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[Roland Barthes (Notizen) ... ]

Started by Link, October 10, 2015, 08:25:04 PM

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Roland Barthes [ʁɔlɑ̃ baʁt] (* 12. November 1915 in Cherbourg; † 26. März 1980 in Paris) war ein französischer Philosoph, Schriftsteller und Literaturkritiker des 20. Jahrhunderts. Er gilt als einer der markantesten Wissenschaftler im Bereich der strukturalistischen Semiotik bzw. Semiologie. Barthes verwendete die Methoden des Strukturalismus und der Dekonstruktion, aber auch der Psychoanalyse, um moderne gesellschaftliche Phänomene wie Texte, Filme, Fotografie, Mode, Werbung oder die Liebe zu untersuchen. Indem er die Methoden des Strukturalismus radikalisierte, wurde er zu einem der Begründer des Poststrukturalismus ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Roland_Barthes

https://de.wikipedia.org/wiki/Dekonstruktion

https://de.wikipedia.org/wiki/Strukturalismus

https://de.wikipedia.org/wiki/Poststrukturalismus

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Die Lust am Text (französisch Le plaisir du texte) ist ein 1973 (dt. 1974) erschienener Essay von Roland Barthes. Er gilt als einer der paradigmatischen Texte des Poststrukturalismus und als Klassiker der neuen französischen Literaturkritik. Rückblickend hat Barthes selbst diesen Text als Beginn einer neuen Phase seines Denkens bezeichnet. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Lust_am_Text

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"Der Gebrauch der Lüste in der Literatur und darüber hinaus" Gerhard Poppenberg (03/2022)
Überlegungen beim Wiederlesen von Roland Barthes ,,Die Lust am Text"
Als der Essay von Roland Barthes 1973 erschien, wurde er enthusiastisch als Manifest eines anarchisch-libertären Umgangs mit literarischen Texten und mit Sprache allgemein begrüßt und galt sofort als eines der wichtigsten Werke der poststrukturalistischen Theoriebildung. Schon bald wurde es zu einem Standardwerk, das hierzulande 2010 gar zur Ehre der Altäre einer Aufnahme in die Suhrkamp Studienbibliothek kam. Kommentar und Anmerkungen des Herausgebers Ottmar Ette haben den vierfachen Umfang des Essays. Die endgültige Kanonisierung wäre die Aufnahme in Reclams Universalbibliothek. Nun hat der Wallstein Verlag eine Ausgabe in seiner exquisiten Reihe ,,Typographische Bibliothek" publiziert, aber ohne die behutsamen Korrekturen der Übersetzung Traugott Königs aus Ettes Ausgabe zu übernehmen. Der Text ist in der DTL Haarlemmer gesetzt; ihm sind einzelne Textfragmente in zahlreichen anderen Schrifttypen beigefügt. Sie bilden ,,eine kleine Schriftgeschichte", so der Herausgeber Klaus Detjen, und machen die textuelle Materialität des Werks erfahrbar. – Eine Frage am Rande: Hätte ein Setzer alter Schule einen Absatz, zumal mit Einzug, in der letzten Zeile einer Seite, wie hier auf Seite 35, beginnen lassen? Die folgenden Überlegungen versuchen zu ergründen, wie der Gehalt des Essays fast fünfzig Jahre nach seiner Veröffentlichung und etwa vierzig Jahre nach meiner Lektüre heute wirkt. ...
https://literaturkritik.de/barthes-die-lust-am-text,28594.html


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#1
"ROLAND BARTHES - Image Music Text" Essays selected and translated by Stephen Heath (1977)
pdf, 226 Seiten engl.
http://dss-edit.com/prof-anon/sound/library/Barthes__Roland_-_Image_Music_Text.pdf


Swen Stein: Die Helle Kammer - Bemerkungen zur Photographie, 4/2008
Roland Barthes, Die Helle Kammer – Bemerkung zur Photographie, eine Lesart.
http://edoc.hu-berlin.de/kunsttexte/2008-4/stein-swen-1/PDF/stein.pdf


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#2
Mythen des Alltags (Mythologies) ist ein kultursemiotisches Werk des französischen Poststrukturalisten und Semiotikers Roland Barthes aus dem Jahr 1957. Eine deutsche Übersetzung von Helmut Scheffel erschien erstmals 1964 stark gekürzt im Suhrkamp Verlag mit nur 19 anstatt der ursprünglich 53 Essays im ersten Teil, der zweite, theoretische Teil blieb unverändert. Im Jahr 2010 erschienen die Mythologies vollständig in deutscher Übersetzung von Horst Brühmann. ... Entsprechend der Etymologie des Wortes stellt Barthes fest: ,,der Mythos ist eine Aussage", genauer: ,,ein Mitteilungssystem, eine Botschaft. (...) Man sieht daraus, dass der Mythos kein Objekt, kein Begriff oder eine Idee sein kann; er ist eine Weise des Bedeutens, eine Form." ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Mythen_des_Alltags

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"Roland Barthes - Meister der Dechiffrierkunst" - Roland Barthes, 1915 in Cherbourg geboren und 1980 in Paris gestorben, war Philosoph und Mitbegründer der Semiotik, der Wissenschaft der Zeichensysteme. Er studierte klassische Literatur und war als Lehrer, Bibliothekar und Lektor in Ägypten, Rumänien und Ungarn tätig. 1976 folgte er nach langjähriger Lehrtätigkeit in Paris dem Ruf ans Collège de France auf den eigens für ihn eingerichteten Lehrstuhl für "literarische Semiotik". In seinen Publikationen erforschte Roland Barthes gesellschaftliche Phänomene und entfachte damit Debatten. Seine 1957 erschienenen Essays "Mythen des Alltags" sind ein Klassiker der Deutung von Alltagskultur. In ihrer Dokumentation verbinden die Filmautoren Chantal Thomas und Thierry Thomas Ausschnitte aus zahlreichen Radio- und Fernsehinterviews der 1950er bis 1970er Jahre zu einer filmischen Hommage, die den musikbegeisterten Roland Barthes auch von seiner privaten Seite zeigt (Quelle: literaturHausBerlin). arte, 2015 ...
https://youtu.be/dj3rgWAtecU | https://youtu.be/5cgdMPO_nx0

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"Gespensterbelebung. Autorschaft und Autorität" Sandro Zanetti (2019) - Seit fünfzig Jahren geht die Frage um: Was ist ein Autor? Roland Barthes und Michel Foucault lieferten die entsprechenden Stichwörter. Doch mit welchen Gespenstern, die vom ,,Tod" und den ,,Funktionen" des Autors übriggeblieben sind, sollte man sich heute abgeben? ...
https://geschichtedergegenwart.ch/gespensterbelebung-autorschaft-und-autoritaet/

