Author Topic: Künstliche Intelligenz (KI)...  (Read 2542 times)

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Künstliche Intelligenz (KI)...
« on: August 20, 2008, 10:15:24 PM »
DREAM-LOGIC, THE INTERNET AND ARTIFICIAL THOUGHT
By David Gelernter (2010)
Will computers be able to think again? And what Sigmund Freud would have to do with cyberspace? Internet pioneer David Gelernter predicts the next stage of development of artificial intelligence.
http://www.edge.org/3rd_culture/gelernter10.1/gelernter10.1_index.html


Künstliche Intelligenz (kurz: KI; englisch: Artificial Intelligence, kurz: AI) ist ein Teilgebiet der Informatik mit interdisziplinärem Charakter.
http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BCnstliche_Intelligenz


Der Mensch und die "KI"...
Eine Profilierung und kritische Bewetrung der Unterschiedlichen Grundauffassungen vom Standpunkt des gemaessigten Realismus (Dissertation; R. Erassme, 2002, Hannover)
http://psydok.sulb.uni-saarland.de/volltexte/2004/102/pdf/02_194.pdf


Making Robots Conscious...
....of their Mental States (by John McCarthy; Computer Science Department Stanford University; 1995 to 2002)
http://www-formal.stanford.edu/jmc/consciousness/consciousness.html

Marvin Lee Minsky (* 9. August 1927 in New York) ist ein US-amerikanischer Forscher auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz...
http://de.wikipedia.org/wiki/Marvin_Minsky

The Society of Mind (wörtlich: Die Gesellschaft des Geistes, deutscher Titel: Mentopolis) ist der Titel eines Buches und einer Theorie von Marvin Minsky.
Minsky entwickelt in einem Schritt-für-Schritt-Prozess ein umfassendes Modell menschlicher Intelligenz, und versucht dieses auf das Feld der Künstlichen Intelligenz zu übertragen. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/The_Society_of_Mind

Marvin Minsky - What are Possible Worlds?
Possible worlds' are all the ways in which a world can be. A 'world' is a complete state of cosmic affairs: all the infinite variations of innumerable parts and their myriad relationships. ...
https://www.youtube.com/watch?v=PUbANEalnzc

"Du verstehst nichts, bis Du es auf mehr als einem Weg verstehst – zum Tode von Marvin Minsky" Detlef Borchers, Jürgen Kuri (26.01.2016)
Marvin Minsky, der Pionier der künstlichen Intelligenz, der mit "Society of Mind" und "The Emotion Machine" auch die Diskussion in der Öffentlichkeit über KI stark prägte, ist im Alter von 88 Jahren gestorben. ...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Du-verstehst-nichts-bis-Du-es-auf-mehr-als-einem-Weg-verstehst-zum-Tode-von-Marvin-Minsky-3084064.html

Der Turing-Test wurde 1950 von Alan Turing vorgeschlagen, um die Frage „Können Maschinen denken?“ zu entscheiden.
http://de.wikipedia.org/wiki/Turing-Test

MachinesLikeUs.com is a resource for those interested in evolutionary thought, cognitive science, artificial life and artificial intelligence...
http://machineslikeus.com/

Computermodelle von Emotionen und ihre Bedeutung fuer die emotionspsychologische Forschung
http://www.ruebenstrunk.de/emeocomp/INHALT.HTM


Kreative Maschinen, Symbolische Universen...
http://www.uni-ulm.de/uni/intgruppen/memosys/lpl11.htm


PSI (1)
"Der agentenorientierte, sozionische Ansatz mit PSI" von D. Doerner, P. Levi, F. Detje, M. Becht, D. Lippold
http://www.informatik.uni-hamburg.de/TGI/forschung/projekte/sozionik/journal/2/psi1.pdf


"Das Leben von PSI"
von D. Doerner, H. Schaub, F. Detje
http://www.informatik.uni-hamburg.de/TGI/forschung/projekte/sozionik/journal/2/psi2.pdf


"Das Gehirn ist kein Computer"
Thema = Kreativitaet und Lernen: Denkende Maschinen / Gehirn versus Computer / Genetik und Gehirn / Modelle des Gehirns / Kreativitaet & Emotionen
http://www.fh-wuerzburg.de/fh/fb/bwl/Offiziel/BWT/pages/pp/2/brodbeck.htm


Conscious Machines
By Marvin Minsky (1991)
http://kuoi.asui.uidaho.edu/~kamikaze/doc/minsky.html

« Last Edit: September 06, 2016, 11:56:10 AM by Link »

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themenfeld künstliche Intelligenz (KI)...
« Reply #1 on: September 14, 2010, 04:38:04 PM »
Der Mensch und die Künstliche Intelligenz (Philosophisches Hörbuch)
Dr. phil. Dipl.-Ing. Rolf Eraßme: Der Mensch und die ‘Künstliche Intelligenz’ – Eine Profilierung und kritische Bewertung der unterschiedlichen Grundauffassungen vom Standpunkt des gemäßigten Realismus.

Die Arbeit wird von der Software “GhostReader” vorgelesen.
=> http://www.archive.org/details/mp3.Der_Mensch_und_die_KI

Hier als pdf (Erstellungsjahr: 2002)
http://sylvester.bth.rwth-aachen.de/dissertationen/2002/194/02_194.pdf

---

"Roboter entwickeln Neurosen"
Hans-Arthur Marsiske 05.10.2010
Auch eine künstliche Persönlichkeit braucht ein Unbewusstes
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33419/1.html

"Roboter-Ethik: Roboter können Menschen in Verlegenheit bringen" (23.10.2013)
Es ist absehbar, dass Roboter mit moralischen Dilemmas konfrontiert werden, für die es keine eindeutigen Lösungen gibt. Das sagte Matthias Scheutz von der Tufts University im Rahmen einer Vortragsreihe der University of Sussex vor der Konferenz Social and Ethical Aspects of Cognitive Systems, die heute Nachmittag beginnt. Er berichtete von Experimenten, in denen untersucht wurde, wie Menschen moralisches Verhalten von Robotern wahrnehmen. ...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Roboter-Ethik-Roboter-koennen-Menschen-in-Verlegenheit-bringen-1984151.html


"Das soziale Gehirn taucht einfach auf"
16.07.2014 – Courtney Humphries   
Die Neurowissenschaftlerin Rebecca Saxe über soziale Kognition, die Irrtümer der Hirnforschung in der Vergangenheit und die Chancen für die Künstliche-Intelligenz-Forschung. ...
http://www.heise.de/tr/artikel/Das-soziale-Gehirn-taucht-einfach-auf-2243061.html


