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[Medienjournalismus und Medienkritik... ]

Started by lemonhorse, August 04, 2008, 01:48:45 PM

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"Künstliche Intelligenz und Abhängigkeit
Die Gesellschaft des Verschwindens" (19.2.2026)
Essay von Stephan Weichert

Künstliche Intelligenz läutet das Ende des Internets ein, wie wir es kennen. Außerdem treibt KI die Entkernung der Demokratie voran. ... In Social Media zählt nur, was sichtbar ist, nicht was stimmt. KI reproduziert diese Logik: Sie produziert Singularitäten am Fließband – Texte, Bilder, Identitäten, maßgeschneidert auf unsere persönlichen Vorlieben, aber entleert von Bedeutung. Geschichten aufzuschreiben, reicht nicht mehr; auch Journalisten haben offenkundig das Bedürfnis, sich selbst erzählen zu müssen – als Marke, als ,,Influencer", als Avatar. KI beschleunigt diese Translokation: Journalismus verwandelt sich in Performances: in inhaltsleere Selbsterzählungen, in denen Köpfe und Frisuren mehr Reichweite erzielen als die Fakten. Das System produziert seine eigenen Singularitäten – endlose Medienmarken, hochgradig sichtbar, zugleich austauschbar. Damit nähern wir uns einem Punkt, an dem Journalismus aufhört, publizistisch relevant zu sein, weil er bestenfalls Aufmerksamkeit managt. ...
https://taz.de/Kuenstliche-Intelligenz-Das-Ende-des-Internets-und-die-Entkernung-der-Demokratie/!6155291/

Stephan Weichert ist Medienwissenschaftler. Seit 2020 leitet er das unabhängige VOCER-Institut für Digitale Resilienz, ein gemeinnütziger Think & Do Tank, der sich für den souveränen Umgang mit KI-Technologie einsetzt. Er arbeitet seit rund 25 Jahren als Lehrbeauftragter und Professor (u. a. Universität der Künste, FH Graz, City University of New York, Hamburg Media School). Am 15. März 2026 erscheint das von ihm und Leif Kramp verfasste Whitepaper ,,KI-Resilienz im Journalismus. Frameworks und Handlungsempfehlungen für mehr Vertrauen, Verantwortung und digitale Souveränität".

Stephan Weichert (* 16. Juli 1973 in Trier) ist ein deutscher Medien- und Kommunikationswissenschaftler sowie Publizist.
https://de.wikipedia.org/wiki/Stephan_Weichert

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Die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung (kurz OAZ) ist eine Tageszeitung des Verlegers Holger Friedrich, die seit Februar 2026 werktäglich online sowie als gedruckte Wochenendausgabe im Dresdner Ostdeutschen Verlag erscheint.
https://de.wikipedia.org/wiki/Ostdeutsche_Allgemeine_Zeitung

"Neue ,,Ostdeutsche Allgemeine Zeitung"Kuschelblatt für klasse Leute"
Aus Berlin und Dresden Anne Fromm und David Muschenich  (21.2.2026)
Die ,,Ostdeutsche Allgemeine Zeitung" ist da. Das Blatt bedient eher Befindlichkeiten als zu informieren. ... Es ist ein Abend im Januar 2026 im Theater Ost, im Berliner Stadtteil Adlershof. In vier Wochen wird Friedrich sein neuestes Projekt veröffentlichen, die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung. Ein ,,Leitmedium für den Osten", wie er es nennt. Viel weiß man an diesem Abend noch nicht über die neue Zeitung, aber im Publikum des Theaters Ost sitzen einige, die große Hoffnung auf sie setzen. ...
https://taz.de/Neue-Ostdeutsche-Allgemeine-Zeitung/!6156457/

"Lautsprecher der anderen – gegen den ,,kommunikativen Flurschaden" des Westens" Michael Pilz (22.02.2026)
... ,,Man muss sich ordentlich separieren, bevor man sich ordentlich vereinigen kann", sagt Holger Friedrich im WELT-Interview zu seiner Zeitung, zur Stimme des Ostens. Die ,,Ostdeutsche Allgemeine" will ein Medium sein, dass nicht nur für den Osten schreibt, sondern auch für ihn spricht. ...
https://www.welt.de/kultur/article699860ce153f05936cafe2ae/ostdeutsche-allgemeine-lautsprecher-der-anderen-gegen-den-kommunikativen-flurschaden-des-westens.html

