[Das Reale, das Symbolische und das Imaginäre #46… ]

“ … Die Deutung ist nach wie vor ein zentrales Element der psychoanalytischen Behandlung. …“ (Kuttenkeuler, Dorothea; Schäfer, Georg (Hg.) – Zu: „Deutungsprozesse im Wandel‘)

“ … Generationen sind zugleich als historische Lagerungen zu begreifen. … es liegt [ ] nahe, Generationen als zeitdynamische Strukturierung von Gesellschaften und Organisationen zu begreifen. …“ | (Olaf Struck „Generationen als Zeitdynamische Strukturierung“, 2003)

“ … Die Moderne ist in die Jahre gekommen. Sie galt einmal als Teil eines Rationalisierungsprozesses. … das, woran wir uns beim Weinen erinnern, ist stets die Erkenntnis, dass wir eben nicht heroisch oder infantil-allmächtig alles in der Hand haben. …“ (Gesine Palmer)

Der Loulou“ (1980)

“ … In einer Vorstadtdisco lernt Nelly, eine junge bürgerliche Frau, den charmanten Herumtreiber Louis, genannt Loulou, kennen. In ihrer Beziehung zu André, einem gut situierten Besitzer einer Werbeagentur, findet sie keine Erfüllung. Der unbeschwerte Lebenskünstler Loulou dagegen war bereits im Gefängnis und hält sich mit Gelegenheitseinbrüchen über Wasser. Nelly ist fasziniert von dem unkonventionellen Typ, der ihre Sehnsüchte nach einem weniger spiessigen Leben verkörpert. Sie verlässt André und stürzt sich in das Abenteuer. Doch alles ändert sich, als sie plötzlich schwanger ist und mit den sozialen Verhältnissen Loulous konfrontiert wird. …“ | https://www.cede.com/fr/movies/?view=detail&aid=10300909

Olga Baruk zu ‚Der Loulou‘ – Frankreich 1980: “ … „Stimmt es, dass du im Hotel wohnst?“ fragt Loulous Mutter ihren Sohn. – „Ja“. – „Und wer bezahlt das?“ – „Na sie“. … In diesem dynamischen Film, in dem ausgesprochen viel um die Häuser gezogen, ausgegangen, gebummelt und gebumst, einander besucht und geprügelt wird, ist Nelly die Figur, die die größte Bewegung vollzieht. Sie macht etwas höchst Unvernünftiges, nämlich – wenn auch vermutlich nicht für ihr Leben lang – einen Milieuwechsel. … André zu Nelly: „Na hör mal, du musst dir deinen Macker erziehen. Sorg dafür, dass er Mozart hört, während du ihm… (eine obszöne Geste)“. … Bei einem geselligen Landausflug passiert etwas, was sich in Folge als Wendepunkt der Geschichte erweist – so beiläufig gewendet sieht man Storys im Kino selten. … “ | https://www.perlentaucher.de/im-kino/filmkritiken-zu-dau-von-ilya-krzhanovsky-und-der-loulou-von-maurice-pialat.html

Pretty Woman“ (1990)

“ … »Ein seichtes Melodram, angereichert durch einen repräsentativen Querschnitt durch die amerikanische Schlager-Geschichte und eine Bestandsaufnahme der Modetrends der oberen Zehntausend. Die Süddeutsche Zeitung beschrieb die Wirkung von Pretty Woman sehr treffend: Entweder man heult mit, oder man kotzt. …“ | http://www.wunderlin-online.de/film/pretty%20woman%20(1990).htm

Johanna W. Stahlmann (31.12.1991)“ … jener unterhaltsame Film … ist gemacht von und für Menschen, die sich selbst peinlich sind. … “ | https://www.krisis.org/1991/pretty-woman/

“ … Es ist eine dieser Geschichten, die American-Dream-treue Ameri­kaner gern erzählen. So wie die vom Teller­wä­scher, der es zum Millionär gebracht hat. Oder der Prosti­tu­ierten in Gary Marshalls Pretty Woman (1990), die vom reichen Geschäfts­mann »erkannt« und »erlöst« wird. Alles Geschichten, die im Kern natürlich nichts anderes sind als eine Variation des alten Grimm’schen Märchens vom »Aschen­puttel« (1812) …“ | https://www.artechock.de/film/text/artikel/2020/06_25_cook_off_zimbabwe_purr.html

