisition. …“
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Ondine #123: “ … Als ehemalige Leserin der wunderbar anregenden Bücher von Karl May fühle ich mich durch die Entscheidung und das Statement des Ravensburger Verlags in meinen Gefühlen verletzt. …“
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AK Szene aus Winnetou 2 nach Karl May, Karin Dor und Mario Girotti als Ribanna und Leutnant Merril gefesselt ungelaufen, guter Zustand | via https://www.ansichtskartenversand.com/ak/90-Alte-Ansichtskarte/37887-Karl-May-Filmszenen/10077685-AK-Szene-aus-Winnetou-2-nach-Karl-May-Karin-Dor-und-Mario-Girotti-als-Ribanna-und-Leutnant-Merril-gefesselt // “ … „Der zweite Teil der erfolgreichen ‚Winnetou‘-Trilogie nach Karl May, bereits deutlich oberflächlicher und stereotyper als der Vorgänger. Eine triviale Unterhaltung mit viel Kampf, etwas Humor, viel Sentiment und einigen schönen Landschaftsaufnahmen.“ – Lexikon des internationalen Films …“ –> https://de.wikipedia.org/wiki/Winnetou_2._Teil

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OverTheHills #112.2: “ … Ich bezweifle, dass die Angehörigen der Fürst Nations wissen, wer Karl May ist. …“
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Thomas Weltbeschauer #112.3: “ … Es gibt da einen … Podcast in der ARD-Audiothek „Winnetou ist kein Apache„. Hier wird differenziert betrachtet und auch Indigene kommen zu Wort. Fazit: Es ist kompliziert. Bestimmte Praktiken (red-facing, falsche Pseudo-Riten und Tänze) sind nachvollziehbarer Weise für die Betroffenen verstörend. Aber auch die dort zu Wort Kommenden verurteilen Karl May eben nicht in Bausch und Bogen oder fordern Verbote. … [Winnetou ist kein Apache – Doku & Reportage (20.06.2022) –> https://www.ardaudiothek.de/episode/winnetou-ist-kein-apache/winnetou-ist-kein-apache-episode-1-ben-ist-kein-apache/mdr-kultur/10593195/] … „
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Hesekiel1985 #75: “ … oder ging der Protest wie relativ häufig von weißen Menschen aus, die sich „on behalf of“ echauffiert haben? …“
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ama.dablam #58: “ … Haben sich da wirklich so viele Apachen aus den USA beim Verlag gemeldet? …“
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Torchwood #76: “ … [… Hauptsächlich in sozialen Netzwerken wurde kritisiert, dass der Stoff von Karl May überhaupt noch verlegt wird, vor allem für Kinder. Darin würden fremdenfeindliche Stereotype wiedergegeben, die ihren Ursprung im Kolonialismus haben. Auch der Vorwurf der kulturellen Aneignung steht im Raum – also die Übernahme von Merkmalen der Kultur der Indigenen. …] … “ … Redet einfach mit den Kindern und klärt sie auf, um zu zeigen, dass es heute anders ist, statt alles zu verbieten und zu zensieren …“ So sehe ich das auch. Wenn man den Kontext kennt, kann man entsprechend auf problematische Sichtweisen hinweisen. Wird das Buch verboten (oder die Bücher und die Filme), hinterlässt das einen merkwürdigen Eindruck. Vieles, was damals geschrieben wurde, ist im Licht der heutigen gesellschaftlichen Erkenntnisse fragwürdig. Wenn man es aber verbietet, ist jede Diskussion im Keim erstickt. Und außerdem käme man irgendwann mit dem Verbieten nicht hinterher. …“
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sugarvision #1: “ … Nun sollten auch andere Kinderbuchverlage nachziehen und Pippi Langstrumpf und Jim Knopf aus dem Programm nehmen. …“
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L.patschino #1.13″ … Vor allem müssen wir mit dem rechnen aufhören. Die Zahlen haben wir uns angeeignet. …“
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Ölge #1.77: “ … Aber diese Drachenlehrerin (Name vergessen) ist gut getroffen. Solche Lehrer:innen gibt es leider wirklich. …“
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Schmusekater #1.78: “ … Frau Mahlzahn …“
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Celt #115: “ … Bitte auch Biene Maja, Heidi, Wicki, Karlson vom Dach und sonstige Kinderliteratur verbieten. … [Nananananananana…fishing #115.2: “ … Es wurde doch überhaupt nichts verboten. …“] …“

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sugarvision #1.93: “ … mein Ironie-Detektor funktioniert auch nicht immer, obwohl Ironie selber gern anwende. …“
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SenYek #115.1: “ … In der Tat! Ich finde es unerträglich, wie bei Wikie die norwegischen Ureinwohner so undifferenziert als „aller Räuber und Plünderer“ diskriminiert werden [–> Wickie und die starken Männer (Anime): https://de.wikipedia.org/wiki/Wickie_und_die_starken_M%C3%A4nner_(Anime)]. An Biene Maja verstört mich die negative Panikmache gegenüber den Wespen, die ja in der Biologie eine anerkannt wichtige Rolle spielen. Unerträglich auch die Diffamierung von Hessen (Klara aus Frankfurt), die bei Heide als „alle im Rollstuhl sitzend“ dargestellt werden. Wie will man das nur heilen? …“
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AbbeFaria #115.3: “ … Nicht zu vergessen, dass die rundliche Ur-Biene Maja ja auch gaar nicht geht. (Ich dachte, Dank body positivity wäre das in Ordnung, aber ich bin ja auch nur ne alte weiße Frau.) …“
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Monolight #6: “ … Schwieriges Thema. Einerseits ist da die schöne heile Romanwelt für Kinder. Andererseits die Tatsache dass ein Großteil Lüge ist. … Aber ist es dann okay auf Wurst- und Fleischverpackungen lachende zufriedene Kühe und süße Schweinchen zu zeigen, zwischen guten grünen Biosieglen und auf grünen Wiesen. Hach, die Beziehung zu Mensch und Tier kann nicht besser sein. Die wollen ja für uns sterben. Und jeder weiß wie qualvoll in unsererer Kultur im verdeckten(!) jährlich zig millionen Tiere eingefercht in kürzester Zeit hochgezogen und dann fabrikmäßig umgebracht werden. Auch hier werden uns täglich Lügengeschichten erzählt. Aber das ist legitim. …“
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Filou989 #63: “ … Eines der Hauptprobleme bei vermeintlicher „kultureller Aneignung“ ist stets die Frage wer sich wann, wo und mit welchem recht zum Richter aufschwingt. Wie mixed muss ich sein um die Kritik vorbringen zu dürfen oder den Daumen heben/senken zu können und geht es um „Rasse“ oder Kultur? Wer definiert die Grenzen von originärer Kultur und ab welchen Zeitpunkt haben sich Kulturen vermischt und assimiliert / ist etwas neues eigenes entstanden? Da niemand hier klare Antworten drauf geben können wird, ist die ganze Debatte zum Scheitern verurteilt und leidet unter absoluter Willkür und Beliebigkeit. …“
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Sw1962 #120: “ … Dass die alten Kinderbücher aus den 70er und 80er Jahren nicht zum vorlesen für unsere Enkel geeignet sind, haben wir spätestens bei bestimmten Worten wie Zigeuner gemerkt. Das ist völlig o.k. Aber dann verbietet doch auch gleich die Grimmschen Märchen. Der Wolf wurde getötet, obwohl er heute eine geschützte Art ist. Wie geht das denn? Ich bin mit Indianer-Büchern aufgewachsen und war jedesmal zornig auf die weißen Siedler und deren Haltung den Ureinwohnern gegenüber, ohne irgendeinen politischen Kontext zu kennen. Halten wir doch einfach unsere Kinder nicht für dümmer als sie es sind. Wo bleibt das Vertrauen in ihre Intuition? …“
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Gluecksbaerchen #124:“ … Wir sollten auch Asterix und Obelix verbieten. Hier wird ganz offen Gewalt gegen die Bewohner eines EU Mitgliedslandes ausgelebt und sich auch noch über deren Hauptstadtbewohner lustig gemacht (Die spinnen die Römer) …“
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OverTheHills #124.1: “ … Nicht nur da, die machen sich auch über die Briten lustig! …“
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Atheist 2.0 #124.3: “ … und über die Belgier, Korsen …“
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AbbeFaria #124.4: “ … und Schweizer… „
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Blackelkfriend #124.6: “ … Und über die Goten, Helvetier, Averner, Belgier, Ägypter, Korsen, Normannen – und, nicht zu vergessen, über SICH SELBST! …“
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Autofuchs #134: “ … Wenn man konsequent wäre, müsste man ab sofort sämtliche Western-Filme aus dem Programm nehmen …“
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Achwat #135: “ … Man sollte als Nächstes Science Fiction aus den entsprechenden Programmen nehmen. Es ist unerträglich, wie diskriminierend die Außerirdischen vielfach dargestellt werden. …“
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Atheist 2.0 #135.1: “ … Im ersten Moment habe ich darüber geschmunzelt und einen Stern verteilt. Gleichwohl ist die Einlassung natürlich Unsinn, da man das nicht vergleichen kann. Man kann aber schon nachweisen, dass rassistische und koloniale Muster sich auch in Science Fiction-Geschichten wiederfinden (Star Trek bildet dabei sicher eine der glänzenden Ausnahmen). PS: Bei Star Wars sind farbige Menschen unter den „Helden“ auch eher die Ausnahme. …“
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Achwat #135.2: “ … Und Sie haben jetzt einen Stern von mir bekommen für Ihre kritische Art, sich mit meinem Betrag auseinanderzusetzen, der natürlich Unsinn ist. …“
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ullibulli #150: “ … Deutschland ist verrückt! :-D Man stelle sich vor „Der Herr der Ringe“ würde wegen hundertfachen dargestellten Stereotype zensiert, angefangen von den Dreadlocks der Uruk-hai bis zum weißen Zauberer. Mittlerweile bedroht dieser Wahnsinn sogar die künstlerische Freiheit in Gänze. …“
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Obi-Woke #156: “ … Ich mache mir Sorgen um Jim Knopf …“
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flaviussilva #156.2: “ … Ich mir auch, vor allem bei dem Kohleverbrauch der Lok und dem vielen Co2 das da rauskommt. …“
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El Ackabar #156.4: “ … Nur keine Bange, man arbeitet bereits daran: https://www.zeit.de/hamburg/2020-07/rassismus-fruehbildung-kita-vorschule-paedagogik-christiane-kassama … „
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Ossenkämper #169: “ … Die Geschichte wiederholt sich, bzgl. kulturellen Aneignung. Ende der 70er liebte ich Reggae, entsprechend trug ich meine Haare lang und verfilzt. Dies brachte meinen guten alten Onkel immer wieder auf die Palme wenn er mich sah. Als guten alten „Deutschen“ war es für ihn unmöglich, daß man als „Deutscher“ sich kleidet und Haare hat wie ein „jetzt würde das N-Wort kommen“. Verfolgt man heute die Diskussion, komme ich mir in meine Jugend zurück versetzt, wo es bei den Altnazis undenkbar war, daß sich kulturelle Dinge miteinander vermischen. …“
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Murer #1.18: “ … Und was ist mit dem Sams? …“
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Jamokaim #1.31: “ … Das Sams muss es heißen! Nonbinär …“
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Karl Josef Schleidweiler #187: “ … Wann werden Struwwelpeter oder Max und Moritz aus dem Verkehr gezogen, oder dürfen die bleiben, weil urdeutsche Charaktere abgebildet werden? …“
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tierchenbaendiger #187: “ … Natürloch dürfen die nicht bleiben. Das ist ja schwarze Pädagogik pur. Alleine schom Paulinchen mit den Streichhölzern. …“

