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[Jacques Lacan (Notizen)... ]

Started by lemonhorse, September 12, 2012, 10:06:25 PM

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" ... Im deutschsprachigen Bereich lange Zeit fast unbemerkt, hat sich in Frankreich nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges eine zweite psychoanalytische Revolution angebahnt, die untrennbar mit dem Namen Lacan verbunden ist. Unter dem Motto »Rückkehr zu Freud« hat Lacan die Freudsche Psychoanalyse bis zum Ende seines Lebens – er starb 1981 im Alter von achtzig Jahren – auf ihre Grundlagen, ihre Wirksamkeit, aber auch auf ihre Unzulänglichkeiten und noch unausgearbeiteten Probleme befragt. Seine Beiträge sind in einer Sammlung von Arbeiten (Ecrits, in deutscher Übersetzung: Schriften I, II, III) und als in Buchform erschienene Seminare zugänglich, wobei noch lange nicht alle diese Veranstaltungen, die Lacan Jahr für Jahr, von l953 bis kurz vor seinem Tode, durchführte, publiziert worden sind. Von einer zweiten psychoanalytischen Revolution zu sprechen, ist aus zwei Gründen gerechtfertigt: Einmal hat Lacan durch seine Lektüre die Zeit nach Freud im wesentlichen als Verfallsgeschichte interpretiert, in der die authentischen Intentionen ihres Begründers verschüttet oder verkannt worden seien. Dieses Verdikt Lacans richtet sich insbesondere gegen die Ich-Psychologie mit ihrer Theorie des autonomen Ichs – eine Auffassung, die auch im deutschsprachigen Bereich, trotz wachsender Kritik, noch immer verbreitet ist. In diesem Sinne ist Lacans Revolution buchstäblich zu verstehen: als ein Zurück zu den Anfängen, die in Freuds »Entwurf« und im Briefwechsel mit Fließ eine
unerhörte Subversion des traditionellen Gefüges der Psychologie, wenn nicht sogar der Geisteswissenschaften und der Medizin ankündigen. Sodann durch das Hinausgehen über Freud: Freud wird von Lacan dort »freudianisiert«, wo er »noch nicht ganz Freudianer« war, d.h. wo der Begründer der Psychoanalyse hinter den Konsequenzen seiner eigenen Einsichten zurückgeblieben ist. Lacans Werk präsentiert sich über weite Strecken als überaus genauer Kommentar zu Freud, und wohl noch niemand zuvor hat dessen Arbeiten so gründlich gelesen. ...

Aus der Einleitung von "Peter Widmers: SUBVERSION DES BEGEHRENS - EINE EINFÜHRUNG IN JACQUES LACANS WERK"
Subversion des Begehrens. Jacques Lacan oder Die zweite Revolution der Psychoanalyse, ISBN 10: 359624188X / ISBN 13: 9783596241880, Verlag: Fischer, 1990, Sprache: Deutsch

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Jacques-Marie Émile Lacan, bekannt unter dem Namen Jacques Lacan (* 13. April 1901 in Paris; † 9. September 1981 ebenda), war ein französischer Psychiater und Psychoanalytiker, der die Schriften Sigmund Freuds neu interpretierte. Er stellte seine Deutung unter den Titel einer ,,Rückkehr zu Freud", wobei er das Ziel verfolgte, Freud dort weiter zu entwickeln, wo dieser seiner Meinung nach hinter den eigenen Erkenntnissen zurückblieb. Hierbei griff er unter anderem auf Ansätze und Methoden des Strukturalismus und der Linguistik zurück, später auch auf graphische Modelle der Topologie. Der innerhalb der Psychoanalyse nicht unumstrittene Theoretiker hat unter anderem auf den Poststrukturalismus prägenden Einfluss ausgeübt. ...
http://de.wikipedia.org/wiki/Jacques_Lacan

"Von Freud zu Lacan: Die strukturalistische Wende der Psychoanalyse" Christine Franke - Freie Universität Berlin, Strukturalismus/Formalismus (Dr. U. Kocher, 2004) | https://www.geisteswissenschaften.fu-berlin.de/v/littheo/methoden/strukturalismus/anwendungen/franke_psychoanalyse.pdf

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Site for exploring psychoanalysis through the work of Jacques Lacan. It is an independent, non-partisan site with no affiliation to any Lacanian school, group or organisation.
http://www.lacanonline.com/

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jacques lacan/lacan dot com
lacanian theory with an emphasis on Jacque Lacan's readings in the US, art, culture, art criticism, psychoanalytic theory and philosophy, ...
https://www.lacan.com/

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"Jacques Lacan: das Begehren Vorlesungsreihe – Philosophie der (Ge-)Lüste" (Uni Würzburg – Sommersemester 2013)
" ... ,,Erinnern Sie sich an die alte Geschichte von einem Arbeiter, der des Diebstahls verdächtig wurde. Jeden Abend, wenn er die Fabrik verließ, wurde die Schubkarre, die er vor sich herschob sorgfältig untersucht, aber die Wachen konnten nichts finden, sie war immer leer. Schließlich fanden sie den Trick heraus: Der Arbeiter stahl die Schubkarren selbst. [...] Man sollte nie vergessen, im Inhalt des Kommunikationsakts den Akt selbst zu berücksichtigen [...] Das ist das erste, was man bei der Art, wie das Unbewusste funktioniert, bedenken muß: Es ist nicht in der Schubkarre versteckt, es ist die Schubkarre selbst." (Zizek, S.34) ..."
http://www.fsi-philo.uni-wuerzburg.de/fileadmin/ext00107/_temp_/Lacan_-_Das_Begehren_-_Vortrag_FSI_8.5.2013.pdf

