Kategorie: Daten.PolitixMicro

[Zum Wahn der Liebe #108 … ]

Amor und Psyche – Illustriert von P. Thumann (Leipzig, Verlag Adolf Titze, 1882)

“ … Am ehesten lässt sich Amor wohl als Gott des „Sich-Verliebens“ bezeichnen. Bewaffnet mit Pfeil und Bogen sorgt er dafür, dass zwischen zwei Menschen tiefe Gefühle entflammen. … Psyche, die jüngste (und selbstverständlich schönste) von drei Königstöchtern war so bildhübsch, dass sie sogar Venus in ihren Schatten stellte. Aus tiefster Wut und Eifersucht befiehlt sie ihrem Sohn Amor, mit einem seiner Pfeile dafür zu sorgen, dass sich Psyche in einen schlechten (und vorzugsweise hässlichen) Mann verliebt, im besten Fall sogar in ein schreckliches Ungeheuer. Doch wie es der Zufall – und jede gute Liebesgeschichte – will, erwischt sich Amor selbst mit genau diesem Pfeil, weshalb sich die beiden sofort Hals über Kopf ineinander verlieben. Amor und Psyche lassen nichts anbrennen und heiraten sofort – allerdings heimlich, da eine Verbindung zwischen einem Gott und einem Menschen für die Götter inakzeptabel ist. … Daraufhin bringt Amor seine Frau in ein abgelegenes, märchenhaftes Schloss, in dem er fortan mit ihr leben will. Lediglich ein Versprechen nimmt er ihr ab: Dass sie ihn nie zu sehen bekommen und auch nie versuchen würde, zu erfahren, wer er sei. Psyche willigt ein. … Die Geschichte von Amor und Psyche stammt ursprünglich aus dem Jahre 170 n. Chr. aus der Feder des Dichters Apuleius. Sie war seitdem Inspiration für viele Werke der Literatur, Musik und Bildenden Kunst. Auch einzelne Elemente der Erzählung, wie der mysteriöse Bräutigam, die bösen Schwestern oder die lebensbedrohlichen Prüfungen, wurden seitdem in zahlreichen Geschichten aufgegriffen. Dazu zählen Shakespeares Ein Sommernachtstraum sowie die Märchen Aschenputtel und Die Schöne und das Biest. Amor und Psyche werden zuweilen als der Romeo und die Julia der Antike bezeichnet und teilen sich damit wohl mit den beiden den ersten Platz um das Rennen des größten Liebespaares aller Zeiten. …“ | Aus: „Amor und seine Psyche“ Mici (Februar 2022) | Quelle: https://www.unique-online.de/amor-und-seine-psyche/11896/

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“ … Liebe, Begierde, Lust, diese ganz großen Gefühle eint alle, dass sie in der stofflichen Welt nicht überlebensfähig sind. Sie können nur im Moment existieren, ohne Zeit und Raum, oder im eigenen Kopf. Jeder Versuch, sie aus dem Jetzt oder der eigenen Fantasie zu heben, kann nur scheitern, denn alles, was außerhalb ist, beschränkt die Grenzenlosigkeit der Empfindung und verformt sie. Sie kann nur im eigenen Kopf frei sein, wo man im Moment verharren kann, ohne dass Zeit vergeht, ohne dass sich die Frage nach einem Wiedersehen an einem vollen Terminkalender abstößt. …“ | Aus: „Irgendwann werden wir uns alles erzählen“ Meike Stoverock (10.03.2025) | https://steady.page/de/frau-meike-meint/posts/ec74b80f-638a-4778-87bd-a9512aa8ac71 | Zu: „Irgendwann werden wir uns alles erzählen“ (Emily Atef, 2023) [„… Bei der internationalen Kritik stieß der Film auf gemischte bis negative Reaktionen. … Die Zeit listete den Film in einem Jahresrückblick als einen der schlechtesten des Kinojahres 2023. Besonders bemängelt wurden dabei die Sexszenen, die von der Rezensentin als „pornografisch“ und „lächerlich“ bezeichnet wurden. Andererseits schreibt der Fluxkompensator: „Die Vorstellung, dass auch weibliche Sexualität dunkle, aggressive und selbstzerstörerische Seiten haben kann, stößt auf einige Ablehnung, bis hin zum bizarren Vorwurf des Male gaze. Dabei sind gerade die Szenen der Zweisamkeit mit großer Feinfühligkeit inszeniert, wir sind ganz nahe an den Figuren, die wenigen Sätze sind genau platziert.“ …] | Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Irgendwann_werden_wir_uns_alles_erz%C3%A4hlen


KeKi (12. Juli 2025): “ … Diese Mischung aus Sexyness, Verletzlichkeit und Tiefe … Mich erinnert der Film an meine Sommer ’89 und ’90 im Osten, der Sommer brachte eine Leichtigkeit mit sich und doch war die Unsicherheit, was werden wird, damals an jeder Ecke im Dorf greifbar und auch diese heimlichen Liebeleien gab es – und wir Kinder waren mehrfach ungewollt Geheimnisträger dieser Liaisons und haben uns unseren Teil dabei gedacht. …“

[Kriegsschauplätze #56…]

Die Komplizenschaft im Gewaltensemble zeigt sich in einer Stummheit … Wenn das vergesellschaftende Wie dunkel bleibt …

„… Uns drängen sich Fragen auf, wenn wir lesen, Freuds Psychoanalyse sei in ihrer „eigentlichen Substanz soziologisch“ (Marcuse, Triebstrukturen und Gesellschaft, 1968), ohne dass durch eine vorabgegebene Klärung der unbewussten Strukturen selbst der Übergang in den Sozialbereich legitimiert worden wäre, wenn, anders ausgedrückt, das vergesellschaftende Wie dunkel bleibt und ungefragt vorausgesetzt wird; uns drängen sich Fragen auf […] wir werden rückfragen müssen, wenn die psychoanalytische Todestriebhypothese kurzerhand als ein Produkt bürgerlicher Ideologie verrechnet wird …“ | Aus: Hermann Lang – Die Sprache und das Unbewusste. Jacques Lacans Grundlegung der Psychoanalyse. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1973 (erneut 1986, 1993) [Lang studierte unter anderem bei Gadamer, Ricoeur und Lacan. 2019 starb Lang in Würzburg]

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“ … Auf den Bildern soll zu sehen sein, wie ein 25 Jahre alter Mann kurz vor der Kollision an Gleis 2 steht. In einiger Entfernung, ihm den Rücken zugewandt, wartet eine 18-jährige Frau auf die U-Bahn. Dann, so heißt es in Ermittlungskreisen, umklammert er sie und stürzt sich mit ihr auf das Gleisbett, als die U-Bahn einfährt. Beide versterben, bevor die Feuerwehr eintrifft. …“ | Aus: „Er riss sie auf das Bahngleis“ Christoph Heinemann und Tom Kroll, Hamburg (30. Januar 2026) | Quelle: https://www.zeit.de/hamburg/2026-01/hamburg-wandsbek-u-bahn-mann-frau-mordkommission

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“ … Der Wunsch nach Vernichtung des Lebendigen kann sowohl auf das Subjekt selbst als auch auf andere Personen gerichtet sein. Im ersten Fall nimmt der Todestrieb die Form der Autoaggression oder der Regression an … Eine besondere Rolle bei der Entwicklung der Konzeption des Todestriebs spielte für Freud dabei die Erfahrung des Ersten Weltkriegs, der ein bis dahin noch nie erlebtes Ausmaß an menschlicher Zerstörungslust offenbarte. Erich Fromm analysierte in seiner Schrift Anatomie der menschlichen Destruktivität (1973) unter anderem Adolf Hitler und Heinrich Himmler als „destruktive“, auf pathologische Weise vom Todestrieb beherrschte Charaktere. …“ | Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Todestrieb (14. Dezember 2025)
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“ … Die erste Drohne […] explodierte direkt neben dem Zug und brachte ihn zum Stehen. Die zweite Drohne traf eine Oberleitung, die dritte schlug direkt in einen Waggon mit 18 Personen ein. Einige konnten fliehen, andere starben, wieder andere gelten noch als vermisst. …“ | Aus: „In Stücke gerissene Leichen am Bahngleis“ | Von Juri Larin aus Charkiw [Aus dem Russischen Gaby Coldewey] (28.1.2026) | Quelle: https://taz.de/Russischer-Drohnenangriff-auf-Zug/!6149429/

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“ … Es könnte sich bei Putin um einen „inneren Vernichtungsdrang“ handeln, einen „Todestrieb“ – das Konzept hatte der Psychoanalytiker Sigmund Freud bekannt gemacht. … Russland wolle ein mächtiger Pol in der Welt sein, doch es gelinge ihm nicht, ein „erfolgreiches politisches Modell zu schaffen, dem sich andere anschließen würden“. Nun habe es also „nichts anderes zu bieten, als jeden in seine eigenen Tiefen zu ziehen“ – ein Todestrieb eben, schlussfolgert Pomerantsev. … “ | Aus: „Russland-Experte attestiert Putin einen tiefen „Todestrieb““ (13.06.2023) | Quelle: https://www.merkur.de/politik/wladimir-putin-psychologie-persoenlichkeit-motive-analyse-todestrieb-sigmund-freud-peter-pomerantsev-92336320.html
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Nach dem Lesen der obigen Artikel, die den „death drive“ plastisch werden lassen, schaute ich eine Zeitlang in ein geisterhaftes Nirgendwo. Es gibt mittlerweile so viele Artikel dieser Art (die von einer primitiven und absurd anmutender Brutalität erzählen). Einige Präsidenten und Staatsoberhäupter erscheinen mir vor dem inneren Auge in ihrer Gewaltlust fast austauschbar (als müssten sie alle ein dunkles Muster zwanghaft wiederholen). Erleben wir gerade einen globalen Rückfall, eine Vitalisierung des Todestriebs? Wie könnte der Rückfall in Wahn und Elend später in der Rückschau genannt werden? – Die Gegenwart wird durchzogen von seelisch schwarzem Wasser. Ich denke an das schreiende Unglück der Menschen, die der Krieg widerfährt. Warum stocke ich gerade diesmal bei dieser Art von Artikeln, die zeigen wie Absurdität und Gewalt sich steigern? Darf ich überhaupt darüber nachsinnen, während ich mir einen Kaffee aufsetze (es bleibt so vieles am eigenen Leben grotesk und rätselhaft – darum besser schweigen?) – Warum stocke ich, warum stockt etwas in mir, bei den obigen Artikeln? – Weil wieder eine oder mehrere zivilisatorische Schichten durchstochen wurden? – Weil sie von jedem von uns dokumentieren wie entbehrlich und ungeschützt wir sind? – Ist es nicht so, dass ich selber gerne mit dem Zug fahre, atme, lebe? – Ich glaube, ich wollte diesmal nicht in diese Wortlosigkeit fallen. Ich wollte diesmal nicht darüber hinweggehen, ich wollte innehalten. Sagte mir: Nun sieh es Dir an! Lass es wirken auf dein inneres Leben. War das nicht oft das Problem gewesen? – Die Wortlosigkeit zwischen den Generationen, die kalkulierte Kühle zwischen den Menschen (gerade in Deutschland)? Sind wir schweigsam, weil „wir“ (weil ich) für diese extreme Form von absurder Grausamkeit keine sinnvollen Sätze bilden können? (Weil die Absurdität uns übersteigt?) – Wie die eigene Naivität, die eigene Dummheit (Dunkelheit) beenden, die wie Nebelschwaden der Indifferenz an der Seele haften? – Wie könnte ich die Nadel von der Platte der Wortlosigkeit, der Überforderung nehmen, die durch einen Kratzer immer wieder in die gleiche Rille springt? – Ich erinnerte mich an DADA als eine Revolte gegen die falsche Moral und gegen die große Politik, die man mit Verstand nicht mehr fassen konnte [die Werke der Dadaisten sollten eine künstlerische Antwort auf das irrationale Abschlachten des [1. Welt-] Krieges sein.] | Quelle: „Dada – eine Antwort auf den Krieg“ von Sabine Oelze und Benjamin Wirtz (2016) | Quelle: https://www.dw.com/downloads/30109427/nachrichten-mit-vokabeln-20160209-dada-eine-antwort-auf-den-krieg.pdf | … Aber heute (2026) kann DADA nicht mehr eine Antwort auf den Krieg (auf den death drive) sein. Die Karte wurde ausgespielt. Es scheint mir als wäre DADA bereits vergilbt und unleserlich geworden. Die multimediale Öffentlichkeit ist heute eine Andere.

