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[Nahtoderfahrung / NTE (Notizen) ... ]

Started by Link, June 09, 2024, 03:32:07 PM

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Als Nahtoderfahrung (d. h. Nahtod-Erfahrung) oder Nahtoderlebnis (NTE) wird ein breites Spektrum tiefgreifender persönlicher Erfahrungen bis hin zu sogenannten Transzendenzerfahrungen bezeichnet, die von Menschen gemacht werden, die sich in einer lebensbedrohlichen Situation befunden haben. ... Der Begriff ,,Nahtoderlebnis" wurde im 19. Jahrhundert geprägt, als der Schweizer Geologe Albert Heim eine Eigenerfahrung und Zeugenaussagen seiner Klettergefährten über Erlebnisse nach Abstürzen protokollierte und publizierte. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Nahtoderfahrung

https://de.wikipedia.org/wiki/Nahtod-Studien

https://de.wikipedia.org/wiki/Kognition

https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Neurowissenschaften

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"Neue Studie - Nahtoderfahrung: Gehirnscans zeigen letzte Gedanken eines Sterbenden" Samira Müller (11.07.2024)
Frankfurt – Menschen mit einer Nahtoderfahrung berichten häufig, dass ihr Leben noch einmal an ihnen vorbeizieht. Doch was passiert im Gehirn bei Sterbenden tatsächlich? Mit einer neuen Studie, die am Dienstag (22.02.2022) in der Fachzeitschrift "Frontiers in Aging Neuroscience" veröffentlicht wurde, zeigen Forschende mithilfe von Gehirnscans die womöglich letzten Gedanken eines Sterbenden. ... "
https://www.fr.de/wissen/sterben-gehirn-nahtoderfahrung-letzte-gedanken-wissenschaft-studie-forschung-ltt-91375237.html

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"Biologie des Todes: Was im Gehirn passiert, wenn Menschen sterben" David Rennert (9. Juni 2024)
Erstaunliche Ergebnisse aus der Hirnforschung werfen neue Fragen über den Prozess des Sterbens auf.
https://www.derstandard.at/story/3000000223067/was-im-gehirn-passiert-wenn-menschen-sterben

QuoteWilfried Apfalter

"Fachleute gehen heute davon aus, dass Nahtoderfahrungen ein physiologisches Phänomen sind: ausgelöst vom Gehirn in der akuten Krisensituation des drohenden Todes. Nicht eine Seele, sondern Vorgänge im Nervensystem und biochemische Prozesse sind demnach für diese Erlebnisse verantwortlich."

Tja ...


QuoteValeron

Nahtod-Erfahrungen sind eine persönlich sehr beeindruckende Angelegenheit - man ,,vergisst" sie nie mehr

Ich habe mit 19 Jahren eine solche NTE machen dürfen, als ich bei KF (Kammerflimmern) reanimiert wurde.
Ich hatte Glück: Mein Herzkreislaufstillstand erfolgte beobachtet, im Krankenhaus, der Defi war schon bereit gestellt, 2 Schwestern waren dauernd bei mir. Sie haben auch sofort mit der Reanimation begonnen und den Rest des Teams alarmiert. Sie hatten Erfolg.

Das war ein sehr eindrucksvolles Erlebnis für mich, gewaltiger als jede reale Erfahrung, die ich bis dahin gemacht hatte.
Und ich bin _nicht_ gerne zurück gekommen.
Ich fand es schrecklich, wieder in meinem geplagten Körper zu landen.

Ich kann den Artikel bestätigen: Meine ,,Erfahrungen" lassen sich mit der Erregung best. Areale und Transmitter-Freisetzung korrelieren.


QuoteLichtmann

Meine Großmutter hatte Mitte 20 durch einen Autounfall ein ähnliches Erlebnis, von dem sie immer wieder spricht. Sie hat es als sehr schön empfunden und wollte ebenfalls nicht mehr zurück.


Quotemed.alex

Danke für die höchstpersönliche Schilderung!

Ich habe beruflich oft die medizinische Leitung über Reanimationen und frage mich immer wieder, was wohl Empfindungen und Wahrnehmungen der Menschen, die durch uns behandelt werden, sind. Ihr Posting gibt mir Hoffnung.
Ich würde gerne fragen, ob und wie diese NTE Ihr weiteres Leben beeinflusst hat. Falls die Frage zu persönlich ist, ersuche ich um Verzeihung.