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wetterlage #200: “ … Wie sieht es aus bei „Froschkönig“ ? Wer wird hier diskriminiert? …“
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Briock #215: “ … Seit Wochen finden in Obberammergau wieder die Passionsfestspiele statt. Dort stellt ein bayerisches Dorf das Leben Jesu nach, der in einem völlig anderen Kulturkreis zu einer anderen Zeit gelebt hat. Weiße!, nein bayrische Männer, Frauen und Kinder spielen das Leben eines arabischen Juden nach, der nur in unsrer Fantasie ein Weißer ist. Hat da schon jemand gegen geklagt? …“
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Herbststürme #249: “ … Ohne kulturelle Aneignung würden wir noch auf den Bäumen sitzen, und die Männer würden Bären jagen, während die Frauen Beeren sammeln. Und ich kann nur hoffen, dass keiner der vom „Unwohlsein“ Befallenen tätowiert ist, denn das ist kulturelle Aneignung par excellence. …“
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Schweizer Söldner #249.1: “ … „Und ich kann nur hoffen, dass keiner der vom „Unwohlsein“ Befallenen tätowiert ist, denn das ist kulturelle Aneignung par excellence.“ Die Diskussion um Tattoos gab es schon, da manche finden es gehört nur einigen wenigen vorbehalten tättowiert zu sein. Etwa den Maori oder im Bezug auf die Geschichte den Pikten usw. Allerdings hatte bereits Ötzi um 3500 v.Chr. viele Tattoos an seinem Körper, lange bevor die anderen Gruppen erstmals in der Geschichte auftauchten. Tattoos gab es schon in der Steinzeit, auch wenn Ötzi selbst bereits in der Kupferzeit lebte. …“
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Redlum #271: “ … Man kann sich nur wundern. Kinder die sich als Indianer verkleiden gehen gar nicht mehr, wegen kultureller Aneignung, aber Maenner die sich als Frauen verkleiden sind ok, trotz geschlechtlicher Aneignung. …“
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gEd8 #342: “ … Demokratie ist doch auch nur kulturelle Aneignung, also weg damit. /Ironie off …“
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sultanine28 #275: “ … Ist eigentlich das Erlernen einer fremden Sprache auch eine kulturelle Aneignung? …“
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Sonnenau #275.2: “ … Und bitte nicht Panflöte spielen – schon gar nicht öffentlich ;-) …“
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Juergen Kasek (25. August 2022): “ … Im Orientzyklus von Karl May wird zudem eine tiefe Abwertung gegenüber den Armeniern deutlich, beschrieben als die „Juden des Orients“. Dass Deutschland Mitwisser und Mittäter des Völkermordes an den Armeniern war, wird gern übersehen. Die Bücher von Karl May sind kolonialistisch und rassistisch geprägt. Auf wissenschaftlicher Grundlage muss man darüber nicht diskutieren. Es ist albern. … Die Debatte ist allerdings auch nicht von der Frage geprägt ob die Bücher ggf. problematische Stereotype verbreiten oder nicht, sondern ob man sie noch lesen darf oder nicht. Das war aber eigentlich gar nicht die Frage. Eine Reihe von Politiker*innen (Gabriel, Prien, der FDP Typ aus Thüringen, der sich von mal mit Stimmen der AfD wählen ließ) bekunden dann eilfertig, dass sie die Bücher gerne lesen oder gelesen haben und sich das auch nicht verbieten lassen. Die Botschaft ist, dass man sich gegen den „woken“ Zeitgeist und die „Cancel Culture“ auflehnen muss. Nicht jede Kritik an einem Werk, jede neue Einordnung eines Werks ist deswegen Ausdruck einer „CancelCulture“. Aber die Behauptung eine neue Bewertung eines Werkes unter den Kenntnissen, die wir jetzt haben, sei Ausdruck einer „CancelCulture“ delegitimiert Kritik. Es wird zu einem Totschlagargument. Im rechtlichen Sinne wird man ein Gewisses Maß an „Stand halten“ fordern dürfen. Meines Erachtens hat bislang auch niemand gefordert die Bücher von Karl May zu verbieten oder nicht mehr zu drucken. Es wird aber bei einigen so getan als wäre es das. … Wer über den „begnadeten Lügner Karl May“ spricht, sollte über den Völkermord nicht schweigen. Aber natürlich kann man das alles ausblenden, trotzig rufen Widerstand und sich dabei ablichten lassen, dass man ganz „widerständig“ die Bücher trotzdem liest aber dann ist man halt eventuell ein bisschen am Thema vorbei und macht deutlich, dass es eben nicht um das eigentliche Thema geht sondern um einen herbeihalluzinierten Kulturkampf. …“ | https://juergenkasek.wordpress.com/2022/08/25/winnetou-und-der-rassismus-eine-zeitgeistdebatte/
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“ … Tatsächlich bekennt sich die hochseriöse Spielefirma der „Verbreitung eines romantisierenden Bildes mit vielen Klischees“. Ravensburger schreddert jetzt ein Puzzle. Obendrein zieht man ein Sticker-Heft aus dem Verkehr. Der Stoff rund um Winnetou als Dreikäsehoch sei „weit entfernt von dem, wie es der indigenen Bevölkerung tatsächlich erging“. …“ | https://www.derstandard.at/story/2000138478844/winnetou-gecancelt-warum-die-indianer-figur-immer-schonproblematisch-war
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Melilot Gawkroger 23. August 2022: “ … Cowboy und Indianer spielen ist ähnlich geschmackvoll wie Ukrainer und Russe oder Nazi und Jude spielen – die Ausrottung eines Volkes wird verharmlost, verniedlicht, verfälscht und zum Spiel erklärt. …“Schadet ja keinem“ – natürlich tut es das! Braucht man sich nur anschauen wie viel Bewusstsein für dieses Thema bei uns herrscht. Die westliche Weltsicht ist geprägt, bis heute, von post-Kolonialistischer Überheblichkeit. …“
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Schemo del paese: “ … Gedankenexperiment: Findet ihr es geschmacklos wenn jemand im Fasching / Film mit aufgeklebter Hakennase und gelbem Stern herumläuft? … Wenn man zu dem Thema aus erster Hand liest weiß man, dass die Betroffenen dieses fantasieanregende kindliche Verkleiden durchaus als respektlos und rassistisch empfinden. …“
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Botenstoff: “ … Das fällt Ihnen nicht auf, wo der Unterschied ist? … Kinder im Fasching sehen den amerikanischen Ureinwohner als positives Rollenmodell und möchten möglichst authentisch auftreten (das ist allerdings auch eine Kostenfrage). …“
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greg17: “ … karl may buecher sind aus der zeit gefallen, das ist eh klar. allerdings sind das eben kinderbuecher (die die fantasie anregen) und keine droegen dokus. das zu bemaengeln ist aehnlich doof wie schauspielern zu verbieten, charaktaere zu spielen, die nicht 100% mit ihrer lebensgeschichte uebereinstimmen. …“
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Schnabelgabel: “ … Wir empören uns über islamistische Sittenwächter, die durch unsere Straßen ziehen und „ungezogene“ Muslimas zurechtweisen oder bedrohen. Auf der anderen Seite ist es kein Problem jederzeit das Smartphone zur Beweissicherung parat zu haben, wenn ein Mitbürger sich nicht politisch korrekt verhält. Sofort ist man auf Video gebannt und einem Shitstorm auf Social Media ausgesetzt …“
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jn666: “ … An alle, die es noch immer nicht begreifen… Es ist nicht cool, ganze Völker abzuschlachten und aus ihrem Land zu vertreiben und dann aus ihrer Kultur eine eigene Geschichte zu machen und sie nachzuspielen. Das muss sich für Nachkommen indigener Völker wie blanker Hohn anfühlen. Hört auf zu schreien, wenn jemand sagt ‚bitte hört auf mich zu verhöhnen und zu verletzen!‘. Das ist auch kein dämliches Cancelling, die betroffenen Gruppen sind nur endlich in der Lage, sich dazu zu äußern. Nämlich, dass es sich nicht gt anfühlt, wenn der Mörder deines Urgroßvaters diesen nachspielt. Wenn man hier nicht rafft, was das Problem ist, sollte man zuhören! Zuhören und lernen, nicht direkt dummern Mist brüllen und sich wiedermal über allem sehen. Ist das peinlich ey! …“
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Gutenberg: “ … Und welche Indigenen haben die Nachricht „bitte hört auf mich zu verhöhnen und zu verletzen“ an die Adresse von Ravensburger geschickt? Oder sind das nicht vielmehr junge Weiße, die sich herausnehmen, für Minderheiten reden zu müssen? …“
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jn666: “ … Ne, das sind Menschen allen Alters und Ethnien, die Minderheiten zugehört haben. Und die sich entschieden haben, darauf besser aufzupassen. Und das ist jetzt warum genau schlimm für dich? …“
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hoferA: “ … gehts noch…. mit dieser ach so aufgeklärten gesellschaft…..wer karl may verteufelt und ihm rassismus etc. vorwirft der gehört in die anstalt. diese gesellschaft entfernt sich zusehends von der Realität und ich bin froh (60+) in einer zeit aufgewachsen zu sein in der nicht aus einer Fliege ein Elefant gemacht wurde …“
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New Hampshire: “ … Vor ca. 2-3 Monaten war eine Frau im ZDF Mittagsjournal, die 15 Minuten lang referieren durfte, wie der Alltagsrassismus die deutsche Gesellschaft belastet! Als Beispiel nannte sie die Bücher von Ottfried Preußler und Astrid Lindgren – Pippi Langstrumpf sei Rassismus, den man von Kindern unbedingt fernhalten müsse! So weit sind wir: Astrid Lindgren und Ottfried Preußler sind Rassisten….Leute, die von starken, unabhängigen & mutigen Kindern schrieben (bei Lindgren kommt sogar noch hinzu, dass die feministisch war, weil ihre Heldin Langstrumpf ein Mädchen ist, dass sich in einer Männerwelt blendend behauptet). Mir graut vor dem Gedanken, wo das noch alles hinführen wird – es ist sooo unendlich traurig! …“
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jn666: “ … Es geht bei Pipi Langstrumpf um Rhetoriken wie ‚Taka Tuka-Land‘. Kindern das Bild der Südsee mit ‚Taka-Tuka‘ näherzubringen schafft ein Gedankengut, dass vielleicht nicht geschafft werden sollte. …“
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Ich sag ja nix, ich mein ja nur: “ … Was Kinder aus Pippi Langstrumpf mitnehmen:

