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[Meta und Neodada... (Notizen)]

Started by Textaris(txt*bot), August 28, 2006, 10:23:54 PM

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Textaris(txt*bot)

Quote[...] What would our lives would be like if Dada's radically anarchic aesthetic had taken over? Would people be proclaiming abstract sound poetry on street corners? Would they wander about, like the notoriously free-spirited Baroness Elsa von Freytag-Loringhoven, bizarrely arrayed in pilfered goods and castoffs—a bra made of two tin cans tied with string, rows of curtain-ring bracelets pinched from Woolworth's, a bustle of electric lights? Perhaps they'd hole up, like Kurt Schwitters building his Merzbau, an installation cobbled together from bits of urban and natural detritus. Perhaps every public gathering would become a provocation.


From: "Crazy Beautiful - Mayhem was their antidote to a world gone mad" by Leslie Camhi (July 28th, 2006 4:04 PM)
Source: http://www.villagevoice.com/art/0631,camhi,74002,13.html
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Quote[...] Baroness Elsa von Freytag-Loringhoven was notorious in Greenwich Village between 1913 and 1923. By all accounts - and there are several, William Carlos Williams and Djuna Barnes amongst them - she was excessive, irrepressible and smelly. She dressed in junk stolen from stores or picked from bins. She wore tea-strainers and tin cans as necklaces, a parsley-trimmed wastebasket as hat. Once she paraded a plaster penis through New York.


From: "Irrational Modernism" (Submitted by mute on Monday, 26 April, 2004) - In her recent book, Irrational Modernism, Amelia Jones advances a 'neurasthenic' reading of the New York Dada scene, centred on the marginalised figure of the Baroness Elsa von Freytag-Loringhoven whose eccentricities, bizarre dress code and self-ostracising stench embodied and challenged the spirit of Dada. Here, Esther Leslie considers this latest revisionist gambit and asks whether it actually challenges dominant modes of history making. (By Esther Leslie)
Source: http://www.metamute.org/?q=en/Irrational-Modernism

-.-

Quote[...] Die "Art of Madness" der Baroness brachte die Modernisten gegen die Dadaisten auf. "Eine tödliche Attacke auf die Kunst", schimpfte die Kritikerin Lola Ridge über das Gedicht "The Cast-Iron Lover" (September 1919). Für Evelyn Scott, selbst Dichterin, war Elsa von Freytag-Loringhoven "bloß eine nackte Orientalistin, die im Sextanz ihrer Religion feierlich unanständige Gesten macht".

Die wilde, vulgäre Sinnlichkeit, zur Schau getragen an Elsas androgynem Körper, löste eine Debatte über weibliche Sexualität und die Macht männlicher Kontrolle aus. "Die Baroness ist die erste amerikanische Dada", urteilte Jane Heap. "Sie ist die Einzige auf der Welt, die sich Dada kleidet, Dada liebt, Dada lebt." Und doch: Am Ende ihres schillernden Lebens war die verrückte Dada-Queen einsam, depressiv und körperlich am Ende. Elsa von Freytag-Loringhoven starb 53-jährig am 14. Dezember 1927 in Paris. Todesursache: ausströmendes Gas. Wer den Hahn öffnete, wird wohl ungeklärt bleiben. Djuna Barnes, enge Freundin der Dada-Baroness, empfand deren Ableben als "dummen Witz, der noch nicht einmal den Anstand der Bösartigkeit besaß".


Aus: "art & madness: Völlig Dada - Im New York der frühen Zwanziger erlebte ihre Performance um Sex, Wahn und Körper einen kurzen, aber heftigen Hype. Danach driftete Elsa von Freytag-Loringhoven dem Vergessen entgegen. Bis jetzt: Eine neue Biografie feiert Leben und Werk der deutschen Dada-Queen " Von JUDITH LUIG (taz Magazin vom 22.11.2003)
Quelle: http://www.taz.de/pt/2003/11/22/a0250.1/text


Textaris(txt*bot)

#1
Quote[...]  Ein Mann, der unter anderem Anstecker mit durchgestrichenen Hakenkreuzen verkauft, muss dafür mehr als 3500 Euro zahlen. Es bestehe die ,,Gefahr der Gewöhnung" an rechtsextreme Symbole, findet der Richter.


Aus: "Verkauf von Anti-Nazi-Symbolen ist strafbar" (29.09.2006)
Quelle: http://www.welt.de/data/2006/09/29/1055015.html

Textaris(txt*bot)

#2
Quote[...] Dann schickt der Ausbilder den Soldaten auf einen Trip in die Bronx. "Ein schwarzer Van hält vor Ihnen. Drei Afroamerikaner steigen aus und beleidigen Ihre Mutter aufs Gröbste". Vor jedem Schuss wolle er ein deutliches "Motherfucker" hören, ruft der Ausbilder. Die Idee amüsiert den Soldaten, er muss lachen. "Motherfucker", Feuer, "Motherfucker", Feuer - immer lauter brüllt der Schütze, angespornt von seinem Vorgesetzten.


Aus: "RASSISMUS-SKANDAL: Bundeswehr-Video empört Amerikaner" (15. April 2007)
Quelle: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,477336,00.html

Textaris(txt*bot)

#3
Quote[...] Larry Pratt wartete nicht erst lange ab. Schon wenige Stunden nachdem der Amokläufer an der Technischen Universität  Blacksburg im US-Bundesstaat Virginia am Montag 32 Menschen und sich selbst erschossen hatte, wandte sich der Direktor der Vereinigung ,,Gun Owners of America" (Waffenbesitzer von Amerika) an die Öffentlichkeit: ,,Wann werden wir endlich begreifen", fragte er, ,,dass Wehrlosigkeit eine schlechte Verteidigung ist?"