“ … Als Pretty Woman 1990 in die Kinos kam, wurde der Film sofort zum Kassenschlager und die Fans konnten nicht genug bekommen von Julia Roberts und Richard Gere, die als Edward und Vivian ihre Liebesgeschichte in der noblen Umgebung von Beverly Hills ausleben. … “ | https://www.editorchoice.com/geheime-fakten-pretty-woman/

“ … der Film [Pretty Woman sollte eigentlich] „3000“ heißen – also nach der Summe, die Vivian für ihre Liebesdienste von Edward bekommen sollte. … „Er warf sie aus dem Auto, warf ihr Geld als Erinnerung hinterher, fuhr weg und ließ sie in einer dreckigen Gasse zurück“ … Das Arthouse-Drehbuch wurde [dann aber] Hollywood-gerecht umgeschrieben … Die Schlussszene, in der Edward über eine Feuertreppe klettert, um Vivian seine ewige Liebe zu gestehen, gehört zu den Klassikern der Filmgeschichte. Roberts wurde über Nacht zum Superstar und alle Frauen wollten ihr braun gepunktetes Kleid, das selbst zur Fashion-Ikone wurde. Die romantische Komödie rührt mit ihrer Sentimentalität zu Tränen, verzerrt den Job von Sex-Arbeiterinnen, bildet durchweg Stereotype ab und setzt die Rettung durch Liebe einer christlichen Erlösungsidee gleich. …“ | Aus: „Julia Roberts verrät eigentliches Ende von „Pretty Woman““ (25.06.2019) | https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.von-wegen-happy-end-julia-roberts-verraet-eigentliches-ende-von-pretty-woman.560e9a41-3ee9-4650-9ede-a7a29bb8e450.html

Gisela Thiele: “ … Den „Konsumkapitalistische(n) Inszenierungen der Liebe“ … In der Postmoderne, … sei die Verfügung über Ressourcen gegenüber dem Besitz und Haben vorrangig geworden. Im Zwischenmenschlichen sei eine tiefe Liebesbeziehung gegenwärtig zu wenig, denn sie könnte als Mangel und der Beschränkung nach Abwechslung gedeutet werden. Die Chance der Begegnung und menschlicher Nähe müssten dauerhaft enttäuscht bleiben, damit die Konsumlust, die Nachfrage nach Beziehungsangeboten, die online feilgeboten würden, dauerhaft bestehen (S. 21). …“ | Zu: „Burkhard Bierhoff: Liebe im Konsumkapitalismus“ (Wiesbaden) 2016 | https://www.socialnet.de/rezensionen/22082.php

Zimmer mit Aussicht“ (1985)

Magdalena Natalia Zalewski (6. Juli 2014) zu „Zimmer mit Aussicht“ (1985) : “ … Humorvoll werden anhand von Lucys Schicksal die Sitten und Gebräuche der besseren Gesellschaft infrage gestellt, wenn nicht gar belächelt. Tourismus- und Italienklischees werden mithilfe opulenter Landschaftsaufnahmen und skurriler britischer, wie italienischer Nebencharaktere mit Eleganz durch den Schlamm gezogen. Aus der naiv wirkenden Romanze entwickelt sich bald eine köstliche Gesellschaftssatire. …“ | http://www.cereality.net/kritik/zimmer-mit-aussicht-071556

Oliver Armknecht (2. März 2020): “ … Schöner Schein … Das Thema der Emanzipation, der Ausbruch einer Gefangenen, das kommt relativ kurz. Am Ende läuft es nur darauf hinaus, dass zwei Menschen, bei denen von Anfang an feststeht, dass sie füreinander bestimmt sind, doch noch zusammenkommen. Das war als Geschichte vor über hundert Jahren schon nicht originell, ist es seither auch nicht geworden. Beim Thema der Klassenunterschiede bleibt man ebenfalls an der Oberfläche, das wird immer nur wieder angekratzt bei der Frage, wer auf welchem Stand ist, wer wofür oder für wen unangemessen ist. Zu größeren Verwerfungen oder Konflikten führt das nicht. …“ | https://www.film-rezensionen.de/2020/03/zimmer-mit-aussicht/

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published / Required fields are marked *