Schlagwort: 2022

[Kriegsschauplätze #41… ]

… Es wütet der Irrsinn …

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“ … Der gesicherte Standort des ungefährdeten Beobachters auf dem „Feldherrenhügel“ geriet zunächst durch die Erfindung der Distanzwaffen zusehends in Gefahr. … “ | Jan Süselbeck: „Der Kampf und die Kamera“ (Kunst-, Kultur- und Filmwissenschaft, Nr. 10, Oktober 2006) | https://literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=9943
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Bild: „Siebentausend Zinnsoldaten“
Quelle: https://www.schlossspross.de/2018/07/30/siebentausend-zinnsoldaten/

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“ … Insgesamt findet man überdurchschnittlich viele Memes, die die Kriegsprotagonisten Selenskyj und Putin als Avengers–Figuren übersetzen, so als sei der Konflikt etwas, das ein Achtjähriger gerade in seinem Kinderzimmer mit Actionfiguren ausficht. … [https://de.wikipedia.org/wiki/Zinnsoldat] … Genau wie in der kognitiven Verfügbarkeit unserer inneren mentalen Referenzschubladen, die uns visuelle Parallelen herausholen und zur Einordnung verwenden lassen, bedingt auch das unendliche Archiv des Internets einen permanenten Remix und das assoziative Verkleben von Wirklichkeit und Kultur, von Realitätsbildern und Comic-Motiven. Es geht um diese Verfügbarkeiten, weil uns das Verständnis und ein anderes visuelles Vokabular fehlt, die Abstraktion eines Krieges für uns und andere zu übersetzen. …“ | „Der Krieg ist kein Marvel-Film“ Samira El Ouassil (24. März 2022) | https://uebermedien.de/69775/der-krieg-ist-kein-marvel-film/
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Anetta Kahane (08.08.2022): “ … [Zweiter Weltkrieg] … Die deutschen Mörder hatten die Ukraine erobert und besetzt, sie ausgebeutet, die Menschen fürs Reich arbeiten lassen. Vor allem Juden und Roma wurden systematisch ermordet. Die Folgen für das ganze Land sind bis heute zu spüren. Die Wälder sind voll von Massengräbern. Manchmal weisen Gedenksteine am Straßenrand auf die deutschen Erschießungen von damals hin. Deutsche Verantwortung in der Ukraine ist nicht nur ein Wort. Sie ist eine riesengroße Wunde. …“ | Aus: „Deutsche Verantwortung in der Ukraine: Eine riesengroße Wunde“ | https://www.fr.de/meinung/kolumnen/ukraine-roma-sinti-nazis-zweiter-weltkrieg-deutsche-verantwortung-riesengrosse-wunde-91711400.html
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“ … Der Krieg im Osten 1941-1945, der mehr als 30 Millionen Menschen das Leben kostete, sprengte alle Grenzen zwischen „erlaubtem“ Töten feindlicher Soldaten im Kampf und dem Mord an Gefangenen und Zivilisten. „Zig Millionen“ zivile Opfer sah schon die deutsche Planung vor, die folgende Kriegsrealität war der Planung adäquat. Unter den Faktoren, die einen derart enthemmten Krieg möglich machten, wird hier das deutsche Feindbild des slawischen Untermenschen thematisiert: Inhalt, Kontext, Funktion, Tradition. …“ | Link: Video: Peter Jahn
Berlin, February 24th, 2007, 21:30 – 22:00 –> „Untermensch im Osten“ (20 Minuten) —> https://dictionaryofwar.org/concepts/Untermensch_im_Osten