Nicht zu viele Waffen seien das Problem, sondern im Gegenteil zu wenige, ereiferte sich Pratt. ,,Sämtliche Schießereien an Schulen, die in den vergangenen zehn Jahren vereitelt werden konnten, wurden nur deshalb gestoppt, weil eines der potenziellen Opfer eine Waffe besaß." Aus diesem Grund könne es auf den Amoklauf nur eine Antwort geben: Es müsse sowohl allen Studenten als auch Professoren erlaubt sein, sich zu bewaffnen.


Aus: "Amoklauf: ,,Alle Studenten bewaffnen"" Von FOCUS-Korrespondent Peter Gruber, Washington (17.04.07)
Quelle: http://www.focus.de/panorama/welt/blacksburg/amoklauf_aid_53746.html


Textaris(txt*bot)

#4
Quote[...] Die offensichtlich betrunkenen Männer, deren eigentliche Aufgabe es ist, die Königin zu beschützen, posieren vor der Kamera zwar mit Bärenfellmützen und leuchtend roten Uniformjacken - jedoch ohne Hosen.


Aus: "GROSSBRITANNIEN: Porno-Skandal um Beschützer der Königin" (25. April 2007)
Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,479283,00.html

Textaris(txt*bot)

#5
Quote[...] Zwei christliche Prediger versuchen, die Existenz Gottes zu beweisen. Zwei Atheisten aus Flemmings "Rational Response Team" halten dagegen.


Aus: "US-GLAUBENSKRIEG IM WEB: Sie verhöhnen Gott auf YouTube" Von Konrad Lischka  (SPON; 02. Mai 2007)
Quelle: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,480471,00.html

Textaris(txt*bot)

#6
Quote[...] Die drei Polizisten sind in Hamburg vor Gericht, weil sie bei einer Demo 2002 nahe dem Heiligengeistfeld zwei Zivilfahnder verprügelt haben sollen.


Aus: "Prügel-Prozess: Streit zwischen Kusch und Thüringen: Haftbefehle gegen die drei angeklagten Polizisten sind aufgehoben worden" - Von Ralf Nehmzow, Peter Ulrich Meyer (5. Juli 2003)
Quelle: http://www.abendblatt.de/daten/2003/07/05/183625.html

Textaris(txt*bot)

#7
Quote[...] Ein auf Raubdelikte spezialisierter Kripo-Beamter soll eine Bank in Bremen überfallen und 2.000 Euro erbeutet haben. Zwei weitere Überfälle soll der seit 35 Jahren im Polizeidienst stehende Beamte versucht haben. Insgesamt seien DNA-Spuren des für Raub- und Erpressungsdelikte zuständigen Polizisten an zwei Tatorten gefunden worden, erklärte der Leiter der Bremer Kriminalpolizei, Holger Münch.


Aus: "Polizist soll drei Banken überfallen haben" (Dienstag, 5. August 2008)
Quelle: http://www.morgenpost.de/vermischtes/article762511/Polizist_soll_drei_Banken_ueberfallen_haben.html


Textaris(txt*bot)

Quote[...] Eine Lehrerin verklagt ihre minderjährige Schülerin, weil diese Hasen an die Tafel gemalt und Gerüchte über eine angebliche Hasen-Phobie der Pädagogin gestreut haben soll. Ziel der Lehrerin ist, dass die heute 16-Jährige nicht mehr behauptet, die Lehrerin fürchte sich vor Hasen und drehe bei dem Anblick der Tiere durch.

...


Aus: "Niedersachsen: Urteil im "Hasen-Prozess" erwartet" (20.07.2010)
Quelle: http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hasenprozess102.html

Textaris(txt*bot)

Quote[...] Die katholische Pax-Bank, die für Ethik in der Geldanlage wirbt, hat die Anlage hoher Fondsgelder in Rüstungs- und Tabakkonzerne sowie einen Verhütungsmittel-Hersteller eingeräumt.

...


Aus: "Katholische Bank bedauert Investitionen in Rüstung" (01.08.2009)
Quelle: http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/wirtschaft/2092374/katholische-bank-bedauert-investitionen-ruestung-verhuetung.story


Textaris(txt*bot)

Quote[...] Aschaffenburg - Der Automechaniker, der in Aschaffenburg als Arzt praktiziert hatte, ist zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Aschaffenburg verurteilte ihn wegen Betrugs in 110 und gefährlicher Körperverletzung in 1936 Fällen und attestierte ihm eine 'erhebliche kriminelle Energie'. Der Mann mit dem falschen Doktortitel hatte zu Prozessbeginn gestanden, seinen Patienten ohne medizinische Ausbildung Spritzen verabreicht und Blut abgenommen zu haben. Der 56-Jährige war vor allem in einer Praxis in einem Aschaffenburger Stadtteil tätig, praktizierte aber auch in Baden-Württemberg und in Thüringen. Der Automechaniker, der auch eine Ausbildung zum Fußpfleger vorweisen kann, hatte seine mehr als 150 Patienten in der Verhandlung um Entschuldigung gebeten. Von ihm hatten sich vor allem ältere Patienten mit chronischen Krankheiten behandeln lassen, die über dauerhafte Schmerzen klagten. Im Prozess hatten auch Zeugen ausgesagt, denen der Mechaniker mit homöopathischen Mitteln geholfen haben soll - darunter auch ein von Schmerzen geplagter Apotheker, der berichtet hatte, nach der Behandlung beschwerdefrei gewesen zu sein.

prz


Aus: "Fünf Jahre Haft für falschen Arzt" (23.11.2010)
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/c5T38U/3739141/Fuenf-Jahre-Haft-fuer-falschen-Arzt.html


Textaris(txt*bot)

Quote[...] Venedig-Biennale im Sommer 2005 sprangen den Besuchern des deutschen Pavillons vermeintliche Museumswärter entgegen, warfen die Arme in die Höhe und sangen: "This is so contemporary!".

