lemon / 9 Juni 2010 / Fraktal.Text, Gedanken.Memo, Realitaets.Tunnel / 0 Comments

[Tin Tin Deo… ]

[Kenny Burrell – Tin Tin Deo (1977)]

Die 90iger. Es war ein Zwischenzustand. Vielleicht hatte ich schon geschlafen, vielleicht hatte ich seit einiger Zeit auf der Matratze gelegen und war mit offenen Augen hingedämmert. Auf dem TV-Bildschirm wurde ein Testbild ausgestrahlt.
Es ist Kurz vor Sonnenaufgang. Der Fernseher hängt etwas unterhalb der Zimmerdecke in einem Eck der Matratze gegenüber. Das Testbild ist mit Musik unterlegt – aber ich hörte sie gar nicht. Dann holt mich plötzlich ein spezifischer Klang aus dem Nirgendwo – ich höre die Eingangsmelodie von Tin Tin Deo. Das ist meine erste Begegnung mit Kenny Burrell – ich dachte: was für ein Klang. Etwas in meinem psychischen Apparat ist von dem Sound wie durch einen perplexen Sog hingerissen, obwohl der Klang absolut ruhig und entspannt daherkommt.

lemon / 28 April 2010 / Akustische.Wellen, Gedanken.Memo / 0 Comments

[Selbstfremdmachung… ]

… einen erweiterten Zugang zur inneren Erfahrung zu finden […]. So wird im Rahmen der Selbstorganisationstheorie, insbesondere hier die Autopoiesistheorie von Humberto Maturana, auf die Entstehung von geistig Neuem ohne jeglichen Anstoß von außen hingewiesen. …
=> http://de.wikipedia.org/wiki/Erfahrung (6. Juli 2009)

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[…] [Die] Vermittlung von innen und außen unter der Voraussetzung der Gebundenheit an Reflexion. […] Leitendes Prinzip war hier die „Selbstfremdmachung“…

[…] Das Idealziel der Philosophie, die vollkommene Erkenntnis birgt [] ein Paradox. Novalis bringt dies in folgender drastischer Wendung zum Ausdruck: „Der ächte philosophische Act ist Selbsttödtung; […] dahin geht alles Bedürfniß des philosophischen Jüngers, und nur dieser Act entspricht allen Bedingungen und Merckmalen der transcendenten Handlung.“

„Selbsttödtung“ ist gewissermaßen die Radikalform der „Selbstfremdmachung“, aber eben nur in paradoxer Wendung, da ohne Selbst keine Philosophie mehr möglich ist. Auch bei Friedrich Nietzsche begegnet [einem] dieses Motiv. Er spricht in einer nachgelassenen Notiz von 1881 davon, dass man „sich die Vortheile eines Todten verschaffen“ müsste, um „der unsichtbare Zuschauer [zu] sein“…

[…] Das wahre Wesen der Dinge ist für uns geheimnisvoll, weil es unsere Erkenntnisbedingungen übersteigt. ….

[…] Novalis reagierte […] auf die verborgene Entsprechung von innerer und äußerer Welt durch das Prinzip einer Vermittlung aus Analogie in Form ihrer instrumentellen Umsetzung durch „Selbstfremdmachung“ bzw. „Selbstveränderung“ und „Selbstbeobachtung“. …

[…] Der Weg nach innen nähert sich der in der eigenen Existenz verborgenen Zusammengehörigkeit von Eigenem und Anderem. Dieser Weg ist geheimnisvoll, weil er das Selbst der Existenzform des Anderen annähert und umgekehrt das Andere zunehmend als „Selbst“ in den Blick bringt. …

[…] Bernhard Waldenfels kommt in seinen phänomenologischen Analysen des Verhältnisses von Eigenem und Fremdem zu Ergebnissen, die ebenfalls ganz dem von Novalis Erarbeiteten entsprechen. … „Fremderfahrung besagt […] nicht bloß, daß ich Fremde [und Fremdes, W.S.] erfahre, sondern daß ich mir selbst fremd werde. Zwischen Eigenheit und Fremdheit läßt sich kein reiner Tisch machen.“ …

