Author Topic: Zur Thematik von Verschwörungstheorien...  (Read 21757 times)

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Zur Thematik von Verschwörungstheorien...
« Reply #40 on: October 19, 2017, 11:32:05 AM »
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[...] Vor 25 Jahren werden die Leichen der früheren Grünen-Abgeordneten Gert Bastian und Petra Kelly gefunden. Für die Ermittler ist schnell klar: Bastian hat sich und seine Lebensgefährtin getötet. Dennoch gibt es bis heute viele unbeantwortete Fragen. 

Sie waren Ikonen der Friedensbewegung, doch ein friedlicher Tod war ihnen nicht beschieden: Petra Kelly und Gert Bastian waren wochenlang nicht mehr gesehen worden, als eine Nachbarin am 19. Oktober 1992 abends im Bonner Reihenhaus der Grünen-Politiker nach dem Rechten schaut. Sie findet die Leiche des 69-jährigen Bastian vor der Schlafzimmertür, die 44-jährige Kelly liegt tot im Bett.

Wenige Stunden später sind die Ermittler sicher: Bastian erschoss seine Lebensgefährtin und danach sich selbst. Doch auch 25 Jahre später wirft die Tragödie um die Grünen-Mitbegründerin Kelly und den Ex-Bundeswehrgeneral Bastian noch Fragen auf.

War es eine doppelte Selbsttötung? Oder war Kelly womöglich nicht einverstanden mit dem gemeinsamen Tod? Was war letztlich der Auslöser des Dramas, das erst knapp drei Wochen nach den tödlichen Schüssen entdeckt wurde? Denn schon am 1. Oktober 1992 hatte Bastian späteren Ermittlungen zufolge Kelly mit einer Pistole der Marke Derringer in die Schläfe geschossen und anschließend sich selbst in die Stirn. Beide waren sofort tot, ein Abschiedsbrief wurde nicht gefunden.

Kelly und Bastian waren ein ungleiches Paar - hier die friedensbewegte Politologin, die in Washington und Amsterdam studiert und später bei der EU-Kommission in Brüssel gearbeitet hatte, dort der gelernte Buchbinder, der bei der Bundeswehr zum Kommandeur einer Panzerdivision aufgestiegen war.

... Bei der bewegenden Trauerfeier wurden auch Zweifel an der Theorie einer doppelten Selbsttötung laut. So bekannte damals der Schriftsteller Lew Kopelew, er glaube nicht an Suizid: Kelly und Bastian "wären nicht von uns gegangen, ohne es uns zu erklären".

Zugleich forderten Intellektuelle und Umweltschützer aus 13 Staaten eine gründliche Untersuchung der Todesfälle. In einem in Mexiko-Stadt veröffentlichten Aufruf verwiesen sie ausdrücklich darauf, dass die beiden Grünen-Politiker sich gegen Rechtsextremismus in Deutschland engagiert hätten - und dass sie deswegen Berichten zufolge Drohungen von Neonazibanden erhalten hätten.

Dass Bastian der Täter war, galt freilich schon kurz nach Entdeckung der Leichen als gesichert. Allerdings gab es in der Folgezeit immer wieder Zweifel daran, dass Kelly wirklich sterben wollte. Erschoss Bastian seine Lebensgefährtin ohne deren Einwilligung? Die letzte Wahrheit über seinen Tod nahm das Paar mit ins Grab.


Aus: "Offene Fragen nach 25 Jahren: Der rätselhafte Tod eines Politikerpaares" n-tv.de , Richard Heister, AFP (19. Oktober 2017)
Quelle: http://www.n-tv.de/panorama/Der-raetselhafte-Tod-eines-Politikerpaares-article20087811.html

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[:::] Schon am Tag nach dem Fund der Leichen erklärte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Bonn, Peter Iwand:

"Ich habe mich aber informieren lassen, dass mit Sicherheit eins ausgeschlossen werden kann: dass dritte Personen an dem Tode von Frau Kelly und von Herrn Bastian verantwortlich sind. Sodass Strafverfolgungsmaßnahmen nicht in Betracht kommen."

Kriminalhauptkommissar Hartmut Otto ergänzte:

"Die Todesursache bei Herrn Bastian und bei Frau Kelly sind jeweils ein Schuss in den Kopf."

Demnach…

"… muss man nach dem bisherigen Ermittlungsstand und den Untersuchungen der Rechtsmedizin und der Sachverständigen davon ausgehen, dass Frau Kelly erschossen worden ist und anschließend sich Herr Bastian erschossen hat. Es ist ein absoluter Nahschuss, ein sogenannter aufgesetzter Schuss, gewesen. Und da gibt’s einfach nur die Möglichkeit, entweder lag ein Einverständnis vor, oder es ist eben im Schlaf geschehen."

Bastian hatte Kelly umgebracht. Die Behörden vermochten bei dieser Pressekonferenz so wenig wie irgendjemand sonst zu sagen, ob Petra Kelly den Schuss gewünscht haben konnte.

... Bekannt, wie sie war, bekam sie auch bedrohliche Schreiben bis hin zu Morddrohungen. Sie begann, unter Angstzuständen zu leiden. Irgendwann wandte sich Gert Bastian an seinen Sohn, den Mediziner Till Bastian.

"Dann hat er uns mal besucht und sich schon deutlich darüber ausgelassen, dass er Petra für seelisch krank hält - womit er sicher recht hat, das war auch mein Eindruck -, und welche Therapie-Möglichkeiten es denn gäbe. Aber er hat das schon gemerkt, dass mit ihr was nicht in Ordnung war, um das so mal auszudrücken."

... Doch das wahre Unglück wohnte bei Kelly und Bastian zu Hause. Till Bastian berichtete schon bald nach dem Tod seines Vaters, dass die Beziehung eine Falle für beide gewesen sein muss. Aus dieser "symbiotischen Verstrickung", sagt Till Bastian, habe sein Vater, der Soldat, der meist eine geladene Waffe bei sich hatte, wahrscheinlich keinen anderen Ausweg mehr gesehen, als sich zu töten  - und Kelly auch. Ein "Akt fürsorglicher Gewalttätigkeit", der ihn am Ende gar nicht so überrascht habe, erzählt er heute:

"Ich wusste sehr wohl, dass mein Vater ein problematischer Mensch ist, was seine Gewaltbereitschaft anbetrifft. Ich habe Petra Kelly oft genug sagen hören: ‚Wenn du mal nicht mehr lebst, will ich auch nicht mehr leben‘, und ‚ohne dich will ich nicht auf der Welt sein‘. Sodass sich bei meinem Vater diese Auffassung verdichtet haben könnte, wenn ich sterbe, dann ist es mit ihrem Leben auch vorbei."

Die Staatsanwaltschaft ging zum Abschluss ihrer Ermittlungen im Februar `93 von einem "erweiterten Suizid" aus: Bastian hatte Kelly getötet, weil er glaubte, sie könne ohne ihn nicht leben. In ihrer Presseerklärung schrieb die Behörde jedoch irreführend: Es gebe, Zitat, "keinen Anlass, an einem Selbstmord der beiden zu zweifeln".

Das habe man dann vielfach klarstellen, soll heißen: zurücknehmen müssen, erläutert die Bonner Staatsanwaltschaft heute. Denn niemand fand einen Hinweis, dass Kelly hatte sterben wollen: Ihr Terminkalender war voll, trotz vieler Rückschläge hatte sie Pläne, wie immer. Doch in den Tagen nach dem Tod, als Gerüchte aller Art ins Kraut schossen – selbst ein Mord durch Geheimdienste schien manchen denkbar -, saßen sogar grüne Freunde der These vom Doppelsuizid" auf.

... Lange Zeit haben die vielen Rätsel um Kellys Verfassung, um die fatale Beziehung und den Tod der beiden auch im grünen Gedächtnis den Blick auf die Leistungen Petra Kellys als erste grüne Globalaktivistin verstellt. Christa Nickels:

"Die Tatsache, dass sie sich dann eben mehrmals an den Rand eines Burn-outs oder auch in einen Burn-out brachte, den sie dann ohne Auszeit durchgewandert hat, ist kein Ausweis davon, dass sie – ich will es jetzt mal zugespitzt sagen – verrückt war. Niemand würde ja, weil Willy Brandt ein Alkoholproblem hatte, oder irgendwie viele Frauen hatte, ihm seinen Rang als Politiker streitig machen – oder die Verdienste, die er sich um Deutschland erworben hat, kleinreden."

Marieluise Beck glaubt, Kelly hätte Hilfe gebraucht – und Gert Bastian sei dafür eben der Falsche gewesen. ... Auch 25 Jahre später lässt sich der Tod von Petra Kelly und Gert Bastian im Oktober 1992 wenn überhaupt, dann wahrscheinlich aus der zerstörerischen Abhängigkeit der beiden voneinander erklären.


Aus: "Tod von Petra Kelly und Gert Bastian: Zwei Leichen, viele offene Fragen" (01.10.2017)
Quelle: http://www.deutschlandfunk.de/tod-von-petra-kelly-und-gert-bastian-zwei-leichen-viele.724.de.html?dram:article_id=397217
« Last Edit: October 19, 2017, 12:03:39 PM by Link »

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Zur Thematik von Verschwörungstheorien...
« Reply #41 on: October 23, 2017, 11:16:09 AM »
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[...] Eine offizielle Untersuchung war nach Kennedys Tod zu dem Ergebnis gekommen, dass er von dem Einzeltäter Lee Harvey Oswald in Dallas erschossen wurde, der wiederum zwei Tage später von dem Nachtclub-Besitzer Jack Ruby getötet wurde. Die Version wurde vor allem von Verschwörungstheoretikern immer wieder angezweifelt. Es kursierten Gerüchte, dass vielleicht die Mafia die Fäden zog, Kuba, die Sowjets, der militärisch-industrielle Komplex, vielleicht auch der spätere Kennedy-Nachfolger Lyndon B. Johnson in Verbindung mit der CIA, dem organisierten Verbrechen und Ölinteressensgruppen. Durch den Aufsehen erregenden Film "JFK" des US-Regisseurs Oliver Stone war die Diskussion über die Hintergründe des Attentats 1991 wieder aufgeflammt. Ein Gesetz verfügte daraufhin ein Jahr später die Veröffentlichung von nahezu allen der rund fünf Millionen Dokumente zu Kennedys Tod. Nur ein Bruchteil fiel unter eine 25-jährige Geheimhaltungsfrist – diese läuft nun am 26. Oktober aus.

Noch vor 2013 – 50 Jahre nach Kennedys Tod – gaben in einer Umfrage nur 30 Prozent der Befragten an, dass sie Oswald für den alleinigen Verantwortlichen hielten. Die meisten anderen witterten irgendeine Art von Verschwörung. Hinzu kommt eine ganze Flut von mehr oder minder seriösen Büchern, deren Autoren zu der einen oder anderen Schlussfolgerung gekommen sind. Sie alle hoffen nun, dass die "JFK files" ihre Thesen oder Theorien bestätigen. Experten gehen allerdings davon aus, dass die Akten keine explosiven Informationen oder konkrete weitere Aufschlüsse darüber geben, was damals genau geschehen ist. "Ich glaube nicht, dass es große Enthüllungen gibt", sagt etwa John Tunheim, Leiter eines 1992 vom Kongress eingesetzten Gremiums, das mit der Prüfung und Veröffentlichung der Unterlagen beauftragt war. "Ich glaube, wenn es jemals enthüllende Dokumente gegeben hätte, wären sie schon längst vernichtet worden", zitiert die Zeitung "Dallas Morning News" auch Buchautor Larry Sabato vom Center for Politics der Universität von Virginia.

...


Aus: "Trump will Geheimakten zur Ermordung von John F. Kennedy freigeben" (22. Oktober 2017)
Quelle: https://derstandard.at/2000066462741/Trump-will-Geheimakten-zur-Ermordung-von-John-F-Kennedy-freigeben


"JFK - blown away" Markus Kompa (25. Oktober 2017)
Einen Tag vor der Freigabe der JFK-Akten beweist die deutsche Presse erstaunliche Inkompetenz - Während Telepolis immer wieder darauf hinwies, dass diesen Donnerstag die Geheimhaltungsfrist für ca. 3.000 noch gesperrte Akten zum Kennedy-Attentat ausläuft, scheinen die konventionellen deutschen Medien erst aus dem Tweet des amtierenden US-Präsidenten am Samstag von diesem vor 25 Jahren angekündigten Ereignis Notiz genommen zu haben. Das Attentat auf JFK ist seit 54 Jahren der Lackmus-Test für die Qualität und Unabhängigkeit politischer Berichterstattung. ... Die größte deutsche Rundfunkanstalt, der WDR, hatte nichts Besseres zu tun, als über eine angebliche Verschwörungstheorie zu berichten, die Aliens hätten ihre Enthüllung durch Kennedy befürchtet und ihn daher gekillt. Auch die bei Geheimdienstthemen ohnehin mäßig zuverlässige Süddeutsche Zeitung stößt ins gleiche Bockshorn und gibt sich damit transatlantischer, als es die US-Medien tun. Auf der Atlantik-Brücke will man schließlich keinen unangenehmen Eindruck machen. Also hält man sich halt ans bewährte Narrativ. Aus den Pressestimmen muss man schließen, dass der Elite der deutschen Journalisten zum Kennedy-Attentat nicht einmal der unstreitige Sachstand bekannt ist. ...
https://www.heise.de/tp/news/JFK-blown-away-3870799.html
« Last Edit: October 25, 2017, 09:32:15 AM by Link »

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« Reply #42 on: November 04, 2017, 12:28:55 AM »
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[...] Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren erhebt schwere Vorwürfe gegen Hillary Clinton. In einem Interview mit dem US-Nachrichtensender CNN bezeichnet sie den Vorwahlprozess ihrer Partei bei den US-Präsidentschaftswahlen 2016 als manipuliert. «Stimmen Sie zu, dass der Prozess manipuliert war?», wurde Warren im Interview gefragt. Die Demokratin antwortete: «Ja.»

Auch die inzwischen von Tom Perez abgelöste Interimsparteichefin der Demokraten, Donna Brazile, hat unlängst zugegeben, dass es bei der demokratischen Vorwahl nicht mit rechten Dingen zu und her ging. In Auszügen aus einem Buch, die im Magazin «Politico» vorab veröffentlicht wurden, schreibt Brazile, die Vorwahlphase sei zugunsten Clintons und gegen deren parteiinternen Widersacher Bernie Sanders manipuliert worden. ... Brazile sprach von «interner Korruption» bei den Demokraten.

... Sanders hatte offenbar gar nie eine Chance. Trotz grosser Beliebtheit bei der Basis. Brazile schreibt, das Clinton-Lager habe bereits vor dem Start des innerparteilichen Auswahlprozesses im Jahr 2015 finanzielle Vereinbarungen mit der wirtschaftlich ausgelaugten Partei geschlossen und starke Mitspracherechte bei Parteientscheidungen für sich beansprucht. Die Ex-Parteichefin spricht von «interner Korruption» bei den Demokraten. Der Vorwahlprozess bei den Demokraten sei lediglich Makulatur gewesen.

Auch Brazile selbst war während des Wahlkampfs an der Bevorzugung Clintons beteiligt: Als Expertin für den TV-Sender CNN versorgte sie Clinton im Vorfeld eines Fernsehduells mit Sanders mit den Fragen des Moderators, um ihr einen Vorteil zu verschaffen.


Aus: "Schwere Vorwürfe aus dem eigenen Lager: Hillary soll die Vorwahl manipuliert haben" (03.11.2017)
Quelle: https://www.blick.ch/news/ausland/schwere-vorwuerfe-aus-dem-eigenen-lager-hillary-soll-die-vorwahl-manipuliert-haben-id7553649.html

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Quote
[...] Ex-Parteichefin Donna Brazile beschuldigte Clinton, den Rivalen Bernie Sanders mit „unethischen“ Methoden ausgebootet zu haben – indem sie schon lange vor ihrer Nominierung den Parteiapparat unter ihre Kontrolle gebracht habe.

Brazile schildert in einem Buch, aus dem die Website „Politico“ am Donnerstag vorab Auszüge veröffentlichte, dass Clinton im Rahmen einer Absprache mit der Parteiführung dem finanziell klammen Parteiapparat hohe Summen aus ihrer Wahlkampfkasse zugeschossen habe. Im Gegenzug habe sie die Kontrolle über Strategie, Finanzen und Personalbesetzungen in der Parteizentrale erlangt. Die Vereinbarung wurde demnach im August 2015 getroffen – also ein Jahr vor Clintons offizieller Ernennung zur Präsidentschaftskandidatin.

... Die Senatorin Elizabeth Warren, eine führende Vertreterin des linken Parteiflügels, stimmte Braziles Darstellung zu, dass Clintons Zugriff auf den Parteiapparat Sanders geschadet habe. Die Vorwahlen seien „manipuliert“ gewesen, sagte Warren auf Nachfrage im Sender CNN. Clinton selber äußerte sich zu den Vorwürfen zunächst nicht.


... Brazile betonte, dass Clintons Vorgehen „unethisch“, aber nicht „illegal“ gewesen sei. Gegen das Fairnessprinzip sei verstoßen worden, indem schon vor der Entscheidung in den Vorwahlen eines der Lager die Partei kontrolliert habe. Die „Integrität“ der Partei sei so beschädigt worden.

Im September 2016 informierte Brazile nach eigener Schilderung Sanders in einem Telefonat über die von ihr aufgedeckten angeblichen Machenschaften. Nach dem Gespräch habe sie geweint – „nicht aus Schuldgefühl heraus, sondern aus Wut“. Brazile hatte die Parteiführung im vorherigen Juli vorübergehend übernommen, nachdem die Parteichefin Wasserman Schultz zurückgetreten war.

Wasserman Schultz trat ab, nachdem interne E-Mails ans Licht gekommen waren, die sie als voreingenommen gegenüber Sanders erscheinen ließen. Die Mails waren nach mutmaßlich von Russland ausgehenden Hackerattacken von der Enthüllungsplattform Wikileaks veröffentlicht worden.


Aus: "Hat Hillary Clinton die Vorwahlen manipuliert?" (03.11.2017)
Quelle: http://www.faz.net/aktuell/politik/trumps-praesidentschaft/vorwahlen-der-demokraten-zugunsten-clintons-manipuliert-15276433.html

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Quote
[...] Laut der Senatorin Elizabeth Warren war die Wahl zugunsten von Clinton manipuliert.  ... Auch Brazile selbst war an der Bevorzugung Clintons beteiligt: Als Expertin für den TV-Sender CNN im Einsatz, hatte sie Clinton vor einem Fernsehduell mit Sanders mit einer Frage versorgt, die CNN-Moderatoren bei dem Duell stellen sollten, um ihr einen Vorteil bei der Vorbereitung zu verschaffen. ...


Quote
Stahlheini #5 (03.11.2017)

Wer das Ende 2016 behauptete, wurde (auch hier) als Verschwörungsspinner verleumdet und mitunter auch von der verehrten Redaktion gelöscht.
Schon witzig, wie viele Verschwörungstheorien sich in letzter Zeit so alles bewahrheitet haben, oder?


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Ragna Eyjadóttir #12  (03.11.2017)

Well, whats sad is that most of that was suspected already - and dismissed as "conspiracy theories" by the Clinton camp ... which is a given - but what is unforgivable ... also by the establishment media.  ...



Quote
fallobst24 #14  (03.11.2017)

Neu oder überraschend kann das nur für diejenigen, die zuvor den Kopf im Sand hatten oder die den 3 Affen gleich nichts sehen und hören wollten. Entsprechend überrascht sind hier in Deutschland viele, insbesondere im Medien-Metier ;-)


Quote
Staatsei Nr.1 #34  (03.11.2017)

"In der Vorwahl der US-Demokraten hat Hillary Clinton gegen Bernie Sanders gewonnen. Laut der Senatorin Elizabeth Warren war die Wahl zugunsten von Clinton manipuliert."

Informierten Menschen war das schon damals klar!
Gut, es stand nicht im Mainstream, aber darauf sollte man sich auch nicht verlassen. ...


Quote
Maria Gomez #42   (03.11.2017)

Dass die Demokraten und Clinton die Präsidentschaftswahlen manipuliert haben, ist eine gesicherte Erkenntnis. Seltsam, wie gering die Resonanz in den Medien ist. Die Manipulation der Präsidentschaftswahl ist doch sonst so ein übermächtiges Thema.


Quote
heinz234 #69 (03.11.2017)

Brazile hat gesagt, das Clinton-Lager hat das DNC ÜBERNOMMEN und darüber Spendengelder "gewaschen". Warum berichtet die ZEIT nur so verwaschen darüber?

...



