[Zeit im Bild #48 … ]

Fotos vom Dreh – Jan Kadlec: „Das Spinnennetz“ (1989)
https://jankadlecproducer.com/work/das-spinnennetz

“ … Das Spinnennetz ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahre 1989 von Bernhard Wicki. Es ist die Filmadaption des Fortsetzungsromans Das Spinnennetz von Joseph Roth. … Vor dem Hintergrund des Inflationsjahres 1923 zeigt der Film in ausführlicher und detailgenauer Weise die unterschiedlichen Lebenswelten in Berlin: das großbürgerliche Milieu im Hause des Bankiers Efrussi, das kleinbürgerliche Milieu der Familie Lohse, das linke Künstler- und Intellektuellenmilieu, das jüdische Scheunenviertel und das adelige ostelbische Großgrundbesitzermilieu. …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Spinnennetz_(1989) (11. März 2021)

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“ … Das Spinnennetz ist ein nicht zu Ende geführter Fortsetzungsroman von Joseph Roth, der vom 7. Oktober bis zum 6. November 1923 in der Wiener Arbeiter-Zeitung vorabgedruckt wurde. Die erste Buchausgabe erfolgte posthum 1967 in Köln und Berlin. … Der Protagonist des Romans, [der aus dem Ersten Weltkrieg heimkehrende] Leutnant Theodor Lohse, hasst Sozialisten und Juden. Er beginnt nach dem Ersten Weltkrieg als Student der Rechte in Berlin und verdingt sich als Hauslehrer bei dem jüdischen Juwelier Efrussi. Das Sich-Einfügen ins ungewohnte zivile Leben fällt ihm schwer. Er kündigt beim Juwelier und wird Mitglied der Münchner „Organisation S II“. … Helmuth Nürnberger lobt den „Scharfblick des Autors“. Der Roman bleibe „Zeugnis einer hellseherisch anmutenden politischen Intelligenz“. … Kiesel macht unter der Überschrift Politischer Mord in Erzählwerken der Jahre 1923 bis 1930 als Tatmotive Leutnant Theodor Lohses brutales Karrierestreben und Antisemitismus fest. Joseph Roth habe zudem die „gesellschaftliche Akzeptanz“ des Täters Lohse im Nachkriegsdeutschland dem Leser vor Augen geführt.“ …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Spinnennetz (25. Januar 2021)

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“ … Rezensionsnotiz … 08.11.2011 „Joseph Roth, Stefan Zweig – Jede Freundschaft mit mir ist verderblich – Briefwechsel 1927 – 1939 Wallstein Verlag, Göttingen 2011, ISBN 9783835308428 … “ … Bewegt berichtet Rezensent Wilhelm von Sternburg von [dem] Briefwechsel zwischen Joseph Roth und Stefan Zweig, der ihm zwei Schriftsteller zeigte, die mit Entsetzen den Niedergang Deutschlands und Österreichs beobachteten und darüber in den eigenen Untergang getrieben wurden. Roth trank sich im Pariser Exil zu Tode, Stefan Zweig nahm sich zusammen mit seiner Frau in Brasilien das Leben. Der Briefwechsel, der die Jahre 1927 bis 1939 umfasst, ist ein ungleicher, berichtet Sternburg, die meisten Briefe stammen von Roth und sind zum Teil unter gehörigem Alkoholeinfluss geschrieben, wie der Rezensent vermutet: Roth schimpft und klagt über all seine Gläubiger, immer wieder bittet er den besser situierten Zweig um Geld. Sternburg liest dies berührt, bemerkt aber auch, dass Roth offenbar Zweig als Schriftsteller nicht ebenso geschätzt hat, wie er von diesem geachtet wurde. …“ | https://www.perlentaucher.de/buch/joseph-roth-stefan-zweig/jede-freundschaft-mit-mir-ist-verderblich.html

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