[Foolish Wives (1922) … ]

“ … Törichte Frauen ist ein US-amerikanisches Filmdrama von Erich von Stroheim aus dem Jahr 1922. … Stroheims dritter Film … Die monströse, lasterhafte Handlung übertraf an Frivolität vieles, was bis dahin im Kino zu sehen gewesen war. … Stroheim lieferte dem Studio einen Film von mehreren Stunden Dauer und brachte es nicht über sich, ihn auf normale Länge zu trimmen. In mehreren Anläufen ließ das Studio den Film kürzen. Mit keiner dieser gekürzten Fassungen war Stroheim einverstanden. Der so gekürzte Film wurde dann mit Erfolg in den Kinos gezeigt. Auch nach einigen Eingriffen der Zensur liefen aber amerikanische Puristen immer noch Sturm gegen die lasterhafte Geschichte. So wurde der Film unter anderem im US-Bundesstaat Ohio verboten. … “ … Hier wird die Gegenüberstellung von amerikanischem Puritanismus und europäischer Libertinage ins makabre Extrem getrieben: der verführerische Graf „Wladislas Sergius Karamzin“ erscheint als dekadenter Erotomane, der am Ende vom Vater einer Idiotin, die er vergewaltigt hat, erschlagen und in ein Rinnsteinloch gestopft wird. …“ Ulrich Gregor, Enno Patalas: Geschichte des Films. Gütersloh 1973 …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%B6richte_Frauen

lemon / 8 Juli 2020 / Cinema.Exposure, Fraktal.Text, Kunst.Encoder, Visual.Notes / 0 Comments

[Ennio Morricone (1928 – 2020) … ]

Ennio Morricone // https://de.wikipedia.org/wiki/Ennio_Morricone

Gerhard Midding (Juli 2020): “ … Morricone konnte ein Meister der Irritation sein. Er verstand es zwar, das Vorhaben eines Films prägnant zu formulieren, diesem aber auch eine Ebene des Zweifels einzubauen, in dem er unerwartete Klangfarben oder ein rhythmisches Ungleichgewicht einführte. Manchmal lockte er das Publikum klug auf eine falsche Fährte, wie in Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe: Dario Argentos erster Giallo-Thriller über einen sadistischen Frauenmörder hob mit dem harmlosen Gesang von Kinderstimmen an. Morricone gab sich nicht damit zufrieden, nur die traditionellen Funktionen von Filmmusik zu erfüllen. Die Partitur als beredte Begleiterin des Dramas, als melodische Kostümierung, um Ambiente und Epoche eines Films auszukleiden – das war ihm nicht genug. Morricones Musiken waren nicht bloß akustische Kulisse, sondern ein suggestiver Kommentar, der dem aufmerksamen Publikum noch eine weitere Bedeutungsebene anbot. …“ | https://www.zeit.de/kultur/musik/2020-07/ennio-morricone-filmmusik-komponist-nachruf/komplettansicht

Medialer #8:  “ … Grazie mille! …“

Nienaz #23: “ … Für die Ewigkeit komponiert. … „

123Valentino #34: “ … Für mich einer der größten Musiker …“

Gisbert Beaumarais #17: “ … Ich durfte ihn sogar noch live sehen. Eines der ganz wenigen Konzerte, wo bei mir Tränen geflossen sind. Ruhe in Frieden großer Meister! …“

Mirko Weber (06.07.2020): “ … Wenn er Wirkung wollte, kümmerte ihn kaum, ob sich Avantgarde und Volksmusik kreuzten (das war ein bisschen wie bei Kurt Weill) – und nicht nur insofern ragte er weit über den Filmkomponisten heraus. …“ | https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.zum-tod-von-ennio-morricone-regie-ennio-morricone.1d3bb04d-63e9-4248-83f5-ffd6dc977bbd.html

lemon / 7 Juli 2020 / Akustische.Wellen, Fraktal.Text, Kunst.Encoder, Visual.Notes / 0 Comments

lemon / 7 Juli 2020 / Found.Stuff, Visual.Notes / 0 Comments

lemon / 6 Juli 2020 / Found.Stuff, Fraktal.Text, Visual.Notes / 0 Comments

lemon / 5 Juli 2020 / Cinema.Exposure, Found.Stuff, Kunst.Encoder, Visual.Notes / 0 Comments