„Boah, die wohnt alleine und kann machen, was sie will. Gut, alleine leben wollte ich eigentlich jetzt nicht, ist doch besser, wenn Mama und Papa da sind.“

„Die Pippi traut sich was, die sagt den Erwachsenen einfach, was sie denkt.“

KEIN Kind bastelt sich aus Pippi Langstrumpf ein Bidl von der „Südsee“ (vor allem, weil das für sie kein geographischer Begriff ist, sondern einfach ein Ort irgendwo, wo es warm ist).
Können wir bitte wieder runter kommen? …“
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jn666: “ … Ich reg mich hier nicht auf, das tust eher du, weil man dich auf was aufmerksam macht. Und es sagt ja keiner, JEDES WORT in Pipi Langstrumpf ist schlecht. Es geht um einige Rhetoriken, die man heute nicht mehr verwenden sollte. …“
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cptwildduck: “ … ja, die Zeiten und Blickwinkel ändern sich. Trotzdem sollte man aufm Teppich bleiben, denn die alten Filme sind mittlerweile vor allem eines: alt. Ich habe die Rolle der Apachen meist als jene der Guten empfunden und die „Weißen“ waren oft die Bösen, mit Ausnahme von Old Shatterhand natürlich. Sonst hätten sie auch keine Blutsbrüder sein können. Und wie weit soll das führen? Winnetou ist keine Dokumentation, sondern Fiktion. Wollen wir künftig alles einstampfen, was Geschichten erzählt, die sich nicht zu 100% an wahren Gegebenheiten orientieren? Muss sich die Fantasie unterordnen, sobald sich jemand „unwohl“ fühlt? Kommt als nächstes Mark Twain dran? …“
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Wespenneststecher: “ … Wenn einem der Unterschied zwischen Realität und Fiktion und Spiel nicht klar ist … Kinder haben ein Recht auf Naivität und Stereotypen, das ist ein Teil von Kunst. Das Das Leben treibt es ihnen schnell genug aus und zum lernt man schrittweise die Realität kennen, mit Hilfe von Klischees. Erwachsene begleiten nur. Ich verabscheue altkluge Kinder fast so sehr wie altkluge Erwachsene. Diese Problemsucherei ist unerträglich. Außerdem wurde nicht durchgängig gegendert. Ich fühle mich deswegen unwohl. …“
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Schemo del paese: “ … Das Thema ist übrigens nur ein Teil einer viel größeren Diskussion – und ja die klischeehafte rassistische Darstellung wird schon länger als Problem gesehen. … Einerseits machen wir uns über die Amis lustig weil die so dumm sind und uns Europäer als ununterscheidbaren Einheitsbrei sehen, andererseits schwelgen wir selbst in Klischees vom „Indianer“ den es so nie geben hat und verteidigen die noch krampfhaft …“
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Keoma: “ … Die Wahrheit liegt halt zwischen der Darstellung als gesichtsloser Feind und der Verklärung des edlen Wilden. …“
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Caulfield: “ … Wann ist „Mogli“ fällig? …“
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HHCL: “ … Natürlich war Karl Mays Fantasiewildwest schon immer ein Problem, oder auch nicht. Winnetou und auch alle anderen Abenteuer aus seiner Feder sind Geschichte, Märchen und sonst nichts – und damit ist der Skandal keiner. Man traut vielen Leuten (zurecht) nicht mehr zu Fiktion und Realität auseinander halten zu können. Es darf nur noch gesagt und gezeigt werden, was wahr ist. (Wer entscheidet das eigentlich?) Es ist vielen mittlerweile offenbar völlig unmöglich Filme, Bücher, Geschichten, Theater in den dazugehörigen Kontext einzuordnen (Karl May = Fantasiegeschichte, aus der man wenig über das echte Leben der amerikanischen Ureinwohner erfährt). Alles wird aus dem Zusammenhang gerissen und skandalisiert. Das kann doch nicht die Lösung sein. …“
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deepandhigh, 23. August 2022, 16:03:08: “ … Ein Schritt in die richtige Richtung! Bestehe auch auf ein Zurückziehen aller „Moby Dick“-Ausgaben: böser Wal, wo gibts denn sowas. Außerdem sollte „Heidi“ verboten werden: Die Darstellung der Alpenländler mit Dirndl und Lederhose ist eine Stereotype und verletzt meine Gefühle. …“
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Topfenschnitte: “ … Was sind wir nur für eine depperte Gesellschaft geworden …“
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Porfirij: “ … Also sehe ich das richtig, dass es schlecht ist, wenn sich ein 8jähriger Bub im Fasching als Indianer verkleidet, es aber gut ist, wenn sich ein 30jähriger Mann im Alltag als Frau verkleidet. …“
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jn666: “ … Hey, du musst nicht transfeindlich werden, nur weil du den Punkt nicht verstehst. Zum einen sind Transpersonen etc. keine ‚verkleideten Männer‘. Zum anderen fühlt es sich für Abstammende indigener Völker sicherlich wie blanker Hohn an, wenn dein Volk erst abgechlachtet und vertrieben und dann von genau den Vertreibern nachgespielt wird. Denkmal drüber nach. HIer gehts darum, Nachkommen nicht zu verletzen und zu verhöhnen, nicht darum, dich zu ärgern. Wenn man was nicht versteht, hilft meistens zuhören. …“
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Ein einfacher Poster: “ … kulturelle Aneignung vs. Sexuelle Ausrichtung …“
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T.w.a.t.E.o.T.: “ … Was kommt als nächstes auf den Index? Pippi Langstrumpf? Wickie und die starken Männer? Biene Maja? Onkel Toms Hütte? Diese Spießer müssen ja bei einer Simpsons oder South Park Folge tausend Tode sterben…“
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sympathyforthedevil: “ … Wissen Sie überhaupt, wieviel Leid die Wikingerraubzüge über Europa gebracht haben? Da war nix mit putzigem Wicki und so…! …“
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pixelhaufen: … Demnächst im Kinderprogramm: „Wokey und die toxischen Männer“ …“
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petutschnigkorl: “ … aber für den devil haben sie sympathy? …“
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Polly Esther: “ … Bücher, Filme und Opernaufführungen zum Thema ‚Nibelungenlied‘ sollten ebenfalls verboten werden. Ich fühle mich äußerst unwohl dabei wenn ich höre, lese und sehe, wie dieser Stoff die Hunnen darstellt. …“
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Paul Scharner: “ … Der feuchte Traum der FPÖ. Ab jetzt dürfen wir nur mehr Schnitzl essen, Gabalier hören und in Österreich Urlaub machen. Der Umgang mit anderer Kulturen, das Interesse an anderen Bräuchen – alles kulturelle Aneignung. …“
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Rudi65: … Märchen mit Hexen und bösen Schwiegermüttern, Heldenprinzen und Prinzessinnen auf der Erbse oder dem bösen Wolf sind genauso fragwürdig. Preußlers „kleine Hexe“ oder das „kleine Gespenst“ hat gegen solche Klischees schon vor Jahrzehnten angeschrieben; niemand liest mehr den Struwwelpeter und die Grimmschen Märchensammlungen sind auch nicht mehr so grausam wie früher. Manches ändert sich zum Glück. Das sind Bücher für Kulturhistoriker, nicht für Kinder. …“
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Mr. Punk: “ … „problematisch“ ist das Unwort des Jahrtausends. …“
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Endoplasma: „… Was man noch alles canceln müsste:
Videos von Village People
Indiana Jones Filme, besonders Teil2
Sämtliche Westernklassiker
Viele James Bond Filme
Harry Potter
Die gesamte Perry Rhodan Serie mit tausenden von Heften
Viele Enid Blyton Kinderbücher
Und der nächste ausländische Tourist der sich eine Trachtenlederhose kauft, wird eingesperrt.
Mit dem Blödsinn bekämpft man Rassismus nicht, man fördert ihn. …“
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Hubert M. Kreuzer: “ … Die Linke schafft sich ab. …“
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Champagne_Supernova: “ … Das sind keine Linken. …“
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1siedlerkrebs: “ … Hirnverbrannte Linksextreme. Werden leider oft mit ‚normalen‘ Linken verwechselt. Die Welt ist zum Glück nicht schwarz-weiß oder links-rechts. …“
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brentsmith: “ … Doch. …“
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hilde peymann: “ … nö. das sind rechte identitäre. …“
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starship: “ … regressive „linke“, scheinprogressiv, antiliberal, identitär… „
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truthfinder: “ … Kurz zusammengefasst: Wenn man sich zu weit vorwagt und über den linken Rand fällt, kommt man am rechten Rand wieder raus. …“
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Die Gezeichneten: “ … In den Politikwissenschaften nennt man das „Hufeisentheorie“ – kurz gesagt, in den Extremen werden sich Linke und Rechte immer ähnlicher. …“
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Ziviles Denken: “ … Ich bin erleichtert, dass May endlich kritisiert wird! Danke. Hab viele Bände gelesen, als Kind. Spannend, ja okay, aber auch vorhersehbar, eng, wiederholend, schwarz/weiß gezeichnet, triefend patriarchal – hab mich immer unterschwellig unwohl gefühlt dabei. …“
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Alter Hinterfötzner, aka Dr. Lari & Mr. Fari: “ … Ja, warum bist Du denn damals nicht sofort auf Hermann Hesse oder Thomas Mann umgestiegen?? …“
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bella_e_saggia: “ … Kaum nähert sich das katholische Zeitalter endlich dem Ende, da kommen die nächsten Hypermoralisten ums Eck und stürzen sich auf alles, was sie für verletzend halten (früher hätte man „gottlos“ gesagt). …“
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MrFluffyHedgehog: “ … wer nicht in der lage ist literatur im zeitgeschichtlichen kontext zu lesen und zu bewerten, dem fehlt die geistige reife um sich darüber ein qualifiziertes urteil zu bilden, ganz zu schweigen davon, selbiges urteil groß und breit kund zu tun. wer den foundation zyklus von asimov liest [–> https://de.wikipedia.org/wiki/Foundation-Zyklus], der fühlt sich auch so als wären die frauen allesamt aus einem, von einem hysterischen teenager geschriebenen 1950er benimmbuch für hausfrauen skizziert. ist asimov also ein sexist und chauvinist? aus unserer sicht definitiv, aus der sicht der zeitperiode aber sicher nicht. wer nicht versteht, dass gesellschaften sich entwickeln und man diese entwicklung beleuchten muss um daraus zu lernen, hat einen der grundsätzlichen werte der literatur nicht kapiert. …“
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Steinmaier: “ … Ich fühle mich durch die Cancel culture sehr unwohl. …“
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Cosmodeol: “ … Morgen verbieten wir Nils Holgersson …“
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nick G.: “ … Ist Star Wars da nicht auch zu verurteilen …? …“
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Hypermegaglobalnet2000: “ … Und vergessens nicht dass am Schluss ein alter gebrächlicher Senior in den Abgrund geworfen wird und danach alle feiern. Was soll das den Jungen Menschen für ein Bild vermitteln wie man mit der älteren Generation um gehen sollte. …“
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Erklärbär1973: “ … Hab keine guten Erfahrungen mit kultureller Aneignung. Habe diesen Sommer in Italien eine Strandliege mit einem Handtuch reserviert und als ich nach 6 Stunden zur Liege zurückkehrte, wurde ich – bitte, ein waschechter Floridsdorfer (!) – als „Piefke“ beschimpft. Mach ich nicht mehr. …“
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BioLex: “ … irgendwann wirds Harry Potter auch noch erwischen. …“