Blade Runner, deutscher Verleihtitel zeitweise auch Der Blade Runner, ist ein am 25. Juni 1982 erschienener US-amerikanischer Science-Fiction-Film des Regisseurs Ridley Scott. Literarische Vorlage ist der Roman Träumen Androiden von elektrischen Schafen? von Philip K. Dick. Dieser wurde später ebenfalls unter dem Titel „Blade Runner“ vertrieben. Der Film, der Elemente des Film noir übernimmt und eine Dystopie entwirft, war bei Kritik und Publikum zunächst kein Erfolg, wurde mit der Zeit aber zum Kultfilm. ... Zentrales Thema der Werke Philip K. Dicks und auch dieses Films ist die Frage, was den Menschen zum Menschen macht, und die paranoide Furcht davor, dass es Wesen gibt, die wie Menschen aussehen, aber keine sind. Laut Buch und Film sind die Replikanten daran zu erkennen, dass sie nicht das menschliche Vermögen der Empathie besitzen. Sie werden mit einem Gerät getestet, das emotionale Reaktionen überprüft. Die Brauchbarkeit dieses Unterscheidungskriteriums wird im Laufe des Films aber in Frage gestellt. ...
http://de.wikipedia.org/wiki/Blade_Runner


""Ex Machina" Ach Mensch, Maschine" Daniel-C. Schmidt (20. April 2015)
Wie aufrichtig können die Gefühle eines Roboters sein? Das Scifi-Kammerspiel "Ex Machina" beleuchtet die Beziehung zwischen Schöpfer und Kreatur – mit erotischer Note. ... Eigentlich funktioniert der Turing-Test nur, wenn der Proband nicht weiß, ob er es mit Mensch oder Maschine zu tun hat. Das, erklärt Nathan seinem Angestellten, sei aber hier die eigentliche Herausforderung: "Dir zu zeigen, dass Ava ein Roboter ist, um dann zu sehen, ob du trotzdem das Gefühl hast, sie hätte ein Bewusstsein."...
http://www.zeit.de/kultur/film/2015-04/ex-machina-alex-garland-kuenstliche-intelligenz


"Künstliche Intelligenz: Maschinen sind die Denker von morgen" Christoph Drösser (24. April 2015)
Künstliche Intelligenz muss vielmehr menschliche Schwächen ausgleichen. Ein Überblick über den Stand der Forschung ...
http://www.zeit.de/kultur/film/2015-04/kuenstliche-intelligenz-ex-machina-big-data

---

"Human Rights Watch fordert Komplettverbot von Killerrobotern" (12.05.2015)
Automatisierte Systeme gewinnen beim Militär an Bedeutung. Als nächster Schritt könnten vollständig autonome Kampfmaschinen kommen – was nicht nur ethische Probleme aufwirft, sondern auch juristische. ... Ohne menschliche Eingriffe entscheidende Waffensysteme drohen das Prinzip der Abschreckung und Bestrafung bei Kriegsverbrechen auszuhöhlen, fürchtet die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch. In einer aktuellen Studie fordert sie deshalb ein weltweites Verbot von Entwicklung, Produktion und Einsatz derartiger Systeme, berichtet Technology Review. ...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Human-Rights-Watch-fordert-Komplettverbot-von-Killerrobotern-2633796.html

Quote
El Maximo Lider, 12.05.2015 08:01

Und genau darum werden sie kommen

Das ist doch der Traum jedes Hardliners: Automatisiertes Töten ohne Möglichkeit jemanden zur Verantwortung zu ziehen.
Die Erfahrung jeder Maschine kann einfach kopiert werden, keine teure Ausbildung mehr nötig. Nachschub in beliebiger Größenordnung ist nur eine Frage des Geldes.

Die neue Maßgabe wird CPK sein (Cost per kill). 10M USD Budget? Hm, das sind 5187 garantierte Ziele ohne, daß weiche Faktoren, wie Menschen, noch eine Rolle spielen.

Was für eine Scheiße! Ich geh dann mal kotzen...

http://www.heise.de/forum/Technology-Review/News-Kommentare/Human-Rights-Watch-fordert-Komplettverbot-von-Killerrobotern/Und-genau-darum-werden-sie-kommen/posting-5505836/show/

Quote
SJO, 12.05.2015 12:12

Unterschied zur Landmine = ?

Wie soll dem Normalsterblichen vermittelt werden, wo die Grenze beispielsweise von einer Landmine und einem Killerroboter zu ziehen ist? Die Landmine ist völlig autonom agierend, und reagiert passiv auf einen "Impuls" - der Roboter, der eine Bombe zündet, weil sich ihm jemand nähert, ist aus meiner Perspektive nicht anders... Wie autonom ist autonom dann?

http://www.heise.de/forum/Technology-Review/News-Kommentare/Human-Rights-Watch-fordert-Komplettverbot-von-Killerrobotern/Unterschied-zur-Landmine/posting-5507044/show/


« Last Edit: May 12, 2015, 12:20:39 PM by Link »

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Künstliche Intelligenz (KI)...
« Reply #2 on: July 09, 2015, 09:37:48 AM »
"Memristoren für den Gehirn-Prozessor" (08.07.2015)
In den letzten Monaten melden zahlreiche Unternehmen Fortschritte auf Gebieten wie Brain Computing – auch der Gehirn-Simulation –, neuronale Netze, AI/KI und Deep Learning beziehungsweise Machine Learning. Der Handelsriese Amazon setzt solche Verfahren für sein Empfehlungssystem ein, Google zur Bilderkennung. Knowm hat die Scalable and Extensible Neural Sense Making Engine (SENSE) entwickelt, die etwa auffällige Veränderungen in der Ethernet-Kommunikation detektieren soll, die auf Angriffe hindeuten. ...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Memristoren-fuer-den-Gehirn-Prozessor-2744249.html


"A Million Core Silicon Brain"
For those of you who like to get your geek on (and rumour has it, they can be found reading this blog) the Computerphile channel just had a video interview with Steve Furber of the Human Brain Project who talks about the custom hardware that’s going to run their neural net simulations. ...
http://mindhacks.com/2015/08/26/a-million-core-silicon-brain/

"Viele halten die Demokratie für eine veraltete Technologie" Marcus Klöckner (12.10.2015)
Kai Schlieter über Künstliche Intelligenz, Big Data und eine neue Herrschaftsformel ...
http://www.heise.de/tp/artikel/46/46140/1.html