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Kersten Reich: Die Ordnung der Blicke. 2 Bände
https://www.uni-koeln.de/hf/konstrukt/reich_works/buecher/ordnung/

Lacans Erweiterungen des Unbewussten: Jacques Lacan spürt zwei Defizite der Psychoanalyse besonders auf: Einerseits die Rolle der Sprache, die sich im psychoanalytischen Diskurs sowohl über das Sprechen – mit den Patienten – als auch im Gesprochenen – etwa den Lehr- und Grundsätzen der Psychoanalyse selbst – zeigt; andererseits die Rolle der Inter-aktionen, die sich nicht nur für das Verhältnis von Patient und Therapeut ergeben, sondern die immer schon vorgängig für jeden Menschen, der von einem Be-obachter als relativ abgeschlossen imaginiert wird, gelten, und die bedeuten, dass jede Form von Abgeschlossenheit schon Illusion der Subjekte selbst ist.
http://www.uni-koeln.de/hf/konstrukt/reich_works/buecher/ordnung/band1/II.3.5.pdf


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#1
Freud-Lacan-Gesellschaft / Psychoanalytische Assoziation Berlin e.V.
http://www.freud-lacan-berlin.de

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Bücher › "Jacques Lacan"
1-12 von 993 Ergebnissen
http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85Z%C3%95%C3%91&url=search-alias%3Dstripbooks&field-keywords=Jacques+Lacan&rh=n%3A186606%2Ck%3AJacques+Lacan

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Begriffe, Schemata, Aphorismen
Herr Nemitz, warum schreiben Sie diesen Blog?
Wer weiß das schon.

http://lacan-entziffern.de/

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Lacast – für Menschen, die mal was von Lacan gehört haben und mehr darüber wissen wollen.
Lacast, das sind Rolf Nemitz und Florentin Will.     
http://lacast.de/

"LA001 Das Imaginäre, das Symbolische und das Reale" (Dec 22, 2018)
Die drei Kategorien imaginär, symbolisch und real bieten uns ein Fundament für das psychoanalytische System Jaques Lacans.
Zum Weiterlesen:
– Rolf Nemitz: Das Imaginäre, das Symbolische und, vor allem, das Reale. In: lacan-entziffern.de
– Dylan Evans: Wörterbuch der Lacanschen Psychoanalyse. Aus dem Englischen von Gabriella Burkhart. Turia und Kant, Wien 2002, darin die Artikel ,,imaginär / das Imaginäre" (S. 146–148), ,,symbolisch / das Symbolische" (S. 298–301)  und ,,real / das Reale" (S. 250 –251–253)
– Jacques Lacan: Das Symbolische, das Imaginäre und das Reale (1953). In: Ders.: Namen-des-Vaters. Aus dem Französischen von Hans-Dieter Gondek. Turia und Kant, Wien 2006, S. 11–61
http://lacast.de/2017/02/17/la001-das-imaginaere-das-symbolische-und-das-reale/


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#2
PD Dr. Nina Ort: Objektkonstitution als Zeichenprozeß.
Jacques Lacans Psychosemiologie und Systemtheorie.
Diss. Deutscher Universitätsverlag. Wiesbaden. Institut für deutsche Philologie, Ludwig-Maximilians-Universität München (1998)
http://nina.ort.userweb.mwn.de/Objektkonstitution.pdf


Nina Ort - Proseminar: Die ästhetische Erfahrung
Jacques Lacan-Reader zusammengestellt aus:
Jacques Lacan: Das Seminar Buch VII (1959-1960)
Die Ethik der Psychoanalyse
hg. v. N. Haas und H.-J. Metzger, Quadriga Verlag, Weinheim, Berlin, 1996
Einführung des Dings ...
http://nina.ort.userweb.mwn.de/Ethik.html


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#3
"Žižek - Lacan and Sexual Difference"
Published on Sep 4, 2012
https://www.youtube.com/watch?v=LpZXRaZtL-g

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Jacques Lacan in Theory
In this lecture on psychoanalytic criticism, Professor Paul Fry explores the work of Jacques Lacan. Lacan's interest in Freud and distaste for post-Freudian "ego psychologists" are briefly mentioned, and his clinical work on "the mirror stage" is discussed in depth. The relationship in Lacanian thought, between metaphor and metonymy is explored through the image of the point de capiton. The correlation between language and the unconscious, and the distinction between desire and need, are also explained, with reference to Hugo's "Boaz Asleep."
00:00 - Chapter 1. Peter Brooks and Lacan
09:03 - Chapter 2. Lacan and Freudian Scholarship
15:51 - Chapter 3. The Mirror Stage
22:18 - Chapter 4. Language and the Unconscious
30:25 - Chapter 5. Metonymy, Metaphor, and Desire
37:03 - Chapter 6. What Is Desire?
46:50 - Chapter 7. Slavoj Žižek
https://www.youtube.com/watch?v=lkAXsR5WINc&list=PLF4DA76108B2568AF


