• Welcome to COMMUNICATIONS LASER #17. Please log in.

[Glück und Narkose (Blödmaschinen)... ]

Started by Textaris(txt*bot), February 04, 2008, 11:48:09 AM

Previous topic - Next topic

0 Members and 1 Guest are viewing this topic.

Textaris(txt*bot)

#35
"Maxton Hall steht für die Refeudalisierung des deutschen Fernsehens. Die Serie führt vor, wie dieses Denken in rückwärtsgewandten Weltsichten, in Klassenstrukturen, in Kategorien von Elite und Reichtum und Dominanz und Abgrenzung in einem Land in einer Zeit entsteht. Wer kommt auf solche Ideen?"

https://bsky.app/profile/did:plc:eronyhtcn3eycaxa4k2i4xtf/post/3m52rkvfyjc2h

-

Ich finde diesen Bericht zu kritisch, lassen wir uns doch die Freiheit in eine Welt und Geschichte einzutauchen die von Schönheit geprägt ist. Im Armen sowie im Reichen finden wir Schönheit. Und alle die es sehen möchten und die es sehen dürfen wie ich sollen es einfach nur genießen.

-

Unterhaltung ist ein wundervoller Spiegel der Gesellschaft.

-

QuoteFendorphin

@fendorphin.bsky.social‬

Armer reicher Junge trifft kluges, armes Mädchen. Kapitalismus, Patriachat und Klassengesellschaft als tragische Kulisse für ne Romanze. Same, same seit Aschenputtel. Geradezu archetypisch und deshalb prima, um Sehnsüchste zu projezieren und Missstände zu verklären. Für sowas brauchste keine Ideen.

7. November 2025 um 23:36

https://bsky.app/profile/fendorphin.bsky.social/post/3m535bkjwt222

-

"Auch Unterhaltung hat Verantwortung." Im Prinzip stimmt das. Andererseits: Man lebt doch gefühlt in einem Tornado aus Fakenews, Lügen, bewusster Manipulation, Framing usw usw - wirklich redliche Diskurse finden nur noch in exotischen Reservaten statt. Also ja - mehr Verantwortung wäre äußerst wünschenswert, sie zu erwarten wirkt aber inzwischen leider auch etwas naiv.


-

Quote[...] Kulturindustrie – Aufklärung als Massenbetrug ist ein Kapitel aus der Dialektik der Aufklärung, einer Sammlung von Essays von Max Horkheimer und Theodor W. Adorno aus dem Jahr 1944. In diesem Kapitel analysieren die Autoren die veränderte Produktion und Funktion von Kultur im Spätkapitalismus.

...

Jedes Kulturprodukt, darunter die Massenmedien im Besonderen, ist laut Adorno/Horkheimer der Kulturindustrie ausgeliefert – und umgekehrt. Industrie und Produkt sind immer in einem derartigen Maße miteinander verknüpft, dass sie als Eines gesehen werden können. Medien, wie alle Kulturprodukte, sind auch ein Produkt der Kulturindustrie. Kulturprodukte der Kulturindustrie richten sich also, so die Autoren, nicht nach dem eigenen Gehalt und nach stimmiger Gestaltung, sondern vielmehr nach der Verwertung. Die gesamte Praxis der Kulturindustrie überträgt das Profitmotiv blank auf das geistige Gebilde. Geistige Gebilde kulturindustriellen Stils seien, so Adorno/Horkheimer resümierend, nicht länger auch Waren, sondern sie seien es durch und durch.

...

Für Horkheimer und Adorno manipuliert die Kulturindustrie die Menschen. Diese Manipulation ist weder immer beabsichtigt und kontrolliert, noch strebt sie in eine Richtung. Trotzdem höhlt dieses tropfende Wasser auf den Stein der Gesellschaft diesen notwendig aus. Den manipulativen Effekt konstatieren sie an zwei Momenten:

    1) Das Individuum wird von der Kulturindustrie auf die Konsumentenrolle reduziert
    2) Die Kulturindustrie speist die Konsumenten mit trivialen, oberflächlichen Nichtigkeiten

...

Mit der Degeneration der Kultur zu Ware muss, wer in seiner Freizeit die Kultur in Anspruch nehmen will, also der Konsument, rechnen. Der Konsument wiederum muss von der Industrie mit dem bedient werden, was er will, was er versteht, was ihn nicht verwirrt, mit eingängigen Melodien, einfach gestrickten Krimis und Filmen, bei denen man von Anfang an weiß, wer am Ende lachen wird. Genau dies ist nun die Wechselwirkung zwischen dem Subjekt und der Kulturindustrie. Dieser Kreislauf, oben schon häufig und immer wieder beschrieben, ist der Teufelskreis, aus dem der Ausweg nicht gefunden wurde, und aus dem ein Ausweg möglicherweise gar nicht existiert.

...