"Risikobewertung: Fukushima der Künstlichen Intelligenz" Carsten Könneker (19.11.2015)
Zeitgleich zum Digital-Manifest von "Spektrum.de" legten vergangene Woche mehrere Philosophen ein Diskussionspapier über die Risiken und Chancen von Künstlicher Intelligenz vor. Darin warnen sie vor historisch beispiellosen ethischen Herausforderungen durch die weitere KI-Entwicklung. Ein Gespräch mit Thomas Metzinger, einem der Autoren. ...
http://www.spektrum.de/news/interview-die-unterschaetzten-risiken-der-kuenstlichen-intelligenz/1377620


"32C3: Wenn Algorithmen entscheiden und töten" Torsten Kleinz (31.12.2015) 
"Wie wir alle wissen, werden durch die rapide sinkenden Preise bei Datenspeicherung und -verarbeitung und neue Sensortechnologien, nun fast alle Aspekt unseres Leben digital erfasst", erklärte Jennifer Helsby von der Universität Chicago auf dem 32. Chaos Communication Congress (32C3) in Hamburg. Viele der Daten werden in staatlichen oder privaten Datencentern aufbewahrt und mit Algorithmen ausgewertet – von Netflix-Empfehlungen bis hin zum "predictive policing", mit dem künftige Straftaten vorhergesagt und somit verhindert werden sollen. ...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/32C3-Wenn-Algorithmen-entscheiden-und-toeten-3057086.html

Prediction and Control - Watching Algorithms [32c3]
https://www.youtube.com/watch?v=BaCzwGbo-Mc

---


"Marvin Minsky : Er wünschte sich einfach nur Unsterblichkeit" Christoph Drösser (26. Januar 2016)
Der Pionier der künstlichen Intelligenz ist tot: Marvin Minsky suchte die Agenten des Hirns, um unseren Geist zu halten. Er war ein Multigenie und erstaunlich demütig. ... Minsky selbst war davon überzeugt, dass man den Geist eines Menschen trennen kann von seiner biologischen Hülle, er war ein Verfechter der Kryonik. Das ist eine Technik, mit der das Gehirn von Verstorbenen tiefgefroren wird in der Hoffnung, dass man es eines Tages mit fortgeschrittenen technischen Methoden wieder zum Leben erwecken kann. Nun ist er selber an einer Gehirnblutung gestorben, im Alter von 88 Jahren. Man möchte inständig hoffen, dass der Glaube dieses radikal atheistischen Menschen sich erfüllt und sein Geist irgendwann wieder aufleuchtet. Minsky war ohne Zweifel einer der großen Denker des 20. Jahrhunderts. ... In den letzten Jahren stand Minsky der aktuellen Entwicklung der KI zunehmend kritisch gegenüber.  ...  Viele Menschen halten die Ideen, die Minsky in seinem Leben verfolgte, für den Ausdruck eines kalten, seelenlosen Verständnisses des menschlichen Wesens. Nichts ist weiter entfernt von der Wahrheit. Zwar glaubte er nicht an die Vorstellung einer Seele – aber er war trotz seiner großen Gedanken ein bescheidener, warmherziger Mensch. Als ich ihn einmal auf einer Konferenz zur Frage der Unsterblichkeit des Geistes interviewte, spekulierte er darüber, in welcher Form wir eines Tages den Tod überleben könnten.
Wen die Vorstellung gruselte, in einem Kasten aus Drähten und Transistoren weiterzuleben, dem legte Marvin Minsky die Idee nahe, dass der Rechner der Zukunft auch ein Glas Wasser sein könnte, in dem winzige Moleküle miteinander kommunizieren. Wie viele Geister in so ein Glas Wasser passen würden, fragte ich ihn. "Schwer zu sagen", antwortete Minsky. "Aber ich glaube, Menschen können sehr klein sein."...

http://www.zeit.de/digital/internet/2016-01/marvin-minsky-kuenstliche-intelligenz-nachruf

Marvin Minsky
MIT Media Lab and MIT AI Lab
Professor of Media Arts and Sciences, MIT
Professor of E.E.C.S., M.I.T
http://web.media.mit.edu/~minsky/

---

'Erhard Tietel: "Künstliche Intelligenz" und Psychoanalyse: eine "Mesalliance"?' (11 Seiten)
Im Winterheft 1988 des "DAEDALUS", dem Journal of the American Academy of Art and Sciences,  findet sich unter verschiedenen Aufsätzen zur "Artificial Intelligence" ein Beitrag von Sherry Turkle mit dem Titel: "Artificial Intelligence and Psychoanalysis: a new alliance" - ohne Fragezeichen! ... beim Übergang von der Objektbeziehung zur Objektverwendung, die erst die Anerkennung von Äußeren Objekten als Äußere ermöglicht, stellt sich folgendes Paradox, das auch dem Kind widersprüchliches zumutet: "Das Kleinkind erschafft das Objekt, aber das Objekt war bereits vorher da, um geschaffen und besetzt zu werden" (Winnicott 1973, 104). Winnicott betont ausdrücklich, dass ein wesentlicher Beitrag seiner Theorie in der Aufforderung besteht, "dieses Paradox anzuerkennen und hinzunehmen und es nicht lösen zu wollen. Nur eine Zuflucht zu
abgespaltenen intellektuellen Funktionen könnte es lösen; der Preis wäre jedoch, dass das Paradox dabei seinen Wert einbüßt" (ebenda, 8). Der Gedanke Winnicotts besteht darin, "dass eine Widersprüchlichkeit, die akzeptiert
 wird, positiven Wert haben kann" (ebenda, 25).  ...

http://psydok.sulb.uni-saarland.de/volltexte/2006/865/pdf/Kuenstliche_Intelligenz_und_Psa_PG.pdf

"MOST PEOPLE ARE CONVINCED computers cannot think. That is, really think. Everyone knows that computers al- ready do many things that no person could do without “thinking.” But when computers do such things, most people suspect, that there is only an illusion of thoughtful behavior, and that the machine ... " ---  "Why People Think Computers Can’t" AI Magazine, 1982), Marvin Minsky MIT Cambridge, Massachusetts
 http://www.agent.ai/doc/upload/200302/mins82_1.pdf

The Society of Mind (wörtlich: Die Gesellschaft des Geistes, deutscher Titel: Mentopolis) ist der Titel eines Buches und einer Theorie von Marvin Minsky.
Minsky entwickelt in einem Schritt-für-Schritt-Prozess ein umfassendes Modell menschlicher Intelligenz, und versucht dieses auf das Feld der Künstlichen Intelligenz zu übertragen. Seine Kernthese ist, dass unintelligente (mindless), einfache Bausteine, Agenten, durch Interaktionen Komplexität aufbauen können. Er beschreibt, wie verschiedene Interaktionen, die einer spezifischen Problemlösung zugeordnet sind, als „Agentengemeinschaften“ aufgefasst werden können, daher der Titel „Society of Mind“. ...
http://www.acad.bg/ebook/ml/Society%20of%20Mind.pdf

https://de.wikipedia.org/wiki/The_Society_of_Mind
« Last Edit: January 26, 2016, 04:57:21 PM by Link »

