[Kiel (MFG-5-Gelände) #100… ]

“ … Am 28. März 2013 verabschiedeten sich die Marineflieger mit der Übergabe des Schlüssels und der Bundesdienstflagge endgültig vom Standort Kiel-Holtenau. Seitdem plant die Stadt Kiel auf dem etwa 92 Hektar großen Sanierungsgebiet einen neuen Stadtteil. Seit dem 15. Dezember 2020 befindet sich das Gelände im Eigentum der Stadt Kiel. …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Marinefliegergeschwader_5 (16. Dezember 2025)
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“ … auf der früheren Zufahrtsstraße rollen Fahrräder, drehen Kinder auf Rollern und Jogger:innen ihre Runden. … Überraschend verlangt die Bundeswehr das Grundstück zurück. Es gibt Protest – und Verhandlungen mit offenem Ausgang. „Holtenau Ost“, wie der neue Stadtteil heißen soll, liegt nördlich des Nord-Ostsee-Kanals an der Kieler Förde. Über den ehemaligen Kasernengebäuden kreisen Möwen. Etwas entfernt hat sich die Bauwagen-Kolonie ,,Schlagloch“ angesiedelt. Doch geht es nach der Stadt, sollen auf dem 73 Hektar große Gelände rund 2250 Wohnungen entstehen. 13 Hektar sind für Wirtschaft und Gewerbe vorgesehen, weitere 20 Hektar für Wald. In dem „Zukunftsquartier“ sollen Kitas, Sport und Freizeiteinrichtungen ihren Platz finden, so beschreibt eine Homepage die „Vision“ eines ,,wertvollen Standorts für gemeinschaftliches Handeln, Vielfalt und Austausch von Ideen“. Doch nun hat die Marine das Gebiet wieder in den Blick genommen. …“ | Aus: „Bundeswehr will Fliegerhorst zurückerobern“ Aus Kiel Esther Geißlinger (28.7.2025) | Quelle: https://taz.de/Kasernen-statt-Wohnungen/!6103744/
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Geplante Flächennutzung Holtenau Ost | Bildquelle: https://www.kiel.de/de/kiel_zukunft/kiel_plant_baut/standortdialog.php (Stand: 16.04.2026)

„… Zwei Flächen im Stadtgebiet sollen künftig wieder von der Marine genutzt werden – unter anderem das MFG-5-Gelände in Holtenau. … “ | „MFG-5-Deal sieht Rückkehr der Marine an alten Standort in Kiel vor“ Moritz Kodlin (15.04.2026) | Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/kiel_neumuenster_ploen_rendsburg-eckernfoerde/mfg-5-deal-sieht-rueckkehr-der-marine-an-alten-standort-in-kiel-vor,mfg5-100.html

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(Eine Interview-Dokumentation, Kiel 2024: Super8, 16mm, 15Min.): Zu Besuch bei der Wagengruppe Schlagloch. Die Filmgruppe Laterna 24143 begleitet den Umzug vom Meimersdorfer Moor auf das MFG5 Gelände.

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„MFG5-Gelände: Fahrplan für die weiteren Verhandlungen“ UrsulaS (16. April 2026) | … Am gestrigen Abend stellten Oberbürgermeister Ulf Kämpfer und Flotillenadmiral Christian Walter Meyer in der Halle 400 die vorläufigen Ergebnisse der Gespräche zwischen Stadt und Bund vor. Diese sind in einem Letter of Intent festgehalten, der wenige Stunden zuvor unterzeichnet wurde. … | Quelle: https://kielaktuell.com/2026/04/mfg5-gelaende-fahrplan-fuer-die-weiteren-verhandlungen/


