Author Topic: zu macht und herrschaft ...  (Read 1978 times)

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zu macht und herrschaft ...
« on: September 04, 2008, 10:27:19 PM »
" ... Der Monarch ist „legibus absolutus“ (lateinisch für „von den Gesetzen losgelöst“), das bedeutet, dass er den Gesetzen, die er selbst erlässt, nicht untersteht. Das bekannteste Beispiel für den Anspruch auf absolute Herrschaft des Monarchen ist der Sonnenkönig Ludwig XIV., dessen Selbstverständnis « L’État, c’est moi » (deutsch: „Der Staat bin ich“) als geradezu prototypisch für diese Entwicklung angesehen werden kann.  ..."

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Monarchie#Absolute_Monarchie (1. Juli 2018)


-.-


The separation of powers, also known as trias politica, is a model for the governance of democratic states. The model was first developed in ancient Greece and came into widespread use by the Roman Republic as part of the uncodified Constitution of the Roman Republic. Under this model, the state is divided into branches or estates, each with separate and independent powers and areas of responsibility. The normal division of estates is into an executive, a legislature, and a judiciary. Parliamentary democracies do not have distinct separation of powers. The executive, which often consists of a prime minister and cabinet ("government"), is drawn from the legislature (parliament). This is the principle of responsible government. However, although the legislative and executive branches are connected, in parliamentary systems there is usually an independent judiciary and the government's role in the parliament does not give them unlimited legislative influence. ...
http://en.wikipedia.org/wiki/Checks_and_Balances


Staats-Gewalt: Ausnahmezustand und Sicherheitsregimes. Historische Perspektiven (Göttinger Gespräche zur Geschichtswissenschaft, Bd. 27), Wallstein Verlag, Göttingen, 2008
Rezensionen aus dem Archiv für Sozialgeschichte - Alf Lüdtke/Michael Wildt (Hrsg.)
http://library.fes.de/fulltext/afs/htmrez/81004.htm


Herrschaft ist sozialwissenschaftlich nach dem deutschen Soziologen Max Weber wie folgt definiert: "Herrschaft soll heißen die Chance, für einen Befehl bestimmten Inhalts bei angebbaren Personen Gehorsam zu finden". Im Unterschied zu seiner Definition der Macht (die er als soziologisch amorph, also formlos bezeichnet) setzt Herrschaft ein bestimmtes Maß an Dauerhaftigkeit voraus; sie ist eine institutionalisierte Form von Über- und Unterordnung (Subordination), die jedoch keinerlei hierarchische Strukturen voraussetzt.
Dadurch, dass Weber ein Minimum an Gehorsam voraussetzt, geht seine Definition über die von Karl Marx hinaus, dessen Herrschaftsbegriff auf Macht basierte. Ähnlich meint Franz Oppenheimer mit Herrschaft eine Beziehung zwischen zwei rechtsungleichen sozialen Klassen. Er unterscheidet mit Otto von Gierke die Herrschaft als vertikale Sozialbeziehung von der Genossenschaft als horizontale Beziehung.
In der Geschichtswissenschaft ist Herrschaft die Ausübung der Macht über Untergeordnete und Abhängige durch Machtmittel. ...
http://de.wikipedia.org/wiki/Herrschaft


Der Begriff Anarchie (griech. ἀναρχία, „Herrschaftslosigkeit“; Derivation aus ἀ privativum und ἀρχία, „Herrschaft“) bezeichnet einen Zustand der Abwesenheit von Herrschaft. [...] Die ursprüngliche Bedeutung des Begriffs in der Antike wurde im Laufe der letzten Jahrhunderte in verschiedenartigen philosophischen und humanwissenschaftlichen Denkschulen überformt, die vielgestaltige Gesellschaftsordnungen unter dem Wort „Anarchie“ subsumieren. ...
http://de.wikipedia.org/wiki/Anarchie


Der Begriff Gewalt (eine Bildung des althochdeutschen Verbes verwalten, bzw. waltan – stark sein, beherrschen) findet vor allem Verwendung, wenn mit Zwang – vor allem physischem, aber auch psychischem – etwas durchgesetzt werden soll. ...
http://de.wikipedia.org/wiki/Gewalt


Die Leibeigenschaft oder Eigenbehörigkeit bezeichnet eine im späten Mittelalter und der frühen Neuzeit weit verbreitete persönliche Abhängigkeit von Bauern von ihrem Grundherren; die Erbuntertänigkeit stellt eine besondere, regionale Form der Leibeigenschaft dar (vgl. Grundherrschaft). Die leibeigenen Bauern bewirtschafteten Höfe, die ihren Grundherren gehörten, und mussten dafür Pacht (Gült) zahlen. Daneben waren sie zu Frondiensten verpflichtet und mussten, sofern der Grundherr aus dem Klerus stammte, ihm einen Zehnt leisten. Im Gegensatz zu Hörigen, bei denen die Abgaben- und Fronpflichten an das bewirtschaftete Gut gebunden sind, sind sie bei Leibeigenen personengebunden. Der Umfang der Dienste war aber im Gegensatz zur Sklaverei begrenzt und genau festgeschrieben. ...
http://de.wikipedia.org/wiki/Leibeigenschaft


