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Author Topic: [Das Kollektive Unbewusste... [?] (Notizen)]  (Read 5621 times)

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Textaris(txt*bot)

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[Das Kollektive Unbewusste... [?] (Notizen)]
« on: November 13, 2006, 02:51:23 PM »

Quote
[...] Das Kollektive Unbewusste ist ein von Carl Gustav Jung geprägter Begriff aus dem Konzept seiner Analytischen Psychologie.

Jung übernahm zwar aus der Psychoanalyse die Begriffe Bewusstsein und Unbewusstes, differenzierte aber letzteres in das persönliche und das kollektive Unbewusste. Das kollektive Unbewusste wird als Lagerstätte des psychischen Erbes der Menschheitsgeschichte postuliert, welches sich analog dem Körper durch die Evolution entwickelt hat und geprägt wurde. Alles, was irgendwann einmal von der individuellen Psyche eines Menschen ausgedrückt wurde, ist ein Ausdruck der psychischen Grundkonstitution des Menschen, des kollektiven Unbewussten. Besonders häufige, weil immer wiederkehrende psychische Muster, formten sich zu Grundmotiven (Archetypen), die strukturierend auf die kollektive und individuelle Psyche wirkten. Sie entwickelten eine bedeutende, unwillkürliche Kraft (Numinosum), der sich keine individuelle Psyche auf Dauer entziehen kann.


Aus: "Kollektives Unbewusstes" (11/2006)
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kollektives_Unbewusstes

« Last Edit: June 28, 2007, 02:26:50 PM by Textaris(txt*bot) »
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Textaris(txt*bot)

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[Erst an der Frage, wie das kollektive Unbewußte beschaffen ist...]
« Reply #1 on: November 13, 2006, 03:22:35 PM »

[...] Die kollektive Intentionalität als Erklärung für "wir-Handlungen"...

[...] in die Bodenlosigkeit der eigenen kollektiv beschädigten Psyche blicken...

[...] Erst an der Frage, wie das kollektive Unbewußte beschaffen ist, scheiden sich...

[...] Über den Nationalcharakter oder die kollektive Psyche eines Volkes zu schreiben, ist ein stets riskantes Unternehmen. Zu viel Unsinn ist schon darüber...

[...] Das kollektive Schweigen...

[...] Was ist nötig, um die kollektive Psyche des Bayern-Teams zu stärken? Owen: Jeder muss wissen, was in seiner Verantwortung...

[...] Unsere Meisterwerke bleiben ausserhalb und oberhalb, in ihrem goldenen Ghetto, unfähig, hinabzusteigen und in unsere kollektive Psyche einzudringen...

[...] wird die individuelle Psyche als Modell auf kollektive Verarbeitungsprozesse übertragen...

[...] Die kollektive Psyche scheint sich im Griff einer mächtigen archetypischen Dynamik zu befinden, in der das seit langem entfremdete moderne Denken sich...

[...] Indem der Schleier von Sicherheit und Isolation zerrissen wurde, ist die kollektive Psyche zerbrochen. Darin liegt eine große Chance, sich auf eine neue Art...

[...] Ironie und Abgeklärtheit eine heilsame Wirkung auf die kollektive Psyche in Deutschland...

[...] Kollektive Traumatisierung durch terroristische...

[...] individuelle und kollektive Glaubenssätze und ihre Auswirkungen auf euer Leben...

[...] "Weltgeist" oder das kollektive Unbewusste umkreist den ganzen Planeten und die...

[...] Diese kollektiv angewandte Gebetsmühlentechnik bringt speziell den...

[...] Es besteht nun die Gefahr , daß in der Analyse des Unbewußten die kollektive mit der persönlichen psyche verschmolzen wird...

[...] Die Psyche ist wie ein Eisberg: die bewußten Vorgänge sind die sichtbare Spitze, aber unter der Oberfläche „lauern“ das persönliche und kollektive Unbewußte...

[...] Im Kollektiv geschieht dies durch die Zerstörung der Erde und Ausbeutung der Ressourcen...

[...] Da die Psyche unbewusste Anteile enthält...

[...] ihres Eingetauchtseins in das kollektive Unbewußte dessen Bedeutung und Sinn...