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#4
" ... Wenngleich das Reale omnipräsent ist, bleibt es uns genau dann verborgen, wenn wir im Akt des Codierens unsere Gedanken materialisieren aus dem Imaginären heraus in das Reale befördern. ... Medienapparate ermöglichen es zumeist dem Realen so zu begegnen, dass die eingeflochtene Botschaft (Struktur) im Rauschen (Chaos) herauszufiltern ist. Erst dann ist von jener Information zu sprechen wie wir sie in symbolischer Ordnung kennen ... Das, was Information (codiert mittels Buchstaben, Ziffern) erst zu dieser werden lässt, sind die Menschen im Gebrauch des irrealen Symbolischen – dann wenn das Reale zu einem ,,Rest bzw. Abfall [-produkt]" kehrt, wie es KITTLER formulierte. Im Umkehrschluss bedeute dies: Je unstrukturierter uns ein Sachverhalt darbietet, desto verlorener sind wir in der Erfindung einer symbolischen Ordnung ..." | Aus: ,,Das ,,Reale" LACANs transcodiert – Der Versuch einer Übertragung an die Medienwissenschaft" Philipp Schaefer (2016/17) |
https://www.musikundmedien.hu-berlin.de/de/medienwissenschaft/medientheorien/hausarbeiten_essays/pdfs/philipp_schaefer-das_reale_lacans_transcodiert.pdf

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»Ich kratz ihr die Augen aus«
Phantasmen einer Welt ohne den Anderen Bildungsprozesstheoretische Lektüren nach Jacques Lacan
Wissenschaftliche Hausarbeit von Tim Schmidt (2010)
" ... Der ,,tragische Wahrheitsbegriff" [(Nietzsche)] sei an der Kunst orientiert: ,,Es ist die Wahrheit der Kunst, den Schein als Schein zu schaffen und in seinem Scheinsein zu vergegenwärtigen. ,Schein' sei im ontologischen Begriff die Aussage, die den Möglichkeitscharakter des Daseins bewahrt. ,,Das Dasein der ,Tierheit', aus der wir ,für gewöhnlich' nicht herauskommen, ist ,sinnlos', während die Erlösung in der ,metaphysischen Bedeutsamkeit' besteht. Der Gegensatz von Tierheit und Erlösung zum  höheren Selbst ist der von ,metaphysischer Bewußtlosigkeit' und Selbstbewußtsein.". Dieser Gegensatz verweise erneut auf den Gegensatz von Konvention und Intuition. ... Das Faszinierende der ästhetischen Produktion ist [], dass sie – wie Subjektkonstruktionen übrigens auch – nicht wie die Wissenschaft auf Verallgemeinerungen angewiesen ist. ... "
Quelle: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2012/5809/pdf/Dissertation.pdf

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Erkenntnistheorie 20 - Jacques Lacan und "The Ambassadors"
Dominik Finkelde - Hochschule f. Philosophie - Am 05.08.2017 veröffentlicht
https://youtu.be/vghWf24-kyA

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1 Kulturphilosophie nach Jacques Lacan (Einleitung)
Unter Kultur versteht man die geographisch bestimmte Gesamtheit von künstlerischen und wissenschaftlichen Leistungen einer oftmals ethnisch und/oder geographisch definierten Gemeinschaft. Sie prägt die historisch vermittelte Lebenswelt der sich ihr zugehörig fühlenden Subjekte. Und sie tut dies so fundamental, dass normative Vorgaben immer von zentraler Bedeutung für die Gemeinschaft ebenso wie für die individuelle Psyche sind. Kultur erweist sich so immer auch als eine psychische Kollektivstruktur, die nicht nur Eigenarten eines Kollektivs prägen, sondern auch über Sachlagen von Fakten und Tatsachen entscheiden. Zur Aufrechterhaltung ihrer normativen Vorgaben beinhaltet Kultur aber auch Techniken der Idealisierung, der Homogenisierung und der Verdrängung von Antagonismen. Sie werden in der Vorlesung mit dem begrifflichen Instrumentarium des Deutschen Idealismus und der Philosophie der Psychoanalyse analysiert. Autoren wie Hegel, Freud, Lacan und Zizek sind dabei zentral.
Dominik Finkelde - Hochschule f. Philosophie (Oct 25, 2018)
https://youtu.be/T6mW1Ggvylc

2 Kulturphilosophie nach Jacques Lacan -"Enigmatische Signifikanten" (Laplanche)
Subjektivität wird hergeleitet aus der Konfrontation mit "enigmatischen Signifikanten" (Jean Laplanche), die sowohl den Eintritt in einen virtuellen Raum des "Gebens und Nehmens von Gründen" (Sellars/Brandom) mitbestimmen, als auch diesen Raum  unheimlich erscheinen lassen.
Dominik Finkelde - Hochschule f. Philosophie
https://youtu.be/jpqe6m5PCdo

3 Kulturphilosophie nach Jacques Lacan - Freud, Kant und regulative Ideen
https://youtu.be/_1Q7ptZhhdE

4 Kulturphilosophie nach Jacques Lacan- Anrufungen bei Kafka und Schreber
https://youtu.be/RmigXHjbPP8

5 Kulturphilosophie nach Jacques Lacan - "Verweilen beim Negativen" (Hegel)
https://youtu.be/ZGrCMLzJzdU

6 Kulturphilosophie nach Jacques Lacan - Kultur als generische Entwicklung retroaktiver Performanz
https://youtu.be/ghqQRVqu4yk