Aus: "US-Wahl 2016: US-Senatorin Warren nennt Vorwahl der Demokraten manipuliert" (3. November 2017)
Quelle: http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-11/us-wahl-2016-demokraten-elizabeth-warren-hillary-clinton

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Inside Hillary Clinton’s Secret Takeover of the DNC
When I was asked to run the Democratic Party after the Russians hacked our emails, I stumbled onto a shocking truth about the Clinton campaign.
By DONNA BRAZILE, November 02, 2017
https://www.politico.com/magazine/story/2017/11/02/clinton-brazile-hacks-2016-215774

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Quote
[...] ...

Quote
Frohbotschafter

Die Vorwahlphase sei zugunsten Hillary Clintons und gegen deren parteiinternen Widersacher Bernie Sanders manipuliert worden, schrieb die Ex-Parteichefin."
Das wurde von "Russland Heute" ("Russia Today"/RT) schon vor Monaten berichtet.

Aber ERST JETZT, wenn es die Demokraten selbst sagen, werden aus "fake news" "true stories".


Quote
irma-marie

"Die Vorwahlphase sei zugunsten Hillary Clintons und gegen deren parteiinternen Widersacher Bernie Sanders manipuliert worden, schrieb die Ex-Parteichefin."

Hat man schon vorher gewusst, aber manche nennen es VT



Quelle https://derstandard.at/2000067079222/Ex-Parteichefin-richtet-schwere-Vorwuerfe-gegen-Hillary-Clinton (2. November 2017)

« Last Edit: November 04, 2017, 12:43:34 AM by Link »

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Zur Thematik von Verschwörungstheorien...
« Reply #43 on: November 06, 2017, 09:55:03 AM »
Quote
[...] Dominik Graf zeigte in seinem RAF-„Tatort: Der rote Schatten“, nur durch Schmalfilmformat als Spekulation kenntlich gemacht, Szenen, wie Killerkommandos die in Stammheim einsitzenden Terroristen nach der „Landshut“-Befreiung ermorden. Er bebilderte ein Tabu. Für Terroristenkenner Stefan Aust war das ein Hereinfallen auf eine Propagandalüge der Rote-Armee-Fraktion, für Politiker von Ex-Innenminister Gerhard Baum bis zum Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier die Förderung einer unbewiesenen Behauptung und mögliche Untergrabung staatlicher Glaubwürdigkeit.

Die ZDF-Romanverfilmung „Dengler: Die schützende Hand“ überschreitet alte Grenzen der Zurückhaltung. Sie kennt, obwohl Fiktion, bereits die Wahrheit über den Tod der mutmaßlichen NSU-Mörder Böhnhardt und Mundlos.

Sicher ist einzig, dass die Leichen des Nazi-Duos im November 2011 in der Nähe von Eisenach in einem abgebrannten Wohnwagen mit Schusswunden und Brandverletzungen aufgefunden wurden. Alles andere ist nicht sicher. War es Selbstmord? Sind Mundlos und Böhnhardt schon vorher getötet worden? Sind die schlampigen Ermittlungen Zufall oder Ergebnis einer „Schützenden Hand“? War es „Staatsmord“, eine Aktion deutscher Schlapphüte. Alles riecht nach Eisenach-Gate.

Wie gut, dass es den 1951 in Idar-Oberstein geborenen Krimiautor Wolfgang Schorlau gibt. Er taucht immer auf, wenn der Schwefel eines möglichen Politskandals aufsteigt und betreibt seine „literarischen Ermittlungen“. Zu deutsch: das raffinierte Vermischen von Dichtung und Wahrheit. Die Kulissen in seinen Skandalkrimis stammen aus den Fakten der Zeitgeschichte – manchmal sind sie altbekannt, manchmal neu –, die erfundenen Helden aus dem Kopf des Romanautors. Die Phantasie schickt sie ins reale Skandalgelände. Der eine heißt Georg Dengler, Ex-BKA-Ermittler, der als privater Schnüffler arbeitet, die andere Helden Olga Illiescu, eine von der Polizei gesuchte Hackerin aus dem linken Milieu.

...

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2010ff 05.11.2017, 20:46 Uhr
Dieser Film ist Fiktion. Er hat keinen Staatsauftrag, folglich hat er auch nicht staatsgenehme Versionen unters Volk zu bringen.
Dieser Film wirft ganz offenbar Fragen auf. Damit erweist er dem Münchner Gericht, bei dem der NSU-Prozess stattfindet, einen Dienst. Ebenso wie den vielen Untersuchungsausschüssen, die in Sachen NSU aktiv waren.
Gericht und parlamentarische Untersuchungsausschüsse haben Anlass zur Klage. Aber nicht gegen diesen erkennbar fiktiven Film (oder wird hier behauptet, eine Dokumentation gedreht zu haben?).
Sondern gegen sabotierende und obstruierende "Verfassungsschützer", gegen Mitarbeiter, die Papiere schredderten, Aussagen verweigerten, die schwiegen, logen und betrogen.
Dies ist alles längst erwiesen.
Möchte sich Herr von Festenberg zu diesem Lug und Betrug von realen "Verfassungsschützern" auch äußern?
Oder wollte er sein Mütchen nur an diesem Film kühlen, der doch für jeden mühelos als Kunstprodukt erkennbar ist?


...


Aus: "Bilder sind die neuen Fakten" Nikolaus von Festenberg (05.11.2017)
Quelle: http://www.tagesspiegel.de/medien/nach-raf-tatort-nun-nsu-krimi-bilder-sind-die-neuen-fakten/20543574.html

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[...] Fernsehen Im ZDF wird kalter NSU-Verschwörungsbrei aufgetischt: „Dengler – Die schützende Hand“  ... wie NSU-Watch in der Kritik zum Roman bereits anmerkte – „ein lediglich emotionalisierender Nebenstrang“. Nicht einmal da kommt das Wort „Rassismus“ vor. Gleichzeitig schreckt Lars Kraumes Film nicht davor zurück, längst vorliegende und veröffentlichte Erkenntnisse der Untersuchungsausschüsse im Bund und in Thüringen – insbesondere zu den Ereignissen um den 4. November 2011 in Eisenach – bewusst und aktiv zu ignorieren. Denn die würden den Verschwörungsbrei ungenießbar machen – gemixt aus selektiver Aktenrecherche, stumpfen „Die da oben“-Tendenzen, berechtigter Kritik am Verfassungsschutz, durchgekauten und nicht mehr offenen Fragen, ergänzt durch angeblich fehlende Gehirnmasse sowie eine ferngesteuerte Explosion, serviert im Aluhut, mit einer Prise Drogen dekoriert.

... Ersparen Sie sich den Film. Lesen Sie Heimatschutz von Dirk Laabs/Stefan Aust, schauen Sie sich im Theater die NSU-Monologe an, unterstützen Sie nsu-watch.info, besuchen Sie den Prozess, thematisieren Sie Rassismus. Agieren Sie dagegen.

Katharina König-Preuss (Die Linke) gehört im Thüringer Landtag dem NSU-UA an.

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Richard Zietz | Community
vor 34 Minuten

Vielen Dank für den Hinweis. Ich denke, nach diesem von politischen Spins geleiteten Verriss werde ich mir den Film wohl ansehen ;-).

Meine skeptische Haltung gegenüber obenstehendem Text begründe ich gerne:

1. Es ist unseriös und für eine Kulturkritik höchst unprofessionell, von einem fiktiven Werk eins zu eins-Übereinstimmung mit den als Hintergrund verwendeten Vorfällen zu verlangen.

2. Die Kritik verfolgt ganz offensichtlich den politischen Spin, die (umstrittene) Selbstmordthese bezüglich B. und M. zu verteidigen. So werden im Kritiktext ausschließlich solche Ermittlungsdetails aufgeführt, die ein ordentliches Arbeiten der Behörden vor Ort nahelegen. Die anderen (übrigens auch im Standardwerk von Aust/Laabs ausführlich thematisiert) werden verschwiegen und mit dem Totschlagsargument »Verschwörungstheorie« indiziert.

3. Der Text gibt zwar vor, eine Kulturkritik zu sein, ist in Wirklichkeit jedoch keine. Andere Kriterien, weshalb der Film geraten, weniger geraten oder auch mißraten sein könnte (wie zum Beispiel Spannungsbogen, Glaubwürdigkeit, filmische Umsetzung), sucht man in dem Text vergebens. Somit ist die Kritik eine Mogelpackung – exakt das, was sie dem besprochenen Film unterstellt.

4. Zwischen den Zeilen nimmt der Text zusätzlich Partei für eine bestimmte Richtung im »Aufklärungslager« – jenem, welches die konkrete Aufklärung mittlerweile als nachrangig ansieht und den NSU-Komplex lediglich als Aufhänger verwenden möchte für Kampagnen gegen Alltagsrassismus.

Natürlich kann die besprochene ZDF-Fiktion daneben sein – zu dick aufgetragen, auf fehlerhaften Schlüssen oder Fakten basierend, unglaubwürdig inszeniert, langweilig. Falls dies zutreffen sollte, bin ich mir allerdings sicher, dass die Gründe hierfür nichts mit denen zu tun haben, die in dem Verriss aufgeführt werden.


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apatit | Community
vor 22 Minuten
@ Richard Zietz

"Deutliche Anzeichen von einem institutionellen Rassismus in Deutschland" stellte nicht nur Amnesty fest. Und was ist aus dem versprechen von Frau Merkel geworden – gegeben bei der Trauerfeier?

Wer hat diesen Heimatschutz aufgebaut und gefördert – ist da mal je ein staatlicher “Aufbauhelfer“ bestraft wurden?! Ich denke da gleich mal an die “exakte“ Spurensicherung im Wohnmobile in Eisenach … und hat das LKA Thüringen wenigstens paar Zollstöcke mehr bekommen? Alles immer nur Zufälle? Neeeee ! “Zufall ist ein Wort ohne Sinn; nichts kann ohne Ursache existieren.“ Voltaire

Wer das Buch von Förster u. Aust gelesen hat, braucht keinen wischi – waschi Film vom ZDF!


...


Aus: "Entsorgte Hirnmasse" Katharina König-Preuss (Ausgabe 44/2017 )
Quelle: https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/entsorgte-hirnmasse

« Last Edit: November 06, 2017, 10:26:31 AM by Link »

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Zur Thematik von Verschwörungstheorien...
« Reply #44 on: November 08, 2017, 09:37:48 AM »
Quote
[...] Irgendetwas hat sich da verschoben. Den „Tatort“, früher ein harmloses Polizeimärchen, umgibt inzwischen der Anschein der Amtlichkeit. Sogenannte Fakten-Checks prüfen regelmäßig seinen Realitätsgehalt. Und wenn Politik und Zeitgeschichte vorkommen, liest mancher die „Tatort“-Erzählung wie eine offizielle Verlautbarung. Deshalb hat Dominik Grafs „Tatort“ „Der rote Schatten“ einen Teil der Öffentlichkeit erregt – bis hin zum Bundespräsidenten. Weil in der Geschichte um einen V-Mann, den Einfluss des Verfassungsschutzes und die dritte Generation der RAF auch die Todesnacht von Stammheim vorkommt; weil eine Sequenz, im Super 8-Format gedreht, zeigt, wie die Terroristen von einem Mordkommando umgebracht werden.

„Gefährlicher Unsinn“ sei das, „RAF-Propaganda“ hat Stefan Aust, unser hauptamtlicher RAF-Chronist, gesagt. Gerhard Baum, der ehemalige Innenminister, erklärte „die unerträgliche Vermischung von Realität und Fiktion“ für „unverantwortlich“. Und Frank-Walter Steinmeier erteilte in seiner Ansprache zum 40. Todestag von Hanns Martin Schleyer eine schwere Rüge: Der „Tatort“ habe „die Märtyrerlegende vom Justizmord an den Häftlingen“ wiederaufleben lassen.

Was Baum unerträglich findet, man muss leider so trivial werden, ist das Prinzip fiktionalen Erzählens in Literatur, Film und Theater. Dass er es so unerträglich findet, mag auch damit zu tun haben, dass Graf ein unausgesprochenes Bilderverbot übertreten hat. Zu sehen, wie die Häftlinge getötet werden, hat eine größere Wucht, als würde lediglich darüber gesprochen. Man sollte trotzdem das Durchspielen von Möglichkeiten nicht mit einer These verwechseln. Zu behaupten, dass Graf eine klare These formuliere, wie das etwa Oliver Stone in „JFK“ (1991) zum Kennedy-Attentat tut, das ist „gefährlicher Unsinn“. Es gibt bei Graf Versionen, Varianten, Lesarten, weil Verschwörungstheorien nun mal ein Treibstoff des Erzählens sind. Hätte man den Film nicht gesehen, könnte man allerdings zu dem Eindruck kommen, er habe ausschließlich aus der einen dargestellten Variante der Stammheimer Nacht bestanden.

Wenn die empörten Kritiker im staatstragenden Ton warnen, nach Ansicht des Films werde man die Tötung für die amtliche Version der Wahrheit halten, dann erklären sie implizit das Publikum für unfähig zu begreifen, was sie selbst natürlich durchschaut haben; es treibt sie dabei weniger die Sorge um fatale Auswirkungen auf das politische Bewusstsein der Nation als die Angst um ihre Deutungshoheit, die sie mit Filmen wie dem „Baader-Meinhof-Komplex“ durchgesetzt glauben. Für diese Hegemonie ist Grafs Verfahren natürlich ein Affront, weil auch die immergleichen RAF-Bilder, die zirkulieren, nun konkurrieren müssen mit neuen. Und gerade weil diese neuen Bilder Teil einer Fiktion sind, schärfen sie den Blick für die Fiktionen der anderen. Sie verweisen auf die staatlichen Vertuschungsversuche, wie sie vom Tod Benno Ohnesorgs über die NSU-Morde bis hin zum Fall Amri aktenkundig geworden sind. Sie deuten auf die Merkwürdigkeiten in der Geschichte der RAF, die unbeantworteten Fragen, die Rolle des Verfassungsschutzes. Wenn Steinmeier beklagt, dass „Wahn und Lüge die RAF-Geschichte über Jahrzehnte umgaben“, hat er Recht, ohne dass es ihm bewusst wäre, weil er das nur auf die Täter beziehen will. Gibt es bei dieser trüben Sachlage eine größere Fiktion als die Erzählung Gerhard Baums, dass alles aufgeklärt und transparent sei?

Dazu befragt, sagt Dominik Graf: „Wenn wir vierzig Jahre hinters Licht geführt worden sind, dürfen wir uns einen eigenen Reim darauf machen. Geschichte gehört nicht denen, die sie damals festgeschrieben haben.“ Das ganze Thema sei „überwiegend einseitig aufgearbeitet worden“, es habe bis heute „viel zu viel Schlamperei und Vertuschung der staatlichen Behörden gegeben“. Und mit leiser Ironie setzt er hinzu, womöglich seien die Kritiker ja auch „verhext vom Super 8-Format“.

Das ist nicht abwegig. Und insofern ist die heftige Abwehrreaktion auf den „Tatort“ auch Indikator für ein tiefer sitzendes Wahrnehmungsproblem. Je klarer, schärfer, unzweideutiger uns die digitalen Bilder erscheinen, desto größer der Anschein von Authentizität, den das alte Super 8-Format erzeugt. Grafs Kritiker sind jedoch derart fixiert auf „ihren“ Stoff, dass sie zwischen Belegen, Indizien, Fakten, Vermutungen, Formaten und Fiktionen nicht mehr unterscheiden. Das Bilderverbot ist nur die Erweiterung eines Denkverbots. Als wäre a priori auszuschließen, dass suizidwillige Häftlinge in ihren Zellen abgehört wurden, ohne dass jemand dann hätte eingreifen wollen. Indem Graf sich auf ein solches Gedankenspiel einlässt, wird die Fiktion zum erneuten Nachdenken über die Realität. Für manche ist das wohl noch immer schwer zu ertragen.

Quote
Bemerkenswert das Verständnis in der FAZ für Verschwörungstheorien.

    Engelbert Vogt (BuchtesSohn), 22.10.2017 - 10:10

Da hofft man als Bürger darauf, dass ein fiktionales Durchspielen anderer merkwürdiger Vorkommnisse der jüngsten Geschichte - die gibt es zuhauf - nicht 40 Jahre hinterm Licht auf sich warten lassen. "Geschichte gehört nicht denjenigen, die sie damals festgeschrieben haben." Wahrlich ein Satz zum Nachdenken. Über die Geschichtswissenschaft sowieso, aber auch über die Justiz und die Medien, die ja alle etwas festschreiben.


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Notwendig und differenziert. Danke.

    Sabine Ullrich (Sabula), 21.10.2017 - 18:35

Der Artikel befasst sich auf präzise wie von Sachverstand zeugender Weise mit dem Tatort und seinen evozierten Kritike(r)n. Die Fürsprache für die künstlerische Freiheit, in diesem Fall als Fiktion definiert, ist notwendig wie erfreulich und die differenzierte Darstellung der "Lesarten" wie Ungereimtheiten dieses Teils der BRD-Historie (nicht des Films, der "nur" reflektiert) gut herausgearbeitet. Auch die Verweise auf ein Bildtabu und -verbot sind sinnvoll – gerade in der aktuellen Gegenwart.




Aus: "„Tatort“ von Dominik Graf : Fiktionen der anderen" Peter Körte (21.10.2017)
Quelle: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/tatort/zur-kritik-am-raf-tatort-von-dominik-graf-15255768.html

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« Reply #45 on: November 22, 2017, 10:26:49 AM »
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Mon Nov 20 2017

   Unter JFK haben die USA überlegt, ob sie nicht einen Angriff der Sowjetunion faken sollen, um einen Krieg herbeizuführen.
   Achtung: Der Daily Caller ist eine rechtslastige Webseite, die eher auf der fiesen Seite des rechten Spektrums angesiedelt ist.
   Wenn ihr lieber eine anständige Quelle wollt, dann könnt ihr auch Sputnik nehmen :-) (Danke, Peter)

   http://dailycaller.com/2017/11/19/jfk-files-us-contemplated-fake-soviet-attack-to-provoke-war/

  https://sputniknews.com/military/201711201059270960-us-false-flags-using-soviet-planes-document/


Quelle: https://blog.fefe.de/?ts=a4eddbd4

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Count_Iblis

Conspiracy theorists critics balk at the mear notion of “false flag” attacks yet here we have one talked about and planned by government officials.

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kegeshook

Northwoods was a nothing burger. The proposal wasn't nearly as bad as tinfoil hatters claim Even still, It was never going to be implemented.


http://dailycaller.com/2017/11/19/jfk-files-us-contemplated-fake-soviet-attack-to-provoke-war/

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According to the partially declassified document, a March 22, 1962 meeting attended by the Special Group Augmented (SGA), a high-level Kennedy administration committee charged with overthrowing the Cuban government, included a discussion on the different possibilities for obtaining Soviet planes.

The SGA group, which formally included Attorney General Robert Kennedy, CIA Director John McCone, National Security Advisor McGeorge Bundy and Chairman of the Joint Chiefs of Staff Lyman Lemnitzer, could also be attended by Secretary of State Dean Rusk and President Kennedy himself. ...


From: "JFK Files Reveal US Planned to Buy Soviet Planes to Carry Out False Flag Attacks" (20.11.2017)
Quelle: https://sputniknews.com/military/201711201059270960-us-false-flags-using-soviet-plans-document/


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« Reply #46 on: December 05, 2017, 10:04:04 AM »
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[...] Ist die Erde flach? Mike Hughes ist überzeugt davon. Die Theorie von der Kugelgestalt hält der 61-jährige Amerikaner für falsch, sie widerspreche der Intuition, Bildern aus dem All glaubt er ohnehin nicht. Astronauten würden von der Regierung gezwungen, die Unwahrheit zu sagen. Deshalb hat Hughes eine Rakete gebaut, mit der er hoch über der Erde fliegen möchte, um von dort aus Fotos zu machen, die Wissenschaftsgeschichte schreiben sollen. Er will beweisen, dass die Erde eine Scheibe ist. Rückschläge nimmt er in Kauf. Bei einem Testflug in Arizona erlitt Hughes so schwere Verletzungen, dass er anschließend monatelang an Krücken gehen musste.

Die Meldungen zu dieser Geschichte werden in Deutschland unter der Schlagzeile „Irrer Raketenmann“ veröffentlicht. Der Leser schüttelt halb irritiert, halb amüsiert den Kopf, denkt „die spinnen, die Amis“ und ist froh, in einem aufgeklärten, rationalen und säkularen Europa zu leben.