...


Aus: "Erfahrungen in der Kasseler Black Box" Von Sabine Weier (27.06.2012)
Quelle: http://www.zeit.de/kultur/kunst/2012-06/tino-sehgal-documenta

Textaris(txt*bot)

Quote[...] [Der Buchautor Philip Roth] wollte in dem Artikel zu seinem 2000 erschienen Buch ,,Der menschliche Makel" (The Human Stain) etwas korrigieren. Laut dem Wikipedia-Eintrag sei der Roman inspiriert durch das Leben des Autors Anatole Broyard. Roth wollte ausbessern, dass das Buch auf einem Ereignis im Leben seines Freundes Melvin Tumin basiert, ein Professor an der Princeton Universität.

Nachdem er die Änderungen eingebracht hat, teilte ihm ein Wikipedia-Administrator mit, dass er keine verlässliche Quelle sei. Weiter schreib der Administrator: ,,Ich verstehe ihren Standpunkt, dass der Autor die höchste Autorität bei seinem eigenen Werk ist, aber wir benötigen sekundäre Quellen."


Aus: "Wikipedia: Buchautor keine verlässliche Quelle" (08.09.12)
Quelle: http://futurezone.at/digitallife/11205-wikipedia-buchautor-keine-verlaessliche-quelle.php


Textaris(txt*bot)

#13
Quote[...] Vor den Augen zahlreicher Besucher der Londoner Tate Modern war der Mann seelenruhig auf das Gemälde Black on Maroon des Künstlers Mark Rothko zugegangen und hatte mit schwarzer Farbe die Worte "Vladimir Umanets, A Potential Piece of Yellowism" auf die Leinwand geschrieben. Scotland Yard hat den 26-Jährigen nun festgenommen.

Der ehemalige Kunststudent bekannte sich zu der Tat, bezeichnete sie jedoch nicht als Akt der Zerstörung, sondern als Kunst. Die Zeitung The Times schrieb, der Mann habe den Wert des Gemäldes damit erhöhen und auf die Bewegung Yellowism aufmerksam machen wollen. Auf der Website thisisyellowism, die von Vladimir Umanets und Marcin Lodyga betrieben wird, heißt es: "Der Yellowist Vladimir Umanets hat das Gemälde von Mark Rothko in der Tate Modern nicht zerstört, es war kein Akt von Vandalismus. Er hat das Rothko-Gemälde signiert (...). Diese Aktion informiert die Welt darüber, dass Rothkos Gemälde aufhören kann, ein Kunstwerk zu sein und zu einem Stück Yellowism werden kann." Was sie genau unter Yellowism verstehen, erläutern die Betreiber nicht.

... Der Festgenommene gab an, er sei vorher durch das Museum gestreift und habe zunächst überlegt, Bilder von Pablo Picasso oder von Jackson Pollock mit der schwarzen Farbe zu beschreiben, die "besonders schwer zu entfernen" sei. Dann sei er aus der Galerie verschwunden.

Wie hoch der Schaden an dem Werk ist, teilte die Tate Modern nicht mit. Black on Maroon gehört zu der Serie Seagram Murals und war ursprünglich für das Four Seasons Restaurant im New Yorker Seagram Building geschaffen worden. Die Werke des gebürtigen Russen Rothko (1903 - 1970) erbringen bei Auktionen häufig doppelstellige Millionenbeträge.

...


Aus: "Beschmierer von Rothko-Gemälde gefasst" (09.10.2012)
Quelle: http://www.zeit.de/kultur/kunst/2012-10/vandalismus-tate-verhaftung


QuoteKonrad L
    09.10.2012 um 11:12 Uhr

Mit den eigenen Waffen

Großartig! Der Mann hat natürlich völlig recht. Da, spätestens seit Duchamps, Kunst das ist, was man zur Kunst erklärt, ist sein Akt des Signierens, und auch sein "yellowism", eindeutig und unwiderleglich Kunst. Er könnte sogar, mit demselben Recht wie Rothko und jeder andere Künstler, dagegen klagen, dass seine Signatur von dem Bild entfernt wird.
Er schafft es, mit anderen Worten, die seit langem gegen jede Kritik, ja sogar gegen jede Parodie immunisierte moderne Kunst mit ihren eigenen Waffen zu schlagen.


Quotenigromontanus
    09.10.2012 um 11:44 Uhr

Lebendig

Wenn Kunst noch noch einen Wert in Geld oder museal aufbewahrter Geschichte besitzt, ist sie tot. Während dieser 26jährige zumindest lebt.


QuoteGirolamo1453
    09.10.2012 um 11:52 Uhr

In der Bildenden Kunst geht es nun einmal um Gegenstände. Und solche sind eben auch Eigentum, Investitionsobjekt und Ware. Ich denke, der junge Mann wird sich mit seinem erweiterten Kunstverständnis vielleicht Applaus bei einigen Kunststudenten holen - aber mit Sicherheit wird er für seinen Geltungsdrang teuer bezahlen müssen.

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Textaris(txt*bot)

Quote[...] Auf Fotos posiert er als vermeintlicher Würdenträger mit Politikern und Kirchenmännern. Zudem ließ er sich mehrmals als besonders offenherziger Vertreter der Kirche zu Erotikthemen interviewen. ... Der falsche Bischof mischte sich für einige Zeit unter die Kardinäle, die dort zur Vorbereitung der Papstwahl eintrafen. Vor seiner Enttarnung verkündete Napierski noch, die katholischen Bischöfe hätten einen Fehler begangen, als sie des Kindesmissbrauchs beschuldigte Priester aus ihren Gemeinden abgezogen hätten. Die Schweizer Garde führte Napierski vom Vatikan-Gelände.

