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[SPD (Politik)... ]

Started by Link, June 23, 2009, 11:31:41 AM

Link

Quote[...] Nun heißt das Bürgergeld also bald ,,neue Grundsicherung", und die SPD gewinnt endlich wieder Wahlen. So schlicht stellt sich manche Sozialdemokrat*in die Welt vor. Das bei vielen Menschen unbeliebte Bürgergeld halten einige inzwischen für den entscheidenden Faktor, der zum Verlust des Kanzleramts führte. Also opfert man den Namen und einen Gutteil des eigenen, lange erarbeiteten und fachlich begründeten Konzepts dem rechten Zeitgeist und hofft, dass die Wähler:innen das belohnen. Es wird nicht passieren.

Denn den Sozialdemokraten mangelt es nicht nur an Rückgrat. Ihnen fehlt auch eine eigene Fortschritts- und Gerechtigkeitserzählung. Es gibt derzeit kein Projekt, das die Menschen mit der SPD verbinden und für dessen Verwirklichung es unbedingt eine*n sozialdemokratische Kanzler*in bräuchte. Parteichef Lars Klingbeil hatte noch im September von einem ,,gerechten Gesamtpaket" gesprochen und erklärt, wenn es zu Veränderungen beim Sozialstaat komme, müssten auch Leute mit sehr hohen Einkommen und Vermögen ihren Beitrag leisten. [ ]

Die SPD hat keinerlei Gegenleistungen dafür verlangt, dass die Union das Bürgergeld entsorgen darf und der Staat Arbeitslosen mit neuer Härte begegnet: strafferen Sanktionen bis hin zur kompletten Streichung aller Leistungen, selbst der Miete. Fast zwei Millionen Bürgergeldempfänger:innen sind übrigens Kinder und Jugendliche – ob der kinderliebe Kanzler dann auch weint, wenn einige von ihnen aus dem Kinderzimmer in die Obdachlosenunterkunft umziehen? Oder sagt er sich: Selbst schuld, wenn die Eltern notorische Terminschwänzer sind?

Die SPD hält sich lediglich zugute, noch Schlimmeres verhindert zu haben. Als ,,Partei des kleineren Übels" verspottete Kurt Tucholsky die Sozialdemokraten schon 1932 – sehr verändert haben sie sich seitdem nicht. Vieles in der Debatte über das Bürgergeld erinnert an die nuller Jahre: Auch damals steckte Deutschland in einer Rezession, die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen stieg. Die Schuld an den wirtschaftlichen Problemen schob man gestern wie heute den Beschäftigten zu und jenen, die der Arbeitsmarkt ausgespuckt hatte. Was die kosteten! Kurz vor der Jahrtausendwende erschien ein Papier, das sich wie eine Ouvertüre zu den Sozialreformen der Agenda 2010 las: Man müsse das ,,Sicherheitsnetz aus Ansprüchen in ein Sprungbrett in die Eigenverantwortung umwandeln".

Klingt nach Christian Lindner, die Autorenschaft beanspruchten aber zwei Sozialdemokraten: Gerhard Schröder und sein Labour-Kumpel Tony Blair. Teilzeitarbeit und geringfügige Arbeit seien besser als keine Arbeit, tönten sie. Als Kanzler senkte Schröder denn auch Steuern für Unternehmen und Reiche, weitete den Niedriglohnsektor aus und führte mit Hartz IV eine Grundsicherung ein, die arbeitslose Menschen zwang, jeden Bullshitjob anzunehmen. In nur einem Jahr konnte man so vom Facharbeiter mit Haus und Garten zum Callcentermitarbeiter in der Platte werden. Viele Menschen kehrten der SPD enttäuscht den Rücken.

Die Wahl 2005 ging verloren, die Sozialdemokraten brauchten anderthalb Jahrzehnte, um wieder einen Machtanspruch zu stellen. Ein neues Sozialstaatskonzept mit einem deutlich höheren Mindestlohn und die Überwindung von Hartz IV hin zum Bürgergeld mit ,,mehr Verständnis und Respekt" halfen dabei. Die SPD erschien im Wahljahr 2021 kurz mal wieder als eine Partei, die jene stärkt, die für Lohn arbeiten gehen und die Schwächsten dabei nicht zurücklässt.

Ja, es gibt Bürgergeldbezieher:innen, die Termine schwänzen. Und auch solche, die nebenbei schwarzarbeiten. Beides wird bereits jetzt geahndet, Letzteres ist illegal. Wer bei Schwarzarbeit erwischt wird, dem drohen hohe Bußgelder bis hin zu Freiheitsstrafen. Aber das Wichtigste: Das ist nicht die Mehrheit. Die allermeisten Bürgergeldempfänger:innen – und das bestätigen die Jobcenter – bemühen sich und machen mit. Dass die Arbeitssuche schwierig ist, liegt an anderen Faktoren: fehlendem Personal in den Jobcentern, der schwachen Konjunktur und einem Arbeitsmarkt, der nicht gerade auf Menschen wartet, die keinen Berufsabschluss haben, schlecht Deutsch sprechen, älter sind oder gesundheitlich nicht fit. Ein Großteil der knapp zwei Millionen erwerbsfähigen Bürgergeldempfänger:innen hat mindestens zwei solcher ,,Vermittlungshemmnisse".

Aber auch jene, die heute noch gute Jobs haben, könnten, wenn ihre Branchen weiter kriseln, in zwei, drei Jahren auf die neue Grundsicherung angewiesen sein. Dass sie der SPD diese danken, ist nicht zu erwarten. Vielleicht erfindet die SPD ja dann das ,,Respektgeld". Aber auch das könnte ihr nichts mehr nützen.


Aus: "Der SPD fehlt eine echte Gerechtigkeitserzählung" Aus einem Kommentar von Anna Lehmann (10.10.2025)
Quelle: https://taz.de/Ende-des-Buergergelds/!6116335/

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Quote[...] Die SPD rutscht in der Wählergunst immer tiefer – und verliert nun auch ihre treuesten Anhänger. Wie die ,,Bild" berichtet, gaben im aktuellen Insa-Meinungstrend nur noch neun Prozent der Befragten an, sie seien sich wirklich sicher, die Partei zu wählen. Damit falle die SPD bei den sicheren Wählern erstmals seit mehr als fünf Jahren in den einstelligen Bereich.

In der klassischen Sonntagsfrage kommt die SPD auf 14 Prozent. Die meisten sicheren Wähler hat laut ,,Bild" die AfD mit 21 Prozent, gefolgt von CDU/CSU mit 18 Prozent. Grüne und Linke liegen mit jeweils acht Prozent knapp hinter den Sozialdemokraten.

Die AfD verbessert sich in der Sonntagsfrage um einen halben Punkt auf 27 Prozent und baut damit ihren Vorsprung zur Union aus. CDU/CSU kommen nur noch auf 24,5 Prozent – ein halber Punkt weniger als in der Vorwoche. Die Linke legt um einen halben Punkt auf elf Prozent zu, ebenso das BSW auf 4,5 Prozent. Die Grünen verlieren einen halben Punkt und erreichen elf Prozent, die FDP bleibt stabil bei vier Prozent.

Die aktuell schwarz-rote Regierung käme zusammen auf nur 38,5 Prozent und würde damit eine Mehrheit im Bundestag verfehlen. Insa-Chef Hermann Binkert sagte der ,,Bild": ,,Die AfD kann – mit dem höchsten jemals von uns für sie gemessenen Wert – den Vorsprung zur Union (auf zweieinhalb Prozentpunkte) ausbauen. Sie ist derzeit die stärkste politische Kraft. Jeder dritte Wähler hat vor oder kann es sich vorstellen, AfD zu wählen."

Ein Blick auf das Wählerpotenzial zeigt demnach, wie groß die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit bei der SPD ist: Laut ,,Bild" können sich 37 Prozent der Befragten vorstellen, die Sozialdemokraten zu wählen. In der Sonntagsfrage geben das aber nur 14 Prozent an – eine Differenz von 23 Prozentpunkten. Die Union erreicht beim Wählerpotenzial 38,5 Prozent (14 Prozentpunkte Differenz), die AfD 33 Prozent (6 Prozentpunkte). Die Grünen kommen auf 26 Prozent (18 Prozentpunkte), die Linken auf 23 Prozent (15 Prozentpunkte).

Im Ranking der beliebtesten Politikerinnen und Politiker ist dem Bericht zufolge Grünen-Chefin Katharina Dröge die Gewinnerin der Woche. Sie klettert laut ,,Bild" von Platz 16 auf Platz 10 und überholt damit AfD-Chefin Alice Weidel, die auf Platz 11 abrutscht. An der Spitze bleibt Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) unverändert mit 52,8 Prozent.

Für den INSA-Meinungstrend im Auftrag von ,,Bild" wurden vom 17. bis zum 20. Oktober 2025 insgesamt 2006 Bürgerinnen und Bürger befragt. Die maximale statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten. (Tsp)


AUs: "SPD stürzt bei sicheren Wählern auf einstelligen Wert ab" (21.10.2025)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/politik/erstmals-seit-funf-jahren-spd-sturzt-bei-sicheren-wahlern-auf-einstelligen-wert-ab-14615720.html

QuoteMandel
21.10.25 09:28

Wen wundert es denn? Wofür genau steht denn die SPD heute noch?


QuoteDerDilettant
21.10.25 09:55

    Ein Blick auf das Wählerpotenzial zeigt demnach, wie groß die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit bei der SPD ist: Laut ,,Bild" können sich 37 Prozent der Befragten vorstellen, die Sozialdemokraten zu wählen.

Dann würde ich es auch mal mit Sozialdemokratie versuchen. Soll ein ziemlich erfolgreiches Konzept gewesen sein, Mottenkiste aufmachen entstauben und anfangen. Halte ich für Erfolg-versprechender als das bisherige herumwursteln.
Sorry für den Sarkasmus. Ich verstehe einfach nicht, wieso eine so große Partei sich in Kleinigkeiten verrennt, wo jeder nur noch auf den eigenen Vorteil schielt und keiner die Wähler im Blick hat. Irgendwann merken das die Wähler und wenden sich ab.

Vielleicht sollten unsere Politiker, nicht nur die der SPD, einen Perspektivwechsel vornehmen. Nicht immer nur vom eigenen Angebot schwärmen, sondern mal schauen, was Wähler erwarten und welche der Erwartungen mit dem Angebot abgedeckt wird, sozusagen der ultimative Realitätscheck der eigenen Weltverbesserungsideen. Meine Prognose: ziemlich wenig. Mein nächster Vorschlag ist dann, das eigene Programm an den Erwartungen und Bedürfnissen der Bevölkerung auszurichten. Ich bin mir ziemlich sicher, das wird sich in Wahlergebnissen widerspiegeln.


QuotePaul_Kalbautzke
21.10.25 09:35

    Sie verliert auch ihre treuesten Anhänger.

Die SPD gibt sich auch wirklich Mühe.

    Die Umfrage zeigt aber gleichzeitig ein enormes Wählerpotenzial.

Ein Blick nach Dänemark zeigt, wie eine sozialsdemokratische Partei das Potential auch ausschöpft und so auch ein echtes Bollwerk gegen rechts ist. Aber die SPD hat halt entschieden lieber ein Bollerwagen auf dem Weg in die eigenen Bedeutungslosigkeit zu sein. Mit beeindruckendem Erfolg was das angeht, wie man sieht.


Quotegrunewaldrunner
21.10.25 09:20

Freunde,
wer als Sozialdemokrat EUR 600.00,00 für einen Fotografen/Videofilmer zur Optimierung seiner Darstellung in der Öffentlichkeit ausgeben wird, der ist für Sozialdemokraten nicht wählbar. Da bleibt der Sozi am Wahltag lieber zuhause und hofft auf bessere Zeiten, in denen wieder soziale Werte und Inhalte im Fokus sozialdemokratischer Politik stehen.


Quotedumme_fragen
21.10.25 09:42
@grunewaldrunner am 21.10.25 09:20

Soll das sechstausend Euro heißen? Klingt für ein Öffentlichkeitsportfolio jetzt nicht nach einer großen Summe.


QuoteFiat.iustitia.aut.pereat.mundus
21.10.25 09:50
@dumme_fragen am 21.10.25 09:42

Nein, € 600.000 wurde in der Presse kolportiert.


QuoteLeichtmatrose
21.10.25 09:12

Die SPD-Genossen sind offenbar noch nicht aufgewacht. Egal welches Thema in der Koalition mit der Union behandelt wird, immer nur Querschüsse aus den eigenen Reihen, insbesonders von den Jusos. Wenn die Vorturner in der SPD dies nicht in den Griff kriegen und ihre Politik nicht nur für Minderheiten ausrichten, dürfte es bald ein Ende nehmen mit einer Regierungsbeiligung, sowohl im Bund, wie auch in den Ländern.


Quotedumme_fragen
21.10.25 09:40
@Leichtmatrose am 21.10.25 09:12

Die Jusos sprechen aber uns Alt-Sozis oft aus dem Herzen!


...

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#162
Quote[...] Teile der SPD wehren sich gegen die geplante Reform des Bürgergeldes. Sie wollen die Gesetzesänderung mithilfe eines Mitgliederbegehrens aufhalten.

Teile der SPD versuchen, mit einem Mitgliederbegehren die Pläne der schwarz-roten Bundesregierung zur Reform des Bürgergeldes zu stoppen. Wie der ,,Spiegel" am Dienstag online berichtet, wurde das Begehren bislang unter anderem von Juso-Chef Philipp Türmer, der SPD-Europaabgeordneten Maria Noichl sowie Aziz Bozkurt, dem Vorsitzenden der AG Migration und Vielfalt in der SPD, unterzeichnet.

,,Die SPD darf keine Politik mittragen, die Armut bestraft", heiße es in dem Begehren, das fordere, die Sanktionen für die Beziehenden von Bürgergeld, das künftig Grundsicherung heißt, nicht zu verschärfen. ,,Sanktionen, die das Existenzminimum gefährden, widersprechen der Menschenwürde", laute die Begründung. Die Diskussion um das Bürgergeld sei ,,auf die Ursachen von Armut zu lenken anstatt auf symbolpolitische Maßnahmen". Die SPD müsse sich auf Instrumente wie eine Vermögensteuer konzentrieren, statt ,,populistischen Forderungen nachzugeben".

Unterschreiben ein Prozent der SPD-Mitglieder das Begehren, ist es eingeleitet. Versammeln sich dann in einem zweiten Schritt innerhalb von drei Monaten 20 Prozent der SPD-Mitglieder hinter dem Begehren, muss der Parteivorstand entscheiden, ob er es umsetzt oder ein Mitgliederentscheid erfolgt.

Das von SPD-Chefin Bärbel Bas geführte Bundesarbeitsministerium hatte Mitte Oktober Details zur Reform vorgelegt. Geplant sind demnach deutlich strengere Regeln für Menschen, die Grundsicherung bekommen. Unter anderem soll es künftig möglich sein, alle Leistungen inklusive der Mietzahlungen zu streichen, wenn Meldetermine wiederholt nicht wahrgenommen werden. (epd)


Aus: "SPD-Mitglieder starten Begehren gegen Bürgergeld-Reform" (28.10.2025)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/politik/keine-politik-mittragen-die-armut-bestraft-spd-mitglieder-starten-begehren-gegen-burgergeld-reform-14676221.html

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2025-10/spd-basis-mitgliederbegehren-gegen-buergergeldreform

QuoteNordmanntanne18
vor 4 Stunden

Also wenn ich es richtig verstanden habe, gibt es härtere Sanktionen wenn man mehrfach einen Termin bei Jobcenter nicht wahrnimmt.

Dagegen soll nun ein Mitgliederbegehren angeschoben werden - echt jetzt?

Es ist 6:16 Uhr und ich bin bei meinem Kaffee und 8:00 auf Arbeit. Von Bürgergeldempfängern (24/7 frei) kann also nicht verlangt werden einen Termin beim Jobcenter wahrzunehmen?

Solche Einstellung ist ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die das Ganze durch Steuern und Sozialabgaben finanzieren.


QuoteW.J.T.L.

Dann stellen Sie mal ihre Tasse weg bevor sie ihren Kaffee verschütten wenn ich Ihnen sage das sie von den Leuten die Ihre Steuern nicht bezahlen viel mehr betrogen werden als von den Schwächsten der Gesellschaft. Denken Sie mal daran das die Steuerhinterziehung, -vermeidung und -betrug jährlich nahezu das 1000-fache ausmacht als die von Ihnen unterstellte Nichtmitwirkung beim Bürgergeld.

Und ja ich stehe auf den Standpunkt jeder hat zu tun was ihm auferlegt ist - dann aber bitte gerecht und gleich !! Wer Bürgergeldempfänger kontrolliert und verfolgt soll sich bitte mit gleicher Inbrunst auch um die richtigen Betrüger und Schmarotzer im System kümmern. Und das ist die Steuerhinterziehung.


QuoteHafensänger

Jedem sein Feindbild. Ich fand Lösungen, für die es kein passendes Problem gibt, schon immer grossartig. Die Löhne sind sowieso zu hoch, die Renten erst Recht, die Sozialhilfeempfänger treiben uns in die Armut, und die Migranten sorgen für den Verfall der Städte. Hurra!


Quotein medias res
Antwort auf @W.J.T.L.

Das ist nun wirklich tiefstes Whatabaout.


QuoteKiel des Schiffes

Antwort auf @in medias res

Nein ist es nicht. Wer behauptet man müsse zwingend am Bürgergeld schrauben, um angeblich "viele Milliarden" zu sparen, was im übrigen blanker Unfug ist, muss sich auch das anhören.


QuoteSchrillundschwungvoll

Genau, die arbeitende Bevölkerung sollte sich gegen die Arbeitslosen ausspielen lassen.
Schön, dass wir alle drauf reinfallen und die Superreichen außen vor lassen.


Quotesandmaennin

Mir ist inzwischen peinlich, dass ich mal ein SPD Parteibuch hatte...

Die SPD war mal eine Arbeiterpartei - hat also Politik für Menschen gemacht die ARBEITEN. Jeden Tag aufstehen, manchmal einen besch***** Job machen, abends müde ins Bett fallen, die Sozialkassen füllen. Als Belohnung dafür sind unsere Sozialabgaben vom Lohn immer mehr gestiegen.

Aber denjenigen, die früh liegen bleiben, Kohle vom Staat kassieren und ihn gelegentlich auch Abzocken (Osteuropabanden). ist es nicht zuzumuten, sich pünktlich beim Amt zu melden und ihre Briefe zu öffnen....