[Interieur #12 … ]

„Kleines Zelt und große Liebe“ (BRD, 1956)

// “ … der Wert des Films als historische Quelle für Bewusstseinslagen und Mentalitäten …“ (Peter Stettner) // Quelle: http://www.geschichte-projekte-hannover.de/filmundgeschichte/uploads/dokumente/hannover-im-film/aufsatz1.pdf

Jochen Kürten (28.02.2012): “ … Die 1950er Jahre waren künstlerisch ein Desaster für den deutschen Film. Es dominierten Heimatfilme, die verklärend ein Bild deutscher Provinz zeichneten, das nichts mit der Wirklichkeit zu tun hatte. Harmlose Lustspiele, sich vor der Wahrheit drückende Kriegsfilme, seichte Unterhaltungskost – das war für viele Jahre der deutsche Film. ..“ | Aus: „50 Jahre Neues Deutsches Kino“ | https://www.dw.com/de/50-jahre-neues-deutsches-kino/a-15771203

// “ … Träumen ist eine Erfahrungsmodalität, bei der die Beteiligung anderer ausgeschlossen ist. …“ | Aus: „Der Traum. 100 Jahre nach Freuds Traumdeutung.“ Brigitte Boothe (16. Oktober 2000)

// “ … Das Empfindungsbild hebt neben der Zeit des Filmbildes und der realen Zeit der Wahrnehmung der Zuschauerin auf eine dritte zeitliche Bewegungsdimension ab, die sich im „Wahrnehmungsraum des Publikums“ realisiert. Das Empfindungsbild verwirklicht sich für Kappelhoff zwischen der Zeit des kinematographischen Bilds und der [realen] Zeit der Wahrnehmung des Zuschauers […]. Identifikation und Einfühlung benennen also das Vermögen des Publikums, sich in seiner affektiven Bewegung in eine Synchronizität zu solchen zeitlichen Figurationen zu bringen; sie benennen die Fähigkeit, eine Ausdrucksbewegung in einer Empfindungsbewegung an sich selbst zu reproduzieren und diese als eigene Empfindungsfähigigkeit zu genießen. (a.a.O., 172; vgl. auch Kappelhoff 2006) Dass Kappelhoff sowohl von der Zuschauerin als auch vom Publikum spricht, verweist zum einen auf das Kino als sozialen Ort gemeinsamen, gleichzeitigen Sehens und zum anderen auf das Empfinden als eine Bewegung, die sich an einer jeden einzelnen Zuschauerin realisiert und die nichtsdestotrotz – wie für Sobchack – eine intersubjektive Dimension des filmischen Wahrnehmungsprozesses meint, die sich durch das kinematographische Bild realisiert. … Die Ausführungen zum Zuschauergefühl verdeutlichen, auf welche Weise mit der Analyse der ästhetischen Erfahrung Sinnbildungsprozesse untersucht werden können. Begreift man im Anschluss an Kappelhoffs Kinokonzeption Genre als Erfahrungsmodalität, so lässt sich über die kinematographische Inszenierung der Sinnhorizont und das Bedeutungspotenial von Filmen als spezifischer Realitätsbezug bestimmen. … [es] gilt [] weniger zu untersuchen, welche Geschlechterbilder die Filme zeigen, sondern,welche Formen von „Frau-Sein“ sie erfahrbar machen. Mit anderen Worten, es geht um die Frage, wie sich Geschlechtlichkeit als Erfahrung bzw. Filmerfahrung fassen lässt. [ …] Die Erfahrungsmodalität lässt sich also, so meine These, nicht ohne die theoretischen Auseinandersetzungen um Geschlechterpolitik begreifen. …“ | Aus: „Film, Feminismus und Erfahrung – Chick Flicks oder das Genre des gegenwärtigen Woman’s Film“ – Dissertationsschrift zur Erlangung des akademischen Grades Doktor der Philosophie von Sarah-Mai Dang (2014) | Quelle: https://refubium.fu-berlin.de/bitstream/handle/fub188/5247/Dang_Sarah-Mai.diss.pdf?sequence=1&isAllowed=y