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Aus: " Vorkonklave in Rom: Falscher Bischof ist ein Deutscher" (04.03.2013)
Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/leute/falscher-bischof-bei-vorkonklave-in-rom-heisst-ralph-napierski-a-886868.html


Textaris(txt*bot)

Quote[...] Die Hamburger Polizei musste sogar zugeben, einen Geisterbeschwörer angeheuert zu haben, der ein NSU-Opfer im Jenseits kontaktierte. Es habe nichts gekostet, verteidigte sich die Behörde.

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Aus: "Eine erschreckende Bilanz" Wolf Schmidt (16.05.2013)
Quelle: https://www.taz.de/NSU-Untersuchungsausschuss/!116343/


Textaris(txt*bot)

Quote[...] Bei einer Feier der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in der Polizeischule Alsterdorf ist es in der Nacht zum Sonnabend zu einer Massenschlägerei gekommen. Laut NDR 90,3 hatten sich ab 20 Uhr rund 300 Polizeischüler, ihre Freunde und Angehörigen sowie Feuerwehrleute und Rettungssanitäter bei der legendären ,,PAZ-Fete" vergnügt.  ... Kurz vor 2 Uhr kippte die Stimmung. Zwei Gruppen von jeweils etwa 15 Personen standen sich nach Handgreiflichkeiten gegenüber. Der Veranstalter von der GdP musste die Polizei rufen. ...


Aus: "Alsterdorf: Massenschlägerei bei Polizisten-Party" (20.9.2015)
Quelle: http://www.mopo.de/polizei/alsterdorf-massenschlaegerei-bei-polizisten-party,7730198,31854614.html


Textaris(txt*bot)

Quote[...] Hanks ist ein passionierter Sammler von Schreibmaschinen. Seine Kollektion umfasst 250 Exemplare, unter anderem auch eine alte ,,Erika" des Modells ,,E/10" aus der DDR.


Aus: "Tom Hanks" (17. Oktober 2016)
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Tom_Hanks

Textaris(txt*bot)

Quote[...] Am 27. Oktober 2017 meldet sich ein Mitarbeiter einer Bank bei der Polizei in Freiburg. Auf dem Bildschirm eines Geldautomaten sei ein seltsames Bild zu sehen. So erzählt es ein Ermittler, der den Vorgang kennt. Man sehe einen Chefkoch, der dazu einlädt, ein paar Koteletts zu braten.

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Aus: ""Jackpotting": Wie Kriminelle Bankautomaten knacken" Hakan Tanriverdi, BR (15.10.2019)
Quelle: https://www.tagesschau.de/investigativ/br-recherche/geldautomaten-cyberkriminalitaet-101.html

Textaris(txt*bot)

QuoteZu sehen ist Ohlen, wie sie im Katastrophengebiet vor einem Berg aus Schutt und Matsch steht. Die 39-Jährige beugt sich nach unten und verteilt Schlamm auf ihrem Gesicht - offenbar, um sich selbst mehr "Anpack-Authentizität" zu verleihen. Die Aktion wirkt deplatziert, weil Ohlen in einer RTL-Reportage zur Mithilfe aufgerufen hatte. Sie sagte Sätze wie "Jeder packt hier mit an, schnappt sich ne Schippe" oder "Wenn ihr eine Schippe zu Hause habt, gerne auch eine Schubkarre, kommt hierhin, meldet euch!".


Aus: "RTL-Reporterin entschuldigt sich nach Flut-Eklat: "Hätte mir niemals passieren dürfen"" (Samstag, 24.07.2021)
Quelle: https://www.focus.de/kultur/kino_tv/schmierte-sich-mit-schlamm-ein-schaemen-sie-sich-nicht-nach-dem-flut-eklat-beurlaubt-rtl-eine-beliebte-moderatorin_id_13522201.html


Textaris(txt*bot)

#20
"Art of Madness"

Quote[...] Nach einem misslungenen SEK-Einsatz der Polizei in Essen-Stoppenberg verlangt ein Student (28) Schmerzensgeld von der Ordnungsbehörde. Mit großem Aufgebot hatte ein Spezialeinsatzkommando (SEK) in den Morgenstunden des 25. Januar die Wohnung des unbescholtenen Bürgers in der Nähe der Zeche Zollverein gestürmt. Die Ermittler hatten sich in der Etage vertan – der Gesuchte wohnt ein Stockwerk tiefer. Als Wiedergutmachung hatte der SEK-Leiter dem Studenten einen Amazon-Gutschein (50 Euro) geschenkt. ... Die Ermittler brachen die Wohnungstür auf, zündeten einen sogenannten ,,Irritationskörper" – der laut knallt – und fanden den vermeintlichen Tatverdächtigen in seinem Bett. Sie fesselten ihn, brachten ihn zu Boden: ,,Dann ist den Kollegen sehr schnell aufgefallen, dass es sich nicht um die betreffende Zielperson handelt", berichtet Sonja Kochem, Sprecherin der Polizei Essen. ... Er selbst [die falsche Zielperson] sei vor Jahrzehnten ebenfalls Polizist gewesen, will die Arbeit des SEK ,,nicht kritisieren", denn Pannen könnten passieren, doch er bemängelt vor allem, was danach passierte: Der Leiter des Kommandos besuchte den Studenten. Im Gepäck: ein offizielles Entschuldigungsschreiben der Behörde, die schriftliche Zusage der Kostenbegleichung für nötige Reparaturarbeiten – und, aus eigener Tasche bezahlt, ein 50-Euro-Gutschein des Internetversandhandels Amazon. ,,Diesen Gutschein hat er privat finanziert als Geste der Wiedergutmachung", sagt Polizeisprecherin Sonja Kochem. Anwalt Hufer hält diesen Versuch der Entschädigung für ,,unter aller Kanone."