Liebe Grüße und alles Gute,
Ein Notfall- und Intensivmediziner


Quotekrendl

Ich habe einiges über NTEs gelesen, allerdings keine selbst erlebt. Daraus weiß ich aber jedenfalls, dass Menschen mit NTE es nicht leicht haben, darüber zu berichten. Genau deshalb, weil sie nicht ernst genommen, belächelt und für Dummies (siehe Forum hier) gehalten werden. Machen Sie sich bitte nichts daraus, Ihr NTE ist Ihre ganz persönliche Erfahrung, sie hat Sie sicherlich verändert, und es ist gut so wie es ist. Und ich wünsche Ihnen noch ein schönes, erfülltes und gutes Leben.


QuoteCarl Gerhard Busch

Das mit dem Leben nach dem Tod

is halt ein schöner Traum, um Trauer erträglicher zu machen
Aber es spricht einfach alles dagegen...Wir Menschen haben halt ein dermaßen riesiges Ego, dass manche einfach sicher sind, dass das Universum da was für uns eingerichtet hat :D

...


Quotedas Orakel vom Selfie

Das "riesige Ego" führt uns wohl eher zur dreisten Überzeugung, dass unser aufgeklärtes, wissenschaftlich orientiertes Weltbild heute bereits völlig ausreicht, um die großen, wesentlichen Wahrheiten jenseits unseres Bewusstseins-Horizonts erfassen zu können.
Wir lassen dem für uns Unerklärlichen damit aber genauso wenig - oder noch weniger - Raum wie unsere Urahnen.
Weil uns unsere Gewissheit nach wie vor so heilig ist, dass wir die Existenz von Ungewissheit nicht ertragen wollen.


QuoteNetzwerker-Pepi

Diverse Nahtoderfahrungen rund um den Erdball über die Jahrtausende dürften wohl das Fundament für die diversen Religionen sein. Schilderungen von Licht und wohligem Gefühl (ausgelöst durch Hormonausschüttungen) führten zum Glauben an ewiges Leben.


QuoteZweckopportunist

Gibt es ein Leben nach dem Tod?

Ich weiss es nicht. Aber beim Lesen diverser Postings hier kommt mir der Verdacht, dass es zumindest ein Leben nach dem Hirntod gibt.


QuoteHar Al'Deng

Danke - Sie sprechen mir aus der Seele.


QuotePhilantokrat

Interessant ist

Dass immer noch so viele (der Leserinnen) glauben es würde hier um irgendwelche extrakorporalen Erfahrungen und ,,Seelen" gehen. - Genau das Gegenteil ist der Fall. Es geht darum wie ein komplexes Netzwerk die Illusion eines Selbst-Bewusstseins aufrecht erhält, bevor es zusammenbricht.
Das Konzept einer Einheit ist zwar häufig hilfreich, aber genauso wie Religion keine Wahrheit , sondern nur ein Hilfsmittel (letzteres eines zur Gruppenbildung über Individuen und Stämme hinaus). ...


QuoteMonokuma

Ich hatte mit zwei Jahren eine NTE, nachdem ich nach einer schweren Infektion im Krankenhaus gelandet bin. Trotz meines damals jungen Alters konnte ich mich sehr gut daran erinnern, dass ich mich von oben im Krankenhausbett gesehen habe, meine Eltern an meiner Seite. Was ich aber faszinierender fand ist, dass ich auch den Gang außerhalb des Zimmers sehen konnte und dort saß eine ältere Dame. Sie meinte aber zu mir, dass meine Zeit noch nicht gekommen ist.

Erst viele, viele Jahre später fand ich zufällig bei meinem Vater ein Foto meiner Großmutter, das ich davor noch nie gesehen hatte. Auf diesem sah sie genauso aus, wie die Dame in meiner NTE. Seitdem glaube ich daran, dass es einiges gibt, das wir (noch) nicht wissen.


QuoteNoctis_lucis_caelum_

Notprogramm - ende. Nix seele nix himmel etc.

Aber ein schöner traum ist doch auch wie der himmel :) also schön dass die natur uns diese notabschaltung gegeben hat.


QuoteSlovakia

Möglich. Aber beweisen können auch Sie das nicht.