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Ich denke an den Film „Le Train“ mit Jean-Louis Trintignant und Romy Schneider. „Le Train“ stellt präzise und fast universell Fragen zum Krieg (und seiner Absurdität). Konkret werden in „Le Train“ die Fragen an den Radiomechaniker Julien Maroyeur („einen ganz gewöhnlichen“ Mann) gestellt – ein Mann, der Zeit braucht, um seine Antwort zu finden – wohl auch in Stellvertretung für die Filmzuschauer: “ … „Le Train – Nur ein Hauch von Glück“ (Frankreich | Italien, 1973) entstand unter der Regie von Pierre Granier-Deferre nach dem Roman des belgischen Schriftstellers Georges Simenon. … [Der Film] entlarvt sich nie als ein Beitrag der falschen Untertöne und erspart sich unangebrachte melodramatische Anflüge, oder gar den Zeigefinger zu erheben. … “ | https://www.italo-cinema.de/item/le-train-nur-ein-hauch-von-glueck | https://de.wikipedia.org/wiki/Le_Train_%E2%80%93_Nur_ein_Hauch_von_Gl%C3%BCck


Jean-Louis Trintignant als Radiomechaniker Julien Maroyeur

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Ich denke an einen Text von Christina Thürmer-Rohr: “ … [»Die Stummheit der Gewalt und die Zerstörung des Dialogs«]: … Gewalt verletzt den Anspruch auf eine dialogische Existenz … Diese Möglichkeit [der dialogische Existenz] wird mit jedem Akt der Gewalt verweigert oder verworfen. … Gewalt definiert sich nicht nur über die einzelnen Gewalttaten und -täter, sondern ebenso über ihren Kontext, ihre Unterstützung und Duldung. Die Komplizenschaft im Gewaltensemble bedeutet nicht nur Zugehörigkeit zum Ensemble der Schadensanrichter, sondern zum Ensemble der Dialogzerstörer. Duldung von Gewalt ist gleichbedeutend mit der Stärkung eines monologischen Prinzips … Die Komplizenschaft im Gewaltensemble zeigt sich in einer Stummheit, die sich wie eine Epidemie addierter Monologe ausbreitet. …“ | Quelle: »Die Stummheit der Gewalt und die Zerstörung des Dialogs« (UTOPIE kreativ, S. 773-780, 2002) | Aber auch hier wird etwas ausgesprochen, was längst bekannt ist. Es spricht etwas aus, dass immer wieder übergangen werden kann (und immer wieder übergangen wird) – der Todestrieb verachtet Argumente, Diskussionen, das Miteinander (und gefällt sich in einem Eigenrausch – in der zerstörerischen Raserei).

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Ich frage mich, wie und wo sich die Dinge des Lebens niederschlagen werden. Wie wird später der death drive der jetzigen Welt erzählt werden? – Wie wird erzählt werden, was wir gerade erleben? – Wie wird es erzählt werden in der Rückblende, in der Rückschau? – – – „… An der Auseinandersetzung zwischen den kriegskritischen Positionen um Remarque und den radikalnationalistischen Texten um 1929/30 kann schließlich abgelesen werden, daß die symbolische Neuordnung im literarischen Feld die spätere politische Entwicklung vorweggenommen hat. … [„…Ähnlich wie auch in der zeitgenössischen Malerei, bei George Grosz und Otto Dix, kulminiert die literarische Darstellung während und nach dem Ersten Weltkrieg in der Beschreibung von Kriegskrüppeln oder Wahnsinnigen. …“] …“ | Zu „Imaginäre Schlachtfelder“ – Kriegsliteratur in der Weimarer Republik – Eine literatursoziologische Untersuchung, Jörg Friedrich Vollmer, Erscheinungsjahr 2003 | Quelle: https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/9872
// Notiz / Verweis: Erich Maria Remarque (1898 – 1970) war ein deutscher Schriftsteller. Er wurde mit dem 1928 erstmals erschienenen, zuerst 1930 in Hollywood verfilmten Antikriegsroman Im Westen nichts Neues weltberühmt. … Im NS-Staat wurden seine Bücher verboten und 1933 öffentlich verbrannt. 1938 wurde ihm die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt. …–> https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Maria_Remarque

[Aus dem Bilderbuch des Wahnsinns #5 …]

“ … [Von] mehreren US-Medien analysierten und verifizierten Handyvideos zeigen Pretti mit einem Mobiltelefon in der Hand, während er den Einsatz filmte und eine Frau vor den Einsatzkräften der Border Patrol schützte. In keiner der Aufnahmen ist eine Waffe in seiner Hand zu erkennen. Der Polizeichef von Minneapolis bestätigte, dass Pretti eine legale Waffenerlaubnis besaß und keine Vorstrafen hatte. Nach Angaben von NPR gibt es bislang keine unabhängig verifizierten Hinweise darauf, dass Pretti seine Waffe zu irgendeinem Zeitpunkt gezogen oder auf jemanden gerichtet hätte. Im Widerspruch zu diesen Videoaufnahmen behaupten die US-Behörden, Pretti habe sich den Einsatzkräften mit einer Waffe genähert. Die Schüsse seien in Notwehr gefallen. Stephen Miller, Vizestabschef des Weißen Hauses, bezeichnete Pretti bereits wenige Stunden nach dessen Tötung als „Terroristen“. …“ | Aus: „Schwester von Alex Pretti wehrt sich gegen Falschdarstellungen“ (27. Januar 2026) | Quelle: https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-01/usa-minneapolis-grenzschutz-alex-pretti-schwester | [Tötung von Alex Pretti | -> https://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%B6tung_von_Alex_Pretti // https://de.wikipedia.org/wiki/Victim_blaming]

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“ … Ohne Videomaterial wäre George Floyds Tötung vermutlich nicht als solche verfolgt worden. Ohne Videomaterial wäre nicht sichtbar, dass die von einem ICE-Agenten in ihrem Auto erschossene Renée Good keinen seiner Kollegen zuvor angefahren hatte und er [nicht] aus Selbstverteidigung schoss. [Durch …] Videomaterial [… wurde klar …], dass Alex Pretti … kaltblütig hingerichtet wurde. … [Die ICE-Agenten nahmen ihm die Waffe ab, und schossen danach. Ohne Videomaterial hätte ICE das vertuschen können] … Wie wichtig es ist, dass Menschen filmen, wenn sie von staatlichen Stellen ausgeübte Gewalt sehen, wird derzeit während der brutalen ICE-Einsätze und der Proteste in Minneapolis klar. …“ | Aus: „Die Kamera als Waffe“ Valérie Catil (27.1.2026) | Quelle: https://taz.de/Ermordung-von-Alex-Pretti-in-Minneapolis/!6148632/

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18. Jan. 2026, 10:32: “ … Ein Bild für die Geschichtsbücher: Der Fotograf John Abernathy dokumentierte in Minnesota einen Protest, als er plötzlich von ICE-Beamten angegriffen wurde. Um die Aufnahmen vor der Beschlagnahmung zu retten, warf er seine Kamera geistesgegenwärtig einem Kollegen zu. …“ | Quelle: https://mastodon.social/@afisch/115915409045197767

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… Abernathy was shot with crowd-control munitions, subjected to intense tear gas and deliberately pepper-sprayed as federal officers detained and ultimately arrested him while he documented protests in the Minneapolis suburb of Fort Snelling, Minnesota, on Jan. 15, 2026. …“ | From: „Photographer arrested, pepper-sprayed and tear-gassed by federal officers …“ Date of incident (January 15, 2026) | Source: https://pressfreedomtracker.us/all-incidents/photographer-arrested-pepper-sprayed-and-tear-gassed-by-federal-officers/

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“ … Photographer John Abernathy tossed his Leica camera to another photographer to make sure it wouldn’t be confiscated, while he was being detained and pepper-sprayed in Minneapolis … This should be the Leica photograph of the year! … “ | By LR (January 17, 2026) | Source: https://leicarumors.com/2026/01/17/epic-photographer-john-abernathy-tossed-his-leica-camera-to-another-photographer-to-make-sure-it-wouldnt-be-confiscated-while-he-was-being-detained-and-pepper-sprayed-in-minneapolis.aspx/

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John Abernathy – Documentary Photographer: I am a documentary photographer based in Minneapolis. My work focuses on public space and power, photographing from inside moments as they unfold. This work is made from within unfolding events. | https://www.abernathyphoto.com/

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Kontext #1

Hummus (26.01.2025): “ …
[Sie werden morgens auf dem Weg zur Arbeit festgenommen, von maskierten Männern nachts aus dem Bett gerissen oder plötzlich beim Einkaufen in große Autos mit schwarz getönten Scheiben gezerrt: Seit dem zweiten Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump geht die US-Einwanderungsbehörde ICE immer brutaler gegen Migranten vor. Die Tötung der US-Staatsbürger Renee Good und Alex Pretti durch Bundesbeamte in Minneapolis war deren jüngste Eskalation. Mit den 75 Milliarden US-Dollar, die ICE bis 2029 zur Verfügung hat, stellt die Behörde Tausende neue Mitarbeiter ein (und zahlt ihnen Boni von bis zu 50.000 Dollar), lässt neue Haftanstalten bauen oder alte wiedereröffnen. 65.000 Menschen sollen sich derzeit in Abschiebehaft befinden, ein Anstieg von fast 70 Prozent seit Januar vergangenen Jahres.Die US-Einwanderungsbehörde ICE hält so viele Menschen fest wie noch nie. Die brutale Migrationspolitik ist zu einem guten Geschäft geworden.] …

Also ein wilder Mix aus Faschismus und Wilder-Westen mit Bountyhunter privaten Gefängnissen und Oligarchen. Voll der Fiebertraum. Und eine Prise Blade Runner. …“
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Joe Shmoe (26.01.2026): “ … Das Schweigen Deutschland wird unerträglich laut. … Deutschland hat selbst Erfahrungen mit SA Truppen gemacht, das ist noch keine 100 Jahre her, und schweigt.
Gerade unsere Vergangenheit sollte uns Verpflichtung sein … Das sind wir nicht nur den Amerikanern schuldig, sondern der Geschichte und damit letztendlich uns selbst. …“
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Eichelhäher: “ … Die Gemeinsamkeiten deutscher und amerikanischer Prioritäten in der Politik kann jeder, der es will, sehen: Abschiebungen. …“
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Gevau (26.01.2026): “ … Die feuchten Träume der AfD-Extremisten gehen in Erfüllung. Ausgerechnet im ,Land of the free‘. .. [„Die AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag verschärft ihren Kurs: Zum Abschluss ihrer Klausurtagung in Oberbayern forderte sie eine Sonderpolizei zur schnelleren Aufgreifung und Abschiebung von ausreisepflichtigen Zuwanderern – nach dem Vorbild der USA.“ | Quelle: „AfD-Fraktion will Abschiebe-Polizei nach Trumps Vorbild ICE“ Christoph Dicke (BR24 Radio am, 23.01.2026) | Quelle: https://www.br.de/nachrichten/bayern/afd-fraktion-will-abschiebe-polizei-nach-trumps-vorbild-ice,V995hdW] …“
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Matthias Koch (26.01.2026): “ … Faschismus ist kein Betriebsunfall der Geschichte, er ist ihr Geschäftsmodell – immer dann, wenn Demokratie die Profite stört. Ohne das große Kapital gibt es keinen Faschismus. … Was in der US-Migrationspolitik geschieht, ist keine „harte Linie“, sondern eine industrialisierte Menschenjagd mit Bilanzkennzahlen. Verhaftungen werden zu Umsatztreibern, Abschiebungen zu Wachstumsstrategien, Haftplätze zu Renditeobjekten. Der Staat stellt die Gewalt, Konzerne liefern Software, Gefängnisse, Flugzeuge und Propaganda – und alle nennen es „Effizienz“. Das ist kein Ausrutscher, das ist Systemlogik. Autoritäre Politik schafft den Ausnahmezustand, das Kapital monetarisiert ihn. Menschenrechte werden zur lästigen Variable, die man aus der Excel-Tabelle streicht. Wer heute einsperrt, überwacht und deportiert, tut es nicht trotz, sondern wegen der Profitaussichten. Die immer gleiche Lüge lautet: Das habe nichts mit Faschismus zu tun, das sei Pragmatismus. In Wahrheit ist es Klassenpolitik mit Schlagstock und Algorithmus. Wenn Freiheit Kosten verursacht, wird sie abgeschafft. Wenn Angst Gewinne bringt, wird sie produziert. Faschismus trägt heute keinen Stahlhelm mehr. Er trägt Anzug, spricht von „Sicherheit“ und „Ordnung“ – und unterschreibt Verträge. Und solange sich Entrechtung rechnet, wird er nicht bekämpft, sondern finanziert. …“
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Mit Verlaub1 (26.01.2026): “ … Um den Profit zu steigern könnte man ja vielleich noch Formate a la Running Man ins Programm aufnehmen. … [Einschub: Menschenjagd ist ein Roman des US-amerikanischen Autors Stephen King, der als vierter Roman unter Kings Pseudonym „Richard Bachman“ herausgegeben wurde. Veröffentlicht wurde er durch den NAL-Verlag im Jahre 1982. … Der Roman spielt in einer nahen Zukunft – dem Jahre 2025 – und handelt von dem arbeitslosen Familienvater Benjamin Stuart Richards, der mit seiner Frau Sheila Catherine und seiner schwerkranken Tochter Catherine Sarah in der sogenannten Co-op-City, einer Slum-ähnlichen Wohnsiedlung, wohnt. Die Regierung und die öffentlichen Fernsehanstalten haben sich zu großen Allianzen zusammengefunden, Demokratie findet faktisch nicht mehr statt, und die Großstädte sind infolge der jahrelangen Misswirtschaft total verseucht. Im Fernsehen des Jahres 2025 finden makabere Gameshows statt. Mit Spielen wie „Tretmühle zum Reichtum“, an denen nur chronisch Herz-, Leber- oder Lungenkranke teilnehmen können, werden die Zuschauer unterhalten. Populärste Show des Jahres 2025 ist die Spielshow „Menschenjagd“ („Running Man“), in der Zuschauer und zu der Fernsehanstalt gehörige Jäger einen jeweiligen Kandidaten jagen und möglichst medienwirksam zu töten versuchen. Hierbei kommen oft nichtbeteiligte Personen zu Schaden. … | https://de.wikipedia.org/wiki/Menschenjagd_(Roman) || Running Man ist ein US-amerikanischer Spielfilm frei nach Stephen Kings Roman Menschenjagd. Der Film hatte am 13. November 1987 Premiere in den USA und lief am 30. Juni 1988 in den westdeutschen Kinos an. … „Running Man ist nette Action-Unterhaltung […] Zweifelsohne hätte das Szenario allerdings mehr hergegeben. Diese Science-Fiction-Action mit mehr Gesellschaftskritik anzureichern, hätte dem Film gut getan. Jedoch kommt diese nur ganz am Rande vor und tritt im gesamten Mittelteil praktisch gar nicht auf. … Der Ausgang der Jagd ist gleichsam vorhersehbar, wie ausgezeichnet inszeniert.“ – Stefan Ludwig … Trivia: … Dweezil Zappas Charakter Stevie trägt im Film ein rotes Barett der Bundeswehr mit dem Abzeichen der Heeresflieger.| https://de.wikipedia.org/wiki/Running_Man | “ … The contestants are called “runners” and they are hunted by the “stalkers”, professional athletes who are beloved by the public for killing people who have been labeled criminals by their tyrannical government. …“ | https://bloody-disgusting.com/editorials/3471051/rerun-30-years-running-man/] …“ | [ … „Das Millionenspiel ist ein deutscher Fernsehfilm aus dem Jahre 1970 von Tom Toelle und wurde erstmals am 18. Oktober 1970 von der ARD ausgestrahlt. Das Drehbuch dazu verfasste Wolfgang Menge, der dafür die Kurzgeschichte The Prize of Peril des US-amerikanischen Schriftstellers Robert Sheckley adaptierte. In der Mockumentary geht es um eine Fernsehshow, in der ein Kandidat eine Woche lang vor Auftragskillern flüchten muss. Die Bevölkerung ist dabei ausdrücklich dazu aufgerufen, ihm entweder zu helfen oder ihn auffliegen zu lassen. … Der Film nahm inhaltlich viele in Deutschland erst später erfolgte Medien-Entwicklungen vorweg, z. B. Privatfernsehen, Quotenjagd, Reality-TV, Werbeunterbrechung … Ihren Höhepunkt findet diese Entwicklung vor allem in der „Berichterstattung“ des Thilo Uhlenhorst und seines Außenreporterteams (ebenfalls dargestellt von bekannten Fernseh- und Sportreportern), in der die Menschenjagd wie eine Sportveranstaltung kommentiert wird. … In dem Mockumentary-Thriller Strafpark von Regisseur Peter Watkins von 1971 werden Strafgefangene dazu verurteilt, in einer verlassenen Wüste innerhalb von drei Tagen eine Wegstrecke von 80 Kilometern zu Fuß zurückzulegen, um eine in der Einöde aufgestellte amerikanische Flagge zu erreichen und somit ihre Freiheit zu erlangen. Während des Fußmarschs werden die Verurteilten von bewaffneten Polizisten und Soldaten gejagt. … Die US-Filmreihe Die Tribute von Panem (2012–2015), auch als „Die Hungerspiele“ bekannt, hat ebenso ein Spiel um Leben und Tod mit zugeschalteten Zuschauern zum Thema. … Die südkoreanische Serie Squid Game von 2021, in der verschuldete Kandidaten gegeneinander um ihr Leben und ein hohes Preisgeld spielen müssen, war sozialkritisch angelegt, aber wegen der Brutalität der Darstellungen umstritten.“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Millionenspiel | “ … Wer die Frage stellen möchte, ob die von „Das Millionenspiel“ (D 1970) geäußerte Medienkritik nun subtil sei, der sollte sich vielleicht im zweiten Schritt selbst die Frage stellen, wie weit das fiktive Szenario des Films von unserer reellen privatwirtschaftlich organisierten Unterhaltungsindustrie noch entfernt ist? Die Antwort darauf fällt zwangsläufig schockierend aus. Und das quotenorientierte Denken eines politischen Systems, das kaltschnäuzig dazu bereit ist, allein für den Profit über Menschenleben zu gehen, klopft in seiner ganzen Bestialität doch schon längst an unsere medialen Pforten. … Herzstück der abartigen Samstagabendzeremonie ist Thilo Uhlenhorst (Dieter Thomas Heck), der seinen Beruf, wie alle Beteiligten, bar jeder Moral ansiedelt und all das gestelzte Showmastertum als Klebstoff der Geschichte fungieren lässt. … „Das Millionenspiel“ ist seiner Zeit offensichtlich weit voraus gewesen und hat inhaltlich nichts an seiner besorgniserregenden Aktualität eingebüßt – Ganz im Gegenteil. Hoch lebe der Voyeurismus. …“ | Quelle: https://www.moviebreak.de/film/das-millionenspiel-1]
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Kontexte & Kommentare zu: „US-Migrationspolitik: Diese Unternehmen profitieren von Donald Trumps Abschiebepolitik“ David Rech und Jona Spreter, Portland (26. Januar 2026) | Quelle: https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-01/us-migrationspolitik-ice-donald-trump-unternehmen