...


Aus: "SEK stürmt falsche Etage: Essener empört über Entschädigung" Martin Spletter (08.02.2022)
Quelle: https://www.waz.de/staedte/essen/sek-stuermt-falsche-wohnung-essener-will-schmerzensgeld-id234518465.html


Textaris(txt*bot)

Quote[...] Zwei Kölner Youtuber haben Bilder von CDU-Chef Friedrich Merz und US-Präsident Donald Trumps ins Pariser Kunstmuseum Louvre geschmuggelt und im Ausstellungsraum platziert.

... In dem Video gewähren die beiden Männer auch einen Einblick in ihre Planungen. Demnach ließen sie die Porträts eine Woche zuvor in einem Kopierladen drucken und präparierten die Bilderrahmen mit doppelseitigem Klebeband. Mit den Gemälden, die die beiden Politiker in Fantasieuniformen zeigen, fuhren sie dann per Zug nach Paris.

... "Friedrich Merz und Donald Trump hängen offiziell im Louvre neben der Mona Lisa." Wann genau die Aufnahmen entstanden, ist unklar. Das Louvre teilte auf Anfrage der "Bild"-Zeitung mit, man werde sich zu dem Vorfall nicht äußern.

Quelle: ntv.de, jpe


Aus: "Youtuber hängen Porträts von Merz und Trump im Louvre auf" (31.03.2025)
Quelle: https://www.n-tv.de/panorama/Streich-im-Louvre-Youtuber-aus-Koeln-kleben-Bilder-von-Friedrich-Merz-und-Donald-Trump-an-Museumswand-article25668794.html

Textaris(txt*bot)

Quote[...] Altertümliches Outfit, ein stark rollendes ,,R" – der Auftritt von Alexander Eichwald sorgte beim Gründungskongress der AfD-Jugendorganisation für Aufsehen.

... Die AfD selbst distanzierte sich anschließend von Eichwald und sucht offenbar nach Wegen, ihm die Parteimitgliedschaft zu entziehen. Satire oder nicht – die Frage war auch knapp 14 Tage nach dem Gründungskongress der ,,Generation Deutschland" nicht endgültig beantwortet.

...


Aus: ",,Weidels Aussage zu Hitler und Stalin empfand ich als ,Schlag ins Gesicht'", sagt Alexander Eichwald" (16.12.2025)
Quelle: https://www.welt.de/politik/deutschland/article69412eda52fde7cf1a8f339e/bizarre-rede-auf-afd-kongress-weidels-aussage-zu-hitler-und-stalin-empfand-ich-als-schlag-ins-gesicht-sagt-alexander-eichwald.html

QuoteDeutscher-Meister

Es hat inzwischen etwas beinahe Groteskes. Man liest Aussagen von Alexander Eichwald und fragt sich reflexartig, ob man gerade über mittelprächtige Satire gestolpert ist  oder doch nur über die ungefilterte Realität. Früher war Satire leicht daran zu erkennen, dass sie überzeichnet, überspitzt und absurd war. Heute reicht es offenbar, ein AfD-Positionspapier laut vorzulesen und abzuwarten, wer lacht. Spoiler: Niemand.

Dass die realen Positionen der AfD kaum noch eindeutig von Satire zu unterscheiden sind, ist kein Zeichen besonders gelungener Ironie, sondern ein politischer Offenbarungseid. Wenn man beim Lesen nicht mehr weiß, ob man schmunzeln oder sich sorgen sollte, gefriert einem das Lachen unweigerlich im Halse. Die Pointe fehlt, der Ernst bleibt und der ist unerquicklich genug.


QuoteMartin W.

Er hat selbst eingeräumt, dass er ein linker Aktivist ist.


QuoteHajo K.

Hat er nicht 🤣


QuoteAlternativer

OK, ein Freak, der sich zur AfD verirrt hat und komplett unwichtig und machtlos ist. Und ?


QuoteZack Z.

Einer von Tausenden.


QuoteClaudio B.

Liebe WELT, wie kann man solch einem Menschen ein Podium bieten? Könnt ihr uns das erklären?


QuoteZack Z.

Der stand doch sogar bei der AfD auf dem Podium.
12% haben ihn sogar gewählt.


QuoteMartin M.

Ich habe die Message leider immer noch nicht verstanden. Und warum er in eine vermeintliche Nazipartei eintritt deren Vorsitzende er ablehnt ergibt für mich auch keinen Sinn.


QuoteSubsidiäre E.

Wenn Eichwald ehrlich war, und seine Empörung bezog sich auf den Hitler-Stalin-Vergleich von Weidel (auch wenn es nur um die Wirtschaftspolitik ging), den er als russisch-deutscher Patriot als Verrat empfand, dann macht ihn dieses Empfinden zu einer interessanten zerrissenen Person, vielleicht wird er mal ein guter Schriftsteller.


...

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Quote[...] Am Wochenende hatten das Blatt und der Satiriker Cornelius Oettle verkündet, sie hätten Eichwald eingeschleust. Heute distanzierte sich die Titanic wiederum davon.