Quoteniner

Ganz einfach: Träume.

Es gab zu dieser Art Erfahrung schon einige Versuche, z.B. mit auf den Boden gelegten Schildern mit Wörtern drauf. Die Betroffenen wussten, trotz Überzeugung, dass sie ihren eigenen Körper von oben gesehen haben, nicht dass diese Schilder da waren, oder was darauf stand.

Wer hatte nicht schon mal Träume, die so real wirkten, dass man sich nach dem Aufwachen noch einige Zeit unsicher war, ob das wirklich nur ein Traum war?


Quoteprofeline

"Hirnareale, die für Träume, Halluzinationen und die bewusste Verarbeitung von Wahrnehmungen zuständig sind"


QuoteWaldrast

Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass es zu den schönen Erfahrungen gehört, nicht nur sich selbst von ausserhalb der Körperlichkeit zu erleben, sondern auch sich bewusst aufzumachen, um eine Reise zu beginnen, in einem unerklärlichen Zustand, jedoch dabei unendlich frei sich zu fühlen, die Erde menschlichen Begriffes, verlassen zu können. In welche Richtung auch immer. Ich kann ehrlich bestätigen, dass ich das drei oder vier Mal im Leben erlebt habe.


QuoteDer unberuhigte Beruhiger

Kann ich bestätigen, mir glaubt das bloß nie jemand und man verdächtigt mich sofort des Drogenkonsums.


QuoteValeron

Es gibt durchaus vergleichbare Prozesse im Tierreich bei Säugetieren (und etwas Anderes sind wir nicht): Wenn z.B. eine
Gazelle von einer Raubkatze gerissen wird, erstarrt das Tier. Dann beginnen im Gehirn offenbar Prozesse abzulaufen, die diesen grauenhaften Tod erträglich machen.

Ich möchte betonen, dass ich keine Ahnung habe, wie und warum sich ein solcher Mechanismus herausgebildet hat. Ich glaube nicht an eine ,,gütige Mutter Natur", die armen Beutetieren das Sterben erleichtern will, aber de facto existiert hier eine Prozesskaskade, die uns beim Sterben helfen kann.
Und das ist doch immerhin eine gute Nachricht.



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Quote[...] Wer einmal den Styx überschritten hat, kehrt nicht als dieselbe Person wieder. Menschen, die nach einem Nahtoderlebnis zurück ins Leben geholt werden, berichten häufig von einer erschütternden Erfahrung, die das weitere Dasein nachhaltig prägt. Manche verlieren sogar die Verbindung zu ihren Familien und Ehepartnern, andere finden zu Gott oder erkennen in den früheren Sorgen und Routinen des Alltags nur mehr Belanglosigkeiten.

Eine neue Studie von Forschenden der University of Virginia hat sich die Folgen von Nahtoderfahrungen aus wissenschaftlicher Perspektive genauer angesehen. Dabei stieß das Team um Marieta Pehlivanowa in einigen Fällen auf tiefgreifende Veränderungen, aber auch auf Möglichkeiten, wie sich die Auswirkungen dieser dramatischen Erfahrungen abmildern lassen.

Die Gruppe untersuchte für die im Fachjournal Psychology of Consciousness: Theory, Research, and Practice [https://psycnet.apa.org/fulltext/2026-51212-001.html] erschienene Studie die Nahtoderfahrung von 167 Menschen. Praktisch alle Berichte enthalten Elemente wie ein intensives Licht, ein Gefühl, dass man den Körper verlassen würde, Begegnungen mit Verstorbenen oder ein überwältigendes Gefühl des Friedens und der Liebe. Frühere Untersuchungen deuten darauf hin, dass mindestens fünf Prozent der Bevölkerung von Nahtoderlebnissen berichten können – das Phänomen ist also weit weniger selten, als man annehmen möchte.

Mehr als jeder fünfte Teilnehmende gab an, dass sich seine Beziehungen zu Familie, Freunden oder Mitmenschen nach der Erfahrung verschlechtert hätten. 22 Prozent berichteten von einer Trennung oder Scheidung. "Meine Nahtoderfahrung war überwältigend; ich weiß, dass ich nie wieder derselbe Mensch sein werde", schrieb eine der Personen. "Ständige Selbstreflexion und innere Arbeit sind seither tägliche Notwendigkeit."

