[Zur Philosophie der symbolischen Formen… ]

[…] Sprache beginnt „erst dort, wo das unmittelbare Verhältnis zum sinnlichen Eindruck und zum sinnlichen Affekt aufhört“ Analog zur Sprache, schreibt Cassirer auch dem Mythos die Fähigkeit zu, die Welt der bloßen Eindrücke zu strukturieren. Der Mythos steht in diesem Punkt gleichbedeutend neben Sprache und wissenschaftlicher Erkenntnis. Daher die wichtige Rolle, die der Mythos in Cassirers Denken einnimmt.

„Die verschiedenen Erzeugnisse der geistigen Kultur“, so schreibt Cassirer schon in der Einleitung zum ersten Band der Philosophie der symbolischen Formen, „die Sprache, die wissenschaftliche Erkenntnis, der Mythos, die Kunst, die Religion werden so, bei all ihrer inneren Verschiedenheit, zu Gliedern eines einzigen großen Problemzusammenhangs, – zu mannigfachen Ansätzen, die alle auf das eine Ziel bezogen sind, die passive Welt der bloßen Eindrücke […] zu einer Welt des reinen geistigen Ausdrucks umzubilden“

[…] „Es gibt keine Wissenschaft ohne Zeichen und Symbole – und insofern steht der Mythos mit den modernen Wissenschaften auf einer Stufe. Was ihn dennoch von diesen unterscheidet, ist der Umstand, daß der Mythos die Symbole, die er gebraucht, nicht als solche erkennt und begreift.“ …

[Aus: „Das mythische Denken bei Ernst Cassirer nach der „Philosophie der symbolischen Formen““, Abschlußarbeit zur Erlangung des Magister Artium von Patrick Conley (pdf; 71 Seiten; August 1993)
=> publikationen.ub.uni-frankfurt.de/volltexte/2005/1322/

=> 1993-12-00_magisterarbeit.pdf

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