Dafür habe ich kein Verständnis mehr. Wenn jemand mehrfach nicht erscheint und Termine auch nicht absagt, gehören Leistungen gestrichen - auch komplett. Mein Lohn ist auch weg wenn ich unentschuldigt der Arbeit fern bleibe.


QuoteDullimaniac

Traurig, dass Sie als ach so toller Arbeiter den Zusammenhang zwischen Sozialpolitik und Arbeitsmarktpolitik nicht erkennen. Je härter die Lage für die Arbeitslosen wird, desto mieser ist Ihre Position als Arbeitnehmer. Ganz einfach.


QuotePiet Smear

Wenn sie ein kluger Arbeiter und ein kluges SPD Mitglied gewesen wären, dann wäre die Hetze von Rechts, die gegen Arme gemacht wird bei ihnen abgeprallt und sie hätten verstanden warum der Sozialstaat dem Arbeiter nützt. Vor allem wie er ihnen nützt. Offenbar haben sie das nicht verstanden und lesen jetzt lieber Bildzeitung.


QuoteVexRex

Die SPD steht in meinem Bundesland bei 7% und wird wahrscheinlich bei den nächsten Landtagswahlen die 5% Hürde verfehlen. Eine gute Entwicklung.


QuoteValerian I.

"Eine gute Entwicklung."

Genau, und in Ihrem Bundesland Thüringen steht die AfD bei 37%. Widerlich. Sind Sie auch ein Wähler dieser Faschisten?


Quotemarcosozial

Ja, eine gute Entwicklung für die rechtsextreme AfD.


QuoteGeeDee

Prima. Dann wird weiter eingehauen auf die ganz unten, und wenn die alle auf der Straße hocken, dann sind Sie dran.

Klingt das irgendwie logisch? Sicher ist aber, daß die 100 Milliardäre in DE weiterhin gute Renditen verzeichnen, und weniger Steuern zahlen als der Normalo.

"Teile und Herrsche" ist aktueller denn je. Wir müssen nicht darauf reinfallen. Tun wir es doch, gibt es bald kein Zurück mehr.


QuoteMadame_X

... So viele Nazis sind in so kurzer Zeit neu entstanden in Deutschland, kaum vorstellbar. Und das scheinbar auch noch ohne jeden Grund.... lachhaft.


QuoteNordmanntanne18

Es sei der SPD verziehen - in der Führung hat kaum einer in seiner Vita über längere Zeit einen "echten" Job. Man kennt es also überhaupt nicht anders als von Steuermitteln seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.


QuoteLeim

Jeder der eine Arbeitsvita hat und Verstand ist gegen total Sanktionen, weil sie wirtschaftlicher Nonsense sind. Die Mietzahlungen temporär von Amtswegen auszusetzen nützt wirklich niemand, sondern produziert unendliche Bürokratie und Kosten, zumal als der Familie, so sie aus der Wohnung fliegt von der Kommune direkt wieder eine neue Bleibe von Rechtswegen besorgt werden muss.


QuoteHH60

Es wird nicht die Armut, sondern das Verweigern der Mitwirkung an einer Beendigung der Arbeitslosigkeit bestraft. Der SPD Linken ist wirklich nicht mehr zu helfen.

p.s. Wenn immer mehr Sozialleistungen der Hit wären, dann wäre die SPD weitaus stärkste Partei und würde nicht um die 14% pendeln. Da ist aber immer noch Luft nach unten und im Osten der Republik ist die Möglichkeit durchaus gegeben das die SPD aus einem Landtag fliegt.


QuoteBesserAlsDu

"Die Partei dürfe keine Politik mittragen, "die Armut bestraft"."

Wenn ich diese Parolen auf Bildzeitungs-Niveau höre, schmeckt mir der Kaffee nicht mehr.


QuoteKeineSystemMarionette

Ja schon schlimm wenn Menschen die ihren Job verloren haben, noch einen Dach übern Kopf haben, nicht wahr?


Quoteyohak

Lustig ist, daß die in einem Satz linkspopulistische Parolen wie diese heraushauen, und gleich danach fordern, sich "gegen populistische Narrative" zu stellen.


QuoteNordmanntanne18

https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/08/PD25_316_132.html

In Deutschland gibt es 45,8 Mio. Erwerbstätige - die man schamlos plündert und man kümmert sich lieber um verpasste Termine und darauf folgende Sanktionen durch das Jobcenter.

Wenn die SPD noch mal irgend eine Bedeutung erlangen will, muss sie hauptsächlich um diese 45,8 Mio bemühen.


QuoteSirup von Fraeser

Die SPD in ihrem jetzigen Zustand kann einem wahrlich leidtun. Man schwebt in der Nostalgie einer ehemaligen Volkspartei, begreift dabei allerdings überhaupt nicht, warum man dort gelandet ist, wo man sich aktuell befindet.

Und deshalb macht man einfach so weiter. Man tritt in eine Regierung ein, in der man aus tiefster Überzeugung nicht sein möchte und investiert den Großteil der Energie in Oppositionsarbeit. Das hat kürzlich eine andere Partei bereits probiert - dort hat man jetzt Zeit für andere Dinge als Politik.

Es ist der (weitere) Weg einer ehemals großen Partei in die Bedeutungslosigkeit. Arme SPD.


QuoteZappas

Die Überschrift könnte auch lauten: SPD Basis initiiert Mitgliederbegehren für Neuwahlen.
Man kann es als Bürger einfach nicht mehr fassen!


QuoteNamenutzer

Absolut verständlich und genau das, was man als politisch denkender Mensch von der SPD erwartet. Wer hier jetzt die SPD-Linke mit Häme überschüttet, wundert sich auch, warum die Grünen pro Umwelt sind.

Wir sind oder waren mal eine soziale Marktwirtschaft, die den Bürger vor den härtesten Zumutungen des Kapitalismus schützt. Es macht keinen Sinn eine Armutsgrenze festzusetzen, unterhalb derer man nicht leben kann und dies dann Bürgern zuzumuten.

Wir Bürger sollten uns für mehr, nicht für weniger Rechte einsetzen. Es hieß mal und es sollte immer heissen, in Deutschland muss keiner hungern, hier hat jeder Zugang zu guter Gesundheitsversorgung und ein Dach über dem Kopf. Das können wir uns leisten, wenn wir es uns leisten können, keine Vermögenssteuer zu erheben und einen lächerlich geringen Spitzensteuersatz in Krisenzeiten zu haben.


QuoteTemporalis

Wir bewundern die Transformation von der Partei der Arbeitnehmenden hin zur Partei der Arbeitsverweigernden.


Quotechiliking

Die SPD sollte sich bemühen der arbeitenden Bevölkerung mehr Netto vom Brutto zu ermöglichen.


QuoteErnst Acht

In wie weit bekommt ihre "arbeitende Bevölkerung" denn "mehr Netto vom Brutto" dadurch, dass auf arme Menschen mehr Repressalien wirken?


Quotecommander Doge

... es geht den ganzen Sanktionsbefürwortern auch nicht um mehr Gerechtigkeit, sondern allein um ihr Neid-Gefühl und den Drang nach unten zu treten.


QuoteTscharläään58

Antwort auf @commander Doge

Sie bezeichnen die Wahrnehmung eines Termins im Jobcenter, im Gegenzug einer kompletten Finanzierung des Lebensunterhalts als Sanktion? Die Menschen gehen einkaufen, zum Arzt, ins Schwimmbad... Ich war bis vor kurzem Sozialarbeiterin in einem Jugendamt. Bei uns auf dem Stockwerk war reger Parteiverkehr bei Jugendamt, Ausländeramt und Integrationsteam. Das Jobcenter ist unmittelbar im Nebenhaus. Es erschließt sich mir nicht, warum Menschen im Sozialhilfebezug für zu faul, zu dumm oder zu unfähig gehalten werden einen Termin wahrzunehmen?


QuoteNeil65

Ich denke, wer fürs Nichtstun Geld bekommt, der sollte es auch schaffen, einmal im Monat zum Amt zu gehen. Wohl kaum jemand der für seinen Lebensunterhalt hart arbeiten muss versteht da die Argumentation der SPD. Die Wahlergebnisse und vor allem die Wahlanalysien, sagen da eine klare Sprache. Die Arbeiter wählen mehr AFD. Das muss doch irgendwie der SPD zu denken geben. Oder will man wirklich als Partei in die Bedeutungslosigkeit absinken?


QuoteIngaborgi

Ich bin absolut damit d'accord, Bürgergeld denen zu zahlen, die unverschuldet in Not geraten sind, nachdem sie hier eine Ausbildung und Arbeit innehatten. Ich empfinde es als ungerecht, Ukrainer, Bulgarische und rumänische Minderheiten zu finanzieren, die so schlau sind, jede Geldquelke ( über 500) anzuzapfen, aber nichts wirklich produktives zu dieser Gesellschaft beitragen. Da gebe ich doch auch lieber Arbeit als Geld ab.


QuoteTscharläään58

Der Vorreiter des Bürgergeldes, die Sozialhilfe war genau dafür konzipiert.

Hilfen in vorübergehenden Notsituationen. Von Mio Migranten, die jahrelang voll finanziert werden, ohne Aussicht auf eigenen Beinen zu stehen war nie die Rede. Das ist nicht sozial. Das ist asozial gegenüber all den Angestellten und Rentnern, die immer mehr dafür bluten müssen. Erst recht wenn die Genossen Solidarität predigen, ohne die Bereitschaft einen Cent dazu beizutragen als Politiker. Verlogene Moral nenne ich das.


Quotebenjaminlebertcelan

Wenn Leute ernsthaft nicht dazu in der Lage sind, genügend Empathie aufzubringen, dass viele im Bürgergeld zu krank oder zu belastet sind Termine - die oft erst einen oder zwei Tage vorher angekündigt werden - wahrzunehmen, ja dann muss das BG halt weg.

Dann - so die Stammtisch - Logik - landen halt ein paar Millionen Menschen auf der Straße. Hat die alleinerziehende Mutter, die ihr Kind nicht mehr rechtzeitig unterbringen konnte halt nicht anders verdient. Soll sich der schwer psyschisch Kranke, der sich kaum allein auf die Straße traut halt mal nicht so anstellen. Und wieso soll eigentlich der 56 Jährige mit Thrombose nicht mehr auf der Baustelle schuften können?

Dass die Empathie vieler Menschen nicht weiter reicht als bis zur eigenen Haustür ist eine Sache. Nur werden die, die den anderen politisch die Hölle auf Erden wünschen auch dann nicht zufrieden sein, wenn all ihre Wünsche in Erfüllung gehen. Wenn all die Bürgergeld - Empfänger aliquando auf der Straße sitzen, wird der Hass auf sie nicht einfach verschwinden. Denn der ist unersättlich. Also wird man sich darüber echauffieren, dass sie überhaupt existieren. Und dann, wohin mit ihnen?


QuoteEstherMontanus

Ganz ehrlich ... Sie haben noch nie die Realität erlebt, oder? Suchen Sie mal Arbeitnehmer unter Langzeitarbeitslosen. Da wachen Sie dann ganz schnell aus Ihrem Dornröschenschlaf auf.


QuoteBorusse 25

Stellen sie sich mal vor dass sogar ganz viele belastet und krank zur Arbeit gehen, und das pünktlich. Aber die Probleme eines jeden arbeitslosen sind da natürlich viel schwerwiegender.


QuoteOmoidashite

Ich bin leider in den zweifelhaften Genuss gekommen, insgesamt fast 5 Jahre immer mal wieder auf H4 bzw. Bürgergeld angewiesen gewesen zu sein. Nicht einen einzigen Termin habe ich nur zwei Tage vorher bekommen. Alle Termine kamen stets per Post ca. 14 Tage vor Stattfinden, dazu waren sie online auf der JC-Plattform vermerkt und am Vortag gab es eine Erinnerungs-SMS. Und nein, ich bin nicht gern zum Jobcenter gegangen, es war immer viel Demütigung dabei, aber es war nunmal notwendig, um weiter Geld zu beziehen.

Ich nehme das JC nicht in Schutz; die Klienten werden zum Großteil wirklich mies behandelt. Das liegt aber nicht an der Terminvergabe.


QuoteLeser mit Interesse

"Dann - so die Stammtisch - Logik - landen halt ein paar Millionen Menschen auf der Straße."

An meinem Stammtisch ist die Logik anders.

Wir glauben nicht, dass "Millionen Menschen" zu krank oder zu belastet oder zu wenig empathisch sind, um Termine wahrnehmen zu können. Das mag auf eine geringe Anzahl zutreffen, nennen wir das mal Härtefälle für die es Ausnahmeregelungen geben kann.

Wir glauben weiter, dass die "Millionen" von denen Sie sprechen, bei drohendem Leistungsverlust die Termine wahrnehmen werden.

Vielleicht könnten Sie mal ein paar Zahlen raussuchen, wie viele Menschen von den "Millionen", die Sie erwähnen, psychisch krank sind oder Thrombose haben. Falls da wirklich "Millionen" betroffen sein sollten, dann müssen wir ehrlich gesagt, ganz andere Maßnahmen ins Kalkül ziehen.


Quotebenjaminlebertcelan

Antwort auf @Leser mit Interesse

... Wenn [man] nur fest genug daran glaubt, dass die meisten Arbeitslosen faule Schmarotzer sind, dann ist das eben so.


QuoteSo und nicht anders

SPD fordert mehr Menschlichkeit und das asoziale ZEIT Forum schäumt.


QuoteMein_Zeit_Forum

    SPD fordert mehr Menschlichkeit und das asoziale ZEIT Forum schäumt.

Wie bitte?

Wer ist hier "asozial"? Und wer "schäumt"? Und zu guter Letzt, die SPD fordert überspitzt ausgedrückt keine Sanktionen gegen Arbeitsverweigerer. Finden Sie das menschlich gegenüber den anderen ?


QuoteJonos

Korrekt, wann ist dieses Forum eigentlich so asozial geworden?


QuoteFreiburgerJung

Nicht die paar Totalverweigerer sind das Problem, das hier ist das Problem:

"Großkontrolle deckt Dutzende Fälle von Sozialbetrug auf" (26. Februar 2025)
Bei einer großangelegten Kontrolle in einem Brennpunkt-Hochhaus in Duisburg haben die Behörden einige Dutzend Fälle von mutmaßlichem Kindergeld-Betrug festgestellt. Nach der Meldekontrolle im Oktober seien Zahlungen für 59 Kinder eingestellt worden, sagte eine Sprecherin der Bundesagentur für Arbeit. Man versuche nun, zu Unrecht gezahltes Kindergeld zurückzufordern. In jedem Fall seien zukünftige Zahlungen in Höhe von 1,2 Millionen Euro gestoppt worden. «WAZ» und «Bild» hatten zuvor berichtet. ... Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link (SPD) zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis der Großkontrolle. «Die Zahlen zeigen: Der Aufwand hat sich gelohnt. Wir haben massiven Sozialbetrug aufgedeckt und so immensen finanziellen Schaden abgewendet», sagte er der «Bild». An der Aktion waren neben Polizei und Ordnungsamt Mitarbeiter der Stabsstelle für Sozialleistungsmissbrauch, der Ausländermeldestelle sowie des Jobcenters beteiligt. ...
https://www.zeit.de/news/2025-02/26/grosskontrolle-deckt-dutzende-faelle-von-sozialbetrug-auf


Quotesoziologe_im_herzen

Summe von sozial Betrug im Jahr: ca 100 mio.
Summe von Steuerbetrug und ausnutzen von Schlupflöchern im Jahr: ca 100 Milliarden.
Was ist das größere Problem?

Wir können uns 1000 Jahre Sozialbetrug leisten wenn wir 1 Jahr früher Steuerhinterziehung beenden. Was sollte Priorität haben? Und welches Thema dominiert gerade die Politik?

Man sollte seine Ressourcen, Aufmerksamkeit, politisches Kapital, etc komplett auf den großen Fisch konzentrieren. Wenn das Loch gestopft ist kann man sich um kleinere kümmern.

Das nennt man Prioritäten setzen und ist in einer Welt mit begrenzten o.g. Ressourcen notwendig. Sonst arbeitet man sich nur an kleinen Strohmännern ab und kommt nie zu den großen Hauptproblemen.


QuoteCarina Si-Fi

Antwort auf @soziologe_im_herzen

Bei beiden und jedes muss angegangen werden.


QuoteDeflandre

Sollen die sozial schwächsten noch mehr drangasaliert werden?


QuoteDie Antwort ist_42

Wenn es die sozial schwächsten bis zum NETTO schaffen, können sie auch kurz beim Amt vorbeischauen.


QuotePiet Smear

Antwort auf @Die Antwort ist_42

Ihre Antwort ist garantiert nicht 42 sondern ,,Die Bildzeitung hat mir mein Gerechtigkeitsempfinden erklärt". Glückwunsch.


QuoteWuya

Das ist der Witz daran. Sie sollen so viel Angst haben, dass Ihr Arbeitgeber mit Ihnen machen kann, was er will. Hauptsache, Sie glauben fest daran, das Sie ein schlimmer Mensch sind, wenn Sie nicht irgendetwas arbeiten.


QuoteDie Antwort ist_42
Antwort auf @Piet Smear

Ich finde, dass die TAZ hier bessere Arbeit leistet.


QuoteGuten Morgen heute Morgen

Früher gab es mal etwas was man Stempelgeld nannte, da mussten die arbeitslosen jeden Tag beim Arbeitsamt vorsprechen und sich einen Stempel abholen, später wurde die Zeit ausgedehnt. Es galt das Prinzip kein Stempel, kein Geld. Wenn heute es möglich ist die drei- Monatstermine beim Arbeitsamt zu schwänzen frage ich mich wieso von anderen verlangt wird 50 Jahre zu arbeiten und für jedes fehlen ein Artest vorzulegen.


Quote_oliver_

Wir müssen Menschen in Not helfen. Das Bürgergeld soll aber nur eine Übergangslösung sein und sich nicht zur Dauerlösung auswachsen.

Es muss klar sein, wenn du deine Bemühungen nicht nachweist und Termine nicht wahrnimmst, dann hat das Konsequenzen.

Wenn das Geld Monat für Monat automatisch kommt, dann helfen wir den Menschen nicht, sondern wir machen sie von einem System abhängig. Wir nehmen ihnen ihre Eigenständigkeit selbst für ihren Lebensunterhalt zu sorgen und über lange Zeit nimmt ihnen diese Abhängigkeit ihre Würde, weil sie ein besseres Leben hätten leben können. Manchmal brauchen Menschen etwas Druck, eine Deadline um ihren A... hochzukriegen und ihren Weg zu finden.