Die Auswertung der Daten zeigte auch, dass ein Nahtoderlebnis häufig zu einer radikalen Neubewertung des Lebens führt. Fast 70 Prozent der Befragten erzählen von veränderten religiösen oder spirituellen Überzeugungen und neuen Vorstellungen über ein Weiterleben nach dem Tod. Viele änderten ihren Lebensstil oder ihre täglichen Aktivitäten, mehr als ein Drittel wechselte sogar den Beruf.

Doch die erhellenden Erfahrungen und neuen Erkenntnisse können Distanz schaffen zwischen den Betroffenen und ihren Familien und Freunden. Die Forschenden sprechen in diesem Zusammenhang von "Wiedereinstiegsproblemen", die einem psychischen Kulturschock gleichkommen.

Viele der untersuchten Personen hätten einen allumfassenden Frieden empfunden, eine vollkommene Erfahrung. Dass einem die Banalitäten des normalen Lebens nach der Rückkehr schwerfallen, sei also nicht weiter verwunderlich, so das Forschungsteam. "Ich fühle mich wach in der Realität, aber allein mit diesem Wissen", beschrieb es einer der Teilnehmenden die Isolation eines Zurückgekehrten.

Die erwartbare Entfremdung von der Umwelt schlägt sich in den Zahlen nieder. 85 Prozent der Befragten verspürten ein starkes Bedürfnis, über ihre Erfahrung zu sprechen, doch 55 Prozent fürchteten sich davor. Ein schwieriges Dilemma: Das tiefgreifendste Erlebnis ihres Lebens bleibt unausgesprochen, vor allem aus Angst vor Spott oder dem Stigma psychischer Krankheit.

Das deckt sich mit einigen geschilderten Erfahrungen. Fast jede fünfte Person berichtete von negativen Reaktionen, nachdem sie dem medizinischen Personal von ihren Nahtoderlebnissen erzählt hatte. Statt Verständnis erfuhren viele Menschen Zurückweisung oder eine vorschnelle Pathologisierung.

Doch es gibt Möglichkeiten, die Folgen des Erlebten abzumildern. Mehrere Faktoren beeinflussten dabei, wer letztendlich Unterstützung suchte: Menschen mit besonders intensiven Erfahrungen griffen häufiger zu Hilfe, vermutlich wegen stärkerer Nachwirkungen. Auch Personen mit früherer Therapieerfahrung oder Suchterkrankungen wünschten sich eher Unterstützung. Anhaltende gesundheitliche Probleme infolge des auslösenden Ereignisses spielten ebenfalls eine Rolle.

Um die schlimmsten Wiedereinstiegsprobleme zu entschärfen, empfehlen die Forschenden daher, dass man auf die Berichte der Betroffenen von Anfang an positiv reagiert. Wer sich vom ersten Gesprächspartner ernst genommen fühlte, nimmt später deutlich häufiger Unterstützungsangebote wahr. Gespräche mit Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten hingegen werden oft als weniger nützlich erlebt als der Austausch mit Gleichgesinnten.

Insgesamt suchten 64 Prozent der Befragten irgendeine Form professioneller Hilfe, Therapie oder Begleitung. Manche brauchten Unterstützung, um die Nahtoderfahrung selbst zu verarbeiten, andere, um mit körperlichen Folgen, Beziehungsproblemen oder der schieren Sinnsuche zurechtzukommen.

Der Psychiater Bruce Greyson, Mitautor der Studie, bemängelt, dass Therapeutinnen und Therapeuten im Umgang mit Nahtoderlebnissen noch immer weitgehend ungeschult seien. Dabei wäre eine entsprechende Unterstützung wohl keine Sache von wenigen Wochen: Die Integration von Nahtoderfahrungen dauert oft Jahre, für die meisten ist es ein langwieriger, schmerzhafter Prozess.


Aus: "Nahtoderlebnis: Wer "das Licht" gesehen hat, entfremdet sich von der realen Welt" Thomas Bergmayr (14.10.2025)
Quelle: https://www.derstandard.at/story/3100000292001/nahtoderlebnis-wer-das-licht-gesehen-hat-entfremdet-sich-von-der-realen-welt

QuoteJoMt

Infolge eines Organ Versagens hatte ich ein Nahtoderlebnis und dabei ein unglaublich intensives Friedens- und Ruhegefühl, welches die körperlichen Symptome überdeckte.