"Die ,,Ostdeutsche Allgemeine Zeitung" startet" (20.02.2026)
Die erste Ausgabe der ,,Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung" trägt den provokanten Titel ,,Vorsicht, Freiheit". Sie enthält ein Interview mit Michael Kretschmer und ein Porträt über Tino Chrupalla. ... Er will nach eigenen Angaben den ,,Meinungsvorhang weiter aufziehen" und ,,die Debatte führen, was für die Gesellschaft wirklich relevant ist". Im Untertitel der ersten OAZ-Ausgabe heißt es: ,,Der Staat traut den Menschen nicht mehr zu, für sich selbst zu entscheiden. Er will sie vor Meinungen, Medien und Parteien schützen. Das gefährdet die Demokratie." Die OAZ trete an ,,gegen Stigmatisierung, für Diskurs auf Augenhöhe in Politik und Medien", schreiben Verleger Friedrich und seine Frau Silke außerdem im Editorial zur ersten Ausgabe. ,,Mit der OAZ wollen wir den Beweis erbringen, dass mit auf Erkenntnis ausgerichteter Diskurskultur mehr möglich ist. Mehr für die Menschen in Ostdeutschland, mehr für Gesamtdeutschland, mehr für uns alle", heißt es weiter. ...
https://www.tagesspiegel.de/kultur/erste-ausgabe-am-freitag-die-ostdeutsche-allgemeine-zeitung-startet-15274551.html

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"Merkel-Klatscher an falscher Stelle. Das kann die ARD besser" Kommentar von Ann-Kathrin Leclere (24.2.2026)
Jetzt also auch noch das Erste. Es sendete zwar einen echten Fernsehausschnitt, aber an einer zeitlich falschen Stelle. Das ist unverantwortlich. ... Die ARD zeigte am Sonntag im ,,Bericht aus Berlin" einen Zusammenschnitt zur Wiederwahl von Friedrich Merz als CDU-Vorsitzender auf dem Parteitag am vergangenen Wochenende. Eine klare Sache. Und Angela Merkel applaudierte ihm zur Wiederwahl. Oder? ODER?!
Wie sich herausstellte, klatschte Merkel zwar – aber nicht bei der finalen Abstimmung. Zu diesem Zeitpunkt war sie nämlich gar nicht mehr im Saal. ...
https://taz.de/Merkel-Klatscher-an-falscher-Stelle/!6157491/

QuoteAnne in Pink, 20:11 Uhr

Legendär das gefälschte bzw. grob-verfälschend gekürzte Putin-Interview von Thomas Roth in 2008 (ARD-'Flaggschiff')
Im Gegensatz zu den aktuellen Mini-Skandälchen war das tatsächlich sehr substantiell und politisch/international relevant.
Nur durch die Existenz einer von den Russen zusätzlich aufgezeichneten vollständigen Fassung war die Fälschung damals nach russischem Protest aufgeklärt worden.

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Quotevieldenker, 22:03 Uhr

Ist halt das alte Problem. Auch der ,,bebilderte Hörfunk" braucht selbst für die Nachrichtenfilme verwertbare Bilder. Da haben es die Presseleute deutlich einfacher, die können einfach schreiben und setzen ein ,,Symbolbild" aus dem Archiv über die knallige Headline.

Trotzdem darf so ein nachweisbarer Fauxpas auch beim Fernsehen einfach nicht passieren. Da hat wohl der CvD in der Bildregie gepennt.


QuoteStefan Schmitt, 08:22 Uhr

Ich habe jahrelang in den Katakomben der Öffentlich-Rechtlichen als Cutter gearbeitet – ,,modern" natürlich: als Freelancer, ohne Netz und doppelten Boden.

Um das mal auf den Boden der Realität zu holen: Unter den heutigen, dem Sparzwang geschuldeten Produktionsbedingungen landen visuelle Entscheidungen im Beitrag oft beim Cutter. Der Redakteur – sofern er überhaupt noch das Privileg hat, mit einem Cutter zu arbeiten – schreibt parallel den Text und fährt das Ganze dann heiß in die aktuelle Sendung.

