COMMUNICATIONS LASER #17
September 25, 2017, 04:15:51 PM *
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Author Topic: [Sampler und Paralleluniversen... ]  (Read 2273 times)
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Textaris(txt*bot)
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« on: June 13, 2005, 01:32:13 PM »

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[...] So kann mit Sampler vorhandenens Material 1:1 kopiert, aber auch bis zur Unkenntlichkeit modifiziert, verzerrt, zerhackt oder gedehnt werden. Die Frage, ob Gesampletes Diebstahl künstlerischen Eigentums oder aber Teil neuer künstlerischer Produktion sei, beschäftigt seitdem die Gerichte. [...] Was zulässig ist und was nicht ist letztendlich Ermessensspielraum.

[...] Unabhängig davon unterstützte der Sampler die Entwicklung verschiedenster musikalischer Paralleluniversen, in denen die Technik auf sehr unterschiedliche Art verwendet und mit divergierenden ästhetischen Positionen verknüpft wurde.

Aus einem Vortrag: "Musik und Postmoderne" der an der University of Washington im Frühjahr 1996 von Steven Shaviro gehalten wurde
« Last Edit: July 13, 2017, 04:16:41 PM by Textaris(txt*bot) » Logged
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« Reply #1 on: January 01, 2007, 01:42:29 PM »

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[...] Eine Kernfrage ist für Lessig, wie mit dem so genannten Sampling umgegangen wird - eine Technik, die durch den Computer in allen Bereichen immer populärer wird, da sie neue Ausdrucksweisen schafft und die einzelnen Kunstformen zusammenführt. Sampling sei dabei keinesfalls nur ein aktuelles Phänomen, es habe durchaus historische Wurzeln, sagt Lessig: "In der Musik sind immer neue Werke dadurch entstanden, dass eine Künstler ein bestehendes Motiv aufgenommen und weiterentwickelt hat. Andernfalls hätte sich auch niemals Volksmusik entwickeln können. Jede Form von Regulierung tötet jedoch Kreativität". Schon die Frage nach fairem Nutzen von kurzen Musik-Samples in neuen Stücken sei juristisch immer noch nicht geklärt - sofern sie, bedingt durch digitales Rechte-Management (DRM), überhaupt noch möglich ist. Die Konsequenz: Kreativität werde illegal, der Künstler in den Untergrund gedrängt.

[...] Lessig warnt davor, die Energie in internen Auseinandersetzungen zu verbrauchen, anstatt sie für das gemeinsamen Ziel einzusetzen. Im 20. Jahrhundert hätte sich die Gesellschaft von einer produzierenden zu einer konsumierenden Kultur gewandelt. Durch die neuen Medien bestehe jetzt die historisch einmalige Chance, diese Entwicklung wieder umzukehren: "Wir können von einer 'Read-Only-Kultur' zu einer 'Read-Write-Kultur' zurückfinden.


Aus: "Digitales Urheberrecht: Freiheit für die Kunst im Netz?" Von Wulf Rohwedder, tagesschau.de (30.12.2006)
Quelle: http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,,OID6250880_REF1,00.html

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Textaris(txt*bot)
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« Reply #2 on: July 13, 2017, 04:29:33 PM »

Komponist über absurdes Copyright "Kopiert wird dauernd" (10. 9. 2008)
Cut, copy and paste ist die Kulturtechnik des 21. Jahrhunderts. Doch die Gema lebt in einer analogen Welt. Um sein Werk aus 70.200 Samples anzumelden braucht Johannes Kreidler einen Transporter voll Papier.
https://www.taz.de/!5176050/

"Antrags-Anschlag auf die GEMA, per Kleinlaster" (10/2008 - 57. Jahrgang)
https://www.nmz.de/artikel/antrags-anschlag-auf-die-gema-per-kleinlaster

http://kreidler-net.de/productplacements-e.html
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