Das hat mir völlig die Angst vor dem Sterben (habe eine Krebserkrankung) genommen und ich sehr das sehr gelassen inzwischen.

Kann ganz klar sagen, dass es die bisher intensivste Erfahrung meines Lebens war....


QuoteNeusiedl

Ich kann Gleiches berichten. Vergleiche das Gefühl, das ich erleben durfte, als das Heimkommen in ein liebevolles, behütetes Zuhause. Ich war getragen von so viel Liebe - das schönste Erlebnis meines Lebens. Seither habe ich auch keine Angst vor dem Sterben.


QuoteFreund_und_Zwetschkenröster

Ich hatte vor 4 Jahren einen Spannungspneumothorax der mich fast das Leben gekostet hat. Ich war tatsächlich schon so gut wie tot und hatte auch ein ähnliches Erlebnis wie im Artikel beschrieben. Ich merkte wie sich die Angst und alle Sorgen in Luft auflösten und ich in tiefes Gefühl von Freude und Erleichterung verspürte. Das Gefühlverschwand in dem Moment in dem mir die Drainage gesetzt wurde die mich wieder zurückgeholt hat. Ich muss sagen, dass ich eigentlich sehr dankbar für diese Erfahrung bin, da mir bewusst wurde, dass egal was passiert, es am Ende doch nicht so schlimm ist. Ich gehe seither mit viel mehr Leichtigkeit und Dankbarkeit durchs Leben.


QuoteGroßmutti von Kasperl und Pezi

Als Kind hatte ich hohes Fieber u war in einem seltsamen Trancezustand. Meine Eltern u der Hausarzt standen am Bett, man maß meine Temperatur mit 40 Grad. Ich hörte den Arzt sagen: "Wenn die Temperatur weiter steigt, stirbt sie." Ich hatte keinerlei Angst, sondern war von einem unbeschreiblichen Glücksgefühl u einer absoluten Geborgenheit ergriffen. Ich war in pure Liebe eingebettet u habe diese Liebe angenommen. Unvergesslich aber nicht mehr nachempfindbar.


QuoteKukulkan

Spannendes Thema, zwei Forscher diskutierten vor einiger Zeit bei Piers Morgan über den spirituellen sowie wissenschaftlichen Aspekt: https://www.youtube.com/watch?v=lbZLq0tIkgo

Ich kann grundsätzlich beiden Seiten was abgewinnen. Jedoch finde ich es eine Spur zu kurz gegriffen, dass Phänomen schlicht auf biochemische Prozesse zu beschränken und die Erfahrungsberichte als schlichte Anekdoten abzuwischen, wie es viele Skeptiker tun. Neurologische Erkenntnisse erklären, was sich im Körper abspielt und haben definitiv ihren Wert. Die sich oftmals überschneidenden Erfahrungsberichte und ihre mystische Komponente (ähnlich wie bei Psychedelika) sind aber das eigentlich Faszinierende. Allein schon, weil sie oftmals in dieselbe Richtung gehen und (oft) quasi dasselbe berichten.


QuoteTherealkiebitz

Studien zeigen ein extrem hohe Ausschüttung an DMT im Gehirn (von Ratten), kurz vor dem Tod. Beim Menschen dürfte es ähnlich sein.

https://www.frontiersin.org/journals/psychology/articles/10.3389/fpsyg.2018.01424/full

https://www.frontiersin.org/journals/psychology/articles/10.3389/fpsyg.2023.1083361/full

Dies könnte Hauptursächlich für die Halluzinationen (visuelle Nahtoderfahrung) sein. Psychedelische Substanzen (z.B DMT, Psylocibin, LSD) können unsere Sichtweise auf die Welt dauerhaft (zum Positiven) ändern, auch bei einmaligen Konsum (z.B Angststörungen/Depression). Psylocibin nimmt z.B schwerstkranken Menschen die Angst vorm Sterben, hilft Suchtkranken ihre Sucht bei einmaliger Therapiesitzung zu überwinden.


QuoteSogenet

DMT scheint der Schlüssel zu NDE zu sein. In der letzten Sekunde unseres Lebens werden wir alle zu Junkies.


QuoteAndré 5634

Wenn man diese Erfahrung gemacht hat, sieht man das völlig anders.