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Kontext #2

“ … Die USA waren nach 1945 das Über-Ich der Bundesrepublik. … Die deutsche Kultur, Politik und Gesellschaft sind stärker als die anderer europäischer Länder in den vergangenen 80 Jahren von den USA geprägt worden. Die US-Popkultur erschien vielen nach 1945 Geborenen als Ersatz für die im NS-Terror zugrunde gegangen nationale Identität. …“ | Aus: „Deutschland und die USA: Der lange Abschied von Amerika“ Essay von Stefan Reinecke (25.1.2026) | https://taz.de/Deutschland-und-die-USA/!6144361 | Kontext #2A –> [Kulturelles Unterbewusstsein #10 … ] –> https://www.subf.net/fraktallog/?p=24387

Kontext #2B –> [“ … Zum Über-Ich gehören die Funktionen der kritischen Selbstbeobachtung, des Gewissens und der Ideale. Es ist Träger des Ich-Ideals und versucht dessen Ansprüche nach Vollkommenheit zu erfüllen. Große Teile des Über-Ichs sind dauerhaft unbewusst. … | https://de.wikipedia.org/wiki/Strukturmodell_der_Psyche#%C3%9Cber-Ich]

[Das Reale, Symbolische und Imaginäre #102]

Die Grenze zwischen Filmmythos und echtem Leben war unscharf (Aus „La Vérité“ (1960), Wikipedia) … die Göttin der Sorglosigkeit lebt hier nicht mehr … von der Brigitte-Bardot-Welt zu träumen, war viel schöner, als mit ihr ernsthaft in Berührung zu kommen. … (Georg Seeßlen)
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“ … Der Vatikan nannte sie zwischenzeitlich „Inkarnation der Sünde“ …“ Stefan Brändle aus Paris (28. Dezember 2025) | Quelle: https://www.derstandard.de/story/3000000302192/franzoesischer-filmstar-brigitte-bardot-mit-91-jahren-gestorben
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Peer der Wallone: „… Brigitte Bardot und der Vatikan – [Sie] wurde übrigens am 27. September 1995 im Vatikan von Pabst Johannes Paul dem II empfangen. … [Es sah damals] so aus, als [würden] die beiden gut miteinander klar kommen :-). Ist ja auch viel Wasser seit dem Film „Et Dieu créa la femme“ von 1956 den Tiber runter geflossen. …“
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Franz Klug: “ … Schade, dass Brigitte Bardot bei uns nur auf die sexist Frau alive reduziert wurde. …“ | [ Bardot galt besonders in den 1950er und 1960er Jahren als internationales Sexsymbol. Meistens wurde sie als hedonistische, sexuell freizügige und selbstbewusste Schönheit besetzt und prägte damit im Kino einen neuen Frauentyp in der Anfangszeit der Sexuellen Revolution [https://de.wikipedia.org/wiki/Sexuelle_Revolution]. — Brigitte Bardot Filmografie –> https://de.wikipedia.org/wiki/Brigitte_Bardot#Filmografie]

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“ … „Die Wahrheit“ … Dunkler Moralkrimi mit überlebensgroßer BB … 1960: Brigitte Bardot soll für ihren sündigen Lebenswandel verurteilt werden. Die hübsche Dominique (Brigitte Bardot) steht vor Gericht: Die junge Frau soll ihren Liebhaber, den Musikstudenten Gilbert (Sami Frey) ermordet haben. Schnell wird klar: Der konservative Staatsanwalt will Dominique vor allem für ihren in seinen Augen unmoralischen Lebenswandel verurteilen. Viele Zeugenaussagen lassen das facettenreiche Bild einer lebenshungrigen Frau entstehen, die der Provinz nach Paris entfloh und hier vor allem Männerbekanntschaften suchte… Selten wurde eine Schauspielerin so mit ihrer Rolle identifiziert wie BB in diesem Film. Regisseur Clouzot („Lohn der Angst“) nutzte ihr Luder-Image, um wie ein Prophet der 68er-Revolte die moralischen Konflikte seines Landes auszuleuchten. …“ | Quelle: https://www.cinema.de/film/die-wahrheit,1332370.html


“ … La Vérité (1960) … Jahrzehnte später erklärte [ ] Bardot, von all ihren Rollen sei ihr die in Die Wahrheit die liebste gewesen. … Clouzot hat darauf hingewiesen, dass ihn reale Gerichtsverhandlungen, die er zum Teil selbst besucht hatte, zur Thematik seines Films angeregt hatten. … Die Grenze zwischen Filmmythos und echtem Leben war unscharf. Während der Dreharbeiten kursierten Gerüchte über Liebesaffären zwischen Bardot und Frey sowie Bardot und Clouzot. Die Presse brachte Bardots launenhaftes Verhalten immer wieder mit ihren Suizidversuchen in Verbindung. Bardot wurde von Paparazzi gejagt und fühlte sich gehetzt. Als Clouzot sie nach den Dreharbeiten wieder traf, erschien sie ihm sehr bedrückt. Einige Tage später, an ihrem Geburtstag am 28. September 1960, schnitt sie sich die Pulsadern auf. Sie schwebte mehrere Tage lang in Lebensgefahr. …“ | Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Wahrheit_(Film) (28. Dezember 2025)
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“ … Film-Ikone Brigitte Bardot … [ihre] Karriere ist untrennbar mit dem Aufstieg des modernen Starkults verbunden. … “ | Aus: „Film-Ikone Brigitte Bardot ist tot – ihr Vermögen soll ihr Lebenswerk sichern“ Moritz Bletzinger (29.12.2025) | https://www.merkur.de/welt/ist-tot-filmstar-brigitte-bardot-zr-94100270.html
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“ … Der französische Präsident würdigte sie [ ] als „eine Legende des Jahrhunderts“ …“ | Quelle: https://www.t-online.de/unterhaltung/stars/id_101060294/emmanuel-macron-reagiert-auf-den-tod-von-brigitte-bardot-und-nimmt-abschied.html
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“ … Bardot, das wohl erste globale Sexsymbol [eine Projektionsfläche für männliche Phantasmen], empfindet ihr Leben als nicht besonders glücklich. Der Ruhm, ihre Prominenz hätten sie beinahe zerstört. … Ist es absurd, eine Frau zu bedauern, weil ihr die Welt zu Füßen lag und sie damit nicht fertigwurde? … Der Fall Bardot ist auch interessant in einer Zeit, in der beinahe kein Tag vergeht, ohne dass Frauen und insbesondere Schauspielerinnen auf die Nebenwirkungen hinweisen, die das Frausein mit sich bringen kann. … Für ihr Publikum, vielleicht auch für ihre Regisseure, war sie immer mehr Frau als Schauspielerin, egal ob sie mit Louis Malle drehte oder mit Godard. … Dem Mythos Bardot jedenfalls setzte Brigitte selbst mit 38 Jahren ein Ende; als sie entschied, von nun an kein Star mehr sein zu wollen, keine Filme mehr zu drehen. Diese Welt sei unendlich leer gewesen, sagt sie … Bardot versteigerte die Häuser und Autos, den Schmuck ihres Exmanns Gunter Sachs und das Brautkleid, in dem sie, 18-jährig, Roger Vadim ehelichte. Mit dem Geld gründete sie ihre Stiftung, für die „Rettung der Tiere in aller Welt“, wie es im Statut heißt. Seitdem kämpft sie gegen Robbenjagd und grausame Schlachtmethoden, und sie begann damit zu einer Zeit, in der das als bestenfalls exzentrisch galt. … “ | Aus: „Das Rätsel BB“ Julia Amalia Heyer (11.03.2018) | Quelle: https://www.spiegel.de/spiegel/bigitte-bardot-vom-filmstar-zur-tierschuetzerin-a-1197388.html
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Meinungshaber, 28.12.2025: “ … Sie war eine großartige Frau mit Prinzipien. Schön, klug, eine wahrhaftige Französin. Wie auch France Gall, sah sie gestern in einer herrlichen Schlagerhistoriesendung im Fernsehen, mit ihrem Lied „Drei Apfelsinen im Haar“, sehr süss dieses Video aus den 60er Jahren, wunderbar heimatlich und natürlich. ..“

Fri K.: “ … Diese Frau würde von Muslimen mit der Todesstrafe bedacht werde, allein wegen ihrer Filme, Kleidung und Benehmen: Sie ist genau das Gegenprogramm gegen woke Feministinnen und grünes Gendern: Selbstbewusste Frau, die bei „Komplimenten“ und Avancen weiß, wie sie damit umgeht. Chapeau! …“

Udo D.: “ … „wegen Anstiftung zum Rassenhass belangt!“ Welch ein Abschluss für einen Nachruf. Welch eine Anerkennung sozialer Leistung, eines Lebenswerkes, welch ei Taktgefühl der/des/quer
Verfassers/:in! Geht wohl nicht ohne! Schamlos!! …“

[Kommentare zu: welt.de: „Französischer Filmstar Brigitte Bardot mit 91 Jahren gestorben“ (28.12.2025) | Quelle: https://www.welt.de/vermischtes/article695100dad28c9b829c8c952e/nach-stiftungsangaben-franzoesischer-filmstar-brigitte-bardot-mit-91-jahren-gestorben.html]

