• Welcome to LINK ACCUMULATOR. Please log in.

[Schleswig-Holstein ... ]

Started by lemonhorse, June 03, 2012, 12:30:41 PM

Link

Schleswig-Holstein (dänisch Slesvig-Holsten, friesisch Slaswik-Holstiinj, niederdeutsch Sleswig-Holsteen, Abkürzung SH) ist das nördlichste Land der Bundesrepublik Deutschland und wird als das Land zwischen den Meeren – Nord- und Ostsee – bezeichnet. Die Landeshauptstadt ist Kiel seit Gründung des Landes am 23. August 1946. Nach dem Saarland ist Schleswig-Holstein das zweitkleinste Flächenland. Es grenzt im Norden mit der Bundesgrenze an die dänische Region Syddanmark, im Süden an die Länder Hamburg und Niedersachsen sowie im Südosten an Mecklenburg-Vorpommern. ...
http://de.wikipedia.org/wiki/Schleswig-Holstein

,,Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte" (GSHG)
https://geschichte-s-h.de/

News Reader: Rubrik Schleswig-Holstein – Top-News
http://news.feed-reader.net/rubriken/schleswig-holstein/top/

Dieses Blog widmet sich der schleswig-holsteinischen Landesgeschichte, ohne sich dabei auf bestimmte Epochen oder Aspekte beschränken zu wollen. Es soll über Forschungserträge und aktuelle Entwicklungen informieren. Einen besonderen Schwerpunkt bilden Hinweise auf im Internet verfügbare Digitalisate.
https://geschichtsblogsh.wordpress.com/ | https://histoblogsh.hypotheses.org/

Der Arbeitskreis für Wirtschafts- und Sozialgeschichte Schleswig-Holsteins (AKWSGSH) ein gleichberechtigter Zusammenschluss von Forscherinnen und Forschern zur Wirtschafts-, Sozial-, Mentalitäts-, Geschlechter- und Alltagsgeschichte. Wir führen Tagungen, Arbeitsgespräche und Colloquien durch. ...
http://arbeitskreis-geschichte.de/

Beirat für Geschichte in der Gesellschaft für Politik und Bildung Schleswig-Holsteins e.V.
,,Will man Geschichte von oben, aus der Sicht also der Herrschenden, der Mächtigen, der Etablierten, oder Geschichte von unten, aus der Sicht der Abhängigen, der Unterdrückten, der Opfer? Das ist nicht immer so dramatisch gemeint, wie es sich in der schlagwortartigen Zuspitzung anhört. Aber es ist eine andere Betrachtungsweise."
Kurt Hamer (1926 – 1991), Mitinitiator und erster Sprecher des Beirats, Rede zum 40. Jubiläum der Arbeitsgemeinschaft Heimat- und Landesforschung.
Der Beirat bietet Ihnen nun – seien Sie Mitglied oder (noch) nicht – die Möglichkeit, die Beiträge der DG-Bände 1 bis 31 (über 400 Beiträge) zu recherchieren, im Volltext zu durchsuchen und – kostenlos! – als voll funktionsfähige PDF-Dokumente herunterzuladen. Über den Link links ("Recherche und Download") gelangen Sie schnell zu der bequemen Recherchemöglichkeit. ...
https://www.beirat-fuer-geschichte.de/


Link

#1
Kategorie:Schleswig-Holsteinische Geschichte (20. Jahrhundert)
http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Schleswig-Holsteinische_Geschichte_%2820._Jahrhundert%29

-.-

Der AKENS ist ein Zusammenschluss von HistorikerInnen, LaienforscherInnen und zeitgeschichtlich interessierten Personen. Ihm gehören über 170 Mitglieder in Schleswig-Holstein, Hamburg, dem übrigen Bundesgebiet und dem Ausland an (Stand Winter 2009). Der AKENS wurde 1983 von Detlef Korte und anderen in Kiel gegründet (Heft 1, 12 Jahre AKENS, 20 Jahre AKENS) und 1994 ins Vereinsregister eingetragen. Er entstand aus dem Bedürfnis, die Erforschung der nationalsozialistischen Herrschaft in Schleswig-Holstein zu intensivieren und lokale Projekte miteinander bekannt zu machen. Der AKENS bietet allen an der historischen Auseinandersetzung mit der NS-Zeit Interessierten ein gleichberechtigtes Forum, um Arbeitsergebnisse zu präsentieren und Forschungsfragen zu diskutieren.
http://www.akens.org/

-.-


"Angeordneter Terror in der Reichspogromnacht" Vivienne Schumacher (09.11.2022)
Vor 84 Jahren, am 9. November 1938, rufen die Nationalsozialisten dazu auf, jüdische Geschäfte und Synagogen zu zerstören. Die Judenverfolgung erreicht mit der Reichspogromnacht eine neue Dimension - auch in Norddeutschland. ... In Kiel nimmt SA-Oberführer Carsten Volquardsen am späten Abend des 9. November einen Anruf entgegen: Der Kieler Polizeipräsident und SA-Führer, Joachim Meyer-Quade, der anlässlich der Gedenkfeier zum Hitler-Putsch in München ist, gibt den Befehl durch, gewaltsam gegen jüdische Geschäfte und Gotteshäuser vorzugehen. Früh morgens versammeln sich auf dem Rathausplatz in Kiel SA- und SS-Männer sowie Parteimitglieder der NSDAP. ...
https://www.ndr.de/geschichte/chronologie/Reichspogromnacht-Angeordneter-Terror-am-9-November-1938,novemberpogrom100.html