QuoteClose-up

In Wahrheit ist alles nur graue Theorie. Ich persönlich glaube an ein Weiterleben der Seele nach dem Tode und auch an die Realität von Nahtoderfahrungen, habe aber trotzdem den Standpunkt "warten wir es einfach ab" und leben ein gutes Leben soweit wir dazu imstande sind.


Quote4telportion

Mein Vater

hatte wenige Tage bevor er friedlich einschlief, davon erzählt, dass er seine bereits verstorbenen Verwandten im Zimmer sehen und mit ihnen kommunizieren kann.

Leider war das Sprechen (er war schon ziemlich schwach) für ihn mühsam, deshalb fragte niemand, was der Inhalt dieser Kommunikation gewesen war.

Rückblickend gesehen, wäre das interessant gewesen.

Auch im letzten Moment seines Todes, er lag im Bett, setzte er sich abrupt auf, als wollte er aufstehen um zu jemandem Unsichtbaren hinzugehen.

Dann sah er plötzlich uns (wir saßen bei ihm), schüttelte verwirrt den Kopf (offensichtlich war er wieder in unserer Realität), legte sich wieder hin und starb.

Ich würde schwören, dass er abgeholt wurde.


Quotemathbett11

Bei meinem Opa war das genauso. War eine interessante Übergangsstimmung.


QuotePalmer.Eldritch

Das Alter selbst kann bereits eine Nahtoderfahrung bewirken.
Ich bin zwar noch keine 80, aber am Weg dorthin. Je näher ich meinem Tod komme, desto unwichtiger erscheinen mir die früheren Bedürfnisse zu werden und umso wichtiger werden die vielen kleinen Dinge, die das Leben bietet,
Zum Beispiel der Frühstückskaffee in der Veranda, wo der Fliederbusch durchs Fenster schaut.


QuoteDasStandrad--Der_Poster_mit_Haltung

Es ist schon klar, dass in diesen Momenten die Körperchemie zeigt, was sie wirklich kann und die Neuronen ein -scheinbar- letztes Feuerwerk abschiessen. Die Evolution hat da offenbar einen guten Mechanismus geschaffen, um uns den Shutdown möglichst angenehm zu machen.

Aber ganz möchte man die Hoffnung doch nicht aufgeben, dass das nicht alles ist und aufs Diesseits noch was folgt...


QuoteSteingrab

Ich hatte dieses Erlebnis auch, spreche aber mit niemandem detailliert darüber. Weil es sinnlos ist. Wer das nicht erlebt hat, kann es sich nicht vorstellen.



Quotelilyofthevalley

Es würde mich schon interessieren, was Pfleger/Ärzte dazu sagen. Ich habe mal von einer Krankenschwester gehört, bei ihr hätte sich ein älterer Patient nach einer OP, aber auf dem Weg der Besserung, für alles bedankt, für ihre Freundlichheit, ihre Mühen, etc. Sie hat geglaubt, er meinte, sie wäre bald auf Urlaub oder so und sie würden sich nicht mehr sehen. Er meinte, er müsse gehen, es wäre jemand da gewesen und hätte ihm gesagt, er müsse gehen. In der Nacht sei er dann gestorben.


Quotedie_fackel

Laut aktuellen Studien zeigt das Gehirn kurz vor dem Tod eine durch Sauerstoffmangel ausgelöste verstärkte Aktivität, vor allem auch in Hirnarealen, die für Träume und Halluzinationen verantwortlich sind. Es liegt auf der Hand, dass diese Aktivitäten auch für so genannte Nahtoderlebnisse verantwortlich sind. In dem Zusammenhang von "erhellenden Erfahrungen und neuen Erkenntnissen" zu schreiben, ist also gelinde gesagt kühn – unser Gehirn deliriert dabei schlichtweg.


Quotegschaftl

Sie sprechen also den Menschen mit Nahtoderfahrung ihre Glaubwürdigkeit ab?


Quotedie_fackel

Natürlich.


Quotehkeynell

Ihre Sicht der Dinge.  Das ist ihre Sicht der Dinge, hatten sie schon so ein Erlebnis ?


Quotedie_fackel

Nein, das ist nicht meine "Sicht der Dinge", ich beziehe mich vielmehr auf Studien zur Gehirnaktivität von Komapatient*innen.