Drei Viertel der Amerikaner glauben, dass ein Gott die Menschen erschaffen hat; zwei Drittel glauben an Geister und Telepathie; ein Drittel glaubt, dass die globale Erderwärmung eine Erfindung von Wissenschaftlern, der Regierung und Journalisten ist; ein Viertel glaubt, dass Impfungen zu Autismus führen können; zwei Drittel sind überzeugt davon, dass es Engel und Dämonen gibt; 15 Prozent glauben, dass Medien oder die Regierung über das Fernsehen geheime Strahlen aussenden, um das Bewusstsein der Menschen zu beeinflussen. Wie sagte Friedrich Nietzsche: „Der Irrsinn ist bei Einzelnen etwas Seltenes, aber bei Gruppen, Parteien, Völkern, Zeiten die Regel.“

Die Zahlen stammen aus einem Buch, das vor einigen Wochen in den USA erschien. Es heißt „Fantasyland: How America Went Haywire“ (Wie Amerika verrückt wurde). Der Autor, Kurt Andersen, lebt als Kulturjournalist in New York. Seit Jahren recherchiert er für seine Ideengeschichte der USA, um nachzuweisen, wie die irrationalen und esoterischen Elemente nach und nach die der Rationalität und Realitätsbezogenheit verdrängten. Die Zeitschrift „The Atlantic“ druckte in ihrer September-Ausgabe einen langen, zusammenfassenden Essay des voluminösen Werkes.

Seit der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der Vereinigten Staaten kursiert die Frage nach dem Warum. Wie kommt es, dass ein solcher Mann, der es mit der Wahrheit nachweislich nicht sehr genau nimmt, der mächtigste Mann der Welt geworden ist?

Andersen gibt darauf drei Antworten. Erstens knüpft Trump mit seinem Erlösungsversprechen („Make America Great Again“) an eine uramerikanische Tradition an. Puritaner, Siedler, Goldgräber, religiös Verfolgte: Sie alle waren Fantasten, hatten einen Traum, glaubten daran, das Unwahrscheinliche wahr machen zu können. Von Hollywood bis Scientology, von Walt Disney bis zum Prediger Billy Graham, von Ronald Reagan bis zu Oprah Winfrey: Man mische starken Individualismus mit extremer Religiosität und Showbusiness – das Ergebnis ist jenes „Fantasyland“, das sich seine eigenen Regeln gibt.

Zweitens profitiert Trump von der Kulturrevolution der 68er, denn in dieser Zeit bekam der Irrationalismus seinen intellektuellen Überbau. Der Philosoph Michel Foucault dekonstruierte Geisteskrankheiten als eine Form der Unterdrückung durch ein „Regime der Wahrheit“. Sein Rivale, Jean Baudrillard, wetterte gegen den Rationalismus als bloßes Herrschaftsinstrument. Paul Feyerabend kritisierte den Rationalismus als eine „säkularisierte Form des Glaubens an die Macht des göttlichen Worts“. Die „soziale Konstruktion der Realität“ wurde entlarvt. Plötzlich gab es mehrere Wahrheiten und mehrere Realitäten, die postmodernen Intellektuellen entpuppten sich als kognitive Relativisten. Zur selben Zeit kursierten Berichte über Ufos und Nahtoderfahrungen, Bücher über das „geheime Leben der Pflanzen“ wurden zu Bestsellern.

 Drittens konnte sich Trump im Verbund mit einer starken, polarisierenden Gegenöffentlichkeit präsentieren. Die Entwicklung begann mit dem rechten Radiomoderator Rush Limbaugh, zog sich über den Aufstieg des TV-Senders „Fox News“ und kulminierte im Internet-Nachrichtenportal „Breitbart“. „Im Internet hängt die Durchsetzungskraft einer Behauptung nicht mehr von ihrem Wahrheitsgehalt ab, sondern davon, wie oft sie geklickt und geteilt wird“, schreibt Andersen. Das Umfrageinstitut „Public Policy Polling“ hat Amerikanern folgende Frage gestellt: „Glauben Sie, dass eine geheime elitäre Macht mit einer globalen Agenda sich verschworen hat, um eine autoritäre Weltherrschaft zu errichten?“ Ein Drittel der republikanischen Wähler bejaht das.

Trump hat die Zeichen der Zeit erkannt. Er schimpft auf das Establishment, auf Experten, Intellektuelle und Wissenschaftler, weil die ihm das Recht bestreiten, die Wahrheit zu fühlen. Bauch schlägt Kopf. Die Kopfmenschen gehören zu der skurrilen Gemeinschaft einer „reality-based community“. In einer Parodie des Satirikers Stephen Colbert klingt die neue rechte Ideologie so: „Wörterbücher und Lexika hin oder her. Die sind alle elitär. Sie wollen dir dauernd sagen, was wahr ist und was falsch. Oder was passiert ist oder nicht passiert ist. Ich glaube nicht an solche Bücher. Wir sind eben eine geteilte Nation – geteilt in die, die mit dem Kopf denken, und die, die mit dem Herzen wissen. Und die Wahrheit kommt nun mal vom Herzen.“

Kommt sie denn nicht von dort? Folgt man der biblischen Schöpfungsgeschichte, steht bereits am Anfang der Menschheit ein Irrsinniger. Schickt Gott eine Sintflut, um die Menschen, die er geschaffen hat, von der Erde zu vertilgen? Noah war überzeugt davon. Also baute er ein großes Schiff, die Arche, um sich und seine Familie sowie sämtliche Tierarten vor den Wassermassen zu retten. Keiner glaubte Noah, man verspottete ihn. Das aber störte ihn nicht. Ohne Unterlass zimmerte er sein Schiff und ließ die Tierarten darauf Quartier beziehen. Eine göttliche Stimme hatte es ihm so gesagt.

...  Oder aktueller: Kann es sein, dass die Idee des Unternehmers Elon Musk realisiert wird, mit Hilfe eines Hochgeschwindigkeitssystems namens Hyperloop, das Transportkapseln auf Luftkissen durch Vakuumröhren schießt, schneller zu werden als ein Flugzeug? Ob Tesla, SpaceX oder Künstliche Intelligenz: Am Anfang steht der Einfall eines Sonderlings, den keiner ernst nimmt. Was folgt, ist der Aufbruch in die Unversicherbarkeit, getragen von starker Hoffnung, einer fixen Idee sowie der Begabung, sich über Kritik und Widerstände hinwegsetzen zu können. Was verrückt ist oder genial: Darüber richtet die Geschichte.

Als die Mitglieder einer calvinistischen Sekte im Jahre 1620 in England die „Mayflower“ bestiegen, um nach Amerika zu segeln, wusste keiner von ihnen, was sie erwartet. Sie fürchteten sich vor Indianern und wilden Tieren. Im ersten Winter in Plymouth starb die Hälfte von ihnen an Krankheit und Hunger. Doch die Überlebenden, die ersten Siedler, legten den Grundstein für das spätere Entstehen einer globalen Supermacht.

Am Anfang war immer der Wahnwitz, verkörpert durch Menschen, die als Toren und Narren verspottet wurden, als verschroben und verrückt galten. Sie scheinen den Gemeinsinn (sensus communis) verloren und durch den Eigensinn (sensus privatus) ersetzt zu haben. Doch vom Wahnwitz zum Wahnsinn ist der Weg oft nur kurz. Muss nicht im Zeitalter des Postfaktischen, von „fake news“ und Filterblasen, von Verschwörungstheorien und „alternativen Wahrheiten“ vor allem erneut eine Lanze für Rationalität und Realität gebrochen werden?

Was tun gegen zu viel Bauch und zu wenig Kopf, gegen zu viel Herz und zu wenig Verstand? Wer diesen Konflikt rein appellativ lösen will („Rettet die Vernunft!“), verkennt die oft faszinierende Attraktivität der anti-elitären, anti-autoritären und anti-intellektuellen Pose. Jeder darf über alles mitreden, keiner hat qua Herkunft, Bildung und Amt ein Recht auf die Wahrheit: Das erinnert frappierend an den rebellischen Impuls Martin Luthers, an dessen Lehre vom Priestertum aller Gläubigen. „Denn was aus der Taufe gekrochen ist“, schrieb Luther, „das kann sich rühmen, dass es schon zum Priester, Bischof und Papst geweiht sei.“

 Evangelikale weiße Männer gehören zu den treuesten Wählern Trumps. Ähnlich wie er lehnen sie alles ab, was ihrer Intuition widerspricht – die Evolutionstheorie, die soziale Konstruktion von Geschlechtsidentitäten. Trump ist für sie derjenige, der keine Angst hat, seine individuelle Wahrheit gegen den kollektiven Zeitgeist zu stellen. Sie stellen ihn vom Gestus her in eine Linie mit Noah, Jesus und Luther.

Ohne Wahnwitz keine Erkenntnis, ohne Vernunft keine Realität. Wenn dieses extreme Spannungsverhältnis nicht ausgehalten, sondern als eine Entweder-Oder-Entscheidung dargestellt wird – hier die Wissenschaft, dort der Aberglaube, hier der Kopf, dort das Herz –, besteht die Gefahr, dass sich die jeweiligen Lager mental einbetonieren. Nur wer versteht, kann überzeugen. Nur wer verstanden wird, kann überzeugt werden.

Im Buch „Phaidros“ von Platon wird ein fiktives Gespräch wiedergegeben zwischen Sokrates und dessen Freund Phaidros. Es geht um die Frage, ob die Liebesleidenschaft eine gute oder schlechte Voraussetzung für eine Freundschaft sei. Phaidros verliest eine Schrift des Redenschreibers Lysias, der gegen die erotische Begierde als Grundlage für eine dauerhafte Freundschaft plädiert. Denn die Leidenschaft erkaltet eines Tages, und dann bereut man womöglich die Wohltaten, die man dem Geliebten erwiesen hat. Besser sei es, einen Freund aus freiem Entschluss zu wählen, ohne von einem starken Gefühl gesteuert zu werden. Zunächst stimmt Sokrates zu. Dann aber widerspricht er gewissermaßen sich selbst. Der Wahnsinn der erotischen Leidenschaft sei nicht negativ zu bewerten. Verzückung und Begeisterung könnten ein Zeichen göttlicher Gunst sein und zur Erkenntnis führen. Enthusiasmus und Inspiration seien dem nüchternen Verstand oft überlegen.

Generationen von Philosophen haben über den „Phaidros“ nachgedacht. Verteidigt der Ultrarationalist Platon plötzlich das Irrationale? Er billigt ja nicht nur die „mania“, die Raserei, sondern sieht in ihr sogar eine Voraussetzung für wichtige Einsichten. Gelöst ist der Streit nicht. Kopf und Bauch ergänzen sich, und ihr Verhältnis zueinander bleibt paradox. Wäre die Welt ohne einen „irren Raketenmann“ wie Mike Hughes wirklich besser? Wahrscheinlich nicht. Es darf nur nicht zu viele von seiner Art geben.


Aus: "Nur Narren verachten Narren" Malte Lehming (04.12.2017)
Quelle: http://www.tagesspiegel.de/politik/woraus-entspringt-die-wahrheit-nur-narren-verachten-narren/20660464.html

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« Reply #47 on: December 20, 2017, 12:07:30 PM »
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[...] Nutzfahrzeugbauer hatten ein Kartell gebildet ... Das Kartell von Daimler, Iveco, DAF, Volvo/Renault sowie MAN war schon 2011 aufgedeckt worden. Die EU-Kommission hatte im  Jahr 2016 Geldstrafen gegen vier der Lkw-Hersteller in Höhe von 3,8 Milliarden Euro verhängt. Die VW-Tochter MAN kam als Kronzeuge straffrei davon.

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zappp

Die meisten privaten, kleinen und mittelständischer Opfer derartiger Kartelle, Bestechtungen oder Abgasbetrügereien ohne eigene Rechtsabteilung, externe Firmenanwälte, Budget und Durchhaltevermögen dafür bleiben auf ihrem Schaden sitzen. ...



Aus: "Bahn verklagt Lkw-Hersteller wegen Preis-Kartell" (20. Dezember 2017)
Quelle: http://www.zeit.de/wirtschaft/2017-12/lkw-kartell-deutsche-bahn-bundeswehr-klage-daimler-man

---

"Online-Propaganda: Wie der Westen im Netz trickst und täuscht" Jannis Brühl, Leipzig (28. Dezember 2017)
Russland manipuliert soziale Medien? Westliche Geheimdienste nutzen die gleichen Methoden. Mustafa Al-Bassam hat es selbst erlebt, als er Ziel einer britischen Undercover-Aktion wurde. US-Geheimdienste sagen: Russische Trolle haben 2016 Debatten im Internet manipuliert, um Donald Trump zu helfen, Präsident zu werden. Getarnt hinter falschen Nutzerkonten sollen sie Vorwürfe gegen Hillary Clinton ins Maßlose übertrieben und versucht haben, die USA innenpolitisch weiter zu polarisieren. Angeblich geschah all das mit Rückendeckung des Kremls.
Dabei greifen westliche Staaten zu ähnlichen Mitteln, um politischen Einfluss im Ausland auszuüben. Sie arbeiten mit falschen Identitäten und manipulieren Webseiten. "Das läuft schon eine Weile, nicht nur von Russland oder China aus", sagt Mustafa Al-Bassam auf einer Bühne in den Leipziger Messehallen. Der britische IT-Sicherheitsexperte spricht auf dem 34. Jahreskongress des Chaos Computer Clubs in Leipzig, wo das größte europäische Hackertreffen erstmals stattfindet. ...
http://www.sueddeutsche.de/digital/online-propaganda-wie-der-westen-im-netz-trickst-und-taeuscht-1.3806942

34C3 - Uncovering British spies’ web of sockpuppet social media personas - deutsche Übersetzung
The Joint Threat Research Intelligence Group (JTRIG), a unit in one of Britain’s intelligence agencies, is tasked with creating sockpuppet accounts and fake content on social media, in order to use "dirty tricks" to "destroy, deny, degrade [and] disrupt" enemies by "discrediting" them. In this talk, we reveal some of that content, in relation to infiltrating activists groups around the world, including during the Arab spring and Iranian revolution.
https://www.youtube.com/watch?v=AnLV3wfT3HI

https://media.ccc.de/v/34c3-9233-uncovering_british_spies_web_of_sockpuppet_social_media_personas

« Last Edit: January 03, 2018, 10:03:42 AM by Link »

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« Reply #48 on: January 02, 2018, 11:47:14 AM »
"Conspiracy theories as maladaptive coping" (tomstafford, Posted on December 23, 2017Categories Reasoning)
A review called ‘The Psychology of Conspiracy Theories‘ sets out a theory of why individuals end up believing Elvis is alive, NASA faked the moon landings or 9/11 was an inside job.  ... Karen Douglas and colleagues suggest:
    Belief in conspiracy theories appears to be driven by motives that can be characterized as epistemic (understanding one’s environment), existential (being safe and in control of one’s environment), and social (maintaining a positive image of the self and the social group).
In their review they cover evidence showing that factors like uncertainty about the world, lack of control or social exclusion (factors affecting epistemic, existential and social motives respectively) are all associated with increased susceptibility to conspiracy theory beliefs.
But also they show, paradoxically, that exposure to conspiracy theories doesn’t salve these needs. People presented with pro-conspiracy theory information about vaccines or climate change felt a reduced sense of control and increased disillusion with politics and distrust of government. ...
https://mindhacks.com/2017/12/23/conspiracy-theories-as-maladaptive-coping/

Quote
ziphorus says:   
December 23, 2017 at 3:33 pm

I’m rather uncomfortable about presenting the “motives” for believing in conspiracy theories as emotional things.

You could equally explain the results in terms of something cognitive – downtrodden people witness powerful people being evil on a more regular basis. If they infer from that that powerful people are more likely to be evil, that is a correct reading of the evidence that their life has presented them with.

I’m not trying to defend conspiracy theorists – I DO think that conspiracy theories are irrational. But I don’t think that that means that they are best explained in terms of emotional factors. They may well a combination of: 1. a mistrust of authority (which is more rational for you the more your life experience has shown you people in authority behaving like shits, thus explaining the experimental results). 2. being rubbish at critical thinking, because you haven’t learned to do things like check your facts (which is not rational, but isn’t emotional either).

I’m just uncomfortable at describing beliefs as things held for emotional reasons. It is incredibly insulting to people to do that. People believe things for one reason only: they think that they are true. Obviously we are all swayed by things like wishful thinking to a small extent, but that isn’t why people believe things – you would never say “Alice believes that the milk is in the fridge because she wants it to be in the fridge” – not unless Alice was quite mad. And while conspiracy theorists drive me crazy, they not another species and they are not even exactly mentally ill; they are normal humans.


Quote
tomstafford says:   
December 24, 2017 at 3:39 pm

Your comments are reasonable on their own, but I couldn’t really make sense of them as a response to this post. Neither Douglas nor myself presented the motives as emotional, nor does the framework of epistemic/existential/social exclude cognitive explanations.


-

The Psychology of Conspiracy Theories
Karen M. Douglas, Robbie M. Sutton, and 
Aleksandra Cichocka
School of Psychology, University of Kent (2017)
https://kar.kent.ac.uk/61995/1/Douglas%20Sutton%20Cichocka%202017.pdf

---

"James Lipton Reveals the Secrets of Crisis Actors" (October 18, 2017)
Obviously, that headline is misleading. And the above video is pretty messed up. But it’s pretty messed up inside the heads of Alex Jones’ viewers! Which brings us to… Inside the Crisis Actors Studio, hosted by James Lipton, a show based on things that far right conspiracy theorists actually believe. Admittedly, this is maybe an odd thing for me to post about, but I’ve been thinking about Inside the Crisis Actors Studio all week. Plus, although the video’s creators have chosen to remain anonymous, at least one of them has been covered on Vandalog before, and they’d be familiar to the street art/activism community.
No doubt that Inside the Crisis Actors Studio is disturbing. Four actors who were due to audition declined after reading the script. But it’s also rooted in a kind of truth, the truth that some people actually believe this stuff. The references that Lipton and “crisis actor” Mark Hannigan make are based on conspiracies that people Alex Jones and his fans actually subscribe to. Yes, seriously. If you’ve never before heard of the concept of a crisis actor, consider yourself lucky, but sheltered. Realizing that these conspiracies are out there starts to explain a little of why gun control is so difficult. Plus, it’s got me thinking about the media that I consume and the bubbles of odd beliefs and consumption that we all fall into. Inside the Crisis Actors Studio is some necessary but dark (very dark) comedy. Hopefully, more episodes are forthcoming.
https://blog.vandalog.com/2017/10/james-lipton-reveals-the-secrets-of-crisis-actors/

https://www.youtube.com/watch?v=5SX4aPr1tRg

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Aram Bartholl: Aluhut workshop, Technische Sammlungen Dresden
Nach dem fulminanten Start mit der Lecture von Joscha Bach, lädt das Netzwerk Medien Kunst am 7.10. zum Artist Talk mit Aram Bartholl sowie anschließendem Aluhut-Workshop. Als Kick-Off im Rahmen der Ausstellung „When machines are dreaming“ und der Konferenz „Datenspuren“ des Chaos Computer Club. Die Ausstellung sowie die Konferenz eröffnen am 21.10.2017.
https://arambartholl.com/blog/aluhut-workshop-technische-sammlungen-dresden/


« Last Edit: January 02, 2018, 01:15:19 PM by Link »

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« Reply #49 on: January 06, 2018, 12:31:21 PM »
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[...] Kaum gibt es irgendwo größere Proteste, wird das Netz von Verschwörungs-Experten geflutet, die ganz genau wissen, was läuft. Ein Kommentar

Liebe Verschwörungs-Experten,

im Sommer 2013 versammelten sich im Istanbuler Gezi-Park Demonstranten und protestierten gegen den geplanten Abriss des Parks. Die Polizei griff ein. Binnen weniger Tage weitete sich der Protest zu einem landesweiten Aufstand gegen die AKP-Regierung aus. Er wurde blutig niedergeschlagen.

Jahreswechsel 2017/2018: Im iranischen Maschhad gehen Demonstranten auf die Straße und protestieren gegen steigende Lebenshaltungskosten und wirtschaftliche Ungleichheit. Binnen weniger Tage weitet sich der Protest auf das ganze Land aus und richtet sich zunehmend gegen die religiös-konservative Regierung in Teheran. Die Revolutionsgarden reagieren mit Gewalt, es kommt zu Massenverhaftungen, mindestens 23 Menschen werden getötet, die Situation wird unübersichtlich.

Was haben diese beiden inhaltlich sehr unterschiedlichen Ereignisse - die ich deshalb herausgreife, weil ich über beide berichtet habe und berichte - gemeinsam, mal abgesehen von vergleichbaren Dynamiken? In beiden Fällen haben wichtige politische Akteure, gegen die sich der Zorn der Demonstranten richtete, das Ausland verantwortlich gemacht.