-.-


#13 In Amt und Würden: NS-Eliten nach 1945 in Schleswig-Holstein  // mit Uwe Danker
Wie ungeheuer einflussreich die Führungseliten des Nationalsozialismus auch nach 1945 in Schleswig-Holstein gewirkt haben, belegt die Forschungsgruppe um den Flensburger Historiker Uwe Danker in ihrer neuen Studie. ... Uwe Danker ist Professor für Geschichte und ihre Didaktik am Seminar für Geschichte und Geschichtsdidaktik der Europa-Universität Flensburg sowie Direktor der Forschungsstelle für regionale Zeitgeschichte und Public History (frzph) der Europa-Universität Flensburg. ...
Letzte Aktualisierung: 06.09.2021
https://www.schleswig-holstein.de/DE/landesregierung/ministerien-behoerden/LVB/Podcast/documents/podcast01313_mehr.html

Die Volksgemeinschaft in der Region: Schleswig-Holstein und der Nationalsozialismus Gebundene Ausgabe – 1. November 2022
von Uwe Danker (Autor), Astrid Schwabe (Autor)
Dieses aufwändig gestaltete Überblickswerk präsentiert die Geschichte des Nationalsozialismus in Schleswig-Holstein gut verständlich für ein breites Publikum. Der Band ist zugleich als Handbuch, Lehrbuch und Lesebuch angelegt und berücksichtigt den aktuellen Forschungsstand. Die Darstellung des Nationalsozialismus in Schleswig-Holstein – einschließlich seiner Vor- und langen Nachgeschichte – wird in den überregionalen Rahmen eingebunden. Im Mittelpunkt steht die regionale NS-Volksgemeinschaft, also die Darstellung und Analyse der zeitgenössischen schleswig-holsteinischen Gesellschaft und ihres Herrschaftsmodells. Auch die Geschichte der regionalen Erinnerungskultur seit 1945 bildet einen aktuellen Schwerpunkt. Damit legen Autorin und Autor nach 15 Jahren die völlige Neubearbeitung einer seit Jahren vergriffenen Publikation vor
Herausgeber ‏ : ‎ Husum Druck- und Verlagsgesellschaft (1. November 2022)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 559 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3967170071
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3967170078



Link

#2
"Schleswig-Holstein: Altersarmut auf Rekordhoch" Heike Stüben (19.05.2016)
Kiel. In Schleswig-Holstein haben am Jahresende 2015 mehr als 20200 Menschen über 64 Jahren vom Staat Geld aus der Grundsicherung erhalten, weil das Einkommen nicht für das Existenzminimum gereicht hat. Das ist die höchste Zahl seit Einführung der Statistik im Jahr 2003. Im Vergleich zu 2014 ergibt sich ein Zuwachs um gut drei Prozent. Verglichen mit  2010 beträgt der Anstieg 30 Prozent. Grundsicherung gilt als Maßstab für Altersarmut: Man bekommt sie nur, um das Notwendigste zum Leben abdecken zu können.
Ende 2015 waren 60 Prozent der Unterstützten Frauen. Auffällig ist, dass nicht erst der Umzug in ein Pflegeheim den Gang zum Sozialamt notwendig macht: Nur 14 Prozent der Hilfebezieher lebten im Heim. 80 Prozent dagegen lebten noch selbstständig und benötigten Grundsicherung, weil Altersrente und andere Bezüge zu niedrig waren. Fast jeder Dritte war zuvor bereits auf Arbeitslosengeld II, im Volksmund Hartz IV genannt, angewiesen und 16 Prozent auf  laufende Hilfe zum Lebensunterhalt.  Das zeigt: Arbeitslosigkeit oder Beschäftigung im Niedriglohnsektor führen in zunehmendem Maße zu Altersarmut.
Die  Schuldnerberatung ,,Lichtblick" in Kiel weist daraufhin, dass immer noch nicht alle Anspruchsberechtigten Grundsicherung beantragen – aus Scham, weil man doch noch nie beim Sozialamt war, oder aus Angst, dass die Kinder zu Zahlungen herangezogen werden. ...
http://www.kn-online.de/News/Aktuelle-Nachrichten-Schleswig-Holstein/Schleswig-Holstein/Schleswig-Holstein-Altersarmut-auf-Rekordhoch