Kontext / Nachtrag #1:

“ … Der Begriff Mehrfachkodierung bezeichnet das Vorhandensein unterschiedlicher Symbolsysteme in einem Medium. …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Mehrfachkodierung (5. April 2018)
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“ … Essentialismus … [in der] Philosophie: [ist die] Lehre, die der Sache nach bis auf die griechischen Philosophen Platon und Aristoteles zurückgeht und den Grund und das Wesentliche aller Dinge in ihrer Wesensform, ihrer sogenannten Essenz und nicht in ihrem Stoff oder ihrer Existenz sieht … In den Kulturwissenschaften, insbesondere in den interkulturellen Studien, wird mit Essentialismus die Vorstellung bezeichnet, dass Menschen aus gleichen Kulturräumen – zumeist als Territorien verstanden – homogen sind. Demnach gibt es einen gemeinsamen kulturellen Kern, den alle Mitglieder einer Kultur „essentiell“ teilen. Ihr Verhalten ist durch ihre kulturelle Zugehörigkeit bestimmt. Die Arbeit der Kulturwissenschaftler Geert Hofstede und Edward T. Hall basiert auf diesem Konzept und dem Wunsch, Kulturen fest begreifen und erfassen zu können. Neuere, konstruktivistische Verständnisse von Kultur, insbesondere Multikollektivität, lehnen diesen Ansatz ab und kritisieren, dass kultureller Essentialismus zu stark vereinfacht, die Grundlage für Diskriminierung bildet und kulturelle Dynamiken ignoriert. …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Essentialismus (28. April 2022)

“ … Sissi ist ein österreichischer Historienfilm aus dem Jahr 1955 …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Sissi_(Film)

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Elisabeth Jarok: “ … Alle Sissy-Filme sofort einstampfen. Diese Kitschromanze hat es zwischen Cousin und seiner minderjährigen Cousine nie gegeben. Und die Unterdrückung von Millionen Menschen durch die Habsburger kommt auch nicht vor. …“
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Zu: https://www.derstandard.at/story/2000132186801/warum-romy-schneider-keine-kaiserin-der-herzen-ist : … VergebenerCommunityName, 31. Dezember 2021, 09:10:32: “ … Also für mich ist Romy Schneider eine Kaiserin der Herzen. Zumindest solange der Film dauert. … Andere brauchen Rauschgift und Alkohol, um sich die Welt schöner zu machen und gute Laute zu bekommen. Bei mir genügt ein 90-minütiger Sisi-Film. Und NEIN, ich schäme mich ÜBERHAUPT NICHT dafür. Und JA, ich weiß nach 90 Minuten, dass das nicht die Realität war. …“
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Stone17, 31. Dezember 2021, 09:06:11: “ … Ich hab mir gestern seit meiner Kindheit erstmals wieder einen der Sissi-Filme angesehen. Viel heile Welt hab ich da aber nicht gesehen um ehrlich zu sein. …“
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Polly Esther, 31. Dezember 2021, 07:31:06: “ … Einer Welt, in der Frauen bestenfalls zu gefügigen, sich aufopfernden, dem Kaiserreich dienenden, unmündigen Personen deklariert wurden, deren Freiheiten und Lebensentscheidungen immer von Männern abhängig und somit eingeschränkt waren. Leider wahr. Und deshalb um so erstaunlicher dass bei den Sisi-Filmen wohl deutlich mehr weibliches als männliches Publikum vor den TV-Geräten einfindet. Weshalb das so ist, das wäre mal eine Analyse wert. …“

Kontext / Nachtrag #2:

Johannes Franzen (24. August 2022): “ … In den letzten Jahren hat sich im deutschen Kulturbetrieb eine ermüdende Debattenfolklore etabliert, die wie am Fließband die immergleichen Diskussionsereignisse produziert. Dabei geht es meistens darum, dass etwas angeblich verboten werden soll. Ein Künstler wurde irgendwo ausgeladen, die Wahl eines Preisträgers wurde heftig kritisiert, ein Buch wurde aus dem Sortiment genommen, ein Lied soll in der Öffentlichkeit nicht mehr gespielt werden. Die Anlässe dieser Debatten scheinen vollkommen arbiträr. Egal, ob es um Peter Handke oder Lisa Eckhart geht, ob das Objekt des Streites das Gedicht ciudad (avenidas) oder der Party-Song Layla ist – immer werden die gleichen Argumente mit der gleichen Intensität ausgetauscht, immer scheint die Kunstfreiheit und überhaupt die Freiheit der bürgerlichen Gesellschaft in größter Gefahr zu sein. … Allerdings scheinen diese Emotionen im Fall Winnetou etwas komplexer: Die meisten Menschen kennen Karl May wahrscheinlich aus der autobiographischen Distanz der eigenen Kindheit, medial oft vermittelt über die erfolgreichen Filme aus den 1960er Jahren. … Unter den namhaften Politikern, die sich zu dieser Geschichte äußern zu müssen glaubten, findet sich unter anderem Sigmar Gabriel, der am 23. August auf Twitter schrieb: „Als Kind habe ich Karl Mays Bücher geliebt, besonders #Winnetou. Als mein Held starb, flossen Tränen. Zum Rassisten hat mich das ebenso wenig gemacht wie Tom Sawyer & Huckelberry Finn. Und deshalb bleibt Winnetou im Bücherregal für meine Kinder. Und den Film schauen wir uns auch an.“ – Es handelt sich um eine seltsame Wortmeldung, die viele Dinge vermischt, die scheinbar nicht zusammengehören. Das kann man darauf schieben, dass hier wahllos reaktionäre Ressentiments mitgenommen werden sollen, aber die Verwirrung ist auch repräsentativ für eine Disposition, die besonders ängstlich auf Revisionen des Kanons reagiert. Die Rede ist zunächst von der Liebe zu einem ästhetischen Artefakt. Es handelt sich um die besondere Zuneigung, die speziell Kinder zu Büchern, Filmen, Serien oder Spielen entwickeln können. Diese Liebe verbindet sich mit der Investition echter Emotionen. Der Tod Winnetous lässt Tränen fließen. Was hier entworfen wird, ist ein autobiographischer Gründungsmythos, der die politische Unschuld der eigenen Kindheit verteidigen möchte. Die Vorstellung, die distanzlose kindliche Versenkung in eine geliebte fiktionale Welt könnte von Rassismus kontaminiert sein, erscheint aus dieser Perspektive unerträglich. Denn dann müsste man sich eingestehen, dass die Spannung, der Stolz, die Trauer oder der Hass, die man als Kind in fiktive Figuren investiert hat, eingefärbt war von ideologischen Ressentiments. So erklärt sich auch, dass Gabriel mit den beiden berühmtesten Romanen Mark Twains zwei Bücher in die Diskussion hineinzieht, die von Karl May denkbar weit entfernt sind. Gemeinsam haben sie eigentlich nur, dass es um Jugendliteratur geht, deren Rassismus diskutiert wurde, und Jugendliteratur soll hier als Ort politischer Unbeflecktheit verteidigt werden. … Mit der Unschuld kindlicher Kulturrezeption verteidigen Erwachsene auch die eigene politische Unschuld. … Man kann dieses Konfliktpotential auch als produktiv ansehen, als eine Herausforderung für die ständige Revision dessen, was uns an Fiktionen begeistert. Aber dafür müsste man aus einer erwachsenen Perspektive argumentieren und nicht aus der Perspektive der verletzten kindlichen Unschuld. …“ | Aus: Johannes Franzen „Verlorene Unschuld – Über Wut und Winnetou“ (24. August 2022) | https://www.54books.de/verlorene-unschuld-ueber-wut-und-winnetou/