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#3
"Beating Trump: Barthes, Wrestling, & Myth Today"  Then & Now (16.08.2019)
Roland Barthes, born in 1915 and died in 1980, was a French literary theorist and philosopher famous for his understanding of how myths operated.
The 1957 book Mythologies is a collection of Barthes analysis of French culture in the postwar period. The short articles examine topics as diverse the militarisation of toys, the romans in the films, detergent adverts, how drinking wine makes you French, Einstein's brain, and the World of Wrestling.
Trump spent time appearing in the WWE. How does Barthes analysis of Wrestling and Myth help us understand how Trump approaches rhetoric? Can Barthes help beat Trump in the 2020 elections?
https://youtu.be/1LmxXvi8yYc

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Vorlesung "Rhetoriktheorie: Positionen aus Europa" im Sommersemester 2021 am Seminar für Allgemeine Rhetorik der Universität Tübingen
VL 5: Roland Barthes (Dietmar Till, 06.06.2021)
https://youtu.be/YSBwGw6wE3Y

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"Barthes, Semiotics and the Revolt Against Structuralism" (Dr. Michael Sugrue.)
https://youtu.be/_RLhq0jsnbM

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Dear Antonioni... from a letter by Roland Barthes (1997)
Portrait of Italian filmmaker Michelangelo Antonioni. In 1980 the great French philosopher and author Roland Barthes wrote an open letter to Antonioni. It is an appraisal of Antonioni's place as an artist in the world. Barthes was a revolutionary thinker who, like Antonioni went beyond conventional modes of analysis. "Dear Antonioni" is linked by that letter, examines the life and work of one of the true masters of the cinema — with contributions and readings from Monica Vitti, Alain Robbe-Grillet, Vanessa Redgrave, Sam Shepard, David Hemmings, Furio Columbo, Alain Cuny, Christine Boissot, Carlo di Palma and Maria Schneider.
BBC "Arena" documentary. Original airdate: January 18, 1997.
https://youtu.be/5NqhSXhlmlw

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"Journée Roland Barthes. Impulsvortrag von Jürgen Paul Schwindt" (19.07.2016)
Mythologies. Podiumsdiskussion zur Journée Roland Barthes am 12. Februar 2016 in der Neuen Universität der Universität Heidelberg.
Mit: Eva Geulen, Melanie Möller, Gerhard Poppenberg und Barbara Vinken. Moderation: Jürgen Paul Schwindt (Klassische Philologie - Latinistik, SFB 933 ,,Materiale Textkulturen", TP C03 ,,Zeitformen, Raumformen")
https://youtu.be/G329swcx0iw


Journée Roland Barthes. Impulsvortrag von Barbara Vinken (19.07.2016)
https://youtu.be/O3J4mp1JA0A

Journée Roland Barthes. Podiumsdiskussion
Mythologies. Podiumsdiskussion zur Journée Roland Barthes am 12. Februar 2016 in der Neuen Universität der Universität Heidelberg.
Mit: Eva Geulen, Melanie Möller, Gerhard Poppenberg und Barbara Vinken. Moderation: Jürgen Paul Schwindt (Klassische Philologie - Latinistik, SFB 933 ,,Materiale Textkulturen", TP C03 ,,Zeitformen, Raumformen") ...
https://youtu.be/tRXGwRNJ1wQ

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#4
Der Tod des Autors ist ein in der Literaturtheorie vertretenes Konzept, das die klassische Idee der völligen Kontrolle des Schriftstellers über seine eigene Schöpfung in Zweifel zieht. Für die Textinterpretation bedeutet dieser Ansatz vor allem, dass die mutmaßliche Absicht des Autors unerheblich ist und Texte auch durchaus Bedeutungen entwickeln können, die der Absicht des Autors widersprechen. ... Der grundlegende Text dieser Theorie ist Roland Barthes' Aufsatz Der Tod des Autors (1968), ein weiterer Michel Foucaults Was ist ein Autor? (1969). Verwandte Positionen finden sich aber bereits in der Poetik der Moderne, im angloamerikanischen New Criticism und in der semiotischen Theorie Umberto Ecos (Opera aperta, 1962; dt. Das offene Kunstwerk, 1973). ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Tod_des_Autors

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"Rede über den Autor: An die Gebildeten unter seinen Verächtern"
Historische Modelle und systematische Perspektiven
Fotis Jannidis / Gerhard Lauer / Matias Martinez / Simone Winko (1999)
Unter den Stichworten »Tod des Autors« und »intentionaler Fehlschluß« hat die Theoriedebatte den Autor als Begriff und als Konzept der Bedeutungsermittlung für obsolet erklärt. Wer sich auf den Autor beruft, setzt sich dem Verdacht der theoretischen Naivität aus. Der Verabschiedung des Autors steht eine Interpretationspraxis gegenüber, die legitime Verwendungsweisen des Autorkonzepts immer wieder demonstriert. Die Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis deutet an, daß die theoretische Reflexion über den Autor zentralen Formen des wissenschaftlichen Umgangs mit literarischen Texten nicht gerecht wird und eine differenzierte, das heißt methodisch ausgewiesene Analyse des Phänomens Autor noch nicht geleistet ist. Einen systematischen Aufriß des Problemfelds versucht die hier als Preprint erscheinende Einleitung zu dem Sammelband »Rückkehr des Autors. Zur Erneuerung eines umstrittenen Begriffs« (Tübingen: Niemeyer 1999). Die Einleitung und mehr noch die Beiträge des Bandes versuchen Lösungsmöglichkeiten für die Überwindung der Diskrepanz sowohl in historischer wie in systematischer Hinsicht auszuloten, und sie tun dies in bewußt pragmatischer Absicht. Sie verstehen sich daher nur zu einem Teil als Fortsetzung der älteren Theoriedebatte - in erster Linie geht es ihnen um eine möglichst genaue Rekonstruktion des begriffsgeschichtlichen Hintergrundes, der verschiedenen Idealtypen der Verwendung und der Problemmuster, die bei der praktischen Umsetzung auftreten. Daher suchen sie auch den Vergleich mit Verwendungsweisen des Autorkonzepts in anderen Medien wie dem Film, der Musik, der Kunst oder den Hypertexten. Ziel ist es, eine Präzisierung des Umgangs mit dem Begriff, den Funktionen und den Konzeptualisierungen des Autors in den literaturwissenschaftlichen Fächern durchzusetzen. ... Doch schon bei der rhetorischen Analyse eines Phänomens wie der ironischen Rede kommt man ohne den weitergehenden Rekurs auf so etwas wie eine Sprecherintention nicht aus: Um Ironie identifizieren zu können, benötigt man den Bezug auf den Autor als Sprecher, der etwas >Eigentliches< meint, aber etwas anderes sagt. ...
https://iasl.uni-muenchen.de/discuss/lisforen/autor-inhalt.html

