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[Trumps Welt (Notizen)... ]

Started by Textaris(txt*bot), February 15, 2025, 12:40:03 PM

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Textaris(txt*bot)

Quote[...] Covfefe war eine bis dahin unbekannte Zeichenfolge, mit der eine Nachricht endete, die US-Präsident Donald Trump in der Nacht auf den 31. Mai 2017 (Ortszeit) über den Kurznachrichtendienst Twitter verbreitete: "Despite the constant negative press covfefe" (deutsch: ,,Trotz der dauerhaften negativen Presse covfefe"). Die abrupt, ohne Satzzeichen endende Mitteilung rief umfangreiche Reaktionen in den sozialen Netzwerken hervor und führte zu einem weltweiten Medienecho.

Während allgemein angenommen wurde, dass Trump sich bei ,,press coverage" (Medienberichterstattung) vertippt hatte, ließ er die Bedeutung der Zeichenfolge offen. Die Nachricht wurde nach rund sechs Stunden gelöscht; bis dahin war sie über 100.000-mal geteilt worden. Kurz darauf fragte Trump per Twitter, wer die ,,wahre Bedeutung" des Wortes herausfinden könne. Der Pressesprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, erklärte, dass covfefe kein Tippfehler gewesen sei; ein kleiner Personenkreis habe Kenntnis über die wahre Bedeutung.

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Seite ,,Donald Trumps Umgang mit den Medien". In: Wikipedia – Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 2. Februar 2025, 06:00 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Donald_Trumps_Umgang_mit_den_Medien&oldid=252911414 (Abgerufen: 15. Februar 2025, 11:37 UTC)

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Quote[...] Big Lie, deutsch Große Lüge, ist eine Verschwörungserzählung von Donald Trump und vielen weiteren Republikanern für den Mythos der angeblich gestohlenen, verlorenen Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2020. Nach der Wahl wurden viele Wahlzettel mehrfach nachgezählt; es wurden keinerlei Hinweise auf Wahlfälschung gefunden. Trotzdem behaupten Trump und viele Republikaner seit November 2020, Joe Biden hätte die Wahl durch Wahlbetrug von Demokraten beim Auszählen der Stimmen gewonnen.

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Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Big_Lie

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Quote[...] ,,Ich wage zu behaupten", schreibt Machiavelli, ,,dass es sehr nachteilig ist, stets redlich zu sein". Die Strategie zu lügen, wenn es der eigenen Macht dient, findet sich in der derzeit viel beschworenen Diagnose der ,,Postfaktizität" wieder: ,,Gefühlte" Wahrheiten ersetzen faktenorientierte Politik.

... Auf einer Kundgebung hatte Trump seinen Fans zugerufen: ,,Ich werde euch niemals belügen. Ich werde euch nie etwas sagen, woran ich nicht glaube." Und mit jedem Nonsens, den er verzapfte, fanden sie ihn nur umso sympathischer und ... authentischer ...


Aus: "Wenn das Postfaktische faktisch wird" (13.11.2016)
Quelle: https://www.deutschlandfunkkultur.de/politische-ethik-in-der-trump-aera-wenn-das-postfaktische-100.html

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"Die Trump-Chronologie: DER STANDARD dokumentiert den Umbau der USA"
Am 20. Jänner wurde Donald Trump zum zweiten Mal als US-Präsident angelobt. DER STANDARD sammelt in diesem Artikel die wichtigsten Entscheidungen, Ankündigungen, Aussagen und Vorfälle der US-Regierung. Ein chronologischer Überblick. ...
https://www.derstandard.at/story/3000000266983/die-trump-chronologie-der-standard-dokumentiert-den-umbau-der-usa
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"USA unter Trump"
https://taz.de/Schwerpunkt-USA-unter-Trump/!t5079612/
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Quote[...] Der Mann, der Liberty Valance erschoß (Originaltitel: The Man Who Shot Liberty Valance) ist ein US-amerikanischer Spätwestern, den John Ford 1962 mit John Wayne, James Stewart und Lee Marvin in Schwarz-Weiß drehte. 

... Am Ende weigert sich der Chefredakteur der lokalen Zeitung, die ihm von Stoddard enthüllte Wahrheit zu publizieren. Er spricht einen der berühmtesten Dialogsätze der Filmgeschichte: "When the legend becomes fact, print the legend!" (Wenn die Legende zur Wahrheit wird, druck die Legende!) ...

Der Kinostart des Films in der Bundesrepublik Deutschland war am 21. September 1962, die Fernseh-Erstausstrahlung am 2. Februar 1970 im Abendprogramm des ZDF. ...


Aus: "Der Mann, der Liberty Valance erschoß" (26. Februar 2025)
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Mann,_der_Liberty_Valance_erscho%C3%9F

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Quote[...] Zum Auftakt seiner Late-Night-Show hat das Team des Komikers Stephen Colberts am Donnerstagabend die Köpfe führender Demokraten und den von Donald Trump in einen Trailer zum Film ,,The Avengers – Endgame" von 2019 montiert: In einer apokalyptischen Trümmerlandschaft, erhellt nur von den glimmenden Resten der Zivilisation, stellen sich Joe Biden, Kamala Harris, Bernie Sanders und andere führende Demokraten als Marvel-Superhelden gegen den außerirdischen Warlord Thanos (Donald Trump), der gerade das halbe Universum ,,desintegriert" hat.

Diese Parodie treibt die tatsächliche Rhetorik auf dem Parteitag der Demokraten auf die Spitze, viel war dazu aber nicht nötig. In den zentralen Reden des emotionalen viertägigen politischen Spektakels, das am Donnerstag zu End ging, wurde die Wahl am 3. November zu einer Art ,,Endkampf" stilisiert.

Ein ,,Wendepunkt" sei sie, sagte die Vizepräsidentschaftskandidatin der Demokraten, Kamala Harris. Es gehe um das ,,Überleben der Demokratie", sagte Barack Obama. Und der Kandidat selbst, Joe Biden, trieb diese Rhetorik am Donnerstagabend auf die Spitze. Ausgehend von einem Zitat der Bürgerrechtsaktivistin Ella Baker sprach er von einem Kampf des Lichts gegen das Dunkel. ...

Es gehe um einen ,,Kampf um die Seele Amerikas", um eine Restauration. Er, Biden, werde ,,ein Verbündeter des Lichts" sein, um ,,diese Zeit der Dunkelheit in Amerika" zu überwinden. Dazu sei es nötig, zusammenzustehen. ,,Das ist unser Moment. (...) Noch nie hat es etwas gegeben, dass wir nicht erreichen konnten, wenn wir zusammengestanden haben."

Es ist eine bittere Ironie der Geschichte, dass die Demokraten nun mit einer ganz ähnlichen Erzählung in den Wahlkampf ziehen, wie sie Donald Trump bei seinem Amtsantritt 2017 entwickelt hat.

In seiner Rede zum Amtsantritt 2017 – noch geprägt vom Apokalyptiker und populistischen Chefideologen Steve Bannon - beschwor auch Trump eine Art ,,desintegriertes Universum". Er beschrieb das, was im Land geschehe, als ,,the American carnage", als Gemetzel oder Blutbad. Trump entwarf das Bild einer apokalyptischen Landschaft, aus der ,,verrostete Fabriken" wie ,,Grabsteine" herausragten.

Auch Trump sagte damals, dies sei nicht einfach irgendein Tag, an dem eben wieder einmal die Macht von einer Regierung auf die andere übertragen werde, sondern ein historischer Wendepunkt: ,,The American carnage ends here." Auch er versprach damals eine Restauration (,,great again") und beschwor die Notwendigkeit unverbrüchlichen Zusammenhalts, um dieses Ziel zu erreichen: "When America is united, America is totally unstoppable."

... Wie genau eine allgemeine Krankenversicherung aussehen soll, welche Gesetze geändert werden müssten, um der Gefängniskrise zu begegnen, wie hoch die Subventionen für erneuerbare Energien sein sollen und aus welchen Steuereinnahmen sie kommen – all das wird belanglos, solange der Kampf ,,Licht gegen Dunkel", das Ringen um ,,das Ganze", ,,die Seele", ,,die Nation" tobt.

... Auf die Dauer aber ist der ,,mythologische Modus" für die Demokratie gefährlich. Das Vertreten legitimer Interessen und abweichender Meinungen ist die Essenz der Politik, ein gesunder Modus ist die Verhandlung. Im ,,Mythos-Modus" aber wird schon der Versuch zu Verhandeln zum Verrat. Der mythologische Modus bedeutet das Ende von Politik – die Desintegration des politischen Universums.

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Aus: "Gefährliche Rhetorik beim Parteitag: US-Demokraten folgen Donald Trump in den Mythos-Modus" Anna Sauerbrey (21.08.2020)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/politik/us-demokraten-folgen-donald-trump-in-den-mythos-modus-5373727.html

Quoteletterfromboston
21.08.20 16:49
Sehr geehrte Frau Sauerbrey,

Ihr Beitrag spiegelt wahrscheinlich wider, was der/die Durchschnittsbuerger/in in Deutschland - vielleicht speziell in Berlin - ueber den Wahlkampf in den USA denkt.
Bei uns sind seit jeher die Praesidentenwahlen weitaus emotionaler  und weniger mit einem konkreten innen- oder aussenpolitischen Politik-Konzept verknuepft als z.B. die Bundestagswahlen in Deutschland. Als aufgeklaerte Mitteleuropaeerin moegen sie dies bedauern. Bei uns geht es hier aber vor allem um EINE Person, erst sekundaer um die gleichzeitigen Parlamentswahlen. Gerade darauf war auch dieser DNC (Democratic National Conference) zugeschnitten. So hat z.B. die Betonung der religioesen Verankerung einen hoeheren Stellenwert als dies heute in Deutschland vorstellbar waere.
Bitte bedenken Sie auch, dass in den letzten 3 1/2 Jahren der Wert von Fakten und Zahlen verwaessert wurde und eine auf Logik gebaute, rationale Diskussion durch einem Schwall von Twitter-Behauptungen erstickt wurde.
Bei meinem kuerzlichen Besuch in Deutschland hoerte ich, dass die Meldungen aus USA wohl doch hauptsaechlich von den etablierten Medien aufgebauscht wueden. Als ich versicherte, dass die Situation (Covid-19, Wirtschaft, Diskreminierungen, .... und vor allem die Administration in Washington) viel schlimmer sei als berichtet, erntete ich Erstaunen.
In diesen apokalyptisch anmutenden Zeiten war in meinen Augen der viertaegige DNC die passende Form der Auseinandersetzung mit dem gegenwaertigen Praesidenten und der ihn stuetzenden republikanischen Partei.

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Ein politischer Mythos ist eine intellektuelle und emotionale Erzählung über eine historische Person, einen politischen Sachverhalt oder ein politisches Ereignis mit einem kollektiven, sinn- und identitätsstiftenden Wirkungspotential. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Politischer_Mythos

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Quote[...] Donald John Trump (* 14. Juni 1946 in New York City) ist ein US-amerikanischer Politiker der Republikanischen Partei. Er war von 2017 bis 2021 der 45. und ist seit 2025 der 47. Präsident der Vereinigten Staaten. Außerdem ist er Unternehmer und ehemaliger Showmaster.

... Zweifel an der Amtsfähigkeit: Trumps früherer Ghostwriter Tony Schwartz urteilte Mitte 2015, dieser habe ein ,,beeindruckendes Level an oberflächlichem Wissen und deutlicher Ignoranz", sei ,,so unsicher, so leicht zu provozieren" und habe ,,mehr soziopathische Tendenzen" als jeder andere politische Kandidat seiner Erinnerung.[351] Der parteiinterne Präsidentschaftskonkurrent Jeb Bush prognostizierte Ende 2015, Trump würde als US-Präsident Chaos anrichten.[352] Unter Hinweis auf Trumps Geschäftsbeziehungen und Äußerungen zu Russland und Putin erklärten 2016 die früheren Sicherheitsbehördenleiter Michael Morell und Michael V. Hayden, für Putin sei der unwissende Trump ein nützlicher Idiot.[353] Kurz vor der Amtseinführung Trumps warnte der Investor George Soros vor Trump als einem ,,Blender und Hochstapler und Möchtegerndiktator".[354] Der republikanische Senator John McCain äußerte im Februar 2017, er sei besorgt über Trumps widersprüchliche Aussagen und frage sich, ob Trump einige politische Themen verstehe.[355] Der linke Senator Bernie Sanders sah Trump Mitte März 2017 auf eine autoritäre Regierung in Amerika hinarbeiten; er versuche, die Gewaltenteilung abzuschaffen. Seine Angriffe auf die Medien, seine Respektlosigkeiten gegenüber Richtern und seine wiederholte Behauptung, fünf Millionen Menschen hätten bei der Präsidentschaftswahl illegal abgestimmt, seien Lügen, um die Fundamente der amerikanischen Demokratie zu untergraben.[356]

Mehrere Psychiater äußerten ab 2015 ihre Auffassung, bei Trump liege eine narzisstische Persönlichkeitsstörung oder die Dunkle Triade vor [https://de.wikipedia.org/wiki/Dunkle_Triade], einige bezeichneten ihn wegen seiner emotionalen Instabilität als amtsunfähig.[357][358] Einige Ärzte vermuten eine neurodegenerative Erkrankung des Präsidenten, unter anderem wegen einer Verschlechterung seiner sprachlichen Ausdrucksfähigkeit. Der Neurologe Ford Vox forderte im Dezember 2017 wegen der Sprachauffälligkeiten, des impulsiven, ungehemmt um sich selbst kreisenden Auftretens und der fehlenden Konzentration und Aufmerksamkeit eine neurologische Untersuchung Trumps.[359] Der politische Psychologe Jerrold Post und Stephanie Doucette verfassten das Buch Dangerous Charisma: The Political Psychology of Donald Trump and His Followers, das ein Jahr vor der Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2020 veröffentlicht wurde.[360] Post beschreibt darin das Bedürfnis Trumps nach Bewunderung und die Sehnsucht seiner Anhänger nach einer ,,Vaterfigur" zum Schutz vor dem Bösen, was mit einigen früheren Analysen übereinstimmt.[361]

Es ist umstritten, ob derartige Ferndiagnosen zulässig sind und belastbare Aussagen zulassen. Die Veröffentlichung des Buches von Jerrold Post führte zu kontroversen Diskussionen, da nach der Goldwater-Regel, einer 1973 verabschiedeten Richtlinie der American Psychiatric Association (APA), der Post als Mitglied angehörte, professionelle Stellungnahmen zu Persönlichkeiten ohne deren Zustimmung als unethisch gebrandmarkt werden.[362] Allen Frances, einer der Autoren des Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, hielt es für möglich, dass Trump ein extremer Narzisst sei; da er aber weder darunter leide noch dadurch behindert sei, sei er per definitionem nicht geisteskrank.[363]

... Im September 2018 erschien mit I Am Part of the Resistance Inside the Trump Administration ein anonymes Essay in der New York Times, das davon berichtet, dass mehrere Mitarbeiter der Regierung Anweisungen des Präsidenten nicht befolgten, um Schaden von der Nation abzuwenden. In dem Essay wird Trumps Regierungsstil als impulsiv, feindselig, engstirnig und wirkungslos beschrieben. Dem Essay zufolge gibt es Lichtblicke in der Regierungsarbeit, jedoch kämen diese trotz Trump zustande. Laut dem Essay haben Kabinettsmitglieder in den frühen Tagen der Präsidentschaft darüber diskutiert, den 25. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten zu verwenden, um Trump von der Macht abzusetzen. Um auf die schlechte Amtsführung des Präsidenten aufmerksam zu machen, habe man außerdem über einen Massenrücktritt nachgedacht.[369] Im November 2019 erschien mit A Warning ein anonymes Buch, das inhaltlich an das anonyme Essay anknüpft und angeblich von demselben Autor stammt.[370] Im Oktober 2020 outete sich mit Miles Taylor ein ehemaliger Stabschef des Homeland Security unter Donald Trump als Autor der beiden Schriften.[371]

In dem im Juni 2020 erschienenen Buch The Room Where It Happened erzählt John R. Bolton über seine Erlebnisse als Nationaler Sicherheitsberater von Trump und charakterisiert ihn darin als inkompetent und korrupt. In dem im Juli 2020 erschienenen Buch Too Much and Never Enough beurteilt Donald Trumps Nichte Mary L. Trump ihren Onkel ebenfalls als ungeeignet für das Präsidentenamt. Michael Cohen, Trumps früherer Anwalt, veröffentlichte mit Disloyal im September 2020 ein Buch über seine Zeit als Anwalt von Präsident Trump, in dem er mit diesem abrechnet.[372][373]

... Nach der Erstürmung des Kapitols [https://de.wikipedia.org/wiki/Sturm_auf_das_Kapitol_in_Washington_2021] am 6. Januar 2021 in Washington D.C. traf Generalstabschef Mark Milley geheime Vorkehrungen, um sicherzustellen, dass ein möglicher Befehl Trumps zum Einsatz von Atomwaffen strikt den militärischen Befehlsprozessen und -verfahren folgte (fernab des Umstands, dass die Befehlsgewalt über den Einsatz von Atomwaffen allein der National Command Authority – gebildet in erster Linie aus dem Präsidenten und dem Verteidigungsminister – zusteht).[379] In einem Telefonat mit der Sprecherin des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi am 8. Januar 2021 stimmte Milley der Aussage von Pelosi zu, dass Trump verrückt sei. Nach dem Telefonat veröffentlichte Pelosi eine Pressemitteilung, in der sie das Telefonat mit Milley damit begründete, einen ,,instabilen Präsidenten" daran zu hindern, ,,Militärschläge zu beginnen" oder einen ,,atomaren Angriff" zu befehlen.[380][381]

Der Soziologe Richard Sennett, der für sein Buch The Performer (2024) zu Recherchezwecken mehrere Auftritte Trump's persönlich besuchte, sagte, es sei bekannt, dass Trump jetzt zunehmend unter Demenz leide und seine expressiven Fähigkeiten schrumpften.[382]

... Trumps charakteristischer Stil und seine Sprache sind vielfach analysiert worden. Performative Inszenierungen, häufig melodramatischer Art, standen für den entertainment-erfahrenen Trump im Vordergrund, auch vor politischen Inhalten – etwa bei den häufigen, choreographierten Fotos der Unterzeichnung von Erlassen im Oval Office.[610] Der Journalist Michael D'Antonio urteilte, Trump sei ,,so beschäftigt mit seiner Performance, dass nichts, was er über sich sagt, als aufrichtig bezeichnet werden kann".[611] Trumps Art des Handschlags mit internationalen Politikern – häufig außerordentlich lang und intensiv, während er etwa Angela Merkel im Oval Office nicht die Hand reichte – ist als Dominanzgeste gedeutet worden.[612]

... Trump nutzte bei Reden kurze, klar strukturierte Sätze mit wenigsilbigen Wörtern, von denen die wichtigsten oft am Ende stehen, und häufig Imperative – wie bei dem Slogan ,,Make America Great Again", der bereits im Wahlkampf Ronald Reagans verwendet worden war.[613] Grammatik und Vokabular seiner Wahlkampfreden waren laut Indizes auch Elfjährigen verständlich,[614] die Sprache vieler politischer Konkurrenten und früherer Präsidenten war bzw. ist deutlich komplexer.[615]

... Die US-Rhetorikprofessorin Jennifer Mercieca (Texas A&M University) untersucht seit 2015 Trumps Rhetorik und Sprachgebrauch. Trump nutze gezielt sprachliche Muster, die schon antike Redner kannten und verwendeten. Er übertreibt und polarisiert; er beschimpft politische Gegner (ad hominem), droht (Argumentum ad baculum) und entpersonifiziert sie. Häufig verwendet er Paralipsen (zum Beispiel ,,Ich sage nicht ...", ,,ich sage nur ...") und stellt Vorwürfe so in den Raum, dass man ihn nicht verantwortlich machen kann (Whataboutism).[625][626] Am Beispiel von Trumps zentraler Wahlkampfforderung 2016 nach dem Bau einer Mauer zwischen den USA und Mexiko illustrierte die Politikwissenschaftlerin Natascha Strobl dessen Hundepfeifen-Politik [https://de.wikipedia.org/wiki/Hundepfeifen-Politik]: Unabhängig von dem Nutzen, der Möglichkeit oder der moralischen, ökonomischen, ökologischen oder politischen Vertretbarkeit dieses Projekts rufe der Schlachtruf ,,Build the wall!" immer wieder ,,rassistische Rauschgefühle" hervor.[627]

... Trump wird ein postfaktischer Politikstil (englisch ,,post-truth politics") zugeschrieben:[628] Der Anteil seiner politischen Äußerungen, die objektiv falsch sind, lag laut Untersuchungen von Websites wie Politifact im Herbst 2017 bei etwa 70 % (Obama: 26 %);[629] New York Times und Washington Post führen jeweils Datenbanken mit falschen Aussagen Trumps im Amt, die im Sommer 2017 die Tausend überschritten.[630][631] Bis zur Halbzeitwahl im November 2018 waren es über 6.400 Falschaussagen, deren Frequenz Trump im Laufe der Zeit immer weiter steigerte – mit über 1.400 in den sieben Wochen vor der Wahl.[632] Insgesamt zählte die Washington Post in seiner vierjährigen Amtszeit 30.573 falsche oder irreführende Behauptungen, rund die Hälfte davon in seinem letzten Amtsjahr. Machte er in seinem ersten Jahr als Präsident etwa sechs falsche oder irreführende Behauptungen pro Tag, waren es in seinem zweiten Jahr bereits 16, in seinem dritten Jahr 22 und in seinem letzten Jahr 39.[633]

Im Dezember 2018 führte die Faktencheck-Abteilung der Washington Post eine neue Kategorie ein, den bottomless Pinocchio für Aussagen, deren Unwahrheit nachgewiesen wurde und die ein Politiker trotzdem mindestens zwanzigmal wiederholte. Bis dahin erfüllte Trump als einziger Politiker überhaupt diese Kriterien, während die meisten anderen Politiker nachgewiesene Lügen nicht wiederholten. Bis Dezember 2018 hatte Trump in vierzehn Fällen eine bottomless Pinocchio-Wertung erhalten, darunter für die 123-mal wiederholte Falschaussage, seine Steuersenkung sei die größte der Geschichte, oder für die 86-mal wiederholte Behauptung, der Bau der Grenzmauer nach Mexiko habe bereits begonnen. Die Süddeutsche Zeitung warf angesichts der Tatsache, dass diese wiederholten Lügen Trump bei seinen Anhängern nicht schadeten, die Frage auf, ob das Instrument des Faktenchecks überhaupt sinnvoll ist.[634][635][636]

Harry G. Frankfurt bezeichnete Trump 2016 als Bullshitter, der anders als ein Lügner gar kein Verhältnis mehr zu Wahrheit und Wirklichkeit habe, sondern einfach irgendwelche Behauptungen in die Welt setze.[637][638] Die Sozialwissenschaftlerin Bella DePaulo äußerte 2017 nach Studien zum Lügen, Trump lüge nicht nur häufiger als jeder andere Untersuchte, sondern das Verhältnis seiner Lügen, um selbst besser dazustehen, zu ,,freundlichen" kleinen Lügen – üblicherweise bei zwei zu eins – liege bei Trump bei über sechs zu eins. Zudem sei der Anteil seiner Lügen, die andere verletzten, mit 50 % ungewöhnlich hoch (üblich: 1 bis 2 %). In zwei Umfragen im Herbst 2017 äußerten weniger als 40 % der befragten Amerikaner, Trumps Aussagen Glauben zu schenken.[639]

Der republikanische Senator Jeff Flake sagte am 17. Januar 2018 in einer Rede vor dem US-Senat: ,,Im Jahr 2017 wurde die Wahrheit – die objektive, empirische, nachweisliche Wahrheit – mehr missbraucht und in Mitleidenschaft gezogen als jemals zuvor in der Geschichte unseres Landes, verantwortet von der mächtigsten Persönlichkeit innerhalb unserer Regierung". Das ständige Wiederholen von Unwahrheiten unterhöhle das Vertrauen in wichtige Institutionen und bringe die Öffentlichkeit dazu, diesen nicht mehr zu glauben. Dies habe zerstörerische Effekte auf die Demokratie.[640]

... in einer Rede an die Nation am Unabhängigkeitstag der USA im Juli 2019 behauptete Trump, die US-Amerikaner hätten im Jahr 1775, während des amerikanischen Unabhängigkeitskriegs, Flughäfen eingenommen.[642] Im Zuge des Hurrikans Dorian präsentierte Trump im September 2019 eine manipulierte Übersichtskarte des National Oceanic and Atmospheric Administration, um seine Behauptung zu belegen, der Bundesstaat Alabama könnte durch den Hurrikan gefährdet sein.[643] Im März 2020 behauptete Trump, Seoul hätte 38 Millionen Einwohner.[644]

... Während der ersten Wahldebatte mit Kamala Harris am 10. September 2024 griff Trump in den sozialen Medien kursierende Gerüchte auf, Migranten würden Haustiere der Bewohner von Springfield verzehren.[647][648] Der Vorwurf wurde auch von Elon Musk, Ted Cruz und Trumps Vizepräsidentschaftskandidat JD Vance aufgegriffen. Ein Sprecher der Stadt Springfield (Ohio) sagte, es seien der Stadt keine glaubwürdigen Vorwürfe über Migranten bekannt, die Haustiere verletzten.[649] Dennoch verbreitete Trump die Behauptungen weiter.[650]

... Der Politikwissenschaftler Joseph Lowndes hält Donald Trumps Nativismus für den Schlüssel zu dessen Wahlerfolg 2016. Zwar habe Fremdenfeindlichkeit in der Republikanischen Partei spätestens seit dem Aufstieg der Tea-Party-Bewegung 2009 zugenommen, aber nicht deren Politik bestimmt. Trump habe die rassistische Furcht vor einer ,,Invasion" durch Einwanderer mit allgemeinem Rechtspopulismus verschmolzen, der sich auf Abstiegsängste der Mittelschicht und Arbeiterklasse, politische Ohnmachtsgefühle, Angst vor Deindustrialisierung und abnehmende Selbstachtung weißer Männer beziehe.

... Im konservativen Spektrum, etwa beim Wall Street Journal oder dem National Review, gilt Trump eher als traditioneller Konservativer, der vielleicht etwas ruppig vorgehe. Aber auch Kritiker von der Linken wie Dylan Riley, Corey Robin und Samuel Moyn argumentieren, dass Trump viele Vorläufer in der amerikanischen Geschichte habe. Sie definieren den Trumpismus als eine Form der Oligarchie, die Herrschaft einer politischen Minderheit, die es in den USA schon vor dem Faschismus gegeben habe. Hitlervergleiche würden die historische Bedeutung von Individuen überbetonen und tiefer liegenden Ursachen wie soziale und ökonomische Ungleichheit überdecken. Kritiker, die in Trump einen klassischen Demagogen sehen, beschreiben seine Herrschaft als Ochlokratie, eine Herrschaft des populistischen Mobs. Von den Nativisten, über die Populisten, den KKK, und Demagogen wie William Jennings Bryan, Huey Long und Joseph McCarthy habe es in Krisenzeiten immer wieder paranoide Bewegungen gegeben, wie sie jetzt Trump darstelle. Trumpismus wurde auch als Kleptokratie beschrieben, die der Mafia ähnele oder Diktaturen in Zentralasien nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion. In dieser Sicht ähnele Trump weniger Hitler oder Mussolini als vielmehr Vladimir Putin und Silvio Berlusconi.

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Aus: ,,Donald Trump". In: Wikipedia – Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 15. Februar 2025, 08:25 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Donald_Trump&oldid=253341334 (Abgerufen: 15. Februar 2025, 11:34 UTC)
// https://de.wikipedia.org/wiki/Donald_Trump

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Erste Präsidentschaft von Donald Trump
https://de.wikipedia.org/wiki/Erste_Pr%C3%A4sidentschaft_von_Donald_Trump

Zweite Präsidentschaft von Donald Trump
https://de.wikipedia.org/wiki/Zweite_Pr%C3%A4sidentschaft_von_Donald_Trump

Die Agenda 47 ist das Wahlprogramm Donald Trumps für die Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2024. Der Name bezieht sich darauf, dass Trump der 47. Präsident der Vereinigten Staaten ist. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Agenda_47


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Kategorie:Donald Trump
https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Donald_Trump

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Quote[...] [31.10.2024:] Wenn Amerika nächste Woche wählt, dann geschieht etwas, das gerade in Europa viele nicht mehr für möglich gehalten haben: Trump steht wieder auf dem Wahlzettel, und er hat eine reale Chance, noch einmal ins Weiße Haus einzuziehen. Harris steht in den Umfragen besser da als Biden, der ihr (nicht ganz freiwillig) die Kandidatur überließ. Aber Trump und Harris liegen nun so eng beieinander, dass es keinen Favoriten gibt. Gut die Hälfte der amerikanischen Wähler ist bereit, dem früheren Präsidenten wieder die Stimme zu geben.

Das widerlegt vor allem eine Wahrnehmung, die nach Trumps erstem Wahlerfolg 2016 in Europa verbreitet war: dass es sich da irgendwie um einen politischen Betriebsunfall in einem Land handelte, das im Kern weiterhin den viel beschworenen gemeinsamen ,,liberalen Werten" verpflichtet sei; eine Art Ausrutscher, begünstigt durch das Internet und die Lügenmärchen des Republikaners. Der Wahlsieg Bidens im Jahr 2020 schien diese Lesart zu stützen. Wie fast immer, wenn ein Demokrat in Washington regiert, entdeckte man in Europa, vor allem in Deutschland, die transatlantischen Beziehungen neu; tätige Hilfe leistete diesmal allerdings Putin.

In Wirklichkeit war Trump ein Vorreiter. Sollte er wiedergewählt werden, dann würde er in eine politische Welt zurückkehren, die sich seinen Vorstellungen angenähert hat. Das betrifft besonders Europa. Rechtspopulistische Parteien sind bekanntlich auch hier seit Jahren im Aufschwung, selbst in westeuropäischen Ländern erzielen sie inzwischen Wahlsiege. Dass Trump immer radikaler auftritt, kennt man hierzulande ebenfalls. Es ist das Erfolgsrezept der AfD.

Trump hat in seiner ersten Amtszeit immer wieder gesagt, dass er Präsident der Vereinigten Staaten sei, nicht der ganzen Welt. Das ist ein Schlüsselsatz, den in abgewandelter Form viele rechtspopulistische Parteien teilen. Ihr Erscheinen und ihr Erfolg sind eine Gegenbewegung zur Globalisierung. Dass die Bewegung von Amerika ausgeht, ist kein Zufall. Die auf Freihandel beruhende Weltwirtschaftsordnung, die seit ein paar Jahren zerfällt, war ein amerikanisches Projekt nach dem Zweiten Weltkrieg. Und dort hat man die damit verbundenen Kosten, nämlich den Verlust von gut bezahlten heimischen Industriearbeitsplätzen, früher und massiver zu spüren bekommen als in Deutschland.

Die Kritik an der Globalisierung, die früher nur ein linkes, antikapitalistisches Thema war, hätte vermutlich nie eine solche Schlagkraft erlangt, wenn sie nicht mit einer politischen Entgrenzung einhergegangen wäre, die tief ins Kulturelle reicht. Die Dominanz universalistischer Ziele von Klimaschutz bis Menschenrechten (teilweise militärisch durchgesetzt), die Öffnung westlicher Gesellschaften für ungeregelte Masseneinwanderung und die damit oft verbundene Aufwertung von Minderheiten hat bei einem Teil der alteingesessenen Mehrheiten offenbar ein Gefühl der Überforderung, Marginalisierung und Fremdheit in der eigenen Gesellschaft hervorgerufen.

Die Diskurse ähneln sich auf verblüffende Weise in vielen Staaten. Im Grunde erklären wachsende Teile der Arbeiter und der Mittelschicht per Stimmzettel ihren Auszug aus dem ,,globalen Dorf", in dem viele Meinungsführer aus Politik, Wirtschaft und Medien bis heute leben und weiterhin leben wollen. Trump hat das als einer der ersten erkannt. Und es ist nicht so unnormal, wie es oft dargestellt wird. Die heutige Welt ist immer noch eine der Nationalstaaten.

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Aus: "Wahl in Amerika: Trump ist kein Betriebsunfall" Ein Kommentar von Nikolas Busse (31.10.2024)
Quelle: https://www.faz.net/aktuell/politik/us-wahl/us-wahl-2024-donald-trump-ist-kein-betriebsunfall-110079944.html

In der Soziologie wird das Bürgertum gegenüber dem Adel und Klerus sowie gegenüber Bauern und Arbeitern als gesellschaftliche Schicht abgegrenzt. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCrgertum

In seiner Entstehung als politische Weltanschauung wurde der Konservatismus als Gegenbewegung zur Epoche der Aufklärung und den Ideen der Französischen Revolution sowie des Liberalismus und des Radikalismus beschrieben. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Konservatismus

https://de.wikipedia.org/wiki/Weltanschauung


Textaris(txt*bot)

Quote[...] Trumpismus ist in seiner ersten Phase die Kunst, die politischen Diskurse nach den Regeln der Unterhaltungsindustrie aufzulösen. Es müssen Bilder her, wo Texte waren, es muss Mythos her, wo Geschichte war, es müssen Emotionen her, wo Logik war.

Die Wurzeln des Trumpismus im Allgemeinen und die der trumpistischen Sprache im Besonderen reichen tief in die amerikanische Mythologie, und sie reichen in die Untiefen der populären Kultur. ....

... Die Mehrheit der Menschen lebt längst in einer Welt der "alternativen Fakten". Tatsächlich lässt sich eine Schuld der kulturellen Eliten darin ausmachen, dass sie die Popkultur im Wesentlichen verachten und ... nichts davon verstehen. Indes ist populäre Kultur ein Repräsentationssystem, das längst aus dem Stadium einer schieren Widerspiegelung oder der Funktion eines medialen Trostes (einer Droge) hinausgelangt ist.

... Von der Diskurskultur unterscheidet sich die Popkultur [ ] dadurch, dass die Autorität der "Nachricht" (des äußeren Bildes) weder durch Logik noch durch Erfahrung, sondern durch Effekt und durch Emotion gebildet wird.

... Wer die Sprache beherrscht, beherrscht die Macht. Wer den Geschmack beherrscht, beherrscht die Gesellschaft.

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Aus: "Trompeten des Trumpismus" Georg Seeßlen (11.02.2017)
Quelle: https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/donald-trump-sprachattacke-der-rechtspopulisten-trompeten-des-trumpismus-a-1133299.html

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Quote[...] Donald Trump und die Seinen sind noch nicht im Amt, und es häufen sich, beinahe im Tagestakt, die bizarrsten Nachrichten über die Besetzung der Positionen mit Macht und Einfluss. Nein, mit einer Regierungsbildung, wie wir sie kannten, hat das nichts zu tun. Die Art, in der Donald Trump und sein mächtiger Partner Elon Musk Männer und Frauen um sich scharen, die zukünftig in ihrem Umfeld und also in den USA das Sagen haben werden, ist kein politischer Akt, der Rücksicht auf die verschiedenen Flügel einer Partei nimmt, Kompromisse bildet zwischen Kompetenz und Proporz, zwischen altgedienten Kräften und kreativen Quereinsteigern.

Aber auch die Bildung eines Teams, nach landläufiger Vorstellung die unternehmerische Zusammenstellung von Menschen mit speziellen Fähigkeiten, die zu einer produktiven Cooperation gebracht werden, ist kaum als Vorbild zu erkennen. Und nicht einmal das Prinzip des Hire and Fire eines patriarchalisch geführten Betriebes älterer Prägung ist wirklich als Matrix dafür anzusehen, was sich da um die beiden Superbuddies bildet, die sich gegenseitig unbegrenzte Macht geschworen haben. Jedenfalls ist nicht zu erkennen, dass hier nach einem wirtschaftlich Erfolg versprechenden System die Menschen eingestellt werden, die dem gesamten Unternehmen den größten Vorteil und die beste Stabilität bringen könnten.
Nein, was da geschieht, nach den Kriterien der größtmöglichen Loyalität, der größtmöglichen Militanz und der größtmöglichen Abhängigkeit untereinander und vor allem von den Leadern (aber auch der Leader untereinander) ist am ehesten der Formung einer Gang verwandt.

Eine Gang ist ein männerbündisches, territorial agierendes und durch geheime und offene Zeichen verbundenes Ensemble von Leuten, die durch ein gemeinschaftliches Interesse, gemeinsame Feinde und gemeinsame Vergnügungen verbunden sind. Dass es eine männerbündische, informelle und gewalttätige Organisation ist, heißt weder, dass es nicht auch Girl Gangs geben kann, noch dass eine Gang ausschließlich aus männlichen Mitgliedern bestehen muss. Es geht offensichtlich um eine Form der symbolischen wie sozialen "Härte", eine fundamentale Kampfbereitschaft und ein funktionierendes Prinzip der ständig brutal neu verhandelten Hierarchien. Es geht um eine Wiedergeburt der Horde, die im Vorher und im Nachher von Gesellschaft existiert und, wie man so sagt, nach eigenen Gesetzen agiert. Die erste symbolische Handlung der Trump-Gang des Jahres 2024 war es, die Unterzeichnung des ethischen Codes, den man traditionell bei einer Regierungsübergabe weitergibt, zu verweigern [https://www.nytimes.com/2024/11/09/us/politics/donald-trump-ethics-transition.html]. Man hat, nein man ist sein eigenes Gesetz.

Die Gang ist ein Zusammenschluss, der weder auf Solidarität noch auf Freundschaft basiert. Auch wenn Freundschaft sehr gern inszeniert und mit großen Gesten gepflegt wird, so gilt doch auch innerhalb der Gang die Erkenntnis von Tony Soprano: "Vertraue niemandem." Denn der erfolgreiche Gangster geht immer über die Leichen derer, die ihm einmal vertraut haben oder mit denen er einen Deal aushandelte. Die Sache ist einfach, wie der American Gangster Frank Lucas (Denzel Washington) im gleichnamigen Film erklärt: "Entweder man ist nicht erfolgreich und hat Freunde, oder man ist erfolgreich und hat Feinde." Und die Feinde sind oft, wo man sie nicht vermutet. Das wissen wir wiederum aus Donnie Brasco, einem weiteren amerikanischen Gangsterfilm: "Wenn man in unserer Branche vorgeladen wird, geht man lebend rein und kommt tot wieder raus. Und es ist meist dein bester Freund, der das erledigt!"

Eine Gang besteht also aus Leuten, die aufeinander angewiesen sind, ohne einander vertrauen zu können. Im Kino bedeutet dies meist eine Art der finsteren, ironischen Tragik, denn ein Leben ohne Vertrauen – das soll uns hier vermittelt werden – ist nicht so einfach, wie man sich das vorstellt. In der Wirklichkeit ist es eher trivial. Einer wie Trump lässt seinen Mentor und besten Freund – den Rechtsanwalt Roy Cohn [https://de.wikipedia.org/wiki/Roy_Cohn] – fallen, wenn der sich eine ansteckende und schlecht angesehene Krankheit eingehandelt hat. Der Respekt und sogar die Liebe, die die Gang zu ihrem Anführer entwickelt, hat deswegen immer etwas leicht Paranoides, jedenfalls Irrationales. Während es bei den Klassikern des Rockerfilms von Der Wilde [https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Wilde] bis Engel der Hölle [https://en.wikipedia.org/wiki/The_Born_Losers] noch um Charisma und Heroismus geht, sehen es die Sons of Anarchy [https://en.wikipedia.org/wiki/Sons_of_Anarchy] nach der Jahrtausendwende daher schon pragmatischer: "Wir haben doch alle das gleiche Ziel – den Boss bei Laune zu halten." Die Trump-Gang, so scheint es auf den ersten Blick, bildet sich schon um dieses Ziel herum.

Gangs, das wissen wir nicht zuletzt aus den Rockerfilmen, die alle irgendwie Hölle und Engel im Titel tragen (zum Beispiel auch Satansengel mit Jeremy Slate oder Seymour Robbies Höllenengel und Company) haben stets zugleich einen anarchistischen und einen faschistischen Zug. Einerseits wird ihren Mitgliedern eine Freiheit versprochen, die es in der bürgerlichen Gesellschaft nie geben kann. Oh ja, man gehört buchstäblich zu den Sons of Anarchy, und wie wir aus der zugehörigen TV-Serie wissen, hat das alles mit Söhnen und Vätern, mit harter Wirklichkeit und noch härteren Gespenstern zu tun (schließlich bildet Shakespeares Hamlet die dramaturgische Matrix der Serie). Vor allem aber geht es darum, einen nach außen hin legalen Laden zu führen, hinter dem sich die mannigfachen kriminellen Geschäfte verbergen lassen.

Wobei wiederum auch nicht allzu sehr, denn man will ja den Geist der Anarchie doch verbreiten: Die Gang ist in ihrer Öffentlichkeitsarbeit immer ein offenes Geheimnis. Man verbirgt die dunklen Geschäfte, aber pflegt auf offener Bühne das Image der Skrupellosigkeit und findet das entsprechende Echo. Als Angst. Als Faszination. Als Ehrfurcht vor so viel Cleverness. "That's called Business, by the way", hat Donald Trump einmal auf Anschuldigungen geantwortet, dass er sich am Unglück anderer bereichern will. Und Jax Teller, der sogenannte Präsident der Söhne der Anarchie, sagt es auf seine Weise: "Die Angst schützt mich, die Gier ist meine Versicherung."