Der Begriff Absolutismus bezeichnet eine frühneuzeitliche Herrschaftsform, die − nach traditioneller Auffassung − von der Regierung eines aus eigener Machtvollkommenheit handelnden Herrschers ohne politische Mitwirkung ständischer Institutionen bestimmt war. Zugleich wird der Begriff als Bezeichnung für die von dieser Regierungsart geprägte Epoche europäischer Geschichte zwischen den Religionskriegen des 16. und frühen 17. Jahrhunderts und den Revolutionen des späten 18. Jahrhundert verwendet. ...
http://de.wikipedia.org/wiki/Absolutismus


tbc.
« Last Edit: July 02, 2018, 09:56:05 PM by Link »

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macht und herrschaft ...
« Reply #1 on: July 16, 2013, 10:44:23 AM »
Pentagon-Papiere
Die Pentagon-Papiere (englisch United States-Vietnam Relations, 1945-1967: A Study Prepared by the Department of Defense, kurz Pentagon Papers) sind ein ehemals geheimes Dokument des US-Verteidigungsministeriums. Die partielle Veröffentlichung der Pentagon-Papiere 1971 durch die New York Times deckte die gezielte Irreführung der US-amerikanischen Öffentlichkeit in Bezug auf den Vietnamkrieg durch alle Präsidenten von Harry S. Truman bis Richard Nixon auf. Die Bevölkerung erfuhr, dass entgegen vielen Beteuerungen beteiligter Präsidenten der Krieg schon lange vorher geplant war und die Sicherung der Demokratie in Südvietnam nicht das eigentliche Ziel war. Die Veröffentlichung gelang nur gegen den Widerstand der Regierung aufgrund der Entscheidung des höchsten US-Gerichtes und trug wesentlich zur Beendigung des Krieges bei. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Pentagon-Papiere

"Die Enthüllung der Pentagon-Papiere hat die Presse gestärkt" (14.06.2011)
http://www.zeit.de/wissen/geschichte/2011-06/pentagon-papiere/seite-1

Quote
    Dramidoc
    10.06.2012 um 20:25 Uhr

Ein ähnlich gelagerter Fall wäre heute undenkbar. Damals waren die Washington Post und die New York Times bereit für die Veröffentlichung zu kämpfen und der Suprime Court gab den beiden Zeitungen Recht. Würde sich ein ähnlicher Fall vierzig Jahre später (also heute) abspielen, dann würde die Öffentlichkeit davon nur über Umwege erfahren. Die Presse würde vorrauseilendem Gehorsam Selbstzensur betreiben. In der Presselandschaft fehlen eben Persönlichkeiten wie der alte Augstein oder Woodward und Bernstein.


http://www.zeit.de/wissen/geschichte/2011-06/pentagon-papiere/seite-1#comments


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"Staatsterrorismus, Tyrannei und Folter" Sascha Pommrenke (08.02.2015)
Der Terrorismus der westlichen Welt ....
http://www.heise.de/tp/artikel/44/44047/1.htm
« Last Edit: February 11, 2015, 09:53:08 AM by Link »

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« Reply #2 on: May 06, 2014, 11:03:54 AM »
Quote
Der Freitag: Sie haben kürzlich in Frankfurt am Main auf einer Tagung zur „Politischen Romantik“ über Lars von Triers Film „Nymphomaniac“ gesprochen. Charlotte Gainsbourg versucht in diesem Film, einen nackten, gefesselten Mann mit erotischen Fantasien zu provozieren.

Srećko Horvat: Gainsbourg will dem Mann sein sexuelles Geheimnis entlocken, um ihn später erpressen zu können. Sie erzählt ihm also Geschichten von Orgien und redet über Gruppensex, doch der Mann zeigt nicht die geringste Reaktion. Dann schildert sie ihm einen kleinen Jungen, der in Shorts durch den Wald läuft. Da bekommt er eine Erektion. Er wusste selbst nicht, dass er eine pädophile Veranlagung hat. Gainsbourg holt sie quasi aus seinem Unbewussten. Mein Punkt war, zu sagen: Auch die Linke könnte heute so eine nymphomanische Geschichtenerzählerin brauchen.

Worin besteht die Analogie?

Die Episode zeigt, dass Menschen etwas besitzen, was Donald Rumsfeld mal als „unknown unknowns“ bezeichnet hat, heimliche Begierden also, von denen wir selbst nicht wissen. Ich würde die Linke in diesem Sinne gerne testen: Ich würde sie nackt auf einen Stuhl binden und ihr von Charlotte Gainsbourg schmutzige Geschichten erzählen lassen.

Was für Geschichten wären das?

Vor allem über die Machtfrage. Was, wenn die Linke tatsächlich politische Verantwortung übernähme, wenn Occupy Wallstreet eine Partei gründen würde? Dann schauen wir mal, was passiert! ...