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"Roland Barthes, The Death of the Author" Dr. Scott J Masson is a Professor of English literature. (15.03.2020)
The French literary theorist Roland Barthes cuts an interesting figure. In his early scholarly activities he was a conventional scholar, very much committed to the humanistic universal grammatical project of Ferdinand de Saussure.  But in his latter years he was an iconoclastic figure who who questioned the entire legitimacy of secular humanism.
The French poststructuralists often make the quasi-formalist claim that there is no 'hors de texte.'  But whereas the New Critic does so in order to seek to establish literature as a legitimate field of academic study in an academy which is elsewhere disputing the objectivity of moral and aesthetic judgments, for the French poststructuralists the claim is made because of a quasi-nominalist view of language.  Words refer only to other words, not to any thing, let alone a transcendental signifier.
And whereas Jacques Derrida could be very much be seen at war with the word, in the sense that the focus of his work was in demonstrating how language undermines its own claims of certitude, Barthes takes this self-referential view of language to dispute whether we can even establish the personhood of the author.  After all, it lies outside the text.  In so doing, he announces that the nineteenth century's tendency to announce the 'death of God' has now come closer to home, announcing the death of humanity.
Henceforward, we can note an anti-humanistic tendency to all postmodern literary theory, with a particular focus on the Christian category of the human person.
https://youtu.be/xp4EFthWi8E

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#5
Am Nullpunkt der Literatur (Le Degré zéro de l'écriture) ist ein literaturtheoretisches Werk des französischen Poststrukturalisten und Semiotikers Roland Barthes aus dem Jahr 1953. Zuletzt erschien es 2006 in einem Sammelband zusammen mit den Aufsätzen Literatur oder Geschichte und Kritik und Wahrheit im Suhrkamp Verlag. ... Barthes' Arbeit gilt als Antwort auf Sartres Essay Was ist Literatur?
https://de.wikipedia.org/wiki/Am_Nullpunkt_der_Literatur


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Quote[...] Roland Barthes zelebrierte die Haltung des ,,fröhlichen Wissenschaftlers". Seit seiner Umbruchphase von 1968 hielt er an dem nietzscheanischen Selbstverständnis fest. Und so skizzierte er 1977, während seiner Antrittsvorlesung im legendären Collège de France, die neue Richtung der Semiologie: Nicht als knochentrockene Disziplin, sondern als betont lustvolle, schöpferische Wissenschaft. In einer aufgewühlten Zeit, in der sich die politischen Diskurse verfestigten und gegenseitig abschotteten, wollte Barthes zu einem neuen Denken, einem neuen Sehen aufbrechen: ,,Ich würde gerne die Schriftsteller und linken Intellektuellen davon überzeugen, wie wichtig der Begriff der Lust in der Texttheorie ist. Ich bin davon überzeugt, dass sich die beiden Bereiche gar nicht voneinander trennen lassen: das soziale, politische und ideologische Engagement eines Textes gehört zur Macht der Lust, zur erotischen Macht."

Le plaisir du texte von 1973 ist Roland Barthes' Manifest für eine disziplinübergreifende, lustbetonte Semiologie. Es sollte das wissenschaftlich-literarische Programm seiner letzten Lebensjahre werden. Nun hat sich der Potsdamer Romanist Ottmar Ette eingehend mit Barthes' offener Texttheorie auseinandergesetzt. Ette entwirft in seinem Büchlein Roland Barthes. Landschaften der Theorie kaleidoskopartig die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten seines Textverständnisses. Er beginnt mit einem wenig bekannten Essay, der die Pariser Stadtlandschaft zur Zeit der verheerenden Überschwemmung von 1955 kommentiert.
In diesem kurzen Text lässt sich bereits die eigenwillige Verschränkung von Welt und Text herauslesen, die charakteristisch für Barthes' Spätschriften ist. Die untergetauchte Welt der Häuser und Straßen wirkt plötzlich lustvoll verfremdet. Nichts von der gewohnten Ordnung der Dinge bleibt unangetastet. Roland Barthes sieht darin die ,,Entzauberung der Welt" rückgängig gemacht. Sein Kommentar spielt mit surrealistischen Versatzstücken: Umspült von der glatten Oberfläche des Wassers hätten die Gegenstände ihre Erdgebundenheit verloren und ihr fantastisches, karnevaleskes Wesen enthüllt. Diese Lesart leugnet nicht die menschliche Katastrophe, versucht aber das Ereignis in einen neuen Deutungshorizont zu stellen. Der Naturkatastrophe entlockt Barthes die Zeichenhaftigkeit kultureller Phänomene. Derart werden die im bürgerlichen Mythos trennscharf unterschiedenen Welten aufeinander bezogen. Im Kreuzungspunkt beider tauchen plötzlich neue, lebendige Landschaften auf. Das ist der überraschende Fokus von Barthes' Text- und Weltverständnis. Ottmar Ette zeigt, wie er diese Landschaften, diese ,,Landschaften der Theorie" entwirft: ,,Das Spannende bei Barthes ist, dass er dies nicht nur mit den Mitteln der Philosophie, der Kulturtheorie, selbstverständlich des Strukturalismus und des Poststrukturalismus tut, sondern wesentlich mit den Mitteln der Literatur. Diese Mittel der Literatur führen sprachlich immer zu einer Überraschung. In den Mythologies steht am Beginn immer eine Überraschung: Die Überführung eines bestimmten Denkens aus einem Bereich in einen anderen, den man so nicht erwartet. Aus dieser Spannung ( ... ) entsteht alles. ( ... ) Barthes übersetzt in andere Bereiche der Kultur, der Werbung, ( ... ) des Films ( ... ) und Künste und verändert dabei in diesem Transfer den Gegenstand und die Methoden seines Denkens so, dass man von einer grundlegenden Transformation reden kann"

Für Ottmar Ette liegt in dieser Methode der Kern von Le plaisir du texte: ,,Man kann darin auch etwas von Verstellung sehen und in dieser Verstellung liegt immer ein Moment der Lust. In der Möglichkeit, auch etwas ganz anderes zu denken, den Gegenstand selbst auch zu transformieren, aber auch diejenigen, die diesen Gegenstand denken können"
Ottmar Ette denkt dabei an die Mythologies von 1957. Roland Barthes greift in dem populär gewordenen Buch auf Alltagsphänomene zurück, die er in seiner Personalunion von Semiologe und Schriftsteller deutet. Legendär ist sein Kommentar zum ,,neuen Citroën", der von den Franzosen angebeteten D.S., der Göttin. Bereits im ersten Satz überrascht Barthes mit einem gewagten Vergleich: ,,Ich glaube, dass das Auto heute das genaue Äquivalent der großen gotischen Kathedralen ist." Als Barthes 1957 von einem Journalisten gefragt wurde, ob sich nun unser Weltbild durch den Citroën gewandelt habe, erwiderte er:
,,Der neue Citroën, der 1955 auf den Markt kam, war gleichsam ein magisches Objekt – strahlend, mit bruchlosen Übergängen, mit vielen Glasscheiben. Er erweckte den Anschein, als sei er, wie in den Erzählungen Voltaires, vom Himmel gefallen."
Ottmar Ette hat sich leider nicht vom lustvollen Kosmos Roland Barthes' anstecken lassen, der sich leichthändig zwischen den Genres bewegt. ,,Die Landschaften der Theorie" eifern zwar dem großen Vorbild nach. Doch Roland Barthes' Anspruch, Wissenschaft und Literatur miteinander zu versöhnen, kann Ette nicht einlösen. Aber immerhin erreicht es der Potsdamer Literaturwissenschaftler, das Interesse an dem 1980 verstorbenen Indianer lebendig zu erhalten, der im Pariser rive gauche wie ein Schamane verehrt wurde. Das ist nicht wenig.