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Kontext / Nachtrag #3:

tonAN @TonanOhne Antwort an @AndiHoern @FrankUnfrei und @paul_starzmann: “ … Mein Alptraum wäre, wenn Fiktion nur von nationalen Authoren und nur im gleichen nationalen und korrekt geschichtlich hergeleiteten Kontext geschrieben wird. …“ (2:54 nachm. · 24. Aug. 2022·Twitter) | https://twitter.com/TonanOhne/status/1562423030483406848


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Kontext / Nachtrag #4:

Peter Freund @pfspock Antwort an @Krstorevic: “ … Ja, Hitler hat Karl May verehrt. Rio Reiser auch. …“ (25. Aug. 2022) | https://twitter.com/pfspock/status/1562794648690520064

Edward de Vere @EdDeVere Antwort an @L4ndvogt und @blauerelefant: “ … Die Debatte ist heißer Dampf im Diskursnebel – keiner weiß mehr, worums überhaupt geht. …“ (25. Aug. 2022) | https://twitter.com/EdDeVere/status/1562835735392428042

Prenzlberger Stimme @PrenzlStimme Antwort an @blauerelefant: “ … Wer es toll findet, zur Kulturpolitik der SED-Diktatur der 1950er/60er Jahre zurückzukehren – und das auch noch mit den selben „Argumenten“…“ (25. Aug. 2022) | https://twitter.com/PrenzlStimme/status/1562867977434718213

“ .. Die Karl-May-Rezeption in der DDR war geprägt von einer heiklen kulturpolitischen Ambivalenz: Karl May war lange Zeit nicht verboten, aber auch nicht erlaubt. Seine Bücher wurden in der DDR lange Zeit nicht gedruckt, da er als Imperialist und Faschist galt. Kulturpolitische Debatten führten schließlich dazu, dass Winnetou im Jahr 1982 in der DDR gedruckt wurde. … Die SED-Chefs liebten den exzentrischen Autor nicht, sie warfen ihm „Rassismus“ und „Deutschtümelei“ vor – vor allem, weil Adolf Hitler ihn einst zu seinem „Lieblingsautor“ gekürt hatte. Dass es in seinem pazifistischen Spätwerk auch viele Belege für eine Offenheit gegenüber anderen Kulturen gibt, interessierte wenig. Die Karl-May-Straße in Radebeul wurde gleich nach dem Krieg in Hölderlinstraße umbenannt, der Antrag auf Gründung einer Karl-May-Gesellschaft nie beschieden. … Im Westen setzte mit den Winnetou-Verfilmungen (Pierre Brice als edler Häuptling und Lex Barker als Old Shatterhand) ein Indianer-Boom ein, und auch die DEFA der DDR wollte nicht zurückstecken: 1965 wurde Die Söhne der Großen Bärin mit Gojko Mitić in der Hauptrolle gedreht. Karl May selbst blieb ein Tabu. … Erst Anfang der 1980er Jahre, als das DDR-Fernsehen an den West-Verfilmungen Interesse zeigte – Erstausstrahlung in der DDR war Weihnachten 1982 –, kam Karl May auf die Tagesordnung. Der Proletariersohn sei ein aufrechter „Kämpfer gegen die US-amerikanische Raub- und Ausrottungspolitik“ gewesen. Seine Werke, vorher aus den Bibliotheken verbannt, wurden 1982 und 1983 neu aufgelegt – die Auflage im Verlag Neues Leben durch Rudolf Chowanetz von je 250.000 Stück war in wenigen Tagen vergriffen. …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Karl-May-Rezeption_in_der_DDR (24. August 2022)
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„Karl-May-Gesellschaft und -Stiftung veröffentlichen offenen Brief“ (25.08.2022)“ … Die Verfasser des offenen Briefes  gingen auf das Argument ein, dass May »angeblich ein überholtes rassistisches Weltbild vertrete und den Genozid an der indigenen Bevölkerung Amerikas romantisiere oder verschweige«. Als deutscher Schriftsteller des 19. Jahrhunderts sei May »unvermeidlich vom Habitus eines kolonialen Zeitalters geprägt«, heißt es in dem Brief. Insbesondere in seinen frühen Texten seien damals gängige ethnische Stereotype und eine eurozentrische Perspektive enthalten. »Diese kritisch herauszuarbeiten und auf ihre Quellen zurückzuführen, ist Aufgabe der Literatur- und Kulturwissenschaft.« …“ | https://www.spiegel.de/kultur/literatur/winnetou-debatte-offener-brief-von-karl-may-gesellschaft-und-karl-may-stiftung-a-77691f1f-c81a-4250-a3e5-2857cf953fbc

TW: “ … Bedeutet das ganze Phantomproblem (sic!) der „kulturellen Aneignung“ und das damit einhergehende Nichtveröffentlichen von Büchern und Filmen, dass uns demnächst auch die ganzen Rosamunde Pilcher Verfilmungen erspart bleiben, bei denen deutsche Schauspieler Iren, Waliser Cornishe darstellen?
Wär ja immerhin e t w a s….“

AQ: “ … Wer die Stereotype in Karl May problematisch findet liest hoffentlich nie TKKG…“

Lars68: “ … Allein die Weltsicht dass Literatur dazu da sei eine jederzeit dem Zeitgeist dienliche Botschaft zu vermitteln zeugt von einer völligen Abkehr vom freiheitlichen Menschenbild. …“

Kontext / Nachtrag #5:

Zu: https://taz.de/Aufregung-um-Winnetou-Buch/!5873631/ („Man muss loslassen können“, 24. 8. 2022, Kommentar von Anne Diekhoff)
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MB996 Mittwoch, 18:20: “ … Goethe, Shakespeare, Brecht, Luther, Marx usw. alle „loslassen“, weil die Welt sich weiterentwickelt hat und die Menschen unfähig sein sollen dies differenziert zu betrachten. Grauenhafte Vorstellungen …“
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Jan Schubert Mittwoch, 18:26: “ …Für alle, die Winnetou für ein Sachbuch halten, hoffe ich, dass bei Harry Potter das Leben von Zauberern sachgerecht dargestellt wurde. …“
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Lowandorder Mittwoch, 17:40: “ … Lassemer den großen Karl-May-Leser – Ernst Bloch zu Wort kommen! “Heimat – wo noch niemand war.“: “Über Karl May schrieb er: Ein sehnsüchtiger Spießbürger, der selbst ein Junge war, durchstieß den Muff seiner Zeit. Er kolportierte nicht die Ideale des Bürgertums (feine Leute, Salonglanz), auch nicht die Rittergeschichten aus dem Biedermeier. Sondern er kolportierte nochmals den Indianerroman aus der Zeit Coopers, der revolutionären Ideale (als die Wilden noch bessere Menschen waren). Der Flitter des Jahrmarkts kam hinzu, der echte Budenorient, wie er zur Kolportage gehört, damit sich die Freizügigkeit nicht in kruder Natur erschöpfte, sondern färbt und in Traumschichten spiegelt. Fast alles ist nach außen gebrachter Traum der unterdrückten Kreatur, die großes Leben haben will … Karl May ist einer der besten deutschen Erzähler, und er wäre vielleicht der beste schlechthin, wäre er eben kein armer, verwirrter Proletarier gewesen …“ https://www.karl-may-wiki.de/index.php/Ernst_Bloch / https://www.nwzonline.de/hintergrund/shakespeare-der-jungens-und-mann-der-superlative_a_1,0,532585959.html
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Rincewind.iigestern, 09:55: “ … wobei LuckyLuke ja schon das Rauchen aufgeben „musste“ …“
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Jochen Laun gestern, 01:53: “ … „…dass Old Shatterhand als Kolonialist nach Amerika kommt und zunächst als Vermesser für die Eisenbahn an der Landnahme und also Enteignung der indigenen Bevölkerung beteiligt ist“ würden wir ihm nie verzeihen – wenn er keine Romanfigur wäre.“ … Das ist doch eine vollkommen absurde Debatte. …“
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Kamu Moderator gestern, 10:15: “ … Vielen Dank für eure Beiträge, wir haben die Kommentarfunktion geschlossen. …


Kontext / Nachtrag #6:

Am 14. Januar 1965 kommt der dritte Film der James-Bond-Reihe „Goldfinger“ in die deutschen Kinos | https://www.swr.de/swr2/wissen/archivradio/james-bond-film-goldfinger-kommt-in-deutsche-kinos-100.html

