Author Topic: pulp, women in spacesuits, design, vintage ads, etc.  (Read 21439 times)

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pulp, women in spacesuits, design, vintage ads, etc.
« on: August 26, 2008, 12:11:59 AM »
Pulp International : vintage and modern pulp fiction; noir, schlock and exploitation films; scandals, swindles and news
www.pulpinternational.com/

Retro Hound provides scans of ephemera from mid-century through the nineties. Content includes advertising, magazines, album covers, postcards, catalogs, and other odds and ends from decades past.  ...
https://retrohound.org/

junkyard.dogs' photostream
www.flickr.com/photos/36464802@N05/

PULP ARTISTS
A field guide to Wild American PULP ARTISTS by David Saunders
(a pulp magazine is about 9" high by 7" wide with a color cover painted by a pulp artist)
http://www.pulpartists.com/


Retro thing is an independent vintage gadget website run by a team of renegade elves based in Calgary and Chicago. Each month we present a never-ending stream of classic and almost-classic gizmos and books. OK, so I made up the bit about the team of elves. Everything else is true, though.
http://www.retrothing.com/


Vintage Future
http://vintagefuture.tumblr.com/


In My Arms   
Find out more about the "carry phenomenon" here !
http://lordcarry3.tripod.com/index.html


American Museum of the Moving Image
art, history, technique, and technology of film, television, and digital media
http://www.movingimage.us/


UFO Series
Devoted to the 1970 British science fiction television series UFO
http://www.ufoseries.com/


Malls of America
Vintage photos of old Shopping Malls of the '60s & '70s
http://mallsofamerica.blogspot.com/


bizarradas, retrofuturo, Munsters, atomic, Strangelove, etc.
http://www.flickr.com/photos/dr_odio


Fotostream von x-ray delta one
http://www.flickr.com/photos/x-ray_delta_one/

« Last Edit: July 04, 2019, 09:12:05 PM by Link »

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Retrofuturism
« Reply #1 on: January 14, 2010, 08:59:44 PM »
Flashbak - Everything Old Is New Again
https://flashbak.com/

From Deco to Atom
"Welcome to my theatre! Enter freely. Go safely, and leave something of the happiness you bring!"   (20th century)
http://danismm.tumblr.com/

retrodust
http://retrodust.tumblr.com/

Ретрофутуризм. Retrofuturism
http://community.livejournal.com/retro_futurism/

http://rekall.tumblr.com/

http://grooveland.tumblr.com/

http://homophoni.tumblr.com/

http://70redux.wordpress.com/

http://80s-touch.tumblr.com/

http://newenglandwoodstock.tumblr.com/

Spacesuit - For women in space, spaceships, spacesuits, or on other planets. Travel through the cosmos with this collection.
https://www.deviantart.com/gmeguy/favourites/53974665/Spacesuit
« Last Edit: October 16, 2019, 12:29:58 PM by Link »

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...
« Reply #2 on: January 22, 2010, 08:13:59 AM »
"Flotter Osten - DDR Werbung der 60er Jahre"
Реклама ГДР производства 60-х годов.
Ein Film von Holger Theuerkauf und Michael Reinicke.
www.youtube.com/watch?v=I1Z0zomERu8

"Reklame Reklame Werbespots der 50er und 60er Jahre"
www.youtube.com/watch?v=wuwgEXRp_3w

"Deutsche Werbung: 1945-1995"
www.youtube.com/watch?v=m5o49gcjWb4

What About Bobbed?
bob cuts are a cut above all other hairstyles
+ other hair & hat & all around flapper dapper awesomeness
from the 1920s, before & beyond!
http://whataboutbobbed.tumblr.com/
« Last Edit: February 21, 2015, 11:12:40 AM by Link »

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pulp, women in spacesuits, design, vintage ads, etc.
« Reply #3 on: February 27, 2016, 12:42:15 PM »
Deutschland in den 70ern, ein Filmportrait von Georg Stefan Troller
Deutschland aus der Sicht von Urlaubern. Kurzweiliges Portrait mit viel Augenzwinkern. Eine gelungene Auftragsarbeit des Österreichers Georg Stefan Troller aus den 1970er Jahren. Der komplette Film.

https://www.youtube.com/watch?v=kegcQUyAL80

Florian Voß vor 2 Jahren
Eine sehr merkwürdiger Mutantenstadl...