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“ … Als Vorwort zu seiner aus alltäglichen Weltkriegsdialogen montierten „Tragödie in fünf Akten“, die er „Die letzten Tage der Menschheit“ nannte, schrieb Karl Kraus im Jahr 1919 in der „Fackel“: „Die unwahrscheinlichsten Gespräche, die hier geführt werden, sind gesprochen worden; die grellsten Erfindungen sind Zitate. … und einige Zeilen später fügte der Autor noch vielsagend hinzu: „Wer schwache Nerven hat, wenn auch genug starke, die Zeit zu ertragen, entferne sich von dem Spiel.“… Das gilt auch für Anton Holzers niederschmetternden Foto-Band „Das Lächeln der Henker. Der unbekannte Krieg gegen die Zivilbevölkerung 1914-1918“ … So lautete einer der vielen von Holzer zitierten Befehle des k.u.k. Truppenkommandos in Lemberg: „Sobald sich irgendwo nur die geringsten Anzeichen einer Unterstützung des Feindes sichtbar machen, ist in rücksichtslosester Weise vorzugehen. Kein Mittel ist in so einem Fall scharf genug.“ Was man hier euphemistisch als „Kriegsnotwehrrecht“ bezeichnete, war nichts anderes als eine offene Aufforderung an alle Soldaten, in Eigenregie tatkräftig und nach Gutdünken dabei mitzuhelfen, die Zivilbevölkerung wahllos „niederzumachen“, Dörfer und Städte niederzubrennen, zu vergewaltigen, zu foltern und die Opfer tagelang öffentlich auszustellen – und zwar ganz ohne umständliche juristische „Klügeleien“, wie es markig hieß. Wer fröhlich mordete, musste auch nicht fürchten, belangt zu werden, denn die Taten tauchten später in der Regel nicht einmal mehr in irgendwelchen Gerichtsakten mehr auf. … Möglicherweise würde dieser Aspekt des Ersten Weltkriegs heute tatsächlich bereits längst und für immer vergessen sein – wenn die Täter nicht jenes verstörende Lustempfinden entwickelt hätten, dass auch auf der von Kraus aufgegriffenen Fotografie der Hinrichtung Battistis so unübersehbar seine Fratze enthüllt [https://de.wikipedia.org/wiki/Cesare_Battisti]: die eines offenen Genusses der Grausamkeit und ihrer fetischistischen Dokumentation auf Fotografien. Diese geradezu pornografische und damit auch offenichtlich sexuell motivierte Lust an der sadistischen Gewalt führte dazu, dass sich der typische soldatische Verbrecher jenes Kriegs mittels einer vertrackten medialen Selbstreflexivität eigens überführte, wie schon Kraus in seiner von Holzer zitierten Bemerkung feststellte: „Denn nicht daß er getötet, auch nicht, dass er’s photographiert hat, sondern daß er sich mitphotographiert hat und daß er sich photographierend mitphotographiert hat – das macht seinen Typus zum unvergänglichen Lichtbild unserer Kultur.“ …“ | Aus: „Wenn sich Massenmörder selbst überführen – Anton Holzer erinnert in seinem Bildband „Das Lächeln der Henker. Der unbekannte Krieg gegen die Zivilbevölkerung 1914-1918″ an vergessene Gräuel im Ersten Weltkrieg“, Jan Süselbeck (Nr. 12, Dezember 2008) | https://literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=12533
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“ … Im Krieg sterben täglich viele Tausend Menschen. Ganze Städte werden dem Erdboden gleichgemacht. Es wütet der Irrsinn nationaler Identitäten. Der Kampf wird um den Besitz von Gebieten, um die Sicherung von Hegemonien, um Überreste zusammengebrochener Wirtschaftssysteme geführt, und jede Großmacht nimmt mit ihren eigenen Mitteln an diesem Kampf teil. Es fließen die Waffen, und es fließt das Blut. Ist Osteuropa im Kleinen nicht ein Abbild der Welt? Auf dem Planeten gibt es kaum mehr Wasser zum Trinken, kaum Luft zum Atmen, und wir führen unterdessen die Kriege des 20. Jahrhunderts um die Machtzonen und die Ausbeutung weiter, sodass der Hunger morgen noch größer wird und noch mehr das Gefühl haben werden, es gebe keine andere Art zu überleben als zu morden. …“ | Gábor Schein, Aus dem Ungarischen von Eva Zador (Krieg in der Ukraine – Am Tor des Widerstands), 7 August 2022 | https://www.zeit.de/kultur/literatur/2022-08/gabor-schein-ungarn-ukraine-krieg/komplettansicht