1956 : Chronik — 6. Internationale Filmfestspiele Berlin – 22. Juni – 03. Juli 1956: “ … Wie sehr politische Akzente gerade in Berlin mit einer gesteigerten Empfindsamkeit wahrgenommen wurden, zeigen zwei Beispiele aus demselben Jahr 1956. Alfred Bauer hatte die unabhängige Aufführung von DEFA-Filmen in der Filmbühne am Steinplatz durch seinen Protest beim Berliner Senat verhindert. Die Veranstaltung war von der Berliner Zille-Gesellschaft geplant worden und stand unter dem Motto der „Völkerverständigung“, dem sich ja auch die Berlinale offiziell verpflichtet fühlte. Wurde Bauers Handeln hier von vielen als unglücklich empfunden, so verhinderte er grundlegende Kritik an seiner Person mit der Entscheidung, Alain Resnais Film Nuit et Brouillard (Nacht und Nebel) am Rande des Festivals in einer Sondervorführung zu zeigen. Der Film dokumentiert die Verbrechen der Deutschen im Konzentrationslager Auschwitz und war zuvor auf Einspruch der Bundesregierung in Cannes aus dem Festival-Programm genommen worden – mit dem beschämenden Argument, dass der Film der „Völkerverständigung“ nicht dienlich sei. …“ | Quelle: https://www.berlinale.de/de/archiv/jahresarchive/1956/01_jahresblatt_1956/01_jahresblatt_1956.html

lemon / 22 Juni 2020 / Cinema.Exposure, Found.Stuff, Kunst.Encoder, Visual.Notes / 0 Comments

lemon / 20 Juni 2020 / Cinema.Exposure, Found.Stuff, Kunst.Encoder, Visual.Notes / 0 Comments

[Schatten #13… ]

Claude Rains – und Humphrey Bogart als Schatten in „Casablanca“ (R: Michael Curtiz, 1942)

lemon / 19 Juni 2020 / Cinema.Exposure, Found.Stuff, Kunst.Encoder, Visual.Notes / 0 Comments

[Peter Lorre #2 (Casablanca)… ]

Peter Lorre in „Casablanca“ (R: Michael Curtiz, 1942)

“ … Als Casablanca am 29. August 1952 in die deutschen Kinos kam, enthielt der Film kaum noch Hinweise auf den Zweiten Weltkrieg. Alle Szenen mit Major Strasser und anderen Nazis waren herausgeschnitten worden. Auch die Szene, als die Deutschen Die Wacht am Rhein anstimmen und von französischen Patrioten mit der Marseillaise niedergesungen werden, fehlte. Victor László wurde zu Victor Larsen, einem norwegischen Atomphysiker, der die rätselhaften Delta-Strahlen entdeckt hat. Capitaine Renault wurde in Monsieur Laporte umbenannt und war nun ein Mitglied der Interpol. Casablanca war in dieser um 25 Minuten gekürzten Version eher eine harmlose Romanze als ein Propagandafilm gegen die Nationalsozialisten und das Vichy-Regime. Erst am 5. Oktober 1975 strahlte die ARD die ungekürzte und neu synchronisierte Fassung aus, die bis heute bekannt ist. … In der DDR wurde der Film erstmals am 6. September 1983 im Fernsehen gezeigt. …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Casablanca_(Film) (Stand: 16 Juni 2020)

lemon / 19 Juni 2020 / Cinema.Exposure, Found.Stuff, Fraktal.Text, Kunst.Encoder, Visual.Notes / 0 Comments

lemon / 17 Juni 2020 / Found.Stuff, Kunst.Encoder, Visual.Notes / 0 Comments