Die Gang zwingt dazu, alle individuelle Freiheit, jedes ehrliche Wort und jede moralische Bedenken hinten anzustellen, wenn es um die Gemeinschaft geht. Die Gang wird durch das Interesse und durch die Gewalt zusammengehalten. Dazu trägt natürlich die Gewalt nach außen bei, die sich in jeder Geste, in jeder Bewegung ausdrücken muss.

Dazu gehört aber auch die Gewalt nach innen. Es herrscht das Gesetz der Omertà, also des Schweigens gegenüber Außenstehenden, es herrscht das Gesetz des bedingungslosen Gehorsams, und es herrscht das Gesetz der Rache. Verräter werden bitter bestraft, so will es der Führer, so akzeptiert es die Gemeinschaft. "Demokratie wird überbewertet. Rache dient nie einem übergeordneten Wohl, sie ist ein Urinstinkt, den man befriedigen muss, sonst verlieren die Starken Klarheit und Schärfe", sagt abermals Jax Teller. Die Mitglieder der Gang haben sich der Organisation ausgeliefert, und ihre einzige Chance, nach oben zu kommen, ist es, sich bei den Ritualen und bei den Unternehmungen besonders hervorzutun und sich beim Führer oder bei seinen Adjutanten besonders beliebt zu machen. "Es gibt", sagt der Gangster Ace Rothstein (Robert De Niro) in Martin Scorceses Casino von 1995, nachdem er den Tempel des Glücksspiels übernommen hat, "drei Arten hier zu arbeiten. Die falsche, die richtige, oder meine Art." Das heißt am Ende: Wenn Ace Rothstein einen dabei erwischt, nicht auf seine Art zu arbeiten, dann hat der ein Problem, egal ob richtig oder falsch.

Und weil Loyalität und Omertà die obersten Gesetze sind, schleppt die Gang nicht nur Kerle (oder Kerlinnen) mit, die durch ihre besondere Brutalität auffallen und daher gelegentlich auch zum Risiko werden, sondern auch ein paar Speichellecker und Liebediener, deren Schwäche freilich auch nicht ganz unproblematisch ist. Die Gier hält die Gang zusammen, und an der Gier kann sie scheitern. "Selbst wenn man ihn sehr gut bezahlt, bringt ein Typ, der einem beim Klauen hilft, immer noch was für sich selbst auf die Seite." Auch das eine Gewissheit von Ace. Und wenn es zu viel wird, fliegt die Sache auf. Deswegen ist ein System wie das von den Gangstern geführte Casino auch so einfach wie wirkungsvoll: "In einem Casino muss jeder auf jeden aufpassen."

Die Gang ist also verbindend, ohne verbindlich zu sein, geprägt von unterschwelliger Angst und diffusen hierarchischen Beziehungen, die aber nicht nur von oben nach unten verlaufen. Sie wirkt nach außen als Bedrohung, herrscht durch die Angst vor ihrer Rache und wird durch das Gesetz der bedingungslosen Loyalität zusammengehalten. In der Gang weiß man zu viel voneinander, als dass man sie willkürlich verlassen oder sich ihr anschließen könnte, wenn es einem passt. Man muss sich einerseits bewähren und andererseits der Gang anvertrauen, was man angestellt hat. So überantwortet man – für das Versprechen von Hilfe beim Aufstieg – die Macht, die einst der Staat über einen hatte, der Gang. Den Preis zahlt man später: Francis Ford Copollas Pate nennt das "eine kleine Gefälligkeit", zu der man aufgefordert wird. Umgedreht hat es einer der Söhne der Anarchie, wenn er sagt, er habe nun gegen den anderen nichts mehr in der Hand. Deswegen bleibe nur das Vertrauen. Da wissen wir schon, dass das schiefgeht. 

Denn die Gang funktioniert, solange man eben etwas gegeneinander in der Hand hat. Die persönlichen Defekte und die Verbrechen der einzelnen Mitglieder sind das entscheidende Unterpfand der Gemeinsamkeit. Und der höchste Grad an Organisation ist erreicht, wenn der einzelne ohne die Gang verloren ist, und die Gang sich auf jeden einzelnen verlassen kann, selbst wenn er sich in den Räumen und semantischen Feldern des Feindes aufhält, somit als Gang-Mitglied oder auch nur als Typus Gang-Mitglied überhaupt nicht mehr erkennbar ist. Nur die proletarische jugendliche Gang ist ständig verbunden, gibt sich ständig zu erkennen, muss sich ständig beweisen. Goodfellas und Wise Guys hingegen verbinden sich mit bürgerlicher Existenz, haben ein performatives Familienleben (hinter dieser Maske freilich lauern heftige, weniger berechenbare Konflikte) und geben sich jovial in öffentlichen Ämtern. Die Gang aber geht tiefer.

Es gibt nun (mindestens) drei gangspezifische Dinge, die den meisten Mitgliedern der Trump-Gang zu eigen sind, in wechselnden Zusammenstellungen. Das erste ist die bedingungslose Loyalität zum Leader und seinem Adjutanten, das zweite ist vollkommene Skrupellosigkeit bei der Verfolgung eigener Interessen, ein drittes ist die Bereitschaft, sich mit der Gang zur Schau zu stellen, wenn es diese (beziehungsweise den Leader) danach verlangt. Jeder Gangsterfilm zeigt, wie man aus der richtigen Mischung von Verführung und Bedrohung brave Bürger korrumpiert, und wie die Gang sich in aller Öffentlichkeit inszeniert: jovial hier und brutal dort. Die Gang muss immer wieder öffentliche Auftritte absolvieren, um ihre Geschlossenheit, Stärke und gute Laune zu zeigen. 

Am besten geeignet sind dazu bei den klassischen Gangs wiederum Sportveranstaltungen, sagen wir Wrestling, Boxen, Mixed Martial Arts. Wie die Wrestling-Szene konkret zu Donald Trump haben die Sportler traditionell eine gute Beziehung zu den Gangs, und im hinteren Bereich lassen sich ein paar Geschäfte machen. Nach den Kämpfen. Am Ring sitzen die Gangster und halten ihre Wetten, die Show ist für sie, und sie sind die Show. Was soll das heißen, abgekartetes Spiel? Nicht die Guten, nicht die Bösen, die Unseren sollen siegen. Das sind die Regeln.

Dementsprechend ist für eine Gang, wenn sie Macht hat, auch völlig egal, dass die meisten Mitglieder, wie Tony Soprano richtig erkannt hat, eine Vollmeise haben. Es ist aber für alle anderen kreuzgefährlich: Die einen Gang-Mitglieder können ihre große Klappe nicht halten, die anderen halten sich für Popstars, der eine rastet immer wieder aus und bringt Leute in sinnlosen Wutausbrüchen um, und wieder andere werden von Alpträumen geplagt. Das mag mit den Familienverhältnissen zusammenhängen. Bei den einen gab's gar keine Erziehung und bei den anderen hauptsächlich Prügel. "Sein Gürtel war sein liebstes pädagogisches Instrument", sagt Tony Soprano über seinen Vater. Donald und Elon könnten ein Lied davon singen.

Anlass zur Selbstreflexion oder gar Selbstironie ist die eigene Verletztheit aber kaum, eher wird Unsicherheit mit Eitelkeit kompensiert: Überlege es dir daher zweimal, ob du Witze über die Mitglieder der Trump-Gang machst, von wegen Horrorclown, Agent Orange oder über Elon Musk als superreichen Kindskopf spottest. "Was meinst du mit komisch? Komisch wie? Wie bin ich komisch?" fragt Tommy DeVito in Goodfellas, und ab da wird's mörderisch. Gut ist die Gang dagegen, wenn man ihr nicht in die Quere kommt. Es gilt, was Sonny LoSpechio in In den Straßen der Bronx sagt: "Die Menschen, die mich hier jeden Tag im Viertel sehen und die auf meiner Seite stehen, die können sich sicher fühlen, weil sie alle wissen, ich bin da. Umso mehr Grund haben sie auch, mich zu lieben." Um dann jedoch ungemütlich fortzufahren: "Aber die Menschen, die nicht auf meiner Seite sind, die sind vorsichtig, weil sie genau wissen, ich bin da und deswegen haben sie guten Grund, mich zu fürchten."

Gangs müssen Angst machen, Gangs müssen Faszination auslösen, Gangs müssen Möglichkeiten eröffnen, und Gangs müssen bei alledem eine Ordnung, eine Struktur errichten. Die muss den Menschen so selbstverständlich werden, dass sie sie kaum noch wahrnehmen, geschweige denn auf die Idee kommen, es könnte auch etwas anderes geben. Gangs funktionieren dauerhaft am besten als selbst ernannte und allgemein akzeptierte Schutzmacht und genau dort steuert Donald Trump gerade hin. "Ich werde die amerikanischen Frauen beschützen, ob sie wollen oder nicht" – so etwas wäre nicht einmal Tony Soprano eingefallen. Und sie funktionieren, wie schon der echte Al Capone wusste, mit Geld: "Ich habe keine Angst vor der Polizei, den FBI-Agenten oder dem Justizministerium. Solange ich Geld habe, können sie mir nichts anhaben."

Und das gilt auch in der Welt, in der man nicht mehr von Mafia spricht, sondern nur von Business. Don und Elon, die Söhne des Anarchokapitalismus, wissen das genau. Am Ende von Casino sind die Gangster entmachtet, tot oder verjagt. Die Tempel von Glücksspiel, Drogen und Prostitution wurden in familienfreundliche Spaßmaschinen umgebaut, die neuen Eigner sind die Konzerne. Die Ausbeutung und Unterdrückung ist vom anarchistischen Kampf der Psychopathen und Gewalttäter in die Struktur der Gesellschaft übergegangen. Es wird noch mehr Geld gemacht. Ganz legal. Die Herrschaft der Gangster als Modell einer terroristischen Gesellschaft ist nicht überwunden. Sie ist nur normal geworden. "In fünf bis zehn Jahren werden sie sich wünschen, es gäbe die amerikanische Cosa Nostra noch. Und in fünf bis zehn Jahren werden sie John Gotti vermissen." So sagt es der Gangster in Der Untergang der Cosa Nostra. Vielleicht werden auch ein paar aus der Trump-Gang in ein paar Jahren so auf die wilden Jahre von 2024 zurückblicken. Denn wenn man etwas aus Gangsterfilmen weiß, dann dies: Es wird nie besser. Es wird immer nur perfekter.


Aus: "Der Don und seine Gang" Ein Essay von Georg Seeßlen (22. Dezember 2024)
Quelle: https://www.zeit.de/kultur/film/2024-12/donald-trump-kabinett-us-regierung-maennerbanden

Georg Seeßlen (* 1948 in München) ist ein deutscher Autor, Feuilletonist, Cineast sowie Film- und Kulturkritiker.
https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_See%C3%9Flen

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#2
Quote[...] Per Dekret macht Trump auf dem Golf von Mexiko den Golf von Amerika. Weil die Nachrichtenagentur AP den neuen Namen nicht verwendet, schließt der US-Präsident sie jetzt dauerhaft aus dem Oval Office und der Präsidentenmaschine aus. Den Verweis auf die Pressefreiheit lässt das Weiße Haus nicht gelten.

Wegen ihrer Weigerung, den Golf von Mexiko wie von US-Präsident Donald Trump gewünscht "Golf von Amerika" zu nennen, wird die renommierte US-Nachrichtenagentur Associated Press (AP) dauerhaft aus Trumps Büro und dem Präsidentenflugzeug verbannt. AP "ignoriert weiterhin die rechtmäßige geografische Namensänderung des Golfs von Amerika", schrieb der stellvertretende Kabinettschef des Weißen Hauses, Taylor Budowich, am Freitag im Onlinedienst X zur Begründung.

Zwar sei das Recht der Nachrichtenagentur "auf verantwortungslose und unehrliche Berichterstattung durch den ersten Verfassungszusatz geschützt", schrieb Budowich weiter. Dieser sichere AP jedoch nicht "das Privileg auf ungehinderten Zugang zu begrenzten Räumen wie dem Oval Office und der Air Force One". Anstelle der Nachrichtenagentur stehe dieser Platz nun "den vielen tausend Reportern offen, die bisher von der Berichterstattung aus diesen vertraulichen Bereichen der Regierung verbannt waren".

Seit Dienstag war AP-Reportern mehrfach der Zugang zu Terminen des Präsidenten im Oval Office verweigert worden. Grund ist, dass AP den Golf von Mexiko weiterhin mit seinem seit mehr als 400 Jahren angestammten Namen bezeichnet. Trump hatte unmittelbar nach seinem Amtsantritt im Januar per Dekret die Umbenennung des Gewässers in Golf von Amerika verfügt.

AP-Chefredakteurin Julie Pace verurteilte das Vorgehen des Weißen Hauses als Verstoß gegen die in der US-Verfassung festgeschriebene Rede- und Pressefreiheit. Zudem werde damit den "Milliarden von Menschen ein schlechter Dienst erwiesen", die sich auf der Suche nach unparteiischen Nachrichten auf die Nachrichtenagentur verließen, kritisierte AP.

AP ist die größte Nachrichtenagentur in den USA. Ihr sprachliches Regelwerk gehört seit Jahren zur Standardlektüre für Nachrichtenredaktionen und Firmenbüros. In einem stilistischen Hinweis hatte AP im vergangenen Monat erklärt, dass Trumps Namens-Erlass "nur innerhalb der Vereinigten Staaten Berechtigung besitzt". Als globale Nachrichtenagentur, die Nachrichten auf der ganzen Welt verbreite, müsse AP "sicherstellen, dass Ortsnamen und Geografie für alle Zielgruppen leicht erkennbar sind", hieß es weiter.

Quelle: ntv.de, mau/AFP


Aus: "Trump verbannt Nachrichtenagentur AP aus Oval Office" (14.02.2025)
Quelle: https://www.n-tv.de/politik/Trump-verbannt-Nachrichtenagentur-AP-aus-Oval-Office-article25564932.html

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Quote[...] Seit Jahren wettert Trump bei öffentlichen Veranstaltungen, insbesondere bei Wahlkampfkundgebungen, über Journalisten - meist unter großem Johlen seiner Anhänger. Er bezeichnete etablierte Medien regelmäßig als "Feinde des Volkes" ...


Aus: "Trump nennt kritische Berichterstattung über sich "illegal"" (15.03.2025)
Quelle: https://www.n-tv.de/politik/Trump-nennt-kritische-Berichterstattung-ueber-sich-illegal-article25631464.html

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https://de.wikipedia.org/wiki/Golf_von_Mexiko



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Quote[...] Das Recht des Stärkeren ist zurück. US-Vizepräsident Vance positioniert die Vereinigten Staaten entsprechend und mahnt Europa, es ihnen gleichzutun. ...

Das Selbstverständnis von US-Vizepräsident J.D. Vance in München war überdeutlich. Es dürfte den Zuhörern bei der Sicherheitskonferenz kaum gefallen haben. Was sie von Vance hörten, waren keine konkreten Ansagen zum Ukraine-Krieg, keine Ideen über eine gemeinsame Verteidigungsstrategie oder partnerschaftliche Verbundenheit. Es war der Besuch eines imperialen Gesandten, der in aller Öffentlichkeit die ferne Provinz rügt und Besserung anmahnt, damit ihre Statthalter nicht die Gunst des Kaisers Donald Trump verlieren. So zeigen sich die Vereinigten Staaten auf der Seite der rechten Kräfte in Europa.

Um die Ukraine geht es Vance nicht; sie ist nur ein Feigenblatt für die übliche Umkehrung des Trump'schen MAGA-Universums: Immer den anderen vorwerfen, was man selbst macht. Etwas vom Dreck, mit dem man wirft, wird schon hängen bleiben. Der Vizepräsident fabuliert eine "innere Bedrohung" in Europa herauf, die er nicht etwa in Rassismus, einer erstarkenden antidemokratischen Bewegung, Wahlbeeinflussung von außen oder Flut von Falschinformationen sieht - sondern im Kampf gegen all diese Gefahren. Oder sieht er einen gewünschten Rechtsruck gefährdet, wie er gerade in den USA geschieht?

Vance führt mit seinem Auftritt den erbittert geführten Kulturkampf der USA bis nach Europa. Der Vizepräsident behauptet, die Rechte würde autoritär von anderen unterdrückt, obwohl sie ebendies gegen jene anstrebt, die nicht in ihr festes, veraltetes Weltbild passen. Es ist die übliche Projektion, transatlantisiert.

Vance droht in der Summe: Folgt unseren Vorstellungen, welche Regeln ein Staat aufstellen darf, oder unsere Partnerschaft mit Europa wird Geschichte sein. Er mischt sich in die deutsche Innenpolitik ein und behauptet, die Brandmauer gegen die AfD müsse fallen, oder Deutschlands Demokratie werde sterben. Vance hat entweder nicht verstanden, wie die Politik in Europa funktioniert - ja, es gibt mehr als zwei Parteien, und Koalitionen sind in vielen Ländern üblich -, oder er tut einfach so, weil es opportun im Auge Trumps erscheint.

Das machen die Republikaner auch im eigenen Land, behaupten wie hypnotisiert, sie hätten ein überwältigendes Votum für ihre Politik erhalten. Knapp die Hälfte der US-Wähler würde dem widersprechen. Doch damit rechtfertigen die Republikaner eine Politik aus dem Weißen Haus, die Millionen Menschen in Angst und Schrecken vor möglicher Abschiebung versetzt und den Staat wie einen Konzern behandelt, an dem sich aller Voraussicht nach nur eine neu definierte Elite bereichern wird: Trump und seine Verbündeten. Das ist die neue Realpolitik.

In ihrem Buch "Autocracy, Inc." hat die Autorin Anne Applebaum im vergangenen Jahr die Welt als internationales Netzwerk von Autokraten beschrieben, die einander den Rücken stärken, um zum eigenen Vorteil ihre Geschäfte zu machen. Wird Donald Dealmaker, der transaktionale Trump, diesem exklusiven Club beitreten und sich mit anderen starken Männern die Welt aufteilen? Ein Treffen mit Putin, eine Riviera in Gaza, Kanada als 51. Bundesstaat, eine Kryptostadt in Grönland und die US-Fahne in Panama?

Wie auch immer diese Angelegenheiten ausgehen werden: Putin ist stärker und deshalb für Trump nützlicher als die Ukraine. Warum also noch weiter Geld in deren Rachen werfen? Die Autokraten sind in dieser postfaktischen Welt nur jene, die nicht die eigenen Vorstellungen vom Recht des Stärkeren verfolgen. Es ist egal, dass weniger Regeln und Schutzmechanismen immer die Schwächeren schwächen. Oder, wie es zuletzt der republikanische US-Senator Tommy Tuberville ausdrückte: "Wir müssen diesen Nonsens der sozialen Gerechtigkeit endlich loswerden."

In München tönt Vance, in Europa sei niemand an die Wahlurne gegangen, um "die Fluttore für Millionen unüberprüfte Migranten zu öffnen". Na klar, wenn man sonst nichts Inhaltliches sagen darf, prügelt man eben auf die Menschen mit der schwächsten Lobby ein: Schutzsuchende und Einwanderer. Dazu schwadroniert der Vize über seine Vorstellung von Demokratie. Schließlich funktioniert diese auch in den USA. Den Menschen dort wird von rechts vermittelt, das Leben sei ein Verteilungskampf und jeder habe das Recht, nach unten zu treten.

Eben so haben Trump und Vance die Wahl gewonnen. Nun sonnen sie sich im Erfolg und lassen es Europa mit aller Überheblichkeit spüren. "Wenn wir zehn Jahre Greta Thunberg überleben können, könnt ihr ein paar Monate Elon Musk überleben", scherzt Vance mit einem schiefen Vergleich auf der Bühne. Niemand im Publikum lacht.

Während der Präsident in Washington seine Fernsehshow im Oval Office abhält, Dekrete unterschreibt und Lakaien um sich schart, seine rechte Hand Elon Musk ganze Ministerien einstampfen möchte, ist der Kongress nur Nebensache. Das Weiße Haus stellt Gerichte infrage, ignoriert Urteile; pfeift Staatsanwaltschaften zurück, die gegen politische Verbündete ermitteln; reißt die Verteidigung der Bürgerrechte ein. Ist das die Demokratie, die Vance für Europa anmahnt?

Quelle: ntv.de


Aus: "In Trumps Welt sind die Europäer die Autokraten" Ein Kommentar von Roland Peters, New York (15.02.2025)
Quelle: https://www.n-tv.de/politik/politik_kommentare/Die-neue-Realpolitik-von-rechts-In-Donald-Trumps-Welt-sind-die-Europaeer-die-Autokraten-article25564691.html


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Quote[...] Donald Trumps Vorschlag, den Gazastreifen in ein amerikanisches Immobilienprojekt zu verwandeln, erscheint so dreist und frivol, dass sich die internationalen Reaktionen bisher auf ein Kopfschütteln beschränkten. Offenbar ist für den amerikanischen Präsidenten selbst ein Land mit Millionen Einwohnern nichts anderes als ein New Yorker Häuserblock, bei dem Abriss und Entmietung praktischerweise schon vollzogen wurden. Aber auch die arabischen Länder, in die nach Trumps Willen die dann obdachlos werdende Bevölkerung abgeschoben werden soll, sahen sich nicht ernsthaft provoziert. Ägypten und Saudi-Arabien (das hinter Jordanien steht) sind keine Kleinstaaten, mit denen man spielen kann.

Anders verhält es sich mit Dänemark. Die Ministerpräsidentin Mette Frederiksen, so berichtete die Frankfurter Allgemeine Zeitung, sei kreidebleich nach dem Telefongespräch mit Trump gewesen, das sie kurz vor dessen Amtsantritt führte. Er war bei seiner Drohung geblieben, Grönland entweder von Dänemark zu kaufen oder durch Zwangsmittel an sich zu bringen. Und in diesem Fall, so hatte ihr Außenminister prophezeit, "werden wir die schwerste außenpolitische Krise haben, die wir in Dänemark seit vielen, vielen Generationen hatten".

Aber was heißt hier Krise? Genauso gut, wenn auch gegen die diplomatischen Gepflogenheiten, hätte der dänische Außenminister sagen können: In diesem Fall werden wir Grönland verlieren. Und selbst wenn es einen Hoffnungsrest nach dem Telefonat noch gegeben haben sollte – die Gesichtsfarbe der Regierungschefin sprach dagegen –, dann wäre er nach Trumps Antritt eine Woche später verflogen. Beim Unterzeichnen seiner Eildekrete sagte er zur Causa Grönland: "Wir brauchen es", und Dänemark werde gewiss "mitmachen".

So ähnlich spricht die Mafia, wenn sie ihr Auge auf ein Objekt geworfen hat und sich ihres Drohpotenzials sicher ist. So ähnlich sprachen die USA im 19. Jahrhundert, wenn sie sich Land im Besitz einer schwächelnden Nation zur Expansion ausguckten. Der Kauf war nur die erste Option, vor allem wenn der Preis stimmte und man eine finanzielle oder anders gelagerte Bedrängnis ausnutzen konnte. Auf diese Weise gelang der Erwerb Louisianas 1803 von Napoleon I. (er hatte in Europa andere Sorgen) und Alaskas 1867 von Russland (knapp bei Kasse nach dem verlorenen Krimkrieg). Aber schon die Inbesitznahme Floridas gelang 1819 nicht allein durch Geld und einen Gebietstausch mit Spanien, sondern erst nach einem vorangegangenen Krieg.
Der typische Ablauf war allerdings der umgekehrte: Erst wurde Geld geboten, dann kam das Militär. Es ist anzunehmen, dass die Geschichte auch dem Auswärtigen Amt in Kopenhagen für die Erkenntnis reicht, dass sich Dänemark gegenüber den USA in derselben Lage befindet wie Mexiko, als man dem Land 1845 erst Texas, dann 1848 Oberkalifornien abnahm (all die heutigen Bundesstaaten Kalifornien, Arizona, Nevada, Utah sowie Teile von Colorado, New Mexico und Wyoming umfassend).

In beiden Fällen wurden zunächst Kaufangebote unterbreitet, die von der gerade unabhängig gewordenen, aber nach dem Unabhängigkeitskrieg gegen Spanien auch erschöpften Republik Mexiko gleichwohl empört zurückgewiesen wurden. Dass sie sich die schöne Geste nicht leisten konnte, ahnten wohl manche und prophezeiten richtig, dass sie daraufhin nur durch Krieg verlieren würden, was sie nicht verkaufen wollten. Aber Stolz und Ehre einer eben geborenen Nation gingen vor. Man weigerte sich, Unterhändler des amerikanischen Präsidenten James Polk überhaupt zu empfangen.
Es wäre allerdings falsch, darin nur tragisches Machotum zu sehen. Die Republik hatte zumindest umrisshaft auch ein Bewusstsein von Verantwortung und Schutzpflichten für ihre Bürger. Man verkauft nicht einfach Land mitsamt seinen Menschen – zumal in Mexiko gerade zuvor die Sklaverei verboten worden war. Das war allerdings auch genau der Grund für viele weiße nordamerikanische Siedler, die sich in Texas niedergelassen hatten, nach Unabhängigkeit von Mexiko zu streben. Und siehe da – kaum fünfzehn Jahre später, nachdem das vorübergehend unabhängige Texas Bundesstaat der USA geworden war, schloss es sich im Amerikanischen Bürgerkrieg den sklavenhaltenden Südstaaten an.

Aber wie immer die Motivlage der Texaner zu bewerten ist – für Dänemark zeigt sich im Rückblick auf deren Unabhängigkeitsbestreben eine beunruhigende Parallele zu den Problemen, die es mit der Loyalität der grönländischen Bevölkerung gibt. Auch hier ist nicht ausgeschlossen, dass die USA die Unzufriedenheit mit der dänischen Verwaltung nutzen könnte. Den Versuch, eine Volksbegeisterung für den Anschluss zumindest zu türken, hat ja Trump junior bei seinem Blitzbesuch auf der Insel schon gemacht.

Es ist eine Lieblingsvorstellung der Amerikaner seit alters, dass im Grunde alle Menschen Amerikaner werden wollen und dass es die Bestimmung der USA ist, zumindest den gesamten nordamerikanischen Kontinent zu beherrschen – durch ihre Herrschaft zu erlösen. Auch die aus europäischer Sicht fast irrwitzige Idee Trumps, Kanada würde sich nur zu gerne als neuer Bundesstaat einreihen, hat hier ihre Wurzel. Die Begriffe "Manifest Destiny" (offenbare Bestimmung) und "Exceptionalism" (Auserwähltheit unter den Staaten), mit denen im 19. Jahrhundert dieser nationale Messianismus ausgedrückt wurde, tauchten in Trumps Antrittsrede auf.

Seine imperialistischen Gelüste auf Kanada, auf Grönland, ja sogar auf die Wiedereinverleibung des schon einmal besetzten Panama mögen schockieren – aber noch schockierender ist, dass seine Absichten durch ein politisches Drehbuch aus dem 19. Jahrhundert beglaubigt werden, auf das er offenbar zurückgreifen will. Er arbeitet mit der gleichen Fiktion, die auch dem Krieg gegen Mexiko die heuchlerische Grundierung gab: dass sich das Unabhängigkeitsstreben der Völker am besten erfüllt, indem sie sich den USA unterwerfen. Trumps Amerika, als Nation gewissermaßen von unerschütterlichem Männlichkeitswahn, ähnelt darin dem Vergewaltiger, der behauptet, die Frau habe es ebenso gewollt – und wenn nicht, dann habe es ihr doch gutgetan.
In diesem Zusammenhang der alarmierendste Passus in Trumps Rede war seine Huldigung an William McKinley, jenen amerikanischen Präsidenten, der 1898 den spanisch-amerikanischen Krieg unter nichtigen Vorwänden vom Zaun brach und dabei dreister als jemals zuvor Unabhängigkeitsbewegungen für imperialistische Zwecke nutzte. Er "befreite" Kuba und die Philippinen von Spanien, nur um sie danach seinerseits in einen Vasallenstaat (Kuba) oder in eine Kolonie (Philippinen) zu verwandeln. Wenn schon der mexikanisch-amerikanische Krieg fünfzig Jahre zuvor als "einer der ungerechtesten Kriege" erscheinen konnte, "die jemals ausgetragen wurden", wie der General und spätere Präsident Ulysses S. Grant schrieb – dann musste das erst recht für den Krieg gegen Spanien gelten, in dessen Verlauf sich die USA auch Guam, Puerto Rico und Hawaii einverleibten.

Im Übrigen begriffen das die Unabhängigkeitskämpfer bald, denen angeblich geholfen werden sollte. In Kuba brach der Bürgerkrieg aus, der am Ende zum Nachteil der USA die kommunistische Diktatur brachte, während der spanisch-amerikanische Krieg in Südostasien direkt in einen philippinisch-amerikanischen Krieg mündete. Die Gräueltaten, die dabei an der Zivilbevölkerung verübt wurden, boten schon eine Vorschau auf Vietnam, führten aber auch, zur Ehre der USA sei es gesagt, zu peinlichen Untersuchungen und einer weithin empörten Öffentlichkeit. Mark Twain trat damals als einer der schärfsten Kritiker hervor.
Von solchen Intellektuellen würde sich Trump nicht einschüchtern lassen. Es ist allerdings ebenso unwahrscheinlich, dass er seine Eroberungsgelüste mit militärischen Mitteln ausleben will. Was ihn mit McKinley verbindet, sind die vornehmlich ökonomischen Absichten. Schon das kubanische Abenteuer wurde von den Interessen amerikanischer Firmen bestimmt, und es waren Unternehmer, die im Wunsch nach asiatischen Absatzmärkten zur Eroberung der Philippinen drängten. McKinley galt allgemein als Präsident der Trusts – so wie heute Trump als Mann der Konzernmilliardäre.

Auch Grönland dürfte weniger geostrategisch begehrenswert sein (denn die USA haben ihre Militärbasen schon dort) als wegen seiner Bodenschätze und der Kontrolle von Handelsrouten, die wiederum allerlei Möglichkeiten zur Erpressung von Wirtschaftskonkurrenten eröffnet. Aber selbst im rein ökonomischen Kalkül steckt noch so etwas wie die modernisierte Fortsetzung der Monroe-Doktrin ("Amerika den Amerikanern"), die ursprünglich dazu dienen sollte, europäische Mächte fernzuhalten. Es passt zu Trumps regressivem Weltbild, dass ihm eine geradezu instinktive Abneigung gegen Europa erhalten geblieben ist. Das verbindet ihn mit Putin – genauso wie das in der Monroe-Doktrin formulierte Denken in naturgegebenen, wenn nicht gottgegebenen Einflusssphären. Der Krieg gegen die Ukraine (vielleicht so etwas wie das Kalifornien Moskaus?) und die Sabotageakte in der Ostsee beweisen, dass es auch eine Putin-Doktrin gibt – Osteuropa den Russen.
Armes Dänemark! Hoffnung auf einen gütlichen Ausgang der "Krise" gibt die amerikanische Geschichte nicht her, zumal sie noch eine ganz andere Pointe enthält – in Form eines Drehbuchs von 1917, in dem Dänemark als unfreiwilliger Verkäufer eines Überseebesitzes schon vorkommt. Es waren die dänischen Jungferninseln in der Karibik, die damals erst nach erheblichem Druck, aber dann für 25 Millionen Dollar an die USA verkauft wurden.
Zum Gazastreifen ist noch kein Preisvorschlag eingetroffen. Man kann hoffen, dass hier kein wirklicher Erwerbshunger vorliegt, sondern nur die Freude an einer menschenverachtenden Provokation.


Aus: "Donald Trump: Expansion" Jens Jessen (Aus der ZEIT Nr. 07/2025)
Quelle: https://www.zeit.de/2025/07/donald-trump-expansion-gebiet-groenland-panama


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#5
Quote[...] Die umfassenden Kürzungen in Behörden haben im US-Landwirtschaftsministerium (USDA) zu "versehentlichen" Kündigungen von Mitarbeitern geführt, berichtet NBC. Da einige von ihnen mit der Bekämpfung der derzeit in den USA grassierenden Vogelgrippe beschäftigt waren, versucht die Behörde nun, die Mitarbeiter schnell zurückzuholen.
 
... In den USA seien die Geflügelbestände durch die Vogelgrippe bereits erheblich dezimiert, berichtet NBC. Jüngste Daten des USDA zeigen, dass 151 bestätigte Bestände betroffen sind, was 23 Millionen Vögel betrifft. Das hat gleich mehrere Konsequenzen. Zum einen melden die Zentren für Seuchenkontrolle und Prävention, dass bereits 68 Fälle registriert wurden, in denen Menschen sich mit dem Virus angesteckt hätten.

Zudem stiegen die Eierpreise zuletzt enorm. In vielen Supermärkten stehen Hinweisschilder, die auf die Notlage hinweisen.

...


Aus: "US-Ministerium feuert "versehentlich" Vogelgrippe-Experten" (19.02.2025)
Quelle: https://www.n-tv.de/politik/US-Ministerium-feuert-versehentlich-Vogelgrippe-Experten-article25572615.html

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Quote[...]  Für die Pressesprecherin des Weißen Hauses ist klar, wer für die katastrophale aktuelle Performance von Amerikas Legehennen und den immer stärker spürbaren Eiermangel im Land verantwortlich ist. ,,Die Biden-Regierung und das Landwirtschaftsministerium haben die Massentötung von mehr als 100 Millionen Hühnern angeordnet, was zu einem Mangel an Hühnern in diesem Land und folglich einem Mangel an Eier geführt hat, was zu der Knappheit führt."

Ist Ex-Präsident Joe Biden also ein hinterhältiger Hühner-Killer gewesen? Haben seine Schergen sich aus Mordlust in Amerikas Geflügelfarmen geschlichen, um Millionen unschuldige Hennen einfach grundlos umzubringen? Nicht ganz. Schon seit 2022 grassiert in den USA die Vogel-Grippe. Es ist der stärkste Ausbruch in zehn Jahren. Rund 130 Millionen Tiere sind inzwischen gekeult worden, um die Seuche einzudämmen. Nicht nur Hühnerfleisch ist deswegen mancherorts Mangelware. Auch der Preis für eine der Lieblingsspeisen der Amerikaner geht durch die Decke: Eier.

In einigen Läden in Kalifornien kostet ein Dutzend Bio-Eier inzwischen mehr als zehn Dollar. Überall in Amerikas Supermärkten weisen Schilder inzwischen auf die nationale Notlage hin. Manche rationieren sogar den Verkauf. Waffle House, eine Restaurantkette aus den Südstaaten, die vor allem für ihr Frühstück beliebt ist, verlangt inzwischen einen Zuschlag von 50 Cent für jedes Ei. Laut offiziellen Zahlen der US-Regierung kostete eine Zwölfer-Packung Käfig-Eier im Dezember im landesweiten Durchschnitt rund 4,15 Dollar. Im Juni 2019, vor der Covid-Pandemie, waren es noch 1,20 Dollar. Und für das laufende Jahr erwartet das Landwirtschaftsministerium einen weiteren Anstieg um 20 Prozent.

Und damit wird die von der Natur verursachte Geflügelpest zum politischen Problem. Denn Donald Trump hat im Wahlkampf ein Versprechen abgegeben: ,,Wenn ich gewinne, werde ich sofort die Preise senken, von Tag eins an." Doch drei Wochen nach seinem Amtsantritt passiert genau das Gegenteil. Explodierende Kosten für Eier sind das unübersehbare Zeichen, dass die Inflationskrise, die viele US-Wähler im Portemonnaie spüren und wegen der sie sich von Biden ab- und Trump zugewandt haben, ungebremst weitergeht. Nur die Spitze des (Pr)Eisbergs, sozusagen.

Kriegt Trump die steigenden Lebenshaltungskosten von Millionen Amerikanern nicht in den Griff, wackelt seine Glaubwürdigkeit. Doch tun kann er dagegen eigentlich nicht viel – ebenso wenig wie sein Vorgänger Joe Biden. Denn die Seuche ist hochansteckend. Bis sich die Hühnerbestände in den USA wieder erholt haben und die Preise spürbar sinken, können bis zu neun Monate vergehen. Die Eierpreise werden daher dieses Jahr hoch bleiben. ,,Es gibt nichts, was Biden hätte tun können, um die Vogelgrippe zu stoppen. Es gibt nichts, was Präsident Trump hätte tun können, um die Vogelgrippe zu stoppen – es ist die Schuld von keinem der beiden", zitiert CNN einen großen Geflügelproduzenten aus Kalifornien.

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Aus: "Eier werden immer teurer in den USA – und werden zum Problem für Trump" Hannes Vogel (12.02.2025)
Quelle: https://www.capital.de/wirtschaft-politik/inflation--donald-trump-hat-ein-eier-problem-35459982.html

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Quote[...] In den USA wird gerade eine Behörde nach der anderen nach Einsparmöglichkeiten durchforstet. Bei der Nationalen Behörde für Nukleare Sicherheit bekommen mehr als 300 Menschen die Kündigung. Das Problem ist nur, dass viele davon die Atomwaffen des Landes überwachen.

Die Trump-Administration ist in den USA mit dem erklärten Ziel angetreten, die Zahl der beim Staat beschäftigten Menschen deutlich zu reduzieren. Im Rahmen der umfassenden Entlassungswellen wurden in dieser Woche
mehr als 300 Mitarbeiter der Nationalen Behörde für Nukleare Sicherheit (NNSA) entlassen, die dem Energieministerium untersteht. Das berichtet der US-Sender CNN. Die Behörde ist auch für die Überwachung, Wartung und den Bau der amerikanischen Atomwaffen zuständig.

Das hätten die mit den Entlassungen betrauten Beamten offensichtlich nicht gewusst, zitiert der Sender seine nicht namentlich genannten Quellen. Zu den Entlassenen gehörten demnach auch Mitarbeiter der NNSA, die vor Ort in den Anlagen arbeiten, in denen Atomwaffen gebaut werden. Sie beaufsichtigen die Auftragnehmer, die im Auftrag der Regierung Atomwaffen bauen, und inspizieren diese Waffen.

Die Kündigungswelle betraf dem Sender zufolge auch Mitarbeiter der NNSA-Zentrale, die Anforderungen und Richtlinien für Auftragnehmer festlegen, die Atomwaffen bauen. Eine Quelle sagte gegenüber CNN, sie glaube, diese Personen seien entlassen worden, weil "sich niemand die Zeit genommen hat, zu verstehen, was wir tun und wie wichtig unsere Arbeit für die nationale Sicherheit des Landes ist." Dem US-Radioverbund NPR zufolge wurden einige Bedienstete mündlich gekündigt und mussten sofort ihre Schreibtische räumen. Listen mit unverzichtbaren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seien ignoriert worden. Die einzige Unterabteilung, die von den Entlassungen verschont blieb, war demnach das Office of Secure Transportation. Diese Abteilung ist für den sicheren Transport von Atomwaffen innerhalb der USA zuständig.

Schon am Freitag sei der Fehler aufgefallen und man habe begonnen, die Kündigungen zurückzunehmen. In einer Besprechung erklärte die amtierende NNSA-Administratorin Teresa Robbins, die Behörde habe die Anweisung erhalten, die Kündigungen der befristet Beschäftigten zurückzunehmen. Sie sind in der Regel weniger als ein Jahr beschäftigt, in manchen Fällen sogar weniger als zwei Jahre, und haben weniger Kündigungsschutz und Einspruchsrechte. Deshalb ist es leichter, sie loszuwerden.

Ein Sprecher des Energieministeriums bestritt die Zahl der betroffenen Mitarbeitenden und sagte CNN, bei der NNSA seien "weniger als 50 Personen" entlassen worden: Diese Personen hätten "hauptsächlich Verwaltungs- und Büroaufgaben" ausgeführt. Mitglieder des Kongresses äußerten sich gegenüber Energieminister Chris Wright besorgt über das Vorgehen.

"Der Kongress flippt aus, weil das Energieministerium anscheinend nicht wirklich begriffen hat, dass die NNSA die nuklearen Vorräte überwacht", zitiert CNN eine Quelle. Die nukleare Abschreckung sei das Rückgrat der amerikanischen Sicherheit und Stabilität. "Dass selbst bei der Aufrechterhaltung dieser Abschreckung kleinste Löcher entstanden sind, sollte die Leute extrem beängstigen."

Das Team von Tech-Milliardär Elon Musk mit dem Namen Doge (Department of Government Efficiency) durchforstet gerade eine US-Behörde nach der anderen. US-Präsident Donald Trump hatte ihn damit beauftragt, die Regierungsausgaben auf den Prüfstand zu stellen und zu kürzen. Beide behaupten ohne Beweise, dass dabei neben Milliarden an Geldverschwendung auch Betrug festgestellt worden sei. Musks Vorgehen führte unter anderem zu einer Schließung großer Bereiche der Entwicklungshilfe-Behörde USAID.