... Regelmäßig schwadronieren Diktatoren, die in Bedrängnis geraten, von ausländischen Verschwörungen. Um nichts in der Welt kämen sie auf die Idee, dass ihre Bürger tatsächlich unzufrieden sein könnten. Fehler einzugestehen und sie zu korrigieren ist ihnen fremd. Egal was passiert - immer sind die anderen schuld. Es ist eine Reaktionsweise, die längst vorhersehbar ist.

Große Zustimmung erhalten die Potentaten regelmäßig und wie aufs Stichwort in den Artikelforen jeglicher Medien, die über die Ereignisse berichten, in einschlägigen Verschwörungs-Blogs und YouTube-Kanälen, die, abgesehen von ihrer Überzeugung, dass "Mainstreammedien" grundsätzlich "Lügenpresse" sind, eines eint: Die feste Überzeugung, den totalen Durchblick zu haben. Das geht mitunter so weit, dass es religiöse Züge annimmt. Ein paar Beispiele der letzten Tage:

    Der nächste "Regime-Change" der USA. Wie immer mit vielen Lügen, Millionen von Toten und einer widerlich velogenen[sic] deutschen Regierung.
    Forum Spiegel Online am 1. Januar 2018

    Wieder ein US-gesteuerter Regime-Change-Versch[sic] für "Frieden, Demokratie und Freiheit", in Wahrheit natürlich nur um eine US-Puppet installieren zu können.
    Forum Telepolis, 1. Januar 2018

    Da werden von außen, gemeinsam mit Israel, "spontane" Proteste organisiert, medienwirksam aufgebläht, und dann wird weiter Öl in die bescheidene Glut gegossen.
    Forum Telepolis, 1. Januar 2018

Und so weiter. Im Brustton der Überzeugung. Hinzu kommen Unzählige, die Derartiges zwar nicht als Fakt formulieren, aber doch so, dass man merkt: Eigentlich sind sie davon überzeugt, dass es anders gar nicht sein kann. Eine weitere Gemeinsamkeit: Schuld an allem Übel in der Welt sind stets die USA und Israel.

... Oft wird von der Verschwörungsfraktion dieser Tage auf ein Interview verwiesen, das US-General Wesley Clark vor mehr als zehn Jahren gab und in dem er verrät, dass die Bush-Administration schon vor dem Irak-Einmarsch Pläne für Umstürze in weiteren Ländern, darunter Iran, gehabt haben soll.

Auf die Idee, dass es sich dabei nicht um festgefügte Vorhaben, sondern um Planspiele handelte, die irgendwo zwischen 2002 und heute längst begraben wurden, kommt Ihr, liebe Verschwörungs-Experten, nicht. Nein, im Gegenteil. Ihr seht in diesen Aussagen von 2007 den unumstößlichen Beleg dafür, dass die USA hinter den Demonstrationen stehen und - auch oft angebracht - ein zweites Syrien schaffen wollen.

Den Verdacht des Unseriösen oder gar der Propaganda machen zahlreiche Kommentatoren aber auch an anderen Aspekten - nicht nur dem Faktum, dass die ihrer Überzeugung nach unumstößlichen Wahrheiten ungenannt bleiben - fest. Zum Beispiel daran, dass über die Proteste in Iran nun so groß berichtet wird, während Proteste in manchen anderen Ländern oft nur Radnotizen bleiben oder jedenfalls weit weniger intensiv verfolgt werden.

... Es gibt Fälle, in denen Redaktionen händeringend Experten suchen. In anderen Fällen können sie auf einen ganzen Pool zurückgreifen. Auch so kommen Aufmerksamkeitsschwankungen zustande.

Ihr, liebe Verschwörungs-Experten, greift jede Auslassung auf und seid Euch sicher: Dies und jenes wird nicht erwähnt oder thematisiert, weil es von der großen, allmächtigen Medienkontrollinstanz, von deren Existenz Ihr überzeugt seid, nicht gewollt ist. Denn würde Aspekt X oder Y eingebracht, würde ja die "Propaganda" nicht funktionieren.

Eine zunehmende Berichterstattung über ein bestimmtes Thema missinterpretiert Ihr als eine mediale Zustimmung zu der von Euch herbeifantasierten Regime-Change-Verschwörung, die Ihr so empörend findet, dass Ihr Euch mit Diktatoren gemein macht.

Dabei haben Auslassungen meist ganz banale Gründe. Einer ist sicher, dass ein Journalist möglicherweise nicht dieselben Aspekte für relevant erachtet wie Ihr und daher seine Beiträge anders gewichtet, als Ihr es gerne hättet (Disclaimer: Es ist nicht die Aufgabe von Journalisten, das zu schreiben, was die Leser gerne hören möchten.).

Ein anderer liegt in der Stringenz von Texten: Exerziert man jeden noch so kleinen, das Thema tangierenden Aspekt mit durch, dann zerfasert die Berichterstattung. Für die Mehrheit der Leser wäre das ermüdend. Im Print geht es hingegen gar nicht anders: Da der Platz begrenzt ist, ist man gezwungen, zu gewichten.

Dass man dabei auch mal Fehlentscheidungen trifft, versteht sich von selbst - natürlich sind Journalisten und Redakteure nur Menschen, und die machen Fehler.

Ist auch nicht weiter schlimm, denn: Wir leben zum Glück (und ganz im Gegensatz zu Iran oder Türkei) in einem Land mit größtmöglicher medialer Freiheit. Wir haben ein Medienspektrum, das vom ganz linken bis zum ganz rechten Rand reicht, und zahllose Graustufen bilden den seriösen Journalismus in der Mitte. Soll heißen: Wenn Euch bei Telepolis eine Information fehlt, wird sie Euch nicht vorenthalten.

Es gibt garantiert in der Vielfalt ein Medium, das das von Euch gewünschte Thema behandelt. Ja, es gibt sogar Medien, die ins selbe Horn blasen wir Ihr in Euren Kommentaren. Diese Medien sind zwar allein deshalb nicht ernstzunehmen, weil sie jegliche Regeln journalistischen Arbeitens ignorieren (so sie sie überhaupt kennen), aber sei's drum. Medienfreiheit heißt eben auch: Man darf sogar größtmöglichen Unsinn verzapfen.

Sehr enttäuscht und mit empörtem Unterton trug vor einer Weile einmal ein Leser eine Frage an mich heran, als er mich nach einem Vortrag ansprach: Warum wir Journalisten denn nie auf die vielen wichtigen Hinweise in den Artikelforen eingehen. Ähnliches fand sich dieser Tage auch im Telepolis-Forum wieder. Liebe Verschwörungs-Experten, ich muss Euch jetzt leider eine bittere Tatsache mitteilen: Die allermeisten Kollegen lesen Forenkommentare selten bis nie.

Die Gründe dafür sind vielfältig, aber denkbar einfach: Zum einen fehlt uns meist schlicht die Zeit. Bei oft Hunderten, teils Tausenden Kommentaren ist es unmöglich, all das zu lesen. Und Ihr werdet verstehen, dass auch Journalisten manchmal Feierabend machen möchten. Der andere Aspekt, weshalb Forenkommentare nicht gut gelitten sind, ist der Umgangston, der ihnen (nicht immer, aber leider doch überwiegend) innewohnt.

Was sich da tagtäglich an Gehässigkeit, Hetze und Beschimpfungen ins Netz ergießt ist nichts, was man sich regelmäßig antun möchte. Höchst bedauerlich ist dabei, dass in diesem Tonfall, aus der Sicherheit der Anonymität hinausposaunt, die durchaus auch vorhandenen, sachlich-argumentativen Leserbeiträge untergehen.

Man wird das Gefühl nicht los, dass viele die Gelegenheit des Internets nutzen, all die angestaute Wut und den Alltagsfrust einmal loszuwerden. Das mag von Fall zu Fall nachvollziehbar sein. Konstruktiv und dem Erkenntnisgewinn dienlich ist es hingegen in der Regel nicht. Schade eigentlich...

Vielleicht mag der eine oder andere von Euch nun einmal mit mehr Fingerspitzengefühl zu Werke gehen. Ich bin allerdings wenig optimistisch. Aber wer weiß. Als Journalist bin ich, wie auch die meisten Kollegen, die ich kenne, neugierig. Und lasse ich gern überraschen...

In diesem Sinne, mit den besten Grüßen Gerrit Wustmann (Gerrit Wustmann)

Quote
     maningi, 05.01.2018 16:51

@Gerrit Wustmann: ein ernstgemeinter u. konstruktiver Vorschlag !

Sehr geehrter Herr Gerrit Wustmann, ich gebe Ihnen gerne einen Tip. Googeln Sie bitte den Namen Sibel Edmonds, eine in den USA lebende Frau, die aus dem Iran stammt, dann einige Jahre in Aserbaidschan und der Türkei lebte, bevor sie in die USA emigrierte.

Dort wurde Sibel Edmonds nach 9/11 von der FBI rekrutiert, um heimlich abgefangene Informationen aus dem Kaukasusgebiet zu übersetzten (sie spricht die Sprachen dort) und später zu analysieren und Memos darüber zu verfassen.

Frau Sibel Edmonds wurde zur Whistleblowerin, als sie Fälle von großer Korruption an ihre Vorgesetzten, später an Kongressmitglieder und den Justizminister weiterleitete, aber erst ignoriert wurde bzw. dann gegen sie agressiv vorgegangen wurde (Hausarrest, Hausdurchsuchung, Gag-Order d.h. Redeverbot). Sie kämpfte jahrelang für ihre Grundrechte, gründete einen Whistlebower-Verband, dann eine Webseite (Boiling Frog ---> heute Newsbud) und berichtet auf YT-Videos seit Jahren von der Region, und zwar auf Grundlage von ihrer Zeit beim FBI, Geheimdienstinformationen, Dokumenten, persönlichen Kontakten, alles hinterlegt mit Quellenangaben etc., also erstklassiger seriöser Journalismus.

So berichtete sie auch über die Istanbuler Gezi-Park Demonstrationen oder über den Putsch Juli 2016.
Sie werden staunen, was sie da alles erfahren können, wenn sie nur wollen.

Noch ein Tipp: es lohnt sich (neben J. Assange oder Snowden) folgende Whistleblower etwas näher anzuschauen (bzw. deren Vorlesungen/Vorträge anzuschauen):

a) William (Bin) Binney (ex-technischer Direktor der NSA);
b) Scott RItter (ex-Waffeninspektor im Iraq)
c) Ray McGovern (ex-CIA Analyst, jahrelang Breefings für US-Präsidenten);
d) John Kiriakou (ex-CIA)
e) Craig Murray (ex-UK-Botschafter)
f) usw.

Alle angeführten Personen sind absolut integer und glaubhaft und haben dafür jahrlang repressive Verfolgung ihrer Regierung standhalten müssen.
Ich bin mir (fast sicher), sie werden Ihre Haltung zu diesen "Verschwörungstheoretikern" revidieren müssen, im Gegenzug aber wervolle Erkenntnise hinzu gewinnen.
Die Welt ist viel komplexer, als sie es gegenwärtig wahrnehmen, was Ihnen gegenüber nicht als Vorwurf gemeint ist, sondern als "Anregung" sich dieser Komplexheit zu stellen.

Alles Gute für 2017,

a


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     Glückauf, 05.01.2018 14:51

Je nach Autor lesen die allermeisten Foristen die TP-Artikel selten bis nie.

Die Gründe dafür sind vielfältig, aber denkbar einfach: Zum einen fehlt uns meist schlicht die Zeit. Bei oft Hunderten, teils Tausenden Artikeln ist es unmöglich, all den Schund auch noch zu lesen. Und Ihr werdet verstehen, dass auch Foristen manchmal arbeiten müssen. Der andere Aspekt, weshalb Artikel nicht gut gelitten sind, ist die einseitige Berichterstattung und die schlechte Recherche, die Sie (nicht immer, aber leider doch überwiegend) abliefern.


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     Zockerjoe, 05.01.2018 15:09

Mutig

Ausgerechnet Telepolis, wo Herr Brökers sein 9/11 Quatsch oder Herr Kompka mit einen Haufen JfK Bullshit nerven darf, mokiert sich über Verschwörungsspinner.
Ich habe eher den Eindruck, das diese Leute hier gezielt angefüttert werden, eine Form von clickbaiting also.


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     Mausklicker, 05.01.2018 15:40

Lieber Gerrit

Du hast mich überzeugt. Alle Kriegslügen der Vergangenheit sind vergeben und vergessen. Die Mächtigen sind geläutert und haben Besserung gelobt. Mit Trump und zukünftigen Politikern können wir gewiss sein, dass niemals wieder mit Lügen oder Geheimdienstaktionen ein Krieg oder Regimechange angezettelt wird. Wurde ja auch vorher schon nicht... alles VT. Schliesslich geht es um FREIHEIT und MENSCHENRECHTE, nichts anderes!!!
In Zukunft werde ich DIE WAHRHEIT(tm) der ÖR nicht mehr hinterfragen und GLAUBEN! Ich bin vom rechten Weg abgekommen.
Danke für diesen sinnstiftenden und lebensbereichernden Artikel.
Notfalls werde ich meine Kinder zur Verteidigung der Freiheit in jedes Land schicken, welches der weltweiten Durchsetzung von Freiheit im Wege steht.
Danke nochmals!

klick

PS.: die Stipendien aus Staatsmitteln waren bei Dir gut angelegt.


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     TimothyX, 05.01.2018 16:20

Wir sollten endlich anfangen über Verschwörungsleugner zu sprechen!

Über die Verschwörungstheoretiker wurde sich ja nun bereits zu Hauf der Mund zerrissen. Da wird es Zeit, endlich einmal auch die andere Seite genauer unter die Lupe zu nehmen und auf jene ein Schlaglicht zu werfen, die unetwegt daran arbeiten Verschwörungen zu verharmlosen, zu verleugnen oder zu verschleiern.

Verschwörungsleugner sind nicht die Verschwörer selbst, sondern jene die gewollt oder ungewollt die Verschwörer vor dem Licht der Öffentlichkeit beschützen - und damit vorrangig Journalisten.

Wer sind diese Leute? Was treibt sie an? Warum versuchen sie jegliche Beweislage zu relativieren und jene, die Theorien aufstellen und Beweise vorlegen, zu diskreditieren? Stellen diese Personen eine Gefahr für die Demokratie dar, indem sie Verschwörer decken und verhindern, dass sich diese für ihre Intrigen verantworten müssen?

Ob man sie nun Verschwörungsleunger, Verschwörungsrelativierer oder Verschwörungsverhamloser nennen mag, sei dahingestellt.



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     sleepdoc, 05.01.2018 16:43

Re: Wir sollten endlich anfangen über Verschwörungsleugner zu sprechen!

Menschen, die auch noch an Narrativen festhalten, auch wenn alle Indizien gegen diese sprechen, haben sich eben in einer gewissen Behaglichkeit eingerichtet, an der sie unter allen Umständen festhalten. Gäben sie die einmal gefassten Standpunkte auf, müssten sie letztendlich einen Teil ihres eigenen Lebens neu schreiben. Wer sich noch an Max Frischs „Gantenbein“ erinnert, kann nachvollziehen, dass es einfacher ist, eine Rolle, für die man sich einmal entschieden hat, immer weiter zu spielen, als einen Cut in seiner eigenen Biografie zu ertragen.
Das erklärt, warum Storys wie Osama und die 19 Teppichmesser, der arabische Frühling und eben auch die iranische Eierpreis-Revolte sich so hartnäckig halten.


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     Sci Phoenix, 05.01.2018 21:32

Um es mit den Worten von Golineh Atai zu sagen: Diese (Charme-) Offensive kam leider viel zu spät.

Die "Journalisten" glauben, dass der Widerstand der Leser keine Grassroots-Bewegung sei, sondern von (vorzugsweise ausländischen) Agitatoren über soziale Medien und Fake-News erzeugt wurde. (Wer hier Parallelen zur Bewertung von anderem Aufruhr sieht...)

Ich habe "ganz normal" Mainstream-Nachrichten geguckt und habe ohne jede externe Quelle gedacht: "Das hat aber alle Anzeichen von Propaganda". Dann habe ich geglaubt, dass ich ein einsamer Irrer bin, der als einziger die Nachrichten nicht versteht. _Danach_ habe ich im Internet gesucht, ob ich mit dieser Meinung wirklich alleine bin und Telepolis, Propagandaschau etc. gefunden.

Und liebe "Journalisten" durch Beleidigungen, Unterstellungen und Argumentation frei von Logik, die bestenfalls extreme Verschwörungstheorien mit rational möglichen Verschwörungstheorien gleichzusetzen versucht, werdet ihr mich nicht zurückgewinnen.

Aber der Typ liest ja aus Prinzip keine Kommentare zu seinen eigenen Texten.


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     nomore, 06.01.2018 00:13

Forentenor beweist, daß G. Wustmann voll ins schwarze getroffen hat. BINGO !

Kein weiterer Beitrag. Heute nicht mehr.


Quote
     BlackfireFX, 06.01.2018 00:50

Das Forum hat Wustmann's Eitelkeiten mal wieder herrlich zerlegt...
es macht auch immer wieder Spaß mit anzusehen wie so selbstgefällige Texte hier im Forum in der Luft zerissen werden...
Factcheck par excellence und seien wir doch mal ehrlich: Der rauhe Umgangston gehört einfach dazu bei so einer bunt geschmischten Truppe,das ist nicht nur normal sondern urdemokratisch!
Ein Umstand an den sich gewisse "Qualitätsjournalisten" wohl erst noch gewöhnen müssen,das ihr elitäre Gehabe eben nicht mehr mit stumpf unterwürfigen Respektsbekundungen goutiert wird...


...


Aus: "Liebe Verschwörungs-Experten..." Gerrit Wustmann (05. Januar 2018)
Quelle: https://www.heise.de/tp/features/Liebe-Verschwoerungs-Experten-3934831.html?seite=all


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Zur Thematik von Verschwörungstheorien...
« Reply #50 on: January 10, 2018, 05:30:47 PM »
Quote
[...] Mittlerweile ist es mehr als 15 Jahre her, dass bei den verheerenden Terror-Anschlägen in den USA fast 3.000 Menschen ums Leben kamen. Doch bis jetzt sind nicht alle Hintergründe des schwersten Terror-Angriffs auf US-amerikanischem Boden geklärt. Immer noch gibt es Zweifel an der offiziellen Darstellung der Terror-Anschläge, über praktisch kaum ein Ereignis gibt es mehr Verschwörungstheorien als über 9/11.

Immer wieder im Fokus vieler Verschwörungstheorien ist dabei das so genannte World Trade Center 7. Dieses alte Gebäude wurde von keinem Flugzeug getroffen und stürzte erst 7 Stunden nach den Zwillingstürmen ein. Bisher ist man davon ausgegangen, dass Feuer für den Einsturz verantwortlich war. Eine Studie der University of Alaska widerlegt diese These nun aber.

Wie Dr. J. Leroy Hulsey vor Medienvertretern mitteilte, kann ausgeschlossen werden, dass das World Trade Center 7 wegen Feuer im Inneren des Gebäudes zusammengebrochen ist. Nähere Details konnte der Wissenschaftler noch nicht nennen. Der finale Report soll im April 2017 präsentiert werden.




Aus: "Feuer nicht Grund für WTC-Einsturz" (22. November 2016)
Quelle: http://www.oe24.at/welt/Neue-Studie-zu-911-Feuer-nicht-Grund-fuer-WTC-Einsturz/259594925

---

Quote
[...] Last Wednesday, Dr. J. Leroy Hulsey of the University of Alaska Fairbanks presented the findings and conclusion of his team’s two-year engineering study evaluating whether fire caused the collapse of World Trade Center 7 on September 11, 2001.

Many “9/11 Truth” researchers focus on the mysterious collapse of World Trade Center 7 (WTC7) as the smoking gun evidence that Americans were lied to about the attacks. WTC7 was not hit by a plane, yet it collapsed at 5:20 p.m. on Sept. 11, 2001. According to the National Institute of Standards and Technology, the collapse was caused by office fires leading to thermal expansion of the building’s supportive columns and girders.

Dr. Hulsey’s presentation, “A Structural Reevaluation of the Collapse of World Trade Center 7, September 2017 Progress Report”, detailed how his team eliminated fire as the cause of the collapse of the 47-storey building. Hulsey explained that NIST’s report on the collapse found fires on floors 7 through 9, 11 through 14, 19, 22, 29, and 30. However, there is no evidence of fire below floor 7, Hulsey said.