Besser werden muss auch die Vermittlung. Bei uns in der Stadt sehe ich lauter offene Stellen in der Gastro, bei Bäckern, im Einzelhandel. Unser Bäcker im Ort hat immer nachmittags geschlossen, weil die seit 2 Jahren kein Personal finden. Wie kann das sein? Der Mechanismus über die Ämter die Menschen in Jobs zu vermitteln kostet mir zu viel Steuergeld und er ist zu träge. Es ist absurd Menschen mit Steuergeldern zu unterstützen während offene Stellen einen nur so anspringen.


QuoteSchottl_de

Warum bin ich bloß fast 44 Jahre Arbeiten gegangen? Ich verstehe die Intention der SPD nicht, eine ehemalige Arbeiterpartei. Warum sollen Leute, die teilweise jahrzehntelang alimentiert werden, nicht sanktioniert werden, wenn sie ihren Verpflichtungen nicht nachkommen? Und dazu gehören halt mal Rechenschaft abzulegen und zumindest arbeitsbereit zu sein, wenn möglich. Gegenüber denen, die diese Leute aushalten nur mehr als gerechtfertigt. Wer das missachtet, ist auf diesen Unterhalt anscheinend nicht angewiesen. Das ist zwar im Einzelfall zu überprüfen, aber im Grundsatz richtig. Vollkommen egal, ob das einer oder 50 oder 100.000ende sind.


Quotedrouiz

Auch heute werden Bürgergeldempfänger sanktioniert. Es geht mitnichten wie von der Union und den Rechtsradikalen dargestellt um eine Freistellung von Sanktionen, sondern um eine differenzierte Betrachtung.

Es geht unter anderem darum, nicht heute Kinder, die sowieso schon mit den schlechtest möglichen Startbedingungen in ihr Leben starten, wegen ihrer Eltern noch stärker von staatlicher Seite zu prügeln.

Wir vernichten mit diesem Populismus die Leben von Kindern und späteren Erwachsenen, die uns in 20 Jahren als kompetente Menschen fehlen werden.

Warum?

Weil es einfach leichter ist, Rattenfängern nachzulaufen, als Probleme wirklich zu lösen. Weil es ein "heimeliges Gefühl" selbstgefälliger Rechtschaffenheit gibt. "Aber die da. Die nutzen den Staat aus. die sind böse. Also draufhauen."

Ja es gibt hier wirklich Menschen die das System ausnutzen.

Die werden heute schon bestraft.

Zum Einen aber verursachen die wenigen Bürgergeldempfänger, die wirklich böswillig das System ausnutzen nur einen Bruchteil an Schaden für Deutschland, den Steuerbetrug und legaler Steuerbetrug aka legale Steuervermeidung verursachen. Es ist weniger Schaden, als unsinnige Subventionen verursachen. Es ist aber halt für einfach gestrickte Menschen viel einfacher auf Bürgergeldempfänger einzuprügeln.

Zum Anderen ist es keine Lösung der gesellschaftlichen Probleme selbst. Es ist nur eine tumbe Schuldzuweisung. Es ist nur eine Ablenkungsdebatte, die nicht ein einziges Problem der Gesellschaft betrachtet.


QuoteFreeguy.

    Steuerbetrug und legaler Steuerbetrug aka legale Steuervermeidung verursachen

Es gibt meinen "legalen Steuerbetrug" Sie verbreiten Lügen. Steuervermeidung ist legal und macht JEDER, der eine Steuererklärung abgibt und eine Rückzahlung erhält. Warum verbreiten Sie Lügen und Populismus?


Quotedrouiz

Antwort auf @Freeguy.

Ich verstehe, dass manche Menschen einfach die Augen verschließen wollen, vor den tatsächlichen Größenordnungen, von denen hier geredet wird. Es passt halt manchmal einfach nicht ins Weltbild und in die "Blase", in der man sich bewegt.
Nur zwei Stichworte:

- Die Steuerbelastung der wirklich reichen Personen in Deutschland liegt bei etwa 1 % (nachlesbar unter anderem auch hier auf ZON). Ein einfacher Arbeitnehmer, hat hier keine Möglchkeiten seine Steuer auch nur annähernd in ähnlichem Maß wegzurechnen.

- Gewinnverlagerung von Unternehmen.

Die Rede ist nicht von der Steuererklärung des Normalbürgers. Ihr Relativieren ist hier extrem unterkomplex und der Problemstellung nicht angemessen. Die Größenordung des legalen Steuerbetrugs an Deutschland liegt bei etwa 100 Milliarden. Und Betrug ist es in meinen Augen, weil es selektive Möglichkeiten sind, die jeweils nur einem kleinen Teil der Steuersubjekte offen stehen. Es ist Betrug, weil es ein Verstoß gegen die Gleichbehandlung gleicher Vorgänge ist.

Die Tatsache, dass es in Gesetze gefasst und somit juristisch freigegeben ist, bedeutet nicht, dass richtig ist.
Ehefrauen in der Ehe zu vergewaltigen? War bis vor gar nicht allzu langer Zeit juristisch ok. War das vorher keine sexuelle Gewalt?

Kinder in der Schule zu schlagen wurde erst 1983 bundesweit verboten. Prügelstrafe durch die Eltern im BGB erst 2000. War das vorher keine Körperverletzung?

Mimimi, aber es ist laut Gesetz erlaubt, ist absolut kein valides Argument.


QuoteTscharläään58

Einen Termin im Jobcenter wahrzunehmen empfinden die Genossen als Überforderung für Menschen, die ohne Leistung Lebensunterhalt, Miete, Heizung, steigende Nebenkosten, Kitabeiträge, GKV Beiträge etc. finanziert bekommen.

Auf den Gedanken, die angestellte und verrentete Bevölkerung bei der Finanzierung zu entlasten kommen se nicht? Sozialabgaben für Politiker und Beamte! Wie sieht's aus Genossen und Genossinnen? Die 10 mrd euro die Kassenpatienten jährlich zusätzlich für GKV Beiträge der Bürgergeldempfänger löhnen aus Steuern zu finanzieren? Von allen? Nein? Selber zahlen für die Sozialdemokratie?

Dann sollen doch besser Angestellte bis 70 arbeiten, bei höheren Sozialabgaben, Renten- und Kassenbeiträgen. Gell. Ich hoffe Willy und Helmut warten auf Euch an der Pforte - da setzts gleich einen Satz Watschn, rechts und links an die Löffel. Schwätzer, Abstauber, Eure Scheinheiligkeiten Klingbeil und co.


QuoteDeenemom

Wie wenig kognitives Potential steckt denn bitte in dieser Kommentarspalte: Nochmal für die ganzen Wutbürger hier, die meinen, diese gottlose Bürgergeldreform seie sinnvoll (zu viel Bildzeitung gelesen?): Es schadet jedem Arbeitnehmer, wenn die soziale Absicherung schlechter wird. Die Verhandlungsposition eines jeden Arbeitnehmers wird dadurch massiv geschwächt. Wie kann man also so dumm sein und für diese ,,Reform", bei der es sich sowieso nur um Symbolpolitik auf Kosten der unteren 50% der Gesellschaft handelt, sein?


QuoteErklärbär79

Nur wird die soziale Absucherung gar nicht geschwächt, sofern man sich an ein Mindesmaß an Mitarbeit hält. Ist das wirklich zu viel verlangt?


Quotealfj

Antwort auf @Erklärbär79

Doch denn der Willkuer wird Tuer und Tor geoeffnet. Fehler haben gravierende Auswirkungen auf die Betroffenen und es spart noch nichtmal Geld ein.

Das ganze ist ein reines Ablenkungsmanoever um nicht ueber die Verteilung von Reichtum reden zu muessen.


...

Link

"Bundeskongress der Jusos: Frustrierte Fundamentalkritik vom Parteinachwuchs" (29.11.2025)
In Mannheim stellt sich SPD-Chefin Bärbel Bas der Kritik der Jugend. Die Jusos zeigen sich erschöpft vom Kampf an allen Seiten. ...
https://taz.de/Bundeskongress-der-Jusos/!6133520/



Link

Quote[...] Nicht nur in Berlin und Hamburg gehören sie längst dazu: Fahrradkuriere, die Burger, Pizza und Co nach Hause liefern. Tausende der Rider kommen aus Indien, angelockt mit dem Versprechen auf ein Studium in Deutschland haben sie sich hochverschuldet. Die Story deckt ein System mehrfacher Ausbeutung junger Menschen auf, an dem viele mitverdienen. Eine Recherche auf der dunklen Seite der Liefer-Apps.

,,Wir sind doch keine Tiere!", klagt Shiwani S. nach einem anstrengenden Tag vor dem Berliner Arbeitsgericht. Die Fahrradkurierin wartet, hochschwanger, seit anderthalb Jahren auf die Auszahlung mehrerer Monatsgehälter. ,,Warum machen keine Deutschen diese Jobs bei Lieferando, Wolt oder UberEats?", pflichtet ihr Samee U. bei. ,,Fragt Euch das mal!"

... Die Recherche von Fabian Grieger und Jan Wiese gibt einen weitgehend unbekannten Einblick in die prekäre Lebenssituation indischer Kurierfahrer und -fahrerinnen in Deutschland. Monatelang sind sie dafür in die Community eingetaucht.

Als ,,arbeitsrechtliches Labor" bezeichnet Rechtsanwalt Martin Bechert Lieferdienste wie Wolt, Lieferando und UberEats. Er vertritt viele Kurierfahrer, die sich zunehmend und trotz großer Widerstände gegen ihre Arbeits- und Lebensbedingungen wehren.

Die Zustände sprechen sich inzwischen bis nach Indien herum. Im Interview warnt der deutsche Botschafter in New Delhi, Dr. Philipp Ackermann, vor einer fehlgeleiteten Migration, die über zweifelhafte Bildungseinrichtungen in ,,Schwarzarbeit und prekären Wohnverhältnissen endet". Zulasten indischer Studierender, deren Hoffnung auf ein besseres Leben sich nur für andere auszahlt.

...


,,Ausgeliefert! Das Geschäft mit den Kurierfahrern" ist eine Produktion von RBB und NDR mit [] Einblicken auf die dunkle Seite der Liefer-Apps. Film von Fabian Grieger und Jan Wiese
Erstsendung: 02.12.2025/rbb



Aus: "Ausgeliefert! Das Geschäft mit den Kurierfahrern" (Di 02.12.2025 | 20:15 | Dokumentation und Reportage)
Quelle: https://www.rbb-online.de/doku/o-r/rbb-story/Ausgeliefert.html

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Quote[...] Angesichts zahlreicher Arbeitsrechtsverstöße bei Subunternehmen von Essensbestellplattformen wie UberEats, Wolt und Lieferando hat Arbeitsministerin Bärbel Bas angekündigt, ein Direktanstellungsgebot für die Branche zu prüfen. Sie sehe darin die einzige Chance, in der Branche für Transparenz zu sorgen und den Beschäftigten Sicherheit zu bieten, sagte sie dem RBB.

Bei einem solchen Gebot müssten die Kuriere direkt bei den Plattformen angestellt sein und nicht, wie oft üblich, bei Subunternehmen. Zu den Missständen bei Letzteren zählen nach Recherchen des RBB die Ausstellung von Scheinarbeitsverträgen, organisierte Schwarzarbeit, physische und psychische Bedrohungen, der Einsatz von Strohleuten sowie Entlohnungen deutlich unter den gesetzlichen Mindestlohnvorgaben.

Dem Investigativteam des Senders liegen nach eigenen Angaben zahlreiche Belege vor. Bas sagte demnach im Interview, "wenn ich Menschen direkt anstelle, dann habe ich auch eine Verpflichtung der Arbeitgeber, alles, was wir an nationalem Recht haben, auch einzuhalten." Deshalb prüfe nun das Arbeitsministerium die Einführung des Direktanstellungsgebots. Allerdings seien die verfassungs- und europarechtlichen Hürden dafür hoch, da der Einsatz von Leiharbeit oder Subunternehmen grundsätzlich legitim seien. "Ein Direktanstellungsgebot sollte deshalb regelmäßig nur das letzte Mittel sein, um Missstände in einer Branche zu bekämpfen," stellte das Ministerium auf Anfrage des Senders klar.

Auch die Arbeits- und Sozialminister der Länder haben sich für ein Direktanstellungsgebot ausgesprochen. Vor wenigen Tagen stimmten sie einem entsprechenden Antrag aus mehreren Ländern zu. Der niedersächsische Arbeitsminister Andreas Philippi kritisierte, immer häufiger würden Subunternehmen oder scheinbar selbstständige Fahrer eingesetzt. In Wirklichkeit seien die Fahrerinnen und Fahrer aber eng in deren Betriebsablauf eingebunden, unterlägen deren Weisungen und Zeitvorgaben und der digitalen Kontrolle durch die Plattform. Insbesondere Essenslieferdienste bauten auf diesem Weg Festanstellungen ab.

Der SPD-Politiker schlug daher vor, "die im Umgang mit der Fleischindustrie und der Paketbotenbranche gewonnenen Erfahrungen auf die Plattformökonomie zu übertragen". Dort habe das Arbeitsschutzkontrollgesetz mit einem gesetzlichen Verbot von Werkverträgen und einem verpflichtenden Direktanstellungsgebot zu "spürbaren Verbesserungen" geführt.

Auch die Gewerkschaft NGG forderte die Bundesregierung auf, unverzüglich zu handeln. "Wir brauchen endlich klare Regeln, die verhindern, dass Unternehmen systematisch Verantwortung auslagern." Die immer wieder bekanntgewordenen massiven Verstöße in der Branche - von Mindestlohnumgehung über unzureichende Sicherheitsstandards bis hin zur Missachtung von Mitbestimmungsrechten - zeigten deutlich, dass es verbindliche gesetzliche Vorgaben brauche.

Quelle: ntv.de, chl/dpa


Aus: "Bas prüft Subunternehmer-Verbot für Lieferdienste" (02.12.2025)
Quelle: https://www.n-tv.de/wirtschaft/Bas-prueft-Subunternehmer-Verbot-fuer-Lieferdienste-id30095274.html

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Quote[...] Auf dem Juso-Bundeskongress berichtet Bärbel Bas von ihrer Teilnahme am Arbeitgebertag. Die Arbeitsministerin habe dort eine Ablehnung gespürt und an sozial benachteiligte Menschen gedacht, sagt sie. Ihr sei bewusst geworden, gegen wen man kämpfen müsse. Dafür kassiert Bas nun die Quittung.

Arbeitgebervertreter greifen SPD-Chefin Bärbel Bas für eine aus ihrer Sicht respektlose Aussage auf dem Juso-Bundeskongress an. "Ein Aufruf zum Kampf gegen Arbeitgeber ist in der Geschichte der Bundesrepublik beispiellos", kritisierte Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger. Wer Arbeitgeber bekämpfe, bekämpfe auch Wohlstand, Arbeitsplätze und soziale Sicherheit.

Auch der Bundesgeschäftsführer des Mittelstandsverbands BVMW, Christoph Ahlhaus, kritisierte Bas. "Dass die Arbeitsministerin im Juso-Sandkasten von Mannheim jungsozialistische Folklore und Unternehmer-Bashing betreibt, ist für die Leistungsträger in diesem Land eine Zumutung", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Arbeitsministerin Bas hatte am Wochenende auf dem Bundeskongress der Jusos von ihrem Auftritt auf dem Arbeitgebertag berichtet und gesagt, dort sei ihr "besonders deutlich geworden (...), gegen wen wir eigentlich gemeinsam kämpfen müssen". Sie sei dort gefragt worden, wie viel soziale Sicherheit sich Deutschland überhaupt noch leisten wolle.

"Da saßen sie, ich sag das jetzt mal ganz offen, die Herren - ja, meistens waren es Männer - in ihren bequemen Sesseln, der eine oder andere im Maßanzug, und die Ablehnung war deutlich zu spüren", berichtete Bas. Sie habe an die Menschen gedacht, die auf Solidarität angewiesen seien, ihr Leben lang oft körperlich hart und schlecht bezahlt gearbeitet hätten.

"Und dieser Moment hat mir noch einmal gezeigt, wo die Linien in diesem Land wirklich verlaufen. Nicht zwischen Jung und Alt. Sie verlaufen nicht zwischen Jung und Alt, sondern zwischen Arm und Reich, zwischen denen, die Sicherheit brauchen und denen, die sie für verhandelbar halten", sagte Bas. Dulger betonte, die Behauptung, Arbeitgeber dächten nur an sich, sei schlicht falsch. "Wir Arbeitgeber stehen bereit für einen konstruktiven Dialog zum Wohle unseres Landes", sagte er. "Es liegt an der Bundesregierung, ob sie dieses Angebot annimmt."

Auch die Junge Gruppe in der Unionsfraktion kritisierte Bas: "Wenn die Parteivorsitzende und zuständige Bundesministerin zum "gemeinsamen Kampf" gegen die Arbeitgeber aufruft, ist das nicht nur eine klare Absage an jegliche Reform im Sinne einer wachstumsorientierten Wirtschaftspolitik", schrieben die Abgeordneten in einer Stellungnahme zum Rentenstreit. "Es ist darüber hinaus eine Absage an die Sozialpartnerschaft in Deutschland und damit ein politischer Skandal für sich, der für die Union nicht akzeptabel sein darf."

Der Vorsitzende der Jungen Union, Johannes Winkel, betonte, Regierungsfähigkeit bedeute auch Reformfähigkeit. "Und wenn Bärbel Bas am Wochenende nochmal zu gemeinsamem Kampf gegen die Arbeitgeber in Deutschland aufruft, dann sagt das alles über die Reformfähigkeit der SPD aus."

FDP-Chef Christian Dürr forderte die Entlassung der Arbeitsministerin. Die SPD-Politikerin verhöhne "all jene, die in Deutschland etwas leisten und Arbeitsplätze schaffen", sagte er web.de. Kritik kam auch aus der CDU/CSU-Bundestagsfraktion: "Wenn die Arbeitsministerin öffentlich zum Kampf gegen Arbeitgeber aufruft, ist sie eine Fehlbesetzung im Amt", sagte der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses, Christian von Stetten von der CDU, der "Bild"-Zeitung.

Quelle: ntv.de, gut/dpa/AFP


Aus: "Arbeitsministerin Bas für Aussage bei Jusos scharf kritisiert" (01.12.2025)
Quelle: https://www.n-tv.de/politik/Arbeitsministerin-Bas-fuer-Aussage-bei-Jusos-scharf-kritisiert-id30093459.html

Link

Quote[...] Eine Umfrage ermittelt das Wohlbefinden von Arbeitnehmern in sieben Ländern. Deutschland liegt auf dem vorletzten Platz – mit zuletzt deutlich abnehmender Zufriedenheit.