Adorno bringt dazu in der Minima Moralia  ... ,,Es gehört zum Mechanismus der Herrschaft, die Erkenntnis des Leidens, das sie produziert, zu verbieten, und ein gerader Weg führt vom Evangelium der Lebensfreude zur Errichtung von Menschenschlachthäusern so weit hinten in Polen, dass jeder der eigenen Volksgenossen sich einreden kann, er höre die Schmerzensschreie nicht mehr."

Dies ist der Verblendungszusammenhang, den Adorno immer wieder konstatiert, und der für ihn im höchsten Sinne undemokratisch ist. Neben dem herrschaftsstabilisierenden Moment ist der Kulturindustrie auch noch etwas anderes immanent: Die Ablenkung der Menschen vom Wesentlichen ... hin zum Sekundären. Adorno/Horkheimer konstatieren, dass ,,anstelle des Genusses ein Dabeisein und Bescheidwissen" tritt. Thomas Gebur gibt dazu folgendes Beispiel:

    ,,Der Opernbesuch verkommt zum gesellschaftlichen Ereignis; der Tauschwert einer Premiere besteht in Sehen und Gesehen werden. [...] Es [das Werk, die Oper] ist nur noch Anlass eines Events."

...

Nicht also der Inhalt einer Oper zählt, sondern die Präsenz und das ,,Geschwätz" nebenbei. Gedacht wird, wie dieses Stück auf die Öffentlichkeit wirkt, wie das Wissen um dieses Stück die subjektive gesellschaftliche Stellung beeinflusst; gedacht wird, was das Auftreten, das Teilnehmen an diesem Event einem nützen könnte; gedacht wird, was der andere denkt. Auch dieses ist ein Zeichen dafür, dass Autonomie verloren ging. Adorno spitzt dies zu, indem er schreibt, einst durfte man nicht wagen, frei zu denken; jetzt wäre dies möglich, aber man könne nicht mehr, weil man nur noch denken wolle, was man wollen solle, und eben das würde als Freiheit empfunden.

...

Ein Kernpunkt der Dialektik der Aufklärung ist die ,,Aufklärung als Massenbetrug". Unter Kulturindustrie ist die kommerzielle Vermarktung von Kultur zu verstehen; der Industriezweig, der sich gezielt mit der Herstellung von Kultur beschäftigt. Im Gegensatz dazu steht die authentische Kultur.

...

Nach der Auffassung Horkheimers und Adornos raubt industriell hergestellte Kultur dem Menschen die Phantasie und übernimmt das Nachdenken für ihn. Die Kulturindustrie liefert die ,,Ware" so, dass dem Menschen nur noch die Aufgabe des Konsumenten zukommt. Durch Massenproduktion ist alles gleichartig und unterscheidet sich höchstens in Kleinigkeiten. Alles wird in ein Schema gepresst und erwünscht ist es, die reale Welt so gut wie möglich nachzuahmen.

...

Das Ziel der Kulturindustrie ist – wie in jedem Industriezweig – ökonomischer Art. Alles Bemühen ist auf wirtschaftliche Erfolge ausgerichtet.

...

Als Ursachen für die Entstehung von Kulturindustrie führen Horkheimer und Adorno an, dass sich Firmen finden, die Kultur vermarkten und dadurch das ökonomische Ziel der Profitmaximierung verfolgen. Durch diesen Umstand bleibt Kultur nicht, was sie ist bzw. sein soll, sondern wird eine Ware wie jede andere.

Der Kulturindustrie-These wird häufig Kulturpessimismus unterstellt, da sie scheinbar ,,Massenmedien" und ihre Konsumenten verurteilt. Kulturindustrie ist für Adorno/Horkheimer jedoch keine Massenkultur als Kultur der Massen, von ihnen hervorgebracht und sie repräsentierend, sondern die scheinbar demokratische Teilnahme der Massen an Kultur ist ,,Massenbetrug".

...

Von Seiten mancher Pop-Theoretiker und vor allem von Seiten der Cultural Studies wird der Kulturindustrie-These teilweise vorgeworfen, das subversive Moment von Populärkultur zu vernachlässigen. Teilweise werden dabei Walter Benjamins Überlegungen zur Möglichkeit der Massenmedien starkgemacht.

["Die Selbstentfremdung des Menschen vor den Apparaten - Ein Sammelband widmet sich "Walter Benjamins Medientheorie"
Von Axel Schmitt (Archiv / Frühere Ausgaben / Nr. 9, September 2006 / Schwerpunkt: Walter Benjamin / Rezensionen und Hinweise) " ... Der Rekurs auf die Traum-Welt lässt erkennen, dass alle medienästhetischen Überlegungen Benjamins in eine Theorie des Kinos münden, woran Andrea Gnam in ihrem Beitrag erinnert. Das Kino steht am Ende einer um 1800 freigesetzten technischen Entwicklung der Wahrnehmung, die in Begriffen der "klassischen" Moderne nicht mehr hinreichend beschreibbar ist. Der Stil wird von der Mode, die Kunst von der Reklame ersetzt, und an die Stelle des schönen Scheins tritt nach Ansicht Benjamins die "Filmwirklichkeit". ... [Zu: Christian Schulte (Hg.): Walter Benjamins Medientheorie. UVK Verlagsgesellschaft, Konstanz 2005.265 Seiten ISBN-10: 3896694677]"
https://literaturkritik.de/id/9828]

...