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„Die Ikone selbstbewusster Weiblichkeit“ (28. Dezember 2025) Brigitte Bardot begründete ein neues Frauenbild – und zog sich jung aus der Öffentlichkeit zurück. Nun ist sie im Alter von 91 Jahren gestorben. Ein Rückblick in Bildern
https://www.zeit.de/kultur/film/2025-12/brigitte-bardot-schauspielerin-saengerin-fotomodell-fs
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Randolf K: Eine ziemlich heftige Rassistin und Sexistin ist von uns gegangen. Dass dies in der gutbürgerlichen ZEIT keine Erwähnung findet überrascht nicht.
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Hatzerim: … Erleichtern Sie sich an der zukünftigen Grabstätte. Es wird Ihnen hoffentlich Genugtuung bringen.
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Leben in Lee @ Randolf K:: Sie könnten bei einer Ausnahmeerscheinung wie Bardot eigentlich zwischen ihrer beispiellosen Karriere und späteren Abschweifungen unterscheiden und im Moment des Todes Respekt vor ihrer Leistung … zeigen. Aber nein, Sie müssen die angekratzte andere Seite der Medaille prominent ins Licht rücken. Enttäuschend.
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Mollmoll: Als Schwarzer stellt sich mir (leider?) nicht die Frage, welchen Aspekt ihres Lebens ich in den Vordergrund stellen möchte.
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Leben in Lee: Antwort auf @Talano068: … Heute Respekt, ab morgen meinetwegen kritisieren. Der Hauptkommentar hält diese Reihenfolge nicht ein.
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One-Republic: Nicht zu vergessen, dass sie unter anderem auch Klassistin war, wo sie gegen Obdachlose hetzte. Die Frau war einfach schlecht gealtert.
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Leben in Lee: Was von Bardot bleibt, ist ihre fast unerreichbare Attraktivität sowie ihr Look und Auftritt, der mit seiner Modernität und Wirkung in ganz Europa Maßstäbe für mindestens 2 Jahrzehnte gesetzt hat.
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gopalvenu: Die Schönheit war vergänglich, die Volksverhetzung ist gerichtsfest.
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One-Republic Antwort auf @gopalvenu: Ihre Schönheit wäre für die Ewigkeit prädestiniert gewesen … Aus einer Göttin wurde später eine verbitterte Frau, die mit Stammtischparolen jonglierte.
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stefanincello: Naja, sie war halt ganz nach dem Geschmack der Medien. Aber sich ganz banal ihrem Sohn widmen brachte sie nicht auf die Reihe. Ein klassisches Kind der 60er eben, in denen die Elfenbeinwelt des absurden Konsums entstand und alle die abgedrehten Konsumenten bewunderten. …
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Wildbader: Ich denke, dass Catherine Deneuve, Jeanne Moreau und Romy Schneider schauspielerisch größere Ikonen des französische Films waren, und sind.
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Michael_DD: Sie war in erster Linie ein Sexsymbol und wurde als solches von der Film- und Entertainment-Industrie ausgebeutet, bis es Jüngere und Schönere gab. Jetzt sind schon zwei oder drei Generationen ohne ihre Filme aufgewachsen (die ja tatsächlich nur selten gezeigt oder besprochen werden), aber sie lebt fort in den sentimentalen Erinnerungen alter weißer Männer an die einstige Traumfrau. Immerhin – Sogar eine tschechische Diesellokomotive trägt ihren Namen wegen des charakteristischen Vorbaus.
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HH-SH: Die letzte Ikone einer Ära…nach Delon und Cardinale nun auch BB. Für mich, weiblich, geb. Ende der 70er Jahren, bis heute ein absolutes Idol! Ihre Filme schaue ich immernoch sehr gerne. So eine wunderschöne Frau, sexy und selbstbewusst, ganz großes Kino! Auch ihr Engagement für den Tierschutz und ihr sehr zurückgezogenes Leben auf La Madrague beeindruckte mich. In punkto metoo teile ich ihren klaren Standpunkt, genau wie die großartige C. Deneuve. Einzig Bardot‘s politische Haltung im Alter verwunderte mich, war sie in jungen Jahren mit Vadim doch eher den Linken zuzuordnen und rebellierte gegen ihr fürchterlich konservatives Elternhaus. Rest in Peace, BB.

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virales: Ich bin wirklich traurig. Ich dachte Brigit B wuerde fuer immer dasein. Brigit Bardot in „Und Gott schuf die Frau“ ein französischer Liebesfilm aus dem Jahr 1956. Fuer mich wurde sie nie älter als in diesem Film.

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Popstars, zerschnitten zum Sammeln und AufhängenHistorische «Starschnitte» aus der Jugendzeitschrift «Bravo» hängen an einer Wand in der Ausstellung «Bravo»-Starschnitte. Quelle –> „Den Anfang machten die Füße von Brigitte Bardot“ Alexander Diehl (12.10.2025) | https://taz.de/Museumsdorf-zeigt-Bravo-Starschnitte/!6115492/

“ … Man nannte sie die schönste Frau der Welt, auch weil sie dem Ideal des neuen Kleinbürgertums entsprach. … Brigitte Bardot war 1959 der erste Bravo-Starschnitt. Netzstrümpfe, umgürtete „Wespentaille“, das lange blonde Haar. Der ikonische „Schmollmund“. Das Bild war mit 156 Zentimetern nachgerade lebensgroß. Und eine Göttinnengestalt, die vielleicht zum ersten Mal danach verlangte, dass das Teenager-Zimmer ein vom Rest der Familie abgesonderter Raum war. … Von der Brigitte-Bardot-Welt zu träumen, war viel schöner, als mit ihr ernsthaft in Berührung zu kommen. Dort hätte man ihren Selbstmordversuch erlebt, ihre Einsamkeit, ihr Gefangensein. Jemand wie Brigitte Bardot war für Charakter- und gar „Altersrollen“ nicht geschaffen. 1973 erklärte sie ihren Rücktritt sowohl vom Film als auch von der Musik – und wurde nie rückfällig. Ihr Bild zu bewahren, fiel der schon wieder nächsten Generation denkbar schwer: Wie konnte sie, eine einstige Vorkämpferin der Befreiung, nun mit den muffigsten Rechten gemeinsame Sache machen, Rassismus und Nationalismus verbreiten, das lobenswerte Ziel des Tierschutzes mit solchem Fanatismus verfolgen, dass noch die letzten Reste der einstigen Sorglosigkeit verschwinden mussten, die einmal ihr Charakteristikum gewesen waren? Die Göttin der Sorglosigkeit, die möglicherweise, wie eine Zeitung damals schrieb, den Sex für die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts neu erfunden hat, ist uns lange schon fremd geworden. … Den Bravo-Starschnitt von Brigitte Bardot kann man sich heute digital zusammengesetzt aus dem Internet für den Heimdrucker bestellen und das kleine Vermögen dafür per PayPal abdrücken. Aber die Göttin der Sorglosigkeit lebt hier nicht mehr. Und nun ist auch ihre menschliche Gestalt verstorben. …“ | Aus einem Essay von Georg Seeßlen: „Zum Tod von Brigitte Bardot: Die Göttin der Sorglosigkeit“ (28.12.2025) | https://taz.de/Zum-Tod-von-Brigitte-Bardot/!6141456/

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Georg Seeßlen (* 1948 in München) ist ein deutscher Autor, Feuilletonist und Cineast …
https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_See%C3%9Flen#Schriften_(Auswahl)

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[Journalismus (Flood The Zone with…) #28]

Wenn Sie Ihr Vaterland und Ihr Volk lieben, wird die Geschichte, die Sie schreiben, immer positiv sein … Medien sind nicht zuletzt als Wohlfühl- und Bestätigungsräume gegründet worden. … (Ambros Waibel, 27.12.2025). … Unsere politischen Überzeugungen und unser Verhalten [wird] maßgeblich von unseren sozialen Identitäten motiviert und beeinflusst (Samuel Bagg – November 12, 2025) … | Oder … Notizen zur Aufrechterhaltung von Unwissen …
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Johann Peter Hasenclever: Das Lesekabinett, 1843
// https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Peter_Hasenclever

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“ … Wer einmal die wissenschaftliche Definition von Propaganda kennt, merkt schnell, dass einfach alle Staaten, alle Parteien, alle Unternehmen und Lobbygruppen Propaganda betreiben. … Oder wie der Publizistik-Forscher Michael Kunczik es auf den Punkt bringt: „Unterscheidungen zwischen Werbung, PR und Propaganda“ sind nichts weiter als „semantische Spielereien“. …“ | Aus: „Propaganda, auf die wir alle hereingefallen sind“ Pauline Jäckels (10.6.2025) | Quelle: https://taz.de/Internettrend/!6090082/
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Gedankensprung // “ … Es ist eine Geschichte, die sich immer wiederholt: Eine (zumeist) religiöse Gruppe verkündet ein konkretes Datum für den Weltuntergang. Die Anhängerinnen und Anhänger bereiten sich vor, geben Jobs auf, verkaufen Häuser, verabschieden sich von Freunden. Und dann … passiert nichts. … Leon Festinger hat [den Begriff „kognitiven Dissonanz“] 1956 geprägt, nachdem er eine kleine UFO-Sekte beobachtet hatte. Die Gruppe um Dorothy Martin erwartete eine verheerende Flut für den 21. Dezember 1954, vor der sie durch Raumschiffe gerettet werden sollten. Als weder Flut noch UFOs kamen, löste sich die Gruppe aber nicht auf. Martin empfing stattdessen eine überraschende neue Botschaft: Die Gebete der Gruppe hätten so viel Licht verbreitet, dass Gott die Katastrophe abgewendet habe. Festingers Erkenntnis: Wenn Menschen viel in einen Glauben investiert haben – egal ob emotional, sozial oder finanziell – ist es psychologisch oft einfacher, die Realität umzudeuten, als den Glauben aufzugeben. … Die Fähigkeit von Menschen, nach dem offensichtlichen Scheitern einer Prophezeiung weiterzumachen, ist also kein Zeichen von Dummheit. Es ist ein Zeichen dafür, wie gut Menschen darin sind, Hoffnung und Sinn zu konstruieren – selbst angesichts dessen, wie offensichtlich die Realität dem widerspricht. … “ | Aus: „Wenn die Welt einfach nicht untergeht“ Fabian Maysenhölder (27.12.2025) | Quelle: https://www.n-tv.de/panorama/Wenn-die-Welt-einfach-nicht-untergeht-id30108307.html

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“ … Die jüngst enttarnten MAGA-Fake-Accounts bei X werfen ein Schlaglicht auf eine globale Schattenbranche … Manche der Fake-Accounts aus afrikanischen Ländern, Osteuropa oder Süd- und Südostasien, die X diese Woche womöglich versehentlich enttarnte, sind mittlerweile gelöscht. »@America_First0« zum Beispiel, betrieben von Bangladesch aus, und am Montag dieser Woche noch eifrig damit beschäftigt, mit Pro-Trump-Content »das Gute voranzutreiben und dem Bösen zu widerstehen«. Der Account hatte über 60.000 Follower. …“ | Aus: „Demokratie-Zersetzung als Billiglohn-Job“ (Aus einer Kolumne von Christian Stöcker [Jahrgang 1973, ist Kognitions­psychologe und Professor an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW).], 30.11.2025) | Quelle: https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/social-media-propaganda-demokratiezersetzung-als-billiglohn-job-kolumne-a-33964199-ac0f-4206-bf30-c134cb45e200
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“ … Agnotologie („ohne Erkenntnis“) untersucht als Forschungsrichtung die kulturelle Erschaffung und Aufrechterhaltung von Unwissen. … Der Begriff [Agnotologie] wurde im Umfeld der US-amerikanischen Stanford University eingeführt. Dort fand im Oktober 2005 ein Workshop unter dem Titel Agnotology: The Cultural Production of Ignorance statt, der von den Wissenschaftshistorikern Londa Schiebinger und Robert N. Proctor organisiert wurde. In einer wissenschaftlichen Arbeit Schiebingers von 2004 nennt diese Robert N. Proctor als Wortschöpfer und beschreibt Agnotologie als Gegengewicht (englisch counterweight) zur Epistemologie [Epistemologie –> https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%89pist%C3%A9mologie]. Unwissen sei oft nicht das Fehlen von Wissen, sondern das Resultat politischer, kultureller und kommerzieller Kämpfe. … Die Wissenschaftshistoriker Christophe Bonneuil (CNRS & EHESS, Paris), Pierre-Louis Choquet (Sciences Po, Paris) und Benjamin Franta (Stanford University) definieren Agnotologie 2021 als „[…] the study of culturally induced ignorance or doubt.“ … “ | Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Agnotologie
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“ … Für die Soldaten gab es neue Panzer, Flugzeuge und U-Boote. Für die Menschen an der Heimatfront die Wochenschau im Kino, den Volksempfänger zu Hause und Plakate an jeder Straßenecke. Der Bedeutung des Plakats ist jetzt die Kunsthistorikerin Sylke Wunderlich in ihrem mit über 200 Motiven bebilderten Buch „Propaganda des Terrors“ auf den Grund gegangen. Durchaus ein Wagnis, weil es um zwei sehr unterschiedliche Sphären geht: Ideologie und Kunst. …“ | Aus: „NS-Plakate: Kunstvolle Propaganda“ Marcel Fürstenau (29.11.2020) | Quelle: https://www.dw.com/de/ns-plakate-kunstvolle-propaganda/a-55742602