Quoteaussie2006

wie es sein wird?

Ich glaube, jeder wird das anders realisieren. Ich hatte so eine Erfahrung, als mich bei einem Raubüberfall der Angreifer mit dem Messer so stark verletzte, dass mir klar war, dass ich das nicht überleben werde. Als erstes schüttet der Körper massenhaft Adrenalin aus - man spürt nichts. Man nimm vollumfänglich wahr was passiert, ist aber völlig passiv. Nach einer eigentlich relativ kurzen Zeitspanne realisiert man, dass es das war. Um einen herum wird es hell, zusammen mit dem Adrenalin eine eher beruhigende Situation. Man sieht die Situation irgendwie von außen und findet sich damit ohne jeder Panik ab. Dieser Schwebezustand hält relativ lange an.


Quoteismirwurscht007

Danke für die Schilderung. Ist es tatsächlich so, dass man die Schmerzen beim Sterben gar nicht wirklich wahrnimmt, weil der Körper da eine Art Schutzmechanismus hat, der einen davor bewahrt, diese Schmerzen voll zu spüren? Das wäre dann schon mal zumindest etwas beruhigend.

Die andere Komponente ist, dass einem bewusst wird, dass es das jetzt endgültig war und es kein Zurück mehr gibt. Ich denke, mit diesem Gedanken/Gefühl geht jeder anders um.


Quoteqwertzuiopü

Ich war vor 2 Jahren auf nem Flug, der wirklich extrem turbulent war. Leute hat's mehrmals an die Decke katapultiert, es ging auf und ab. Natürlich war das kein Nahtoderlebnis, aber ich hatte dermaßen Angst, dass ich in dem Moment ernsthaft mit dem Leben abgeschlossen hatte. Dann soll es halt jetzt so weit sein. Plötzlich war die Angst weg, ich hab die scheinbar aussichtslose Situation akzeptiert.
Es hat sich aber alles beruhigt und der Flieger kam sicher runter. Aber das Abschließen ist geblieben. Seitdem seh ich das viel entspannter. Wenn's jetzt aus wäre - bin Mitte 40 - dann wär mir das ziemlich egal. Ich hab ausreichend viel erlebt und es liegt eh Vieles net in der eigenen Hand. Aber der Schlüssel im Schloss ist definitiv umgedreht.


QuoteMehr Licht

es gibt kein leben vorm kaffee. das ist todsicher.


QuoteGuwi Lankawi

Es würde der (zumindest westlichen) Menschheit guttun, sich mit der metaphysischen Welt und ihren Wahrnehmungen auseinanderzusetzen, so wie es die Topleute in Physik und Bewusstseinsforschung tun - anstatt alle diese Phänomene als psychisch krank und gestört zu framen, aus lauter Ignoranz und Überheblichkeit.


Quoteeierbeer

ich kenne leute, die sich ohne nahtoderfahrung von der realen welt entfremdet haben.


QuoteSteinadler Orcas Wölfe Steinmarder Raben

Wie immer bei dem Thema: Plumpe Wissenschaftsfeindlichkeit, die versucht sich als fundiert oder berechtigt darzustellen und besonders in dem Kontext versucht das mit einer Art Nahpietät für den Nahtod durchzusetzen. Weil die wirklich naheliegenden wie einfachen Erklärungen für die Wahrnehmungen langweilig sind.


QuoteSandraMar

Ich lese gerade das Buch "Why materialism is baloney" von Bernado Kastrup.

Dieses Buch stellt meine Sicht auf die Welt auf den Kopf. Die Fragen, die aufgeworfen werden, sind atemraubend. Die Erkenntnisse sind lebensverändernd.

Kastrup ist Computerwissenschafter mit Schwerpunkt "Automatische Synthese rekonfigurierbarer Anweisungen". Er war Mitarbeiter in CERN und Mitbegründer von Unternehmen im Technologiebereich, etwa im Bereich Parallelprozessoren und KI.

In seiner philosophischen Laufbahn vertritt er die Richtung des sogenannten Analytischen Idealismus – eine Form des metaphysischen Idealismus, die davon ausgeht, dass Bewusstsein die grundlegende Realität ist und die materielle Welt sozusagen sekundär ist oder im Bewusstsein verankert ist.


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