[...] Während das kollektive Gedächtnis online und über Datenbanken mehr oder weniger...

[...] Daraus lassen sich kollektive und individuelle Denkmodelle ableiten...

[...] mit interessanten Assoziationen, Theorien und Hypothesen in Berührung, die einen tiefen Einblick in die kollektive Psyche des Internetzes gewähren...

[...] Kollektive Phantasmen, Destruktivität und Terrorismus...

[...] eine Adaption in der Psyche des Einzelnen, seine Reaktion auf den kollektiven Verselbstverständigungsprozess...


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[Gruppenprozess + Gruppendynamik... (Notiz)]
« Reply #2 on: June 04, 2007, 01:35:36 PM »

Quote
[...] Der Begriff Gruppendynamik wird in dreierlei Bedeutungen benutzt. Er bezeichnet (vgl. König & Schattenhofer 2006, S. 12f)

   1. die Vorgänge und Abläufe in einer Gruppe von Menschen
   2. die wissenschaftliche Disziplin, die diese Abläufe erforscht
   3. die Bildungsveranstaltung, die das Wissen über und den Umgang mit diesen Vorgängen zu erweitern versucht



http://de.wikipedia.org/wiki/Gruppendynamik (06/2007)

-.-

Quote
[...] Ein Gruppenprozess ist eine Kette aufeinander folgender Schritte, die auf Teams bezogen sind. Deshalb wird auch vom Teamprozess gesprochen. Als Arten der Gruppenprozesse sind soziale und wirtschaftliche Gruppenprozesse zu unterscheiden.

Die Abgrenzung eines sozialen Gruppenprozesses von der Gruppendynamik ist nicht ganz einfach. Das Wort Prozess beschreibt ein Aufeinanderfolgen von Zuständen, die abhängig sind von den gegebenen Bedingungen und den wirkenden Einflüssen. Der Begriff Dynamik hingegen bezeichnet eine Kraft, die wirkt und eine Veränderung oder zumindest eine Umgestaltung des Ausgangszustandes hervorbringt. Demzufolge beschreibt das Wort Gruppenprozess die Entwicklung einer Gruppe, abhängig von den Rahmenbedingungen und sonstigen Gegebenheiten.


http://de.wikipedia.org/wiki/Gruppenprozess (06/2007)

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["Angeborene Auslösemechanismen"... (Archetypus)]
« Reply #3 on: June 06, 2007, 04:53:40 PM »

Quote
[...] Einen Archetypus oder Archetyp (griechisch: Urbild, Mehrzahl: Archetypen) nennt man in der analytischen Psychologie psychische Strukturdominanten, die unbewusst sind und als Wirkfaktor das Bewusstsein beeinflussen, zum Beispiel indem sie dieses präfigurieren und strukturieren. Viele der Archetypen beruhen auf Urerfahrungen der Menschheit wie Geburt, Kindheit, Pubertät, ein Kind bekommen, Eltern sein, alt werden, Tod etc.

Das tiefenpsychologische Konzept geht zurück auf den Schweizer Psychiater und Psychologen Carl Gustav Jung, der die "Analytische Psychologie" entwickelte.

Ein Archetyp als solcher ist unanschaulich, eben unbewusst, ist in seiner Wirkung aber in symbolischen Bildern erfahrbar, wie beispielsweise in Träumen, Visionen, künstlerischen Erzeugnissen, Märchen und Mythen. Carl Gustav Jung leitete das Vorkommen von Archetypen aus Astrologie, vergleichender Religionswissenschaft, Träumen, Märchen, Sagen und Mythen ab.

[...] Es gibt eine begrenzte Anzahl von Archetypen, aber eine unbegrenzte Anzahl von archetypischen Bildern, die als Symbole erscheinen. Ein archetypisches Symbol zeichnet sich dadurch aus, dass es ein mehrdeutiges Gebilde ist, welches Assoziationen zu geistigen Ideen auslöst, also z.B. das Kind, der Krieger, der Wanderer, der Beschützer, der Heilsbringer, jung sein, alt sein, Armut, Angst, Früchte, Hausbau, Feuer und Brand, ein Fluss, ein See etc.