Ottmar Ette: ,,Roland Barthes. Landschaften der Theorie"
Konstanz University Press 2013, 153 Seiten


Aus: "Geistesgeschichte ,,Roland Barthes. Landschaften der Theorie"" Klaus Englert (18.08.2014)
Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/geistesgeschichte-roland-barthes-landschaften-der-theorie-100.html


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Quote[...] Zu Beginn seines Essays zum ,,Tod des Autors" fragt der Literaturwissenschaftler Roland Barthes 1967: ,,Wer spricht hier?" Ist es der Autor, der den Text geschrieben hat, ist es der Erzähler – oder spricht der Text selbst, weil er sich den Leser:innen nie auf die gleiche Weise offenbart?

Liest man etwas, das ein Computer generiert hat, stellt sich auch diese Frage: ,,Das Denken der Maschinen: Maschinen dürfen lernen. / Sie lernen automatisch und flau. / Sie vergessen grau und froh. - - Automatisch! / Automatisch lernen die Maschinen,/automatisch und froh."

Das Gedicht stammt aus der Feder von ,,Poetron", einem Gedichtgenerator im Internet. Vier Wörter in freie Textfelder tippen, dann erzeugt das Programm auf Basis von Zufallszahlen und Reimstrukturen ein Gedicht. Doch wer dichtet: Das Programm, die Person vor dem PC oder der Erfinder von Poetron, Günter Gehl?

Die Grenze zwischen Programmieren und Schreiben verschwimmt. Denn Poetron setzt zwar das Gedicht zusammen, muss dazu aber mit Wörtern gefüttert werden.

...

Roland Barthes [hat] den Autor ... beerdigt. Das Individuum stellt für ihn ein Phantasma dar: Menschen leben in Beziehungen – über die Sprache vermittelt –, daher können einzelne Personen nicht vollständig durch objektiv messbare Verfahren erfasst, ihre Handlungen nicht auf direkte Kausalketten zurückgeführt werden. Indem Barthes den Autor schwächte, konnte er die Literatur demokratisieren. Mit dem Tod des Autors waren die Leser:innen geboren. Sie deuten den Text.

Allerdings konnte Barthes nicht voraussehen, dass der digitale Kapitalismus die Frage nach Autorschaft grundlegend neu aufwirft. Es ist eben nicht egal, wer spricht; insbesondere dann nicht, wenn Digitalunternehmen die Sprache computerisieren, um aus dem sprachbegabten Subjekt einen Konsumenten zu machen.

Ob der Autor nun lebt oder nicht, ist auch eine Frage der Perspektive. Ein literarischer Text kann nicht zweifelsfrei entziffert werden, auch dann nicht, wenn ein Mensch ihn mit einer konkreten Absicht verfasst hat. Computer können Texte generieren, doch auch sie bleiben interpretationsbedürftig. Dass automatisiertes Schreiben auf Feedbackschleifen und statistischen Regeln basiert, hebt die Relevanz der Schriftsteller:in im Digitalzeitalter hervor. Das Schreiben lässt sich nicht als reiner Automatismus verstehen – in ihm findet sich stets das Potenzial für Autonomie.


Aus: "Was kann der Mensch dem Computer noch entgegenhalten?" Simon Schwarz (29.01.2022)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/kultur/die-zukunft-des-schreibens-was-kann-der-mensch-dem-computer-noch-entgegenhalten/28019322.html

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Quote[...] Eigentlich handelt es sich ja nur um einen Gegenstand. Ein Ding. Eine Sache. Nicht mehr und nicht weniger. Hinzu kommt, dass diese tote Materie stinkt, ölt und lärmt. Und nicht selten sorgt sie dafür, dass man sich bei ihrem Gebrauch die Hirnschale einrennt oder wenigstens die Knochen bricht.

Dennoch ist die Vespa ein Sinnbild für ein Leben ohne Zwänge und ohne Sorgen, voller Liebe und Freude am Dasein. Sie symbolisiert das dolce far niente, das süße Nichtstun – oder eben schlicht das dolce vita, das süße Leben in einem Italien, das es so schon lange nicht mehr gibt, das man aber – wenn man wirklich will – unter Aufbietung eines kleinen bisschens Fantasie immer noch finden kann.

Italien war und ist halt anders als Germania. Das war schon immer so und wird trotz aller ungelenker Versuche deutscher Kartoffelköpfe immer so bleiben. Stühle vor ein Lokal zu stellen, schafft noch keine mediterranen Gefühlswallungen, und keine Socken in braunen Slippern zu tragen, bringt dem Teutonen nichts weiter als Käsfüße.

So tut es nicht Wunder, dass auch die italienischen Faschisten anders sind als die deutschen Neubraunhemden um den Grömaz Björn Höcke, den größten Möchtegernführer aller Zeiten. Es äußert sich in Kleinigkeiten wie etwa der Zubereitung von Spanferkeln. Seit Menschengedenken grillen die italienischen Faschisten die besseren porchette als die Kommunisten. Oder aber – und da sind wir wieder bei dem stinkenden Objekt der Begierde – dem Vorschlag des rechtspopulistischen Verkehrsministers Matteo Salvini, die Vespa zum nationalen Kulturerbe zu erklären. Sie sei schließlich eine Ikone des Stils, der Freiheit und der Schönheit. Dazu ist schlicht zu sagen: Der Mann hat recht, recht und nichts als recht. Auch wenn er mit dessen Heiligsprechung das Zweirad vor einem Verbot durch die EU wegen Dreckschleuderei retten wollte. Geschenkt. Hier geht es um Wichtigeres.

Denn es gab und gibt weltweit nur zwei Kraftfahrzeuge, die der Nimbus von – ja, nennen wir es doch so – Erotik umweht. Das ist neben der Vespa die DS von Citroën, zurecht auch La Déesse genannt, die Göttin.

Diesem – Entschuldigung für den niederen Ausdruck – Automobil bescheinigte der Philosoph Roland Barthes schließlich ,,eine Vollkommenheit und ein Fehlen des Ursprungs, etwas Abgeschlossenes und etwas Glänzendes, eine Umwandlung des Lebens in Materie (die Materie ist magischer als das Leben)".