Aus: "„Occupy ist Lifestyle“" Katharina Teutsch (06.05.2014)
http://www.freitag.de/autoren/der-freitag/occupy-ist-lifestyle


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« Reply #3 on: May 27, 2014, 07:55:23 AM »
"Nun sag, wie hast du’s mit der Religion?" Christian Nünlist (18.08.2011)
Der direkte Draht vom Weissen Haus zu Gott ist kein neues Phänomen. Spätestens seit der Präsidentschaft von George W. Bush ist zudem auch der Welt klar geworden, dass die religiöse Rechte mit ihren Überzeugungen zunehmend auch die amerikanische Aussenpolitik beeinflussen.
Im Wahlkampf 2000 war Bush junior gefragt worden, wer seiner Meinung nach der grösste Philosoph der Welt sei. «Jesus Christus», hatte er damals geantwortet. Die britische BBC berichtete 2003, der gottesfürchtige US-Präsident sei bei seinen Kriegen gegen Afghanistan und gegen den Irak einem Befehl Gottes gefolgt.
Demnach soll der bibeltreue Bush göttliche Eingebungen gehabt haben: «Gott hat mir aufgetragen: George, geh los und bekämpfe die Terroristen in Afghanistan. Und ich habe es getan. Dann hat Gott mir aufgetragen, George, geh los und beende die Tyrannei im Irak, und ich habe es getan.»
Das Weisse Haus dementierte den BBC-Bericht zwar als «absurd», aber Bush rechtfertigte den Krieg gegen den Terrorismus wiederholt als Mission der amerikanischen Nation, als auserwähltes Volk das Richtige zu tun und die Vorhersehung Gottes zu vollstrecken.
Exit-Polls der Präsidentschaftswahl von 2004 belegen, dass George W. Bush nach vier Amtsjahren primär wegen seiner religiösen Überzeugungen und seines Krieges gegen den Terror wiedergewählt wurde. ...

http://www.aargauerzeitung.ch/ausland/nun-sag-wie-hast-dus-mit-der-religion-111987203

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Dirk Pohlmann über "Der duale Staat: Recht, Macht und Ausnahmezustand" (05/2018)
"Der Staat - das klingt in unseren Ohren nicht unbedingt freundlich, aber es klingt nach Recht und Ordnung. In der Schule und an der Universität erfahren wir von den ehernen Regeln der Demokratie. Gewaltenteilung, Rechtsstaat, Wahlen, parlamentarische Repräsentanz, alles scheint altehrwürdig und wohlgeregelt im Staats und Verfassungsrecht. Bis in die Details und bis in die letzten Winkel ist festgelegt, wer nach welchen Regeln für was zuständig und verantworlich ist. Dass daran nicht gerüttelt wird, dafür sorgt die Demokratie, sie bezeichnet sich selbst gerne als „wehrhaft“. Da ist ein Begriff wie „Deep State“ oder „Dualer Staat“ störend. Er legt nahe, dass es neben dem bekannten, demokratisch legitimierten Staat noch einen anderen gibt, der nicht gewählt wird, der sich selbst ermächtig, der eingreift, wann es passt. Aber wann? Wer bildet ihn? Was tut er? Wann tötet er? Warum liest man darüber so wenig? Und warum beschäftigen sich „seriöse“ Medien damit eigentlich überhaupt nicht? Medien, Politiker und Universitätslehrer verweisen den Begriff des „parallelen Staates" gerne in den Bereich der „Verschwörungstheorien“. Und doch ist er real. In allen Staatsformen, aber insbesondere in der Demokratie, gibt es im Unterschied zum normativen Ideal die realpolitische Existenz eines „Machtstaates“ oder „Maßnahmenstaates“, des "Deep State". Auch akademische Politologen und Rechtswissenschaftler haben sich damit beschäftigt, ausnahmslos Personen, die sich mit dem Widerspruch zwischen Realpolitik einerseits und der Idee des liberalen Rechtsstaates andererseits beschäftigt haben. Sie haben erkannt: Der „Deep State" hängt mit den Erfordernissen der Hegemonialmacht im „Grossraum“ zusammen. Dementsprechend gibt es Länder, in denen der „Tiefe Staat“ Alltagswissen ist, z.B. die Türkei oder Italien. Dort ist die Realität des parallelen Staates so unübersehbar zutage getreten, dass auch Staatspräsidenten von ihm reden - müssen. Und es gibt Länder, in denen man in öffentlichen Ämtern nicht von ihm sprechen kann, ohne Reputation und Karriere zu riskieren. Die staatstragenden Kräfte vieler Länder blenden diese Realität deshalb weiter aus. Oder sie versuchen es zumindest. Aber auch in diesen Ländern ist der „Deep State“ aktiv geworden. Nicht nur in Vasallenstaaten, sondern auch im Zentralreich des Hegemons selbst. Anhand praktischer Beispiele legt der Journalist Dirk Pohlmann praktisch und theoretisch dar, was es mit dem "Deep State“ auf sich hat.  ...
https://www.youtube.com/watch?time_continue=3&v=8SCcEdl--Bk

https://de.wikipedia.org/wiki/Dirk_Pohlmann

https://de.wikipedia.org/wiki/Tiefer_Staat

https://en.wikipedia.org/wiki/State_within_a_state


« Last Edit: July 02, 2018, 09:52:55 PM by Link »