Quelle: ntv.de, sba


Aus: "Vorfall im Energieministerium Trump-Regierung kündigt versehentlich Atomsicherheitsexperten" (15.02.2025)
Quelle: https://www.n-tv.de/politik/Trump-Regierung-kuendigt-versehentlich-Atomsicherheitsexperten-article25565503.html


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QuoteLadezone, 18.02.2025

"Associated Press (AP), die größte Nachrichtenagentur in den USA, ist von Donald Trump dauerhaft von Terminen im Oval Office und dem Regierungsflieger Air Force One ausgeschlossen worden. Grund ist die Tatsache, dass AP die Bezeichnung Golf von Mexiko beibehält und nicht, wie vom Präsidenten verlangt, in "Golf von Amerika" umbenannt hat."

Argumentation auf dem Niveau eines Kleinkindes. Und dann behauptet Vance, Europa hätte ein Problem mit der Meinungsfreiheit.


Zu: https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-02/regierung-donald-trump-entscheidungen-dekrete-usa

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QuoteWolfgang Seliger

Bei aller berechtigten Kritik an Trump von Gaza bis Grönland: die Erlaubnis von Plastikstrohhalmen finde ich gut. Man kann Regulierung auch übertreiben.


QuoteJust_saying

@ Wolfgang Seliger

Da die bösen (deutschen) Grünen haben es sogar geschafft, dass der Plastikhalm in den USA verboten wird /s


Quotemaxvau

@ Wolfgang Seliger

"Umweltverschmutzung: Bis zu elf Millionen Tonnen Plastikmüll liegen auf dem Meeresgrund" (05.04.2024)
Die Plastikverschmutzung auf dem Meeresboden könnte einer neuen Studie zufolge bis zu 100-mal größer sein als die an der Oberfläche. Der Grund der Ozeane sei zu einem riesigen Plastikreservoir geworden, warnen Forscher.
https://www.spektrum.de/news/bis-zu-elf-millionen-tonnen-plastikmuell-liegen-auf-dem-meeresgrund/2213099

Finden Sie "gut", ja?


QuoteLeszno12

Das Verbot von Plastikstrohhalmen ist ein schönes Symbol grüner Überregulierung. Umgekehrt lässt sich mit der Legalisierung mit wenig Aufwand viel Applaus einheimsen.


Quoterobbis07

Die Frage ist doch wohl, ob er nichts wichtigeres zu tun hat.


QuoteSvenglückspilz

Plastikstrohhalme sind so unlogisch wie Holzeisenbahnen.


QuoteChristian Ständer

Plastikstrohhalme? Für was alles sich so ein mächtiger Mann verantwortlich fühlt! ...


QuoteMarkiMarkus

Wir wissen seit seiner letzten Amtszeit, WARUM er gewählt wird und welche ,,linke" Politik das befeuert.
Genau wie beim Rechtsruck (Linkskorrektur) in Europa ist es eine Gegenbewegung gegen die Woke-Ideologie ...


QuoteJust_saying

Haben Sie eigentlich auch nur eine Ahnung, was "woke" überhaupt bedeutet? Und haben Sie schon mal mit einem Therapeuten über Ihre Abscheu gesprochen.

Ich denke Menschen wie Ihnen würde Aufklärung und Therapie wirklich viel mehr helfen und Sie müssten nicht aus Wut, Verzweiflung, (Zukunfts-)Angst und Unwissenheit die AFD wählen.

Fühlen Sie sich von ganzem Herzen in den Arm genommen und gedrückt!


QuoteM.Aurelius

Es ist soweit! Dizzy Don, der noch ungekrönte König der inversen Intelligenz, hat geliefert. Niemand kann sagen, er halte seine Wahlversprechen nicht ein. ...


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Textaris(txt*bot)

#7
Quote[...] Die US-Regierung will es Ausländern nach Angaben von Präsident Donald Trump ermöglichen, ein als ,,Gold Card" bezeichnetes Visum für unbegrenztes Aufenthaltsrecht in den Vereinigten Staaten zu erwerben. Der Erwerb dieses Visums könnte Trump zufolge fünf Millionen Dollar kosten. ,,Eine Menge Leute wollen in dieses Land, und sie sind in der Lage zu arbeiten und Arbeitsplätze zu schaffen und Unternehmen aufzubauen und Steuern zu zahlen, all solche Dinge", sagte der Republikaner im Weißen Haus.

Auf die Frage, ob das auch für russische Oligarchen gelte, antwortete Trump, das sei ,,wahrscheinlich" – er könne sich durchaus vorstellen, dass Oligarchen unter den Interessenten sind. Er kenne da ,,viele nette Leute".

Das Programm soll das bisherige Investorenvisum EB5 ersetzen und auch einen Weg zu permanenter Staatsbürgerschaft eröffnen, wie Trump sagte. Mit dem Geld, das über die Gold Card eingespielt werde, sollten die Staatsschulden reduziert werden.

Er setze darauf, dass über dieses Programm viele IT-Experten ins Land kommen, die Geld in den USA investieren werden, erklärte Trump. Tech-Firmen wie Apple und andere Unternehmen könnten so Top-Talente aus aller Welt ins Land bringen. Das Programm ziele auf wohlhabende Menschen wie auch auf solche mit besonderen Talenten, deren finanzstarke Gönner – seien es Unternehmen oder Einzelpersonen – ihnen das Visum bezahlen. (dpa)


Aus: "Fünf Millionen Dollar für ein Visum: Trump will Reiche mit ,,Gold Card" in die USA locken" (26.02.2025)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/internationales/funf-millionen-dollar-fur-ein-visum-trump-will-reiche-mit-gold-card-in-die-usa-locken-13276378.html

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""Gold Card" für Millionäre - und teure Arbeitsvisa" (21.09.2025)
Eine Million US-Dollar für einen dauerhaften Aufenthalt: Präsident Trumps "Gold Card" soll es ermöglichen. Auch Visa für ausländische Fachkräfte sollen künftig erheblich mehr kosten. Das dürfte vor allem die Tech-Branche treffen. ...
Trump behauptete dennoch, die Tech-Konzerne würden sicherlich "sehr glücklich" über die neue Regelung sein.
Regierungsangaben zufolge sind etwa zwei Drittel der über das H-1B-Programm vermittelten Stellen im Computer-Bereich angesiedelt. Arbeitgeber nutzen das Visum auch, um Ingenieure, Lehrkräfte und medizinisches Personal ins Land zu holen. Einige Verbündete Trumps kritisieren schon seit einiger Zeit, dass die Visa-Kategorie zweckentfremdet werde und US-amerikanischen Beschäftigten Jobs wegnehme. ...
https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/usa-visa-fachkraefte-beschraenkungen-100.html


Textaris(txt*bot)

Quote[...] 21 Mitarbeiter der US-Behörde Doge von Trump-Berater und Milliardär Elon Musk haben aus Protest gegen das Vorgehen ihres Arbeitgebers gekündigt. Sie weigerten sich, ihr technisches Know-how dafür anzuwenden, "zentrale Regierungssysteme zu kompromittieren, die sensiblen Daten von Amerikanern in Gefahr zu bringen oder kritische öffentliche Dienste auseinanderzunehmen", teilten die Ingenieure, Datenwissenschaftler und Produktmanager in einem Kündigungsschreiben mit.

"Wir haben geschworen, dem amerikanischen Volk zu dienen und unseren Eid auf die Verfassung durch präsidiale Regierungen hindurch aufrechtzuerhalten", hieß es in dem Schreiben, von dem eine Kopie der Nachrichtenagentur AP vorlag. "Doch ist es deutlich geworden, dass wir diesen Verpflichtungen nicht mehr länger nachkommen können."

In dem Schreiben warnten die ausgeschiedenen Angestellten, dass viele derjenigen, die von Musk mit der Verkleinerung des Regierungsapparats beauftragt worden seien, politische Ideologen seien. Diese hätten nicht die notwendigen Kenntnisse oder Erfahrungen.

Die Kündigungen sind ein Rückschlag für Musk und Präsident Donald Trump. Deren Vorhaben, die Belegschaft der Bundesbehörden zu reduzieren, stützt sich auf Technik. Sie wollen Tausende Staatsangestellte entlassen oder dazu zwingen, ihre Jobs aufzugeben.

Die Doge hat bereits beispiellose Schritte unternommen, um die weitgehende Auflösung der Entwicklungshilfebehörde USAID einzuleiten, indem sie 2200 Mitarbeiter der Behörde beurlaubte. Als das Doge-Team über das US-Finanzministerium Zugang zu Personal- und Finanzdaten von Millionen US-Bürgern erhielt, reagierten Kritiker alarmiert.

Die Idee für Doge hatte Musk in einem auf X übertragenen Gespräch mit Trump im Wahlkampf aufgebracht und bot auch direkt seine Mitarbeit an. "Ich würde das lieben", antwortete Trump. Musk hat seine eigenen Motive, um die Initiative voranzutreiben. Seine Firmen, darunter SpaceX und Tesla, verfügen über milliardenschwere Verträge mit der Regierung und sind im Visier staatlicher Regulierungsbehörden.

Quelle: ntv.de, jki/AP


Aus: "Doge-Mitarbeiter schmeißen aus Protest hin" (25.02.2025)
Quelle: https://www.n-tv.de/politik/Doge-Mitarbeiter-schmeissen-aus-Protest-hin-article25589604.html

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Quote[...] US-Präsident Donald Trump hat in den ersten Wochen seiner zweiten Amtszeit mehr Anordnungen erlassen als jeder seiner Vorgänger. Er feuert Beamte, verschärft die Migrationspolitik und lockert Umweltauflagen. Vieles spricht mittlerweile dafür, dass er einem festen Drehbuch folgt – dem umstrittenen ,,Project 2025", entworfen von der rechtskonservativen Denkfabrik Heritage Foundation. Das radikale Programm ist mehr als ein Leitfaden für die Regierung; es zielt darauf ab, den Staatsapparat radikal umzubauen und Trumps Macht auszuweiten. Fast zwei Drittel seiner bisherigen Erlasse sollen direkt oder teilweise aus dem ,,Project 2025" stammen, zeigt eine Analyse der US-amerikanischen Zeitschrift "Time" [https://time.com/7209901/donald-trump-executive-actions-project-2025/].

,,Project 2025" ist ein politischer Masterplan erzkonservativer Denkfabriken wie der Heritage Foundation. Ziel ist es, den Einfluss der Bundesregierung zu schwächen und die Macht des Präsidenten auszuweiten. Das 2023 veröffentlichte Programm beschreibt detailliert, wie eine republikanische Regierung in den ersten 180 Tagen weitreichende Veränderungen durchsetzen kann. Geplant sind unter anderem der Abbau der Bundesverwaltung, massive Deregulierung, eine härtere Migrationspolitik mit Massendeportationen, die Abschaffung von Diversitäts-Programmen und die verstärkte Förderung fossiler Brennstoffe.

Einer der führenden Köpfe hinter ,,Project 2025" ist Russell Vought [https://de.wikipedia.org/wiki/Russell_Vought]. Im Februar bestätigte der US-Senat ihn mit republikanischer Mehrheit als Leiter des Haushaltsbüros. Die Demokraten scheiterten mit dem Versuch, seine Ernennung zu verhindern, und warnten, er sei der gefährlichste aller von Trump nominierten Kandidaten.

Den rechten Vordenkern hinter ,,Project 2025" geht es um weit mehr als nur konservative Inhalte, sagt die US-amerikanische Politikwissenschaftlerin Laura Field. ,,Sie wollen Präsident Trump die Instrumente an die Hand geben, mit denen er in einigen Fällen die rechtlichen oder verfassungsrechtlichen Grenzen der Exekutive überwinden kann", erklärt sie. Erste Maßnahmen von Trump überschneiden sich in vielen Punkten mit dem Fahrplan des ,,Project 2025":

Ein zentrales Ziel von ,,Project 2025" ist der Umbau der Bundesverwaltung – ein Vorhaben, das Trump mit mehreren Dekreten vorantreibt. So reaktivierte er etwa die von Joe Biden blockierte ,,Schedule F"-Verordnung, die es erleichtert, Beamte in Bundesbehörden und Ministerien durch politische Angestellte zu ersetzen.
Trump setzte rund zwei Millionen Bundesbedienstete unter Druck, indem er ihnen eine Frist setzte, innerhalb derer sie gegen eine Abfindung freiwillig kündigen konnten. Laut Weißem Haus haben bereits 40.000 Beschäftigte das Angebot angenommen. Ein Bundesrichter hat diese Maßnahme aber vorerst gestoppt. Zusätzlich verhängte Trump einen Einstellungsstopp für Bundesbeamte, um die Verwaltung weiter zu verkleinern – auch eine Maßnahme, die das ,,Project 2025" empfiehlt.

30 Staatsanwälte wurden bereits entlassen, weil sie an den Ermittlungen zum Kapitolsturm am 6. Januar 2021 beteiligt waren – ebenso hochrangige FBI-Führungskräfte. Auch bei der Agentur für internationale Entwicklung (USAID) kam es zu Entlassungen, nachdem Sicherheitsbeamte Elon Musks Mitarbeitern den Zugang zu geheimen Bereichen verweigert hatten.
Der Tech-Milliardär, ein enger Verbündeter Trumps, gilt als ,,besonderer Regierungsangestellter". Auf Musks Vorschlag hin gründete die Regierung das ,,Department of Government Efficiency" (DOGE) – ein direkt dem Weißen Haus unterstelltes Gremium, das Bürokratie abbauen und Staatsausgaben senken soll.

Der Schutz der US-Grenze zählt zu den Prioritäten von ,,Project 2025". An der Südgrenze zu Mexiko soll Trumps Grenzmauer fertig gebaut und die Einwanderungsgesetze verschärft werden. Die Inhaftierung und Abschiebung illegal Eingereister sei von ,,entscheidender Bedeutung, wenn wir die Kontrolle über die Grenze zurückgewinnen" wollen, heißt es im Fahrplan.

Kurz nach Amtsantritt rief Trump den nationalen Notstand an der Südgrenze aus und ließ Truppen entsenden. Kein illegaler Migrant soll mehr über die Südgrenze in die USA gelangen – so das erklärte Ziel. Gleichzeitig verschärft Trump die Asylpolitik. Er plant unter anderem Massenabschiebungen und hat direkt nach Amtsantritt zehn Dekrete unterzeichnet, um die Migrationspolitik zu verschärfen. Dazu zählen Razzien zur Festnahme illegaler Migranten, die Abschaffung von Schutzorten für Migranten. Auch das entspricht der Strategie von ,,Project 2025".

Trumps Umwelt- und Energiepolitik folgt ebenfalls den Empfehlungen von ,,Project 2025", das Klimaschutzmaßnahmen entschieden ablehnt. Gleich am ersten Tag seiner zweiten Amtszeit ordnete Trump per Dekret an, die Energiegewinnung in Alaska auszuweiten und dort verstärkt Öl- und Gasbohrungen zu betreiben.

Trump zog die USA erneut aus dem Pariser Klimaabkommen zurück – ein zentraler Punkt der ,,Project 2025"-Agenda, die internationale Klimaziele als wirtschaftsschädlich einstuft. Zudem erklärte das Weiße Haus einen landesweiten Energie-Notstand. Das gibt dem Präsidenten Hebel in die Hand, um den Ausbau der fossilen Energien zu fördern.

,,Project 2025" setzt sich gegen Abtreibung, LGBTQ-Rechte und Maßnahmen zur Förderung der Gleichberechtigung ein. Trump folgt dieser Linie und hat per Dekret festgelegt, dass es nur zwei Geschlechter gibt – eine Maßnahme, die auch im Handbuch konkret empfohlen wird.
Außerdem beschloss Trump, Transgender-Athletinnen aus dem Frauensport auszuschließen. ,,Project 2025" fordert dies zwar nicht explizit, würde aber faktisch dazu führen, da es vorschlägt, Geschlecht ausschließlich biologisch zu definieren – womit Transgender-Athletinnen vom Frauensport ausgeschlossen wären. Außerdem hob Trump den Schutz für Transgender-Personen in der Armee wieder auf – ebenfalls ein Vorschlag aus dem Masterplan.

Eine rechtsgerichtete Gruppe, die von der Heritage Foundation, also der Denkfabrik hinter ,,Project 2025", finanziert wird, soll laut einem Bericht der britischen Zeitung ,,The Guardian" [https://www.theguardian.com/us-news/2025/feb/06/project-2025-federal-worker-blacklist] Listen von Regierungsangestellten erstellt haben. Ziel sei es, ,,linke Bürokraten" zu identifizieren, die angeblich die ,,America First"-Agenda" behindern. Betroffen sind vor allem schwarze Beamte im Gesundheitswesen, Mitarbeiter des Bildungsministeriums und Einwanderungsbeamte.
Trump ordnete die Abschaffung von Diversity-, Equity- und Inclusion-Programmen (DEI) in der Bundesverwaltung an – eine zentrale Empfehlung des ,,Project 2025". Diese Programme sollen sicherstellen, dass Menschen unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Behinderung gleiche Chancen im Berufsleben erhalten und strukturelle Diskriminierung abgebaut wird. Kritiker warnen, dass ohne DEI vor allem Frauen, ethnische Minderheiten und Menschen mit Behinderungen wieder größere Hürden beim Zugang zu Jobs und Bildungseinrichtungen haben könnten.

Trump ordnete den Austritt der USA aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) an. Obwohl ,,Project 2025" den Austritt aus der WHO nicht ausdrücklich empfiehlt, rät es den USA, die ,,blinde Unterstützung" für internationale Organisationen zu beenden. Auch dazu passt, dass Trump bestimmte Formen der Auslandshilfe gestoppt hat, mit der Begründung, dass viele internationale Hilfsprogramme nicht im Interesse der USA seien. Er will unter anderem die US-Behörde für internationale Entwicklung USAID auflösen.

Trump stößt bei der Umsetzung seiner Politik auf verschiedene rechtliche und institutionelle Grenzen. Seine Strategie, durch eine Flut von Dekreten und Provokationen die öffentliche Aufmerksamkeit zu dominieren – bekannt als ,,Flood the zone" –, hat zu zahlreichen rechtlichen Anfechtungen geführt. So haben beispielsweise Gewerkschaften Klagen gegen die Verletzung des Kündigungsschutzes für Bundesbeamte eingereicht.

Die Historikerin Annika Brockschmidt weist darauf hin, dass diese Klagen in den unteren Instanzen möglicherweise erfolgreich sein könnten, aber letztlich vor dem Obersten Gerichtshof landen dürften. Sie sagt: ,,Wir haben es hier mit einer Art administrativen Staatsstreich zu tun."
Dass viele der Anordnungen letztlich von Gerichten gestoppt werden könnten, sei einkalkuliert, meint der USA-Korrespondent der ARD, Ralf Borchard. ,,Erreicht Trump dann am Ende nur einen Teil, verkauft er auch das als Erfolg." Oder er führe es als Beweis für einen angeblich korrupten Rechtsstaat an, so Borchard.
In der Bevölkerung gibt es vielerorts Widerstand. In mehreren US-Städten wurde bereits gegen Trumps Politik, Elon Musk und seinem Department of Government Efficiency sowie ,,Project 2025" demonstriert.

Einige zentrale Forderungen aus ,,Project 2025" sind noch nicht umgesetzt, könnten aber bald folgen, sagen Experten. Viele davon dürften auf erhebliche rechtliche und politische Widerstände stoßen.

Trump hielt sich im Wahlkampf zur Abtreibungsfrage zurück. Er lobte die Aufhebung von Roe v. Wade, lehnte ein landesweites Verbot aber zunächst ab. Später deutete er Einschränkungen für späte Abtreibungen an, ohne eine Frist zu nennen. ,,Project 2025" geht weiter: Die Abtreibungspille Mifepriston soll verboten oder strenger reguliert werden. Falls das nicht reicht, könnte Trump das Comstock-Gesetz von 1873 nutzen, um den Versand von Abtreibungspillen ganz zu verbieten. Ob er diese Pläne umsetzt, bleibt offen.

Trump will das Bildungswesen in Zukunft grundlegend reformieren. Private Schulen und Homeschooling sollen gestärkt werden, Lehrer ihren Kündigungsschutz verlieren, und Eltern mehr Einfluss auf die Entlassung von Schulleitern erhalten. Zudem will er das unabhängige Akkreditierungssystem staatlich kontrollieren. Große Universitätsvermögen, besonders von Hochschulen mit Diversity-Programmen, sollen stärker besteuert werden. Die Einnahmen fließen in eine ,,wokeness-freie" Online-Universität. Viele dieser Pläne überschneiden sich mit ,,Project 2025", das ebenfalls stärkere Kontrolle über Hochschulen und höhere Steuern auf Universitätsvermögen fordert.

Trump setzt auf eine protektionistische Wirtschaftspolitik: Er erhebt neue Strafzölle gegen Mexiko und Kanada und hält an den China-Zöllen fest. ,,Project 2025" befürwortet diesen ,,America First"-Kurs, ohne direkt staatliche Einnahmen durch Zölle zu verlangen. Außerdem will Trump das Gesetz zu den 2017 beschlossenen Steuersenkungen, die vor allem Unternehmen und Spitzenverdienern zugutekommen, verlängern. Die Maßnahme ist ein zentrales Anliegen von ,,Project 2025".

,,Project 2025" will das Arbeitsrecht deutlich abschwächen: Überstunden sollen weniger vergütet, der Mindestlohn gelockert und der Arbeitsschutz für junge Beschäftigte reduziert werden. Plattformarbeiter wie Uber-Fahrer sollen einfacher als Selbstständige gelten, was ihren rechtlichen Schutz schwächt. Trump hat sich dazu noch nicht klar positioniert, doch ,,Project 2025" drängt zumindest auf eine rasche Umsetzung.


Aus: "Setzt Trump den radikalen Plan ,,Project 2025" um?" (10.02.2025)
Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/trump-project-2025-100.html


Textaris(txt*bot)

#10
"Lawrence: Trump humiliated again on the world stage by British PM Starmer after France's Macron" (MSNBC)
During Donald Trump's meeting and press conference with British Prime Minister Keir Starmer, MSNBC's Lawrence O'Donnell says that Trump was "humiliated by his own ignorance." Lawrence dissects both events and shares why he hopes the White House press corps took "performance notes" after The Independent's Andrew Feinberg and British journalist Robert Peston pressed Trump on his lies.
https://youtu.be/fiEYVJi7LzU


@lena-mariaglouis-charles7036
Narcissists believe their own lies to be the truth - and they can't ever be convinced otherwise.
And, they're unable to feel embarrassment and/or guilt.


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Quote[...] Wenn Donald Trump den ukrainischen Präsidenten trifft, sieht er nicht das Staatsoberhaupt eines Landes, das von Russland überfallen wurde. Er denkt an sein erstes Impeachment-Verfahren und an die "manipulierte" Wahl von 2020. Putin dagegen assoziiert er mit seinem Wahlsieg von 2016.

Es gibt ein paar Themen, auf die US-Präsident Donald Trump geradezu fixiert ist. Eines davon sind seine realen und vermeintlichen Wahlsiege. Unabhängig davon, ob der Anlass passend ist: Trump spricht immer wieder davon. Ein anderes Thema ist Russland. Beide Themen sind für ihn auf das Engste verbunden.

Auch beim fast 50-minütigen Auftritt mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Oval Office war es so. Normalerweise dauern solche Auftritte wenige Minuten, dann wird die Presse hinausgeschickt und das Gespräch beginnt. Dieses Mal lief es anders.

Etwa eine Viertelstunde nach Beginn der improvisierten Pressekonferenz stellte ein Journalist die liebedienerische Frage, ob Trump als Friedensstifter in die Geschichte eingehen wolle. Trump lobte die Frage und sagte, hätte er die Wahl nicht gewonnen, dann hätte aus dem Krieg in der Ukraine ein dritter Weltkrieg werden können.

"Und, übrigens: Wir haben mit deutlichem Vorsprung gewonnen", fügte er hinzu. Er habe die Wahl mit einem Vorsprung von "Millionen und Millionen" Stimmen gewonnen. "Wir haben alles gewonnen, die Bezirke. Schauen Sie sich die roten Bereiche an, sehen Sie sich eine Karte an, das war ein großes Mandat." Rot ist die Farbe der Republikaner. Trump hat bei der Wahl knapp 2,3 Millionen Stimmen mehr bekommen als die Demokratin Kamala Harris.

Zu diesem Zeitpunkt war die Atmosphäre noch vergleichsweise ruhig. Spannung kam allerdings schon jetzt hinein, weil Selenskyj mehrfach darauf hinwies, dass die Ukraine bei einem Waffenstillstand Sicherheitsgarantien brauche. Auch von den Journalisten kam die Frage immer wieder: Warum sollte Russland einen Waffenstillstand einhalten? Schließlich hat der russische Präsident Wladimir Putin schon häufig gezeigt, was er von Abkommen hält.

"Ich will nicht über Sicherheit reden, denn ich will den Deal hinkriegen", sagte Trump dazu lediglich. "Ich kümmere mich nicht um Sicherheit. Ich kümmere mich darum, den Deal hinzukriegen." Aus Trumps Sicht braucht die Ukraine ohnehin keine Sicherheitsgarantien: "Ich glaube nicht, dass man viel Sicherheit brauchen wird. Ich denke, wenn dieser Deal abgeschlossen ist, ist es vorbei. Russland wird nicht zurückkommen wollen."

Dreizehn Minuten später, nach einer weiteren Frage nach Sicherheitsgarantien, sagte Trump, er kenne den russischen Präsidenten seit Jahren. "Er musste unter dem Russland-Schwindel leiden. Sie wissen, 'Russland, Russland, Russland' war ein Schwindel, das war alles Biden. Es hatte nichts mit ihm [Putin] zu tun. Also, er musste das ertragen und er hat das auch geschafft."

Auch wenn Trump hier seinen Vorgänger Joe Biden erwähnt: Wenn er "Russland, Russland, Russland" sagt, dann meint er die Präsidentschaftswahl von 2016 - jene Wahl, die er gegen die Demokratin Hillary Clinton gewann. Bereits im damaligen Wahlkampf hatten Vertreter des Trump-Wahlkampfteams Kontakte zu Russen, von denen sie sich Hilfe versprachen - unter anderem am 9. Juni 2016 im Trump Tower, wo Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und andere sich mit einer russischen Anwältin trafen. Von ihr erhofften sie sich Informationen über Clinton, die ihnen im Wahlkampf helfen würden.

Nach der Wahl kamen die US-Geheimdienste zu dem Schluss, dass Russland versucht habe, Einfluss auf die Wahl zu nehmen, etwa durch den Einsatz von Trollfarmen, aber auch durch geleakte E-Mails aus Clintons Umfeld, die kurz vor der Wahl bekannt wurden. Der ehemalige FBI-Direktor Robert Mueller schrieb 2019 in einem Bericht, Russlands Einflussnahme auf die Wahl sei "umfassend und systematisch" gewesen.

Aber Trump sprach im Oval Office nicht nur von den Wahlen von 2016 und 2024, sondern auch von 2020. Anlass war die Frage einer Journalistin gegen Ende der Veranstaltung, als Trump und sein Vize J.D. Vance sich schon Wortgefechte mit Selenskyj geliefert hatten. Die Reporterin kam erneut auf das Thema der Sicherheitsgarantien zu sprechen: Was passiere, wenn Russland den geplanten Waffenstillstand breche?

 Trump wurde nun noch wütender, als er zu diesem Zeitpunkt bereits war: "Was wenn sie... Was wäre wenn?! Was, wenn Ihnen jetzt gleich eine Bombe auf den Kopf fällt?"

Frühere Waffenstillstände seien von den Russen gebrochen worden, weil sie Joe Biden und Barack Obama nicht respektiert hätten, sagte Trump. "Sie haben ihn [den Waffenstillstand] mit Biden gebrochen, weil Biden - sie hatten keinen Respekt vor ihm. Sie hatten keinen Respekt vor Obama. Sie respektieren mich. Lassen Sie mich Ihnen sagen, Putin hat verdammt viel mit mir durchgemacht. Er hat eine verlogene Hexenjagd durchgemacht, bei der sie ihn benutzt haben, und 'Russland, Russland, Russland, Russland'."

Jetzt war Trump in Fahrt. "Das war ein verlogener Hunter-Biden-Joe-Biden-Betrug", sagte er. "Es war ein Demokraten-Betrug, und er musste das durchmachen, und er hat es durchgemacht, und wir sind nicht in einen Krieg geraten, und er hat es durchgemacht. Ihm wurde all dieses Zeug vorgeworfen. Er hatte nichts damit zu tun." Auch den "Laptop aus der Hölle" und "die 51 Agenten" brachte Trump in seinem Stakkato der Empörung unter.

Der "Laptop aus der Hölle", wie Trump ihn nennt, ist zentraler Bestandteil einer Verschwörungstheorie, die Trump seit Jahren verbreitet. Zentraler Aufhänger sind Geschäfte, die Joe Bidens Sohn Hunter Biden mit ukrainischen Oligarchen gemacht hat. Trump behauptet, Joe Biden habe als Vizepräsident dafür gesorgt, dass ein ukrainischer Generalstaatsanwalt gefeuert wurde, der wegen dieser Geschäfte gegen Hunter Biden ermittelte.

Der "Laptop aus der Hölle" sollte Trump helfen, die Präsidentschaftswahl gegen Biden zu gewinnen. Bis heute behauptet Trump, er sei damals der wahre Wahlsieger gewesen, die Wahl sei "manipuliert" worden. Trump nutzte diese Geschichte im Wahlkampf 2020, um nachzuweisen, dass Biden sogar noch korrupter sei als Clinton. Im Oktober 2020, also wiederum kurz vor der Wahl, kam ihm dabei das Revolverblatt "New York Post" zu Hilfe. Dieses meldete, ein Laptop von Hunter Biden sei aufgetaucht, auf dem sich Mails fänden, die die Vorwürfe belegten.

Der Laptop war tatsächlich echt, auch wenn er unter ziemlich dubiosen Umständen aufgetaucht war. Nach dem Artikel der "New York Post" schrieben ehemalige hochrangige Geheimdienstmitarbeiter in einem offenen Brief, der Vorfall habe "alle klassischen Merkmale einer russischen Informationsoperation" - dies sind die von Trump erwähnten "51 Agenten". Erhärtet wurden die Vorwürfe nie: Es gibt keine Anhaltspunkte, dass Joe Biden etwas Anrüchiges gemacht hat. Sein Sohn wurde zwar wegen Steuerhinterziehung verurteilt, nicht aber wegen Korruption in der Ukraine. Am letzten Tag seiner Amtszeit begnadigte Biden seine gesamte Familie dann präventiv. Er fürchte "unbegründete und politisch motivierte Ermittlungen", teilte er mit.

Aus alldem folgt: Für Trump ist Putin ein Leidensgenosse, einer, der wie er unfair verfolgt wurde. Selenskyj dagegen ist in Trumps Augen nicht der Staatschef eines Landes, das von Russland überfallen wurde. Wenn Trump Selenskyj sieht, dann denkt er an 2020 und die "manipulierte" Präsidentschaftswahl.

Selenskyj ist zudem ganz unmittelbar, wenn auch ohne eigenes Zutun, in die Geschichte verstrickt. Im Juli 2019 - Selenskyj war zu diesem Zeitpunkt erst ein paar Monate im Amt - hielt Trump ein knapp 400 Millionen Dollar schweres Paket mit militärischer Hilfe für die Ukraine zurück. Kurz darauf bat er Selenskyj in einem Telefonat, Untersuchungen gegen Joe und Hunter Biden zu starten. "I would like you to do us a favor though", mit diesen berüchtigt gewordenen Worten leitete Trump das Thema ein: "Ich möchte aber, dass Sie uns einen Gefallen tun." Das Wörtchen "aber" macht deutlich, dass Trump eine Gegenleistung für die Lieferung von Javelin-Panzerabwehrwaffen erwartete. Er wollte Beweise für seine Verschwörungstheorie haben, die Selenskyj ihm allerdings nicht lieferte.

Der Aufschrei war groß, als das Telefonat bekannt wurde: Es sah so aus, als habe der Präsident sein Amt missbraucht. Wenige Monate später starteten die Demokraten das erste Amtsenthebungsverfahren gegen Trump, das die Republikaner im Februar 2020 mit ihrer Mehrheit im Senat niederschlugen. Trump dürfte das nicht vergessen haben. Für ihn ist Selenskyj ein Ausgangspunkt von ungerechtfertigten Attacken.

Auch die Javelins fanden einen Platz in seinem Wutanfall. Obama habe der Ukraine nur Decken gegeben, "und ich gab euch Javelins". Drei Mal sagte Trump das. Auch dieser Vorwurf gegen Obama ist alt und unzutreffend. Bereits unter Obama gab es Militärhilfe an das 2014 von Russland attackierte Land, darunter gepanzerte Fahrzeuge. Waffen gab es damals allerdings noch nicht.

Unmittelbar nach seinem Wutanfall brach Trump die Fragerunde ab, die Journalisten wurden rausgeschickt. Die Unterzeichnung des geplanten Rohstoff-Abkommens fand nicht mehr statt, das ursprünglich geplante gemeinsame Mittagessen wurde von Trump und seinen Leuten allein verspeist; ein klärendes Gespräch mit Selenskyj lehnte Trump ab. US-Medien zufolge wurde der ukrainische Präsident faktisch aus dem Weißen Haus geworfen.

Quelle: ntv.de


Aus: "Trump denkt wirklich, er habe mit Putin etwas "durchgemacht"" Hubertus Volmer (02.03.2025)
Quelle: https://www.n-tv.de/politik/Trump-denkt-wirklich-er-habe-mit-Putin-etwas-durchgemacht-article25599507.html

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Quote[...] US-Präsident Donald Trump hat seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj damit gedroht, die Unterstützung für die Ukraine einzustellen, sollte es nicht zu einer Einigung mit Russlands Präsident Wladimir Putin kommen. "Sie werden entweder einen Deal machen oder wir sind raus", sagte Trump bei einem Treffen mit Selenskyj.

Der ukrainische Präsident verließ das Weiße Haus früher als vorgesehen. Trump warf ihm daraufhin vor, nicht bereit zu einem Frieden unter Beteiligung der USA zu sein. Selenskyj habe sich respektlos gegenüber den USA und dem Oval Office im Weißen Haus gezeigt, schrieb Trump auf seinem Dienst Truth Social. "Er kann wiederkommen, wenn er bereit zu einem Frieden ist." Das geplante Rohstoffabkommen wurde nach Angaben des Weißen Hauses bei dem Treffen nicht unterzeichnet.

Zuvor hatte es eine hitzige Debatte gegeben. Der US-Präsident unterbrach Selenskyj immer wieder, während dieser versuchte, etwas zu erwidern. Stellenweise entwickelten sich heftige Wortgefechte. Trump warf Selenskyj vor, einen dritten Weltkrieg zu riskieren. "Sie setzen das Leben von Millionen von Menschen aufs Spiel", sagte er.

Vor dem Treffen hatte der US-Präsident angekündigt, eine Wirtschaftsvereinbarung zwischen beiden Ländern werde in Kürze unterzeichnet. Als Selenskyj erneut um amerikanische Sicherheitsgarantien bat, wurde er dafür von Trump und dessen Vizepräsident J. D. Vance vor laufenden Kameras heftig kritisiert. Es sei respektlos von Selenskyj, auf Sicherheitszusagen der USA zu drängen, sagte Trump. 

Trump warf Selenskyj zudem vor, er sei "überhaupt nicht dankbar". Es werde schwer sein, "auf diese Weise ins Geschäft zu kommen".

Der ukrainische Präsident forderte Trump auf, "keine Kompromisse mit einem Killer" einzugehen. Selenskyj nahm dabei Bezug auf das russische Staatsoberhaupt Putin. Trump entgegnete, er sei nicht auf einer Linie mit Putin, sondern mit den USA und dem Wohlergehen der Welt.

Bei dem Treffen sollten Selenskyj und Trump ein Rohstoffabkommen zur gemeinsamen Nutzung von Bodenschätzen in der Ukraine unterzeichnen. Trump sagte, das Abkommen sei "sehr fair". Über den Inhalt der Vereinbarung ist bisher wenig bekannt – die von Selenskyj geforderten Sicherheitsgarantien der USA scheinen darin jedoch nicht enthalten zu sein.


Aus: "Abkommen zwischen USA und Ukraine nach Eklat nicht unterzeichnet" (28. Februar 2025)
Quelle: https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-02/wolodymyr-selenskyj-donald-trump-usa-besuch

QuoteThe Healer

Ich bin irgendwie fassungslos!

Bis jetzt bin ich davon ausgegangen, das hinter verschlossenen Türen in der Politik Klartext gesprochen wird. Was diese Nummer jetzt sollte, ist mir komplett schleierhaft. Ist der Trump so ein großer Putinfan, das er Selenski auf offener Bühne demütigen musste? Oder ist der Trump nachtragend, weil Silenski nicht gegen Biden ermitteln wollte? Oder sind Trump&Vance komplett irre? Oder wird hier eine Tür aufgestoßen, die wir noch nicht kennen? (Bodenschätze gegen Waffen Ukraine, Grönland gegen Schutz in NATO?)


Quoteichglaubesnicht

The Atlantic legt im einzelnen dar, dass dieses Gespäch arrangiert war. Trump hat mit Hilfe von Vance aktiver Unterstützung vorausgeplant was gesagt werden muss um einen Eklat zu provozieren. Es ging demnach nicht um das Gespräch, sondern darum, für die amerikanische Öffentlichkeit eine Story zu erfinden, die nun zur Legitimation des Bruchs der USA mit der Ukraine führen soll.

Egal was Selensky sagte, wird der Dissens nun als Auslöser instrumentalisiert, um die Ukraine fallen zu lassen.


QuoteKarl Gnau

Auch Thomas Jäger, Professor für Internationale Politik und Außenpolitik an der Universität Köln, hält diesen Auftritt von Trump und Vance für eine genau geplante Falle, eine gescriptete Eskalation:

Jäger: Selenskyj ist in eine Falle gelaufen - "Da ist ein Manuskript abgespielt worden"
28.02.2025  #ntv #Nachrichten
https://www.youtube.com/watch?v=O-eDejb4ha0

Gibt es eine ungekürzte Video-Fassung dieses Auftritts vor der internationalen Presse?
Womöglich auch schon ein Transkript auf Englisch und eine Übersetzung ins Deutsche?
Und einen Überblick über Reaktionen in den US-Medien und Umfragen in der US-Öffentlichkeit dazu?


...

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Quote[...]  ,,Die Masken sind gefallen, es gibt keine Illusionen mehr": Wie internationale Medien den Streit in Washington kommentieren

Nach dem öffentlich ausgetragenen Zerwürfnis halten sowohl US-Präsident Donald Trump als auch sein ukrainischer Amtskollege Wolodymyr Selenskyj an ihren Standpunkten fest.

Der beispiellose Eklat bei ihrem Treffen im Weißen Haus könnte schwerwiegende Konsequenzen für die von Russland angegriffene Ukraine haben und die Hoffnung auf eine baldige Friedenslösung weiter schwinden lassen. Die Meinungen der internationalen Medien lesen Sie hier im Überblick:


,,Kyiv Independent" (Ukraine)

,,Lassen Sie das sacken. Der Präsident einer kriegsgebeutelten Ukraine, ein Verbündeter der USA, ist zum ersten Staatsführer der Geschichte geworden, der aus dem Weißen Haus geworfen wurde. Kein Diktator, kein in Ungnade gefallener Politiker - der Präsident der Ukraine, eines Landes, das unter der schlimmsten Invasion des 21. Jahrhunderts leidet. Das Land, dem die US-Regierung geschworen hat, Frieden zu bringen.

In einem hässlichen Schlagabtausch haben der Präsident und sein Vizepräsident gemeinsam Selenskyj eine Rüge dafür erteilt, ,,nicht dankbar" genug zu sein für die Hilfe zugunsten der Ukraine. (...) Aber es scheint, dass Dankbarkeit gegenüber dem amerikanischen Volk gar nicht das ist, worauf Trump und Vance aus waren. Sie wollten, dass er um Gnade winselt und vor Trump auf die Knie fällt. Den Ring küsst."


,,Corriere della Sera" (Italien)

,,Diese Runde hat nur einen Gewinner: Putin. Der verbale Schlagabtausch und die ,,Entlassung" von Selenskyj aus dem Weißen Haus. Der gescheiterte Mineralien-Deal. Die Absage der Pressekonferenz. Es hätte nicht schlimmer kommen können. Die Ukraine läuft Gefahr, ihren wichtigsten, unersetzlichen Verbündeten zu verlieren. Europa sieht seine schlimmsten Befürchtungen wahr werden: Allianzen sind für Trump austauschbar. Nachdem er Kiew seinem Schicksal überlassen hat, ist nun die atlantische Achse an der Reihe?

Selenskyj ist kein Heiliger, er hat Fehler gemacht. Jedes Land hat das Recht zu hinterfragen, ob er die Hilfsgelder gut ausgegeben hat. Aber Trumps Umgang mit ihm ist betäubend, nicht zuletzt, weil er nach einer Prozession europäischer Staats- und Regierungschefs ins Weiße Haus kam. Sie alle flehten Trump an, der Ukraine eine Sicherheitsgarantie zu geben, und versuchten auf verschiedene Weise, ihn an die NATO zu binden. Das Ergebnis ihrer Bitten ist, nach dem großen Finale vom Freitag zu urteilen, ein Fiasko für die Ukraine."