“You have to ask yourself lots of questions … Where is the combustibility in this building? … Did WTC7 collapse because of fires?” Hulsey asked during his presentation. “Our study shows that it did not collapse because of fires.” This revelation matches what Hulsey told MintPress News in September 2016, when his team’s preliminary finding was “that fire did not produce the failure at this particular building,” adding “additional calculations are further substantiating the finding.”

Dr. Hulsey and his team developed an AutoCAD drawing that they then used to create a virtual geography of the building. The research team first partnered with the non-profit Architects and Engineers for 9/11 Truth in May of 2015 to study of the collapse of WTC7. They did not release their final report in April 2017 as originally planned, but Hulsey said a draft report of the study will be released in October or November 2017 and will be open for public comment for a six-week period. “I am still examining the progressive collapse. We thought we would be complete by the time announced but it is taking longer than I expected,” Hulsey told MintPress. “I simply am not going to release it until I am sure we are totally correct.”

A final report will be published in early 2018 and submitted to peer-reviewed journals. “It is my plan to provide the opportunity for public and technical input, a form of review and peer review,” Dr. Hulsey stated. “I will have it reviewed during this time frame. Once we have gone through that preliminary review; I will submit the findings to peer-reviewed journals for publication.”



From: "Why Did World Trade Center Building 7 Fall? - New Study Claims Gov’t Story False" Derrick Broze (September 11th, 2017)
Source: http://www.mintpressnews.com/world-trade-center-building-7-fall-new-study-claims-govt-story-false/231780/

---

Quote
[...] Matt, a former City worker who is married with three children and lives in Sussex, insists that 9/11 did not happen in the way we have been told and that there has been a huge official cover-up to disguise the truth.

‘There are so many questions that the Americans and the British Establishment refuse to answer,’ he says. ‘I believe that my brother and thousands of others were murdered on 9/11 and there has been a cover-up. We, as a family, are still overcoming this tragedy, but we will never stop seeking the truth.’

He is not alone in his quest. A survey in U.S. magazine Live Science last year revealed that most Americans (53 per cent) believe the U.S. Government has concealed — and continues to conceal — vital information about the 9/11 attacks. Crucially, a team of engineers at the University of Alaska concluded this week, after two years of forensic research, that fire could not have caused the collapse of WTC7.

Indeed, though the official story is that WTC7 was weakened by fires caused by debris from the attack, it’s the only steel skyscraper in the world ever to collapse purely as a result of a blaze.

And a new book by an academic who has become an authority on 9/11, Professor David Ray Griffin, says that to believe that this building fell to the ground without explosives being involved is asking the public to believe in ‘miracles’.

Griffin, a retired philosopher at Claremont School of Theology in California, adds in his bestseller Bush And Cheney: How They Ruined America And The World, about the ex-president and his vice-president Dick Cheney: ‘There is a growing consensus that 9/11 allowed the U.S. to adopt extreme, unwarranted policies. They include the War On Terror and the attacks on Afghanistan and Iraq as first steps in taking control of the Middle East.’

He, and other 9/11 sceptics such as Matt, have asked if the attack was, in fact, a copy of Operation Northwoods, an aborted plan during John F. Kennedy’s presidency to stage terror attacks in America and blame them on Communist Cuba as a pretext for a U.S. invasion to overthrow dictator Fidel Castro.

In other words, on that September morning in 2001, did the White House fail to stop — or even fabricate — an outrage against its own civilians so as to provide a pretext for war on Al Qaeda and Osama Bin Laden?

Although there have been countless conspiracy theories about 9/11, the idea that the U.S. Government connived in it still appears utterly implausible and has, of course, been denied by U.S. intelligence services and the White House.

Initially — like most people in America and Britain, including Matt Campbell — Professor Griffin dismissed any notion that the attacks were an inside job aimed at triggering the war on terror.

It was a year later that he changed his mind, when he was writing about American imperialism and 9/11 for his latest academic work.

As part of his research he had come across a ‘timeline’ of the day’s events based on newspaper and television accounts. It raised several anomalies that caused him to doubt the official version of events. And, however outlandish it seems, his argument bears consideration.

One of the most puzzling anomalies was that none of the hijacked planes was intercepted by fighter jets, even though there would have been plenty of time to do so and it is mandatory procedure in the U.S. if there is any suspicion of an air hijack.

In the nine months before 9/11, the procedure had been implemented 67 times in America. Then there were the irregular stock market dealings before the tragedy.

An extremely high volume of ‘put options’ — bets on the price of shares falling — were purchased for the stock of Morgan Stanley Dean Witter, the international financier that occupied 22 storeys of the World Trade Centre.

Even more remarkable was the volume of ‘put options’ traded on American and United Airlines, which operated the four aircraft hijacked by the terrorists.

On these two airlines, and only these, the level of share trade went up by 1,200 per cent in the three days before the catastrophe. As the shares dropped in response to 9/11 the value of these options multiplied a hundredfold. Someone, somewhere, made $10 million in profit.

But, of all the conundrums, the most perplexing is how the three World Trade Centre towers fell to the ground.

The official version is that the Twin Towers collapsed because their steel columns were melted by the heat from the fuel fires of the two crashed planes.

This explanation has been repeated in White House briefings, official inquiries into 9/11, leaks by the U.S. intelligence services and almost every TV documentary on the attack in the U.S. and the UK.

However, sceptics say the science does not stand up. They argue that steel does not begin to melt until it reaches around 2,800f, and open fires of jet fuel — such as those in the Twin Towers inferno — cannot burn hotter than 1,700f.

Official reports state the steel in the third tower reached a maximum of 1,100f.

Professor Griffin and other sceptics believe the Twin Towers were deliberately blown up. They claim their controversial theory is corroborated by first-hand testimony from firefighters at the scene.

In oral histories of 9/11 by New York Fire Department staff which have been made public, almost a quarter suggest they heard explosions going off before the World Trade Centre towers collapsed. Of the South Tower, firefighter Richard Banaciski said: ‘There was just an explosion. It seemed like on television when they blow up these buildings. It seemed like it was going all the way round like a belt . . . all those explosions.’

Colleague Kenneth Rogers heard them, too. He said: ‘There was an explosion in the South Tower. Floor after floor after floor. One floor under another after another . . . I figured it was a bomb because it looked like a synchronised kind of thing.

And Fire Captain Dennis Tardio recalled: ‘I hear an explosion and I look up. It is as if the building is being imploded from the top floor down, boom, boom, boom. I stand in amazement. I can’t believe what I am seeing. The building is coming down.’

But a more extraordinary challenge to scientific reason would happen on the day of the attacks in respect of the third tower, WTC7, which contained the offices of the secret service, and then mayor Rudy Giuliani’s emergency command centre, fitted with bullet- and bomb-resistant windows as well as secure air and water supplies.

In 2008, a U.S. Government-ordered report by the prestigious National Institute of Standards and Technology (NIST) concluded a six-year probe into the WTC7 attack.

Bystanders interviewed by U.S. television that day said there were ‘bang, bang, bang’ sounds before it fell down. Yet NIST insisted there was ‘no evidence’ of a controlled explosion.

The fall was provoked by fires on multiple levels. The heating of floor beams and girders had caused a critical support column to fall, initiating the fire-induced progressive collapse that brought the building down.

This week, eminent Alaska University engineers dismissed this explanation. Dr J. Leroy Hulsey, Chair of the university’s Civil and Environmental Engineering Department, said: ‘Fire did not and could not have caused the failure of this building.’

Griffin adds: ‘We are led to believe that for the first time in the known universe, a steel-framed, high-rise building was brought down by fire without the aid of explosives or incendiaries.

‘More clearly miraculous was the precise way in which WTC7 collapsed [straight down, with an almost perfectly horizontal roofline] into its own footprint. This is the kind of free-fall implosion that can only be caused by a world-class demolition company.’

But there is another perplexing matter regarding this third building. It concerns the bizarre TV reports in the U.S., and the rest of the world, that it had collapsed when it was clearly still upright — announcements made 23 minutes before it had actually fallen down.

One piece of BBC World footage shows a studio anchor talking to news correspondent Jane Standley, who is standing in front of the clearly visible WTC7 tower.

The anchor says: ‘The 47-storey building, situated very close to the World Trade Centre, has also just collapsed. It seems that this was not the result of a new attack. It was because the building had been weakened during the morning attacks.’

Then, oddly, the link to Standley breaks up and is lost.

Of course, this may just be a mistake made on one of the most hectic news days ever. Certainly, the BBC seems to think so.

In a statement made in 2007, a spokesman said: ‘In the chaos and confusion, I am sure we said things which turned out to be untrue or inaccurate, but at the time were based on the best information we had. We no longer have the original tapes of our 9/11 coverage, for reasons of cock-up, not conspiracy.’

This response — and the question of why the BBC announced the fall of WTC7 before it actually happened — has enraged those fighting for the ‘truth’, such as Matt Campbell. They say a series of 9/11 documentaries put out by the BBC have not been impartial or scientifically accurate.

It is why he, and other Britons who disagree with the official version of 9/11, have chosen to make their protest outside BBC headquarters on Monday.

This unlikely rebel, a trained theoretical physicist, former IT expert in the City, and now a reflexologist, has refused to pay his BBC licence fee for the past four years.

He claims: ‘The BBC has presented information to the public that breaks its own editorial guidelines. In at least one documentary, it removed the sounds of huge explosions going off in WTC7 moments before its collapse.

...


From: "The conspiracies that won't go away: Brother of 9/11 victim claim the US orchestrated the atrocity as new study shows it was impossible that the third tower collapsed from fire" Sue Reid for the Daily Mail (Published: 01:14 GMT, 9 September 2017)
Source: http://www.dailymail.co.uk/news/article-4867124/9-11-conspiracy-theories-persist-16-years-atrocity.html

David Ray Griffin (* 8. August 1939) ist ein emeritierter US-amerikanischer Professor für Religionsphilosophie und Theologie. Er ist ein führender Vertreter der Prozesstheologie. Seit 2004 präsentiert Griffin in zahlreichen Schriften Verschwörungstheorien zum 11. September 2001 und wurde damit zu einem Hauptvertreter des 9/11 Truth Movement.
https://de.wikipedia.org/wiki/David_Ray_Griffin


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Re: Zur Thematik von Verschwörungstheorien...
« Reply #51 on: January 10, 2018, 05:48:44 PM »
Quote
     -fdik-, Volker Birk, 12.09.2016 23:23

Der NIST-Bericht darf seit gestern als widerlegt gelten

Prof. Dr. Leroy Hulsey und sein Team von der Uni Alaska haben sich die Mühe gemacht, und den NIST-Bericht wissenschaftlich zerlegt.

Lange Präsentation der Ergebnisse im Detail:

http://youtu.be/_7IVCSpalbA

Kurze Präsentation der Ergebnisse vor Anwälten (Laien-verständlich):

http://youtu.be/QxG4lYyitsI

Ergebnis der Untersuchungen: Das Wissenschaftler-Team ist der Frage nachgegangen, ob WTC 7 aufgrund eines Feuers zusammengestürzt ist. Die Antwort lautet: Nein. Das ist auszuschliessen.

Die Detaildaten zur Studie kann man hier herunterladen:
https://docs.google.com/uc?id=0B5wOo8veZYC8cmU3aXVZZ2NrS3M&export=download

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (12.09.2016 23:36).



https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/9-11-Unser/Der-NIST-Bericht-darf-seit-gestern-als-widerlegt-gelten/thread-5026543/#posting_29192004

-

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     -fdik-, Volker Birk, 12.09.2016 23:57


Antwort auf Re: Der NIST-Bericht darf seit gestern als widerlegt gelten von leachim200.

leachim200 schrieb am 12.09.2016 23:45:

    Die NIST-Studie wurde schon zwei Tage nach Veröffentlichung zerlegt.

Ja. Und: WTC7 ist offensichtlich eine Abbruchsprengung. Aber das ist hier nicht der Punkt.

Die Wissenschaftler an der Uni Alaska machen sich hier die Mühe, den Verlauf des Einsturzes von WTC7 lückenlos zu belegen. Als erstes Zwischenergebnis sind sie in der Lage, wissenschaftlich nachzuweisen, dass Feuer nicht zum Einsturz des Gebäudes führen hat können.

Nun fahren sie mit dem Projekt fort. Ziel ist es, den tatsächlichen Einsturzgrund wissenschaftlich nachzuweisen.
Kurz: die machen jetzt den Job, den die 9/11 Commission hatte, und bei dem sie versagt hat.



https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/9-11-Unser/Der-NIST-Bericht-darf-seit-gestern-als-widerlegt-gelten/thread-5026543/#posting_29192004

Quote
     VK46, 13.09.2016 00:25


Antwort auf Re: Der NIST-Bericht darf seit gestern als widerlegt gelten von -fdik-.

    WTC7 ist offensichtlich eine Abbruchsprengung

Unter Abbruchsprengung verstehe ich, dass man, nachdem man entschieden hat, dass das Gebäude nicht mehr zu retten ist, dessen Sprengung in die Wege leitet.

Das halte ich aber für ausgeschlossen, bei einem brennenden Gebäude und in der kurzen Zeit.

Das Gebäude muss schon vorher zur Sprengung vorbereitet gewesen sein.
Und selbst da hat man ein Problem mit dem Feuer.

Ich glaube zwar, dass es gesprengt wurde, aber wie man das ganze gemacht hat, verstehe ich (noch) nicht.


https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/9-11-Unser/Der-NIST-Bericht-darf-seit-gestern-als-widerlegt-gelten/thread-5026543/#posting_29192004

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     -fdik-, Volker Birk, 13.09.2016 13:31


Die Arbeit ist sowieso für die Katz

Antwort auf Re: "Steel is a very fire-resistant material" von K3.

Die Aussagen des Fachmanns werden ja jetzt bereits diskreditisiert. Niemand wird ihm zuhören.
Statt seine Argumente zur Kenntnis zu nehmen, wird darauf verwiesen, dass AE911 involviert ist (als sei das eine Überraschung).
Wenn das Paper fertig ist, wird man es mit genau diesem Ad-hominem-Argument ablehnen: es sei sowieso von den falschen Leuten.
Ganz andere Massstäbe werden dagegen ans NIST angelegt: der völlig abstrusse Blödsinn, denn die verzapfen, und der keinem Physik-Grundkurs in der Schule standhält, wird als absolute und unantastbare Wahrheit akzeptiert.
Und so wird weiter mit zweierlei Mass gemessen werden, auf dass bloss niemals auch noch die abstrusesten Behauptungen angezweifelt werden.
So geht das nun schon 15 Jahre. Wieso sollte es sich ändern?

Was AE911 seit vielen, vielen Jahren fordern, ist eine unabhängige Untersuchung. Die wurde immer verweigert, hat nie stattgefunden. Nun lassen sie selbst untersuchen, und werden genau den Vorwurf einfahren, dass sie das selbst machen, und es sei deshalb nicht glaubwürdig.

Der Vorwurf kam ja schon.

Catch-22.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (13.09.2016 13:32).


https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/9-11-Unser/Der-NIST-Bericht-darf-seit-gestern-als-widerlegt-gelten/thread-5026543/page-2/

Quote
     K3, 13.09.2016 13:47


Antwort auf Die Arbeit ist sowieso für die Katz von -fdik-.

-fdik- schrieb am 13.09.2016 13:31:

    Was AE911 seit vielen, vielen Jahren fordern, ist eine unabhängige Untersuchung.

Der Haken daran ist, dass die Truther genauso ein bestimmtes Ergebnis
sehen möchten wie die Regierungsbehörden, nur andersrum.

Wen würde man als unabhängig akzeptieren, und wie
würde man bei AE911 reagieren, wenn das Gutachten am Ende
nicht den Erwartungen entspricht?
Eine weitere Untersuchung fordern?

    Die wurde immer verweigert, hat nie stattgefunden. Nun lassen sie selbst untersuchen, und werden genau den Vorwurf einfahren, dass sie das selbst machen, und es sei deshalb nicht glaubwürdig.

    Der Vorwurf kam ja schon.


Das haben sie sich auch selbst zuzuschreiben, wenn sie derart
vollmundig vorpreschen. Aber man will ja am 11.9. unbedingt was
Tolles zeigen.

Die Glaubwürdigkeit hängt beim Peer Review nicht am Namen,
sondern an der Nachvollziehbarkeit der Behauptungen.
Warten wir's also ab, bis das peer-reviewte Paper erscheint.
Bevor wir behaupten, irgendwas sei wissenschaflich zerlegt.


https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/9-11-Unser/Der-NIST-Bericht-darf-seit-gestern-als-widerlegt-gelten/thread-5026543/page-2/

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Zur Thematik von Verschwörungstheorien...
« Reply #52 on: January 11, 2018, 12:37:38 PM »
"Vineta-Grundschule in Gesundbrunnen Berliner Grundschullehrer predigt Verschwörungstheorien" Sebastian Leber (06.01.2018)
Als „Volkslehrer“ verbreitet Nikolai N. im Internet Verschwörungstheorien und hetzt gegen Juden. Tagsüber unterrichtet er Englisch, Musik und Sport.  Im Internet nennt er sich „Der Volkslehrer“. Die meisten Videos nimmt er in seinem Wohnzimmer auf. Richtet die Kamera auf sich und erklärt, wie er die Welt sieht. Er sagt, das deutsche Volk müsse sich wehren. Das weiße Europa sei bedroht. Es sei Zeit, zu kämpfen.
Alle paar Tage lädt der „Volkslehrer“ ein neues Video auf seinen YouTube-Kanal, mal hetzt er gegen Politiker, mal behauptet er, Deutschland sei vom US-Militär besetzt. Er verrät nur seinen Vornamen: Nikolai. Und er behauptet, er sei Grundschullehrer in Berlin.
Was für eine gruselige Vorstellung. Ein Mann, der abends Verschwörungstheorien predigt, darf tagsüber Minderjährige unterrichten. Ob er ihnen auch die Welt erklärt? Man wünscht sich, dieser Mann habe sich seinen Beruf nur ausgedacht, sei am Ende bloß ein Hochstapler. Ist er aber nicht.
Nikolai N., 37 Jahre alt, unterrichtet seit zwei Jahren an der Vineta-Grundschule in Gesundbrunnen. Davor war er bereits an zwei anderen Berliner Schulen. Mehrfach gab es Beschwerden. Er wurde anonym bei der Schulaufsicht gemeldet, zum Gespräch geladen. Doch man ließ ihn weiter unterrichten.
Nikolai N. ist auch auf der Straße aktiv. Vor der Weltzeituhr am Alexanderplatz hält er ein Schild hoch, auf dem steht: „Die Geschichte des Holocaust ist eine Geschichte voller Lügen.“ Bei einer Demonstration am Pariser Platz verteilt er ein Flugblatt mit Behauptungen wie: „Das Deutsche Reich besteht weiterhin fort.“ Oder auch: „Das Grundgesetz ist keine Verfassung.“ Zwei Tage später steht er wieder im Klassenzimmer.
Er unterrichtet Englisch, Musik und Sport. In seinen Videos gibt er Details seines Berufsalltags preis. Zum Beispiel, dass 90 Prozent seiner Schüler Migranten sind. In einer Folge stellt er den Berliner Rahmenlehrplan vor. Es stört ihn, dass auf dem Titelblatt kein deutscher Junge, sondern nur einer mit Migrationshintergrund abgebildet ist.
 Nikolai N. behauptet, die Mondlandung sei eine Lüge, 9/11 sowieso. Die Frage ist: Müssen Eltern fürchten, dass ihre Kinder im Klassenzimmer diesen Unsinn gelehrt bekommen? Und wie kann die Institution Schule sicherstellen, dass dies nicht geschieht? Der kommissarische Leiter der Vineta-Grundschule kennt den YouTube-Kanal von N. Ob er mit ihm darüber sprach, sagt der Leiter nicht.
Am Telefon bittet er darum, nicht über das Thema zu berichten. Das werfe sonst ein schlechtes Licht auf seine Schule.
Nikolai N. ist kein Beamter, sondern Angestellter. Zunächst hat er an der Brüder-Grimm-Grundschule in Wedding unterrichtet, dann an der Moabiter Grundschule. Schon hier gab es Beschwerden, Anfang 2016 schrieb die Schulleiterin einen Rundbrief an die Eltern und informierte über „einige Änderungen zur Personalsituation“. Herr N. habe „die Schule während des Halbjahres verlassen“. Da war er schon vier Kilometer weiter an der Vineta-Grundschule untergekommen.
Dass der „Volkslehrer“ im Internet inzwischen eine große Fangemeinde hat, liegt wohl auch an seinen Störaktionen. Regelmäßig besucht er Veranstaltungen mit prominenten Politikern und brüllt dort herum. Ein Gleichgesinnter filmt ihn dabei. Im Sommer wurde er bei einer Lesung von Angela Merkel laut: „Diese Frau ist keine Kanzlerin des deutschen Volkes. Sie ist eine Dienerin der Finanz-Eliten ...“
Im September provozierte er Innenminister Thomas de Maizière: „Glauben wir ernsthaft, dass der Terroranschlag vom 11. September von Osama Bin Laden ausgelöst wurde?“ Für diese Aktion habe er später Lob von mehreren Eltern muslimischer Schüler bekommen, behauptet er.
Die Anfrage des Tagesspiegels, ob er auch im Unterricht seine Theorien verbreite, lässt Nikolai N. unbeantwortet. Aber auf einer Internetplattform für Verschwörungstheoretiker hat er in einem Interview bereitwillig Auskunft gegeben: Na klar, die Schüler wüssten über seinen Kanal Bescheid. Sie guckten auch seine Filme. N. sagt, die Schüler feierten ihn dafür, wie viele Abonnenten der Kanal bereits habe. Manche Schüler setzten Kommentare unter die Videos.
...  Nikolai N. hat in Freiburg studiert. Er behauptet, er könne seine deutsche Abstammung bis vor das Jahr 1913 nachweisen. Seine Eltern seien ebenfalls Lehrer. Bei ihm selbst habe vor fünf Jahren ein Prozess des „Aufwachens“ begonnen. Im Internet schaute er sich ein Video über den Amoklauf an einer US-Schule an, bei dem 28 Menschen ihr Leben verloren hatten.
Das Video habe ihn davon überzeugt, dass die Tat gar nicht stattgefunden haben könne. Dass die Eltern der angeblich toten Kinder in Wahrheit „Drama-Darsteller“ seien. Er guckte weitere Videos, will so herausgefunden haben, dass auch über die Anschläge beim Boston-Marathon und die vom 11. September gelogen wurde. Ab dem Zeitpunkt habe er „alles infrage gestellt, da hat sich mein Weltbild konstituiert”. ...
http://www.tagesspiegel.de/berlin/vineta-grundschule-in-gesundbrunnen-berliner-grundschullehrer-predigt-verschwoerungstheorien/20818682.html

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all-in-one 06.01.2018, 22:57 Uhr
Wenn man das unerträgliche Zeug, das Nerling so absondert, für einen ganz kurzen Moment mal ernst nimmt, dann muss man zu dem Schluss kommen, dass sein Arbeitsvertrag mit dem Land Berlin eh ungültig ist. Denn das Land Berlin gibt es doch überhaupt nicht. Wir leben doch im Deutschen Reich ...


