Kategorie: Kunst.Encoder

[Das Reale, das Symbolische und das Imaginäre #76 … ]

Internetfund via ZombieLife

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Hans-Martin Lohmann (21.02.2005): “ … Männer, so lässt sich das zusammengetragene ethnologische Material und die wissenschaftliche Literatur darüber interpretieren, haben den starken unbewussten Wunsch, ihre ursprüngliche sexuelle Abhängigkeit von den Frauen zu verleugnen … Prinzipiell ist daher in der ambivalenten bis feindseligen Einstellung des Mannes zu seinen weiblichen Sexualobjekten die Idee der Vernichtung des Objekts und seiner Surrogate unbewusst immer enthalten… Eine der Hauptquellen für Frauenhass wäre dann der Hass auf das eigene (sexuelle) Begehren, für das die Frau verantwortlich gemacht und deshalb bestraft wird. … Pohl [pocht] auf das elementare Gewicht einer spezifisch zugerichteten männlichen Sexualität, ohne deren platter Naturalisierung oder Ontologisierung zu verfallen. … “ | Aus: „Rolf Pohl: Feindbild Frau. Männliche Sexualität, Gewalt und die Abwehr des Weiblichen“ | https://www.deutschlandfunk.de/rolf-pohl-feindbild-frau-maennliche-sexualitaet-gewalt-und-100.html
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“ … Als Psychotherapeut und Supervisor habe ich sehr von der Lektüre profitiert, weil Rolf Pohl Ausflüge zur Anthropologie, Ethnologie und Soziologie macht und zusammenträgt, welche fassungslos machende Fülle an Frauenfeindlichkeit es in verschiedenen Kulturen gab und gibt und wie Zusammenhänge zu aktuellen Phänomenen zu sehen sind. Bestürzend, desillusionierend, aufrüttelnd und aktivierend, Schluß zu machen mit dem Spuk. …“ (Über: Feindbild Frau. Männliche Sexualität, Gewalt und die Abwehr des Weiblichen., 11. August 2015)
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“ … Der Diskurs über die ideale Frau spiegelte sich auch in dem über deren Antithese wider, nämlich über Frauen, die entweder kriminell oder durch sonstiges deviantes [von der Norm abweichendes] Verhalten auffällig waren. … In den 1920er und 1930er Jahren intensivierte sich, angeregt durch die Rezeption westlicher Forschungen zur Evolution, Kriminalität, Psychologie und Psychoanalyse – insbesondere der Schriften von Richard von Krafft-Ebing und Sigmund Freud – die Ansicht, jegliche Art weiblicher Sexualität und die Neigung zu kriminellem Verhalten stünden in einem kausalen Zusammenhang. … Anhand der Nachzeichnung der historischen Genese der dokufu [‚evil woman‘] … bis hin zu einem ubiquitären Topos eines weiblichen ›Anderen‹ in der Unterhaltungs- und Populärkultur sowie der Medizin, Psychologie und den Sozial- und Kulturwissenschaften der Nachkriegszeit zeigt sie überzeugend auf [Christine L. Marran: Poison Woman. Figuring Female Transgression in Modern Japanese Culture. Minneapolis: University of Minnesota Press (2007)], dass die sozialen und kulturellen Konstruktionen von deviantem