[Kriegsschauplätze #42… ]

Im Westen nichts Neues (1929)

Christian Schröder (25.08.2022): “ … Das Buch, sagte [Regisseur Edward Berger], sei „heute leider relevanter, als wir es erwartet haben“. … Remarques Roman kam 1929 heraus … Er schildert in großer Eindringlichkeit die Brutalität der Schützengrabenkämpfe des Ersten Weltkriegs. Junge Rekruten werden von weit hinter der Front agierenden Politikern und Generälen in den Tod geschickt. Als der Held Paul Bäumer kurz vor Kriegsende von einem Scharfschützen erschossen wird, meldet der Heeresbericht lapidar: „im Westen nichts Neues“. … Als die Hollywood-Verfilmung von Lewis Milestone 1930 ins Kino kam, kam es wegen ihrer pazifistischen Haltung in Deutschland zu scharfen Protesten. Die Nationalsozialisten organisierten eine Kampagne und störten Filmvorführungen, indem sie Stinkbomben zündeten oder weiße Mäuse freiließen. …“ | https://www.tagesspiegel.de/kultur/entscheidung-in-deutscher-vorauswahl-im-westen-nichts-neues-geht-ins-oscar-rennen/28626024.html
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“ … Remarques Bücher wurden während der Bücherverbrennung 1933 in Deutschland mit dem „Feuerspruch“ „Gegen literarischen Verrat am Soldaten des Weltkriegs, für Erziehung des Volkes im Geist der Wehrhaftigkeit!“ verbrannt. … Seine Schwester Elfriede Scholz, die als Schneiderin in Dresden wohnte, wurde nach einer Denunziation wegen Äußerungen gegen das NS-Regime, wonach der Krieg schon verloren sei, 1943 vom Präsidenten des „Volksgerichtshofs“ Roland Freisler wegen „Wehrkraftzersetzung“ zum Tode verurteilt und durch das Fallbeil hingerichtet. Freisler sagte im Prozess: „Ihr Bruder ist uns entwischt, Sie werden uns nicht entwischen.“ Remarque erfuhr vom Tod seiner Schwester erst nach Kriegsende und widmete ihr daraufhin seinen Roman Der Funke Leben (1952). …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Maria_Remarque (17. August 2022) // https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Funke_Leben
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Birgit Schütte (21.06.2022): “ … Erich Maria Remarque war nicht nur Schriftsteller, sondern auch ein großer Musikliebhaber. Über 700 Schallplatten befinden sich im Erich-Maria Remarque Friedenszentrum in Osnabrück. … Remarque hat bereits in jungen Jahren angefangen zu komponieren,“ erklärt Schneider, „weil sein ursprünglicher Berufswunsch Musiker war. Er hat Klavier gelernt. Dieser Wunsch wurde dann aber durch die Verwundung an der Hand im ersten Weltkrieg zunichte gemacht. Die Hand war zwar nicht erheblich beschädigt, aber nicht mehr so funktionsfähig, dass er professioneller Musiker hätte werden können.“ Dann wäre Remarques berühmter Antikriegsroman „Im Westen nichts Neues“ womöglich nicht geschrieben worden. …“ | https://www.ndr.de/kultur/musik/Teile-von-Remarques-Plattensammlung-zugaenglich,remarquesschallplatten100.html
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(03.06.2022): “ … Die Sammlung umfasst den Angaben zufolge Jazz, Klassik, Filmmusik und Folklore, aber auch Schlager, Chansons und Musicals. Aus Tagebuch-Notizen lässt sich rekonstruieren, dass der Autor des Antikriegsromans „Im Westen nichts Neues“ seine Schallplatten nicht nur spontan erwarb. Remarque sei mit einigen Künstlerinnen und Künstlern wie Fred Astaire, Charlie Chaplin, Arthur Rubinstein oder Cole Porter befreundet gewesen und habe deshalb deren Schallplatten gekauft. Zahlreiche Titel von Marlene Dietrich, mit der Remarque mehrere Jahre liiert war, finden sich ebenso in dem Nachlass. Der von den Nationalsozialisten verfolgte Erich Maria Remarque lebte nach seiner Emigration aus Deutschland in der Schweiz und den USA. …“ | https://www.deutschlandfunkkultur.de/schallplatten-sammlung-von-erich-maria-remarque-in-osnabrueck-zu-hoeren-104.html

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