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[Trumps Welt (Notizen)... ]

Started by Textaris(txt*bot), February 15, 2025, 12:40:03 PM

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Textaris(txt*bot)

Quote[...] Ein US-Bundesgericht hat die Aussetzung des Asylrechts für Einreisende aus Mexiko für rechtswidrig erklärt. Weder die Verfassung noch das Einwanderungsgesetz geben US-Präsident Donald Trump das Recht, Personen aus den Vereinigten Staaten abzuschieben, ohne dass diese Asyl oder humanitären Schutz beantragen könnten, sagte Richter Randolph Moss aus Washington.

Donald Trump hatte am ersten Tag seiner zweiten Amtszeit den Notstand an der Grenze zu Mexiko ausgerufen. Migrantinnen und Migranten an der südlichen Grenze der USA haben seitdem nicht mehr die Möglichkeit, Asyl oder anderen humanitären Schutz zu beantragen. Bestehende Verfahren wurden außer Kraft gesetzt.

Der Präsident habe damit seine Befugnisse überschritten, sagte Moss. Auch wenn die Lage an der Grenze schwierig sei, könne Trump das Recht auf Asyl nicht verweigern.

Der Richter gab der US-Regierung bis zum 16. Juli Zeit für einen Einspruch. Danach werde er diese Beschränkung des Asylrechts per Gerichtsbeschluss blockieren.

Das US-Heimatschutzministerium äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht, aber ein Einspruch gilt als sehr wahrscheinlich. Trump und sein Lager werfen den Gerichten des Landes immer wieder vor, ihre Befugnisse zu überschreiten, um die politischen Vorhaben des Präsidenten zu torpedieren.


Aus: "US-Gericht erklärt Beschränkung von Asyl für rechtswidrig" (3. Juli 2025)
Quelle: https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-07/usa-mexiko-migration-asyl-gericht-donald-trump


Textaris(txt*bot)

Quote[...] US-Präsident Donald Trump hat am Freitag (Ortszeit) das umstrittene Steuer- und Ausgabengesetz im Weißen Haus unterzeichnet. ,,Ich habe die Menschen in unserem Land noch nie so glücklich gesehen, weil so viele verschiedene Gruppen von Menschen versorgt werden: das Militär, Zivilisten aller Art, Arbeitsplätze aller Art", sagte Trump bei der Zeremonie, die am Unabhängigkeitstag am 4. Juli stattfand.

Er dankte dem Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, und dem Mehrheitsführer im Senat, John Thune, dafür, dass sie den Gesetzentwurf durch die beiden Häuser des Kongresses gebracht haben.

Die Verabschiedung des Gesetzes ist ein Triumph für Trump und seine republikanischen Verbündeten. Der Weg zur finalen Abstimmung über eines der wichtigsten politischen Projekte des Präsidenten war holprig. Mehrere Republikaner hatten sich zunächst geweigert, den notwendigen Schritt für die endgültige Verabschiedung mitzugehen. Trump schaltete sich daraufhin persönlich ein und setzte die Kritiker aus den eigenen Reihen unter Druck.

Das Gesetz steht wegen der erwarteten Belastungen für den US-Haushalt in der Kritik. Unabhängige Experten des Kongresses schätzen, dass der Schuldenberg der USA durch Trumps Vorhaben innerhalb von zehn Jahren um etwa 3,4 Billionen Dollar zusätzlich anwachsen dürfte.

Außerdem ist es wegen der vorgesehenen drastischen Kürzungen bei den Sozialleistungen umstritten. So droht den Experten zufolge Millionen Amerikanern der Verlust ihres Krankenversicherungsschutzes. (Reuters)


Aus: "Trump unterzeichnet umstrittenes Steuergesetz am Unabhängigkeitstag" (05.07.2025)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/internationales/ich-habe-die-menschen-noch-nie-so-glucklich-gesehen-trump-unterzeichnet-umstrittenes-steuergesetz-am-unabhangigkeitstag-13974149.html

QuoteNelia
05.07.25 10:04

    Trump schaltete sich daraufhin persönlich ein und setzte die Kritiker aus den eigenen Reihen unter Druck.

Ich stell mir gerade deren glückliche Gesichter vor.


...

Textaris(txt*bot)

Quote[...] US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat offenbar bereits zugesagte Waffenlieferungen an die Ukraine ohne Rücksprache gestoppt und dabei falsche Angaben über US-Waffenvorräte gemacht. Das berichteten mehrere Medien, unter anderem NBC.

Drei hochrangige US-Offiziere sagten NBC, dass das Hilfspaket an die ukrainische Armee die eigenen Munitionsvorräte nicht gefährdet hätte, wie zuvor behauptet. Konkret ging es um Flugabwehrraketen und Präzisionsmunition.

Das Weiße Haus hat eine entsprechende Pressemitteilung veröffentlicht. Zuvor hatte Hegseth öffentlich gesagt, dass die Waffenvorräte des US-Militärs zu stark gesunken seien, um weitere Lieferungen an die Ukraine zur Abwehr der russischen Streitkräfte verantworten zu können. 

Laut NBC trifft das nicht zu. Auch Pentagon-Sprecher Sean Parnell sagte, das US-Militär besitze weiterhin "alles, was sie für jeden Einsatz jederzeit und überall auf der Welt benötigen". Es gebe keinen Munitionsmangel.

Zudem wird Hegseth vorgeworfen, den Lieferstopp ohne Rücksprache mit dem Pentagon oder dem US-Kongress entschieden zu haben. Eine gemeinsame Koordination sei nicht erfolgt, hieß es. Hegseth äußerte sich bislang nicht zu den Vorwürfen. 

Die gestoppten Lieferungen, welche die vorherige US-Regierung unter Präsident Joe Biden zugesagt hatte, umfassen auch Haubitzen und verschiedene Raketensysteme. Zuvor hatte Hegseth ähnliche Lieferungen ausgesetzt und dies ebenfalls mit Versorgungsengpässen begründet. In den beiden vorherigen Fällen im Februar und Mai wurden die Maßnahmen später wieder rückgängig gemacht, sagten namentlich nicht genannte Quellen der NBC.

Vom Lieferstopp sind unter anderem Dutzende Patriot-Abfangraketen betroffen. Die Ukraine benötigt diese Waffen besonders, um die russischen Drohnen- und Raketenangriffe abzuwehren. In den vergangenen Tagen hatte Russland insbesondere die ukrainische Hauptstadt Kyjiw massiv aus der Luft attackiert und dabei zahlreiche Gebäudeschäden verursacht und Zivilisten getötet.

Die US-Demokraten widersprechen Hegseths Argumentation, allen voran Adam Smith: Es gibt keine Anzeichen für einen bedrohlichen Rückgang der genannten Waffensysteme, sagte das ranghöchste Mitglied des Streitkräfteausschusses im Repräsentantenhaus. "Wir sind nicht schlechter bestückt als zu jedem anderen Zeitpunkt während des Ukrainekrieges", sagte Smith, wie NBC berichtete. Für ihn besteht der wahre Grund für Hegseths Entscheidung darin, dass die US-Regierung unter Präsident Donald Trump die Hilfe für die Ukraine einstellen will.

Auch in der Ukraine stießen die gestoppten Hilfen auf Unverständnis. Fedir Wenislawskyi, Mitglied des Verteidigungsausschusses des ukrainischen Parlaments, bezeichnete die Entscheidung als schmerzhaft. Er warnte, dass die Verzögerung der gelieferten Flugabwehrsysteme das Leben ukrainischer Zivilisten riskiert.


Aus: "US-Verteidigungsminister Hegseth log offenbar über Waffenknappheit" (6. Juli 2025)
Quelle: https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-07/usa-waffen-lieferung-ukraine-hegseth

Quotedesdonaldstootesmeerschwein2

Schade, das wird der Glaubwürdigkeit dieser bisher angenehm aufrichtigen und skandalfreien Regierung nachhaltigen Schaden zufügen.


QuoteP.Werner

Welch ein Glück, in einer Zeit zu leben, in der politische Integrität nicht nur existiert, sondern von Trump, Putin und der AfD in nie dagewesener Brillanz vorgelebt wird. Da wirkt selbst ein vermeintlicher Irrtum wie eine bewusst gesetzte Lehre in Demut, ein erhabener Moment staatsmännischer Größe, der uns einfachen Bürgern die Augen für höhere Wahrheiten öffnet. Ich bin überzeugt.

Sollte sich, nur rein hypothetisch, jemals ein Schatten auf diese Sonne der Aufrichtigkeit legen, würde das Volk mit gerechter Milde reagieren. Denn wer in solcher Vollkommenheit regiert, dem verzeiht man nicht nur, dem dankt man sogar für jeden vermeintlichen Fehltritt als weiteres Zeichen übermenschlicher Genialität.

Diese Regierung ganz im Geiste der Putinpartei AfD ist nicht einfach gut, sie ist der Goldstandard aller künftigen Regierungsformen. Ein Leuchtturm im Nebel der Geschichte. Ein Geschenk. Hust.


QuoteIch_einfach_verbesserlich

Rechtsradikale lügen um ihre Interessen durchzusetzen. Die Prozedur kommt einem bekannt vor. ...


QuoteCala 2

Die lügen doch alle, oder irre ich?


Quoteyxx

Weder Lügen alle, noch ist alles gelogen. Aber es wird eben gelogen! Man sollte auch selbst bei den Tatsachen bleiben! Wenn's auch schwer fällt!


...

...

Quotekarl-august

230 Kommentate und niemand ist überrascht.


...

Textaris(txt*bot)

Quote[...] In diesem Gastkommentar mahnt der renommierte Historiker Timothy Snyder, dass man in den USA gerade einen "von Perversitäten durchsetzten Versuch des Regimewechsels" beobachten könne. Die Entlassung von wichtigen Führungskadern sei nur der Anfang gewesen.

Es ist eine Binsenweisheit, dass autoritäre Regime mit der Loyalität der Sicherheitskräfte stehen und fallen, und US-Präsident Donald Trump hat seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus kaum etwas dem Zufall überlassen. Sein Verteidigungsminister Pete Hegseth entließ [https://www.pbs.org/newshour/nation/hegseth-directs-active-duty-military-to-cut-20-of-its-four-star-general-officers] sofort ein halbes Dutzend hochrangiger Generäle, darunter den Vorsitzenden des Generalstabs, und ordnete Anfang Mai an, die Zahl der Vier-Sterne-Generäle um 20 Prozent und die der Generäle niedrigeren Ranges um zehn Prozent zu verringern.

Doch es war eine Rede [https://rollcall.com/factbase/trump/transcript/donald-trump-speech-250th-anniversary-army-fort-liberty-north-carolina-june-10-2025/] vor den Truppen einen Monat später auf einem nach einem konföderierten General benannten Stützpunkt, die am deutlichsten zeigte, wie Trump die nationale Sicherheit und die Rolle der Streitkräfte bei deren Gewährleistung sieht. Er erwähnte die Welt von heute nicht, sprach kein gemeinsames US-amerikanisches Interesse an, das eine nationale Verteidigung erforderlich machen könnte, äußerte keine Besorgnis über Bedrohungen aus China oder die russische Invasion in der Ukraine. Während US-Präsidenten üblicherweise von individuellem Heldentum als Beweis für ein Land sprechen, das es wert ist, verteidigt zu werden, sagte Trump nichts über hochgeschätzte Verfassungsrechte wie die Meinungs- und Versammlungsfreiheit und kein Wort über die Demokratie. Amerika existierte in Trumps Rede nicht.

Stattdessen nutzte Trump die Militärgeschichte der USA, um den eigenen Personenkult zu fördern. Große Leistungen auf dem Schlachtfeld wurden zu Taten, die zum Vergnügen eines Führers vollbracht wurden, der sich dann auf sie beruft, um seine eigene permanente Macht zu rechtfertigen. Militärischer Ruhm wird so zu einem Spektakel, dem der Führer jede beliebige Bedeutung verleihen kann.

Das ist ein faschistisches Prinzip, Trump hat es verstanden. Alle Politik ist Kampf, und wer den Feind definieren kann, kann an der Macht bleiben. Aber während die historischen Faschisten einen äußeren und einen inneren Feind hatten, hat Trump nur einen inneren Feind. Deshalb hat er, unmittelbar nachdem er sich Israels Angriffen auf den Iran angeschlossen hatte, eilig den Sieg verkündet – und einen Waffenstillstand. Die Welt ist zu viel für ihn. Die Armee ist nur dazu da, die Menschen in den USA zu beherrschen.

Der Feind wurde identifiziert in Trumps Vergleich der US-Amerikanerinnen und -Amerikaner, die im Jahr 2025 Eingewanderte ohne Papiere aufgreifen, mit dem Mut früherer Generationen, die im Revolutionskrieg, in beiden Weltkriegen, in Korea oder Vietnam gekämpft haben. Einen Schützengraben zu stürmen oder aus einem Flugzeug zu springen ist natürlich etwas ganz anderes, als einen Studenten zu drangsalieren oder eine Näherin mittleren Alters zu schikanieren.

Aber hier sehen wir, was Trump bezweckt: Er will die US-Soldaten darauf vorbereiten, sich als Helden zu betrachten, wenn sie an Inlandseinsätzen gegen unbewaffnete Menschen, einschließlich US-Bürger, teilnehmen. In seiner Rede stellte sich Trump als mehr als nur ein Präsident dar. Er machte sich wiederholt über seinen Vorgänger lustig ("Glauben Sie, diese Menge wäre für Biden gekommen?") und rief die Soldaten auf, sich über den Grundgedanken hinwegzusetzen, dass ihr Dienst der Verfassung und nicht einer Person gelte. Diese beispiellose Personalisierung der Präsidentschaft suggeriert, dass Trumps Autorität noch auf etwas anderem beruht als auf einer Wahl – auf so etwas wie individuellem Charisma oder sogar göttlichem Recht. Die Soldaten sollten Trump folgen, weil er Trump ist.

Die meisten US-Amerikanerinnen und -Amerikaner gehen davon aus, dass die Armee dazu da ist, sie zu verteidigen, und nicht, sie anzugreifen. Aber Trump nutzte die Gelegenheit, um die Soldaten dazu zu bringen, ihre amerikanischen Mitbürgerinnen und Mitbürger zu verhöhnen und sich seinem Spott gegen Journalistinnen und Journalisten anzuschließen, die einen wichtigen Schutzmechanismus gegen die Tyrannei darstellen und die, wie Demonstrierende auch, durch den Ersten Zusatzartikel der Verfassung geschützt sind. Trump vermittelte den Soldaten, dass die Gesellschaft nicht zählt und das Gesetz keine Rolle spielt. Nur er selbst sei wichtig, und er "liebt" Soldaten so sehr, dass "wir euch durch die Bank eine Lohnerhöhung geben". Das ist die Art und Weise, wie ein Diktator zu einer Palastwache oder einem Paramilitär spricht.

Wir werden derzeit Zeuginnen und Zeugen eines von Perversitäten durchsetzten Versuchs des Regimewechsels. Das hat eine historische Komponente: Wir sollen die konföderierten Verräter wie Robert E. Lee feiern, die in Verteidigung der Sklaverei gegen die USA rebellierten. Es hat eine faschistische Komponente: Wir sollen den gegenwärtigen Moment als Ausnahmesituation betrachten, in der dem Führer alles erlaubt ist. Und natürlich hat es auch eine institutionelle Komponente: Die Soldaten sollen die Avantgarde des Untergangs der Demokratie sein, deren Aufgabe es ist, die vom Führer auserwählten Feinde zu unterdrücken – innerhalb der USA.

Migration als "Invasion" zu beschreiben, wie es Trump in seiner Rede tat, soll den Unterschied zwischen der Einwanderungspolitik seiner Regierung und einem ausländischen Krieg verwischen. Aber es soll auch den Auftrag der US-Armee ändern. Wenn Soldaten und andere bereit sind zu glauben, dass Migration eine "Invasion" ist, werden sie Andersdenkende als Feinde betrachten. Und genau das wollte Trump erreichen, als er gewählte Amtsträger in Kalifornien als Kollaborateure bei einer "Besetzung ... durch kriminelle Invasoren" darstellte.

Dem US-Militär gehören, ebenso wie anderen US-amerikanischen Institutionen, Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund an. Es ist in hohem Maße von Afroamerikanern und Nichtstaatsbürgerinnen abhängig. Der Versuch, es in einen Kult der Konföderation und ein Instrument zur Verfolgung von Migrantinnen und Migranten zu verwandeln, würde zu großen Spannungen führen und seinem Ruf schweren Schaden zufügen, insbesondere wenn US-Soldaten US-Zivilistinnen und -Zivilisten töten.

Trump würde derartige Situationen begrüßen und ausnutzen. Er will alles umkrempeln. Er will eine Armee, die ein persönliches Paramilitär ist. Er will, dass die Schande unserer nationalen Geschichte zu unserem Stolz wird. Er will eine Republik in ein faschistisches Regime verwandeln, in dem sein Wille Gesetz ist.

Aber was wollen die US-Truppen? Trumps Rede war eine hochgradig kuratierte Angelegenheit, bei der die Zuhörerinnen und Zuhörer auf der Grundlage ihrer politischen Ansichten und ihres Aussehens ausgewählt wurden. Die Militärparade jedoch, die Trump zu Ehren des 250-jährigen Bestehens der Armee und seines eigenen Geburtstags vier Tage später in Washington abhielt und bei der etwa 6600 Soldaten in Kampfanzügen an einer spärlichen Menschenmenge vorbeischlenderten (nicht marschierten), wurde weithin als "Flop" bezeichnet. Als militärisches Ruhmesspektakel konnte sie weder mit Pjöngjang noch mit dem Roten Platz mithalten.

Ich war nicht dabei. Wie mindestens vier Millionen andere Menschen in den USA war ich an diesem Tag auf einer der Anti-Trump-Kundgebungen, die unter dem Motto "No Kings" in rund 2100 Städten und Gemeinden im ganzen Land stattfanden. Es war der größte eintägige politische Protest in der Geschichte der USA, stellte die Teilnehmendenzahl an Trumps Parade weit in den Schatten und bewies, dass eine Demokratie nur dann existiert, wenn ein Volk existiert. Und ein Volk existiert nur dann, wenn die Menschen sich ihrer Mitmenschen und ihrer Notwendigkeit, gemeinsam zu handeln, bewusst sind. Dieses Bewusstsein ist Trumps schlimmster Feind. (Timothy Snyder, Übersetzung: Jan Doolan, Copyright: Project Syndicate, 5.7.2025)


Aus: "Timothy Snyder: Trump will ein persönliches Paramilitär, keine US-Armee" Timothy Snyder (5. Juli 2025)
Quelle: https://www.derstandard.at/story/3000000277957/timothy-snyder-trump-will-ein-persoenliches-paramilitaer-keine-us-armee

QuoteZaungast8

Leibstandarte Donald Trump?


Quoteherceg

Snyder mag Trump anscheinend nicht - Snyder fantasiert zusehends ins Blaue. Seine Behauptungen beruhen auf zurechtgebogenen Interpretationen von Trumps Reden und nicht auf der Analyse konkreter Vorhaben. Sein Hass auf Trump verstellt ihm die Sicht, was tatsächlich abläuft und auch inwiefern Trump eher eine Kontinuität zu Entwicklungen zuvor darstellt und nicht so sehr eine Zäsur. Er unterscheidet auch nicht zwischen Nationalgarde und US-Army, etc.


QuoteIsidore Ducasse, Comte de Lautréamont

Es ist wie Geschichtsunterricht in Echtzeit. Und wieder sieht man: es braucht vor allem die Mitläufer, die mittun, und das breite Volk, das gewähren lässt. Und wie schnell sich eine Nation um 180° drehen kann.


QuoteTricky Dicky

Hmm. Wenn soll man bloß glauben.

Einem amerikanischen Geisteswissenschaftler, der alles haargenau seziert und vorskizziert hat. Literatur dazu schrieb.
Oder einem anonymen österreichischen Jokel ...


QuoteCollective Image

Ich [sehe ... ] insgesamt extrem schwarz - Die Leute werden auch bei uns die Rechtsradikalen wählen, dann wird die EU zerbrechen und wir wieder in völkische Barbarei und Krieg und Tod und Elend verfallen. Und wir insgesamt als Menschen haben es verdient, wie sind einfach zu dumm für alles.


Quoteevitali

"...Und ein Volk existiert nur dann, wenn die Menschen sich ihrer Mitmenschen und ihrer Notwendigkeit, gemeinsam zu handeln, bewusst sind. ..."

Da überschätzen sie die Menschen aber total. Den meisten ist doch alles wurscht. Sie leben in ihrer Blase mit ihren eigenen Sorgen und jubeln Rechtsextremen, Linksextremen oder Kriegstreibern oder Wahnsinnigen zu, je nachdem was man ihnen halt gerade einredet. Die Desinteressierten werden immer mehr, belustigen sich höchstens an TikTok Filmchen und rennen jedem dahergelaufenen Depperten hinterher, wenn der ihnen nur populistisch schön brav ihr Heil verspricht. ...


QuoteNorthStar

Ausgezeichnet beschrieben. Meilensteine auf diesem Regimewechselprozess sind der Moment, in dem General Mathis Trump mitgeteilt hat, dass die US Armee auf die Verfassung eingeschworen ist und nicht auf ihn. Weiters, als Verteidigungsminister Esper sich weigerte, Demonstant*innen in die Beine schiessen zu lassen. Und als General Milley zuerst seine Teilnahme an der Inszenierung von "Recht und Ordnung" durch einen bibelhaltenden Trump an der St. Johnkirche bedauerte und sich später in seiner Pensionierungsrede klar gegen Trump aussprach: "we don't swear an oath to a wannabe dictator." ...


QuoteKarli Kurbler

"Dieses Bewusstsein ist Trumps schlimmster Feind."

Ich fürchte nur, dass "dieses Bewusstsein" mehr oder weniger eine Illusion (geworden) ist.
Individualität gegen Gemeinsinn, in den meisten westlichen Gesellschaften ist ersteres immer mehr in den Vordergrund gerückt, das nationale Zusammengehörigkeitsgefühl auch durch die Globalisierung immer mehr zerstört worden.


Quotemki

Mit ICE, das seit dieser Woche ("Big Beautiful Bill") über ein größeres Budget verfügt als die meisten regulären Armeen dieser Welt und das – so wie viele US Polizei-Truppen – hochgradig militarisiert ist, hat er so eine Art persönliche Armee bereits.


QuoteWer macht in Zukunft die Drecksarbeit

Sie wollten es so ...


QuoteDe Colores

"... Das ist die Art und Weise, wie ein Diktator zu einer Palastwache oder einem Paramilitär spricht ..."

Völlig vergessen wurde zweifelhafte Rolle und Interessen der Trump fördernden superreichen Tech-Desperados.

Allen voran der rechtslibertäre Demokratiefeind Peter Thiel im Verbund mit evangelikalen Ultras und politkatholischen Neointegralisten die Gottesstaat-Allüren hegen.


QuoteBumsfidel

Bei aller Wertschätzung für Herrn Snyder und größter Verachtung für diesen unsäglichen Trumpel - dieser Artikel ist für mich doch zu viel Alarmismus! Etwas gezieltere Dosierung wäre mir sympathischer.


QuoteAvicenna

Timothy Snyder und Jason Stanley sind ausgewiesene Experten auf ihrem Gebiet. Sie haben Grund zu warnen. Wer sich jahrelang mit Faschismus, Diktatur und autoritären Regimen beschäftigt hat, ist sensibilisiert und reagiert schneller auf die ersten Symptome, als der Durchschnittsbürger. Die meisten kapieren es immer erst, wenn es zu spät ist...


QuoteThe Gödelnumber of the Beast

Trump macht was er angekündigt hat dafür wurde er demokratisch gewählt. Wer Faschisten wählt kriegt die Diktatur als Bonus dazu. Die Mehrheit wollte das [so].


QuotePolk Salad

Ich finde es auch falsch, jetzt so zu tun, als würde das, was Trump macht, allen Amerikanern gegen den Strich gehen. Die überwiegende Zahl der Amerikaner ist durchaus damit einverstanden, was jetzt geschieht.


Quotewulf_B

... Und denken, wie seinerzeit Niemöller, sie werden schon nicht betroffen sein.


...

Textaris(txt*bot)

Quote[...] Zum Auftakt seines Besuchs in Washington hat Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu den US-Präsidenten Donald Trump für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. "Sie haben ihn verdient, und Sie sollten ihn bekommen", sagte Netanjahu, der selbst weiter Krieg gegen die Hamas im Gazastreifen führt. "Wow", sagte Trump bei dem Treffen im Weißen Haus, "gerade von Ihnen ist das sehr bedeutungsvoll."

Der US-Präsident schmiede "gerade, während wir hier sprechen", Frieden in "einer Region nach der anderen", sagte Netanjahu. Er habe ein entsprechendes Schreiben an das Nobelpreiskomitee geschickt. Der US-Präsident war im Laufe der Jahre bereits mehrfach von Anhängern und Abgeordneten für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen worden.

Trump äußerte sich unterdessen zuversichtlich, dass die Hamas bereit sei für eine Waffenruhe im Gazastreifen. "Sie wollen ein Treffen, und sie wollen diese Waffenruhe", sagte er. "Ich glaube nicht, dass es eine Blockade gibt. Ich denke, dass die Dinge sehr gut vorankommen", antwortete Trump auf die Frage, was eine Einigung verhindere.

Derzeit liegt ein Vorschlag der internationalen Vermittler für eine 60-tägige Feuerpause vor. Am Sonntag sagte Trump, es gebe "gute Chancen", "diese Woche" eine Einigung zu erzielen. Am Wochenende war ein israelisches Verhandlungsteam zu indirekten Gesprächen mit der Hamas nach Katar gereist.

Die humanitäre Lage im Gazastreifen ist derweil weiterhin katastrophal, laut Hilfsorganisationen droht eine Hungersnot. Ende Mai ließ die israelische Regierung erstmals wieder Hilfslieferungen der UN zu. Zuvor hatte Israel die Hilfe für fast drei Monate blockiert. Zuletzt kritisierten die UN zudem mehr als 600 Tötungen in der Nähe von Hilfspunkten im Gazastreifen.

Bei ihrem Gespräch deuteten Trump und Netanjahu zudem Fortschritte bei umstrittenen Bemühungen um die Umsiedlung von Menschen aus Palästinensergebieten an. Israel und die USA seien "kurz davor, mehrere Länder zu finden", die Palästinenser aufnehmen würden, die den vom Krieg verwüsteten Gazastreifen verlassen möchten, sagte Netanjahu. "Ich denke, Präsident Trump hatte eine brillante Vision. Das nennt man freie Wahl. Wenn die Menschen bleiben wollen, können sie bleiben; aber wenn sie gehen wollen, sollten sie gehen können."

Trump hatte Anfang Februar den Vorschlag geäußert, die USA könnten den Gazastreifen übernehmen, das kriegszerstörte Gebiet planieren, neu aufbauen und in eine, wie er sagte, "Riviera des Nahen Ostens" verwandeln. Die mehr als zwei Millionen dort ansässigen Palästinenser müssten dazu umgesiedelt werden. Daran gab es deutliche Kritik. Israelische Regierungsvertreter hatten in der Vergangenheit mehrfach angekündigt, die "freiwillige" Emigration eines bedeutenden Teils der Gazabewohner voranzutreiben.


Aus: "Benjamin Netanjahu schlägt Donald Trump für Friedensnobelpreis vor" (8. Juli 2025)
Quelle: https://www.zeit.de/politik/2025-07/benjamin-netanjahu-donald-trump-friedensnobelpreis-weisses-haus

Quoteflosculi

Zwei Clowns.


QuoteDemvolkedienen

Diese zwei Typen planen Umsiedlungen und Vertreibungen, der eine missbraucht den 7. Oktober für seine Machtphantasien und gehört eigentlich vors Kriegsverbrechertribunal und schlägt den anderen für den Friedensnobelpreis vor....


QuoteSteelworks

Ich schlage Netanjahu für den deutschen Comedypreis vor.


QuoteWaldschrat9247

@Steelworks:

Da ist selbst Nuhr noch witziger.


QuoteAsibux

Was darf Satire.


QuoteStribor

Angesichts der Tatsache, dass Obama ihn für Nichts bekommen hat, ist das ein mehr als gerechtfertigter Vorschlag.


QuoteHeiner Merkl

Wird der Postillion jetzt in der Zeit veröffentlicht?


QuoteWZ

Eigentlich braucht es einen neuen Preis, Nobel ist zuwenig, vielleicht den Big Geat Trump Price oder so. Von ihm für ihn.


QuoteDagehtnochwas

Diese Welt ist einfach der Spielplatz für alte (weiße) Männer mit schweren psychischen Deformationen.

Die es auch noch Ernst meinen.


QuoteGoto Dengo

Es gab in der Vergangenheit schon viel bizarrere Nominierte, u.a. Mussolini, Hitler und Stalin (letzter sogar 2x).


QuoteSkipper63

Und ich schlage alle Ärzte, die in Gaza arbeiten währen um ihre Köpfe herum Trumps Bomben von Netanjahu auf Gaza geworfen werden, für den Friedensnobelpreis vor! ...


QuoteSalzwasser-Sommelier

Warum? Seine kühne Behauptung den Ukraine-Krieg zu beenden (von den 24 Stunden will ich mal garnicht sprechen) ist krachend gescheitert, den Iran in Verhandlungen zu zwingen ist ebenfalls gescheitert, seine Verhalten gegenüber Migranten hat mir Menschlichkeit nichts mehr zu tun. Beurteilt man Trump nach seinen Taten, bleibt nur noch ein aufschneidender Maulheld über.


Quoteholf

Das Schlagzeile klingt wie von der Titanic. Die Satire wurde von der Realität eingeholt.


QuoteYkink

Dann schlag ich die Flat Earth Society für den Physik Nobelpreis vor.


QuoteLimonen

Bitte Putin nicht vergessen. Der tut alles für den Frieden in der Ukraine.


Quoteich_weiß_was

Fehlt noch die Verewigung am Mount Rushmore. Aber dann bitte mit gelben Toupe und mit Bräunungscreme gefärbten Gesicht. Dann würde das noch als Satire durchgehen.


QuoteExegetius

Ich hätte ja Benjamin Netanjahu für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen, da er die Menschheit vor einem unmittelbar bevorstehenden Atomkrieg bewahrt hat.


QuoteOberst von Senf zu Würstchenberg

@Exegetius:

Was Sie alles wissen! Doll! 🙄


QuoteFrantz Fanon

Das ist Satire. Ein Kriegsverbrecher schlägt einen Präsidenten vor, dessen Politik Millionen Menschen verhungern bzw. an heilbaren Krankheiten, sterben läßt.


QuoteJust_saying

Ich schlagen einen "Alternativen Friedensnobelpreis" vor, vielleicht mit irgendwas wie "goldene Himbeere" im Titel.


QuoteZamoscz20

Warum gibt es eigentlich keinen Kriegsnobelpreis? Da würden sich Putin und Netanjahu ein spannendes Rennen liefern.


Quotebiofeedback

Genug Internet für heute...


...

Textaris(txt*bot)

Quote[...] Die Zahl der Toten im Flutgebiet in Texas hat weiter zugenommen. Wie die US-Regierung mitteilte, starben mindestens 104 Menschen. US-Präsident Donald Trump hat einen Besuch im betroffenen Gebiet für voraussichtlich Freitag angekündigt.

Indes wird in den USA vermehrt Kritik am Umgang mit dem Unwetter laut. Demnach gab es trotz einer Unwetterwarnung des Nationalen Wetterdienstes (NWS) erst in der Nacht Flutwarnungen und keine Evakuierungsanordnungen. Vertreter der betroffenen Landkreise in Texas klagten, sie seien nicht rechtzeitig vor den Wassermassen gewarnt worden.

Trump sagte, die Sturzflut und ihre Auswirkungen seien eine "Jahrhundertkatastrophe", die niemand erwartet habe. Mit Blick auf den Katastrophenschutz verwies er zudem auf die Regierung seines Vorgängers Joe Biden. Überdies wies die US-Regierung Kritik zurück, Kürzungen hätten die Warnsysteme geschwächt.

Seit seinem Amtsantritt im Januar waren Mittel für den NWS und die Klimabehörde NOAA gekürzt und zahlreiche Wissenschaftler entlassen worden. Die New York Times berichtete, dass mehrere wichtige Positionen vor den Überschwemmungen unbesetzt gewesen seien.

In Texas war in der Nacht zum Freitag nach heftigen Regenfällen der Wasserstand des Guadalupe innerhalb von 45 Minuten um acht Meter gestiegen. Am Flussufer hatten am US-Nationalfeiertag und dem darauffolgenden Wochenende viele Menschen gecampt.

Das Wasser überschwemmte unter anderem die Hütten des Camp Mystic, wo zum Zeitpunkt der Katastrophe rund 750 Mädchen in ihren Betten lagen. 27 Menschen sind nach Angaben der Betreiber gestorben. "Unsere Herzen sind an der Seite der Familie gebrochen, die diese unvorstellbare Tragödie ertragen müssen. Wir beten ständig für sie", teilte das Camp mit. Demnach wird weiter nach vermissten Mädchen gesucht. 

