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Charles Baudelaire … reflektierte [ ] wesentliche Aspekte des dandyistischen Subjektentwurfs in seinem Essay „Le Dandy“. Hier charakterisiert er scharfsinnig die historischen und sozialgeschichtlichen Bedingungen, die den Dandy hervorbrachten: „Der Dandysmus erscheint hauptsächlich in Übergangsepochen, wenn die Demokratie noch nicht allmächtig ist und die Aristokratie noch nicht gänzlich abgewirtschaftet hat. In der Wirrnis solcher Zeiten können einige aus der Bahn geworfene, angewiderte, unbeschäftigte, aber an ursprünglicher Kraft reiche Leute den Plan aushecken, eine neue Art der Aristokratie zu gründen, die um so schwieriger zu sprengen ist, da sie sich auf die kostbarsten und unzerstörbarsten Fähigkeiten stützt, auf die Himmelsgaben, die Arbeit und Geld nicht zu verleihen vermögen. Der Dandysmus ist das letzte Aufleuchten des Heroismus in Zeiten des Verfalls …“ | Aus: „Charles Baudelaires Bestimmung des Dandyismus und sein Entwurf einer Femme Dandy in den Fleurs du Mal“ | https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/9783110305913.109/html?lang=de // Siehe auch: „Der Dandy ein kulturhistorisches Phänomen im 19. und 20. Jahrhundert“ – Knoll, Joachim H., 1932-2024, HerausgeberIn; Ludewig, Anna-Dorothea 1976- HerausgeberIn; Schoeps, Julius H., 1942- HerausgeberIn, 2013 | https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/9783110305913/html
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[…] Das Motiv … »eine kleinere stoffliche Einheit, die zwar noch nicht einen ganzen Plot, eine Fabel, umfasst, aber doch bereits ein inhaltliches, situationsmäßiges Element darstellt« (Frenzel 1966).
Aus: „Motiv (Literatur)“ (9. September 2010)
=> http://de.wikipedia.org/wiki/Motiv_%28Literatur%29
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„Verführerische Kälte – Die Ästhetik des Dandyismus und ihre postmoderne Abschaffung„
[…] In einem Vortrag, den Magnus Klaue am 04.02.2010 im Rahmen der Reihe „Kunst/Spektakel/Revolution“ gehalten hat, wird die Rezeption der Emokultur im neu erschienenen Sammelband „Emo – Porträt einer Szene“ (Ventil Verlag) kritisiert. … Zelebrierte der Dandyismus, ebenso wie seine feminine Variante, die Vampmode, eine paradoxe Einheit von Kälte und Verführung und einen Fetischismus der Maskerade, betreibt die Emo-Kultur die Sentimentalisierung des Dandys. Ruft der Dandyismus die Dialektik von Distanz und Nähe ins Gedächtnis, indem er die auf die Spitze getriebene Entfremdung als Voraussetzung der Befreiung begreift, möchten die kathartischen Selbstverwundungen und -entblößungen der Emos Entfremdung tilgen zugunsten einer neuen, postmodernen Empfindsamkeit. …
(mp3 Download / mp3-stream, 04.02.2010)
=> http://spektakel.blogsport.de/2009/12/08/karneval-der-differenzen/
=> http://www.archive.org/details/VerfhrerischeKlte
=> http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=32679
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=> http://www.ventil-verlag.de/titel.php?pid=1050
=> http://de.wikipedia.org/wiki/Queer_Theory
=> http://de.wikipedia.org/wiki/Lookism
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Kontexte: Dandy
=> http://de.wikipedia.org/wiki/Dandy
Emotional Hardcore
=> http://de.wikipedia.org/wiki/Emo
=> http://de.wikipedia.org/wiki/Empfindsamkeit
Nachtrag #1
„We can be heroes, just for one day“
Selbstentwürfe des Camp im Westberlin der frühen Achtzigerjahre. « We can be heroes, just for one day ». Auto-représentations du camp dans le Berlin?Ouest du début des années 1980 “We Can Be Heroes Just for One Day”. Self-Representations of “Camp” in West Berlin in the Early 1980s
Hanne BERGIUS, p. 203-228 (2025)
https://doi.org/10.4000/14546
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