Bruchstücke aus: „Die Behandlung von Gegensatzstrukturen bei Novalis und Nietzsche“
Inaugural-Dissertation, vorgelegt von Walter Schmoll (290 Seiten, 07/2008)
Fakultät für Philosophie und Geschichte der Universität Tübingen
Quelle: http://tobias-lib.ub.uni-tuebingen.de/volltexte/2009/3906/pdf/Nn090504.pdf

lemon / 15 April 2010 / Fraktal.Text, Gedanken.Memo, Realitaets.Tunnel / 0 Comments

[Schallwellen und Empfindungsapparat… ]

Übermittlungen durch Schallwellen. Ferngesteuerte Empfindsamkeit oder Gefühlsduselei? – Ein Fluch oder ein Mysterium?

Was es genau ist, weiß ich nicht zu sagen. Es ist wohl von Person zu Person individuell kodiert. Das Hören. Manchmal passiert gar nichts. Wie Nebenbeigedudel im Supermarkt.

Doch es gibt diese Ausnahmen, diese Momente – selten passiert es: bestimmte Schallwellen/Musikstücke fahren mir so nachdrücklich in den Empfindungsapparat, das es mir kaum möglich ist mich der zusätzlichen Ansammlung von Tränenflüssigkeit zu erwehren.

Das lässt mich im Grunde ratlos zurück.

lemon / 14 April 2010 / Akustische.Wellen, Gedanken.Memo, Realitaets.Tunnel / 0 Comments

[Bemerkung 6.53… ]

[…] “ … In einem wahrscheinlich Mitte Oktober 1919 geschriebenen Brief an Ludwig von Ficker sagt Wittgenstein: „Die Arbeit ist streng philosophisch und zugleich literarisch, es wird aber doch nicht darin geschwefelt.“ …

… [Tractatus, 6.53] „Die richtige Methode der Philosophie wäre eigentlich die: Nichts zu sagen, als was sich sagen läßt, also Sätze der Naturwissenschaft – also etwas, was mit Philosophie nichts zu tun hat -, und dann immer, wenn ein anderer etwas Metaphysisches sagen wollte, ihm nachzuweisen, daß er gewissen Zeichen in seinen Sätzen keine Bedeutung gegeben hat. diese Methode wäre für den anderen unbefriedigend – er hätte nicht das Gefühl, daß wir ihn Philosophie lehrten – aber sie wäre die einzig streng richtige.“ …

Dabei macht die Bemerkung 6.53 schlagend deutlich, daß Wittgenstein nicht daran denkt, sich an die von ihm selbst für richtig erkannte Methode der Philosophie zu halten. Denn der Tractatus besteht keineswegs aus Sätzen der Naturwissenschft … . Es wäre aber ein kurzsichtiges Missverständnis, wollte man Wittgenstein die Absicht unterstellen, die Philosophie solle überhaupt abgeschaft werden.“ …

Aus: „Wittgenstein – Eine Einführung“ von Joachim Schulte
S.59, 62 (Reclam Universal-Bibliothek, 1989)

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Das Buch [Philosophischen Untersuchungen] richtet sich gegen die Philosophie der idealen Sprache, die neben Bertrand Russell und Rudolf Carnap vor allem Wittgenstein selbst noch im Tractatus vertreten hatte.
… „Unsere Sprache kann man ansehen als eine alte Stadt: Ein Gewinkel von Gässchen und Plätzen, alten und neuen Häusern, und Häusern mit Zubauten aus verschiedenen Zeiten; und dies umgeben von einer Menge neuer Vororte mit geraden und regelmäßigen Straßen und mit einförmigen Häusern.“ (Philosophische Untersuchungen 18)

Aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Philosophische_Untersuchungen (14. Februar 2010)

lemon / 3 März 2010 / Fraktal.Text, Gedanken.Memo / 0 Comments

[Regelmäßig überrascht… ]