“ … ich [habe] Propaganda vor allem als Kuriosum betrachtet. Doch ihre Mechanismen erwiesen sich als perfide wie wirkungsvoll. … Wladimir Medinski [https://de.wikipedia.org/wiki/Wladimir_Rostislawowitsch_Medinski] … [„Medinski gilt als ultrakonservativ, sein besonderes Augenmerk gilt der Verklärung der russischen Geschichte. … So ist er Autor mehrerer historischer Sachbücher, die russische Propaganda verbreiten. Unter anderem war er auch an einem Geschichtsbuch beteiligt, das in allen elften Klassen Unterrichtsstoff ist. Diktator Stalin [–> https://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Stalin], dessen Schreckensherrschaft Millionen Menschen zum Opfer fielen, wird darin als weise und effektiv beschrieben, seine Verbrechen werden entschuldigt. Für den Untergang der Sowjetunion wird nahezu komplett Michail Gorbatschow verantwortlich gemacht. … “ | Quelle: https://www.stern.de/politik/ausland/wladimir-medinski–wer-ist-der-mann–der-putin-in-istanbul-vertritt–35725470.html (Aus: „Putins Verhandlungsführer in Istanbul nimmt kaum jemand ernst“ Eugen Epp (15. Mai 2025))] … [Wladimir Medinski] Duma-Abgeordneter, dann Kulturminister und heute wichtiger Putin-Berater […] schrieb die Geschichte buchstäblich um … „Fakten an sich“ bedeuten ihm „nicht viel“, wie es in einem seiner Werke heißt: „Alles beginnt nicht mit Fakten, sondern mit Interpretationen. Wenn Sie Ihr Vaterland und Ihr Volk lieben, wird die Geschichte, die Sie schreiben, immer positiv sein.“ … “ | Aus: „Perfide Narrative“ Kolumne „Eastsplaining“ von Yelizaveta Landenberger (26.12.2025) | https://taz.de/Wie-Putin-die-Russen-indoktriniert/!6137248/
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“ … Steve Bannon, der rechtspopulistische ehemalige Berater von Donald Trump, äußerte [ ] – in Bezug auf die US-amerikanische Politik: „The Democrats don’t matter. The real opposition is the media. And the way to deal with them is to flood the zone with shit“ („Die Demokraten spielen keine Rolle. Die echte Opposition sind die Medien. Um mit ihnen fertig zu werden, muss man das Gelände mit Scheiße überfluten.“) […] Große Sprachmodelle (LLMs) wie ChatGPT sind aufgrund ihrer Funktionsweise klassische Bullshitter. Sie verstehen die Inhalte und Bedeutung der Texte nicht, die sie verarbeiten, sondern gewinnen ihre Ergebnisse aufgrund statistischer Zusammenhänge wie beim Wörter-Würfeln. Damit können sie nicht zwischen wahr und falsch unterscheiden. Ihr Output ist von fortgesetzten Ungenauigkeiten durchzogen, die oft irreführenderweise als Halluzinieren der KI bezeichnet werden. …“ | Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Bullshitting (16. September 2025)

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Philipp Hübl in der Video-Vorlesung: „Bullshit-Resistenz. Einführung ins kritische Denken
Universität der Künste Berlin (UDK), Sommersemester 2023.
–> https://youtu.be/azp3g8vpBJE (1 Stunde 19 Minuten)

Vorlesung 1: „Einführung: Lügner, Bullshitter und Trottel“
Literatur: Ariely, Dan (2012) The Honest Truth About Dishonesty:
How We Lie to Everyone – Especially Ourselves. New York: Harper
Frankfurt, Harry G. (2006) Bullshit. Frankfurt am Main: Suhrkamp
Gilovich, Thomas (1991) How We Know What Isn’t So. The Fallibility of Human
Reason in Everyday Life. New York: Free Press
Hübl, Philipp (2018) Bullshit-Resistenz. Berlin: Nicolai Verlag
Kant, Immanuel (1784) „Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?“
Berlinische Monatsschrift, Heft 12: 481–494
Rogers, Todd et al. (2017) „Artful Paltering: The Risks and Rewards of Using Truthful Statements to Mislead Others“ Journal of Personality and Social Psychology 112, 3: 456–473
Trivers, Robert (2011) The Folly of Fools. The Logic of Deceit and Self-Deception in Human Life.
New York: Basic Books

@George1966ism (2023): Am liebsten täuscht man doch sich selbst. …

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“ … Gesellschaft und Medien erleben polarisierte Zeiten. Viele Menschen und sicher auch die meisten Redaktionen wollen aus dem Teufelskreis ausbrechen. Aber, wie gelingt Kommunikation in der Krise? … Die gesellschaftlichen Debatten verlaufen in Teilen unerbittlich. … In manchen politischen Fragen stehen sich die Lager inzwischen so weit entfernt gegenüber, dass sie nicht mehr miteinander ins Gespräch kommen. Die jeweiligen Seiten beharren auf „ihren“ Tatsachen, sie kennen neben Schwarz und Weiß kaum mehr Grautöne. Was sich für Deutschland sagen lässt, das gilt auch weltweit. Der Wahlkampf in den USA überbietet noch einmal, was wir hierzulande erleben. Ein Beispiel anderer Art ist die internationale Diskussion über den Terroranschlag der Hamas und den folgenden israelischen Militäreinsatz im Gazastreifen. Die Auseinandersetzungen werden in den sogenannten Sozialen Medien ausgetragen, längst aber auch an anderen Orten: Politikerinnen, Journalisten und Menschen, die sich in anderen Bereichen engagieren, sind Anfeindungen und Bedrohungen ausgesetzt – manchmal sogar körperlicher Gewalt. …“ | Aus: „Verständnis und Verständigung: Medien in polarisierten Zeiten“ Marco Bertolaso (08.04.2024) | Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/forum-journalismuskritik-2024-100.html
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“ … In Europa verbreiteten [ ] russische Fake-News-Schleudern im vergangenen Herbst beispielsweise maßgeblich das Gerücht, in Paris hätten Geflüchtete aus der Ukraine eine Bettwanzenplage ausgelöst. Und in Deutschland tauchten schon 2022 Dutzende Websites auf, die das Layout großer Medienmarken wie Welt, und Spiegel imitierten und russische Propaganda verbreiteten. Wie viel Schaden solche Websites anrichten, ist bisher kaum zu messen. Klar aber ist: Je regelmäßiger öffentliche Debatten mit den Begriffen und entlang der Fronten eingespielter Kultur- und Identitätskämpfe geführt werden, desto eher sind Menschen bereit, alles zu glauben, was ihre Meinung stärkt – egal, wie unseriös die Quelle ist. …“ | Aus: „Pink-Slime-Journalismus: Der große Schleimangriff“ Lenz Jacobsen (6.4.2024) |
Quelle: https://www.zeit.de/kultur/2024-04/pink-slime-journalismus-online-desinformation-demokratie-usa

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Ambros Waibel (27.12.2025): “ … Eine hektische, links- wie rechtspopulistische, ost- wie westsentimentale Kampf- und Gesinnungspresse feiert Wiederauferstehung – mal wieder: Denn Medien sind nicht zuletzt als Wohlfühl- und Bestätigungsräume gegründet worden. Möglicherweise nimmt dieser Trend zur meckernden Muffigkeit in einer Epoche, in der der Wahrheit auch immer etwas Katastrophisches anhaftet, sogar zu. … Wer sich weiter der wirklichen Welt aussetzen will, wer […] auf exakte Informationen zum Selbstschutz gar nicht verzichten kann – der muss in der gegenwärtigen Medienwelt einiges an Dumpfheit und Gemeinheit beiseiteschieben, um zum Ziel zu gelangen: „Flood the Zone with Shit“ ist die Parole der Pöbelportale. Wer die Masche einmal durchschaut hat, wird darauf nicht auf Dauer reinfallen. Und Trost nicht im Ressentiment suchen, sondern in der Zuversicht darauf, was Menschen bewegen können, solange sie sich ihre Menschlichkeit als zentralen Wert bewahren. …“ | Quelle: https://taz.de/Journalismus-in-der-Krise/!6137280/
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shitstormcowboy, 27.12.2025, 11:56 Uhr: “ … Gut informiert zu sein ist ein hohes Gut, das aber viele gar nicht anstreben, letztendlich, weil es ihnen inzwischen auch zu teuer geworden ist. Gut informiert zu sein heißt auch: Man liest gerne die TAZ, aber auch die FAZ, die FR und Die Süddeutsche und Die Zeit sowieso. Und um die „dunkle Seite“ des Journalismus zu kennen, auch Die Welt. Den Spiegel sowieso. Pflichtlektüre. So. Wer kann sich das leisten? Heute? … Gerade für die, die ohnehin schon kaum über die Runden kommen. Aber gerade die bräuchten Information. Z.B. darüber, warum sie eventuell in der Misere stecken. Online sind heute viele … Dabei werden sie nebenbei geflutet, [mit] Shit. …“

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“ … Wir bewegen uns zwischen den Kulissen der Aufklärung wie Schauspieler mit dem falschen Text im Bühnenbild eines längst abgespielten Stücks. … Aufklärung ist riskantes Denken. Wir, die Erben, wollen dieses Risiko nicht mehr eingehen. Wir wollen eigentlich keine Zukunft, wir wollen nur, dass unsere privilegierte Gegenwart nie aufhört, obwohl sie zusehends um uns herum bröckelt und gespalten wird. …“ | Aus: „Sind wir noch die Kinder der Aufklärung?“ Philipp Blom (1. August 2018), Quelle: https://www.zeit.de/2018/32/philipp-blom-salzburger-festspiele-aufklaerung-rede-warnung/komplettansicht
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Blues Man #32: “ … Aus dem Blickwinkel eines privilegierten Bourgeois lässt sich gut Reden schwingen. Wenngleich mir der Text eigentlich gut gefallen hat, aber ich kenne auch die andere Seite, das proletarische Sein und, ohne pathetisch wirken zu wollen, den Kampf ums tägliche Brot. Und aus dem Blickwinkel stellt sich die Welt ganz anders dar. Aber das wird der Eröffnungsredner der Salzburger Festspiele und das elitäre Publikum niemals nachvollziehen können. …“
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kannnichtsein #32.1: “ … das proletarische sein kenn ich auch, [aber] der text ist auch aus diesem blickwinkel richtig. …“

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Nachtrag / Kontext #1: „Aus dem Blickwinkel eines privilegierten Bourgeois / das proletarische sein“

“ … Die epistemische Logik, auch Wissenslogik, befasst sich mit Glauben und Wissen bei Individuen sowie Gruppen. Ziel von Untersuchungen mittels epistemischer Logik ist oft ein dynamisches oder flexibles Modell von Meinungs- und Wissenszuständen. …“ | Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Epistemische_Logik (2026)

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[„… Kurz gesagt, jahrzehntelange Forschung hat gezeigt, dass unsere politischen Überzeugungen und unser Verhalten maßgeblich von unseren sozialen Identitäten motiviert und beeinflusst werden: also von den vielen sich überschneidenden sozialen Gruppen, mit denen wir uns verbunden fühlen. Solange wir diese tiefgreifende und allgegenwärtige Abhängigkeit nicht berücksichtigen, werden unsere Versuche, die epistemischen Mängel zu beheben, die die heutigen Demokratien bedrohen, zwangsläufig scheitern. …“ (Samuel Bagg – November 12, 2025) ] | „… In short, decades of research have demonstrated that our political beliefs and behavior are thoroughly motivated and mediated by our social identities: i.e., the many cross-cutting social groupings we feel affinity with. And as long as we do not account for this profound and pervasive dependence, our attempts to address the epistemic failures threatening contemporary democracies will inevitably fall short. …“ | From: „The Problem is Epistemic. The Solution is Not.“, Samuel Bagg – November 12, 2025 | Source: https://blog.apaonline.org/2025/11/12/the-problem-is-epistemic-the-solution-is-not/?amp=1

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Nachtrag / Kontext #2: „Aus dem Blickwinkel eines privilegierten Bourgeois / das proletarische sein“

Epistemische Ungerechtigkeit legt strukturelle Verwobenheit von Wissen, Macht und gesellschaftlicher Anerkennung offen: “ … Epistemische Ungerechtigkeit bezeichnet eine Form sozialen Unrechts, bei der Menschen in ihrer Fähigkeit, Wissen zu äußern, weiterzugeben oder zu verstehen, systematisch benachteiligt werden. Sie tritt beispielsweise auf, wenn einer Person aufgrund von Vorurteilen weniger Glaubwürdigkeit zugesprochen wird oder wenn bestimmten Gruppen die sprachlichen und begrifflichen Mittel fehlen, um ihre Erfahrungen verständlich zu machen. Das Konzept wurde maßgeblich von Miranda Fricker entwickelt und legt die strukturelle Verwobenheit von Wissen, Macht und gesellschaftlicher Anerkennung offen. …“ | Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Epistemische_Ungerechtigkeit (2026)

[Wirklichkeitsbezug #31 … ]

MISSVERSTEHEN SIE MICH RICHTIG:
Max Uthoff zu Gast bei Maja Göpel (04.12.2025)
0:00 In dieser Folge…
1:57 Backstage
4:06 Tod des Internets durch KI, verfrühter Kulturpessimismus
9:13 Werdegang als Kabarettist und Jurist bis zur Anstalt
17:43 Journalische Eitelkeit, ironisierte Beleidigungen, Grimme-Preis bis Lüdenscheider Lüsternklemme
25:20 Maja muss sich zügeln, Positionen der Anstalt
36:49 Kabarettistische Opfersuche, reaktionäre Spießer aus dem Sauerland
46:06 Was ist links? Pokerfaces, Anstand und Mehrheiten
55:49 Grifting Away, abmontierte Demokratie der USA
1:01:51 Vaterfiguren von Autokraten, Bildung der Zukunft
1:23:28 Verteidigung der Wirklichkeit, Satire für die Gesellschaft, Bürgerräte
1:37:33 Boykott der Giganten
1:42:58 Kulturgut Humor, Scham
1:53:12 Intrinsisch motiviertes Lernen
1:59:38 3 Botschaften
2:02:24 Outro
–> https://youtu.be/cVpcYyb9UX8

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@sascharambeaud … angenehm und selten in der heutigen Zeit, einfach mal zwei intelligente Menschen mit echten Themen in Ruhe sprechen zu sehen.
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@scantrain5007 … Besonders die Betrachtungen über Schule und Bildung treffen den berühmten Nagel auf den Kopf. 160 Jahre probiert, was mehr schlecht als recht funktioniert. Mein Fazit daraus: Von der ‚Obrigkeit‘ kann man keine Veränderungen erwarten …
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@stefan_P_62 wir haben offensichtlich sehr kluge Menschen in diesem Land. Warum, zur Hölle, kommen in unserem System immer die an die Spitze (der Macht) die am rücksichtslosesten, schamlosesten und hemmungslosesten sind. Egal ob in der Politik oder in der Wirtschaft.