7 Kulturphilosophie nach Jacques Lacan - "Spiegelstadium"
https://youtu.be/YZgjoq0bKvg

8 Kulturphilosophie - Jacques Lacan "Der Graph des Begehrens"
Dominik Finkelde - Hochschule f. Philosophie
Am 15.11.2018 veröffentlicht
https://youtu.be/umVXLe6n_CI

9 Kulturphilosophie nach Jacques Lacan: Unendliches Begehren, Objekt klein a
https://youtu.be/yUpFMCfuoK4

10 Kulturphilosophie nach Jacques Lacan: Zizeks "Sublime Objects of Ideology"
https://youtu.be/WR8xShDagYQ

Erkenntnistheorie 20 - Jacques Lacan und "The Ambassadors"
https://youtu.be/vghWf24-kyA

Erkenntnistheorie 21 - Jacques Lacan über Signifikanten. Der Fall H. Keller
https://youtu.be/dA92x8KUFfQ

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Erkenntnistheorie 21 - Jacques Lacan über Signifikanten. Der Fall H. Keller
Dominik Finkelde - Hochschule f. Philosophie
Am 13.02.2018 veröffentlicht
https://youtu.be/dA92x8KUFfQ


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#5
QuoteDie ,,Schriften" des Psychoanalytikers Jacques Lacan sind zum ersten Mal komplett auf Deutsch erschienen. Was sagen sie heute? ... Jetzt wurde Lacans einzige ,,richtige" Buchveröffentlichung, seine ,,Schriften", mit gut 50 Jahren Verspätung zum ersten Mal vollständig ins Deutsche übersetzt. Der Weg von Lacans Hauptwerk ins Nachbarland war, könnte man sagen, beschwerlich. Doch schon bei der Entstehung des Originals gab es einige Hürden zu überwinden.
Als die ,,Écrits" von Jacques Lacan 1966 zum ersten Mal in Frankreich erschienen, war ihr Verfasser 65 Jahre alt. Er hatte sich zuvor lange geweigert, sein Werk einem größeren Publikum zugänglich zu machen. Sein späterer Herausgeber François Wahl vom Pariser Verlag Éditions du Seuil hatte ihn schließlich überzeugen können, der Veröffentlichung zuzustimmen.
... Lacan kann bis heute einen festen Platz in den Buchläden Frankreichs behaupten. Zu seinen ,,Schriften" kamen nach und nach die von ihm ursprünglich mündlich gehaltenen ,,Seminare" hinzu, von denen längst noch nicht alle 27 Bände – offiziell – veröffentlicht wurden.

Der große ,,Übersetzer" der Freud'schen Psychoanalyse, der mit seiner Anverwandlung insbesondere strukturalistischer Ideen eine Neuinterpretation von Freuds Lehre des Unbewussten geboten hat, gehört in Frankreich zur intellektuellen Grundausstattung neben Namen wie Michel Foucault oder Jacques Derrida. Zusätzlich zu seiner klinischen Bedeutung hat er in die verschiedensten geisteswissenschaftlichen Strömungen hineingewirkt. ...

In Deutschland, wo eine unvollständige – und verwirrenderweise zum Teil durch andere Texte ergänzte – Übersetzung der ,,Schriften" zwischen 1973 und 1980 erschien, hat Lacan bei Weitem nicht so stark Fuß fassen können. Seine ,,Schriften" gab es zwar zwar stets im geisteswissenschaftlichen Fachhandel zu kaufen, zum Bestseller geriet er für die deutschen Verleger, zuletzt Quadriga, jedoch nie.

...  Wenn man sich auf die beschwerliche Lektüre einlässt, gibt Lacan einem Instrumente an die Hand, um auf den unterschiedlichsten Ebenen das Begehren zu befragen, mit dem man in der Begegnung mit anderen konfrontiert ist.
Sehr, sehr einfach gesagt, hilft Lacan einem, sich und die anderen besser zu verstehen. Selbst Marine Le Pen und ihre Politik lassen sich auf diese Weise analysieren. Eine mögliche Antwort auf deren rassistische Haltung könnte in etwa lauten, dass sie in ihrem eigenen Genießen verwirrt, sich selbst fremd ist. Das Erstarken des Rassismus hatte Lacan übrigens schon 1973 in einem Interview vorausgesagt.