Weil das Ausmaß der Fluten weiterhin nicht klar ist und nach Vermissten gesucht wird, könnte die Zahl der Toten wie in den Vortagen weiter steigen. Es gibt Behördenangaben zufolge weiterhin reißende Fluten und Regen. Der US-Wetterdienst warnte zuletzt vor neuen Gewittern.


Asu: "US-Präsident weist Kritik an Kürzungen beim Wetterdienst zurück" (8. Juli 2025)
Quelle: https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2025-07/texas-fluten-donald-trump-kritik-kuerzungen

Quotealpha x

Ich denke, mein herzliches Beileid für alle Betroffenen. Es gibt nichts schlimmeres als sein junges Kind zu verlieren.

Einmal mehr zeigt sich die psychopathische Seite des US Präsidenten, die Opfer gehen auf sein Konto, auch wenn er wie immer alles abwiegelt und verneint, denn sie lassen ihn völlig eiskalt. Es werden noch Millionen von Toten dazukommen, wenn 12 Millionen USBürger seinetwegen ihre Versicherung verlieren, aber auch dass wird ihn eiskalt lassen, wie es sich für einen malignen, narzisstischen Psychopathen gehört.


QuoteAmbi Valenz

Es ist schrecklich, was die Menschen dort erleben. Ob diese Menschen hätten gewarnt werden können ist eine Frage, die die Amerikaner stellen und beantworten müssen. Bei all der Aufregung hier sollten wir uns fragen, ob wir uns so stark unterscheiden. Auch bei uns wurden Sirenen abgeschafft, Informationssysteme wie CBS nicht eingeführt, bis die Katastrophe im Ahrtal stattfand. Mit ebenfalls über 100 Toten. Umwelt- und Klimaschutz sind durch unsere Regierung zum Hobby erklärt worden um das wir uns mal kümmern, wenn wir Zeit und Geld übrig haben. Die erneubaren Energien werden in ihrem Ausbau unter Frau Reiche ausgebremst, wir setzen wieder auf Gaskraftwerke. Drill Baby drill auch bei uns. In meinen Augen unterscheiden wir uns nicht so sehr von den Amerikanern, wie unser Selbstbild es uns vorgaukelt.


QuoteZogash

Das Tragische daran ist, dass die Chancen sehr gut stehen, dass die Eltern der Besucherinnen eines christlichen Sommercamps im ländlichen Texas mit Trump genau den gewählt haben, der durch seine hirnlosen Kürzungen in kritischen Behörden direkt für den Tod ihrer Kinder verantwortlich ist - und sie würden es wahrscheinlich wieder tun.


QuoteDarth Nihilus
vor 9 Stunden

Die NHS Warnungen ware da und sie waren akkurat. Die lokale Umsetzung war herausfordernd und alles andere als perfekt. Nun lernt man hoffentlich rasch und gründlich.

"Texas flood forecasts were accurate. It wasn't enough to save lives." Chelsea Harvey (07/07/2025)
The National Weather Service issued timely alerts, meteorologists say, but few were listening in the hours before the early morning flash floods. ...
https://www.politico.com/news/2025/07/07/texas-flood-forecasts-accuracy-lives-lost-00441068


QuoteRosetta- are- you- well- well- well

Einem echten Texaner wird diese Katastrophe von seiner MAGA Order nicht abbringen.


QuoteHobin Rood

Wenn der Bauer nicht schwimmen kann, ist die Badehose schuld!


QuoteBiologe-1954

Ja, glaubt denn jemand, dass Trump und seine Republikaner überhaupt jemals Fehler zugeben würden? ...


QuoteFernmeldereiter

Die Heimatschutz Ministerin Kristi Noem ist bekennende Klimaleugnerin. Ein gut ausgewähltes Kabinett insgesamt.  ...


QuoteLena0815

An sich wäre das (fast) irrelevant. Denn selbst Personen, die den menschengemachten Klimawandel leugnen, leugnen nicht das Wettergeschehen. Sie leugnen die Ursachen (mehr Co2 in der Atmosphäre als Antrieb einer Erwärmung), aber nicht das tagtägliche Wettergeschehen, nicht die gemessenen Temperaturen oder gefallenen Niederschläge.
Sie leugnen auch nicht die Funktionsweise von Wetter (Druckgebilde, Druckausgleich, Wasserkapazität der Luft etc.)

Theoretisch könnte der Leiter der NOAA den Klimawandel leugnen und würde dennoch anhand der Berechnungen des GFS (Global Forecast System) erkennen, dass ein Tief oder Hoch von Punkt A zu Punkt B zieht und das Verhalten dieser Druckgebilde in den nächsten 3 Tagen an Punkt C Regenmengen X erzeugen wird.

Beim Hochwasser 2021 (Ahrtal und all die anderen ungenannten Gebiete), war ja auch Tage zuvor klar, wie sich die Druckgebilde verhalten und somit auch wann es zu Niederschlag kommen würde, ebenso, dass es sehr hohe Mengen Niederschlag relativ stationär geben würde.

Vor allem aber war klar warum es zu dem Niederschlag kommen würde: Nämlich, weil man weiß, wie Wetter funktioniert/abläuft. Weil man weiß, wie Druckgebilde über einer Topografie welche Niederschläge wohin befördern. Das ist einfache Meteorologie - die dazugehörige Wettervorhersage würde sogar ein (theoretischer) Klimawandelleugner-Meteorologe so abliefern.

Der Hauptpunkt ist: Man benötigt Meteorologen, die die Daten die das GFS ausspuckt auch deuten können.


QuoteFleckfisch

[...] Unter den Klimawandelleugnern gibt es grob zwei Lager. Die einen behaupten, das Klima wandelt sich überhaupt nicht, die anderen sagen, das Klima wandelt sich schon, aber das wäre ein völlig natürlicher Prozess, der schon immer stattgefunden habe und auf den die Menschen keinerlei Einfluss hätten.

Die Heimatschutz-Chefin gehört der zweiten Gruppe an [1].

Wer "nur" das "menschengemacht" wegleugnet, kann also "ganz normale" Klimaforschung betreiben und natürlich auch vor häufigeren und stärkeren Hurricans warnen!

[1] https://www.politico.com/news/2024/11/13/kristi-noem-climate-change-rejection-00189166

Zitat "Asked by a reporter in March 2022 if she believes the climate is changing, Noem replied, 'I think the science has been varied on it, and it hasn't been proven to me that what we're doing is affecting the climate.'".


QuoteAntiInternetReserchAgency

Antwort auf @Fleckfisch

Dennoch geht das Problem weiter, Meteorologie funktioniert ohne Klimamodelle nicht und wer wissenschaftlich die Daten betrachtet kommt zwangsläufig zu folgenden Zusammenhängen:

Die Temperaturen vorallem im Meerwasser bis 2.000 m Tiefe steigen und es gibt eine Korrelation mit dem CO2.

Ebenso wissen wir aus der C14 Analyse, dass die Kohlenstoffatome des gestiegen CO2 Anteil so alt sind, dass C14-Isotope kaum nachvollziehbar sind.

Es wird wärmer undü die Atmosphäre kann immer mehr H2O aufnehmen, sprich die Böden und Flüsse werden trockener, gleichzeitig erhöht sich die Regenmenge.

Sprich jeder Meteorologe wird zwangsläufig zur Überzeugung kommen, dass die aktuellen Maßnahmen vollkommen unzureichend sind und die Verbrennung und tierische Landwirtschaft das Problem weiter verschlimmert.

Beides kostet Geld und bedeutet Veränderungen, und würde den 3 Mrd € Tagesgewinn reduzieren.

Das will Trump nicht, und deshalb darf die Notwendigkeit der Veränderung nicht in das Bewusstsein der Bevölkerung einsickern - ergo müssen ALLE die diese Botschaft verbreiten könnten gestoppt werden.


QuoteDona Quichotte

"Die US-Regierung hat zwar Mittel des Wetterdienstes gekürzt, lehnt die Kritik jedoch ab."

Laut Project 2025 soll NOAA vollständig aufgelöst und privatisiert werden. Der Autor des entsprechenden Kapitels, Thomas F. Gilman, beklagt, die Organisation sei durch den Fokus auf das Klima "schädlich für den zukünftigen Wohlstand der USA" geworden. Er schreibt: "Die NOAA rühmt sich heute, Anbieter von Umweltinformationsdiensten und Umweltverwaltungsdiensten sowie ein führendes Unternehmen in der angewandten wissenschaftlichen Forschung zu sein. Jede dieser Funktionen könnte auf kommerzieller Basis angeboten werden, wahrscheinlich zu niedrigeren Kosten und mit höherer Qualität." Kommerzielle Wetterdienste stört vor allem, daß sie nicht die einzigen Nutzer der frei verfügbaren Daten von NOAA sind...

Das nationale Hurrikan-Zentrum soll nicht abgeschafft, aber sichergestellt werden, daß die Daten "ohne Anpassungen präsentiert werden, die eine bestimmte Seite in der Klimadebatte unterstützen". NOAA dagegen ist für Gilman "Quelle eines Großteils des NOAA-Klimaalarmismus". Deshalb soll ein Großteil von dessen Forschung gestoppt werden.¹

Trump soll seine Krokodilstränen stecken lassen und den Betroffenen und Angehörigen der Flutopfer sagen, daß er selbst mit seinen Maßnahmen dafür sorgen wird, daß sich solche Katastrophen in Zukunft immer häufiger wiederholen, während Warnungen unmöglich gemacht werden. Aber dazu ist er viel zu feige.

¹ David Graham. Der Masterplan der Trump-Regierung. S. 140 f.


QuoteRainer Platonisch

Das heißt also, die Daten dürfen nicht wissenschaftlich ausgewertet werden, da das gegen den Klima-Kreationismus verstößt?


QuoteAmtlicher Anzeiger

Staatsunternehmen sind Kommunismus. Langsam, teuer, ineffizient, korrupt. Privatunternehmen = schnell, innovativ, fortschrittlich. Und wir wissen alle, dass uns nur Privatwirtschaft hilft, die Gesellschaft, das Land, uns alle wohlhabend und glücklich zu machen. Wer das nicht versteht, gehört nicht zu uns.

...


QuoteRedaktionär

Antwort auf @Lena0815

Sie wissen aber schon, dass die kommerziellen Anbieter ein öffentlich finanziertes Angebot sofort in Grund und Boden klagen und juristisch aus dem Rennen kicken, oder? Es gibt Gerichtsurteile, wo der Deutsche Wetterdienst nicht mal eine App fürs Mobiltelefon anbieten darf, die den vollen Umfang der Daten liefert. Was Sie kostenfrei nutzen können ist leider auf Betreiben der Privaten kastriert.


QuoteWinklaaa Antwort auf @Redaktionär

Wobei einmalig 2,50€ für die DWD-App auch niemanden finanziell ruinieren. Für mich als Berufs-Fahrrad-Pendler war das insbesondere mit Bezug auf das Regenradar eine der besten Investitionen.


QuoteTorchwood

Sagen wir es mal so: ich habe noch nie erlebt, dass Trump irgend etwas eingesteht, dass er Fehler zugibt. Insofern ist das alles keine Neuigkeit - so traurig und erschütternd es auch ist.

Für ihn als krankhaften Narzissten sind immer die Anderen schuld.


QuoteAmos Was Right

"Sagen wir es mal so: ich habe noch nie erlebt, dass Trump irgend etwas eingesteht, dass er Fehler zugibt."

Funktioniert hier genauso. Schauen Sie sich die Desinformationskampagnen der CDU und AfD an. Das Konzept ist identisch zu MAGA. Etabliert und ersonnen hat es einst der KGB.


QuotePalmn

Das einzige was mich wundert, ist dass Donald nicht Obama die Schuld gibt.


Quotealice_42
vor 4 Stunden

>> Seit seinem Amtsantritt im Januar waren Mittel für den NWS und die Klimabehörde NOAA gekürzt und zahlreiche Wissenschaftler entlassen worden. <<

Das ist keine einfache Sparmaßnahme, sondern ideologiegetrieben. Wetterforscher und Klimawissenschaftler stören die ,,fossil fuel agenda", zudem wäre ein privatisierter Wetterdienst eine sprudelnde Geldquelle, da fast jeder Mensch und jedes Wirtschaftsunternehmen Wettervorhersagen braucht.

Project 2025, zum Thema:

,,NOAA consists of six main offices: [...]Together, these form a colossal operation that has become one of the main drivers of the climate change alarm industry and, as such, is harmful to future U.S. prosperity. This industry's mission emphasis on prediction and management seems designed around the fatal conceit of planning for the unplannable. That is not to say NOAA is useless, but its current organization corrupts its useful functions. It should be broken up and downsized. NOAA today boasts that it is a provider of environmental information services, a provider of environmental stewardship services, and a leader in applied scientific research. Each of these functions could be provided commercially, ..."

Ich finde, die Info gehört in den Text. Das Vorgehen gegen die Klima- und Wetterdienste ist Teil des Kampfs, den das Trump-Regime gegen die Wissenschaft führt. Und zumal wegen der Parallelen, die man auch hier sehen kann, lesenswert dazu bei Lobbycontrol: ,,CDU-naher Lobbyverband als Türöffner für Klima-Desinformation?" https://www.lobbycontrol.de/lobbyismus-und-klima/cdu-naher-lobbyverband-als-tueroeffner-fuer-desinformation-114946/


QuoteJens Siegfried

,,Die New York Times berichtete, dass mehrere wichtige Positionen vor den Überschwemmungen unbesetzt gewesen seien."
Wäre interessant, welche Positionen genau das waren, und ob die eine Rolle gespielt hätten (was mein Eindruck nicht bezweifelt).

Oder den Artikel verlinken.


Quotebierosoph
vor 12 Stunden

"Laut CNN war beim US-Wetterdienst ausgerechnet die Schlüsselstelle der Krisenkommunikation unbesetzt" (min 1:10)

n-tv.de/Zehn-Minuten-Zeitraffervideo-zeigt-fatales-Tempo-der-Flut:
https://www.n-tv.de/mediathek/videos/panorama/Zehn-Minuten-Zeitraffervideo-zeigt-fatales-Tempo-der-Flut-article25882881.html


...

Textaris(txt*bot)

... Wahrheit existiert nicht mehr, jeder kann behaupten, was er will. ...

Quote[...] Gestern hörte und sah ich, dass das religiöse Oberhaupt des Iran sein Land zum Sieger des Krieges mit Israel erklärt hat, Donald Trump erklärt die iranischen Urananreicherungsanlagen für zerstört und jeden, der daran zweifelt, wie den Fernsehsender CNN, zu ,,Abschaum". Wahrheit existiert nicht mehr, jeder kann behaupten, was er will. Orwell war noch zu optimistisch. An Trumps Äußerungen zur internationalen Lage fällt auf, wie privatistisch und infantil seine Sprache ist. Trump trägt selbst bei offiziellen Anlässen seine alberne rote Kappe und vollführt tapsige Bewegungen, Elon Musk bringt seinen vierjährigen Sohn zu Terminen im Oval Office mit, popelt vor laufenden Kameras und schmiert die Popel an den präsidialen Schreibtisch. Die Grenzen zwischen Privatem und Öffentlichem verschwimmen, ein Phänomen, auf das Richard Sennett bereits vor über einem Vierteljahrhundert hingewiesen hat. Reife, dialektische Ich-Funktionen bilden sich zurück oder werden erst gar nicht mehr entwickelt. Sie sind aber unabdingbare Voraussetzung für einen zivilisierten Umgang miteinander im öffentlichen Raum. Wir erleben eine kollektive Infantilisierung, eine Regression auf das Stadium von Wiege, Lutscher und Rassel. Trump redet über internationale Beziehungen in einem Ton, der dem Quengeln eines schlecht gefütterten und enttäuschten Kleinkinds ähnelt: ,,Ich bin nicht zufrieden mit Israel. Wenn ich sage, okay, ihr habt jetzt zwölf Stunden Zeit, dann geht man doch nicht in der ersten Stunde los und legt alles nieder, was man hat, also bin ich nicht zufrieden mit ihnen. Mit Iran bin ich auch nicht zufrieden." Auch seine Vergleiche Russlands und der Ukraine mit sich prügelnden Jungs zeigen, auf welcher primitiven Stufe die Entwicklung seiner Sublimierungs-, Symbolisierungs- und Abstraktionsfähigkeit stehengeblieben ist. Es ist tragisch und dramatisch, dass solche Leute über unser aller Schicksal zu entscheiden haben. Die internationale Politik verkommt zu einer politischen Börse, an der die Großen und Großmäuler ,,Deals" machen und die Kleinen über den Tisch gezogen werden. Als Donald Trump bei seiner Amtseinführung zu einer seiner ausufernden und erratischen Reden anhob, fragte der Simultandolmetscher des Senders Phoenix bei der Regie nach: ,,Sag mal, wie lang wollt ihr bei dem Scheiß bleiben?" Er hatte natürlich keine Ahnung, dass seine Frage über den Sender ging.

...


Aus: "123 | Zeichen auf der Haut" Götz Eisenberg (2. Juli 2025)
Quelle: https://durchhalteprosa.de/2025/07/02/123-zeichen-auf-der-haut/


Textaris(txt*bot)

Quote[...] US-Präsident Donald Trump macht immer mehr Briefe mit Zollbestimmungen für andere Länder zum 1. August bekannt. Am Mittwochnachmittag (Ortszeit) postete der Republikaner einen Brief an Brasilien mit dem bislang höchsten Wert von 50 Prozent auf die Einfuhr von Produkten in die USA.

Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva betonte, sein Land lasse sich von niemandem bevormunden. Jede einseitige Erhöhung von Zöllen werde gemäß dem brasilianischen Gesetz über wirtschaftliche Gegenseitigkeit beantwortet.

Auffällig ist an diesem Brief im Vergleich zu vorigen, dass Trump darin Brasilien den Umgang mit dem umstrittenen früheren Präsidenten Jair Bolsonaro vorwirft. Der rechte Ex-Präsident steht vor Gericht, weil er nach seiner Wahlniederlage 2022 einen Putschversuch gegen die Regierung seines Nachfolgers Lula geplant haben soll. Er weist die Vorwürfe zurück.

Trump schrieb in dem Zollbrief, dass Bolsonaro in seiner Regierungszeit hoch respektiert gewesen sei. Der US-Präsident forderte: ,,Das ist eine Hexenjagd, die SOFORT! enden sollte."

Die Ankündigung des hohen Strafzolls schickte die Landeswährung und Aktien brasilianischer Firmen auf Talfahrt. Der brasilianische Real wertete am Mittwoch (Ortszeit) um gut zwei Prozent auf 5,58 je Dollar ab. Der börsengehandelte Fonds iShares MSCI Brazil verlor zwei Prozent.

Die brasilianische Lebensmittelindustrie erwartet für US-Verbraucher erhebliche Auswirkungen. Der Kaffee-Exporteurverband Cecafé erklärte, die Last des 50-prozentigen Zolls würden US-Konsumenten tragen. Der Verband der Exporteure von Zitrusfrüchten, CitrusBR, erklärte, die Maßnahme treffe nicht nur Brasilien, sondern auch die US-Saftindustrie. Brasilien ist der weltgrößte Kaffeeproduzent und liefert rund ein Drittel des in den USA konsumierten Kaffees. Zudem stammt mehr als die Hälfte des in den USA verkauften Orangensafts aus dem südamerikanischen Land.

Stunden zuvor hatte Trump bereits einen weiteren Schub an Briefen bekanntgemacht. Die Europäische Union war zunächst nicht darunter. Die neuen Briefe waren adressiert an Irak, Libyen, Algerien, Moldau, Philippinen, Brunei und Sri Lanka. Seit Montag macht der US-Präsident die neuen Zollregeln für Waren in die USA bekannt. Er rechtfertigt die Zölle mit einem bisherigen Ungleichgewicht.

 Das ist der aktuelle Stand mit Start 1. August:

    Japan: 25 Prozent
    Südkorea: 25 Prozent
    Malaysia: 25 Prozent
    Kasachstan: 25 Prozent
    Südafrika: 30 Prozent
    Laos: 40 Prozent
    Myanmar: 40 Prozent
    Tunesien: 25 Prozent
    Bosnien und Herzegowina: 30 Prozent
    Indonesien: 32 Prozent
    Bangladesch: 35 Prozent
    Serbien: 35 Prozent
    Kambodscha: 36 Prozent
    Thailand: 36 Prozent
    Libyen: 30 Prozent
    Irak: 30 Prozent
    Algerien: 30 Prozent
    Moldau: 25 Prozent
    Philippinen: 20 Prozent
    Brunei: 25 Prozent
    Sri Lanka: 30 Prozent
    Brasilien: 50 Prozent

Unterdessen machte Trump bekannt, dass die bereits angekündigten Zölle von 50 Prozent speziell auf Kupfer länderunabhängig ebenfalls ab 1. August gelten werden. Der US-Präsident schrieb auf der Plattform Truth Social: ,,Amerika wird wieder eine DOMINANTE Kupferindustrie aufbauen." (dpa, Reuters)


Aus: "Trump schreibt von ,,Hexenjagd" auf Bolsonaro: USA erheben Zölle von 50 Prozent auf Produkte aus Brasilien" (10.07.2025)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/internationales/trump-schreibt-von-hexenjagd-auf-bolsonaro-usa-erheben-zolle-von-50-prozent-auf-produkte-aus-brasilien-13999514.html

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Quote[...] Der frühere brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat in einem Verfahren gegen ihn vor dem Obersten Gerichtshof seines Landes ausgesagt. Er wies dabei den Vorwurf zurück, nach seiner Wahlniederlage 2022 einen Putschversuch gegen die Regierung seines Nachfolgers Luiz Inácio Lula da Silva geplant zu haben. "Ich habe nie von einem Staatsstreich gesprochen. Ein Staatsstreich ist abscheulich. Es wäre sogar leicht, einen Staatsstreich zu beginnen. Die Folgen wären jedoch unvorhersehbar und für alle schädlich", sagte Bolsonaro bei seiner Vernehmung. Diese Möglichkeit habe seine Regierung nicht einmal erwogen.

Kurz nach Lulas Amtsantritt am 8. Januar 2023 hatten Anhänger Bolsonaros in der Hauptstadt Brasília den Kongress, das oberste Gericht und den Präsidentenpalast gestürmt. Laut Generalstaatsanwaltschaft soll Bolsonaro an einem Plan mitgewirkt haben, der zunächst vorsah, per Dekret den Ausnahmezustand auszurufen. Zudem habe er von einem Mordkomplott gegen Lula, dessen Vizepräsidenten sowie den STF-Richter Alexandre de Moraes gewusst. Bolsonaro bestritt dies vor Gericht. Er habe sich stets auf die Seite der Verfassung gestellt, sagte der ehemalige Präsident.

In dem Prozess sind sieben weitere Brasilianer angeklagt, darunter ehemalige Minister, hohe Militärs und Bolsonaros Adjutant Mauro Cid. Letzterer hatte Bolsonaro am Vortag belastet. Im Falle einer Verurteilung drohen den Angeklagten mehr als 30 Jahre Haft.


Aus: "Jair Bolsonaro bestreitet vor Gericht Umsturzpläne" (11. Juni 2025)
Quelle: https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-06/bolsonaro-gericht-vernehmung-putschversuch

Jair Bolsonaro
https://de.wikipedia.org/wiki/Jair_Bolsonaro

Textaris(txt*bot)

Quote[...] US-Präsident Donald Trump scheint sich nicht sicher zu sein, wer angeordnet hat, dass die USA ihre Waffenlieferungen an die Ukraine teilweise einschränken. Bei einer Pressekonferenz am Mittwoch fragte ein Reporter den Präsidenten: ,,Gestern haben Sie gesagt, Sie seien sich nicht sicher, wer den Lieferstopp angeordnet hat. Haben Sie es inzwischen herausgefunden?"

Trump antwortet daraufhin, dass er noch nicht darüber nachgedacht habe. Am Dienstag hatte er auf eine ähnliche Frage einer Reporterin geantwortet: ,,Ich weiß nicht, wer es angeordnet hat, sagen Sie es mir."

Der Journalist fragte am Mittwoch noch einmal nach: ,,Aber was sagt es aus, dass eine solche Entscheidung getroffen werden konnte, ohne dass sie es wussten?" Trump sagte daraufhin: ,,Wäre eine Entscheidung getroffen worden, hätte ich es gewusst."

Da irrt sich der Präsident wohl. Denn wie ,,CNN" berichtet, hat US-Verteidigungsminister Pete Hegseth das Weiße Haus nicht über den Lieferstopp vor allem bei Flugabwehrraketen informiert. Der Lieferstopp versetzte die ukrainische Regierung und ihre Verbündeten vergangene Woche in Alarmstimmung. Waffen, die sich in Polen befanden, wurden nicht weiter transportiert.

Trump hatte am Montag die Lieferung von Flugabwehrraketen wieder freigegeben und erwägt sogar ein weiteres Flugabwehrsystem vom Typ Patriot liefern. Laut ,,CNN" hatten zwei ranghohe Mitarbeiter im Pentagon, die die Ukraine-Hilfen kritisch sehen, die Lieferungen mit der Zustimmung von Hegseth gestoppt, ohne andere Regierungsstellen zu informieren. (Tsp)


Aus: ",,Ich weiß nicht, wer den Waffenstopp für die Ukraine angeordnet hat"" (10.07.2025)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/internationales/wurde-trump-von-seinem-verteidigungsminister-hintergangen-ich-weiss-nicht-wer-den-waffenstopp-fur-die-ukraine-angeordnet-hat-13999697.html

QuoteNelia
10.07.25 09:24

    Trump antwortet daraufhin, dass er noch nicht darüber nachgedacht habe. Am Dienstag hatte er auf eine ähnliche Frage einer Reporterin geantwortet: ,,Ich weiß nicht, wer es angeordnet hat, sagen Sie es mir."

Führt die Trump-Administration inzwischen ein Eigenleben? Ein erratischer Präsident mit (beginnender) Altersdemenz und eine Administration, in der jeder schalten und walten kann, wie er will? ...


...

Textaris(txt*bot)

Quote[...] Die Deutsche Telekom-Tochter T-Mobile US beendet ihre Programme für Vielfalt, Gleichberechtigung und Integration (DEI) auf Druck der Regierung von Donald Trump. T-Mobile US wartet derzeit auf die Zustimmung der US-Behörden zu zwei größeren Transaktionen.

In einem am Mittwoch veröffentlichten Schreiben an den Chef der US-Telekom-Regulierungsbehörde FCC, Brendan Carr, erklärte T-Mobile US, man werde die eigenen DEI-bezogenen Richtlinien "nicht nur dem Namen nach, sondern in der Substanz" beenden. Es werde keine individuellen Rollen oder Teams mehr geben, die sich mit DEI befassen, hieß es. Zudem würden alle Verweise auf DEI auf den T-Mobile US-Websites und aus Schulungsmaterialien für Mitarbeiter entfernt.

T-Mobile wartet auf die Genehmigung der FCC für den Kauf fast des gesamten Mobilfunkgeschäfts von United States Cellular für 4,4 Milliarden Dollar sowie für eine separate Transaktion zur Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens mit dem Finanzinvestor KKR zur Übernahme des Internetdienst-Anbieters Metronet.

Die Abschaffung von Diversitätsprogrammen ist eines der Ziele von US-Präsident Trump. Er hatte kurz nach seinem Amtsantritt teils jahrzehntealte Regelungen gekippt, mit denen Chancengleichheit und eine ausgewogene Besetzung der Belegschaft hinsichtlich Merkmalen wie Hautfarbe, Geschlecht und Religion erreicht werden sollen. Der von Trump eingesetzte FCC-Chef Carr hatte gegen verschiedene Unternehmen Ermittlungen wegen deren DEI-Programmen eingeleitet.

Mitte Mai hatte die US-Telekom-Firma Verizon nach der Einstellung ihres Diversitätsprogramms von der FCC grünes Licht für die 20 Milliarden Dollar schwere Übernahme von der Frontier Communications erhalten.


Aus: "Telekom-Tochter T-Mobile US beendet auf Druck von Trump alle DEI-Programme" (APA, 10.7.2025)
Quelle: https://www.derstandard.at/story/3000000278824/telekom-tochter-t-mobile-us-beendet-auf-druck-von-trump-alle-dei-programme

QuoteDu bist leider du

ist das die woke cancel culture von der die rechten immer reden? ...


Quotebullchopper

Feigheit & vorauseilender Gehorsam sind das was ein Unternehmen heute ausmachen. So macht man viel Geld für die Aktionäre.
Das Gute daran ist das die Boshaftigkeit als Geschäftsmodell Schurken entlarvt die sich zuerst geschickt getarnt haben.


QuoteKryz

Unglaublich. Wie sie alle das Knie beugen.


Quotefür jeden scheiss ne app

Speichellecker.


QuoteTimeFor.....

Ist doch in allen autotitär-religiösen Staaten so. Warum also aufregen. Einfach wie eines der -stan behandeln. Nord-Ameristan mit der radikal evangelischen Führung oder so. ob Europa Mut dazu hat, "Ross und Reiter" zu benennen?


Quoteramtabli

Das jämmerliche Duckmäusertum von Beamten, Universitäten und Firmen ...

zeigt wie einfach es ist, die Dinge in einem autoritären Regime zu verändern.
Dann noch Loser in eine Uniform stecken die dann die Bevölkerung terrorisieren.
Als Jugendlicher habe ich mich oft gefragt: wie konnte es zu dieser Unmenschlichkeit in der Nazizeit jemals kommen?
Die Frage hat sich für mich mitlerweile beantwortet.


Quoteimmerwiederloslassen

Gier ist halt eine Sucht, je mehr man sie füttert umso größer wird sie, dementsprechend ist das symptomatische Verhalten.


QuoteElien

Es ist zum Kotzen,

wie schnell aus wirtschaftlichen Interessen Werte in den Müll getreten werden.
Das erklärt, wie ein Psychopath die Welt verändern kann.
Das Kernproblem bleibt aber, dass die Werte nicht wirklich in den Menschen verankert sind, sondern nur aus Konvention (weil es sich gehört) am Leben gelassen werden. VIel zu viele Menschen sind in Wahrheit gegen DEI und hochgradig intolerant und kleinkarriert. Faschistoide Herzen haben keine tragfähigen Werte. Die GEschichte zeigt das deutlich und wir sind (nicht nur in den USA) gerade wieder auf dem Weg in eine zutiefst unmenschliche Ära.


QuoteNovae

Die mit Abstand wirksamste Waffe gegen den Faschisten ist das Rückgrat. Da happert es leider massiv bei vielen.


QuoteGelinde_Gesagt

Leute mit Rückgrat werden ja auch nicht wirklich angestellt und befördert.


...

Textaris(txt*bot)

Quote[...] In Kalifornien ist bei einer Razzia der US-Einwanderungsbehörde ICE auf einer legalen Cannabis-Plantage ein Landarbeiter schwer verletzt worden und kurz darauf gestorben. Der Arbeiter sei ,,seinen Verletzungen erlegen, die er bei der gestrigen Einwanderungsrazzia erlitten hat", erklärte die Landarbeiter-Gewerkschaft United Farm Workers im Onlinedienst X am Freitag. Die Razzia ereignete sich am Donnerstag in Ventura County, etwa 90 Kilometer von Los Angeles entfernt.

Nach Angaben des Heimatschutzministeriums wurden bei dem Einsatz etwa 200 Menschen ohne Papiere festgenommen und zehn Kinder ,,vor potenzieller Ausbeutung, Zwangsarbeit und Menschenhandel" gerettet.

Dabei kam es zu Zusammenstößen zwischen ICE-Beamten und Demonstranten, die gegen das harte Durchgreifen der ICE protestierten. Das Heimatschutzministerium erklärte, dass mehr als 500 Randalierer versucht hätten, den Einsatz zu stören.

Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie einige Demonstranten Gegenstände auf die Autos der Ordnungskräfte warfen. Diese setzten Tränengas gegen die Menge ein.

Die Gewerkschaft machte keine Angaben zur Identität des gestorbenen Arbeiters. Eine Sprecherin des Heimatschutzministeriums erklärte, der Mann sei bei der Razzia ,,aus einer Höhe von zehn Metern gestürzt".

Der Eigentümer der Plantage, das Unternehmen Glass House Brands, erklärte, ,,niemals wissentlich gegen geltende Einstellungsvorschriften verstoßen und keine Minderjährigen beschäftigt" zu haben.

Indes ordnete eine US-Bundesrichterin einen Stopp der ,,umherstreifenden Patrouillen" von Bundesbeamten in Los Angeles für die Festnahme mutmaßlicher Migranten ohne gültige Papiere an. Die Untersuchungen basierten ,,einzig auf der Ethnie" der Menschen oder darauf, ob sie Spanisch oder Englisch mit einem Akzent sprächen, begründete die Richterin Maame Ewusi-Mensah Frimpong ihr Urteil.

...


