[Gemäßigte Entrissenheit #3… ]

In der frühen Dunkelheit des Novembers, ist mir so, als hätte sich die Welt zusammengezogen. Als sei da draußen alles klein wie ein verkommenes Dorf. Ein bisschen Holz, Dachpappe, Regenrinnen, roter Klinker, Putz an den Wänden, der an manchen stellen abfällt, Glas, Stahl, Unrat, Zivilisation und Infrastruktur legen sich um das das eigene Leben, wie ein Fuchsfell um den Hals einer Frau. Der Blick geht aus dem Fenster. Daran denkend, wie die Haare von G. leicht im Wind wehten, nachdem wir die zwei Kerzen an den zwei Gräbern in den Laternen angezündet hatten – und wir etwas später an der Eckernförder Straße darüber sprachen, wie wir die Welt vor 20 Jahren wahrgenommen haben.

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