Aus: "Lacans ,,Schriften" auf deutsch - Sich und die anderen besser verstehen" Tim Caspar Boehme, Kulturredakteur (2017)
https://taz.de/Lacans-Schriften-auf-deutsch/!5398184/

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Invitation to Lacan by Prof. Dr. Kai Hammermeister · Lecture 2
Stillpoint Spaces Berlin, Am 28.08.2017 veröffentlicht
The evil eye of the others. Art as lure and protection. Sublimation stuffs a hole.
Lecture facilitated by Prof. Dr. Kai Hammermeister and recorded at Stillpoint Spaces Berlin on June 6th, 2017.
https://youtu.be/gCcsNQZIz34

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Slavoj Zizek | Lacan's Four Discourses | Full Lecture (Zizekian Studies, Am 12.02.2016 veröffentlicht)
Four discourses is a concept developed by French psychoanalyst Jacques Lacan. He argued that there were four fundamental types of discourse. He defined four discourses, which he called Master, University, Hysteric and Analyst, and suggested that these relate dynamically to one another. Discourse of the Master – Struggle for mastery / domination / penetration. Based on Hegel's Master-slave dialectic Discourse of the University – Provision and worship of "objective" knowledge — usually in the unacknowledged service of some external master discourse. Discourse of the Hysteric – Symptoms embodying and revealing resistance to the prevailing master discourse. Discourse of the Analyst – Deliberate subversion of the prevailing master discourse. Lacan's theory of the four discourses was initially developed in 1969, perhaps in response to the events of social unrest during May 1968 in France, but also through his discovery of what he believed were deficiencies in the orthodox reading of the Oedipus Complex. The Four Discourses theory is presented in his seminar L'envers de la psychanalyse and in Radiophonie, where he starts using "discourse" as a social bond founded in intersubjectivity. He uses the term discourse to stress the transindividual nature of language: speech always implies another subject.
https://youtu.be/PMZRdahvMuA

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"Riding in Cars with Jacques Lacan" Jamieson Webster (August 21, 2019)
... The French psychoanalyst Jacques Lacan drove a Citroën DS. What else? This car, Barthes tells us, was a truly magical object, a perfect fetish, the essence of freedom, movement, and power. ... Lacan's son-in-law, Jacques-Alain Miller, wrote a biographical text on Lacan and speaks about his intolerance of red lights, how he ran them all the time. Even when Lacan was merely a passenger, if you refused to run a red light, he would get out of the car, walk through the crossing, and have you pick him up on the other side. Apparently, this behavior was a source of great anxiety for his daughter, who had to devise ways to avoid stopping when driving.  Lacan himself drove fast. Once, he took Martin Heidegger and his wife, Elfride, on a day trip to Chartres to visit the cathedral. Though Heidegger was a hero of his, Lacan continued to drive at his characteristic high speed despite Elfride's frantic protestations. As the story goes, Lacan was completely silent on the long drive back as he pressed harder and harder on the gas pedal. ...
https://www.nybooks.com/daily/2019/08/21/riding-in-cars-with-jacques-lacan/

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Lutz Goetzmann: ,,Vom Realen der Seuche"
Notizen aus Berlin, im Sommer der Sars-CoV-2-Pandemie
Veröffentlicht am 30. August 2020 von LACANIANA
Seit Anfang 2020 entwickelt sich die Pandemie Covid-19, Millionen sind angesteckt, Hundertausende sterben. ... Trotz dieser, so könnte man glauben, klaren Informationslage, feiern viele Leute, veranstalten Feste, große Familienfeiern, Happenings. Manche treffen sie sich zu tausenden, ohne auf Abstand zu achten oder Masken zu tragen. Die Partys in Berliner Parks,  das ,,Cornern" im Hamburger Schanzenviertel oder die Exzesse auf Mallorcas ,,Ballermann" mögen nur besonders prominente Beispiele sein. Am 1. August 2020 trafen sich Zehntausende in Berlins Mitte, demonstrierten gegen die Schutzmaßnahmen und feierten ,,das Ende der Pandemie", obwohl die Zahl der Neuansteckungen kontinuierlich anstieg. Ein Youtube-Video zeigt, wie die Demonstrierende skandieren ,,Die Pandemie hat es nie gegeben". Andere trugen Schilder mit der Aufschrift: ,,Wir sind die zweite Welle". Die Veranstalter sprachen von einem ,,Tag der Freiheit". Ob die Bezugnahme bewusst intendiert war oder nicht, der Slogan erinnert an den Reichsparteitag der NSDAP 1935 an, den Riefenstahl in ihrem Propaganda-Film ,,Tag der Freiheit – unsere Wehrmacht" nicht nur dokumentierte, sondern ästhetisch hochstilisierte.  Der Film feierte die erstarkte Wehrmacht. Zu dem Geflecht der Signifikanten zählt nicht zuletzt, dass just auf diesem Parteitag die Nürnberger Rassengesetze verkündet wurden. Inzwischen kursiert auch der Begriff der ,,Covidioten". Laut dem Urban Dictionary qualifiziert sich jemand als ,,Covidiot", falls er oder sie sich ,,wie ein verantwortungsloser Idiot verhält und dabei gesunden Menschenverstand, Anstand, Wissenschaft und professionelle Ratschläge ignoriert, was zur weiteren Verbreitung des Virus und zum unnötigen Tod von Tausenden führt."2 Entsprechend meint ,,Covidiocy" den ,,Verlust der Fähigkeit, während einer Pandemie logisch zu denken". So stellt sich die Frage, wieso Menschen überhaupt ,,Covid-19-Verschwörungstheorien" entwickeln. Neutraler formuliert, stellt sich die Frage nach dem Verhältnis des pandemisch-Realen zur Vielfalt seiner imaginär-symbolischen Repräsentanzen, die das Reale in Form von ,,Fakten", ,,alternativen" Fakten oder ,,Kontrafakten" reflektieren (vgl. Lacan, 1978 / 1979; Seminar vom 9.1.1979). ...
https://lacan-entziffern.de/reales/lutz-goetzmann-vom-realen-der-seuchenotizen-aus-berlin-im-sommer-der-sars-cov-2-pandemie/