[Aufklärung und Wirklichkeitsbezug #13 … ]

… in einer geteilten Wirklichkeit … Als personalisierte „Wahrheiten im Plural“, die angereichert von Affekten und Emotionen den Status subjektiver Wahrheiten innehaben, entziehen [ ] sich [soziale Medien] einer Nachprüfbarkeit, sind in ihrer Quantität schlicht überschaubar und erweisen sich aus sich selbst heraus als Beleg für die Unmöglichkeit der medialen Wahrheitskonstruktion. …

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“ … [[ … Die bikamerale Psyche ist in der Psychologie eine hypothetische Vorstufe des menschlichen Bewusstseins, die 1976 von Julian Jaynes in seinem Werk The Origin of Consciousness in the Breakdown of the Bicameral Mind postuliert wird. … … Die Hauptthese von Julian Jaynes, die er selbst preposterous („absonderlich“) nennt, besagt: Bewusstsein hat sich in historisch nachweisbarem Ausmaß erst in dem Jahrtausend vor der klassisch-griechischen Hochkultur entwickelt, etwa zwischen 1300 und 700 v. Chr. Die Menschen vor dieser Zeit hatten kein Bewusstsein, das heißt im Sinne Jaynes’ kein autonomes, exekutives Selbst. | https://de.wikipedia.org/wiki/Bikamerale_Psyche]] … Im Interview zeichnet McLuhan ein Bild der Rückkehr: „Wir kehren zurück in den Zustand des bicameral mind, kollektiv, tribal, ohne individuelles Bewusstsein.“ … Der Begriff des „bicameral mind“ stammt ursprünglich vom Psychologen Julian Jaynes, der damit einen präliteralen, vorbewussten Zustand des Menschen beschreibt: ein Denken, das nicht im Sinne innerer Reflexion funktioniert, sondern in dem die rechte Hirnhälfte – bildhaft, akustisch, mythisch – die linke dominierte. Entscheidungen, Intuitionen, Handlungen wurden nicht als inneres Selbstgespräch erlebt, sondern als „Stimmen der Götter“, als Befehle einer externen Autorität. Es war ein Leben in totaler Präsenz, ohne Distanz zwischen Impuls und Reaktion, zwischen Wahrnehmung und Interpretation. … [ Gerade deshalb sollten wir McLuhan nicht auf seine Aphorismen reduzieren. Seine Theorie ist keine Maschinenkritik, sondern eine Form der Selbstbeschreibung moderner Gesellschaft, die den Menschen nicht überschätzt, sondern funktional einordnet. Widerständigkeit? Möglich. Aber selten. Wahrscheinlicher ist, dass das System uns längst mitdenkt – auch wenn wir glauben, ihm zu widersprechen. Juni 2025 um 10:55 ] …“ | Aus: „Das globale Dorf als Brennglas der Gewalt – Ein systemtheoretischer Exkurs mit Marshall McLuhan“ gsohn (3. Juni 2025) | Quelle: https://ichsagmal.com/das-globale-dorf-als-brennglas-der-gewalt-ein-systemtheoretischer-exkurs-mit-marshall-mcluhan/
// https://de.wikipedia.org/wiki/Medientheorie

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Bild: Wechselseitige Irritationen: Social Media, Massenmedien, ‚Öffentlichkeit‘
January 2017, In book: Geschlossene Gesellschaften.
Verhandlungen des 38. Kongresses der DGS.
Publisher: DGSEditors: Stephan Lessenich
Authors: Jan-Felix Schrape, University of Stuttgart

“ … ‚Die Öffentlichkeit‘ bleibt [ ] bis zu einem gewissen Grad stets eine Fiktion (Schmidt 2001). … Die Existenz einer ontologischen Realität als Beobachtungshorizont wird auch aus dieser Perspektive nicht bestritten – diese kann aber keinesfalls beobachterunabhängig erfasst werden – weshalb übergreifende Bezugsgrundlagen wie ein geteiltes Zeit- und Zahlenverständnis, unsere Sprache sowie weitere sozial kristallisierte Symbolstrukturen notwendig werden, um Kompatibilität zwischen den mannigfaltigen Realitätssichten zu schaffen. …“ | Aus: „Wechselseitige Irritationen: Social Media, Massenmedien, ‚Öffentlichkeit‘“ Jan-Felix Schrape (2017) | Quelle: https://www.researchgate.net/publication/320146511_Wechselseitige_Irritationen_Social_Media_Massenmedien_Offentlichkeit‘

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“ … Das Bewusstsein in der Alltagswelt funktioniert subjektiv sinnhaft, intentional und objektbezogen. Damit ist es abgegrenzt von Bewusstseinsformen in anderen Welten: Traum, theoretische Physik, Spiel und im weiteren Sinne auch Kunst und Religion. Eine bestimmte Wirklichkeitsordnung strukturiert die Alltagswelt. Aspekte dieser Ordnung sind Sprache, Technik, soziale Beziehungen, das Hier und Jetzt als Zentrum, die Differenzierung in Nah- und Fernzonen, die Spezifika der Arbeitswelt, Intersubjektivität, verschiedene mögliche Perspektiven, Selbstverständlichkeit, Ausbildung von Routine- und Problembereichen, die Ausbildung eines Erfahrungsrahmens und eine Zeitstruktur, die sowohl das Konzept permanenten Zeitflusses als auch zeitliche Einzelabschnitte denkbar macht. … Das Wissen über Institutionen strukturiert bereits per Sozialisation die Alltagswelt. Sedimente von Wissen und Sinn bilden dazu Traditionen. Rollen werden von den Menschen internalisiert und repräsentieren die gesellschaftliche Ordnung. Diese Institutionalisierung kann verschieden stark durchgesetzt sein. Legitimationskrisen können zu historischer Veränderung führen oder neue Subsinnwelten produzieren. Dabei spielt der Grad der Verdinglichung eine große Rolle: Wie stark werden Gesellschaft oder Rolle als natur- oder gottgegeben wahrgenommen? … Menschen internalisieren subjektive Wirklichkeit über Sozialisation. … Bei einfachen Formen gesellschaftlicher Arbeitsteilung (Bauer, Ritter, …) ist auch die Sozialisation ein einfacher Prozess, resultiert jedoch in starker Identität. … „Wahrscheinlich sind alle Menschen, wenn sie erst sozialisiert sind, latente ‚Verräter an sich selbst‘. Die psychische Schwierigkeit dieses Verrates wird jedoch größer, wenn entschieden werden muß welches ‚Selbst‘ von Fall zu Fall verraten werden soll.“ (S. 181) … “ | Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Die_gesellschaftliche_Konstruktion_der_Wirklichkeit (4. Dezember 2024) – Zu: “ … Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit – ein Werk von Peter L. Berger und Thomas Luckmann. Es erschien 1966 in den USA unter dem Titel „The Social Construction of Reality“. Die deutsche Übersetzung von Monika Plessner wurde 1969 veröffentlicht. Es ist eines der Schlüsselwerke des Sozialkonstruktivismus. …“ | –> https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialkonstruktivismus

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„…Anhand konkreter Beispiele von Begegnungen zwischen Frankreich, der BRD, der DDR und Polen, sowohl in Kunstdiskursen als auch in der Kunst der 1960er bis 1980er Jahre, untersucht Mathilde Arnoux die jeweils unterschiedlichen Auslegungen der Konzepte der Wirklichkeit und des Wirklichen und beleuchtet gleichzeitig, inwiefern diese Wahrnehmungen geteilt, un- oder missverstanden werden. Zeitschriften, Kataloge, Kongresse, Museen, Galerien und andere alternative künstlerische Räume erscheinen hier als Foren, in denen die Facetten der jeweiligen Interpretationen durch die verschiedenen Autoren und Akteure der Kunstgeschichte – Künstler, Kunsthistoriker und Kunstkritiker – Gestalt annehmen. Ausgehend von den herausgearbeiteten Abweichungen wie Überschneidungen werden frühere Analysen kritisch zur Diskussion gestellt, um eine neue Perspektive auf die künstlerischen Beziehungen im Europa des Kalten Krieges anzubieten. …“ | Aus: „Geteilte Wirklichkeit – Für eine Geschichte der künstlerischen Beziehungen zwischen Ost und West im Europa des Kalten Krieges“ (2021) | Quelle: https://www.dfk-paris.org/de/publication/geteilte-wirklichkeit-2897.html | https://gab.hypotheses.org/6241

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“ … Wann immer Neuliberale den Sozialstaat attackieren, operieren sie mit dem Begriff der „Wirklichkeit“. … Kurzum: Die „Wirklichkeit“ ist ein außerordentlich legitimitätsheischender Begriff für straffe Marktreformer. Denn wer sich auf die „Wirklichkeit“ beruft, reklamiert für sich die unleugbaren Fakten, die unstrittige Empirie, ja die absolute Wahrheit. Selbst ist man nüchterner Realist, der andere aber – der die „Wirklichkeit“ partout nicht sehen will – lebt demgegenüber in einer Welt von Illusionen und Verdrängungen. Die „Wirklichkeit“ hat etwas Gebieterisches; sie verlangt folgsame Anerkennung, nicht Diskussion oder Erörterung. Der „Wirklichkeit“ hat man sich zu fügen, ihrer inneren Logik ist kompromisslos zu folgen. Sie setzt die Gegebenheiten, sie ist alternativlos und dadurch vernünftig, ja: Sie ist zwingend. Die „Wirklichkeit“ war und ist – kurzum – die stärkste diskursive Waffe neuliberaler Reformer in dieser Welt, um eine Realität zu desavouieren, die ihnen nicht gefällt und um eine „Zukunft“ zu formen, die sodann als einzig wirklich und damit herrisch absolut gesetzt wird. … “ | Aus: „Geteilte deutsche Wirklichkeit“ FRANZ WALTER (27.9.2005) | Quelle: https://taz.de/Geteilte-deutsche-Wirklichkeit/!539748/

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“ … Der Spiegel-Kolumnist Jan Fleischhauer, der sich als Enthüllungsjournalist für linke Lebenslügen einen Namen gemacht hat, führte im März 2017 vor, warum es so nahe liegt, von den 68ern auf die Neuen Rechten zu kommen. Über ein Interview mit Rudi Dutschke aus dem Jahr 1967 schrieb er: „Wer beim Zuhören die Augen schließt, erkennt viele Parolen wieder, die heute die rechten Provokateure im Munde führen. Da ist die Schmähung der Regierungskabinette als „institutionalisierte Lügeninstrumente“, die Ablehnung des parlamentarischen Systems als manipulativ und unbrauchbar, die Verherrlichung der neuen Bewegung als eine, die „die wirklichen Interessen der Bevölkerung“ ausdrückt.“ … Zum Glück war Fleischhauer nicht im Archiv der taz. Die erste Ausgabe erschien im April 1979 mit Gedanken von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die Rede ist dort von einem Staat, der „jeden Widerstand zu ersticken“ versuche. … Oskar Negt und Alexander Kluge [ ] argumentierten, dass es Gegenöffentlichkeit […] geben müsse, weil in der Öffentlichkeit einer Klassengesellschaft nur theoretisch all das verhandelt werde, was für wirklich alle wichtig ist. In der Praxis würden die Alltagserfahrungen vieler Menschen keine Rolle spielen … Es gibt heute Menschen, die sich in einer Art Diktatur wähnen – in jenem Sinn, in dem bei Oskar Negt und Alexander Kluge 1972 von einer „Diktatur der Bourgeoisie“ die Rede war. Sie wähnen sich in einer Diktatur des Liberalen, die sich nur noch für die Emanzipation immer neuer Minderheiten interessiert: Transgendertoiletten gelten als wichtig, Traditionen nicht. Das ist die Unterstellung. Männer sollen Männer heiraten dürfen, Frauen führen Unternehmen, Kopftücher gehören zu Deutschland, Flüchtlinge dürfen auch einfach rein – es ist nicht mehr so, wie es mal war. Als die 68er den Vertrieb der Bild-Zeitung blockierten oder Zeitungen aus dem Axel-Springer-Verlag verbrannten, da ging es immer auch um die Gefahr von Meinungsmonopolen. Springer kontrollierte damals mehr als 70 Prozent der Tageszeitungen in Westberlin. Die kommentierten die „Polit-Gammler“ und „rote SA“ in Grund und Boden und riefen dazu auf, die „Drecksarbeit“ gegen den „Terror der Jung-Roten“ nicht allein der Polizei zu überlassen. Kurz danach wurde Rudi Dutschke niedergeschossen. …“ | Aus: „Die taz und die Neuen Rechten: Die Lügenpresse, das sind wir“ Klaus Raab (15.4.2017) | Quelle: https://taz.de/Die-taz-und-die-Neuen-Rechten/!5396695/

