lemon / 23 September 2020 / Found.Stuff, Visual.Notes / 0 Comments

[Kiel #68… ]

Kiel (1949) | Aus: „Kiel im Wirtschaftswunder“ (1987) | Straßenfund: Hasseldieksdammer Weg [10.09.2020]

lemon / 10 September 2020 / Found.Stuff, Kiel.Refugium, Visual.Notes / 0 Comments

[Unmaßgebliche Augenblicke #1 … ]

Ein neuer Tag. 6 Uhr. Langsam zu sich kommen. Der zweite Becher Kaffee war ohne Milch. Rasur, Socken, Schuhe, alte Jacke. Auf dem Klapperrad sitzend, landen ein paar kühle Regentropfen im Gesicht. Morgendämmerung an der Kieler Förde. Lastenkräne mit orangenen Signallampen über der matschigen Baustelle. Hier wird gebaut. Hier stehen zugleich die Zelte des Circus Royal, wo es kurz nach Pferdeäpfeln von Circuspferden duftet und das Rad über die provisorische Stromleitung holpernd übersetzt. Das Vorderrad erreicht die Klappbrücke. Der Uhrenwürfel an der Kaistrasse zeigt Punkt 8 Uhr.
Im Sophienhof sitzt wieder Chruschtschow. Sein Gesichtsausdruck, seine behäbige zugleich kraftvolle Körpersprache, lässt meine Gehirn, still und ohne Beteiligung von bewußtem Willen, seinen Namen ausspucken. Gehe ich an ihm vorbei, denke ich an die Archivaufnahmen von 1960 in denen Nikita Chruschtschow mit einem Schuh auf einen Konferenztisch hämmerte. Mit einem großen Hörgerät sitzt er im Mittelgang. Mal ist er ganz allein, mal sitzt er mit befreundeten oder unbekannten Delegierten der UNO auf der roten Sitzgelegenheit und beobachtet Szenerie. Chruschtschow schaut ruhig in das Gemenge. Die Sitzgelegenheit ist wie eine Insel im Gewusel, die allen Menschen gut tut, die was mit den Knien haben und mal eine Pause brauchen.
Vorfreude mischt sich mit leiser hysterischer Angst. Die Übung heißt freundlich, aber nicht zu vulgär zu werden. Hingegeben zu sein, aber zugleich auch aus Tackt ein Stückweit unbeteiligt zu bleiben. Zwischen Alltagslärm und Kapitalismus, kommt es in der Eingangshalle an der Supermarktkasse zu einem temperierten Sirenengesang (Nymphenblick) der süchtig macht.
Der Bon, nein Danke, den brauch‘ ich nicht. Das Studentenfutter und eine Gemüsesaftflasche landen in der zerlebten Ledertasche, die an der Schulter durch den Lederriemen zerrt.
Im Kieler Hauptbahnhof steht schon der dauerredende Holländer am Bahnsteig. Einer aus der Menge, schlank gewachsen, immer sprechend, einem inneren Zwang nach in ständigem Wortschwall gefangen. Ob ihm jemand zuhört ist Schnuppe. Was mag es für eine Sprache sein, woher kommen die kräftigen Gesten, der Blick ins Ungefähre, die Lautäußerungen, die ihm unwillkührlich aus dem Munde fahren – ist es Niederländisch (ich weiß es nicht)?
Die Tür schließt sich mit Regionalbahn-typischer Warntonfolge. Auf den Schienen geht es über die Autobahnbrücke an der silbernen Müllverbrennungsanlage vorbei.

lemon / 20 Februar 2020 / Fraktal.Text, Gedanken.Memo, Kiel.Gaarden, Kiel.Refugium, Wortbrocken.Cafe / 0 Comments

lemon / 16 Mai 2019 / Found.Stuff, Visual.Notes / 0 Comments

[Kiel #63… ]

Augustenstrasse / Elisabethstrasse (Kiel Gaarden, 04/2019)
Kamera: Exa 1A (Dresden, ca.1964)
Film: Agfa APX (s/w / 400ASA)

lemon / 8 Mai 2019 / Kiel.Gaarden, Visual.Notes / 0 Comments

[Kiel #57… ]