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[Jean-Louis Trintignant (1930 – 2022) …]

Le Train (R: Pierre Granier-Deferre, 1973) [basierend auf einem Roman von Georges Simenon]

Andreas Kilb (17.06.2022): “ … Am heutigen Freitag ist Jean-Louis Trintignant im südfranzösischen Uzès gestorben. …“ | https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kino/zum-tod-des-schauspielers-jean-louis-trintignant-18110898.html

Gerhard Midding (17. Juni 2022): “ … Sein Blick war aufmerksam und beharrlich. … Trintignants erstaunliche Schaffenskraft – er spielte in über 140 Kino-und Fernsehfilmen mit und führte zweimal Regie – war tiefer Schwermut abgetrotzt. „Ich wurde schon verzweifelt geboren“, sagte er einmal. … In seiner Jugend beging er mehrere Selbstmordversuche. Um der Depression zu entkommen, in die er nach dem tragischen Tod seiner Tochter Marie im Jahr 2003 verfiel, kehrte er auf die Bühne zurück, um Gedichte von Apollinaire zu rezitieren. … In seinen letzten Rollen habe er sich wohlgefühlt, weil seine Figuren mit dem Tod konfrontiert werden, gestand Jean-Louis Trintignant einmal. … “ | https://www.derstandard.at/story/2000136656852/franzoesische-filmlegendejean-louis-trintignant-gestorben


el::grillo : “ … Danke für Dutzende bewegende Filme die meine Liebe zum französischen Kino befeuert haben. …“

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Alfred J. Noll: “ …“Auf Liebe und Tod“ (Vivement dimanche!) habe ich wohl drei-, viermal gesehen – und es war nicht nur Fanny Ardant, sondern Trintignant mit seinem ironisch-verklärten Blick und die Grandezza, mit der Truffaut seinen letzten Film gestaltete …“
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Pi7Tovix: “ … ja , wobei für mich neben der knapp über 30-jährigen Fanny Ardant so ziemlich alles unterging – sollte mir den film jetzt nochmals ansehen. …“
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Tumen “ … Man kann die Zerrissenheit dieses wunderbaren Schauspielers vielleicht besser verstehen, wenn man weiß wie sehr ihn die Familiengeschichte im und nach dem 2. Weltkrieg für immer geprägt hat. Seine Mutter wurde den Dorfbewohnern aufgrund einer Affäre mit einem deutschen Soldaten mit geschorenem Kopf vorgeführt, während sein Vater, ein ehemaliger Bürgermeister, im selben Monat als Résistant eine gefeierte Heimkehr erlebte. Das Schicksal der Mutter erinnert an sehr viele tausend Französinnen, aber auch anderen Frauen z.B. in den Niederlanden, die diesen „Verrat“, mit der ultimativen öffentlichen Demütigung büßen mussten. …“

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zorro 57: “ … ich weiß, dass er niveauvollere filme – die ich auch gesehen habe- gedreht hat, aber der stumme in „leichen pflastern seinen weg“ ist einer erwähnung würdig. …“

Tucobenedicto: “ … IL Grande Silenzio. …“ | // –> https://youtu.be/H9vkC-Y0pwM — Ennio Morricone (Il Grande Silenzio)
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Asgard: “ … Der Film war in meiner Jugend ein Hammer! Brutal dargestellt, daß der Gute nicht gewinnt, aber trotzdem „moralischer“ Sieger ist. Schwerer Tobak damals …“

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schluss.punkt: “ … merci seigneur trintignant pour de nombreux moments cinématographiques émouvants.! …“

[Das Reale, das Symbolische und das Imaginäre #75 … ]

Bild: „To Be or Not to Be“ (Ernst Lubitsch, 1942) | „… Warschau, 1939: Die polnischen Schauspieler eines Theaters proben eine antifaschistische Komödie, kurz bevor der Zweite Weltkrieg ausbricht. Da die polnische Regierung nicht in Konflikt mit dem Hitlerregime geraten möchte, wird das Stück vom Spielplan abgesetzt, stattdessen spielt das Ensemble Hamlet. …“ https://de.wikipedia.org/wiki/Sein_oder_Nichtsein_(1942) // https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Lubitsch // https://de.wikipedia.org/wiki/Hamlet