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“ … Peter Trawny reflektiert leichtfüßig und tiefschürfend zugleich die „Krise der Wahrheit“ demokratischer Gesellschaften – und weist das Beunruhigende als gesellschaftlich produktiv aus … Spannend werden seine Ausführungen auch da, wo sich der Philosoph an der Differenzierung von „Wahrheit“ und „Tatsache“ abarbeitet und damit auch ein wichtiges Schlaglicht auf gegenwärtige Diskussionen um das „(Post-)Faktische“ [ „Als Postfaktizität oder postfaktische Politik wird ein politisches Denken und Handeln bezeichnet, für das Fakten irrelevant sind. “ –> https://de.wikipedia.org/wiki/Postfaktizit%C3%A4t] wirft, bei denen diese Differenzierung oftmals ausbleibt: Im Rekurs auf die Tatsache als historische nachprüfbare Wahrheit (zurückgehend auf die alte Unterscheidung von Tatsachen- und Vernunftwahrheiten [https://de.wikipedia.org/wiki/Vernunftwahrheiten_und_Tatsachenwahrheiten]) eröffnen sich die Möglichkeiten der Diskussion, die vor dem moralisch aufgeladenen Hintergrund einer „Wahrheitsfindung“ versperrt blieben. … Instruktiv ist auch Trawnys Einbettung der Funktionslogik sozialer Medien innerhalb des Wahrheitsdiskurses: Als personalisierte „Wahrheiten im Plural“, die angereichert von Affekten und Emotionen den Status subjektiver Wahrheiten innehaben, entziehen sie sich einer Nachprüfbarkeit, sind in ihrer Quantität schlicht überschaubar und erweisen sich aus sich selbst heraus als Beleg für die Unmöglichkeit der medialen Wahrheitskonstruktion. Gefahren sieht der Philosoph insbesondere in der Relativität eines dehierarchisierten Diskurses von Meinungen ohne Gatekeeper, zumal dieser suggeriert, dass alle diese Meinungen gleichrangig, gleich gültig sind. …“ | Aus: „Freischwebend in der Dauer-Krise“ (Nr. 2, Februar 2022, Kultur- und Medienwissenschaft) Zu: „Peter Trawny: Krise der Wahrheit. S. Fischer Verlag, Frankfurt a. M. 2021“ | Quelle: https://literaturkritik.de/trawny-krise-der-wahrheit,28611.html

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“ … Da ein wachsendes Misstrauen in die Unterscheidung von Realität und Fiktion unsere Gegenwart prägt, begab sich das Duo (Andrea Orejarena & Caleb Stein) seit 2020 auf Social Media und fotografisch auf Erkundungstour. Entstanden ist ein erstes Archiv mit über 2.000 Fotografien und aktuellen Bildformen, das den Einfluss von Verschwörungsnarrativen auf die amerikanische Gesellschaft und die individuelle Wahrnehmung manifestiert. Diese Auseinandersetzung mit Bildern, die teils mit Augenzwinkern, teils mit paranoidem Blick, unser Verhältnis zur Wirklichkeit hinterfragen, haben Orejarena und Stein in ein eigenes fotografisches Konzept weiterentwickelt, das lose einem Atlas verschwörungstheoretischer Schauplätze in den USA folgt. Ihre Serie American Glitch dokumentiert die Landschaften der USA ausgehend von viralen Bildwelten als Simulation. … TACTICS AND MYTHOLOGIES ist die erste Ausstellung der neuen Ausstellungs- und Veranstaltungsreihe »Viral Hallucinations«, die von 2024 bis 2026 die Rolle fotografischer und KI-generierter Bilder für den wachsenden gesellschaftlichen Einfluss von Verschwörungstheorien adressiert. …“ | Aus: „TACTICS AND MYTHOLOGIES“ (2024) | Quelle: https://deichtorhallen-onlineshop.de/products/american-glitch-a-orejarena-c-stein-signed

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“ … Arendt beschreibt im Zusammenhang mit Angriffen der Politik auf Tatsachenwahrheiten die Manipulation der Geschichtsschreibung durch die Politik. Als Beispiel nennt sie Leo Trotzkis Rolle in der Russischen Revolution, die in keinem sowjetischen Geschichtsbuch erwähnt werde. … Zwischen der politischen Vision sowie den eigenen Interessen einerseits und der Lüge andererseits gebe es enge Verbindungen. Eine Konsequenz daraus sei, dass Politiker es mit den Tatsachen nicht so genau nähmen. Anders verhalte es sich mit der Wahrheit, denn sie sei „das, was der Mensch nicht ändern kann; metaphorisch gesprochen ist sie der Grund, auf dem wir stehen, und der Himmel, der sich über uns erstreckt.“ Wahrheiten stehen also im Gegensatz zu Meinungen und Urteilen, die veränderbar sind. „Die Schwierigkeit liegt darin, daß Tatsachenwahrheit wie alle Wahrheit einen Gültigkeitsanspruch stellt, der jede Debatte ausschließt, und die Diskussion, der Austausch und Streit der Meinungen, macht das eigentliche Wesen allen politische Lebens aus.“ Jedoch bleiben die Tatsachen wesentlich für die Beurteilung von Meinungen und beschränken die Möglichkeit der Meinungsbildung: „Tatsachen sind der Gegenstand von Meinungen, und Meinungen können sehr verschiedenen Interessen und Leidenschaften entstammen, weit voneinander abweichen und doch alle noch legitim sein, solange sie die Integrität der Tatbestände, auf die sie sich beziehen, respektieren.“ – Hannah Arendt (Wahrheit und Politik. Berlin 2006, S. 23.) …“ | Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Wahrheit_und_Politik (21. Oktober 2024)

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Gestellte Szenen: Mord und Totschlag mutete der Fotograf Eugène Appert den Betrachtern seiner Bildserie „Verbrechen der Commune“ zu. Allerdings sind die Szenen von Schauspielern nachgestellt und von Appert anschließend zusammengesetzt worden. Die Gesichter der Statisten ersetzte er durch die von Anhängern der Kommune. Das von Regierungstruppen an Kommunarden 1871 verübte Massaker setzte er dagegen nicht in Szene. Foto: Joyce F. Menschel Photography Library Fund
via „Aus den Anfängen der Bildbearbeitung Lincolns Kopf und Calhouns Körper“ [… schon kurz nach Erfindung der Fotografie wurde kräftig manipuliert – indem man Köpfe und Körper austauschte oder sogar Hinrichtungsszenen mit Schauspielern nachstellte. 13.10.2014] | Quelle: https://www.spiegel.de/fotostrecke/fruehe-bildmanipulationen-fotostrecke-119928.html

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„… Es ist wie ein sozialer Schock, wenn auf solche Weise plötzlich der Vorhang fällt, wenn sich alles Politische in der virtuellen Welt auf einmal wie in einem Theater darstellt, wenn offenkundig wird, dass der radikale Verteidiger der Internetzensur ebenso einen freien Zugang zum Internet hat wie jener bekannte Journalist, der bis dato so engagiert gegen den Filtermechanismus des Internets geschrieben hat, als sei er selbst ein Opfer der Zensur. Plötzlich registriert die Internetgemeinde, dass es keine Fronten mehr gibt, dass alle, Feinde wie Freunde, Insassen eines Boots auf einer sehr rauen See sind, die nur unterschiedliche Rollen spielen. … «Die Legitimität einer Herrschaft hängt von vielem ab, dazu gehört zweifellos die Gleichberechtigung in der Kommunikation», schrieb am vergangenen Dienstag die reformernahe Tageszeitung «Ham Mihan» und fügte hinzu, wenn in den sozialen Netzwerken eines Landes der häufigste Verweis dem Buch «Farm der Tiere» von George Orwell gehöre, dann müsse die Herrschaft dieses Landes über ihre Legitimität lang nachdenken. …“ | Aus: „Musk demaskiert. Das Internet als Herrschaftsinstrument“ Ali Sadrzadeh (5. Dezember 2025) | Quelle: https://www.journal21.ch/artikel/musk-demaskiert-das-internet-als-herrschaftsinstrument

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“ … Was als Maßnahme zur Erhöhung der Glaubwürdigkeit konzipiert war, entwickelte sich binnen Stunden zu einem PR-Desaster für diverse politische Influencer. Zahlreiche Accounts, die sich als US-amerikanische Patrioten oder Anhänger der „America First“-Bewegung inszenierten, wurden durch die Anzeige in Ländern wie Nigeria, Russland oder Bangladesch verortet, also klassischen Ländern, in denen sogenannte Trollfarmen betrieben werden. …“ | Aus: „Auslandstrolle: Neues X-Feature entlarvt massenweise Trump-„Fans““ Witold Pryjda (24.11.2025) | Quelle: https://winfuture.de/news,155146.html

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EffEll am 24.11.25 um 13:46 Uhr
wer hätte das gedacht?!

logo00 am 25.11.25 um 18:58 Uhr
… Ich behaupte jetzt aber mal ganz frech, dass das so gut wie jedes digitale Medium betrifft. Leider …

Günther H.
Natürlich sind es die VPN-Adressen. Das Internet ist unfassbar blöd und fehlgeleitet, mir japanische oder rumänische Werbung einzublenden, wenn ich über einen dortigen Server eingeloggt bin, obwohl klar sein sollte, daß ich das wahrscheinlich gar nicht lesen kann.

Tom N.
Warum sollte jemand der in den USA lebt einen weit entfernten VPN in Nigeria oder Pakistan auswählen? …

[Kulturelles Unterbewusstsein #11 … ]

Jenseits der UFA – Zum Scheitern des deutschen Nachkriegsfilm
von Alexander Bohr u. Peter H. Schröder (2002)
–> https://youtu.be/V84fhWEROIc

Die Dokumentation begleitet den deutschen Nachkriegsfilmen der Produktionsjahre 1946 bis 1948. Mit Hilfe von Filmausschnitten, Wochenschauen und Interviews werden die ersten Gehversuche des deutschen Films nachgezeichnet. … “ … harte Zeiten verlangten nach Ablenkung, und so trägt die Dokumentation ,,Jenseits der Ufa“ … nicht umsonst den Untertitel ,,Zum Scheitern des deutschen Nachkriegsfilms“. Denn schon bald hieß es: Keine filmischen Experimente mehr! Zwar mochte die Ufa als Staatskonzern zerschlagen worden sein, doch ihr charakteristischer Stil lebte in der restaurativen Adenauer-Ära fort. Das westdeutsche Publikum wandte sich bald schon lieber den ,,Schwarzwaldmädeln“ und ,,Försterchristeln“ jener Jahre zu. Nachdenken? Unerwünscht! Heimatfilme, Militärklamotten und Schlagerseligkeiten bestimmten nun das Kinoprogramm. Und im Osten? Da beschnitt die Staatszensur künstlerische Freiheiten. …“ | Aus: „Düstere Zeit des deutschen Films“ (20.07.2002) | Quelle: https://www.noz.de/deutschland-welt/panorama/artikel/vermischtes-duestere-zeit-des-deutschen-films-23970264

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Kontexte:

“ … Die deutsche „Traumfabrik“ scheint durch idyllische Bilderreihen einen ganz bestimmten Zweck zu verfolgen und dabei einer Ideologie gewahr zu sein. Der Heimatfilm bewahrte diese Ideologie durch seinen Inhalt und seine spezifische Bildersprache. Daher war es erforderlich, die Trümmerwirklichkeit auszublenden, um diese Illusion des Vollkommenen zu erzeugen, aber auch um den Anschein zu erwecken, dass die deutsche Realität nicht so problematisch war, wie man allgemein annehmen könnte. Anstelle dessen wurden unberührte Wälder und Berge präsentiert, Halbwahrheiten, die von sentimentalem Kitsch erfüllt waren. Die Harmonie und heile Welt erfüllte den Wunsch nach „einem unkomplizierten und unbelasteten Vaterland“. Die deutsche Filmindustrie bediente diese Sehnsüchte und lieferte dem Publikum entsprechende Bilder bis weit in die 1960er Jahre. …“ | Aus: „„Fiktion als widerständiges Element in Alexander Kluges ABSCHIED VON GESTERN (1966/67)“ von Hüseyin Kocintar (Diplomarbeit – Wien, 2015), pdf (89 Seiten) | Quelle: https://services.phaidra.univie.ac.at/api/object/o:1313997/get


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„Medien der 1950er Jahre (BRD und DDR)“
Marburger Hefte zur Medienwissenschaft: 54 / 55
Es geht um eine Neubestimmung einer Zeit und um die Einordnung einer Zeit in die vorhandenen mediengeschichtlichen Rahmen. … (pdf 192 Seiten, 2012)
–> https://mediarep.org/server/api/core/bitstreams/b62c9297-6319-4242-ba54-79eecf5efdad/content

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LINK ACCUMULATOR :: [Filmgeschichte (Notizen)… ]
–> https://www.subf.net/linklist/index.php/topic,206.0.html

[Der Blick in die Kamera #90… ]


“ … Can Sürücü war fünf Jahre alt, er stand kurz vor seinem 6. Geburtstag als er seine Mutter verlor. …“ | Aus: „Der verlorene Sohn meldet sich bei Youtube“ Uta Schleiermacher (1.12.2025) | Quelle: https://taz.de/Femizid-an-Hatun-Sueruecue/!6133777/

// Hatun „Aynur“ Sürücü (* 17. Januar 1982 in West-Berlin; † 7. Februar 2005 in Berlin)
// https://de.wikipedia.org/wiki/Hatun_S%C3%BCr%C3%BCc%C3%BC

[Vor unseren Augen (Politik) #2 …]

