[Wirklichkeitsbezug #12 … ]

“ … Auf den jetzt veröffentlichten Bildern ist deutlich zu erkennen, wie die etwa 100 Nanometer großen Sars-Coronaviren-2 auf den Zellen aufliegen. …“ | https://www.mdr.de/wissen/fotos-corona-covid-viren-nano-strukturen-100.html (04. Februar 2021)

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“ … Ein Mikroskop versetzt uns gewissermaßen in eine andere Welt. Es bietet uns eine Szenerie ganz neuartiger Gegenstände …“ | Aus: Hans Blumenberg „Die Lesbarkeit der Welt“ (Erste Auflage, 1981 – S.156, Eine Robinson Welt gegen die Newton-Welt)

Christian Thomas „Hans Blumenberg „Die nackte Wahrheit“: Sie ist kein Besitz“ (01.11.2019): “ … Das Schauen wesentlicher Dinge wurde abgelöst durch ein wissenschaftliches Durchschauen der Bewegungsgesetze der Welt, wie Nietzsche es bereits illusionslos erfasste, wobei er insbesondere den Künsten so etwas wie die Funktion einer neuen Einkleidung der Wahrheit zuschrieb. „Die Wahrheit ist hässlich. Wir haben die Kunst, damit wir nicht an der Wahrheit zu Grunde gehen.“ Da „die nackte Wahrheit enttäuscht“, erweise sich das „Umschleiertsein durch Illusion“ (Nietzsche) … “ | Quelle: https://www.fr.de/kultur/literatur/hans-blumenberg-nackte-wahrheit-kein-besitz-13186398.html

Elke Schmitter (18.08.2020): “ … Der Kollege Odo Marquard, wie Blumenberg ein begnadeter Aphoristiker, charakterisierte Blumenbergs Bücher als „dickleibige Problemkrimis“. Das grundsätzliche Problem: die Bedingtheit des Denkens. Anschaulich gemacht: Wieso halten wir es inzwischen mehrheitlich für selbstverständlich, dass nicht ein zürnender Gott uns das Coronavirus als Strafe für sorglosen Lebenswandel schickt? Dass die Sonne sich nicht um die Erde dreht? Oder, dass die Neugier etwas Produktives und grundsätzlich Gutes ist? Wie lösen sich Paradigmen des Denkens und Mentalitäten ab – und wie kann man dennoch Autoren lesen, die ihr Selbst- und Weltverständnis vor Jahrhunderten oder Jahrtausenden gebildet haben, unter einem buchstäblich anders bevölkerten Himmel? …“ | https://www.spiegel.de/kultur/literatur/philosoph-hans-blumenberg-der-umweg-als-ziel-a-a6885965-6d64-4083-9181-7072e2515971

“ … In seinem Monumentalwerk „Arbeit am Mythos“ entwarf Blumenberg die Genese der mythischen Weltsicht, die darin besteht, „Wirklichkeiten, in denen wir leben“ – so ein Buchtitel -, zu beschreiben. Für Blumenberg gab es mehr als nur eine Wirklichkeit, die in die Systematik einer „großen Erzählung“ gezwängt wurde, wie dies bei Hegel oder Fichte erfolgte. Blumenberg plädierte vielmehr für eine Vielzahl von Erzählungen, die Facetten der gesamten europäischen Kulturgeschichte aufwiesen. … Trotz der Wertschätzung der Mythen plädierte Blumenberg keineswegs für eine „neue Mythologie“, wie sie in der Romantik propagiert wurde. Angesichts der explosionsartigen Entwicklung der Technik und der Naturwissenschaften gab es für ihn keine Rückkehr zur mythischen Weltsicht, genauso wenig wie ein „Zurück zur Natur“. Was bleibt, ist eine Trauer angesichts des Verlusts des Poetisch-Narrativen, das einer zweckrationalen Ordnung weichen musste. …“ | Aus: „Entlastung vom Absoluten“ (13. August 2020) | https://oe1.orf.at/artikel/674175/Entlastung-vom-Absoluten

// Pygmalion and Galatea (1890)
// https://en.wikipedia.org/wiki/Pygmalion_and_Galatea_(G%C3%A9r%C3%B4me_painting)

“ … Galatea. So nannte sie der Philosoph und Schriftsteller Jean-Jacques Rousseau (1712 – 1778) in seiner lyrischen Szene Pygmalion (entstanden 1762 / 1771). Die Geschichte Galateas seit der Aufklärung ist nicht nur eine Geschichte glückender oder scheiternder männlicher Bemühungen und die Bildung der jungen Frau, sondern auch eine der Emanzipation von eben diesen Bemühungen, eine Emanzipation vom männlichen Blick. Jüngster Beleg dafür war die Ausstellung „Die schaffende Galatea. Frauen sehen Frauen“ in der Kunsthalle ”Talstrasse” in Halle (Saale) von Mitte Juli bis Mitte Oktober 2019 (vgl. dazu auch den im Mytho-BLOG veröffentlichten Beitrag „Von Bildern und Mythen: Die schaffende Galatea“). … Ovids Quelle im Falle Pygmalion ist verloren gegangen. Was Philostephanos über diesen berichtete, wissen wir nur durch eine entsprechende Erwähnung in der „Mahnrede an die Heiden“ des Philosophen und Kirchenvaters Clemens von Alexandria (150 bis ca. 215 n. Chr.). Clemens prangert darin die Verführung lüsterner Menschen durch die Kunst und die Anbetung von Götterbildern, die Idolatrie, an. …“ | Aus: „Namensschwestern und sonst nichts? – Betrachtungen zu Galatea und Galateia“ | Quelle: https://www.vergleichende-mythologie.de/namensschwestern-und-sonst-nichts-betrachtungen-zu-galatea-und-galateia/

“ … Als Bilderverehrung oder Ikonodulie bezeichnet man sowohl die bildliche Darstellung göttlicher Wesen und Kräfte sowie mit Gott oder den Gottheiten verbundener geschöpflicher Wesen (Engel, Heilige oder Symboltiere, Totems), als auch die damit verbundene Verehrung dieser Bilder, Skulpturen oder Ikonen. Von der Ikonodulie („Bilderverehrung“) sind Ikonolatrie („Bilderanbetung“) und Idolatrie oder Idololatrie („Götzendienst“) zu unterscheiden, wenn auch gegen die Bilderverehrung gerichtete Polemik (siehe Ikonoklasmus) diese nicht selten als Ikonolatrie oder gar Idolatrie bezeichnet. …“ | Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Bilderverehrung

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