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[Gewalt + Persönlichkeitsstörungen (Theorie der ethischen Gefühle?)... ]

Started by Textaris(txt*bot), June 13, 2006, 11:32:30 AM

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Textaris(txt*bot)

Quote[...] Nach einem tödlichen Messerangriff in einem Unternehmen in Unterfranken soll der Verdächtige nach dem Willen der Ermittler vorläufig in einer geschlossenen Psychiatrie unterkommen. Nach dpa-Informationen ist der 21-Jährige psychisch krank und war deshalb auch schon in Behandlung im thüringischen Meiningen.

Die Staatsanwaltschaft will heute einen Unterbringungsbefehl für den Verdächtigen beim Amtsgericht Schweinfurt beantragen. Ein Behördensprecher wollte sich zu diesen Informationen allerdings nicht äußern. Inwieweit der junge Mann bei der Attacke schuldunfähig gewesen sein könnte, müssen weitere Untersuchungen zeigen.

Über eine mögliche psychische Erkrankung des Mannes hatte zuvor die ,,Main-Post" berichtet. Ob die Ermittler dem Verdächtigen Mord oder Totschlag vorwerfen, ist unbekannt.

Der verdächtige Deutsche, der zuletzt in Meiningen gewohnt haben soll, war kurz nach der Tat festgenommen worden. Er soll am Dienstagmorgen mehrere Kollegen beim Stromversorger Überlandwerk Rhön in Mellrichstadt mit einem Messer angegriffen haben. Eine 59-Jährige verletzte er tödlich, zwei Männer im Alter von 55 und 62 Jahren schwer.

Zu seinem mutmaßlichen Motiv gibt es bisher keine Informationen. Mellrichstadt und Meiningen sind rund 20 Kilometer voneinander entfernt.

Nach Polizeiangaben ist das Firmengebäude am Tag nach der Tat wieder freigegeben. Mitarbeiter des Unternehmens würden auf Wunsch vor Ort von einem Krisenteam betreut. Die Obduktion der Getöteten soll noch in dieser Woche erfolgen. (dpa)


Aus: "Tatverdächtiger der Attacke in Mellrichstadt wohl psychisch krank" (02.07.2025)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/panorama/frau-getotet-zwei-manner-schwer-verletzt-tatverdachtiger-der-attacke-in-mellrichstadt-wohl-psychisch-krank-13952498.html

Textaris(txt*bot)

Quote[...] Im New Yorker Bezirk Manhattan hat ein Mann mindestens vier Menschen in einem Bürogebäude erschossen und sich danach selbst getötet. Bürgermeister Eric Adams sprach von einem "sinnlosen Gewaltakt", dessen Hintergründe noch untersucht würden. Unter den Toten ist ein Beamter des New York Police Department (NYPD).

Zur Zahl möglicher Verletzter gibt es bisher keine einheitlichen Angaben: Während bei der Nachrichtenagentur dpa von mehreren Verletzten die Rede ist, berichtet die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf Adams von einem Verletztem. Die verletzte Person befindet sich demnach in kritischem Zustand im Krankenhaus.

NYPD-Chefin Jessica Tisch zufolge zeigten Überwachungsvideos, wie der Schütze am Montagabend auf der Park Avenue im Zentrum Manhattans aus einem Auto stieg und zu dem Bürogebäude ging. Bewaffnet mit einem Sturmgewehr betrat er das Gebäude und schoss auf vier Menschen, die sich in der Lobby aufhielten. Danach fuhr er mit dem Aufzug in den 33. Stock, tötete dort eine weitere Person und erschoss sich schließlich selbst.

Bei dem Täter handelt es sich laut Tisch um einen 27-Jährigen aus Las Vegas. Sein Fahrzeug war in Nevada zugelassen, darin waren mehrere Waffen, Munition sowie persönliche Gegenstände. Laut Ermittlungen war der Mann in den Tagen vor der Tat mit dem Wagen quer durch die USA gereist, zuletzt durch Colorado, Nebraska, Iowa und New Jersey, bevor er New York erreichte.

Der Mann habe eine dokumentierte Vorgeschichte psychischer Erkrankungen, sagte Tisch. Sein Motiv sei jedoch noch unklar. Die Polizei geht von einem Einzeltäter aus.

In dem Hochhaus im Zentrum Manhattans befinden sich unter anderem Büros der Investmentgesellschaft Blackstone und der National Football League NFL. Warum der Täter dieses Gebäude aufsuchte, war zunächst unklar. US-Justizministerin Pam Bondi teilte auf X mit, dass die Bundespolizei FBI bei den Ermittlungen helfe.