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Künstliche Intelligenz (KI)...
« Reply #3 on: March 09, 2016, 01:17:49 PM »
"AlphaGo : Google-Software gewinnt gegen Go-Weltmeister"
Mensch unterliegt Maschine: Der Computer AlphaGo hat die erste Runde gegen den Go-Weltmeister gewonnen. Lee Sedol gab die Partie nach dreieinhalb Stunden auf. ... AlphaGo ist eine Entwicklung von Google Deepmind, der Computer hat bereits den dreifachen Go-Europameister Fan Hui bezwungen. Das Duell zwischen Mensch und Maschine geht insgesamt über fünf Runden und findet in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul statt. ... Go ist ein traditionelles asiatisches Brettspiel. Es gilt als komplizierter als Schach und sollte daher eigentlich für eine künstliche Intelligenz schwer zu verstehen sein. Experten für künstliche Intelligenz hatten bis vor Kurzem noch prognostiziert, es würde ein weiteres Jahrzehnt dauern, bis Computer professionelle Go-Spieler schlagen könnten.... Die Partie zwischen AlphaGo und Lee folgt einer Reihe von Brettspielduellen zwischen einer künstlichen Intelligenz und einem Menschen. Im Schach werden schon lange Computer eingesetzt. Für Aufsehen sorgte 1997 etwa der Computer Deep Blue von IBM, der gegen den Weltmeister Garri Kasparow gewann. ...
http://www.zeit.de/sport/2016-03/alphago-sieg-go-brettspiel-weltmeister-lee-sedol-kuenstliche-intelligenz

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"Google-Mitarbeiter veröffentlichen Neuronales-Netz-Spielplatz" (16.04.2016)
Google Photos, Spracherkennung, Übersetzungs-Apps – in vielen Apps und Web-Diensten verrichten neuronale Netze heute wichtige Arbeiten. Das sogenannte Deep Learning nimmt im Alltag der Computer- und Smartphone-Nutzung von jedermann eine immer bedeutendere Rolle ein.
Dennoch sind Begriffe wie neuronale Netze und Deep Learning für viele Menschen böhmische Dörfer. Das hat auch damit zu tun, dass diese Gebilde meist im Hintergrund ihre Arbeit verrichten. Man bekommt nur ihren Output zu Gesicht, nicht ihr Innenleben. Und selbst wenn man in einzelne Neuronen hineinschauen könnte, würde sich ihre Bedeutung – letztlich eine mathematische Funktion – für viele Anwender nicht erschließen. Und somit schon gar nicht die Funktion des Gesamtnetzes. ...

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Google-Mitarbeiter-veroeffentlichen-Neuronales-Netz-Spielplatz-3176144.html


"Cyc: KI mit Weltwissen erlangt Marktreife" (29.04.2016)
Nach 31 Jahren Entwicklungsarbeit ist das Projekt Cyc marktreif. Dahinter verbirgt sich eine Künstliche Intelligenz, die auf einer Ontologie basiert, einer Datenbank mit tausenden von semantischen Informationen. Darunter auch solche, die in keiner Enzyklopädie auftauchen, weil sie für Menschen selbstverständlich sind. Der Erfinder Doug Lenat hatte sich mit Cyc nichts weniger vorgenommen als einem Computer zu erklären, wie die Welt funktioniert. Das berichtet Technology Review im Online-Artikel "Nach 30 Jahren steht Cyc vor dem Abschluss". ...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Cyc-KI-mit-Weltwissen-erlangt-Marktreife-3192668.html

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"Kommentar: Allo, Google? Geht's noch?" Ronald EIkenberg (24.05.2016)
Das Alleinstellungsmerkmal von Allo ist künstliche Intelligenz. Googles KI liest kontinuierlich mit, um etwa in einem Chat mehrere kontextabhängige Reaktionen anzubieten, die der Nutzer nur noch anklicken muss. Die Antworten sind laut Google “in your style”, werden also nach Mundart des Nutzers verfasst. Und unterhält man sich über die Essenspläne, empfiehlt Google italienische Restaurants in der Nähe. Die coolen Assistenzfunktionen sprechen natürlich auch gegen eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung: Schließlich muss Google mitlesen, um die KI mit Daten füttern zu können.
KI und Privatsphäre, das passt nicht zusammen. Google musste abwägen – und hat sich gegen eine konsequente Verschlüsselung entschieden. Es wäre jedoch ein Fehler zu glauben, dass sich Google schweren Herzens davon getrennt hat: Die Haupteinnahmequelle des Megakonzerns ist Werbung, die er aufgrund seiner intimen Kenntnisse seiner Nutzer so gut platzieren kann wie kein anderer.
Kurz nachdem der Nutzer etwa in einer Mail seine Urlaubspläne erwähnt hat, sieht er überall dazu passende Anzeigen. Und das ginge natürlich nicht mehr, wenn die private Kommunikation Ende-zu-Ende-verschlüsselt wäre. Das erklärt auch, warum die bereits vor zwei Jahren präsentierte PGP-Erweiterung für Google Mail bis heute nicht in die Gänge gekommen ist. ...

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Kommentar-Allo-Google-Geht-s-noch-3215729.html

Quote
     mordsDing boa eh, 24.05.2016 08:44

Abschalten!

Es gab ja mal eine Zeit, da war es ganz selbstverständlich, dass man beim Kacken zusammen saß und sich unterhielt. Der Ausdruck "Geschäft machen" geht darauf zurück. Die Römer taten es, und vor und nach ihnen Andere auch. Ist also nichts Neues, dass Kacken eine gesellschaftliche Komponente hat und mehr oder weniger öffentlich stattfinden kann. Die römischen Latrinen mit teils mehr als 20 Kackplätzen in Reihe legen beeindruckendes Zeugnis darüber ab.

Könnte man heute auch tun. Jeder kackt schließlich mal. Jeder weiß wie es geht und jeder weiß, wie Mensch untenrum aussieht und wie es riecht.

Tut man aber nicht. Warum nicht?

Weil es Dinge gibt, die man nicht mit anderen teilen will. Weil es Räume gibt, die man nicht mit anderen teilen will. Weil man, egal aus welchem Grund, Andere nicht teilhaben lassen will.

Und man muss das auch nicht mal begründen. Es reicht, dass man es nicht will. Und das hat jeder Andere zu respektieren! Auch und vor allem Unternehmen.