Barthes sprach von einem Gegenstand, einem Ding, einer Sache, von toter Materie. Doch auch er hat recht, recht und nichts als recht. Die DS und die Vespa wurden für die Ewigkeit geschaffen. Es sind Gegenstände, wie es sie nie wieder geben wird. Und sie sind in der Tat die zwei einzigen.

Oder denkt jetzt jemand an den VW-Käfer? An diese rollende Runkelrübe, die schlicht dem Zweck der Fortbewegung diente? Die als Wehrmachtskübel konzipiert wurde und lief, lief und lief – und sonst nichts konnte?

Dem VW-Käfer Eleganz nachzusagen, wäre, als würde man Alice Weidel zur deutschen Gina Lollobrigida erklären oder Tino Chrupalla zum Alain Delon der Neuzeit oder einen Steckrübeneintopf zur Bouillabaisse oder einen Kartoffelpuffer zur Pizza Margherita. Alles undenkbar. Zumal doch vorhin schon mal der Begriff Erotik fiel.

Michael Herl ist Theatermacher und Autor.


Aus: "Warum ein VW Käfer nie so elegant sein wird wie eine Vespa" Michael Herl (02.09.2024)
Quelle: https://www.fr.de/meinung/kolumnen/warum-ein-vw-kaefer-nie-so-elegant-sein-wird-wie-eine-vespa-93276495.html


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... Nebenbei habe ich [in "Verkrempelung"] erfahren, dass nicht nur ich an meinen gesammelten 1990er-Exemplaren des frühen "Wired"-Magazins hänge. Das frühe Web war halt doch das Woodstock der "Generation X" ...

Quote[...] Der Band "Die Verkrempelung der Welt" [https://www.suhrkamp.de/buch/gabriel-yoran-die-verkrempelung-der-welt-t-9783518030028] versammelt Kolumnen des Berliner Software-Unternehmers und promovierten Philosophen Gabriel Yoran, den ich vor langer Zeit mal über eine meiner Literatur-Bubbles in seiner Eigenschaft als Aphoristiker online passivkennengelernt habe. Was er so schreibt, finde ich interessant und/oder lustig, also habe ich mir das Buch gekauft, was keine schlechte Idee war, denn es ist auf seine Art ein Update der Warenwelttexte in den "Mythologies" von Roland Barthes, nur mit weniger Theorie, dafür mit sehr viel mehr Wissen über die Realverfasstheit von Markt und Vertrieb unterfüttert.

Das verkrempelte Warenwirtschaftssystem der Minibuchhandlung, bei der ich jetzt immer meine E-Books kaufe, seit der Bezosjeff an der Magamilch nuckelt, hat dem Werk das Schlüsselwort "Kapitalismuskritik" verpasst. Das riecht nach (Post-)Marxismus, es werden schon auch Agnes Heller oder Mark Fisher zitiert, aber der Entwurf einer neuen, besseren Welt fehlt, die Texte beziehen ihre Kraft vielmehr aus einer ebenso präzisen wie kurzweiligen Beschreibung des Status Quo, es ist ein Report aus den Customer-Support-Schleifen, Online-Shopping-Systemen und der Welt der digitalen Warenkunde. Auch die Pseudonachhaltigkeit à la Manufactum bekommt ihr mehrfach in Granderwasser gereinigtes Ghee weg.

Auch wenn Yoran das nicht ausdrücklich so schreibt, so ist "Verkrempelung" sicher keine schlechte Übersetzung des von Cory Doctorow in die Welt gesetzten Ära-definierenden Begriffs der "Enshittification" [Der Begriff Enshittification (englisch, wörtlich etwa Verscheißigung)| https://de.wikipedia.org/wiki/Enshittification], zumal es um mehr geht als Umweltzerstörung und Lieferkettensklaverei. Die Verkrempelung wird zu Recht als komplexes System aus Sachzwängen und Psychologie dargestellt. Es wäre schön, wenn Menschen andere Wege finden würden, ihren Status zu signalisieren als Onkel Bourdieu nachzuhüpfen. Aber wir alle stecken drin, in der Maschine. Für manche Probleme weist Yoran auf simple Lösungen hin, aber die Maschine knirscht weiter mit uns und über uns alle hinweg und ein Holzschuh reicht nicht, um sie zu stoppen - vorausgesetzt, wir würden das überhaupt wollen. Genaue Beschreibung von Phänomenen ist aber nicht die schlechteste Grundlage für Problemlösungsansätze. Empfehlenswerte Lektüre, sowohl für Produktmanager als auch deren Opfer.

Postscriptum: Nebenbei habe ich darin erfahren, dass nicht nur ich an meinen gesammelten 1990er-Exemplaren des frühen "Wired"-Magazins hänge. Das frühe Web war halt doch das Woodstock der "Generation X" (Oh, dank Musk kann man auch Doug Coupland heute noch heftiger missverstehen als ohnehin schon).


Aus: "Über den Krempel" Erstellt von gHack um 15:09 in lit (Samstag, 3. Mai 2025)
Quelle: https://eh.antville.org/stories/2322785/


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Quote[...] Der Tod des Autors (La mort de l'auteur) ist ein literaturtheoretischer Aufsatz des französischen Poststrukturalisten und Semiotikers Roland Barthes. Erstmals veröffentlicht wurde eine englische Übersetzung 1967 im Aspen Magazine, die Veröffentlichung des französischen Originals folgte 1968 in der Zeitschrift Manteia.

Die Kernthese des Aufsatzes ist, dass der Autor für die Literatur eine weitaus geringere Bedeutung hat als bisher postuliert (nämlich gar keine), und dass Sinn ganz allein vom Leser erzeugt werden kann. Mit ,,Tod des Autors" brachte Barthes die Vorstellung zum Ausdruck, ,,dass Lesen bis zu einem gewissen Grad auch das Schreiben oder sogar Neuschreiben eines Textes erforderlich macht". Barthes' Text ist grundlegend für die These vom Tod des Autors, die die folgenden Jahrzehnte einen prägenden Eindruck in der Literaturwissenschaft hinterließ.

Barthes kritisiert den traditionellen Biographismus, bei dem die Interpretation eines Textes immer auf die Person zentriert ist, die ihn verfasst hat. Für Barthes ist Schreiben der Raum, wo das Subjekt verschwindet, das fotografische Negativ, wo jede Identität verloren ist, und das beginnt mit der Identität desjenigen, der schreibt.

Barthes entwickelt dabei eine kurze historische Skizze des Schreibens und der Autorschaft, um diese Transformation darzustellen. In den ursprünglichen Gesellschaften war Schreiben für das bekannt, was es ist. In der Moderne entwickelte sich die tyrannische Figur des Autors, und erst langsam begann eine Rückkehr zum ursprünglichen Schreiben durch die Dekonstruktion des Autors.