„What normalization does is transform the morally extraordinary into the ordinary. It makes us able to tolerate what was once intolerable by making it seem as if this is the way things have always been. … Stanley identifies the pillars of fascist politics that deepen the divide between „us“ and „them“ — denying equality, using a culture of victimhood, and feeding the sexual anxiety of men. Strategies include undermining journalists and reporters, promoting anti-intellectualism, the use of propaganda, spreading conspiracy theories, letting fear and anger overtake „reasoned debate“, and then calling on „law and order“ solutions.“ — Stanley. How Fascism Works | https://en.wikipedia.org/wiki/How_Fascism_Works

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Foto: Gareth Joswig (Gießen, 2025)
via https://taz.de/-AfD-Jugend-und-Gegenprotest-/!6133377/
Kontext: https://de.wikipedia.org/wiki/Generation_Deutschland

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Kontexte – // –

Aus Gießen Gareth Joswig „Gründung „Generation Deutschland“: Rechtsextreme AfD-Jugendorganisation hat jetzt neuen Namen“ (29.11.2025): “ … Die Gründung der AfD-Jugend war ein extrem rechter Offenbarungseid. Und zwar auch der Mutterpartei. … Adrian Maxhuni aus Niedersachsen [stellt] sich vor: Auch er ist langjähriger Kader der JA und gehört zu den völkischen Netzwerken innerhalb der Partei, die spätestens seit 2021 der bestimmende Mainstream der AfD sind und in der Jugendorganisation sogar deutlich länger. Der Landesverband Niedersachsen hatte 2022 die von ihm geführte JA als Jugendorganisation aberkannt, weil sie zu radikal aufgetreten ist. Damals stand in Chats von JA-Gruppen „Wir sollten Tierversuche stoppen und Flüchtlinge dafür nehmen“ oder die „Endlösung für die Musels in Deutschland“. Maxhuni führte die JA Niedersachsen trotzdem weiter. Darüber hinaus soll er auch Kontakte zu einem alten NPD-Ideologen haben, der Schulungen durchführt. Zur Belohnung gibt es 81,09 Prozent. … Die Frage ist nur: Ist der Bogen irgendwann überspannt? Und wie viele Verbotspunkte will die AfD noch sammeln. Kevin Dorow aus Schleswig-Holstein, ein Burschenschaftler mit mehreren Schmissen im Gesicht, testete die Grenzen aus. Er hielt für den ersten Beisitzer im Vorstand die bis dahin radikalste Rede: „Wir distanzieren uns nicht“, ruft er in den Saal, lobt das aktivistisch-außerparlamentarische Vorfeld und leitet dann zum Motto der Hitlerjugend über: „Jugend muss durch Jugend geführt werden“, forderte er. Das HJ-Motto hatte Rechtsextremist Björn Höcke vor einigen Wochen in Social Media gepostet und verschämt wieder gelöscht, nachdem herauskam, dass er mal wieder wissentlich NS-Parolen verbreitet hatte. Dorow bezieht sich auf Höcke und ruft das Motto hier von der Bühne. Dafür gibt es Szenenapplaus. …“ | Quelle: https://taz.de/Gruendung-Generation-Deutschland/!6133527/]https://taz.de/Gruendung-Generation-Deutschland/!6133527/

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Nachtrag #1: “ … Es gibt Momente, in denen die politische Bühne für einen Augenblick aus der Zeit fällt. Ein junger Mann tritt ans Pult, richtet sich auf, holt tief Luft – und spricht, als sei er aus einer anderen Epoche herübergestolpert. Alexander Eichwald hat auf dem AfD-Gründungskongress der „Generation Deutschland“ nicht einfach eine Rede gehalten; er hat ein Rätsel produziert, das nun wie ein Splitter im kollektiven Auge steckt. Man reibt sich und fragt: Was genau habe ich da gesehen? … Vielleicht ist gerade dies das eigentliche Kunststück dieser unfreiwilligen Inszenierung: Sie legt offen, wie dünn die Membran zwischen Vergangenheit und Gegenwart geworden ist. Wie schnell eine politische Bewegung, die sich gern „bürgerlich“ nennt, in ästhetische Abgründe kippt. Und wie irritiert die Öffentlichkeit reagiert, wenn Extremismus nicht mehr als grimmiges Drohgebäude erscheint, sondern als unfreiwillige Groteske. …“ | Aus: „Das Rätsel Alexander Eichwald: Ein politischer Spiegelmoment“ Frank Beutner (15. Dezember 2025) | Quelle: https://www.l-iz.de/leben/gesellschaft/2025/12/das-ratsel-alexander-eichwald-politischer-spiegelmoment-641250

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Juergen Kasek (27. November 2025): “ … eine Partei ist nicht automatisch demokratisch, nur weil sie an Wahlen teilnimmt. Wenn das so wäre, wäre selbst die NSDAP eine demokratische Partei gewesen. … Zu den unverzichtbaren Grundpfeilern unserer Demokratie gehören Gleichheit und Minderheitenschutz. Gleichheit bedeutet: Jeder Mensch zählt – unabhängig von Herkunft, Religion, Hautfarbe oder Lebensweise. Minderheitenschutz bedeutet: Auch die Schwächeren haben Rechte, die nicht vom Stimmungsbarometer einer Mehrheit abhängen. Genau diese Prinzipien stellt die AfD offen infrage. Sie will den Minderheitenschutz faktisch abschaffen und ersetzt das Ideal des Kompromisses durch das Diktat einer angeblich homogenen Mehrheit. Ihr Denken speist sich aus einem völkischen Nationalismus, dessen Kern ein hierarchisierendes, rassistisches Menschenbild ist. Es ist kein Zufall, dass dieses Weltbild nahtlos anschlussfähig ist an die Logik des Nationalsozialismus. … Die größte Gefahr für Deutschland sind nicht allein die Rechtsextremen. Die größte Gefahr ist eine gesellschaftliche Mitte, die im Angesicht des Drucks Begriffe, Forderungen und Feindbilder der Rechten übernimmt – und damit die Normalisierung von Menschenfeindlichkeit vorantreibt. … “ | Quelle: https://juergenkasek.wordpress.com/2025/11/27/wie-demokratien-sterben-und-warum-die-afd-nicht-demokratisch-ist/

[Ordnung, Herrschaft und Interessen #73]

Photo: Jenny Kane (2025) [„Every journalist hit with a stinger grenade or pepper ball by law enforcement while covering a protest is a message from the government“ (18. Nov. 2025, 23:25) | Source: https://social.freedom.press/@freedomofpress/115573045228240088]

Caitlin Vogus (Nov. 18, 2025): “ … A Department of Homeland Security officer sprays a protester outside an Immigration and Customs Enforcement facility on Oct. 2 in Portland, Oregon. Federal agents have attacked journalists working to capture images like these. [“ … You’ve probably seen the inflatable frogs, the dance parties, the naked bike ride. Maybe you’ve also seen the darker images: a federal officer aiming a weapon at protesters, or federal agents hurling tear gas and flash bangs into peaceful demonstrations at a Portland, Oregon, immigration facility. Local journalists have been attacked for bringing images like these to the world. … “If you cover protests, you’re going to have discomfort and hazard. Period. That’s just the way it is,” [Photojournalist John] Rudoff [from Portland, Oregon] told us. “They shoot 20-year-old girls, and they shoot 70-year-old men, and they shoot people in wheelchairs, and they shoot blind people,” he added, referring to federal agents using crowd-control munitions. “The word impunity seems to be coined for them.” Despite the danger, Rudoff refuses to stop documenting. “The entire media ecosystem has been covered with the administration’s rantings about the war-ravaged hellscape of Portland, and the city is burning down, and ICE officers are being attacked, and on and on and on,” he said. “I feel some obligation to try and counter this frankly preposterous narrative that the city’s burning down. It isn’t.” … „] | Source: https://freedom.press/issues/journalists-cameras-become-targets-at-oregon-protests/

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Kontext #1:

Bedrettin Bölükbasi (29.09.2025): “ … Den Einsatz von Militär und Nationalgarde innerhalb des eigenen Landes begründete Trump bislang mit angeblich ausufernder Kriminalität in den Demokraten-Hochburgen. Tatsächlich hat Portland mit einer im nationalen Vergleich hohen Kriminalitätsrate zu kämpfen. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 fiel die Rate der Gewaltverbrechen aber um 17 Prozent. Die höchste Kriminalität herrscht laut den Zahlen der Organisation Major Cities Chiefs Association vor allem in Staaten wie Louisiana, Mississippi und Tennessee. Alle drei Bundesstaaten werden von Gouverneuren der Republikaner regiert. …“ | Quelle: https://www.fr.de/politik/portland-trump-schickt-soldaten-zum-krieg-gegen-die-antifa-nach-zr-93958148.html

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“ … Jona Spreter, Portland (16. Oktober 2025): Vergangene Woche war Heimatschutzministerin Kristi Noem in Portland. Mit ihr reisten mehrere rechtsextreme Influencer an. Sie durften die ICE-Zentrale in Portland betreten, was bislang selbst Ihrem Stadtrat verwehrt bleibt. Sie standen auf dem Dach der Polizeiwache und nahmen Instagram-Content auf. | Bürgermeister Keith Wilson: Es ist beispiellos. Aber das sagen wir ständig über diese Regierung. Hier geht es um mehr als verschobene Normen: Wir haben Bundesbeamte, die mit Scharfschützengewehren auf dem Dach der ICE-Zentrale sitzen, unsere Leute verschrecken und mit Pfefferspraygeschossen schießen. In welcher Demokratie hat es das jemals gegeben? …“ | Aus: „“Die Leute werden von ICE aus ihren Autos gezerrt““ (16. Oktober 2025) | Quelle: https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-10/portland-usa-keith-wilson-nationalgarde-ice-gxe/komplettansicht
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nepomuf: Die Kostüme sind ein brillianter Move. Der Kontrast zu den Tacticool-Kriegslarpern von ICE zieht das Alles in eine lächerliche Ebene, die Bilder der Festnahme friedlicher Frösche und Tiger haben einen eher schlechten Effekt. Und es erinnert alle Protestierenden daran: friedlich! Alle müssen zu jeder Zeit verstehen, dass das Regime nur diesen einen Moment der Eskalation sucht, um sein Notstandsgesetz durchzubringen. Das Schlimmste, was passieren kann, sind Bilder wie in Hamburg vor ein paar Jahren, oder bei den George Floyd Protesten. Genau das wollen Vance, Miller & Co … Wenn in jedem Bild stattdessen lustig Frösche rumhüpfen, wird das schwer. Ich hoffe, es gelingt.

Kontext #2:

„How inflatable frog suits became the protest fashion statement of the year“ Costumes have been worn as political symbols for decades, but animal outfits have become especially popular at anti-ICE demonstrations in Portland (October 14, 2025) | Quelle: https://www.washingtonpost.com/style/fashion/2025/10/14/portland-costumes-protesters-ice-immigration/

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Andersmal: [Auch] In Deutschland wird man beim Besuch der Ausländerbehörde abgeholt in Abschiebegewahrsam genommen, obwohl man einen Ausbildungsplatz hat und von der Airline „Freebird“ hinfort geflogen.
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Aufpassen-971: Es war schon im Mai 2025 in der ZEIT zu lesen, dass Trump und die rechtskonservative Denkfabrik “Heritage Foundation” für das „Projekt 2025“ Soldaten in die liberale Metropolen schicken will. Was im Moment in Portland, Chicago und anderen Städten passiert ist nur die Durchsetzung eines schon lange ausgefeilten Plans, und schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe. Seit über zwei Jahrzehnten fahre ich täglich mit meinem Fahrrad sicher durch Portlands Straßen. Ja, wir haben viele Obdachlose und Drogen hier, doch die werden mit Trumps Politik keineswegs weniger.
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Nihi Liana: Ich habe gerade Besuch aus den USA. Zwei engagierte Akademiker aus dem Bildungsbereich, die sich nächste Woche in Griechenland niederlassen werden, weil sie eine zweite Trump Amtszeit und den MAGA Kult nicht ertragen. Gestern sprachen sie mit einer Kollegin der vor einer Demo geraten wurde ihr Smartphone nicht mitzunehmen, weil Teilnehmer inzwischen geortet und verfolgt werden.
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Wuya: Für Menschenjäger hat das Regime Geld übrig, die werden mit Kopfprämie neu eingestellt, statt entlassen (wie diejenigen, die ab und zu etwas für ihre Mitmenschen tun). Das Gewissen hat in den USA derzeit einen Kurs von 50.000 Dollar.

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Kontext #3: “ … Um das Ziel von einer Million Abschiebungen, also keine freiwilligen Ausreisen, zu erreichen, muss die Regierung noch mehr Razzien durchführen lassen, benötigt mehr ICE-Mitarbeiter. Und das kostet. Im Juli verabschiedete der Kongress mit Mehrheit der Republikaner ein großes Steuer- und Ausgabenpaket. Darin enthalten: rund 170 Milliarden Dollar für Grenzsicherheit und Einwanderungskontrolle für die kommenden vier Jahre. 75 Milliarden Dollar sind für ICE eingeplant. Das Jahresbudget der Behörde wird von etwa acht Milliarden Dollar auf rund 28 Milliarden Dollar mehr als verdreifacht. ICE hat damit einen Etat, der fast dreimal so hoch ist wie das des FBI. … ICE lockt mit Prämien von bis zu 50.000 Dollar und weiteren Leistungen wie der Erstattung von Studienkrediten in Höhe von bis zu 60.000 Dollar. Die Altersgrenzen für Neueinstellungen werden aufgehoben, auch Personen über 40 und unter 18 können sich jetzt bewerben. … “ | Aus: „“Das Heimatland verteidigen“ – wie Trump ICE ausbaut“ Nina Barth, Washington (21.10.2025) | Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/usa-ice-100.html

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