In den USA sind Schusswaffen vergleichsweise leicht erhältlich und in großer Zahl im Umlauf. Nach Gewalttaten gibt es immer wieder Debatten über strengere Waffengesetze, sichtbare Fortschritte blieben bislang jedoch aus. Eine umfassende Reform scheitert seit Jahren am Widerstand der Republikaner und der einflussreichen Waffenlobby.


Aus: "Mindestens fünf Tote bei Schüssen in Bürogebäude in Manhattan" (29. Juli 2025)
Quelle: https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2025-07/new-york-manhattan-schuesse-buerogebaeude-tote-gxe

Textaris(txt*bot)

... Der 40-Jährige habe sich in einer "seelischen Krise" befunden, sagte Anwalt Uwe Kosmala. ...

Quote[...] Das Landgericht Mannheim hat den Amokfahrer von Mannheim zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Der 40-Jährige wird zudem bis auf Weiteres in einer forensischen Psychiatrie untergebracht. Bei der Tat am 3. März hatte er mit seinem Auto zwei Menschen getötet und weitere verletzt.

Der Mann aus Ludwigshafen fuhr laut Anklage am Rosenmontag 2025 mit hohem Tempo in die Fußgängerzone in der Mannheimer Innenstadt. Dann beschleunigte er und fuhr gezielt mehrere Passanten an. Eine Frau und ein Mann starben noch vor Ort, 14 weitere Menschen wurden teilweise schwer verletzt.

Ein Taxifahrer hatte den Mann gestoppt, indem er ihm den Weg versperrte. Der Angeklagte soll mit einer Schreckschusswaffe auf ihn gefeuert haben und dann geflohen sein. Er soll auch versucht haben, sich mit der Waffe das Leben zu nehmen. Polizeibeamte hatten den Mann kurz darauf festgenommen.

Zum Prozessauftakt hatte der Verteidiger des Angeklagten erklärt, sein Mandant habe die Amokfahrt zunächst in Offenbach geplant. Dort lebe der Vater des Mannes. Dann sei ihm die Idee gekommen, die Tat in die Mannheimer Innenstadt zu verlegen.

Der 40-Jährige habe sich in einer "seelischen Krise" befunden, sagte Anwalt Uwe Kosmala. Er habe eine starke Wut gefühlt und Selbstzweifel gehabt und bei der Fahrt selbst zu Tode kommen wollen.

Die Tat lasse sich nur vor dem Hintergrund einer psychischen Erkrankung erklären, hieß es in der Urteilsbegründung. Der Mann habe einen massiven Selbsthass entwickelt. Die Wut habe sich auf seinen Vater und andere Menschen konzentriert. Anzeichen für ein politisches Motiv sah das Gericht nicht.

Ein psychiatrischer Gutachter hatte vergangene Woche vor Gericht ausgesagt - allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Auch die Plädoyers wurden hinter verschlossenen Türen gehalten.


Aus: "Täter zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt" (18.12.2025)
Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/amokfahrt-mannheim-urteil-100.html


Textaris(txt*bot)

Quote[...] Vor Jahren tötete Alexander K. eine Frau, zerstückelte die Leiche und warf sie in den Maschsee. Nach seiner Haftentlassung soll er nun seine Freundin misshandelt haben. Jetzt sitzt er in Untersuchungshaft.

Alexander K., der sogenannte Maschseemörder, ist in Düsseldorf festgenommen worden. Das bestätigten Sprecher von Polizei und Staatsanwaltschaft. Er soll nach seiner Freilassung aus der Haft seine Freundin misshandelt haben. Die ,,Bild"-Zeitung hatte zuvor berichtet.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft erfolgte die Festnahme bereits am Sonntag. Gegen den 37-Jährigen bestehe ein dringender Tatverdacht wegen Geiselnahme und gefährlicher Körperverletzung. Grundlage sei die Aussage seiner Lebensgefährtin. Er befinde sich inzwischen in Untersuchungshaft.

Nach aktuellem Ermittlungsstand soll er seine Freundin am 22. Dezember 2025 in ihrer Wohnung gewürgt haben. Am 1. Januar 2026 soll er sie dann nach einem Streit in ihrer Wohnung festgehalten haben, um ihr Mobiltelefon einzusehen. Als sie sich weigerte, das Mobiltelefon zu entsperren, soll er sie unter anderem mit dem Tode bedroht und verletzt haben. Der Mann sei wegen Mordes vorbestraft.