Mit einem Anteil von 21 Prozent ist nur gut ein Fünftel der Deutschen zufrieden im Job. Das geht aus einer Umfrage hervor, die das Online-Jobportal Indeed gemeinsam mit der Universität Oxford durchgeführt hat. Von den sieben untersuchten Ländern liegt Deutschland damit auf dem vorletzten Platz vor Kanada.

Angeführt wird die Rangliste den Angaben nach von den Niederlanden mit 36 Prozent. Dahinter folgen die USA mit 26 Prozent, Australien und Frankreich mit jeweils einem Viertel und das Vereinigte Königreich mit 23 Prozent.

Eine Teilfrage zeigt, dass sich die Stimmung in Deutschland verschlechtert hat: Die Überzeugung, die meiste Zeit bei der Arbeit glücklich zu sein, sank in Deutschland binnen zwei Jahren von 41 Prozent auf 24 Prozent.

Laut der Umfrage gibt es einen Zusammenhang zwischen Zufriedenheit im Job und technologischer Anpassungsfähigkeit. Von den Befragten, die in Unternehmen arbeiten, die das Wohlbefinden ihrer Mitarbeitenden gezielt fördern, schätzen sich mehr als 70 Prozent als besonders adaptiv im Umgang mit künstlicher Intelligenz ein. Wo hohe Unzufriedenheit herrscht, ist das Interesse an Innovationen wie KI hingegen gering.

Zudem wirke sich das Wohlbefinden am Arbeitsplatz auf die Leistungsbereitschaft aus. So erreichten zufriedene Beschäftigte häufiger ihre Ziele, planten eher, dem Unternehmen treu zu bleiben, und litten seltener unter dauerhaftem Stress. Die wichtigsten Gründe für Arbeitnehmer, nach einem neuen Arbeitgeber zu suchen, sind demnach das Gehalt, Stress im Job sowie mangelnde Flexibilität bei Arbeitszeit und -ort.

Auch im Privatleben sind der Umfrage zufolge Auswirkungen der beruflichen Unzufriedenheit zu spüren. 91 Prozent der Befragten geben an, dass ihre Stimmung im persönlichen Leben direkt von ihrer Arbeit beeinflusst wird. Rund die Hälfte nennt die Arbeit als größten täglichen Stressfaktor, noch vor Politik, Gesundheit oder Familie. Die Folgen sind spürbar: 44 Prozent schlafen schlechter, 47 Prozent haben nicht mehr genug Energie für Hobbys oder persönliche Interessen, und mehr als die Hälfte der befragten Arbeitnehmer leidet unter körperlichen Beschwerden.


Aus: "Nur jeder fünfte Deutsche ist im Job zufrieden" (2. Dezember 2025)
Quelle: https://www.zeit.de/arbeit/2025-12/arbeitsplatz-zufriedenheit-wohlbefinden-job-umfrage-stress-gxe

https://de.indeed.com/arbeitgeber/indeed-work-wellbeing-report

Quotekannstebehalten

Meine Güte, nicht jeder Arbeitsplatz ist ein Ponyhof.

Zu meiner Zeit war das erste was man bei Ausbildungsbeginn immer wieder zu hören bekam "Lehrjahre sind keine Herrenjahre"

Im späteren Verlauf lernte ich dann auch "Arbeitsjahre sind auch keine Herrenjahre."

Wem es nicht gelingt bis in die Führungsetagen aufzusteigen, ist selber schuld und muss sich damit eben abfinden, dass das Arbeitsleben kein Lebkuchenkarusell ist.

Dieser Kommentar wurde von den Arbeitgebernverbänden gesponsert.


QuoteKlausWie

Mich würde mal interessieren, wieviel Prozent der Bevölketung oder der ZON-Foristen überhaupt mit irgendeinen gesellschaftlichen Zustand einigermaßen zufrieden sind?

Diese jammerhafte Dauernölerites aus der Ego-Perspektive - die zunehmend pathologisch sämtliche Gesellschaften der westlichen Welt erfasst - ist doch das wahre Gift hinter allen Giften, die das Leben zersetzen:

- hinter mangelndem Wachstum

- hinter Familienproblemen

- hinter Bildungsniedergang

- hinter sozialer Rücksichtlosigkeit

- hinter Populismus

- hinter Unmenschlichkeit

- ...

Dostojewskij hat's mal toll formuliert: Das wahre Unglück der Menschen besteht darin, dass sie gar nicht bemerkt haben, wie glücklich sie waren.

In diesem Sinn: Einen zufriedenen Arbeitstag euch allen!


QuoteSub5Marine

Ich persönlich war noch nie der Überzeugung, dass jede Arbeit immer erfüllend sein und glücklich machen kann. So mancher High Performer oder Mega-Talentierte mag sich das aussuchen können, andere mögen eine wirkliche Erfüllung in ihrer Tätigkeit finden, aber selbst diese Menschen haben zum Beispiel im Hintergrund immer eine Verwaltung oder Administration, die nicht "am Menschen" arbeitet und vom positiven Feedback ausgeschloßen wird.

Nein, das Ziel ist, genug zu verdienen. Und genau da gibt es dank Preisexplosion und steigenden Sozialversicherungsbeiträgen eine immer weiter auseinanderklaffende Diskrepanz, die zum Beispiel in tarifgebundenen Arbeitsverhältnissen durch die teils lächerlichen Steigerungen bis 2027 nicht annähernd aufgefangen wird.

Der berühmte Warenkorb, der aus Fernsehern und Einbauküchen besteht, bildet eben den Wocheneinkauf oder die jedes Jahr - ohne Schäden - um 15% steigenden Versicherungen nicht annähernd ab.

Das macht auf Dauer unzufrieden, weil man sich automatisch nicht wertgeschätzt fühlt, wenn man immer weniger in der Tasche hat.


QuoteUsrNam

Die Menschen merken halt mehr und mehr, dass sich dieses System nur für die Unternehmer rechnet. Das gilt für alle Länder.


QuoteFaktenStattLuft

Mal im eigenen Tümpel geschaut:
Der Job ist ok, die zusätzlichen Leistungen über die Betriebsvereinbarungen sind super und überdurchschnittlich... das Problem sind vereinzelte, mittlere Führungskräfte mit "leicht" narzisstischen oder soziapathischen Tendenzen, oder allgemein gesagt: mit dissoziale Persönlichkeitsstörungen. Diese vergiften die allgemeine Stimmung durch Mobbing, blenden mit Aneignung fremder Leistungen für sich, ekeln unliebsamer, höherer Kompetenzen (Konkurrenten) weg etc. und führen somit zu hohen Fluktuationen in bestimmten Jobgruppen.

Dies führt bei dabei längerfristig unbesetzten Stellen, Stichwort Fachkräftemangel, zu Doppelbelastung der Vertretungen. Arbeitsverhältnisse, die zu weiteren Kündigungen führen, etc. pp.
Eine Handvoll unfähiger Mitarbeiter in Führungspositionen sorgen auf diese Weise zum massiv schlechter Stimmung bei hunderten von Mitarbeitern...


QuoteBlowed Washed

Alter Hut: Die Mitarbeiterzufriedenheit verhält sich umgekehrt proportional zur Deppendichte in der Führungsebene.


QuoteKlimarevoluzzer

Vier Jahrzehnte Neoliberalismus haben halt gefruchtet - Wahlweise von CDU, CSU, FDP und auch SPD sowie Grüne (Agenda 2010)...


QuoteAku-57

Die deutlichen Arbeitszeitverkürzungen in den vergangenen zwei Jahrzehnten, gepaart mit den Investitionen in tote Branchen (paritätische Mitbestimmung) und dadurch Vernachlässigung von Innovationen (Sterben und Neugründung) haben den aktuellen Zustand herbeigeführt. Deutschland hat sich gemütlich eingerichtet - der Niedergang wird weitergehen. ...


QuoteAku-57

Antwort auf @HAL 8999

Es geht in dem Artikel um Zufriedenheit im Job (Arbeitszufriedenheit); dass ist etwas anderes als Lebenszufriedenheit.  ...


QuoteHAL 8999
vor 1 Stunde
Antwort auf @Aku-57

    Es geht in dem Artikel um Zufriedenheit im Job (Arbeitszufriedenheit); dass ist etwas anderes als Lebenszufriedenheit.

Kaum. Denn im Artikel steht.

    91 Prozent der Befragten geben an, dass ihre Stimmung im persönlichen Leben direkt von ihrer Arbeit beeinflusst wird.

usw.




QuoteJust_saying

Wen wundert das - ständig wird geschrieben wie faul wir sind und wie wenige Stunden wir arbeiten und dass wir dauernd krank sind - währenddessen werden Stelle einfach nicht nachbesetzt, Mehrarbeit und Verdichtung ist Standard und Überstunden werden einfach nicht vergütet.

Und das alles nur, um dann irgendwann kaum Rente zu bekommen und - mangels medizinischer Versorgung - aber dennoch nicht in der Lage zu sein mit 70 noch etwas dazu zu verdienen.

Da steht man doch gerne jeden Morgen auf und huldigt dem Shareholder Value!


QuoteZeit12.5

Richtig. Zu glauben, wenn man jetzt den Sozialstaat abbaue, würden die Menschen schon die Notwendigkeiten erkennen, ist witzig. Vor allem, wenn das von Leuten kommt, die viel unterwegs sind ("um zu lernen" höhö ;)) oder gern in Konferenzen die Keksschalen leer essen.

Solche "Vorbilder" nimmt keiner Ernst. Wenn dann noch herauskommt, dass diese Leute 100ke bis Millionen bekommen, dann wendet man sich eben ab.

Es ist nicht mehr die Zeit für leistungslose Dauereinkünfte in schwindelerregenden Höhen. Wer diese Mentalität nicht ablegt, wird sich nach und nach zum Autokraten wandeln oder die "soziale Haut" abwerfen.


QuoteKarl Jorim

Antwort auf @Zeit12.5

"Zu glauben, wenn man jetzt den Sozialstaat abbaue, würden die Menschen schon die Notwendigkeiten erkennen, ist witzig"

Da gehts nicht um irgendein erkennen, die Leute sollen mangels Alternative in jede noch so prekäre Beschäftigung getrieben werden.


QuoteBubgebube77

Unsere Klinik würde gern nachbesetzen. Erst mal finden. Somit Arbeitsverdichtung pur. Wird ein Mitarbeiter krank dann gibt es auch eine 7 Tage Woche. Querbesetzung geht nicht immer. Überstunden werden alle bezahlt, doch wann das Geld ausgeben? Trotzdem bin ich zufrieden mit dem Beruf. Wenigsten ist die Wertschätzung bei uns noch nicht so ganz verloren gegangen. Es kann nicht nur Vorteile geben somit bis zur Rente Augen zu (nicht im Job) und durch. Vielen geht es schlechter. Auch mal daran denken.


QuoteKlausWie

Sie huldigen dem Shareholder Value doch gar, solange Sie kein Shareholder sind.

Kaufen Sie sich von Ihrem Lohn erstmal ein paar Aktien und Anteile, am besten von Ihrem Unternehmem - dann denken Sie auch gleich anders über die Bedeutung Ihrer Arbeit und haben weniger Sorge vor der Rente. Nur passiv sein macht nämlich immer depressiv.


QuoteEloquenteEnte

Wir haben in unserem Bereich in der IT Jahrelang bewiesen, dass wir auch aus dem Homeoffice abliefern können, dass wir gute Zahlen schreiben, neue zusätzliche Projekte wuppen konnten zu den alten bestehenden usw. und trotzdem werden wir nun nach und nach wieder mehr ins Büro zitiert ohne ersichtlichen Grund.

Die Zufriedenheit sinkt dadurch rapide (Fahrzeiten, Parkplatzstress etc.), gute Kolleg*innen verlassen das Unternehmen, sobald sie können, dadurch lastet mehr Arbeit auf den übrig gebliebenen, die nun um ihre Jobs bangen dürfen, weil unsere Projekte gefährdet sind durch die Unterbesetzung (neue Leute findet man logischerweise nicht, wenn man wenig oder keine mobile Arbeit mehr zulässt, gerade, wenn die Bezahlung eher so lala ist) und die Chefs fragen sich (aus dem Homeoffice wohlgemerkt!), ob sie nicht doch wieder kostenlose Wasserspender ins Büro stellen sollen, um die Zufriedenheit zu verbessern... ja komisch, dass da die Stimmung vergiftet wird :D


QuoteLastenrad.Junkie

Die 'aber ich' Anekdote darf natürlich nicht fehlen.


QuoteJorigan

Vergiss den kostenlosen Obstkorb und die kostenlosen Parkplätze nicht. Wer arbeitet da nicht gerne? 😏


QuoteDr Nötigenfalls

"Die Überzeugung, die meiste Zeit bei der Arbeit glücklich zu sein, sank in Deutschland binnen zwei Jahren von 41 Prozent auf 24 Prozent."

War das wirklich eine der Fragestellungen? Ob man die meiste Zeit bei der Arbeit glücklich ist? Dann ist das Resultat verständlich... Beim besten Willen: Auf der Arbeit bin ich ja vieles - von zufrieden und stolz bis zu verärgert, frustriert oder gelangweilt. Aber glücklich? Das bin ich, wenn mein Verein ein wichtiges Spiel gewinnt, wenn meine Hunde im Sommer im Wasser rumtoben oder wenn ich im Urlaub bei ner Flasche Wein auf den Comer See runterschaue.


QuoteHAL 8999

    Dann ist das Resultat verständlich...

Wie erklären Sie sich die große Veränderung innerhalb von 2 Jahren?


Quoteunterdacker

Jährlich steigen die Gewinne der Konzerne, shrinkflation, alles wird teurer, die Gehälter der Manager steigen aber der Reallohn der Arbeitnehmer sinkt. Aber wehe man streikt. Dann ist man natürlich der böse der den Rachen nicht voll kriegt. ...


QuoteKlimarevoluzzer
vor 4 Stunden

    Angeführt wird die Rangliste den Angaben nach von den Niederlanden mit 36 Prozent. Dahinter folgen die USA mit 26 Prozent, Australien und Frankreich mit jeweils einem Viertel und das Vereinigte Königreich mit 23 Prozent.

Die Daten sind schon krass.

Dafür dass in den USA beim Arbeitsrecht 'Hire and Fire' gibt, ist der Unterschied schon echt heftig.

Jedoch sind die anderen großen europäischen Staaten auch nicht so viel besser, und haben ebenso ordentlich Luft nach oben.

Meine Beobachtung ist, dass die öffentliche Wahrnehmung von Arbeit und Beschäftigung dazu tendiert, nur noch eine direkte Bringschuld beim Arbeitnehmer zu sehen, aber zunehmend keine tatsächliche Verantwortung beim AG.

So ähnlich wollte Bärbel Bas das auch auf dem Juso-Bundeskongress darstellen, aber wir wissen ja, wie solche Ansichten im neoliberalisierten Deutschland bewertet werden:

"Arbeitgeber kritisieren SPD-Chefin Bas für Aussage auf Juso-Kongress"
Wirtschaftsvertreter werfen Arbeitsministerin Bas vor, zum Kampf gegen Arbeitgeber aufgerufen zu haben. CDU-Politiker von Stetten bezeichnet sie gar als "Fehlbesetzung". (1. Dezember 2025)
https://www.zeit.de/wirtschaft/2025-12/baerbel-bas-arbeitgeber-aussage-spd-jusos-kritik

'Böser' Sozialismus!

Ironischerweise gab es bis in 80er im Kapitalismus sozialstaatliche Regulierungen des Arbeitsmarktes, ohne dass die 'Reichen' erheblich in ihrem Besitz gestört wurden. Aber schon klar, heute darf man diesen 'Sozialismus' natürlich nicht mehr verlangen.

Lieber jagen sie Millionen Arbeitnehmer knallhart durch die Tretmühle, das steigert ja da Wirtschaftswachstum, was wiederum 'gut für alle' ist...


QuoteHaus der Gesinnungspolizei

In erster Linie sorgt der "Job" für den Lebensunterhalt. Spaß beim "Job" ist eher ein Luxusgut, dass man selber ehestens mit seiner Bildung oder Berufswahl beeinflussen kann.

Wem es nicht passt, sich dem Chef, der immerhin sein berufliches Umfeld bezahlt, unterzuordnen, dem steht es frei selbst einen Betrieb zu gründen (Neudeutsch: Startup). Dann kann er frei entscheiden, investieren, lebt total frei. Inklusive dem Risiko der Pleite, die weit mehr beinhaltet, als nur die Zahlungsunfähigkeit. Denn auch das gehört zu der Freiheit eines Unternehmers.


QuoteLeslieHammond

Sind die Chefs auf gut deutsche gesagt A...öcher, ist die Stimmung halt mies. Das heißt im Umkehrschluß: zufrieden ist nur der, der sich wertgeschätzt fühlt. Daher müssen die Firmenleitungen unbedingt auch sozial geeignete Vorgesetzte finden... Dann klappts auch wieder mit der Zufriedenheit !


QuoteLastenrad.Junkie

    Dann klappts auch wieder mit der Zufriedenheit !

Aber dann wird nix gearbeitet


QuoteKeBoFi
Antwort auf @Lastenrad.Junkie

Wie kommen Sie darauf?


Quotegespeicherte Cookies

"44 Prozent schlafen schlechter, 47 Prozent haben nicht mehr genug Energie für Hobbys oder persönliche Interessen, und mehr als die Hälfte der befragten Arbeitnehmer leidet unter körperlichen Beschwerden."

Das ist bedenklich und sollte eines der dringenden Themen sein, welche die Bundesregierung bearbeitet.

Fast die Hälfte der Deutschen arbeitet, geht nach Hause, futtert etwas, legt sich pennen und dann von vorn.

Das ist es, was das Leben nicht Lebenswert macht und die Leute frustriert in der drittgrößten Volkswirtschaft. Es kann doch nicht sein, dass fast 50% zu kaputt sind um noch etwas zu machen, was Spaß macht.


QuoteTinifee

Ist fast so, als wäre ständige Arbeitsverdichtung und unablässiges Effizienzstreben à la "da lässt sich doch noch ein bisschen mehr rausquetschen" auf Dauer kontraproduktiv.


QuoteGeerdete Erde

Überstunden bis zur Kappungsgrenze oder mehr. Lange ausfallende Kollegen. Keine Nachbesetzungen. Bürokratischer Wahnsinn. Gängelung am Arbeitsplatz und durch Behörden. Abnehmende Kaufkraft. Immer schlechter werdende öffentliche Versorgung. Ignoranz der politischen Akteure. Förderung und Beförderung jener, die es gewiss nicht brauchen. Alles das und noch viel mehr sorgt für ein Gefühl des Abstiegs, der mit täglich neuen Zahlen weggeredet werden soll. Wenn man dann mal hinter die Zahlen und derer Erhebung schaut, dann erkennt man zudem, wie man manipuliert werden soll. Denn der Abstieg ist real.