---

Kiel.  Auch in Schleswig-Holstein wurden in den vergangenen Jahrzehnten Bohrschlämme abgekippt. Dem Landesumweltministerium sind rund 100 Verdachtsflächen bekannt. 13 liegen in Trinkwassereinzugs- oder in Wasserschutzgebieten. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Patrick Breyer (Piraten) hervor. Schon seit Längerem ist bekannt, dass in Niedersachsen solche Bohrschlammgruben existieren. Dort gibt es rund 500 Verdachtsflächen.
Unklar ist, wie gefährlich die Schlämme sind, die beim Bohren nach Erdöl oder Erdgas entstehen. Der Kieler Umweltminister Robert Habeck (Grüne) sagt: "Ölrückstände können Potenzial haben, die Umwelt zu gefährden, in vielen Fällen aber dürfte von den Bohrschlammgruben gar keine Umwelt­gefahr ausgehen, da das abgelagerte Bohrgut keine Verunreinigung aufweist." Eine Beeinträchtigung des Trinkwassers schließt er aus. "Das wird regelmäßig beprobt", sagt Habeck.
Der Piraten-Abgeordnete Patrick Breyer hält dagegen. "Ob Ablagerungen das Wasser, die Umwelt oder die Gesundheit gefährden, ist bis heute nicht geprüft", sagt er. "Aus anderen Bundesländern ist aber bekannt, dass Öl- und Bohrschlamm giftige und krebserregende Stoffe enthalten." ... Die Gruben sind [ ] eine Hinterlassenschaft der industriellen Vergangenheit. Einige sind schon vor 60 oder 70 Jahren geschlossen worden, eine behördliche Dokumentation ist in vielen Fällen gar nicht mehr vorhanden. "Das ist Detektivarbeit", sagt Nicola Kabel, Pressesprecherin des Umweltministeriums. ... Illegal war der laxe Umgang mit dem Schlamm offenbar nicht. Die Unternehmen hielten sich an die gesetzlichen Bestimmungen, die damals galten. Der Umweltschutz spielte vor 50 oder 60 Jahren eine weitaus geringere Rolle als heute. In Niedersachsen, wo seit etwa 1850 Erdöl und Erdgas gefördert werden, war es bis in die 60er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts üblich, neben jeder Tiefbohrung eine Grube anzulegen, in die dann der Bohrschlamm geleitet wurde. Erst in späteren Jahren ging man dazu über, zentrale Sammelstellen zu schaffen. Heute muss Bohrschlamm auf speziellen Deponien entsorgt werden. ...
http://www.abendblatt.de/region/schleswig-holstein/article207667033/Wie-gefaehrlich-ist-der-Bohrschlamm-im-Norden.html

---

"Gottesbezug Stegner legt eigenen Vorschlag vor" (KN, 15.06.2016)
Ist das jetzt die Erlösung? SPD-Landtagsfraktionschef Ralf Stegner legt einen eigenen Kompromissvorschlag für einen Gottesbezug in der Landesverfassung vor. ... Bisher unterstützt sie wie die CDU den Vorschlag der 31 Abgeordneten. Die CDU-Fraktion will Stegners Vorschlag aber beraten. ,,Die Vielzahl der mittlerweile öffentlich diskutierten Formulierungen wird die Suche nach der erforderlichen Zweidrittel-Mehrheit nicht vereinfachen", sagte CDU-Fraktionschef Daniel Günther. Piraten-Fraktionschef Patrick Breyer lehnte dagegen erneut jeden Gottesbezug in der Verfassung kategorisch ab.
Die Fraktionen lassen ihren Abgeordneten in dieser Gewissensfrage freie Hand. Der Rechtsausschuss werde am 13. Juli sich mit dem Thema befassen und vermutlich keine inhaltliche Empfehlung geben, sagte die Geschäftsführerin des Ausschusses, Dörte Schönfelder. In der Juli-Sitzung des Landtags vom 20. bis 22. Juli soll dann endgültig über eine neue Präambel abgestimmt werden.
Für die Aufnahme eines Gottesbezugs in die Landesverfassung hatte eine Volksinitiative im vergangenen Jahr mehr als 42 000 Unterschriften gesammelt und die erneute Befassung des Parlaments mit dem Thema durchgesetzt. Das Parlament hatte die Verfassung im Oktober 2014 geändert, wobei die für einen Gottesbezug nötige Zwei-Drittel-Mehrheit damals nicht zustande kam. Notwendig wären 46 der 69 Stimmen im Landtag. ...
http://www.kn-online.de/News/Nachrichten-Politik/Aktuelle-Nachrichten-Politik/Gottesbezug-Stegner-legt-eigenen-Vorschlag-vor


"Neuer Vorschlag mit Gottesbezug für Landesverfassung" (15.06.2016)
https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Neuer-Vorschlag-mit-Gottesbezug-fuer-Landesverfassung,gottesbezug116.html

QuoteHanseat schrieb am 15.06.2016 19:25 Uhr:

Als gläubiger Christ bin ich der Meinung, dass ein Gottesbezug in einer Landesverfassung nichts verloren hat.
Wir täten alle gut daran, die Religion aus der Politik herauszuhalten.