Verhalten ebenso wie dessen mediale Repräsentationen im historischen und politischen Kontext der Formierung des japanischen Nationalstaates zu sehen sind. Auf diesem Hintergrund wird deutlich, dass die Darstellung von Geschlechterbildern und –beziehungen in den Medien – Literatur, Journalismus, Theater, Film – einer ideologischen Instrumentalisierung unterliegt. Marran zeigt auf, wie sehr der Diskurs über kriminelle und deviante Frauen in den über den Modernisierungsprozess Japans eingebettet ist. …“ | Aus: Evelyn Schulz: „Giftmischerinnen, Vagabundinnen und Erotomaninnen“ Eine Literatur- und Mediengeschichte krimineller und devianter Frauentypen im modernen Japan – IASLonline [17.02.2009]| http://www.iaslonline.de/index.php?vorgang_id=2722
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“ … Willi Jaspers Buch [‚Die Jagd nach Liebe‘ Verlag S. Fischer Frankfurt/Main 2007, 410 Seiten] beschreibt Heinrich Mann als einen ausgemachten Erotomanen … Erotik war für den Künstler jedoch auch immer ein geistiges „Prinzip“, er wollte „sinnlich denken“ und trachtete danach, seine Literatur „ins Weibliche zu übersetzen.“ … Willi Jasper zeichnet die Biographien von insgesamt neun Frauen aus Heinrich Manns Leben nach, die fast alle auch in sein Werk Einzug hielten. …“ | Joachim Scholl „Von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ (13.04.2007)| https://www.deutschlandfunkkultur.de/von-kopf-bis-fuss-auf-liebe-eingestellt-100.html
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“ … Caravaggio stieß seine Zeitgenossen auch durch sein wildes und abenteuerliches Wesen, seinen Lebensstil und seine zahllosen Affären vor den Kopf. Dennoch erhielt er mehrere Aufträge für große Gemälde. Sein Werk folgte naturalistischen Gesetzen und bezog einfache Menschen von der Straße mit ein, die er als Modelle für seine großformatigen, religiösen und mythologischen Szenen benutzte. Als er von 1600 an diese Tendenz in seinem Werk entwickelte, geschah es oft, dass die Auftraggeber seine Gemälde wegen ihrer Ungehörigkeit oder theologischen Fragwürdigkeit ablehnten. Sein Werk weckt im Betrachter tiefe Gefühle. Obwohl von Vielen verurteilt, wurden seine Innovationen bald gefeiert, und Caravaggio gewann die Achtung seiner Zeitgenossen. Zuweilen geriet er durch Schlägereien in Schwierigkeiten. Am 28. Mai 1606 geriet er nach einem Spiel in Streit und tötete seinen Gegner. Zum Tod verurteilt, floh er im Alter von 35 Jahren aus Rom. … Nichts an Caravaggios Werk ist trivial, und ihre physische und moralische Komplexität bringt auch im modernen Zuschauer eine Saite zum Klingen. Die langen Schlangen vor der Ausstellung zeigen, dass die Menschen nicht nur den Wunsch haben, diese Bilder zu betrachten, sondern dass sie auch nach der komplexen Wahrheit der Menschlichkeit suchen. …“ |Aus: „Dunkle und komplexe Schönheit“ Paul Bond (2007) | https://www.wsws.org/de/articles/2007/01/cara-j03.html