QuoteLastenrad.Junkie

    Lange ausfallende Kollegen

Sehen Sie, nicht alle haben Überstunden


QuoteDoonsbury

Man muss sich also keine Sorgen um die Erhaltung der deutschen Mentalität machen, jedes andere Ergebnis könnte auf Überfremdung hinweisen. In Unzufriedenheit und Zukunftsangst sind wir ganz bei uns. Wir haben zwar ein ordentliches Wohlstandsniveau, vergleichsweise sehr sichere Arbeitsplätze und einen demokratischen Rechtsstaat, davon dürfen wir uns aber in unserem Pessimismus nicht beirren lassen. Es könnte schließlich jederzeit schlimmer kommen und da ist es doch verständlich, dass wir auf einen passenden, sicheren Arbeitsplatz mit guter work-life Balance wert legen, selbstverständlich in unserer Geburtsstadt. Alles andere wäre Politikversagen. Die Franzosen meckern zwar mindestens genauso gerne wie wir, schaffen es aber irgendwie besser, das Leben trotzdem zu genießen.


QuoteDasBlumenfeld

Könnte daran liegen, dass abhängige Arbeit bedeutet, dass man unfrei ist. Mir ist das jetzt in der Pension so richtig klar geworden.


QuoteMadame_X

Man könnte sich auch selbständig machen, ist dann aber auch nicht unbedingt freier. Dann bestimmt der Kunde oder betriebliche Notwendigkeiten den Alltag.


Quoteunfinished view

-Ordnungsruf-

Was insbesondere "Festangestellt:innen" nicht so richtig ins Bewußtsein (die ´Birne´) bekommen, ist:

dass sie mit ihrem Arbeitsplatz jene/eine recht "sichere Bank" haben, von der sie aus ja initiativ, investigativ und interessengeleitet für ihre Zukunft die nächsten 6 oder 12 Monate vorausschauend Weichen stellen könn(t)en

statt diese recht komfortable Lage bewusst frei und selbstbestimmt zu nutzen, nörgeln sie halt herum: gegenüber ihren Mitangestellten, ihre Partner:innen, Freund:innen, ihrer Familie und lassen sich trotz Urlaub/Feiertagen/kontinuierlichem Gehalt zu schlechter Laune verleiten, Miesmacherei anderen oder Projekten gegenüber oder - kommt vor - beginnen destruktiv im Laden herum-zu-blockieren, u.a. andere, die was erreichen wollen im Job/Firma, etc. usw.

Festeangestellt:innen haben es nicht leicht... verlernen trotz relativer sozialer Absicherung das Leben zu lieben, ihre Möglichkeiten zu schätzen und werden zur Belastung für Mitmenschen, Unternehmen und Kolleg:innen

fürchterliche Dynamik

der Gipfel: "das haben wir schon lange so gemacht und es hat sich bewährt...", klaro

Deutschland hat eine unheitere und unheilvolle Stagnations-Arbeitskultur entwickelt - gleichzeitig werden "die", die sich wirklich anstrengen und strecken müssen (Einkommen aus Arbeit) sozialdarvinistisch oder chauvinistisch verachtet bzw. veächtlich gemacht

etc

usw.


QuoteSuperfreddy

Klingt wie der Text eines Freiberuflers, bei dem es gerade nicht so rund läuft.😳


Quoteunfinished view

zumindest stagniert Deutschland - und eine ´Ursachenforschung´ kann ja nicht vorbei an den unterschiedlichen Faktoren/Aspekten deutscher Arbeitskultur der letzten 10 Jahre unternommen werden

das es Bedenkenträgertum, Skeptizismus, Blockademechanismen, Fremdverantwortungsverhalten, Status-quo-Methodiken und Beharrungsverhaltensweisen gibt, wäre zumindest zu besprechen/zu untersuchen

und damit ist nicht "Anekdotisches" gemeint, sondern es sind strukturelle Defizite, die bis zu "Phänomenen" gehen wie abnehmende Patentraten oder sinkende Innovationsraten

ich nehme keine tiefgreifende ernsthafte (wissenschaftlich, methodisch fundierte) Debatte wahr, wo die Ursachen der Stagnation liegen und welche Faktoren die Stagnation mit negativ steuern

mein Post war sicher etwas ´direkt´ formuliert und leicht flapsig - dahinter verbergen sich ernste Defizite der deutschen Krisensituation, die mit äußeren wirtschaftlichen, makroökonomischen Faktoren allein niemals zu erklären sind

by the way: die Anzahl "Selbständiger" nimmt seit 15 Jahren ab, parallel dem Wachstum der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse

es gibt als ein Thema

allgemein: diese Nörgel-Bedenken-Arbeitskultur ist ganz sicher ein Faktor, der sich lohnt ihn genau unter die Lupe zu nehmen

/Gruß!


QuoteJaMoRo

Selbst in der Spitzeposition nur 36% zufrieden im Job? Man könnte fast meinen, die Menschen arbeiten einfach ungern...


QuoteAndreas.L

Deutsche Bosse denken offenbar, ihre Mitarbeiter müssen sich nicht Wohlfühlen auf Arbeit, sie arbeiten.


QuoteLastenrad.Junkie

Wenn Sie wissen wollen, wie ein Boss denkt, müssen Sie einer werden.


QuoteYammas

Hat eigentlich mal jemand gefragt, ob es überhaupt etwas gibt, wormit die Deutschen zufrieden sind? Ich wüsste ehrlich gesagt nicht, was das sein könnte.


QuotePapierre

... irgendetwas mit Autos ;)


QuoteJames H.

Freibier und Bratwurst.


QuoteCritical Mass

Das Brot. Das ist ja angeblich niiiiirgendwo so gut als hier.


QuoteJames H.

Nur jeder fünfte Deutsche ist im Job zufrieden und das ist das Beste was einem Arbeitnehmer passieren kann:
US-Sprichwort: Die zwei größten Karriere-Hemmnisse sind ein netter Vermieter und ein guter Chef.

"Two career obstacles: a good boss and a nice landlord."


QuoteMal.nachgedacht

Ich vermute, es liegt auch an den Arbeitsbedingungen, die sich verändert haben. Und die Kollegen und Kolleginnen sind nicht unbedingt freundlicher geworden, es herrscht Konkurrenz und Ausgrenzung.


QuoteJames H.

Ein Job ist für den Gelderwerb da und ist keine Einrichtung zur Bespaßung. ...


QuoteJollybee

Die Leute wissen es halt einfach nicht zu schätzen in einem Ballungsgebiet 2100€ netto zu verdienen und mehr als die Hälfte für Miete auszugeben. Deutschland ist soo toll.


...

Link

Quote[...] Wirtschaftsvertreter werfen Arbeitsministerin Bas vor, zum Kampf gegen Arbeitgeber aufgerufen zu haben. CDU-Politiker von Stetten bezeichnet sie gar als "Fehlbesetzung".

Aus der Wirtschaft und den Arbeitgeberverbänden gibt es deutliche Kritik an der SPD-Chefin und Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas. Hintergrund sind Äußerungen der Ministerin auf dem Juso-Kongress am Wochenende. Dort hatte Bas von ihren Erfahrungen auf dem Arbeitgebertag berichtet. Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger bezeichnete die Äußerungen als einen "Aufruf zum Kampf gegen Arbeitgeber". Ein solcher sei "in der Geschichte der Bundesrepublik beispiellos".

Wer Arbeitgeber bekämpfe, bekämpfe auch Wohlstand, Arbeitsplätze und soziale Sicherheit, sagte Dulger. Die Aussagen der Bundesarbeitsministerin ließen Zweifel daran aufkommen, "ob der Wert und die Unabhängigkeit der Sozialpartnerschaft allen Beteiligten bewusst sind".

Zudem kritisierte Dulger das von Bas gezeichnete Bild von Arbeitgebern, die primär an sich dächten. Dies sei schlicht falsch. "Wir Arbeitgeber stehen bereit für einen konstruktiven Dialog zum Wohle unseres Landes", sagte der Arbeitgeberpräsident. "Es liegt an der Bundesregierung, ob sie dieses Angebot annimmt."

Christoph Ahlhaus, Bundesgeschäftsführer des Mittelstandsverbands BVMW, warf Bas vor, sie habe "im Juso-Sandkasten von Mannheim jungsozialistische Folklore und Unternehmer-Bashing" betrieben. Dies sei "für die Leistungsträger in diesem Land eine Zumutung", sagte Ahlhaus dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Es brauche "an der Realität orientierte Lösungen" für die Rente und "keine warmen Fußbäder für reformscheuen Parteinachwuchs".

Auf dem Bundeskongress der SPD-Jugend Jusos am Wochenende hatte Bas gesagt, der Arbeitgebertag sei für sie ein Schlüsselerlebnis gewesen. Dort sei ihr deutlich geworden, "gegen wen wir eigentlich gemeinsam kämpfen müssen".

Später präzisierte die SPD-Vorsitzende ihre Aussage. Beim Arbeitgebertag habe sie die Ablehnung der Arbeitgebervertreter deutlich gespürt. Sie habe sich an diesem Tag "dafür stark gemacht, auch diejenigen Menschen nicht zu vergessen, die nur von der gesetzlichen Rente leben" und die "Steuerfinanzierung des Rentenniveaus angesprochen", sagte Bas. Dafür sei sie ausgelacht worden.

"Während sie lachten, habe ich an die Menschen gedacht, die auf unsere Solidarität angewiesen sind", sagte die Ministerin – Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet hätten, oft körperlich hart, schlecht bezahlt und bis an die Grenzen ihrer Kraft. Dieser Moment habe ihr gezeigt, wo die Linien in diesem Land wirklich verliefen: "Sie verlaufen nicht zwischen Jung und Alt, sondern zwischen Arm und Reich, zwischen denen, die Sicherheit brauchen, und denen, die sie für verhandelbar halten", sagte Bas.

Für ihre Aussagen wird Bas auch vom Koalitionspartner, der Union, kritisiert. Der CDU-Politiker und Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses, Christian von Stetten, sagte der Bild-Zeitung: "Wenn die Arbeitsministerin öffentlich zum Kampf gegen Arbeitgeber aufruft, ist sie eine Fehlbesetzung im Amt." Zuvor hatte es bereits deutliche Kritik vonseiten der Jungen Union sowie der Jungen Gruppe der Unionsabgeordneten gegeben. Johannes Winkel, Vorsitzender der Jungen Union, sagte, Regierungsfähigkeit heiße auch Reformfähigkeit. "Wenn Bärbel Bas am Wochenende noch einmal zu gemeinsamem Kampf gegen die Arbeitgeber in Deutschland aufruft, dann sagt das alles über die Reformfähigkeit der SPD aus", sagte Winkel.

Die Junge Gruppe teilte schriftlich mit: "Wenn die Parteivorsitzende und zuständige Bundesministerin zum 'gemeinsamen Kampf' gegen die Arbeitgeber aufruft, ist das nicht nur eine klare Absage an jegliche Reform im Sinne einer wachstumsorientierten Wirtschaftspolitik." Zudem sei Bas' Äußerung "eine Absage an die Sozialpartnerschaft in Deutschland". Dies sei ein für die Union  inakzeptabler politischer Skandal.


Aus: "Arbeitgeber kritisieren SPD-Chefin Bas für Aussage auf Juso-Kongress" (1. Dezember 2025)
Quelle: https://www.zeit.de/wirtschaft/2025-12/baerbel-bas-arbeitgeber-aussage-spd-jusos-kritik

QuoteFrau Hildegard strickt

Danke Frau Bas für ihre deutlichen Worte.

Ich kann dieses ganze neoliberale Geschwätz von Dulger und Co. einfach nicht mehr hören, wir sind alle zu faul, zu bequem und nutzen die Arbeitgeber eh nur aus.


QuoteFreeguy__

Warum werden so viele unzufriedene Arbeitnehmer nicht eigentlich Arbeitgeber und machen dann alles besser?


QuoteMirk Düller

neoliberal ist auch wirklich der kampfbegriff der linken schlechthin...


QuoteFrau Hildegard strickt

Antwort auf @Mirk Düller

Dann nennen sie es eben anders. Aber Dulger ist immer vorne mit dabei, sich in guten Zeiten jegliche staatliche Einmischung zu verbitten, aber in schlechten Zeiten soll der Staat dann doch bitte sofort mit Hilfsgeldern bereit stehen.


Quoteuhunu

Antwort auf @Freeguy__

Arbeiter wollen selbst nicht zu Ausbeutern werden, finde das jetzt nicht so überraschend.


QuoteMirk Düller

Antwort auf @uhunu

Ihre Welt ist ja echt einfach gestrickt...


QuoteKommentareSindFrei

Antwort auf @Freeguy__

Und warum machen so viele unzufriedene Arbeitgeber die Sache nicht selbst, wenn sie die Arbeitnehmer so stören?


QuoteFulL

In ihrer Verzweifelung scheint die SPD auf Klassenkampffolklore zu setzen.
Es ist ihr offenbar entgangen, dass es ihren Untergang noch beschleunigt, wenn sie noch weiter nach links rückt.


QuoteDilldapp

Immer mehr Produktionsstandorte werden ins Ausland verlagert, weil wir als Standort nicht mehr konkurrenzfähig sind. Aber statt diese Realität zu erkennen, wird der Klassenkampf beschworen. Ohne Unternehmen keine Arbeitsplätze, ohne Arbeitsplätze keine Beiträge für die sozialen Sicherungssysteme. Ist doch eigentlich nicht so schwer zu verstehen. Dazu kommt, dass wir einen immer weiter ausufernden Sozialstaat haben, dessen Anteil am Haushalt wächst und wächst, während die nötigen großen Investitionen in den Standort Deutschland vor allem über Schulden finanziert werden müssen.

Diese Schieflage ist doch nicht zu übersehen. Naja, die Abwanderungswelle wird immer größer und die Konsequenzen werden wir alle massiv spüren.


QuoteBriock

"Dieser Moment habe ihr gezeigt, wo die Linien in diesem Land wirklich verliefen: "Sie verlaufen nicht zwischen Jung und Alt, sondern zwischen Arm und Reich, zwischen denen, die Sicherheit brauchen, und denen, die sie für verhandelbar halten", sagte die Ministerin."

Bas hat zu 100 % recht. Gerade der Dulger ist einer, der immer in Krisen nach Papa Staat ruft, aber ansonsten solle sich der Staat doch bitte raus halten.

Diese Kapitalvertreter sind die größten Sozialisten ever: Verlustsozialisten nämlich.

Gewinne bitte in die Privatschatullen, Verluste werden sozialisiert.

Die Erkenntnis bei Teilen der Sozialdemokraten ist vorhanden. Jetzt müssen die Konsequenzen folgen: mehr Inklusion der oberen Zehntausrnd in die Solidargemeinschaft.


QuoteAloaheeeei

Die Aussage kommt meistens von Leuten die die spd eh nie wählen würden,
Allein schon weil Papa die Sozen früher auch schon verachtet hatte.


Quoteu
uhunu

Die SPD hatte ihre besten Zeiten, als sie sich tatsächlich noch für Arbeiter eingesetzt hat statt den Wirtschaftsbossen die Stiefel zu lecken.


QuoteBriock

Die größte Klassenkampffolklore betreibt doch die Union: Die Kämpfen für die Klasse des Kapitals und sind mit allen Lobbyisten gewaschen...


QuoteKarbonat_Erol

Die SPD unter Bärbel Bas manövriert sich wirtschaftspolitisch in die Bedeutungslosigkeit. Während Deutschland seit Jahren bei Wachstum, Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit zurückfällt, betreibt Bas Klassenkampf wie aus einem Parteibuch der 70er. Fakt ist: Die oberen 10 % zahlen über 50 % der Einkommensteuer, der Mittelstand schafft 80 % aller Arbeitsplätze, trägt über 60 % der Ausbildungsplätze und ist das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Und genau diese Gruppe stellt Bas öffentlich an den Pranger.

Statt Lösungen für marode Infrastruktur, hohe Energiekosten und lähmende Bürokratie zu liefern, erklärt sie ausgerechnet jene zum Gegner, die dieses Land überhaupt noch finanzieren. Deutschland verliert schon jetzt Investitionen in Milliardenhöhe an die USA und Osteuropa. Unternehmen wandern ab, weil politische Verlässlichkeit fehlt – und die SPD gießt mit dieser Rhetorik Öl ins Feuer.

Eine Partei, die Unternehmer pauschal diffamiert, bekämpft nicht ,,die Reichen", sondern die eigenen Steuerzahler, Arbeitgeber und Wertschöpfer. Das ist nicht sozial, das ist ökonomischer Selbstmord. Die SPD hat früher Brücken gebaut – heute reißt sie sie ein. Wer den Leuten, die Wohlstand schaffen, ständig misstraut, braucht sich über Umfragewerte von 15 % nicht wundern.

Bas sendet nur eine Botschaft: Leistung unerwünscht. Verantwortung unerwünscht. Erfolg unerwünscht. Jede weitere Wahl wird der SPD dafür die Quittung geben.


QuoteAloaheeeei

Sieht nach einem von INSM und Konsorten gekauften Kommentar aus.


Quotepeter_schäfer

Welche Leistung? Die, die Zukunft 40 Jahre zu verschlafen und auf Subventionen und Sozialabbau zu hoffen?


QuoteNokilai
vor 22 Stunden

Also wenn ich mir die Tabelle so ansehe,
https://www.bpb.de/kurz-knapp/zahlen-und-fakten/soziale-situation-in-deutschland/61772/einkommensteueranteile/
haben Sie zwar Recht mit den 50% der gesamt gezahlten Einkommensteuer. Das sagt mir aber noch wenig über den tatsächlichen persönlichen Steuersatz aus - dafür gibt es ja Steuerberater...

Gleichzeitig hat diese Gruppe 32% des gesamten verfügbaren Einkommens (hier kommen dann bspw. Lohnersatzleistungen und Kindergeld mit hinzu) und sogar 36,6% der gesamten Einkünfte.


Quotealle-seiten-sehen

Vielleicht könnten sich die Arbeitgeber mal mehr Signale für den Zusammenhalt im Land geben. Es gibt wirklich haarsträubende Ungerechtigkeiten im Land, die von den Lobbyverbänden in die Gesetze diktiert wurden sind und immer weiter wird geheult anstatt auch an der einen oder anderen Stelle konstruktive Angebote zu machen und auf Lösungsmöglichkeiten jenseits der üblichen Verlautbarungen hinzuwirken.