QuoteIn gottlos glücklicher Verfassung schrieb am 15.06.2016 23:21 Uhr:

Das Landesparlament hat bereits längst entschieden, uns eine Verfassung gegeben und zwar ohne Gottesbezug. Der wird weiter vehement u.a. von Evangelikalen gefordert. Die von den Kirchen betriebene Volksinitiative dürfte wenig Chancen auf tatsächliche Mehrheiten im Volk, geschweige denn Zweidrittelmehrheiten haben. Letztlich ist es ein kleine, wenn auch lautstarke Minderheit und staatlich alimentierte Kirchenfunktionäre, die um ihre Pfründe fürchten, die eine Kampagne reiten zugunsten eines Gottes- oder zumindest eines Kirchenstaates. Wobei ansonsten der über alles gebietende patriarchale Gott zusammen mit Untertanengeist und autoritärem Mief eigentlich gesellschaftlich bereits überwunden ist.

Die Verfassung trifft aber verbindliche Regelung für das Zusammenleben aller Menschen im Lande (nicht nur für Christen, sondern auch für Neuheiden, Lesben mit und ohne Kindern oder für wen auch immer) und ist auch kein Wolkenkuckucksheim. Das sollte nicht mit irgendwelchen Präambeln verwässert werden.


QuoteBöMP schrieb am 16.06.2016 06:46 Uhr:

Angesichts des vielen Leids, das im Namen unsichtbarer eingebildeter Freunde auf der Welt geschah und immer noch geschieht, sollten wir endlich erwachsen genug sein, uns davon zumindest in der Politik loszusagen.

Jedem seinen Glauben und sein(e) Go(e)tt(er) - aber bitte lasst deren Weisungen nicht mehr in innen- und aussenpolitische Entscheidungen einfliessen.

Es muss doch möglich sein, ohne Querverweise auf Sektierer jeglicher Couleur die Verpflichtung zum Guten in die Verfassung zu bringen?!


QuoteTim aus HH schrieb am 16.06.2016 07:13 Uhr:

Strikte Trennung von Politik und Religion!
... Im Grunde dient das doch nur dazu, die Kirchensteuer zu rechtfertigen, die es in keinem anderen Land gibt, nicht mal im erzkatholischen Irland oder Polen! ... Zwangssteuern zur Finanzierung der Landeskirchen gehören weg, ein Gottesbezug nicht in ein politisches Dokument. ...


QuoteGläubig aber nicht Hörig schrieb am 15.06.2016 17:26 Uhr:

Unsere Gesellschaft, unsere Politiker und viele Menschen, die hier leben, werfen der Türkei und Recep Tayyip Erdoğan vor, dass dort die Trennung von Religion und Staat aufgehoben wird.
Aber gleichzeitig soll ein Gottesbezug in in die Landesverfassung eingebaut werden.
Was für ein Heuchelei und und was für eine Bigotterie.
Meinen Glauben kann ich auch ohne den Gottesbezug in der Landesverfassung gut leben. Die Herren und Damen Abgeordneten sollten sich m.E. mit den wichtigen Dingen beschäftigen. Die da wären Ausbau und Modernisierung der Infrastruktur, Bildung, Ausbau des Breitbandnetztes usw.
Da haben sie genug zu tun und dafür wurden sie gewählt.


QuoteEnfant terrible schrieb am 15.06.2016 19:16 Uhr:

Die Schleswig-Hoilsteinischen Landesverfassung kam über 66 Jahre ohne Gottesbezug aus. Und nur weil eine von der Kirche gesteuerte "Volksinitiative" es mal wieder fordert, soll man das ändern? 250 Jahre nach der Aufklärung? ... Wenn in die Verfassung ein Gottesbezug soll, dann fordere ich als Weihnachtsmanngäubiger auch einen gleichberechtigten Weihnachtsmannbezug. So viel Gerechtigkeit muß sein.



Link

#3
" Landtag in Schleswig-Holstein: Gottesbezug in Kieler Landesverfassung abgelehnt" (22.07.2016)
In der Landesverfassung Schleswig-Holsteins gibt es auch künftig keinen Bezug auf Gott. Zwei entsprechende Anträge verfehlten im Kieler Landtag die für eine Verfassungsänderung nötige Zweidrittelmehrheit. ...
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/schleswig-holstein-keine-gottesformel-fuer-landesverfassung-a-1104318.html

-

Vortrag: "Geteilte Verstrickung. Elitenkontinuitäten in Schleswig-Holstein"
Am Mittwoch den 29.09.2021 um 19:00 Uhr referierte Herr Prof. Danker in der Landesvertretung Schleswig-Holstein in Berlin. Hier stellte er wesentliche Ergebnisse der 1200 Seiten starken aktuellen Studie vor, die im Auftrag des schleswig-holsteinischen Landtags erstellt wurde. Im Rahmen der Veranstaltung führte die Referatsleiterin in der Landesvertretung Frau Heike Muß ein Interview mit Herrn Prof. Danker. Den Beitrag im Podcast "Alles, was Wissen schafft" können Sie hier nachhören: https://www.schleswig-holstein.de/DE/landesregierung/ministerien-behoerden/LVB/Podcast/documents/podcast01313_mehr.html | https://alles-was-wissen-schafft.podigee.io/13-ns-eliten-nach-45-in-sh

#25 Im Gleichschritt. Architektur im Nationalsozialismus // mit Hans-Dieter Nägelke (13. Dezember 2023)
https://alles-was-wissen-schafft.podigee.io/25-im-gleichschritt