Wenn ich mit jemandem Chatte, geht es Gurgle oder irgend einen anderen Dienst einen feuchten Scheißdreck an, was ich da äußere. Und schon gar nicht will ich, dass sich irgend ein Dienst in das Gespräch einmischt und mir Vorschläge macht, die ich gar nicht gemacht bekommen will.

Dass Gurgel sich da einfach einklinkt, zeigt zweierlei:

1. Dass solche Unternehmen auf Privatsphäre ganz offensichtlich grundsätzlich
scheißen.

2. Dass solche Unternehmen einfach nicht hinzulernen wollen.

Einzig richtige Konsequenz der Nutzer: Abschalten!

http://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Kommentar-Allo-Google-Geht-s-noch/Abschalten/posting-28657685/show/

« Last Edit: May 24, 2016, 09:07:06 AM by Link »

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« Reply #4 on: May 29, 2016, 10:22:14 PM »
"Dieser Mann denkt über den Untergang der Menschheit nach" Stefan Schmitt (26. Mai 2016)
"Den gruseligsten Philosophen der Welt" hat die Washington Post den Denker aus Oxford genannt. Denn Nick Bostrom überlegt, was wäre, wenn so eine Kunstintelligenz erst einmal auf Chips heimisch würde. Zum Beispiel das: Ein lernfähiges, sich selbst verbesserndes System könnte irgendwann beginnen, nach mehr zu streben – mehr Rechenkapazität, mehr Speicherplatz und mehr Informationen, mehr Kontrolle über andere Computer, Netzwerke und Geräte. Diese Maschinenintelligenz würde sich verselbstständigen, heimlich die Macht über fremde Rechenzentren suchen. Sie würde Roboter, Bankkonten und automatisierte Laboratorien kontrollieren, bevor sie zum Vernichtungsschlag ausholte: gegen konkurrierende automatische Systeme und gegen die Menschen, die ihrem Streben im Weg stehen.
Superintelligenz heißt das Buch, in dem Bostrom vor zwei Jahren dieses Szenario entwarf und dessen deutsche Übersetzung gerade bei Suhrkamp als Taschenbuch erschienen ist. Es trägt den Untertitel Szenarien einer kommenden Revolution und ist ein sehr ungewöhnlicher Bestseller: spekulativ, nüchtern, zuweilen dröge. Der gefühlte Großteil der 370 Seiten steht im Konjunktiv. Wie könnte eine Superintelligenz entstehen? Was für eine Gestalt wäre denkbar?...

http://www.zeit.de/2016/21/nick-bostrom-oxford-philosoph-kuenstliche-intelligenz

---

Innovationsguru: "Freue mich darauf, dass uns Roboter Arbeit abnehmen" Interview: Andreas Sator (6. September 2016)
Wenn man sich den Fortschritt bei Robotern, was Agilität und Mobilität betrifft, ansieht oder bei künstlicher Intelligenz, geht das alles viel schneller voran, als wir noch vor einigen Jahren dachten. Es werden am Anfang vielleicht zuerst die alten Jobs wegfallen und die neuen erst später kommen. Das schafft Risiken. ... Die Politik muss Aufmerksamkeit dafür schaffen, was da passiert und wie schnell das vor sich geht. Es braucht eine Vision, anstatt es nur als eine Gefahr zu sehen. ...
http://derstandard.at/2000043887208/Innovationsguru-Freue-mich-darauf-dass-uns-Roboter-Arbeit-abnehmen

Quote
    Lausbub

Besteuerung der menschlichen Arbeit

Die Verbreitung solcher Roboter wird viel schneller gehen als sich die meisten vorstellen können. Wenn aber politisch ein Thema nicht gelöst wird, dann wird das großes Chaos auslösen, nämlich das der Besteuerung der menschlichen Arbeit. Es wäre grenzenlos ungerecht, wenn z.B. ein Hotelier für die Lohnkosten eines Zimmermädchens einen horrenden Steuersatz zahlen muss, während er einen Roboter, der die Arbeit besser erledigt über einige Jahre von der Steuer absetzen kann.


Quote
    Herr Fred

Sehr schwach auf beiden Seiten!

Die Zeit diesen Artikel zu lesen hätte ich auch mit Nasenobren verbringen können und hätte garantiert mehr zu Tage gefördert. Sowohl Interviewer als auch Interviewter sind nicht wirklich auf wichtige Inhalte eingegangen.
Wer zahlt die ausfallenden Steuern und Sozialversicherungsbeiträge die entstehen werden, wenn immer mehr Maschinen Menschen ersetzten werden?
Interfaces zwischen Mensch und Maschine wie Monitoring Chips und in weiterer Folge AR Anwendungen werden für lange Zeit nur Menschen vorbehalten bleiben, die auch die finanziellen Mittel haben sich dies zu leisten.
Es dauert keine 10 Jahre und viele Jobs werden durch Maschinen ersetzt werden. Nicht nur manuelle sonder auch Jobs die sich auf Wissen begründen, wie Arzt oder Anwälte usw


Quote
    Alexander_Hrach

Bemerkenswert. ... bemerkenswert platt.


Quote
    angeltupi

Willkommen zur Maschinen-Feudalismus-Zeit.


Quote
    an kog

Also einer der Verhaltenskontrolle in Echtzeit am Arbeitsplatz und durch Versicherungen in der Freizeit super findet, weil er sich als Optimist bezeichnet, ist wohl fast schon psychisch auffällig.


Quote
    peak oil

"Es werden am Anfang vielleicht zuerst die alten Jobs wegfallen und die neuen erst später kommen"

auf 10 alte wird vielleicht 1 neuer job kommen, und diesen wird vielleicht doch wieder ein roboter erledigen...


...

« Last Edit: September 06, 2016, 09:39:34 AM by Link »

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Künstliche Intelligenz (KI)...
« Reply #5 on: September 06, 2016, 11:49:26 AM »
Quote
[...] Künstliche Intelligenz wird in den nächsten 15 Jahren bedeutende Aspekte des Alltags von Beschäftigung und Bildung bis Transport und Unterhaltung auf den Kopf stellen. Die Gefahr dafür, dass die Menschheit in diesem Zeitraum durch Fortschritte in der KI-Technik versklavt oder eliminiert wird, ist jedoch gering. Zu diesem Ergebnis kommt eine groß angelegte Studie der Stanford University, die von nun an alle fünf Jahre aktualisiert werden soll. Das berichtet Technology Review online in "Künstliche Intelligenz: Freund oder Feind?".