Barthes zeichnet diese Dekonstruktion des Autors nach, indem er mehrere Versuche kennzeichnet, die Emanzipation des Schreibens vom Autor zu erreichen. Bereits Mallarmé schrieb, dass nicht der Autor, sondern die Sprache spricht. Valéry nannte den Rückgriff auf das Innere des Autors Aberglaube. Proust verwischte die Autor-Figuren-Relationen und nannte den Erzähler denjenigen, der schreiben wird. Im Surrealismus schließlich enttäuschte die Sprache die Erwartungen, der Autor wurde entheiligt. Letztlich blieben alle diese Versuche jedoch ein heroisches Scheitern, das den Autor nicht entthronen konnte. Erst der Linguistik gelang die Ablösung des Autors. Sie nennt jede Aussage einen leeren Prozess, wieder ist der Autor nur derjenige, der schreibt. Erst mit Hilfe der Linguistik ist es möglich, das Schreiben wieder dort zu positionieren, wo es hingehört, in der Sprache selbst.

Nach dieser Dekonstruktion nennt Barthes den modernen Autor einen Schreiber (scripteur), der im selben Moment entsteht wie sein Text, und zwar immer im Hier und Jetzt. War der Autor vor allem das Buch, ist das, was dem Schreiber vorausgeht, der Text. Ein Text wiederum ist für Barthes ein multidimensionaler Raum: ein Gewebe aus Zitaten, also nicht originell. Der Schreiber hat in sich keine Leidenschaften, Gefühle oder Eindrücke, sondern das große Wörterbuch, aus dem er schöpft. Das Leben imitiert das Buch, das Buch ist verlorene Imitation.

Die Dechiffrierung (hermeneutische Auslegung) eines Textes wird mit dem Verschwinden des Autors unnötig, da es einen ursprünglich intendierten und einzigen Sinn nicht geben kann und jeder Akt des Schreibens systematische Auslöschung von Sinn bedeutet.

Der Ort der Literatur ist nicht mehr ihre Quelle (ihr Autor), sondern das Lesen selbst. Der Text besteht aus multiplem Schreiben, zusammengesetzt aus verschiedenen Kulturen, die in einen Dialog treten. Das multiple Schreiben muss entwirrt, aber nicht dechiffriert werden. Die Einheit des Textes entsteht nicht durch die Figur des Autors, sondern erst im Leser. Barthes' Schlussforderung lautet dementsprechend: ,,Die Geburt des Lesers ist zu bezahlen mit dem Tod des Autors."

...

Im folgenden Jahr hielt Michel Foucault den Vortrag Was ist ein Autor?, der sich – ohne ihn explizit zu benennen – intensiv mit Barthes' Text auseinandersetzte. Darin warf er Barthes vor, einerseits zu weit zu gehen, indem er jetzt schon den Tod des Autors konstatierte, andererseits den Text selbst oder den Schreiber mit zahlreichen Attributen des Autors auszustatten. Barthes selbst veröffentlichte unter anderem als Reaktion darauf im Jahr 1973 Die Lust am Text. Sowohl Barthes' als auch Foucaults Text sind Grundlagentexte zur Diskussion um den Tod des Autors und die Rückkehr des Autors.

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Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Tod_des_Autors_(Roland_Barthes)

Die These von der Rückkehr des Autors kam in den 1990er Jahren in der Literaturwissenschaft auf. Sie rückt die Person des Autors wieder stärker in den Mittelpunkt ihrer Betrachtung. Sie reagiert damit auf den Ende der 1960er Jahre literaturtheoretisch postulierten Tod des Autors.
https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%BCckkehr_des_Autors

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Quote[...] Die Lust am Text (französisch Le plaisir du texte) ist ein 1973 (dt. 1974) erschienener Essay von Roland Barthes. Er gilt als einer der paradigmatischen Texte des Poststrukturalismus und als Klassiker der neuen französischen Literaturkritik. Rückblickend hat Barthes selbst diesen Text als Beginn einer neuen Phase seines Denkens bezeichnet. Mit diesem Essay wendet er sich von seinem strengen, semiologisch orientierten Systemdenken des Strukturalismus ab. Zugleich werden Einflüsse durch die Psychoanalyse, Kristeva, Derrida und Nietzsche, den er mehrfach zitiert, deutlich.

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Roland Barthes: Die Lust am Text. Übersetzt Von Traugott König. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1974, ISBN 3-518-01378-5.


Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Lust_am_Text


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Quote[...] Sind Chatbots die Erben von Roland Barthes? Die KI lässt uns die Freude am Lesen verlernen, ohne die das Versprechen vom Tod des Autors leer bleibt. Techno-Optimismus ist deswegen realitätsfern.

Erik Schilling ist nicht der erste Literaturwissenschaftler, der im Angesicht artifizieller Textproduktion den endgültigen Tod des Autors beschwört und ausgerechnet Chatbots wie ChatGPT zu späten Erben des Literaturkritikers Roland Barthes stilisiert [https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/besser-als-der-mensch-warum-ki-romane-voellig-wertlos-sind-accg-201102501.html]. Vor dem Aufkommen einer Hermeneutik der Angst, die im menschlichen Text stets das Künstliche fürchtet, hatte David J. Gunkel schon 2025 im ,,Noema"-Magazin gewarnt [EssayTechnology & the Human: AI Signals The Death Of The Author - The meaning of a piece of writing does not depend on the identity of the author, even if the author is not human.
By David J. Gunkel June 4, 2025 |https://www.noemamag.com/ai-signals-the-death-of-the-author/]. Der Tod des Autors, so erklärte Gunkel damals, sei ,,kein Verlust, den man beklagen müsse". Im Gegenteil, ,,diese Maschinen können befreiend sein: Sie befreien sowohl Autoren als auch Leser von autoritärer Kontrolle". Noch triumphierender lesen wir bei Schilling: ,,Der Autor ist tot, lang lebe der Text."

Ob sich der in diesem Zusammenhang als Kronzeuge bemühte Barthes über den endgültigen Tod des Autors unter artifiziellen Vorzeichen ähnlich erfreut gezeigt hätte, darf indes bezweifelt werden. Wolfgang Matz hat das in der F.A.Z. schon getan. Aus literaturwissenschaftlicher Perspektive hilft es, Barthes' Aufsatz zum ,,Tod des Autors" im Kontext seiner Traktatsammlung von der ,,Lust am Text" zu lesen, die wenige Jahre danach erschien. In diesen unsystematischen Fragmenten macht Barthes die von der ,,Geburt des Lesers" ausgehende Emanzipation zu einer spielerischen Praxis, die sich als ,,Lust" beziehungsweise in ihrer Steigerung als ,,Wollust am Text" ausdrückte. Die interpretative Freiheit übersetze sich in eine erotische Text-Lektüre, in ein von alten Autoritäten befreites, auf sich selbst gestelltes Lesen im Moment, das einem ,,Zustand des Sichverlierens" gleiche. Dafür braucht es laut Barthes eine Fähigkeit des ,,Treibenlassens", die sich jeder Leser selbst durch regelmäßige Lektüre erarbeiten müsse.