Link

Quote[...]  Die Wolfszeit war eine Niemandszeit, in der sich jeder selbst der Nächste war. Die alte Macht war verschwunden, eine neue musste sich erst noch etablieren, das Gesetz war faktisch außer Kraft gesetzt. Anarchische Zustände in einem Land, in dem neun Millionen Ausgebombte und Evakuierte, zehn Millionen entlassene Zwangsarbeiter und Häftlinge, 14 Millionen Flüchtlinge und Vertriebene unterwegs waren. Dass aus Volksgenossen allmählich Bürger wurden und zumindest die drei Westzonen sich zu einer funktionierenden, freien, bald auch prosperierenden Gemeinschaft vereinten, ist, so Jähner, ein ,,ganz und gar unverdientes Glück".

Auf dieses Happy End in einem ,,Paradies des Mittelmaßes" hatte lange nichts hingedeutet. Denn die Deutschen begegneten nicht nur den überlebenden Juden feindselig, mit neu-altem Antisemitismus, auch gegenüber ihren Landsleuten aus den verlorenen Ostgebieten, die eine neue Heimat suchten, waren sie hartherzig. Die Zuzügler wurden als ,,Polacken" und ,,Zigeunerpack" beschimpft, Quartier bekamen sie oft nur durch polizeiliche Zwangsmaßnahmen. Westdeutschland hatte 1950 zehn Prozent mehr Einwohner als vor dem Krieg. Am größten waren die Verteilungskämpfe in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein, wo der Anteil der Vertriebenen an der Gesamtbevölkerung bei 33 und 21 Prozent lag. Die Alliierten warnten bereits vor einem Bürgerkrieg. ...


Aus: "Harald Jähners ,,Wolfszeit" Die Euphorie des Anfangs" Christian Schröder (27.03.2019)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/kultur/harald-jaehners-wolfszeit-die-euphorie-des-anfangs/24147898.html

Link

Quote[...] Wenn man es auf eine einfache Formel bringen will, lautet sie so: Wer arm ist, lebt am Stadtrand. Das zeigt eine Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB). Sozialforscher nennen eine solche soziale Spaltung auch Segregation. Mit Zahlen der Bundesagentur für Arbeit und der Bevölkerungsstatistik haben die WZB-Wissenschaftler jeweils einen Wert für jede Stadt berechnet. Für 24 Städte im Norden liegen die Daten vor. Sie zeigen: Wie stark Arm und Reich getrennt voneinander leben, unterscheidet sich - je nach Stadt - deutlich. Das messen die Forschenden durch den sogenannten Segregationsindex: Je höher er ist, desto stärker die räumliche Trennung von Arm und Reich.

So ungleich ist der Norden: Ihre Stadt im Vergleich:
Anteil der Menschen, die ein monatliches Bruttoeinkommen von 4800 Euro oder mehr beziehen.

        Wolfsburg   28 %
   Braunschweig   23 %
   Hamburg           20 %
   Norderstedt   20 %
   Hannover   18 %
   Göttingen   17 %
   Garbsen           16 %
   Salzgitter   15 %
   Lüneburg   15 %
   Oldenburg   13 %
   Osnabrück   13 %
   Kiel           13 %
   Celle           13 %
   Hildesheim   13 %
   Lübeck           12 %
   Greifswald   11 %
   Schwerin   11 %
   Rostock           10 %
   Delmenhorst   9 %
   Neumünster   9 %
   Wilhelmshaven   8 %
   Flensburg   8 %
   Stralsund   7 %
   Neubrandenburg   7 %

Anteil der Menschen, die Grundsicherung (Bürgergeld) beziehen:

        Wilhelmshaven   19 %
   Neubrandenburg   17 %
   Salzgitter   17 %
   Delmenhorst   17 %
   Hildesheim   16 %
   Hannover   15 %
   Schwerin   15 %
   Kiel           15 %
   Flensburg   15 %
   Stralsund   15 %
   Celle           14 %
   Neumünster   14 %
   Lübeck           14 %
   Garbsen           13 %
   Hamburg           13 %
   Lüneburg   12 %
   Oldenburg   12 %
   Osnabrück   11 %
   Göttingen   11 %
   Wolfsburg   11 %
   Rostock           10 %
   Greifswald   10 %
   Braunschweig   10 %
   Norderstedt   8 %

So ungleich ist der Norden: Ihre Stadt im Vergleich - Segregationsindex: Je höher, desto stärker getrennt sind Arm und Reich:

        Schwerin   54
   Salzgitter   48
   Neubrandenburg   44
   Wolfsburg   42
   Rostock           42
   Kiel           41
   Neumünster   41
   Hildesheim   40
   Lüneburg   39
   Wilhelmshaven   39
   Stralsund   38
   Greifswald   37
   Celle           37
   Göttingen   32
   Braunschweig   32
   Hamburg           31
   Lübeck           30
   Garbsen           29
   Delmenhorst   28
   Hannover   27
   Osnabrück   27
   Oldenburg   24
   Flensburg   21
   Norderstedt   21