“ … Die Winnetou-Filme sind ja keine Einzelfälle [ … Material, das unter den gerade gültigen Kriterien von kultureller Aneignung, Sexismus oder Gender beurteilt wird]. Beinahe im gleichen Atemzug werden die frühen James-Bond-Streifen genannt. 007 schlägt Frauen, ins Gesicht und auf den Hintern, schickt sie weg, „wenn Männer sprechen“, und die Szene zwischen dem Geheimagenten und Pussy Galore in „Goldfinger“ darf als Vergewaltigung gesehen werden. Überhaupt die Frauennamen: Pussy Galore, Holly Goodhead, Xenia Onatopp oder Octopussy. Über 50 Bond-Girls gab es bisher, mit den meisten hatte Bond Sex, ehe über 30 von ihnen sterben mussten. Die Namen hatte er bis dahin schon vergessen – sie waren austauschbar und Accessoires wie exotische Orte und schnelle Autos. James Bond ist, was Sexismus und MeToo angeht, geradezu toxisch – was aber Teil der für nicht wenige fortwährenden Attraktion dieser Produktionen ist. …“ | Aus: Joachim Huber: „Wie weiter mit diskutablen Filmen bei ARD und ZDF?“ (28.08.2022) | https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/du-bond-ich-winnetou-wie-weiter-mit-diskutablen-filmen-bei-ard-und-zdf/28633612.html
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PeterHaber 28.08.2022, 14:55 Uhr: “ … Sorry, aber Bond geht auch gar nicht. Besonders die älteren mit Sean Connery und Roger Moore vermitteln ein Frauenbild, das heute gar nicht mehr geht. Frauenfeindlich, antifeministisch. Da könnte ja Männer noch auf die Idee kommen die Storys wären das wahre Leben und Frauen Sexobjekte. Das geht nicht. Ab in den Giftschrank. …“
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FreiesBerlin 28.08.2022, 16:15 Uhr: “ … Alte Filme transportieren die Kultur ihrer Zeit. Und das sollen sie auch. …“
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baliston 11:11 Uhr: “ … Winnetou würde ich nun nicht unbedingt in den Kanon des deutschen historischen Filmschaffens einordnen, aber seine Berechtigung hat er allemal. Jeder Film reflektiert die geistig-kulturellen Verhältnisse seiner Entstehungszeit. Die deutsche Filmgeschichte ist reich an ewigen Meisterwerken. Man denke nur an solche Regisseure wie Murnau, Fritz Lang, Wolfgang Staudte, Rainer Werner Fassbinder.. Unser heutiges Filmschaffen gipfelt in solchen infantilen Streifen wie Fackju Göthe oder in Filmen mit dem volkspädagogischen Holzhammer. …“
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Gesichtshobel 28.08.2022, 19:48 Uhr: “ … Antwort auf den Beitrag von LeitstelleZossen 28.08.2022, 18:40 Uhr [Die Bundesrepublik ist ein Land der Angsthasen und Pessimisten geworden – furchtbar, grauenhaft …] … Die Bundesrepublik ist auf dem direkten Weg in eine neue Biedermeier Epoche. …“
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matze13055 28.08.2022, 17:41 Uhr: “ … Es war einmal in der „guten und alten“ DDR-Zeit: Im Jahre 1970 wurden mir von meiner Deutschlehrerin meine einzigen vier Kaugummi-Bilder aus dem Westen konfisziert: Ein Bild war von Goofy, eines von Winnetou mit Pierre Price auf seinem Pferd, eines mit Sean Connery als James Bond und eines mit seinen Gegenspieler „Largo“. „Goofy“ und „Winnetou“ bekam ich zurück – die James Bond-Bilder nicht! Begründung war die „Brutalität“ in diesen Filmen. … Im Jahre 1978 hatte ein „Zimmer-Genosse“ an der OHS der Grenztruppen in Plauen ein Winnetou-Buch von Karl May heimlich im Spind und es gelesen. Bei einer Spind-Kontrolle flog er auf und bekam drei Tage „Bau“ wegen Besitz von „verbotener“Literatur. … „
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Offenbach-am-Meer 28.08.2022, 18:59 Uhr – Antwort auf den Beitrag von matze13055 28.08.2022, 17:41 Uhr: “ … Danke für Ihren Erlebnisbericht! Genau solche unaufgeregten und sachlichen Schilderungen tragen zum gegenseitigen Verständnis bei, das ich auch nach über 30 Jahren Mauerfall schmerzhaft vermisse. … Besonders spannend finde ich, wie unterschiedlich unsere Kindheits- und Jugenderlebnisse sind, aber wie deckungsgleich bei Ihnen und mir der Gesamteindruck von Verlogenheit ist. … Einfach mal sich gegenseitig zuhören, nachfragen, versuchen zu verstehen, sich hinein versetzen und voneinander lernen. …“
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Madame.X 28.08.2022, 13:56 Uhr: “ … der Zuschauer kann selbst denken und entscheiden und muss nicht vom ÖRR „betreut“ werden. … Ich bin dafür, Blondinenwitze zu verbieten, weil sie mich herabwürdigen. Und Bayern dürfen auf keinen Fall mehr in Dirndl und Lederhose gezeigt werden, das ist Diskriminierung. Noch schlimmer sind Preussen in Bayerischer Tracht, das ist kulturelle Aneignung. Manchmal frage ich mich, wie weit manche Aktivisten das Ganze noch treiben. Keine Spaghetti mehr im Supermarkt? Keine glatten Haare für Schwarze? Oder nur keine Dreadlocks für Weiße? …“
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Oliver_van_Troogk 28.08.2022, 13:53 Uhr: “ … Damit aber nicht genug der Absonderlichkeiten und Blüten maximierter Korrektheit. Vor ein paar Wochen wollte ich mir einen alten Schimanski in der ARD-Mediathek ansehen. War aber erst ab 22 Uhr frei verfügbar, wegen JUGENDGEFÄHRDUNG. Ein Tatort von vor 35 Jahren. Der so im Ersten gelaufen ist. Man kann sich aber für die ARD-Mediathek freischalten lassen, mit Altersnachweis und Ausweisnummer. Und Passwort und PIN und dann darf man einen antiken Schimanski auch vor 22 Uhr sehen. Falls man es schafft, sich durch die Anmeldeprozedur zu kämpfen. … Nach 22 Uhr versuchte ich es wieder und bekam Schimanski tatsächlich zu sehen, aber nicht ohne den Hinweis, dass es sich um ein filmisches Zeitdokument handelt und deshalb Dialoge zu hören sein würden, die politisch höchst inkorrekt wären. Dabei sprach der verwegene Hauptkommissar oft nur einfache Wahrheiten aus: Die ganze Welt ist ein Arsch …“
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rowa1 28.08.2022, 16:31 Uhr: Antwort auf den Beitrag von Oliver_van_Troogk 28.08.2022, 13:53 Uhr: “ … Betreutes Denken und konservative Haltungen sind wohl weltweit auf dem Vormarsch. Auf YouTube sind Beiträge aus der ÖRR-Sendung Musikladen nicht frei verfügbar, weil die Gogo-Girls im Staatsfunk der 1970er zu freizügig waren. …“
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Hanebutt 28.08.2022, 13:26 Uhr: “ … Die ganze Diskussion … ist gräuslich … Da toben sich Infantile aus …“
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Pat7 28.08.2022, 12:48 Uhr: “ … Bücher und Filme sind Produkte ihrer Zeit. Es ist zudem albern, dass die öffentlichen Rundfunk Anstalten sich selbst zensieren während die Jugend um deren Entwicklung geht es ja letztendlich, durch frauenhassende und frauenverachtene Influenzer aufgehetzt werden oder Pornos schon bei 6 Klässlern massenweise auf dem Smartphone landen. … Das hier ist Scheindebatte die nichts an den Problemen ändert. Und wie das dumme Lied „Layla“ zeigt, mit solchen Verbotskampangen erreicht man genau das Gegenteil. Dieses schlüpfrige Liedchen wurde so erst recht zum Gossenhauer, äh Gassenhauer….. „


Kontext / Nachtrag #7:

404 not found: “ … Es ist ja seltsam. Die Welt wird auf unterschiedlichsten Ebenen von Tag zu Tag grausiger und schwerer zu ertragen. Und auf der anderen Seite haste Leute, die wegen einer Frisur oder eines Abenteuerbuchs irren Aufstand machen. Ist es vielleicht auch nur ein Zeichen der Machtlosigkeit, vor der wir alle stehen, wenn wir zuschauen, wie sich unsere Realität zu einem absurden dystopischen Film entwickelt? Wenigstens noch irgendwas, wogegen man sich wirksam aufregen kann? Der letzte Strohhalm, um sich nicht als das zu fühlen, was man momentan ist, nur Passagier in dem Zug, der ungebremst in den Berg rast? …“
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Prof.Dr.Tyler Durden: “ … „Wie hoch ist die „Schutzwürdigkeit der empfindsamen Seele“? …“
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Miss Management: “ … Das Leben ist ein Ponyhof. …“
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Donatien Alphonse Francois: “ … Was wäre wenn Rechtsradikale sich unwohl fühlen, weil ein weißer eine Frisur trägt, die sie als typisch für schwarze erachten, oder sie weniger Indianer im Fernsehen oder in der Literatur haben wollen? Würden die auch 2 Artikel pro Tag bekommen, und würden sich auch alle Gedanken machen, wie man es ihnen recht machen kann? Oder wären das nur ein paar Idioten, deren Meinung eh niemanden interessiert? …“
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Ronald Pohl (30.8.2022): “ … So ist die Schutzwürdigkeit der empfindsamen Seele, nicht nur auf britischen Universitäten und in der oberschwäbischen Verlagslandschaft, zum alleinigen Richtmaß geworden: für die Rezeptionsbereitschaft von uns Zeitgenossen. Wie in der Epoche bürgerlicher Empfindsamkeit wird das Innere des Individuums zum Schauplatz. Auf ihm ringen widerstreitende Gefühle um moralische Oberhoheit. … […] der Anthropologe Helmut Plessner, [propagierte] ein Ausharren der Menschen am Kältepol der Gesellschaft. Wer sich mit intimen Herzensergießungen öffentlich exponiere, laufe Gefahr, sich unsterblich lächerlich zu machen. …[Heute] nähren manche Anliegen der „Cancel-Culture“ einen sozialpsychologischen Verdacht: dass es vielen ihrer Verfechter vornehmlich um die Pflege des eigenen Narzissmus gehe. Und sie, in Stellvertretung für andere, das Kreuz der Welt tragen. … “ | https://www.derstandard.at/story/2000138636848/schutz-woker-gefuehle-wie-zimperlich-duerfen-schoene-seelen-sein
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tsange56: “ … Der Psychologe Schmidbauer (als Autor von „Hilflose Helfer“ bekannt) hat das agressive Überbieten an hehren Moralansprüchen [„Sinnloses Überbieten hehrer Moralansprüche.“] „Helikoptermoral“ genannt und ein gleichnamiges Buch geschrieben. Ich finde die Bezeichnung recht treffend. …“ // [“ … Wie ihr Pendant, die Helikoptereltern, ist auch die Helikoptermoral immer schon da, immer bereit, Stellung zu beziehen. Das tut sie unter viel Getöse mit schnellen Urteilen, um so die schnellen Affekte von Angst und Wut zu bewältigen, die angesichts einer unsicheren Zukunft in einer komplexen Welt dominieren. Es geht nicht mehr um eine gut funktionierende Moral, die das Zusammenleben regelt, sondern um das endgültige Urteil, die zu Superlativen übersteigerten Werte jenseits aller Realität. Plakative Aussagen über Richtig und Falsch, über Gut und Böse, über Schwarz und Weiß sollen die Welt unserer lärmenden Eventkultur richten. Die kurzfristige Entlastung, die die Helikoptermoral emotional verschafft, bedeutet auf lange Sicht nicht nur, dass viel Energie für Verleugnungen vergeudet wird, sondern der Kontext, der Zusammenhang mit der Realität sich mehr und mehr verliert. … Rezensionsnotiz aus Die Zeit, 17.08.2017: Rezensent Stephan Lebert lernt bei dem Psychoanalytiker Wolfgang Schmidbauer auf die eigenen moralischen Helikopter zu achten. Vergnügt liest der Kritiker, wie schonungslos der Autor mit all jenen Leuten abrechnet, die ihre „Urteile wie Rüden ihren Urin absondern“. Schmidbauer liefert ihm die Diagnose einer „hysterischen“ Gesellschaft, in welcher der moralische Perfektionismus nicht nur zu einer „Jagd nach einfachen Antworten“ und Angst vor dem öffentlichen Pranger führe, sondern auch die Demokratie gefährde. Nach der Lektüre sehnt sich der Kritiker nach ein paar politisch inkorrekten Witzen. … “ | Quelle: https://www.perlentaucher.de/buch/wolfgang-schmidbauer/helikoptermoral.html ]
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Unsympath: “ … Das große Problem ist, dass die Argumentationsgrundlage völlig emotionalisiert ist. Diese Haltung kommt aus dem Bauch, nicht aus dem Hirn. …“
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Dr.Q: “ … „Nicht, dass die Ungerechtigkeit der gesellschaftlich wirksam werdenden Zwänge an Unzählige weitergereicht wird, bereitet der schönen Mittelstandsseele Sorge. Schwerer wiegt für sie die Befürchtung, durch die Überbringung schlechter Nachrichten schockiert zu werden. …“ Danke. …“


Kontext / Nachtrag #8:

Harry Nutt (07.09.2022): “ … In seinem Buch „Wenn Ich ein anderer ist“ beschreibt der französische Soziologe Jean-Claude Kaufmann die ebenso komplexen wie widersprüchlichen Vorstellungen, die mit der Idee und Praxis der individuellen Selbstfindung verknüpft sind. Das größte Missverständnis besteht für Kaufmann in der Annahme, es bei Identität mit etwas Substanziellem zu tun zu haben, auf das man zusteuern oder hinarbeiten könne. … Im Sinne von Bruno Latours politischer Ökologie erscheinen die Kulturkämpfe, die derzeit um Begriffe wie Cancel Culture, kulturelle Aneignung, Opferkonkurrenz, Identitätspolitik, Fundamentalismus, Essentialismus, Rassismus, Antisemitismus etc. geführt werden, wie nachholende Gefechte […] die nicht gewonnen werden und die zu den kommenden Herausforderungen nichts beitragen können. Sie sind in der ursprünglichen Bedeutung des Wortes reaktionär. Mit Jean-Claude Kaufmann ließe sich ergänzen, dass an ihnen zu viel Vergangenheit klebt. …“ | https://www.fr.de/kultur/gesellschaft/identitaetskaempfe-die-schoene-faehigkeit-sich-offen-zu-halten-91773382.html

[The Institute Of Illegal Images… ]

„Captain Yin Yang“ (https://blotterbarn.com) “ … Mark McCloud’s collection, also known as the „Institute of Illegal Images“ is the most comprehensive collection of decorated LSD blotter paper in the world. As such, the collection has been the target of two criminal trials where McCloud was forced to defend not only the collection, but also his own liberty. …“ |https://blotterbarn.com/iii.html | via https://www.openculture.com/2021/08/take-a-trip-to-the-lsd-museum-the-largest-collection-of-blotter-art-in-the-world.html // –> https://drugpolicy.org/issues/brief-history-drug-war

[Der Blick in die Kamera #54… ]

Hans Söhnker (ca. 1960) [*1903 in Kiel – †1981 Berlin] | “ … Während des Zweiten Weltkriegs hatte Söhnker ein hohes persönliches Risiko auf sich genommen und mehrere untergetauchte jüdische Mitbürger in seinem Wochenendhaus versteckt. Im November 2018 ehrte Israel den gebürtigen Kieler mit dem Ehrentitel eines „Gerechten unter den Völkern“. Es ist die höchste Auszeichnung, die der Staat Israel an Nichtjuden zu vergeben hat. Söhnker wirkte allerdings auch in mehreren Propagandafilmen der Nazis mit. …“ (Donnerstag, 14. Oktober 2021) | https://berliner-abendblatt.de/2021/10/14/steglitz/ | // https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_S%C3%B6hnker

[Kriegsschauplätze #41… ]

… Es wütet der Irrsinn …

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“ … Der gesicherte Standort des ungefährdeten Beobachters auf dem „Feldherrenhügel“ geriet zunächst durch die Erfindung der Distanzwaffen zusehends in Gefahr. … “ | Jan Süselbeck: „Der Kampf und die Kamera“ (Kunst-, Kultur- und Filmwissenschaft, Nr. 10, Oktober 2006) | https://literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=9943
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Bild: „Siebentausend Zinnsoldaten“
Quelle: https://www.schlossspross.de/2018/07/30/siebentausend-zinnsoldaten/

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“ … Insgesamt findet man überdurchschnittlich viele Memes, die die Kriegsprotagonisten Selenskyj und Putin als Avengers–Figuren übersetzen, so als sei der Konflikt etwas, das ein Achtjähriger gerade in seinem Kinderzimmer mit Actionfiguren ausficht. … [https://de.wikipedia.org/wiki/Zinnsoldat] … Genau wie in der kognitiven Verfügbarkeit unserer inneren mentalen Referenzschubladen, die uns visuelle Parallelen herausholen und zur Einordnung verwenden lassen, bedingt auch das unendliche Archiv des Internets einen permanenten Remix und das assoziative Verkleben von Wirklichkeit und Kultur, von Realitätsbildern und Comic-Motiven. Es geht um diese Verfügbarkeiten, weil uns das Verständnis und ein anderes visuelles Vokabular fehlt, die Abstraktion eines Krieges für uns und andere zu übersetzen. …“ | „Der Krieg ist kein Marvel-Film“ Samira El Ouassil (24. März 2022) | https://uebermedien.de/69775/der-krieg-ist-kein-marvel-film/
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Anetta Kahane (08.08.2022): “ … [Zweiter Weltkrieg] … Die deutschen Mörder hatten die Ukraine erobert und besetzt, sie ausgebeutet, die Menschen fürs Reich arbeiten lassen. Vor allem Juden und Roma wurden systematisch ermordet. Die Folgen für das ganze Land sind bis heute zu spüren. Die Wälder sind voll von Massengräbern. Manchmal weisen Gedenksteine am Straßenrand auf die deutschen Erschießungen von damals hin. Deutsche Verantwortung in der Ukraine ist nicht nur ein Wort. Sie ist eine riesengroße Wunde. …“ | Aus: „Deutsche Verantwortung in der Ukraine: Eine riesengroße Wunde“ | https://www.fr.de/meinung/kolumnen/ukraine-roma-sinti-nazis-zweiter-weltkrieg-deutsche-verantwortung-riesengrosse-wunde-91711400.html
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“ … Der Krieg im Osten 1941-1945, der mehr als 30 Millionen Menschen das Leben kostete, sprengte alle Grenzen zwischen „erlaubtem“ Töten feindlicher Soldaten im Kampf und dem Mord an Gefangenen und Zivilisten. „Zig Millionen“ zivile Opfer sah schon die deutsche Planung vor, die folgende Kriegsrealität war der Planung adäquat. Unter den Faktoren, die einen derart enthemmten Krieg möglich machten, wird hier das deutsche Feindbild des slawischen Untermenschen thematisiert: Inhalt, Kontext, Funktion, Tradition. …“ | Link: Video: Peter Jahn
Berlin, February 24th, 2007, 21:30 – 22:00 –> „Untermensch im Osten“ (20 Minuten) —> https://dictionaryofwar.org/concepts/Untermensch_im_Osten
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“ … Als Vorwort zu seiner aus alltäglichen Weltkriegsdialogen montierten „Tragödie in fünf Akten“, die er „Die letzten Tage der Menschheit“ nannte, schrieb Karl Kraus im Jahr 1919 in der „Fackel“: „Die unwahrscheinlichsten Gespräche, die hier geführt werden, sind gesprochen worden; die grellsten Erfindungen sind Zitate. … und einige Zeilen später fügte der Autor noch vielsagend hinzu: „Wer schwache Nerven hat, wenn auch genug starke, die Zeit zu ertragen, entferne sich von dem Spiel.“… Das gilt auch für Anton Holzers niederschmetternden Foto-Band „Das Lächeln der Henker. Der unbekannte Krieg gegen die Zivilbevölkerung 1914-1918“ … So lautete einer der vielen von Holzer zitierten Befehle des k.u.k. Truppenkommandos in Lemberg: „Sobald sich irgendwo nur die geringsten Anzeichen einer Unterstützung des Feindes sichtbar machen, ist in rücksichtslosester Weise vorzugehen. Kein Mittel ist in so einem Fall scharf genug.“ Was man hier euphemistisch als „Kriegsnotwehrrecht“ bezeichnete, war nichts anderes als eine offene Aufforderung an alle Soldaten, in Eigenregie tatkräftig und nach Gutdünken dabei mitzuhelfen, die Zivilbevölkerung wahllos „niederzumachen“, Dörfer und Städte niederzubrennen, zu vergewaltigen, zu foltern und die Opfer tagelang öffentlich auszustellen – und zwar ganz ohne umständliche juristische „Klügeleien“, wie es markig hieß. Wer fröhlich mordete, musste auch nicht fürchten, belangt zu werden, denn die Taten tauchten später in der Regel nicht einmal mehr in irgendwelchen Gerichtsakten mehr auf. … Möglicherweise würde dieser Aspekt des Ersten Weltkriegs heute tatsächlich bereits längst und für immer vergessen sein – wenn die Täter nicht jenes verstörende Lustempfinden entwickelt hätten, dass auch auf der von Kraus aufgegriffenen Fotografie der Hinrichtung Battistis so unübersehbar seine Fratze enthüllt [https://de.wikipedia.org/wiki/Cesare_Battisti]: die eines offenen Genusses der Grausamkeit und ihrer fetischistischen Dokumentation auf Fotografien. Diese geradezu pornografische und damit auch offenichtlich sexuell motivierte Lust an der sadistischen Gewalt führte dazu, dass sich der typische soldatische Verbrecher jenes Kriegs mittels einer vertrackten medialen Selbstreflexivität eigens überführte, wie schon Kraus in seiner von Holzer zitierten Bemerkung feststellte: „Denn nicht daß er getötet, auch nicht, dass er’s photographiert hat, sondern daß er sich mitphotographiert hat und daß er sich photographierend mitphotographiert hat – das macht seinen Typus zum unvergänglichen Lichtbild unserer Kultur.“ …“ | Aus: „Wenn sich Massenmörder selbst überführen – Anton Holzer erinnert in seinem Bildband „Das Lächeln der Henker. Der unbekannte Krieg gegen die Zivilbevölkerung 1914-1918″ an vergessene Gräuel im Ersten Weltkrieg“, Jan Süselbeck (Nr. 12, Dezember 2008) | https://literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=12533
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“ … Im Krieg sterben täglich viele Tausend Menschen. Ganze Städte werden dem Erdboden gleichgemacht. Es wütet der Irrsinn nationaler Identitäten. Der Kampf wird um den Besitz von Gebieten, um die Sicherung von Hegemonien, um Überreste zusammengebrochener Wirtschaftssysteme geführt, und jede Großmacht nimmt mit ihren eigenen Mitteln an diesem Kampf teil. Es fließen die Waffen, und es fließt das Blut. Ist Osteuropa im Kleinen nicht ein Abbild der Welt? Auf dem Planeten gibt es kaum mehr Wasser zum Trinken, kaum Luft zum Atmen, und wir führen unterdessen die Kriege des 20. Jahrhunderts um die Machtzonen und die Ausbeutung weiter, sodass der Hunger morgen noch größer wird und noch mehr das Gefühl haben werden, es gebe keine andere Art zu überleben als zu morden. …“ | Gábor Schein, Aus dem Ungarischen von Eva Zador (Krieg in der Ukraine – Am Tor des Widerstands), 7 August 2022 | https://www.zeit.de/kultur/literatur/2022-08/gabor-schein-ungarn-ukraine-krieg/komplettansicht