,,El País" (Spanien)

,,Der Schlagabtausch von Wolodymyr Selenskyj mit Donald Trump und J. D. Vance im Oval Office des Weißen Hauses, live und vor Journalisten, ist das beeindruckende Symbol für das Ende einer Ära. Es handelt sich um die brutale Bestätigung des abrupten Kurswechsels der USA, sowohl inhaltlich als auch in der Form, im Vergleich zu den vergangenen 80 Jahren.

Die Bedeutung ist klar. Wir erleben nicht nur eine amerikanische Abkehr von Europa, eine Kluft bei den Interessen und Werten. Die Europäer sind mit der Bereitschaft der USA konfrontiert, uns im Einvernehmen mit anderen imperialistischen Mächten großen Schaden zuzufügen. (...) Es ist eine willkürliche imperialistische Macht, die Unterwerfung, Huldigung und die Akzeptanz ausbeuterischer Praktiken fordert. Eine, die mit Russland, Weißrussland und Nordkorea in der UNO stimmt. Das ist es, was hinter dem Austausch im Oval Office steckt."


,,Gazeta Wyborcza" (Polen)

,,(US-Präsident Donald) Trump hat verloren, weil er den Streit beim Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten überhaupt zugelassen hat. Er hat gezeigt, dass er entgegen seinen Versprechen nicht in der Lage ist, Frieden zu schaffen. Nicht in einem Monat, nicht in sechs Monaten, sondern überhaupt nicht.

Ein Vermittler muss fair und unparteiisch sein. Trump und sein Vize J.D. Vance haben sich im Oval Office nicht wie Staatsmänner, sondern wie Mafiabosse verhalten. Sie waren nur daran interessiert, die ukrainischen Ressourcen zu plündern. Wie unterscheidet sich dies - eher in der allgemeinen Philosophie als in der Praxis - vom russischen Vorgehen gegenüber der Ukraine? Es ist klar, auf wessen Seite der US-Präsident steht. Die Masken sind gefallen, es gibt keine Illusionen mehr.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wurde zum Helden der zivilisierten Welt, als er vor drei Jahren in Kiew blieb, obwohl die russischen Truppen sich näherten. In der Zwischenzeit ist sein Stern verblasst. Indem er jetzt der US-Mafia die Stirn bot, ist er erneut zum Helden geworden."


,,The Telegraph" (Großbritannien)

,,Das westliche Bündnis scheint auf der Kippe zu stehen. Was eigentlich eine Versöhnung zwischen Präsident Donald Trump, Vizepräsident J.D. Vance und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hätte sein sollen, endete in einem heftigen Wortwechsel im Oval Office, bei dem die Amerikaner Selenskyj vor der Weltöffentlichkeit beschimpften. Es war eine erschreckende Szene, die jeden in Großbritannien und Europa beunruhigt haben dürfte, der um die Sicherheit des Kontinents besorgt ist.

Eine derartige Zurschaustellung von Aggression durch das Weiße Haus gegenüber einem westlich orientierten Staatsoberhaupt, geschweige denn gegenüber einem Verbündeten, der sich in einem existenziellen militärischen Kampf befindet, ist beispiellos. Trump und Vance waren zweifellos im Unrecht - sachlich, geopolitisch und moralisch. Die Art und Weise, wie sie ihre Argumente vortrugen, hat die Brüche in der westlichen Koalition deutlich gemacht und Wladimir Putin einen Propagandasieg beschert."


,,De Telegraaf" (Niederlande):

,,Der ukrainische Präsident war ungewöhnlich konfrontativ und erklärte den Amerikanern, dass sie Moskau zu viel Vertrauen schenken würden und Präsident Wladimir Putin seine Versprechen schon oft gebrochen habe. Die Kritik kam schlecht an. Trump drohte sogar damit, sich ganz aus dem Friedensdialog zurückzuziehen. (...)

Wolodymyr Selenskyj macht mit seiner Haltung und seinen Vorwürfen offenbar mehr kaputt, als der britische Premierminister Keir Starmer und der französische Präsident Emmanuel Macron Anfang der Woche aufzubauen versucht haben. Es ist unklar, welche Folgen dieses Gezeter für die Sicherheitsgarantien haben wird, die die Ukraine zu erhalten hofft."

 ,,Washington Post" (USA):

Die ,,Washington Post" schrieb in einem Kommentar: ,,Donald Trump klang am Freitag eher wie Don Corleone (der Mafia-Boss aus ,,Der Pate") als wie ein US-amerikanischer Präsident. (...) Verbündete weniger freundlich zu behandeln als Gegner, zeugt von Naivität gegenüber der Bedrohung, die ein revanchistisches Russland für die westliche Welt, einschließlich der Nato, darstellt. (...) Trump verhält sich so, als sei er eher auf der Seite des autoritären Aggressors als auf der Seite des demokratischen Opfers. (...)

Bedauerlicherweise nahm Selenskyj den Köder auf und wurde energisch. (...) Dennoch hat Selenskyj recht, dass Amerika es bereuen könnte, die Waage zu Putins Gunsten geneigt zu haben. Wie gut gemeint sein Diskutieren auch gewesen sein mag, hat es aber seine Verhandlungsposition untergraben.

Trump seinerseits sollte das große Ganze erkennen. Wenn er den Dritten Weltkrieg vermeiden will, sollte er die Lektionen des Zweiten Weltkriegs beherzigen. Diktatoren zu beschwichtigen, funktioniert nicht. (...) Der US-Präsident sollte versuchen, Putin gegenüber so unhöflich zu sein, wie er es am Freitag gegenüber Selenskyj war."


,,Wall Street Journal" (USA):

Das konservative ,,Wall Street Journal" titelte einen Kommentar mit ,,Putin gewinnt das Trump-Selenskyj Spektakel im Oval Office". Darin heißt es:

,,Warum hat der Vizepräsident versucht, einen öffentlichen Streit zu provozieren? (...) Vance tadelte Selenskyj, als wäre er ein Kind, das zu spät zum Essen kommt. (...) Dies war nicht das Verhalten eines Möchtegern-Staatsmannes.

Selenskyj wäre klüger gewesen, die Spannungen zu entschärfen, indem er sich erneut bei den USA bedankt und sich Trump unterordnet. Es hat wenig Sinn, vor Trump die Überlieferung zu korrigieren, wenn man ihn gleichzeitig um Hilfe bittet. Aber wie schon den Krieg hat Selenskyj diesen Austausch im Oval Office nicht begonnen. Sollte er eine ausgedehnte öffentliche Verunglimpfung des ukrainischen Volkes dulden, das seit drei Jahren einen Krieg ums Überleben führt? (...)

In Sachen Ukraine ist es im Interesse der USA, das imperiale Projekt Putins zu stoppen, ein verlorenes Sowjetimperium wieder aufzubauen, ohne dass US-Soldaten jemals einen Schuss abfeuern müssen. Dieses Kerninteresse hat sich nicht geändert, aber die Ukraine vor der ganzen Welt zu maßregeln, wird es schwieriger machen, es zu erreichen."


,,New York Times" (USA):

Die ,,New York Times" titelte einen Bericht: ,,Trump maßregelt Selenskyj in feurigem Austausch im Weißen Haus". Die Zeitung schrieb:

,,Die Beziehungen der Vereinigten Staaten zur Ukraine entluden sich am Freitag in einem Sturm der Bitterkeit, als Präsident Trump und Vizepräsident J.D. Vance den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Zelenski in einem explosiven, im Fernsehen übertragenen Schlagabtausch im Oval Office maßregelten und einen Besuch, der der Koordinierung eines Friedensplans dienen sollte, abrupt abbrachen.

In einer feurigen öffentlichen Konfrontation, wie es sie zwischen einem US-amerikanischen Präsidenten und einem ausländischen Staatsoberhaupt in der Neuzeit noch nie gegeben hat, geißelten Trump und Vance Selenskyj dafür, dass er für die Unterstützung der USA im Krieg der Ukraine mit Russland nicht dankbar genug sei, und versuchten, ihn zu einem Friedensabkommen zu den von den Amerikanern diktierten Bedingungen zu zwingen."

Fox News (USA):

In einem Bericht des Trump-nahen Nachrichtensenders Fox News hieß es: ,,Die Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine kamen am Freitag jäh zum Erliegen, nachdem sich bei einem Treffen zwischen Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Oval Office der Zorn entlud.

Die Welt fragt sich nun, wie es mit den Verhandlungen weitergeht und ob die beiden Staatsoberhäupter ihre Beziehungen so weit verbessern können, dass die USA den Frieden vermitteln können. Einige sagen, Europa müsse sich einschalten, um die Feindseligkeiten zu beenden, während andere meinen, Selenskyj müsse entweder Schadensbegrenzung betreiben oder zurücktreten."


,,NZZ" (Schweiz):

,,Trumps Tiraden führten den Europäern nun nochmals deutlich vor Augen, wo der amerikanische Präsident und seine Regierung wirklich stehen. Offenkundig hegt Trump mehr Sympathien für den russischen Diktator und seine Geschichtsklitterung als für eine unabhängige Ukraine.

Im Gegensatz zu seiner ersten Amtszeit ist er mit dieser Weltsicht nicht mehr alleine im Weißen Haus. Vizepräsident Vance hat bereits früher erwähnt, dass ihm das Schicksal der Ukraine egal sei. Wenn die Europäer wirklich einen stabilen Frieden in der Ukraine wollen, müssen sie vermutlich selbst die Führungsrolle übernehmen, ohne auf eine amerikanische ,,Rückversicherung" hoffen zu können.

Bereits vor der Eskalation im Oval Office schien klar, dass Trump in den Verhandlungen eine zweifelhafte Strategie verfolgt. Während er der Ukraine das Messer an den Hals setzte, hat er von Russland bisher keinerlei Konzessionen für einen Frieden gefordert." (Mit dpa und AFP)


Aus: ",,Die Masken sind gefallen, es gibt keine Illusionen mehr"" (01.03.2025)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/internationales/die-masken-sind-gefallen-es-gibt-keine-illusionen-mehr-wie-internationale-medien-den-streit-in-washington-kommentieren-13296589.html

QuoteNanolina
01.03.25 12:28

Dieses schlimme Schauspiel erinnert mich an den Kosovo-Krieg 1999, als der serbische Präsident Milosevic den inhaftierten späteren Präsidenten des Kosovo Ibrahim Rugova im TV vorführte. Trump übernimmt den gleichen Politikstil wie dieser Verbrecher. ...


Quotevoiceecho
01.03.25 11:27

Der Auftritt von DT gestern war ein Drehbuch für einen sehr schlechten Film, schon am Eingang hat DT Selenskyj wie ein Kind behandelt und sich über seine Kleidung lustig gemacht, dann ging es weiter mit dem Reporter, der dieses völlig unwichtige Thema wurde angesprochen hat und dann zum völlig geplanten und einkalkulierten Eklats überzugehen! Die ganze Show erinnert an eine sehr schlechte Folge von ,,The Apperentice", wo Trump Menschen gefreut hat!
Trump zerstört sein zwei Monaten soviel Porzellan in den transatlantischen Beziehungen, kein Klebstoff in der Welt wird reichen und es wieder zusammenkleben! Dies gilt auch für seine Beleidigungstiraden für andere Politiker im Inland, wo er gestern nebenbei seinen Vorgänger als Idioten bezeichnete!
Es ist sehr verwunderlich, dass in den USA weder von den Demokraten noch von den Republikanern einen ernsthaften Widerstand gegen diesen völlig aus dem Ruder gerat geratenen politischen Kurs geleistet wird, insbesondere weil Trump aufgrund der sehr schlechten Wirtschaftsindikatoren im den USA mehr als angreifbar ist, ihm ist gelungen, die ganze amerikanische Gesellschaft gleich zu schlagen! Verheerend für die Amerikaner und katastrophal für seinen Nachfolger und das nach zwei Monaten Amtszeit! ...


...

Quote[...] Der Fallout des Treffens zeigte sich vor allem in den sozialen Medien und im Programmplan der US-amerikanischen Nachrichtensender. Der republikanische Senator Lindsey Graham, der als Unterstützer der Ukraine gilt, sagte, er wisse nicht, ob die Beziehung zwischen der amerikanischen Bevölkerung und Selenskyj nach diesem Auftritt repariert werden könne.

,,Entweder muss er zurücktreten und jemanden schicken, mit dem wir Geschäfte machen können, oder er muss sich ändern", erklärte Graham.

Trumps Kabinettsmitglieder und ein Großteil der republikanischen Kongressabgeordneten vertraten eine ähnliche Meinung und lobten Trump und Vance dafür, die amerikanischen Interessen zu vertreten.

,,Danke [Präsident Trump], dass Sie sich auf eine Weise für Amerika eingesetzt haben, zu der noch kein Präsident zuvor den Mut hatte. Vielen Dank, dass Sie Amerika an die erste Stelle setzen. Amerika ist bei dir!", schrieb US-Außenminister Marco Rubio in einem Post auf X.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth postete nur ein kurzes: ,,Amen, Mr. Präsident". Und die republikanische Abgeordnet Nancy Mace, die immer wieder mit kontroversen Aussagen von sich reden macht, kommentierte die Situation mit den Worten, ,,Frieden durch Stärke live aus dem Oval Office".

Ganz anders war die Reaktion auf demokratischer Seite. Dort war der Tenor der, dass Trump und Vance ein peinliches Verhalten an den Tag gelegt hätten, damit Amerikas Ruf schädigten und Putin stärkten.

,,Die ungeheuerliche Darstellung heute Nachmittag von Präsident Trump und Vizepräsident Vance war eine Schande und geradezu unamerikanisch. Wieder einmal haben sie sich auf die Seite eines mörderischen Verbrechers, Putin, gestellt und gegen unsere demokratischen Verbündeten, die Ukraine", erklärte die demokratische Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Senat, Jeanne Shaheen.

Senator Chris Murphy erklärte, dass Amerika als globale Macht unter Trump gerade Adern lassen würde, weil sich die US-Regierung auf die Seite der ,,Diktatoren und nicht der Demokratie stellt".

Der Abgeordnete Chris Van Hollen fügte hinzu, dass Trump und Vances Verhalten ein ,,Verrat unserer Verbündeten" sei und das im Kreml die Champagnerkorken knallen würden. Senator Adam Schiff war vielleicht noch klarer: ,,Ein Held und ein Feigling treffen sich heute im Oval Office. Und wenn das Treffen vorbei ist, wird der Held in die Ukraine zurückkehren".

Die Bereitschaft in der US-Bevölkerung die Ukraine nach drei Jahren Krieg weiter mit Milliarden von Dollar zu unterstützen hat immer weiter abgenommen. MAGA-Anhänger und Influencer feierten daher die direkte Konfrontation zwischen Selenskyj und Trump, die in ihren Augen die US-amerikanischen Interessen vertritt.

Ex-Trump Berater Steve Bannon bezeichnete Selenskyj als einen ,,eingebildeten Punk", dem von Trump die Leviten gelesen wurden. Milliardär und Regierungsberater Elon Musk sagte, dass sich Selenskyj mit diesem Auftritt in den Augen des amerikanischen Volks ,,selbst zerstört hätte". Und der Gründer der konservativen Organisation Turning Point USA, Charlie Kirk, meinte, dass Trump und Vance genau das gesagt hätten, was Millionen von Amerikanern Selenskyj schon lange sagen wollten.

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Aus: "Treffen, versenkt!" Hansjürgen Mai (1.3.2025)
Quelle: https://taz.de/Krach-zwischen-Selenskyj-und-Trump/!6072970/

QuoteDeep South

Ja potzblitz. Trump wird von seinen Leuten für sein Verhalten gefeiert? Von Bannon, Rubio und Co. Auf Fox News. Wer hätte das gedach? Vielleicht wärs noch interessant was Musk auf Twitter dazu schreibt oder wie grad Stimmung bei Breitbart ist.


QuoteTV

... Am tragischsten ist wohl das Kadergehorsam der Republikaner.


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Textaris(txt*bot)

Quote[...] Die USA brechen mit ihren westlichen Partnern und paktieren nun mit Russland. Denn Donald Trump und Wladimir Putin teilen dasselbe reaktionäre Weltbild. ...

Heute, wenige Wochen nach Donald Trumps Amtsantritt, ist die siegreiche westliche Wertegemeinschaft nur noch in Umrissen zu erkennen. Konservative, die im "woken Gesinnungsterror" jahrelang den Hauptfeind der Freiheit bekämpft hatten, schweigen laut: Es sind nicht die verhassten Gutmenschen oder postkolonialen Spinner, die die Axt ans System legen; es ist eine Doppelspitze aus Donald Trump und Elon Musk, die eine Cancel-Culture exekutiert, die das land of the free fundamental verändern wird. Das Duo entfesselt, so nannte es die Washington Post, einen "Blitzkrieg" gegen Behörden, feuert Tausende Angestellte und installiert Loyalisten in wichtigen Positionen. Die Massenabschiebungen von Migranten inszeniert sie als sadistisches Reality-TV, Zeitungen und Fernsehsender, die sich dem Milliardärsputsch widersetzen, sollen mundtot gemacht werden.

... Es hat lange gedauert, bis manch treuherzige Transatlantiker nach der Trump-Wahl den Ernst der Lage erkannten. Ein anderer war da schneller. Intuitiv hatte er begriffen, dass der neue US-Präsident achtzig Jahre westliche Politik beenden und eine neue Ära der Weltordnung einleiten will. Ab sofort, meinte er, fließe "die Strömung der Weltpolitik, der Mainstream, in eine andere Richtung (...). Vor unseren Augen formiert sich eine völlig neue Weltordnung, die der Vergangenheit, etwa dem Westfälischen oder dem Jalta-System, nicht gleicht." Wer's gesagt hat? Wladimir Putin.

... Mit der Wahl von Donald Trump trägt der Westen die Spaltung zwischen Freiheit und Unfreiheit in sich selbst aus. Der Antiwesten sitzt bereits im Weißen Haus und organisiert mit dem Kult der Entschlossenheit eine konservative Revolution: Mehrfach forderte Elon Musk deutsche Wähler dazu auf, die AfD zu wählen, und Vizepräsident J. D. Vance verlangt, Europa solle die Brandmauern nach rechts einreißen, was heißt: Er will mehr Konvergenz mit Putin-Freunden. Während Springer-Chef Mathias Döpfner seine Auslassungen als "inspirierend" empfand, brachte es die New York Times auf den Punkt: Vance' Position sei eine "Schande". Er habe das Brot mit jenen gebrochen, "die die demokratischen Ideale auslöschen wollen".

"Schande" meint die Anbiederung an die Faschosphäre, den programmatischen Verrat eigener Prinzipien. Es geht in Trumps Verhältnis zu Putin nicht um Männerfreundschaft, um klebrige Nähe zwischen Halbstarken, Frauenhelden und Drachentötern. Vielmehr teilen beide dasselbe reaktionäre Geschichtsbild, denselben abgebrühten Blick auf die Welt. Trump übt Verrat an der fast zweihundertfünfzig Jahre alten Tradition seines Landes, denn schließlich waren Amerikas Gründungsväter überzeugte Aufklärer und Universalisten. Ganz naiv glaubten sie an moralischen Fortschritt und die Selbstverbesserung der Menschheit. Zugegeben, dabei war abstoßende Heuchelei im Spiel, viele Gründungsväter waren Sklavenhalter und behandelten Menschen wie Waren. Trotzdem steht in der amerikanischen Verfassung: "All men are created equal."

Putin und Trump können sich darüber nur amüsieren. Sie verachten den Idealismus des achtzehnten Jahrhunderts, sie verlachen die Schwärmer und Weltverbesserer, die vom "ewigen Frieden" reden, vom friedlichen Wettstreit der Völker. Zu Beginn seiner Regierungszeit rühmte Putin noch den Giganten Immanuel Kant, ein paar Jahre später verteilte er Bücher des rechtsradikalen Philosophen Iwan Iljin über russische Macht und Herrlichkeit. Der Erzkapitalist Trump und der Klerikalfaschist Putin sind hier Brüder im Geiste, beide sind Mythologen der Macht, es sind Gegenaufklärer mit einer Sehnsucht nach Härte und Schwere. Nichts hassen sie mehr als das Schwache und Hinfällige, und begegnen sie einem liberalen Moralisten, wird ihnen übel, denn Moral ist der Feind grenzenloser Machtausübung. Deshalb drehen sie den Spieß um und beschimpfen den prinzipiengeleiteten Liberalismus als "totalitär".

Trump und Putin, und das macht sie bedrohlich, sind Nationalisten vom alten Schlag. Die Nation ist für sie der Fels in der Brandung, darüber ist nur der Himmel und sonst nichts – kein supranationales Recht, nichts, was der Willkürmacht des Souveräns Grenzen setzt und ihn normativ bindet. Für Trump und Putin sind Staaten Subjekte im Großformat, und diese kennen nur ein rechtmäßiges Ziel, nur die unbedingte Selbstbehauptung. Anders gesagt: Aus dem Sein eines Staates folgt für sie das Sollen seiner Machtausübung. Diesem gottgegebenen Egoismus dürfen keine Fesseln angelegt werden, und Putin leitet daraus sogar das natürliche Recht ab, Gewalt ausüben und Kriege führen zu dürfen. "Im Laufe der Jahrhunderte hat die Menschheit sich daran gewöhnt, dass Konflikte letztlich durch den Einsatz von Gewalt gelöst werden. Wer stärker ist, hat recht. Auch dieser Grundsatz gilt. Länder müssen ihre Interessen bewaffnet verteidigen, sie mit allen Mitteln behaupten", sagte der russische Präsident in einer Rede Ende des letzten Jahres.

"Mit allen Mitteln behaupten": Putins Sätze könnten ebenso gut aus dem Mund des Philosophen Alexander Dugin stammen, eines Vordenkers der russischen Staatsideologie. Auch Dugin ist Antihumanist; militärische Gewalt, Blut und Opfer sind für ihn natürliche Bestandteile des geschichtlichen Lebens, und weil Kriege als normales Werkzeug der Politik in zyklischen Abständen wiederkehren, seien "Bemühungen zu ihrer Abschaffung sinnlos". Und überhaupt: "Praktisch alle bekannten Staaten wurden mit dem Schwert geschaffen", schreibt er in seinem 2015 erschienenen Buch Konflikte der Zukunft. Schon der alte Heraklit habe die Wahrheit über das menschliche Zusammenleben erkannt: "Krieg ist der Vater aller Dinge, aller Dinge König. Die einen macht er zu Menschen, die anderen zu Göttern. Die einen zu Sklaven, die anderen zu Freien."

Wer heute immer noch dieser Auffassung ist, für den ist das internationale Recht bloß eine Erfindung von Schwächlingen. Dugin – und mit ihm vermutlich auch Putin – denkt tatsächlich so. In seinen Augen blockiert das internationale Recht die vitalen Energien der russischen Nation, es verhindert ihre Selbstverwirklichung und hemmt "den Lauf der lebendigen, unvorhersagbaren Geschichte". Darüber hinaus nimmt Dugin Anstoß daran, dass das internationale Recht auf einer Fiktion beruht und den Eindruck erweckt, als seien alle Staaten gleich. In Wirklichkeit herrsche unter den Staaten keine Gleichheit; es gebe Länder, die so schwach seien, dass sie nicht einmal den Überfall durch einen Nachbarn abwehren könnten.

Solche Aussicht auf imperiale Beinfreiheit wird auch die Herzen der US-Administration höher schlagen lassen. Schon jetzt führt sich der Vizepräsident J. D. Vance auf wie ein Schutzgelderpresser und macht Europa ein "Angebot", das es nicht ablehnen darf: Militärischen Beistand gibt es künftig nur, wenn auf dem Kontinent die vermeintlich gefährdete Redefreiheit wiederhergestellt wird. Auch sein Boss redet wie Al Capone; sollten die europäischen Staaten, meint Trump, nicht mehr Geld in die Nato-Kasse einzahlen, werde er Russland "dazu ermutigen", mit Europa "zu tun, was auch immer zur Hölle sie wollen". Trump, das steckt dahinter, will sich die "Versagerstaaten" vom Hals schaffen, die parasitären Trittbrettfahrer und Schnorrer, die die Vereinigten Staaten angeblich ausnutzen, weil sie zu schwach sind, um auf der freien Wildbahn allein klarzukommen. "Es ist Zeit, dass wir ein bisschen grob werden, Leute. Wir werden von praktisch jeder Nation der Welt ausgenutzt. Das wird nicht mehr passieren."

Überflüssig zu sagen: Wenn für Trump und Putin die Weltgeschichte ein Game of Thrones ist, ein ewiger Kampf unter Großen und Mächtigen, dann dürfen die Vereinten Nationen dabei nicht stören. ...

Keinen Zweifel gibt es daran, dass auch Donald Trump in seiner Einflusssphäre frei schalten und walten will. Er betrachtet sie als unregulierten Immobilienmarkt, der dafür da ist, zerlegt zu werden, und so schnappt er sich, was er gerade kriegen kann, die Filetstücke zuerst. Beim Panamakanal meldet Trump Eigenbedarf an, Grönland hat er so gut wie in der Tasche und Kanada, findet er, müsse dringend in die Vereinigten Staaten eingegliedert werden.

Sicher: Im Gegensatz zu Putin hat Trump bis dato keine grausamen Eroberungskriege geführt. Doch verspüren beide nicht nur eine imperiale Nähe in der Frage des globalen Rechts, sondern auch in der Frage der Moral: Im Wettstreit der Mächte habe sie nichts zu suchen. Die Großen sind groß, weil sie stark sind, und eine Macht ist im Recht, weil sie mächtig ist. Dass Mächte Grenzen überschreiten, ist notwendiger Teil ihres Mächtigseins, was Humanisten zwar beklagen, nicht aber ändern könnten. Das erklärt, warum Trump sich weigert, Russland die Schuld am Ukrainekrieg zu geben; es war für ihn vielmehr die Ukraine, die Putin durch Schwäche provoziert und seine Kreise gestört hat. Und anstatt rechtzeitig einen Deal abzuschließen, habe sich Selenskyj widersetzt und als "Diktator" viele Menschenleben geopfert. Dieses Denken gipfelte am Freitag in einem unwürdigen Schauspiel im Weißen Haus. Trump und Vance demütigten Selenskyj vor laufenden Kameras, indem sie ihn beschimpften und im Stile eines Schauprozesses zu zwingen versuchten, die eigene Verleumdung auch noch dankbar zu wiederholen.

Man sieht, im nihilistischen Universum des Donald Trump gibt es keine Verbrecher, nur rechtmäßig Herrschende, und so ist es durchaus denkbar, dass er sich mit Putin und Xi Jinping wie mit guten alten Kumpeln an einen Tisch setzt und die Welt neu ordnet. Jeder repräsentiert eine legitime, in sich abgeschlossene kulturelle Werteordnung, die – wie brutal sie auch ausgeübt wird – einer moralischen oder rechtlichen Bewertung ("Menschenrechte!") entzogen ist. Für diese Auffassung könnte er sich sogar auf Carl Schmitt berufen. Der NS-Staatsrechtler forderte nach dem Zweiten Weltkrieg eine pluralistische Weltordnung, die die "Koexistenz mehrerer politischer Größen" ermöglicht, die "sich gegenseitig nicht als Verbrecher, sondern als Träger autonomer Ordnungen betrachten" sollen.

Denkt man die Konvergenztheorie unter heutigen Bedingungen zu Ende, müsste man in tiefe Resignation verfallen. Demnach werden Gesellschaften, die dem Außendruck der Globalisierung unterliegen, sich alle in dieselbe Richtung entwickeln und in Autokratien verwandeln. Den Bürgern bliebe nur die Rolle des ohnmächtigen Zuschauers, der – wie in der Antike – zwischen Schaudern und Entzücken dem Kampf der Götter ausgeliefert ist. Es war der Soziologe Max Weber, der vor über einhundert Jahren diesen spätmodernen Götterkampf vorausgesehen hat: "Die alten vielen Götter, entzaubert und daher in Gestalt unpersönlicher Mächte, entsteigen ihren Gräbern, streben nach Gewalt über unser Leben und beginnen wieder ihren ewigen Kampf." Das ist exakt die Welt, die den Neogöttern im Weißen Haus gefällt. Elon Musk ist ein Fan der Antike, er betet sie an, und ihrer römischen Variante reckt er den Arm entgegen. ...


Aus: "Amerikas Verrat" Aus einem Essay von Thomas Assheuer (1. März 2025)
Quelle: https://www.zeit.de/kultur/2025-02/usa-russland-donald-trump-wladimir-putin-ukraine

Thomas Assheuer (* 1955 in Arnsberg) ist ein deutscher Journalist.
https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Assheuer


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Quote[...] Washington – Ein hochrangiger Handelsberater von US-Präsident Donald Trump hat vorgeschlagen, die Grenze zwischen den USA und Kanada neu zu verhandeln. Das berichtet die britische Zeitung The Telegraph unter Berufung auf informierte Kreise. Der Vorstoß von Peter Navarro, einem engen Vertrauten Trumps, sorgt für erhebliche Irritationen in Ottawa.

Die kanadische Regierung reagierte umgehend auf die Äußerungen. Sie wies ihre Verhandlungsdelegation an, Gespräche mit den USA auszusetzen, bis zwei neue Mitglieder von Trumps Kabinett, Jameson Greer und Howard Lutnick, vom Senat bestätigt wurden. Beide gelten als gemäßigtere Stimmen in der Trump-Regierung. Die kanadische Delegation war ursprünglich an Handelsgesprächen mit den USA beteiligt, die von Navarro geleitet wurden.

Trump hatte mehrfach erklärt, er wolle Kanada zum 51. Staat der Vereinigten Staaten machen. In einem Interview während der Super-Bowl-Vorberichterstattung sagte er: ,,Ich denke, Kanada wäre als 51. US-Bundesstaat viel besser dran." Zudem bezeichnete er den scheidenden kanadischen Premierminister Justin Trudeau als ,,Gouverneur" von Kanada. Diese Aussagen haben in Kanada Besorgnis ausgelöst. Trudeau wurde inzwishcen in einem vertraulichen Gespräch dabei ertappt, wie er sagte, dass Trumps Äußerungen über die Eingliederung Kanadas als 51. US-Bundesstaat ,,eine reale Sache" seien.

Die Spannungen zwischen den USA und Kanada eskalieren nicht nur wegen der Grenzfrage. Trump hat angekündigt, Strafzölle von 25 Prozent auf kanadische Waren wieder einführen zu wollen – eine Maßnahme, die nach einer 30-tägigen Aussetzung nun umgesetzt werden soll. Als Reaktion auf Strafzölle hatte Trudeau Vergeltungsmaßnahmen angekündigt. ,,Wir sind nicht daran interessiert, diesen Streit eskalieren zu lassen, aber wir werden Kanadas Interessen mit aller Entschlossenheit verteidigen", sagte er bereits in diesem Zusammenhang. 

Parallel zu den Strafzöllen drängt der US-Präsident auf eine Wiederaufnahme des Keystone-XL-Pipeline-Projekts. In einem Beitrag auf seiner Social-Media-Plattform forderte Trump das ursprüngliche Bauunternehmen auf, seine Arbeit fortzusetzen. ,,Die Firma, die die Keystone XL Pipeline gebaut hat und die von der inkompetenten Biden-Regierung gestoppt wurde, sollte zurückkommen und sie jetzt bauen", schrieb er. Sollte das ursprüngliche Unternehmen abspringen, ,,dann vielleicht eine andere Pipeline-Firma", fügte er hinzu. Trumps erneuter Vorstoß zur Wiederbelebung der Pipeline steht im Einklang mit seiner Energiepolitik, die auf die Förderung fossiler Brennstoffe abzielt.

Das Keystone-XL-Projekt, erstmals 2008 vorgeschlagen, sollte täglich 830.000 Barrel Rohöl von den kanadischen Ölsanden zu US-Raffinerien transportieren. Der ehemalige US-Präsident Joe Biden widerrief jedoch die notwendige Genehmigung, was zur Einstellung des Projekts führte. Umweltschützer hatten das Vorhaben lange wegen Bedenken hinsichtlich der Treibhausgasemissionen und potenzieller Lecks bekämpft. Es bleibt abzuwarten, ob es angesichts früherer Widerstände und rechtlicher Herausforderungen realisiert werden kann.

Unabhängig von den laufenden Streitigkeiten und Spannungen hat sich die US-Regierung bislang offiziell zu den Berichten über Navarros Vorstoß zu möglichen Grenzverschiebungen nicht geäußert. Die kanadische Regierung wies jedoch solche Vorschläge in der Vergangenheit entschieden zurück. Trudeau betonte in früheren Stellungnahmen, dass Kanada niemals Teil der Vereinigten Staaten werden würde.

(fsa mit Agenturmaterial)


Aus: "Trump-Berater droht Kanada mit neuer Grenzziehung - Ottawa bricht Verhandlungen ab" Farhad Salmanian (02.03.2025)
Quelle: https://www.fr.de/politik/trump-berater-droht-kanada-mit-neuer-grenzziehung-wie-kanada-reagiert-zr-93602077.html


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#13
Quote[...] Der Eklat im Weißen Haus zeigt: Von unabhängiger Presse kann rund um den US-Präsidenten keine Rede sein. Das sollte seriösen Medien klar sein.

Ein Kommentar von Olivera Stajić (1. März 2025)

Wie bezeichnet man das, was sich am Freitagabend nach mitteleuropäischer Zeit im Weißen Haus abgespielt hat? Eklat, Skandal, Schande? "Ich denke, wir haben genug gesehen" und, mit Blick auf die anwesende Presse im Raum: "Das wird großartiges Fernsehen sein, das kann ich Ihnen sagen." So beendet Trump sein skandalöses Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Richtung der versammelten Presse.

Davor hatte Trump Selenskyj vorgeworfen, "den dritten Weltkrieg zu riskieren", weil er nicht auf "Deals" einsteige. Und der Vizepräsident James David Vance, dem wochenlang die Show vom kettensägenschwingenden Elon Musks gestohlen wurde, sah auch seine Chance gekommen, attackierte Selenskyj und warf ihm lautstark Respektlosigkeit vor.

Für Trump ist alles eine Show. Er bleibt in jeder Situation der Hauptdarsteller einer mittelmäßigen Reality-Show, der er einst war. Die Medien sieht er bestenfalls als Handlanger, die sein Selbstbild als großartiger "Dealmaker" ungefragt reproduzieren. Wenn die freien Medien ihre Rolle des kritischen Beobachters erfüllen, werden sie von Trump zum Feind erklärt.

In Bezug auf Medien agiert Trump, demokratisch gewählter Präsident einer Nation, die sich Jahrzehnte lang als bedeutungsvollste Weltordnungsmacht definierte, wie jeder andere autokratische Herrscher, mit überzogenem Selbstbewusstsein und panischer Angst um sein Image. Medien sind für ihn keine wichtige Säule einer funktionierenden Demokratie, sondern feindliche Partei. Genau sowenig wie sich Trump und seine Gefolgsleute an diplomatische Gepflogenheiten halten, genauso wenig respektieren sie die Regeln der demokratischen Medienwelt.

Währenddessen behandeln weltweit die Qualitätsmedien Trumps Grenzübertretungen, Lügen und Inszenierungen viel zu oft noch immer so, als hätte sich die Rolle der USA in der Welt seit dem Jänner 2025 nicht grundlegend geändert. Sie geben Trumps Ungeheuerlichkeiten, wie den wahnwitzigen Vorschlägen, Gaza in eine Luxusdestination zu verwandeln (samt verstörenden, geschmacklosen KI-Videos) den gleichen Raum wie den Aussagen anderer Akteure der Weltpolitik. Oder sie reproduzieren unreflektiert seinen Vorwurf an Selenskyj, dieser würde den Dritten Weltkrieg provozieren.

Die Medien müssen in Bezug auf Trump endlich einsehen: Der Kaiser ist nackt. Man kann nicht mehr leugnen, dass ein populistischer, offen lügender und seine Gegner demütigender Immobilienmogul gerade in der Weltpolitik alles umrührt, über "Deals" fabuliert und sich vom Kriegstreiber Putin an der Nase herumführen lässt.

Die eigentliche Respektlosigkeit des verstörenden Abends im Weißen Haus und der beste Beweis, wie Trump die Rolle der Medien in seiner Show-Welt sieht, ereignete sich, als dem rechtsextremen Podcaster, Brian Glenn, das Wort erteilt wurde. Glenn fragte mehrmals bei Selenskyj nach, wieso dieser keinen Anzug trage, ob er keinen besitze und legte nach, dass "das amerikanische Volk" dies als Respektlosigkeit ansehe.

Brian Glenn arbeitet für die ultrarechte Onlineseite RSBN und gehört zu jenen Menschen, die Trump und seine Sprecherin Karoline Leavitt nun ins Weiße Haus einladen, während AP, die größte Presseagentur der Welt, längst verbannt ist. Dafür wurden die Türen des Weißen Hauses für rechte Blogger, Influencer und Podcaster eröffnet.

Als ob das nicht schon schlimm genug wäre: Ein Korrespondent der staatlichen russischen Medienagentur TASS war zumindest kurz im Oval Office dabei. Im Nachhinein erklärte das Weiße Haus, das sei ein Versehen gewesen und der TASS-Mitarbeiter hätte keine Erlaubnis gehabt. In der Meldung, die vom Staatsmedium danach veröffentlicht wurde, wurde Selenskyj als Schuldiger für den Eklat dargestellt und als "respektlos" bezeichnet.

Welche Rolle diese Propagandisten, die das Weiße Haus jetzt offiziell einlädt, haben sollen, zeigte ebenjener Brian Glenn bereits vergangene Woche beim Besuch des französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Trump wendete sich bei der Pressekonferenz an Glenn, der im Wahlkampf ein treuer Begleiter und Streamer seiner Auftritte war: "Brian, möchten Sie eine Frage stellen?" Glenn hatte keine Frage – stattdessen pries er die Umfragewerte des Präsidenten. "Vielen Dank. Ich weiß das zu schätzen", antwortete Trump.

Solange sie also keine Fragen und schon gar keine kritischen stellen, haben Journalisten und Journalistinnen Zugang zu Trumps Auftritten. Doch wenn sie ihre Rolle als kritische Beobachter nicht erfüllen, sind sie eben keine Journalisten und Journalistinnen, sondern bestenfalls Sprachrohr und Bejubler. Oder noch demütigender, sie sind wie Brian Glenn, ähnlich wie am Schulhof, jene Mitläufer, die dem Mobber beispringen und beim Demütigen des Opfers mitmachen.


Aus: "Trumps Propaganda-Apparat als Verstärker des Wahnsinns" Olivera Stajić (1.3.2025)
Quelle: https://www.derstandard.at/story/3000000259490/trumps-propaganda-apparat-als-verstaerker-des-wahnsinns

QuoteDiener der Republik

Ich schaue jetzt schon längere Zeit CNN und merke einen deutlichen Unterschied.Nach der verlorenen Wahl 2020 wurden seine Aussagen als das benannt, was sie waren: Lügen und Verleumdungen.
Seit dem Wahlkampf 2024 und vor allem nach der Wahl findet auch bei CNN das statt, was sie "sanewashing" nennen.Das heißt, daß seine Aussagen rationalisiert werden und nicht als Unsinn ,Wahnsinn oder Lügen direkt benannt werden.Das war der Neutralität im Wahlkampf geschuldet und ist jetzt der Respekt vor dem Amt, gefährdet aber die Demokratie und sollte von allen seriösen Medien dringend überdacht werden.


QuoteStargate 2.0

,,Ich könnte auf offener Straße einen Menschen ermorden und die Leute würden mich trotzdem wählen"

sagte Trump einmal sinngemäß. Und genau so kann er höchstwahrscheinlich sagen ,,Ich kann lügen soviel ich will, die Leute werden mich trotzdem wählen.

Und wenn irgendein Journalist Trump darauf aufmerksam machen würde dass er ja eigentlich splitternackt ist, würde Trump höchstens darauf antworten: Na und? Ich bin der Präsident ich darf das. Trump würde sowas auch deswegen sagen weil gerade Trump im Unterschied zum Kaiser sowas wie Scham nicht kennt.


QuoteWienbär

Nicht trotzdem sondern weil. Viele haben ihn sicher gewählt, weil er das über die Haitianer, die Katzen und Hunde essen, öffentlich gemacht hat. Obwohl es vom Bürgermeister von Springfield mehrfach als Lüge gebrandmarkt wurde, sahen es viele Wähler Trumps als wahr an und wählten ihn wohl eher, weil er darüber sprach.


QuoteEunice Wall

Trump geht die Medien völlig richtig an und gewinnt dabei.

Die Medien sind in der Allgemeinbevölkerung verhasst und als Lügner deklariert.
Wie weit das verdient ist, darüber kann man streiten, aber es ist wie es ist.
Schon vor Trump.

Anstatt vor Journalisten oder Tech Konzernen in die Knie zu gehen, hat Trump mit true social seine eigene Plattform gegründet.
Nach eigenen Regeln mit den eigenen Wählern kommuniziert.

Wenn man diesen Weg konsequent einschlagt, braucht man Journalisten schlicht überhaupt nicht um Wahlen zu gewinnen.
Und kann sich erlauben sie wie Dreck herum zu scheuchen.

Der Fehler liegt aber bei den Medien und bei Journalisten.
Würde die Bevölkerung sie höher achten und ihnen vertrauen, hätte der Zugang zu Amtsleuten auch mehr Marktwert und sie würden besser behandelt.