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der_schoeneberger 06.01.2018, 20:00 Uhr
Wieso kann jemand, der ganz offensichtlich psychische Probleme hat, beruflich mit Kindern arbeiten?

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lutz.wehmeyer 06.01.2018, 16:30 Uhr
Nun macht mal halblang mit der Vorverurteilung hier. Solche Leute werden in anderen Ländern zum Präsidenten gewählt.



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einervonvielen 06.01.2018, 18:04 Uhr
Es ist traurig, was in Berliner Klassenzimmern so rumläuft. Das war aber leider auch in meiner Schulzeit schon so, wir hatten einen strammen Kommunisten als Geschichtslehrer. Und soweit ich noch Kontakt habe, sind mir kein sozialistischen Keimzellen unter den Klassenkameraden bekannt, eher das Gegenteil. ...


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hoetzendorfer 06.01.2018, 16:29 Uhr
Ich hatte noch Lehrer die im Krieg waren. Sie haben sich allerdings immer zurückhaltend geäußert.


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panicstar 06.01.2018, 16:07 Uhr
Dieser Mann ist ein geistiger Brandstifter. Wenn ihm die Argumente ausgehen brüllt er rum, er ist also offensichtlich nicht der Hellste.
Trotzdem bildet er sich ein, die Wahrheit gepachtet zu haben und lässt es übel heraushängen. Mir tut jeder Mensch Leid, der diesem Depp auf den Leim geht. ...


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yoda 06.01.2018, 13:35 Uhr
Solange er im Unterricht kein Kopftuch trägt, dürfte das okay gehen. ...


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Mostrichmeister 06.01.2018, 13:16 Uhr

Der läßt ja anscheinend kein Fettnäpfchen aus.



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Zur Thematik von Verschwörungstheorien...
« Reply #53 on: January 11, 2018, 01:26:11 PM »
"Vineta-Grundschule in Gesundbrunnen Berliner Senatsverwaltung zeigt „Volkslehrer“ an" Helena Wittlich (07.01.2018)
... Maja Lasic kennt die Vineta-Grundschule, die liegt in ihrem Wahlkreis. An sie wurden bisher keine Beschwerden herangetragen, weder von Eltern noch von Lehrerkollegen. Dass die ehemalige Schulleiterin N.s Verhalten einfach geduldet haben soll, kann sie sich nur schwer vorstellen, fragt sich aber trotzdem: „Hätte man als Schule nicht die Verwaltung darauf aufmerksam machen müssen?“ Denn diese könne eingreifen. Spätestens dann, als N. sich weiter radikalisiert habe. Wie lange Senat und Schulaufsicht genau von N. und seinem Youtube-Kanal wussten, weiß keiner. Unklar ist auch, warum N. die beiden anderen Schulen verlassen musste.
http://www.tagesspiegel.de/berlin/vineta-grundschule-in-gesundbrunnen-berliner-senatsverwaltung-zeigt-volkslehrer-an/20819676.html

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cyman 10.01.2018, 16:47 Uhr
Der werte Herr Nikolai Nerling scheint wirklich an krass verzerrter Realitätswahrnehmung zu leiden, wenn man sich mal die Video-Reaktionen auf die ihm gewidmeten Artikel, insbesondere des Tagesspiegels, ansieht.
Ich bin noch immer fassungslos darüber, wie ein Spinner wie dieser Lehrer werden kann.
Wenn ich mir ansehe, was dieser Herr für einen Mist verbreitet, da kann einem schon die Wut hochkommen.


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manfred1 08.01.2018, 08:47 Uhr
nach dem lesen einiger offensichtlich eingestellter updates komme ich immer mehr zu der Ansicht, dass hier auch ein paranoider Hintergrund bestehen könnte. die Entwicklung seiner selbst beschriebenen Verhaltensänderungen stellen ein erstes Indiz dar.
ansonsten lässt sich dieser Humbug kaum erklären.


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blattschuss 08.01.2018, 08:42 Uhr
Dass von den Eltern noch keine Beschwerden kamen, wundert mich nicht - schließlich ist Antisemitismus ja immer mehr "in". ...


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kerrin 07.01.2018, 19:57 Uhr

Mich würde mal die Vorgeschichte der Berufstätigkeit des Lehrers interessieren, wenn er in einem seiner Videos sagt: "...als ich noch Beamter war"
Ansonsten hat er das ganze neurechte Vokabular komplett drauf.


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chris_54 07.01.2018, 16:28 Uhr
So langsam überlege ich, ob der Tagesspiegel noch meine Zeitung ist, nämlich eine journalistisch gut gemachte Zeitung. Dies frage ich mich aus folgenden Gründen:
- Warum bietet man dem Herrn N. eigentlich so ein breites Forum. Der Fall ist skandalös, ohne Frage, aber dem Herrn so viel Raum zu geben um seine Ansichten öffentlich zu machen, ist nicht der richtige Weg.
- Haben sich die Verantwortlichen eigentlich mal gefragt, welchen Dienst sie der Vineta-Schule mit der Art der Berichterstattung erweisen. Leider sind Schulen nicht in der Lage, sich von unliebsamen Lehrern zu trennen. Dies kann nur die Schulaufsicht durchsetzen. Fragen Sie doch bitte die zuständigen Schulaufsichtsbeamten und nicht den erst seit kurzem eingesetzten kommissarischer Leiter.
- Anscheinend gibt es beim Tagesspiegel Mitarbeiter, denen es Spaß macht Missstände gerade an Brennpunktschulen in epischer Breite darzustellen (beliebt sind ja auch Artikel über die Ernst-Reuter-Schule). Diese Schulen sind aber keine Brennpunktschulen, weil die Kolleg*innen dort schlechte Arbeit machen, sondern aufgrund des schwierigen Umfelds und einer problematischen Schülerzusammensetzung. Ganz im Gegenteil müssen Kolleg*innen an Brennpunktschulen weit mehr leisten, als an Schulen mit einer eher bildungsnahen Elternschaft oder sogar Privatschulen, die sich ihre Schüler*innen aussuchen können und dies auch tun. Brennpunktschulen benötigen von allen Seiten viel mehr Unterstützung, auch von den Medien.

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DaW 08.01.2018, 09:46 Uhr
Antwort auf den Beitrag von duscholux 07.01.2018, 16:37 Uhr
Überhaupt sollte diese lästige Presse es endlich unterlassen, Probleme aufzuzeigen. Im Zweifelsfall kann man ja ausführlich über die nächste Hochzeit von Paris Hilton berichten.



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macthepirat 07.01.2018, 12:19 Uhr
Mein Bauchgefühl sagt mir, trotz Meinungsfreiheit, das der Bursche entfernt gehört. Oder nach Israel an eine freie Schule versetzt. Oder irgendwo nach Syrien in ein Dorf wo der IS noch das sagen hat - aber ohne Risikozulage.
Es gibt einfach Aussagen die nicht von der Meinungsfreiheit gedeckt sind weil sie geeignet sind öffentliche Unruhe zu provozieren.
Was wohl passieren würde wenn ein Lehrer öffentlich die Hinrichtung von Politikern der CDU, SPD oder AFD fordern würde? Oder lautstark propagiert das Hitler nichts weiter als ein mieser Steuerbetrüger war und den Krieg nur vom Zaun brach um seine fiskalischen Vergehen zu vertuschen? ( Er war ein Steuerbetrüger, das ist nachgewiesen!)
Und was die Herrschaften Reichsbürger angeht: Es ist traurig das ausgewachsene Menschen einen derartigen Blödsinn verzapfen und diesen Unsinn auch noch mit Mord und Totschlag verteidigen. ...

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tweet4fun 07.01.2018, 12:26 Uhr
Antwort auf den Beitrag von macthepirat 07.01.2018, 12:19 Uhr
Nun ja ...

    "Mein Bauchgefühl sagt mir, trotz Meinungsfreiheit, das der Bursche entfernt gehört."

Mein Bauchgefühl sagt mir das gleiche. Nur ist es aber so, daß man bei Entscheidungen aus einem Bauchgefühl heraus bei 50/50 liegt.

Glücklicherweise verhindern die Gesetze, daß Bauchgefühle für Entscheidungen nicht angelegt werden können oder dürfen.


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macthepirat 07.01.2018, 16:06 Uhr
Antwort auf den Beitrag von tweet4fun 07.01.2018, 12:26 Uhr
Die Rechtslage ist etwa unklar. Aber es ist mein Bauchgefühl, auf das ich nur selten höre, und letztlich müssen die Juristen das entscheiden, anhand der Paragraphen. Und da kann man nur hoffen das sie so handhaben das die Nachkommen in Zukunft von diesem Mann verschont werden.




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tweet4fun 07.01.2018, 11:26 Uhr
Zweischneidiges Schwert

Natürlich gehört dieser Mann, der sich eindeutig und wiederholt als "Reichsbürger" darstellt, als Lehrer nicht in den ÖD, zumal er ja schon weder die Verfassung noch die Existenz der Bundesrepublik Deutschland wirklich anerkennt und somit nicht vertreten kann. Daß er auf Youtube seine verlogenen Verschwörungstheorien verbreitet, spricht auch nicht gerade für seine Eignung als Pädagoge.

Solange er aber nicht offen in seinen Schulklassen politisch agitiert sowie seine Lügen verbreitet und bisher keine Beschwerden seitens der Erziehungsberechtigten der Schüler vorliegen, wird man ihn kaum so einfach loswerden können.

Und noch ein Punkt: Die jetzt hektisch losgetretenen Bemühungen der Senatsverwaltung sowie der bildungspolitischen Sprecherinnen von SPD und LINKEN, den Mann aus dem Lehramt zu entfernen, erinnern fatal an die Berufsverbote der 80er Jahre. Wer will denn ernsthaft und guten Gewissens in jene dunkle Zeit der Demokratie zurück? Damals stand die deutsche Demokratie haarscharf auf der Kippe, in eine Gesinnungsdiktatur abzugleiten. Gottseidank hatte das nicht geklappt, und es wird auch diesmal nicht funktionieren.

Die naheliegendste Lösung kommt der Senatsverwaltung und diesen Partei-Damen offensichtlich jedoch nicht in den Sinn: Bessere Aufklärung durch einen deutlich verbesserten Geschichtsunterricht in allen Schulen! Schließlich macht nur eine gute Bildung immun gegen abstruse Gedanken und Verschwörungsspinnereien.

Aber genau daran hapert's! Denn für eine bessere Schulbildung muss man auch mehr Geld in die Hand nehmen. Und genau das wollen die Damen und Herren in den zuständigen Behörden doch tunlichst vermeiden. Da greift man lieber zur Klagemethode, um einen unbequemen und etwas derangierten Lehrer loszuwerden.


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mitte31 07.01.2018, 10:58 Uhr
Dank Medien und Berichterstattung werden die Klickzahlen seines Channels jetzt deutlich steigen.


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southcross 07.01.2018, 10:47 Uhr
Zustimmung Frau Bentele

Wenn ein Lehrer auf einem You-Tube- Kanal hetzt, dann ist das nichts Privates“, sagt Hildegard Bentele, bildungspolitische Sprecherin der CDU. „Ich verstehe nicht, dass Schulleitung und Schulaufsicht nicht schon längst aktiv geworden sind und dieser Lehrer verwarnt und kontrolliert wird.“

Ich stimme jemandem aus der CDU zu.
Das ich das noch erleben darf...

Ganz gleich, ob er den rechtsextremen Schmonzes den Schülern erzählt, oder nicht. Ganz gleich, ob die Grundschüler dann auch wissen, wovon er redet.

Ein solcher Hetzer hat im schuldienst nix verloren!

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manfred1 07.01.2018, 11:27 Uhr
Antwort auf den Beitrag von southcross 07.01.2018, 10:47 Uhr
Vom Gefühl her stimme ich auch zu, aber juristisch erscheint mir das nicht einmal dünnes Eis zu sein. Sofern keine Einflussnahme auf die Schüler erfolgt und keine Straftaten vorliegen, ist dem nicht beizukommen.



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matze0106 07.01.2018, 10:41 Uhr
So ist das im Rechtsstaat. Es gilt für alle. Und selbst geistig umnachtete Tiefflieger können sich darauf berufen. Solange getrennt wird zwischen Schule und Meinung ausserhalb der Schule ist das richtig. Wenn es anders wäre müsste die Führung der AFD bereits zu mehrjährigen Gefängnisstrafen verurteilt worden sein. Ausserdem möchte hoffentlich auch keiner die Kommunistenhatz im öffentlichen Dienst der 70er zurückhaben.

Beste Lösung: Gesellschaftlich ächten und einfach nicht beachten. Bei aktiven Störungen von Veranstaltungen Anzeige wegen Hausfriedensbruch.


Quote
DasMarX 07.01.2018, 10:34 Uhr
Es gilt das Recht auf Verbreitung der eigenen Meinung. Es ist seine Privatsache, was er da verbreitet. Solange er das den Schülern nicht vermittelt, soll und darf nicht gehandelt werden. Schließlich leben wir in Deutschland und nicht in z.B. der Türkei, wo eine abweichende Meinung zu Entlassungen führen kann.

Was soll diese Entrüstung überhaupt? Haben wir vergessen, was "Toleranz" bedeutet? Sind wir vor lauter Gutmenschtum nun so weit, das wir Meinungen, die uns nicht passen, abwürgen?

Leute! Freie Meinung!


Quote
Hen-Riette 07.01.2018, 11:56 Uhr
Antwort auf den Beitrag von kitoi 07.01.2018, 11:50 Uhr
Schon lustig, wie manche hier von "Zensur" und "Meinungsfreiheit" plärren. Das hat was von Sarazzin, wo auch viele immer behaupteten, diese Meinung würde unterdrückt und dürfte nicht gesagt werden, obwohl dieser Schreiberling und Pseudo-Wissenschaftler ständig in den Medien präsent war. Dieser "Lehrer" kann ja seine "Meinungen" weiterhin über Youtube ausstrahlen. Kann er ja demnächst hauptberuflich machen. Es ist aber niemand verpflichtet, solche Leute auch als Lehrer einzustellen und Kinder unterrichten zu lassen.


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kerrin 07.01.2018, 11:42 Uhr
Antwort auf den Beitrag von manfred1 07.01.2018, 11:29 Uhr

Im anderen Thread hat eine Mutter, deren Kind diesen Lehrer an der Moabiter Grundschule erleben durfte, klare Aussagen zum "Unterricht" getroffen. Dort haben Schulleitung und Eltern eingegriffen und auch die Verwaltung in Kenntnis gesetzt. Unverständlich, dass er gleich zur nächsten Schule wandern durfte.


...

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Quote
[...] Berlin - Der umstrittene Grundschullehrer Nikolai N. kam am Montag nicht mehr zum Dienst in die Vineta-Grundschule in Gesundbrunnen. Seine Stunden übernahm ein Vertretungslehrer. Die Bildungsverwaltung hat Nikolai N. bis auf weiteres freigestellt – bei vollem Gehalt. Ein Lehrer, der von seiner Schule fliegt. „Bis zur Klärung des Sachverhaltes“, sagte die zuständige Schulrätin. Stattdessen wurde ihm dringend nahegelegt wurde, seinen Youtube-Kanal „Der Volkslehrer“ nicht weiter zu betreiben.

Begründet wurde die Freistellung damit, dass die Bildungsverwaltung ihn wegen des Verdachts der Volksverhetzung angezeigt hat. Nikolai N. soll bei Demonstrationen den Holocaust in Frage gestellt haben.

Auch Aussagen, die der Lehrer auf seinem an Verschwörungstheorien reichen Youtube-Kanal verbreitet, würden nun überprüft. Dort vertritt der Sport-, Musik und Englischlehrer antijüdische und antiamerikanische Positionen, hält Deutschland für ein besetztes Land und kritisiert, dass in den aktuellen Lehrplänen die deutsche Kultur nicht stärker herausgestellt werde.

... Im konkreten Fall geht die Bildungsverwaltung sogar davon aus, dass der Lehrer im Sinne der Reichsbürgerbewegung aktiv ist. Die Reichsbürger lehnen die Bundesrepublik Deutschland, ihre Behörden und Gesetze ab. Nikolai N. hingegen wehrt sich in seinen jüngsten Filmchen er sich auch dagegen, als Volksverhetzer bezeichnet zu werden.

Zudem sagt er dort, sein Anwalt und er würden sich schon freuen, auf eine mögliche Kündigung zu reagieren. Bisweilen wirkt er bei seinen jüngsten Auftritten wirr. So führt er vor laufender Kamera aus, dass aus dem Streitfall um seinen Youtube-Kanal gar ein dritter Weltkrieg entstehen könnte. An anderer Stelle sagt er, er möge der das derzeitige System nicht.

Nikolai N. ist seit gut drei Jahren im Berliner Schuldienst. Eine einstige Kollegin an der Gebrüder-Grimm-Grundschule in Wedding, seiner ersten Berufsstation, bezeichnet ihn als „Mann mit großem Ego“. Er habe sich offenbar radikalisiert. An seiner nächsten Schule, der Moabiter Grundschule, zog er massiven Elternprotest auf sich.

In einer 5. Klasse behandelte er ausführlich die Geheimgesellschaft der Illuminati – obwohl das nicht im Lehrplan vorgesehen war. „Einzelne Schüler wurden dadurch traumatisiert oder verstört“, berichtete eine Mutter aus der Moabiter Grundschule dem Berliner KURIER.

„Einige beschäftigten sich dann auch nach der Schule weiter im Internet mit dem Geheimorden.“ Anlässlich des Besuches der britischen Queen Elizabeth in Berlin im Jahr 2015 habe der Lehrer den Kindern eine ganz seltsame Aufgabe gestellt. Sie sollten darauf achten, ob die Königin mögliche Abzeichen mit Geheimcodes der Illuminaten an der Kleidung trage. So berichtet es die Mutter.

Denn in der Verschwörungstheoretiker-Szene gelte die Queen vielen als Illuminatin. Bei anderer Gelegenheit soll die Sprache darauf gekommen sein, dass der Ebola-Virus in Afrika eine Erfindung der Pharmaindustrie sei. Auf Grund massiven Elternprotestes habe die Schulleiterin für eine Umsetzung des Lehrers gesorgt.

Generell ist es sehr schwer, Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes zu kündigen. Ein Berliner Polizeibeamter trug einschlägige Runen-Tattoos und die Noten des nationalsozialistischen Horst-Wessel-Liedes auf der Haut.