Hierbei gibt es Grundassoziationen, die sich in vielen Kulturen stark ähneln und das kollektive Element des archetypischen Symbols ausmachen (das von vielen oder allen Menschen unbewusst mit einer Idee oder einem Prinzip assoziiert wird).

[...] Die Mythologie der unterschiedlichen Kulturkreise weist immer wieder ähnliche oder gleiche Muster, Strukturen oder symbolische Bilder auf, was als Beleg für das Vorhandensein archetypischer Strukturen in der menschlichen Psyche angesehen wird. Beispiele wären hierfür das weltweite Vorkommen von Mythen über die große Mutter oder große Göttin (sog. Mutterarchetyp), über Helden und deren Widersacher (Schattenarchetyp), aber auch über spezielle Bilder wie den Baum des Lebens (Kabbala, Christentum) oder den Weltenbaum, die bei fast allen Völkern vorkommen, beispielsweise Yggdrasil in der germanischen Mythologie, der Yaxche-Baum der Maya, der Baum mit den Früchten der Unsterblichkeit (in China) oder heilige Bäume wie die Eiche der Druiden, die Sykomore als Sitz der Göttin Hathor bei den Ägyptern und der Bodhibaum im Buddhismus.

Archetypen beruhen auf einer Instinktgrundlage und stellen eine Art von "arttypischen Programmen" dar. Sie haben sich evolutionär entwickelt, in dem Sinne, dass instinktives Verhalten die Kultur und Bewusstseinsentwicklung des Menschen prägte und dass bestimmte psychische Strukturelemente für das Überleben der Art von Vorteil waren, die dann als archetypische Strukturen über Jahrtausende sich entwickelten und vererbt wurden.

Beispiele für ein solches instinktgeprägtes Verhalten sind verschiedene Lebensphasen wie Kindheit und Jugend oder zwischenmenschliche Beziehungen wie das Mutter-Kind-Verhältnis oder die Partnerwahl, jedoch auch das Erforschen der Umwelt, Erlernen der Sprache, Teilnahme am wirtschaftlichen Leben, Verhältnis zur Religion und die Übernahme von sozialer Verantwortlichkeit.

[...] In vielen wissenschaftlichen Disziplinen wurde mittlerweile erforscht, inwiefern die menschliche Spezies von arttypischen unbewussten Strukturen geprägt wird. Anzuführen wären hier unter anderen die Ethologie, die Anthropologie, die Linguistik, die Gehirnforschung, die Soziobiologie, die Psychiatrie, die Kognitionspsychologie, die Evolutionspsychologie und die experimentelle Traumforschung. In diesen Bereichen entstanden für archetypische Strukturen Ausdrücke wie 'angeborene Auslösemechanismen, Verhaltenssysteme, Tiefenstrukturen, psychobiologische Reaktionsmuster, tief homologe neurale Strukturen, epigenetische Regeln und Darwinsche Algorithmen'.

[....] Der Begriff (lat. archetyp, gebildet zu griech. archetypon - Übersetzung: Urbild; Urform) verweist in der philosophischen Verwendung zuerst auf Platon und seinen Begriff der Idee, der damit die metaphysische Wesenheit meint, an der die sinnlich wahrnehmbaren Dinge teilhaben. Nach Platon ist die Idee bzw. die abstrakte, metaphyische Gestalt das Wahre, da sie allein ewig, identisch und vollkommen ist. Diese allgemeinen Urbilder findet man heute in den Darstellungen der Biologiebücher. Eine solche Darstellung w. z. b. die einer Biene ist ein idealtypisches Bild aller Bienen, ein Urbild.

Archetypus wurde als Terminus von René Descartes und John Locke in die Philosophie eingeführt. Die Urbilder (Archetypi) sind die Grundlage für Vorstellungen.

Bei Locke existieren die Urbilder auch außerhalb des erkennenden Subjekts (in: Versuch über den menschlichen Verstand). Der subjektive Idealist George Berkeley dagegen erkennt den Archetypus außerhalb des erkennenden Subjekts nicht an, da man nicht beweisen kann, dass es diesen auch gibt. Die Frage ist, ob wir die Welt wahrnehmen wie sie ist, oder nur wie wir sie uns konstruieren.


Aus: "Archetypus" (06/2007)
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Archetypus


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