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“ … Imagine if a comedy about al-Qaeda terrorists attacking the World Trade Center had gone into production in the summer of 2001 and been released shortly after 9/11. That would be the modern-day equivalent of Lubitsch shooting To Be or Not to Be in Hollywood in late 1941 for a premiere of March 6, 1942. … Critics and many moviegoers weren’t amused and described the film as “callous” and “inexcusable” in their assessments. …“ | From: „To Be or Not to Be“ Essay by Brian Eggert February 19, 2013 | https://deepfocusreview.com/definitives/to-be-or-not-to-be/

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Gregor Moder: To Be or Not to Be – Lubitsch, Shakespeare and the Theatricality of Power (29.03.2022)

Gregor Moder is a philosopher, working as Senior Research Associate at the University of Ljubljana, Slovenia. He is the author of Comic Love: Shakespeare, Hegel, Lacan (DTP 2015, in Slovenian), of Hegel and Spinoza: Substance and Negativity (Northwestern UP 2017), and co-editor of The Object of Comedy (Palgrave Macmillan 2020). Currently, he is co-editing a volume on The Ethics of Ernst Lubitsch … “ … [Krieg in Osteuropa! Ernst Lubitschs Komödienklassiker „Sein oder Nichtsein“ (1942) wurde während des Zweiten Weltkriegs gedreht und spielt in der Frühzeit der nationalsozialistischen Besetzung Polens. Auch wenn die Zeiten düster und absolut ernst waren, konzentriert sich der Film auf die scheinbar flüchtige Geschichte einer Theatergruppe, auf Schauspieler und auf die metaphysische Frage, was eine überzeugende Leistung ausmacht.] … War in Eastern Europe! Ernst Lubitsch’s classic comedy „To Be or Not to Be“ (1942) was filmed during World War II and takes place in the early period of the Nazi occupation of Poland. Even though the times were dismal and absolutely serious, the film focuses on the seemingly ephemeral story of a theatre group, on actors, and on the metaphysical question of what makes up a convincing performance. …“
–> https://youtu.be/U1DJ_Jy_6N0 | https://mi2.hr/en/2022/03/gregor-moder-to-be-or-not-to-be/

[Positur #2 … ]

Urlaub wird Bildungsminister Polaschek vermutlich nicht nehmen. Er kündigte an, Lehrer entlasten zu wollen. (Foto: APA/ROLAND SCHLAGER) | Quelle: https://www.derstandard.at/story/2000134519946/gewerkschaft-legt-bildungsministerium-betriebsurlaub-nahe (29. März 2022)

Pet Sounds (30.03.2022): “ … Die graziöse Handhaltung, der leicht versonnene, entrückte Blick nach oben, wallendes Haar fällt auf seine Schultern – dieses Foto erinnert an Heiligendarstellungen aus [der] Renaissance oder [dem] Barock. …“

[Das Reale, das Symbolische und das Imaginäre #74 ]

(23.03.2022): “ … Klaus Stieringer habe neben seinem Account mindestens einen weiteren Account, einen sogenannten Fake-Account, betrieben, sagt auch Andreas Schwarz …“ | https://www.br.de/nachrichten/bayern/bamberger-fake-accounts-forensikerin-belastet-stieringer,T0ug1Om