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“ … Als Sujet für meinen Vortrag habe ich die Femme Fatale gewählt, die gefährliche Frau, die angeblich die Männer verschlingt. … Im Juli dieses Jahres [2006: https://de.wikipedia.org/wiki/Geheime_Staatsaff%C3%A4ren] kam Claude Chabrols Film „Geheime Staatsaffären“ in die deutschen Kinos. … Obwohl mit dem Filmtitel die Korruptionsaffäre europäischen Ausmaßes bei der Deregulierung der Mineralölwirtschaft Frankreichs und der DDR in der Wendezeit angesprochen ist, macht der Film bei der Schilderung dieses brisanten Politikums die Richterin zur Hauptfigur. Isabelle Huppert wird mit roten Handschuhen und dem mehr als eindeutigen Namen „Jeanne Charmant Killman“ bei ihrem kurzen Aufstieg in der Männergesellschaft zur heutigen Femme Fatale. „Madame Piranha“ kommentiert der Tagesspiegel, „Richterin und Raubtier“ die taz. Der Fluss der Korruptionsgelder wird zur Nebensache, die europäische Dimension nicht erwähnt. Die politische Affäre wird feminisiert unter dem Einsatz einer offenbar immer noch überzeugenden Weiblichkeitskonstruktion, die hier für die zynische Parabel steht, das jeder des anderen Feind sei. Mit diesem mörderischen Frauenbild wird der für Frauen heutzutage durchaus begehrte Posten in der Berufswelt verstellt, um strukturelle gesellschaftliche Probleme nationaler Ökonomien im Neoliberalismus als feminisierte Personalisierung im Film „sichtbar“ zu machen. … Gefährliche Weiblichkeit, die nach damaliger Auffassung an die Sexualität der Frau gebunden ist, wird im Mythos verankert und in der sogenannten Natürlichkeit des weiblichen Körpers ganz allgemein erkannt. … Ein Beispiel des Vorsprungs der Malerei: Im Jahr 1908, also 15 Jahre bevor Erich Wulffen 1923 erreichen wollte, „daß das Bild des weiblichen Verbrechers – … plastisch – vor unseren Augen steht“, arbeitete der Maler Albert von Keller der Wulffenschen These von der „geborenen Sexualverbrecherin“ mit dem Bild „Liebe“ den Wissenschaftlern zu. Der Band „Das Weib als Sexualverbrecherin“ erschien an prominenter Stelle in der Enzyklopädie moderner Kriminalistik erst 1923. Darin versuchte Wulffen die von Lombroso 1894 aufgestellte, aber von anderen Wissenschaftlern zurückgewiesene These, des tendenziell kriminellen Charakters aller weiblichen Sexualität erneut zu bekräftigen. Keller griff in seinem vielfach reproduzierten Gemälde die bewährte Salome-Ikonographie auf und vereinte sie mit der Geschichte der aktiven Judith. Ein Opfer liegt hinter ihr und greift noch im Tod nach dem abgeschnittenen Haar, ein abgeschlagener Kopf zu ihren Füßen, bedrohlich auffordernd blickt sie auf die Betrachter des Bildes. Das Serielle ihrer Morde in diesem „Liebe“ genannten Bild ist mehr als angedeutet. Wulffen setzte 1923 diesem Weiblichkeitsbild den „Mutterschoß“ als „heiligen Boden“ entgegen, denn „die Jugend steigt aus dem Schoße der Mütter des Landes hervor“. „Gesunde Sexualität“ im Sinne der Fortpflanzung der Art wurde zu dem offiziellen Diskurs im Sozialstaat der Weimarer Republik. (Wenk, Versteinerte Weiblichkeit) In Opposition dazu zerstückelten die Maler der Avantgarde – wie Otto Dix aus Lust den ganzen weiblichen Akt als kriminelle Handlung und als künstlerische Tat im Bild. Sie machten den Mord zu ihrem unsterblichen Werk. Fragen wir abschließend noch einmal, welches Konstrukt zu welcher Zeit welchen Zweck erfüllte und wem es diente: Bei dem zuletzt genannten Lustmord arbeiteten die Künstler nach 1918 Gewalterfahrung an Bildern des Weiblichen ab. Sie reagierten als neue Täter auch auf das in der Sphinx und der Salome präsentierte Frauenbild. Sowohl in dem Film „Geheime Staatsaffären“ von 2006 als auch bei den Bildern von Salome und Sphinx wird das Konstrukt Femme Fatale eingesetzt. War es damals die sexuell aktive Frau, die zwar im Bild genossen, aber zugleich skandalisiert und abgewehrt wurde, so wird im Film 2006 eine Relation zwischen kastrierender, ja mörderischer beruflicher Tüchtigkeit der Frau und ihrem Versagen in den ehelichen Beziehungen hergestellt. Claude Chabrol lässt Jeanne Charmant Killman in der Schlusszene ihren Beruf – und damit ihre Macht – aufgeben und mit dem jungen Mann im Auto davon fahren. Statt eines versuchten neuen Konstruktes, das den Plot bis hierhin bestimmt hatte, wird nun an das altbekannte Muster erinnert. …“ | Aus: „Fatale Konstrukte: Bildende Kunst und Sexualwissenschaft im Dialog“ Kathrin Hoffmann-Curtius (27.10.2006) | http://www.hoffmann-curtius.de/PDF/femme_ge.pdf