Wenn beim Aufsuchen der vielstimmigen inneren Meinungen nicht Milde im Umgang mit der Welt aufkommen will, so liegt es wohl an der aufbrausenden Debatte im Parlament der Seele. Regelmäßig bin ich überrascht und umgehauen, ob all der Dinge die existieren. Es ist schon etwas wahres daran, dass die Gedanken kommen wenn SIE es wollen. Aber ob sie sich in den entsprechenden Gehirnwindungen nur mit Mühe und Not für eine kurze Weile festkrallen können, oder sich dort zuhause fühlen – das haben sie aber womöglich nicht allein in der Hand. Die Gehirnlandschaften sind jedem Menschen eigentümlich gegeben – und die Landschaft verändert sich mit jedem Erlebnis auf’s neue. Zeit lagert sich ab. Die Augen sehen das gleiche anders. Morgens um 4:00 blicke ich durch das Schaufenster von einem bereits geschlossenen Schnellimbiss. Dort sitzt eine Frau müde und zusammengesunken auf einem Stuhl. Raucht nach einer anstrengenden Arbeitsnacht eine Zigarette. Bewegungslos stützt sie ihren Kopf auf die linke Hand und schaut mit der Zigarette in der rechten durch den Fußboden, ganz durch den Erdball hindurch.

lemon / 5 August 2008 / Fraktal.Text, Gedanken.Memo, Kiel.Refugium, Realitaets.Tunnel

[Ontologisierung + Identitätspolitik… ]

“ … Als Identitätspolitik von dominanten Gruppen bezeichnet man Vorstellungen zur Gestaltung der gesellschaftlichen und staatlichen Verhältnisse, die die Subjekte dadurch bindet, dass sie sie auf die Verwirklichung einer „im Wesen liegenden“ Norm verpflichtet. Als Normen in diesem Zusammenhang können z.B. gelten Frau-sein, Deutsch-sein, Weiß-sein etc. Dieser Festschreibung auf etwas konstruiert Wesentliches, also der so genannten „Ontologisierung“, von bestimmten Eigenschaften sozialen Ursprungs, führt für Kritiker in letzter Konsequenz zu ausgrenzenden totalitären und Weltanschauungen und Handlungskonzepten. Demgegenüber versucht die Identitätspolitik der dominierten Gruppen zu einem „Wir-Gefühl“ zu finden, um emanzipatorische Forderungen zu entwickeln und durchzusetzen. Es geht in den dominierten Gruppen darum, sich selber zu repräsentieren und den von außen auferlegten Zuschreibungen eine Selbstdefinition entgegenzusetzen. Dies schließt gegebenenfalls eine Politik der Separation mit ein. Ein Konzept von Identitätspolitik ist die „Positive Diskriminierung“ oder auch „affirmative action“. Identitätspolitik in diesem Sinne fordert nicht nur Anerkennung für die dominierten Gruppen, sondern auch Bildungszugänge, soziale Mobilität, etc.. Auch die Standpunkt-Theorie basiert auf Identitätspolitik, da sie behauptet, dass die Gewinnung von Erkenntnis sozial situiert sei, dass die dominierte Gruppe ein besserer Ort zur Erkenntnisgewinnung / -produktion sei. …“
Aus: „Identität“ (06/2006) | Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Identit%C3%A4t]

lemon / 27 Juni 2006 / Fraktal.Text, Gedanken.Memo, Gespaltene.Deutung / 0 Comments

[Vomit-Action (Otmar Bauer, 1969)… ]

action.jpg

Otmar Bauer Zeigt Vomit-Action, 1969

http://www.ubu.com/film/vienna_actionists.html // [UbuWeb is a completely independent resource dedicated to all strains of the avant-garde, ethnopoetics, and outsider arts.]