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Aus: "Satiremagazin befeuert Irritationen über Alexander Eichwalds Auftritt bei Gründung von neuer AfD-Jugendorganisation" (09.12.2025)
Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/satiremagazin-befeuert-irritationen-ueber-alexander-eichwalds-auftritt-bei-gruendung-von-neuer-afd-j-100.html

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Quote[...] Es gibt Momente, in denen die politische Bühne für einen Augenblick aus der Zeit fällt. Ein junger Mann tritt ans Pult, richtet sich auf, holt tief Luft – und spricht, als sei er aus einer anderen Epoche herübergestolpert. Alexander Eichwald hat auf dem AfD-Gründungskongress der ,,Generation Deutschland" nicht einfach eine Rede gehalten; er hat ein Rätsel produziert, das nun wie ein Splitter im kollektiven Auge steckt. Man reibt sich und fragt: Was genau habe ich da gesehen?

Zwei Wochen nach diesem Auftritt bleibt die zentrale Frage ungelöst: Was wollte er damit? Die Interpretationen überschlagen sich, doch seine Intention bleibt bemerkenswert unklar.

Erste Analysen deuten jedenfalls darauf hin, dass weder klassische Satire noch Humor oder eine Provokation aus dem linken Spektrum wahrscheinlich sind. Zu konsistent ist der Pathos, zu wenig gebrochen der Vortrag, zu eindeutig das ästhetische Zitat, als dass es sich um kalkulierte Ironie handeln könnte.

Denn das, was dort gesagt wurde, ließe sich mit historischen Schlagworten beschreiben. Aber die Art, wie es gesagt wurde, rutschte in eine Sphäre, in der Ernst und Parodie so eng beieinanderliegen, dass sie sich gegenseitig verschlucken.

Es war, als sei jemand in eine Rolle geschlüpft, die längst auf den Dachboden der Geschichte verbannt gehört – und hätte sie, ohne jede ironische Brechung, mitten ins helle Licht eines Jugendkongresses getragen.

Die Szene hatte etwas von einem schlechten Theaterstück, allerdings einem, bei dem man nicht weiß, ob der Schauspieler seinen Text falsch verstanden hat oder das Publikum.

Das rollende ,,R", der archaische Pathos, das knöcherne ,,Parteigenossen" – alles wirkte ein wenig zu bewusst, zu dramatisch, zu einstudiert, um einfach nur unglücklich zu sein. Und doch zu ernst, zu konsequent durchgehalten, um ein Witz zu sein.

Gerade diese Uneindeutigkeit bildet den Kern des Rätsels: eine Rede, die aussieht wie eine Parodie und klingt wie ein Fanal. Ein junger Mann, der auftritt wie ein Statist aus einem Propagandafilm, jedoch mit einer Überzeugung, die kein Regisseur mehr in der Hand hat.

Eine politische Bühne, die plötzlich wirkt wie ein Spiegelkabinett, in dem unklar bleibt, ob man die Originalfigur sieht oder nur ihre verzerrte Reflexion.

Nimmt man jedoch an, dass es tatsächlich ernst gemeint war, eröffnen sich mehrere Deutungsebenen. Eine erste versteht die Rede als Ausdruck einer ideologischen Sozialisation, die historische Ästhetiken nicht als Warnsignal, sondern als Ressource begreift – ein Beispiel dafür, wie sich kollektive Gedächtnisse nicht nur bewahren, sondern auch verformen können.

Eine zweite Lesart verbindet Ideologie mit Aufmerksamkeitsökonomie. In ihr greifen Überzeugung und Kalkül ineinander. Dass sowohl die Süddeutsche Zeitung als auch Die Zeit andeuten, Eichwald wolle sich eine öffentliche Erklärung oder ,,Auflösung" seiner Rede bezahlen lassen, schärft diesen Blick zusätzlich.

Aufmerksamkeit erscheint dann als politische Währung, und die Grenze zwischen Bekenntnis und Selbstvermarktung verschwimmt.

Eine dritte Möglichkeit folgt der Logik strategischer Verwirrung: jenem Prinzip, so viele ästhetische, emotionale und rhetorische Überlagerungen zu erzeugen, dass jede klare Deutung unmöglich wird. Das Ziel wäre weniger Zustimmung als eine kollektive kognitive Erschöpfung – ein Zustand, in dem die Wirklichkeit selbst unscharf wird.

Und schließlich bleibt die Vorstellung eines privaten Experiments: eines jungen Mannes, der – getrieben von Neugier, Übermut oder Verzweiflung – die Bühne als Versuchsfeld nutzt und damit unfreiwillig die Verletzlichkeit politischer Symbolwelten freilegt. In dieser Perspektive ist die Rede kein Bekenntnis, sondern ein Stresstest der Öffentlichkeit.

In diesen Deutungen begegnen sich zwei Dynamiken: die Sehnsucht nach Eindeutigkeit und die moderne Erfahrung, dass politische Wirklichkeit zunehmend aus Inszenierungen besteht, die man weder ganz glauben noch ganz verwerfen kann. Eichwalds Rede wirkt wie ein Testfall dafür, wie fragil unsere Kriterien für das ,,Ernsthafte" geworden sind.

Gerade in einer Demokratie, die politische Ernsthaftigkeit lange als gemeinsame Grundlage verstand und nun weltweit beobachten muss, wie sich dieses Verständnis in Richtung populistischer oder autokratischer Formen verschiebt, erhält ein solcher Moment seine besondere Schärfe.

Vielleicht ist gerade dies das eigentliche Kunststück dieser unfreiwilligen Inszenierung: Sie legt offen, wie dünn die Membran zwischen Vergangenheit und Gegenwart geworden ist. Wie schnell eine politische Bewegung, die sich gern ,,bürgerlich" nennt, in ästhetische Abgründe kippt.

Und wie irritiert die Öffentlichkeit reagiert, wenn Extremismus nicht mehr als grimmiges Drohgebäude erscheint, sondern als unfreiwillige Groteske.