Aus: "Landarbeiter stirbt nach ICE-Razzia auf Farm in Kalifornien" (AFP, 12.07.2025)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/internationales/sturz-aus-zehn-metern-hohe-landarbeiter-stirbt-nach-ice-razzia-auf-farm-in-kalifornien-14012825.html

Textaris(txt*bot)

Quote[...] Die US-Regierung hat ihre umstrittenen Massenentlassungen im Außenministerium eingeleitet. Noch am Freitag sollte mit der Entlassung von mehr als 1350 Mitarbeitern mit Sitz in den USA begonnen werden, wie aus einem internen Schreiben des Ministeriums hervorging, in das die Nachrichtenagentur Reuters Einblick erhielt.

Betroffen sind demnach 1107 Beamte des allgemeinen Verwaltungsdienstes und 246 Diplomaten. Das Ministerium straffe die internen Abläufe, um sich auf diplomatische Prioritäten zu konzentrieren, hieß es. Der Personalabbau sei sorgfältig auf Bereiche außerhalb der Kernaufgaben zugeschnitten worden, wo es doppelte oder überflüssige Stellen sowie solche mit erheblichem Effizienzpotenzial gebe.

Der demokratische Senator Tim Kaine kritisierte die Entscheidung scharf. ,,Präsident (Donald) Trump und Außenminister (Marco) Rubio machen Amerika einmal mehr unsicherer", erklärte Kaine. Dies sei eine der ,,lächerlichsten Entscheidungen", die man treffen könne. Sie geschehe zu einer Zeit, in der China seinen diplomatischen Einfluss weltweit ausbaue, Russland seinen brutalen Angriff auf ein souveränes Land fortsetze und der Nahe Osten von einer Krise in die nächste schlittere.

Vergangene Woche hatten mehr als 130 pensionierte Diplomaten und andere ehemalige hohe US-Beamte in einem offenen Brief den geplanten Umbau kritisiert.

Insgesamt soll die Belegschaft unter Einbeziehung freiwilliger Abgänge um rund 3000 von 18.000 in den USA ansässigen Mitarbeitern reduziert werden. Die Entlassungen sind Teil eines weitreichenden Umbaus, den Trump im Februar angeordnet hatte, um die US-Außenpolitik auf seine ,,America First"-Agenda auszurichten.

Er hat zudem wiederholt dem von ihm so bezeichneten ,,Tiefen Staat" (,,deep state") den Kampf angekündigt. Er wirft damit Beamten vor, als eine Art Staat im Staate seine Politik zu untergraben. Rubio hatte im April erklärt, das Ministerium sei in seiner jetzigen Form ,,aufgebläht und bürokratisch".

Die Umsetzung der Pläne hatte sich wegen juristischer Anfechtungen verzögert. Ein Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA am Dienstag machte dann den Weg für den Personalabbau frei. (Reuters)


Aus: "US-Regierung leitet Massenentlassungen im Außenministerium ein" (11.07.2025)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/internationales/trump-und-rubio-machen-amerika-einmal-mehr-unsicherer-us-regierung-leitet-trotz-kritik-massenentlassungen-im-aussenministerium-ein-14011721.html

Textaris(txt*bot)

Quote[...] Juristischer Sieg des Republikaners: Der Oberste Gerichtshof in den USA hat Präsident Donald Trump erlaubt, die Auflösung des Bildungsministeriums fortzuführen. Der von konservativen Richtern dominierte Gerichtshof hob am Montag (Ortszeit) in einer Anordnung eine Aussetzung der Massenentlassungen auf, welche ein Bundesrichter zuvor angeordnet hatte. Die drei liberalen Richter des neunköpfigen Richtergremiums im Supreme Court stimmten dagegen.

Trump hatte während seines Wahlkampfs angekündigt, das Bildungsministerium abzuschaffen. Im März wurde mit dem Abbau von fast der Hälfte aller Stellen begonnen. Lehrergewerkschaften und rund 20 Bundesstaaten fochten das Dekret vor Gericht an und argumentierten, der republikanische Präsident habe die Gewaltenteilung verletzt und in Befugnisse des Kongresses eingegriffen.

Im Mai stoppte ein Bundesrichter das Dekret gegen die Entlassung von 1400 Kräften. Zudem war die Übertragung wichtiger Funktionen des Ministeriums an andere Bundesbehörden untersagt worden.  Diese Anordnung hob das Oberste Gericht nun ohne Erklärung auf.

Trump hatte Bildungsministerin Linda McMahon beauftragt, Personalkürzungen und Mittelstreichungen in ihrem eigenen Ministerium umzusetzen. Der Rechtspopulist hatte im Wahlkampf angekündigt, das Bildungsministerium abzuschaffen zu wollen. Die Pläne des Republikaners sehen vor, das Bildungswesen zu dezentralisieren und die Befugnisse des Ministeriums an die einzelnen Bundesstaaten zu übertragen.

Traditionell hat die US-Regierung nur einen begrenzten Einfluss auf das Bildungswesen. Nur etwa 13 Prozent der Mittel für Grund- und weiterführende Schulen stammen aus Bundesmitteln, der Rest wird von den Bundesstaaten und örtlichen Gemeinden finanziert. Für Schulen mit geringem Budget sowie für Schüler mit besonderen Bedürfnissen sind die Bundesmittel jedoch existenziell wichtig. (AFP, Reuters)


Aus: "Trump darf Stellenabbau im US-Bildungsministerium vorantreiben" (15.07.2025)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/internationales/erfolg-vor-oberstem-gerichtshof-trump-kann-stellenabbau-im-us-bildungsministerium-vorantreiben-14024291.html

Textaris(txt*bot)

#153
Quote[...] Jahrelang schießen die Verschwörungstheorien um den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein ins Kraut. Als Trumps Regierung plötzlich sagt, da sei nichts dran, bricht an der MAGA-Basis eine Revolte aus.

[...] Trump laviert seit einer Woche und versucht, den durch das Dokument ausgelösten Aufruhr und die Zweifel an der eigenen Regierung zu ersticken. Er probierte es mit Schulterzucken und demonstrativem Desinteresse, verteidigte Justizministerin Pam Bondi, FBI-Chef Kash Patel und dessen Vize Dan Bongino, sagte Bondi solle "alles, was sie für glaubwürdig hält" veröffentlichen. Nichts hat geholfen. Nun eskaliert Trump und stellt seine MAGA-Basis und damit die Republikaner vor eine Wahl: Ich oder Epstein. Die Akten über den Sexualstraftäter seien eine Erfindung der "radikalen linken Demokraten" und "meine FRÜHEREN Unterstützer haben diesen Blödsinn voll und ganz geschluckt", pöbelte er auf Truth Social. "Diese Schwächlinge machen die Arbeit der Demokraten." Im Weißen Haus ging es weiter: "Sie sind dumme Leute", sagte er bei einem Pressetermin.

[...] Der bestens vernetzte Epstein, mit Villen in New York und auf einer Privatinsel in den U.S. Virgin Islands, wohin er einflussreiche Leute aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft einlud, soll kein Buch geführt haben? Es soll keine Belege für eine Beteiligung an seinen Verbrechen geben? In der MAGA-Welt aus Wählern, Influencern und Medien möchte das kaum jemand akzeptieren. "Wir haben an Trumps Plan geglaubt, aber jetzt ist Trump der tiefe Staat", sagte einer seiner Anhänger exemplarisch im rechten Fernsehnetzwerk "Real America's Voice": "Was ist mehr tiefer Staat als Pädophile zu schützen? Warum würde man auf diese Insel fliegen? Warum würde man dieses Flugzeug besteigen?"

Der tiefe Staat ist der Glaube an Verschwörungen an höchsten Stellen in Washington, und im Fall von Epstein als Nexus eines internationalen Netzwerks von Kindervergewaltigern von Politik und Gesellschaft. Auch in Trumps Regierung hatten viele die Verschwörungstheorien um Epstein weitergetragen, wonach der Finanzinvestor eine Liste der vielen einflussreichen Personen führte, denen er minderjährige Opfer für sexuellen Missbrauch vermittelte - und er deshalb ermordet wurde.

Warum also wurde nun nichts veröffentlicht, obwohl es immer wieder, unter anderem von Justizministerin Pam Bondi und FBI-Chef Kash Patel selbst, versprochen worden war? ...


Aus: "Ich oder Epstein - Trump stellt Republikaner vor die Wahl" Roland Peters, New York (16.07.2025)
Quelle: https://www.n-tv.de/politik/Was-steht-in-den-Akten-ueber-den-Sexualstraftaeter-Ich-oder-Epstein-US-Praesident-Donald-Trump-stellt-seine-MAGA-Basis-vor-die-Wahl-article25905476.html

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Quote[...] Jahrelang hatten Donald Trump und Persönlichkeiten aus seinem politischen Umfeld die Causa Epstein wie eine Karotte vor ihren Anhängern baumeln lassen. Auch im Präsidentschaftswahlkampf 2024 waren die sogenannten Epstein-Files Thema. Dabei handelt es sich um Dokumente, die zeigen sollen, wer als Gast auf der Privatinsel des politiknahen Investmentbankers war und sich dort am sexuellen Missbrauch teils minderjähriger Frauen beteiligte. Epstein wurde 2019 tot in seiner Gefängniszelle aufgefunden. Die Begleitumstände sorgten für einen Justizskandal. Epsteins Anwalt und signifikante Teile der Öffentlichkeit zweifelten die öffentliche Darstellung, es habe sich um Suizid gehandelt, an.

Obwohl die Untersuchungen noch in der ersten Amtszeit Trumps stattfanden, trug er dieses Narrativ weiter und insinuierte, die Liste würde zurückgehalten, weil namhafte Demokraten und der demokratischen Partei verbundene Persönlichkeiten darauf zu finden seien. Mitstreiter, wie etwa der heutige FBI-Direktor Kash Patel, versprachen, bei seinem Wahlsieg die Dokumente an die Öffentlichkeit zu bringen. Mit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus schien die Veröffentlichung kurz bevorzustehen. Justizministerin Pam Bondi erzählte Fox News noch im Februar, dass die Epstein-Liste gemeinsam mit Dokumenten zu den Morden am ehemaligen Präsidenten John F. Kennedy und dem Bürgerrechtskämpfer Martin Luther King "zur Sichtung auf ihrem Tisch" lägen.

Heute klingt das anders. Vor wenigen Tagen beendeten das US-Justizministerium und das FBI überraschend die Ermittlungen. Epstein habe Suizid begangen und es gebe gar keine Liste, so die offizielle Stellungnahme. Eine Botschaft, die von der eigenen Basis nicht gut aufgenommen wurde.

Elon Musk, der mit dem Aufbau einer eigenen Partei liebäugelt, goss zudem Öl ins Feuer. Der umstrittene Tech-Milliardär postete auf X ein Meme, mit dem er das Vorgehen der Regierung scharf kritisierte und zu verstehen gab, dass er die offizielle Darstellung nicht glaube. Nach seinem ersten öffentlichen Streit mit Trump hatte er bereits die Behauptung verbreitet, dass der US-Präsident selbst auf der Epstein-Liste stehe.

Aber nicht nur auf X hagelte es Kritik für Trump, Patel, Bondi und Co. Auch auf Trumps eigenem Portal, Truth Social, zeigt sich der Unmut, der seine Wählerbasis erfasst hat. Dort hatte Trump am Samstag eine lange Botschaft veröffentlicht, in welcher er Bondi verteidigte und versuchte, Epstein als abgeschlossenes und daher unwichtiges Thema darzustellen, das von der "fantastischen Arbeit" seiner Regierung ablenke.

Zustimmung findet sich in den Antworten kaum. "Wir wollen, dass die Elite-Pädos enttarnt werden", heißt es stattdessen in einer Reaktion. "Diese Stellungnahme bricht mir das Herz", so eine Nutzerin, die an die zahlreichen missbrauchten jungen Frauen erinnert. Andere zeigen sich ebenfalls enttäuscht und halten das Vorgehen für eine Vertuschungsaktion. Der Hashtag "#ReleaseTheEpsteinFiles" ("Veröffentlicht die Epstein-Files") rangierte auch zwei Tage später noch weit oben in den Trends der Plattform.

Auch innerhalb der Regierung gibt es Spannungen, so schoss beispielsweise FBI-Vizedirektor Dan Bongino gegen Pam Bondi quer. Kommentatoren sehen einen beginnenden Bruch in der Maga-Basis, der weitreichende Konsequenzen auf die Midterm-Wahlen im November 2026 und darüber hinaus entfalten könnte.

Bislang war Trump quasi immun gegenüber Skandalen vieler Art. Nun aber üben sogar bisherige Loyalisten öffentlich scharfe Kritik. Influencerin Laura Loomer etwa verzichtet zwar darauf, den Präsidenten direkt anzugreifen, fordert aber die Entlassung der Justizministerin. Verschwörungserzähler Alex Jones bezeichnete das Vorgehen der Regierung als "widerlich". Bald, so kommentierte er zynisch, werde man wohl behaupten, "dass Epstein nie existiert hat".


Aus: "Epstein-Files: Massive Kritik an Trump, auch in seinem eigenen Netzwerk" (gpi, 14.7.2025)
Quelle: https://www.derstandard.at/story/3000000279305/epstein-files-massive-kritik-an-trump-auch-in-seinem-eigenen-netzwerk

QuotePinco Pallino

Als das Ibiza-Video auftauchte, war ich überzeugt, dass es für Strache und die Regierung nicht einmal ein Stolperstein sein würde – lauter Dinge, die man ohnehin schon geahnt hatte [https://de.wikipedia.org/wiki/Ibiza-Aff%C3%A4re].

Dasselbe jetzt: Ich hätte aber überhaupt kein Problem zuzugeben, dass ich mich geirrt habe – ganz im Gegenteil.


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Quote[...] US-Präsident Donald Trump hat im Fall der sogenannten "Epstein-Akten" heftige Kritik an einigen seiner Anhänger geübt. In einem Post auf seiner Plattform Truth Social warf er ihnen vor, auf einen "Jeffrey-Epstein-Schwindel" der Demokraten hereingefallen zu sein. "Lasst diese Schwächlinge nur weitermachen und die Arbeit der Demokraten erledigen; denkt nicht einmal daran, von unserem unglaublichen und beispiellosen Erfolg zu sprechen, denn ich will ihre Unterstützung nicht mehr!", schrieb er.

Trump steht derzeit wegen seines Umgangs mit dem Fall Epstein in der Kritik. Noch im Wahlkampf hatte er versprochen, die Akten zu dem Fall zu veröffentlichen. Bislang ist dies nicht passiert. Stattdessen stellte der Republikaner nun infrage, ob es die benannten Akten überhaupt gibt. "Es ist alles ein großer Schwindel", sagte er im Weißen Haus. Seine Vorgänger Joe Biden und Barack Obama – letzterer war schon lange nicht mehr im Amt, als der Epstein-Fall an die Öffentlichkeit kam – hätten die Akten mithilfe von Ex-FBI-Direktor James Comey erfunden. "Und einige dumme und törichte Republikaner tappen in diese Falle."

Der republikanische Sprecher des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson, rief am Dienstag erneut zur Veröffentlichung der Akte Epstein auf. Er sei für Transparenz, sagte Johnson im Gespräch mit dem konservativen Podcaster Benny Johnson. "Wir müssen alles auf den Tisch legen und die Menschen entscheiden lassen."

Epstein war im August 2019 tot in seiner Gefängniszelle in New York aufgefunden worden. Offiziellen Angaben zufolge beging er Suizid. Ihm wurde vorgeworfen, zahlreiche Mädchen und junge Frauen missbraucht und Prominenten zugeführt zu haben. Trumps Justizministerin Pam Bondi und der Chef der Bundespolizei FBI, Kash Patel, hatten Spekulationen befeuert, es gebe eine geheim gehaltene "Kundenliste" Epsteins mit prominenten Namen aus der Demokratischen Partei und Hollywood. Manche Trump-Anhänger verbreiteten sogar die Verschwörungserzählung, Epstein sei von Akteuren eines deep state umgebracht worden, quasi einer Schattenregierung im eigenen Staat.

Anfang vergangener Woche teilte das FBI dann aber mit, keine Hinweise auf eine Beteiligung weiterer Prominenter gefunden zu haben. Auch handle es sich bei Epsteins Tod klar um Suizid. Eine Kundenliste des ehemaligen Multimillionärs mit den Namen von US-Eliten gibt es demnach nicht. 

Noch im Februar hatte Justizministerin Bondi in einem TV-Interview auf die Frage, ob eine Epstein-Kundenliste wirklich veröffentlicht werden könnte, geantwortet: "Sie liegt gerade zur Prüfung auf meinem Schreibtisch." Die US-Regierung erklärte dies später mit einem Missverständnis: Bondi habe gemeint, dass ihr die Ermittlungsakten vorlägen. 

Derweil ist die in die Prozesse gegen Jeffrey Epstein und Sean "Diddy" Combs involvierte Bundesermittlerin Maurene Comey Medienberichten zufolge vom US-Justizministerium entlassen worden. Das berichteten die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen, sowie Politico und die New York Times. Der genaue Grund ist demnach unklar.

Comey ist die Tochter des früheren FBI-Chefs James Comey. Trump hatte diesen im Mai 2017 im Zusammenhang mit den Russlandermittlungen entlassen. Das FBI hatte damals mögliche Verbindungen zwischen Russland und Mitgliedern aus Trumps Wahlkampfteam untersucht.

Zuletzt war die Bundesermittlerin Maurene Comey außerdem im Verfahren gegen den Rapper Sean "Diddy" Combs tätig gewesen. Dieser war in dem Prozess um mehrere Sexualstraftaten in zwei Anklagepunkten schuldig gesprochen worden. Die Anklage hatte ihm vorgeworfen, Frauen mit Drohungen und Gewalt zur Teilnahme an Drogen- und Sex-Partys gezwungen zu haben. Die Geschworenen sprachen ihn lediglich schuldig, seine Ex-Freundin Casandra "Cassie" Ventura sowie eine andere Klägerin zu Prostitution genötigt zu haben. Combs hatte alle Vorwürfe zurückgewiesen.


Aus: "Trump bezeichnet kritische Anhänger als "Schwächlinge"" (17. Juli 2025)
Quelle: https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-07/usa-jeffrey-epstein-ermittlerin-entlassen-donald-trump-sean-combs

Quotebromfiets

Bestimmte Straftaten werden halt nicht mehr aufgeklärt, sondern die Staatsanwälte und Richter ausgetauscht. Kommt einem irgendwie bekannt vor.


QuoteRStaunt

Denkt da jemand an Cum-Ex???


QuoteArsenic

Oweh, Ärger im Populistenparadies? ...


Quotelaprimavera

Versprochen und gebrochen. Mal wieder. Wer Trump an seine eigenen Versprechen erinnert, ist für ihn ein Schwächling. Wer an ihm glaubt muss demnach ein Idiot sein.


QuoteHeinrich Reisen

Erstaunlich - nachdem Maga seit 10 Jahren die große Verschwörung gefüttert wurde - das die Superreichen sich unschuldigen jungen Mädchen bedienen - war Epstein eine zentrale Figur - und nachweisbar lange Trumps bester Kumpel.
Es war eine wichtige Allegorie auf die allmächtige Kabal die Trump endlich aufräumen wird, einmal an der Macht.
Das er jetzt nichts mehr davon wissen will ist offensichtlich.
Wird es zu einem Bruch mit seinen Kult artigen Anhängern kommen?

Nein.


Quotebiofeedback

Die Anhänger die ihn gewählt haben um die Epsteinakten zu sehen sind jetzt Schwächlinge? ...


QuoteMeisterDerDunkelheit

Ob sich die härtesten MAGA Verschwörungsideologen einfach so als Schwächlinge abtun lassen, nur weil sie an den Verschwörungsideologien festhalten, die ihnen ihr Heiland Trump eingeflüstert hat? Vermutlich schon, denn sie sind ja den Umgang mit kognitiven Dissonanzen gewohnt.


QuoteLasersnake

Entweder gab es diese Liste nie, dann haben die Republikaner sie erfunden um damit Wahlkampf zu machen, oder es gibt diese Liste, aber deren Inhalt ist ihnen unangenehm. ...


QuoteHariri

Wer Kritik übt, ist ein Schwächling - zumindest wenn die Kritik Donald Trump betrifft.
Die USA nähern sich den Standards mittelalterlicher Inquisitionspraktiken.
Make America Crazy Again


QuoteTordenskjold

Die MAGA-Anhänger, die jahrelang vom ,,deep state" schwurbelten, haben ihn selbst gewählt.
Trumps Anhänger widerlegen die Theorie von der Schwarmintelligenz.


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Quote[...] US-Präsident Donald Trump hat eigenen Angaben zufolge die Freigabe weiterer Unterlagen aus der Epstein-Akte angewiesen. Aufgrund der "enormen Aufmerksamkeit, die Jeffrey Epstein zuteilwird", habe er Generalstaatsanwältin Pam Bondi gebeten, sämtliche "relevante Aussagen" vor der sogenannten Grand Jury in dem Fall vorzulegen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Er bezeichnete die Affäre um den Multimillionär dabei erneut als Schwindel der demokratischen Partei.

Das Justizministerium sei bereit, am Freitag einen Antrag auf Freigabe der Grand-Jury-Protokolle zu stellen, schrieb Justizministerin Bondi kurz darauf bei X. "Präsident Trump – wir sind bereit, das Gericht morgen zu bitten, die Abschriften der Grand Jury zu entsiegeln." Die Grand Jury ist eine Gruppe von Geschworenen, die nach der Vorlage von Beweismitteln durch die Staatsanwaltschaft entscheidet, ob Anklage in einem Fall erhoben werden kann.

Trump steht derzeit wegen seines Umgangs mit dem Fall Epstein in der Kritik – auch bei seinen Anhängern. Noch im Wahlkampf hatte er versprochen, die Akten zu dem Fall zu veröffentlichen. Bislang ist dies nicht passiert.

Jeffrey Epstein war im August 2019 tot in seiner Gefängniszelle in New York aufgefunden worden. Offiziellen Angaben zufolge beging er Suizid. Ihm wurde vorgeworfen, zahlreiche Mädchen und junge Frauen missbraucht und Prominenten zugeführt zu haben. Trumps Justizministerin Bondi und der Chef der Bundespolizei FBI, Kash Patel, hatten Spekulationen befeuert, es gebe eine geheim gehaltene "Kundenliste" Epsteins mit prominenten Namen aus der Demokratischen Partei und Hollywood. Manche Trump-Anhänger verbreiteten sogar die Verschwörungserzählung, Epstein sei von Akteuren eines deep state umgebracht worden, quasi einer Schattenregierung im eigenen Staat. 

Anfang vergangener Woche teilte das FBI dann aber mit, keine Hinweise auf eine Beteiligung weiterer Prominenter gefunden zu haben. Auch handle es sich bei Epsteins Tod klar um Suizid. Eine Kundenliste des ehemaligen Multimillionärs mit den Namen von US-Eliten gibt es demnach nicht. Noch im Februar hatte Justizministerin Bondi in einem TV-Interview auf die Frage, ob eine Epstein-Kundenliste wirklich veröffentlicht werden könnte, geantwortet: "Sie liegt gerade zur Prüfung auf meinem Schreibtisch." Die US-Regierung erklärte dies später mit einem Missverständnis: Bondi habe gemeint, dass ihr die Ermittlungsakten vorlägen.

Am Donnerstag stellte Trump dann infrage, ob es die benannten Akten überhaupt gibt. "Es ist alles ein großer Schwindel", sagte er im Weißen Haus. Seine Vorgänger Joe Biden und Barack Obama – Letzterer war schon lange nicht mehr im Amt, als der Epstein-Fall an die Öffentlichkeit kam – hätten die Akten mithilfe von Ex-FBI-Direktor James Comey erfunden. "Und einige dumme und törichte Republikaner tappen in diese Falle." Kritiker unter seinen Anhängern bezeichnete er als "Schwächlinge".

Trump und Epstein waren persönlich miteinander bekannt. 2002 bezeichnete Trump seinen damaligen Nachbarn Epstein als "tollen Typen" und sagte, dieser möge "schöne Frauen genauso wie ich" – und viele von ihnen seien "eher jung".

Das Wall Street Journal (WSJ) berichtete zuletzt von einem Brief mit anzüglichem Inhalt, den Trump Epstein zu dessen 50. Geburtstag übermittelt haben soll. Dem Bericht zufolge enthält er die Skizze einer nackten Frau. Trump streitet ab, den Brief geschrieben zu haben, er sei "eine Fälschung. Ich zeichne keine Bilder von Frauen." Der US-Präsident kündigte rechtliche Schritte gegen das WSJ an.


Aus: "Donald Trump will weitere Unterlagen aus Epstein-Akten freigeben" (18. Juli 2025)
Quelle: https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-07/usa-donald-trump-jeffrey-epstein-akte-freigabe

QuoteAmtlicher Anzeiger

Kurz nachdenken: die Demokraten haben die Epstein-Geschichte erfunden, um damit Trump an die Macht zu verhelfen und ihn nun aber dumm dastehen zu lassen?

Perfider Plan.


QuoteLuis Tränker

Der Standard berichtet u.a.:

    Trump hat offenbar mit massivem Druck versucht, das Erscheinen des Artikels zu verhindern. Nach eigenen Angaben sprach er mit Rupert Murdoch, dem Verleger des "Wall Street Journal". Der renommierte US-Medienjournalist OIiver Darcy berichtet zudem, dass der Präsident persönlich bei Chefredakteurin Emma Tucker angerufen habe, um die Enthüllung zu unterdrücken. Dass die Zeitung den Bericht trotz dieser Interventionen und der absehbaren Klage druckte, lässt auf wasserdichte Belege schließen.

https://www.derstandard.at/story/3000000279980/wall-street-journal-trump-war-eng-mit-epstein-befreundet-us-praesident-unter-druck


QuoteBeyondHorizon

Es handelt sich um eine Affäre, die lt. Trump gleichzeitig sowohl ein reiner Schwindel der Demokraten ist als auch unter den MAGA-Anhängern als DER Beweis für die Verkommenheit der Demokratischen Partei gilt. Einst war der Skandal um Epstein DER Aufreger unter den MAGA-Anhängern, jetzt ist er kalter Kaffee. Die Liste von Verdächtigen, die sich in der Akte befindet, existiert sowohl und ist gleichzeitig nicht existent. Donald Trump taucht in dieser Verdächtigen-Liste auf (lt. Elon Musk), ist aber gleichzeitig völlig unschuldig, denn Trump "war nie auf dieser Insel". Epstein hat sich suizidiert, wurde aber gleichzeitig vom "Deep State" ermordet.

Ein klarer Fall: es handelt sich um Schrödingers Akte!


QuoteRanug Relbeib

Es hat wahrscheinlich einige Tage gebraucht, die Akte präsentabel zu machen.

Ich kann auch Verschwörungstheorie:-)


Quotewerdeschnellerweise

Komisch, man wünscht sich von so einem hohen Amt, erst recht eines so grossartigen Landes, eine entsprechende Würde...


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Textaris(txt*bot)

#154
Quote[...] Ende Februar war es, als Donald Trump den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor den Augen der Weltöffentlichkeit im Oval Office gedemütigt hat. "Sie haben keine Karten in der Hand", erklärte er dem sichtlich schockierten Ukrainer. Keine fünf Monate und sechs Telefonate mit Wladimir Putin später die bemerkenswerte Kehrtwende: "Massive" Waffenlieferungen für die Ukraine, 50 Tage Zeit für Russland, harte US-Sanktionen doch noch abzuwenden. Und die Welt staunt: Sollte Trump nun tatsächlich erkannt haben, dass ihm nicht etwa Selenskyj, sondern Russlands Machthaber Putin übel mitgespielt hat?

Die Frage, woher der augenscheinliche Sinneswandel bei dem als impulsgesteuert bekannten US-Präsidenten rührt, werden wohl erst irgendwann Historikerinnen und Historiker beantworten können. Oder aber die Gilde der Psychologen. Vieles spricht nämlich dafür, dass sich Trump nicht etwa aus strategischen oder gar humanitären Gründen dafür entschieden hat, die Ukraine doch nicht fallenzulassen, wie es damals im Oval Office den Anschein hatte, sondern aus persönlicher Gekränktheit. Neben seiner Wankelmütigkeit ist es vor allem Trumps Affektion dem Kreml-Herrn gegenüber, die die viereinhalb Jahre seiner bisherigen Amtszeiten prägte: Putin und er, so schien er gedacht zu haben, sind doch eigentlich aus dem gleichen Holz geschnitzt.

Zwar ist das letzte Treffen der beiden Staatschefs – auf den Tag genau – sieben Jahre her, nach jedem der bisherigen Telefonate zwischen dem Weißen Haus und dem Kreml hatte sich Trump aber voll des Lobs über Putin geäußert. Nun könnte ihm doch noch gedämmert sein, dass es als US-Präsident auch gegenüber der eigenen Basis keinen schlanken Fuß macht, sich von einem russischen Diktator an der Nase herumführen zu lassen.

Politische Vernunft kann als Motivlage hingegen weitgehend ausgeschlossen werden. Der Umstand, dass Putin mit seinem Einmarsch in das Nachbarland 2022 internationales Recht gebrochen und die europäische Nachkriegsordnung zerschmettert hat, hat Trump bisher kaltgelassen. Im Gegenteil: Zu Beginn des Krieges nannte er Putins Vorgehen noch "smart", wenn auch brutal. Ganz so, wie es ein Immobilientycoon eben tut, wenn er bewundernd über krumme, aber lukrative Geschäfte anderer spricht. Auch die Kriegsverbrechen, die Putins Truppen in der Ukraine begehen, dürften nicht zu dem Umdenken geführt haben, sonst hätte Trump nicht die zuständigen Stellen im US-Justizministerium zurechtgestutzt, die sie dokumentieren.

Putins Luftschläge gegen die ukrainische Zivilbevölkerung etwa waren so lange kein Thema für Trump, solange er nicht persönlich mit dem Russen über ein Ende des Kriegs verhandelt hatte. Während sein Vorgänger Joe Biden – bei aller Kritik etwa an den Kyjiw auferlegten Restriktionen für weitreichende Waffen – noch grundsätzliche moralische Überlegungen ins Treffen führte, als er gegen Putin vorging, fühlt sich Trump auf einer weit persönlicheren Ebene betrogen. Sein verzweifeltes "Vladimir, STOP"-Posting, als Putin im Anschluss an ein Telefonat die Ukraine besonders brutal bombardieren ließ, dürfte bei den Zynikern im Kreml für eine Menge Gelächter gesorgt haben.

Wie lange Trumps Zorn anhält, ist nun die Frage aller Fragen. Bisher hat es geheißen, Trump nehme stets die Meinung desjenigen an, der zuletzt mit ihm gesprochen hat. Wer auch immer auf ihn eingewirkt hat, seine Frau Melania – sie soll ihn über brutale Luftangriffe unterrichtet haben –, Sanktionsarchitekten wie Lindsey Graham oder aber Nato-Generalsekretär Mark Rutte, der Trump mit seiner Finanzierungszusage für amerikanische Waffen innenpolitisch den Weg gebahnt hat, muss hoffen, dass Trump nicht abhebt, wenn Putin anruft.

Entsprechende Reaktionen aus Russland lassen erahnen, dass die neue Windrichtung dort zumindest registriert wird. Kleinreden und Kurs halten, so die Devise im Kreml. Viel "heiße Luft" ortete ein einflussreicher Duma-Abgeordneter; Kreml-Sprecher Dmitri Peskow mimte den Überraschten, als Trump und Rutte am Montag "massive Waffenlieferungen an Kyjiw" ankündigten, schließlich hätten die USA "ohnehin nie aufgehört, Waffen zu liefern".

Ganz zugeschlagen hat Trump die Tür zu Putin aber ohnehin nicht. Verbrannte Erde, wie sie so oft auf enttäuschte Liebe folgt, sieht anders aus. Dass sich Putin auf Trumps 50-Tage-Frist einlässt, ist aber zweifelhaft. Gut möglich, dass er seinem neuerdings widerspenstigen Gegenüber im Weißen Haus ein neues Stöckchen zuwirft, ihn abermals mit fadenscheinigen Angeboten abspeist, etwa einem Teilwaffenstillstand, der dann nur so lange hält, wie es Putin beliebt. Irgendwann, so Putins Kalkül, wird der "Dealmaker" dann doch hinschmeißen. Die Gefahr, dass Trump Putin abermals in die Falle geht, sobald ihm dieser wieder Rosen streut, oder dass diesmal Selenskyj etwas tut, was ihm gegen den Strich geht, ist nicht eben klein. Einen echten "Joker", einen verlässlichen US-Präsidenten nämlich, hat die Ukraine weiterhin nicht in der Hand.


Aus: "Kyjiw hat nun endlich "Karten in der Hand" – aber keinen Joker" Florian Niederndorfer (15.7.2025)
Quelle: https://www.derstandard.at/story/3000000279587/kyjiw-hat-nun-endlich-karten-in-der-hand-aber-keinen-joker


QuoteSlavik

Ich finde es sehr gemein, dass Wladimir so mit Donalds Gefühlen spielt. Immer, wenn sich Donald lösen will, ruft ihn Wladimir wieder an und er macht sich Hoffnungen. Und sogar jetzt noch gewährt ihm Donald noch eine letzte Chance! Aber wirklich jetzt!
Diese toxischen On/Offbeziehungen immer. Man weiß einfach, dass sich die beiden nicht gut tun. Aber leiden muss vor allem Donald. Wladimir nutzt ihn nur aus! ...