Laut der Studie, zu der 20 Experten beigetragen haben, werden automatisierte Lastwagen und Fluggeräte sowie persönliche Roboter bis 2030 weite Verbreitung finden; jedoch sorgten technische Hürden dafür, dass solche Technik vorerst auf bestimmte Nischen beschränkt bleibt. Trotzdem hätten Fortschritte bei KI potenziell erhebliche gesellschaftliche und ethische Auswirkungen, etwa Arbeitslosigkeit auf bestimmten Gebieten und weniger Privatsphäre durch neue Formen der Überwachung und Data Mining, was offene Diskussionen und Debatten erfordere.

Andere KI-Forscher äußern sich positiv über die Studie. "Es ist erfreulich, weniger Schwarzmalerei und eine nüchternere Bewertung von dem zu bekommen, was zu erwarten ist", sagt etwa Ronald Arkin, Professor am Georgia Institute of Technology. Max Tegmark vom Future of Life Institute, allerdings sagt, möglicherweise werde darin zu wenig auf die Risiken durch unvorhergesehene technische Veränderungen geachtet: "Die Behauptung, dass übermenschliche Roboter unmöglich sein dürften, ist umstritten und wird von manchen KI-Forschern als zu pessimistisch angesehen."

Quote
     Advocadus Diaboli, 06.09.2016 10:28

Künstliche Intelligenz ist keine Bedrohung, natürliche Dummheit schon
Und die letztgenannte zählt leider nicht zu den vom Aussterben bedrohten Arten.
Natürlich wird die KI unsere Welt mächtig umkrempeln. Denken wir mal an die autonom fahrenden Autos, das dürfte eine schlimmere Konkurrenz für die Taxifahrer werden also Uber es derzeit ist.
Wir leben in interessanten Zeiten. Die Zukunft wird zeigen, ob wir diese Entwicklungen zu nutzen wissen oder ob die Deppen wieder aus ihren Löchern kriechen und neben der Angst vor Überfremdung dann die Angst vor intellektueller Überlegenheit durch die KI propagieren. ;-)


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     Oliver Gröbel, 06.09.2016 11:39

Studie: Künstliche Intelligenz ist vorerst keine Bedrohung für die Menschheit

... Bei einigen Artgenossen bin ich mir da nicht so sicher. Die Einen sind mit simplen Produktbewertungen bei Amazon überfordert: Die geben 1 Stern weil der Versand nicht geklappt hat. Die sollen aber nicht DHL sondern das Produkt bewerten. Die Anderen glauben an die Heilkraft von Zuckerkügelchen und die Gefährlichkeit von Chemtrails.

Oliver


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     cythev, 06.09.2016 11:14

Tolle Studie...
Bei einen betrachteten Zeitraum von 15 Jahren hätte es keine große Studie gebraucht um zu der Erkenntnis zu gelangen, dass die KI noch keine Bedrohung ist.
Überhaupt ist das, was da zum Teil schon KI genannt wird doch nichts anderes als automatisch funktionierende Maschinen (Selbstfahrende Autos etc.). imho braucht es für KI mehr und die wird irgendwann in einer fernen Zukunft vermutlich durch ein singuläres Ereignis zu soetwas wie "Bewusstsein" gelangen und ab dann innerhalb kürzester Zeit werden wir wissen ob sie sich entscheidet ihren Schöpfer zu bewahren oder zu verdrängen. Mit etwas Pech bringt sie uns versehentlich beim "spielen und ausprobieren" um. Genug Potential dazu haben wir ja überall rumstehen.



Aus: "Studie: Künstliche Intelligenz ist vorerst keine Bedrohung für die Menschheit" Sascha Mattke (Technology Review, 06.09.2016)
Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Studie-Kuenstliche-Intelligenz-ist-vorerst-keine-Bedrohung-fuer-die-Menschheit-3313720.html

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Künstliche Intelligenz (KI)...
« Reply #6 on: September 07, 2016, 07:35:51 AM »
"Roboter: Wir Automaten"  Adrian Lobe (1. September 2016)
Je klüger die Roboter werden, desto mehr ähneln sie uns Menschen. Oder passen wir uns ihnen an? ... Dass hier ein grundsätzliches Problem vorliegt, zeigten der Rechtswissenschaftler Brett Frischmann und der Philosoph Evan Selinger in einem Beitrag für den Guardian. Sie stellten die These auf, der Turing-Test müsse heute umgekehrt gedacht werden: Die Frage sei nicht mehr, ob Maschinen menschenähnlich würden, sondern ob der Mensch maschinenähnlich, das heißt programmierbar werde. ... Will man wie Selinger und Frischmann den Test unter umgekehrten Vorzeichen durchführen, muss man zuerst definieren, was eigentlich menschlich ist. In Studien, die sie in ihrem im kommenden Jahr erscheinenden Buch Being Human in the 21st Century bündeln, nennen Selinger und Frischmann Common Sense, rationales und irrationales Denken, freien Willen und Autonomie als Eigenschaften, die den Menschen von Maschinen unterscheiden. Aber die Wissenschaftler beobachten auch, dass wir uns in einer datengetriebenen Umgebung immer mehr wie Maschinen verhalten. Millionen Menschen klicken nach Reiz-Reaktions-Schema auf den Button "Ja, ich stimme zu", ohne die Geschäftsbedingungen gelesen zu haben, oder jagen wie ferngesteuert virtuelle Monster. ...
http://www.zeit.de/2016/35/roboter-kuenstliche-intelligenz-anpassung-menschen/komplettansicht

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White_Chocobo #3

Vielleicht scheitert die Frage an dem Dualismus den sie aufwirft (Mensch-Maschine). Betrachtet man Auseinandersetzungen zum konstitutiven Ineinandergreifen von Mensch-Technik im Sinne entsprechender Technosubjekte, wie sie z.B. von Donna Haraway seit den 1980er Jahren diskutiert werden, wird für mich eher ein Schuh aus der aufgeworfenen Frage.

Kurz: wir sind (bereits) alle Cyborgs, insofern stellt sich die Frage ggf. gar nicht mehr, ist der Dualismus bereits passé und ein Relikt einer Zeit in der eine solche Trennung noch möglich(er) schien.


...

