[Wirklichkeitsbezug #7 … ]

“ … Idee und Wirklichkeit bleiben als unausgeglichene Gegensätze einander gegenüberstehen – denn die Wirklichkeit erscheint in der Deutung der Vernunft als ein Materielles und Ungeistiges, während andererseits die Welt des Geistes sich in ein bloßes Bild der Phantasie auflöst, das über das Wirkliche keine Macht hat. … [D]ie Welt [scheint] in Stoff und Form zu zerfallen – dort erschien das Geistige zuletzt als unwirklich, das Wirkliche als ungeistig. …“ | Aus: Ernst Cassirer „Idee und Gestalt“ (Die Methodik des Idealismus in Schillers philosophischen Schriften), [Goethe, Schiller, Hölderlin, Kleist. Fünf Aufsätze. Erstdruck: B. Cassirer, Berlin 1921]

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“ … Im extremen Fall verneint der Idealismus, dass es eine Außenwelt gibt, über die man sinnvoll sprechen kann. Die Empiristen gehen von der Existenz der Außenwelt aus – von dieser sollen Wahrnehmungen herrühren. Die Idealisten wenden dagegen ein: Man geht mit Wahrnehmungen um, nicht mit der Außenwelt. Man kann aus den Wahrnehmungen allenfalls schließen, dass es da eine Außenwelt gibt. Man benötigt zu diesem Schluss aber Ideen und diese gehören wiederum zum Subjekt, das die Wahrnehmung auswertet. …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Erkenntnistheorie#Idealismus (19 März 2022)

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