Quotefranzlberger

In 50 Tagen kann sehr viel passieren.


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Quote[...] US-Präsident Donald Trump hat nach kürzlichen Drohungen gegen Russland eine Parteinahme zugunsten der Ukraine bestritten. Er stehe "auf der Seite von niemandem" in dem Krieg, sagte der US-Präsident. Er sei "auf der Seite der Menschlichkeit" und wolle dem Krieg ein Ende setzen.

Trump zufolge haben die USA außerdem nicht vor, der Ukraine Langstreckenraketen bereitzustellen. Auf die Frage, ob er dazu bereit sei, antwortete Trump vor Journalisten: "Nein, das ist nicht unsere Absicht."

Nach Monaten der Vermittlungsbemühungen hat Trump seinen Ton gegenüber Russland zuletzt geändert und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin eine Frist von 50 Tagen gesetzt, um den Krieg gegen die Ukraine zu beenden. Andernfalls drohte er mit Wirtschaftssanktionen. Der US-Präsident kündigte zudem die Lieferung neuer Patriot-Abwehrsysteme an die Ukraine an. Dafür sollen allerdings Deutschland und andere europäische Länder bezahlen.

Die US-Regierung wies zudem einen Bericht der Financial Times zurück, wonach Trump dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj einen Angriff auf Moskau nahegelegt haben soll, um Russland an den Verhandlungstisch zu bringen. "Er sollte Moskau nicht angreifen", sagte der US-Präsident über Selenskyj.

Laut der Financial Times fragte Trump Selenskyj bei dem Telefonat am 4. Juli, ob er Moskau und St. Petersburg angreifen könne. Der ukrainische Präsident habe dies bejaht, falls die USA ihm die nötigen Waffen lieferten. Die Zeitung habe Trumps Äußerungen "völlig aus dem Kontext gerissen", sagte dessen Sprecherin Karoline Leavitt auf Anfrage. "Präsident Trump hat lediglich eine Frage gestellt, nicht zu weiterem Töten ermutigt."


Aus: "Donald Trump bestreitet Parteinahme zugunsten der Ukraine" (15. Juli 2025)
Quelle: https://www.zeit.de/politik/2025-07/donald-trump-ukraine-russland-wladimir-putin-umgangston-neutralitaet#cid-76681226

QuoteT. Becker

Wer hätte das gedacht?


QuoteNovemberrain

Eine Nacht drüber geschlafen - und schwupps - war nicht so gemeint, sondern ganz anders.


QuoteMopsodon

Sardonisches Lachen aus dem Kreml.


QuoteTemporalität

Trumps Kurzzeitgedächtnis hat wohl schon schwer gelitten. Weiß er noch, was er gerade zuvor gesagt hat?


QuoteMopsodon

Vielleicht weiß er es noch, aber es interessiert ihn nicht.


QuoteZetaFunktion

Hallo Leute, regt euch nicht auf. Es ist belegt, dass Trumps Aussagen zu über 70% falsch, irreführend oder schlicht gelogen sind. Er erzählt jeden Tag im Durchschnitt >20 Lügen. Man sollte seine Aussagen einfach ignorieren und nur seine Taten bewerten. Alles andere ist einfach verlorene Lebenszeit. ...


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Textaris(txt*bot)

Quote[...] US-Präsident Donald Trump hat einen Medienbericht über eine baldige Entlassung des Notenbankchefs Jerome Powell zurückgewiesen. Dieser sei falsch, sagte Trump am Mittwoch. "Ich schließe nichts aus, aber das ist höchst unwahrscheinlich, außer, wenn er wegen Betrugs gehen muss." Weiter sagte Trump: "Er macht einen schlechten Job."

Zuvor hatte die Agentur Bloomberg mit einer Meldung die US-Märkte in Aufruhr versetzt. Unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Insider hieß es, Trump werde den Fed-Chef vermutlich bald entlassen. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete ebenfalls unter Berufung auf einen Insider, dass Trump der Idee offen gegenübersteht.

Später am Abend sagte Trump, er würde es liebend gern sehen, wenn Powell kündigte. Er selbst könne ihn nicht entfernen, ohne für Unruhen an den Börsen zu sorgen.

An der Börse reagierten Anleger nervös. Der US-Dollar geriet merklich unter Druck, die drei wichtigsten US-Aktienindizes rutschten im Mittwochshandel in den USA um bis zu 1,1 Prozent ins Minus. Nach Trumps Dementi beruhigten sich die Märkte wieder.

Mehrere US-Medien hatten zuvor unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, dass Trump eine Gruppe von Parteikollegen gefragt habe, ob er Powell entlassen solle. Dabei habe der Präsident ein entsprechendes Schreiben präsentiert, hieß es unter anderem in der New York Times und dem US-Sender CBS News.

Aus dem Weißen Haus gab es eine Bestätigung, dass sich Trump am Dienstagabend mit Kongressabgeordneten der Republikanischen Partei beraten habe. Einige von ihnen hätten ebenfalls eine Entlassung Powells gefordert, und Trump denke darüber nach.

Der Präsident der New Yorker Notenbank, John Williams, betonte nach Angriffen von US-Präsident Trump die Unabhängigkeit der US-Notenbank. Er lehnte es jedoch ab, Trumps Andeutungen direkt zu kommentieren. Ein Sprecher der Federal Reserve sagte, Powell habe keinerlei Absichten zurückzutreten – selbst dann nicht, wenn er dazu aufgefordert würde. 

Trump kritisiert fast täglich die Geldpolitik der Notenbank und verlangt von ihr eine Zinssenkung – der Leitzins liegt in den USA zurzeit in einer Spanne zwischen 4,25 und 4,5 Prozent. In der Vergangenheit hatte Trump Powell zudem immer wieder persönlich attackiert und als "Schwachkopf" oder "Trump-Hasser" bezeichnet. Nach US-Recht kann der Präsident den Fed-Chef jedoch nicht wegen eines Streits über die Zinspolitik entlassen.

Den neuesten Unmut des US-Präsidenten dürften hohe Renovierungskosten für das Gebäude des Fed-Hauptsitzes in Washington, D. C. geregt haben. Trump äußerte sich "besorgt", weil die Arbeiten 900 Millionen Dollar mehr gekostet hätten als geplant. Trump beschuldigte Powell deshalb der Misswirtschaft. "Möglicherweise ist Betrug im Spiel", sagte der Präsident.

Die Amtszeit des 72-jährigen Notenbankchefs endet im kommenden Jahr. Der Präsident darf den Nachfolger nominieren, der dann vom Senat bestätigt werden muss. US-Finanzminister Scott Bessent sagte am Dienstag, die Suche nach einem Nachfolger für Powell laufe bereits.

Durch einen Zinsschnitt erhofft sich Trump höhere Investitionen, da Kredite billiger würden. Zudem könnte es für den Staat günstiger werden, sich Geld an den Finanzmärkten zu leihen. Seit Jahren kämpfen die Vereinigten Staaten mit zu hohen Staatsschulden. Ein von Trump verabschiedetes Steuer- und Ausgabengesetz wird diese Verschuldung auf einen neuen Höchststand treiben.


Aus: "Trump dementiert drohende Entlassung von Zentralbankchef Jerome Powell" (17. Juli 2025)
Quelle: https://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2025-07/donald-trump-notenbankchef-betrug


Textaris(txt*bot)

Quote[...] Anfang Juli wird in den Sumpfgebieten im Süden Floridas ein neues Abschiebegefängnis eröffnet. Trump tauft die Einrichtung "Alligator Alcatraz". Die dortigen Haftbedingungen sind Berichten von Insassen zufolge sehr schlecht.

In dem als "Alligator Alcatraz" bezeichneten neuen Abschiebegefängnis in Florida herrschen offenbar verheerende Zustände. Mehrere Insassen berichten der "New York Times" von nicht ausreichenden Mahlzeiten in Snack-Größe und Schlafentzug.

In der Einrichtung in den Everglades, einem Sumpfgebiet im Sunshine State im Süden der USA, sollen die Lichter 24 Stunden täglich an sein und so kaum Schlaf möglich machen. Wenn es regne, würden Käfer in die Zelte kriechen, in denen sich die dort Festgehaltenen aufhalten müssen. "Es ist ein Pulverfass", sagte ein Insasse der Zeitung über das Anfang Juli eröffnete Gefängnis.

Darüber hinaus gebe es mehrere kranke Personen in der Einrichtung mit grippeähnlichen Symptomen, die keine Behandlung erhielten. Allgemein mangele es an Zugang zur medizinischen Versorgung. Zudem gebe es auch keine Möglichkeiten zum Zeitvertreib wie in regulären Gefängnissen. Weder Fernseher noch Bücher oder Stift und Papier stünden den Insassen zur Verfügung, heißt es in dem Bericht.

Vertreter des Bundesstaats Florida bezeichnen die Aussagen über schlimme Zustände vor Ort als "komplett falsch". "Die Anlage erfüllt alle erforderlichen Standards und ist in einem guten Zustand", so die zuständige Vertreterin des Bundesstaats.

Die meisten Häftlinge in "Alligator Alcatraz" sind nicht vorbestraft, erklärte ein namentlich nicht genannter Regierungsvertreter. Zumindest einige waren aus örtlichen Gefängnissen überstellt worden, wo sie unter anderem wegen Verkehrsverstößen festgehalten wurden. Andere wurden von der Grenzschutzbehörde ICE in die Everglades-Einrichtung gebracht.

Dort gibt es insgesamt Platz für 1000 Personen. Am Samstag wurden dort bereits 900 Menschen festgehalten. Vonseiten des Bundesstaats wird zudem bereits eine Erweiterung angedacht, um dort bis zu 4000 Inhaftierte beherbergen zu können.

Der US-Präsident Donald Trump hatte rund um die Eröffnung des Gefängnisses die zukünftigen Inhaftierten bereits verhöhnt und ihnen Ratschläge erteilt. So sollen sie nicht in "einer geraden Linie rennen", falls sie "vor einem Alligator weglaufen". Die weitläufigen Sümpfe und gefährlichen Tiere in dem Gebiet sollen Fluchtversuche verhindern, so der Tenor bei den Republikanern.

Quelle: ntv.de, lme


Aus: "Insassen berichten Horrorstorys aus Trumps "Alligator Alcatraz"" (16.07.2025)
Quelle: https://www.n-tv.de/politik/Getier-Schlafentzug-kaum-Essen-Insassen-in-Florida-berichten-Horrorstorys-aus-Alligator-Alcatraz-von-Donald-Trump-article25905628.html


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Quote[...] Charlie Kirk zwinkert zufrieden ins Publikum. Vor ihm sitzen Mitglieder seines "Charlie Kirk Exclusive"-Clubs, überwiegend junge Männer, vorgebeugt, mit großen Augen. Es geht um Grenzschutz und Massendeportationen.

Neben ihm auf der Bühne hat gerade einer seiner liebsten Gesprächspartner Platz genommen: Tom Homan, Chef der Abschiebebehörde ICE. Tom, sagt Kirk, erzähl uns von den Kriminellen, von den Razzien, der Mauer zu Mexiko.
Und Homan erzählt. Von einem "Aufstand illegaler Einwanderer", kaputten Städten, vom Ziel, 7.000 Menschen pro Tag abzuschieben, null Gnade. "Es ist mir scheißegal, was die Leute von mir denken", sagt der 63-Jährige. Mit seinem stämmigen Körper, dem wulstigen Gesicht und seiner Halbglatze sieht Homan so aus wie ein pensionierter Hooligan und spricht auch so. Der hochgewachsene Kirk wirkt mit seinem blauen, eng geschnittenen Anzug eleganter. Was die Ansichten betrifft, trennt sie wenig. 

Eine halbe Stunde lang raunen sich Kirk und Homan in Stimmung. Dann darf das Publikum Fragen stellen. Bevor es losgeht, gibt Kirk noch eine Anweisung. "Bitte kommt jetzt nicht mit eurem Nachbarn, der abgeschoben wurde", sagt er und schaut dabei ernst. "Tom kann euch nicht helfen." Es ist ein bemerkenswerter Satz, angesichts der Tatsache, dass sich in diesem Raum einzig und allein seine Fans befinden.

Charlie Kirk ist erst 31 Jahre alt und bereits einer der mächtigsten Strippenzieher der amerikanischen Rechten. Millionen folgen ihm auf Social Media, Millionen hören seine tägliche Radioshow. Wöchentlich telefoniert er mit Donald Trump, dem amtierenden Präsidenten, um die politische Situation zu besprechen. In Fernsehsendungen von Fox News ist er Stammgast. Und wenn Kirk nicht gerade auf der Bühne steht oder ins Mikrofon spricht, verkauft er seinen Fans ein ultrakonservatives Lifestyle-Paket: Basecaps, T-Shirts, eine patriotische Hot Sauce und einen christlich-konservativen Mobilfunkvertrag.

Doch Kirk ist mehr als ein Influencer mit Geschäftssinn. Er ist der Stratege hinter einer Bewegung, die Amerikas politische Landschaft grundlegend verändert. Wo auch immer er auftritt, predigt er ein Weltbild, das radikal und reaktionär ist: Männer als Versorger, Frauen an den Herd, Abtreibung als Sünde – selbst nach Vergewaltigung. Trans Menschen? Für Kirk existieren sie nicht. Er spricht von einem "antiweißen Rassismus", warnt vor einem "Bevölkerungsaustausch" und ruft zur ideologischen Säuberung der Universitäten auf. 

Sein Werkzeug: Turning Point USA, die Organisation, die er mit 18 Jahren gegründet hat. Heute ist sie ein zentrales Machtinstrument der amerikanischen Rechten, besonders in Schulen und Hochschulen. Über 3.500 Standorte, wöchentliche Gründungen neuer Ortsgruppen, eine "professor watchlist", mit der linke Akademiker öffentlich gebrandmarkt werden. Und: eine klare Mission. Junge Menschen sollen früh geprägt und langfristig gebunden werden: an Gott, an die Familie, an die Nation, an Trump.

Im Präsidentschaftswahlkampf zogen Kirks Aktivisten in Swing States von Tür zu Tür, organisierten Events, verteilten Propaganda. Das Ergebnis: Bei Wählerinnen und Wählern unter 30 Jahren holte Trump zehn Prozentpunkte mehr als noch 2020.

Wer die Radikalisierung der US-Rechten verstehen will – und die jugendliche Energie, mit der sie sich speist–, kommt an Charlie Kirk nicht vorbei. Auf einer Konferenz in Florida zeigt sich, wie seine Bewegung funktioniert – und wie sie das politische Klima der USA verändert.

Das Gespräch zwischen Kirk und Homan findet beim Student Action Summit statt, dem jährlichen Treffen von Turning Point. Rund 7.000 Menschen sind in diesem Jahr nach Tampa, Florida, gekommen. Schüler und Studentinnen aus allen Ecken des Landes, die sich drei Tage lang zwischen Merchandise-Ständen, Podcast-Liveaufnahmen, Workshops und der großen Konferenzhalle bewegen, in der ihre Idole sprechen.

Eines ihrer Idole ist natürlich Charlie Kirk selbst, der Organisator der Konferenz. 2012 stellte er als 18-Jähriger auf dem Campus der University of Wisconsin einen Klapptisch auf und ein Pappschild hin: "Debate me".

Anfangs interessierten sich nicht viele dafür, Kirk wiederholte die Aktion an anderen Unis. Noch im selben Jahr gründeten er und der Tea-Party-Aktivist William Montgomery die Organisation Turning Point. Vier Jahre später, im Wahlkampf 2016, sprach Kirk auf dem Parteitag der Republikaner. Hatte er anfangs noch Zweifel, was die Kandidatur Trumps betraf, war Kirk jetzt ein leidenschaftlicher MAGA-Mann.

Bis heute tourt Kirk von College zu College, um dort mit Studierenden zu debattieren. Mittlerweile kommen Tausende und die Clips gehen regelmäßig viral. Prove me wrong ist das Motto: Beweis mir das Gegenteil. Auch auf der Konferenz in Tampa findet ein solches Event statt.   

Ein vielleicht Mitte 20-jähriger Mann mit Stirnband und blondem Oberlippenbart will wissen, wie er seine Freundin zum Glauben bringen kann, um christlich zu heiraten. Bete für sie, antwortet Kirk, und nimm sie in die Kirche mit.
Eine Studentin mit braunen, schulterlangen Haaren fragt, welche Musik Kirk zu Hause "erlaube". Nur Klassik und Christliches, so Kirk. Mit Ausnahme auch Dolly Parton. Hip-Hop dagegen sei für ihn "entartet".

Ein kräftiger Mann mit bunter Weste weist darauf hin, dass in der Bibel stehe, den Fremden so zu lieben wie sich selbst. Breche Trumps Abschiebepolitik dieses Gebot nicht? Auf gar keinen Fall, entgegnet Kirk. Wer in ein Haus einbreche, müsse mit Konsequenzen rechnen. "Abschiebungen sind komplett biblisch."

Er ist für die Kids eine Art großer Bruder, der mal Lebenstipps gibt, mal Gemeinheiten verteilt. Über eine Stunde lang belehrt Kirk seine Fans mit Kalendersprüchen und Ressentiments. Man hat das Gefühl, dass er eigentlich viel zu alt ist, um Teenager zu "debattieren", aber nicht aufhören will, weil er die Momente der Überlegenheit zu sehr genießt. Trotzdem wirken diese am Ende beseelt. Sie holen sich Autogramme und Selfies ab, folgen Kirk so lang, bis Bodyguards ihn abschirmen. Kirk muss zur großen Bühne, wo gleich die ersten Redner ihre Vorträge halten.

Man kann sich die Konferenz von Turning Point wie eine Mischung aus evangelikaler Megachurch, Gesundheitsmesse und republikanischem Parteitag vorstellen. Viele der jungen Männer wirken mit ihren zu großen blauen Sakkos, roten Caps und der künstlich gebräunten Haut wie Mini-Trumps. Die jungen Frauen tragen einfarbige Kostüme, goldene Ohrringe und viel Make-up, ähnlich den Moderatorinnen von Fox News. In einer Ecke messen sich die Jungs darin, wer die meisten Klimmzüge schafft; in einer anderen passiert das Gleiche mit Liegestützen. Wer sich nicht ertüchtigt, kann shoppen.

Die verkauften Produkte spiegeln das Programm von MAGA: T-Shirts der Firma Christians Rule mit Antiabtreibung-Sprüchen, ein Parfum namens "White Privilege". Kaffeepulver in den Sorten "Bitcoin Blend" und "Stand with Israel". Dazu etliche T-Shirts, Kappen, Poster und Fahnen, die Trump huldigen.

Wer sind die Besucher der Konferenz? Zwischen den Ständen spaziert Levi, 20, Lederstiefel, schwarzes Sakko, wellige blonde Haare, der an seiner Uni in Oklahoma die Turning-Point-Gruppe mit 1.600 Mitgliedern leitet und gegen "hookup culture" kämpft – Gelegenheitssex durch Dating-Apps.

Oder Brooke, 22, schwarzer Rock, braun gebrannte Haut, sie arbeite im Hauptquartier von Turning Point in Phoenix. Als Jugendliche habe sie Gott gefunden, sei nun gegen Abtreibungen und träume von einer Zukunft als Hausfrau.
Oder Henrik, 16, weißes Hemd, viel Parfüm. Schon als Grundschüler habe er zum ersten Mal von Kirk gehört, heute habe er mit seinem Idol frühstücken dürfen. Beim Thema Abschiebungen benutzt er die wortgleichen Sätze wie Kirk. "Wer in ein Haus einbricht ..."

Fragt man die Aktivisten, wie sich ihre streng christlich-konservative Haltung mit der Biografie und dem Charakter Trumps vertrage, hört man eine Version folgender Antwort: Niemand sei perfekt, klar habe Trump auch mal was Falsches gemacht, trotzdem könne nur er die USA retten.

Die Widersprüche werden also weggewischt. So wie es Trump ja auch macht. Laut Umfragen ist der US-Präsident historisch unpopulär. Trotzdem behauptet er einfach das Gegenteil. Everything is great.
Kirk will von derartigen Spannungen nichts wissen. Auf Trumps Unbeliebtheit angesprochen, kontert er, dass die Zustimmungsrate "unter Amerikanern erstaunlich hoch" sei. Wie diese Aussage zu den Umfragen passe? Keine Antwort. "Welcome to America", sagt Kirk und läuft weg.

Nicht alle Themen sorgen auf dem Summit für Einigkeit. Etwa der Fall des Sexualstraftäters und Menschenhändlers Jeffrey Epstein, der 2019 im Gefängnis starb – offiziell durch Suizid. Viele Amerikanerinnen und Amerikaner misstrauen den Regierungsangaben. Sie glauben, dass Epstein keinen Suizid begangen hat, sondern umgebracht worden sei. Durch den angeblichen Mord, so die Verschwörung, soll verhindert worden sein, dass mächtige Politiker und Stars, die mit Epstein verbandelt waren, ebenfalls überführt werden konnten. Der Fall hat in den vergangenen zwei Wochen für enorme Spannungen im rechten Lager gesorgt.

Als Kirk auf der Konferenz das Publikum fragt, wem der Fall Epstein "sehr wichtig" sei, heben fast alle ihre Hände. In Gesprächen zu diesem Thema spürt man bei den Leuten eine Hin- und Hergerissenheit. Einerseits wollen viele Trump keine direkten Vorwürfe machen. Andererseits sind viele auf den Fall so fixiert, dass sie auch von ihrem Quasi-Heiligen Trump Aufklärung verlangen. Trump, der früher mit Epstein befreundet war und in einem anderen Strafverfahren wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt wurde, appelliert auffällig vehement, das Thema ruhen zu lassen. So leicht wird sich diese Geschichte aber nicht abschütteln lassen.

Auch Israel spaltet die MAGA-Bewegung. Die einen halten am Bündnis der vergangenen Jahrzehnte fest. Die anderen wollen, dass die US-Regierung mehr politische Distanz zu Israel aufbaut und die finanzielle sowie militärische Hilfe einstellt, auch bezogen auf die Kriegsverbrechen in Gaza. Viele wollen ein Ende der "endlosen Kriege" im Ausland, und dass man sich endlich auf die inländischen Probleme konzentriere.
Doch zu diesem Zeitpunkt steht das rechte Lager noch größtenteils geschlossen hinter Trump.

Der Student Action Summit ist unter dem Strich vor allem ein Happening der Indoktrination. Alle 20 bis 30 Minuten tritt ein Politiker oder Medienstar auf die große Bühne, um sich erst bei Kirk und dessen Einsatz für die rechte Bewegung zu bedanken, um dann die Tausenden jungen Zuschauerinnen und Zuschauer ideologisch einzuschwören. Gott, Familie, Nation und Trump sind die Säulen. Immigranten und trans Menschen die Feinde. Alles Progressive muss bekämpft werden.

Steve Bannon, der ehemalige Chefstratege von Trump, ruft zum gewaltsamen Aufstand auf. "Seid ihr bereit zum Kämpfen? Seid ihr bereit, Waffen in die Hand zu nehmen? Seid ihr bereit, ins Gefängnis zu gehen?" Bannon steht auf einer kleinen Bühne im ersten Stock, ungefähr 100 Leute um ihn herum. Manche rufen "yeah", andere nicken. Die meisten wissen nicht so ganz, wie sie reagieren sollen. War Room heißt die Show, die Bannon normalerweise in einem Kellerstudio in Washington, D.C. produziert und für dieses Wochenende nach Tampa verlegt hat. Die Herbeirufung des ständigen Ausnahmezustands ist Bannons Modus Operandi.

Der ehemalige US-Bauminister Ben Carson spricht von einem "Kampf zwischen Gut und Böse" und mit Böse meint er den Marxismus, den es zu besiegen gilt. Die Moderatorin Megyn Kelly gibt den Tausenden Zuschauerinnen und Zuschauern mit, Feminismus abzulehnen. Heimatschutzministerin Kristi Noem schreitet erst wie ein Popstar durch die Menge und bittet mitten in ihrer Rede das Publikum, aufzustehen, um für die Polizeibeamten zu beten.

Fox-News-Host Laura Ingraham macht sich über das gestohlene Land der indigenen Bevölkerung lustig.

Und dann wäre da noch Tucker Carlson, der ehemalige Moderator von Fox News, der seit zwei Jahren seine eigene Online-Talkshow moderiert, in der er, anders als viele andere rechte Kulturkämpfer, explizit auch die ökonomischen Sorgen der Bevölkerung zum Fokus macht. Bei seiner Abschlussrede am Freitagabend spricht er erst über Epstein, dann über die Prekarisierung der amerikanischen Mittelschicht, nennt hohe Universitätsgebühren, Kreditkartenschulden und die Drogenepidemie als Beispiele. Wenn Carlson gegen Milliardäre schießt, könnte man fast meinen, Bernie Sanders zuzuhören. Sobald es um Immigration geht, klingt Carlson dann doch wie alle anderen.   

Kein anderer Redner an diesem Wochenende inszeniert das Theater der Grausamkeit so hemmungslos wie der 38-jährige Benny Johnson, ein Podcaster, der bei YouTube über fünf Millionen Abonnenten hat. Johnson präsentiert eine Fotoshow, die unter anderem weinende Immigranten in Handschellen zeigt, was das Publikum zum Johlen bringt. Als es um das frisch eröffnete Abschiebezentrum Alligator Alcatraz in Florida geht, klappt er die Hände zusammen, um das Maul eines Krokodils nachzuahmen. Wie ein Animateur im Ferienclub hüpft Johnson herum, tänzelt und reißt die Fäuste hoch.

Am Samstagnachmittag folgen den Worten dann auch Taten. Vor dem Kongresszentrum hat sich eine kleine Masse von rund 100 Gegendemonstrierenden gebildet. Ältere mit selbst gebastelten Plakaten, Jüngere mit Kufiya um den Hals. Drei Aktivisten rollen ein Banner mit der Aufschrift "Besiegt die Trump-Agenda" aus. "ICE = neue Gestapo" steht auf einem anderen Poster. Sie rufen "Hey Hey, ho ho, Charlie Kirk has got to go".

Es dauert nicht lange, bis Teilnehmer der Konferenz davon erfahren und die Protestgruppe konfrontieren. Als diese kurz darauf wieder vom Gebäude abzieht, wird sie von rund 30 Leuten verfolgt, es sind überwiegend junge und aggressive Männer. Sie rufen erst "Wir wollen ICE!", später "Your body, our choice!", eine rechte Abwandlung des feministischen Slogans "My body, my choice". Mehrfach kommt es zu Handgreiflichkeiten. Am Ende bleibt einer der Linken mit blutender Nase auf dem Bürgersteig zurück.


Aus: "Der Rechte, der Amerikas Jugend radikalisiert" Eine Reportage von Lukas Hermsmeier, Tampa (17. Juli 2025)
Quelle: https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-07/charlie-kirk-usa-turning-point-faschismus-podcaster


Textaris(txt*bot)

Quote[...] US-Präsident Donald Trump hat der Footballmannschaft Washington Commanders mit der Verhinderung eines neuen Stadionbaus gedroht, falls sie nicht wieder ihren früheren Namen Redskins annehmen. In einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social nannte Trump den aktuellen Namen "lächerlich" und drohte, einen entsprechenden Vertrag für eine Arena auf dem Gelände des früheren RFK Stadium zu blockieren. Die Commanders hatten ihren alten Namen 2020 nach jahrelanger Kritik an dessen rassistischer Konnotation aufgegeben.

"Ich werde ihnen möglicherweise eine Einschränkung auferlegen, wenn sie den Namen nicht wieder in den ursprünglichen Namen 'Washington Redskins' ändern", schrieb Trump auf seinem Onlinedienst Truth Social. Und weiter: "Ich werde für sie keinen Deal zum Bau eines Stadions in Washington aushandeln."

Die Washington Commanders waren 1997 von Washington in den Vorort Landover umgezogen, wollen jetzt aber in die Hauptstadt zurückkehren und dort ein neues Stadion bauen. Ende April hatten die Commanders gemeinsam mit der Stadt Washington, D. C. ein 3,7 Milliarden Dollar schweres Abkommen für ein neues Stadion auf dem früheren RFK-Gelände angekündigt – mit geplanter Eröffnung im Jahr 2030. Der Deal steht allerdings noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Stadtrats.

Auch das Baseballteam Cleveland Guardians, früher Indians, forderte Trump auf, sich umzubenennen. Die Namen Redskins und Indians gelten als diskriminierend gegenüber der indigenen Bevölkerung Nordamerikas. Zahlreiche indigene Organisationen lehnen die Verwendung ab – unter anderem der National Congress of American Indians. In früheren Stellungnahmen hatten beide Teams eine Rückkehr zu den alten Namen ausgeschlossen.


Aus: "Trump will Umbenennung von Football-Klub erzwingen" (21. Juli 2025)
Quelle: https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-07/donald-trump-football-nfl-rassismus

QuoteFriedrich Herschel

Früher wäre sowas eine Meldung aus dem Postillion btw. von Onion gewesen.


QuotePogo Moshner

Washington OrangeSkins wäre doch ein guter Kompromiss.


QuoteSNJM

Endlich ein Staatslenker, der sich um die wirklich wichtigen Dinge kümmert - wenn es schon sonst keiner macht.


QuoteFrosch im Hals

Die Umbenennung war lange überfällig. Ein Team mit dem Namen Redskins war in etwa so, als hätten in der Bundesliga die Mainzer Mohren gespielt.


QuoteDarkCity

"Der Deal steht allerdings noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Stadtrats."

Sitzt Trump jetzt auch noch im Stadtrat?


QuoteLukas23

Dekret ist Dekret, da braucht es keinen Stadtrat!


Quotemikemitcon

Man fragt sich unwillkürlich, wann Herr Trump wieder die Rassentrennung in Bussen, Schulen und Toiletten anordnen wird. ...


QuoteMedianwähler

Verstehe ich nicht. Eigentlich müsste die Schlagzeile doch lauten: "Der wahre Grund für die Entlassung von Stephen Colbert: Donald Trump selbst kann es besser".

Dieser Realsatire des Kaiser Nero ist einfach kein comedian gewachsen. Da muss man einfach die Segel streichen.



...

Textaris(txt*bot)

Quote[...] The head of US Immigration and Customs Enforcement (Ice) said on Sunday that he will continue allowing the controversial practice of his officers wearing masks over their faces during their arrest raids.

As Donald Trump has ramped up his unprecedented effort to deport immigrants around the country, Ice officers have become notorious for wearing masks to approach and detain people, often with force. Legal advocates and attorneys general have argued that it poses accountability issues and contributes to a climate of fear.

On Sunday, Todd Lyons, the agency's acting director, was asked on CBS Face the Nation about imposters exploiting the practice by posing as immigration officers. "That's one of our biggest concerns. And I've said it publicly before, I'm not a proponent of the masks," Lyons said.

"However, if that's a tool that the men and women of Ice to keep themselves and their family safe, then I will allow it."

Lyons has previously defended the practice of mask-wearing, telling Fox News last week that "while I'm not a fan of the masks, I think we could do better, but we need to protect our agents and officers", claiming concerns about doxxing (the public revealing of personal information such as home addresses), and declaring that assaults of immigration officers have increased by 830%.

While data from January 2024 to June 2024 does show 10 reported assaults on Ice officers compared to 79 during the same period last year, those six months have also seen Ice agents descend in record numbers on streets, businesses, farms and public spaces, rounding up and detaining mostly Latino people as part of a massive Trump administration push to rid the US of as many as 1 million immigrants every year.

Videos have flooded social media showing Ice agents wearing masks over their faces, detaining people without immediately identifying themselves, refusing to answer questions or explaining why people are being detained, and pushing them into unmarked cars with tinted windows.

"I do kind of push back on the criticism that they don't identify themselves," Lyons said. "Men and women of Ice, and our DoJ partners, and local law enforcement partners who do help us are identified on their vest." The only identification many agents wear is body armor marked with the word "police", despite not being police officers.

The interview was described as the first major network sit-down at Ice headquarters in Washington.

Lyons also confirmed in the interview that Ice obtained and is using Medicaid data to track down immigrants believed to be in the US unlawfully, despite undocumented people not being eligible to receive Medicaid.

White people comprise the largest share of Medicaid recipients, at 39.6%.

A June report from the Pew Research Center found that 84.2% of Medicaid recipients are born in the US, 6.6% are naturalized citizens and 9.2% are foreign-born non-citizens authorized to be in the US.

As well as the tens of thousands of arrests, there have been several reported cases of masked criminals posing as Ice officers, such as a man in Raleigh, North Carolina accused in January of kidnapping and raping a woman, threatening to deport her if she didn't comply, or a man in Brooklyn attempting in February to rape a 51-year-old woman. In April 2025, a Florida woman posed as an immigration officer to briefly kidnap her ex-boyfriend's wife from her job.