Der heute 37-Jährige hatte 2012 eine 44-jährige Prostituierte getötet, zerstückelt und die Leichenteile in den Maschsee in Hannover geworfen. Pure Mordlust habe ihn getrieben, stellte das Landgericht Hannover damals fest. Es wies den Mann 2013 in die Psychiatrie ein und verurteilte ihn zu zwölf Jahren Haft wegen Mordes.

,,Er wollte sehen, wie jemand stirbt, es ging ihm darum, die Kälte des Todes zu spüren", sagte der Vorsitzende Richter bei der Verurteilung. Das Gericht stufte den von Gewaltfantasien getriebenen damals 25-Jährigen aufgrund einer schweren Persönlichkeitsstörung und wegen seines Alkohol- und Drogenmissbrauchs als vermindert schuldfähig ein.

Deshalb verhängten die Richter trotz der Verurteilung wegen Mordes keine lebenslange Haftstrafe. Nur bei einer Heilung sollte er auf freien Fuß kommen, hieß es damals.

Sein 44 Jahre altes Opfer hatte er im Rotlichtviertel kennengelernt und später in seiner Wohnung erstochen. Danach zerstückelte er die aus Ibbenbüren in Nordrhein-Westfalen stammende Frau und warf sie in den Maschsee.

Auslöser für die Tat soll gewesen sein, dass die Frau sich über die rechtsradikalen Ansichten des Täters lustig machte. Die Gewaltfantasien machten den 25-Jährigen zu einer tickenden Zeitbombe, wie seine damalige Freundin als Zeugin warnte. Völlig ruhig und ohne Reuegefühl habe er ihr angekündigt, weiter töten zu wollen.

Im Prozess um das aufsehenerregende Verbrechen hatte ein psychiatrischer Sachverständiger dem Angeklagten ein hohes Rückfallrisiko attestiert. Weitere extreme Gewalttaten seien jederzeit denkbar und die Chancen einer Therapie klein, hatte der Psychiater gesagt.

In der Wohnung des Mannes hatten die Fahnder neben Messern und einer Armbrust auch ein Foto des rechtsradikalen norwegischen Massenmörders Anders Breivik gefunden. Zudem soll sich der Deutsche als Wahlhelfer einer rechtsextremen Partei in Bremen betätigt haben. (dpa)



Aus: "Maschseemörder in Düsseldorf erneut festgenommen" (14.01.2026)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/panorama/schwere-straftaten-nach-haftentlassung-maschsee-morder-in-dusseldorf-erneut-festgenommen-15138060.html

QuoteMcSchreck
14.01.26 17:48
Dann wollen wir mal hoffen, dass er dieses Mal nicht wieder frei kommen wird. Zum Glück hat diese Freundin überlebt, weitere Leben muss man nicht mehr riskieren.

Ich denke, schon die "Fan-Artikel" haben gezeigt, wes Geistes Kind dieser Mann ist und dass die Gesellschaft vor ihm geschützt werden sollte. ...


Quotenak
15.01.26 09:30

Es ist unglaublich, dass dieser Mensch überhaupt freigekommen ist.


...

Textaris(txt*bot)

Quote[...] Die Feuerwehrleute sehen bleich aus. Sie geleiten am Donnerstagabend gegen 23 Uhr einige Passagiere aus der Tiefe des U-Bahnhofs Wandsbek Markt in Hamburg. Einer der Zeugen, der im Zug der Linie U1 saß, sagt, er habe "keine Erschütterung gespürt". Erst auf dem Bahnsteig habe er erfahren, was geschehen ist.

Zwei Menschen waren hier um 22.07 Uhr von dem ankommenden Zug überrollt worden. Noch am späten Donnerstagabend sehen sich Polizisten die Videoaufnahmen vom Bahnsteig an. Dann übernimmt sofort die Mordkommission.
Auf den Bildern soll zu sehen sein, wie ein 25 Jahre alter Mann kurz vor der Kollision an Gleis 2 steht. In einiger Entfernung, ihm den Rücken zugewandt, wartet eine 18-jährige Frau auf die U-Bahn. Dann, so heißt es in Ermittlungskreisen, umklammert er sie und stürzt sich mit ihr auf das Gleisbett, als die U-Bahn einfährt. Beide versterben, bevor die Feuerwehr eintrifft.

Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des Deutschen Roten Kreuzes betreuen die Augenzeugen. Mindestens einer von ihnen berichtet, der Mann habe getorkelt, als sei er betrunken gewesen oder als habe er unter Drogeneinfluss gestanden. Zudem soll er der jungen Frau etwas zugerufen haben, bevor er sie mit sich ins Gleisbett riss.
Die Polizei kann das bisher nicht bestätigen. Man stehe vor einem rätselhaften Fall, heißt es. Denn bislang gebe es "keine Erkenntnisse zu einer etwaigen Vorbeziehung der Beteiligten". Die Frau könnte also ein Zufallsopfer gewesen sein. Aber was trieb den mutmaßlichen Täter an?

Am Freitagnachmittag gegen 16 Uhr ist der Bahnhof Wandsbek Markt wieder im regulären Betrieb. Keine Blumen, keine Kerze erinnert an das Geschehen vom Vorabend. Der Verkäufer eines Kiosks an Gleis 2, der gerade Pappkartons zerschneidet, sagt: "Ich habe einen Knall gehört." Dass sich hier Menschen das Leben genommen hätten, habe er schon mehrfach erlebt. "Warum immer Wandsbek Markt?", fragt er.

Nach Informationen aus Ermittlerkreisen hat die Mordkommission bislang kein klares Motiv, warum der 25-Jährige offenbar Suizid begehen wollte. Der Mann stammt aus dem Südsudan, dem jüngsten Staat der Welt. Seit der Unabhängigkeit im Jahr 2011 ist das Land von Bürgerkrieg und Machtkämpfen geprägt. Auch aktuell kämpfen Truppen von Rebellen und der Regierung, Tausende flohen zuletzt aus der Hauptstadt Juba.

Seit Mitte 2024 lebte der 25-Jährige in einer Wohnunterkunft in Hamburg. Aus Behördenkreisen heißt es, er habe einen gültigen Aufenthaltstitel nach § 23 Absatz 4 des Aufenthaltsgesetzes gehabt. Demnach lebte er nach seiner Flucht aus dem Südsudan in einem großen Flüchtlingslager in Kenia, bevor er als sogenannter Resettlement-Flüchtling ausgewählt wurde. Dafür kommen in der Regel nur Menschen infrage, die von den Vereinten Nationen als besonders schutzbedürftig eingeschätzt werden. Sie werden in Kontigenten auf Aufnahmeländer verteilt und dorthin ausgeflogen. 

In Deutschland führen das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und die Sicherheitsbehörden vor der Einreise eine Überprüfung durch. Inzwischen hat die Bundesregierung die Aufnahme von Resettlement-Flüchtlingen aus dem Südsudan jedoch ausgesetzt.

Der 25-Jährige ist in Hamburg bereits strafrechtlich in Erscheinung getreten. Um welche Taten es dabei genau ging, wollen die Ermittler über das Wochenende auswerten.

Als gefährliche Person, die jederzeit zu schwersten Straftaten fähig ist, wurde er bislang offenbar nicht geführt. In Polizeikreisen heißt es, es sei zu früh, Thesen zum Hintergrund der Tat aufzustellen. Die Hamburger AfD kommentierte den Fall dennoch sofort als weiteres Beispiel für eine angeblich fatale Asylpolitik. Das rechtspopulistische Portal Nius sammelte mit einem Clip über die Tat innerhalb weniger Stunden mehr als 100.000 Aufrufe.

Auch das Opfer hat ausländische Wurzeln – die 18-Jährige stammt aus dem Iran. Sie soll bei ihren Eltern in Schleswig-Holstein gelebt haben. Ihre Angehörigen werden ebenfalls seelsorgerisch betreut. Zugleich prüfen die Ermittler, ob sich der mutmaßliche Täter und die junge Frau doch zumindest lose gekannt haben könnten.

Im Bahnhof Wandsbek Markt fahren am Freitagnachmittag im Fünf-Minuten-Takt die U-Bahnen ein, das Piepen der Türen hallt nach. Zwei 16-jährige Mädchen erzählen, sie hätten sich an diesem Tag bewusst in die Mitte des Bahnsteigs gestellt. "Ich fühle mich nicht so sicher", sagt die eine. Die andere nickt. Dann fährt die nächste Bahn ein.

...


Aus: "Er riss sie auf das Bahngleis" Christoph Heinemann und Tom Kroll, Hamburg (30. Januar 2026)
Quelle: https://www.zeit.de/hamburg/2026-01/hamburg-wandsbek-u-bahn-mann-frau-mordkommission