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“ … In Fake Accounts, dem Romandebüt der amerikanischen Autorin Lauren Oyler, das nun im Berlin-Verlag in deutscher Übersetzung erscheint, verschwimmt [ ] die Grenze zwischen Wahrheit und Lüge, aufgesetztem und authentischem Selbst. … Sarkasmus ist ihr Modus Operandi. Umringt von einem selbstgerechten Kult der Aufrichtigkeit und einer Politisierung, die die vermeintliche Authentizität der Empörung zum Statussymbol erhebt, bemerkt die Erzählerin spöttisch, dass Ironie „dieser Tage [auch] eine marginalisierte Identität“ sei. … Fragmentierte Gedankenstränge und sprunghafte Handlungsstruktur ähneln dem Duktus eines Twitter-Feeds, in dem die Masse der Nachrichten die Leserin eher mitschwemmt als fesselt, durch den man zwar viel erfährt, aber wenig begreift. „Inzwischen ist mir klar geworden, dass ich nicht weiß, welche äußeren Kräfte […] wirkten oder nicht“, lässt die Erzählerin uns wissen. Akzeptanz der Oberflächlichkeit ist ihre Form der Resignation. … Sentimentale Offenbarungen der eigenen Gefühlslage sieht sie demnach skeptisch, hält sie für ein Zeichen „der in unserem Milieu verbreiteten Tendenz […], sich mit seinen regelmäßigen Therapiesitzungen zu brüsten“. Ihre nie endenden, analytisch scharfen Beobachtungen legen nahe, dass sie die hermeneutischen Tendenzen ihres sozialen Umfelds, der oberen Mittelschicht des globalen Nordens, dennoch verinnerlicht hat. Situationen und Persönlichkeiten werden von ihr mit zugekniffenen Augen erfasst und anschließend verbal seziert, dabei auf Distanz gehalten, als sei die Welt ein dreckiger Putzlappen, den es angewidert zu entsorgen gilt. … Die deutsche Hauptstadt ist in Fake Accounts einerseits Zufluchtsort vor der absolut immanenten Wirklichkeit des Internets, das auf einen eindrischt. Andererseits reproduziert das Berliner Expat-Dasein einen Abstand zur Realität, die dem Gefühl beim Scrollen ähnelt: Auf den Straßen rauschen fremde Worte an der Erzählerin vorbei, im Internet die überwältigende Masse der Tatsächlichkeiten. … In die Gedankenwelt der Erzählerin einzutauchen ist oft seltsam, aber nie unbeschwert, so als tanze man im Angesicht des stets erwarteten Weltuntergangs einen euphorisch-resignierten Reigen. Die Ambivalenz der Lektüreerfahrung bezeugt immerhin, dass es Fake Accounts gelingt, die affektive Struktur des Internets widerzuspiegeln, die man schließlich auch nur mit gemischten Gefühlen betrachten kann. …“ | https://www.zeit.de/kultur/literatur/2022-02/lauren-oyler-fake-accounts-roman-rezension/komplettansicht

CptCaspslock #2: “ … Klingt ganz nach meiner Generation Jahrgang Ende 80er. Sarkasmus und Zynismus als letztes Mittel der Resignation und teilweise die Haltung, sich durch Protest auf der moralischen „richtigen“ Seite zu fühlen, ohne bemerkenswert etwas in der Welt zu ändern. …“

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(25.03.2022): “ … Erika Thomalla: Die Erzählerin von „Fake Accounts“ nimmt tatsächlich oft eine Metaperspektive ein, indem sie den Zwang, sich selbst zu reflektieren und zu analysieren, wiederum reflektiert. Warum tut sie das?
Lauren Oyler: Sie will sich nicht dem Imperativ unterwerfen, durch Selbstreflexion an ihre wahren, authentischen Gefühle heranzukommen. Oft gibt es eine solche authentische Erfahrung ja gar nicht. Man hat ein Erlebnis und denkt sich: Das ist wie im Film oder wie in einem Roman. …“ | https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/lauren-oylers-roman-fake-accounts-und-der-wahnsinn-internet
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mahe | Community (27.03.2022): “ … In der Psychologie nennt man das „Persona“. …“
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“ … Die Persona ist eine Art ‚Kleidung‘ des Ichs, welche sowohl der dahinter verborgenen Individualität einen Schutz bietet als auch eine Ausgangsbasis für normale (situativ konventionelle) Kommunikation bietet. …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Persona

[Zeit im Bild #55 … ]