Quotesoziologe_im_herzen

Antwort auf @Poetox13

Leistungsgesellschaft wäre es, wenn es wichtiger wäre für Vermögensaufbau was jemand im Leben leistet, statt was er erbt. Ist hier leider nicht so...


QuoteDorfMV

Antwort auf @alle-seiten-sehen

alle arbeitnehmer entlassen und dann schauen wir mal weiter🤷�♂️


QuoteAloaheeeei

Die Vermögen der Dulgers und co haben sich in den letzten 20 Jahren ver xfacht, während das des 0815 Bürgers eher gesunken ist.
Diese Kaste führt schon lange einen Kampf um die Ressourcen, der normale Bürger kapierts halt nur nicht.


QuoteIng1979

Leider ist der Sozialismus überall gescheitert und selbst wo die Kommunisten erfolgreich regieren gibt es Milliardäre und atme Wanderarbeiter.


QuoteAloaheeeei
Antwort auf @Ing1979

der typische Konservative ist so konditioniert, dass er in jeder Forderung nach minimaler Umverteilung Kommunismus erkennen will.


QuoteExmatrikulator2000
Antwort auf @Aloaheeeei

Es gibt doch bereits eine ordentliche Umverteilung in diesem Land.
Schauen Sie auf die Steuern und Sozialabgaben.


QuoteCala 2

Antwort auf @Exmatrikulator2000

"Es gibt doch bereits eine ordentliche Umverteilung in diesem Land..."

Ja, bei den Reichen.


Quotesoziologe_im_herzen
Antwort auf @Exmatrikulator2000

Die Umverteilung findet von Unten nach Oben statt, wie man einfach an den Vermögensentwicklungen ablesen kann.


QuoteExmatrikulator2000

Antwort auf @soziologe_im_herzen

Falsch. Es gibt keine Umverteilung von unten nach oben.

Sie zahlen ja mit 100.000€ Einkommen deutlich mehr Steuern und Abgaben als ein Harz 4 Empfänger oder Mindestlöhner.


Quotealle-seiten-sehen

Antwort auf @Exmatrikulator2000

Aber die Arbeitgeber verdienen ja auch an der Arbeitskraft und am Gestaltungswillen der Mitarbeiter, sie geben den Firmen mehr Produktivität als die an Lohn und Lohnnebenkosten zurückbekommen.

Da die Vermögen immer weiter auseinander driften, gibt es offensichtlich in unserer Volkswirtschaft eine Umverteilung von unten nach oben: denen, die haben, wird gegeben.


QuoteSchrillundschwungvoll

Vielen Dank Frau Bas.

Leistungsträger ≠ Arbeitgeber.
Leistungsträger = Arbeitnehmer.


QuoteAlaskawolf

Ihre Formel ist zu billig. Ich bin Kleinunternehmer und sitze mit meiner kleinen handvoll Mitarbeiter als Schicksalsgemeinschaft gemeinsam in einem Boot auf stürmischer See. Wir liefern zusammen, oder wir scheitern zusammen. Ihr Klassenkampf findet bei uns nicht statt.


Quoteredpitty

Antwort auf @Alaskawolf

"Ihr Klassenkampf findet bei uns nicht statt."

Und in vielen anderen Betrieben auch nicht.


Quoteuhunu

Antwort auf @Alaskawolf

Wenn sie gemeinsam im Boot sitzen, dann bezahlen sie ihre Arbeiter hoffentlich auch entsprechend. Dann hat da ja auch keiner ein Problem mit. In der Realität ist es allerdings so, dass ein Herr Dulger so viel verdient wie fünfzig seiner sogenannten Arbeitnehmer (die ihm ja eigentlich ihre Arbeit geben) zusammen.


Quotesogenannten Arbeitnehmer (die ihm ja eigentlich ihre Arbeit geben) zusammen.

Alaskawolf

Antwort auf @uhunu

"Wenn sie gemeinsam im Boot sitzen, dann bezahlen sie ihre Arbeiter hoffentlich auch entsprechend. Dann hat da ja auch keiner ein Problem mit."

Ich bin kein Raubtierkapitalist und bin nicht wohlhabender als meine Mitarbeiter. Es gibt durchaus viele "Arbeitgeber" da draußen, die nicht gierzerfressen sind, diejenigen mit den Dulgers oder (wer ihn noch kennt...) Ackermanns dieser Welt in einen Topf zu werfen ist halt einfach zu billig.


QuoteSchrillundschwungvoll

Antwort auf @Alaskawolf

Freut mich für Sie und Ihre Mitarbeitenden.


QuoteDon Martin

Antwort auf @Alaskawolf

Das ist das Problem, wenn alle über einen Kamm geschert werden.
Arbeitgeber, Boomer, Politiker usw...
Warum das so von manchen gemacht wird kann ich Ihnen auch nicht sagen.
Es ist auf jedenfall Bullshit. Also nicht persönlich nehmen.


QuoteMitmensch-2023

Deutsche Arbeitgeber zahlen Dumpinglöhne und verschieben hier erzielte Gewinne ins Ausland um Steuern zu sparen. Mit Patriotismus hat das nichts zu tun.


QuoteYarramalong

Unter den Arbeitgebern gibt es viele Patrioten, die sich z.B. mit Alice Weidel vom Schweizer zu Schweizerin in der Schweiz treffen, um das Beste für das Wohl Deutschlands beim Dinner zu besprechen.


QuoteExmatrikulator2000

Also diese Aussage ist pauschal kompletter Blödsinn, die deutsche Industrie zahlt überdurchschnittlich Höhe Löhne.
Vielleicht haben Sie auch einfach nichts gelernt...dann muss man halt die Drecksarbeit machen...


QuoteUnbeliebt

Antwort auf @Exmatrikulator2000

Ca. 5,5 Mio Menschen arbeiten in der "deutschen Industrie". Es arbeiten insgesamt 46 Mio Menschen. Alleine ca. 35 Mio im Dienstleistungssektor.

Sie sprechen von ca. 12% der Beschäftigten.

Nur mal so am Rand

Mirk Düller: Das Medianeinkommen in diesem Land beträgt 50k Euro. Was hat das mit Dumping zu tun?

Antwort auf @Mirk Düller

Sie beziehen sich auf einen Wert der unter Berücksichtigung folgender Prämisse zu betrachten ist.

"Es wurden nur Vollzeitbeschäftigte für die Analyse betrachtet. Ebenso wurden nur Beschäftigungsverhältnisse mit sieben und mehr Arbeitsmonaten im Berichtsjahr für die Berechnung herangezogen. Bruttoverdienste von Teiljahren wurden auf 12 Monate hochgerechnet."

Etwa 17 Millionen Menschen arbeiten in Teilzeit. Diese sind in Ihren 50k nicht berücksichtigt.

https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/04/PD25_134_621.html



Quoteuhunu

Antwort auf @Mirk Düller

Und was verdient ein Herr Dulger so?


QuoteMirk Düller

Antwort auf @Unbeliebt

Was genau ist ihr Punkt? Dass Teilzeitkräfte Vollzeitgehalt bekommen sollen?


QuoteMirk Düller

Antwort auf @uhunu

Was hat das Einkommen von Herrn Dulger mit angeblichen Dumpinglöhnen in Deutschland zu tun?


Quoteuhunu
Antwort auf @Mirk Düller

Herr Dulger verdient so viel wie fünfzig seiner Angestellten, weil er seine Angestellten schlecht und sich selbst gut bezahlt.


QuoteMadoshi
Antwort auf @uhunu

Und warum verhandeln die Angestellten nicht neu oder wechseln den Arbeitgeber mit höheren Löhnen? Irgendwie ergibt Ihr Kommentar wenig Sinn.


Quoteuhunu
Antwort auf @Madoshi

Fair verhandeln kann jemand, für den der Jobverlust den sofortigen finanziellen Ruin bedeutet wohl kaum.


QuoteMirk Düller

Antwort auf @uhunu

Entfernt. Bitte formulieren Sie Kritik sachlich und differenziert. Danke, die Redaktion/mfe


QuoteMirk Düller

Antwort auf @uhunu

Ich hab mir mal die Stellenausschreibungen des Unternehmens von Herrn Druger angeschaut. Die meisten Stellen sind Ausschreibungen für gut ausgebildete Fachkräfte. Ich bezweifle ehrlich gesagt, dass irgendwer dort schlecht bezahlt wird.


Quoteuhunu

Antwort auf @Mirk Düller

Solange die Arbeiter einen so erheblichen Überschuss erwirtschaften, dass Dulger mehr Geld im Jahr bekommt als die meisten in ihrem gesamten Leben, ist er nichts als ein schmutziger Ausbeuter.


QuoteNikita Der Hund

Eine SPD, die privatwirtschaftliche Arbeitgeber als Gegner ansieht, ist schon ein ziemlich trauriger Haufen. Dann können sie auch gleich wieder mit Linke und BSW eine Einheitspartei Deutscher Sozialisten bilden (gerne kann man die Reihenfolge im Parteinahmen auch anpassen).


QuoteDaBazi

Bravo Frau Bas! Sollte die SPD nach nunmehr 20 Jahren wieder zur Arbeitnehmer-Partei werden? Es wäre schon sehr schön, wenn die hart arbeitenden Menschen in unserem Land wieder eine politische Lobby bekämen.


QuoteKlytämnestra

Auf dem Arbeitgebertag wurde Frau Bas ausgelacht; Als sie für den Erhalt des Sozialstaates eingetreten ist. Die, die da gelacht haben, zeigen damit deutlich, was sie wollen. Eine Abschaffung der sozialen Marktwirtschaft. Es läuft auf die Veramung weiter Bevölkerungsteile hinaus. Wer das jetzt nicht begreift und weiterhin CDU und AfD wählt, dem ist nicht mehr zu helfen. Die SPD macht die pragmatische Arbeit und die CDU und ihre Jugend ist Staffage und dient sich den Arbeitgebern an.

In letzter Konsequenz sollte die SPD die Koalition verlassen ud den Leuten die gelacht haben den Kampf ansagen.


QuoteEstherMontanus

Das ist falsch und das wissen Sie genau. Sie wurde ausgelacht als sie behauptete, das Rentenpaket würde nur Steuern und die Beitragszahler nichts kosten.


Quotethink-different

zitat: «Eine Abschaffung der sozialen Marktwirtschaft»

bedauerlicherweise ist die SM schon lange «abgeschafft», sie wurde ersetzt durch einen sehr umfassenden, teuren, ineffizienten wohlfahrtsstaat [1].

es wäre sinnvoller gewesen, bei der SM zu bleiben und den bürger bei etwas weniger «einzelfallgerechtigkeit» und teuren rentengeschenken etwas mehr eigenverantwortung zuzugestehen.

[1] «Angesichts hoher öffentlicher Schulden und des stetigen Anstiegs des Sozialbudgets steht der Wohlfahrtsstaat Deutschland zunehmend in der Diskussion. Dabei wird vermehrt eine Reform des Wohlfahrtsstaates, z. B. mit mehr Anreizen zur eigenen Vorsorge der Bürger und eine Begrenzung staatlicher Hilfen auf wirklich Bedürftige, gefordert.» aus https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/lexikon-der-wirtschaft/21166/wohlfahrtsstaat/


QuoteSommertraum

Antwort auf @think-different

Etwas anderes war von Ihnen ja nicht zu erwarten.

Die soziale Marktwirtschaft wurde in den Jahren 2003-2007 mit Einführung der Agenda 2010 und den Folgegesetzen abgeschafft.

Der Siegeszug der neoliberalen Ideologie, in deren Folge immer mehr Staaten in die autoritäre und rechtsextreme Ecke abdriften.

Und verantwortlich dafür waren Rot-Grün, unter großer Zustimmung und großem Druck der UNION und FDP und danach Schwarz-Rot.

Der Sündenfall für die SPD, von dem sie sich nie erholte.


Quotethink-different

Antwort auf @Sommertraum

zitat: «Die soziale Marktwirtschaft wurde in den Jahren 2003-2007 mit Einführung der Agenda 2010 und den Folgegesetzen abgeschafft»

netter versuch.
die agenda 2010 war der (nicht unerfolgreiche) versuch, den wohlfahrtsstaat wieder ein klein wenig in richtung soziale marktwirtschaft zu bewegen. ggf. sollten sie sich mal ein klein wenig mit der grundkonzeption der SM auseinandersetzen, denn diese entscheidet sich nunmal sehr stark von einem wohlfahrtsstaatlichen modell.

zitat: «Der Sündenfall für die SPD, von dem sie sich nie erholte»
im gegenteil.

schröder hat zwar nicht alles richtig gemacht (was auch bei solch komplexen themen nicht erwartbar ist), aber er hat genau die richtigen weichen gestellt, im sinne der sozialen marktwirtschaft.


QuoteJose Moose

Die Leistungsträger in diesem Land und Weltweit sind diejenigen, die mit ihrer Arbeit das gesellschaftliche Leben ermöglichen, und nicht diejenigen, welche die Gewinne abschöpfen und sich dann auch noch als "Leistungsträger" bezeichnen.

Die Arbeitnehmer müssen ihre Macht erkennen und sich organisieren.


QuoteFrau Hildegard strickt

Die Organisationen gibt es bereits, nennen sich Gewerkschaften.


QuoteYarramalong

Ahlhaus hat recht. Die Arbeitgeber sind Leistungsträger, die die Leistung des deutschen Arbeitnehmers in die Schweiz tragen.


Quoteuhunu

Die SPD hat sich seit 30 Jahren nicht mehr für Arbeitnehmer eingesetzt, aber manch einer erinnert sich an die Zeit, als das der Fall war. Natürlich muss der Kampf den Arbeitgebern gelten.


QuoteCarina Si-Fi

Ja, ja die bösen bösen Arbeitgeber. In der am längsten dauernden Rezession ist das natürlich sehr klug, Arbeitgeber als Feindbild zu erklären.


Quoteuhunu

Antwort auf @Carina Si-Fi

Die deutschen Arbeitgeber mit ihrer Fortschrittsfeindlichkeit und ihrem Streben jeden Euro Überschuss ins Ausland zu schaffen sind ja gerade Schuld an der Misere.


QuoteSpandow64

Einer Sozialdemokratin vorzuwerfen sich auf die Seite der Arbeitnehmer* innen zu stellen, entbehrt nicht einer gewissen Komik.


...

Link

Quote[...] Es hat ein wenig gedauert, aber nun stellen sich mehrere prominente Sozialdemokraten hinter Bärbel Bas. Lars Klingbeil hat seine Co-Parteichefin in der Fraktionssitzung am Dienstag verteidigt: Die Häme, mit der Bas derzeit seitens der Arbeitgeber des Landes konfrontiert sei, sei nicht akzeptabel, sagte Klingbeil zu den Fraktionskollegen. Er erwarte einen respektvollen Umgang mit einer Bundesministerin: "Gerade in diesen polarisierten Zeiten müssen Demokratinnen und Demokraten trotz unterschiedlicher Meinung vernünftig miteinander umgehen", sagte Klingbeil, Parteikreisen zufolge.

Auch die Parlamentarische Linke, eine wichtige Stimme innerhalb der Bundestagsfraktion, verteidigt die Arbeitsministerin in einem Statement, das der ZEIT exklusiv vorliegt: "Die Angriffe gegen Bärbel Bas folgen einem durchschaubaren Muster: Bärbel Bas positioniert sich für die Interessen von Millionen Arbeitnehmerinnen und Rentnerinnen. Deswegen wird sie angegriffen. Das ist inakzeptabel", schreiben die PL-Sprecher Wiebke Esdar, Dagmar Schmidt, Carmen Wegge und Hakan Demir. 

Die Bundesarbeitsministerin, mit der hier gerade Teile der SPD demonstrativ Solidarität üben, ist binnen einer Woche zu einer Art obersten Klassenkämpferin der Republik geworden, zum Feindbild der Bosse des Landes. Ein "Chef-Aufstand" wüte gegen die Ministerin, titelte die Bild-Zeitung. Ein breites Bündnis aus Mittelstands- und Branchenverbänden schrieb einen sogenannten "Brandbrief", der der ZEIT ebenfalls vorliegt, in dem die Ministerin scharf für pauschale und abwertende Rhetorik kritisiert wird. Erste CDU-Politiker legen Bas den Rücktritt nahe, in der Fraktion ist man inzwischen von der Ministerin entnervt. Und die SPD weiß noch nicht, ob sie diese Gemengelage ausschlachten oder deeskalieren sollte.

Auslöser war eine Szene, die das Potenzial hat, die künftige Karriere von Bas nachhaltig zu prägen. Auf dem Arbeitgebertag war sie vergangene Woche in ihren Ausführungen zur umstrittenen Rentenreform, die sie als Ministerin verantwortet, von vielen im Publikum ausgelacht worden. So hatte die Ministerin behauptet, ihre Reform belaste die Beitragszahler nicht, schließlich finanziere sich die Haltelinie des Rentenniveaus aus der Steuerkasse. "Das ist überhaupt nicht lustig", blaffte sie das Auditorium an. 

Bei ein paar Lachern wäre es wohl geblieben, hätte Bas die Szene nicht noch selbst maximal aufgeladen als ein "Schlüsselerlebnis". Ihr sei klar geworden, "gegen wen wir gemeinsam kämpfen müssen", sagte Bas den Jusos auf deren Bundeskongress am Wochenende. Nämlich gegen "die Herren in ihren bequemen Sesseln" und "im Maßanzug", deren "Ablehnung" sie auf dem Arbeitgebertag deutlich zu spüren bekommen habe.

Die Arbeitgeber sind empört, die Jusos jubeln: Deren Vorsitzender Philipp Türmer rief von der Bühne: "Ich will, dass denen das Lachen im Hals stecken bleibt – und die wieder Angst vor uns haben." Die blökende Chef-Elite, es ist ein Bild wie aus der Klassenkampffibel. Nach dem Motto: Ihr könnt uns auslachen, aber nicht kleinkriegen. 

Auch die Parlamentarische Linke sieht in Bas eine Art Mobbingopfer der Bosse: "Maßnahmen gegen Altersarmut sind nicht zum Lachen. Sie sind bitter nötig für viele Menschen im Land", schreiben sie. Die große Mehrheit im Land sei "darauf angewiesen, dass die gesetzliche Rente im Alter zum Leben reicht." Für diese Menschen mache die SPD Politik, an "diese Lebensrealitäten" habe Bas in den vergangenen Tagen erinnert." Sie gebe damit "vielen Millionen Arbeitnehmerinnen und Rentnerinnen eine Stimme, die sonst nicht gehört würden".