QuoteIch sag ja nix, ich mein ja nur

Sehr verdrehte Weltsicht, die Sie da haben.


QuoteFesch samma

Wir erleben die Geburt einer Diktatur nach russischem Muster.
Da ist kein Wahnsinn dabei, sondern eine über Jahre geplante Strategie.


QuoteLiebler

'Davor hatte Trump Selenskyj vorgeworfen, "den dritten Weltkrieg zu riskieren", weil er nicht auf "Deals" einsteige.'

Dass dieser unsägliche Krieg, der täglich tausende junger Männer zerfetzt, in Panzern elendiglich verschmoren läßt und fürs Leben körperlich und psychisch verkrüppelt, ein Krieg der vermeidbar gewesen wäre oder der schon 2022 in Istanbul hätte beendet werden können, daß dieser Krieg das Potential zum Dritten Weltkrieg hat - zu dieser Feststellung bedarf es keines Trump, auch keines Vance, das wissen kritische Beobachter schon lange, ebenso daß Selensky für dieses Potential des Krieges, in einen alles zerstörenden Dritten Weltkrieg zu münden, keinen Sensor zu haben scheint... Jede Chance, den Krieg zu stoppen, und sei sie noch so klein, sei es auch 'ein Deal'muß ergriffen werden - wenn uns dies nicht gelingt, ist die Zukunft Europas dunkel.


QuoteGerhard Navratil

Blödsinn!

Russland hat den Krieg 2014 begonnen mit der Besetzung der Krim. Weil keine wirkliche Antwort kam, haben die Russen 2022 halt weitergemacht. Die Ukrainer haben dazwischen 8 Jahre stillgehalten. Was bitte sollen sie noch tun? Selbstmord begeben, damit Russland das Land gratis bekommt?


Quotevanco

seit wann interessiert mächtige ob irgendwelche jungs von panzern zermahlen werden.  ...


QuoteAnjin-san

Haben Sie die Konferenz gesehen? Selenskyj besteht nicht darauf den Krieg fortzuführen, sein einziger Standpunkt war, dass ein Waffenstillstand ohne amerikanische sicherheitsgarantien wertlos ist


QuoteRohling

Die aufgeblähte Show mit Demütigungen kennen wir ja aus der Geschichte, Hitler, Mussolini, Mao, Stalin, jeder große Diktator konnte durch Einschüchterung Schwächerer Stärke demonstrieren.
Vielleicht sollte die Berichterstattung weniger live erfolgen bzw zitieren und dann so zusammengefasst werden ,,Trump erpresste Selenskij und entzog ihm die Unterstützung, wie üblich garnierte er seine Ausführungen mit untergriffigen und peinlichen Statements."


...

-

Quote[...] Die Kehrtwende in der Russland-Politik der USA erreicht offenbar die Cyber-Sparte des Pentagons. Einsätze gegen Russland sollen Medienberichten zufolge per Anordnung eingestellt werden. Das hätte auch Folgen für die europäische Sicherheitsarchitektur.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat Medienberichten zufolge eine Aussetzung aller Cyber-Einsätze gegen Russland angeordnet. Die Maßnahme sei Teil einer allgemeinen Neubewertung der US-Operationen gegen Moskau, berichtet die "New York Times". Die Dauer und das Ausmaß sind noch unklar. Das Pentagon lehnte eine Stellungnahme ab.

US-Medien zufolge betrifft die Anordnung das US Cyber Command. Die Stelle im Verteidigungsministerium ist für militärische Aktionen der USA im Cyberspace verantwortlich, darunter auch Offensivaktionen wie Cyberangriffe. Von einem Wegfall der Einsätze gegen Russland wäre demnach auch die Ukraine-Mission betroffen. Die US-Digitalstreitkräfte bekämpfen auch Cyberangriffe Moskaus auf zivile Einrichtungen wie Banken oder Krankenhäuser, auch in Europa.

US-Präsident Donald Trump drängt auf Verhandlungen zur Beendigung des Krieges in der Ukraine und näherte sich dabei Moskau an. Er stellt sich als Vermittler zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj dar, ließ zuletzt aber die Ukraine und die Europäer außen vor.

Kritik an der russischen Annäherung wies Trump zurück, der US-Präsident tat die verbreiteten Sorgen mit Blick auf Wladimir Putin als übertrieben ab. "Wir sollten weniger Zeit damit verbringen, uns wegen Putin Sorgen zu machen und mehr Zeit damit, uns wegen Vergewaltiger-Banden von Migranten, Drogenbaronen, Mördern und Menschen aus psychiatrischen Einrichtungen zu sorgen, die in unser Land kommen - damit wir nicht wie Europa enden!", schrieb er in seinem Onlinedienst Truth Social.

Trump hat seit seinem Amtsantritt im Januar eine Kehrtwende in der Russland-Politik der USA vollzogen. Dies rief in Europa und in der oppositionellen Demokratischen Partei in den USA große Besorgnis hervor. Am Freitag kam es im Weißen Haus beim Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zum Eklat: Trump und sein Vizepräsident J.D. Vance warfen Selenskyj im Oval Office fehlende Dankbarkeit für die US-Militärhilfe und Respektlosigkeit vor. Trump drohte zugleich mit dem Ende der US-Unterstützung, sollte Selenskyj nicht einem "Deal" mit Russland zustimmen.

Der US-Senator Chris Murphy von der Demokratischen Partei sagte, das Weiße Haus sei "zu einem Arm des Kreml" geworden. Trumps Republikaner stehen hingegen weitgehend hinter dem Rechtspopulisten. Führende Politiker der Partei schlugen vor, dass Selenskyj zurücktritt, um ein Friedensabkommen mit Russland zu ermöglichen.

Quelle: ntv.de, mdi/AFP/dpa


Aus: "Medien: USA setzen Cyber-Operationen gegen Moskau aus" (03.03.2025)
Quelle: https://www.n-tv.de/politik/Medien-USA-setzen-Cyber-Operationen-gegen-Moskau-aus-article25600033.html

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#14
"President Trump Addresses Joint Session of Congress" (The White House, March 4, 2025)
President Donald J. Trump will address a Joint Session of Congress on March 4, 2025, at 9 p.m. ET.
https://www.youtube.com/live/XkFKNkAEzQ8https://www.youtube.com/live/XkFKNkAEzQ8

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Quote[...] US-Präsident Donald Trump hat seine eigene Arbeit in den ersten Wochen im Amt als beispiellos erfolgreich angepriesen. "Amerika ist zurück", sagte der Republikaner zu Beginn einer Ansprache vor beiden Kammern des US-Parlaments, die mit einer Dauer von mehr als 1:40 Stunden so lange dauerte wie keine vergleichbare zuvor.

Erst ganz am Ende seiner Rede sagte Trump, er habe einen wichtigen Brief vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj erhalten. "Was das Abkommen über Rohstoffe und Sicherheit betrifft, so ist die Ukraine bereit, es jederzeit zu unterzeichnen", zitierte Trump aus dem Brief. Darin heiße es außerdem, "dass die Ukraine bereit ist, so bald wie möglich an den Verhandlungstisch zu kommen, um einen dauerhaften Frieden näherzubringen". Er wisse dies sehr zu schätzen, sagte Trump.

Zugleich habe man von Russland "starke Signale" erhalten, dass die Regierung dort zum Frieden bereit sei, sagte Trump. "Wäre das nicht schön?", fügte er an. "Es ist an der Zeit, diesen Wahnsinn zu beenden. Es ist an der Zeit, das Töten zu beenden. Es ist an der Zeit, den sinnlosen Krieg zu beenden", sagte er. Dazu sei es nötig, mit beiden Seiten zu reden. Stellungnahmen von Russland und der Ukraine lagen dazu nicht vor.

In seiner Rede bekräftigte der US-Präsident seine Ansprüche auf Grönland und den Panamakanal. Derzeit arbeitet die USA laut Trump mit allen Beteiligten zusammen an einer Übernahme, sagte der Präsident mit Blick auf Grönland. "Ich denke, wir werden es so oder so bekommen, wir werden es bekommen", sagte er über die Insel. Zwar gäbe es dort nur wenige Menschen, aber Grönland sei ein "sehr großes Stück Land und sehr, sehr wichtig für die militärische Sicherheit".

Zuvor hatte der US-Präsident in seiner Rede seine aggressive Zollpolitik unter anderem gegen China, Kanada und Mexiko verteidigt. "Jetzt sind wir dran", sagte er und warf anderen Staaten vor, die USA in der Vergangenheit wirtschaftlich ausgenutzt zu haben. Die neuen Zölle würden der US-Autoindustrie einen "Boom" bescheren, sagte Trump. "Es wird ein wenig Durcheinander geben, aber damit kommen wir klar. Es wird nicht viel sein", sagte Trump. Bei der Verhängung von Zöllen gehe es "nicht nur um den Schutz amerikanischer Arbeitsplätze", sondern "um den Schutz der Seele unseres Landes". Der Applaus der Republikaner fiel an dieser Stelle der Rede auffallend verhalten aus.

US-Autohersteller hatten zuvor gewarnt, die Aufschläge würden zu höheren Preisen führen und die seit 25 Jahren bestehenden Lieferketten mit Kanada und Mexiko durcheinanderbringen. Trump hat Importe aus Kanada und Mexiko trotz eines Freihandelsabkommens mit Zöllen von 25 Prozent belegt. Die Zölle auf Importe aus China wurden von zehn auf 20 Prozent verdoppelt. Anfang April sollen außerdem sogenannte "reziproke Zölle" in Kraft treten, die auch Waren aus der EU betreffen dürften. Der Begriff bedeutet, dass die Vereinigten Staaten Importzölle auf Produkte erheben werden, sobald ein anderes Land US-Produkte mit Zöllen belegt.

Seinen Vorgänger Joe Biden machte Trump abermals für die Inflation und die hohen Lebensmittelpreise im Land verantwortlich. In seiner Rede gab er die Losung "Make America Affordable Again" aus ("Macht Amerika wieder bezahlbar"). Biden bezeichnete er als den "schlechtesten Präsidenten in der Geschichte Amerikas". Der Demokrat habe eine "verrückte und sehr gefährliche" Migrationspolitik betrieben und die Grenzen Amerikas für Migranten aus aller Welt geöffnet, sagte Trump. Biden sei schuld, dass die USA quasi von kriminellen und irren Zuwanderern überrannt worden seien, behauptete Trump.

Durch die bisherige Arbeit seines Beraters Elon Musk, der der Rede persönlich beiwohnte, hätten die US-Steuerzahler in den vergangenen sechs Wochen 105 Milliarden US-Dollar eingespart, behauptete Trump. Diese Zahl kann unabhängig kaum verifiziert werden, da die einzigen Daten dazu von Musks sogenannter Behörde für Regierungseffizienz (DOGE) stammen.   

Trump wurde schon vor Beginn seiner Rede minutenlang beklatscht und stehend bejubelt. Die meisten demokratischen Abgeordneten blieben hingegen sitzen. Einige von ihnen hielten Schilder hoch mit Aufschriften wie "Musk steals" ("Musk klaut"). Trumps Rede wurde bereits nach wenigen Minuten durch lautstarke Proteste des demokratischen Abgeordneten Al Green unterbrochen. Er wurde von Ordnern aus dem Saal begleitet.

Weiter kündigte der Präsident den Bau einer "gigantischen" Gaspipeline in Alaska an. Diese wird nach seinen Worten zu den größten der Welt gehören, Japan, Südkorea und andere Nationen wollten Investitionen beisteuern. In dieser Woche wolle er außerdem historische Maßnahmen ergreifen, um den Abbau von Seltenen Erden und kritischen Mineralien in den USA auszubauen, sagte Trump.

Seit seiner Vereidigung vor sechs Wochen habe er schnell und unnachgiebig gehandelt, "um die großartigste und erfolgreichste Ära in der Geschichte unseres Landes einzuläuten", sagte der 78-Jährige. "Die Menschen haben mich gewählt, um den Job zu machen. Und ich mache ihn", sagte Trump über die ersten 43 Tage seiner zweiten Amtszeit. In der Zeit habe er "mehr erreicht als die meisten Regierungen in vier oder acht Jahren – und wir fangen gerade erst an", fügte er hinzu. 

Als weitere Erfolge seiner bisherigen Amtszeit zählte Trump unter anderem den Austritt der USA aus der Weltgesundheitsorganisation und aus dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen auf. Außerdem pries er die formelle Umbenennung des Golfs von Mexiko in "Golf von Amerika" und die Festlegung auf zwei Geschlechter. 

Trump hat seit seinem Amtsantritt am 20. Januar radikale Schritte unternommen, um sein Land und die gesamte Weltordnung drastisch zu verändern. Tesla-Chef Musk ist von Trump zu Beginn seiner Amtszeit mit einem umstrittenen Kürzungsprogramm auf Bundesebene beauftragt worden. In beispielloser Weise bauen die beiden seither den Staatsapparat der USA zurück. Tausende Behördenmitarbeiter wurden bislang entlassen. 

Fast täglich verkündet Trump neue weitreichende Dekrete, die er im Alleingang und ohne parlamentarische Abstimmung beschließt.  Trump versucht, die Demokratie auszuhöhlen, attackiert Richter und inszeniert sich als Justizopfer. Zugleich isoliert er die USA weiter von der internationalen Staatengemeinschaft und belegt selbst die engsten Handelspartner mit Zöllen – entgegen geltenden Freihandelsabkommen.


Aus: "Ukraine laut Trump bereit zur Unterzeichnung eines Rohstoffabkommens" (5. März 2025)
Quelle: https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-03/donald-trump-us-praesident-kongress-rede-zur-lage-der-nation

QuoteN0b0dY

Die Menschen haben ihn gewählt!


QuoteAspis

Grosse Rede, toller Typ.


QuoteDerAumüller

Ironie bitte kennzeichnen.


Quote... sprach Zarathustra

Sollte auf die Titelseite von New York Times:

"Das Wesen der Propaganda ist unentwegt die Einfachheit und die Wiederholung. Nur wer die Probleme auf die einfachste Formel bringt und den Mut hat, sie auch gegen die Einsprüche der Intellektuellen ewig in dieser Form zu wiederholen, der wird auf die Dauer zu grundlegenden Erfolgen in der Beeinflussung der öffentlichen Meinung kommen."

Joseph Goebbels 1942


Quote"kontestation "

Würzbar mit dezidiertem: https://de.wikipedia.org/wiki/Antiintellektualismus


QuoteHans Kurz

Mensch, bin ich gespannt, wann die Rednecks und hillbillies, die langzeitarbeitslosen in den trailerparks und die schuftenden Arbeiter aufmucken, weil US unternehmen die höheren Zölle 1:1 an die Kunden weitergeben.


QuoteTordenskjold

Mal sehen, wie lange er seinen Anhängern erzählen kann, dass Biden schuld an allem ist...


QuoteAndrea Böttcher

Er wird dann schon irgendeinen Sündenbock erfinden, dem er das in die Schuhe schieben kann und seine Wähler werden es schlucken.


QuoteHummel

Dann wird er den Zorn gegen die Migrant:innen, Demokraten, Frauen oder alle von diesen kanalisieren. In Sekten wird ja niemals der Sektenführer abgesetzt.


QuoteIJ84

Es kommt mir so vor, als bräuchte die Welt alle paar Jahrzehnte eine Katastrophe, damit anschließend temporär so etwas wie gesunder Menschenverstand einsetzen kann.

Und hier bahnt sich im Eiltempo die nächste an.



QuoteMandolinenWilly

Diese Rede zur Lage der Nation hat was von einer billigen Showveranstaltung. Ich bin wirklich schockiert über das, was da grade in den USA stattfindet.

Das ist nicht souverän, das hat nichts Staatsmännisches. Das ist nur irre.

Ich habe das Gefühl, ich befinde mich in einem surealen Alptraum. Sorry, da ist ein alter narzistischer seniler Mann an der Macht, der in seinem Leben nie wirklich etwas leisten musste oder Verantwortung für sein Scheitern übernehmen musste. Der lebt in so einem Paralluniversum und bekommt gar nicht das reale Leben seiner Bürger mit.

Auf einmal ist Idiocracy Wirklichkeit geworden....


Quoteelfotografo

"Trump wurde vor Beginn seiner Rede minutenlang beklatscht und stehend bejubelt."

Circus Maximus


Quotehalt.mal.kurz

Das ist in diktatorischen Systemen so üblich. Selbst in kleinen, unbedeutenden wie der DDR. Wenn Honecker meine Heimatstadt besuchte, wurden alle irgendwie Verfügbaren links und rechts seiner Strecke aufgestellt, bekamen Fähnchen in die Hand, und wehe, Du hast dem Genossen Staatsratsvorsitzenden nicht frenetisch zugejubelt. Dann hattest Du auch als Schüler unter Umständen anschließend ein Gespräch mit ein paar Herren in "Tarn-Zivil"...


QuoteLerotius

Damals, im Circus Maximus, hätte man bei ihm den Daumen nach unten gehalten. Gefährliche Zeiten waren das.


QuoteNoch_eine_Meinung_mehr

Hat jemand ernsthaft von Trump eine ruhige, besonnene Einschätzung der Lage der Nation erwartet? Mit Chancen und Herausforderungen? Vielleicht sogar... selbstkritisch?


QuotePflichtfeld-2

Die tägliche Trumpman-Show.


QuoteDaswirdgut

Gute Rede von Trump.


QuoteBilly Budd

Erstklassiges Unterschichtenfernsehen!


QuoteTQR

Die Republikaner sind auch nur noch das Gleitmittel des Wahnsinns.


QuoteBeautemps

Es soll keiner sagen, Trump hätte es vorher nicht gesagt. Es hat nun mal Konsequenzen wenn man aus Trotz wählt. Vor allem für die Wähler.


QuoteSteffen Sieben

Wir in Europa haben ihn aber nicht gewählt.


QuoteBoomer67 Antwort auf @Steffen Sieben

Wir haben unsere eigene Minitrumps.


QuoteShonky Geezer

"Make America Affordable Again" - MAAA". Wie die Schafe ...


Quotetovarishch

Für mich sagt das Leitbild alles. Trump als Heilsbringer und "das Volk" liegt ihm zu Füßen. Mir wird es schlecht. Ich bin echt froh, dass ich mit fast 67 Lebensjahren nicht mehr allzu lange dies erleben muss. Es tut mir nur leid um meine Kinder und Enkel. Was haben wir denen für Scheiß hinterlassen!!


QuoteAnidnina

Das Krasseste: er kommt bisher damit durch...


QuoteAristipp

Ich denke, es ist an der Zeit, die Empörung herunterzufahren. Trump hat die USA aus der freien und wertebasierten Welt herausgeführt. Das ist bedauerlich und im schlimmsten Sinne des Wortes historisch. Aber es hilft ja nichts ihm mit Schaum vor dem Mund alles Schlechte zu wünschen oder den Kontakt gänzlich abzubrechen. Auch mit China oder dem Iran wird ja weiter verhandelt, in gewissem Umfang auch zusammen gearbeitet. Aber eben vorsichtig und mit nur sehr wenig Vertrauen. So wird man jetzt mit den Vereinigten Staaten umgehen (müssen).


QuoteKing Tut der zweite

Darum Augen auf bei der Wahl.

Wenn der Wähler diejenigen wählt, die ihm das blaue vom Himmel versprechen und einfache Lösungen für hochkomplexe Probleme anbieten (z.B. Trump) und gleichzeitig diejenigen abstraft, die vor der Wahl reinen Wein einschenken (z.B. Habeck) braucht man sich nicht wundern, dass der Politikbetrieb zunehmend Trumps aufstellt, da diese die Wahlen nicht trotz sondern wegen ihrer Verlogenheit gewinnen.


Quote"kontestation"

Die Lügen des Alltags werden auf die grosse Bühne geholt.
Dies wirkt entlastend, ist sympathisch.


QuoteKaroR

,,Diese Zahl kann unabhängig kaum verifiziert werden, da die einzigen Daten dazu von Musks sogenannter Behörde für Regierungseffizienz (DOGE) stammen.,,

Erinnert mich an die Zeiten des der Parteidiktaturen im Ostblocks, wo die Bevölkerung auch mit Zahlen direkt aus der Parteizentrale ,,versorgt" wurden!


Quotedidivoelker

Ich verstehe immer noch nicht wo der Aufschrei der demokratischen Kräfte der usa bleibt.

Wo sind die Demokraten?
Wo die Bürgerrechtsbewegungen?
Wo die wichtigen Gouverneure demokratisch regierter Bundesstaaten?
Das kann doch alles nicht unwiedersprocjhen bleiben?


QuoteHessburg

Die äußern sich doch, dort wo sie noch (!) zu Wort dürfen kommen. Das kommt hier in der Presse nur nicht an, weil Trumps Strategie die totale Übersättigung der Aufregung ist, so dass der normale Diskurs keine Chance mehr hat.

Die Trollarmee Putins, die in Deutschland die Kommentare und die Sozialen Medien flutet, ist dort auch aktiv, so dass man auf den ersten Blick überall fast nur begeisterte Zustimmung vernehmen kann, was das Ganze noch verschlimmert.

Und gegen die zusätzliche Strategie der offenen und x-fach wiederholten Lüge hilft auch kein Gegenreden mehr. Das perlt einfach ab.

Menschen auf die Straße zu bringen ist in solch einer Situation offenbar nicht so einfach. Während die Situation bei uns Entsetzen erzeugt und teilweise auch einen Ansporn darauf unsere Werte stolz weiter zu verteidigen, erzeugt es bei den Anständigen in den USA, die nun so etwas wie ein ohnmächtiges Opfer sind, vor allem eines: Scham. Zusätzlich sprechen nicht wenige von Trumps Zügen aber auch bei jedem Amerikaner mehr oder weniger den tief verwurzelten Nationalstolz an.


QuoteJadoo

Politik als bösartige und charakterlose TV-Show mit verstörenden Kult-Charakter. ...


QuoteDr. Ba

Ein Verrückter - o.k., kommt vor. Aber er ist nur stark, weil ihm Millionen zujubeln. Das ist für mich das Unfassbare!


QuoteKareem.A

Unglaublich, die Trump-Regierung macht genau das, was sie ihren Wählern versprochen hat. Wie irre ist das denn? ...


QuoteZetaFunktion

Ich habe die Rede teilweise im Original gehört. Jetzt frage ich mich, kann mir jemand einen Satz sagen, der nicht gelogen war?



--> "Read NPR's annotated fact check of President Trump's address to Congress"
Reporters from across NPR's newsroom fact-checked the address and offered context as the speech unfolded.
Updated March 4, 202511:06 PM ET By NPR Staff
https://www.npr.org/2025/03/04/g-s1-50488/trump-congress-joint-address-fact-check

QuoteDevzero.net

Die Antwort aus Kanada ist sehenswert:

"Watch Trudeau speak directly to Trump during blistering speech" (CNN)
Canadian Prime Minister Justin Trudeau outlined how his country will respond to the blanket 25 percent tariffs President Trump imposed on Canada and Mexico. #CNN #News
https://youtu.be/wz_42pckM7w


Sen. Sanders Responds to Trump's Congressional Address (05.03.2025):
https://www.youtube.com/live/QlrQKv1vN_4

...

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"Angriffslustiger Trump kündigt Übernahme von Panamakanal und Grönland an" Karl Doemens aus Washington (5. März 2025)
In seiner 99-minütigen Kongressrede warf der US-Präsident mit Selbstlob, Lügen und imperialen Drohungen um sich: "Amerika ist zurück". Die Ukraine sei nun verhandlungsbereit. ... "Ich konnte mir diese unaufhörlichen Lügen nicht mehr anhören", sagt draußen die Abgeordnete Veronica Escobar. Traditionell liefert die jährliche Rede des Präsidenten vor beiden Häusern des Kongresses eine politische Zwischenbilanz und einen Ausblick auf geplante Projekte, für die der höchste Repräsentant der USA parteiübergreifend um Unterstützung wirbt. Dass Trump von solchen Traditionen und von einer staatsmännischen Attitüde nichts hält, kann kaum verwundern. Doch an diesem Dienstagabend bietet er eine regelrechte Geisterfahrt durch sein Paralleluniversum voller Verdrehungen, Lügen, Selbstbeweihräucherung und Stimmungsmache. ...
https://www.derstandard.at/story/3000000259937/angriffslustiger-trump-kuendigt-uebernahme-von-panamakanal-und-groenland-an

QuoteAvicenna

Wie beginnt Faschismus? Gefragt, wie Faschismus beginnt, sagte einst Sir Bertrand Russel (Literatur-Nobelpreisträger 1950):

"Zuerst faszinieren sie die Dummen. Dann machen sie die Intelligenten mundtot."

Der erste Teil ist offensichtlich in großen Teilen erreicht.


QuoteCoffeeCakeSun

Es ist so surreal wenn man das liest. Wie aus einem schlechten Film. Die Hoffnung, dass es sich vielleicht um einen Satire-Artikel handelt... Dem ist natürlich nicht so. Es ist pure Wahrheit und beängstigend. Dass tatsächliche so viele Menschen in den Vereinigten Staaten Trump wollen ist mir sowas von schleierhaft.


Quotemelittasinga

Im Internet sagt man ja don't feed the troll, aber was wenn der TROLL der Präsident ist? ...


Quotev_u_k

Wahnsinn

Am meisten geschockt hat mich das hämische Lachen der Republikaner nachdem Trump gesagt hat er wird sich Grönland so oder so Krallen. Die ganze Partei -mit Mehrheit in Parlament - die über offen imperialistische Annexionspläne lacht.


Quotenosferatus3

Diejenigen die schon jetzt in Amerika von der Hand in den Mund leben, und die Trump in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft gewählt haben, müssen sich in Zukunft mit der "Größe" Amerikas zufrieden geben. Ihr kümmerliches Leben wird womöglich noch elender.


QuoteWannholenmichdiealiens

Wie in Russland.


QuoteStefano Rosetti1

Obwohl er für die intelligenten Menschen alles aktuell falsch macht, macht er es aus Sicht der Dummen und aus seiner Sicht sehr gut ... Kritische Medien abdrehen, Fakten verdrehen und Zahlen erfinden die "seine" Medien in einer Schönwetterberichterstattung abfeiern was wiederum den Dummen gefällt. Selensky ist wieder auf Kurs und auch damit kann sich Trump abfeiern. Erpressung ist offensichtlich das Mittel der Wahl, da alle mitspielen: Europa rüstet auf, Selensky wir erpresst und gedemütigt und spielt trotzdem mit ... läuft gerade gut für Donald. Dass seine Regentschaft auf Lügen und Erpressung aufbaut ist eine andere Sache aber bei der Erreichung seiner Ziele hat er eindeutig Erfolg.


Quotetx666xt

An der Supermarktkasse und beim Tanken kommt die Abrechnung. Kann man sich zwar auch schön lügen, man ist aber trotzdem pleite und hat nichts zu essen. Natürlich wird der schwarze Peter anderen zugeschoben und die Radikalisierung verschärft sich. Das wird sich ohne gröbere Verwerfungen nicht mehr lösen lassen. Das denke ich zumindest.


QuoteNachdenklicher66

Meine Analyse der Rede von Trump....

Nach den Kriterien des ICD-10:
Narzisstische Persönlichkeitsmerkmale
Histrionische Persönlichkeitsmerkmale
Paranoide Tendenzen
Impulsivität und geringe Frustrationstoleranz
Lügendelikt und Realitätsverzerrung
Soziopathische bzw. antisoziale Tendenzen


Quotecybertom

Ich mache mir echt Sorgen. Die USA werden derart radikal umgebaut, bin mir nicht sicher ob das Land dies 4 Jahre lang aushält.



QuotePik-Ass

Nur zwei Worte: ein Verrückter! Das hat meiner Meinung nach nichts mit Faschismus, rechter Gesinnung oder sonst was zu tun. Der ist einfach verrückt.


QuoteRelingNouveaux

Das hat sehr viel mit Faschismus zu tun.
Das nennt sich Machtübernahme - ganz einfach.


QuoteJane Wayne

Bernie Sanders spricht aus, was für geistig gesunde Menschen eine Selbstverständlichkeit sein sollte! Und dennoch gibt es eine ganze Reihe Menschen, völlig losgelöst von jeglicher Realität und Moral, die es einfach nicht checken, sich toll und unbesiegbar fühlen und die jede noch so dumme Lüge glauben. Sie sind in einem Machtrausch und niemand hat eine Antwort auf diese sektenartigen Bewegungen, die nicht nur in den USA, sondern überall aus dem Boden schießen. ...


QuoteJamesJoyce*

Irgendwo wurde von Putin als vom ,,postmodernen Machiavelli-Albtraum" geschrieben. Spätestens nach der Nummer mit Panama und Grönland, würde ich sagen, es gibt zwei ... Wobei die US-Version diese Albtraums quasi aus einer Troika besteht (Trump, Vance, Musk) ...


Quotebarro

Trump ist unsagbar krank .... er spricht von der "Revolution des gesunden Menschenverstands" und geht davon aus, dass nur er in allen Belangen recht hat und nur er recht auf das Recht hat.
Das sich ständige Berufen auf den gesunden Menschenverstand und auf das uneingeschränkte Rechthaben ist ein Indiz dafür, dass sich der Größenwahn einzelner narzistierter, eogoistischer, zwangsneurotischer Persönlichekeiten immer mehr breit macht, und das bereits auch in abschwächter Form in Europa.


QuoteThe_new_Dude

Schon seltsam dass solche Spinner mittlerweile Präsident werden können.


QuoteGerti39

Diese Szenen erinnern mich an Peter Ustinov in Nero. Einfach nur irrsinnig.


QuoteTschorsch Dablju Busch

Österreich: Haider, Kurz, Schüssel, Grasser, Strache, Kickl ... bei uns werden die Schaumschläger ebenfalls nicht nur raufgespült, sondern gewählt.


QuoteSpookie

Gedanken experiment

Einfach zum Nachdenken, was wenn Trump und sein Team Erfolg haben ? Jetzt ist einfach Dank Internet und Social Media aus jedem Furz einen Orkan zu konstruieren. Was aber wenn die Agenda Trump 2 funktioniert ? Weniger global Trade - hilft der Umwelt und der lokalen Produktion . Weniger ungwewählte Bürokraten die das Leben der Menschen bestimmen . Traditionell und weniger soziale Experimente. Weniger Hilfe mehr Eigenverantwortung.
Mehr Respekt vor dem Gesetz . usw. usw Sollte das funktionieren muss die EU zum Umdenken aufgefordert werden.


Quoteklobasse

Soll witzig sein? Oder? Trump und mehr Respekt vor dem Gesetz? Hahaha


Quotemacc

Es wird ganz sicher funktionieren. für die Reichen. Und ja, kann man sich sicher auch für die EU überlegen. Die Frage ist, wollen wir das? ...


QuoteBanh Mi

Ich habe herzhaft gelacht, danke dafür :-)

"Weniger ungwewählte Bürokraten die das Leben der Menschen bestimmen ."

Sie meinen, die weniger Bürokraten, die für soziale und ökologische Standards der Wirtschaft sorgen.
Also die Zölle sollen für eine grüne Produktion sorgen, gleichzeitig jegliche ökologische Regularien streichen. Finde den Fehler.

"Traditionell und weniger soziale Experimente. "
Wenn man Gleichberechtigung von Minderheiten und Gleichheit der Geschlechter als "soziales Experiment framed....

"Weniger Hilfe mehr Eigenverantwortung."
Den ärmsten amerikaner die Gesundheitsversicherung streichen ist also Eigenverantwortung.

"Mehr Respekt vor dem Gesetz"
Tausende Straftäter wurden freigelassen und Gerichtsurteile sollen laut Vance nicht umgesetzt werden.


QuoteMarquis de Sade

Die 1930er haben angerufen und hätten gern ihre imperlialistischen Faschisten zurück!


QuoteDieters1967

... Selbst Trump Propagandasender FOX News ist entsetzt über die Zölle und ballert aus allen Rohren dagegen. Wow!


QuoteTante Inferno

Donald Trump und Elon Musk - Eine fürchterlich giftige Mischung!Aber die Amerikaner haben ihn gewählt.

Und bei einer Wahlbeteiligung von knapp 64% sollen sich jene nicht beschweren, die zu bequem, fatalistisch oder ignorant waren um zur Urne zu schreiten!
Auch Elon Musk wurde und wird weltweit überschätzt, verehrt und mittlerweile gefürchtet. Auch hier gilt: Jene Teile der Gesellschaft, die sich von solchen Blendern beeindrucken lassen, die ihre Vernunft, ihren Humanismus, ihren gesunden Menschenverstand, ihre Moral und sogar ihre Instinkte gegen die willfährige Betrachtung des Kaisers neuer Kleider eingetauscht haben, werden genauso wie wir anderen unter diesen zwei Verrückten zu leiden haben und mögen jetzt ihre Dummheit zugeben und sich auch wehren! Ein frommer Wunsch, ich weiß. Aber nur Geraunze bringt auch nichts.


Quotecyber_geek

Es ist unfassbar was hier gerade in aller Öffentlichkeit passiert. Die amerikanische Innenpolitik wird zu einer Art "You're fired"-Show bei der die gesamte Öffentlichkeit Trump zujubeln soll. Es ist immer noch unglaublich, dass das amerikanische Volk sehenden Auges in dieses Chaos geschlittert ist. Ich hoffe alle Nichtwähler werden sich beim nächsten Mal besser überlegen, ob sie ihre Stimme abgeben oder nicht. Hoffen wir, dass es gut ausgeht und es überhaupt noch Wahlen geben wird.


QuoteEisenpfeil

wo sind eigentlich die ganzen trumpisten aus dem forum hin?
haben sich die selbst ausgewiesen oder eingemauert?


QuoteCalimeh Chelonia

Ich glaube, die schämen sich langsam auch schon.


...


Textaris(txt*bot)

Quote[...] Washington – US-Präsident Donald Trump hat Kanada mit einer weiteren Eskalation im Handelskrieg gedroht, nachdem Washington schon in der Nacht zu Dienstag Zölle in Höhe von 25 Prozent für Waren aus dem Nachbarland eingeführt hatte. Trump verhöhnte dabei in einem Post auf seinem Netzwerk Truth Social den Ministerpräsidenten des Nachbarlands, Justin Trudeau, erneut als "Gouverneur Trudeau". Gouverneure sind in den USA die Regierungschefs der Bundesstaaten.

Trump hatte den Premierminister des nördlichen Nachbarlands schon früher als "Gouverneur" bezeichnet. Der Republikaner unterstreicht mit dieser Beleidigung seine wiederholt geäußerte Absicht, Kanada zu amerikanischem Staatsgebiet machen zu wollen.

Diese beispiellose Position gegenüber einem befreundeten Staat ist laut Trudeau keine leere Drohgebärde, sondern Teil des Handelskriegs. Der kanadische Premier hatte zuvor in Ottawa gesagt, Trump wolle "einen totalen Zusammenbruch der kanadischen Wirtschaft, weil das eine Annexion einfacher machen würde". Dies werde allerdings nie passieren.

Trump erklärte, dass die USA ihrerseits ihre Zölle in gleicher Höhe weiter anheben würden, wenn Kanada Vergeltungszölle erhebe. Kanadas Regierungschef hatte daraufhin Gegenzölle in gleicher Höhe für einige Waren aus den USA angekündigt.

Trudeau hatte sein Land in einer Rede auf einen Handelskrieg mit den Vereinigten Staaten eingeschworen und Washington im Zollstreit mit weiteren harten Maßnahmen gedroht: "Nun, es ist nicht meine Gewohnheit, dem Wall Street Journal zuzustimmen, aber Donald: Sie weisen darauf hin – obwohl Du so ein kluger Kerl bist – dass dies eine sehr dumme Sache ist."

US-Präsident Donald Trump hält am Dienstagabend (Ortszeit/Mittwoch 03.00 Uhr MEZ) eine Ansprache vor beiden Kammern des Kongresses. Der Auftritt dort werde "groß", kündigte der Republikaner auf der Online-Plattform Truth Social an. Es ist seine erste Ansprache vor beiden Kammern des US-Parlaments seit dem Amtsantritt im Jänner.

Die erste Rede eines neu gewählten US-Präsidenten bei einer gemeinsamen Sitzung des Repräsentantenhauses und des Senats im Kapitol wird traditionell nicht als Rede zur Lage der Nation bezeichnet, die ansonsten jährlich erfolgt. US-Präsidenten loben darin in der Regel die Erfolge ihrer Amtszeit oder kündigen neue Initiativen oder Gesetze an.

Traditionell lädt die First Lady zur ersten großen Rede des neuen US-Präsidenten vor dem US-Kongress Gäste ein. Melania Trumps Einladungen gingen dieses Mal an Menschen, die angeblich unter der vorherigen Regierung Joe Bidens "gelitten" hätten. Diese Personen hätten "unglaubliche Geschichten über Katastrophen" zu erzählen, während Präsident Trump das "Goldene Zeitalter Amerikas" eingeleitet habe, schrieb die First Lady.

Unter den Gästen ist Marc Fogel, ein Geschichtslehrer, der 2021 in Russland wegen Drogenschmuggels verhaftet wurde. Er wurde erst nach Trumps Wiederwahl freigelassen. Auch die Familie des Feuerwehrmanns Corey Comperatore, der beim gescheiterten Anschlag auf Trump im Juli 2024 ums Leben kam, wurde eingeladen.

Ebenfalls dabei ist Payton McNabb, eine Volleyballspielerin, die bei einem Match unabsichtlich von einer Transgender-Athletin verletzt wurde. Zudem sind Angehörige zweier Mordopfer eingeladen, die von illegalen Einwanderern ermordet wurden, welche während der Biden-Regierung ins Land gekommen sein sollen.

Die Demokraten reagieren mit einer eigenen Veranstaltung: Senatsführer Chuck Schumer will entlassene Regierungsmitarbeiter zu Wort kommen lassen, um Trumps Politik zu kritisieren. (Apa, 4.3.2025)


Aus: "US-Präsident Trump verhöhnt Trudeau als "Gouverneur" und droht mit weiteren Zöllen" (4. März 2025)
Quelle: https://www.derstandard.at/story/3000000259925/us-praesident-trump-verhoehnt-trudeau-als-gouverneur-und-droht-mit-weiteren-zoellen

QuoteDr. phil Collins

"Donald"

Und Trudeau nennt ihn in seiner sehenswerten Rede nur "Donald".
https://youtu.be/83f47jIS_D8


QuoteInVeloVeritas

Trump wirkt für mich wie ein IT Techniker, der versucht mit einem Vorschlaghammer ein Neztwerk zu konfigurieren...


QuoteWeitestgehend verständnisvoll

Eine Frage an alle, die mit englischen Sprachgepflogenheiten und mit der Sprachetikette besser vertraut sind als ich: Trudeau hat Trump in seiner (wirklich genialen) Rede "Donald" genannt. d. h. bewusst auf Mr. Trump, Mr. President ... verzichtet.
Wann und unter welchen Umständen tut/"darf" man das im (US-)Englischen und welche Konnotationen trägt eine solche Anredeform in sich? Für Antworten wäre ich echt sehr dankbar!


Quoterasenmähermann

Die Herren sind tendenziell wohl sowieso abseits der Öffebtlichkeit per du, wie es halt so in Jobs ist, in denen man regelmäßig miteinander zu tun hat. Ist unter österreichischen Politikern und Journalisten auch nicht viel anders.

Ungewöhnlich ist nur dies in die Öffentlichkeit zu tragen. Im konkreten Fall gings wohl um Transparenz bez. was Trudeau an Trump gerichtet/gesagt hat.


QuoteLady of the Lake

Trudeau und Trump hatten schon früher miteinander zu tun als Trump noch etwas weniger durchgeknallt war, wie auch in der Rede durchklingt. Ich denke sie sind also schon länger auf Ebene des Vornamens.
Der Vorname kann ansonsten in einem Umfeld verwendet werden, das sich salopp und locker freundschaftlich geben will und er kann natürlich auch herabwürdigend verwendet werden, das ist Trumps Art aber nicht die Trudeaus.


QuotePostItToo

Es war in diesem Zusammenhang unüblich aber nicht notwendigerweise unhöflich.

Trump bspw. macht das sehr häufig. Auch schon vor seiner Zeit als Präsident. Vermutlich um allen klar zu machen wie gut man einander kennt.

Und obwohl im Englischen alle per du sind gibt es auch entsprechende Hierarchien wo das je nach Gegenüber als unhöflich gelten würde "ranghöhere" Personen nicht beim vollen Namen zu bezeichnen. Ich denke Trudeau darf das...


QuotePalmer.Eldritch

Trump bezeichnete den vorherigen amtierenden Präsidenten auch als "Joe" sogar schlimmer als "Sleepy Joe".
Bei einem Besuch in Mar-a-Lago haben Trudeau und Trump sich wohl auch mit Vornamen angesprochen, was, anders als bei uns, in Amerika nicht unüblich ist.
Die öffentliche Vornamensbezeichnung war eher eine Botschaft an den Menschen Donald Trump, als an den Präsidenten.


QuoteDiego Marcilla

– obwohl Du so ein kluger Kerl bist –

Ist es denkbar, dass Trudeau diesen Nebensatz leicht ironisch meinte?


Quotewuca

NEeIiiiNn ;)


Quoteliviani

Ach, hab nicht nur ich einen Hauch von Mittelfinger gehört?


QuoteViva La FAI

Wir sehen hier live dabei zu wie die USA einen auf Deutschland 1933 macht.