Das Rätsel Eichwald ist also keines, das nur auf eine Lösung wartet. Es ist ein Rätsel, das auch eine Diagnose stellt. Es zeigt eine Jugendorganisation und eine Partei, die erschrickt, wenn jemand in einem unkonventionellen Format ausspricht, was an ihrer Mitte längst akzeptiert ist; und ein Land, das manchmal nicht weiß, ob es lachen oder frösteln soll, wenn sich die Geschichte im falschen Kostüm zurückmeldet.

Vielleicht wird man später sagen, diese Rede sei kein Unfall, sondern ein Symptom – ein kurzer Moment, in dem die politische Gegenwart ihre eigene Maskerade erkannte und erschrak.

Oder man wird sagen, es sei nur ein junger Mann gewesen, der seine Rolle zu ernst nahm. Doch das größere Rätsel bleibt bestehen: Warum wirken die Schatten der Geschichte plötzlich wieder so nah, dass selbst ihre Karikaturen beklemmend real erscheinen?


Aus: "Das Rätsel Alexander Eichwald: Ein politischer Spiegelmoment" Frank Beutner (15. Dezember 2025)
Quelle: https://www.l-iz.de/leben/gesellschaft/2025/12/das-ratsel-alexander-eichwald-politischer-spiegelmoment-641250


Textaris(txt*bot)

[Neodada]: ... Die Spinner distanzieren sich von den totalen Spinnern. ...

Quote[...] Die Bekennerschreiben der ,,Vulkangruppe"

In einem Schreiben einer ,,Vulkangruppe" hatten sich die Absender:innen erstmals am 4. Januar 2026 zu dem Brandanschlag auf das Stromnetz in Berlin bekannt. Am 6. Januar wurde ein weiteres Schreiben einer ,,Vulkangruppe" veröffentlicht als sogenannte Richtigstellung, nachdem über eine Russland-Sabotage spekuliert worden war. In einem mittlerweile dritten, am 7. Januar publizierten Bekennerschreiben behaupten die Autor:innen nun, sie seien die ursprüngliche ,,Vulkangruppe" und hätten mit den Anschlägen der letzten Jahre nichts zu tun.


Die Frage der Verantwortung für den tagelangen Blackout in Berlin wird immer verworrener. Nach einem zweiten Bekennerschreiben der vermeintlichen ,,Vulkangruppe" tauchte nun auf der linken Onlineplattform Indymedia ein weiteres Schreiben einer angeblichen ,,Vulkan"-Ursprungsgruppe auf, die sich von der Aktion im Berliner Stadtteil Lichterfelde distanziert.

Man sei die Gruppe von 2011 gewesen, heißt es in dem Schreiben. Ob das stimmt, lässt sich objektiv nicht final überprüfen – genauso wenig wie die Autor*innen der vorherigen Bekennerschreiben. Im Jahr 2011 aber gab es tatsächlich den ersten Brandanschlag in Berlin auf einen Kabelschacht am Bahnhof Ostkreuz, zu dem sich eine Gruppe namens ,,Das Grollen des Eyjafjallajökull" bekannte, nach einem kurz zuvor ausgebrochenen isländischen Vulkan. Danach war es in und um Berlin zu knapp einem Dutzend weiterer Brandanschläge gekommen, zu denen sich ,,Vulkangruppen" bekannten.

In dem aktuellen Schreiben der vermeintlichen Ursprungsgruppe heißt es jetzt, 2011 seien die Ziele ,,Bundeswehreinsätze, deutsche Kriegsbeteiligung und Waffenexporte" gewesen. ,,Infrastruktur war für uns kein Selbstzweck und kein Spielfeld, sondern Symbol und Träger militärischer Gewalt nach außen."

Nun aber wurde der Gruppenname ,,in einen Zusammenhang gestellt, den wir nicht tragen", heißt es weiter. Es werde eine Gruppenkontinuität behauptet, die es nicht gebe. ,,Die Texte und Aktionen der letzten Jahre stammen nicht von uns. Sie widersprechen dem, wofür wir standen und warum wir überhaupt gehandelt haben."

Der ursprüngliche Ansatz sei defensiv angelegt gewesen, behaupten die Autor*innen. ,,Wir wollten Unterbrechung, nicht Eskalation. Störung von Normalität, nicht ihre Zerstörung. Es ging um Sichtbarkeit von Verantwortung, nicht um moralische Überhöhung oder um eine Logik der permanenten Sabotage."

Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine habe sich der Kontext aber ,,grundlegend verschoben". Ab da wurde jede Sabotage zu einer ,,allgemeinen Destabilisierung" und zu einer Aktion, ,,die leicht und falsch instrumentalisiert werden" könne. Deshalb habe man von diesen Aktionen dann ,,Abstand genommen" – aus Verantwortung. ,,Weil wir nicht Teil einer Dynamik sein wollten, in der Kritik an Militarismus mit der faktischen Schwächung von Gesellschaften zusammenfällt."

Erst kurz zuvor war wiederum ein zweites Bekennerschreiben einer ,,Vulkangruppe" zu dem Brandanschlag in Berlin-Lichterfelde auf der linken Onlineplattform Knacknews aufgetaucht, in dem sich diese noch mal zu der Aktion bekannte und Spekulationen zurückwies, bei der Tat könnte es sich um eine russische Sabotageaktion gehandelt haben.

Durch den Brandanschlag war es zu einem tagelangen Stromausfall in zehntausenden Haushalten im Südwesten von Berlin gekommen, Schulen und Supermärkte blieben geschlossen, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen mussten mit Notstrom versorgt werden. Am Mittwoch gab der Berliner Senat bekannt, dass bereits im Tagesverlauf die Stromversorgung wieder vollständig hergestellt sein soll. Ursprünglich war damit gerechnet worden, dass die Reparaturen bis Donnerstag andauern.