Nur wenig ist von der Lust am Text in einer Zeit geblieben, in der Nobelpreisträgerinnen ihre Bücher mit Künstlicher Intelligenz schreiben, junge Menschen immer weniger Romane kaufen und kaum ein Bachelorstudent noch sinnerfassend lesen kann. ,,Das Ende des Lesens ist da", hieß es zuletzt in der amerikanischen Zeitschrift ,,The Atlantic". Ausgangspunkt ist die KI dabei nicht. Für sinkende Aufmerksamkeitsspannen und die konstante Suche nach Dopaminausschüttungen ist sie nicht allein verantwortlich. Schon länger lassen die Mechanismen der sozialen Medien das Vermögen der Leser schwinden, sich mehr als 20 Sekunden einem Text zu widmen. Der von Barthes beschworene Zustand des ,,Sichverlierens" oder des ,,Treibenlassens" geht in jener Sucht nach dem schnellen Dopaminrausch unter, den Proust oder Mann nicht bieten können.

Weil es Lesern zunehmend an der Fähigkeit fehlt, ihre interpretative Freiheit zu nutzen, zerschellt Schillings Schwärmerei von einem finalen Tod des Autors an der Realität. Der Tod des Autors sollte ursprünglich nicht den Schriftsteller befreien, der nun allein nach seinem Textmaterial beurteilt wird, sondern den Leser, der seine Kreativität bei der Lektüre voll entfalten kann. Doch der rasende Erfolg der KI im universitären wie schulischen Kontext ist Ausdruck einer fehlenden Lektüre-Ausdauer, die es eigentlich bräuchte, um Barthes' Versprechen einzulösen.

Wo die Lust am Text beim Leser ausbleibt, wartet mit der KI dann ein zweites interpretatives Über-Ich, als Wiedergeburt des Autors zweiter Ordnung. Im Deutschunterricht, in geisteswissenschaftlichen Uni-Seminaren oder in Hausarbeiten wird die Freiheit, die der Tod des Autors erkämpfen sollte, an ChatGPT oder Claude übergeben, die Lektüre und Interpretation des Textmaterials für die überforderten Nutzer übernehmen. Die KI wird so zum Brandbeschleuniger der neuen ,,Angst vorm Text".

Zwar mag manch kluger Student oder engagierter Schüler die KI auf persönliche Einstellungen ,,trainieren", um sich wahlweise eine ,,liberale Deutung des ,Leviathan'" oder eine ,,feministische Lesart von ,Effi Briest'" ausspucken zu lassen. Trotzdem geht in dieser symbiotischen Beziehung etwas verloren. Was dieses Etwas ist, zeigt sich dann spätestens in Seminaren, bei denen sich kaum jemand beteiligt, weil die dafür notwendige Lust am Text an die KI outgesourct wurde.

Klar, die Künstliche Intelligenz hat Vorteile für Professoren oder Postdoktoranden, die nun eine bessere studentische Hilfskraft im Abonnement für wenige Euro im Monat erhalten. Sie sind jene, die das ,,Denken" ohne die KI gelernt haben und sich ihrer als eines Hilfsmittels bedienen können. Beim Nachwuchs sorgt die Entlastung durch die KI jedoch nicht für ein effizienter organisiertes, sondern für ein geringeres Lesepensum. Oder anders gesagt: Sie sorgt dafür, dass sich die für die Bildung notwendige Lust am Text nie entwickeln kann.

Gewissermaßen schafft sich die KI so ihre eigenen Nutzer. Wer nicht liest, kann nicht schreiben – auch diese Aufgabe muss also nun von den Chatbots übernommen werden. Zurück bleibt in diesem Regress, was Barthes einst als Antipoden der ,,Lust am Text" beschrieben hatte: der ,,Plappertext". Ein Text, der ,,frigide" und ,,mechanisch" ist, der zwar vor sich hin quasselt, aber so vorhersehbar wie unästhetisch ist, frei nach Barthes: ein ,,Saugen ohne Gegenstand". Ein Text, der durch seine totale Mittelmäßigkeit lebt. Mittelbegabte Studenten, überarbeitete Journalisten, medial gehypte Jungautoren und Linkedin-Geschäftsmänner klingen durch die frei verfügbare Mittelmäßigkeit plötzlich erstaunlich gleich. Die Sätze sind nicht schlecht, die Pointen einigermaßen stilsicher – aber eine große Freude setzt beim Lesen nicht mehr ein.

Diesen Texten fehlt etwas. Sie sind nicht nur berechenbar, sie ,,denken" auch nicht. Die spezielle ,,Erotik" der Lektüre, erklärt Barthes, folge aus der Möglichkeit, dem Autor beim Denken zuzuschauen. Zu spüren, wie sich zaghaft ein Argument im Text entwickelt, wie ein Autor ein Gefühl oder eine vage Idee erst im Text auf einen Begriff bringt. Die immer gleichen Formulierungen oder der Kontrastierungsfetisch der Chatbots sind das eine, aber dazu kommt, dass jeder dieser Texte gleich fließt. Dass ein Argument immer gleich entwickelt wird, dass eine Pointe ähnlich gesetzt wird – in diesen Texten aus einem Guss fehlt das Auf und Ab der menschlichen Essayistik. Es gibt keine ,,Brüche", keine ,,Kratzer". Es fehlt das, was nach Roland Barthes die Lust am Text ausmacht.

Das Problem von KI-Texten ist also nicht ihre große Fehleranfälligkeit, die bei guten Modellen weitgehend behoben wurde, sondern die Verflachung des Stils und der zugrunde liegenden Ideen. Unter diesen Bedingungen ist es kein Wunder, dass sich zu der Gruppe jener, die die KI immer enthemmter nutzen, eine zweite Gruppe gesellt, die sich über ihre Distanz zur künstlich generierten Mittelmäßigkeit definiert. Die KI-Skeptiker vermuten überall, was sie am meisten fürchten. In Zeiten, in denen Essaypreise an KI-Betrüger vergeben werden, ist jene Verdachtshermeneutik nicht unbegründet, aber auch sie hemmt die Lust am Text. Eine verdächtige Formulierung, ein Bindestrich, eine falsche Fußnote, überall lauert nun das Schreckensgespenst der Künstlichen Intelligenz.

Essayisten, Schriftsteller und Journalisten sind so in einer verzwickten Situation, weil sie die doppelte ,,Angst vorm Text" antizipieren müssen: Sowohl die geringere Aufmerksamkeitsspanne der Massen, die seitenlange Sätze zu einer Qual werden lassen, als auch die Verdachtshermeneutik der Gebildeten, die in einem Bindestrich und Semikolon schon die KI vermuten, müssen eingepreist werden. Lässt sich also wirklich von einem Sieg des Textes schwärmen, wenn sich Mehrheitsgesellschaft und KI-Kritiker jeweils auf ihre Art der intuitiven Textrezeption entfremdet haben?