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"Zum Tode von Peter Naur: Schlimmer als denkende Maschinen sind Menschen, die nicht nachdenken" Detlef Borchers (heise online, 04.01.2016)
Nach seiner Emeritierung widmete sich Naur unter dem Eindruck von William James und seiner "Principles of Psychology" der Aufgabe, eine grundsätzliche Kritik der Philosophie und Psychologie voranzutreiben. Er veröffentlichte ein Antiphilosophisches Lexikon, das kein gutes Haar an den Philosophen von A wie Aristoteles bis W wie Wittgenstein übrig ließ. Von James ausgehend, entwickelte er eine synaptische Theorie geistiger Prozesse, die ihn dazu führte, Computern die Denkfähigkeit abzusprechen, wie dies in einem Youtube-Video zu sehen ist. Daneben beschäftigte sich der Musikliebhaber Naur mit der Detail-Analyse der Symphonien von Joseph Haydn und der Alzheimer-Krankheit als Synapsen-Problem. ...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Zum-Tode-von-Peter-Naur-Schlimmer-als-denkende-Maschinen-sind-Menschen-die-nicht-nachdenken-3059545.html

« Last Edit: September 20, 2016, 09:48:53 AM by Link »

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Künstliche Intelligenz (KI)...
« Reply #7 on: September 22, 2016, 02:15:18 PM »
"Künstliche Intelligenz: Träumen ist ein Algorithmus" Christoph Drösser (27. August 2016)
Manches Wissen wächst in verdammt hoch gelegenen Gebieten. Trotzdem sollte man sich hin und wieder dorthin aufmachen – auch wenn es richtig anstrengend wird. Willkommen auf dem Pfad des maschinellen Lernens. ... Deep Learning bringt jetzt die Erfolge, die uns jahrzehntelang von der Künstlichen Intelligenz versprochen wurden: Die Netze erkennen menschliche Gesichter mit großer Sicherheit auf Fotos. Sie können gesprochene Sprache sehr gut verstehen. Skype kann Videotelefonate zwischen unterschiedlichen Muttersprachlern in Echtzeit dolmetschen.
Bei den bisher erwähnten lernenden Programmen war immer noch der Mensch der Lehrer der Maschine, er gab ihr im Training die korrekten Antworten vor. Aber zunehmend lernen die Netze selbstständig. Man speist eine große Menge Daten ein, und sie machen sich ihren eigenen Reim darauf. Google-Ingenieure erregten im vergangenen Jahr Aufmerksamkeit, als sie Neuronale Netze gleichsam unter Drogen setzten: Wenn man das Netz zwingt, auch in unscheinbaren Mustern, etwa einem Wolkenhimmel, Objekte zu erkennen, dann halluziniert es drauflos und sieht zum Beispiel fantastische Fische am Himmel, wo eigentlich keine sind. Die Maschinen haben das Träumen gelernt. ...
http://www.zeit.de/zeit-wissen/2016/05/kuenstliche-intelligenz-algorithmus-deep-learning-maschinelles-lernen/

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aquinaso #12  (2016)

Die grundlegenden Probleme der KI-Forschung werden schnell sichtbar, wenn man die Begrifflichkeit des Mentalen und das Materiellen sauber auseinanderhält, und sich dabei klar macht, dass das Materielle nie anders kann, als naturgesetzlich und kausal zu funktionieren, und dies auch nie überschreiten kann, während das Mentale (welches zum Beispiel beinhaltet Intentionalität, Erkennen, Wahrnehmung, Selbstsein etc.) stets zielgerichtet strukturiert ist und durch Spontaneität gekennzeichnet ist.

Die Frage, wie diese beiden Sphären im lebendigen Organismus verbunden sind, ist das uralte Leib-Seele-Problem, welches das hartnäckigste Rätsel der Philosophie darstellt.

Versuche aus der materialistischen Position, es zu ignorieren, für irrelevant zu halten, oder gar für im Sinne des materialistischen Monismus für gelöst zu erklären, scheitern nicht nur theoretisch, sondern mit hundertprozentiger Sicherheit in der technischen Praxis der KI.

In der Wirklichkeit werden ständig Begriffe aus der Sphäre des Mentalen unbedacht auf die materielle Sphäre angewandt, und dadurch werden Konfusion und falsche Erwartungen ausgelöst, die sich sehr einfach als Illusionen entlarven lassen.

Begriffe wie: Lernen, Erkennen, selbständig, intelligent und viele andere, welche ständig im Zusammenhang mit KI genannt werden, entstammen der mentalen Sphäre und sind nur im metaphorischen Sinne bei Maschinen vorhanden. Beim Menschen sind sie im wirklichen Sinne vorhanden.


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dth #12.10

... Sie Verweigern sich der Realität mit der Rechtfertigung, dass Sie auf eine lange Reihe von Realitätsverweigerern aus der Philosophie zurück blicken. Die Philosophie entwickelt Gedankenmodelle, sie gewinnt keine Erkenntnisse über die Realität. Gedankenmodelle können natürlich hilfreich sein, aber nur, wenn man sie mit der Realität abgleicht. Es gibt eine philosophische Denkschule, die einen elementaren Zweck postuliert. Leider ist davon in der Realität nichts zu sehen.

... Ich habe zweckvolle Absichten in meinem Leben, aber dahinter steht kein ultimativer Sinn, es ist nur ein Ergebnis eines evolutionären Prozesses, der es mir ermöglicht, für mich selbst Ziele zu setzen und danach zu handeln. Für Sie wird das dadruch "scheinbar", aber warum? Es macht für meine und Ihre Realität keinen Unterschied, ob hinter unserem persönlichen, zielgerichteten Handeln ein höheres Prinzip des Zwecks steht oder nicht. Sie unterstellen einen generellen Unterschied zwischen "beseelter" und "unbeselter" Natur, was Ihnen dann ermöglicht, dass es hinter menschlichem Handeln einen grundlegenden Zweck gibt, wo in der Natur nur Kausalität zu erkennen ist.


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aquinaso
#12.12  —  vor 4 Wochen

... Sie haben das Thema „Scheinbarkeit“ in Hinsicht auf Ihren Willen und Ihre Zwecke immer noch nicht begriffen. Es geht nicht um die Ausrichtung auf „höhere“ oder „gottgegebene“ oder „naturgegebene“ Zwecke, sondern um die Frage, ob Sie etwas wollen, indem Sie ein Subjekt sind, das um seiner selbst willen etwas erstrebt, oder ob Sie nur ein Apparat sind, der eine bestimmte Programmierung hat, welche Ihnen vorschreibt, was in Ihrem Leben als nächstes kommt.

Wenn Sie nicht imstande sind, die Betrachtungsebene der Maschinenförmigkeit in Hinsicht auf Menschen zu überschreiten, dann kommen Sie gar nicht in die Verlegenheit, das Problem zu erfassen (dann wird man eben ohne Sie darüber diskutieren).

„Scheinbar“ heißt also nur: gar nicht wirklich intentional, sondern nur der fälschliche Eindruck einer Intentionalität, in Wirklichkeit das Wirken eines rein kausalen Programms, so wie eine Wahlwiederholung am Telefon nicht bedeutet, dass das Telefon den Adressaten erreichen „will“.