Quotesmi2le

Die USA sind bereits jenseits des "point of no return" zu einer (faschistischen) Diktatur. Wer sollte sich denn noch im regulären politischen Rahmen gegen Trump stellen? Unliebsame Beamte werden entlassen, ganze Behörden aufgelöst. Der Sicherheitsapparat wird gezielt unterwandert und mit Lakeien besetzt.
Trump kann jetzt nur noch von einem "Luigi" verhindert werden, das offizielle Amerika hatte seine Chance und hat sie nicht genutzt.


QuoteEdain

Wo ist der Deep State, wenn man ihn mal braucht?


QuoteOpi & Omi Cron

Wir erleben hier wirklich ein Feuerwerk an "Unglaublichkeiten" - duerfen jedoch nie vergessen, dass Trump der gewählte President der Demokratie USA ist.

Ob der Wähler dumm ist, steht hier nicht zur Debatte, sollte aber als Mahnmal fuer alle Demokratien dieser Welt gelten.

Man bekommt immer nur das, was man auswählt ... ...kein Umtauschrecht.


QuoteIbañez

Man sollte eher "nicht vergessen", wie das zu Zeiten der Weimarer Republik war, DEM Mahnmal für die Demokratie.


Quoterationaleconomist

Für Kanada ist das schon sehr bitter, aber Öl und Rohstoffe kann man - wenn auch viel teurer - auch verschiffen, glz wird Trump nichts erreichen ausser sein eigenes Land zu schädigen. Einen "Anschluss" wird es nicht geben. ...


QuoteBanh Mi

Putin muss echt seit Wochen mit einem Dauergrinsen herumlaufen... es ist so ein Fiebertraum in dem wir leben.


Quoteemtscho

Trump

makes America great again. Yes. Genau dafür wurde er auch gewählt.

Wenn man über den großen Teich schaut, dann geht die Wirtschaft kaputt. Arbeitslosenraten steigen. Wir diskutieren noch 5 Jahre weiter was wir gegen die Wirtschaftskrise, den unkontrollierten Zuzug, die Umwelt... machen können. Und was wird rauskommen? Nix, die Mittelschicht blutet aus, die Oberen schiebens sich gegenseitig zu.

Trump ist halt ein Macher. Genau so einen braucht Europa.

Gouverneur XY, dass ist kränkend und unter jeder Würde. Aber es verfehlt halt nicht das Ziel. Wir schenken lieber das frisch gedruckte Geld her, als Klartext zu reden.

Trauriges Europa. Trump makes America great again. Dort fließt bald wieder Honig und Ambrosia.


QuoteHarry Palmer

Hahahaha. Danke für die vielen jokes. Die vielen Rotstricherl kommen halt davon, wenn man Satire zu ernsthaft gestaltet...


Quotegäääry

Honig und Ambrosia haben den Göttern Unsterblichkeit verliehen. Die Menschen bekommen nur Juckreiz und Allergien davon. ...


Quoteemtscho

wir werden in 10 Jahren sehen, wer von uns zwei recht hat.

PS: in der krone kannst wem sagen wo er hin gehen kann, hier nicht. oder musst in der arbeit brav buckeln, dass du so mit dir fremden redest.


QuoteWoody Guthrie

Hass und Dummheit Hand in Hand.


Quotedermannderfraudesmalers

and again...

As someone living in the middle of Europe, I can only express my absolute incomprehension, deep concern and disapproval when I and my friends see how this Trump administration is plunging the entire Western world into ever greater chaos day after day.
It is a nightmare to see Trump, Vance and the clan of tech oligarchs destroying transatlantic relations, pissing on basic human values and
currying favor with the Russian dictator out of obvious greed for profit.


...

Textaris(txt*bot)

Quote[...] Die US-Regierung stoppt die Militärhilfe für die von Russland angegriffene Ukraine vorerst. Präsident Trump habe unmissverständlich klargemacht, dass sein Fokus auf Frieden liege, teilt das Weiße Haus mit. Zuvor hatte dieser ein weiteres Mal den ukrainischen Präsidenten kritisiert.

Drei Jahre nach Kriegsbeginn stellt die US-Regierung ihre Militärhilfe für die Ukraine vorerst ein und bringt das von Russland angegriffene Land damit in schwere Nöte. Präsident Donald Trump wolle einen Friedensschluss erreichen, hieß es aus dem Weißen Haus. Die Hilfe werde daher bis auf weiteres ausgesetzt und überprüft. Zuvor hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit der Aussage, ein Deal zur Beendigung des Kriegs sei noch in weiter Ferne, erneut den Zorn Trumps auf sich gezogen.

Der Stopp der US-Militärhilfe, der wenige Tage nach einem beispiellosen Eklat während Selenskyjs Besuch im Weißen Haus verkündet wurde, dürfte drastische Folgen für die Ukraine haben. Seit Kriegsbeginn im Februar 2022 waren die Vereinigten Staaten der wichtigste Unterstützer des Landes bei der Verteidigung gegen den Aggressor Russland.

Trumps Anordnung trete sofort in Kraft und betreffe Waffen und Munition im Wert von mehr als einer Milliarde US-Dollar, die bereits in der Auslieferung oder bestellt worden seien, berichtete die "New York Times" - einige davon sind US-Medien zufolge schon im Nachbarland Polen angekommen. Die "New York Times" berief sich auf einen Regierungsbeamten, nach dessen Aussage die Militärhilfe erst wieder aufgenommen werden soll, wenn für Trump erkennbar sei, dass sich die Ukraine zu Friedensverhandlungen mit Russland verpflichtet.

Der "Washington Post" zufolge wurde die Entscheidung bei einem Treffen am Montag im Weißen Haus getroffen. Trump tauschte sich demnach unter anderem mit Außenminister Marco Rubio, Vizepräsident J.D. Vance und Verteidigungsminister Pete Hegseth aus.

Trump hatte die Ukraine-Hilfen schon während des Wahlkampfes infrage gestellt und nach dem in aller Öffentlichkeit ausgetragenen Streit mit Selenskyj im Oval Office am Freitag offen damit gedroht, Kiew jegliche Unterstützung der USA zu entziehen. Er behauptete, der Präsident der - von unzähligen Kriegstoten und großflächigen Zerstörungen gezeichneten - Ukraine sei nicht an Frieden interessiert, solange die USA militärisch Hilfe leisten. Denn Selenskyj sehe darin einen strategischen Vorteil gegenüber Russland.

Die ukrainische Staatsführung wiederum hat mehrfach klargestellt, dass ein Friedens-Deal ohne Sicherheitsgarantien wertlos sei, weil Russland dann jederzeit aufs Neue angreifen könnte. Schließlich habe sich Kremlchef Wladimir Putin schon in der Vergangenheit nicht um Absprachen, internationale Verträge und das Völkerrecht geschert. Und die USA seien der wichtigste Sicherheitsgarant überhaupt. Trump hingegen sieht die Europäer in der Bringschuld und will ihnen die Absicherung eines etwaigen Friedens überlassen.

Unter Trumps Amtsvorgänger Joe Biden waren die Vereinigten Staaten der wichtigste Unterstützer und mit Abstand größte Waffenlieferant der Ukraine. Seit dem Beginn der russischen Invasion stellte Bidens Regierung mehr als 65 Milliarden Dollar (gut 62 Milliarden Euro) an militärischer Hilfe für Kiew bereit. Hinzu kamen andere Formen der Unterstützung, etwa wirtschaftlicher oder humanitärer Art - wie auch Hilfe bei der Ausbildung von ukrainischen Kampfjet-Piloten und die Bereitstellung von Geheimdienstinformationen. Offen ist, ob nun auch diese Hilfen vom radikalen Kurswechsel der US-Regierung betroffen sind.

Seit Trumps Amtsantritt im Januar gab es keine neuen militärischen Hilfspakete der USA mehr für die Ukraine. Bislang profitierte das angegriffene Land aber noch von Waffenlieferungen, die während Bidens Amtszeit angestoßen worden waren. Schätzungen gingen bisher davon aus, dass das ukrainische Militär mit den von Biden eingeleiteten Waffenlieferungen noch etwa ein halbes Jahr in der gleichen Intensität weiterkämpfen könne.

Zwar bekommt die Ukraine auch viel Unterstützung von anderen westlichen Ländern. Ob diese den Wegfall der US-Hilfen aber ausgleichen können, ist höchst fraglich. Besonders bei den Raketen für die Flugabwehrsysteme des Typs Patriot sind die Lieferungen aus den USA nicht zu ersetzen. In der Flugabwehr drohen nun Schwachstellen, die das russische Militär für Attacken mit ballistischen Raketen und Marschflugkörpern ausnutzen könnte. Für das angeschlagene Energiesystem, Rüstungsfabriken und andere strategisch bedeutsame Angriffsziele der Russen gäbe es kaum Schutz.

Trump hatte Selenskyj zuletzt scharf kritisiert, ihn als "Diktator" und Kriegstreiber beschimpft und seine politische Legitimität infrage gestellt - ebenso wie es zuvor der Kreml getan hatte. Stattdessen suchte der US-Präsident das Gespräch mit Putin und die Nähe zum russischen Präsidenten, der den Krieg gegen die Ukraine mit seinem Angriffsbefehl im Februar 2022 begonnen hatte. Bei Selenskyjs Besuch in Washington überzogen Trump und sein Vize J.D. Vance ihren Gast dann vor den Augen der Weltöffentlichkeit mit harten Vorwürfen und warfen ihm unter anderem mangelnde Dankbarkeit vor.

Kurz vor der Verkündung des Stopps der US-Militärhilfe legte Trump noch einmal nach und reagierte ungehalten auf Aussagen Selenskyjs vor Journalisten in London, wonach ein Deal zur Beendigung des Kriegs noch "sehr, sehr weit entfernt" sei. "Das ist die schlimmste Erklärung, die Selenskyj machen konnte und Amerika wird sich das nicht mehr lange gefallen lassen", schrieb Trump auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social. "Es ist das, was ich gesagt habe: Dieser Typ will keinen Frieden, solange er die Unterstützung Amerikas hat."

Zahlreiche westliche Staats- und Regierungschefs sowie die Spitzen von EU und Nato hatten am Sonntag - ohne die USA - über den weiteren Kurs im Ukraine-Krieg beraten. Bei dem Treffen in London wurde beschlossen, dass eine Staatengruppe, angeführt von Großbritannien und Frankreich, mit der Ukraine an einem Friedensplan arbeiten solle, der dann mit den USA erörtert und bestenfalls auch gemeinsam mit Washington umgesetzt werden solle. Danach stichelte Trump auf Truth Social, Selenskyjs Verbündete hätten faktisch eingeräumt, sie seien ohne die Vereinigten Staaten aufgeschmissen. Das sei kein überzeugendes Statement, um gegenüber Russland Stärke zu zeigen.

Selenskyj sprach sich für ein schnelles Ende des Kriegs mit Russland aus, aber unter akzeptablen Bedingungen. "Wir brauchen Frieden, eben einen gerechten, fairen Frieden und keinen endlosen Krieg", sagte er in seiner abendlichen Videobotschaft, bevor die Kunde vom Stopp der US-Militärhilfe publik wurde. Die Basis dafür sei, die derzeitigen ukrainischen Positionen an der Front zu halten und somit die Voraussetzung für "richtige Diplomatie" zu schaffen.

Dazu beharrte Selenskyj erneut auf Sicherheitsgarantien für sein Land. "Fehlende Sicherheitsgarantien haben es Russland vor elf Jahren gestattet, mit der Besetzung der Krim und dem Krieg im Donbass zu beginnen", gab der Staatschef zu bedenken. Die 2022 begonnene Großinvasion der russischen Armee sei ebenso die Folge fehlender Sicherheitsgarantien. "Und das sieht die ganze Welt und erkennt die ganze Welt an."

Zu diesem Punkt äußerte sich auch Trumps Vizepräsident Vance in einem Interview des Senders Fox News. Wenn man wirklich sicherstellen wolle, dass Putins Armee nicht wieder in die Ukraine einmarschiert, sei die beste Sicherheitsgarantie, die Zukunft der Ukraine mit wirtschaftlichen Vorteilen für die USA zu verknüpfen. Trumps Regierung hatte sich in den vergangenen Wochen um ein Rohstoffabkommen mit Kiew bemüht, bei dem es unter anderem um den US-Zugang zu in der Ukraine lagernden seltenen Erden ging.

Bislang hat die ukrainische Regierung einer solchen Vereinbarung nicht zugestimmt. Auf die Frage, ob das Abkommen tot sei oder noch wiederbelebt werden könnte, verwies Trump auf seine anstehende Rede vor beiden Kammern des US-Parlaments in der deutschen Nacht zu Mittwoch. Dort werde er sich dazu äußern.

Quelle: ntv.de, rpe/fzö/rts/dpa


Aus: "Trump friert sämtliche US-Militärhilfen für Ukraine ein" (04.03.2025)
Quelle: https://www.n-tv.de/politik/Maximaler-Druck-auf-Wolodymyr-Selenskyj-US-Praesident-Donald-Trump-friert-saemtliche-Militaerhilfen-fuer-Ukraine-ein-article25603466.html

Textaris(txt*bot)

Quote[...] Der radikale Stellenabbau in der US-amerikanischen Verwaltung nimmt kein Ende: Nun erwägt die US-Steuerbehörde IRS die Entlassung von bis zur Hälfte ihrer rund 90.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auf die Frage nach US-Medienberichten über solche Kürzungspläne verlautete am Dienstagabend (Ortszeit) aus eingeweihten Kreisen, dass ein entsprechendes Vorhaben intern diskutiert werde. Die IRS ist für die Erhebung aller auf Bundesebene in den USA geltenden Steuern zuständig. Im Februar hatte die IRS bereits rund 7000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gekündigt, die sich in der Probezeit befanden. Andere Behörden entließen ebenfalls in großem Stil Beschäftigte in der Probezeit.

...


Aus: "US-Steuerbehörde erwägt Entlassung der Hälfte ihrer Mitarbeiter" (Der Tag - Mittwoch, 05. März 2025)
Quelle: https://www.n-tv.de/der_tag/Der-Tag-am-Mittwoch-den-05-Maerz-2025-article25606801.html




Textaris(txt*bot)

#18
... und das verträgt sich nicht mit der europäischen Verliebtheit in Vernunft- und Gesetzestreue. ...

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QuoteThomas Fasbender (* 13. März 1957 in Gummersbach) ist ein deutscher Journalist und Publizist. ... Seit 2024 leitet er das neu gegründete Ressort Geopolitik der Berliner Zeitung. ... Von 2019 bis zum russischen Überfall auf die Ukraine 2022 schrieb und sprach Fasbender für den staatlichen russischen Propagandasender RT DE einen wöchentlichen Kommentar Fasbenders Woche. Für das RT-Doku-Format Ausgewandert nach Russland interviewte er 2021 mehr als 30 Westeuropäer, die sich in Russland niedergelassen haben. Ebenfalls für RT DE sprach er zu aktuellen Themen mit prominenten Personen im Rahmen des Formats Fasbender im Gespräch. Die Zusammenarbeit mit RT wurde mit dem russischen Angriff auf die Ukraine beendet. ...

Vorträge:
* Wladimir W. Putin – Eine politische Biographie, Bibliothek des Konservatismus, 2022
* Realpolitik im deutsch-russischen Verhältnis, Deutsch-Russische Gesellschaft zu Leipzig, 2018
* Die künftige Rolle Russlands in Eurasien, Vortrag in Travemünde auf Einladung der AfD-Lübeck, 2016
* Putin, der Westen und die Ostukraine, Bibliothek des Konservatismus, 2015
...


Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Fasbender (30. Dezember 2024)

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Quote[...] Freiheit statt Demokratie: Russlands Weg und die Illusionen des Westens (Taschenbuch – 1. Oktober 2014)

von Thomas Fasbender

RUSSLAND IST EIN ÄRGERNIS Zu diesem Schluss kommen die westlichen Eliten in Politik und Medien. Russland stört spätestens seit der Ukraine-Krise 2014. »Russland-Versteher« ist zum Schimpfwort verkommen. Eindrucksvoll schildert Thomas Fasbender, wie anders Russland in der Tat ist. Anders als die westeuropäischen Vorurteile glauben machen und anders als das westeuropäische Ideal einer zeitgemäßen Demokratie. In dreizehn abwechslungsreichen Kapiteln erzählt Fasbender vom Alltag in Russland und von seiner dramatischen Geschichte. Er beschwört die Urtümlichkeit des riesigen Landes zwischen Ostsee und Pazifik, zwischen Arktis und Kaukasus, und er vermittelt intime Einblicke in die schicksalsgeprüfte Mentalität seiner Bewohner. Sein Fazit: Russland will den Weg des Westens nicht gehen, und Russland wird ihn nicht gehen. Und das beileibe nicht wegen seines Präsidenten. Der russische Mensch hat sein eigenes Verständnis von Freiheit, und das verträgt sich nicht mit der europäischen Verliebtheit in Vernunft- und Gesetzestreue. Fasbender hat ein Buch mit Herz und Verstand und in einer besonders schönen Sprache geschrieben, ein Buch gegen den Strom, das eine fremde, nahe Welt erschließt.

...


https://www.amazon.de/Freiheit-statt-Demokratie-Russlands-Illusionen/dp/3944872061/

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Quote[...] [Thomas Fasbender (28.02.2025)] CPAC, das große Jahrestreffen der amerikanischen Konservativen, gewährt Einblick in die Wucht der dortigen Veränderungen. Das ist mehr als ein Machtwechsel.

Keine Frage, für Europäer hat das Trump- oder MAGA-Universum (Make America Great Again) seine schwer verdaulichen Seiten. Erst recht, wenn es so kondensiert auftritt wie bei der Washingtoner CPAC-Konferenz Ende vergangener Woche. Das seit 1973 zelebrierte Großereignis der amerikanischen Konservativen war lange Jahre eine Domäne der ,,alten" Republikaner – die Zeiten sind definitiv vorbei.

Es gibt sie zwar noch, die grau melierten Herren in ihren gedeckten Anzügen, aber sie prägen nicht mehr. Der neue US-Konservatismus kommt in den Nationalfarben daher, blau-weiß-rot, in Lederjacke und Westernhut und mit dem Selbstbewusstsein der ungebändigten Provinz – oder gleich im Sternenbanner-Overall.

Die alternative Rechte oder ,,Alt-Right", die in den USA vor gut 20 Jahren als Tea-Party-Bewegung begann, damals in etwa den deutschen Wutbürgern vergleichbar, hat sich an die Macht gekämpft. Triebkraft war seit je der Widerstand gegen das als immer penetranter, immer woker und immer ,,korrekter" empfundene Establishment.
Es ist die schiere, hochgespannte Dynamik von unten: die ,,Menschen draußen im Lande" (Willy Brandt), bereichert um Sigmar Gabriels ,,Pack" (in Amerika Rednecks, Hillbillies und die immer schon landestypischen Außenseiterexistenzen), dazu die unerschütterliche Überzeugung, dass man selbstverständlich seine Meinung sagt und selbstverständlich eine Waffe trägt – das ganze multipliziert mit dem unermesslichen Potenzial des Internets.

Ein Tsunami an Fakten, Fakes, Behauptungen, Meinungen, Theorien, Thesen und Ängsten – das kakofone Chaos der Milliarden täglicher Tweets. Objektivität wird zum Objekt der Beliebigkeit, Wahrheit dem Willen unterworfen. Die Auflösung von Gewissheiten gehört zu den Degenerationserscheinungen der Massendemokratie. Unsere Gegenwart ist nicht nur postbürgerlich (schon lange), sie schlägt zunehmend ins Postdemokratische.

Was dort vor unseren Augen entsteht (und sich daran macht, Amerika zu regieren), bahnt einer Revolution den Weg. Dazu gehört die neue ,,öffentliche Meinung", ungefiltert und unredigiert, bar jeder bürgerlichen Gemessenheit und brutal in ihrer Bereitschaft, der blanken Lüge zum Durchbruch zu verhelfen, wenn sie nur Klicks, Wählerstimmen und Werbegeld verspricht.

Ein solches Ungeheuer verlangt nach einem kompatiblen Reitersmann. In den USA ist das Donald Trump. Dass man ihn in Europa als Witz oder Clown abgetan hat (und teils immer noch abtut), belegt nichts weniger als die vollkommene Ahnungslosigkeit unseres Ancien Régime. Donald Trump steht für den Anbruch der charismatischen Demokratie; seine Rolle ist vergleichbar den Volkstribunen der späten Römischen Republik (noch hat die Kaiserzeit nicht begonnen).

Der Hintergrund: Wenn die Institutionen, die geschriebenen und ungeschriebenen Regeln an Autorität verlieren, ersetzt das Charisma (griechisch für Gnadengabe) des politischen Führers ihre bindende Kraft. Trumps Gabe, sein Charisma, liegt eben darin, die diffusen Kräfte der Unzufriedenheit und des Aufbegehrens in einem politischen Machtprojekt zu bündeln.

Der Autoritätsverlust erklärt auch den Hass der MAGA-Amerikaner auf den ,,Deep State". Im Staatsapparat wittern sie die Bastion ihrer Unterdrücker und deren linksliberaler, woker Ideologie. Das entbehrt nicht einer gewissen Logik. Eine auf Gerechtigkeit, Gleichstellung, Minderheitenschutz und Inklusion abstellende Politik kommt notwendigerweise mit Bürokratie im Schlepptau. Gerechtigkeit will verwaltet sein, Antidiskriminierung sichergestellt, Gleichstellung kontrolliert.

In der Folge wandelt sich das System zur bürokratischen Demokratie. Gerechtigkeit steht im Mittelpunkt; die individuelle Freiheit mit ihren anarchischen Konnotationen wird sekundär. Die Europäer, vor allem die Deutschen, haben damit weniger Probleme. Freiheit als Einsicht in die Notwendigkeit ist eine Definition, die man in Deutschland allzeit mit Kopfnicken quittiert.

Amerikaner hingegen favorisieren ein archaisches Freiheitsverständnis. Die Mischung aus Bürokratie und Bevormundung durch zunehmend abgehobene, sich entfremdende Eliten provoziert dort unzähmbares Aufbegehren. Mit Trumps Wiederwahl hat es den Siedepunkt erreicht. Der Wahlsieger will nun Vollzug melden und lässt seinen Terminator Elon Musk und dessen Abteilung für Verwaltungseffizienz ,,Doge" auf die Behörden und Agenturen der Washingtoner US-Zentrale los.

Und ,,Doge" legt die Kettensäge an. Noch ist das Ergebnis unabsehbar. Wie viele der rund zwei Millionen Mitarbeiter in den zentralen Apparaten des Landes ihren Job verlieren – niemand weiß es. Sicher ist, dass Trump und sein Team nichts weniger als eine Kulturrevolution planen. Zu den Zielen gehört, die woke-linksliberale Zivilgesellschaft komplett von staatlicher Finanzierung abzuschneiden. Trumps Parteigänger sind überzeugt, dass der ,,Fortschritt", den diese politische Richtung für sich reklamiert, ohne staatliche Alimentierung wie ein Kartenhaus in sich zusammenfällt.

Der Kreuzzug gegen die Elfenbeintürme an der Ost- und Westküste vollendet den Aufstand des ,,Middle America", der im Wahltriumph vom 5. November kulminierte. Es ist eine Zeitenwende. Die lange Epoche der Sozialdemokratisierung Amerikas nach europäischem Vorbild geht zu Ende. Franklin D. Roosevelt und John F. Kennedy markierten die Höhepunkte, Ronald Reagan beließ es bei Korrekturen, Joe Biden war der letzte Protagonist.

Donald Trump versucht nun, Amerika im Geist des 19. Jahrhunderts neu zu erfinden, es zu reindustrialisieren, zu revitalisieren. Ziel der Trumpisten ist die Restitution der gesamten westlichen, ursprünglich europäischen Zivilisation; die wollen sie fit machen für den Wettbewerb – kulturell, demografisch, ökonomisch, zivilisatorisch – mit den asiatischen, islamischen und anderen Rivalen.

Daher kennt Trump keine Skrupel, sich mit den Russen zu arrangieren. Russland ist Teil ,,seiner" Zivilisation; er will es nicht an China oder den Iran verlieren. Er opfert auch die Nachkriegsordnung der vergangenen acht Jahrzehnte. Die geopolitischen Kräfteverschiebungen, so sein Kalkül, haben sie ohnehin obsolet gemacht. Auch Ordnungen segnen das Zeitliche, irgendwann. Wie die nach 1648, die auf den Dreißigjährigen Krieg folgte, oder die nach 1815, nach den Napoleonischen Kriegen. Wenn man das in Europa anders sieht, ist es nicht Trumps Problem.

Die Europäer werden von alldem auf dem völlig falschen Fuß erwischt. Ihr EU-Ideal – freier Waren-, Kapital- und Personenverkehr von Lissabon bis Tallinn und zum Schwarzen Meer – basiert auf Francis Fukuyamas um 1990 verkündetem ,,Ende der Geschichte". Doch allein Russlands Krieg in der Ukraine manifestiert ihre Rückkehr. Die Geschichte hat wieder begonnen. In Europa ist nur niemand vorbereitet.

Das Trump-Amerika setzt auf die rechten Parteien; den Demokraten der europäischen Mitte traut es keinen Kurswechsel zu. Was in Europa nur wenige erkennen, ist die Wucht, die ungeheure Dynamik, mit der sich das Neue in den USA durchsetzen wird. Kulturrevolution ist eindeutig nicht zu hoch gegriffen. Wenn diese Dynamik auf Europa übergreift, und das wird sie mit einiger Verzögerung, bersten die Dämme über Nacht.

Die europäischen Regierungen haben bis dahin nur eine Chance: Druck aus dem Kessel nehmen. Der woke-linksliberale Elfenbeinturm und die Entfremdung breiter Schichten sind keine amerikanischen Phänomene. Wirtschaftswachstum, Migration und Integration, Rückbesinnung auf Mehrheitsinteressen – wenn die europäischen Demokraten ruhig schlafen wollen, stehen einige Hausaufgaben an.


Aus: "Trumps Kulturrevolution: Wenn das auf Europa überspringt, bersten alle Dämme" Ein Kommentar von Thomas Fasbender (28.02.2025)
Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/trump-auftritt-bei-cpac-wenn-seine-kulturrevolution-auf-europa-ueberspringt-bersten-alle-daemme-li.2302727

https://archive.is/2025.02.28-145047/https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/trump-auftritt-bei-cpac-wenn-seine-kulturrevolution-auf-europa-ueberspringt-bersten-alle-daemme-li.2302727#selection-929.0-929.16

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Textaris(txt*bot)

Quote[...] Im Zuge des US-Lieferstopps von Waffen an die Ukraine haben die USA auch die Weitergabe von Geheimdienstinformationen an das Land gestoppt. Das bestätigte nach mehreren teils widersprüchlichen Berichten der Chef des US-Auslandsgeheimdiensts CIA, John Ratcliffe, im Sender Fox News.

Zuvor hatte unter anderem die Financial Times berichtet, die Weitergabe von Geheimdienstdaten sei gestoppt. Das widersprach Berichten etwa des Portals Bloomberg und ukrainischer Medien, wonach die Daten weiterhin geteilt würden.

Die britische Daily Mail berichtete zudem, der Stopp betreffe nicht nur den Informationsaustausch zwischen den USA und der Ukraine, sondern erstrecke sich teils auch auf US-Verbündete: So hätten die britischen Geheimdienste aus den USA die Anweisung erhalten, US-Aufklärungsdaten nicht mehr an die Ukraine weiterzugeben. Laut einem Bericht von Sky News soll die Ukraine insbesondere keine Informationen mehr erhalten, die Angriffe auf russischem Staatsgebiet ermöglichten.

Die USA hatten wenige Tage nach dem Eklat beim Treffen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit dem US-Staatschef Donald Trump im Weißen Haus die Waffenlieferungen an die Ukraine eingefroren. Die Trump-Regierung hatte bislang keine neuen Waffenlieferungen verkündet. Der Stopp betrifft Lieferprogramme, die noch von der Regierung des Ex-Präsidenten Joe Biden eingeleitet worden waren.

Vertreter der Trump-Regierung kündigten an, der Lieferstopp könne aufgehoben werden, sobald die Ukraine ihren "Willen zum Frieden" belege – nannten aber keine klaren Bedingungen, was sie darunter verstünden. CIA-Direktor Ratcliffe sagte Fox News, Trump werde "die Aufhebung dieser Pause ernsthaft in Betracht ziehen", wenn Verhandlungen über eine Friedenslösung vorangetrieben werden könnten. 


Aus: "USA stoppen Weitergabe von Geheimdienstdaten an die Ukraine" (5. März 2025)
Quelle: https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-03/ukraine-krieg-usa-aufklaerung-geheimdienst-waffen-lieferstopp

QuoteStephan.S.

Traurig wie man hier einen Verbündeten Erpresst.


QuoteDundoril

Und wieder keinerlei Forderungen an Russland.


QuoteYaka

So geht Schutzgelderpressung.


Quotemazamune

Mafiamethoden wie sie im Lehrbuch stehen.


QuoteDarkCity Antwort auf @mazamune

Er hat ja auch "Respekt" eingefordert. Hat der Pate im Film genauso auch gesagt.


QuoteManu8

Nein, weil da wenigstens noch Schutz geliefert wird.
Erpressung ohne Schutz.


Quotearthurmj

So bedankt sich Trump für Putins Unterstützung im Wahlkampf. Da haben sich wirklich zwei gefunden.


QuoteWolfBu

Das ist die neue Zeit. Der Stärkere hat recht, der Kleinere muss machen. Wie im 19. Jh. Das mit dem Epochenwechsel scheinen viele hier noch nicht begriffen zu haben. Aus Sicht von Trump sind wir nur Fliegen am Hintern einer Kuh.


QuoteSchillers Strähne

Das betrifft auch die Frühwarnung gegenüber russischen Luftangriffen.

So viel dazu, dass Donald keine Toten mehr möchte ... Damit werden gezielt Zivilisten in Gefahr gebracht. Donald will keinen Frieden, er will eine Kapitulation.


QuoteBriock

Ich glaube mittlerweile, dass der Trump ein russisches U-Boot ist...


QuoteC.S.4567

Es gibt absolut keinen logischen Grund mehr für solche Aktionen. Das erste mal hoffe ich er ist nur nicht ganz richtig im Kopf. Alles andere wäre mir echt zu gruselig.




QuoteFastfingerfreddy

Meine Güte wird das ein Chaos. Im Moment scheint es so, als könnte TRUMP als nächstes den Austritt aus der NATO ankündigen. Er ist wie ein kleines Kind, das gerade einen Tobsuchtsanfall durchmacht.


QuoteAndreas Frey

Das kann man wohl als Verrat betrachten, an Verbündete wie auch an der eigenen Geschichte.


QuoteStratplayer

Na, Frau Weidel und Frau Wagenknecht, zufrieden jetzt?


Quotebierosoph

Was sagt der Trump Fan Jens Spahn dazu?


QuoteAmos Was Right

Muss gerade sehr schwer für all die User hier im Kommentarbereich sein, die uns seit drei Jahren erzählen, dass die Ukrainer einen Stellvertreterkrieg für die USA führen.

Naja, wenn es den Lakaien Moskaus an irgendetwas wirklich NIE gefehlt hat, dann an der Fähigkeit, ihre absurden Narrative von heute auf morgen durch noch absurdere zu ersetzen.


Quotenewyorkcity

Das Ende der Ukraine wird eingeläutet. Putin-Trump-Pakt 2025 als Beispiel dient Polen 1939.


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Textaris(txt*bot)

Quote[...] Vier hochrangige Mitglieder der Trump-Administration sollen einem Bericht der US-Zeitung

,,Politico" zufolge geheime Gespräche mit den wichtigsten politischen Gegnern des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Kiew geführt haben.

Das Ziel der Geheimtreffen: Selenskyj möglichst rasch aus dem Amt zu drängen.

Die US-Delegation soll sich demnach mit der ukrainischen Oppositionsführerin Julia Timoschenko und hochrangigen Mitgliedern der Partei von Selenskyjs Vorgänger Petro Poroschenko getroffen haben.

Timoschenko ist frühere Ministerpräsidentin ihres Landes und Vorsitzende der pro-europäischen, konservativen Partei Allukrainische Vereinigung Vaterland. Poroschenko war von 2014 bis 2019 Präsident der Ukraine und direkter Vorgänger von Wolodymyr Selenskyj.

Laut ,,Politico'" stand im Mittelpunkt der Gespräche die Frage, ob die Ukraine möglichst rasch Präsidentschaftswahlen abhalten könnte. Selenskyj hätte sich in regulären Zeiten im letzten Jahr der Wiederwahl stellen müssen, doch da das Land weiterhin unter Kriegsrecht steht, wurden die Wahlen im Einklang mit der Verfassung verschoben.

Käme es rasch zu Neuwahlen, obschon sich das Land mitten im Krieg mit Russland befindet, könnten viele der ins Ausland geflüchteten ukrainischen Staatsbürger an den Wahlen nicht partizipieren, auch Kämpferinnen und Kämpfer an der ukrainischen Front könnten möglicherweise nicht wählen. Kritiker befürchten, dass eine Wahl in Kriegszeiten zu verfälschten Ergebnissen führen könnte.

Das Trump-Lager ist allerdings davon überzeugt, dass die Ukrainerinnen und Ukrainer ihren Präsidenten aufgrund von Kriegsmüdigkeit und Frustration abwählen würden.

Tatsächlich sind die Beliebtheitswerte des 47-Jährigen seit Kriegsbeginn im Februar 2022 gesunken, allerdings nicht so drastisch, wie dies das Trump-Lager darstellt. Ende Februar hieß es aus Kiew, einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes ,,Rating" zufolge würden 65 Prozent der Ukrainer Selenskyj unterstützen.

Selenskyjs Werte sind damit deutlich höher als jene von Timoschenko und Poroschenko, die auf 44 bzw 20 Prozent Zustimmung kommen, wie ,,Politico" eine Umfrage des britischen Meinungsforschungsinstituts Survation zitiert.

Auf Neuwahlen in der Ukraine drängt auch der russische Präsident Wladimir Putin. Das Trump-Lager sieht in Selenskyj ein Hindernis für die groß angekündigten Trump-Versprechen nach einem raschen Frieden – freilich nach Bedingungen der USA.

Trump drängt die Ukraine zu weitreichenden Zugeständnissen, unter anderem den Verzicht auf Nato-Mitgliedschaft und ein Abtreten von Gebieten an Russland. Zudem will Trump Selenskyj zu einem Rohstoffabkommen bewegen – er ist allerdings nicht bereit dazu, der Ukraine die so dringend geforderten Sicherheitsgarantien zu geben. Die USA haben den Druck auf das angegriffene Land zuletzt massiv erhöht und die US-Waffenlieferungen an die Ukraine ausgesetzt.

,,Politico" zitiert anonymisiert einen früheren US-Außenpolitiker der republikanischen Partei, wonach das Trump-Lager davon ausgehe, mit Poroschenko oder Timoschenko ließe es sich für die USA ,,leichter zusammenarbeiten".

Es seien ,,Leute, die vielen Dingen zustimmen würden, denen Selenskyj nicht zustimmt." Nach US-Plänen sollen die Präsidentschaftswahlen abgehalten werden, nachdem ein Waffenstillstand mit Russland ausgehandelt worden ist – aber bevor ernsthafte Friedensverhandlungen mit dem Kreml aufgenommen worden sind.

Timoschenkos Sprecherin wollte gegenüber ,,Politico" die Gespräche mit der US-Delegation weder bestätigen noch dementieren. Das Poroschenko-Umfeld wies Spekulationen darüber, der Ex-Präsident wolle eine rasche Wahl unter US-Bedingungen, gegenüber ,,Politico" zurück: ,,Unser Anliegen ist es nicht, Wahlen zu erzwingen, sondern freie und faire, wettbewerbsfähige Nachkriegswahlen in unserem Land sicherzustellen."

Die hochrangigen Teilnehmer von US-Seite, die an den Geheimgesprächen demnach teilgenommen haben, wollten den ,,Politico"-Bericht nicht kommentieren.


Aus: "Trump-Vertraute sprechen offenbar mit Selenskyjs politischen Gegnern" Christoph Reichmuth (06.03.2025)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/internationales/um-uber-neuwahlen-zu-reden-trump-vertraute-sprechen-offenbar-mit-selenskyjs-politischen-gegnern-13323634.html

Textaris(txt*bot)

Quote[...] Schon im Wahlkampf hat Donald Trump mit der Ankündigung Aufsehen erregt, er wolle das Bildungsministerium abschaffen. Einem Medienbericht zufolge will der US-Präsident nun offenbar ernst machen. Demnach werde Trump so bald wie möglich eine entsprechende Verordnung erlassen, berichtet das ,,Wall Street Journal" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Das Dekret könnte bereits am Donnerstag kommen.

In einem Verordnungsentwurf, der der Zeitung vorliegt, wird Bildungsministerin Linda McMahon angewiesen, ,,alle notwendigen Schritte zu unternehmen, um die Schließung des Bildungsministeriums zu erleichtern." Das solle in dem ,,größtmöglichen Umfang, der angemessen und gesetzlich zulässig ist" erfolgen, heißt es in Trump'schem Ton.

Mit der Ernennung Linda McMahons hatte der US-Präsident in Washington einmal mehr für Stirnrunzeln gesorgt. Die 76-Jährige war in Trumps erster Regierung Chefin einer für kleine Unternehmen zuständigen Behörde. Über Erfahrung im Bildungsbereich verfügt die langjährige Wrestling-Managerin nicht. Trumps Auftrag an sie damals: Das Ministerium zur ,,Nummer eins bei Bildung in der Welt machen".

,,Das Experiment, das amerikanische Bildungswesen durch Bundesprogramme und -gelder zu kontrollieren – und die zügellosen Bürokraten, die diese Programme und Gelder unterstützen – hat unsere Kinder, unsere Lehrer und unsere Familien im Stich gelassen", heißt es in dem Entwurf der Anordnung. Der Entwurf, den das WSJ einsehen konnte, wurde als ,,vorläufig" bezeichnet – das heißt, er könnte sich noch ändern.

Das Bildungsministerium ist mit rund 4500 Mitarbeitenden die kleinste Behörde auf Kabinettsebene. Für eine vollständige Abschaffung braucht es nach Angaben des ,,Wall Street Journals" unter Berufung auf Rechtsexperten eine 60-Prozent-Mehrheit im US-Senat. Dort haben die Demokraten zuletzt zwar verloren, könnten die Verordnung mit 45 von 100 Abgeordneten allerdings aufhalten. (fki, Reuters)


Aus: "US-Präsident plant Auflösung des US-Bildungsministeriums" (06.03.2025)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/internationales/kinder-lehrer-und-familien-im-stich-gelassen-us-prasident-plant-auflosung-des-us-bildungsministeriums-13323454.html

Das Bildungsministerium der Vereinigten Staaten (englisch United States Department of Education) ist Teil der Bundesregierung der Vereinigten Staaten.  ... Das erste Bildungsministerium wurde 1867 gegründet, dessen Bedeutung aber kurz darauf zu der einer untergeordneten Behörde herabgestuft. Die Einrichtung eines eigenständigen Ministeriums ein Jahrhundert später war von heftigen Debatten und organisierten Widerständen insbesondere durch die Republikanische Partei geprägt, die die Behörde als ungewünschte Einmischung der Bundesregierung in lokale Angelegenheiten ansah. Die Abschaffung des Ministeriums war im Laufe der 1980er Jahre ein stehender Punkt in der Wahlplattform der Partei; er wurde jedoch während der Präsidentschaft George Bushs nicht umgesetzt und im Laufe der Präsidentschaften Bill Clintons und George W. Bushs komplett aufgegeben. Letzterer hat mit der Vorstellung des No Child Left Behind Act dem Ministerium sogar eine größere Rolle zugeteilt. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Bildungsministerium_der_Vereinigten_Staaten


Textaris(txt*bot)

Quote[...] US-Vizepräsident J.D. Vance hat sich in einem TV-Interview abfällig über die Idee möglicher Friedenstruppen in der Ukraine geäußert. Frankreich und Großbritannien brachten den Plan auf.

,,Wenn Sie tatsächlich sicherstellen wollen, dass Wladimir Putin nicht wieder in die Ukraine einmarschiert, ist die beste Sicherheitsgarantie, den Amerikanern wirtschaftliche Vorteile für die Zukunft der Ukraine zu verschaffen", sagte Vance am Montagabend (Ortszeit) im US-Fernsehsender Fox News. ,,Das ist eine weitaus bessere Sicherheitsgarantie als 20.000 Truppen aus einem beliebigen Land, das seit 30 oder 40 Jahren keinen Krieg mehr geführt hat."

Vance nannte Großbritannien und Frankreich nicht beim Namen. Trotzdem erntete er für seine Aussage heftige Kritik. Im Vereinigten Königreich sorgte Vance' Aussage für Ärger in allen politischen Lagern, kämpfte das Land nach den Anschlägen vom 11. September 2001 gemeinsam mit den USA in Afghanistan und ab 2003 im Irak. In Afghanistan waren zudem auch Truppen aus Frankreich beteiligt.

