[Zur Ontologie des nicht seienden #27… ]

“ … Die Coen-Brüder verweigern sich bei öffentlichen Auftritten meist sehr geschickt der Intellektualisierung oder Deutung ihrer Filme und ihrer Person. In Interviews geben sie häufig naiv anmutende, ironische, irreführende oder fragmentarische Antworten. … Die Interaktion der Brüder mit der Öffentlichkeit beruht nicht auf Authentizität oder ehrlicher Einordnung der eigenen Kunst, sie bemühen sich vielmehr, möglichst wenig von sich selbst preiszugeben. Ihr jahrelang im Abspann genannter Cutter Roderick Jaynes stellte sich als nicht existent heraus, die Brüder hatten ihre Filme selbst geschnitten. … Die Kunst der Coens wird so zu einem postmodernen, übergreifenden Narrativ, das jede Interpretation in Frage stellt. … [Die Filme der Coen-Brüder beschäftigen sich vornehmlich mit Verliererfiguren und deren Scheitern, das meist schicksalhaft und unumgänglich wirkt.] Die Auseinandersetzung mit den Coens und ihrer Kunst des Scheiterns konfrontiert mit dem eigenen Verhältnis zum Scheitern und dem Umgang, den man selbst und die direkte Umgebung damit pflegt. … “ | Aus: Maximilian Jonas Ahrens: „Die Coen-Brüder und die Kunst des Scheiterns“ (2018) | Quelle: https://monami.hs-mittweida.de/frontdoor/deliver/index/docId/10865/file/BachelorarbeitFINAL2.pdf // https://de.wikipedia.org/wiki/Ethan_und_Joel_Coen

Roderick Jaynes – Everything You Need to Know (30.11.2018) | https://youtu.be/tJYNuqs-MtE

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published / Required fields are marked *