Die Kritik [an der Kulturindustrie-These] geht [oft] in die Richtung, dass Subkulturen, die sich innerhalb der Popkultur gebildet haben, wie Rock'n'Roll, Beatmusik, Punk, Post-Punk/New-Wave, Techno und Hip-Hop, durchaus subversives Potential besitzen und Widerständigkeit hervorrufen können. Die vermeintliche Unvereinbarkeit von Massenkultur und individueller Aneignung eines Kulturerzeugnisses wird dabei geleugnet. Deutlich radikaler ist Michel de Certeau, der aufbauend auf Michel Foucault und Ludwig Wittgenstein sich dagegen verwehrt, die Konsumenten in der Kulturtheorie herablassend als passiv zu imaginieren. Sein Fokus liegt auf den Freiräumen, die jedes noch so engmaschige Kontrollsystem lassen muss, und damit auf den aktiven, kreativen Nutzern vorgegebener (kultureller) Strukturen, mithin den Konsumenten von Popkultur, mit deren eigensinniger Aneignung vorgegebener alltäglicher Strukturen, die in ihrer Alltäglichkeit und vielfältigen Unscheinbarkeit dem Blick der Kontrolleure und damit auch dem Blick der Soziologen und Kulturtheoretiker entzogen sind.

...


Aus: "Kulturindustrie – Aufklärung als Massenbetrug" (12. August 2023)
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Kulturindustrie_%E2%80%93_Aufkl%C3%A4rung_als_Massenbetrug

-

Quote[...] Die deutsche Serie Maxton Hall ist unfassbar erfolgreich. Sie spielt in einem Elite-Internat, es gibt einen reichen, jungen Mann und eine eher ärmere junge Frau, einen Haufen Intrigen und den großen Wunsch, in Oxford zu studieren. Maxton Hall ist aber neben seiner Klischeehandlung ein interessantes Beispiel dafür, wie sich das gesellschaftliche Klima gerade verändert. Die Serie, deren zweite Staffel gerade erschienen ist, zeigt: Für reaktionäre Politik braucht es reaktionäres Bewusstsein. Doch was genau hat eine vordergründig unpolitische Serie wie Maxton Hall damit zu tun?

[...] In den Fünfzigerjahren, als reaktionäres Denken noch übrig war, weil der deutsche Faschismus immer noch in den Köpfen und Herzen der Menschen steckte, hießen die Filme Die Försterliesel oder die Sissi-Serie oder Die Landärztin.

[...] Maxton Hall steht für die Refeudalisierung des deutschen Fernsehens. Die Serie führt vor, wie dieses Denken in rückwärtsgewandten Weltsichten, in Klassenstrukturen, in Kategorien von Elite und Reichtum und Dominanz und Abgrenzung in einem Land in einer Zeit entsteht.

[...] Es ist eine klassische Boy-meets-Girl-Story, inszeniert als übersteuertes Werbevideo für Sixpacks, Rolls-Royce und weinrote Blazer, als Feier einer Dominanz von Reichtum und Privileg, die nur zaghaft konterkariert oder gar dekonstruiert wird.

... Auch Unterhaltung hat Verantwortung. Das muss man vielleicht ab und zu sagen.


Aus: "Noch nie sah England so deutsch aus" Aus einer Analyse von Georg Diez (7. November 2025)
Quelle: https://www.zeit.de/kultur/film/2025-11/maxton-hall-staffel-2-streaming-amazon-reichtum-analyse


QuoteTrockennasenprimat

,,Auch Unterhaltung hat Verantwortung."

Im Prinzip stimmt das. Andererseits: Man lebt doch gefühlt in einem Tornado aus Fakenews, Lügen, bewusster Manipulation, Framing usw usw - wirklich redliche Diskurse finden nur noch in exotischen Reservaten statt. Also ja - mehr Verantwortung wäre äußerst wünschenswert, sie zu erwarten wirkt aber inzwischen leider auch etwas naiv.


Quotebittersweets

Ich war auf der Premiere der ersten zwei Folgen von Staffel zwei in Berlin. Was da vom Publikum mit Jubel und Applaus quittiert wurde war, als die Hauptdarstellerin dem reichen Jungen sagt, dass es nicht ihr Job ist, ihn glücklich zu machen, als starke junge Frauen sich gegenseitig unterstützen und als der Hauptdarsteller sich endlich einen Therapeuten sucht. Ehrlich gesagt hat mir das mehr Hoffnung gegeben, als vieles andere in diesem Land und in dieser Zeit.