Er konnte erst nach einem gut zehnjährigen Rechtsstreit aus dem Beamtenverhältnis entlassen werden. Es gebe kaum eine intensivere Bekundung der inneren Einstellung als ein Tattoo, entschied des Bundesverwaltungsgericht in Leipzig abschließend.

Einen Lehrer, der die NS-Verbrechen relativiert hatte, wurde die Bildungsverwaltung trotz jahrelangen Rechtsstreits nicht los. Der Beamte durfte wieder unterrichten.



Aus: "Hetzefrei für Nikolai N. Schulrätin stellt rechten Lehrer in die Ecke" Martin Klesmann (08.01.2018)
Quelle: https://www.berliner-kurier.de/29451524

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Zur Thematik von Verschwörungstheorien...
« Reply #54 on: January 26, 2018, 11:32:59 AM »
Quote
[...] Die Berliner Senatsschulverwaltung hat sich von „Volkslehrer“ Nikolai N. getrennt. Man habe ihm Ende der vergangenen Woche fristlos und außerordentlich gekündigt, bestätigte der Sprecher der Verwaltung, Thorsten Metter, am Sonntag. Zuvor hatte N. mitgeteilt, er habe die fristlose Kündigung erhalten. N. war bereits vom Unterricht freigestellt.

Der selbsternannte „Volkslehrer“, der zuletzt als Angestellter an der Vineta-Grundschule in Gesundbrunnen Sport, Musik und Englisch unterrichtet hatte, verbreitet im Internet Verschwörungstheorien, bestreitet, dass es Terroranschläge gegeben hat und brüllt auch auf öffentlichen Veranstaltungen herum. Der Tagesspiegel hatte die Aktivitäten Anfang des Jahres bekannt gemacht. ...

Quote
alterschwede 08:51 Uhr
Na, es scheint ja nicht mehr lange zu dauern, bis das Verbreiten von Feindpropaganda, nein halt - "Verschwörungstheorien" - strafbar ist - wer nicht an die Mondlandung glaubt, muss in den Knast!
Bis es aber soweit ist, hätte die Berliner Schulverwaltung ja noch abwarten können und sich auf die auch bislang geltenden strafrechtlichen Grenzen der Meinungsfreiheit (Beleidigung, Drohung, Volksverhetzung, Holocaustleugnung etc.) verlassen können.


Quote
iGELig 09:22 Uhr
Antwort auf den Beitrag von alterschwede 08:51 Uhr

Thema verfehlt. Zwischen Knast und vom Staat angestellt zu sein gibt es noch etwas Bandbreite.


...


Aus: "Berliner „Volkslehrer“ ist fristlos gekündigt" (06.05.2018)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/berlin/vineta-grundschule-in-gesundbrunnen-berliner-volkslehrer-ist-fristlos-gekuendigt/21249906.html

"Extremistischer „Volkslehrer“ wehrt sich gegen Kündigung" (05.06.2018)
https://www.tagesspiegel.de/berlin/klage-in-berlin-extremistischer-volkslehrer-wehrt-sich-gegen-kuendigung/22644944.html


---

https://de.wikipedia.org/wiki/Fake_News

https://de.wikipedia.org/wiki/Alternative_Fakten

https://de.wikipedia.org/wiki/Filterblase

https://de.wikipedia.org/wiki/Informationskrieg

https://de.wikipedia.org/wiki/Medienmanipulation

---

Quote
[...] Mit einem Faceswap-Tool lassen sich Filmszenen aller Art manipulieren und die Gesichter der Schauspieler austauschen.  ... Wir werden uns wohl an eine Welt gewöhnen müssen, in der solche Video-Fakes immer besser und damit auch schwerer zu erkennen werden. Inklusive der dazugehörigen Konflikte mit den Persönlichkeitsrechten der betroffenen Personen. In Zukunft könnten solche Fälschungen als Grundlage von Propaganda oder absichtlich irreführender Nachrichten benutzt werden.

Das Ziel des Entwicklers von FakeApp ist es, dass bald jeder Nutzer ohne Vorwissen ähnliche Videos erzeugen kann: In Zukunft brauche man nur ein beliebiges Video und ein bereits auf ein berühmtes Gesicht trainiertes neuronales Netz, das man herunterladen kann. Die Software soll dann die Gesichter auf Knopfdruck austauschen.

Quote
     Vatikankiller, 25.01.2018 19:16

Was dann sicher boomen wird ...

... "wiederaufgetauchtes" historisches Material, das die Geschichte neu/anders schreibt (oder festigt, je nach Interessenslage).


Quote
     Eric Mueller, 25.01.2018 18:30

Ab welchem Punkt macht das Überwachungvideos wertlos?

Da diese Methode ja nicht nur bei Prominenten und Pornos greift:
Wenn ein Video so gut gefälscht werden kann, dass man den Unterschied nicht mehr sieht, müsste die Beweiskraft stark zurückgehen.

Alternativ wird das DIE Methode, jemandem etwas anzuhängen.


Quote
     Dankeauch, 25.01.2018 16:48

Jetzt wirds ernst

Bei Fake Porn hört der Spass auf!

Revolution!!111



Aus: "Deepfakes: Neuronale Netzwerke erschaffen Fake-Porn und Hitler-Parodien" Fabian A. Scherschel (25.01.2018)
Quelle: https://www.heise.de/newsticker/meldung/Deepfakes-Neuronale-Netzwerke-erschaffen-Fake-Porn-und-Hitler-Parodien-3951035.html

"AI-Assisted Fake Porn Is Here and We’re All Fucked" Samantha Cole (Dec 11 2017, 8:18pm)
Someone used an algorithm to paste the face of 'Wonder Woman' star Gal Gadot onto a porn video, and the implications are terrifying.
https://motherboard.vice.com/en_us/article/gydydm/gal-gadot-fake-ai-porn

https://motherboard.vice.com/de/article/gydydm/diese-ki-kann-wirklich-jeden-zum-unfreiwilligen-pornostar-machen-und-das-ist-ein-problem

https://motherboard.vice.com/de/article/bjye8a/es-ist-soweit-menschen-montieren-massenweise-fremde-menschen-in-pornos

« Last Edit: June 05, 2018, 04:20:10 PM by Link »

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Zur Thematik von Verschwörungstheorien...
« Reply #55 on: January 26, 2018, 11:43:45 AM »
Quote
[...] Im November 2017 fand die erste Flat-Earth-Konferenz der Welt statt, auf der sich hunderte Gleichgesinnte versammelten. Allen Satellitenbildern und wissenschaftlichen Beweisen zum Trotz glauben sie, dass die Erde eine Scheibe ist. Auch wenn sie sich nicht festlegen wollen, ob "die Illuminaten, die Bilderberger, die Trilaterale Kommission, der Vatikan" oder doch jemand ganz anderes hinter der Verschwörung steckt, steht für die Flat-Earther fest: Eine mysteriöse Elite möchte die Wahrheit vor der Menschheit verbergen.
Die Theorie um die flache Erde hält sich bereits seit mehreren hundert Jahren hartnäckig, seit 2015 erlebt sie jedoch eine Art Renaissance. Auch Verschwörungstheorien um Echsenmenschen, den 11. September und Chemtrails erfreuen sich großer Beliebtheit. Um besser zu verstehen, warum Theorien, die gegen jegliche Logik und Beweise sprechen, einfach nicht sterben wollen, haben wir mit verschiedenen Psychologen gesprochen.
Dr. Joel Gold ist Professor der Psychiatrie an der New York University. Seit 2003 hat Gold gemeinsam mit seinem Bruder Ian, der ebenfalls Arzt ist, mehrere Patienten untersucht, die an einer bis dahin unbekannten und sehr spezifischen Wahnvorstellung leiden: Sie glauben, dass sie im Zentrum einer Reality-Show stehen und dass ihr gesamtes Leben gefilmt wird. Die Brüder Gold haben das Krankheitsbild nach dem Spielfilm Die Truman Show von 1998 mit Jim Carrey in der Hauptrolle benannt. Über das sogenannte "Truman-Syndrom" haben sie auch ein Buch geschrieben. Daher schien Gold der perfekte Ansprechpartner zu sein, um mit ihm über Verschwörungstheoretiker zu sprechen.
In ihrem Buch stellen Gold und sein Bruder die Theorie auf, dass Wahnvorstellungen durch einen Defekt in einem der Basissysteme des Gehirns entstehen. "Wir haben die Theorie, dass es im Gehirn ein Misstrauenssystem gibt. Jeder Mensch hat eins und es ist wichtig fürs Überleben. Und dann gibt es noch das Reflexionssystem, dass dem Misstrauenssystem übergeordnet ist."
Gold erklärt das Zusammenspiel beider Systeme an einem Beispiel: Du bist im Wald unterwegs und hörst plötzlich einen Zweig knacken. Dein Misstrauenssystem springt zuerst an – ist das vielleicht ein Angreifer? – dann schreitet das Reflexionssystem ein und meldet, dass es sich aus rationaler Sicht höchstwahrscheinlich nicht um eine Bedrohung handelt. "Doch wenn das Misstrauenssystem die Oberhand gewinnt, oder die beiden Systeme aus irgendeinem Grund nicht mehr richtig kommunizieren, wird diese Angst zur Realität."
Doch ohne einen auslösenden Moment – in Golds Beispiel der knackende Ast – passt die Flat-Earth-Verschwörung nicht zu Golds Modell. Ereignisse wie die Mondlandung, die Ermordung von John F. Kennedy und der 11. September waren der Anstoß für zahlreiche Verschwörungstheorien. Doch eigentlich gibt es laut Gold "nichts Neues", was den Glauben an eine flache Erde auslösen würde.
Golds Meinung nach sollte man außerdem zwischen Wahnvorstellungen und Verschwörungstheorien unterscheiden. "Die Flat-Earth-Verschwörung passt nicht so recht in das Modell der Wahnvorstellungen", sagte Gold. "Eine Definition von Wahnvorstellung lautet, dass Menschen an etwas glauben, obwohl es Beweise gibt, die ihre Theorie widerlegen. Doch es gibt da diese Einschränkung: Wenn genug Leute an eine Theorie glauben – wenn eine ganze Gruppe daran glaubt – dann gilt es nicht als Wahnvorstellung." Wenn also nur eine Einzelperson an die Scheibenwelt glauben würde, würde sie von Psychiatern wohl als wahnhaft eingestuft werden. Doch es geht hier nicht um eine Einzelperson, sondern um mehrere hundert Menschen, die sich in Internetforen – oder eben in einem Konferenzhotel in North Carolina – versammeln, und "Beweise" für ihre Theorie sammeln.
Zumindest per medizinischer Definition sind Verschwörungstheoretiker also nicht unbedingt wahnsinnig. Trotzdem könnte ein fehlerhaftes Zusammenspiel von Reflexions- und Misstrauenssystem einen Teil der Erklärung liefern, warum sich bei einigen Menschen Verschwörungstheorien so stark festsetzen. Eine Reihe von weiteren Psychologen finden weitere Erklärungsversuche, die aufzeigen, wie leicht es eigentlich ist, in Verschwörungsdenken zu rutschen.
In seinem Buch bietet der Psychologe Rob Brotherton gleich mehrere Ansätze, warum Menschen an Verschwörungstheorien glauben. Brotherton ist der Meinung, dass es im menschlichen Gehirn gewisse "Biases" gibt. So haben Menschen beispielsweise die Tendenz, hinter allen Handlungen und Geschehnissen eine Absicht zu vermuten. Das weist eine Ähnlichkeit zu der Arbeit von Gold auf: Ein Ast knackt im Wald? Jemand – oder etwas – muss ihn zerbrochen haben!
Auch versuchen Menschen, überall Muster zu erkennen – denn nichts ist bedrohlicher, als der unberechenbare Zufall. Das ist für Menschen ein nützliches Talent, denn es hilft uns Regelmäßigkeiten zu erkennen – doch nicht immer führt uns das zu richtigen Schlüssen und lässt Zufälle zu unheilvollen Mustern mutieren. Wenn wir beispielsweise immer wieder beobachten, wie rote Autos eine bestimmte Straße rauf und runter fahren, könnten wir uns denken, dass dieses Jahr mehr rote Autos verkauft wurden, dass die Gegend, in der wir wohnen oder arbeiten, stärkeren Verkehr aufweist – oder wir mutmaßen, dass uns die Fahrer der roten Autos mit unklaren, wahrscheinlich bösen Absichten verfolgen. Diese Eigenschaften besitzt laut Brotherton jeder Mensch: “Wir sind nicht so unterschiedlich, Verschwörungstheoretiker und der Rest der Menschheit”, erklärt der Autor – doch das Erkennen von Mustern und das Zuschreiben von böser Absicht sei bei Verschwörungstheoretikern eben viel stärker ausgeprägt.
Eine Studie des niederländischen Psychologen Jan-Willem van Prooijen fand zudem heraus, dass Menschen eher bereit sind, an Verschwörungen zu glauben, wenn sie sich selbst machtlos und unbedeutend fühlen. So könnten einige Amerikaner beispielsweise Trost in dem Gedanken finden, dass der 11. September von der US-Regierung statt von ausländischen Terroristen verübt wurde – denn so können sie weiterhin an die amerikanische Überlegenheit glauben und daran, dass sie vor Gefahren von außen geschützt sind.
Dasselbe Prinzip lässt sich auch auf sinnlose Gewaltakte wie Amokläufe an Schulen oder den Anschlägen in Paris anwenden: Einigen Menschen fällt es leichter, eine große Regierungsverschwörung hinter diesen Ereignissen zu vermuten, als die grausame Willkür der Ereignisse zu akzeptieren.
Die Theorie der flachen Erde ist unter den vielen Verschwörungstheorien, die im Netz umhergeistern, trotzdem eine kleine Anomalie. Im Gegensatz zu den Erklärungen für sinnlose Gewaltakte oder komplexe, weltpolitische Entscheidungen, scheint sie ihren Anhängern auf den ersten Blick hingegen weder Trost noch irgendeinen offensichtlichen Vorteil zu bieten. Trotzdem stellt diese Theorie für Flat-Earther eine Art sicheren Rückzugsort dar. "Die Welt ist so komplex, dass Verschwörungstheorien unseren Verstand ein wenig entlasten", sagte Gold gegenüber Motherboard. Indem die Flat-Earther die Erde wieder in den Mittelpunkt des Universums rücken, stellen sie auch sich und ihre eigenen Ansichten und Bedürfnisse selbst wieder in den Mittelpunkt.


Aus: "Warum Menschen an Verschwörungstheorien glauben" Rachel Pick (Jan. 23 2018, 11:37am)
https://motherboard.vice.com/de/article/a3npw4/warum-menschen-an-verschworungstheorien-glauben

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Verschwörungstheoretiker – was ist ein Theoretiker für ein armes Würstchen gegenüber einem Verschwörungspraktiker? (Maren, Di 7. Nov 2017, 17:59)

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[...] Seit der Affäre um den rechtsextremen Soldaten Franco A. geht der Militärgeheimdienst MAD so vielen mutmaßlichen Rechtsextremisten in der Bundeswehr nach wie seit Jahren nicht mehr. 2017 seien 400 neue Verdachtsfälle hinzugekommen, teilte die Behörde der Deutschen Presse-Agentur mit. In den Jahren seit Aussetzung der Wehrpflicht 2011 waren es im Schnitt 300 pro Jahr.

Ein Auslöser war den Angaben zufolge der Fall des rechtsextremen Oberleutnants Franco A., der einen Anschlag geplant haben soll. Im Zuge dessen habe der MAD „einen Anstieg des Meldeaufkommens im Phänomenbereich Rechtsextremismus“ verzeichnet, berichtete ein Sprecher. Der Zuwachs sei „Ausdruck einer gestiegenen Sensibilität hinsichtlich möglicher rechtsextremistischer Verhaltensweisen“. Sechs der 400 Soldaten stufte der Geheimdienst als rechtsextrem ein.

... Der Fall des Franco A. hatte im Frühjahr 2017 eine Debatte über Rechtsextremismus in der Bundeswehr entfacht. Der aus Offenbach stammende Oberleutnants soll den Ermittlungen zufolge einen Anschlag vorbereitet haben, bei dem er den Verdacht auf Flüchtlinge lenken wollte.

Der Fall hatte auch deshalb für breite Debatten gesorgt, weil es dem Offizier gelungen war, sich beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) erfolgreich als syrischer Flüchtling auszugeben, obwohl er nicht einmal Arabisch spricht. Der Soldat war Ende November aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe hat Anklage unter anderem wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat erhoben.

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Aus: "MAD prüft 400 Fälle Zahl rechtsextremer Verdachtsfälle in Bundeswehr stark gestiegen" (28.01.18)
Quelle: https://www.rundschau-online.de/politik/mad-prueft-400-faelle-zahl-rechtsextremer-verdachtsfaelle-in-bundeswehr-stark-gestiegen-29569288

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[...] Karlsruhe -

Der Kreis um den terrorverdächtigen Oberleutnant Franco A. hat Prominente und Politiker als mögliche Anschlagsopfer auf einer Todesliste nach Kategorien angeordnet. „Die Beschuldigten hatten ihre möglichen Anschlagsopfer in einer Liste unter verschiedenen Kategorien erfasst - konkret den Kategorien A, B, C und D“, sagte eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft am Dienstag in Karlsruhe. Als Kategorie A seien unter anderem Justizminister Heiko Maas (SPD) und Ex-Bundespräsident Joachim Gauck aufgeführt worden. Was es genau mit der kategorisierten Liste auf sich hatte, war zunächst unklar.

Der 27-jährige Maximilian T. soll nach Angaben der Bundesanwaltschaft Verfasser der Liste sein. Er wurde am Dienstag im baden-württembergischen Kehl festgenommen. Der Beschuldigte soll „aus einer rechtsextremistischen Gesinnung heraus“ gemeinsam mit Franco A. und dem ebenfalls Ende April festgenommenen Studenten Mathias F. einen Anschlag geplant haben. Die Ausführung der Tat sollte den Ermittlern zufolge Franco A. übernehmen. Dazu hatte sich der Soldat unter einer falschen Identität als Asylsuchender aus Syrien registrieren lassen.

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Aus: "Weitere Festnahme im Fall Franco A. Terrorverdächtige verfassten Todesliste" (09.05.17)
Quelle: https://www.rundschau-online.de/politik/weitere-festnahme-im-fall-franco-a--terrorverdaechtige-verfassten-todesliste-26869506

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Oberlandesgericht Frankfurt: Kein hinreichender Tatverdacht gegen Franco A.
Das Oberlandesgericht Frankfurt bezweifelt, dass Franco A. einen Anschlag geplant hat. Er habe über Sprengstoff verfügt, sei aber nicht entschlossen gewesen.
7. Juni 2018, 14:07 Uhr Quelle: ZEIT ONLINE, dpa, AFP, sög
Im Fall des rechtsextremen Bundeswehrsoldaten Franco A. sieht das Oberlandesgericht Frankfurt keinen hinreichenden Verdacht dafür, dass er einen Anschlag vorbereitet hat. Das Oberlandesgericht werde deshalb gegen den 29-Jährigen kein Verfahren eröffnen, teilte das Gericht mit, sondern den Fall wegen weiterer Anklagepunkte an das Landgericht Darmstadt weitergeben. ...
Die Bundesanwaltschaft hatte Franco A. unter anderem wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat angeklagt. Sie hatte ihm vorgeworfen, "aus einer völkisch-nationalistischen Gesinnung" heraus einen Anschlag auf hochrangige Politiker und andere Personen geplant zu haben, die aus seiner Sicht ein flüchtlingsfreundliches Engagement zeigten.
Der Anklage zufolge habe Franco A. den Verdacht auf Flüchtlinge lenken wollen. Er habe sich deshalb unter falscher Identität als Asylsuchender aus Syrien registrieren lassen. Die Bundesanwaltschaft kann gegen die Entscheidung noch Beschwerde einlegen. ...
https://www.zeit.de/gesellschaft/2018-06/oberlandesgericht-frankfurt-franco-a-bundeswehr

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LouiDerLustigeLeguan #5

Witzig!

Zuerst Waffen und Sprengstoff besorgen, Gebäude observieren und Todeslisten anfertigen (lassen) und dann bescheinigt bekommen, dass man unentschlossen war.


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besserStill #15

Man stelle sich nur mal vor, es handle sich um einen Flüchtling, der sich all die Waffen besorgt, Listen erstellt, Ziele observiert. ...