Es ist ein klassisches Kommunikationsmuster in der Politik: Auf die Herabsetzung folgt das Re-Framing und damit verbunden die Mobilisierung der eigenen Anhängerschaft. Die demütigen mich, weil ich für euch kämpfe. Die SPD schart sich um Bas. 

Eigentlich ist Bas mit einem anderen Profil angetreten: vernünftig, bürgernah, bodenständig. So präsentierte sie sich, als sie im Frühjahr Ministerin und SPD-Vorsitzende wurde. Als pragmatische Brückenbauerin aus der Arbeiterklasse, die den respektvollen Dialog mit allen Seiten sucht. Eine Haltung, die geprägt war durch ihre Erfahrung als Bundestagspräsidentin. Auch ihrem nordrhein-westfälischen Landesverband wurde ihr Politikstil stets als verlässlich und unideologisch beschrieben. 

Kurz: Klassenkampf-Rhetorik kannte man von Bas bisher nicht wirklich. Sie beherrscht zwar als frühere Betriebsrätin und Gewerkschafterin die Sprache des Arbeitskampfs und schloss sich als junge Abgeordnete den Parlamentarischen Linken an. Aber radikal linke Forderungen sind von ihr nicht überliefert, sie war nie eine laute Juso-Aktivistin oder Flügelkämpferin.

Wandelt sie sich nun zur lauten Arbeitnehmerführerin? Ist das generell ein Modell für die darbende SPD im Superwahljahr 2026? 

Bloß nicht, heißt es aus den Landesverbänden, in denen bald gewählt wird. In Mainz oder Stuttgart sind sie über Bas' Konflikt mit der Arbeitgeberschaft gar nicht begeistert. Da wird darum gebeten, nicht jedes Wort auf einem Juso-Kongress auf die Goldwaage zu legen. "Wir kämpfen doch nicht gegen Arbeitgeber!", heißt es. Die SPD sei staatstragend und stehe weiter für die Sozialpartnerschaft ein. Man müsse die Sozialsysteme verteidigen, aber mit Klassenkampf verstöre man die Mehrheit der Gesellschaft.

Der eher konservative Seeheimer Kreis will sich bisher nicht zur Causa Bas äußern. Dirk Wiese, parlamentarischer Geschäftsführer der SPD und selbst ein Seeheimer, gibt am Mittwochmorgen die Parole aus: "Alle mal ein bisschen durchatmen und bisschen weniger Dünnhäutigkeit." Vordergründig meint er damit die Brandbrief schreibenden Bosse der Republik, aber insgeheim wohl auch die eigene Parteichefin und den linken Flügel der SPD.



Aus: "Bärbel Bas: Gemobbt von den Bossen" Michael Schlieben (3. Dezember 2025)
Quelle: https://www.zeit.de/politik/deutschland/2025-12/baerbel-bas-arbeitgebertag-auslachen-spd-jusos/komplettansicht

QuoteDoctorEconomics

Auweia. Hat es jemand innerhalb der neoliberalen Religion gewagt die Götter anzuzweifeln. Das ist natürlich Blasphemie. Da werden die Priester (Politiker) ganz nervös.


QuoteTotem_2

Auf Arbeitslosen, Flüchtlingen und anderen Armen herumtrampeln geht in der deutschen Politik immer, aber die Herren Arbeitgeber zu kritisieren, ist eine Frechheit ...


QuoteJMK1912

In der schlimmsten Wirtschaftskrise, in zeiten überbordender Lohnnebenkosten, hoher Energiekosten stellt die gute Frau sich hin und behauptet die Milliarden würden nicht die Lohnnebenkosten erhöhen, sondern durch Steuern finanziert.
Das ist doch ein Ausdruck kompletten Versagens.
Auslachen ist das Mindeste.


Quoteff_289

Ich verstehe die Empörung von Frau Bas sehr gut, denn sie wurde gerade für ein sachliches Argument in der Rentendebatte ausgelacht. Es stimmt einfach, dass die Haltelinie nicht von den Beitragszahlern, sondern von der Gesellschaft insgesamt finanziert wird.

Dass solche Argumente heute von wohlhabenden Firmenbossen ins Lächerliche gezogen werden, ist bei eigentliches Skandal und dass darf eine SPD Vorsitzende aus meiner Sicht gerne thematisieren.


QuoteCougar65

Ich bin ja nun als alter Sozi hier bekannt. Aber leider hat Frau Bas gerade vor den Unternehmern den Ton nicht getroffen. Denn natürlich ist Steuergeld eben auch (sogar zu einem Großteil) Beitragszahler-Geld. Und jeder weiß mittlerweile, wie groß der Zuschuss aus Steuermitteln in die Rentenkasse ist.

Die Jungs dort lachten also über eine zur Schau gestellte Inkompetenz - nicht höflich, aber schon irgendwie auch nachvollziehbar, wenn sich jemand so unglücklich äußert.

Und Frau Bas und meine SPD hätten ja Optionen gehabt, denen das Lachen im Hals verrecken zu lassen: führt die Vermögenssteuer wieder ein, hebt den Spitzensteuersatz wieder an und senkt dessen Betragslinie latent ab. Wenn dann noch ein Mü an der Erbschaftssteuer gedreht würde, könnte es in diesem Land mal wieder in Richtung Normal-klaffende-Schere gehen. Und nein, ich bin mir sehr sicher, dass deswegen nicht einer seinen Lebensmittelpunkt ins Ausland verlegt, auf den es ankommt.


QuoteKontinuitätssatz

Nein, das ist eine falsche Sichtweise.

Beiträge werden von Arbeitnehmern und Arbeitgebern paritätisch geleistet. Es ist Faktor der Lohnnebenkosten. Es geht also darum, diesen Faktor klein zu halten, um Arbeitsplätze zu erhalten.

Gutverdiener in der gesetzlichen Rentenversicherung zahlen nie mehr als 1.497,30 Euro, entweder paritätisch oder allein, solange in der gesetzlichen, unabhängig davon, ob ein Gutverdiener 101.400 Euro brutto jährlich oder als Topverdiener 256.000 Euro jährlich verdient. Ebensolches gikt für den Arbeitgeberbeitrag zur DRV.

Steuern zahlen Unternehmen und jeder Einkommensträger gemäß der Leistungsfähigkeit, prinzipiell in der Theorie.
Wobei die Abschreibungsmöglichkeiten und Steuerminderungsmöglichkeiten umso größer werden, je größer das Einkommen oder die Investition.

Es wird also den Unternehmern eine deutliche Entlastung geboten.
Neben zahlreichen anderen Subventionen. Ob Kurzarbeitergeld oder Energiepauschalen und vieles mehr.
Deswegen ist der Lacher und das Unverständnis auf anderen Seiten zu suchen.


Quotequantosoph

Bärbel Bas hat keineswegs ,,die Arbeitgeber" pauschal angegriffen. Ihr Satz über die ,,Männer im Maßanzug" zielte klar auf jene, die das bestehende System der permanenten Umverteilung nach oben verteidigen – weil sie selbst davon profitieren. Gemeint sind die Profiteure der Giralgeldvermehrung, der asymmetrischen Vermögensströme und eines Finanzsystems, das seit Jahrzehnten Vermögen von unten nach oben schiebt. Genau an diese Strukturen hat Bas den Kampf angesagt. Und dass die Jusos sich freuen, ist kein Zufall: Wer soziale Gerechtigkeit ernst nimmt, muss die Machtachsen dieses Systems benennen – und infrage stellen.

Zur Giralgeldvermehrung: Oeconomia

"Oeconomia" legt episodisch die Spielregeln des Kapitalismus offen: ein Aufklärungsfilm über den Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum, Verschuldung und Vermögenskonzentration.

"Oeconomia" legt episodisch die Spielregeln des Kapitalismus offen: ein Aufklärungsfilm über den Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum, Verschuldung und Vermögenskonzentration.
Produktionsland und -jahr: ZDF Deutschland 2020
... Jenseits der distanzierten Formeln der Finanzberichterstattung, die den Fokus nicht auf ein Verstehen des großen Ganzen setzen, macht sich Dokumentarfilmerin Carmen Losmann mit so viel Scharf- wie Eigensinn daran, den Kapitalismus der Gegenwart in seiner Struktur zu durchleuchten.
Mit "Oeconomia" unternimmt Carmen Losmann eine Reise in das strategische Zentrum neoliberaler Politik. Ein ehrgeiziges und schwieriges Unterfangen, denn viele Insider des Banken- und Finanzsektors reden lieber nicht vor einer Kamera - und denen, die sich darauf einlassen, fehlen mehr als einmal die Worte. So transparent die Architektur von Banken und Geldinstituten sich gibt, so schnell verschließen sich die Türen für die recherchierende Regisseurin. Sie macht aus der Not eine Tugend, indem sie unter anderem Telefonprotokolle und computergenerierte Bilder einsetzt, damit das Abstrakte und schwer Verständliche anschaulicher wird.

https://www.3sat.de/film/dokumentarfilm/oeconomia-100.html

Oeconomia ist ein Dokumentarfilm von Carmen Losmann (2020). Er wurde im Februar 2020 im Rahmen der 70. Internationalen Filmfestspiele Berlin in der Sektion Forum uraufgeführt und 2022 mit einem Grimme-Preis ausgezeichnet.
https://de.wikipedia.org/wiki/Oeconomia



QuoteCarl_Carsten

Alte, weiße, reiche Männer, die in einem elitären Kreis sitzen, sich für die Elite des Landes halten und gemeinsam Dinge beschließen, die für sich selbst am besten sind. Dann lassen sie diese einfach über ihre Lobbyvertreter in der Politik (Merz, Reiche) und ihr Sprachrohr für die einfache Gesellschaft (BILD, Welt) als absolut notwendig für die Wirtschaft framen. Gleichzeitig wird immer wieder schön wiederholt, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu faul seien, zu wenig arbeiten würden, jeder es doch aus eigener Kraft zum Wohlstand schaffen könne und man vor den bösen Linken aufpassen müsse, die einem ja alles wegnehmen wollen. Diese Gruppe hat jetzt eine Hasskampagne gegen Frau Bas gestartet und die Mittelschicht frisst wieder brav das Narrativ dieser Menschen.

Diese ,,Bosse" repräsentieren übrigens nicht alle Arbeitgeber. Viele Arbeitgeber und Familienunternehmen (echte Familienunternehmen, nicht die neoliberale Lobbygesellschaft für Überreiche) sind essenziell wichtig für unsere Wirtschaft und wollen meistens auch das Beste für ihre Arbeitnehmer. Wir müssen als Gesellschaft endlich begreifen, dass wir uns in der Mittel- und Unterschicht nicht gegenseitig zerfleischen sollten. Nicht mal die gehobene Mittelschicht ist ein Problem. Es ist nie arm gegen die Mittelschicht , alt gegen jung, Arbeitgeber gegen Arbeitnehmer, Angestellter gegen Beamter. Es sind immer die unteren 90 Prozent gegen die oberen 10 Prozent.


QuoteMagischesMarc

Die Aussage von Frau Bas ,,wir belasten die Beitragszahler nicht weil wir die Rente mit Steuermitteln bezuschussen" ist einfach falsch.

Die Beitragszahler werden doppelt belastet: durch Beitrag UND durch Steuer. Vielleicht wurde Frau Bas ausgelacht, weil sie das vor Menschen behauptet hat die rechnen können.


QuoteChateaudur

Eigentlich habe Bas ja das Image ,,vernünftig, bürgernah, bodenständig" zu sein. Doch jetzt wagt sie es, das Offensichtliche zu formulieren: Die Reichen haben andere Interessen als die die Armen; und sie wollen sie durchsetzen. Bei der ZEIT scheint das dann das Gegenteil von ,,vernünftig, bürgernah, bodenständig". Was für ein Framing!

Zudem ist traurig, dass man bei der ZEIT schon gefährliche ,,Klassenkampfrhetorik" wittert, wenn man den großen Herren sanfte Widerworte gibt. Mehr ist ja gar nicht passiert.

So weit ist der Diskurs schon gekommen...


QuoteTuetteluett neu

Worüber reden wir eigentlich ...

- darüber das seit Jahrzehnten die deutsche Wirtschaft von uns Steuerzahlern subventioniert wird - nein

- die Arbeitgeber - jede Mindestlohnerhöhung damit beantworten - das können wir uns nicht leisten ... (trotz der vielen Subventionen) um dann gleich noch mehr Subventionen zu fordern - nein

- das Mindestlohn bzw. der Niedriglohnsektor - so groß geworden sind - dass immer mehr Altersarmut entsteht - nein

Wir regen uns darüber auf, dass Frau Bas - endlich einmal Klartext - und den Bossen (ihre Beschreibung empfand ich als angebracht)

deutlich gemacht hat - dass diese eben zu der Verarmung der Gesellschaft beitragen

- und solidarischer auftreten müssen - dass nicht nur die Steigerung von Aktienkurse im Mittelpunkt stehen sollten , die Gehälter von Managern in schwindelerregende Höhen steigen ...

- selbst wenn dem Unternehmen durch ein Missmanagement Milliarden verloren gehen

- und die regelmäßige Antwort darauf ist - die Mitarbeiter müssen Einbußen hinnehmen - wir müssen Kündigungen aussprechen weil ...

das ist die nackte Wahrheit - aber bei der CDU/CSU wird über diese nicht gesprochen - sondern noch der Agrardiesel der Landwirte u.a. subventioniert.

Ich finde es als verdammt ehrlich und gut - dass Frau Bas endlich einmal - die Diskussion dorthin gebracht wo sie hingehört

- das Verhalten der Arbeitgeber - gegenüber deren Arbeitnehmern -

und deren Anteil an der Altersarmut in Deutschland !


Quoteprophiler

90% aller Betriebe erhalten KEINE Subventionen

80% der Großbetriebe erhalten KEINE Subventionen.

Subventionen bestehen hauptsächlich aus Lohnsubventionen (Kurzarbeit, Einstellungen), F&E-Förderung sowie Investitionszuschüsse.

Etwas weniger Klassenkampf bitte.


QuoteTuetteluett neu

Antwort auf @prophiler

Mindestlohn flach halten - keine Subvention ? ...
Niedriglohnsektor nicht eindämmen - keine Subvention ...
Wer unter Subvention - im nur fließendes Geld versteht ... denkt zu einseitig -
Tarifbindung abbauen - keine Subvention ...
und wer zahlt alles für diese - nicht finanziellen Subventionen ? ...

Der Arbeitnehmer

- mit zu niedrigen Löhnen die teilweise zum Überleben nicht reichen -
Hilfe wird geleistet durch was - Wohngeld z.B. ... wer finanziert das ? ...
Die Armutsrenten - aufgrund zu niedriger Löhne ... wer zahlt den Zuschuss in die Renten Kasse -
vielleicht einmal im Denken noch einen Schritt weitergehen - und sein Denken nicht nur von den
Politikern oder der Presse "vor denken" lassen.


Quotechl69

    Doch jetzt wagt sie es, das Offensichtliche zu formulieren: Die Reichen haben andere Interessen als die die Armen;

Nein, sie wagt, das Offensichtliche zu formulieren: "Ich habe keine Ahnung, wovon ich rede!"


QuotePippilangstrumpfvictualia

Antwort auf @chl69

... Es ist durchaus sehr mutig, sich mit den mächtigen Bossen anzulegen und unbedingt notwendig. Gerade als SPD-Ministerin tut sie sehr gut daran, sich auf ihre Kernkompetenz als Sozialdemokratin zu besinnen. Noch sind wir immerhin nicht soweit, dass die Bosse komplett die Politik bestimmen! (Auch wenn ein Herr Blackrock-Merz alles daran setzt, nur denen zu gefallen).


QuoteCaptain Konsens

Mich freut es, dass die Konfliktline "Ausbeutende vs. Arbeitende" immer mehr an Bedeutung gewinnt, denn das ist der reale Großkonflikt der Gegenwart. Auch wenn Söder & Co. immer verzweifelter versuchen, mit Leberkäspropaganda und Verkulturkämpferung aller Themen davon abzulenken. Go Bärbel! ✊🔥


QuoteAkari27

Vollkommen richtig.

Deutschlands Politiker haben sich immer für den größten Niedriglohnsektor gerühmt. Aber unsere BIP-Gewinne aus den Exporten kamen nicht bei den Menschen an.


QuoteFreiburgerJung

Dann sollen alle "Ausbeutenden" eben aufhören. Dann können die Arbeitenden schauen wo sie ihre Arbeit abliefern und wer sie dafür bezahlt.

Diese pauschale Verunglimpfung von Arbeitgebern nervt mich. Es gibt ganz wenige Manager, die sich bedienen und für nichts haften. Aber der Großteil der Arbeitgeber reißt sich den Hintern auf, geht voll ins Risiko, und kann auf die Schnauze fliegen (ohne jede staatliche Rettung) oder eben Erfolg haben. Gleichzeitig versucht man noch ein fairer Arbeitgeber zu sein, zahlt angemessene Löhne und kündigt natürlich nicht dem Angestellten auch wenn er in einem Jahr drei Monate krank war... und der Dank dafür? Häme. Mehr Steuern. Mehr Bürokratie.


QuoteBernoulliEffekt

Antwort auf @FreiburgerJung

Ich kann Ihnen nur zustimmen, die fehlende Fähigkeit vieler Mitmenschen zu differenzieren ist nur schwer erträglich.


QuoteCaptain Konsens

Antwort auf @FreiburgerJung

Hm. Wenn ich schreibe "die Ausbeutenden", und Sie denken, alle Arbeitgebenden seien gemeint, wer hat dann ein undifferenziertes Bild von Arbeitgebenden? 🤔

Weniger polemisch: Ich stimme Ihnen zu - die Mehrheit der Arbeitgebenden ist ganz bestimmt nicht das Problem, sondern wird in einer Marktwirtschaft - auch einer sozialen! - dringend gebraucht. Gemeint sind die hyperkapitalistischen Netzwerke und Lobbygruppen, die trotz seit den 80ern kontinuierlich sinkender Spitzensteuersätze bei jeder sozialen Forderung direkt mit Gejaule, Drohungen und Propaganda antworten.


QuoteElli71

Antwort auf @FreiburgerJung

,,Aber der Großteil der Arbeitgeber reißt sich den Hintern auf, geht voll ins Risiko, und kann auf die Schnauze fliegen (ohne jede staatliche Rettung) oder eben Erfolg haben." 😂


Quoterw1703

Frau Bas ist durch Gewerkschaftsarbeit geprägt. Das sie sich für die AN einsetzt, finde ich gut. War übrigens bei der SPD ein Markenzeichen.