Warum finde ich solche Artikel nicht zu Game of Thrones oder Breaking Bad? Da sitzt man(n!) geifernd davor, feiert toxische Helden und Gewaltästhetik, aber eine Teenie-Serie muss jetzt plötzlich einen Bildungsauftrag haben? Unterhaltung darf auch einfach mal Unterhaltung sein.


QuoteSerien2025

Tolle Serie! Herzschmerz, Mitgefühl, starke Frau! Einfach eine Romeo und Julia Serie in modern.


QuoteexBrabdenburger

Unterhaltung ist ein wundervoller Spiegel der Gesellschaft. Ob es nun Romane, Serien, Filme oder Games sind. Finde die Einschätzung daher sehr spannend, auch wenn ich Maxton Hall nicht gesehen habe (und wohl auch nicht werde).

Aus meiner Sicht ist diese Rezension eine sehr treffende Darstellung des Ist-Zustands und noch mehr dessen, was sich einige erhoffen, was kommen möge. Wenn man zu den Gewinnern gehört, ist eine Erbelite sehr praktisch. Und da ist ja auch das schon angesprochene Paradoxon enthalten. Es wird sehr viel Geld vererbt, es wird sehr viel Macht verschoben, es wird sich unendlich viel ändern. Aber nur für einen kleinen Kreis, der schon immer wusste, dazuzugehören.

Alle anderen gehen leer aus.


QuoteDie Serie folgt dem Schnittmuster fast aller K-Dramen. Deshalb ist sie auch (anscheinend) beliebt. Aber man findet sicher auch Vorbilder unter Hollywood-Serien des vergangenen Jahrhunderts, oder in der klassischen Literatur des 18., 19. und 20. Jahrhunderts.

Diese Geschichten sind so gut übertragbar - siehe Shakespeare oder Homer - das man versucht sein kann, jedes beliebige aktuelle politische oder soziale Thema darin zu erkennen.

Es geht um Geld - liefert, was bereits populär ist, um möglichst viele Zuschauerinnen zu erreichen.

[https://de.wikipedia.org/wiki/K-Drama]



QuoteFaktencheck1969

Die Zustande in in den USA kommen auch daher, weil Fiktion und Realität, Politik und Unterhaltung durch die neuen Medien - vom Privat-TV bis zu "social media" - verschmolzen sind. Wir hängen wieder wie immer ein Jahrzehnt hinterher.


QuoteBlaufrosch

Ich finde, dass diese Kritik ein wenig nach enttäuschtem Sozialkundelehrer klingt, der das Prinzip der Unterhaltung nicht versteht und nicht akzeptiert und früher die Kinder mit ,,Die Wolke" gequält hat, gekreuzt mit einem pedantischen Geschichtslehrer.

Oh, die Schauplätze sind nicht in England? Um Gottes willen! Neugotik statt Gotik? Das geht ja gar nicht!

Die Serie mag banal und oberflächlich sein– der Spiegel kommentiert sie genauso. Aber das Interesse an sozialkritischen Filmen, die Arbeitslosigkeit, Armut, Klassismus, das Artensterben, Probleme von Migranten und so weiter mit einer authentischen Besetzung darstellen, ist nun einmal ziemlich gering. Das sehen dann 30.000 Leute deutschlandweit im Programmkino. Diese Filme gibt es, aber Unterhaltung hat daneben auch ihren Wert.

Der Herr der Ringe ist beispielsweise auch nicht besonders sozialkritisch – und er wurde auch nicht wirklich in Mittelerde gefilmt.


QuoteUsernameGenerator

Herr der Ringe nicht sozialkritisch???

Saruman - zerstört gierig die Natur (Abholzung, Maschinen/ Industrialisierung, Krieg)
Auenland/ Hobbits: naturverbundene Gesellschaft (Gemeinschaft, Nachhaltigkeit, Einfachheit)
Macht (der Ring) als ewige Versuchung, selbst der Guten (Gandalf, Galadriel, ...)
Die Gefährten: Ideal von Zusammenhalt und Solidarität, egal, welche "Rasse"
Deutlich negative Darstellung des Kriegs (Leid, Verlust, Zerstörung)


...

QuoteHatzerim

Eine "Analyse", bei der das Zeilenhonorar des Schwadroneurs aus jeder ziselierten Vokabel tropft.
Vergnüglich, socherlei Ernsthaftigkeit.


QuoteHolzweg

Was genau unterscheidet denn nun diesen Quatsch vom Quatsch à la ,,Traumschiff"?
[https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Traumschiff]

Eben, Herr Diez. Nichts.