Anteil Akademiker an allen Erwerbspersonen:

        Göttingen   35 %
   Braunschweig   31 %
   Hamburg           29 %
   Hannover   28 %
   Greifswald   26 %
   Lüneburg   26 %
   Oldenburg   25 %
   Kiel           24 %
   Osnabrück   24 %
   Rostock           22 %
   Wolfsburg   20 %
   Hildesheim   20 %
   Norderstedt   18 %
   Lübeck           17 %
   Schwerin   17 %
   Flensburg   17 %
   Stralsund   14 %
   Neubrandenburg   13 %
   Celle           13 %
   Garbsen           11 %
   Wilhelmshaven   10 %
   Salzgitter   8 %
   Neumünster   8 %
   Delmenhorst   8 %

NDR Data Quelle: Marcel Helbig / WZB

Schwerin: Nirgendwo leben Arm und Reich stärker getrennt

An der Spitze steht eine vergleichsweise kleine Stadt: Nirgendwo - weder im Norden noch sonst irgendwo in Deutschland - leben die Menschen so stark voneinander getrennt wie in Schwerin. [...] Wer wohlhabend ist, wohnt meist in der Innenstadt oder in der Altstadt rund um das Schloss. Ärmere Menschen wohnen hingegen eher in bestimmten Vierteln am südlichen Stadtrand - zum Beispiel in Großer Dreesch, Neu Zippendorf, Mueßer Holz oder Lankow. "Gerade das südliche Schwerin sticht wirklich extrem ins Auge", sagt Wissenschaftler Marcel Helbig, der die Daten ausgewertet hat.

Helbig erklärt sich die hohen Segegrationswerte in Schwerin mit einer besonderen Entwicklung des Wohnungsmarkts: "Während sich in anderen Plattenbaugebieten im Osten die Zahl der Bewohner stabilisierte, nahm sie in den entsprechenden Stadtteilen Schwerins weiter ab. Das heißt also: Die Leerstände wurden enorm groß", sagt der Forscher. Den vielen Platz habe man genutzt, um vor allem Neuzugewanderte unterzubringen.

"Da haben sehr viele private Investoren investiert. Die haben dann so eine Art Geschäftsmodell daraus gemacht", sagt Helbig. Die Investoren hätten oft nur wenig Geld in die Plattenbauten investiert, um sie dann für Asylbewerber oder Grundsicherungsempfänger zur Verfügung zu stellen und sichere Mieten von staatlichen Stellen zu bekommen. Dies habe die Segregation vorangetrieben.

Auch in anderen ostdeutschen Städten wie Leipzig zeigt sich dieses Muster auffällig häufig - reiches Zentrum, arme Peripherie. Ein wesentlicher Grund für diese scharfe Trennung sind architektonische Strukturen. So sind in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in der ehemaligen DDR die typischen Plattenbausiedlungen entstanden. Bezahlbarer Wohnraum für eine große Menge an Menschen - dieses Versprechen sorgt bis heute dafür, dass Menschen mit weniger Geld am Stadtrand leben.

Doch auch in westdeutschen Städten markieren große Hochhaussiedlungen am Stadtrand nach wie vor eine starke Segregation. Hannover ist im Norden ein gutes Beispiel dafür: Auch dort zeigt sich eine klare räumliche Trennung von Gutverdienern und finanziell schlechter gestellten Bewohnern. Im Stadtteil Hannover-Mühlenberg leben beispielsweise ärmere Menschen konzentrierter auf einem Fleck. Die Bewohner im Stadtzentrum sind dagegen im Schnitt finanziell bessergestellt.

Stadtplanung und architektonische Muster sind jedoch nur ein Grund für die geografische Trennung von Armen und Reichen. "Um heutige Segregationsprozesse erklären zu können, muss man teilweise relativ weit zurückblicken", sagt der Forscher. Aus der wissenschaftlichen Forschung ist bekannt, so Helbig: "Jede Stadt ist auf eine bestimmte Art aufgebaut und hat ihre ganz eigene geschichtliche Entwicklung."

Für einige Städte in Norddeutschland sieht Forscher Helbig ein bestimmtes Muster: "Insgesamt gibt es eine Reihe von norddeutschen Städten, wo insbesondere alte Industrien gestorben sind", sagt er.

Als Beispiel nennt er Kiel, Bremerhaven und Wilhelmshaven - alles Städte, in denen die einst starke Werftindustrie mit der Zeit verschwand.

"Da verloren viele ihre Arbeit. Und die, die ihre Arbeit verloren, hatten zwei Möglichkeiten: gehen oder bleiben", sagt Helbig. Diejenigen, die blieben, und keine Arbeit mehr fanden, rutschten in die Armut - ein urbanes Muster, das sich bis heute in den Städten spiegelt.

So zeigt die Karte von Wilhelmshaven deutlich, wo in der Stadt sich die Armut am stärksten konzentriert: Es sind vor allem die alten Arbeiterviertel nahe des Hafens Bant, Siebethsburg und Heppens, in denen heute vergleichsweise viele Empfänger von Grundsicherung leben.

