[Zwischen Lust und Melancholie #7… ]

Mado (R. Claude Sautet, FR 1976)

(SPON, 23.05.2007): “ … Tatsächlich hat sich Romy Schneider in ihren Filmen oft aus eigenem Antrieb und freien Stücken zur öffentlichen Frau gemacht, sich seelisch und körperlich entblößt. So bedrängte sie den Regisseur Claude Sautet, ihr 1976 in dem Film „Mado“ die kleine Nebenrolle einer depressiven Alkoholikerin zu geben. … Wie ihre Figur lag auch Romy Schneider damals oft tagelang im Bett, betäubt von Rotwein und Tabletten. … Sautets Kamera kann sich nicht lösen von ihrem betörenden Anblick … Wunderbar, dieses Lächeln, wenn sie zu seiner hohen Stirn blickt und leicht belustigt sagt: „Du verlierst deine Haare.“ Wenn sie den Kopf ganz tief senkt, um Piccoli von unten in die Augen zu blicken und sanft fragt: „Hast du großen Kummer?“ Allein Romy Schneider konnte Kraft und Verzweifelung, Ironie und Zärtlichkeit zu einem Ausdruck verbinden. Sie war eine Virtuosin der Gefühlsakkorde. …“ | https://www.spiegel.de/kultur/kino/romy-schneider-die-beruehrbare-a-484146.html

“ … „Mado“ beleuchtet einerseits die Auswirkungen der Wirtschaftskrise der 1970er Jahre auf die Arbeiter und Angestellten. Genauso wirft der Film ein Licht auf die dubiosen Machenschaften von Unternehmern im Zusammenhang mit Staatsbeamten. Es zeigt sich ein Geflecht aus Korruption und den daraus folgenden Insolvenzen. …“ | https://www.romy-schneider.de/romy-schneider-filme/mado

André Schneider (2. Februar 2018): “ … Die Idee zu diesem Film hatte Sautet vor allem einem kurzen Erlebnis, das sich während der Dreharbeiten zu einem seiner früheren Filme ereignete, zu verdanken: Auf dem Nachhauseweg von einem Außendreh wollte er mit einem Assistenten eine Abkürzung nehmen und wäre dabei um ein Haar in einen Fluss gefahren. In »Mado« wird dieser Episode reichlich Platz eingeräumt; sie übernimmt gleichsam die Schlüsselfunktion. Bei einer abendlichen Autofahrt bleibt eine ganze Gesellschaft über Nacht auf einem schlammigen Feldweg hängen. Michel Piccoli spielt in diesem Film eine seiner dankbarsten und großartigsten Rollen: Er verkörpert den Industriemakler Simon, der über sein bisheriges Leben und seine Karriere reflektiert. …“

Carl-heinrich Bock (8. Juni 2004): “ … Beeindruckend bei Sautet sind die tragischen Personen, ja häufig ein wahres Labyrinth von Personen, die er in verschiedenen Alltagsszenarien auftreten lässt. Er mischt dazu eine Portion von zärtlicher, tiefer Leidenschaft und emotionaler Intelligenz. Er lässt Figuren in seinen Filmen auftreten, die einem bekannt vorkommen … Und häufig fallen seine Filme wie auch bei „Mado“ in eine „schmeichelnde, samtene Dunkelheit“. …“

lemon / 3 Mai 2020 / Cinema.Exposure, Found.Stuff, Gedanken.Memo, Kunst.Encoder, Visual.Notes / 0 Comments

lemon / 2 Mai 2020 / Found.Stuff, Kunst.Encoder, Visual.Notes / 0 Comments

lemon / 28 April 2020 / Daten.PolitixMicro, Found.Stuff, Fraktal.Text, Gespaltene.Deutung, Global.Politix:Micro, Visual.Notes / 0 Comments

[Schatten #12… ]

White Zombie (USA, 1932)

Max Cheney (02-10-2010): “ … An independent production released in the summer of 1932, White Zombie was the first zombie film ever made. …“ | https://classic-horror.com/reviews/white_zombie_1932

// “ … Das Lexikon des internationalen Films schreibt: „Ein nach Jahren der
// Vergessenheit verspätet zum Klassiker des Gruselfilms der 30er Jahre
// erhobener Genrefilm, der seine Atmosphäre zum poetischen
// Schauermärchen verdichtet und in seinen besten Momenten reinen
// Surrealismus bietet.“ …“
// https://de.wikipedia.org/wiki/The_White_Zombie

lemon / 25 April 2020 / Cinema.Exposure, Fraktal.Text, Kunst.Encoder, Visual.Notes / 0 Comments

lemon / 20 April 2020 / Cinema.Exposure, Found.Stuff, Fraktal.Text, Kunst.Encoder, Visual.Notes / 0 Comments

lemon / 18 April 2020 / Kiel.Gaarden, Visual.Notes / 0 Comments

[La Lune #34… ]