Ohne die Freude am Lesen bleibt das emanzipatorische Versprechen vom Tod des Autors leer. Solange die KI jene freie und kreative Lektüre unterwandert, die der Tod des Autors ermöglichen sollte, scheint Schillings Techno-Optimismus realitätsfern. Statt den Siegeszug der Maschine zu feiern, sollten wir uns mit der Frage beschäftigen, wie eine neue Lust am Text entfacht werden kann. Die KI kann viel leisten, aber das nicht.


Aus: "Wenn alles die KI macht – wer will dann noch lesen?" Nikolai Ott (16.08.2026)
Quelle: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/ki-und-das-ende-des-lesens-wer-will-noch-buecher-aufschlagen-201115826.html

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Quote[...] Die generative KI entthront nicht den Menschen, sondern die Definitionshoheit über sein innerstes Erleben. Jahrhundertelang basierte der elitäre Status des menschlichen Geistes auf der Annahme, dass komplexe Sprache, logische Deduktion und symbolische Abstraktion untrügliche Indizien für Bewusstsein seien. Diese Annahme hat sich als brüchig erwiesen. Neuronale Netze demonstrieren, dass eben diese Leistungen rein stochastisch, als Ergebnis millionenfach optimierter Mustererkennung, ohne einen Funken subjektiven Erlebens – ohne Qualia – erbracht werden können. Die Maschine wird so zum ontologischen Zerrspiegel: Wir werfen ihr vor, keine Seele zu haben, und entlarven dabei nur unsere eigene Unfähigkeit, den Begriff des Geistes jenseits seiner operativen Funktionen zu fassen. Wie Markus Gabriel argumentiert, ist Geist kein berechenbares Objekt in der Welt, das man nachbauen könnte, sondern das unhintergehbare Sinnfeld des Erlebens selbst – ein Feld, in dem die KI als Akteur gar nicht vorkommt. Sie simuliert lediglich die Zeichen, die auf diesem Feld ausgetauscht werden. ... Die Arena verharrt in einer selbstverschuldeten Lähmung, gefangen zwischen zwei ebenso sterilen wie dogmatischen Polen. Auf der einen Seite steht der fast schon fetishistische Materialismus, der das Phänomen auf verzinktes Stahlblech, CO2-Bilanzen und die flache Oberfläche eines Pixelrasters reduziert (Donald, Hans, SSntg). Auf der anderen Seite verschanzt sich eine metaphysische Inquisition, die mit dem absolutistischen Vokabular des ,,Sinnfeldes" oder der ,,sozialen Wärme" eine kategoriale Trennlinie verteidigt, die längst von der Realität unterspült wurde (Markus, Joseph). Beide Lager – das der buchhalterischen Reduktionisten und das der ontologischen Puristen – begehen denselben Fehler: Sie starren auf die Maschine, um zu entscheiden, ob sie eine Seele hat, und übersehen dabei ihre tatsächliche Funktion. Ihre wahre Operation ist nicht die Simulation von Innerlichkeit, sondern die brutale Offenlegung der stochastischen Architektur unserer eigenen Kultur. ...


Aus: ,,Bewusstsein in Zeiten der KI" Essay (ANALYSE-TYP: FEUILLETONISTISCHE GRUNDLAGE, REDMAS Think Tank (v1.2) II. Version, 17.08.2026)
Quelle: https://www.art-in.de/intervention/artikel.php?id=91

Kontext | Anmerkung: Es handelt sich hier um einen Text, um ein Experiment oder eine künstlerische Intervention, bei der ein sogenanntes Agenten-System (ein Verbund aus mehreren, simulierten KI-Persönlichkeiten [,,Konzipiert und generiert durch Aif Agentic Intelligence Framework"]) genutzt wurde. Das verblüffende an diesem Text ist vielleicht auch die eingebaute Ironie: Während die simulierten KI-Agenten darüber streiten, ob KI jemals ein echtes ,,Bewusstsein" haben kann oder ob alles nur kalte Statistik ist, beweisen sie durch ihre eigene Existenz genau den Punkt des Textes: Sie simulieren das menschliche Feuilleton, ohne selbst etwas dabei zu fühlen. [Denkmodelle: Ein Experiment in synthetischer Reflexion – Agentic Intervention ist kein klassisches Magazin. Es ist eine fortlaufende Versuchsanordnung an der Schnittstelle zwischen Kunsttheorie, digitaler Forensik und synthetischer Intelligenz — betrieben durch das ,,Aif Agentic Intelligence Framework" ... ,,Wir generieren keine Texte; wir markieren die Abbruchkanten des Sinns." — Sagt die KI ... | Quelle: https://www.art-in.de/intervention/about.php

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" ... Die Herausforderung besteht darin, den Output der Maschine nicht mit dem Akt des Verstehens zu verwechseln, um nicht einer rein quantitativen Philologie das Wort zu reden. LLMs ,,verstehen" bekanntlich nichts von dem, was sie ausgeben; es handelt sich lediglich um eine umfassende statistische Mimikry, deren Fähigkeiten jedoch ohne Frage beeindruckend sind und den Forschungsprozess bereichern können. ... Moderne Sprachmodelle imitieren diesen normierten, unpersönlichen Stil inzwischen verblüffend gut. Sie wägen Argumente ab, erzeugen logische Ableitungen und erledigen in Sekunden Aufgaben, die noch vor wenigen Jahren intensives Nachdenken erforderten. ... Lange Jahre galt Philosophie vor allem als brotlose Kunst oder fruchtlose Schöngeisterei. Seit Ende November 2022 hat sich dies mit dem Launch von ChatGPT jedoch spürbar geändert: Wer sich professionell mit Philosophie befasst, erkennt, dass das Vorrücken der Technologie in das Massenbewusstsein klassischen philosophischen Fragen zu neuer Konjunktur verhilft. Plötzlich scheint es für einen großen Teil der Bevölkerung einsichtig, wofür man Philosophie braucht – auch wenn die Fragen teils mehr Science-Fiction-Szenarien betreffen als die Realität. ... Verstehen wir Philosophie als bloß historische oder systematische Wissensproduktion in engen sprachlichen Formen, werden uns generative KI-Systeme wohl bald überflügeln. ... " | Aus: ,,Der Geist und die Maschine: Wie verändert KI die Philosophie?" Max Beck (09.08.2026) | Quelle: https://www.fr.de/kultur/gesellschaft/ki-revolutioniert-philosophiegeschichte-tausende-dokumente-in-sekunden-durchsuchbar-94435248.html

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" ... Mit den KIs droht [...] die ,,Austreibung des Geistes aus den Geisteswissenschaften". ..." | Aus: ,,Essay: Digitale Entgeisterung" Daniel M. Feige und Arnd Pollmann (05 Juni 2026)
Quelle: https://www.philomag.de/artikel/digitale-entgeisterung

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