Ice agents have also been reported to overstate assaults, such as in New York City mayor candidate Brad Lander's arrest by immigration officers, where Lander was accused of assaulting officers despite charges being dropped later that day.

Critics say using a mask allows Ice agents to obscure accountability and avoid transparency for their actions.

"The use of masks is one among a panoply of legal issues presented by the administration's recent actions against immigrants and visitors (and some citizens) but a significant one that can – and should – be immediately addressed and remedied," said the New York City Bar Association in a statement on the practice.

A coalition of 21 state attorneys general, including New York's Letitia James, wrote to Congress last week urging it pass legislation prohibiting "federal immigration agents from wearing masks that conceal their identity and require them to show their identification and agency-identifying insignia". In California, state legislators last month proposed the No Vigilantes Act, which would require federal agents to provide identification, including their last name and badge or ID number.

"We have a Los Angeles Police Department that has to deal with crime in this city every single day – and they're not masked, and they stay here," said the mayor of Los Angeles, Karen Bass, in a Sunday interview with ABC News.

"I don't think you have a right to have a mask and snatch people off the street."


From: "Ice chief says he will continue to allow agents to wear masks during arrest raids" Michael Sainato (Sun 20 Jul 2025 19.26 CEST)
Source: https://www.theguardian.com/us-news/2025/jul/20/ice-agents-masks


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Quote[...] US-Präsident Donald Trump hat ein gefälschtes Video weiterverbreitet, auf dem die Festnahme des früheren Präsidenten Barack Obama zu sehen ist.

,,Niemand steht über dem Gesetz", ist das Fakevideo überschrieben, das Trump am Sonntag (Ortszeit) auf Tiktok und anderen Onlineplattformen teilte. Trump-Kritiker unter anderem aus dem konservativen Lager vermuten ein Ablenkungsmanöver in der Affäre um den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein.

Auf dem offenbar mit Künstlicher Intelligenz erstellten Video ist zu sehen, wie Obama bei einem Treffen mit Trump im Weißen Haus von drei Beamten der Bundespolizei FBI abgeführt wird. Obama sitzt zunächst im Oval Office auf einem Sessel neben seinem Nachfolger und wird von den FBI-Mitarbeitern dann vor Trump auf die Knie gezwungen, um ihm Handschellen anzulegen. Der Rechtspopulist quittiert die Szene mit breitem Grinsen. Im zweiten Teil des Videos ist Obama in Isolationshaft in einem Gefängnis zu sehen. Das ganze wird von dem Song ,,YMCA" von den Village People unterlegt.

Wer der ursprüngliche Urheber des Videos ist, ist unklar. Die Ausgangsszene ist ein tatsächliches Treffen zwischen dem damaligen US-Präsidenten Barack Obama und seinem Nachfolger Donald Trump im November 2016.

Anhänger von Trumps Maga-Bewegung (Make America Great Again, Macht Amerika wieder großartig) reagierten enthusiastisch auf das Video. ,,Dafür habe ich gestimmt", schrieb ein Nutzer auf X. Die Verhaftung Obamas sei erst der Anfang, kommentierte ein anderer.

Scharfe Kritik übte dagegen die konservative Gruppe ,,Republikaner gegen Trump" (Republicans against Trump). Sie schrieb im Onlinedienst X, Trump unternehme ,,alles, um von den Epstein-Akten abzulenken". Auch Anhänger der Demokraten sprachen von einem Ablenkungsmanöver. Trump hatte Obama und der Demokratischen Partei ,,Schwindel" in der Epstein-Affäre vorgeworfen.

Trump ist im Maga-Lager unter Druck geraten, weil seine Regierung nicht wie versprochen Licht in den Skandal um Epstein gebracht hat. Dem US-Investmentbanker wurde vorgeworfen, zahlreiche Mädchen und junge Frauen missbraucht und Prominenten zugeführt zu haben. Der Milliardär wurde 2019 erhängt in seiner Gefängniszelle in New York aufgefunden.

Um den Aufruhr zu beruhigen, hatte Trump seinen Anhängern am Donnerstag die Offenlegung juristischer Dokumente in dem Fall in Aussicht gestellt. Dies ist bisher nicht erfolgt. Auch Fragen zu seinem eigenen, früher engen Verhältnis zu Epstein ließ Trump unbeantwortet. (AFP)


Aus: "Trump teilt KI-Video, in dem Obama festgenommen und eingesperrt wird" (21.07.2025)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/ablenkung-von-epstein-akten-trump-teilt-fakevideo-in-dem-obama-festgenommen-wird-14062046.html

QuoteBKraatz
21.07.25 17:39

... Das ist so erbärmlich und wie man diesem Clown zujubeln kann, ist mit nach wie vor ein Rätsel.


Quoteford_perfect
22.07.25 09:35
@BKraatz am 21.07.25 17:39

... Er setzt auf den harten Kern seiner Anhängerschaft ...


...

Textaris(txt*bot)

Quote[...] Washington/Paris dpa | Nur zwei Jahre nach ihrem Wiedereintritt treten die USA erneut aus der UN-Kulturorganisation Unesco aus. Die Unesco konzentriere sich auf eine Agenda, die ,,im Widerspruch zu unserer ,,America First"-Außenpolitik steht", teilte das US-Außenministerium zur Begründung mit. ,,Die Entscheidung der Unesco, den ,,Staat Palästina" als Mitgliedstaat zuzulassen, ist höchst problematisch", hieß es weiter. Das Außenministerium behauptete, dass dies zur Verbreitung israelfeindlicher Rhetorik innerhalb der Organisation beigetragen habe. Der Austritt werde mit Ende 2026 wirksam.

Bereits Anfang des Jahres hatte US-Präsident Donald Trump ein Dekret unterzeichnet, das die Beteiligung der USA an mehreren Organisationen der Vereinten Nationen (UN) infrage stellt. Unter anderem sollte dabei die Mitgliedschaft bei der Unesco überprüft werden.

Die USA waren zuletzt schon einmal Ende 2018 aus der Unesco ausgetreten und hatten als Grund eine aus ihrer Sicht israelfeindliche Haltung der Unesco genannt. Davor hatten die USA sich 1984 bereits einmal aus der Organisation zurückgezogen. Als Gründe gaben sie damals eine antiwestliche Politisierung und ineffiziente Führung an. Erst 2023 kehrten die USA zurück.

Die Arbeit der Unesco stand in den vergangenen Jahren immer wieder im Schatten von Streit vor dem Hintergrund des Nahostkonflikts. Nach der Aufnahme der Palästinensergebiete in die Organisation hatten die USA 2011 ihre Zahlungen an die Unesco gestoppt – dabei sind sie auch aktuell der größte Beitragszahler vor China und Japan. Insofern trifft der Rückzug der USA die Kulturorganisation empfindlich.

Die Unesco ist vor allem für die Listen des Weltkulturerbes bekannt. Doch die Organisation mit rund 2.000 Mitarbeitern und einem dreistelligen Millionen-Etat ist in vielen weiteren Feldern aktiv – von Bildung über Biosphärenreservate bis hin zu Gleichberechtigung. Ihr Auftrag ist es, durch Förderung der internationalen Zusammenarbeit in Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation zur Erhaltung des Friedens und der Sicherheit beizutragen. Derzeit sind 194 Staaten Mitglied der Unesco, die ihren Sitz in Paris hat. Deutschland trat der Unesco 1951 bei.

Früheren Angaben der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen nach fehlten der Unesco durch den Austritt der USA jährlich 22 Prozent für den ordentlichen Haushalt: Zwischen 2011, als die USA im Zuge der Mitgliedschaft der Palästinensergebiete die Zahlung ihrer Pflichtbeiträge einstellten, und dem Austritt 2018 sammelte sich demnach ein Fehlbetrag von rund 612 Millionen US-Dollar an.


Aus: "USA treten erneut aus der Unesco aus" (22.7.2025)
Quelle: https://taz.de/UN-Kulturorganisation/!6102448/


Die UNESCO (von englisch United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization), für Österreich und Schweiz Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur, in Deutschland Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur, ist eine Internationale Organisation und gleichzeitig eine der 17 rechtlich selbstständigen Sonderorganisationen der Vereinten Nationen. Sie hat ihren Sitz in Paris (Frankreich). ...
https://de.wikipedia.org/wiki/UNESCO

Textaris(txt*bot)

Quote[...] Das Nationale Olympische und Paralympische Komitee (USOPC) der USA hat trans Frauen die Teilnahme an olympischen Sportarten de facto verboten. USOPC veröffentlichte am Montag auf seiner Homepage eine aktualisierte Fassung der sogenannten Athletensicherheitsrichtlinie. Darin heißt es, der Verband werde mit anderen Stellen weiter zusammenarbeiten, um "ein sicheres und faires Wettkampfumfeld" für Frauen zu gewährleisten – wie es die Trump-Regierung angeordnet habe.

US-Präsident Donald Trump hatte im Februar eine Verordnung erlassen, die transgender Athletinnen die Teilnahme an Wettkämpfen für Frauen verbietet. Der Präsident hatte zudem gesagt, er würde es nicht dulden, dass trans Frauen an den Olympischen Sommerspielen 2028 in Los Angeles teilnehmen.

Das Wort trans Menschen oder trans Frauen kommt auf den 27 Seiten der aktualisierten Komitee-Richtlinie zwar nicht vor. Die Formulierung ist aber so eindeutig, dass US-Medien das Verbot auch als solches bezeichnen. An die nationalen Dachverbände verschickte das USOPC den Berichten zufolge zudem einen Brief, in dem es heißt, man habe "eine Verpflichtung", der Vorgabe Trumps zu gehorchen.

Trump hat seit Beginn seiner zweiten Amtszeit wiederholt die Rechte von trans Menschen angegriffen und streitet sich derzeit auch mit dem US-Bundesstaat Kalifornien über die Teilnahme von trans Frauen an Wettkämpfen an US-Schulen. US-Präsident droht dabei immer wieder mit der Streichung von Fördermitteln. Auch aus dem Militär will Trump trans Menschen entlassen.

Die Änderung der Richtlinie dürfte nur eine sehr geringe Zahl von Athleten betreffen. Der Präsident der Vereinigung National Collegiate Athletics Association (NCAA), die eine beträchtliche Anzahl an olympischen Athleten aus den USA stellt, sagte im Dezember bei einer Senatsbefragung, ihm seien weniger als zehn trans Menschen unter den 530.000 NCAA-Athleten bekannt. 


Aus: "Olympisches Komitee der USA verbietet trans Frauen die Teilnahme" (23. Juli 2025)
Quelle: https://www.zeit.de/sport/2025-07/olympisches-komitee-usa-verbot-transfrauen

QuoteAriane65

Endlich kehrt die Vernunft wieder ein.


QuoteTordenskjold

Der MAGA-Fan verliert seine Krankenversicherung, die Schule seiner Kinder wird kaputtgespart, Lebensmittel werden immer teurer - und jetzt jubelt er, weil Trump eines seiner dringendsten Probleme gelöst hat.


QuoteBiegewelle

Es sollte ab einer gewissen Zahl von Transfrauen einen eigenen Wettbewerb geben. Ebenfalls für gedopte Sportler. Sehe kein Problem damit.


Quoteagneta andersson

Als Transfrau bin ich der Meinung, dass nur Transfrauen an Frauenwettbewerben teilnehmen dürfen, die die männliche Pubertät nicht durchlaufen haben. Seit Jahren wird die Schwimmerin und Transfrau Lia Thomas als Negativbeispiel herangezogen. Das liegt daran, dass die mathematische Wahrscheinlichkeit, dass eine offen als Transfrau lebende Person, also 0,015% der Bevölkerung, gleichzeitig die sportliche weibliche Leistungsspitze ( ebenfalls höchstens 0,015% der Bevölkerung ) erreicht und/oder übertrifft, gegen Null geht. In den USA sind an den Colleges 530.000 Sportler und Sportlerinnen registriert. 6 davon sind Transfrauen. Im Staat Utah wollte man ein Gesetz gegen die Teilnahme von Transmädchen am Schulsport einführen. Es gab genau ein einziges Transmädchen unter rund 73.000 Schülerinnen der betroffenen Jahrgangsstufe.


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Textaris(txt*bot)

Quote[...] Das Kennedy Center in Washington ist den Republikanern wegen des Einflusses der Demokraten ein Dorn im Auge. Nach dem Austausch des Verwaltungsrates soll das dortige Opernhaus nun umbenannt werden. Ein entsprechender Antrag hat bereits einen Ausschuss im Repräsentantenhaus passiert.

Das bisher lediglich als "Opera House" bekannte Opernhaus im Kennedy Center in der US-Hauptstadt Washington soll nach einem Plan der Republikaner umbenannt werden und künftig den Namen "First Lady Melania Trump Opera House" tragen. Ein Haushaltsausschuss im Repräsentantenhaus verabschiedete einen Änderungsantrag.

Der Kongressabgeordnete Mike Simpson aus Idaho, der den Antrag einbrachte, betonte, die Umbenennung sei eine "ausgezeichnete Möglichkeit", um Melania Trumps "Unterstützung und ihr Engagement für die Förderung der Künste zu würdigen".

Es handelt sich um einen weiteren Vorstoß der Regierung von US-Präsident Donald Trump, die Kontrolle über die Kultureinrichtung zu übernehmen. Trump hatte im Februar den Vorsitz des Kennedy Center übernommen und mehrere Mitglieder des Verwaltungsrats entlassen, die der oppositionellen Demokratischen Partei angehören.

Der neue Verwaltungsrat ist mit Trump-Getreuen besetzt. Neuer Präsident des Kennedy Center ist der frühere Botschafter in Berlin, Richard Grenell. "Wir haben also das Kennedy Center übernommen", sagte Trump im Februar zu Journalisten. Er begründete dies damit, "dass wir nicht mochten, was sie gezeigt haben".

Im März wurden der amerikanische Vizepräsident JD Vance und seine Ehefrau Usha bei einem klassischen Konzert im Kennedy Center ausgebuht. Wenig später sorgte Trump für einen bizarren Moment, als er bei einem Besuch Journalisten unterhalb der Loge versammeln ließ und anschließend eine Antwort verweigerte. Auch wollte er nichts davon wissen, dass sein Vize ausgebuht worden war.

Quelle: ntv.de, rog/AFP


Aus: "Opernhaus im Kennedy Center soll nach Melania Trump benannt werden" (23.07.2025)
Quelle: https://www.n-tv.de/politik/Opernhaus-im-Kennedy-Center-soll-nach-Melania-Trump-benannt-werden-article25918497.html

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Quote[...] US-Präsident Donald Trump hat einen hohen US-Importzoll auf Computerchips angekündigt. Er sprach am Mittwoch in Washington von einem Aufschlag von "hundert Prozent für alle Chips und Halbleiter, die in die Vereinigten Staaten kommen". Wann der neue Zoll in Kraft treten soll, sagte Trump nicht. Er hatte Aufschläge in solcher Höhe erstmals im Frühjahr erwähnt.

Vom Zoll befreit seien jedoch Unternehmen, die in den Vereinigten Staaten produzieren würden oder dies zumindest planten. Sollten Firmen ihre Zusage zum Bau von Fabriken nicht einhalten, werde der Zoll rückwirkend fällig, sagte Trump bei einer Pressekonferenz mit Apple-Chef Tim Cook. Das Unternehmen hatte weitere Milliardeninvestitionen in den USA angekündigt.

Sollte der Zoll ohne Ausnahmen in Kraft treten, dürfte das die Preise für Elektronik in den USA erhöhen, denn die meisten Chips werden in Asien produziert. Vor allem die Hightech-Chipsysteme für das iPhone und andere Smartphones kommen fast ausschließlich aus Taiwan vom Auftragsfertiger TSMC.

Die USA und Europa versuchen seit Jahren, Chiphersteller in den Westen zu locken. Der frühere US-Präsident Joe Biden setzte dafür auf milliardenschwere Subventionen. Trump bezeichnete das als Geldverschwendung und kündigte an, die Chipfertiger mit Zöllen in die USA bringen zu wollen.

Angaben des Handelsministeriums  zufolge stellten die USA im vergangenen Jahr etwa zwölf Prozent der weltweiten Halbleiterchips her. Im Jahr 1990 hatte der Anteil noch bei 40 Prozent gelegen.


Aus: "Trump kündigt 100-Prozent-Zoll auf Computerchips an" (7. August 2025)
Quelle: https://www.zeit.de/wirtschaft/2025-08/usa-zoelle-halbleiter-chips-100-prozent-donald-trump

Quotemadri02

Geniale Idee! Dadurch wird sicher wie auf wundersame Weise eine Halbleiterindustrie in den USA entstehen. Von selbst quasi. Die haben bisher nur gewartet, dass einer wie Trump kommt, mal auf den Tisch haut und Zölle verhängt. Das war es, was bisher gefehlt hat!


QuoteDisku-Onk

Heute 100 %, morgen ausgesetzt, dann 10 %, dann wieder 20 %... mal schauen wann er erzählt, dass er US-Chips 200 % billiger machen wird...


QuoteDie Fritz Heckert

"Vor allem die Hightech-Chipsysteme für das iPhone und andere Smartphones kommen fast ausschließlich aus Taiwan vom Auftragsfertiger TSMC."

TSMC hatte schon 2024 mit den US Investitionen angefangen und investiert insgesamt 65 Mrd. USD. Tawian erhofft sich damit, im Falle einer Agression Chinas von den US beschützt tu werden.

Mehr dazu hier: https://www.heise.de/news/TSMC-baut-Halbleiterwerke-fuer-65-Milliarden-US-Dollar-in-Arizona-9678198.html


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Quote[...] Der US-Konzern Apple hat unter dem Druck der Regierung von US-Präsident Donald Trump die Zusage für Investitionen in den USA um 100 Milliarden Dollar erhöht. Mit dem Geld soll in den kommenden vier Jahren vor allem die Produktion von Bauteilen im Land ausgebaut werden, wie das Unternehmen mitteilte. Apple hatte im Februar bereits US-Investitionen von 500 Milliarden Dollar angekündigt.

Ein Teil des Geldes soll in eine Partnerschaft mit dem südkoreanischen Konkurrenten Samsung fließen. In dessen Chipfabrik im Bundesstaat Texas solle eine "innovative neue Technologie zur Chipherstellung" zum Einsatz kommen, die weltweit noch nie zuvor eingesetzt worden sei, teilte Apple mit. Die Fabrik in Texas werde Chips liefern, die die Leistung und den Energieverbrauch von Apple-Produkten, einschließlich der iPhones, optimieren. Ein Sprecher von Samsung lehnte eine Stellungnahme ab.

Apple kündigte außerdem an, dass der Konzern in den kommenden Jahren 20.000 Mitarbeiter in den USA neu einstellen werde, vor allem in Forschung und Entwicklung. Die Investitionen sollen auch bisherigen US-Zulieferern wie dem Glaskonzern Corning zugutekommen. Künftig sollen weltweit alle iPhones und Uhren von Apple mit Glas aus den USA bestückt werden.

Trump dringt darauf, dass Apple das iPhone in den USA bauen soll. Branchenexperten zufolge ist dies jedoch kaum möglich, da sich der Großteil der Lieferketten der Elektronikindustrie in den vergangenen Jahren nach Asien verlagert hat. Laut Apple-Chef Tim Cook gibt es zudem in den USA, anders als in Ländern wie China, nicht genügend Fachkräfte.

Apple ließ ursprünglich iPhones und andere Geräte in riesigen Fabrikstädten in China bauen. Nach Lieferengpässen durch chinesische Lockdownmaßnahmen während der Coronapandemie wurde in den vergangenen Jahren auch die Produktion in Indien und Vietnam ausgebaut. Der Großteil der in den USA verkauften iPhones wird aktuell aus Indien geliefert.

Trump verdoppelte wenige Stunden vor der Apple-Ankündigung die Zölle für Waren aus Indien auf 50 Prozent. Ziel ist, Indien zur Absage an Energielieferungen aus Russland zu bewegen. Für Russland sind die Erdöleinnahmen wichtig, um den Angriffskrieg in der Ukraine zu finanzieren und die Wirtschaft insgesamt am Laufen zu halten. Der Großteil der Apple-Importe in die USA dürfte aber – wenn überhaupt – unter andere geplante Zölle für Elektronikgeräte fallen.

Apple hat im zweiten Quartal 2025 den stärksten Umsatzanstieg seit Beginn der Coronapandemie verzeichnet – trotz der hohen Belastung durch die Zölle. Der Konzernumsatz stieg um knapp zehn Prozent auf 94,04 Milliarden US-Dollar – ein neuer Quartalsrekord.


Aus: "Apple erhöht US-Investitionen um 100 Milliarden Dollar" (7. August 2025)
Quelle: https://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2025-08/usa-apple-investitionen-mitarbeiter-bauteile-produktion-donald-trump

QuoteNovemberrain

Trumpsche Planwirtschaft - der alte Kommunist! Und die Fachkräfte werden per Dekret herangeschafft. Easy.


QuoteZiegenmensch

Ich bin wahrlich kein Freund von Trump und teile die weitreichende Kritik an ihm. Aber seine Zollexzesse bringen eine Frage ins Scheinwerferlicht, mit der wir uns tatsächlich zu wenig beschäftigen und das finde ich sogar positiv:

Wie wollen wir damit umgehen, dass eigentlich alles (also jede körperliche Wäre) anderswo günstiger produziert werden kann, als in unseren westlichen Ländern, die man derzeit noch teilweise Industrienationen nennen möchte?


QuoteZeitLeser2313

Ich habe mich das Selbe gefragt. Ich vermute, die Idee hinter den Zöllen, ist akzeptierter als man Gemeinhin annehmen könnte. Wer diese Entwicklung ansieht und auch das blinde Vertrauen der westlichen Firmenchefs, kann um die Idee von Zöllen nicht herkommen. Vielleicht sollte man es nicht direkt mit der Brechstange versuchen, sondern sich einen Plan mit guter und steigender Dosierung machen, Grüße an die EU Kommission.


QuoteKrimskrams

Antwort auf @ZeitLeser2313

Man könnte ja freiwillig höhere Preise für im Land produzierte Güter bezahlen. Doch wer tut das schon? Oder kann das schon? Wobei: die meisten qualitativen Güter werden auch hier in Europa in günstigeren Ländern produziert, wie etwa Kleidung in Portugal oder Litauen.


QuoteOF-am-Meer

Sehe ich genau so.

"Wie wollen wir damit umgehen, dass eigentlich alles (also jede körperliche Wäre) anderswo günstiger produziert werden kann, als in unseren westlichen Ländern, die man derzeit noch teilweise Industrienationen nennen möchte?"

Na genau wie bisher auch. Man framed die Arbeitnehmer wie seit 40 Jahre als notorisch faule Borstentiere und ruft dazu auf, doch endlich mal wieder die Ärmel hochzukrempeln. Für den Mindestlohn.

Arbeit um der Arbeit willen und bis in die Grube. Das ist das Rezept.


QuoteBundesbürger4711

Die EU wäre gut beraten, ähnlich zu agieren wie Trump, was die Kontrolle von Unternehmen anbelangt. Der Fehler der EU war und ist, dass sie es zugelassen haben und weiterhin zulassen, dass Unternehmen nicht nur die Produktion, sondern auch FuE nach China und Indien ausgelagert haben. Es wird uns natürlich viel Geld kosten, sie dazu zu zwingen, sie zurückzuholen, aber in diesem Punkt hat die US-Administration Recht: Es ist unvermeidlich, wollen wir den Anschluss halten.


QuoteDr.Schaarschmidt

Irgendwann ,so Anfang der Siebziger ,entschieden sich die US Konzerne in's Ausland zu gehen, weil ihnen die Gewerkschaften im eigenen Land zu mächtig wurden...

Zuerst nach Kanada und Mexiko, später kam Japan hinzu...als Japan zu teuer wurde ging's weiter nach China, Vietnam, Indien, Bangladesch...

Natürlich kann Apple das iPhone auch in den USA fertigen lassen, natürlich, natürlich..ist alles möglich...

Nur nicht mehr mit der Gewinnspanne ...

Schlaue Analysten haben ausgerechnet, das sich die Apple Aktie dann mehr als halbieren würde...

Schaut man sich die Apple Aktie an, so sieht man das die Fertigung zu über 95 Prozent im Ausland erfolgt...

Nur noch die Forschung und Entwicklung erfolgt in den USA...das ganze operative Geschäft, die ganze Fertigung aber im Ausland, vornehmlich in Asien..

Nur ein paar wenige High End PC kommen aus den USA...die sind für den Aktionär aber völlig uninteressant, weil die kaum Gewinne abwerfen..

Aber das Brot und Butter- Geschäft...die I iPhones samt Zubehör..die iPads und viele sonstige Endgeräte werden fast nur in Asien gefertigt...

Genauso wie Nike seine Trikots nicht in New York oder Boston fertigen lässt, sondern in Bangladesch und Vietnam...
Wie gesagt..es ist möglich das IPhone in den USA fertigen zu lassen...die Kosten trägt dann der Aktionär.


QuoteMeinungsWeise

...weil ihnen die Gewerkschaften im eigenen Land zu mächtig wurden...

Ja, die bösen, bösen Gewerkschaften. Seltsam nur, dass schon in den 70ern und 80ern die USA in allen Sozialstandards hinterher hinkten.

Da waren die Gewerkschaften in den USA vielleicht doch nicht so mächtig.

In Wahrheit wanderte die US-Industrie vor allem nach der Öffnung von China ab, denn China lockte mit Hungerlöhnen.


...

Textaris(txt*bot)

#165
Quote[...] Eigentlich soll um 10.30 Uhr der Gottesdienst in der Iglesia Nazarena Jesus Te Ama begonnen. Seit zehn Jahren feiert Pastor Daniel Fuentes Espinal hier mit seiner vorwiegend aus Lateinamerika stammenden Gemeinde sonntags um diese Zeit eigentlich immer die Messe. Die Predigten des 54-Jährigen sind leidenschaftlich und können bis zu einer Stunde dauern. Doch heute ist die Kirche im Norden der Kleinstadt Easton im US-Bundesstaat Maryland verschlossen. Der Pfarrer kann nicht kommen: Er sitzt knapp 2000 Kilometer entfernt in einem Abschiebegefängnis in Louisiana.

Der Horrortrip des 2001 aus Honduras eingewanderten Gottesmannes, der in seiner neuen Heimat im Zweitjob als Tischler arbeitet, begann Ende Juli: Da hatte Fuentes nach Schilderungen seiner Angehörigen auf dem Weg vom Baumarkt zu einem Kunden gerade bei McDonald's gehalten, um sich mit einem Breakfast-Burrito zu stärken, als er einen unbeschrifteten weißen Chevy-Kleintransporter bemerkte, der ihm folgte. An einer Kreuzung wurde er von Männern in Zivil gestoppt und festgenommen.

Fuentes wurde zunächst zum regionalen Büro der Einwanderungspolizei ICE in Salisbury gebracht und registriert. Dann musste er zusammen mit sechs anderen Männern aus Lateinamerika mehrere Nächte in einer Zelle in Baltimore auf dem Betonboden schlafen, bevor er in das entlegene Winn Correctional Center im Südstaat Louisiana geschafft wurde. Besuche dort sind praktisch unmöglich: Die nächste Ortschaft liegt 20 Kilometer entfernt. Der Vorwurf: Fuentes' Touristenvisum ist abgelaufen – und zwar schon vor 24 Jahren.

Kathryn Adams kann ihre Empörung kaum beherrschen, wenn sie über die Ereignisse der letzten Tage spricht. Die Pfarrerin der Unitarier-Gemeinde im Nachbarort Chestertown ist in ihrer Amtsrobe zu einer Demonstration nach Easton gekommen. "Es ist schockierend, dass ein Mensch, der so lange in diesem Land gelebt hat, einfach von unserer Regierung verschleppt werden kann", sagt sie: "Menschenrechte sind Menschenrechte. Und außerdem ist die Kirche traditionell ein Ort der Zuflucht." Bei der Präsidentschaftswahl im November haben die meisten Menschen hier in der Region für Donald Trump gestimmt. Aber Adams nimmt kein Blatt vor den Mund: "Ich finde unfassbar, dass wir es als Land so weit haben kommen lassen."

Der Pfarrerin geht es nicht nur um ihren Kollegen: In den ganzen USA spielen sich täglich tausendfach solche und schlimmere Szenen ab. Mindestens 3000 Festnahmen von "illegalen Fremden" müsse es pro Tag geben, hat Stephen Miller, der ultrarechte Architekt von Trumps Antimigrationspolitik als Ziel vorgegeben. Der Präsident selbst hat "das größte Abschiebungsprogramm in der Geschichte der Vereinigten Staaten" angekündigt. Seither tauchen überall in den USA schwerbewaffnete, meist vermummte Männer ohne Namensschilder auf. Mit zunehmender Härte schnappen sie sich Menschen mit dunklerer Hautfarbe in Fleischfabriken und auf Farmen, vor Baumärkten und selbst vor Gerichtsgebäuden. Doch das ist erst der Anfang: Mit dem Steuer- und Abgabengesetz hat der Kongress soeben zusätzliche 75 Milliarden Dollar (66 Mrd. Euro) für die Einwanderungspolizei ICE bewilligt: So schnell wie möglich sollen 10.000 weitere Häscher eingestellt werden.

Mehr als zwölf Millionen Menschen in den USA haben keine Papiere. Die meisten arbeiten unauffällig in Jobs, die kein Amerikaner und keine Amerikanerin machen möchte, und zahlen Steuern. Trotzdem verunglimpft Trump sie pauschal als "Mörder", "Vergewaltiger" oder "Terroristen". Sie werfe "die Schlimmsten der Schlimmsten" aus dem Land, brüstet sich Heimatschutzministerin Kristi Noem. Tatsächlich haben ICE und Grenzschutz zusammen nach Expertenschätzungen seit Jahresanfang rund 300.000 Migranten festgenommen. Doch der Anteil derjenigen mit einer kriminellen Vorgeschichte sinkt. Inzwischen haben 60 Prozent der Aufgegriffenen keinerlei Vorstrafen – so wie Pastor Fuentes.

"Die Einwanderungspolizei gibt es schon lange", sagt Matthew Peters, der seit 13 Jahren das Chesapeake Multicultural Resource Center in der Innenstadt von Easton leitet. Mit Sprachkursen, Wohnungshilfen und Rechtsberatungen ist die aus Spendengeldern finanzierte Einrichtung die erste Anlaufstelle für Migranten in der Region. "Früher hatten wir hier jedes Jahr eine Handvoll Festnahmen. In den letzten Monaten hat das eine ganz andere Qualität erreicht. Und immer öfter trifft es Leute, die schon mehr als zehn Jahre hier leben." So sehr er das Interesse an Pastor Fuentes begrüßt, so wichtig ist dem ehemaligen Entwicklungshelfer, den Blick auf zahlreiche ähnliche Fälle von Migranten zu lenken, die weniger öffentliche Unterstützung erfahren.

Die zehn Mitarbeiter haben ihre Arbeit komplett umgestellt: "Unter der Biden-Regierung wurden wir regelrecht überrannt von Einwanderern, die endlich einen festen Aufenthaltsstatus bekommen wollten", berichtet Peters. Nun plötzlich drohen massenhafte Deportationen: "Wir mussten von Offensive auf Defensive schalten." Peters hat einen Anwalt eingestellt, einen Notfallfonds eingerichtet und seine Mitarbeiter auf unangenehme Gespräche mit der migrantischen Klientel vorbereitet: "Wir müssen mit den Familien einen Plan für den Fall des Falles erarbeiten."

Peters weiß: "Es ist ein furchtbarer Gedanke. Niemand möchte darüber sprechen. Aber es ist die Realität." Also insistiert er bei Beratungsgesprächen: "Was passiert mit den Kindern, falls ihr abgeschoben werdet? Sollen die mit nach Haiti oder sonst wohin gehen? Und wenn nicht: Wer soll sich um sie kümmern? Wer hat eine Vollmacht, um an das Geld auf dem Konto zu kommen und das Auto zu verkaufen?" Solche Fragen zu stellen sei der unangenehmste Teil seines Jobs, gesteht Peters: "Aber man muss auf das Schlimmste vorbereitet sein."

In der Migrantengemeinde ist die Gefahr omnipräsent. "Nur äußerlich versuchen viele, möglichst normal von Tag zu Tag zu leben", berichtet Victoria Gomez Lozano. Sie ist vor 18 Jahren aus Mexiko gekommen, besitzt inzwischen die US-Staatsangehörigkeit und arbeitet im Chesapeake Muticultural Resource Center. Sie berichtet von einer Familie, die nur noch einmal in der Woche einkaufen fährt, um die Gefahr einer Begegnung mit den ICE-Häschern zu verringern. "Da ist immer diese Angst. Das ist kein Leben."

Derweil beginnt der Fall von Pastor Fuentes Wellen zu schlagen. Die lokalen Medien haben darüber berichtet. Die Gemeinde ist in Aufruhr. Senator Chris Van Hollen ist alarmiert: "Sie schnappen sich jeden, den sie kriegen können, und terrorisieren damit unsere Gemeinden."