...

http://fistfullofsoul.tumblr.com/

http://theswinginsixties.tumblr.com/

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"Doku von 1972 zeigt, wie absurd man sich damals die Zukunft vorstellte" (21. März 2019)
Die ZDF-Sendung "Richtung 2000" sieht Menschen in Wohntürmen, die Fröhlichkeitsdrogen nehmen und private Zeitungsdrucker haben ... Die 25-Stunden-Woche ist zur Norm geworden, ebenso der Ruhestand mit 50 – als Folge der voranschreitenden Automatisierung. Wer es nicht schafft, abseits der Arbeit ausreichend Erfüllung zu finden, dem bleibt noch Optimum 10 – ein schnellwirkendes Medikament gegen Depressionen aller Art, das den Alltag wieder schön erscheinen lässt. ... "Richtung 2000" pendelt zwischen teils absurden und teils recht akkuraten Prognosen wahlweise eutopischer und dystopischer Natur. Manche sind bereits eingetreten – wenn auch in anderer Form. Das Internet hat man zwar nicht vorausgesehen, doch Smartphones, smarte Lautsprecher mit Displays und kostengünstigen Zugang zu Programmfernsehen und Video-on-Demand gibt es heute ebenso wie frei herumstehende Mietautos. ...
https://derstandard.at/2000099746312/Doku-aus-1972-zeigt-wie-absurd-man-sich-damals-die

Quote
Videobeweis

Das hauptsächlich Absurde ist dass wir heute so tun als wäre es absurd gewesen, dass die 1972 geglaubt haben es würde zu einer 25 Stunden Woche kommen.
Absurd ist vielmehr dass sich die Menschheit verdummen und versklaven hat lassen und wir statt einer 25 Stunden Woche genauso viel hackeln wie 1972 und jegliche Produktivitätssteigerungen in die Taschen der obersten 0,1% gewandert sind.
Wenn die aus 1972 das sehen könnten, dann würden die sich fragen, ob wir deppert sind und nicht umgekehrt (natürlich können sie es sehen, aber nicht mehr mit dem unverdummten Gehirn von 1972).


Quote
ChaiserVonKina

Wenn Clickbait-Headlines seriösen Journalismus zerstören. Absurd ist die in erster Linie die Headline. Denn diese hochinteressante Dokumentation ist überraschend akkurat in der Prognose der tatsächlich eingetretenen allgemeinen Entwicklungen.

Das finde ich insofern besonders bemerkenswert, da Zukunftsvisionen in der Regel mehr ein interessantes Zeitdokument darstellen und über ihre Entstehungszeit selbst wesentlich mehr aussagen,als über die prognostizierte Entwicklung (Stichwort "Retro-Futurismus").


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« Last Edit: March 23, 2019, 08:35:00 PM by Link »

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« Reply #4 on: April 11, 2019, 06:28:08 PM »
Alltagskultur im Wirtschaftswunder / Bilder der 50er und 60er Jahre
http://www.wirtschaftswundermuseum.de/