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" ... Für Lacan ist der Riss, der Subjekte durchzieht, besonders wichtig: Einerseits werden sie in eine Kultur hineingeboren, in der sprachlich und kulturellschon vorentschieden ist, was sie sind – d.h. mit welchen Signifikanten sie sprechen und welche Signifikate Bedeutung haben werden –, andererseits aber scheint es die Freiheit der Subjekte zu sein, hierin ihr ganz eigenes Interesse und je subjektive Besonderheit aufzuspüren. ... Mit der Unschärfe der Wahrheit der Psychoanalyse ist für Lacan eine Tür hin zu den Beziehungen der Menschen aufgestoßen. Ihn beunruhigt dabei stärker als andere Psychoanalytiker zutiefst die Kluft zwischen biologischen Antrieben und kulturellen Ereignissen, zwischen interaktiven und sprachlich vermittelten Prozessen. Das Unbewusste umgreift ... unverstandene Handlungen von Subjekten ... Das Spiegeln des anderen, das Begehren des anderen auf der imaginären Achse, die eine Fülle von lebendigen und vielseitigen Beziehungen ermöglicht, die für Lacan überhaupt erst die Perspektive der Intersubjektivität ermöglicht ... Interaktion ist nie nur – auch idealtypisch nicht – ein Verhältnis von Ich und Du, von selbst und anderem. ... Das Ich ist vorrangig eine imaginäre Konstruktion (Lacan 1980, 309). Wäre es nicht imaginär, dann wären wir keine Menschen, sondern Monde, Planeten in bestimmten Umlaufbahnen, berechenbar. ... So wichtig die imaginäre Position nun auch ist, um die menschliche Fantasie zu behaupten, sie bedingt geradezu die Grenzziehung durch das Symbolische, um den Menschen als soziales Wesen zu konstituieren. ..." | Aus: Kersten Reich: Die Ordnung der Blicke – ,,Lacans Erweiterungen des Unbewussten" (2., völlig überarbeite Auflage, 2009) | http://www.uni-koeln.de/hf/konstrukt/reich_works/buecher/ordnung/band1/II.3.5.pdf | http://www.uni-koeln.de/hf/konstrukt/reich_works/buecher/ordnung/band1.html

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#9
Robert König: "Das "Ein" bei Platon und Lacan" (Vortrag vom 17.02.2020)
Der Begriff "l'Un" (das Ein) spielt in Lacans Seminar XX (Encore) eine zentrale Rolle. Lacan bezieht sich in seiner Betrachtung immer wieder auf Platon. Deshalb rekonstruiert der Vortrag auf Einladung der "Lacan'schen Orientierung Berlin" die Beziehung von Platon und Lacan über den Begriff des "Ein".  Daraus werden sowohl für die Psychoanalyse als auch für die Philosophie wertvolle Konzepte sichtbar.
https://youtu.be/KNP5b6XP5zE

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"Zizek und David Lynch - Die Kunst des theoretisch Erhabenen"
Dominik Finkelde - Hochschule f. Philosophie
https://youtu.be/y9iEon03w24

Sie auch: Dominik Finkelde, Das Objekt, das zu viel wusste. Eine Einführung in die Philosophie nach Lacan (Berlin/Wien: Turia & Kant 2022)
https://www.academia.edu/79288133/Das_Objekt_das_zu_viel_wusste_Eine_Einf%C3%BChrung_in_die_Philosophie_nach_Lacan

https://www.academia.edu/73107900/%C5%BDi%C5%BEek_und_David_Lynch_Die_Kunst_des_theoretisch_Erhabenen

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Quote" ... Das Lacan'sche Projekt der Drei Register [–> https://de.wikipedia.org/wiki/Jacques_Lacan#Drei_Register_(plus_eins)] hebt zunächst an, die psychoanalytische Situation zu strukturieren. ... Im Interesse begrifflicher Exaktheit sollte [ ] betont werden, dass ein einzelner Sachverhalt, ein bloßes Ding oder Ereignis nicht ,,das Reale", ,,das Symbolische" oder ,,das Imaginäre" repräsentieren kann. Lacan entwirft die Drei Register [ ] als phänomenologisch inspirierte Weisen des Weltzugangs. ... " | Frank Wörler ,,Ein Versuch über die Drei Register" | https://praefaktisch.de/postfaktisch/zwanzig-zwanzig-mit-lacan/