Dieses Muster wiederum deckt sich mit anderen norddeutschen Städten, die ihre Werftindustrie verloren haben. "Wenn man sich heute die soziale Ungleichheit in Städten wie Kiel, Wilhelmshaven und Bremerhaven anschaut, dann sind das immer die alten Arbeiterquartiere", erklärt Forscher Helbig. [...]

Auch Hamburg ist eine Stadt mit ausgeprägter Einkommenssegregation. Bei den Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern belegt die Elbmetropole bundesweit Platz drei. Menschen mit hohem Einkommen - und oft auch hohem Bildungsstand - ballen sich im Zentrum und nördlich davon - vor allem in begehrter Lage rund um die Außenalster. [...]

...


Aus: "So stark sind Arm und Reich in norddeutschen Städten getrennt" (05.04.2024)
Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/info/Arm-und-reich-oft-getrennt-So-leben-Stadtbewohner-im-Norden,urbaneungleichheit100.html

Link

Quote[...] Der steigende Meeresspiegel wird Folgen für Deutschland haben. Er bedroht die Küstenlinien und stört die Entwässerung des Binnenlands. Wie Küsten geschützt werden können, was das kostet und welche Rolle die Landwirtschaft spielt, erklären Experten des Umweltministeriums von Schleswig-Holstein.

Schleswig-Holstein ist das Land zwischen den Meeren. Doch das Meer wird zunehmend zu einer Bedrohung. Dass der Meeresspiegel steigt, ist gewiss. Und er wird selbst dann noch weiter steigen, wenn die Menschheit aufhören sollte, Treibhausgase in die Atmosphäre zu blasen. Denn Meere sind ein sehr träges System. Deutschland muss sich also wappnen, sonst sind seine Küstenbereiche schon bald nicht mehr sicher. Doch wie können diese am besten geschützt werden?

"Infolge des stärker ansteigenden Meeresspiegels wird das Erfordernis von Küstenschutz in diesem Jahrhundert deutlich zunehmen", sagt Jacobus Hofstede, Wissenschaftlicher Direktor am Umweltministerium in Kiel, im Gespräch mit ntv/RTL. "Um den technischen und finanziellen Aufwand in einem gesellschaftlich und ökologisch vertretbaren Rahmen zu halten, wird der Fokus künftig vor allem auf den Schutz von Siedlungen und hohen Sachwerten liegen müssen."

 Einfach gesagt heißt das: Man kann nicht alles schützen. Zudem gibt es noch einen Spagat zu absolvieren: Denn die Strände gibt es nur, wenn die Steilküsten erodieren. Der dort abbrechende Sand wird an anderen Orten wieder angespült - es entsteht ein Strand. Und Strände sind für den Tourismus im Norden von großer Bedeutung. "Strände können wir nur langfristig erhalten, wenn wir möglichst viele Steilufer als Sandlieferant für die Strände von Schutzbauwerken freihalten", erklärt Hofstede. Es gebe Bereiche, die mit Deckwerken und Ähnlichem geschützt werden müssen. Da sehe man, dass die Strände zurückgehen und verschwinden. "Deshalb ist hier kein Küstenschutz der beste Küstenschutz", lautet das etwas paradox anmutende Motto des Experten.

Nun liegt aber ungefähr ein Fünftel von Schleswig-Holstein unter 2,5 Meter Normalnull. Hier müssten Deiche das Land schützen. "Rund ein Viertel der Fläche von Schleswig-Holstein könnte bei einer sehr schweren Sturmflut überflutet werden, wenn wir keine Küstenschutzanlagen hätten. Dort leben 330.000 Menschen, also jeder Zehnte hier", sagt Hofstede. Und mit dem steigenden Meeresspiegel werden auch die Sturmflutwasserstände höher sein.

"Der Klimawandel und der steigende Meeresspiegel werden eine besondere Dynamik entfalten", sagt der Niederländer Hofstede. "Technische Maßnahmen können hier zunächst einen gewissen Schutz schaffen, sind aber in der Regel kostenintensiv." Was kostet uns also der Küstenschutz? "Gemäß dem Generalplan aus dem Jahr 2022 müssen 74 der insgesamt 433 Kilometer Landesschutzdeiche mit geschätzten Kosten in Höhe von 364 Millionen Euro zu Klimadeichen verstärkt werden", sagt der Experte. Oder als Faustregel formuliert: "Um einen Kilometer Landesschutzdeich zu einem Klimadeich zu ertüchtigen, muss man 10 bis 15 Millionen Euro aufwenden." Wobei das auch schnell teurer werden könne.

"Diese Klimadeiche gewährleisten auch dann noch den heutigen Schutzstandard, wenn der Meeresspiegel um einen Meter angestiegen ist. Wir bauen unsere Deiche mit sogenannten Baureserven aus. Die Verstärkung wird ziemlich flach ausgeführt, damit wir in einer späteren zweiten Bauphase nochmal um einen Meter erhöhen können", so Hofstede.

