Schlagwort: Hinter jeder Normalität

[Szenen aus dem Alltagsleben #1 … ]

“ … Dieses Foto entstand in einer der vornehmeren Rostocker Wohn- gegenden. …
… Dieser Ausschnitt … lenkt den Blick auf Einzelheiten, die sich nicht sofort erschließen. Hier auf Beobachter, die vom Fenster aus gespannt das Geschehen auf der Straße verfolgen. …“ | Fotos : Kulturhistorisches Museum Rostock | Quelle: https://www.ostsee-zeitung.de/Nachrichten/Fotostrecken-Nachrichten/Historisches-Alltagsleben-detailliert-aufgespuert/2 (07.06.2013)

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“ … Konstantin Nowotny: Was ist denn eigentlich Normalität? – Normalitäts-Forscher Jürgen Link: Jeder glaubt, das zu wissen. Aber ich glaube, wenn sie es jetzt definieren müssten, stünden die meisten Leute ziemlich schnell auf dem Schlauch. …“ | https://www.freitag.de/autoren/konstantin-nowotny/das-problem-ist-das-wir (2020)

“ … In der Theorie kam diese Müllabfuhr einmal am Tag – außer sonntags und an Feiertagen – vorbei, um den Hausmüll und Schmutz abzuholen. Dann bimmelten sie mit ihrer Glocke und warteten, dass die Leute ihren Unrat herausbrachten. Es war schließlich verboten, Müll vor dem Haus zu lagern, geschweige denn, ihn vor einem anderen Haus oder gar einer Kirche loszuwerden. In der Theorie. In der Praxis waren die Londoner Straßen derart überladen mit Schmutz, Asche, Unrat, Exkrementen und Tierleichen, dass der gelatineartige Londoner Straßendreck bei den Gärtnern von Market Garden ausgesprochen beliebt war als Dünger und dafür wohl auch hervorragend taugte. …“ | Aus: „Alltagsleben in London um 1750 – Steine & Schmutz, Londons Straßen – Geschichtskrümel 66 “ (27. Juni 2019) | https://www.donnerhaus.eu/2019/06/alltagsleben-in-london-um-1750-steine-schmutz-londons-strassen-geschichtskruemel-66/

“ … Mit Tagebüchern, Autobiografien und Interviews, aber auch mit Fotos, Briefsammlungen und diffusen schriftlichen Nachlässen existiert eine beachtliche Diversität von Ego-Dokumenten als potenziellen Quellen, die allerdings einige Herausforderungen an die Systematisierung innerhalb lebensgeschichtlicher Forschungsprojekte stellt. …“ |Zu: „Zur Konzeption lebensgeschichtlich orientierter Forschung (2009)“, Herausgeber: Manfred Seifert und Sönke Friedreich |https://www.isgv.de/publikationen/details/alltagsleben-biografisch-erfassen (Stand: 24.11.2020)

Michi Strausfeld (über: ‚Die Abgründe des Alltags‚ – In ihren Erzählungen „Wer nicht?“ zeichnet Claudia Piñeiro fesselnd-seltsame Normalitäten, 20.11.2020): “ … Als Szenen aus dem Alltagsleben könnte man sie bezeichnen, denn sie erzählen von Treue und Verrat in einer Beziehung, dem komplizierten Verhältnis von Kindern und Eltern, Familiengeheimnissen, Eifersucht, Neid und Unsicherheiten: Wer kennt das nicht, hat nicht einiges davon selbst erlebt oder zumindest davon gehört? Ja, wer nicht? … Die Erzählungen sind ungleich lang, einige umfassen nur ein paar Seiten. … Viele werden nach der Lektüre überzeugt davon sein, dass hinter jeder Normalität, hinter jedem schönen Schein ein Abgrund lauern kann. Schließlich lautet die Widmung: „Für alle, die imstande sind, sich in andere hineinzuversetzen. Ob sie nun seltsam sind oder nicht“ …“ | https://literaturkritik.de/pineiro-wer-nicht-abgruende-alltags-ihren-erzaehlungen-wer-nicht-zeichnet-claudia-pineiro-fesselnd-seltsame-normalitaeten,27377.html