Parsifals Versuchung“ (Arthur Hacker, 1894)

[Zeit im Bild #58 … ]

Paul Tomkowicz: Street-Railway Switchman
In this film, Paul Tomkowicz, Polish-born Canadian, talks about his job and his life in Canada. He compares his new life in the city of Winnipeg to the life he knew in Poland, marvelling at the freedom Canadians enjoy. In winter the rail-switches on streetcar tracks in Winnipeg froze and jammed with freezing mud and snow. Keeping them clean, whatever the weather, was the job of the switchman. Directed by Roman Kroitor – 1953 | 9 min
–> https://youtu.be/lYPACCoJsSg | https://de.wikipedia.org/wiki/Roman_Kroitor

[Jean-Louis Trintignant (1930 – 2022) …]

Le Train (R: Pierre Granier-Deferre, 1973) [basierend auf einem Roman von Georges Simenon]

Andreas Kilb (17.06.2022): “ … Am heutigen Freitag ist Jean-Louis Trintignant im südfranzösischen Uzès gestorben. …“ | https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kino/zum-tod-des-schauspielers-jean-louis-trintignant-18110898.html

Gerhard Midding (17. Juni 2022): “ … Sein Blick war aufmerksam und beharrlich. … Trintignants erstaunliche Schaffenskraft – er spielte in über 140 Kino-und Fernsehfilmen mit und führte zweimal Regie – war tiefer Schwermut abgetrotzt. „Ich wurde schon verzweifelt geboren“, sagte er einmal. … In seiner Jugend beging er mehrere Selbstmordversuche. Um der Depression zu entkommen, in die er nach dem tragischen Tod seiner Tochter Marie im Jahr 2003 verfiel, kehrte er auf die Bühne zurück, um Gedichte von Apollinaire zu rezitieren. … In seinen letzten Rollen habe er sich wohlgefühlt, weil seine Figuren mit dem Tod konfrontiert werden, gestand Jean-Louis Trintignant einmal. … “ | https://www.derstandard.at/story/2000136656852/franzoesische-filmlegendejean-louis-trintignant-gestorben


el::grillo : “ … Danke für Dutzende bewegende Filme die meine Liebe zum französischen Kino befeuert haben. …“

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Alfred J. Noll: “ …“Auf Liebe und Tod“ (Vivement dimanche!) habe ich wohl drei-, viermal gesehen – und es war nicht nur Fanny Ardant, sondern Trintignant mit seinem ironisch-verklärten Blick und die Grandezza, mit der Truffaut seinen letzten Film gestaltete …“
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Pi7Tovix: “ … ja , wobei für mich neben der knapp über 30-jährigen Fanny Ardant so ziemlich alles unterging – sollte mir den film jetzt nochmals ansehen. …“
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Tumen “ … Man kann die Zerrissenheit dieses wunderbaren Schauspielers vielleicht besser verstehen, wenn man weiß wie sehr ihn die Familiengeschichte im und nach dem 2. Weltkrieg für immer geprägt hat. Seine Mutter wurde den Dorfbewohnern aufgrund einer Affäre mit einem deutschen Soldaten mit geschorenem Kopf vorgeführt, während sein Vater, ein ehemaliger Bürgermeister, im selben Monat als Résistant eine gefeierte Heimkehr erlebte. Das Schicksal der Mutter erinnert an sehr viele tausend Französinnen, aber auch anderen Frauen z.B. in den Niederlanden, die diesen „Verrat“, mit der ultimativen öffentlichen Demütigung büßen mussten. …“

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zorro 57: “ … ich weiß, dass er niveauvollere filme – die ich auch gesehen habe- gedreht hat, aber der stumme in „leichen pflastern seinen weg“ ist einer erwähnung würdig. …“

Tucobenedicto: “ … IL Grande Silenzio. …“ | // –> https://youtu.be/H9vkC-Y0pwM — Ennio Morricone (Il Grande Silenzio)
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Asgard: “ … Der Film war in meiner Jugend ein Hammer! Brutal dargestellt, daß der Gute nicht gewinnt, aber trotzdem „moralischer“ Sieger ist. Schwerer Tobak damals …“

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schluss.punkt: “ … merci seigneur trintignant pour de nombreux moments cinématographiques émouvants.! …“

[Der Blick in die Kamera #51… ]

Alexander (Hammid) Hackenschmied :: Maya Deren, n.d. | via https://unregardoblique.com/2022/05/14/maya-deren-by-a-hammid-1940s/

“ … Maya Deren, geboren als Eleanora Solomonovna Derenkovskaya (* 29. April 1917 in Kiew, Ukraine; † 13. Oktober 1961 in New York City), war eine US-amerikanische Avantgarde-Regisseurin, Tänzerin und Filmtheoretikerin der 1940er und 1950er Jahre. …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Maya_Deren