“ … Die Reaktionen auf die jetzige Vorlage fallen gemischt aus. Während Knud Hansen, Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Kiel, von einem „Sechser im Lotto für Kiel und Schleswig-Holstein“ spricht, lehnen die Linken im Kieler Rathaus die Ergebnisse als „Kapitulation gegenüber der Bundeswehr“ klar ab und kündigen Widerstand an. Kritische Nachfragen, aber kaum lauten Protest gab es bei einer öffentlichen Versammlung am Mittwochabend. In der gut gefüllten Halle 400 saßen auch die direkt Betroffenen, darunter Mitglieder des Wagengruppe „Schlagloch“, die seit 2024 auf dem Gelände leben, und die „Schwentineflotte“ – Wohnboote, die zurzeit in einem Hafen liegen, den später die Marine nutzen will. „Ist ja schön, dass Sie so einen tollen Dialog geführt haben, aber die Kommunikation mit uns war grottenschlecht“, sagte einer der Bewohner. Weder für die Schwentineflotte noch für Schlagloch oder die rund 600 Geflüchteten, die zurzeit in den alten Kasernen wohnen, gibt es bisher neue Standorte, nur die Zusage, dass nach Lösungen gesucht werde. Andreas Meyer vom Bündnis für bezahlbaren Wohnraum ist unzufrieden mit der Lösung: „Holtenau-Ost war eine Perle – nur gibt es über die Stadt verkleckerte Flächen.“ In der Ostsee hätten die Nato-Staaten eine so deutliche Überlegenheit, dass die Bedrohung durch einen möglichen russischen Angriff unwahrscheinlich erscheine. Das sah ein anderer Kieler bei der Infoveranstaltung anders: „Durch Bundeswehr mitten in der Stadt fühle ich mich bedroht – die Bevölkerung wird als Schutzschild missbraucht.“ Den Vorwurf wies Admiral Christian Walter Meyer, Kommandeur der in Kiel stationierten Flottille, zurück und ergänzte: „So schlimm das ist: Heute nimmt keiner mehr Rücksicht auf zivile Ziele, im Gegenteil, sie werden direkt angegriffen.“ … “ | Aus: „Klecker-Grundstücke statt „Perle“ an der Förde“ Esther Geißlinger (16.4.2026) | Quelle: https://taz.de/Bundeswehr-macht-Gelaendegewinne/!6162247/

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“ … Für die Mitglieder der Schwentineflotte ist diese Entwicklung hart. Sie pachten ihren Anleger derzeit von der Stadt Kiel, der Vertrag läuft noch bis Ende 2033. Bald könnte die Bundeswehr als Vertragspartner einspringen – und die will keine zivile Nutzung des Plüschowbeckens, sagt Vera Fichtner, Vereinsvorsitzende der Schwentineflotte. „Wenn wir hier weg müssen, müssen wir vorausschauend mit allen Akteuren sprechen. Denn dieser Verein braucht einen Hafen.”
Doch wohin es gehen könnte, ist noch offen. Bisher hofften sie, bleiben zu können. Es wäre auch nicht das erste Mal in militärischer Nachbarschaft. Früher befand sich an der Nordseite der Bucht der British Yacht-Club, gegenüber das MFG-5-Gelände. Zwar durften sie dort nicht anlegen, erzählt Fichtner, aber es habe ein freies Toleranzwegerecht gegeben. “Eine Koexistenz, die gut funktioniert hat.” Bitter ist zudem: Nach eigenen Angaben investierte der Verein zuletzt massiv in die Steganlage. Rund 280.000 Euro steckten die Mitglieder in neue Pfähle. “Wir sind gerade an einem Punkt angekommen, dass Ruhe eingekehrt ist”, sagt Enno Doobe. Er ist seit über 20 Jahren dabei und hat die bewegte Geschichte der Schwentineflotte miterlebt. … Dass sie nun gehen sollen, sei Wahnsinn. “Hier leben mehr als 25 Leute. Ein Wohnort wie überall, Anlaufpunkt für die weltweite Seefahrt. Und jetzt sagt die Bundeswehr, hier wird alles weggewischt. … “ | Aus: „Kiel: Marine will Plüschowhafen übernehmen – Segler müssen weichen“ Fabian Boerger, Ursula Meer (16.04.2026) | Quelle: https://www.yacht.de/special/menschen/kiel-marine-will-plueschowhafen-uebernehmen-segler-muessen-weichen/