Schlagwort: Lale Gül

[Identitätspolitik (Kulturelles Unterbewusstsein) #6… ]

“ … ‘Muziek mag niet, daten is verboden, het hebben van vrienden van het andere geslacht is onwettig, je leuk kleden en opmaken is ongepast, ’s avonds buiten zijn is niet geoorloofd, “vieze, immorele” films en series kijken is onaanvaardbaar (en dan bedoel ik geen porno, gewoon een film waarin wordt gezoend), het vieren van verjaardagen of andere heidense feestdagen mag niet, werken met mannen kan niet en ook uitgaan en feesten op festivals is verboden.’ …“ Ik ga leven, Lale Gül (2021) | https://uitgeverijprometheus.nl/catalogus/ik-ga-leven.html

insLot (6. Mai, 2021 – 10:06): “ … Neulich wurden in einem Artikel Feministinnen zitiert, die mich mutig fanden, sich aber kein Urteil anmaßten, weil es sozusagen nicht ihre Kultur sei. Ich finde, dieser Satz ist Beispielhaft für das Kernproblem der Identitätspolitik! Ansonsten sehr interessanter Artikel. …“
Kommentar zu: —> „Bedrohte Autorin in den Niederlanden: Zwischen allen Fronten“ Ein Artikel von Tobias Müller (5.5.2021) “ …An einem späten Abend im Februar wird Lale Gül klar, dass sie das alles unterschätzt hat.Als die 23-Jährige Studentin der niederländischen Literatur, geboren und aufgewachsen als Tochter anatolischer Gastarbeiter in Amsterdam, die Wohnung der Familie betritt, sitzt dort die halbe Nachbarschaft im Wohnzimmer. Alle zugleich fallen über sie her, die Vorwürfe fliegen ihr um die Ohren …“ —> Quelle: https://taz.de/Bedrohte-Autorin-in-den-Niederlanden/!5765575/

Volker Scheunert (6. Mai, 2021 11:14)“ … Was mich – selbst Vater einer Tochter – erschuettert, ist Folgendes: „Aber ihre Liebe ist eben nicht bedingungslos. Irgendwann hatte ich mein Glueck ihrem opfern muessen.“ Was geht in den Koepfen solcher Eltern ab? Es gibt bestimmt auch heute noch „bio-„deutsche oder -niederländische Eltern, die ihren Toechtern sagen: „Mit einem Auslaender brauchst Du Dich bei uns nicht mehr blicken zu lassen.“ Dieser Wahn aber, als kleine, aber im Selbstverstaendnis einzige nach Gottes Willen lebende, Gemeinschaft in einer zutiefst gottlosen und rassistischen Umgebung, von jedem Mitglied, besonders den weiblichen, absolute Loyalitaet zu fordern, hat etwas zutiefst Paranoides. Das laesst sich auch bei manchen christlichen Gruppierungen, bei rechtsradikalen Sekten, und, zumindest frueher, durchaus auch bei lesbischen Separatistinnen beobachten. Abweichler:innen, Ketzer:innen, Individualist:innen, Aussteiger:innen und „Verraeter:innen“ können da froh sein, wenn man sie ohne allzuviel Psychoterror oder gar Morddrohungen ziehen laesst. Ich wünsche Lale Guel weiterhin viel Kraft und jede Menge gute „Wahlverwandtschaft“ (nicht Geert Wilders!), auf dass sie ihren eigenen Weg weitergehen kann. Wer weiss, vielleicht kommt auch ihre Familie irgendwann zur Besinnung, und sieht ein, dass ihre freiheitsliebende Tochter ihre Liebe und Loyalitaet verdient, und nicht ihre konformistische Gemeinschaft. …“