“ … Deren verstand sich zeitlebens als Amateurfilmerin, die ihre Filme – wie sie es ausdrückte – „mit Budgets macht, die in Hollywood gerade mal für die Lippenstifte reichen“. Sie engagierte sich auch in Amateurfilmvereinigungen. 1959 rief sie im Movie Makers Annual der amerikanischen Amateur Cinema League Filmer dazu auf, sich alle Besessenheit mit Profistandards und Filmausrüstung aus dem Kopf zu schlagen und besseren Gebrauch von ihrer filmerischen Freiheit zu machen. Ein halbes Jahrhundert später hat Maya Derens Mahnruf nichts von seiner Aktualität verloren. …“ | https://www.filmkorn.org/maya-deren-filmer-eure-wichtigste-ausrustung-seid-ihr-selbst/

Maya Deren — // prolsit (vor 12 Jahren) her voice is hypnotic….
https://youtu.be/MhEOOpbJKEc

IN THE MIRROR OF MAYA DEREN (Trailer, Martina Kudlácek 2008)
https://youtu.be/Bfg3Ya-LQzc

[Fellini #36… ]

Amarcord (Federico Fellini, 1973) … „A m’arcord“, das bedeutet im Dialekt von Rimini „ich erinnere mich“, auf Italienisch „io mi ricordo“ … | https://de.wikipedia.org/wiki/Amarcord

Adam Grinwald (20.05.2022): [‚Federico Fellini and the Exuberance of Memory‚] “ … The films of Federico Fellini are lathered in suds of the surreal; in his movies, characters succumb to the hallucinations of fantasies, memories, and daydreams, with the language of the films themselves intentionally blurring what’s actually happening and what’s merely imagined. … Through many expressionist flourishes, Fellini’s movies become less concerned with what actually happened in a given memory than they are with how that particular memory felt. … Fellini understands that much of the joy of memories comes from the actual reflection upon them. They aren’t always supposed to be factual, nor entirely accurate. It’s more about remembering how they once felt, how a given event may have once wowed you, moved you, changed you. Things may even become fantastic once you begin remember them. …“ | https://collider.com/federico-fellini-exuberance-memory-explained/



// Adam Grinwald (20.05.2022): [‚Federico Fellini und der Überschwang der Erinnerung‘] “ … Die Filme von Federico Fellini sind mit Schaum des Surrealen eingeseift; In seinen Filmen erliegen Charaktere den Halluzinationen von Fantasien, Erinnerungen und Tagträumen, wobei die Sprache der Filme bewusst verwischt, was tatsächlich passiert und was nur eingebildet ist. … Durch viele expressionistische Schnörkel beschäftigen sich Fellinis Filme weniger damit, was nach einer bestimmten Erinnerung tatsächlich passiert ist – eher damit, wie sich diese bestimmte Erinnerung anfühlt. … Fellini versteht, dass ein Großteil der Freude an Erinnerungen von der tatsächlichen Reflexion über sie herrührt. Erinnerungen müssen hiernach gar nicht immer sachlich oder ganz genau sein. Es geht mehr darum, sich daran zu erinnern, wie eine Erinnerungen sich einst angefühlt haben, wie ein bestimmtes Ereignis einen selbst einmal beeindruckt, bewegt, verändert hat. Die Dinge können sogar fantastisch werden, wenn man beginnt, sich an sie zu erinnern. …“

[Ramsey Lewis Trio (1973) … ]

Ramsey Lewis Trio – Summer Breeze (Live-Auftritt Musikladen, 1973)
–> https://youtu.be/u6j6Zk945ZY

// Musikladen (German: The Music Shop) was a West German music television programme that ran from 13 December 1972 to 29 November 1984. The show continued the 1960s Beat-Club under a new name …

// https://en.wikipedia.org/wiki/Summer_Breeze_(song)

// “ … [Beim] Rhodes wird der Klang durch eine sogenannte „asymmetrische Stimmgabel“ erzeugt. … Der Tonriegel kann sich, wie ein Vibraphon, nicht verstimmen, die Tonhöhe des Stimmstabes wird über eine Stimmfeder, die auf dem Stimmstab nach vorne und hinten geschoben werden kann, bestimmt. Das Rhodes verstimmt sich daher eher durch einen Transport als durch Temperaturunterschiede, wie es bei einem Klavier oder Flügel üblich ist. Der Ton wird von einem Tonabnehmer ähnlich dem einer E-Gitarre abgenommen. …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Fender_Rhodes