Vance stellte am Dienstag bei X klar: ,,Ich erwähne in dem Clip nicht einmal Großbritannien oder Frankreich, beide Länder haben in den letzten zwanzig Jahren und darüber hinaus tapfer an der Seite der USA gekämpft." Weiter twitterte der US-Vize: ,,Aber seien wir ehrlich: Es gibt viele Länder, die (...) Unterstützung anbieten, die weder über die Erfahrung auf dem Schlachtfeld noch über die militärische Ausrüstung verfügen, um etwas Sinnvolles zu tun."

Dennoch ist unklar, welche Länder der US-Vize gemeint haben will, waren zu diesem Zeitpunkt Paris und London doch die einzigen, die Friedenstruppen in Erwägung gezogen haben. Seitdem hat auch Australien Bereitschaft signalisiert.

,,J.D. Vance löscht die Hunderte von britischen Soldaten, die im Irak und in Afghanistan ihr Leben gelassen haben, aus der Geschichte aus",

zitiert die BBC die verteidigungspolitische Sprecherin der Liberaldemokraten, Helen Maguire, die selbst im Irak gedient hatte.

Maguire habe den britischen Botschafter in den USA aufgefordert, Vance zu einer Entschuldigung zu drängen, berichtet die BBC. Die Aussagen seien ,,zutiefst respektlos" gewesen.

Auch der konservative Verteidigungsexperte James Cartlidge nannte Vance' Äußerungen ,,zutiefst respektlos". ,,Die Respektlosigkeit, die der neue US-Vizepräsident gegenüber den Opfern unserer Soldaten zeigt, ist inakzeptabel", zitiert die BBC den konservativen Abgeordneten Ben Obese-Jecty – auch ein ehemaliger britischer Armeeoffizier, der im Irak und in Afghanistan gekämpft hat.

Tory-Parteichef Kemi Badenoch hingegen glaubt nicht, Vance habe Großbritannien gemeint,

berichtet die ,,New York Times" (,,NYT"). ,,Falsch, falsch, falsch", hingegen zitiert die BBC den Rechtspopulisten und Vorsitzenden der britischen Reformpartei, Nigel Farage. Das Vereinigte Königreich habe 20 Jahre lang in Afghanistan ,,an der Seite Amerikas" gestanden. Premierminister Keir Starmer habe keine Stellungnahme abgeben wollen, heißt es in dem Bericht.

In Frankreich wurde Vance' Aussage gelassener wahrgenommen: Vance habe ,,glücklicherweise seine Aussage korrigiert", zitiert die ,,NYT" Verteidigungsminister Sébastien Lecornu. Er fügte aber hinzu, dass die rund 600 französischen Soldaten, die in den letzten 60 Jahren im Dienst gestorben seien, ,,unseren Respekt und den Respekt unserer Verbündeten" verdient hätten. (dak)


Aus: "Vance-Bemerkung löst heftigen Widerspruch in Großbritannien aus" Daniel Krause (05.03.2025)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/internationales/beliebiges-land-das-seit-jahren-keinen-krieg-mehr-gefuhrt-hat-vance-bemerkung-lost-heftigen-widerspruch-in-grossbritannien-aus-13317358.html


Textaris(txt*bot)

Quote[...] US-Präsident Donald Trump hat erneut die Beistandsverpflichtungen innerhalb der Nato in Frage gestellt. "Wenn sie nicht zahlen, werde ich sie nicht verteidigen", sagte Trump am Donnerstag (Ortszeit) vor Journalisten im Weißen Haus über die Nato-Partnerstaaten. Er bekräftigte seinen Vorwurf, dass andere Nato-Staaten nicht genug in die Verteidigung investierten: "Sie sollten mehr zahlen", sagte Trump. Mit seinen Äußerungen antwortete der Präsident auf Reporterfragen zu einem Medienbericht. Der US-Sender NBC News hatte unter Berufung auf Regierungsmitarbeiter über Erwägungen des Präsidenten berichtet, wonach der militärische Beistand der USA für Nato-Partnerstaaten von der Höhe von deren Verteidigungsausgaben abhängig gemacht werden soll.

... Die USA haben Zölle auf Waren aus Mexiko vorerst weitgehend ausgesetzt. Trump teilte auf seiner Onlineplattform Truth Social mit, für alle Einfuhren aus Mexiko, die unter das nordamerikanische Freihandelsabkommen fielen, sollten bis zum 2. April keine Abgaben gelten. Ebenso setzte Trump Zölle für einen Teil der Importe aus Kanada aus. Trump begründete die vorübergehende Rücknahme der Zölle auf mexikanische Einfuhren mit seiner "sehr guten Beziehung" zu Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum, mit der er vor seiner Entscheidung telefoniert habe. Kanadas Premierminister Justin Trudeau sagte, dass der Zollstreit "auf absehbare Zeit" weitergehen werde. Ein Telefonat mit Trump bezeichnete er als "ungewöhnlich", mit Momenten der Spannung während der Diskussion darüber, wie man den Streit beenden könnte. 

... US-Präsident Donald Trump hat den Milliardär Elon Muskbei der Kürzung von Staatsausgaben zu einem Verzicht auf pauschale Massenentlassungen aufgefordert. In einer Nachricht auf seiner Plattform Truth Social teilte Trump mit, Einsparungen seien wichtig. Aber es sei auch wichtig, die besten und produktivsten Mitarbeiter zu behalten. Er forderte Präzision bei der Frage, wer bleiben solle und wer gehen müsse. "Wir sagen Skalpell anstelle von Axt", schrieb Trump.


Quelle: https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-03/us-ueberblick-morgen-donald-trump-nato-beistandsverpflichtung-kryptoreserve (7. März 2025)

https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-03/usa-donald-trump-elon-musk-stellenabbau

Quotepeter_schäfer

Erst musste im Vergleich zu Milei ein Downgrade von der Kettensäge ertragen werden, da folgt schon das beinah demütigende Absacken zum Skalpell. Da dieses Instrument mit Fingerspitzengefühl, Achtsamkeit und Demut geführt werden sollte, dürfte uns Elon bald die Lust verlieren. Was will man denn als Nächstes? Nachdenken?


QuoteTado HBS

>Bis zu 45.000 Stellen sollen demnach etwa in der Steuerbehörde IRS

In Deutschland bringt jeder weitere Steuerbeamte ein Vielfaches seiner Kosten rein. Ist das in den USA anders?


QuoteQue Che

In den USA sind Leute an der Macht die der Ansicht sind, den Staat brauche es nicht und daher auch keine Steuern.


QuoteWuerther

Ich dachte, die Kettensäge wäre das Mittel der Wahl.


QuoteMausschubser

Vor etwa einem Monat wurde Herr Musk noch von Herrn Trump wegen seiner Radikalität bei seinem Tun gelobt und zu noch radikalerem Vorgehen ermutigt.

Quelle: https://www.n-tv.de/politik/Trump-lobt-Musk-fuer-radikalen-Personalabbau-article25547581.html


QuoteWissenIstMacht888

Was für ein Hickhack und Chaos. Dort weiss die eine Hand nicht was die Andere gerade macht.

Immerhin schaut es ganz öffentlich maximal inkompetent aus, was die Bande um Trump herum gerade macht. Schade halt nur um die Sicherheit der Bürger und des Wohls für die Allgemeinheit.


QuoteAs time goes by

Präzise Entlassung heißt, nicht mehr alle Mitarbeiter der Steuerbehörde IRS entlassen, sondern nur die Mitarbeiter, die die Steuererklärungen der Milliardäre prüfen.


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"Donald Trump setzt Zölle gegen Mexiko und Kanada vorerst teilweise aus" (6. März 2025)
Zwei Tage nach ihrer Einführung wurden die US-Zölle auf Produkte aus Mexiko ausgesetzt. Auch auf einen Teil der kanadischen Importe fallen die Zölle vorübergehend weg.
https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-03/usa-zoelle-waren-mexiko-freihandelsabkommen

QuotePaul Freyburger

Ist das "experimentelles" Regieren?


QuoteB vergeben

So geht Kontinuität, so kann Wirtschaft planen. Man merkt einfach, Trump kommt aus der Wirtschaft und hat Ahnung von dem was er tut.


QuoteHerr Jensen

Es ist einerseits Donald Trumps Taktik, mit erratischen und chaotischen Entscheidungen zu verwirren und so unkalkulierbar zu bleiben.

Andererseits ist es aber auch starker Ausdruck davon, dass er überhaupt keinen Plan hat, wie er langfristig agieren und regieren will. Im Moment weiß man nicht, was davon einem mehr Angst machen sollte.

Möglicherweise ist das aber auch die Hoffnung: Jemand der zu doof ist für Diktatur, stolpert am Ende vielleicht auch über die eigene, zu lange Krawatte. Daumen drücken.


QuoteMarderhund

Und die Industrie jammert über mangelnde Planbarkeit in Deutschland.


QuoteAnton Witt

Tja, so isser, unser Donny. Ein wirtschaftliches Genie mit klaren Plänen für alle und alles. Den Wirtschaftswissenschaftlichern immer einen Schritt voraus.


QuoteExegetius

"... Trump begründete die vorübergehende Rücknahme der Zölle auf mexikanische Einfuhren nun mit seiner "sehr guten Beziehung" zu Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum. ..."

Vielleicht sollte die CDU doch besser eine Frau für das Amt des Bundeskanzlers vorschlagen?


QuoteElisabethBürger

Das hat mit dem Geschlecht nichts zu tun. Frau Sheinbaum hat die Cojones, von denen so mancher Politiker träumt, Trump inklusive.


QuoteExegetius

Oder Agnes Strack-Zimmermann - die hat Zähne!


QuoteTelse v. W. Antwort auf @Exegetius

...und Stahlhelm-Frisur...


QuoteMartin_R_H_S

Langsam macht sich Trump lächerlich. Aber auch das merken die MAGAs nicht.


QuoteManta_ray

,,Langsam"?


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Quote[...] Die amerikanische Militärhilfe für die Ukraine musste nach Darstellung des US-Sondergesandten Keith Kellogg eingestellt werden, um die ukrainische Führung an den Verhandlungstisch zu bewegen. "Ich kann es am besten so beschreiben, als würde man einem Maultier mit einem Kantholz auf die Nase hauen", sagte Kellogg bei einer Veranstaltung des Council on Foreign Relations. "So bekommt man ihre Aufmerksamkeit." Er betonte, dass es sich um einen vorübergehenden Hilfsstopp handele - nicht um ein endgültiges Ende der Unterstützung.

Kellogg deutete in diesem Zusammenhang an, dass die Entscheidung möglicherweise auch Auswirkungen auf die Verbündeten der USA habe. "Ich weiß, dass die Alliierten ... auch alles, was mit der US-Unterstützung zu tun hat, gewissermaßen pausiert haben", sagte er. Ob er damit meinte, dass auch die Weitergabe von US-Geheimdienstinformationen durch andere westliche Staaten eingeschränkt wurde, war unklar.

Mit Blick auf den jüngsten Eklat im Weißen Haus erklärte der Sondergesandte, der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj habe die Situation völlig falsch eingeschätzt. "Offen gesagt haben sie sich das selbst zuzuschreiben", sagte er über die Ukrainer. Es sei ein Fehler gewesen, US-Präsident Donald Trump öffentlich davon überzeugen zu wollen, sich klar gegen Russland zu positionieren. Der Republikaner sei "sehr großmütig" gewesen und die Eskalation "völlig vermeidbar". Der Stopp der US-Hilfen sei jedoch keine persönliche Rache Trumps, sondern ein strategischer Schritt, betonte Kellogg. Es zeige "einen bestimmten Verhandlungsstil".

Trump hatte im Wahlkampf wiederholt behauptet, den Ukraine-Krieg innerhalb von 24 Stunden beenden zu können. Dazu sagte Kellogg nun: "Wir haben nicht gesagt, an welchem Tag und in welchem Jahr." Er betonte, Selenskyj müsse nun den Rohstoff-Deal unterzeichnen. Auf den Hinweis, dass dieser sich bereits dazu bereit erklärt habe, entgegnete Kellogg: "Es besteht ein Unterschied zwischen dem Angebot, es zu tun - und es tatsächlich zu tun."

Auf die Frage, welcher Druck auf Russland ausgeübt werde, wollte Kellogg - wie bereits andere Regierungsvertreter - keine eindeutige Antwort geben. Er räumte jedoch ein, dass es noch Raum gebe, Moskau stärker unter Druck zu setzen. Gleichzeitig deutete er an, dass es von russischer Seite bereits eine Verhandlungsgrundlage gebe, während dies bei der Ukraine unklar sei.

Insgesamt äußerte sich der Sondergesandte wohlwollend über die Verhandlungsbereitschaft des Kremls. Zwischen dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und Russlands Präsident Wladimir Putin habe es in Moskau ein fast dreistündiges Gespräch gegeben und Trump habe mit Putin telefoniert, sagte Kellogg - während die Ukrainer das Oval Office mit leeren Händen verlassen hätten.

Quelle: ntv.de, mau/dpa


Aus: "Kellogg erläutert Trumps "Verhandlungsstil" mit Kiew" (07.03.2025)
Quelle: https://www.n-tv.de/politik/Kellogg-erlaeutert-Trumps-Verhandlungsstil-mit-Kiew-article25612335.html

Textaris(txt*bot)

Quote[...] Donald Trump pöbelt ohne Unterlass in Richtung der Nachbarn im Norden und Süden. Drogen und Migranten würden sowohl aus Mexiko als auch Kanada unentwegt ins Land strömen. Seine Lösung: mehr Grenztruppen, markige Worte auf Social Media und das Allheilmittel: Zölle. Dabei ist die Gleichsetzung der beiden Nachbarländer absurd.

Aus dem von Justin Trudeau regierten "Great White North" gelangen 2024 nur geringe Mengen an Fentanyl - auf welches der US-Präsident besonders abhebt - über die fast 9000 Kilometer lange Grenze. Gerade einmal rund 43 amerikanische Pfund (rund 19,5 Kilo) werden dort im vergangenen Jahr beschlagnahmt - von insgesamt 21.889 Pfund (rund 9930 Kilo), wie aus Daten der US-Behörden hervorgeht.

Damit machte über Kanada eingeführtes Fentanyl gerade einmal 0,2 Prozent der beschlagnahmten Menge der tödlichen Droge aus. Dagegen werden im Süden 21.148 Pfund (rund 9592 Kilo) und somit über 97 Prozent an der Grenze entdeckt.

Kritische Rückfragen zu den verhängten - und nun teils bereits wieder ausgesetzten - Zöllen und deren Begründung mit der Drogenflut sind im Weißen Haus offensichtlich nicht erwünscht. Reporterfragen werden abgebügelt.

Es habe einen Zuwachs von über 2000 Prozent bei den Fentanyl-Beschlagnahmungen an der Nordgrenze gegeben, erklärt Trump-Sprecherin Karoline Leavitt in einer Pressekonferenz am Mittwoch. Ein Reporter hakt nach: Es handle sich bei der Gesamtmenge von 43 Pfund doch nur um weniger als das, was in einen Handgepäckkoffer passe. "Ist das viel Fentanyl im Vergleich zu Mexiko? Die große Mehrheit kommt aus Mexiko. Was muss Kanada denn noch machen?", fragt der Journalist.

Eine Antwort auf die Frage? Gibt es nicht. "Sie fragen mich, was die Begründung des Präsidenten für die Zölle ist? Das ist nicht Ihre Entscheidung, Sie sind nicht der Präsident", weist Leavitt ihn zurecht. "Ehrlich gesagt, ist es ein wenig respektlos gegenüber den Familien in diesem Land, die geliebte Menschen durch das tödliche Gift verloren haben."

Trump instrumentalisiert die Zehntausenden Fentanyl-Toten pro Jahr, um gegen den nördlichen Nachbarn Stimmung zu machen. "Ich habe dem kanadischen Gouverneur Justin Trudeau gesagt, dass er die Probleme, die wir mit ihm haben, größtenteils durch seine schwache Grenzpolitik verursacht hat, die es ermöglicht hat, dass enorme Mengen von Fentanyl und illegalen Ausländern in die Vereinigten Staaten gelangen", schreibt Trump am Mittwoch auf Truth Social. "Diese Politik ist für den Tod vieler Menschen verantwortlich." Bei öffentlichen Auftritten umgibt er sich auch mit Angehörigen von an Überdosen gestorbenen Personen.

Allerdings sieht selbst die US-Strafverfolgungsbehörde für Drogendelikte DEA Kanada als kein Problemland hinsichtlich Drogenschmuggels. In deren Gefahrenanalyse für das vergangene Jahr taucht auf 57 Seiten das von Trudeau regierte Land kein einziges Mal auf.

Ähnlich agiert Trump auch bei den angeblichen Massen an Einwanderern, die über die Grenze strömen sollen. Die Zahl der illegalen Grenzübertritte ist an der Gesamtzahl gemessen gering. US-Behörden zufolge wurden im Norden im vergangenen Jahr 24.000 Menschen registriert, die unerlaubt in die USA einreisten. Ein Bruchteil dessen, was an der Südgrenze vor sich geht. Dort wurden im selben Zeitraum 1,5 Millionen entsprechende Vergehen dokumentiert.

Trump sind die Zahlen offensichtlich egal. Er wiederholt seine Vorwürfe unentwegt. Obwohl Kanada mit Hunderten Millionen Euro die Grenzsicherung ausbaut, diese mit zusätzlichen Blackhawk-Hubschraubern und Dutzenden Drohnen mit Wärmebildkameras überwacht. Um dem Drogenschmuggel zu begegnen, werden zusätzliche Scanner für die verbotenen Stoffe und mehr Spürhunde angeschafft.

Gleichzeitig sinken auch die Zahlen der Todesopfer von Fentanyl in den USA. Während Trump in einer Kabinettssitzung von 300.000 Toten pro Jahr spricht, weist die Gesundheitsbehörde CDC zwischen September 2023 und September 2024 55.000 an Fentanyl gestorbene Menschen aus. Ein Rückgang von 30 Prozent im Vergleich zu den Vorjahren.

Experten zufolge sind dafür aber nicht zunehmende Grenzkontrollen verantwortlich. Maßnahmen unter anderem im Bereich der öffentlichen Gesundheit wie die Bereitstellung von medizinischen Präparaten bei Überdosen senken laut "New York Times" die Todeszahlen. Mit US-Bundesmitteln konnten sich Kommunen Vorräte anlegen. Bereitgestellt wurden diese nicht von Trump, sondern von Joe Biden.


Aus: "Trump verbreitet Fentanyl-Märchen über Kanada" Lukas Märkle (07.03.2025)
Quelle: https://www.n-tv.de/politik/Trump-verbreitet-Fentanyl-Maerchen-ueber-Kanada-article25610571.html

Textaris(txt*bot)

Quote[...] US-Präsident Trump könnte Deutschland verteidigungspolitisch erneut fallen lassen. Einem Bericht zufolge überlegt er, 35.000 US-Soldaten abzuziehen und in ein anderes europäisches Land zu verlegen. Die Wahl des mutmaßlichen neuen Standorts wirft allerdings Fragen auf.

US-Präsident Donald Trump erwägt offenbar eine Verlegung der in Deutschland stationierten US-Soldaten nach Ungarn. Das berichtet der britische "Telegraph". Im Bericht ist von 35.000 aktiven US-Soldaten die Rede, die abgezogen werden könnten. In einer Anfrage der Linkspartei aus dem Sommer 2023 geht hervor, dass im Jahr 2022 rund 38.000 US-Soldaten in Deutschland stationiert waren.

Wie die Zeitung berichtet, hatte Trump mehrfach gewarnt, dass Europa mehr in seine Verteidigung investieren müsse. "Trump ist verärgert, dass sie [Europa] anscheinend auf einen Krieg drängen", sagte eine dem Weißen Haus nahestehende Quelle dem "Telegraph".

Brian Hughes, ein Sprecher für nationale Sicherheit der USA, reagierte ein wenig zurückhaltender und sagte: "Es steht zwar keine konkrete Ankündigung bevor, aber das US-Militär erwägt stets die Verlegung von Truppen auf der ganzen Welt, um aktuellen Bedrohungen unserer Interessen am besten begegnen zu können." Demnach könnten die US-Soldaten aus Deutschland künftig in Ungarn stationiert werden.

Ein Grund soll sein, dass Trump US-Truppen auf Nato-Länder konzentrieren will, die ihre Verteidigungsausgaben erhöht haben und die genannten BIP-Ziele erreichen. Dies ist Teil der Pläne der US-Regierung, das Nato-Engagement so umzugestalten, dass Mitgliedsländer mit höheren Verteidigungsausgaben bevorzugt werden. Zunächst waren von US-Seite 3 oder 3,5 Prozent Anteil der Verteidigungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt gefordert, später sprach Trump von 5 Prozent.

Gegenwärtig erreichen allerdings nicht einmal die USA selbst die genannte Zielmarke. 2024 machten die US-Verteidigungsausgaben rund 3,38 Prozent des BIP aus. Unter den Nato-Staaten lagen sie in Estland (3,43 Prozent) und Polen (4,12 Prozent) dagegen höher. Ungarn kommt dagegen auf 2,11 Prozent und gibt damit anteilig minimal weniger aus als Deutschland (2,12 Prozent).

Ein weiterer Grund für das mögliche Zielland Ungarn könnte Trumps Bewunderung des ungarischen Präsidenten Victor Orban sein. Der wiederum lobte Trump bereits mehrfach. Orban ist zudem, wie Trump, ein großer Bewunderer des russischen Präsidenten Wladimir Putin und stemmte sich innerhalb der Europäischen Union mehrfach gegen Sanktionen Russlands. Auf einem EU-Sondergipfel in Brüssel am Donnerstag legte Orban etwa sein Veto gegen eine von allen anderen Mitgliedstaaten unterzeichnete Zusage ein, die Ukraine stärker zu unterstützen. Ungarn hat die Ukraine bisher nicht militärisch unterstützt.

Trump hat die Nato-Länder wiederholt dafür kritisiert, dass sie das derzeitige Ausgabenziel von zwei Prozent nicht erreicht haben, und argumentiert, dass diese Ungleichheit eine unfaire Belastung für die Vereinigten Staaten darstellt. Erst am Donnerstag deutete er an, dass die USA möglicherweise Nato-Verbündete, die ihre Ausgabenziele nicht erfüllen, im Rahmen einer umfassenden Umstrukturierung des Bündnisses nicht verteidigen werden.

Vor Reportern im Oval Office sagte er: "Als ich in die Nato kam, als ich mein erstes Treffen hatte, bemerkte ich, dass die Leute ihre Rechnungen überhaupt nicht bezahlten, und ich sagte, ich sollte bis zu meinem zweiten Treffen warten. Und das tat ich. Und ich habe das angesprochen und gesagt: 'Wenn ihr eure Rechnungen nicht bezahlt, werden wir nicht mitmachen. Wir werden euch nicht beschützen.'"

Anfang der Woche hatten sich Union und SPD in Sondierungsgesprächen allerdings auf eine massive Steigerung der Verteidigungsausgaben geeinigt. Demnach sollen alle Militärausgaben, die ein Prozent des BIP übersteigen, von der Schuldenbremse ausgenommen werden. Eine konkret angepeilte Summe wurde nicht genannt. Der wohl künftige Bundeskanzler Friedrich Merz von der CDU sagte allerdings, dass man investieren werde, "whatever it takes".

Wie der "Telegraph" weiter berichtet, hatte Trump bereits zu Jahresbeginn überlegt, das amerikanische Kontingent in Europa um 20 Prozent zu reduzieren. Es bestand auch die Idee, einen "finanziellen Beitrag" für den Unterhalt der verbleibenden Truppen zu verlangen.


Aus: "Trump denkt über Abzug von US-Soldaten aus Deutschland nach" (07.03.2025)
Quelle: https://www.n-tv.de/politik/Militaerausgaben-Deutschlands-zu-gering-Trump-denkt-ueber-Abzug-von-35-000-US-Soldaten-nach-Ungarn-nach-article25614845.html


Textaris(txt*bot)

Quote[...] Die als Reaktion auf die Finanzkrise eingerichtete Behörde CFPB soll nun keine Banken und Zahlungsdienstleister mehr kontrollieren. Für einen Teil der Finanzprodukte fehlt daher eine Bundesaufsicht.

Die Verbraucherschutz-Behörde im US-Finanzsektor (CFPB) soll auf Geheiß von US-Präsident Donald Trump Aktivitäten wie die Aufsicht von Unternehmen einstellen. Der von Trump eingesetzte CFPB-Chef Russell Vought habe die Beschäftigten am Samstag zu diesem Schritt angewiesen, wie aus einem Dokument hervorgeht, in das die Nachrichtenagentur Reuters Einsicht hatte.

Die Behörde bleibt nach Reuters-Informationen zudem in der kommenden Woche geschlossen. Vought hat auch angeordnet, dass die CFPB ihre öffentliche Kommunikation einstellt.

In seinem Schreiben wies Vought die Mitarbeitenden an, ,,alle Aufsichts- und Prüfungsaktivitäten einzustellen". Die CFPB wurde eingerichtet, um Finanzprodukte für Verbraucher nach der globalen Finanzkrise von 2008 zu überwachen und zu regulieren.

Die Behörde beaufsichtigt kundenorientierte Finanzunternehmen wie Banken, Hypothekendarlehensgeber und Geldtransferdienste, um unfaire, betrügerische und missbräuchliche Praktiken und anderes kriminelles Verhalten zu verhindern.

Voughts Anordnung lässt einen Großteil dieser Geschäftstätigkeiten ohne Aufsicht der Bundesregierung. Vought kündigte zudem an, die Finanzierung der Behörde für das nächste Quartal auf null zu reduzieren, da deren aktuelle Barmittel von über 700 Millionen Dollar ausreichten.

Der Tesla-Chef und Unternehmer Elon Musk soll die Effizienz der Regierung von Trump steigern. Musk, dessen Plattform X in den Verbraucherfinanzmarkt einsteigen will, hat sich zum Ziel gesetzt, das CFPB zu zerstören.

Vertretern seines Ministeriums für Regierungseffizienz wurde Zugriff auf alle IT-Systeme der Behörde gewährt, wie ein Insider sagte. Gewerkschaftsvertreter erklärten, Musk versuche, die Kontrolle über genau die Behörde zu übernehmen, die auch seine Firmen im Zaum halten solle.


Aus: "Trump stoppt Verbraucherschutzbehörde" (10.02.2025)
Quelle: https://www.faz.net/aktuell/finanzen/banken-hypotheken-trump-stoppt-anlegerschutzamt-cfpb-110286733.html

Textaris(txt*bot)

Quote[...] Die US-Regierung hat Hunderte Meteorologinnen und Meteorologen und weitere Beschäftigte der Wetter- und Ozeanographiebehörde Noaa entlassen, obwohl ein Bundesrichter zuvor die Massenentlassungen in Behörden gestoppt hatte. Die Entlassungen seien offenbar in zwei Wellen erfolgt, bei denen einmal 500 und dann 800 Menschen gekündigt worden sei, sagte der frühere leitende Noaa-Wissenschaftler Craig McLean. Nach Angaben von nicht betroffenen Mitarbeitern wurden auch Meteorologen entlassen, die in den Büros des Wetterdienstes wichtige Vorhersagen für lokale Unwetter machen.

Nach Angaben McLeans sind etwa zehn Prozent der Noaa-Belegschaft entlassen worden, als erstes Angestellte in der Probezeit. Beim Wetterdienst, der für die täglichen Vorhersagen und Gefahrenwarnungen zuständig ist, gibt es etwa 375 Angestellte auf Probe.

Der Klimawissenschaftler Daniel Swain von der University of California in Los Angeles nannte die Stellenstreichungen "spektakulär kurzsichtig". Sie gefährdeten letztlich die öffentliche Sicherheit der US-Bürger und die Widerstandsfähigkeit der US-amerikanischen Wirtschaft gegenüber wetter- und klimabedingten Katastrophen.

Ein kalifornischer Bundesrichter hatte am Donnerstag eigentlich die Tausenden von der US-Regierung bisher geplanten Entlassungen in Behörden gestoppt. Diese Massenentlassungen von Bundesbediensteten in der Probezeit seien wahrscheinlich rechtswidrig gewesen, hieß es.

Die Entlassungen sind Teil der Bemühungen des Milliardärs Elon Musk und seiner sogenannten Behörde für Regierungseffizienz DOGE, die US-Bürokratie zurückzuschneiden. Präsident Donald Trump bezeichnete die Belegschaft der Bundesbehörden als aufgebläht und schlampig.


Aus: "US-Regierung entlässt Hunderte Meteorologen der Wetterbehörde Noaa" (28. Februar 2025)
Quelle: https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-02/usa-noaa-entlassungen-donald-trump-wetterdienst

QuoteGoWilliGo

Wenn man wissen will, wie das Wetter ist, braucht man doch nur aus dem Fenster zu schauen...


Quotecasparcash

Wenn man jetzt noch Polizisten und Feuerwehrleute entlässt, gibt es bald weder Kriminalität noch Brände.

Genial!


QuoteGernot68

Project 2025, von dem sich Trump zwar im Wahlkampf distanziert hat, dessen Agenda er aber zu exekutiertieren scheint, hat NOAA als Feind identifiziert, der zerschlagen werden muss: "one of the main drivers of the climate change alarm industry."

NOAA soll deshalb weitestgehend schließen. Der Wetterdienst des NOAA soll privatisiert werden. Arbeiten an Themen wie Klimawandel, Luftverschmutzung usw. sollen eingestellt werden, die Finanzierung dafür entzogen werden.

Kurzfristig kann das durchaus auch Milliarden sparen. Langfristig dürfte es den USA schwer schaden. Der Klimawandel und seine spürbaren Folgen gehen durch mundtot machen nicht weg.  ...


QuoteSoconF

Glücklicherweise ist die USA ja vom Klimawandel nicht bedroht....


Quotehannesbk

Und war es nicht Lindner, der gesagt hat, wir sollten uns daran ein Beispiel nehmen?


Quotevactorio

"Mehr Musk wagen" wie Linder mal sagte. Übrigens hat seine Partei im Wahlkampf gefordert, den DWD zu privatisieren. ...


QuoteMomentumchen

Die Daten des DWD können von so sympathischen gewinnorientierten Unternehmen wie WetterOnline gratis genutzt werden. Deren App hat u.a. den Standortverlauf ihrer Nutzer kommerziell verwertet. (Nach Beschwerden werden derzeit die Nutzerdaten nur noch an etwa 300 statt 800 Firmen veräußert.)

Zu was für datenschutzverachtenden Maßnahmen sähen sich diese Unternehmen wohl genötigt, wenn sie die Daten nicht gratis bekämen, sondern das Satelliten- und Wetterexperten-Netzwerk selbst finanzieren müssten?


Quoteganz_sachte

Dass bei den Amis gerade alle durchdrehen und viel Flurschaden gemacht wird ist unbestritten. Dass eine Behörde, die für Wettervorhersagen, etwas Forschung und Katastrophenschutz zuständig ist, 13.000 teuer bezahlte Mitarbeiter braucht klingt aber wirklich irre. Nach dieser Größe sehnen sich so manche DAX Konzerne mit weltweiten Standorten.


QuoteStefan W. Mueller

Sie kennen sich in der Thematik (Wetterprognose, Katastrophenabwehr) offenbar aus und wissen genau, was angemessen oder erforderlich ist.


QuoteAndreas Frey

Kalkulation für Freunde der Sparsamkeit: 13.000 Fachkräfte für ein Land, das so groß ist wie ein Kontinent gegen Wie teuer werden die Schäden durch extremes Wetter, wenn die Menschen nicht rechtzeitig gewarnt werden können?


QuoteOR
Ockhams Rasiermesser
vor 2 Wochen

Hier könne Sie ja schauen, für was die NOAA alles zuständig ist:

The National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) is an American scientific and regulatory agency charged with forecasting weather, monitoring oceanic and atmospheric conditions, charting the seas, conducting deep-sea exploration, and managing fishing and protection of marine mammals and endangered species in the US exclusive economic zone. The agency is part of the United States Department of Commerce and is headquartered in Silver Spring, Maryland. NOAA supports the "Dynamic Planet" and "Meteorology" events in Science Olympiad. ...

https://en.wikipedia.org/wiki/National_Oceanic_and_Atmospheric_Administration


QuoteKraskar

Ein Forist war so freundlich...

Zitat Marcel_NRW

Der Deutsche Wetterdienst hat 2.150 Bedienstete, das Bundesamt für Hydrografie hat 850 Bedienstete.Wenn Deutschland für seine 350.000 km² und überschaubare Menge an angrenzenden Meeren schon 3.000 Mitarbeitende braucht, finde ich 4x so viel für ein Land was an Fläche 28x so groß ist wie Deutschland nicht so ungewöhnlich.


Quoted
dadonaro

NOAA ist nicht nur für Wetter zuständig. NOAA ist verpflichtet, kostenlos vollständige, aktuelle digitale Seekarten bereitzustellen. Ein weiterer wichtiger Teil der NOAA ist der " U.S. National Geodetic Survey" (NGS).

Aus der Beschreibung der Aufgaben (https://en.wikipedia.org/wiki/U.S._National_Geodetic_Survey):

,,....It maps changing shorelines in the United States and provides aerial imagery of regions affected by natural disasters, enabling rapid damage assessment by emergency managers and members of the public. The Online Positioning and User Service (OPUS) processes user-input GPS data and outputs position solutions within the NSRS. The agency offers other tools for conversion between datums....."

Die Hauptfunktion des NGS ist: ,,"... Its core function is to maintain.....a consistent coordinate system that defines latitude, longitude, height, scale, gravity, and orientation throughout the United States..."

Ein konsistentes, zuverlässiges Koordinatensystem ist lebenswichtig für den Seeverkehr, die Luftfahrt, Vorhersagen von Erdbeben....

Wenn hier ebenso willkürlich Leute entlassen wurden, ist das nicht unkritisch.


QuoteAlaskawolf

Make Weather great again!


QuoteAlexandra77

Trump macht das großartig: wenn mann die Seuchenexperten entlässt, gibt es keine Vogelgrippe mehr, wenn mann die Meterologen entlässt, keine Hurricanes, Beschneidung des Pressepools verschont einen vor unliebsamen Nachfragen.


QuoteKein Punkt kann kippen

Das Fach Meteorologie gehört als marxistische Irrlehre der Feinde Amerikas eh abgeschafft.


QuoteAvatarbild von Exuma
Exuma

Kommt einem bekannt vor. In der Sowjetunion gab es einmal einen Agronomen, Trofim Denissowitsch Lyssenko, der die klassische Genetik und die Mendelschen Vererbungsregeln als ,,bürgerlich" und ,,reaktionär" ablehnte. ...

[ ... Lyssenko war unter Josef Stalin der führende Biologe der UdSSR. Er vertrat wie Jean-Baptiste de Lamarck und die Neolamarckisten die Ansicht, dass erworbene Eigenschaften vererbt würden, und negierte die Existenz von Genen als unsozialistisch und deshalb falsch. Die Entstehung neuer Arten erfolge daher nicht durch Mutation und Selektion (Synthetische Evolutionstheorie), sondern durch Einflüsse der Umwelt. Seine Theorien prüfte er in groß angelegten Landwirtschaftsprojekten. So säte er Weizen unter ungünstigen klimatischen Bedingungen und fand daraufhin im nächsten Jahr Roggenpflanzen auf dem Feld. Tatsächlich hatten sich Roggenpflanzen von benachbarten Feldern ausgesät. Lyssenko interpretierte dagegen solche Ergebnisse als Beleg für seine Thesen. Mit der Einführung der künstlichen Jarowisation von Weizensaatgut wollte er die nach der Zwangskollektivierung verbreiteten Missernten in der Ukraine und Russland verhindern. Die von ihm prognostizierten Ertragssteigerungen erwiesen sich bald als unhaltbar. ... | https://de.wikipedia.org/wiki/Trofim_Denissowitsch_Lyssenko


QuoteKein Punkt kann kippen

... Sehr interessant. In dem Zusammenhang möchte ich auf den biographischen Roman "Der Meteorologe" hinweisen, in dem Olivier Rolin das Schicksal von Alexei Wangenheim nachzeichnet, Gründer und erster Leiter des sowjetischen Wetterdienstes. Er träumte von der Nutzung von Wind- und Sonnenenergie und glaubte an die Zukunft das Sozialismus, auch dann noch, als er aus unerfindlichen Gründen verhaftet wurde und in die Maschinerie der stalinistischen Arbeitslager geriet.


Quotemk142

Und wer misst jetzt für Kennedy Jr. die Chemtrail-Belastung?


QuoteNebelkappe

Das macht doch alles nichts, solange es den Superreichen gut geht und sie keine Steuern zahlen müssen. Die können für sich selber sorgen, wird unterm Strich auch billiger, als den Pöbel zu unterstützen.


QuoteHerr Grümpel

Es weiß doch jeder, dass es unter Trump keine Unwetter mehr geben wird.
Sunshine and blue skies, MAGA!


QuoteKafka-Franzl

Alle schreiben hier von der NAOO, aber das ist nicht das Wesentliche, sondern vielmehr, dass Trump/Musk einen Bundesrichter ignorieren und damit die Gewaltenteilung zu Grabe tragen und damit die Demokratie.


Quotestüsü

Macht Trump jetzt das Wetter oder Musk?


QuoteLar_issa

Laut CNN Artikel war die NOAA schon vorher unterbesetzt. Übrigens sehr interessanter Artikel, in dem auch klar wird, was genau diese Behörde eigentlich alles macht:

Trump officials fire 800 employees at weather forecasting and oceans agency
Ella Nilsen Tami Luhby
By Ella Nilsen and Tami Luhby, CNN
Updated 10:08 AM EST, Fri February 28, 2025
https://edition.cnn.com/2025/02/27/politics/noaa-federal-workers-firings/index.html


...


Textaris(txt*bot)

Quote[...] In den USA zeigt sich zunehmend Protest und auch Gewalt gegen den Elektroautohersteller Tesla und seinen Chef Elon Musk. Mehrere Medien in dem Land berichten von etlichen Angriffen auf die Infrastruktur des Unternehmens, seitdem Musk für den neuen Präsidenten Donald Trump als Chefberater tätig ist. In den vergangenen Wochen wurden demnach etwa Autos und Ladesäulen in Brand gesteckt, aber auch in einem Fall mit einer halb automatischen Waffe auf ein Geschäft des Unternehmens geschossen.

Allein in der aktuellen Woche gab es mehrere schwerwiegende Vorfälle, wie die New York Times berichtet. Am Montag wurden sieben Tesla-Ladestationen in einem Einkaufszentrum außerhalb von Boston in Brand gesetzt. In einem anderen Vorort von Boston verhaftete die Polizei am Mittwoch einen Mann, der sechs Tesla-Fahrzeuge mit Aufklebern von Musk beim Zeigen des Hitlergrußes beklebte.

Am Donnerstag fanden den Angaben nach die Angestellten in einem Autohaus in der Nähe von Portland, Oregon, zum Arbeitsbeginn Schäden durch Schüsse vor. Drei Autos waren beschädigt und Fensterscheiben zertrümmert worden, eine Kugel durchschlug eine Wand und traf laut Polizei einen Computermonitor. Die Einsatzkräfte gingen davon aus, dass insgesamt mindestens sieben Schüsse abgefeuert worden waren.

Diesen Samstag fand an einem Tesla-Autohaus im New Yorker Stadtteil Manhattan eine Demonstration mit mehreren Hundert Teilnehmern statt. Laut der New York Times blockierten sie die Eingänge und legten das Autohaus damit lahm. Sie hielten Schilder mit Aufrufen wie "Oligarchen out, Demokratie in" und "Niemand hat für Musk gestimmt". Auch solche Proteste gab es in den vergangenen Wochen immer wieder an Autohäusern.

Der Tech-Milliardär hatte in seiner neuen Funktion für die sogenannte Behörde für Regierungseffizienz (DOGE) der US-Regierung zuletzt Hass auf sich gezogen. Musk setzte bei mehreren Bundesbehörden enorme Budgetkürzungen durch und bewirkte damit auch große Entlassungswellen.

Aber nicht nur in den USA zeigten Musk-Kritiker ihren Unmut durch Gewalt. In der Tesla-Fabrik in Grünheide nahe Berlin sind am Dienstag mehrere Brände ausgebrochen. Die Polizei teilte der New York Times mit, sie ermittle wegen Brandstiftung. Zudem ist der Absatz von Tesla-Autos in Deutschland zuletzt enorm eingebrochen.

In Frankreich wurden am vergangenen Wochenende in der Nähe der südlichen Stadt Toulouse mehrere Tesla-Autos in Brand gesetzt. Der Brand sei "keineswegs zufällig" gewesen, hieß es von der Staatsanwaltschaft.

In den USA, wo die meisten Gewalttaten dokumentiert sind, befürchten die Behörden allerdings Schlimmeres, schreibt die Washington Post. Demnach hätten die Strafverfolgungsbehörden in dem Bostoner Vorort, in dem ein Mann die Sticker von Elon Musk mit dem Hitlergruß auf Teslas geklebt hat, gewarnt: Es sei nur eine Frage der Zeit, bis jemand bei der Gewalt gegen einen Tesla ernsthaft verletzt werde.