Otmar Bauer, „Verlegenheitskünstler, Aktionist und Mitbegründer der Kommune Friedrichshof“ liest aus seinen neu erschienenen autobiographischen Notizen … „die Voraussetzung für eine selbstständige Entwicklung sahen wir in der freiheit keinen Beruf zu wählen, keine Rolle, auch nicht die des Künstlers anzunehmen – frei sein von Beziehungen, keine Eifersucht mehr, und die Kinder sollen selbstständig aufwachsen.“ – „wie konnte das passieren?, fragen die Leute, wenn ich über den gescheiterten Kommuneversuch berichte, es war weniger als ein Kommuneversuch, wir haben Mühl die Hergottsrolle aufgedrängt.“ Otmar bauer nimmt in „1968“ zu den Themen Studentenbewegung in Wien, Underground, Wiener Aktionismus, Kommune Friedrichshof und anderem mehr Stellung. …“ | Anmerkungen zu „1968 – autobiografische Notizen“ (Otmar Bauer, 2004) | Teilweise aus: http://www.konfrontationen.at/29.5.2004/ob.html

Hintergrundrauschen // … Die Aktionsanalytische Organisation (AAO), auch als AA-Kommune, Muehl-Kommune oder Friedrichshof-Gruppen bezeichnet, war eine etwa 1970 aus einer Wohngemeinschaft entstandene Kommune, die von dem Aktionskünstler Otto Muehl gegründet wurde. … http://de.wikipedia.org/wiki/Aktionsanalytische_Organisation

// „Kurze Geschichte der Kommune Friedrichshof – Versuch eines Überblicks“
Im Jahr 1970, gründete der damals 45-jährige Künstler Otto Muehl eine Kommune und nahm etwa ein Dutzend junger Menschen in seine Wohnung in der Praterstraße auf. … | http://www.friedrichshof.at/z/File/Kurze-Geschichte-der-Kommune-Friedrichshof.pdf

// http://www.archivesmuehl.org/bio.html | http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Muehl

// “ … Otto Mühl, der Zampano vom Friedrichshof, ein Vorläufer der Dieter Bohlens und Heidi Klums? Es sieht ganz so aus. Wie bitter die Dialektik von Befreiung und Zwang ist, beginnt man gerade erst zu ahnen. …“ Aus: „Die Tage der Kommune“ (Cristina Nord, 24.10.2013) | http://www.taz.de/!126068/

lemon / 23 April 2006 / Found.Stuff, Fraktal.Text, Gedanken.Memo, Gespaltene.Deutung, Kunst.Encoder / 0 Comments

[Der Kampfplatz dieser endlosen Streitigkeiten… ]

“ … Die menschliche Vernunft hat das besondere Schicksal in einer Gattung ihrer Erkenntnisse: daß sie durch Fragen belästigt wird, die sie nicht abweisen kann; denn sie sind ihr durch die Natur der Vernunft selbst aufgegeben, die sie aber auch nicht beantworten kann; denn sie übersteigen alles Vermögen der menschlichen Vernunft.

In diese Verlegenheit gerät sie ohne ihre Schuld. Sie fängt von Grundsätzen an, deren Gebrauch im Laufe der Erfahrung unvermeidlich und zugleich durch diese hinreichend bewährt ist. Mit diesem steigt sie (wie es auch ihre Natur mit sich bringt) immer höher, zu entfernteren Bedingungen. Da sie aber gewahr wird, daß auf diese Art ihr Geschäft jederzeit unvollendet bleiben müsse, weil die Fragen niemals aufhören, so sieht sie sich genötigt, zu Grundsätzen ihre Zuflucht zu nehmen, die allen möglichen Erfahrungsgebrauch überschreiten und gleichwohl so unverdächtig scheinen, daß auch die gemeine Menschenvernunft damit im Einverständnisse steht. Dadurch aber stürzt sie sich in Dunkelheit und Widersprüche, aus welchen sie zwar abnehmen kann, daß irgendwo verborgene Irrtümer zum Grunde liegen müssen, die sie aber nicht entdecken kann, weil die Grundsätze, deren die sich bedient, da sie über die Grenze aller Erfahrung hinausgehen, keinen Probierstein der Erfahrung mehr anerkennen. Der Kampfplatz dieser endlosen Streitigkeiten heißt nun Metaphysik.