Passiert das am Wochenende, mit noch dünnerer Personaldecke und ein paar ,,Jungstars" am Start – billiger, austauschbarer, und für die Merkel eher eine historische Randnotiz ist als eine politische Gegenspielerin von Merz –, dann braucht man sich über solche Beiträge nicht zu wundern.

Vorsichtig wäre ich allerdings auch von Seiten der TAZ, hier das Narrativ angeblich fehlender Neutralität der Öffentlich-Rechtlichen zu Gunsten verbreiteter rechter Theorien zu verstärken...


QuoteTinus, 09:14 Uhr
@Stefan Schmitt:

Danke für die Einordnung .... hatte ich mir SO auch schon gedacht.


QuoteSonntagssegler, 02:03 Uhr

Ich will ja nicht sagen, das die Stelle super war, aber ist der Anspruch an den ORR und seine "absolut transparente Fehlerkultur" nicht etwas übertrieben hoch, wenn im Vergleich dazu NIUS , AUF1 und Konsorten nahezu permanent Bullshit verbreiten?


QuoteEric Manneschmidt

heute, 01:38 Uhr

Wer sich die Sendungen des ÖRR aufmerksam anschaut, für den ist doch so ein "Schnitzer" ein eher harmloses Ereignis.

Hofberichterstattung oder der Mangel an kritischer Einordnung der Aussagen von Politikern und anderen Akteuren sind doch an der Tagesordnung, wobei ich mir das mittlerweile genau deshalb kaum noch antue (und wenn doch führt es regelmäßig zu Programmbeschwerden).

Fast schon witzig fand ich neulich in der "Hessenschau" eine Passantenbefragung zu irgendeinem Gesetz (vermutlich PsychKHG). Eine Dame sagte nur einen Satz (sinngemäß): "Es wird wieder viel geredet, aber dann passiert nichts."

Eine völlig sinnlose Aussage, keinerlei Information darüber, WAS denn eigentlich passieren sollte. Wahrscheinlich hatte die Dame das schon noch gesagt, es wurde aber halt weggeschnitten.

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The Daily Telegraph (auch The Telegraph) ist eine am 29. Juni 1855 gegründete britische Tageszeitung mit Sitz in London, deren Eigentümer die Telegraph Media Group mit Sitz ebenfalls in London ist. ... Der Telegraph gilt als traditionell rechtskonservativ ausgerichtet und politisch in der Nähe der Conservative Party (Tories), so dass er vom britischen Satiremagazin Private Eye die Bezeichnung Torygraph erhielt. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/The_Daily_Telegraph

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"Deutsche Übernahme britischer ZeitungSpringer kauft Telegraph" (6.3.2026)
In letzter Minute soll der deutsche Axel Springer Konzern die britische Traditionszeitung Telegraph gekauft haben. Für 575 Millionen Pfund. ... In den vergangenen Wochen habe dem Bericht zufolge die RedBird IMI, die US-emiratische Gruppe, die den Telegraph derzeit kontrolliert, Gespräche mit Axel Springer aufgenommen, nachdem der deutsche Verlag in letzter Minute Interesse an der konservativen Zeitungsgruppe bekundet hatte.
Springer hatte bislang ein vom britisch-amerikanischen Investor Dovid Efune geführtes Konsortium unterstützt, das ein Gegenangebot zur Offerte der DMGT vorgelegt hat. Beide Bieter hatten für die Telegraph Media Group rund 500 Millionen Pfund zahlen wollen. Jetzt habe Springer den Alleingang gewagt.
Die DMGT habe sich mit dem US-Investor Redbird IMI im vergangenen November bereits auf die Übernahme der Telegraph-Gruppe geeinigt. Die britische Wettbewerbsbehörde habe jedoch prüfen wollen, ob ein Zusammenschluss von Telegraph und Daily Mail die Medienvielfalt in Großbritannien gefährden könnte. ...
https://taz.de/Deutsche-Uebernahme-britischer-Zeitung/!6160498/