Aus: "US-Polizei meldet vermehrt Angriffe auf Tesla-Autohäuser" Sarah Vojta (9. März 2025)
Quelle: https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2025-03/tesla-elon-musk-gewalt-protest

QuoteBIOGRAFIX

Trumps Ideal einer bewaffneten Bürgerschaft, die sich zur Not mit Waffengewalt gegen Eliten zur Wehr setzt, von denen sie sich politisch, wirtschaftlich benachteiligt fühlen, scheint doch in Erfüllung zu gehen.  ...


QuoteHorst-Karl

Ist das dann diese Redefreiheit, wenn Waffen sprechen?


QuoteWindthorpe

Heute habe ich tatsächlich einen Tesla gesehen mit dem Aufkleber: "Habe mir das Auto gekauft, bevor Elon verrückt wurde" (deutsch frei übersetzt).


QuoteKing Tut der zweite

Elon war schon immer so, das wollte seine Fanbubble nur nicht wahr haben.

Früher wurde einem hier sogar der Account gesperrt, wenn man darauf hinwies, was er für ein Menschenbild haben muss, um so mit seinen Mitarbeitern umzugehen.


QuoteHaliflor

Brandstiftungen und Maschinengewehrfeuer auf Gebäude:
1. kriminell
2. eskalativ und äußerst kurzsichtig


QuoteMax Hansen

Immer diese Demokraten mit ihren Schelmenstreichen...


QuoteNationalpark50

Musk auf X: "Raus aus der Nato, jetzt", forderte. Musk schrieb dazu: "Das sollten wir wirklich. Es ergibt keinen Sinn, dass Amerika für die Verteidigung Europas bezahlt". ...


QuoteMartin1968

Entfernt. Bitte verzichten Sie auf überzogene Polemik. Danke, die Redaktion/SC


...

Textaris(txt*bot)

Quote[...] Im Wahlkampf hat der US-Präsident eine rasche Senkung der Inflation versprochen. Stattdessen treibt er die Preise mit seiner Zollpolitik in die Höhe und verunsichert durch chaotische Ankündigungen die Wirtschaft. Immer mehr Ökonomen befürchten eine Rezession.

Es war eine berührende Geschichte, die Donald Trump im Dezember in der Herzkammer des Kapitalismus vortrug. Der Präsident stand in der New Yorker Börse und berichtete von einer alten Frau, die drei Äpfel zur Kassa eines Supermarkts brachte. Als sie den Preis sah, legte sie einen leise zurück ins Regal. "So etwas darf es in Amerika nicht geben!", empörte sich Trump. "Sehr bald werden sich die Menschen ihre Lebensmittel wieder leisten können."

Seither hat sich an der amerikanischen Preisfront nichts verbessert. Im Gegenteil. Die Inflationsrate, die im Dezember bei 2,9 Prozent lag, stieg im Jänner auf 3,0 Prozent. Eier, die landesweit zu einem Symbol der Krise geworden sind, verteuerten sich im Jänner gar um 15 Prozent. Eindringlich warnen die Chefs der großen Handelsketten vor weiteren Aufschlägen durch die für April angekündigten massiven Zölle auch gegen Europa. Die Analysten von Morgan Stanley haben ihre Inflationsprognose für das Gesamtjahr bereits von 2,3 auf 2,5 Prozent angehoben.

Umso bemerkenswerter ist der Auftritt, den der Präsident in der Sonntagsshow der ihm freundlich gesonnenen Fox-News-Moderatorin Maria Bartiromo hinlegte. Dort wich Trump einer Frage nach der Teuerung aus. "Wir hatten eine Rekordinflation unter Biden. Das ist einer der Gründe, warum ich die Wahl gewonnen habe", sagte er und fabulierte dann etwas von einer "Übergangsphase". Schon in seiner Rede vor dem Kongress in der vergangenen Woche hatte Trump "ein paar Beeinträchtigungen" durch die Zölle eingeräumt. "Einige Produkte aus dem Ausland könnten etwas teurer werden", erklärte am Sonntag sein Handelsminister Howard Lutnick beim Sender NBC erstmals offen.

Das sind ganz andere Töne als im Wahlkampf. Immer wieder hat Trump da versprochen, er werde die Preise "am ersten Tag" senken. Davon ist längst keine Rede mehr. Stattdessen müssen die Amerikaner bei den Restaurantketten Denny's und Waffle House inzwischen einen Zuschlag für Eierspeisen zahlen, und viele Supermarktketten haben die Abgabe von Eiern auf ein oder zwei Dutzend begrenzt.

Auch wenn die Aufschläge bei Hühnerprodukten wegen der Vogelgrippe extrem ausfallen, drücken die Teuerung und die Aussicht auf weitere Belastungen durch die Zölle massiv auf die Laune der Amerikaner. Der von der Universität Michigan erhobene Index für das Verbrauchervertrauen ist im Februar um sieben Punkte abgestürzt – der stärkste Einbruch seit vier Jahren. Drei von vier Befragten sagen in einer Umfrage des Senders CBS, dass ihr Einkommen mit der Inflation nicht mithält. Fast die Hälfte glaubt, dass die Wirtschaft in diesem Jahr schlechter läuft. Nur 24 Prozent sehen eine Verbesserung.

Mit Trumps chaotischem Zickzackkurs bei der Einführung von Zöllen, einem wahrscheinlichen Handelskrieg und der massiven Entlassung von Staatsbediensteten in die Arbeitslosigkeit könnte sich die Lage deutlich verschlimmern. "Die US-Wirtschaft bewegt sich in Richtung einer Rezession", warnte am Wochenende die renommierte Wirtschaftszeitung Financial Times. Eine wachsende Zahl amerikanischer Ökonomen sieht das ähnlich. Nicht nur Inflation und wachsende Arbeitslosigkeit machen ihnen Sorgen, sondern auch die komplette Unsicherheit über die politischen Rahmenbedingungen mit buchstäblich stündlich wechselnden Ansagen aus dem Oval Office. Seit Tagen befinden sich die Börsenkurse auf Achterbahnfahrt. "Das ist eine absolute Katastrophe für Unternehmen", urteilt der Wirtschaftsprofessor Briane Bethune vom Boston College. "Wie kann man in diesem Umfeld irgendetwas planen?"

Bei TV-Frau Bartiromo hätte Trump am Sonntag die Chance gehabt, den düsteren Konjunkturprognosen entgegenzutreten. Doch er vermied auffällig jegliche Festlegung. Bei der Frage, ob das Land in eine Rezession rutschen könne, zögerte er kurz. Dann antwortete er: "Ich will solche Sachen nicht vorhersagen." Ein Nein klingt anders. Auch der fast flehentlichen Bitte der Fox-News-Moderatorin, den Unternehmen doch etwas Planungssicherheit zu geben, kam der Präsident nicht nach. Im Gegenteil: "Im Lauf der Zeit könnten die Zölle etwas steigen", verkündete er vage.

Trotz aller Warnsignale scheint der selbsternannte Meister-Dealmaker vom Erfolg seiner ökonomischen Schocktherapie felsenfest überzeugt. "Wir tun etwas Gewaltiges", sagte er. "Das dauert ein bisschen. Aber am Ende wird es großartig sein." Die Frage ist nur, ob es der alten Dame mit den Äpfeln hilft.


Aus: "Trump stimmt Wähler auf harte Zeiten ein – das trübt die Stimmung"
Karl Doemens aus Washington (10.3.2025)
Quelle: https://www.derstandard.at/story/3000000260635/trump-stimmt-waehler-auf-harte-zeiten-ein-das-truebt-die-stimmung

QuoteBe Sonnen

Ich weiß, der Text oben muss in die Berichterstattung. Aber: alle die das Lesen, wird es nicht überraschen.
Alle die das überraschen würde, werden das nicht lesen.


QuoteNoekeo

Aber wenn er es sagt dann wird es auch so sein. Ich wüsste nicht warum er lügen soll, das hat er ja noch nie gemacht.


Quote.:.:..::.:.:..::.:.:..::.:.

Aus "Trump pledged to bring down food prices on Day One" wird "stimmt Wähler auf harte Zeiten ein"

Und das ganze wäre noch verständlich, wenns ein externer Shock wäre, aber Trump hat das alles mit sein Zoll-Chaos selbst angerichtet!

Auchja und den Ukraine Krieg wollte er auch in 24h beenet haben, bevor er in das weiße Haus einziehen würde, weil Selensky UND Putin so gute Freunde von ihm seien...


Quotethelcrazylazyzwo

Ach was, ist ja nur der Biden an Allem schuld. Er muss zuerst dessen Misswirtschaft beseitigen, dann erst kann Milch und Honig fließen. ...


Quote²²I²²

Sagenhaft der Typ

verpulvert in wenigen Tagen Ansehen, Macht, Geld und Wohlstand der USA.
Atemberaubende Performance ...


Quoteexhale

Ich glaub nicht, dass das seine Wähler unzufrieden macht. Bei diesen Leuten regiert der Hass und der wird vollauf befriedigt.


QuoteLOWI LOWG

... Allein in meinem (nicht freiwillig gewählten) Umfeld höre ich, dass
* ,,er endlich (ua) mit dem Deep state aufräumt",
* ,,den Krieg nun stoppt, den Biden (?!?!) angefangen hat",
* ,,warum macht man nicht auch Austria first? Trump machts mit America first richtig! Orban, Fico (etc) haben da schon recht!"
* ,,die Impfmafia stoppt"
* ,,die links woke sche*** beendet, weil es nur zwei Geschlechter gibt"
* usw...

Möchte mir gar nicht vorstellen, was seine Fans dann in Amerika verbreiten...Fakten perlen einfach rückstandslos ab. Lotuseffekt in Perfektion. Es ist tatsächlich frustrierend...


QuoteProletariat

Seine MAGA Freunde werden diese Entwicklungen nicht beeindrucken. Schuld daran ist der "Deepstate", die übertrieben Corona Massnahmen, die kommunistischen Demokraten im Senat/Kongress und Bill Gates mit den Echsenmenschen!


QuoteKarl Heinz Hasser

Man kann nur hoffen, dass Trump das Land so eindrucksvoll zu Grunde richtet, dass es als Negativbeispiel für den Rest der westlichen Welt dienen kann. Man sollte dann auf keinen Fall vergessen, wer auf den Inaugurationsfeierlichkeiten und diesen Verrückten in höchsten Tönen gelobt hat.

Mir tun die Menschen leid, die diese libertäre, faschistoid anmutende Totalzerstörung hautnah erleiden müssen und leider werden manchen Menschen nur aus Erfahrung klug.


QuoteErich Bergland

Leider bekommen halt viele andere, evtl. sogar die besonders, diese Politik ab, die die Magakratie nicht gewählt haben, lokal wie global. ...


Quotemultispeed
Wie bei [allen] Populisten bekommt auch Trump es nicht ansatzweise hin, seine Wahlversprechen auch einzuhalten. Weder wurde der Ukrainekrieg in einem Tag beendet noch hat sich etwas an der Supermarktkassa gebessert.

Rund zwei Monate Trumpbilanz sind vorbei - die USA haben in der Zeit faktisch jeden Allierten verprellt; die Inflation angekurbelt, die Wirtschaft verunsichert, das Vertrauen in die NATO als Friedensgarant in Europa erschüttert und die Ukraine - die einst von den USA Sicherheitsgarantien für die Abgabe ihrer Atomwaffen erhalten hatte - komplett im Stich gelassen.

Inwieweit diese Handlungen dazu beitragen, Amerika "great" zu machen, weiss kein Mensch mit Vernunft.


QuoteVerschwörungspraktiker

Trump beneidet Kickl schon um seine Ausreden:
- Systemmedien (aka Öffentlicher Rundfunk)
- Systemparteien
- Kammern
- Gewerkschaften
- Sozialhilfeempfänger

[all das] gibt es in USA halt kaum.



Textaris(txt*bot)

Quote[...] Elon Musk, the billionaire businessman and head of the Department of Government Efficiency, called Democratic Sen. Mark Kelly a "traitor" in a post on X after Kelly posted that he had visited Ukraine over the weekend.

Kelly, in a thread on X Sunday night, posted photos of his visit to Ukraine and wrote, "Everyone wants this war to end, but any agreement has to protect Ukraine's security and can't be a giveaway to Putin."

In a reply to the thread, Musk responded, "You are a traitor."

... Trump's administration has embarked on a dramatic pivot away from the "ironclad" backing of Ukraine practiced by former President Joe Biden's administration. Trump has falsely blamed Ukraine for starting the war with Russia, called Zelenskyy a "dictator" and frozen military aid and intelligence support in a bid to force Ukraine into making concessions to Russia.

Kelly, along with other Democrats, have been critical of Trump's approach with Ukraine.

"If we abandon our ally Ukraine, we will be viewed by other countries including our other allies as untrustworthy and in the future we shouldn't expect their help," Kelly posted to X.

...


From: "Musk calls Sen. Kelly a 'traitor' over trip to Ukraine, Kelly hits back" Allison Pecorin and Sarah Beth Hensley (March 10, 2025,)
Source: https://abcnews.go.com/Politics/musk-calls-sen-kelly-traitor-trip-ukraine/story?id=119640282


Textaris(txt*bot)

Quote[...] US-Präsident Donald Trump hat harte Schritte gegen Zugewanderte und ausländische Studierende angekündigt, die sich an "proterroristischen, antisemitischen und antiamerikanischen Aktivitäten" beteiligten. "Die Trump-Regierung wird das nicht tolerieren", schrieb der US-Präsident in seinem Onlinedienst Truth Social. "Wir werden diese Terrorsympathisanten finden, festnehmen und aus unserem Land abschieben, damit sie nie wieder zurückkehren." Zuvor hatten Grenzbeamte den Aktivisten Mahmoud Khalil, ein Palästinenser mit Aufenthaltsgenehmigung in den USA, festgenommen. Er hatte sich im vergangenen Jahr an zahlreichen studentischen Antikriegsprotesten an der Eliteuniversität Columbia in New York beteiligt.

...


Aus: "Trump droht Aktivisten mit Abschiebung, Großteil von USAID eingestellt" (11. März 2025)
Quelle: https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-03/us-ueberblick-am-morgen-usaid-palaestinensische-aktivisten-abschiebung

QuoteTheEqualizer 123

Wo ist das Problem, ich unterstütze Terroristen und muss das Land verlassen! Sollte bei jedem klar denken Menschen Konsens sein, nicht so bei uns....


QuoteCarlBarks

Die USA, das Land der Rede- und Meinungsfreiheit.


Quotevincentvision

Ich fasse zusammen: Menschen wird in der ältesten Demokratie der Welt, die so stolz auf ihre ,,Freedom of Speech" ist, also massiv mit Verfolgung und Nachteilen gedroht, wenn sie diese wahrnehmen.

So etwas kannte man bisher nur bei Demonstrierenden in Russland oder China. ...


QuoteTheEqualizer 123

Terrorunterstützung ist kein "Freedom of Speach" - Freedom of Speach ist ihre gequirtle Kacke Vielleicht ...


Quoteroland_s

... es geht bei weitem nicht nur um Antisemitismus!
200 unerwünschte Wörter, die Repressalien nach sich ziehen:

"Begriffe wie »Frauen« und »Rassismus« sollen aus US-Regierungsdokumenten verschwinden" (10.03.2025)
Trump geht gegen alles vor, was er als »woke« ansieht. In den USA werden Regierungsmitarbeiter nun offenbar aufgefordert, bestimmte Begriffe nicht mehr in offiziellen Mitteilungen zu verwenden. Einige wurden bereits gelöscht. ... In einigen Fällen wurde demnach die Entfernung bestimmter Wörter von öffentlich zugänglichen Regierungswebsites angeordnet. Einer Analyse der Zeitung zufolge wurden auf 250 Websites bereits Löschungen oder Änderungen von Wörtern durchgeführt. ...
https://www.spiegel.de/kultur/donald-trump-diese-200-woerter-sollen-aus-us-regierungsdokumenten-verschwinden-a-7b7dc461-a924-4548-a083-b11c4843a651

Rassismus, Diversität, Minderheit.... Ja sogar wer weiblich verwendet, macht sich verdächtig!


QuoteMy Name

Das muss die von Vance erwähnte Meinungsfreiheit sein. /s


QuoteDagehtnochwas

Das ist gelebte Meinungsfreiheit von Rechts.


Quoteersiees nu wieder

Sprachpolizei ...


QuoteKjarri

Soviel zum Thema free speech, was die Trumpisten und Muskisten jahrelang immer hochgehalten haben, um hate speech zu rechtfertigen. Heuchelei in der reinsten Form. Aber kennt man ja von der AgD und ihren Anhängern hier genauso.


...

Textaris(txt*bot)

Quote[...] Washington epd/afp/taz | Offenbar unter politischem Druck der Republikanischen Partei hat die US-Hauptstadt Washington am Montag (Ortszeit) mit der Entfernung des ,,Black Lives Matters"-Wahrzeichens in Sichtweite des Weißen Hauses begonnen.

Während Arbeiter am Montag (Ortszeit) mit Presslufthämmern den riesigen gelben Schriftzug von der Straße abtrugen, versammelten sich zahlreiche Schaulustige, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP feststellten.

Zwei afroamerikanische Frauen sagten der AFP, sie seien gekommen, um einen letzten Blick auf den berühmten Schriftzug zu werfen. Aus ihrer Bestürzung über seine Entfernung machten sie keinen Hehl. ,,Was kommt als Nächstes?", fragte die 57-jährige Tajuana McCallister. Mit Blick auf US-Präsident Donald Trump sagte sie: ,,Schwarze Geschichte ist ihm offensichtlich egal."

Der zwei Blocks lange Schriftzug mit mehr als zehn Meter hohen gelben Buchstaben war nach dem gewaltsamen Tod des Afro-Amerikaners George Floyd in Polizeihänden im Mai 2020 geschaffen worden. Ein Polizist hatte dem mit Handschellen gefesselten Floyd am 25. Mai 2020 in Minneapolis rund neuneinhalb Minuten lang das Knie in den Nacken gedrückt, obwohl der 46-jährige Schwarze wiederholt klagte, er bekomme keine Luft mehr. Floyd erstickte. Der Polizist wurde später wegen Mordes zu 22 Jahren Haft verurteilt.

Millionen Menschen demonstrieren landesweit gegen Polizeibrutalität und Rassismus. Der fast 200 Meter lange Schriftzug war im Juni 2020 in 15 Meter hohen gelben Buchstaben auf die 16th Street gemalt, die genau auf das nochmal 200 Meter weiter südlich liegende Weiße Haus zuläuft.

Washingtons demokratische Bürgermeisterin Muriel Bowser hatte den bemalten Straßenabschnitt damals in ,,Black Lives Matter Plaza" umbenannt und als ,,permanente Einrichtung" gefeiert.

Vor wenigen Tagen teilte Bowser jedoch mit, ,,Black Lives Matter" müsse weg. Der Schriftzug habe einmal ,,eine wichtige Rolle gespielt", doch nun gehe es darum, dass ,,unsere Einwohner und unsere Wirtschaft überleben". Sie habe mit dem Weißen Haus gesprochen, und dort könne man den Schriftzug nicht leiden, sagte sie bei einer Pressekonferenz.

US-Präsident Donald Trump hatte in seiner ersten Amtsperiode ,,Black Lives Matter"-Demonstranten als Terroristen und Gangster beschimpft und anscheinend den Einsatz des Militärs in Betracht gezogen. Der republikanische Kongressabgeordnete Andrew Clyde drohte der Stadt Washington vergangene Woche mit dem Entzug von Subventionen, sollte ,,Black Lives Matter Plaza" nicht in ,,Freiheitsplatz" umbenannt werden.

Trumps Regierung hat mehrere Umbenennungen beschlossen. Am bekanntesten ist das Dekret, den Golf von Mexiko südlich der USA Golf von Amerika zu nennen. Den Berg Denali in Alaska, den höchsten Gipfel Nordamerikas, lässt Trump wieder Mount McKinley nennen, nach dem republikanischen Präsidenten William McKinley (1897-1901).

Auch zwei Militärstützpunkte in den USA sind umbenannt worden. Vergangene Woche hat Trump das Anahuac-Tierschutzgebiet in Texas ,,Jocelyn Nungaray National Wildlife Refuge" umbenannt. Die Zwölfjährige wurde angeblich von zwei Männern aus Venezuela ohne Papiere in den USA ermordet. Im Wahlkampf hatte Trump viel über den Fall gesprochen.


Aus: "Black Lives stören White House" (11.3.2025)
Quelle: https://taz.de/Washington-zerstoert-Schriftband/!6075157/

Textaris(txt*bot)

Quote[...] Donald Trump droht Kanada mit neuen Zöllen. Die geplanten Zölle auf die Einfuhr von Stahl- und Aluminiumprodukten sollen sich demnach verdoppeln und von 25 Prozent auf 50 Prozent steigen.

Trump schrieb in einem Beitrag auf Truth Social, er habe seinen Handelsminister angewiesen, einen zusätzlichen Zoll von 25 Prozent auf diese Produkte zu erheben. Die Anordnung soll am Mittwochmorgen in Kraft treten.

Trump reagiert damit nach eigener Aussage auf die Preiserhöhungen auf Strom aus Kanada, die die Regierung der Provinz Ontario festgelegt hatte. Die Provinz hatte einen 25-prozentigen Aufschlag auf Stromexporte in die USA beschlossen. Sie bezeichnete die Maßnahme als Protest gegen Trumps US-Zölle.

Ontarios Regierungschef Doug Ford will auch nach den neu angedrohten Zöllen nicht einlenken. "Präsident Trump hat einen unprovozierten Handels- und Zollkrieg mit Amerikas engstem Freund und Verbündeten begonnen", schrieb Ford im Kurznachrichtendienst X. "Wir werden nicht nachgeben, bis die Drohung mit Zöllen endgültig vom Tisch ist."

Jüngsten Daten zufolge wird rund ein Viertel des Stahls, der in der Industrie in den USA verwendet wird, importiert. Bei Aluminium liegt der Wert bei mehr als 40 Prozent. Ökonomen erwarten, dass durch die höheren Importkosten die Produktionskosten vieler amerikanischer Industriebetriebe steigen. Kunden drohten Preiserhöhungen und die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe im Ausland sinke.

Als Reaktion auf die angedrohte Zollerhöhung legte der Aktienkurs der US-Stahl- und Aluminiumhersteller deutlich zu. Der kanadische Dollar wertete um etwa 0,5 Prozent ab.

Der US-Präsident signalisierte in seinem Post auf Truth Social zugleich, noch härter gegen Kanada vorzugehen. "Außerdem muss Kanada sofort seine antiamerikanischen Bauernzölle von 250 bis 390 Prozent auf verschiedene US-Milchprodukte fallen lassen, die schon lange als unverschämt gelten", schrieb Trump. Andernfalls drohte er, die Einfuhrzölle auf Autos in die USA am zweiten April "erheblich zu erhöhen". Solche Zölle könnten "die Automobilproduktion in Kanada dauerhaft zum Erliegen bringen", ergänzte Trump.

Das "einzig Vernünftige", das Kanada tun könne, sei, "51. Bundesstaat der USA" zu werden, fuhr Trump fort. Kurz vor seinem Amtsantritt hatte er Kanada mit "wirtschaftlicher Gewalt" gedroht, um seine Pläne von einer Eingemeindung des nördlichen Nachbarn umzusetzen.


Aus: "Donald Trump droht mit Ende der kanadischen Autoindustrie" (11. März 2025)
Quelle: https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-03/trump-usa-kanada-zoelle-metall

Quoteyalk

Wir haben ein Abo auf Shitshow-News-Daily. Es ist wirklich schwer zu ertragen und geht mir an die Nieren. ...


Quoteersiees nu wieder

Eigentlich müsste jedes Kind merken, dass der ein Vollidiot ist.
Warum merkt es die MAGA-Gemeinde nicht?


QuoteGentlegenerator

Das ist die 1 Million-Dollar-Frage. ...


Quotealliance1979

Würde ich jetzt auf dem Planeten B sitzen, hätte das alles einen gewissen Unterhaltungswert. ...


QuoteDhamma

Für die nachhaltige Schädigung der USA ist Trump voll auf Kurs.


QuoteJamokaim

Alle werden verlieren, er spekuliert wahrscheinlich darauf, dass andere mehr verlieren. Wie krank. ...


QuoteAlexander Leister

Wenn die Eier zu teuer sind, legt man sich halt selbst welche.


QuoteMein_Zeit_Forum

Wieso nicht gleich 100% oder 200% ???
So kommt er dem Absturz wenigstens schneller näher! ...


QuotePanla90

'This is going to be great television' ...


...

Textaris(txt*bot)

Quote[...] Der Welt größter "Horrorclown" (Georg Seeßlen) könnte einem Bertolt-Brecht-Stück entsprungen sein. Als Gespenst besitzt er Ähnlichkeit mit US-Mafioso Al Capone. Wie dieser besitzt er ein instinktives Gespür dafür, dass abgehängte weiße Männer gerne Spaß auf Kosten "anderer" – vornehmlich Frauen, Angehörige von Minderheiten – haben. Seine Rüpeleien werden ihm ebenso wenig verübelt wie sein notorischer Drang, Unwahrheiten zu äußern und diese beharrlich zu verbreiten.

Donald Trump, der nunmehr 47. Präsident der Vereinigten Staaten, personifiziert die Rache der Gekränkten an der guten, alten, ein wenig fade gewordenen Demokratie. "Prosperierende Scharlatanerie" konzediert der deutsche Kulturkritiker Georg Seeßlen dem Gottseibeiuns aller Verfassungskonformen. Sein aktueller Großessay Trump & Co. ist die erhellende Analyse einer umfassenden Transformation. Wie konnte es nur dazu kommen, dass ein "wütender Idiot" mit oranger Haarfarbe eine Kulturrevolution anzettelt, die ihresgleichen in der langen Geschichte des US-Kapitalismus nicht gesehen hat?

Zur Kennzeichnung der neuen Pöbelherrschaft zapft Seeßlen den großen Mythenspeicher an. Wo Trump ist, herrscht immerwährender Karneval. Aus der Mitte seines Clans heraus inszeniert Trump das Wesen des Gangstertums. Skrupellos belehnt er die Praxis der Schutzgelderpressung, nötigt er Menschen zur Schweigegeldzahlung.

Trump ist nicht allein Gang-Chef. Mit Superbuddies wie Elon Musk arbeitet er an der "Privatisierung" der ganzen Welt zu seinen Gunsten. Heraus kommt ein ewiges Spektakel, dessen Skript jedem Martin-Scorsese-Film zugrunde liegen könnte. Die große Trump-Show erzählt von der völlig ungehemmten Ausbreitung der "Manosphere".

Durch Gang-Herrschaft kann der Anarchokapitalismus erst so richtig den Turbo zünden. Böse Buben, von dysfunktionalen Eltern einigermaßen lieblos erzogen, zetteln das Werk lebenslanger Rache an. Endlich, so Seeßlen, kommt die Urgestalt des patriarchalischen Kapitalismus als dessen (angeblicher) Erneuerer zu sich: von Trump direkt verkörpert in nie dagewesener Bösartigkeit. Die Urfeier der Anarchie hat absoluten Ansteckungscharakter. Von jetzt an kann man Frauen in den Schritt greifen, Unsinn stammeln, dem Prinzip nach Rausch und Gewalt ausleben. Die Sheriffs, die einem solchen Treiben Einhalt gebieten könnten, sind entweder korrumpiert oder werden abgeschafft.

Am Auseinanderbrechen unserer Gesellschaften haben Trumps Vorgänger ihr gerüttelt Maß beigetragen. Die Wirtschaft sollte nicht bloß ohne staatliche Einmischung prosperieren. Es ging noch besser: Der Staat wird von "Gangs" übernommen, um ihn zum Instrument der Wirtschaft gegen das Soziale zu machen.

Es war vor bald 50 Jahren die britische Kaufmannstochter Margaret Thatcher, die da meinte, es existiere kein solches Ding wie "Gesellschaft". Die heutigen Vollender der konservativen Revolution von damals propagieren das Prinzip Volksgemeinschaft. "Gesellschaft" und "Kultur" werden allein schon deshalb von ihnen bekämpft, weil jene für Ausgleich stehen. In Zeiten des Trump'schen Karnevals wird auf die komplizierte Aushandlung von Kompromissen gepfiffen. Geiz ist geil, Brutalität noch viel geiler.

Der "wütende Idiot" der Generation Trump modelt die Modelle des Diskurses um. Indem er sich zum Sprachrohr der "Forgotten Men" aufwirft, entlässt er sich, aber auch alle Gefolgsleute aus der Pflicht, zusammenhängend zu denken und zu sprechen. Lügenhafte Äußerungen tönen wie Schalmeien in den Ohren der Anhänger. Man bricht mit allen Codes, muss sich um den Wahrheitsgehalt von Aussagen nicht scheren.

Seeßlen erzählt vom paradoxen Triumph der Unterhaltungsindustrie. Jemand wie Trump ist ein rücksichtsloser Machtmensch. Zugleich trägt er das Cape irgendeines Marvel-Superhelden. Er lehnt sich (scheinbar) gegen das System auf, dessen Strippenzieher er ungehemmt bedient. Nach ihm die Sintflut. Spießgeselle Musk wird, wenn der Planet überkocht, ohnedies auf den Mars übersiedelt sein.

Als eine Art Transmissionsriemen entfaltet jemand wie Trump seine ganze Wirkung. Er bündelt Stimmungen und Affekte, die ohnedies kursieren. Er verkörpert den "Volkswillen", kann daher auf gute Gesellschaft gerne verzichten. Der "un/aufhaltsame Weg des Westens in die Anti-Demokratie" (Untertitel) lässt eine Frage dennoch offen. Was ist es, was in Trump lügt, poltert und andere bestiehlt?

Einst wurde der Faschismus von der orthodoxen Linken als Krisensymptom begriffen. Anders, und aus eigenen Stücken, wäre dem Kapitalismus sonst nicht zu helfen gewesen. Heute sollen, so Seeßlen, Demokratie, Populismus und Gewaltherrschaft eine Art Dreieck bilden. Gewechselt wird, je nach Bedarf der Profiteure, der politische Aggregatzustand.

Wie kommt es aber, dass sich Neo-Volkstribune à la Trump wie tobsüchtige Kleinbürger gebärden? Dass ganze Regierungen wie diejenige Giorgia Melonis in Italien wie Angehörige eines Karfiol-Kartells agieren – oder wie Figuren aus Bertolt Brechts Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui?

[Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui ist ein Theaterstück von Bertolt Brecht, geschrieben 1941. Es kann dem epischen Theater zugeordnet werden und besteht aus 17 Szenen. In einer Parabel werden die Machtergreifung und der Machtausbau Adolf Hitlers in die Gangsterwelt transferiert. Vorbild war das sich damals entwickelnde Verbrechermilieu in den USA. Die Hauptfigur Arturo Ui soll im Wesentlichen Hitler darstellen, hat jedoch auch Züge von Gangsterboss Al Capone. In den handelnden Personen sind unschwer ihre Vorbilder zu erkennen: neben Hitler sind es Dollfuß, Goebbels, Göring, Röhm, van der Lubbe, von Hindenburg, von Papen.  ... Mit Hilfe des epischen Theaters und seiner Verfremdungseffekte konnte Brecht sein Stück, das er selbst als ,,Historienfarce" (= ein derb-komisches Werk mit geschichtlichem Hintergrund) bezeichnete, so verfassen und vorstellen, dass er den Bürgern sowohl die brutale Vorgehensweise Hitlers schildern konnte, als auch den Zuschauer am Ende des Stückes zum Nachdenken über das Geschehen hinaus zu bringen. Der Zuschauer sollte sich nicht von Geschehnissen mitreißen lassen, sondern sich mit kritischer Distanz eine Meinung über die Situation bilden. In einem 1948 veröffentlichten ,,Nachwort" setzte sich Brecht mit dem Vorwurf auseinander, es sei nicht zulässig, ,,große Verbrecher dem Gelächter preiszugeben". Erstens halte er, so Brecht, Hitler nicht für einen ,,großen Verbrecher", sondern für einen ,,Verüber großer politischer Verbrechen", und zweitens zeige der ,,kleinbürgerliche" Respekt der Überlebenden, wie wichtig es sei, den Bann, in den Hitler viele Menschen auch nach 1945 noch ziehe, durch Gelächter zu brechen.  ... https://de.wikipedia.org/wiki/Der_aufhaltsame_Aufstieg_des_Arturo_Ui]

Es scheint, als ob der Kapitalismus unserer Tage – gleich ob Turbo- oder Anarcho – gut ohne die Beschreibung von Klassen und deren Interessen auskommt. In der Zwischenzeit tickt die Uhr im Zeitmaß von Gangstertum und Popkultur.


Aus: "Debatte: Wie Georg Seeßlen US-Präsident Trump als "Horrorclown" entlarvt" Ronald Pohl (12.3.2025)
Quelle: https://www.derstandard.at/story/3000000260809/wie-georg-seesslen-us-praesident-trump-als-horrorclown-entlarvt

Quoteschmidl_b

Kein Wort verstanden


Quotebobobobo

"A wise man solves less than the fool can riddle."

Der Sieg des Joker, in Allianz mit Pinguin, Freeze etc über die Stadtregierung. Batman ist ein wokes Weichei, wer will schon einen loser.

Besser?


QuoteSpaceman Spiff

Ich möchte wissen, wie sehr die Marvel Filme dazu beigetragen haben, dass die Menschen Trump wählten. Diese Superheldengeschichten sind ja im Grunde der gleiche Quatsch, den Trump verzapft; ein neoreaktionäres Weltbild, wenn nicht sogar neofaschistisch, wurde da verbreitet. Schöne Propaganda, fast schon Riefenstahl.


Kontext: "Comic: Ist Donald Trump ein Green Lantern?" (26.10.2020)
Der US-Wahlkampf findet seinen Niederschlag auch in Comics - so werden aus den Kandidaten Superhelden. ... längst interessieren sich nicht nur eingefleischte Comicfans dafür - wie eine moderne amerikanische Mythologie sind Superhelden als Metapher bereits längst selbst Teil der politischen Kommunikation geworden....
https://www.tagblatt-wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/literatur/2080465-Ist-Donald-Trump-ein-Green-Lantern.html

Quotedon oso duro

ich sehe es auch als eine aufs höchstmass gesteigerte infantilität. die lust daran, nur noch vegetatives trotz- wunsch- und gierwesen zu sein.


Quotewink mit dem zaunpfahl

Genau. Aber wie stellt man eine Gegenerzählung auf, die greift? Weil ja angeblich Demokratie zu langweilig geworden ist ...


QuotePyg Malia

Ob all die Wähler der Bundesstaaten, in denen Trump gewinnen konnte (Ohio, Pennsylvania, North Carolina, ...) aus "Abgehängten" bestehen? Und aus "weißen Männern"?

Wenn Seeßlen dann bei der Spektakelkultur des römischen Imperiums landet, hat man so ziemlich alle Fertigteile durch, mit denen mitteleuropäische Intellektuelle die Verhältnisse in den USA beschreiben.
Auf den ersten Blick eine wenig lohnende Lektüre.


QuoteProf. DDr. Doleg Stinida

Horror & Clown

Mögen sich die diversen "Experten" rund um die Welt, v.a. in Ländern, die durch die trump'sche Politik jetzt Nachteile haben, auch noch so aufpudeln, es hilft alles nix - in Amerika ist er beliebt, wurde bereits zum 2. Mal demokratisch gewählt. Ein Labsal für die amerikanische Seele, die ohnehin ständig ziemlich angeknackst ist (Pearl Harbor, Vietnam, 9/11,...). Er gibt dem Land wieder zumindest ein ein wenig dringend benötigtes Selbstbewusstsein. Denn wie sich das auswirkt, wenn es fehlt, sieht man gerade sehr schmerzlich in Europa.


QuoteIch sag ja nix, ich mein ja nur

Missglückter Satireversuch?


Quotexyxy76

Das passt gut zu meiner persönlichen Theorie, nach der die derzeitige geistige Misere in unserer westlichen Gesellschaft stark mit einer Degradierung des Kulturwesens korreliert - eine Entwicklung, die m.E. bereits mit der 68er-Generation (interessanterweise also mit einer "linken" Bewegung) begann. Der Mensch sucht stets nach vermeintlich einfachen Lösungen und irrt, wenn er sein Heil im Zerstören von historisch gewachsenen Diskursen sucht. (Diverse Skandale in unserer Kulturpolitik lasse ich übrigens nicht als Gegenargument gelten, da sie mit eben diesem nachgelassenen Interesse der Gesellschaft an diesen Diskursen in direkter Verbindung stehen).


Quotevinylove

68er Bewegung

Was für "einfache Lösungen" hat diese denn so propagiert?


Quotewolkenberg1010

Die Linken sind schuld, dass Rechtsrechte den Staat in eine Diktatur umbauen, sich nur bereichern und die Welt in Brand setzen.....na haben wir die Schuldigen nun gefunden.


QuoteObserverderNiedertracht

Umberto Eco

Wer aufmerksam war, der konnte schon in den 90ern des letzten Jahrhunderts von Umberto Eco hören, dass diese Entwicklung im Gange sei. Er beschrieb damals am Beispiel Berlusconi, dass die Demokratie und die Parlamente als Ort der Entscheidung ausgehöhlt werden. An ihre Stelle würden die Regeln des Showbiz treten. Damit würden Stimmungen in der Bevölkerung erzeugt, die dann von den Regierenden und den Parlamenten nur mehr nachträglich legitimiert würden. Genau das sehen wir jetzt drastisch in den USA


QuoteNoName11

Horrorclown passt gut - Aber gar nicht lustig ist, was Trump der Umwelt antut. Der 180 Grad Schwenk in der Umwelt Politik, die skrupellos kurzsichtige Förderung fossiler Brennstoffe anstelle von erneuerbaren Energien sind Verbrechen an unseren Kindern und Enkelkindn. Das leugnen des Klimawandels, das alles ist so böse, dumm und letztendlich kriminell, dass einem das Lachen im Hals stecken bleibt.


QuoteIl_Serpente

Ich frage mich ja immer, wie es sein kann, dass Trump von so vielen Leuten gewählt wurde, sogar von Frauen, Latinos und Afroamerikaneren. Seit ich die erhellende Diskussion im Rahmen der "Sternstunden" auf SRF mit einer Religionswissenschaftlerin und einer Historikerin gesehen habe, ist es mir ein wenig klarer. Viele der Evangelikalen glauben wirklich daran, dass Trump eine Art "Erlöser" ist.

"Welchen Einfluss haben Evangelikale auf die US-Politik?" Sternstunde Religion | SRF Kultur (13.02.2024)
Was mit dem amerikanischen Erweckungsprediger Billy Graham begann, erreichte mit Donald Trump einen vorläufigen Höhepunkt: der Einfluss weisser Evangelikaler auf die US-Politik. Woher rührt ihr politischer Erfolg? Und: Welchen Einfluss haben die religiösen Rechten in Europa? ... Rund 80 Prozent der weissen Evangelikalen haben 2016 und 2020 für Donald Trump als Präsidenten gestimmt. Im Gegenzug hat er sich in seiner Amtszeit für ihre Anliegen eingesetzt: Er hat drei konservative Richter und Richterinnen für den Obersten Gerichtshof nominiert. Dieser kippte dann 2022 das landesweite Recht auf Abtreibung. Trump anerkannte auch Jerusalem als Israels Hauptstadt und verlegte die US-Botschaft dorthin. Die Allianz zwischen Trump und christlichen Fundamentalisten zeigte sich erneut bei den Vorwahlen im Januar dieses Jahres, etwa in Iowa, wo der Wahlkampf auch als apokalyptische Schlacht zwischen Gut und Böse inszeniert wird. Trump als Erlöserfigur und die USA als gelobtes Land? ...
https://www.youtube.com/watch?v=c3wQomBEGuY


QuoteUli Kukuruz

,,Wütender Idiot" ist eine gute Charakterisierung des emotionalen und geistigen Zustands eines immer größer werdenden Bevölkerungsanteils fast aller demokratischer Länder. Dabei spielt Bildung eine geringere Rolle als gemeinhin angenommen – unter der ,,wütenden Idioten" sind Akademiker genauso vertreten wie gering Gebildete. Dem Zustand liegt zugrunde, dass immer mehr Menschen unzufrieden sind mit ihren Regierungen, aber auch mit Behörden und allerlei sonstigen Unbillen des Lebens. Ihr Gefühl der Ohnmacht bricht sich in ,,wütender Idiotie" Bahn. Was sie in ihrem wütenden und idiotischen Egoismus nicht bedenken: So gut kann gar keine Regierung arbeiten, dass sie imstande wäre, alle Bevölkerungsgruppen zu hundert Prozent zufriedenzustellen.


Quotebobobobo

"...dass immer mehr Menschen unzufrieden sind..."

Falsch, die Unzufreidenheit wird im Unterhaltungskarussell der Medien geschürt. Klickbaits, tweets, fake news, flood the zone.


Quote"Die 14 Merkmale des Ur-Faschismus nach Umberto Eco" Valentin Grünn (17.10.2017)
Umberto Eco, der unter Mussolini aufgewachsen ist, erarbeitete eine Liste von 14 Merkmalen. Es lohnt sich, die einzelnen Punkte mit den Forderungen von Parteien wie der AfD, der FPÖ, dem Front National oder Erdogans AKP zu vergleichen. ...
https://www.pressenza.com/de/2017/10/14-merkmale-des-ur-faschismus-nach-umberto-eco/


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