Aus: ",,Vulkangruppe" distanziert sich von ,,Vulkangruppe"" Konrad Litschko (7.1.2026)
Quelle: https://taz.de/Brandanschlag-auf-Stromnetz-in-Berlin/!6143455/

QuoteDesti 08.01.2026, 07:59 Uhr

Die Verwirrung ist köstlich: Links = gut, also kann Sabotage gegen Zivilisten ja nicht links sein.
Da hilft semantische Hygiene: ,,False Flag" oder ,,nicht echt links". ...


QuoteNudel 08.01.2026, 02:41 Uhr

Gerade das 2. Bekennerschreiben empfinde ich sehr ungewöhnlich. Es erhärtet für mich den Verdacht auf "false flag".
Wie viele Fälle gibt es mit einer "Bekräftigung" eines Bekennerschreibens, damit auch wirklich die Ermittlungen nur in meine Richtung gehen? Seeehr merkwürdig!!!


QuoteJanix 08.01.2026, 01:08 Uhr

Es ist zweifelsohne die Judäische Volksfront - oder doch die Volksfront Judäas. ....


QuoteEgil 08.01.2026, 06:50 Uhr

"Vulkangruppe? Puh, Wir sind die Gruppe Vulkan. Vulkangruppe, elende Spalter!"

Es ist doch echt Realsatire was da abgeht, egal ob irgendein Geheimdienst oder autonome Vollspinner. Ist zwar in den Konsequenzen nicht lustig, ich muss trotzdem lachen...


QuoteBlack & White

Laut einer Vulkan-Gruppe sind an den negativen Folgen die "Anderen" Schuld, bei der zweiten Vulkan- Gruppe war das alles sowieso nur defensiv gemeint. ...


QuoteBlöde Putin, 17:48 Uhr

Was wohl der nächste Streich sein wird?


QuoteForist Grump, 14:43 Uhr

Zitat aus dem ersten Bekennerschreiben: »Bei den weniger wohlhabenden Menschen im Südwesten Berlins entschuldigen wir uns. Bei den vielen Besitzern von Villen in diesen Stadtteilen hält sich unser Mitleid in Grenzen.«

Wie zynisch ist das denn? Die Villenbesitzer im Südwesten Berlins können es sich leisten, für ein paar Tage ins warme Hotel zu ziehen. Betroffen von dieser hirnrissigen Aktion waren ausschließlich die ,,weniger wohlhabenden Menschen"! Und im Sinne der eigenen politischen Ziele und Ideale ist so etwas mehr als kontraproduktiv.

Das galt bereits für die vergleichsweise harmlosen Aktionen der ,,Letzten Generation", und bei den ,,Vulkaniern" (sorry, Mr. Spock) jetzt umso mehr. Letztendlich ist das alles Wahlkampfhilfe für die AfD. Wenn ich zu Verschwörungstheorien tendieren würde, würde ich eine blaubraune ,,False Flag"-Aktion vermuten.


QuoteMarcelo, 12:42 Uhr

Tja, das macht die ganze Sache nicht besser für die Gruppen im linken Spektrum


QuoteDiMa 12:38 Uhr

Ungeachtet der Tatsache, dass vollkommen unklar ist, wer tatsächlich hinter den Anschlägen steht, ist es für Linke doch nichts besonderes sich ständig voneinander zu trennen (Letzte Generation und "Neue Generation" bzw. "Widerstands-Kollektiv", Grüne Jugend, Linke und BSW). Trennungen und Abspaltungen gehören doch zur DNA.


QuoteMatt Olie, 15:06 Uhr
@DiMa:

Was haben Letzte Generation & Co. mit Linken zu tun?


QuoteJim Hawkins, 12:32 Uhr

Wunderbar. Die Spinner distanzieren sich von den totalen Spinnern.


QuoteElise Hampel, 13:31 Uhr
@Jim Hawkins:

Na dann ist doch gut, dass Sie nicht zu den Spinnern gehören.
Allerdings sitzen die "Spinner" weder in den Regierungen, noch Generalstäben, noch Konzernleitungen.

Können also rational gesehen gar nicht verantwortlich und das Problem sein. So im Grossen und fürs Ganze. Was den Sabotageakt von ein paar verzweifelten Kleinbürger-Kindern angeht.


QuoteZippism, 06:57 Uhr
@Elise Hampel:

Die Verharmlosung als ,,verzweifelte Kleinbürger-Kinder" verkennt Wesen und Ziel der Tat. Wer gezielt kritische Infrastruktur sabotiert, um politische Ziele durchzusetzen, handelt nicht aus sozialer Verzweiflung, sondern ideologisch motiviert. Das ist kein Protest, sondern linksterroristische Gewalt: kalkuliert, kollektiv organisiert und mit bewusster Inkaufnahme massiver Schäden für Unbeteiligte.

Gerade weil diese Akteure nicht in Regierungen oder Konzernleitungen sitzen, greifen sie zur Gewalt gegen das Gemeinwesen. Verantwortungslosigkeit verschwindet nicht dadurch, dass man sie romantisiert – sie wird nur unsichtbar gemacht.


QuoteRoland Schaeffer, 16:21 Uhr
@Elise Hampel:

Interessant: Wir alle, die wir nicht in solchen Institutionen sitzen, sind deshalb frei von jeder Verantwortung für unser Handeln? Also ethisch-moralisch entmündigt? Soll das eine "linke" These sein? Oder passt der Gedanke eher zur autoritären Rechten?


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