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" ... Lacan [spricht] in Genf über das Symptom. Nach dem Vortrag sagt jemand aus dem Publikum, einen Satz aus Lacans Vortrag zitierend: " ... Die Frau ist das, womit der Mann nie zurechtkommt." ... " ... ich hatte letztlich den Eindruck, dass die Frau das Symptom des Mannes ist." ... " ,,Kann man umgekehrt sagen, dass der Mann das Symptom der Frau ist? ..." ... Lacan [antwortet]: ,,Sicherlich gibt es einen Unterschied, der darauf beruht, dass die Frauen sehr gut begreifen, dass der Mann ein seltsamer Vogel ist. Man muss das auf der Ebene der Analytikerinnen beurteilen. Die Frauen sind die die besseren Analytiker, sie sind besser als der Mann." ..." | Aus: ,,Lacans Sentenzen: ,,Eine Frau ist ein Symptom des Mannes." (9. Juli 2015 von Rolf Nemitz) | https://lacan-entziffern.de/symptom/eine-frau-ist-ein-symptom-des-mannes/
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" ... [Jacques Lacan (1901-1981)] [unterhielt] eine innige Beziehung zu Kunstwerken [er hatte] sogar Gustave Courbets berühmtes Gemälde ,,Der Ursprung der Welt" erworben [Das Bild zeigt eine Nahsicht der behaarten Vulva einer liegenden, nackten Frau mit gespreizten Schenkeln –> https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Ursprung_der_Welt]. In einem Text über das Werk von Marguerite Duras erklärte Lacan gar, dass ,,der Künstler dem Psychoanalytiker immer vorausgeht und er daher nicht den Psychologen spielen muss, wo der Künstler ihm den Weg bahnt". ..." | Aus: ,,Lacan, die Ausstellung – Wenn Kunst auf Psychoanalyse trifft" – Austellung 31. Dez. 2023 bis 27. Mai 2024 | https://www.centrepompidou-metz.fr/de/programme/exposition/lacan-die-ausstellung

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" ... [In seinem] Arbeitszimmer ... hing von 1955 an Gustave Courbets ... ,,L'Origine du Monde". Von André Masson hatte er eine Decktafel malen lassen, die als abstrakte Landschaft den transgressiven weiblichen Schoß kaschierte. Für ausgewählte Gäste und Freunde, darunter Picasso, Dalí und Duchamp, schob der Zeremonienmeister Lacan das keusche Tafelbild zur Seite, um seinen ,,Ursprung der Welt" freizulegen. ..." | Aus: ,,Große Lacan-Schau in Metz: Kunstbetrachtung auf der Couch" Bettina Wohlfarth (15.02.2024) | https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunst-und-architektur/erste-grosse-lacan-schau-nach-dessen-tod-in-metz-19519326.html

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Marlen Hobrack (27. September 2017): " ... Seit Jahrhunderten ist weibliche Sexualität eine Quelle vor allem männlicher Irritation. So grundlegend war und ist die Verwirrung über das, ,,was Frauen wollen", dass Männer der Erkundung weiblichen Begehrens ganze Bibliotheken widmeten. Berühmt-berüchtigt ist die freudsche Resignation am Ende einer langen Laufbahn: ,,Was will das Weib?" Auch gründlichste Seelenforschung konnte die Frage nicht beantworten. ... Auch Jahrzehnte später nähern wir uns dem weiblichen Begehren in all seinen psychischen und sexuellen Dimensionen mit [einer] spätviktorianischen Tollpatschigkeit. ... " | https://www.zeit.de/kultur/2017-09/weibliche-sexualitaet-sex-empowerment-feminismus-10nach8

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" ... Scottie in ,,Vertigo" (1958) ... Themen des Films sind Begehren und Künstlichkeit, Subjektivität, weibliche Objektivierung und der männliche Blick. Hitchcock wurde von Freud und dem Surrealismus beeinflusst und stützt sich auf Freuds Theorien der Skopophilie [Voyeurismus: https://de.wikipedia.org/wiki/Voyeurismus]. Stilistisch ist der Film fast ausschließlich aus Scotties Perspektive gedreht, wobei das Publikum sich an seinem Voyeurismus mitschuldig macht. ..." | Bild via ,,Vertigo – Project 4-4: Gendering the Gaze" | https://michaelmillmore.wordpress.com/tag/vertigo/

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Marc Thill (07.05.2024): " ... Die Aktion der französisch-luxemburgischen Performancekünstlerin Deborah de Robertis am gestrigen Montagabend im Centre Pompidou-Metz nimmt ... groteskere Züge an. Zwei Frauen haben dort die Worte ,,MeToo" unter anderem auf das hinter Glas befindliche Gemälde ,,L'Origine du Monde" des französischen Künstlers Gustave Courbet aus dem 19. Jahrhundert gesprüht, das die Vulva einer Frau zeigt. Der Akt aus dem Jahr 1866 war eine Leihgabe des Pariser Musee d'Orsay an das Centre Pompidou-Metz im Rahmen einer Sonderausstellung über den französischen Psychoanalysten Jacques Lacan, der das Gemälde einst besaß. Deborah de Robertis (geb. 1984) bekannte sich mittlerweile zu der Tat. Sie habe die Sprühaktion organisiert, die von zwei Personen im Rahmen ihrer Performance mit dem Titel ,,On ne sépare pas la femme de l'artiste" durchgeführt worden sei, schreibt sie in einer Stellungnahme an die Nachrichtenagentur AFP. In demselben Raum zeigt das Museum übrigens passend zu Courbets Gemälde auch ein Foto von Deborah de Robertis Performance ,,Miroir de l'Origine du Monde" aus dem Jahr 2014. Damals hatte sie im Musee d'Orsay unter Courbets Gemälde posiert und dabei ihr geöffnetes Geschlecht gezeigt. ... Mit ihrer Kunst will Deborah de Robertis allgemein die Machtpositionen der Männer in der Kunst, die durch die sozialen Normen der Kunst und die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung hervorgerufen werden, anprangern: Männer sind die Künstler und Frauen die Musen oder passiven Modelle. Künstlerische Darstellungen, die den Körper von Frauen sexualisieren, werden in der Regel von heterosexuellen Männern für ein heterosexuelles männliches Publikum entworfen. Kritiker und Kritikerinnen der Performance-Künstlerin sagen derweil, Deborah de Robertis wende sich an eine sehr kleine Gemeinschaft von Frauen, die nicht unbedingt repräsentativ für die politische Vielfalt der Geschlechterminderheiten sei: Die Problematik der Künstlerin interessiere insbesondere junge, weiße, heterosexuelle, tüchtige, gebildete Frauen, die zwar unter männlicher Dominanz leiden, aber nicht unbedingt die verletzlichsten in der patriarchalen Gesellschaft seien. Diese Beobachtung wurde auch bereits gegenüber der Protestbewegung der Femen und deren Oben-ohne-Aktionen gemacht, denen Deborah de Robertis sowohl sozial als auch künstlerisch und performativ nahe zu stehen scheint. ..." | https://www.wort.lu/kultur/deborah-de-robertis-wenn-eine-vulva-zur-straftat-wird/12593054.html