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"Das orientalistische Plakat Westeuropas 1880-1914" (2012 )
Von der Fakultät III (Kunst und Medienwissenschaft) der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg zur Erlangung eines Grades des Doktors der Philosophie (Dr. phil.) genehmigte Dissertation von Rima Chahine geb. am 13.02.1979 in Damaskus
Bei der Beschäftigung mit der Geschichte des Plakats fiel mir als Grafikdesignerin und Syrerin die Menge der Klischees in der Darstellung des Orients auf  westlichen Plakaten  auf.  Die  Lektüre  des  Katalogs  von Abderrahman  Slaouiwar  der  Anstoß, das Thema, wie auf Plakaten Klischees reproduziert werden, wissenschaftlich aufzu-arbeiten.Meine Arbeit enttarnt eine „neue“ Art von Orientalismus in der westeuropäischen Plakatkunst zwischen 1880 und 1914.  In  ihr  zeigt  sich  eine  bilaterale  Kombination von Bild und Produkt vornehmlich aus einer ökonomisch-künstlerischen Perspektive.Meine Dissertation „Orientalistische Plakate 1880 bis 1914“ untersucht Plakate der Produkt-und  Tourismuswerbung,  die  sich  orientalischer  Motivebedienen, hinzukommen in weit geringerem  Umfang  Plakate,  die  für  große  Ausstellungen  und  Er-eignisse werben. Die Arbeit geht der Frage nach, anhand welcher Bilder und Werbe-texte der Orient thematisiert wird und versucht diese Bilder nach Motiven zu ordnen. Der  Untersuchungszeitraum  erstreckt  sich  von  den  Anfängen  der  Plakatkunst  um 1880  bis  zum  Beginn  des  Ersten  Weltkriegs  1914.  In  einem  weiteren  Schritt  sollen die Bilder auf ihre Genese hin untersucht werden, allerdings lediglich soweit, wie es für ein Herausschälen des „Typischen“ notwendig ist. Dabei wird von Interesse sein, den  Bezug  der  Motive/Bildwelten  zu  den  beworbenen  Produkten  herauszuarbeiten. Nach  dem  Stand  meiner  Untersuchungen  hat  sich  gezeigt,  dass  es  Motive  gibt,  die unmittelbar  auf  das  Produkt  hinweisen  (z.B.  eine  orientalisch  gekleidete  Frau  wirbt für  arabischen  Kaffee),  dass  aber  andererseits  die  meisten  Motive  ein  Eigenleben führen,  das  mit  dem  beworbenen  Produkt  wenig  zu  tun  hat  (z.B.  ein  Schwarzer  in orientalischem Habitus wirbt für Kakao und Schokolade, die nicht im Orient produ-ziert worden sind). Das Ergebnis legt nahe, den Blick auf die Adressaten der Werbe-plakate,  auf  die  Rolle  der  Bildwelten  in  der  westeuropäischen  Gesellschaft  zu  richten. ...
http://oops.uni-oldenburg.de/2354/1/chaori13.pdf
« Last Edit: September 17, 2019, 04:50:51 PM by Link »

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« Reply #5 on: September 17, 2019, 03:57:27 PM »
Quote
[...] Johanna König, eine der ersten deutschen Werbe-Ikonen, ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Sie war als "Klementine" in einer Waschmittelwerbung berühmt geworden. Die waschende Klempnerin hatte einen extremen Wiedererkennungswert und wurde zur Vorzeigefrau der jungen Bundesrepublik.

Sie trug natürlich weiß. Bei Waschmittelwerbung muss das so sein. Die Vollwaschkraft der Werbe-Ikone Klementine kam also in weißen Latzhosen zur Geltung. Dazu hatte die patente Frau ein Hütchen auf und steckte in einem rot-weiß kariertem Hemd.

So wurde Klementine zu einer Vorzeigefrau der Bundesrepublik, sie warb als fröhlich arbeitende Klempnerin für Waschmittel, das nach dem Luftgeist in Shakespeares „Sturm“ benannt ist, und sie versprach "Wäscht nicht sauber, sondern rein“. Manchmal auch "porentief rein“, was bei einer Klempnerin auch ein bisschen heikel ist.

"Ariel“ hatte mit dieser Werbung enormen Erfolg, und Johanna König, die Darstellerin der Klementine, wurde damit bekannt. Jahrzehntelang hielt sich ihr Ruhm, viel länger als bei manchen Schauspielern und Sängern, die Leute riefen der Berlinerin immer ihr "Hallo Klementine!“ hinterher, auch wenn sie nicht in Klempner-Kluft unterwegs war. Am Dienstag ist Johanna König im Alter von 87 Jahren in ihrer Berliner Wohnung gestorben.