…“ | Aus: „Kritik der reinen Vernunft“ (1st Edition) by Immanuel Kant (German; Erste Fassung 1781) / Quelle: —> 8ikc110.txt“ rel=“noopener“ target=“_blank“>http://www.gutenberg.org/dirs/etext04/8ikc110.txt“>8ikc110.txt

lemon / 13 Februar 2006 / Daten.PolitixMicro, Fraktal.Text, Gedanken.Memo, Gespaltene.Deutung / 0 Comments

[Zur Verwertungszentrifuge… ]

[…] Weil romantische Grenzen zwischen Kunst und Kommerz, Sponsoring und Korruption, Ware und Werbung, redaktionellem und Anzeigenteil unter unseren Augen verschwinden? […] Beim jetzt erreichten Tempo der Verwertungszentrifuge nach „Entschleunigung“ oder „Kontrolle“ zu rufen, wäre ein ebenso hilfloser Ausdruck „linker Melancholie“ (Walter Benjamin) wie das Gefasel von der „Rückbesinnung auf die soziale Marktwirtschaft“ aus dem Munde deutscher Sozialdemokraten. Solche Leute kritisieren den Kapitalismus und kommen im Kino erst zum Hauptfilm. Damit sie bloß verpassen zu sehen, wie neue Körperbilder und Warenästhetiken generiert und in Umlauf gebracht werden.
Aus: ‚Strategien des Product Placement im Pop‘
Von KLAUS WALTER (fr-aktuell.de, 04.05.2005)

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[…] „wie eben diese Wünsche in der Distributionssphäre vermittels Warenästhetik oder als Abziehbild der Reklame den Produzenten an die Wunschverdrängung erinnern, also zum Kauf, zur Triebbefriedigung anreizen, […] wie der Produzent als Konsument sich doch wieder nur den Verlust seiner selbst, den Akt der Es-Verstümmelung [Freud], das Ergebnis seiner materiellen Produktion einverleibt. Ihm ist der Selbstverlust Bedingung seiner Existenz“ [….]
Über das Buch: ‚Neurose und Klassenkampf‘ (von Michael Schneider)
Quelle: http://www.schneider-michael-schriftsteller.de/Sachbuecher4.htm

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„Viele Verbraucher verwenden Konsumgüter für ihre Identitätsbildung und benützen sie darüber hinaus zur Selbstdarstellung. Welche Auswirkung diese Einstellung nicht nur auf die Psyche des Menschen hat, sondern auch ganz stark die finanzielle Situation des einzelnen beeinträchtigen kann, beweisen Statistiken des Österreichischen Kreditschutzverbandes. …“
Aus: „Der private Konsum und die Verschuldung“ (1999)
Autorin G. Bauer (Diplomarbeit)

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[Literatur Memo:] Wolfgang Fritz Haug, Zur Kritik der Warenästhetik, in: Ders., Warenästhetik, Sexualität und Herrschaft. Gesammelte Aufsätze, Frankfurt am Main 1972, S.11-30. Vgl. zu dieser Frage auch die hochinteressante Rekonstruktion der Wunschfabrikation in dem sozialwissenschaftlichen Tavistock-Institute der 1950er Jahre, in dem die kulturkritisch meist in nur oberflächlicher Kenntnis gebrandmarkte „Bedürfnisproduktion “ tatsächlich praktiziert wurde, Peter Miller/Nikolas Rose, Mobilizing the Consumer. Assembling the Subject of Consumption, in: Theory, Culture & Society 14, 1 (1997), S.1-36.

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[suchmaschienen fraktale:] […]
Identität gibt uns Antwort auf die Frage „Wer bin ich?“
nämlich vorwiegend Spaltung, Projektion und Verleugnung, …
welche Aspekte seiner Identität er offen legt
Der Traum von der Freiheit, sich selbst zu erfinden oder Identität als Erzählung.
dem Nebeneinander-bestehen von Verleugnung und Anerkennung.
Er nennt diese Teilfunktionen und Komplexe der Psyche auch „psychische Organe“
Doch wenn die Verleugnung der eigenen Verschwörungstheorie nicht als…
keine eigene, unverwechselbare Identität mehr zu spüren…
Neigung zu illusorischen Utopien und einer Verleugnung der Realität…

lemon / 4 Mai 2005 / Fraktal.Text, Gedanken.Memo, Global.Politix:Micro / 0 Comments