Dass der Protest die Trump-Regierung beeindruckt, ist unwahrscheinlich. Deshalb versuchen private Unterstützer, Fuentes gegen die Zahlung einer Kaution zumindest aus dem üblen Abschiebegefängnis in Louisiana herauszubekommen. Angesichts seiner Fürsprecher und der Verwurzelung des Predigers in Easton sehen Experten dafür gewisse Chancen, bei einer Online-Spendenaktion kamen innerhalb weniger Tage rund 40.000 Dollar zusammen, mehr als 400 Gemeindemitglieder spendeten.

Doch mit einer vorübergehenden Freilassung wäre das Drama keineswegs vorbei. Im Gegenteil: Dann würde der eigentliche Kampf erst beginnen. Es käme nämlich höchstwahrscheinlich zu einem Prozess in Maryland, der mehrere Jahre dauern und viel Geld kosten könnte. An dessen Ende könnte im allerbesten Fall irgendeine Form von Bleiberecht stehen – oder aber die endgültige Ausweisung. Das alles zehrt an den Nerven der Familie – für seine Frau und die teilweise in den USA geborenen Kinder.

"Es ist herzzerreißend. Es ist niederschmetternd", sagt eine junge Frau, die an einer Demonstration an der Ausfallstraße von Easton teilnimmt. Rund 300 Menschen sind gekommen. Auf Plakaten fordern sie die Freilassung des Pfarrers und protestieren gegen den Terror der ICE-Häscher. Im Feierabendverkehr brausen derweil die Autos vorbei. Viele Fahrer hupen – ein Signal der Unterstützung. Fast alle Teilnehmer des Protestes sind Weiße. Nur die junge Frau und ein paar Freunde um sie herum haben erkennbar hispanische Wurzeln. Irgendwann hält die Frau vorsichtig ein Plakat hoch. Es zeigt Fotos von Pastor Fuentes und seiner Familie. Darauf steht: "Lasst meinen Vater frei!"

Die Demonstrantin heißt Daniela Fuentes und ist das mittlere Kind des Inhaftierten. Fotografiert werden möchte die 19-Jährige lieber nicht – aber über ihren Vater redet sie voller Bewunderung und Anteilnahme. Wie es dem Rest der Familie gehe, fragt man schließlich vorsichtig. "Wir halten zusammen", antwortet die Pfarrerstochter tapfer: "Wir glauben an Gott. Und wir hoffen, dass alles gut wird." (Karl Doemens aus Easton, Maryland, 7.8.2025)


Aus: "Trumps Häscher wollen Pastor nach Honduras abschieben – die Gemeinde protestiert" Aus einer Reportage von Karl Doemens
aus Easton, Maryland (7. August 2025)
Quelle: https://www.derstandard.at/story/3000000281160/trumps-haescher-wollen-pastor-nach-honduras-abschieben-die-gemeinde-protestiert

https://www.derstandard.at/story/3000000266983/die-trump-chronologie-der-standard-dokumentiert-den-umbau-der-usa

QuoteEverdivers

Menschen so zu behandeln entspricht nicht einem Rechtsstaat.


QuoteCunningStunts

"Verschleppt", "Häscher". Wir reden hier von einer Bundesbehörde, die eine Person festgenommen hat, die illegal im Land ist. So wie es jede Polizei in jedem europäischen Land machen würde. Nur die USA muss sich dafür in der Weltpresse prügeln lassen. Und Karl Doemens hasst Trump sowieso nur weil er existiert.


QuoteDie mit der Katze schmust

twa 30 Prozent der Österreicher würden sich so ein Vorgehen auch bei uns wünschen. Tendenz laut Umfrage steigend....


QuoteHakon

US-Einwanderungspolizei ICE wird der Gestapo immer ähnlicher, ...


* Die Befugnis, jemanden ohne Haftbefehl festzunehmen. Check
* Befugnis, jemanden ohne Gerichtsverfahren einzusperren. Check
* Befugnisse jemanden abzuschieben. Check
* Konzentrierungslager im Alligatorengebiet. Check
* Operieren ohne staatliche Aufsicht. Check


QuoteDarius Minor

"Trumps Häscher" also. - Endlich Klartext.

Vor gar nicht langer Zeit bin ich hier fuer dergleichen geloescht worden. "Stoerung der Diskussionskultur", oder so. :-P
Na, besser spaete Einsicht als niemals.


QuoteAzaroth

Polemik

Die Verwendung des Wortes "Häscher" in der Übersicht ist wohl in voller Absicht gewählt worden.
Das damit Beamte der ICE gemeint sind finde ich extrem polemisch.
Würden sie auch Beamte unserer Strafverfolgungsbehörden so bezeichnen?
Auch bei den anderen Staaten von Iran über China, Russland etc ist dieses Wort mir zumindest noch nicht aufgefallen.


QuoteJaGanzBestimmt

Da ist gar nichts polemisch, das ist sogar noch untertrieben. Da sammelt sich der sadistische Bodensatz der seine Menschenverachtung ausleben darf.

Und dazu noch USD 50.000,- "signing bonus" + USD 60.000,- Studienkrediterstattung + Bonus für jeden Abgeschobenen einstreift während der Rest des Landes verarmt.


Quotev_u_k

Hat mir eine Kollegin aus einer katholischen Latino Gemeinde schon im März erzählt...

Da wurde in der Kirche noch im November für die Wahl von Trump gepredigt.

Im Februar kurz nach Trumps Angelobung sind die ICE Agenten direkt nach der Messe aufgetaucht und haben Teilnehmer aus der Kirche heraus kontrolliert und festgenommen.

Im März war die Gemeinde dann großteils aufgelöst, entweder verhaftet oder aus Angst vor bzw. Belästigt von den Kontrollen einfach nicht mehr gekommen.



QuoteRV4

45% der Latinos haben Trump gewählt.
Was die wohl jetzt dazu sagen?




QuoteZeno Auer

Das ist der Unterschied zwischen einem Rechststaat und einem rechten Staat.


QuoteNedzhaus

Man muss sich fragen, welch kaputte Leute bei dieser Behörde arbeiten. Sie sind genauso schuldig an diesem Klima der Angst wie Donald, der Präsidentenimitator. Es gibt schon Proteste der Farmer, deren Gemüse auf den Feldern liegen bleibt, weil niemand mehr da ist, es einzusammeln. Es sind wsl überwiegend jene Leute, die diesen Irren ins Weiße Haus gewählt haben. You reap what you sow..


QuoteAladdin_Sane

A friendly reminder from Austria: I was just following orders didn't go well in the Nuremberg trials.



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Quote[...] Es gab eine Zeit, da trug Dean Cain ein Cape. Er flog über Metropolis, küsste Lois Lane und stand für eine Art von Anstand, wie sie früher zur besten Sendezeit ins Wohnzimmer passte. In der Serie Lois & Clark war Cain in den 1990er-Jahren als Superman die Verkörperung eines amerikanischen Ideals: kantiges Kinn, athletischer Körper, eine Moral ohne Brüche. Ein Held aus einer Zeit, in der Gut und Böse noch klar verteilt schienen – zumindest im TV.

Heute ist Cain 59, trägt Uniform statt Umhang und will Amerika erneut retten. Nicht mehr vor Superbösewichten, sondern vor Menschen, die keine gültigen Papiere haben.

Cain hat verkündet, sich der US-Einwanderungsbehörde ICE anschließen zu wollen – jener Truppe, die mit Handschellen, Hundestaffeln und Nachtrazzien brutal gegen Einwanderer ohne Aufenthaltsstatus vorgeht.

Auf Instagram veröffentlichte Cain ein Video, in dem er seine Follower auffordert, es ihm gleichzutun. "Ich bin vereidigter Hilfssheriff und Reservepolizist, war aber nie bei der ICE", sagte er dem Sender Fox News. "Dann habe ich dieses Rekrutierungsvideo gepostet – und nachdem Sie in Ihrer Sendung darüber berichtet haben, ging alles durch die Decke. Ich habe mit ICE-Beamten gesprochen und will nun selbst Agent werden."

Dass ICE für Familientrennungen und Massendeportationen minderjähriger Flüchtlinge steht, scheint ihn nicht zu stören. Für Cain ist das keine Grauzone, sondern Ordnung.

Sein Weg vom Popstar zum Tiktok-Polizisten kam nicht über Nacht. Cain, einst NFL-Talent mit Princeton-Abschluss, dessen Sportkarriere ein Kreuzbandriss beendete, driftet seit Jahren von Hollywood in Richtung rechter Kulturkampf. Er spielte in konservativen B-Filmen wie God's Not Dead oder Reagan, wettert gegen Gender, Gleichstellung und – besonders inbrünstig – den neuen "woken" Superman: zu weich, zu sensibel, zu viel Herz, zu wenig Faust.

Was Cain dabei übersieht: Superman war selbst ein Migrant. Kam von weit her, ohne Papiere, unter falschem Namen. Und wurde zum Symbol einer Gesellschaft, die sich nicht über Abgrenzung definierte, sondern über ihre Fähigkeit, das Fremde zu integrieren.

Dean Cain scheint diesen Mythos zurückdrehen zu wollen: von der Fantasie der Integration zur Realität der Abschiebung.

Vielleicht ist das nicht nur seine persönliche Wandlung. Sondern ein deprimierend passendes Gleichnis für ein Land, das seine größten Geschichten erst verklärt – und dann verrät.


Aus: "Ex-Superman Dean Cain will Trump bei Massenabschiebungen helfen" Nana Siebert (7. August 2025)
Quelle: https://www.derstandard.at/story/3000000282600/ex-superman-dean-cain-will-trump-bei-massenabschiebungen-helfen

https://www.derstandard.at/story/3000000279030/ex-superman-dean-cain-findet-den-neuen-film-der-reihe-zu-woke

https://www.derstandard.at/story/3000000278673/superman-mit-verletzlichem-mann-aus-stahl

https://www.derstandard.at/story/1371169887346/die-hoffnung-traegt-jetzt-ein-neues-kostuem

Quotedmdkiulidt

wer?


QuoteBlueCreed

Lois & Clark war meine Lieblingsserie in den 90ern und Dean Cain war damals einer der schönster Männer in der TV-Landschaft. Er war nie ein guter Schauspieler, aber die Rolle des Clark Kent hat er liebevoll gespielt fand ich damals.
Ich habe bereits während Trumps erster Amtszeit bemerkt dass Cain offenbar ein Anhänger von ihm ist. Leider dreht sich die Radikalisierungsspirale in Amerika immer schneller weiter.

Es tut mir unendlich leid für seine hervorragende (und demokratisch eingestellte) Lois& Clark Kollegin Teri Hatcher, aber ich kann Lois & Clark heute nicht mehr anschauen ohne dass sich mein Magen verkrampft bei dem Gedanken dass Superman mittlerweile ein rechts-extremes Regime unterstützt.


QuoteThE aThEiSt

Vielleicht hilfts die Episode, in welcher Superman gegen Nazis kämpft, anzusehen. ;) Sollte Season 3 Episode 9 sein.


Quotetarantoga

man muss nicht weit oben sein, um tief zu fallen.


Quoteevemorat

Ein wahrer "Patriot" im Kampf für das Gute und Gerechte. Endlich - endlich darf er heulende Kinder in ein Flugzeug zerren.
Wahrscheinlich träumt er schon lange davon, ein ganz echter Held zu werden.


QuoteEckigrund

Es sollte eine eigene Rubrik "Dummkopf des Tages" geben.


QuoteKaanagabe

Superman ist doch wenn man es genau nimmt ein "illegal alien". Das als Kampagne für ICE zu nehmen ist schon sehr dumm... aber andererseits passt es dann in den heutigen USA wieder wie die Faust aufs Auge.


QuotePeterwiegehtsdir

Vom Superman zum Homelander.


QuoteKraisel

Am Fuß der Freiheitsstatue steht

Nicht wie der metallene Gigant von griechischem Ruhm,
Mit sieghaften Gliedern gespreizt von Land zu Land.
Hier an unserem meerumspülten hesperischen Tore soll stehen
Eine mächtige Frau mit Fackel, deren Flamme
Der eingefangene Blitzstrahl ist, und ihr Name
Mutter der Verbannten lautet. Von ihrer Leuchtfeuerhand
Glüht weltweites Willkommen, ihre milden Augen beherrschen
Den luftüberspannten Hafen, den Zwillingsstädte umrahmen.
,,Behaltet, o alte Lande, euren sagenumwobenen Prunk", ruft sie
Mit stummen Lippen. ,,Gebt mir eure Müden, eure Armen,
Eure geknechteten Massen, die frei zu atmen begehren,
Den elenden Unrat eurer gedrängten Küsten;
Schickt sie mir, die Heimatlosen, vom Sturme Getriebenen,
Hoch halt' ich mein Licht am gold'n Tore!"


The New Colossus ist ein Sonett von Emma Lazarus, das diese 1883 verfasste. Es war als Beitrag zu einer Kunstsammlung gedacht, die Geld für den Bau des Podests der Freiheitsstatue in New York sammeln sollte. Eine Bronzetafel mit dem Gedicht befindet sich seit 1903 im Inneren des Podestes der Freiheitsstatue und wird jetzt im Museum innerhalb des Podests gezeigt.
https://de.wikipedia.org/wiki/The_New_Colossus


Quotemanweisjani

Superman wird als erstes abgeschoben. Schließlich ist er ein Außerirdischer.


QuoteOberteufel Piccolo

auch bei uns gab es Enthusiasten, die unbedingt zur SS wollten.


QuoteLandjugend

Aus der wikipedia: Cain ist japanischer, französisch-kanadischer, irischer und walisischer Herkunft.

Brauchts noch mehr Beweise, daß wir im Monty-Python-Paralleluniversum leben?


QuoteGulf of Mexico

Der Sellner geht im Fasching jetzt sicher als Superman.


Quotegestammelte Abstrusitäten

Dem Aussehen nach würd er wohl selbst Gefahr laufen, von ICE drangsaliert zu werden. Quasi eine Flucht nach vorne...


QuoteChizzi

Ich fälle jetzt mal ein pauschales Urteil über die Oberpauschalisten: Stellen wir uns vor, wir würden all jenen Männern, ob in Demokratien oder Diktaturen, speziell jenen über 60, die ein veraltetes Frauenbild vertreten, rechte Ideologien verfolgen, Migranten und Geflüchtete pauschal verurteilen, patriarchale Systeme fördern, Minderheitenrechte abbauen wollen, Kunst und Kultur abwerten und Menschenrechte missachten, usw. - keinen Zugang mehr zu politischen Machtpositionen geben.

Ab morgen gäbe es weniger Kriege, mehr Demokratie, ein respektvolleres Miteinander, gerechtere Verteilung von Kapital – und wir könnten endlich wieder Menschlichkeit, Frieden, Liebe und Diskussionen auf Augenhöhe ins Zentrum unseres Handelns stellen.

Bis dahin, wird weitergehasst und weitergebombt.
Mit viel Zuspruch.

...


Quoteunixviking

Cain, einst NFL-Talent mit Princeton-Abschluss

Eine gute Bildung besagt eben nichts über den Charakter aus. Auch in der staatlich lizenzierten Mörderbande SS (und da besonders im SD) waren die meisten Hauptverantwortlichen angesehene Akademiker oder sogar Doppel-Doktoren (wie Kriegsverbrecher DDr. Otto Rasch).

Der gealterte Mops will ganz öffentlich in deren Fußstapfen treten.


QuoteEbastianUrz

So sympathisch er in seiner Rolle als Supermen in dieser Serie war, so ein Vollkoffer ist er in der Realität.


QuoteNaridulu

bizzaro world


...

Textaris(txt*bot)

Quote[...] US-Präsident Donald Trump hat die offiziellen Porträts seiner Vorgänger Barack Obama, George W. Bush und dessen Vater George H. W. Bush aus dem Eingangsbereich des Weißen Hauses entfernen und sie an einem deutlich weniger frequentierten Ort aufhängen lassen.

Wie ,,CNN" unter Berufung auf zwei damit vertraute Quellen und ein Beweisfoto berichtet, befinden sich die Bilder nun am Ende der großen Treppe, wo die Tausenden Besucher, die täglich im Weißen Haus sind, sie nicht mehr sehen können. Trump selbst sei an fast allen ästhetischen Entscheidungen im Weißen Haus direkt beteiligt, berichteten mehrere Quellen dem US-Sender.

Das Protokoll des Weißen Hauses sieht laut Bericht vor, dass die Porträts der letzten US-amerikanischen Präsidenten prominent im Eingangsbereich aufgehängt sein sollen, damit offizielle Gäste und Besucher sie bei Führungen besichtigen können. An ihren neuen Plätzen sollen die Gemälde nun nur noch für die First Family, US-Geheimdienstagenten und einige Mitarbeiter zu sehen sein.

Trump und Obama verbindet seit Jahren ein angespanntes Verhältnis. Vor der Präsidentschaftswahl 2016 hatte der Republikaner immer wieder die Lüge verbreitet, Obama sei nicht in den USA geboren.

Jüngst hatte Trump sogar dazu aufgerufen, den Demokraten strafrechtlich verfolgen zu lassen. Der Republikaner warf seinem Vorgänger Landesverrat vor und bezichtigte Obama, einen ,,Putsch" zur Sicherung des Wahlsiegs der Demokratin Hillary Clinton 2016 betrieben zu haben – Trump hatte die Wahl gegen Clinton gewonnen. Trump bezog sich mit seiner haltlosen Anschuldigung auf frühere Untersuchungen zu den Beziehungen von Trump und seinem Umfeld zu Russland. Mehrere Ermittlungen hatten unabhängig voneinander ergeben, dass Russland sich in die Wahl eingemischt und dabei vielmehr zugunsten von Trump agiert hatte.

Obama sprach von einem ,,bizarren" Versuch, von der Epstein-Affäre abzulenken. Zuletzt war Trump deshalb stark unter Druck geraten, weil seine Regierung nicht – wie von ihm früher zugesagt – Dokumente zu dem Skandal veröffentlicht hatte. Das kam auch bei vielen seiner Anhänger sehr schlecht an.

Es ist auch nicht das erste Mal, dass das Obama-Gemälde umgehängt wurde. Zuvor war es bereits aus dem Grand Foyer des Weißen Hauses entfernt worden. Stattdessen hängt dort nun ein Gemälde, das die ikonische Szene zeigt, wie Trump den Attentatsversuch in Butler, Pennsylvania, überlebte.

Auch das Verhältnis zu Trumps republikanischem Vorgänger George W. Bush ist belastet. Trump nannte ihn in der Vergangenheit einen ,,gescheiterten und uninspirierten" Präsidenten. Bei Trumps Amtseinführung im Januar nahm Bush auch nicht am Mittagessen nach der Zeremonie teil. Der 2018 verstorbene Bush Senior wählte 2016 gar Hillary Clinton. Und in seiner Biografie bezeichnete er Trump als ,,Angeber".

Kaum besser wäre es wohl einem Porträt von Trumps im Januar abgelösten Vorgänger Joe Biden ergangen – doch das Gemälde hängt derzeit noch gar nicht. Es ist laut ,,CNN" noch nicht fertiggestellt. (Tsp)


Aus: "Für Besucher nicht mehr zu sehen: Trump lässt Porträts von Obama und den Bushs umhängen" (11.08.2025)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/internationales/fur-besucher-nicht-mehr-zu-sehen-trump-lasst-portrats-von-obama-und-den-bushs-umhangen-14160242.html

QuoteErwin
11.08.25 13:28

Eigentlich passt zu Trump einzig ein Spiegelsaal.


...

Textaris(txt*bot)

#167
Quote[...] Die US-Regierung von Präsident Donald Trump hat Deutschland Mängel bei der Meinungsfreiheit sowie steigenden Antisemitismus durch Migration attestiert.

Die Menschenrechtslage in der Bundesrepublik habe sich im Laufe des vergangenen Jahres verschlechtert, heißt es im Jahresbericht des US-Außenministeriums, der am Dienstag in Washington vorgestellt wurde. ,,Einschränkungen der Meinungsfreiheit" und antisemitische Gewalt stellten in Deutschland ,,erhebliche Menschenrechtsprobleme" dar, schreiben die Autoren.

,,Zensur" gebe es in Deutschland etwa auf Online-Plattformen, heißt es in dem US-Menschenrechtsbericht unter Verweis auf die EU-Auflage für Facebook oder X, Hassbotschaften zu löschen. Im Kampf gegen die Ursachen von Antisemitismus legten die deutschen Bundesbehörden zudem einen zu großen Schwerpunkt auf Rechtsextreme und verharmlosten die Rolle eingewanderter Muslime, heißt es weiter.

Ähnliche Kritik übt die Trump-Regierung in dem Bericht an anderen europäischen Ländern wie Frankreich und Großbritannien. Gute Noten erhalten dagegen autoritär regierte Länder wie El Salvador, die Trump bei seiner Abschiebepolitik unterstützen.

Zu Deutschland heißt es in dem Bericht, das deutsche Grundgesetz garantiere zwar die Presse- und Meinungsfreiheit. ,,Nichtsdestotrotz hat die Regierung in Übereinstimmung mit dem nationalen Recht Einschränkungen für die Meinungsfreiheit von Gruppen verhängt, die sie als extremistisch betrachtete."

So seien im vergangenen Jahr mehrere Menschen wegen Aufstachelung zum Rassenhass und Befürwortung oder Leugnung des Holocaust verhaftet oder verurteilt worden. Konkrete Fälle nennen die Autoren nicht.

Zugleich kritisiert die Trump-Regierung in dem Bericht, ,,antisemitische Verbrechen" hätten sich in Deutschland in den ersten neun Monaten 2024 ,,mehr als verdoppelt". Im Kampf gegen die Ursachen legten die Bundesbehörden allerdings einen zu großen Schwerpunkt auf Rechtsextreme und verharmlosten die Rolle eingewanderter Muslime.

,,Forschungen legen nahe, dass ein wichtiger Treiber des Antisemitismus in Deutschland (...) die Masseneinwanderung (legal, illegal und über Asyl) von Bevölkerungsgruppen war, die mit größerer Wahrscheinlichkeit antisemitische Überzeugungen vertreten als gebürtige Deutsche, mit Rekordzahlen von Migranten aus Syrien, Afghanistan und der Türkei in den vergangenen Jahren", heißt es in dem Bericht.

Zusammenfassend heißt es in dem Bericht: ,,Die Bundesregierung führte die meisten antisemitischen Handlungen auf Neonazis oder andere extremistische Gruppen oder Personen zurück, und solche Handlungen nahmen im Laufe des Jahres zu." Gleichzeitig wird mit einem Verweis auf einen sieben Jahre alten Bericht der ,,Washington Post" kritisiert, dass Deutschlands Exekutive bei unsicherer Lage zu vorschnell rechtsextreme Gewalt ausmache. ,,Im Jahr 2018 berichtete die Washington Post jedoch, dass die deutsche Polizei antisemitische Handlungen oft standardmäßig der extremen Rechten zuschrieb, wenn ein Täter nicht identifiziert werden konnte", heißt es in dem Bericht.

Bereits in den vergangenen Monaten hatten Äußerungen von US-Regierungsmitgliedern zur deutschen und europäischen Politik für Irritationen gesorgt. Im Februar warf US-Vizepräsident JD Vance den Europäern bei der Münchner Sicherheitskonferenz angebliche Defizite bei der Meinungsfreiheit vor und kritisierte den deutschen Umgang mit der AfD.

US-Außenminister Marco Rubio sprach sogar von ,,verkappter Tyrannei" in Deutschland, nachdem der Verfassungsschutz die AfD im Mai vorläufig als ,,gesichert rechtsextremistisch" eingestuft hatte. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) verbat sich solche Einmischung in die Innenpolitik.

Gute Noten bekommt in dem US-Regierungsbericht El Salvador. In dem zentralamerikanischen Land gebe es ,,keine glaubwürdigen Berichte schwerwiegender Menschenrechtsverstöße", heißt es. Organisationen wie Human Rights Watch und Reporter ohne Grenzen werfen dem salvadorianischen Präsidenten Nayib Bukele dagegen vor, seit 2019 systematisch die Demokratie auszuhöhlen, Medien zu drangsalieren und Dissidenten zu inhaftieren.

Trump lässt irreguläre Einwanderer unter anderem in Länder wie El Salvador oder den Südsudan abschieben, die als Unrechtsstaaten gelten. Der US-Präsident behauptet, bei den betroffenen Migranten handele es sich durchweg um Kriminelle, Vergewaltiger und Mörder.

Eine schlechte Menschenrechtslage bescheinigt das US-Außenministerium dagegen Ländern wie Brasilien oder Südafrika, mit denen Trump über Kreuz liegt. Der US-Präsident wirft Südafrika einen ,,Genozid" an weißen Farmern vor.

Zudem versucht er, Brasilien mithilfe hoher Zölle zu zwingen, einen Prozess gegen seinen Vertrauten, den früheren Präsidenten Jair Bolsonaro, fallen zu lassen. Der Oberste Gerichtshof Brasiliens wirft Bolsonaro einen Putschversuch nach seiner Abwahl im Januar 2023 vor. Der Fall erinnert an den Sturm von Trump-Anhängern auf den US-Kongress im Januar 2021. (AFP, mira)


Aus: "Bericht der US-Regierung attestiert Deutschland mangelnde Meinungsfreiheit" (13.08.2025)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/internationales/erhebliche-menschenrechtsprobleme-bericht-der-us-regierung-attestiert-deutschland-mangelnde-meinungsfreiheit-14168750.html

Quotemcgyver
13.08.25 10:58

Was Trump da sagt, deckt sich mit der Stimmung hierzulande. Es ist auch nicht das erste Mal, dass dieses Thema angesprochen wird. Vance hatte es bereits bei der Münchener Sicherheitskonferenz erwähnt und später auch Marc Rubio.


QuoteErwin
13.08.25 11:18
@mcgyver am 13.08.25 10:58

Nö! Das ist lediglich die Meinung von Rechtsextremisten, die Sie hier wiedergeben. Die Stimmung hierzulande sieht anders aus.


QuoteAlexander54
13.08.25 09:30

Wie sehr das die "Richtigen" sagen, offenbart eine zweite Nachricht vom heutigen Morgen, die der Deutschlandfunk mit folgenden Worten brachte:

"Mehrere berühmte Museen in den USA müssen sich einer Kontrolle durch die Regierung unterziehen. Vor dem 250. Geburtstag des Landes im nächsten Jahr solle überprüft werden, ob aus Regierungssicht ,,spaltende oder parteiische" Narrative verbreitet würden, teilte das Weiße Haus in einem Brief an die Smithsonian Institution mit. Die Bildungseinrichtung betreibt über 20 Museen, den Großteil in der Hauptstadt Washington."

Hallo Ein Kommentar erübrigt sich wohl...

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Quote[...] Die US-Regierung lässt Ausstellungen in mehreren berühmten Museen auf unliebsame Darstellungen der amerikanischen Geschichte kontrollieren. Vor dem 250. Geburtstag der USA im nächsten Jahr solle überprüft werden, ob aus Regierungssicht ,,spaltende oder parteiische" Narrative verbreitet würden, teilte das Weiße Haus in einem Brief an die Smithsonian Institution mit, die vor allem in der Hauptstadt Washington etliche Museen betreibt.

Demnach sollen Ausstellungstexte, Wandbeschriftungen, Webseiten und Bildungsunterlagen auf Tonfall, historische Einordnung und ,,Übereinstimmung mit amerikanischen Idealen" untersucht werden.

Die Museen in Washington sollen nach Vorstellung der Regierungszentrale von Präsident Donald Trump Konzeptentwürfe, Ausstellungspläne sowie Kataloge und Programme aller laufenden Schauen vorlegen. Zum Teil müssen Unterlagen binnen 30 Tagen eingereicht werden.

Kritiker werfen Trump vor, einen regelrechten Kulturkampf angezettelt zu haben und darüber auch die künstlerische Freiheit beziehungsweise freie Meinungsäußerung einzuschränken - ein Vorwurf, den umgekehrt auch die politische Rechte linksliberalen Kreisen in den USA macht. Üblicherweise mussten Museen unter Trumps Vorgängern nicht mit Interventionen von Präsidenten rechnen, doch mit dem Machtwechsel in Washington hat sich das geändert.

Schon im Frühjahr verordnete Trump per Dekret, dass Museen auf Geschichtsdarstellungen im Sinne der Regierung hinzuarbeiten haben. Der Republikaner behauptete, im vergangenen Jahrzehnt habe es ,,konzertierte und weit verbreitete Versuche gegeben, die Geschichte unseres Landes umzuschreiben und Fakten durch ein verzerrtes Narrativ zu ersetzen, das eher von Ideologie als von Wahrheit bestimmt ist".

Weiter hieß es im damaligen Dekret: ,,Das unvergleichliche Erbe unserer Nation, das Freiheit, Rechte des Einzelnen und das Glück der Menschen vorantreibt, wurde als rassistisch, sexistisch, unterdrückerisch oder anderweitig unrettbar mit Makeln behaftet dargestellt". Als Beispiel wurde auch damals schon die berühmte Smithsonian Institution genannt.

Von Geschichte über Natur bis Kunst - in einer ersten Phase müssen sich nun folgende Museen der angekündigten Untersuchung unterziehen: das National Museum of American History, das National Museum of Natural History, das National Museum of African American History and Culture, das National Museum of the American Indian, das National Air and Space Museum, das Smithsonian American Art Museum, die National Portrait Gallery und der Komplex Hirshhorn Museum and Sculpture Garden. (dpa)


Aus: "Trump-Regierung kontrolliert, was in Museen gezeigt wird" (13.08.2025)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/internationales/hauser-mussen-ausstellungsplane-vorlegen-trump-will-kontrollieren-was-in-museen-gezeigt-wird-14169044.html

QuoteMawa
13.08.25 09:47

Witzig, und diese unsägliche Regierung dort wirft Deutschland mangelnde Meinungsfreiheit und Zensur vor....


QuoteAWB
13.08.25 09:42

Das ist ein Schritt, der an die deutsche Geschichte zu Beginn der dreißiger des letzten Jahrhunderts erinnert. ...

Was erleben wir zur Zeit persönlich? Unsere Nachbarn, die ein Gartenhaus vermieten, hatten im letzten Jahr ein US Paar, zwei Frauen zu Gast. Seit zwei Wochen sind beide wieder hier. Sie haben sich ein Haus in Berlin gekauft. Beide wollen sich hier niederlassen. Sie erklärten, sich als lesbisches Paar in den US nicht mehr sicher zu fühlen. ...


Quotenur_am_noergeln
13.08.25 10:08

Was soll diese ,,Übereinstimmung mit amerikanischen Idealen" genau heißen:

- Völkermord an den indigenen Ureinwohnern
- Sklavenhaltung für die Arbeit
- Verfolgung von Menschen wegen ihrer politischen Einstellung in den 50ern
- Raubbau an der Natur zur Gewinnmaximierung?


...

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https://www.zeit.de/kultur/2025-08/usa-donald-trump-museen-smithsonian-institution-kontrolle-zensur

QuoteMichael_W.

Das muss diese linksgrünversiffte-woke Verbotspolitik sein.



QuoteSakulK.

Das sind so Dinge, die hat vor 90 Jahre schon einmal jemand gemacht...


Quoteausdemnorden

Wann entdeckt die Trump-Administration die ,,Entartete Kunst"?


Quotevielleichtnichtdeinemeinung

Dass muss dieses "free speech" sein, von dem die Reps immer reden, vor allem wenn sie die Redefreiheit in Deutschland in Gefahr sehen. ...


QuoteKrabambulette

Ein weiteres Kästchen abgehakt auf der Checkliste zum Totalitarismus.


QuotePVA

So geht Gleichschaltung.


QuoteDona Quichotte

Soll auch gleich der Kreationismus in eines der wichtigsten naturkundlichen Museen einziehen? Oder gibt es einen anderen Grund, warum das National Museum of Natural History ebenfalls auf der Liste steht? Immerhin arbeiten dort laut Wikipedia 185 Naturwissenschaftler, die größte Anzahl von Wissenschaftlern in einem Museum weltweit, und Trump ist seinen evangelikalen Wählern sicher noch einen Gefallen schuldig...


QuoteSchwabrina

... Wird nun in Museen und Schulbüchern die Geschichte von Adam und Eva (mit weißer Hautfarbe selbstverständlich) zur einzig gültigen menschlichen Entstehungsgeschichte deklariert? ...


QuoteTraunsee

Spannend wird es, wenn die ersten Bücher verbrannt werden und die Räumlichkeiten der Demokraten verwüstet werden.


QuoteNebelWand

... Die USA versinken tiefer und tiefer die Welt des okkulten Obskurantismus. ...


QuoteEchopage

Land of the Free.


Quotedjborislav

Schade dass sich die Amerikaner so wenig wehren.


...

Textaris(txt*bot)

#168
Quote[...] Countrymusiker George Strait, Actionfilmstar Sylvester Stallone und die Rockband Kiss werden mit den Kennedy Center Honors 2025 geehrt, einer der höchsten Auszeichnungen der amerikanischen darstellenden Künste. Das gab US-Präsident Donald Trump bekannt. Der englische Bühnenschauspieler Michael Crawford und Sängerin Gloria Gaynor ("I Will Survive") werden bei dem Event später in diesem Jahr ebenfalls geehrt.