Revolutionäre Matrosen im U-Boot-Hafen

Kiel, 5. November 1918 (Deutsches Historisches Museum, Berlin Inv.-Nr.: BA 90/5439) | via & via

lemon / 28 Oktober 2018 / Found.Stuff, Global.Politix:Micro, Kiel.Refugium, Visual.Notes / 0 Comments

[Kiel #51… ]

Photograph: Hans Hartz, Photographie Datum (19??)
Postkartenfund, Flohmarkt, Kiel [2018]

“ … Der 1902 in Kiel geborene Hans Hartz fotografierte bereits als junger Mann auf Kostümbällen, um sein Taschengeld aufzubessern, wobei er das heimische Badezimmer kurzerhand zur Dunkelkammer erkor. … 1928 zog er nach Hamburg und gründete dort mit dem Verleger Hans Andres einen Kalender-, Glückwunsch- und Ansichtskarten-Vertrieb. Mehrere Jahre verbrachte er als Bordfotograf auf Passagierdampfern, wobei er neben den angesteuerten Reisezielen auch das Schiffsleben dokumentierte. Hans Hartz, der während seiner über 40-jährigen Berufstätigkeit nie einen Belichtungsmesser verwendete, sondern stets seiner Erfahrung vertraute, hatte sich auf Stadtansichten und Landschaftspanoramen spezialisiert, die er als Ansichtskarten verkaufte; der von ihm anvisierte Kundenstamm waren Touristen. Die Aufnahmen entstanden vornehmlich mit einer Reise-Holzkamera im Plattenformat 13 x 18 cm, gedruckt wurde im Bromsilberdruckverfahren. …“ | Quelle: https://www.dhm.de/archiv/magazine/fotografen/hartz.html

// https://de.wikipedia.org/wiki/Bromsilberdruck

lemon / 4 Juni 2018 / Found.Stuff, Kiel.Refugium, Visual.Notes / 0 Comments

[Mythen meiner Kindheit #3… ]


Bild aus: „Regina Blues – Der Kampf um ein Kino“ (D 1994, 60 Min., 16 mm)

“ … Von 1956 bis 1990 spielte das „Regina“ in der Holtenauer Straße, … bis es einer Bank weichen musste. …“ | http://filmtheater.square7.ch/wiki/index.php?title=Kiel_Regina-Lichtspiele

Erinnerungen von Kinomachern und Stammbesuchern bestätigen, dass Kinogeschichte auch Lokalgeschichte und Familiengeschichte ist. … | http://www.infomedia-sh.de/aktuell/0810/regina_blues.html

“ … Das REGINA blieb in der 80ern lange Zeit nicht nur das einzige Programmkino in der Landeshauptstadt Kiel, die sich bisher nicht nur in Sachen Kino des öfteren als provinziell gebärdete. Es war auch das einzige kommerzielle Kino am Ort, dessen Filmprogramm noch in Kiel zusammengestellt wurde und nicht in Hamburg bei der norddeutschen „Zentraldisposition“ der UFA, wie die Programme aller anderen Riech-Kinos im Norden. … In den 80er Jahren erlebte das REGINA noch einmal eine Blüte. Es wurde zu einem der beliebtesten Kinos der Stadt. Ende 1990 mußte das REGINA geschlossen werden, weil eine Verlängerung des Pachtvertrages nicht möglich war. Es handelt sich wiederum um ein typisches Phänomen: Gutlaufene Kinos (meist Einzelkinos) werden aus unseren Innenstädten verdrängt, weil die vom Kino zu erbringende Pacht den Vermietern als zu wenig proftitabel erscheint. Neuer Pächter der Räumlichkeiten wurde nach Total-Um- und Neubau eine Bank. Und so träumt Christel Thomsen, die als „Star-Eisverkäuferin“ des REGINA mit ihren Entertainer-Qualitäten eine stadtbekannte Popularität erlangte, gegen Schluß des Filmes in den Bankräumen Zeiten hinterher, die für immer verloren zu sein scheinen. …“ | http://onlinefilm.org/sl/film/15251 (onlinefilm.org über „Regina Blues“)

lemon / 26 September 2016 / Cinema.Exposure, Found.Stuff, Fraktal.Text, Kiel.Refugium / 0 Comments

lemon / 30 Juli 2015 / Found.Stuff, Kiel.Refugium, Kunst.Encoder / 0 Comments

lemon / 22 Februar 2015 / Kiel.Refugium, Visual.Notes / 0 Comments