Klementines Arbeit begann im Schicksalsjahr 1968, und sie steht beispielhaft für die Mentalitätsgeschichte der erfolgreichen Bundesrepublik. Klementine hatte wenig mit der braven Hausfrau gemein, die in den Fünfzigern mit Rock an der Waschmaschine stand und auf den Mann wartete. Sie arbeitete im klassischen Männerberuf. Sie war selbstbestimmt und frech.

Gestandene Wäscherinnen nahmen ihre Tipps ebenso an wie Feministinnen, die sich gerne mit ihr arrangierten, auch wenn sie verachtete Tugenden wie „Reinheit“ anpries. In Wahrheit mussten nämlich auch Studentinnen und Demonstranten ihre Wäsche waschen. Klementine hätte vielleicht nicht Marx und Marcuse Recht gegeben, doch jederzeit "Mein Bauch gehört mir!“ rufen können.

Und die weiße Latzhose? Ein Erbe der Hippies, die sich so gern mit den Werktätigen solidarisierten! Ein gleiches gilt für Klementines braune Halbschuhe, auf denen man sonst durch Hörsäle und Institutionen marschierte. In der Werbefigur scheint so schon die gesellschaftliche Versöhnung auf, die in den Siebzigern auf vielen Ebenen stattfand. Rebellen passten sich an, wertkonservative Damen trugen bunte Kleider mit LSD-Muster. Folgerichtig landeten.

Klementines Latzhose und die handbestickte Mütze zeitweilig im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn und schließlich im Deutschen Werbemuseum.

Johanna König warb als Klementine bis 1984 für das Waschmittel. Dann schwand einerseits in den coolen Achtzigerjahren die Handwerkerbegeisterung, zum anderen wurden alle Werbe-Ikonen der Garaus gemacht, Frau Sommer, Herr Kaiser, Tante Tilly und Frau Antje hatten es plötzlich schwer. Da stand König bereits kurz vor der Rente. Die gebürtige Leipzigerin war in Operetten, Musicals und Revuen aufgetreten. Sie spielte auch in Heimatfilmen und den ARD-Vorabendserien „Drei Damen von Grill“ und „Praxis Bülowbogen“ mit, immer als schnoddrige, liebenswerte Frau.

Johanna König wurde vor ein paar Jahren noch einmal für eine Retro-Werbung ins Fernsehen gebracht, die Generation der jetzt 40-50-Jährigen gilt als enorm werbeaffin. Sie erkennt in den Werbefiguren mehr unschuldiges Identifikationspotenzial als in den früher identitätsstiftenden Charakteren von Goethe, Fontane, Thomas Mann.

Jungen Frauen, die mit Haushaltstugenden kaum etwas anfangen können, riet Johanna König 2002 als Expertin zu altbewährten Methoden. Praktisches Wissen war plötzlich, im aufkeimenden Neobürgertum, wieder etwas wert.

Bei Buntwäsche solle man Zucker ins Spülwasser geben, um die Farben zu erhalten, Rostflecken könne man mit saurer Milch einreiben. Wenn das Öko-Waschmittel (Ohne Tenside) versagt hilft, der Klassiker: Bei weißer Kochwäsche etwas Backpulver mitwaschen. Macht sauber und irgendwie auch rein.

Mit dem Konzern Procter & Gamble hatte Johanna König einen lebenslangen Vertrag geschlossen. Der zahlte sich auch ganz praktisch aus. Bis zuletzt bekam Klementine jeden Monat zwei Packungen Waschmittel geliefert.


Aus: "Die waschende Klempnerin Klementine ist tot" Holger Kreitling (04.03.2009)
Quelle: https://www.welt.de/fernsehen/article3318286/Die-waschende-Klempnerin-Klementine-ist-tot.html