QuoteBommel15

Antwort auf @Captain Konsens

"...die trotz seit den 80ern kontinuierlich sinkender Spitzensteuersätze bei jeder sozialen Forderung direkt mit Gejaule, Drohungen und Propaganda antworten..."

Das machen doch beide Seiten, das gehört (leider) heutzutage dazu. Der Anteil für Soziales am Bundehaushalt steigt jährlich, trotzdem wird immer mehr gefordert. Die Steuerbelastung bleibt weitgehend gleich, trotzdem wird regelmäßig geklagt. Das Einzige, was regelmäßig steigt, sind die Sozialabgaben.


QuoteEserka

Antwort auf @Bommel15

    Das Einzige, was regelmäßig steigt, sind die Sozialabgaben.

Prozentual steigen genauso die Steuereinnahmen. Also entweder beides in relation setzen oder bei beidem den konkreten Wert verwenden, sie durchmischen das hier aber.


QuoteWhataday

Wird langsam auch Zeit, dass die SPD wieder wach wird. Und Bärbel Bas kann das auch glaubwürdig vertreten.


QuoteChristopherZe

Das pubertäre Gelächter der Arbeitgeber zeigt nur, in welchem Elfenbeinturm diese leben. Würden die Herrschaften sich mal mit der Realität beschäftigen, würden selbst Sie verstehen, dass ein Absenken des Rentenniveaus für mehr Rentner das Abrutschen in die Grundsicherung bedeutet – ergo komplett vom Steuerzahler finanziert werden muss.


QuoteSusi180

Wenn ein Mann das gesagt hätte, wäre er nicht ausgelacht worden.
Ist halt ein misogyner Haufen.


Quotebruno gutjahr

Ich gebe Ihnen Recht und bin ganz auf Bärbel Bas Seite. Ich glaube aber nicht, dass die Haltelinie beim Rentenniveau so einen großen Impakt auf die einzelne Rentnerin/Rentner hat. Die wirklich niedrigen Renten werden dadurch nicht ausreichend steigen. Die üppigen Renten werden etwas üppiger, na und? Die Last der Altersarmut, vor allem von Frauen, werden die Steuerzahler als Sozialhilfe sowieso zahlen. Es lohnt sich nicht darüber so verbissen zu streiten. Reformen an anderer Stelle wären effektiver. Beamte und Selbstständige ins System aufnehmen zum Beispiel. ...


QuoteHildeGuard

Auf dem Bundeskongress der Jusos darüber zu berichten wie sich eine feixende Chef-Elite auf dem Arbeitgebertag ihr gegenüber verhalten hat, finde ich schon sehr wichtig. Und natürlich muss eine Parteichefin auch erklären welche Erkenntnisse sie daraus zieht.

Und die Erkenntnis ist: die nehmen mich, die nehmen uns als SPD nicht ernst.

Es ist mehr als notwendig für die SPD sich die Frage zu stellen was getan werden muss, damit die Bosse die SPD als Vertreter von Menschen hier im Land wieder ernst nehmen. Aus meiner Sicht ist hier mehr Mut zum Risiko gefragt. Den Weg scheint Frau Bas nun zu beschreiten. Ich rate dazu genauso weiterzugehen. Ich sehe links von der Union ein großes Potential für eine nächste Bundestagswahl.


Quotefrimoe

Die Mitglieder der Wirtschaftselite sind inzwischen so abgehoben, dass sie eben jemand auslachen können, die die Interessen von Arbeitenden vertreten. ...


QuoteDerBergRuft75

"Und die Erkenntnis ist: die nehmen mich, die nehmen uns als SPD nicht ernst."

Diese Erkenntnis ist doch nicht neu. Und vor allem haben diese Erkenntnisse nicht nur Unternehmer, sondern auch die. Bevölkerung ... siehe letzte Wahlen und aktuelle Umfragen.


QuoteStattmusikanten

Antwort auf @DerBergRuft75

Diese Erkenntnis ist doch nicht neu. Für die Leute in der SPD offenbar schon. Muss sich nur noch bis zu den Seeheimern herumsprechen, diese Erkenntnis.


QuoteUpsallafly

Ich habe Angst vor der SDP, weil so wenig Expertise auf so viel Verantwortung trifft. Als Arbeitgeber kann man da nur lachen, wenn Politiker ohne Ahnung vorgeben wollen, wie Wirtschaft funktioniert.


QuoteSusi180

Das betrifft nicht nur die SPD. Oder welche Expertise haben die Unionspolitiker nachzuweisen?


QuoteChateaudur

Antwort auf @Susi180

Na die kürzen Leuten die Bezüge (Grundsicherung, Ukrainern, armen Rentnern), die 100 Prozent davon im deutschen Binnenmarkt ausgeben und senken die Steuern auf Unternehmengewinne, damit die Unternehmer ihre ausländischen Portfolios ausbauen. Denn die Union, die weiß, wie Wirtschaft funktioniert!


QuoteSehenundgesehenwerden

Als Arbeitnehmer kann ich über Arbeitgeber auch nur noch lachen- oder frei nach Rio Reiser den Hammer holen gehen. Da trifft nämlich von Arbeitgeberseite maximal gelebte Verantwortungslosigkeit und wirtschaftliche Inkompetenz (siehe vw & Co) auf existentielle Notwenigkeit auf Arbeitnehmerseite.


Quoteleilamiriam

Zumal ahnungslose Unternehmer zuverlässig vom Staat Hilfe fordern und erhalten!


QuoteAmtlicher Anzeiger

Mit "die Arbeitgeber" meinte Frau Bas hier doch auch nur dieselben, die Herr Lindner immer als "die Arbeitgeber" auf seine Seite ziehen wollte. Die Profitgeier, die Steuerhinterzieher, die Zyniker, die Sozialschmarotzer, die Ausbeuter

Das ist aber auch nur ein Teil "der" Arbeitgeber. Die meisten verhalten sich doch recht anständig. Das weiß Frau Bas, das wissen die JuSos. (Das stört nur Herrn Lindner - die Älteren unter uns erinnern sich an ihn)


QuoteEstherMontanus

Teile der SPD und Frau Bas sind halt genau wie viele User hier nie in der Realität angekommen. Sie wiederkäuen, was ihnen Deutsch- und SoWi-Lehrer vorgekaut haben, was später Soziologen, Politologen und Psychologen vorphantasiert haben, und halten deren erkenntnisfreie Vorurteile für Wissen oder gar Wissenschaft.

Far Bas ist ausgelacht worden, weil sie auf dem Niveau eines I-Dötzchens eine Milcmädchenrechnung präsentierte. Die Häme hat sie sich wahrlich verdient.

Hier wäre keine Solidarität der SPD-Größen, sondern eine Klarstellung und Entschuldigung bei den Arbeitgebern nötig.

In der Arbeitnehmerrepublik D werden ausschließlich Arbeitgeber ausgebeutet und mißbraucht als Zahlvieh, Geldeintreiber und sogar als Haftungsmasse, wenn Arbeitnehmer ihre Steuern nicht zahlen. Zum Dank dürfen sie sich dann als FEIND bezeichnen lassen.

"Manche halten den Unternehmer für ein wildes Tier, das man erschlagen soll. Viele halten ihn für die Kuh, die man ständig melken kann. Nur wenige verstehen, dass er der Ochse ist, der den Karren zieht."

- Winston Churchill -

... Deutsche Unternehmen im Maschinenbau z.. B. waren immer Weltspitze. Deren Märkte brechen zusammen, weil China Produkte geklaut hat und nun nachbaut, wegen Zöllen, wegen hohen Personalkosten hier und durch staatliche Behinderung auf allen Ebenen.

Der Automobilbau stürzt ab wegen staatlicher Maßnahmen. China subventioniert E-Autos, D hat das teilweise auch gemacht und die EU beschliesst ein Verbrennerverbot. Das sind alles ausschließlich staatliche Eingriffe in den Markt. Insbesondere das deutsche staatliche Handeln ist nicht mehr vorsehbar sondern erratisch.

Die Chemieindustrie stürzt schon seit Jahrzehnten ab wegen Personalkosten und staatlicher Auflagen. Die Stahlindustrie ist schon seit den 60igern nicht mehr konkurrenzfähig, da keine Kohle mehr da ist. ...


QuoteУрал

Antwort auf @EstherMontanus

Ja man kann es immer auf andere schieben und selbst keine Verantwortung übernehmen. Das macht der deutsche Unternehmer ja gerne.

Schaun sie mal die Subventionszahlungen für die deutsche Automobilindustrie an. Das sind Milliarden. Auf Niveau China. Und schaun sie mal das Verhältnis Investition / Ausschüttung bei den Großkonzernen an.

"weil China Produkte geklaut hat und nun nachbaut, wegen Zöllen, wegen hohen Personalkosten hier und durch staatliche Behinderung auf allen Ebenen."

Das nennt man Wettbewerb. Die Automobilindustrie z.B. ist mittlerweile in Ungarn. Dort sind sehr geringe Personalkosten und wenig Auflagen.

"D hat das teilweise auch gemacht und die EU beschliesst ein Verbrennerverbot"

In China wird von Verbrennern nicht mal gesprochen. Die sind viel weiter und haben das Potential erkannt. Und bei uns spricht man noch über Verbrenner.

"Die Chemieindustrie stürzt schon seit Jahrzehnten ab wegen Personalkosten und staatlicher Auflagen. Die Stahlindustrie ist schon seit den 60igern nicht mehr konkurrenzfähig, da keine Kohle mehr da ist."

Das ist Humbug. Z. B. hat sich Bayer mit Monsanto ein Milliardengrab gekauft.

Es sind und blieben viele unternehmerische Fehlentscheidungen.


QuoteEstherMontanus

Antwort auf @Martin_R_H_S

Entfernt. Bitte formulieren Sie Kritik sachlich und differenziert. Danke, die Redaktion/ed


QuoteHalb-Wissender

Ich war 25 Jahre Arbeitgeber von über 100 Leuten. Weiß Frau BAs, was das bedeutet? Ich habe quasi 24/7 an das Unternehmen gedacht, mich gefragt, was mam besser machen kann und mehr als einmal Sorge gehabt, die Gehälter nicht zahlen zu können. Nachdem ich ausgeschieden bin, habe ich als erstes meinen Anzug und die Krawatten in den Müll geschmissen. Bin ich froh, dass ich heute kein Unternehmer sein muss.


QuoteexBrabdenburger

Fakt ist doch am Ende, dass die Wirtschaft, wie sie aktuell organisiert ist, einer der Bereiche des gesellschaftlichen Lebens mit den größten Demokratiedefiziten ist. Der Chef entscheidet. Er muss die Entscheidung den Eigentümern erklären. Nicht den Angestellten. Die müssen nur umsetzen.

Immerhin, ab einer bestimmten Unternehmensgröße sitzen auch Arbeitnehmervertreter mit am Tisch. Aber nicht bei den Chefs, sondern bei der Aufsicht.

Dieses Missverhältnis der Macht wird sehr deutlich, wenn sich Unternehmensvertreter herablassend gegenüber der Ministerin verhalten und so tun, als wüssten sie es besser. Sie wissen es aber nicht. Der Staat ist kein Unternehmen, die Gesellschaft keine Belegschaft. Übrigens ist das auch Merz' Problem in seiner Amtsführung.

Und ja, die Demokratisierung der Wirtschaft könnte etwas sein, womit eine soziale Partei in den Wahlkampf gehen könnte. Sie bräuchte aber ein verdammt gutes Konzept dafür.


QuotePastasauce

Solange diese Frau noch Verantwortung in der SPD trägt, kann ich diese Partei leider nicht mehr unterstützen.


QuoteTotem_2

Dann lassen Sie es halt bleiben.


QuoteDon Hesse

Gerhard Schröder nannte man "der Genosse der Bosse", aber er gewann 1998 die Bundestagswahl mit 40,9 Prozent. Das waren 5 Prozent mehr für die SPD alleine, als SPD, Grüne und Linke bei der letzten Bundestagswahl zusammen erreichten.

Mittlerweile steht die SPD bei den Umfragen bei 14 Prozent bundesweit.

Kein Wunder, daß SPD-Funktionären eher zum Weinen zumute ist und sie auch immer ein entsprechendes Gesicht machen. Aber sie sollten nicht rumflennen, wenn sie mal ausgelacht werden, sondern sich mal fragen, wieso die Partei so heruntergekommen ist.


QuoteIn die Hutze integrierter Holm

Sie sagen es, 1998.

Und wie ging die Geschichte weiter? New Labour und Genosse der Bosse, Neoliberalismus aus der Sozialdemokratie heraus, und damit eine große Entfremdung der Wählerschaft (ohne Wertung, ob das historisch wirtschaftspolitische Notwendigkeiten waren).

Und heute rücken die Sozialdemokraten wieder nach rechts, ungeachtet Frau Bas Rhetorik, die sich davon abhebt oder abheben will.

Prognose: Sie werden auf Jahrzehnte in die Bedeutungslosigkeit verschwinden und Rechtsradikalen Regierungen den Weg ebnen.


QuoteJapar Rodenkirchen

Schon Georg Schramm hat uns vor 20 Jahren erklärt: Es ist kein Kampf Jung gegen Alt, sondern Reich gegen Arm.



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Quote[...] Die Politik habe die Aufgabe, eine Strukturreform hinzubekommen, die für alle Generationen gute Lösungen biete. Das Kabinett werde jetzt die Rentenkommission einsetzen. Dort müsste sowohl die jüngere als auch die ältere Generation eine Stimme haben. Um ein System zu schaffen, das für viele Jahre und für alle Generationen halte, könne nicht nur an zwei Schräubchen gedreht werden, führte Bas aus. Deutschland müsse sich an anderen europäischen Ländern orientieren, die solche Reformen vorgemacht hätten. Als Beispiele nannte sie Schweden, die Niederlande, Dänemark und Österreich. Bas kündigte die Einsetzung einer Rentenkommission noch vor Weihnachten an.

CSU-Landesgruppen-Chef Hoffmann sagte im Interview der Woche im Deutschlandfunk, die Rentenkommission sei der Schlüssel zum Erfolg, weil sie auf Ergebnisse orientiert sei. Gearbeitet werde unter dem Motto ,,Alles muss auf den Tisch". Es dürfe keine Denkverbote geben, forderte Hoffmann. Er hoffe zudem auf eine breitere Akzeptanz, auch dank der personellen Aufstellung der Kommission.

Mit Blick auf die eigene Fraktion sieht Hoffmann in der Debatte positive Impulse für weitere Reformen, etwa beim Thema Bürgergeld, Sozialstaat oder Gesundheit. Er äußerte die Hoffnung, dass diese Debatte die Fraktion stärke und näher zusammenbringe. Der CSU-Politiker betonte die Bedeutung solcher Diskussionen. Unsere Demokratie sei auf Koalitionen angelegt und in denen gehöre ein hartes Ringen dazu.

Gestern hatte die Koalition aus CDU, CSU und SPD nach wochenlangen Auseinandersetzungen das Rentenpaket verabschiedet. Es umfasst die sogenannte Aktivrente, eine Erweiterung der Mütterrente, eine Stärkung der Betriebsrente und die Stabilisierung des Renten-Niveaus bis 2031. Die Deutsche Industrie- und Handelskammer bezeichnete das verabschiedete Rentenpaket als nicht zukunftsfest. Die Sozialsysteme müssten dauerhaft finanzierbar bleiben, sagte DIHK-Präsident Adrian der ,,Rheinischen Post". Gewerkschaften und Sozialverbände begrüßten die Haltelinie beim Renten-Niveau.

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Aus: "Bas: ,,Wir brauchen ein ganz neues System" – Arbeitsministerin kündigt Rentenkommission noch vor Weihnachten an" (06.12.2025)
Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/bas-wir-brauchen-ein-ganz-neues-system-arbeitsministerin-kuendigt-rentenkommission-noch-vor-weihnach-100.html


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"Otto Schily verteidigt Alice Weidel gegen Extremismus-Vorwurf" Dietmar Neuerer (21.12.2025)
Der frühere SPD-Innenminister warnt vor Hysterie im Umgang mit der AfD. Die ,,Brandmauer" hält er für politisch falsch. Sie stärke die Partei eher, als sie zu schwächen.
https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/afd-otto-schily-verteidigt-alice-weidel-gegen-extremismus-vorwurf/100185821.html

https://weltwoche.ch/daily/ex-bundesinnenminister-otto-schily-ich-halte-es-fuer-falsch-die-afd-in-quarantaene-zu-stellen/


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"Sozialverband begrüßt Bürgergelddebatte: AWO-Chef fordert Diskussion zur Armutsvermeidung"
Aus Berlin Cem-Odos Gueler (23.12.2025)
Michael Groß fordert angesichts des SPD-Mitgliederbegehrens eine Diskussion über soziale Sicherheit. Es dürfe nicht immer um neue Sanktionen gehen. ... Der Präsident der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und SPD-Politiker, Michael Groß, fordert angesichts eines möglichen Mitgliederbegehrens in seiner Partei, die Debatte über das Bürgergeld hinaus zu erweitern. ,,Für uns ist entscheidend, dass nicht über immer neue Sanktionen gesprochen wird", sagte Groß am Dienstag der taz. Stattdessen müsse die Lebensrealität der Menschen im Fokus stehen, die auf Unterstützung angewiesen seien. ... AWO-Präsident Groß forderte, dass eine ,,Grundsicherung schützen, stabilisieren und Chancen eröffnen" müsse und nicht weiter verunsichern dürfe. ,,Wer soziale Sicherheit ernst nimmt, muss anerkennen, dass steigende Lebenshaltungskosten, unsichere Arbeitsverhältnisse, fehlende Tarifverträge und Perspektiven das eigentliche Problem sind." ...
https://taz.de/Sozialverband-begruesst-Buergergelddebatte/!6141019/


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"Erbschaft: SPD legt Konzept zu Erbschaftssteuer vor" (12. Januar 2026)
Laut Medienberichten plant die SPD eine Erbschaftssteuerreform. Ein Konzept sieht vor, große Erbschaften künftig stärker zu besteuern und kleinere zu entlasten. ... Demnach soll es einen steuerfreien Lebensfreibetrag von insgesamt einer Million Euro geben. Diese Summe könnte man im Laufe seines Lebens steuerfrei erben. Nach ARD-Informationen sollen davon 900.000 Euro für Erbschaften innerhalb der Familie gelten und 100.000 Euro für Erbschaften von nicht oder nur entfernt verwandten Personen. Ein selbst genutztes Eigenheim soll von den Änderungen nicht betroffen sein. ...
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-01/erbschaftssteuer-spd-reform-vermoegen-freibetrag