Trump sagte, er sei gebeten worden, die Veranstaltung, die im Dezember auf CBS ausgestrahlt wird, zu moderieren, und er habe widerwillig zugesagt. "Ich habe nicht darauf bestanden. Aber ich denke, es wird ein großer Erfolg", so Trump, der eine umfassende Renovierung des Centers ankündigte.

Seit seiner Rückkehr an die Macht im Jänner versucht Trump, der amerikanischen Kultur und den Institutionen seinen Stempel aufzudrücken, um sie stärker an seinen politischen und persönlichen Präferenzen auszurichten. Er verdrängte im Februar den Vorsitzenden des Kennedy Centers und übernahm selbst dessen Rolle, entließ den langjährigen Präsidenten und setzte seinen ehemaligen Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, als Interimspräsidenten ein.

Die Republikaner stimmten kürzlich im Rahmen eines umfassenden Steuersenkungs- und Haushaltsgesetzes dafür, 257 Millionen Dollar für die Renovierung des Gebäudes bereitzustellen - unter der Bedingung, dass das Opernhaus nach First Lady Melania Trump benannt wird. Der republikanische Abgeordnete Bob Onder brachte im Juli einen Gesetzentwurf ein, das modernistische Gebäude in "Donald J. Trump Center for the Performing Arts" umzubenennen.

Trump besuchte das Kennedy Center zuletzt im Juni für eine Aufführung von "Les Misérables", wo er und seine Frau mit lautem Jubel und Buhrufen empfangen wurden. Die Ticket- und Abonnementverkäufe sind seit Trumps konservativer Übernahme des Veranstaltungsorts zurückgegangen, einige Shows, darunter der Hit "Hamilton", wurden abgesagt. Unter seiner Führung hat das Center versucht, ein konservativ ausgerichtetes Programm anzubieten.


Aus: "Kiss und Sylvester Stallone erhalten von Trump hohe US-Auszeichnung" (APA, 14.8.2025)
Quelle: https://www.derstandard.at/story/3000000283496/kiss-und-sylvester-stallone-erhalten-von-trump-hohe-us-auszeichnung

QuoteKeoma

Lieber vom Leben gezeichnet, als von Trump ausgezeichnet.


...

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Quote[...] Vor knapp zwei Wochen erschien Donald Trump einmal dort, wo man einen US-Präsidenten nie vermutet hätte: auf dem Dach des Weißen Hauses in Washington, D. C. spazierend. Es schien, als wolle er sich nach Jahren (mit Unterbrechung) unten im Oval Office nun erst mal einen Überblick über die Umgebung verschaffen, die geprägt ist durch viele Museen und Monumente entlang der National Mall. Doch dann stellte sich heraus, dass der ehemalige Immobilienentwickler Trump offenbar einen Blick von oben auf einen von ihm erwünschten Bauplatz geworfen hatte: Der Präsident möchte nämlich seinem Amtssitz einen großen Ballsaal von 8.000 Quadratmetern hinzufügen und schon im September mit den Bauarbeiten beginnen. Seine Leute, so stellte sich dann heraus, haben allerdings bis zuletzt entweder ignoriert oder einfach nicht gewusst, dass bauliche Veränderungen am Weißen Haus der National Capital Planning Commission vorgelegt werden müssen, und die lässt sich bei Genehmigungen traditionell viel Zeit. Ob sich der gerne über Vorschriften und politische Gebräuche hinwegsetzende, mehr noch die Grenzen von Gesetzen und gar die der US-Verfassung austestende Trump davon in seiner Bautätigkeit beeinflussen lässt, wird man sehen.

Von dort oben über dem West Wing jedenfalls hätte Donald Trump über die weite, gepflegte Wiese des President's Park hinweg das Gebäude eines Museums erblicken können, das ihm offenbar ein Dorn im Auge ist: das National Museum of African American History and Culture (NMAAHC). Weil man als Journalist im Gegensatz zu einem US-Präsidenten garantiert niemals auf das Dach des Weißen Hauses kommt, lässt sich nur aufgrund einer Gegenprobe bestätigen: Durch ein Eckfenster des NMAAHC erkennt man in umgekehrter Richtung das knapp einen Kilometer entfernte Weiße Haus.

Der Träger des NMAAHC, der Museumsverbund Smithsonian Institution, hat vor wenigen Tagen nun einen nur sprachlich höflich formulierten Brief erhalten, den drei von Trumps engsten Mitarbeitenden verfasst haben. Darin kündigen diese im Namen des Weißen Hauses eine Überprüfung unter anderem der Ausstellungspräsentationen, -kataloge und -pläne an, letztlich des museal vermittelten Geschichtsbildes von zunächst acht der insgesamt 21 Museen des Smithsonian. Das NMAAHC gehört zu den ersten acht, neben unter anderem dem National Museum of American History, dem National Museum of the American Indian und der National Portrait Gallery.

Laut des Briefs soll "sichergestellt" werden, dass diese in der US-Hauptstadt ansässigen Museen und ihre Ausstellungen die Forderungen einer Direktive Trumps aus dem März dieses Jahres namens "Restoring Truth and Sanity to American History" (in etwa: "Wiederherstellung von Wahrheit und Vernunft bei der Erzählung amerikanischer Geschichte") erfüllen: Es solle in ihnen "amerikanischer Exzeptionalismus gefeiert" werden, "spalterische oder parteiische Narrative" müssten "entfernt" und das "Vertrauen in unsere gemeinsamen Kulturinstitutionen wiederhergestellt" werden. Das Weiße Haus wolle keineswegs in den Museumsalltag intervenieren, heißt es in dem Brief weiter, sondern "eine größere Vision von Exzellenz unterstützen, die historisch korrekte, erhebende und inklusive Darstellungen des amerikanischen Erbes hervorhebt".

Und um zu gewährleisten, was damit auch immer genau gemeint sein könnte, hat das Weiße Haus den Museen drei sehr kurz getaktete Fristen von 30, 75 und 120 Tagen gestellt, bis zu denen sie jeweils allerhand abliefern sollen: von aktuellen Beschriftungen von Gezeigtem bis zu ihren Plänen für das kommende Jahr und die dann anstehenden Jubiläumsfeierlichkeiten zur Staatsgründung der USA vor 250 Jahren. Sehr kurzfristig will das Weiße Haus etwa "den Ton, die historische Kontextualisierung und die Übereinstimmung mit amerikanischen Idealen" bei Bildungsmaterialien und Social-Media-Inhalten der Museen checken.

Hält man die Freiheit von Kunst und Wissenschaft für konstitutiv in einer Demokratie (und wie könnte es anders sein), dann ist das ein massiver politischer Eingriff, der den Nationalmuseen da angedroht wird vom Weißen Haus. Mithin: Zensur. Donald Trump will offenbar, wenn nicht die Geschichte umschreiben, so sie doch in seinem Sinne präsentiert wissen.

Das widerspricht allen bisher geltenden politischen Gebräuchen in den USA gegenüber Museen, auch solchen, die wie die Häuser des Smithsonian überwiegend staatlich finanziert werden. Ob das Ansinnen der völlig fachfremden Mitarbeiter von Trump, darunter dessen Chefberater für Innenpolitik, auch gegen Gesetze verstößt, ist eine offene Frage. Die womöglich nie beantwortet wird, sollte sich das Smithsonian nicht mit juristischen Mitteln gegen die Forderungen der Trump-Regierung wehren. Darauf deutet jedoch bislang nichts hin. In der einzigen öffentlichen Reaktion des Museumsverbundes ließ dieser verlauten, man wolle den Brief prüfen und "weiterhin konstruktiv mit dem Weißen Haus, dem Kongress und unserem Board of Regents zusammenarbeiten".

Letzteres Aufsichtsgremium des Smithsonian ist politisch, aber überparteilich besetzt. Vertreter der Demokraten stellen in dem Gremium derzeit die Mehrheit, dem zugleich auch satzungsgemäß der je aktuelle Vizepräsident angehört, in dem Fall der Republikaner JD Vance. Tatsächlich verpflichtet ist der Museumsverbund – übrigens der größte der Welt – eigentlich nur dem US-Kongress. Der hat die Smithsonian Institution im Jahr 1846 gegründet, basierend auf einer zivilgesellschaftlichen Initiative und benannt nach dem privaten Stifter James Smithson. Der Kongress bewilligt bis heute die öffentlichen Gelder, die rund zwei Drittel des Etats der Institution ausmachen.

Der rechtliche Status der Smithsonian Institution jedoch ist kompliziert und politisch immer mal wieder umstritten gewesen, auch weil der Kongress ihn vage gelassen hat: Handelt es sich um eine Behörde, die Teil der öffentlichen Verwaltung wäre und damit womöglich weisungsgebunden – oder um eine private, unabhängige, lediglich öffentlich mitalimentierte Stiftung, wie sich das Smithsonian selbst traditionell sieht? Ein Rechtsgutachten des US-Justizministeriums aus dem Jahr 1988 (PDF: https://www.justice.gov/file/150986/dl?inline=) kam etwa zu dem Ergebnis, die Smithsonian Institution sei eine "unabhängige Einrichtung der Exekutive", was ein Sowohl-als-auch bedeutet: Teil des Regierungsapparats, aber nicht an dessen Willen gebunden.

Eindeutig hingegen ist: Weder der US-Präsident noch dessen Mitarbeiter im Weißen Haus besitzen irgendein nachvollziehbares Durchgriffsrecht beim Smithsonian.

Das dachte man allerdings auch beim Kennedy Center, dem nationalen Zentrum für darstellende Künste in Washington, D. C. – bis Donald Trump erst das dortige Aufsichtsgremium wider aller Gebräuche ausschließlich mit eigenen Gefolgsleuten neu besetzen ließ und sich von diesem Gremium zum Chairman des Kennedy Center wählen ließ.

Als solcher verkündete Trump in der zurückliegenden Woche nicht nur die diesjährigen Träger der Auszeichnung der Kennedy Center Honors (unter anderem haben sich demnach Sylvester Stallone, Gloria Gaynor und die Rockband Kiss um die amerikanischen Künste preiswürdig verdient gemacht), sondern auch, dass er als erster US-Präsident die Verleihung selbst moderieren werde. Trumps Amtsvorgänger beließen es dabei, die Zeremonie aus der Präsidentenloge zu verfolgen. Trump selbst blieb der Verleihung während seiner ersten Amtszeit jedoch als Erster regelmäßig fern, nachdem 2017 einer der Preisträger mit einem Boykott der Veranstaltung gedroht hatte.

Auch zu den Smithsonian-Museen hat sich Trump damals nie wirklich verhalten – mit einer Ausnahme: Nach seiner Abwahl 2020 weigerte er sich, ein Präsidentenporträt von sich für die Präsidentengalerie der National Portrait Gallery in Auftrag zu geben, wie es sonst Tradition ist. Trump betrachtete sich ja als nicht abgewählt, er propagierte stattdessen die große Lüge vom Wahlbetrug bei den Präsidentschaftswahlen 2020, bei denen er seinem Kontrahenten Joe Biden unterlag.

Warum nun also die große Hinwendung zu Kunst und Kultur in der zweiten Amtszeit, warum versucht Trump sie sich geradezu untertan zu machen?

Darüber lässt sich nur spekulieren. Er selbst hat einmal seinen Missmut über angeblich zu woke Darbietungen im Kennedy Center geäußert und durch einen Besuch einer Inszenierung seines Lieblingsmusicals Les Misérables am selben Ort angedeutet, was er sich unter schönen Künsten vorstellt. Mit wem der Elenden wohl mag sich Trump bei der Revolutionshandlung von Victor Hugos literarischer Vorlage identifizieren? Solch eine Frage zu stellen, könnte eine Antwort auf die vorangegangene Frage sein: Donald Trump wurde von Künstlern und kulturnahen Menschen stets verachtet, nun rächt er sich womöglich – wie bei so vielen anderen bereits im Laufe seiner noch kurzen zweiten Amtszeit.

Der Versuch eines inhaltlichen Eingriffs bei den Smithsonian-Museen ist verglichen mit Trumps Kennedy-Center-Übernahme schwerwiegender. Und doch ist es auch eine hilflose, weil zum Scheitern verurteilte Geste: Geschichte und ihr Bild in den Künsten lassen sich nicht von oben verordnen, jedenfalls nicht in einem demokratisch verfassten Gemeinwesen. Die Vorstellung allein ist wissenschaftsfeindlich oder mindestens ignorant, sie versteht nichts von fortwährender historischer Forschung, von neuen Kenntnisständen und neuen Bewertungen historischer Zusammenhänge, auch vom fortwährenden Diskurs (und mitunter Streit) unter Historikern, die auch von Geschichtsmuseen nachvollzogen werden.

Nur in autoritär geführten Ländern existiert der Glaube (und wird im Zweifel mit polizeilichen Mitteln durchgesetzt), es könne so etwas wie eine fixe, einheitliche, von der Staatsführung bestimmte und kontrollierte Geschichtsschreibung geben, die von der Propaganda verbreitet wird, zu der dann auch Museen gehören. Zugleich ist es unter den Bedingungen digitaler Informationsverbreitung heutzutage selbst mit den avanciertesten staatlichen Kontrollregimen letztlich unmöglich, nur eine (vermeintliche) Wahrheit zu etablieren. Es gibt ja auch nicht mehr die eine Einzelöffentlichkeit, die damit bespielt werden könnte.

Zwei der acht Smithsonian-Museen, die nun zuerst vom Weißen Haus überprüft werden, fallen einem gleich besonders auf: das National Museum of the American Indian (eröffnet 2004) und das eingangs erwähnte National Museum of African American History and Culture (eröffnet 2016). Schon ihre jeweilige Gründung war letztlich auch ein Eingeständnis, dass die Vereinigten Staaten von Amerika nicht nur auf Idealen, sondern auch auf zwei großen Verbrechen gegründet sind: der Landnahme, die nahezu mit einer Ausrottung der indigenen Bevölkerung verbunden war, und der massenweisen Verschleppung von Schwarzen aus Afrika in die USA zum Zwecke ihrer Versklavung. Wenn das Weiße Haus unter Donald Trump nun fordert, die amerikanische Geschichtsschreibung habe in den Smithsonian-Museen "uplifting" (eben: "erhebend") zu sein, fragt man sich unwillkürlich: Geht das nicht nur mit Leugnung oder Schönfärbung dieser Verbrechen?

Der Versuch wäre aber eben auch lächerlich deswegen, weil die Verbrechensgeschichte etwa in das vom Architekten David Adjaye entworfene Gebäude des National Museum of African American History and Culture geradezu eingeschrieben ist, und zwar auf eine Weise, die auf fast schon brachial plakative Weise metaphorisch ist.

Als Besucher wird man angehalten, zunächst nach unten hinabzusteigen, ins Dunkle, gewissermaßen zum Urgrund des Verbrechens. Drei der fünf Etagen des Museumsgebäudes befinden sich unterhalb der Erde und sind sehr zurückhaltend beleuchtet. Der chronologisch angelegte Parcours und damit die museale Nacherzählung der Geschichte der Schwarzen in den USA beginnt dort unten im Museum mit der Verschleppung und Versklavung. Man arbeitet sich als Besucher dann langsam in der Zeit nach vorne und gleichzeitig im Gebäude nach oben vor, hin zum Licht, zur Befreiung und Emanzipation der Schwarzen, zum gesellschaftlichen Fortschritt. Eine bestimmte Geschichtsphilosophie wird hier zur Architektur, in der Rückschritt nicht vorgesehen ist – es gibt halt nur eine Richtung, nach oben, zum Licht, zum Fortschritt. Das ist buchstäblich "uplifting", nur entspricht es offenkundig nicht der gesellschaftlichen Realität oder jedenfalls deren Wahrnehmung in weiten Teilen der US-Bevölkerung. Es ist erst mal nur eine gebaute Hoffnung. Die auf einem Verbrechen fußt.

Will das Weiße Haus unter Donald Trump die Erinnerung daran tilgen und die anhaltende Benachteiligung Schwarzer bis in die Gegenwart hinein auch ausblenden, den Rassismus gegen sie? Oder was meinen Trumps Mitarbeiter damit, wenn sie schreiben, sie würden "eine größere Vision von Exzellenz unterstützen, die historisch korrekte, erhebende und inklusive Darstellungen des amerikanischen Erbes hervorhebt"?

Die Einzigartigkeit der USA, die Trump so gerne betont wissen will, wird zur nachvollziehbaren nationalen Erzählung ja erst durch den Glauben daran, dass in diesem Land gesellschaftliche Unterschiede vermeintlich oder tatsächlich überwunden werden können. Und dass "a more perfect Union", wie es in der Präambel der Verfassung steht, das fortwährende Ziel der Staatsgründung an sich war. Kein US-Präsident, das lässt sich auch kurz nach Beginn seiner zweiten Amtszeit bereits vorausahnen, wird aber auf lange Zeit als spalterischer begriffen werden als Donald Trump.

Zwei Beschriftungen von Ausstellungsstücken hat das National Museum of American History übrigens schon wenige Tage vor Eintreffen des Briefs aus dem Weißen Haus verändert. Beide gelten Donald Trump und den zwei Amtsenthebungsverfahren, die gegen ihn während seiner ersten Amtszeit angestrengt wurden. Beide lassen Trump nun in einem besseren Licht erscheinen.

Und zwar deshalb, weil die Beschriftungen zuvor eindeutigere Aussagen enthielten. Etwa die, Trumps Rede in Washington, D. C. am 6. Januar 2021 habe "zu den unmittelbar folgenden gesetzeswidrigen Handlungen am Kapitol ermuntert und absehbar geführt", also zum Sturm von Trump-Anhängern auf den Sitz des US-Kongresses. Diese Passage ist nun ersatzlos gestrichen. Sie war eindeutig wertend, denn ob dieser unmittelbare Zusammenhang zwischen Rede und Tat wirklich bestand (oder letztere nicht ohnehin von den Protestierenden geplant war), ist eine Auslegungsfrage. Zeitgeschichtliche Vorgänge nicht nur in feststehenden Fakten zu beschreiben, sondern auch zu deuten, ist nun aber Aufgabe und Vorrecht gerade eines Geschichtsmuseums.

Entweder hat das Smithsonian noch ohne direkte Aufforderung der Trump-Regierung einen eigenen Deutungsfehler eingesehen und korrigiert. Oder es brauchte nicht einmal einen Brief aus dem Weißen Haus, damit dieser doch eigentlich unabhängige Museumsverbund von selbst eingeknickt ist vor Trump. Das wäre noch schlimmer als der Versuch, eine Geschichtsschreibung von oben zu etablieren. Bloß: Auch diese Veränderung von Beschriftungen ist ein Faktum, das der weiteren Deutung bedarf.


Aus: "Geschichtsschreibung von oben" Dirk Peitz (17. August 2025)
Quelle: https://www.zeit.de/kultur/2025-08/museen-usa-donald-trump-smithsonian-institution-zensur-kontrolle/komplettansicht

QuoteNordisch by Nature

Zu behaupten, Geschichte ließe sich ,,nicht von oben verordnen", ist naiv. Trump hat längst gezeigt, wie effektiv Eingriffe seine sind: Klimadaten von Behörden verschwanden, CDC-Berichte wurden politisch zurechtgebogen, Militärarchive von Schwarzen Soldaten bereinigt, Museen unter Kuratel gestellt und Schulcurricula auf Patriotismus getrimmt. Wer glaubt, das sei ,,hilflos", verkennt, wie real die Macht staatlicher Geschichtsschreibung auch in Demokratien ist.


QuoteLarry Slade

Die eigentliche Geschichtsschreibung besorgen aber immer, zwangsläufig, die nachfolgenden Generationen.


Quoterasierpinsel

Erschreckende Beispiele der "Geschichte von oben" kann man in China (wo unliebsames verschwiegen, gelöscht und unter Strafe gestellt wird) oder auch in Russland sehen (wo Geschichtsfälschung, eigene Überhöhung, dreiste Lügen und Erfindungen überall zu finden sind).

Eine "Übernahme" von Wikipedia wurde (auch von Musk) schon angedacht und manche finden es notwendig, Medien, die im Verdacht stehen prüfbare Fakten zu enthalten, unzugänglich zu machen oder eben nach belieben zu verändern.


QuoteStRafl

Beim Lesen des Artikels kam mir spontan das Zitat von Georg Orwell in den Sinn: "Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft. Wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit"


Quotevincentvision

,,Die Trump-Regierung droht Museen also mit Zensur. Nur geht das überhaupt?"

Ach bitte...

Natürlich geht das!

Autokratien und Diktaturen haben doch oft genug bewiesen, wie sehr sie die wissenschaftliche Geschichtsdeutung umschreiben können:

Angefangen bei der gelenkten Erziehung in Schulen, Vermittlung pseudowissenschaftlicher Ideologie bis hin zu knallhartem Entzug der Gelder für Bildungseinrichtungen oder Museen, die sich verweigern.

Und es dauert nie lange, bis ein immer größer werdender Teil der Bevölkerung diese Lügen dann glaubt.


QuoteCharly

Mich würde bei solchen Artikeln immer wirklich sehr eine Gegendarstellung interessieren. Wie sehen das vernünftige, nüchterne Republikaner? Die muss es bei dem Wahlergebnis ja auch geben.


Quotej
jhk9

1930er in Deutschland: wie haben vernünftige, nüchterne NSDAP-Mitglieder wohl das Zensieren von Kunst, Kultur und Wissenschaft gesehen? ...


...


lemonhorse

#169
"5 takeaways from the Trump-Putin summit"
by Rema Rahman and Colin Meyn - 08/15/25 9:58 PM ET
The two leaders holed up behind closed doors for around three hours at Joint Base Elmendorf-Richardson in Anchorage, Alaska. What they talked about, however, remains largely a mystery as the two leaders, standing side-by-side at a joint news conference, revealed very little of what "progress" they said was made. They took no questions from the press. Here are five takeaways from the summit. ...
https://thehill.com/homenews/administration/5455623-trump-putin-summit-takeaways/

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"Presseschau zum Alaska-Gipfel: "Widerlich. Beschämend. Und letztendlich nutzlos""
International verurteilen Medien das ergebnislose Treffen von US-Präsident Trump mit Russlands Staatschef Putin. Insbesondere der Pullover Lawrows sorgt für Irritation.
Von Sarah Vojta, Aktualisiert am 16. August 2025
https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-08/alaska-donald-trump-wladimir-putin-pressestimmen

QuoteBriock

"Die Neue Zürcher Zeitung schreibt ebenfalls mit Blick auf die Kleidung Lawrows: "Im Grunde ist das bescheidene Ergebnis des Gipfels aber wenig überraschend."

Sehr verharmlosend. Außer Propagandamaterial für Putin ist nichts bei rumgekommen. Ein Mörder, ein Serientäter wurde hofiert wie ein international geachtetes Staatsoberhaupt. Eine absolute Katastrophe.


QuoteGlückskeks 2025

Das Problem könnte sein, dass sich viele Menschen über Trump und Putin aufregen und beide verbal abwerten. Kann man machen, sollte aber auch die Folgen bedenken. Irgendwann lachen wir nur noch über seltsame Frisuren oder zu klein geratene Männer.


QuoteZumo de Mango

Fast 3 Jahre Krieg kann man nicht an einem Abend lösen.


QuoteZentralist

Das hat Trump ja auch nicht behauptet. Seine Behauptung war innerhalb von 24 Stunden.


QuoteIchweissesdochauchnicht

Der Krieg sollte ja auch nur drei Tage dauern.


Quoteraven01

Der Alaska-Gipfel hat gezeigt, wie wenig von großen Ankündigungen übrig bleibt: Für die Ukraine kam nichts heraus, für Putin dagegen ein Auftritt auf offener Weltbühne. ...


QuoteJosef Fragen

Alte Männer, die ihren geistigen Zenit schon weit überschritten haben, bestimmen maßgeblich die Geschicke der Menschheit!

Ihre Denkweise ist weitgehend faktenbefreit und basiert auf Schönfärberei der nationalen Geschichte und daraus leiten sie dann Sonderrechte für sich und den Staat ab. ...


QuoteSchievel2

Ob Trump irgendwann mal merkt, dass er hier nur am Nasenring durch die Manege geführt wird?
Er ist doch sonst immer so eitel, geht ihm das nicht gegen den Strich?


QuoteNationalpark50

Wenn irgend jemand etwas anderes erwartet hat, dann hat er geträumt. Eine Deppennummer der zur Schau Stellung von machtgeilen, alten, gierigen, narzisstischen Männern.


QuoteXanthocalanus

Das T-Shirt von Lawrow ist auf dem gleichen geistigen Niveau wie die T-Shirts der Rechtsaußen-Fraktion auf denen vom Markennamen nur "NSDA" zu lesen ist.  ...

[Rechtsextremisten fehlt bei ,,NSDA" nur ein Buchstabe zur geschätzten Abkürzung NSDAP | https://www.kas.de/de/web/extremismus/rechtsextremismus/rechtsextreme-dresscodes]


QuoteFürImmerConsigliere

Und diese niveauvollen ACAB-Tshirts von Vorsitzenden der Grünen Jugend vermissen Sie bestimmt auch.


Quoteeurophiler

Wo sind die Friedensengel jetzt? Man muss ja mit Onkel Wladimir nur reden, dann wird das schon....tja


QuoteLesefreundin

Was haben wir alle denn erwartet? Das Putin sofort den Krieg beendet, und Trump den Friedensnobelpreis bekommt? ...


...

Quote[...] Timothy Snyder ist Historiker, Professor an der Munk School of Global Affairs & Public Policy der Universität Toronto und Permanent Fellow am Institut für die Wissenschaften vom Menschen in Wien. Zuletzt erschienen: Über Freiheit (C.H.-Beck-Verlag, 2024).

In der Antike sprachen die Menschen von "Ultima Thule": einem mythischen Land im äußersten Norden, am Ende der Welt. Mit seiner Reise nach Alaska zu seinem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin hat Donald Trump sein eigenes Ultima Thule erreicht: den arktischen Endpunkt einer außenpolitischen Fantasiewelt.

Der US-Präsident glaubt, er könne ausländische Staatsoberhäupter wie US-Amerikanerinnen und -Amerikaner behandeln. Aber Fantasterei funktioniert jenseits der Grenzen der USA nicht. Das leere Versprechen einer "wunderbaren" Zukunft bewegt weder Diktatoren, die Verbrechen begehen, um ihre eigenen Visionen voranzutreiben, noch Menschen, die ihre Familien gegen eine verbrecherische Invasion verteidigen, die ihnen ihr Land und Vermögen stiehlt, ihre Kinder entführt und Zivilpersonen foltert und ermordet.

Putin hat keinen Grund, Trumps Vision einer wunderbaren Zukunft seiner eigenen vorzuziehen: einer Ukraine mit einer Marionettenregierung, einer durch Gewalt eingeschüchterten Bevölkerung, in Massengräbern verscharrten Patriotinnen und Patrioten sowie Ressourcen in russischer Hand.

Wie Trumps Fantastereien funktionieren auch seine Schikanen im Ausland nicht. Gewiss haben viele Menschen in den USA Angst vor Trump. Er hat seine eigene Partei einer Säuberungsaktion unterzogen und hält die republikanischen Kongressabgeordneten mit Gewaltandrohungen auf Linie [https://www.pbs.org/weta/washingtonweek/video/2025/04/retaliation-is-real-why-republicans-in-congress-wont-stand-up-to-trump]. Er setzt das US-Militär als Polizei ein, zuerst in Kalifornien und jetzt in Washington, D.C. Doch ausländische Feinde nehmen diese Einschüchterungstaktiken anders wahr. Die Maßnahmen, die die US-Amerikanerinnen und -Amerikaner schockieren, erfreuen die Feinde der USA. In Moskau betrachtet man den Einsatz des Militärs innerhalb der USA als Zeichen von Schwäche.

Großsprecherei mag in den USA, wo wir Worte mit Taten verwechseln, Anklang finden. Aber in den Augen der russischen Führung verbirgt sich dahinter eine schwache Außenpolitik. Trump hat Russland außerordentliche Zugeständnisse gemacht, ohne dafür etwas zu bekommen. Russland hat sich revanchiert, indem es den Krieg in der Ukraine fortsetzt und Trump im staatlich kontrollierten Fernsehen verhöhnt [https://www.independent.co.uk/news/world/americas/us-politics/kremlin-russia-ukraine-donald-trump-b2697943.html].

Allein durch sein Treffen mit Putin in Alaska hat Trump die mehr als drei Jahre währende diplomatische Isolierung des Kreml durch den Westen beendet. Indem er einem angeklagten Kriegsverbrecher die Hand schüttelte, signalisierte Trump, dass die Tötungen, Folterungen und Entführungen in der Ukraine egal sind.

Selbst die Entscheidung, das Treffen in Alaska abzuhalten, war ein Zugeständnis, und zwar ein merkwürdiges. Die Russen, einschließlich wichtiger Vertreter der staatlichen Medien, beanspruchen Alaska routinemäßig für Russland. Leute, die Anspruch auf das eigene Gebiet erheben, in die wichtigste Militärbasis dort einzuladen, um über einen von ihnen begonnenen Angriffskrieg zu diskutieren, ohne einen Vertreter des Landes, in das sie einmarschiert sind, dazuzuladen – nun, das ist so ziemlich das Ultimum an außenpolitischer Fantasterei. Das ist Ultima Thule.

Es war der traurige Schlusspunkt, denn in den grundlegenderen Fragen hatte Trump bereits Zugeständnisse gemacht. Er spricht nicht davon, russische Kriegsverbrecher der Gerechtigkeit zuzuführen, oder von den Reparationen, die Russland schuldet. Er nimmt hin, dass Russland die Außenpolitik der Ukraine und der USA in dem entscheidenden Punkt der Nato-Mitgliedschaft bestimmen kann. Und er akzeptiert, dass Russlands Invasionen auch de jure zu einer Veränderung der souveränen Kontrolle über ein Gebiet führen sollen.

Zu akzeptieren, dass eine Invasion die Grenzen rechtlich verändern kann, zerstört die Weltordnung. Russland das Recht einzuräumen, über die Außenpolitik anderer Länder zu entscheiden, ermutigt es zu weiterer Aggression. Der Verzicht auf die offensichtlichen rechtlichen und historischen Reaktionen auf verbrecherische Angriffskriege – Reparationen und Gerichtsverfahren – fördert den Krieg im Allgemeinen.

Trump und Putin sind davon beseelt, als große Männer in die Geschichte einzugehen. Putin glaubt, dies durch Krieg erreichen zu können, und dazu gehört, den US-Präsidenten zu manipulieren. Trump glaubt, er könne sein Vermächtnis sichern, indem er den Friedensstifter gibt; solange er jedoch nicht bereit ist, selbst Politik zu gestalten, begibt er sich in die Abhängigkeit des Kriegstreibers.

Putin wird sich nicht dadurch zur Beendigung des Krieges bewegen lassen, dass Trump seine – Putins – eigene Propaganda nachplappert. Er lässt sich nicht mit einer vagen Vision einer besseren Welt locken, denn er hat seine eigene, ganz konkrete Gräueltat im Blick.

In Alaska hat Trump sein persönliches Ultima Thule erreicht: die Grenzen seiner persönlichen Welt des magischen Geredes. Er stand vor einer ganz einfachen Frage: Würde Putin den von Trump geforderten bedingungslosen Waffenstillstand akzeptieren oder nicht? Putin hatte dies schon zuvor rundweg abgelehnt, und er hat es in Alaska erneut getan. Die Russen haben einen offensichtlich lächerlichen und provokativen Gegenvorschlag gemacht: Die Ukraine solle formell Gebiete an Russland abtreten, die Russland nicht einmal besetzt hält – Gebiete, auf denen die Ukraine ihre Verteidigungsanlagen errichtet hat. Danach könnte Russland wieder angreifen, und das aus einer viel besseren Position heraus.

Nun, da es Trump nicht gelungen ist, einen bedingungslosen russischen Waffenstillstand zu erreichen, kann er zwei Wege einschlagen. Er kann an seiner Fantasterei festhalten, obwohl es selbst für seine Freunde und Fans immer offensichtlicher wird, dass es sich dabei um Putins Einflüsterungen handelt. Oder er kann Putin den Krieg erschweren und damit das Kriegsende beschleunigen. Die USA haben ihre haarsträubenden Zugeständnisse an Russland nicht formalisiert, und Trump könnte sie in einer einzigen Pressekonferenz rückgängig machen. Die USA verfügen über die politischen Instrumente, um die Richtung des Krieges in der Ukraine zu ändern, und könnten sie auch einsetzen.

Putin weiß, dass Trump den Friedensnobelpreis will, und so ist es naheliegend, dass er Trump suggeriert, der Krieg werde eines Tages enden, und Trump werde die Lorbeeren ernten, wenn beide nur weiter miteinander im Gespräch blieben – "Nächstes Mal in Moskau?", fragte er, bevor er Alaska verließ –, während Russland seine Bombardements fortsetzt.