[Vangelis (1943-2022) … ]

Evángelos Odysséas Papathanassíou, professionally known as Vangelis, has passed away at aged 79. … | https://musictech.com/news/vangelis-yamaha-cs-80-died-aged-79-blade-runner-chariots-of-fire/

(19.05.2022): “ … Seine Inspiration fand Vangelis nach eigenen Angaben unter anderem in der Weltraumforschung, der Natur, futuristischer Architektur und dem Neuen Testament. Sein Leben lang experimentierte er musikalisch und war in den unterschiedlichsten Genres unterwegs: von psychedelischem Rock bis hin zu Ehtno-Musik und Jazz. …“ | https://www.tagesspiegel.de/kultur/im-alter-von-79-jahren-griechischer-film-komponist-vangelis-gestorben/28360910.html

denk anstoss: “ … „1968 zog er nach Paris“ [https://www.derstandard.at/story/2000135895886/elektro-pionier-vangelis-ist-tot] … Ein bisschen Kontext dazu: In den Jahren 1967-1974 war Griechenland unter einer Militärjunta. Vangelis wurde zwar nicht verfolgt, die Junta hatte aber wenig Verständnis für experimentelle Musik. …“

Bonewerkz: “ … Also beim Blade Runner Intro stellts mir jedes mal die Haare hoch. …“ [–> https://youtu.be/-fu7jN2_2pE]

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“ … Vangelis setzte häufig den Synthesizer Yamaha CS-80 ein, der prägend in [der] Filmmusik[] zu Blade Runner war …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Vangelis … / https://de.wikipedia.org/wiki/Yamaha_CS-80

[Bild im Bild #19… ]

Ettore Scola – C’eravamo tanto amati [‚We All Loved Each Other So Much‘] (1974)
// https://de.wikipedia.org/wiki/Wir_waren_so_verliebt

“ … Professor Roy Menarini schrieb: „Der Film hat eine unterschwellige Bitterkeit und eine evokative Kraft, die noch heute sehr wirksam ist. Es ist, als würde sich die italienische Komödie mit Schwanengesang beugen, um dreißig Jahre Geschichte durch ihre desillusionierten Vertreter zu decken „. … Der Theater- und Filmkritiker Aldo Viganò: [schreibt] „ [Hier] … entsteht das unangenehme Gefühl, im Nichts zu schweben: politisch, ästhetisch, kulturell.“ …“ | https://it.wikipedia.org/wiki/C%27eravamo_tanto_amati_(film)


“ … Der Schauspieler Alessandro Gassmann erklärte: „Ciao Ettore! Dein Kino war ein Geschenk. Ich habe dich lieb.“ … “ (Aus: „Italien trauert um Meisterregisseur Scola (2016))

[Klaus Schulze (1947- 2022) …]

„Il pioniere dell’elettronica tedesca Klaus Schulze è morto a 74 anni“ | via

(27.04.2022): “ … Seit den 1970er-Jahren experimentierte der einstige Schlagzeuger von „Tangerine Dream“ mit elektronischen Sounds und gründete die Band „Ash Ra Tempel“. Er gilt als Mitbegründer der „Berliner Schule“, einer Stilrichtung der elektronischen Musik. Sein erstes Solo-Album „Irrlicht“ (1972) ließ sich seinerzeit gar nicht einordnen – so neu, so anders war sein langgezogener, tiefenentspannter psychedelischer Sound. Heute nennt man diesen Stil Ambient. Damals gab es dafür noch gar keinen Begriff. …“ | https://www.dw.com/de/elektropionier-klaus-schulze-ist-tot/a-61613541 | // https://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Schulze

Mutte (28.04.2022): “ … Danke Klaus. …“

huwolfgo “ … Was soll man sagen… Mein Walkman, Tangerine Dream und ich waren oft eine Symbiose. Damals als Kind vom großen Bruder mit ausgefallenem Plattengift angefixt hat mich TD und Can für die Weiten der Musik aber eben auch für die Ernste Musik ein Stück weit aufgeschlossen… Krautrocke in Frieden …“

Ash Ra Tempel – Jenseits (Join Inn) [1973]
// –> https://www.discogs.com/de/release/323639-Ash-Ra-Tempel-Join-Inn
// –> https://youtu.be/wzogaKqPZQs

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