Passt aber nicht zu Ihrem Furor und der Behauptung, dass wir in einer besonders reaktionären Zeit leben.



QuoteWhooby

Maxton Hall ist ein modernes Märchen – und Märchen dürfen zum Träumen einladen. Es muss nicht immer Goethe oder Kafka sein.

Sollten wir nicht stolz auf die junge Autorin und das gesamte Filmteam sein? ...


QuoteFreiburgerJung

Statt Maxton Hall würde der Autor wohl lieber die Serie Rosa-Luxemburg-Gesamtschule sehen.

Schauplatz Dortmund, eine abbruchreife Gesamtschule, und es dreht sich darum, ob die Deutsch-Türkin Aylin (natürlich mit alleinerziehende Mutter!) mit der non-binären Kim zusammenkommt. Aber dann kommt Mahmoud neu in die Klasse, mit Fluchthintergrund, der durch die Liebe zu Aylin seine Männlichkeitsvorstellungen hinterfragt.

Es gibt natürlich auch einen bösen Reichen, der das Jugendzentrum für Luxuswohnungen abreisen will (gespielt von Till Schweiger, also den bösen Reichen, nicht das Jugendzentrum).


QuoteSchneeregen

Und weil es im Milieu der Armen spielt, wird das Jugendzentrum abgerissen und die Aylin vom Mahmoud erstochen.
So will es die deutsche Seele.

Bei den Reichen hingegen klappt es mit der Liebe. Jugendzentren sind hier die Pools, und die sind tabu.


QuoteFreiburgerJung

Antwort auf @Schneeregen

Sie sind aber böse. Am Ende kommt Aylin natürlich mit Kim zusammen und sie ziehen nach Berlin. Mahmoud macht sein Abi und studiert Ingenieur, um danach in die Entwicklungshilfe zu gehen.


QuoteS
Schneeregen

Antwort auf @FreiburgerJung

Mahmoud hat sein Coming out. So wird ein Schuh draus.


QuoteRealistic

Erst HAFTBEFEHL, jetzt als harter Gegensatz diese fantastische Serie über OXFORD. Ist das jetzt das andere "Flood the zone with shit"?


QuoteWindow

Ich verstehe diesen ganzen Kulturpessimismus nicht, immerhin ist gerade ja auch ein neuer Predatorfilm gestartet! :)


QuoteKontinuitätssatz

Beängstigend und bestätigt meine Wahrnehmung der Verschiebung innerhalb der letzten Jahre.
Von wegen Linksdrall, nie war es reaktionärer.
Passt auch zu Kriegsvorbereitungen und zu nahen Kriegen.


QuoteSkurkanas

Wenn der Traum vom Aufstieg offensichtlich ausgeträumt ist träumt man halt wieder von Prinzen die aus der Armut herausküssen. Und alte wie neue Prinzen sind eben in erster Linie; reiche Erben


QuoteSicht der Dinge

Hab mal an der Außenalster gewohnt. Da waren am Wochenende Massen an bereitwilligen Frauen auf der Suche nach Mr. Money unterwegs. Gezwungen hat sie dazu niemand.


QuoteMessier51

Immerhin ist das Schloss vom Pinkel-August ein standesgemäßes Anwesen für dieses Machwerk.


QuoteKiel des Schiffes

Ergänzung: Warum der Erfolg? Weil die Menschen Märchen immer noch mögen. Das ist übrigens auch der Grund, dass jedes Jahr die alten DEFA-Märchen, Drei Nüsse für Aschenbrödel, die alten Heimatfilme aus den 50ern, Sissi, Der kleine Prinz u. v. a. m. mindestens einmal ausgestrahlt werden. Das ist auch der Grund warum das Traumschiff auch mit dem Silbereisen immer noch für Quote sorgt. Etc. Pp.


Quotesryke

Ich sehe die Serie eher in der Tradition deutscher Filmkunst, angelsächsische Kultur kontinental zu interpretieren: die Edgar-Wallace Fernsehspiele der 1950er und 60er, Dinner For One oder später die erfolgreichen ZDF Verfilmungen der Rosamunde Pilcher Romane. Eine Kritik sollte daher diesen kulturhistorischen Kontext miteinbeziehen.


QuoteAlex44

Also ich habe mir die erste Serie ansehen dürfen weil meine Frau ein Fan davon ist. Wie es aussieht darf ich auch die zweite Serie mit ihr ansehen.

Aber das kann doch auch schön sein wenn man die beiden Welten sehen darf mit all Ihren Problemen und auch schönen Seiten wie die Anziehung.

Ich finde diesen Bericht zu kritisch, lassen wir uns doch die Freiheit in eine Welt und Geschichte einzutauchen die von Schönheit geprägt ist. Im Armen sowie im Reichen finden wir Schönheit.

Und alle die es sehen möchten und die es sehen dürfen wie ich sollen es einfach nur genießen.