Trump hat mit "ernsten Konsequenzen" gedroht, falls Putin einen bedingungslosen Waffenstillstand nicht akzeptieren würde. Das war Gerede, und bisher waren die Folgen von Trumps Worten für Russland noch mehr Gerede. Das alles wird jetzt, in Ultima Thule, deutlich. Trump ist an die Grenzen seiner Fantasiewelt gestoßen. Welche Richtung wird er nun einschlagen?

(Timothy Snyder, Übersetzung: Jan Doolan, Copyright: Project Syndicate, 20.8.2025)


Aus: "Timothy Snyder: Trump ist an den Grenzen seiner Fantasiewelt angelangt" Kommentar von Timothy Snyder (20. August 2025)
Quelle: https://www.derstandard.at/story/3000000284067/timothy-snyder-trump-ist-an-den-grenzen-seiner-fantasiewelt-angelangt

QuoteJene Grüne Straßenkatze

Ich stimme Timothy Snyder natürlich weitgehend zu (wäre auch lächerlich, einem so renommierten Experten als Forumsirgendwer zu widersprechen), aber ein bisschen irritiert mich hier schon die Selbstverständlichkeit einiger gewissen US-Perspektive, pointiert in diesem Satz:
"Russland das Recht einzuräumen, über die Außenpolitik anderer Länder zu entscheiden, ermutigt es zu weiterer Aggression."

Die Grundannahme hier ist halt schon wieder, dass der US-Präsident solche Rechte vergeben oder verweigern kann – und im ganzen Text ist die Empörung über eine schwache US-Politik eher größer als über die schlichte Impertinenz, die dieser Gipfel an sich war.


Quoteecp

Europa ist wohlstandsverwahrlost und kampfunfähig. Also begnügen wir uns damit, uns über Putin moralisch zu empören und uns über Trump lustig zu machen. Das sieht dann so aus wie eine Haltung.


QuoteEhOllesWuasct

Da Trump offensichtlich keine Berater mit Erfahrung hat, seine Regierung nur aus inkompetenten Ja Sagern besteht, wird er vermutlich an seiner fantasiewelt festhalten.


QuoteSittich77

Die gebildeten Menschen dieser Welt wissen, daß der Mann im weissen Haus verrückt ist.
Sie wissen das er die USA und grosse Teile der Welt in Schwierigkeiten bringt.
Doch was nützt uns das?  ...


QuoteIng. Pospischil Karl

Trump ist nur ein Symptom die eigentliche Krankheit der Menschheit heißt Dummheit, verfeinert mit einer Prise Blindheit. Und wie jede Seuche feiert sie regelmäßig ihr Comeback.

Die Menschen bleiben dem Blender-Virus gegenüber hoffnungslos schutzlos.


Quotedeus ex machina #1234

Gier, Egoismus und Fremdenhass nicht vergessen, auch die gehören zu Trump und seiner Entourage. Oder besser: zum Zirkus des Ober-Clowns.


QuoteHerr__Karl

Ein grausames Spiel der verrückten Machthaber.


QuoteChizzi

... Wir feiern den Totalabstieg der Menschlichkeit! Das Zeitalter der totalen Dummheit ist längst angebrochen.
Über Massenmörder redet man weniger oft und schlimm als über alles, das man heute als ,,woke" bezeichnet.

In Österreich nicht anders. Was uns an die Decke bringt? Ein Parteichef, dem nachgesagt wird, dass er ein Marxist ist, Menschen die sich aufgrund der Klimakatastrophe auf die Straße kleben, Migranten, die zu viel Geld bekommen und junge Politikerinnen, die nicht ganz die Wahrheit sagen.
Derweil warten diejenigen, die den Staat umbauen wollen, die die Menschenrechte verachten, die Freundschaften mit Massenmördern pflegen, hufescharrend in den Startlöchern auf ihren großen Tag.
Über 30% stehen dahinter, der Rest schaut zu.
Kein Mensch braucht jammern, der heute nicht aufzeigt!
Putin? Trump? Kickl? Alles dasselbe unwürdige Gesindel.


Quotewolkenberg1010

Trump lässt immer stärker durchscheinen, dass er sich in seiner Verachtung für Völker- und Menschenrecht kaum bis gar nicht von Putin oder Kim unterscheidet.
Erinnern wir uns nur an seine Drohungen gegenüber Kanada oder Grönland.
Er will in imperialistischer Manier - notfalls mit Gewalt und Drohung - Gebiete für sich beanspruchen.
Putin wird weiter seine Psychosen ausleben und Trump wird der nützliche Idiot sein, der in seiner eigenen kranken Welt das Meiste gar realisieren kann.


QuoteWith Strength I Burn

Gut beschrieben auch im Buch Fantasyland von Kurt Andersen, dass die USA seit Jahrzehnten eigentlich nur noch eine große Theaterbühne sind, die sich mehr und mehr vom realen Leben wegentfernt. Und die Wähler spielen mit...


QuoteMinerva Vindobonensis

Sie haben das Buch nicht ganz verstanden, weil Sie es mit einem europäischen Blickwinkel lesen.


...

Textaris(txt*bot)

#170
Quote[...] Berlin taz | Zuletzt hat der wissenschaftsfeindliche Kurs von Donald Trump Erika McEntarfer erwischt. Der US-Präsident hat die ehemalige Chefin der US-Statistikbehörde entlassen, nachdem diese enttäuschende Arbeitsmarktzahlen veröffentlicht hatte. Die Behörde meldete 73.000 neue Arbeitsplätze im Juli, was deutlich unter den Erwartungen lag. Trump feuerte die Ökonomin, die bereits unter George W. Bush, Obama und in Trumps erster Amtszeit sowie unter Biden für die Regierung gearbeitet hat, wenige Stunden nach Veröffentlichung der Zahlen.

Etwas mehr als sechs Monate nach seiner zweiten Amtseinführung zeigt Donald Trump deutlich, wie er die USA umbauen will. Davon betroffen sind vor allem kritische Wissenschaftler:innen und Mitarbeitende der Regierung, deren Finanzierung gekürzt oder die sogar ganz entlassen werden. Die Union of Concerned Scientists (USC), eine US-Organisation, in der mehr als 200.000 Wissenschaftler:innen Mitglied sind, hat einen Report veröffentlicht, der systematisch erfasst, wie und in welchen Bereichen dieser Umbau abläuft [https://www.ucs.org/resources/science-and-democracy-under-siege].

Bereits kurz nach seiner Übernahme der Amtsgeschäfte hat Donald Trump mit dem Department of Government Efficiency (DOGE) unter Leitung von Elon Musk eine Kommission geschaffen, die das Regierungshandeln effizienter gestalten sollte. Im Klartext hieß das, dass Tausende Mitarbeiter:innen in Behörden entlassen werden sollten, gleichzeitig erhielten Musk und seine Leute Zugang zu sensiblen Informationen und versendeten Einschüchterungsmails an Angestellte mit der Aufforderung, ihre Arbeitserfolge vergangener Wochen zu melden. Bei Nichtbeachtung drohte ihnen die Entlassung.

Dieser massive Sparkurs hat weitreichende Folgen: Im US-Gesundheitsministerium wurde fast ein Viertel der Mitarbeitenden entlassen. Auch Behörden, die sich mit den Folgen des Klimawandels und der Energiewende befassen, mussten massiv sparen. Sowohl im Energieministerium als auch in der Nationalen Ozean- und Atmosphärenbehörde musste mehr als jede:r zehnte Mitarbeiter:in gehen, genauso in der Nationalen Stiftung für Wissenschaft, die Forschung und Bildung in den USA finanziell unterstützt.

Die Stiftung für Wissenschaft ist für alle Felder außer der Medizin zuständig. Dort verteilen die Nationalen Gesundheitsinstitute (NIH) die Forschungsgelder. Auch sie verzeichnen seit Beginn des Jahres einen starken Rückgang bei den neuen Förderungen. In den Vorjahren wurden in den ersten sechs Monaten durchschnittlich mehr als 6.000 Forschungsprojekte gefördert. In den ersten sechs Monaten von Trumps Präsidentschaft wurden nur ungefähr 3.000 Projekte unterstützt. Die NIH sind weltweit für medizinische Fortschritte wichtig und fördern etwa die Forschung an neuen Impfstoffen oder neuen Behandlungsmethoden für Krebserkrankungen.

Neben Kürzungen von Forschungsgeldern und Entlassungen dokumentiert die USC auch Angriffe auf Wissenschaftler:innen in den USA. Als Angriff zählen ,,Handlungen, Äußerungen oder Entscheidungen, die von einem gewählten Amtsträger oder einem politischen Beauftragten in einer Bundesbehörde ausgehen und zur Zensur, Manipulation, Fälschung oder Falschdarstellung von wissenschaftlichen Daten, Ergebnissen oder Schlussfolgerungen führen, die innerhalb der Regierung oder mit Bundesmitteln durchgeführt wurden". Die Entlassung von Erica McEntarfer ist ein Beispiel, da der US-Präsident kurz zuvor behauptete, die Beauftragte für Arbeitsstatistik habe die Arbeitsmarktzahlen ,,gefälscht".

Die USC sammelt diese Angriffe seit den zwei Amtszeiten von George W. Bush von 2001 bis 2009. Ein derart massiver Angriff wie in der zweiten Amtsperiode von Donald Trump ist bisher ungesehen. Allein in den ersten sechs Monaten kam es zu 402 dokumentierten Angriffen von Amtsträger:innen. Selbst in seiner ersten Amtszeit kam Donald Trump ,,nur" auf 207 Attacken.

Die Regierung hat sich nicht zu dem Report geäußert. Das Abschlussstatement der USC liest sich düster: ,,Die Maßnahmen der Trump-Regierung opfern ganz klar und bewusst die Gesundheit der Bevölkerung zugunsten von Milliardären und Unternehmen."


Aus: "Wissenschaft in den USA: Gefördert wird nur noch, was der Regierung passt"  Yannik Achternbosch, Enno Schöningh (15.8.2025)
Quelle: https://taz.de/US-Wissenschaft-Gefoerdert-wird-nur-was-der-Regierung-passt/!6103233/


Textaris(txt*bot)

Quote[...] Washington – Wer eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung für die USA beantragt, wird fortan auch auf "antiamerikanische" Äußerungen im Internet überprüft. Die US-Behörde für Einwanderung und Einbürgerung (USCIS) hat nach eigenen Angaben die Anforderungen erweitert, die im Internet im Voraus unter die Lupe genommen werden. Demnach werden soziale Plattformen nun auch auf "antiamerikanische Aktivitäten" untersucht. Diese Erweiterung gelte ab Veröffentlichungsdatum am Dienstag.

"Amerikas Vorteile sollten nicht denen gewährt werden, die das Land verachten und antiamerikanische Ideologien fördern", erklärte USCIS-Sprecher Matthew Tragesser. "Einwanderungsvorteile – einschließlich derer, in den Vereinigten Staaten zu leben und zu arbeiten – bleiben ein Privileg, kein Recht."

Bereits im April hatte das US-Heimatschutzministerium seine Richtlinie für eine Einwanderung oder Einbürgerung dadurch erweitert, dass Posts in sozialen Medien auf antisemitische Äußerungen oder Sympathiebekundungen für terroristische Gruppen überprüft werden.

Verstärkt vorgehen will US-Präsident Donald Trump auch gegen bestimmte Darstellungen in Museen in den USA, die seiner Meinung nach falsch seien. Trump kündigte am Dienstag an, er werde seine Anwälte in die Forschungs- und Bildungseinrichtung Smithsonian Institution schicken. "Die Smithsonian ist AUSSER KONTROLLE", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

"Dort wird nur diskutiert, wie schrecklich unser Land ist, wie schlimm die Sklaverei war und wie schlecht es den Unterdrückten ging", schrieb Trump. "Nichts über Erfolg, nichts über Glanz, nichts über die Zukunft." Die Smithsonian Institution, ein renommierter Museumsverbund mit Fokus auf US-Geschichte und -Kultur, gab zunächst keine Stellungnahme ab.

Der Präsident hat der 1846 gegründeten Einrichtung, die 21 Museen umfasst, bereits vor längerer Zeit vorgeworfen, eine "antiamerikanische Ideologie" zu verbreiten. Vergangene Woche kündigte das Präsidialamt eine interne Überprüfung einiger Smithsonian-Museen an. Nun erklärte Trump, er werde die Einrichtung dazu zwingen, seine Forderungen zu akzeptieren. Er drohte dabei mit demselben Vorgehen, das er bereits gegen Universitäten angewendet hat. "Ich habe meine Anwälte angewiesen, die Museen zu überprüfen und genau den gleichen Prozess einzuleiten, der bei den Colleges und Universitäten angewendet wurde, wo enorme Fortschritte erzielt worden sind", erklärte Trump.

Hintergrund ist Trumps Vorgehen gegen führende US-Bildungseinrichtungen, denen er wegen propalästinensischer Proteste, Transgender-Richtlinien und Diversitätsprogrammen mit der Streichung von Bundesmitteln gedroht hat. Unter anderem die Columbia University in New York akzeptierte bestimmte Forderungen der Regierung. Verhandlungen mit Harvard dauern an.

Die Smithsonian Institution wird zwar größtenteils vom US-Kongress finanziert, ist in ihren Entscheidungen jedoch von der Regierung unabhängig. Bürgerrechtler werfen der Trump-Regierung vor, jahrzehntelange soziale Fortschritte zunichtezumachen und die kritische Auseinandersetzung mit entscheidenden Phasen der US-Geschichte zu behindern.


Aus: "Wer dauerhaft in die USA will, wird auf "antiamerikanische" Äußerungen überprüft" (APA, red, 20.8.2025)
Quelle: https://www.derstandard.at/story/3000000284166/trump-erh246ht-druck-auf-us-museen

QuoteWozu bitte?

"Sklaverei war nicht so ideal" sollte man nicht mehr laut sagen.


Quoteabeze

Geschichtsrevisionismus - Bekanntlich ein Steckenpferd von Neonazis und Faschisten.


Quoteinsertnamehere

Man kriegt den Verdacht, der will gar kein Museum, sondern einfach Disneyland, nur halt ohne Disney. Weil Disney natürlich auch viel zu woke ist.


QuoteBattle_Ghost

Recht hat er - warum sollte man Leute im eigenen Land akzeptieren, die einem feindlich gestimmt sind.
- übrigens gesendet aus den USA mit Starlink, viel besser hier als in AT


QuoteRaus aus der Matrix

Ich wette die überprüfen mehr auf Anti-Trump als Anti-Amerikanisch.


QuotePeter Nord

Wer eine andere Meinung hat als Trump, ist der Feind. Ist, wie in jeder Diktatur.


Quotesainty

Redefreiheit und so...


QuoteThe famous Dr. Scanlon

Wie war das mit der Meinungsfreiheit, die der MAGA-Horde so wichtig ist?


QuoteTagtraum

Das haben sie falsch verstanden. Das ging es doch nur um die Freiheit derer Meinung!


...

Textaris(txt*bot)

Quote[...] During a stop at Union Station in Washington, D.C., White House Deputy Chief of Staff Stephen Miller raged against "stupid white hippies" for coming to the nation's capital to protest Trump's crackdown on crime in the city.

In angry remarks inside D.C.'s Union Station, White House Deputy Chief of Staff Stephen Miller criticized what he called "stupid white hippies" who are protesting President Donald Trump's deployment of National Guard troops and federalization of the city's police force as part of a federal crackdown on crime in the city.

According to the White House, officers across D.C. have arrested more than 550 people since federal reinforcements were deployed on August 7. Local residents, however, have voiced broad disapproval of the crackdown.

Miller's comments followed the circulation of videos showing large crowds in the Columbia Heights neighborhood jeering federal officers. In the clips, residents can be heard cheering as the officers retreated to their vehicles and left the area.

He spoke alongside Defense Secretary Pete Hegseth and Vice President JD Vance, who visited Union Station on Wednesday to meet with National Guard troops stationed there in recent days as part of heightened security measures, saying:

    "They have no families in this city, they have no one they're sending to schools in this city, they have no jobs in this city, they have no connections to this community at all. They're the ones who have been advocating for the 1%: the criminals, the killers, the rapists, the drug dealers."


    "And I'm glad they're here tonight because me, Pete, and the vice president are going to leave here and, inspired by them, we're going to add thousands more resources to this city to get the criminals and the gang members out of here. We're going to dismantle those networks and we're going to prove that a city can serve the law-abiding citizens who live there."

    "We are not going to let the communists destroy a great American city, let alone the nation's capital. And let's just also address another thing. All these demonstrators you've seen out here in recent days, all these elderly white hippies, they're not part of the city and never have been.

    "And by the way, most of the citizens who live in Washington, D.C., are Black. This is not a city that has had any safety for its Black citizens and President Trump is fixing that with the support of the Metropolitan Police Department, the support of the National Guard, and our federal law enforcement officers."

"So we're going to ignore these stupid white hippies that all need to go home and take a nap because they're all over 90 years old. And we're going to get back to the business of protecting the American people and the citizens of Washington, D.C."

Miller, Hegseth and Vance stopped at the Shake Shack in Union Station on Wednesday to buy burgers for National Guard troops patrolling the train hall and to pose for photos with them. As the three crossed the concourse, however, they were met with boos and heckling from commuters.

Asked whether the White House intended to extend the federalization of Washington's police department beyond the initial 30-day period, Vance declined to give a clear answer, only saying that if Trump "thinks that he has to extend this order to ensure that people have access to public safety, that's exactly what he'll do."

Vance also dismissed hecklers, saying "we've traded, now, some violent crazy people who are screaming at kids, with a few crazy liberals who are screaming at the vice president."


From: "Stephen Miller Rails Against 'Elderly White Hippies' Protesting In DC In Unhinged Rant" Alan Herrera (Aug 21, 2025)
Source: https://www.comicsands.com/miller-elderly-white-hippies

"DC residents heckle authorities at checkpoint amid ramped-up federal presence" by Tara Suter (08/14/2025)
https://thehill.com/homenews/state-watch/5451674-dc-residents-heckling-donald-trump-takeover/


Textaris(txt*bot)

Quote[...] US-Präsident Donald Trump hat ein Eingreifen seiner Regierung zur Kriminalitätsbekämpfung in Chicago und anschließend in New York angekündigt. "Wenn wir bereit sind, werden wir reingehen und in Chicago aufräumen", sagte Trump am Freitag. Wie genau seine Regierung in Chicago vorgehen will, erläuterte Trump nicht.

"Wir werden unsere Städte sehr, sehr sicher machen. Chicago ist ein Chaos", sagte Trump. Die Stadt werde "unser nächstes Ziel sein", sagte der US-Präsident weiter – und kündigte auch an, danach auf die nächste Stadt überzugehen: "Und dann werden wir New York helfen." Belege für seine Behauptung von außer Kontrolle geratener Kriminalität lieferte der Präsident weder für Chicago noch für Washington, D. C. und New York. Vergangene Woche hatte Trump die Nationalgarde und andere Strafverfolgungsbehörden der Bundesregierung in die Hauptstadt entsandt und die örtliche Polizei unter Bundeskontrolle gestellt, um gegen Verbrechen vorzugehen.

Trump scheint es vor allem auf von Demokraten regierte Städte abgesehen zu haben. Dem demokratischen Bürgermeister von Chicago, Brandon Johnson, sprach er die Kompetenz ab. Johnson teilte mit, dass die Kriminalität in Chicago im vergangenen Jahr zurückgegangen sei. Gleiches gilt für Washington, D. C., was Trump jedoch nicht davon abhält, die Städte regelmäßig als Horte des Verbrechens darzustellen.

Derzeit sind mehr als 1.900 Soldaten der Nationalgarde in Washington stationiert, die sowohl aus der Hauptstadt selbst als auch aus mehreren republikanisch regierten Bundesstaaten stammen. Die Nachrichtenagentur AFP berichtet unter Berufung auf einen Verteidigungsbeamten, dass die in Washington stationierten Nationalgardisten bald mit Waffen ausgestattet werden sollten. Zu Beginn des Einsatzes hatte die Truppe angekündigt, dass "Waffen bei Bedarf verfügbar sind", jedoch zunächst in den Arsenalen bleiben sollten.

Die Polizei ist in den USA in der Regel kommunal organisiert, weshalb der Präsident eigentlich keine direkte Befehlsgewalt über sie hat. Washington, D. C. ist ein Sonderfall, weil die Hauptstadt als Regierungsbezirk keinem Bundesstaat angehört und die Bundesregierung weitgehendere Machtbefugnisse hat.

Nach der Übernahme der Polizei drohte Trump am Freitag auch an, der demokratischen Bürgermeisterin von Washington, D. C., Muriel Bowser, die Regierungsgewalt zu entziehen und die Stadt der Bundesregierung zu unterstellen. "Sie sollte die Lage besser in den Griff bekommen, sonst wird sie nicht mehr lange Bürgermeisterin sein", sagte Trump.

Anfang Juni mobilisierte Trump die kalifornische Nationalgarde und setzte sie in Los Angeles ein, das ebenfalls von einer Demokratin regiert wird. Auch Soldaten der US-Marines schickte Trump in die Millionenmetropole an der Westküste.


Aus: "Trump will sich auch in Verbrechensbekämpfung in Chicago einschalten" (23. August 2025)
Quelle: https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-08/donald-trump-droht-chicago-mit-kriminalitaetsbekaempfung

QuoteMiami-HH

Ich finde das ja klasse wie ein paar Hansel in Tarnuniform in 5 Tagen eine Großstadt komplett von Kriminalität ,,befreit" haben.

Danke mein großer, weitsichtiger, schönster, intelligentester Führer.


Quotesonnenernter

Heil Ihm, dem potentesten und vollhaarigsten Führer in der Galaxie.


QuoteP.Werner

Ich bin froh, dass der AfD-Geist zuerst in Amerika die Regierung übernommen hat und nicht hierzulande. So können wenigstens einige Schwankende sehen, was für ein Desaster sie in der Wahlkabine anrichten können, sollten sie die Putinpartei AfD wählen. Doch ich fürchte, nicht wenige wollen das genau so.

Wenn man z.B. die Kommentare im Putin-Forum WELT Online liest, findet man viele Leute, die sagen: "Endlich greift mal jemand durch." Die Sehnsucht nach dem "starken Mann" ist wieder einmal groß, die Geschichte längst vergessen oder verdrängt. Die alten unheilvollen Feuer werden wieder entfacht.

Ob die Deutschen wirklich noch fähig sind, die nächste Krise zu meistern? Ein Viertel wählt bereits die Putinpartei und bejaht den Trumpismus. Unfassbar! :(


QuoteRankin

Das Forum in Welt Online ist wirklich krass. Mehr als 10 Kommentare kann man sich nicht antun, ohne zu kotzen...


QuoteMumblik

Antwort auf @luziano.zane

    In Deutschland bekommt man die Trump-Politik allerdings nur durch die einseitigen Medien gefiltert zu sehen

Ja, wenn man neutrale™ Medien wie Untruth Social konsumiert, sieht die Trump-Politik viel positiver aus.


Quotesecret77

Trumps Bilanz bisher:

- sein Vermögen um 40-50% "erhöht"
- eigene Währung eingeführt, um sich damit ua bestechen zu lassen
- sein Kabinett großteils mit Horrorfiguren besetzt, die aus schwarz weiß machen wie zb die beiden FBI Chefs
- Deportationen in riesigem Ausmaß
- die Nationalgarde gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt
- Gegner wie Bolton vom FBI auf-, bzw deren Haus durchsuchen lassen
- tausende Kunstwerke, Bücher, etc auf schwarze Listen setzen lassen
- Gerrymandering (Wahlbezirke manipulieren) in großem Umfang begonnen
- und das alles ist nur die Spitze des Eisbergs...


Quotesubdivisions

    Deportationen in riesigem Ausmaß

Tatsächlich ist das Ausmaß noch gar nicht so gewaltig, was daran liegt, dass im Vorfeld schon die Einwanderung zurückging und auch Biden schon massiv hat abschieben lassen.

Allerdings sind die kriminellen Methoden krass mit denen diese durchgeführt werden.

Biden hat bedeutend mehr abgeschoben:
Immigration Enforcement and Legal Processes Monthly Tables
https://ohss.dhs.gov/topics/immigration/immigration-enforcement/monthly-tables

Jetzt schiebt halt Trump wahllos alles ab auch Einwanderer, die schon jahrelang gut integriert waren und sich an alle Regeln gehalten haben.


Quote'Es ist nicht mehr witzig' sagt der Klaun

Hätte ich im Geschichtsunterricht geschlafen, käme mir das alles neu vor...


QuoteTotalWipeout

Etymologisch gesehen durchlebt der Begriff ,,Faschismus ,, gerade eine gewaltige Veränderung und Verniedlichung, dank inflationärer Verwendung.

Sucht man nach der Begrifffestlegung, dann erhält man :

,,

Diktatur unter einem ,,Führer"

Abschaffung von Demokratie und Parteienvielfalt

Propaganda,

Personenkult

Militarismus,

Gewalt gegen Opposition

Nationalismus und Ablehnung von Liberalismus & Kommunismus

...

"

Wofür das nun in den verschiedenen Themen in den Kommentaren in der ,,Zeit" gerne verwendet wird und wurde:

Italien unter Berlusconi

Italien unter Meloni

Österreich mit FPÖ Beteiligung

Argentinien unter Milei

Polen unter Kaschinski

Israel unter Nethanyahu ( aber komischerweise nie Gaza unter der Hamas)

USA unter Trump

Usw.

Welch Wunder , in Italien finden immer noch Wahlen statt, Trump und Kschinski wurden auch abgewählt und das kleine Österreich verbat nicht die Grünen und kpö ,wo sie doch ,, faschistisch" regiert wurden :-)

Etwas mehr Respekt vor dem unendlichen Leid der Opfer unter dem Faschismus und seinem vom Rassenwahn durchdrungenen Ableger in Deutschland wäre angebracht, indem man den Begriff nicht hirnlos um sich wirft.


QuoteH8
HAL 8999

Es gibt keine eindeutige Definition. Beim Deutschlandfunk gibt es einen Artikel der sich ausführlich damit beschäftigt.

    Die Diagnosen von Historikern, Philosophen und Politologen reichen von: ,,Trump ist ein Faschist" über ,,Ansätze von Faschismus" bis hin zu ,,Es ist kein Faschismus", sondern ein ,,sultanistisches" Regime. Einige Stimmen dazu.

https://www.deutschlandfunk.de/usa-trump-faschismus-demokratie-gefahr-autoritarismus-100.html (14.08.2025)


...

Textaris(txt*bot)

Quote[...] Unter US-Präsident Donald Trump setzt sich die Entlassungswelle in der militärischen Führungsebene fort. Nach Angaben eines US-Regierungsvertreters wurde Generalleutnant Jeffrey Kruse, Chef des Militärgeheimdienstes DIA (Defense Intelligence Agency), von seinem Posten abberufen. Mehrere US-Medien berichteten über die Entlassung. Eine offizielle Begründung wird nicht genannt.

Die DIA hatte im Juni mit einer Einschätzung zu US-Luftangriffen auf iranische Atomanlagen für Unmut im Weißen Haus gesorgt. Der Dienst kam zu dem Schluss, die Angriffe hätten das iranische Atomprogramm lediglich um wenige Monate verzögert – eine Darstellung, die Trumps Aussagen widersprach. Der Präsident hatte erklärt, die Atomanlagen seien "vollständig zerstört" worden.

Ebenfalls am Freitag wurden zwei weitere Entlassungen bekannt. Vizeadmiralin Nancy Lacore, Chefin der US-Marine-Reserve, und Konteradmiral Milton Sands, Leiter des Marinekommandos für Spezialeinsätze, müssen ihre Posten räumen.

Seit Trumps Amtsantritt im Januar wurden mehrere Spitzenvertreter von Militär und Geheimdiensten abgelöst, darunter Generalstabschef Charles "CQ" Brown, NSA-Direktor Timothy Haugh sowie die Führungen von Marine und Küstenwache. Luftwaffenchef David Allvin ist kürzlich ohne Angabe von Gründen zurückgetreten.

Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte, Trump habe das Recht, über sein Führungspersonal zu entscheiden. Die Demokraten warnen unterdessen vor einer politisch motivierten Umgestaltung der zu parteipolitischer Neutralität verpflichteten US-Streitkräfte.


Aus: "Chef des US-Militärgeheimdienstes entlassen" (23. August 2025)
Quelle: https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-08/usa-donald-trump-militaer-entlassungen-dia

QuoteDemokrat gegen rechts

Man steht staunend daneben und denkt sich: das kann doch jetzt nicht wirklich so geschehen.


QuoteWuerther

Welch ein Fortschritt, früher wurden die Überbringer ungeliebter Nachrichten einen Kopf kürzer gemacht.


QuoteLuckychild

Die Wahrheit ist in der USA ein seltenes und gefährliches Gut geworden.


QuoteP4trick

Eigentlich ist das Schema ja relativ einfach: Wer Trumps (Phantasie-)Wahrheit nicht teilt oder unterstützt, verliert seinen Job und/oder bekommt Besuch vom FBI. Erschreckend mit welchem Tempo die USA abdriftet.

["FBI durchsucht offenbar Haus von Trumps Ex-Sicherheitsberater John Bolton" (22.08.2025) - John Bolton äußert sich immer wieder kritisch über die Außenpolitik des US-Präsidenten. Nun wird gegen Trumps früheren Sicherheitsberater wegen dessen Umgangs mit vertraulichen Dokumenten ermittelt - Das FBI durchsucht das Haus des ehemaligen Beraters von Donald Trump, John Bolton. Agenten der US-Bundespolizei betraten am Freitagmorgen Boltons Haus in Bethesda, einem Vorort der Hauptstadt Washington, wie mehrere Journalisten von vor Ort übereinstimmend berichteten. Offizielle Angaben zu den Hintergründen der Durchsuchung gab es zunächst nicht. US-Medienberichten zufolge geht es bei der Durchsuchung um die Frage, ob Bolton unrechtmäßig Geheimdienstinformationen besaß oder weitergab. Trump hatte im Januar ein Dekret unterzeichnet, in dem er Bolton vorwarf, in einem 2020 veröffentlichten Buch über seine Zeit als Nationaler Sicherheitsberater geheime Informationen publik gemacht zu haben. FBI-Chef Kash Patel schrieb am Freitag beim Kurzbotschaftendienst X: »Niemand steht über dem Gesetz... FBI-Agenten im Einsatz.« Einen direkten Zusammenhang zu Bolton stellte Patel in seinem Beitrag nicht her.Bolton und das Weiße Haus reagierten zunächst nicht auf Anfragen verschiedener Nachrichtenagenturen. Auch ein Anwalt Boltons kommentierte die Ermittlungen nicht umgehend. Bolton selbst äußerte sich jedoch nahezu gleichzeitig zur Durchsuchung und scheinbar unbeeindruckt im Internet. Bei X schrieb er, Russland habe seine Ziel nicht geändert und wolle die Ukraine weiter erobern. »Moskau hat gefordert, dass die Ukraine bereits in ihrem Besitz befindliche Gebiete und den Rest von Donezk, den es nicht erobern konnte, abtritt. Selenskyj wird dies niemals tun.« Zur aktuellen US-Politik schrieb Bolton: »In der Zwischenzeit werden die Treffen fortgesetzt, weil Trump den Friedensnobelpreis haben will, aber ich sehe keine Fortschritte bei diesen Gesprächen.« Zuvor hat er den Gipfel von Trump mit Russlands Machthaber Wladimir Putin in Alaska als »Propagandasieg« des Kreml bezeichnet. Während der ersten Amtszeit von Präsident Donald Trump war Bolton US-Botschafter bei den Vereinten Nationen und nationaler Sicherheitsberater des Weißen Hauses. Seitdem ist er jedoch zu einem Kritiker des republikanischen Präsidenten geworden. Trump ließ ihm nach Beginn seiner zweiten Amtszeit trotz berichteter Todesdrohungen den Personenschutz des Secret Services entziehen. | Quelle: https://www.spiegel.de/ausland/john-bolton-fbi-durchsucht-offenbar-haus-von-donald-trumps-ex-sicherheitsberater-a-acafd9ef-2f58-411a-be40-06e7f0ca0594]


Quotebagri

Na wenigstens fällt er nicht aus irgendeinem Fenster.


QuoteAffinity

Schon im Dritten Reich galt: DER FÜHRER HAT IMMER RECHT!


QuoteTherac-25

Das ist Phase III, auch in Russland sind nicht alle Personen, die nicht auf Parteilinie waren, sofort aus dem Fenster gefallen. Selbst Stalin hat klein angefangen.


QuoteT
Tolgosch1

Putin arbeitet daran ja auch schon seit 25 Jahren und nicht erst seit 5.


Quotealonah

Artikel (mit Screenshots) gemeldet wegen Hate Speech und aufwieglerischen Kommentaren.


QuotePower to the people

Frage an den Blockwart: Wo melden Sie das, ohne sich lächerlich zu machen. ...


QuoteTopsyKrett .

Es gilt nur die Meinung des Irrlichts im White House. Wer widerspricht ist Freiwild. Und diese Mischpoken wollen uns erklären, was Meinungsfreiheit sein soll. ...