Ein hartnäckiges und teures Problem ist tatsächlich das Binnenland. Denn wenn der Meeresspiegel steigt, kann das Wasser nicht mehr wegen des natürlichen Gefälles ins Meer fließen. Oder, wie es Arne Poyda aus dem Kieler Referat "Schutz der Binnengewässer" formuliert: "Die Siel-Entwässerung wird in vielen Bereichen so nicht mehr ohne weiteres möglich sein, in Teilen sind zukünftig Schöpfwerke - eine Hebevorrichtung für Wasser - nötig." Das Wasser fließt also nicht mehr von selbst, sondern muss aktiv gepumpt werden.

 Die Entwässerung wird normalerweise bei Ebbe vorgenommen. Doch bei höherem Meeresspiegel wird das Zeitfenster dafür immer kleiner. Wenn es dann noch viel regnet, kann es sogar zu einem Rückstau des Wassers im Binnenland kommen "und damit zur Gefahr eines sogenannten Binnenhochwassers", so Poyda.

Außerdem sind die bestehenden Schöpfwerke zum großen Teil aus den 1950er und 60er Jahren. Die dort verbauten Pumpen schaffen es angesichts der zunehmenden Winterniederschläge nicht mehr, das Wasser ins Meer zu befördern. "Wir können hier von einem Sanierungsstau sprechen", sagt der Experte.

Mittel- bis langfristig werden zahlreiche Siele daher durch Schöpfwerke ergänzt oder vollständig ersetzt werden müssen, um das Wasser in die Meere zu pumpen. "Diese Maßnahmen sind zum einen mit sehr hohen Investitionskosten und zum anderen mit einem hohen Energiebedarf für den Betrieb der Schöpfwerke verbunden. Diese Kosten steigen mit dem Meeresspiegelanstieg zudem immer weiter an", sagt Poyda mit Blick auf die Zukunft.

Die Landwirtschaft spielt leider eine sehr unrühmliche Rolle. Denn um Land urbar, also landwirtschaftlich nutzbar zu machen, wurden die Moore im Norden fast komplett entwässert. Das hatte aber eine bittere Konsequenz: Das Land senkte sich ab. Und dieser Prozess geht immer noch vonstatten. "Gebiete, die heute noch über dem mittleren Meeresspiegel liegen, werden in einigen Jahrzehnten darunter liegen", so Poyda.

Noch sehr viel schneller schreite dieser Prozess in den Moorregionen voran, die aufgrund entwässerungsbedingter Bodensackungen erhebliche Geländehöhenverluste zu verzeichnen hätten, erklärt der Experte weiter. "Dieser Problematik werden wir nur begegnen können, indem wir einen gewissen Teil dieser Flächen für den Wasserrückhalt zur Verfügung stellen - damit der restliche Teil weiterhin genutzt werden kann."

Der Oberdeichgraf von Eiderstedt, Jan Rabeler, sagte dem NDR kürzlich: "Wir müssen ein Prozent unserer landwirtschaftlichen Flächen hergeben für Wasser, damit wir die anderen 99 Prozent gut bewirtschaften können." Wenn wir das nicht hinbekämen, "werden wir hier viele Flächen nicht mehr landwirtschaftlich nutzen können", so seine düstere Prognose. Die Landwirte graben sich also im übertragenden Sinne selbst das Wasser ab.

Deshalb müssten wir zusätzlichen "Retentionsraum für den Wasserrückhalt im Binnenland" bereitstellen. Das sind Bereiche, "die dauerhaft für die Aufnahme größerer Wassermengen vorgehalten werden", so Poyda, der hier einen Konflikt um die Flächen sieht, der in erster Linie mit den Bauern ausgetragen werden wird.

Trotz der Probleme und Konflikte sieht sich das Ministerium zukunftsfähig aufgestellt: "Wenn die Deichverstärkungen konsequent umgesetzt werden, kann der heutige sehr hohe Schutzstandard hinter den Deichen bis ins nächste Jahrhundert gewährleistet werden. Wenn der Meeresspiegel dann noch weiter ansteigt, bieten in den Klimadeichen enthaltene Baureserven die Möglichkeit, die Deiche nochmals um bis zu einen Meter zu erhöhen." Allerdings muss man dazu der Natur auch ihren Raum lassen.

Quelle: ntv.de


Aus: "Wie schützt Deutschland seine Küsten?" Oliver Scheel (10.02.2025)
Quelle: https://www.n-tv.de/wissen/Wie-schuetzt-Deutschland-seine-Kuesten-article25551148.html


Link

"Schleswig-Holstein: Fast 80 Prozent der Microsoft-Lizenzen gekündigt" Christian Wölbert (13.11.2025)
Im Interview zieht Minister Dirk Schrödter eine Zwischenbilanz des Umstiegs auf Open Source und gibt einen Ausblick auf den Wechsel zu Linux und "Digital Only". ... Schleswig-Holsteins Digitalminister Dirk Schrödter (CDU) treibt den Umstieg der Landesverwaltung mit rund 30.000 Arbeitsplätzen auf Open-Source-Software voran. Sein nächstes Etappenziel: Linux statt Windows. ...
https://www.heise.de/hintergrund/Schleswig-Holstein-Fast-80-Prozent-der-Microsoft-Lizenzen-gekuendigt-10960941.html?seite=all