Maria Clara Eimmart, 17th century.

via // “ … Maria Clara Eimmart fertigte zwischen 1693 und 1698 etwa 250 Zeichnungen des Mondes an, die der kartographischen Darstellung des Mondes dienen sollten und als Vorarbeiten für die Erstellung einer eigenen Mondkarte gelten. …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Maria_Clara_Eimmart

lemon / 18 April 2020 / Found.Stuff, Kunst.Encoder, Visual.Notes / 0 Comments

[La Lune #33… ]

Bild aus „Die seltsamen Abenteuer des Herrn Fridolin B.“
(R: Wolfgang Staudte, 1948 [DEFA])

// “ … Staudte sah im Film 1963 rückblickend ein Werk, das „vollkommen danebengegangen ist, weil ich eine Geschichte in einer bestimmten Form, einem bestimmten Stil begonnen habe, sie sich jedoch nicht auf diese Weise zu Ende erzählen ließ, so daß ich den Stil wechseln mußte: das war der Film ‚Fridolin B.‘ […] Beim Schreiben ist es mir schon klar geworden; zwar fing der Film so attraktiv an, aber es reichte nicht bis zum Ende, ich mußte den Stil wechseln, und der Film ist einfach daran gescheitert.“ … Das Lexikon des internationalen Films schrieb, dass der Film Staudte „in eine Sackgasse [führte]. Trotz bissiger Ausfälle gegen die Bürokratie und originallen Bildeinfällen hat der Regisseur nicht die leichte Hand für kabarettistisch Unverbindliches. Für die hintergründige politische Satire […] fehlt es dem vorliegenden Film […] an Logik und Substanz.“ …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Die_seltsamen_Abenteuer_des_Herrn_Fridolin_B. (Oktober 2019)

Falk Schwarz (16.07.2014 | 18:39 Uhr) „Im Schlachtfeld der Vorschriften„: “ … Staudte selber nahm Abstand, zumal er diesen Stoff bereits 1944 verfilmt hatte, der Film aber verboten worden war. Eine Satire auf den deutschen Bürokratismus. Sein Kameramann Friedl Behn-Grund wählt die richtige Perspektive – alles von unten. So klein ist der Bürger gegenüber dem Bürokraten. Alles ist festgelegt in Gesetzen, die ausser den Beamten selber keiner kennt. Es gibt also zwei Fridolin Biedermann (alleine der Name ist schon Programm). Einer ist der beredte Axel von Ambesser, der andere der ewig übertourige Hubert von Meyerink. Behn-Grund findet zu dieser Defa Produktion kongeniale Bilder: gleich zu Anfang saust der Beamte auf seinem Stuhl an den Registerwänder entlang hinab ins buckelnde Tägliche. Dann wiederum fotografiert er Aribert Wäscher in großer Pose. Dialog-Plattitüden werden nicht vermieden: „Nehmen Sie doch Vernunft an“, sagt Fridolin zum Beamten. Der darauf: „Bedaure, ich nehme nichts an“. Dann hauchen alle ihre Stempel an, damit das behördliche Siegel auch gut zu lesen ist. …“ | https://www.filmportal.de/film/die-seltsamen-abenteuer-des-herrn-fridolin-b_93693116a03a49b99a2e29e4d639ed75

lemon / 17 April 2020 / Cinema.Exposure, Found.Stuff, Fraktal.Text, Kunst.Encoder, Visual.Notes / 0 Comments

[Schatten #11… ]

… In pre-World War II Sicily, just as the fascists come to power, two men fall in love with the same woman.
// [ „Fatto di sangue fra due uomini per causa di una vedova. Si sospettano moventi politici“ (original title), „Blutfehde“ (R: Lina Wertmüller – Italien 1978)] …

lemon / 14 April 2020 / Cinema.Exposure, Kunst.Encoder, Visual.Notes / 0 Comments

[Aus dem Katalog #6… ]

// Bild via Matthias Eberling | Bilderwelten, Weltbilder 20 (Matthias Eberling, 1966 in Ingelheim am Rhein geboren, ist promovierter Politikwissenschaftler und war lange in Forschung und Beratung tätig. Von 1991 bis 2013 lebte er in Berlin, drei Jahre arbeitete er als Kiezschreiber im Wedding. Inzwischen lebt er in Schweppenhausen und genießt einfach das Leben. )

lemon / 14 April 2020 / Found.Stuff, Gespaltene.Deutung, Visual.Notes / 0 Comments