...

Nachtrag:

Quote[...] Georg Seeßlen, 1.6.2011: "... Als Blödgemachter muss ich mir daher immer wieder ein Ventil für dieses Unbehagen suchen. Dieses Ventil ist dann selbst wieder ungeheuer intelligent, weil es nicht nur nicht blöd ist, sondern auch die Analyse der Blödheit beinhaltet. Lange Zeit war das auch eine praktikable Strategie der Kritik, zu sagen: Da, wo das Blöde wächst, wächst auch das Subversive. Der Schlüsselbegriff dazu ist seit einem halben Jahrhundert die Ironie. Man kann die Bild-Zeitung wie ein dadaistisches Gesamtkunstwerk lesen oder, wie Enzensberger meinte, das Fernsehen als buddhistisches Nullmedium begreifen. Wenn man sich aber die Leute vor dem Fernsehen ansieht, muss man feststellen: Das stimmt leider nicht. Die Verblödung des Intellektuellen ist die Ironie. ... Al Gore [https://de.wikipedia.org/wiki/Al_Gore] hat im Fernsehen ein recht vernünftiges Programm vorgestellt, das aber vom Publikum abgelehnt und als elitär empfunden wurde. Die Wahlkampfberater haben ihm daraufhin empfohlen, nicht so intelligent daherzuschwafeln, mehr Fehler zu machen und über den eigenen Hund zu reden. Tatsächlich gingen die Umfragewerte dann wieder nach oben. ... Blödmaschinenstürmer wären [...] Neobarbaren, die aufhören würden, überhaupt wissen zu wollen. Auch das ist keine wirklich erfreuliche Vorstellung. ...

Aus: ""Blödheit ist ein sozialer Drogencocktail"" Thomas Edlinger, Fritz Ostermayer (1.6.2011)
Quelle: http://www.falter.at/web/print/detail.php?id=1411

Textaris(txt*bot)

Quote[...] Rage Bait bezeichnet Online-Inhalte, die gezielt Wut oder Empörung hervorrufen, um das Engagement der Nutzer zu steigern. Diese Inhalte erscheinen oft auf Social-Media-Plattformen und zielen darauf ab, virale Interaktionen zu generieren, indem sie emotionale Reaktionen provozieren. Ein weiterer Ausdruck, der in diesem Zusammenhang verwendet wird, ist Engagement farming.

Zu den typischen Formen von Rage Bait gehören kontroverse Aussagen, irreführende Informationen oder polarisierende Themen, die besonders auf Plattformen wie Twitter, Facebook, Instagram, TikTok und YouTube verbreitet werden. Der Algorithmus dieser Plattformen fördert Inhalte mit hoher Interaktionsrate, da sie Nutzer stärker binden. Empörung, Frustration und Wut sind dabei besonders wirkungsvoll, da diese Emotionen häufig zu hitzigen Diskussionen und intensiven Reaktionen in Kommentarbereichen führen. Diese Taktik ist nicht neu und fand bereits in traditionellen Medien durch reißerische Schlagzeilen oder kontroverse Themen Anwendung. Die Anonymität des Internets und die Algorithmen der sozialen Netzwerke haben Rage Bait jedoch im digitalen Zeitalter noch effektiver gemacht. Studien, wie die der Beihang-Universität in China, belegen, dass Wut sich schneller und kraftvoller im Netz verbreitet als positive Inhalte. ...

Langfristig kann Rage Bait sowohl für die Nutzer als auch die Gesellschaft erhebliche Folgen haben. Die ständige Konfrontation mit emotional aufgeladenen und kontroversen Inhalten kann zu einem verzerrten Realitätsbild, gesteigerter sozialer Polarisierung und einer toxischen Online-Umgebung führen. Zudem können diese Inhalte psychische Belastungen wie Angstzustände und Depressionen begünstigen. Auf gesellschaftlicher Ebene verstärkt Rage Bait bestehende Spannungen und erschwert sachliche Diskussionen. Aus finanziellen Gründen bevorzugen Plattformen bisweilen diese Inhalte und der emotionale Zustand der Nutzer ist zweitrangig.

Rage Bait ist häufig durch provokative Überschriften, polarisierende Themen und emotional aufgeladene Formulierungen erkennbar.  ...

... Rage Bait ist eng verwandt mit den Konzepten Clickbait und Rage Farming. Clickbait setzt in erster Linie auf irreführende oder übertriebene Überschriften, um Klicks zu generieren, Rage Bait hingegen versucht gezielt, durch Provokation emotionale Reaktionen auszulösen. Rage Farming beschreibt die kontinuierliche Produktion solcher Inhalte, um wiederholt Empörung hervorzurufen und die Reichweite langfristig zu maximieren; in Sozialen Netzen, die Autoren nach Reichweite und Engagement entlohnen, handelt es sich dabei auch oft um gezielte Strategien dieser Autoren zur Gewinnsteigerung.