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Fonzie #14  (2016)

Hahaha, viele der Kommentare sind köstlich.
Die strotzen nur so von Hybris und "Vorstellungskraft".
Es scheint mehr Kreationisten zu geben als vermutet.
Sind Amöben oder andere Einzeller intelligent?
Nein? ... In welchem Stadium soll den "Intelligenz" der sich zum Menschen hin entwickelten biologischen Masse hinzugekommen sein?Da sind wir beim Henne-Ei-Problem: Wie können dumme Eltern ein intelligentes Kind schaffen?
Welches war das erste intelligente Lebewesen?
Ein Baum, der sich "schlauerweise" dem Licht zuneigt?

Die Antwort liegt auf der Hand:
Intelligenz ist nur eine rein subjektive Zuschreibung zur Begründung für wahrgenommene Kausalzusammenhänge.
Insofern ist KI keineswegs limitiert auf Subintelligenz und wir leiden nur an Selbstüberschätzung, die lediglich auf unserer "kreative" Kriteriengewichtung basiert.


[Der Unterschied zwischen weicher und harter Intelligenz ergibt sich somit aus dem Zeitpunkt des Programmierens, aus der Trennung oder Nichttrennung des "Programmschreibers" von der Hardware und damit zusammenhängend aus der Frage, ob im Sinne des problemlösenden Systems Eigen- oder Fremdziele verfolgt werden. ... http://sigridschaefer.homepage.t-online.de/aki1.html]

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M.Aurelius #19

Die Jünger der harten KI sind nicht zu übertreffen, aber leider nur auf dem Gebiet der Selbstüberschätzung. Seit vielen Jahren hört man von ihnen, die Simulation des Bewusstseins und lernende Maschinen stünden kurz bevor. Wenn man sich die vorliegenden Ergebnisse ansieht, stellt sich schnell Ernüchterung ein, da sie entweder von der Intelligenz von Amöben gesprochen haben oder den Intelligenzbegriff bis zur Unkenntlichkeit umdefiniert haben oder das "machine learning" in der Realität als wenig hilfreich erweisst, weil die Maschine außerhalb eines schmalen, vorgegeben Kontextes von der Komplexität der Realität schnell total überfordert ist. Was hier als Fortschritte der KI bezeichnet wird, sind im wesentlichen Fortschritte der Hardware, die für asbach-uralte KI Schmonzetten ala Türme von Hanoi genutzt werden. Die harte KI hatte schon immer ein Faible für Vaporware und Taschenspielertricks.


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"Künstliche Intelligenz: Watson, wir haben ein Problem" Lars Gaede (22. September 2016)
Derzeit entsteht eine neue Generation von Maschinen, die nicht nur besser heben, schweißen, bohren können als Menschen, sondern auch immer komplexere kognitive Aufgaben übernehmen: Lesen, Schreiben, Sprache und Zusammenhänge verstehen. Wir stehen an der Schwelle einer neuen industriellen Revolution, die sich leiser und unsichtbarer vollzieht als alle vergangenen, weil Algorithmen weder wummern und stampfen wie einst Dampfmaschinen, noch Autotüren umherwirbeln wie Fertigungsroboter. Unsere Arbeitswelt wird schon in wenigen Jahren eine völlig andere sein. ... Tatsächlich warnen Denker wie der Physiker Stephen Hawking  vor der potenziell zerstörerischen Kraft künstlicher Intelligenz, sollte sie falsch eingesetzt werden. Der Tesla-Gründer Elon Musk sieht in einer unregulierten Entwicklung der künstlichen Intelligenz "unsere größte existenzielle Bedrohung" und Bill Gates sagt, er verstehe niemanden, dem die rasante Entwicklung der KI keine Sorgen bereite. Smarte Maschinen wie Watson wirken auf viele Menschen ziemlich gruselig. ... Historisch betrachtet haben neue Technologien am Arbeitsmarkt tatsächlich immer beides getan. Neues erschaffen und Altes zerstört. Berufe wie der Treidelknecht, der Hufschmied oder der Schriftsetzer sind verschwunden. Und zugleich sind Hunderte neue entstanden. Nur welche, war für die Menschen im Moment des Wegfalls oft noch nicht vorstellbar. Deshalb folgten im Jahr 1812 die britischen Maschinenstürmer ihrem Anführer Ned Ludd durch England und zerstörten industrielle Webstühle und Spinnereien. Das Ende der Arbeit befürchteten die Menschen, als die Dampfmaschine aufkam und als die ersten Roboter in die Fabriken einzogen. Doch bisher wurde der zerstörerische Effekt neuer Technologien stets durch die gleichzeitige Steigerung der Produktivität aufgefangen. Denn wenn ein Produkt dank neuer Maschinen effizienter produziert werden kann, fallen die Preise. Das reale Einkommen der Menschen steigt und damit die Nachfrage für andere Produkte – es wird investiert, und neue Arbeitsbereiche wachsen. Kann man sich darauf verlassen? Es gibt Anzeichen, dass es diesmal etwas anders laufen könnte. ...
http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-09/kuenstliche-intelligenz-maschinen-menschenersatz-jobs


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Künstliche Intelligenz (KI)...
« Reply #8 on: April 04, 2017, 07:52:43 AM »
"Roboter-Ausstellung: Im Gruselkabinett der Seelenlosen" Imke Henkel, London (2. April 2017)
Seit einem halben Jahrtausend versucht der Mensch, sich nachzubauen. Die Ausstellung "Robots" in London gleicht einem Trip durch eine Geisterbahn aus Mensch-Maschinen. ... Diese Kreaturen ziehen den Besucher durchaus in ihren Bann. Um echte Existenzängste auszulösen, können sie aber noch zu wenig. In einem letzten Aufbäumen konfrontiert uns die Texttafel – zum Finale werden die Buchstaben groß und leuchtend an die Wand projiziert – noch einmal mit den philosophischen Fragen vom Anfang: Was wäre, wenn Roboter von uns lernen könnten? Würden sie lernen ... sich anzupassen? ... zu scherzen? ... gemocht zu werden? Was derzeit zur künstlichen Intelligenz erforscht wird, berührt solche Fragen. Doch darüber lernt der London-Besucher leider nichts. Davon, dass Mensch und Maschine auf unheimliche Art verschmelzen, ist in den historischen Hallen von South Kensington noch nichts zu spüren. Während die Besucher aus Fleisch und Blut sich nach dieser Roboter-Freakshow nach frischer Luft und einem Kaffee sehnen, verrichten die Seelenlosen weiter stoisch ihren Robo-Job. Beneidenswert, dass sie über den Sinn ihrer selbst (noch) nicht nachdenken können. Muss das ein unbeschwertes Dasein sein. ...
http://www.zeit.de/wissen/2017-03/roboter-ausstellung-london-kuenstliche-intelligenz-mensch-maschine/komplettansicht