Stella Moris heiratet Julian Assange … “ … Julian Assange and his partner, Stella Moris, got married on Wednesday at Belmarsh high-security prison in south-east London. … “The prison states that our wedding picture is a security risk because it could end up on social media or the press,” she wrote. “How absurd. What kind of security threat could a wedding picture pose?” …“ | https://www.theguardian.com/media/2022/mar/24/julian-assange-marries-stella-moris-in-london-prison-ceremony
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(23.03.2022): “ … Eine Hochzeit im Hochsicherheitstrakt: Bilder und Videos vom 23. März 2022 zeigen, wie Stella Moris, die Partnerin von Julian Assange (50), im Hochzeitskleid vor dem Belmarsh Gefängnis in London vorgefahren ist. Dort sitzt der WikiLeaks-Gründer ein, seit er 2019 aus der ecuadorianischen Botschaft in Großbritannien abgeführt wurde. … Auf dem offiziellen Instagram-Account von WikiLeaks wurde ebenfalls eine Bilderreihe veröffentlicht. Auf ihnen ist jedoch nur die Braut sowie „die gemeinsamen kleinen Kinder Gabriel und Max“ zu sehen. Als Begründung der fehlenden Aufnahmen des Bräutigams heißt es: „Es sind von heute keine Bilder von Julian Assange verfügbar, weil die Gefängnisleitung Fotos des Bräutigams als ‚Sicherheitsrisiko‘ ansieht.“ …“ | https://www.stern.de/lifestyle/leute/julian-assange–wikileaks-gruender-hat-stella-moris-geheiratet-31725802.html
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Jose Allen (@joseeallyn) twitterte um 8:14 nachm. on Do., März 24, 2022:
That lovely picture makes me sad, but happy at the same time.
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Heiner Miller (@heinermiller) twitterte um 9:52 nachm. on Do., März 24, 2022:
Beautiful, congratulations! What a happy day. And what a sad one.

[Wirklichkeitsbezug (Scotch Eggs) #6 … ]

Video by Jonathan Pie and Adam Westbrook (2022/02/04): “ … The video contains strong language and adult humor you wouldn’t normally see in The Times, but after being taken for fools, the British public is through being polite. …“ | https://www.nytimes.com/2022/02/04/opinion/boris-johnson-party-scandal.html


// https://twitter.com/nytopinion/status/1489566060328198148

Ian Young – Antwort an @nytopinion und @JonathanPieNews: “ … He’s wrong about Scotch eggs …“

Mr E. Flagge des Vereinigten Königreiches @pussyquiet 5. Feb.: “ … A little unfair on Scotch Eggs …“

Susanita : One of the Usual Suspects @Spanglish51: 4. Feb.: “ … It might sound like parody … but every word is true & accurate …“

Götz von Berlichingen @georgebernhard 4. Feb.: “ … Except for the bit about scotch eggs …“

John @GrumpyDad3 4. Feb. @nytopinion und @JonathanPieNews: “ … „Hogwarts for wankers“. Genius. …“

The Earl of Leuven @EarlofLeuven 4. Feb.: “ … I snorted my cornflakes infused milk through my nose laughing at that line while eating …“

Steve Smedley @DrSteveSmedley 4. Feb. Antwort an @nytopinion und @JonathanPieNews: “ … Nothing in this piece is satirical. …“

Carolin @CaroInWin 5. Feb.: “ … Satire as a genre can be entirely true. It doesn’t even need to be funny. …“

Andy Holliday 4. Feb. Antwort an @nytopinion und @JonathanPieNews: “ … Scotch eggs though, come on, theyre fantastic …“


Sotto Voce 2020 4. Feb. Antwort an @nytopinion und @JonathanPieNews: “ … I wonder if people watching this overseas realise that none of this is a joke. …“

Ian Young @youngian67 4. Feb. Antwort an @nytopinion und @JonathanPieNews: “ … He’s wrong about Scotch eggs …“

tas @j8tas1 4. Feb. Antwort an @nytopinion und @JonathanPieNews: “ … I love scotch eggs …“


// scotch eggs … Eier werden mit Wurstbrät umhüllt,
// mit Brotkrumen paniert und anschließend frittiert. …
// https://de.wikipedia.org/wiki/Schottische_Eier