...

Ingrid Brodnig: Wider die Verrohung: Über die gezielte Zerstörung öffentlicher Debatten: Strategien & Tipps, um auf Emotionalisierung und Fake News besser antworten zu können. Hrsg.: Brandstätter Verlag. 1. Auflage. Brandstätter Verlag, 2024, ISBN 3-7106-0812-0, S. 176.

...

Kim Staudt: Polarisierung der Gesellschaft: Wie soziale Medien Debatten im Netz beeinflussen. In: Der Spiegel. 11. Juli 2024, ISSN 2195-1349


Aus: "Rage Bait" (26. Oktober 2025)
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Rage_Bait

-

Quote[...] Die Gegenwart hat ein Affektproblem. Genauer gesagt: ein Aufmerksamkeitsproblem, das als Affekt auftritt. Plattformen haben die Reaktionsökonomie des Internets längst so weit zugespitzt, dass zahme Regungen wie Neugier oder Ergriffenheit kaum mehr Klicks bringen. Heute braucht es mehr, Wut, Empörung oder Ärger, und so flutet Rage-Bait gleichermaßen die digitale wie analoge Welt. Es ist ein lähmender Umstand: Wie reagiert man auf etwas, dem es nur um Reaktion geht, egal welcher Art?

Ursprünglich war Rage-Bait einmal harmlos, eine Troll-Praxis in einem Internet, das noch aus unsortierten Foren bestand. "Wer schält seine Chicken-Nuggets auch gern?", wirft jemand als Köder aus. Ein anderer beteuert, die Erde sei eine Scheibe. Ein dritter behauptet, Animes seien bloß Kinderkram – für die sehr viel Zeit online verbringenden Fans des Genres oft ein Trigger. Das Ziel der Reaktionsfallen war einfach: Man wollte sich über die aufgebrachten Antworten amüsieren. Das war mal nervig, aber meist auch harmlos.

Doch in der algorithmischen Aufmerksamkeitsökonomie sozialer Netzwerke erweist sich Rage-Baiting als winning strategy. Die Plattformen belohnen Klicks, Kommentare, Shares mit dem digitalen Kapital der Sichtbarkeit, während sie selbst die entstehenden Datenberge in reales Kapital verwandeln. Ob Ablehnung oder Zustimmung ist dabei zweitrangig, alles, bloß kein gleichgültiges Weiterswipen. Das führt zu teils absurden Strategien: YouTuber bauen bewusst Fehler in ihre Videos ein, um korrigierende Kommentare zu ernten. Food-Creator verhauen ihr Gericht mit einer letzten, komplett unpassenden Zutat, mischen Cola mit Käse oder Monster Energy mit Milch. Oder mit Guinness, dann ist es ein Gonster. Der Barista-TikToker Ryan Gawlik sagte eine Zeit lang konsequent "Expresso" statt Espresso oder biss einmal quer in den viergliedrigen KitKat-Riegel – seine Reichweite vervielfachte sich. Aus Trollerei wird Taktik, aus Spaß wird Geschäft – und natürlich: Politik.

... Empörung ist rein kognitiv ein Aufmerksamkeitsgarant, Algorithmen befeuern die Inflation von Empörungsbeiträgen, auf der Plattform X in Studien nachgewiesen und auch sonst täglich spürbar. Das weist erneut auf eine Verkehrung im psychologischen Klima der Gesellschaft hin: Empörung markiert sonst Normbrüche und stellt sich gegen wahrgenommene Ungerechtigkeiten auf. Ihre Zirkulation zeigt einmal mehr, dass Grenzüberschreitungen längst etablierte Routine öffentlicher Kommunikation sind. Wie also etwas in Schranken weisen, das sich rein dadurch auszeichnet, jegliche Beschränkung genüsslich zu durchbrechen?

... die Philosophin Judith Butler schreibt in Bezug auf Trumps Obszönitäten, dass diejenigen, die vor Empörung gelähmt sind, sich ebenso in seiner Logik verfangen wie seine Anhänger. Man solle die Funktionsweise der Empörung verstehen – um dann aber von den "leidenschaftlichen Reaktionen Abstand zu nehmen". Doch sich der Unterwerfung eines Gefühlsregimes zu widersetzen, heißt auch, sich nicht von ihm abhängig zu machen, indem man seine Regungen zwangszügelt, und sich eben weiterhin zu empören, wenn man es für angebracht hält – doch eben ohne den Rage-Baitern zu viel Wind in die Segel zu blasen.