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[Wirklichkeitsbezug #12 … ]

“ … Auf den jetzt veröffentlichten Bildern ist deutlich zu erkennen, wie die etwa 100 Nanometer großen Sars-Coronaviren-2 auf den Zellen aufliegen. …“ | https://www.mdr.de/wissen/fotos-corona-covid-viren-nano-strukturen-100.html (04. Februar 2021)

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“ … Ein Mikroskop versetzt uns gewissermaßen in eine andere Welt. Es bietet uns eine Szenerie ganz neuartiger Gegenstände …“ | Aus: Hans Blumenberg „Die Lesbarkeit der Welt“ (Erste Auflage, 1981 – S.156, Eine Robinson Welt gegen die Newton-Welt)

Christian Thomas „Hans Blumenberg „Die nackte Wahrheit“: Sie ist kein Besitz“ (01.11.2019): “ … Das Schauen wesentlicher Dinge wurde abgelöst durch ein wissenschaftliches Durchschauen der Bewegungsgesetze der Welt, wie Nietzsche es bereits illusionslos erfasste, wobei er insbesondere den Künsten so etwas wie die Funktion einer neuen Einkleidung der Wahrheit zuschrieb. „Die Wahrheit ist hässlich. Wir haben die Kunst, damit wir nicht an der Wahrheit zu Grunde gehen.“ Da „die nackte Wahrheit enttäuscht“, erweise sich das „Umschleiertsein durch Illusion“ (Nietzsche) … “ | Quelle: https://www.fr.de/kultur/literatur/hans-blumenberg-nackte-wahrheit-kein-besitz-13186398.html

Elke Schmitter (18.08.2020): “ … Der Kollege Odo Marquard, wie Blumenberg ein begnadeter Aphoristiker, charakterisierte Blumenbergs Bücher als „dickleibige Problemkrimis“. Das grundsätzliche Problem: die Bedingtheit des Denkens. Anschaulich gemacht: Wieso halten wir es inzwischen mehrheitlich für selbstverständlich, dass nicht ein zürnender Gott uns das Coronavirus als Strafe für sorglosen Lebenswandel schickt? Dass die Sonne sich nicht um die Erde dreht? Oder, dass die Neugier etwas Produktives und grundsätzlich Gutes ist? Wie lösen sich Paradigmen des Denkens und Mentalitäten ab – und wie kann man dennoch Autoren lesen, die ihr Selbst- und Weltverständnis vor Jahrhunderten oder Jahrtausenden gebildet haben, unter einem buchstäblich anders bevölkerten Himmel? …“ | https://www.spiegel.de/kultur/literatur/philosoph-hans-blumenberg-der-umweg-als-ziel-a-a6885965-6d64-4083-9181-7072e2515971

“ … In seinem Monumentalwerk „Arbeit am Mythos“ entwarf Blumenberg die Genese der mythischen Weltsicht, die darin besteht, „Wirklichkeiten, in denen wir leben“ – so ein Buchtitel -, zu beschreiben. Für Blumenberg gab es mehr als nur eine Wirklichkeit, die in die Systematik einer „großen Erzählung“ gezwängt wurde, wie dies bei Hegel oder Fichte erfolgte. Blumenberg plädierte vielmehr für eine Vielzahl von Erzählungen, die Facetten der gesamten europäischen Kulturgeschichte aufwiesen. … Trotz der Wertschätzung der Mythen plädierte Blumenberg keineswegs für eine „neue Mythologie“, wie sie in der Romantik propagiert wurde. Angesichts der explosionsartigen Entwicklung der Technik und der Naturwissenschaften gab es für ihn keine Rückkehr zur mythischen Weltsicht, genauso wenig wie ein „Zurück zur Natur“. Was bleibt, ist eine Trauer angesichts des Verlusts des Poetisch-Narrativen, das einer zweckrationalen Ordnung weichen musste. …“ | Aus: „Entlastung vom Absoluten“ (13. August 2020) | https://oe1.orf.at/artikel/674175/Entlastung-vom-Absoluten

// Pygmalion and Galatea (1890)
// https://en.wikipedia.org/wiki/Pygmalion_and_Galatea_(G%C3%A9r%C3%B4me_painting)

“ … Galatea. So nannte sie der Philosoph und Schriftsteller Jean-Jacques Rousseau (1712 – 1778) in seiner lyrischen Szene Pygmalion (entstanden 1762 / 1771). Die Geschichte Galateas seit der Aufklärung ist nicht nur eine Geschichte glückender oder scheiternder männlicher Bemühungen und die Bildung der jungen Frau, sondern auch eine der Emanzipation von eben diesen Bemühungen, eine Emanzipation vom männlichen Blick. Jüngster Beleg dafür war die Ausstellung „Die schaffende Galatea. Frauen sehen Frauen“ in der Kunsthalle ”Talstrasse” in Halle (Saale) von Mitte Juli bis Mitte Oktober 2019 (vgl. dazu auch den im Mytho-BLOG veröffentlichten Beitrag „Von Bildern und Mythen: Die schaffende Galatea“). … Ovids Quelle im Falle Pygmalion ist verloren gegangen. Was Philostephanos über diesen berichtete, wissen wir nur durch eine entsprechende Erwähnung in der „Mahnrede an die Heiden“ des Philosophen und Kirchenvaters Clemens von Alexandria (150 bis ca. 215 n. Chr.). Clemens prangert darin die Verführung lüsterner Menschen durch die Kunst und die Anbetung von Götterbildern, die Idolatrie, an. …“ | Aus: „Namensschwestern und sonst nichts? – Betrachtungen zu Galatea und Galateia“ | Quelle: https://www.vergleichende-mythologie.de/namensschwestern-und-sonst-nichts-betrachtungen-zu-galatea-und-galateia/

“ … Als Bilderverehrung oder Ikonodulie bezeichnet man sowohl die bildliche Darstellung göttlicher Wesen und Kräfte sowie mit Gott oder den Gottheiten verbundener geschöpflicher Wesen (Engel, Heilige oder Symboltiere, Totems), als auch die damit verbundene Verehrung dieser Bilder, Skulpturen oder Ikonen. Von der Ikonodulie („Bilderverehrung“) sind Ikonolatrie („Bilderanbetung“) und Idolatrie oder Idololatrie („Götzendienst“) zu unterscheiden, wenn auch gegen die Bilderverehrung gerichtete Polemik (siehe Ikonoklasmus) diese nicht selten als Ikonolatrie oder gar Idolatrie bezeichnet. …“ | Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Bilderverehrung

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