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Terrorermittlungen gegen Bundeswehrsoldaten 2017
https://de.wikipedia.org/wiki/Terrorermittlungen_gegen_Bundeswehrsoldaten_2017
« Last Edit: June 07, 2018, 07:51:38 PM by Link »

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Zur Thematik von Verschwörungstheorien...
« Reply #56 on: February 19, 2018, 02:38:49 PM »
"Beeinflussung der US-Wahl 2016: Russen wegen Verschwörung angeklagt" (16.02.2018)
In die Affäre um eine mögliche Beeinflussung der US Präsidentschaftswahl 2016 kommt Bewegung: Eine Jury hat 13 Russen wegen Verschwörung angeklagt. Präsident Trump sieht sich dadurch entlastet. ... An der Operation waren den Angaben zufolge bereits seit 2014 "Hunderte" Menschen beteiligt, mit einem Budget von mehreren Millionen Dollar. Einige der Angeklagten hätten sich als Amerikaner ausgegeben und mit Personen kommuniziert, die mit der Kampagne des späteren Wahlsiegers Donald Trump in Verbindung gebracht würden. ... Eine Sprecherin des russischen Außenministeriums wies die Vorwürfe zurück: Dass 13 Menschen trotz eines Milliardenbudgets der Geheimdienste, Spionageabwehr und neuester Techologien die Wahl beeinflusst haben sollen, sei absurd, schrieb sie auf Facebook. ...  Der frühere FBI-Chef Mueller geht dem Verdacht nach, dass es während des Präsidentenwahlkampfs geheime Absprachen zwischen Russland und Trumps Team gegeben haben soll. Bisher wurden in der Affäre vier Personen beschuldigt, darunter Trumps früherer Nationaler Sicherheitsberater Michael Flynn sowie sein ehemaliger Wahlkampfmanager Paul Manafort.
Es steht auch der Vorwurf im Raum, dass Trump im Zusammenhang mit der Affäre die Justiz behindert haben soll. Trump hat eine Wahleinmischung seitens Russlands immer bestritten. Er bezeichnet Ermittlungen, die auch eine etwaige Zusammenarbeit seines Wahlkampfteams mit Moskau untersuchen, als Hexenjagd. Auch Moskau wies die Vorwürfe wiederholt zurück. ...
https://www.tagesschau.de/ausland/us-wahl-russland-111.html

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Am 16. Februar 2018 um 21:07 von Hadbang
Mehrere Millionen USD .....

.. sind doch ein Witz, Mrs. V.Nuland hat immerhin bestätigt das die USA in der Ukraine über die Jahre an die 5000 Millionen locker gemacht hat. Die Ereignisse auf dem Maidan haben mit dem Geld dann aber sicher nichts zu tun? Wie könne wir nur so bigott sein? ach ja! :-) wir sind ja die Guten! Mit Hilfe der Nato mischen wir uns seit Jahren in die inneren Angeleigenheiten souveräner Staaten ein und hinterlassen Faild States am laufenden Band, daher kann ich den scheinbaren Aufschrei über angebliche Wahlmanipulationen die Trump zur Macht verholfen haben sollen, nur den Kopfschütteln. Es ist doch überall zusehen das die Menschen sich in der Hoffnung auf eine gerechtere Welt in die Hände rechter Rattenfänger begeben.


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"Conspiracy theories as maladaptive coping" tom stafford (December 23, 2017)
A review called ‘The Psychology of Conspiracy Theories‘ sets out a theory of why individuals end up believing Elvis is alive, NASA faked the moon landings or 9/11 was an inside job. Karen Douglas and colleagues suggest:
    Belief in conspiracy theories appears to be driven by motives that can be characterized as epistemic (understanding one’s environment), existential (being safe and in control of one’s environment), and social (maintaining a positive image of the self and the social group).
In their review they cover evidence showing that factors like uncertainty about the world, lack of control or social exclusion (factors affecting epistemic, existential and social motives respectively) are all associated with increased susceptibility to conspiracy theory beliefs.
But also they show, paradoxically, that exposure to conspiracy theories doesn’t salve these needs. People presented with pro-conspiracy theory information about vaccines or climate change felt a reduced sense of control and increased disillusion with politics and distrust of government. Douglas’ argument is that although individuals might find conspiracy theories attractive because they promise to make sense of the world, they actually increase uncertainty and decrease the chance people will take effective collective action. ...
https://mindhacks.com/2017/12/23/conspiracy-theories-as-maladaptive-coping/

https://kar.kent.ac.uk/61995/1/Douglas%20Sutton%20Cichocka%202017.pdf

« Last Edit: February 20, 2018, 02:57:58 PM by Link »

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Zur Thematik von Verschwörungstheorien...
« Reply #57 on: February 26, 2018, 02:44:00 PM »
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bernhard1964 #25

In Zeiten des Internets ist es sehr einfach Verschwörungstheorien zu verbreiten. Dafür braucht es weder Hintergrundwissen noch irgendeine andere besondere geistige Fähigkeit. Hier wird einfach mal das Gegenteil von dem was passiert ist behauptet, dann irgendwelche, meist hanebüchene Gegenbeweise konstruiert und diese dann ins Netz gestellt. Hier springen dann i.d.R. die Leser auf die mit den Verfassern dieser Theorien eine geistige Verwandtschaft pflegen und auch sonst keine erfüllenden Lebensinhalte pflegen. Eigene Meinungen zu bilden fällt einem halt nicht in den Schoss. Man muss sich darum bemühen.

http://www.zeit.de/digital/internet/2018-02/amoklauf-parkland-youtube-verschwoerungstheorie-algorithmen?cid=18327650#cid-18327650


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akomado #24

So lange sich die etablierten Medien weigern, staatliche Versionen "sicherheitsrelevanter" Themen und Tatbestände mit dem Instrumentarium kritischer Recherche zu befragen, so lange sie sich also als Pressestellen der jeweiligen angeblichen "Sicherhheitsorgane" gerieren - und dies ist spätestens seit 9/11 die Norm - so lange also werden angebliche "Verschwörungstheorien" ihren erkenntniskritischen Wert behalten. Alle diejenigen, die aus ihrer vermeintlichen medialen Machtposition heraus Begriffe wie "Verschwörungstheoretiker" verwenden, stellen sich ein intellektuelles Armutszeugnis aus, indem sie sich dem - sonst bei uns doch üblichen? - kritischen Diskurs verweigern.


http://www.zeit.de/digital/internet/2018-02/amoklauf-parkland-youtube-verschwoerungstheorie-algorithmen?cid=18324053#cid-18324053

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MapleRidge #26

Es gibt absurde Verschwörungstheorien (Haider-Tod, Mondlandung), die ohnehin keine Auswirkung auf die Gegenwart haben. Und dann gibt es Verschwörungstheorien wie die oben beschriebene, die politisch aktuell und hoch wirksam sind. Dass die sozialen Medien gegen solche Auswüchse wirkungsvoll vorgehen, ist nicht zu erwarten, zumindest nicht in naher Zukunft. Also müsste es eine Art neutrale Schiedsstelle geben, die sich diese "Theorien" genau anschaut und bewertet (Faktencheck). Nicht alle, aber die wichtigsten. Die Stiftung Warentest schafft das in Bezug auf ihr Zuständigkeitsgebiet doch auch und ist sehr erfolgreich damit.

http://www.zeit.de/digital/internet/2018-02/amoklauf-parkland-youtube-verschwoerungstheorie-algorithmen?cid=18328203#cid-18328203


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Sekaria #27

Wenn bestimmte Regierungen ehrlicher waeren, dann gaebe es auch weniger VTs. Sie sind ein Ausdruck des Misstrauens.

http://www.zeit.de/digital/internet/2018-02/amoklauf-parkland-youtube-verschwoerungstheorie-algorithmen?cid=18331158#cid-18331158

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LakaiDesCaos #28

Soll doch jeder glauben was er will. Die lustigste Verschwörungstherie ist doch seit 2000 Jahren erfolgreich! Und das ist der Blödsinn den uns die Katholische Kirche erzählt.

http://www.zeit.de/digital/internet/2018-02/amoklauf-parkland-youtube-verschwoerungstheorie-algorithmen?cid=18335701#cid-18335701

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rosabulldog #29

Ich frage mich immer wieder, warum Menschen solche Quellen wie YouTube, Twitter oder Facebook zur "Information" benutzen. Ich lese "ZEIT", "SPIEGEL" und "Tagesschau", da weiß ich dass alles durch Journalisten geprüft und recherchiert wurde. Warum sollte ich auf diesen Qualitätsfilter verzichten??? Die Leute, die dort arbeiten, haben eine qualifizierte Ausbildung. Sicher ist das alles auch ein wenig "eingefärbt" - aber ich weiß wenigstens, welchen Touch das alles hat. Auf die Meinung von YouTube und Co was zu geben, käme mir vor, wie meinen Nachbarn zu fragen, was er von der Weltpolitik hält. Verschwendete Lebenszeit!!!

http://www.zeit.de/digital/internet/2018-02/amoklauf-parkland-youtube-verschwoerungstheorie-algorithmen?cid=18339381#cid-18339381

Quote
Merowinger II #29.2

Autoritätshörigkeit und Naivität sind eine gefährliche Kombination.

http://www.zeit.de/digital/internet/2018-02/amoklauf-parkland-youtube-verschwoerungstheorie-algorithmen?cid=18352628#cid-18352628

Quote
SchartinMulz #31

Das ist der Preis der Freiheit.
Wollen wir die wirklich aufgeben?

Ok, es gibt Fake News, die schnell als solche erkennbar sind.
Aber wo fängt das Löschen an, wo hört es auf?

Wer entscheidet, was "Wahrheit" ist?

http://www.zeit.de/digital/internet/2018-02/amoklauf-parkland-youtube-verschwoerungstheorie-algorithmen?cid=18341035#cid-18341035

Quote
manveras #31.1

Was hat sich denn großartig geändert? Früher lernten wir schon in der Schule, nicht alles zu glauben, was in der Zeitung steht oder im Fernsehen berichtet wird. Heute kommt eben noch das Internet dazu.

http://www.zeit.de/digital/internet/2018-02/amoklauf-parkland-youtube-verschwoerungstheorie-algorithmen?cid=18352319#cid-18352319

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Cokezero #35

Stelle fest, dass Google gerade reagiert und weitere Schritte gegen manipulative Videos unternimmt. Bombards Body Language, eine typische Propgandaseite aus dem Dunstkreis von Alex John’s wurde gesperrt, Sie hatte 250k Abonnenten. Danke Google.

http://www.zeit.de/digital/internet/2018-02/amoklauf-parkland-youtube-verschwoerungstheorie-algorithmen?cid=18364005#cid-18364005

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Zur Thematik von Verschwörungstheorien...
« Reply #58 on: February 27, 2018, 07:50:46 AM »
"So entspannt reagiert dieser Parkland-Überlebende auf Verschwörungstheorien über ihn" Ole Siebrecht (26. Februar 2018)
Ein 19-Jähriger verübte an der Marjory Stoneman Douglas Highschool in Parkland einen Amoklauf, bei dem insgesamt 17 Menschen starben. Seit diesem 14. Februar wird nicht nur um die Opfer getrauert, sondern auch intensiv über die amerikanischen Waffengesetze diskutiert.
... Einer der Parkland-Überlebenden und #NeverAgain-Aktivist ist David Hogg. Sein Auftreten scheint vor allem Waffen-Befürwortern nicht zu gefallen. So sieht sich David den Vorwürfen ausgesetzt, dass er gar keine Schüler der Marjory Stoneman Douglas Highschool sei, sondern ein sogenannter Crisis Actor, also ein Schauspieler, der von Krisenort zu Krisenort reist, wie der Fernsehsender CNN die Theorien über ihn beschreibt.
Außerdem, so heißt es weiter, behaupten Verschwörungstheoretiker*innen, Hogg wäre von seinem Vater, einem ehemaligen FBI-Agenten, trainiert worden, sei eine Schachfigur der Waffen-Gegner*innen und kein Opfer. Gegenüber dem Fernsehsender gibt Hogg jedoch zu verstehen: „Ich bin kein Krisen-Schauspieler. Ich bin einer, der das miterleben und durchmachen musste […].“
In einem weiteren Interview mit CNN bedankt sich der 17-Jährige bei den Verschwörungstheoretiker*innen. Nicht für die Vorwürfe und den Hass, der dem Schüler zur Zeit im Internet entgegenschlägt, sondern für die Aufmerksamkeit.
Auf die Frage des Moderators, wie David sich bei all den Lügen und Verschwörungen denn fühle, sagt er trocken: „Das ist großartig. Das ist großartige Werbung, ernsthaft.“ Die Menschen leisteten tolle Arbeit darin zu zeigen wie abstoßend sie seien. David fühle mit diesen Leuten, die ihn nicht als Opfer sondern als Schauspieler darstellen, denn sie hätten den Glauben an Amerika verloren. ...
Als der Moderator fragt, ob Facebook und Co. mehr gegen Verschwörungstheorien unternehmen sollten, meint David, dass er durch diese immer mehr Follower*innen gewann – und auch die Medien weiterhin über ihn und #NeverAgain berichteten. Durch die Vorwürfe konnte er offenbar an Reichweite gewinnen und seiner Forderung, das Waffenrecht zu verschärfen, mehr Gewicht verleihen. „Und dafür“, sagt David, „möchte ich ihnen wirklich danken.“
...
https://ze.tt/so-entspannt-reagiert-dieser-parkland-ueberlebende-auf-verschwoerungstheorien-ueber-ihn/

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Michael EggertMontag, 12. März 2018 um 00:41:00 MEZ

Der anti- intellektuelle Beißreflex erscheint mir vor allem ein Ersatz zu sein für die, die den Inneren Zugang zum substantiellen Quell verfehlen. Das ist das Lärmen des enttäuschten Kindes, so wie die Verschwörungstheorien der Ersatz für reales spirituelles Empfinden sind. Das frustrierte Ego türmt den Unsinn auf und füttert sich selbst mit dem süßen Brei des vernebelten Bewusstseins.


https://egoistenblog.blogspot.com/2018/03/mr-spock-und-andere-auerirdische-im.html?showComment=1520811697104#c109334846236026527

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"BVT-Affäre: Kickl sieht "Verschwörungstheorie"" (19. März 2018)
In einer von der SPÖ, den Neos und der Liste Pilz verlangten Sondersitzung des Nationalrats zur BVT-Affäre musste sich Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) am Montag vor den Abgeordneten äußern. Zuvor hatte der SPÖ-Klub eine dringliche Anfrage mit 40 Fragen an den Minister eingebracht. Kickl schritt zum Gegenangriff gegen die SPÖ aus. ... SPÖ-Klubchef Christian Kern diskreditiere den Sicherheitsapparat mit "Unwahrheiten, krausen Verschwörungstheorien" und der Unterstellung eines parteipolitischen Amtsmissbrauchs, sagte Kickl. ...
https://derstandard.at/jetzt/livebericht/2000076406453/liveticker-nachlese-bvt-affaere-kickl-sieht-verschwoerungstheorie

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[....] Der Glaube an Verschwörungen ist deshalb oft auch ein Hinweis darauf, dass im gesellschaftlichen Gefüge etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist: Wer prekär beschäftigt ist oder arbeitslos, wer wenig Geld hat und pessimistisch in die Zukunft blickt, lässt sich leichter verführen. ...


Aus: "Der goldene Aluhut: Lachkampf - Wie eine Sektenaussteigerin dem alltäglichen Wahnsinn entgegentritt" Johannes Böhme (2017)
Quelle: https://www.brandeins.de/magazine/brand-eins-wirtschaftsmagazin/2017/ueberraschung/lachkampf
« Last Edit: April 05, 2018, 12:02:51 PM by Link »

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Zur Thematik von Verschwörungstheorien...
« Reply #59 on: April 16, 2018, 04:11:09 PM »
"Der antisemitische Verschwörungsglauben von Kollegah"  Michael Blume (14. April 2018)
Am Freitag – dem jüdischen Holocaust-Gedenktag Yom HaSchoah – erhielten die deutschen “BattleRapper” Kollegah und Farid Bang trotz vereinzelter Widerstände einen Echo-Musikpreis. Auf der peinlichen Preisverleihung, auf der sich die Musikindustrie für ihre Einnahmen feierte, wagte immerhin Campino von den “Toten Hosen” Einspruch gegen eine Musikkultur, die auch Gewaltverherrlichung, Frauenverachtung, Antisemitismus und Schwulenfeindlichkeit ausschlachte. ... in Liedern und Videos wie “Apokalypse” (griechisch: Enthüllung) hatte Kollegah (Felix Blume, wir sind nicht verwandt) einen Glauben in eine satanistisch-jüdisch-freimaurerische Weltverschwörung ausgearbeitet. ... Und hier handelt es sich keineswegs um ein freischwebendes, künstlerisch-ironischens Produkt: Wie auch Leon Dische Becker aufgezeigt hat, vertritt der konvertierte Muslim “Kollegah” bis in Details die Verschwörungsmythologie der “13 Illuminaten-Familien”, die der christliche Rechtsesoteriker Fritz Springmeier (USA) ausgearbeitet hat und bei denen es sich, klar, überwiegend um Juden sowie um Satanisten und Freimaurer handele. ...
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/der-antisemitische-verschwoerungsglauben-von-kollegah/

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[...] Hunderttausende Internetnutzer haben in den vergangenen Tagen eine Theorie über den "Australien-Hoax" gelesen. Der Kontinent soll gar nicht existieren, behaupteten seit Jahren Verschwörungstheoretiker im Netz. Eine Facebook-Userin namens Shelley Floryd hat nun "Fakten" gesucht und ihre bizarre Recherche auf dem sozialen Netzwerk verbreitet. Sie schreibt darin, dass Australien eine Erfindung der Briten sei, die ab dem Ende des 18. Jahrhunderts behaupteten, Häftlinge dorthin zu schicken, diese aber tatsächlich exekutierten.

Seit damals sei eine "riesige Vertuschungsaktion" in Gang, um die Illusion von Australien weiter aufrecht zu erhalten, so Floryd. Australier seien "Schauspieler oder Bots", Flugpiloten würden Inseln nahe Südamerika ansteuern. Das Posting hat zehntausende überwiegend wütende Kommentare gesammelt, vor allem von Australiern.

Wie der Guardian analysiert, sind derartige Theorien aber nicht neu. Schon in den Urzeiten des World Wide Webs scherzten deutsche Nutzer, dass Bielefeld eine Erfindung der CIA sei. Das Meme breitete sich global aus. Später kam etwa Finnland an die Reihe; auch innerhalb eines Landes behaupten Nutzer immer wieder, gefälschte Regionen aufgestöbert zu haben. In Brasilien wird etwa gescherzt, dass der Bundesstaat Acre nicht exisiert; in Italien geht es um die Region Molise.

Die Grenze zwischen Satire und Verschwörungstheorie ist dabei nicht immer leicht zu erkennen. Einige dieser Theorien werden auch von der sogenannten Reichsbürger-Szene aufgenommen, die das Existenzrecht ihres Staates nicht anerkennt (Stichwort Deutschland GmbH). (red, 16.4.2018)

Quote
Crom

Und was ist dann mit all den Lisas, 19, die alle in Australien waren und jetzt kein richtiges Deutsch mehr können?


Quote
Ritter Trenk

Wenn es Australien wirklich gäbe, müsste es auf der Unterseite der Erdscheibe liegen, was ja nicht funktionieren kann.


Quote
countdawn

Habe Beweis, dass Australien ein Fake ist!
Schaut Euch mal ganz genau den Film Crokodile Dundee an!
Dort gibts eine Szene, die in der Nacht im angeblichen Australien spielt und man den Mond sieht. Der Mond steht aber in der gleichen aufrechten Position, wie er bei uns auf der Nordhabkugel zu sehen ist. Nämlich so, dass rechts die dunklen Flecken wie ein springender Hase aussehen, wie auf diesem Bild: http://www.calendersign.com/images/mondhase.jpg
Wenn es Australien wirklich gäbe und es auf der Südhalbkugel wäre, dass müsste der Hase am Kopf stehen, tut er aber im Film nicht! Und in vielen Filmen, die angeblich in Australien spielen ist das so!
Auf praktisch allen Bildern des Mondes ist das so und gilt wohl als sicherer Beweis, dass es Australien nicht gibt.
Astronomie beweist das!


Quote
Cuca Racha

Glaubt ihr jetzt an "Australien" - ja oder nein?  ...


Quote
Hillsmith

Ich habe es noch nicht gesehen. Ich bin Agnostiker.


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Aus: "Immer mehr Internetnutzer leugnen Existenz von Australien" (16. April 2018)
Quelle: https://derstandard.at/2000078055574/Immer-mehr-Internetnutzer-leugnen-Existenz-von-Australien
« Last Edit: April 17, 2018, 09:30:13 AM by Link »