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Bild zu: „Die Dame im See“ („Lady in the Lake“, USA, 1947)
“ … Die Literaturadaption [„Die Dame im See“ („Lady in the Lake“, USA, 1947) ] ist ein berühmteste Beispiel in der Filmgeschichte, in dem die subjektive Kamera benutzt wird. Der gesamte Film wird fast ausschließlich aus der Sicht von Philip Marlowe erzählt. Dies ist unüblich und hat für Kritik gesorgt, denn die klassische Erzählweise in nahezu jedem Film ist auktorial [[„… In der auktorialen Erzählsituation gehört der Erzähler (auktorialer Erzähler) selbst nicht zu der Geschichte, die er erzählt, sondern tritt deutlich als Urheber und Vermittler der Geschichte in Erscheinung. Der Erzähler tritt gewissermaßen in eine „Er/Es-Perspektive“: Jemand erzählt allwissend die Geschichte einer oder mehrerer Figuren. Der Erzähler ist also selbst nicht Teil der dargestellten Welt, sondern schildert sie „allwissend“ von außen, weswegen er auch oft als allwissender Erzähler bezeichnet wird. So kann er etwa Zusammenhänge mit zukünftigen und vergangenen Ereignissen herstellen, diese kommentieren und Wertungen (Erzählerrede) abgeben, Handlungen verschiedener Figuren zur gleichen Zeit an unterschiedlichen Orten schildern usw. Generell weiß er mehr als seine Figuren, er kennt deren Gedanken- und Gefühlswelt und sieht die Situation aus einer anderen Perspektive. …“] | Aus: „Typologisches Modell der Erzählsituationen – Die Auktoriale Erzählsituation“ | Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Typologisches_Modell_der_Erz%C3%A4hlsituationen#Auktoriale_Erz%C3%A4hlsituation (5. Juni 2025)].
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Die neutrale Kamera ist weder an räumliche noch an zeitliche Beschränkungen gebunden, während die subjektive Kameraposition dem Publikum das Geschehen auf der Leinwand durchgängig aus dem Blickwinkel eines Protagonisten zeigt. Möglicherweise bekommt der Zuschauer den Eindruck, dass ihm durch die subjektive Kamera nur etwas vorgemacht wird oder er empfindet diese Erzählweise, die sich durch den ganzen Film zieht, als verkrampft und klaustrophobisch. Das Prinzip des Ich-Kamera-Films wird nur zweimal durchbrochen, als Marlowe am Anfang und am Ende des Films aus neutraler Perspektive das Publikum anspricht, wobei er direkt in die Kamera blickt. So setzt er den Rahmen für die in einer Rückblende erzählte Geschichte. Damit wird die subjektive optische Sicht äußerst streng eingehalten … “ | https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Dame_im_See | https://de.wikipedia.org/wiki/Point-of-View-Shot
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Die Erzählperspektive eines erzählenden Textes (Epik) ist eine Antwort auf die Frage „Wo sieht und spricht der Erzähler?“ oder auch „Was kann der Erzähler wissen?“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Erz%C3%A4hlperspektive
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Das typologische Modell der Erzählsituationen von Franz Karl Stanzel ist ein gebräuchliches Schema zur Analyse von Prosatexten, das seit den 1950er Jahren – trotz häufiger Kritik – weite Verbreitung in der Literaturwissenschaft gefunden hat. Innerhalb der Erzähltheorie ist es eines von mehreren gebräuchlichen Modellen zur Unterscheidung von Erzählperspektiven. | https://de.wikipedia.org/wiki/Typologisches_Modell_der_Erz%C3%A4hlsituationen
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Reference photograph taken on the set – showing actor and director Robert Montgomery with a camera crew, capturing a scene with actor Lloyd Nolan (1946). via https://www.royalbooks.com/pages/books/165072/robert-montgomery-audrey-totter-lloyd-nolan-tom-tully-raymond-chandler-steve-fishe-starring/lady-in-the-lake-original-photograph-of-robert-montgomery-and-lloyd-nolan-on-the-set-of-the-1946-film
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