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TT/MM/JJJJ (2024): " ... Quasi ein Pussy Riot ..."
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Uli Kukuruz (2024): " ... Genauso gut könnte man einen Handtaschlräuber mit dem Argument zu verteidigen versuchen, seine Aneignung fremder Wertsachen sei eine kapitalismuskritische Performance. ..."
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Aus Kommentaren zu: https://www.derstandard.at/story/3000000219156/beruehmtes-vulva-gemaelde-mit-metoo-besprueht

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" ... Hall verweist auf die grundlegende Erkenntnis psychoanalytischer Arbeiten zurückgehend auf Jacques Lacan, welche sich auf den inneren Zusammenhang zwischen Identitätsbildung beziehungsweise – konstitution und der Konstruktion des Anderen bezieht und nach welcher ,,es keine Konstruktion des Selbst, der Identität gibt ohne eine Konstruktion des Anderen". Hall folgert: ,,
  • bwohl die Konstruktion des Anderen ein Versuch ist, das, was wir nicht sind, an seinem Platz zu fixieren, in sicherer Entfernung zu halten, können wir selbst uns doch nur verstehen in Beziehung zu diesem Anderen. Deshalb ist zu bezweifeln, daß unsere kulturellen und nationalen Identitäten authentisch von innen definiert werden. Wer wir kulturell sind, wird immer in der dialektischen Beziehung zwischen der Identitätsgemeinschaft und den Anderen bestimmt [...]" ... " | Aus einer Fußnote von: ,,«Am Fremden müssen wir lernen, das Eigene zu erkennen» – Kulturelle Differenz, Alterität und Identität in Repräsentationen Tibets und des tibetischen Buddhismus" Eva Funk (470 Seiten, 17. Mai 2016) | https://biblio.unibe.ch/download/eldiss/16funk_e.pdf

via https://www.subf.net/fraktallog/?p=23118

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"Die Verwerfung bei Freud und Lacan" Universität Wien (PDF 236 Seiten, Mag. Georg Augusta, Wien, November 2005) - " ... Die Innovation Freuds lag sicherlich darin ... die Logik des Unbewussten zu begreifen und zu nutzen, um daraus das Prinzip seiner Forschung abzuleiten. ... Das Unbewusste manifestiert sich ohne Zutun, man braucht es nicht zu suchen, sondern man muss es erkennen, dort wo es sich zeigt. Man muss dazu die eigenen Überzeugungen überwinden können, man muss fähig sein, sowohl für die Spekulation als auch die Phänomene der Wahrnehmungswelt bereit zu sein, ohne gleichzeitig sich von den eigenen Spekulationen wie auch den beobachtbaren Phänomenen restlos überzeugen zu lassen. ... // ... Was bleibt, ist einerseits der Mythos des Vaters und andererseits ein Vater, der wirkt, ohne dass wir wissen, dass er wirkt. ..."
Quelle: https://services.phaidra.univie.ac.at/api/object/o:1308004/download

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"Psychoanalyse: Identitätsentwicklung – das ,,kleine Stück des Realen""
Egloff, Götz; Djordjevic, Dragana; Janus, Ludwig
Bei dem französischen Psychoanalytiker Jacques Lacan lassen sich nicht nur implizite Vorstellungen von Entwicklung finden, sondern auch konkrete Konzepte. Insbesondere seine in den 1950er-Jahren nahe an Freud entwickelten Überlegungen zu Fantasiebildung und Realität können nach wie vor Geltung beanspruchen. Wenn Identitätsentwicklung auch schwer zu fassen ist, kann eine konstruktivistische Konzeption davon gewiss sinnvoll sein. ,,Vollständige" Identität allerdings ist mit Lacan im Prinzip nicht möglich, da sie immer teilweise äußerlich bleiben muss. Im Folgenden sollen einige relevante Aspekte der Thematik aufgezeigt werden, im Rückgriff auf Komponenten psychischer Register, auf Spiegelungen und die Wirkmächtigkeit des Realen. ...
https://www.aerzteblatt.de/archiv/psychoanalyse-identitaetsentwicklung-das-kleine-stueck-des-realen-ccff9b27-48e0-4cfd-84f0-14c3d4fe0e5b