Was es dafür braucht, ist mehr als Medienkompetenz. Es braucht ein politisches Verständnis der digitalen Öffentlichkeit. Mit dem Digital Services Act erwirkt die EU etwas Transparenz: Die VLOPs (Very Large Online Platforms) müssen die wichtigsten Parameter ihrer Empfehlungssysteme offenlegen. Die EU-Kommission hat außerdem ein Verfahren gegen TikTok eingeleitet, wegen des Verdachts auf Wahlbeeinflussung in Rumänien. Das Ziel: Zugang zu den Algorithmen.

Das politische Bohren in die schwarzen Kisten der Techgiganten ist richtig, aber reicht schwerlich aus. Es braucht mehr interdisziplinäre Forschung zur sozialen Netzwerken, ein besseres Verständnis dafür, wie Gefühle online funktionieren. Denn wer nur wenig von den Dynamiken der digitalen Öffentlichkeit versteht, die globale Ereignisse beeinflussen, bleibt in der in ihrem Wesen nachzüglerischen Reaktion gefangen.

Das ist alles nicht neu, nur neu drängend. Medien- und Kulturwissenschaftler Simon Strick hat bereits 2021 in seinem heute wie ein Warnschuss wirkenden Buch Rechte Gefühle gezeigt, wie der "digitale Faschismus" über Gefühle operiert. Dafür leiht er sich einen Kofferbegriff aus der Gamingwelt, Emotioneering (emotion engineering): Emotionen werden im digitalen Raum konstruiert, designt, optimiert und instrumentalisiert.

... Das permanente Hämmern auf den Moralreflex läuft die fatale Gefahr, ihn zu betäuben. ...


Aus: "Komm doch, empör dich!" Luca Rehse-Knauf (11. Juni 2025)
Quelle: https://www.zeit.de/kultur/2025-06/rage-bait-soziale-medien-empoerung-reaktionen-internet/komplettansicht

QuoteJoe Bloggs

Artikel hab ich gern gelesen. Man muss aber nicht immer mit deinen Steinen aus der Blase rauswerfen, Trump, Söder, AfD etc pp. Das trifft auch auf ZON hier und viele der Kommentierenden inklusive mir zu, will ich mal keck behaupten. Von daher ganz gut, hin und wieder zu reflektieren..

    Die Plattformen belohnen Klicks, Kommentare, Shares mit dem digitalen Kapital der Sichtbarkeit, während sie selbst die entstehenden Datenberge in reales Kapital verwandeln.


QuoteFool on the hill

Donald Trump schießt auch hier den Vogel ab. Kein Politiker schafft mehr Clicks und bitterböse Kommentare. Beste Unterhaltung für Freunde des Schwarzen Humors.


Quoterasierpinsel

Ein ersthaftes Problem ist, dass das einige für "Beste Unterhaltung" halten - insbesondere in den USA, wo scheinbar immer mehr Menschen Fiktion oder Film nicht mehr von der Realität unterscheiden können.

Das ist keine Unterhaltung - da werden Menschen ruiniert, Kultur und Wissenschaft vernichtet - ich kann das nicht lustig oder unterhaltend finden.


Quotereimtuecke

Platon sagte es seiner Zeit schon in seinem Dialog Phaidon, "dass die Seele jedes Menschen unwillkürlich mit der übermäßigen Freude oder Trauer über etwas auch den Glauben verbindet, dass das, was im stärksten Maße Anlass dazu gibt, auch das am schärfsten Erkennbare und Wahrste sei; was doch ganz und gar nicht der Fall ist."

Hätten wir nur mehr und rechtzeitig auf ihn gehört ...


QuoteRolux

Solche Artikel, so wichtig und richtig ihr Inhalt auch sein mag, finde ich auf ZON einfach heuchlerisch hoch drei. Hier gibt es so viele empörungsgenerierende Click-Bait-Überschriften, dass ich manchmal fluchtartig wieder abdrehe.


QuoteWabi_Sabi

Wutköder, Klickköder, KI-generierte Fotos und Texte. All das sind Dinge, die mir ein wenig Hoffnung geben, dass soziale Medien in ihrer jetzigen Form ein natürliches Ende nehmen.


...

Textaris(txt*bot)

Brainrot (Deutsch: Gehirnfäule) ist ein der Netzkultur entnommener Neologismus, der sich auf die Auswirkungen des Konsums minderwertiger Inhalte im Internet bezieht. Dazu gehören negative Auswirkungen auf das Denk- und Konzentrationsvermögen sowie auf das geistige Wohlbefinden und die psychische Gesundheit. Eine verminderte Lesefähigkeit und eine niedrige Kapazität, sich mit komplexen Ideen auseinanderzusetzen, sollen weitere Auswirkungen sein. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Brainrot

-

I'm JA Westenberg. I publish a weekly column on technology, culture, philosophy and what it means to be a human being. ...

"On Brainrot" (09 Dec 2025)
We've entered the era of "brainrot" - though the term itself feels almost too glib/flippant for the scale of our cognitive and cultural crash out. ...
Source: https://www.joanwestenberg.com/on-brainrot/