Author Topic: [Extraterrestrial Signs and Ufopop... ]  (Read 24974 times)

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extraterrestrial signs and ufopop...
« Reply #20 on: May 18, 2022, 09:12:25 AM »
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[...] Zahlreiche Beobachtungen von unidentifizierten Flugobjekten aus den vergangenen Jahren geben dem US-Militär weiterhin Rätsel auf. Das ging am Dienstag bei der ersten Anhörung im US-Repräsentantenhaus seit mehr als 50 Jahren zu „nicht identifizierten Luftphänomenen“ (UAP) hervor - so bezeichnet das US-Militär Ufos.

Der Vizedirektor des Marine-Geheimdienstes (ONI), Scott Bray, sagte, die UAP-Task-Force in seiner Behörde habe aber keine Hinweise darauf, dass unter den unerklärlichen Himmelsobjekten solche außerirdischen Ursprungs seien.

Der Vorsitzende des Unterausschusses für Spionageabwehr im Repräsentantenhaus, Andre Carson, sagte: „UAP sind unerklärlich, das ist wahr. Aber sie sind real. Sie müssen untersucht werden.“

Der Abgeordnete Peter Welch merkte an: „Keiner weiß, ob es außerirdisches Leben gibt. Es ist ein großes Universum. Und es wäre ziemlich anmaßend, eine eindeutige Schlussfolgerung zu ziehen.“ Der hochrangige Pentagon-Mitarbeiter Ronald Moultrie, der sich bei der Anhörung als Science-Fiction-Fan outete, sagte: „Wir sind offen für alle Hypothesen und Schlussfolgerungen, auf die wir stoßen könnten.“

Bray sagte: „Seit den frühen 2000er Jahren haben wir eine zunehmende Anzahl von nicht genehmigten und/oder nicht identifizierten Flugzeugen oder Objekte beobachtet.“ Berichte über Sichtungen dauerten an. Die Zunahme der Meldungen sei auch auf Faktoren wie verbesserte Sensoren oder neuere Flugsysteme wie Drohnen zurückzuführen.

Sie sei aber auch eine Folge der Bemühungen des Militärs, die früher mit einem Stigma belegten Meldungen über Sichtungen von unbekannten Flugobjekten einzufordern. „Die Botschaft ist nun deutlich: Wenn Sie etwas sehen, müssen Sie es melden.“

Im Juni vergangenen Jahres hatten die US-Geheimdienste einen Bericht zu UAP vorgelegt. Daraus ging hervor, dass es keine Erklärungen für rund 140 Himmelserscheinungen aus den vergangenen zwei Jahrzehnten gab. Bray sagte, seit der Veröffentlichung des Berichts habe die Zahl der gemeldeten Beobachtungen auf rund 400 zugenommen.

Bray zeigte bei der Anhörung zwei Videos. Auf einem davon war nach seinen Worten ein „kugelförmiges Objekt“ zu sehen, das am Cockpit eines Kampfjets vorbeifliegt. „Ich habe keine Erklärung dafür, was dieses spezifische Objekt ist.“

Ein zweites Video zeigte ein dreieckiges schwebendes Objekt, das durch ein Nachtsichtgerät beobachtet worden sei. Einige Jahre später seien von der Marine ähnliche Beobachtungen gemacht worden. Bray beschrieb die Objekte als „unbemannte Luftfahrtsysteme“.

Bray sagte auf Nachfrage, Zusammenstöße von US-Kampfjets mit den unbekannten Objekten habe es bislang nicht gegeben. „Wir hatten aber mindestens elf Beinahe-Zusammenstöße.“ Kommunikation mit den Objekten habe es nicht gegeben. US-Streitkräfte hätten in keinem Fall das Feuer auf ein UAP eröffnet.

Der Marine-Geheimdienstler sagte weiter, die Beobachtungen seien nicht auf die USA beschränkt. „China hat seine eigene Version einer UAP-Taskforce eingerichtet. Es ist also klar, dass eine Reihe von Ländern Dinge im Luftraum beobachten, die sie nicht identifizieren können.“

Nur ein Teil der Anhörung war öffentlich. Mehrere Fragen der Abgeordneten an Bray und Moultrie sollten danach hinter verschlossenen Türen diskutiert werden.


Aus: "Ufos geben US-Militär weiter Rätsel auf" Can Merey - dpa (18.05.2022)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/panorama/unerklaerlich-aber-real-ufos-geben-us-militaer-weiter-raetsel-auf/28350640.html

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[extraterrestrial signs and ufopop... ]
« Reply #21 on: November 16, 2022, 01:01:45 PM »
Die Kardaschow-Skala ist eine von dem russischen Astronomen Nikolai Kardaschow 1964 vorgeschlagene Kategorisierung der Entwicklungsstufe extraterrestrischer Zivilisationen nach deren Energiegebrauch. Kardaschow hatte zuvor Überlegungen zum Energieverbrauch von Funkverbindungen zu hypothetischen außerirdischen Zivilisationen angestellt. ... Es wurde das Argument vorgebracht, dass wir etwaige fortgeschrittene Zivilisationen nicht verstehen und daher auch ihr Verhalten nicht vorhersagen können. Daher ist die Kardaschow-Skala für den Zweck der Klassifizierung außerirdischer Zivilisationen möglicherweise nicht relevant oder nützlich. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Kardaschow-Skala (24. März 2022)

Quote
[...] Dass wir bislang keine außerirdische Intelligenz gefunden haben, könnte an einem existenziellen Desaster liegen, das aufstrebende Zivilisationen vernichtet, bevor sie die Sterne erreichen. Das ist die Theorie des sogenannten "Großen Filters", die jetzt auch von einer Forschungsgruppe am Jet Propulsion Laboratory der NASA untersucht wurde. Das Team hat mehrere Szenarien ausgemacht, wie auch der Menschheit das Ende drohen könnte, bevor sie zu einer Zivilisation des Typs I auf der sogenannten Kardaschow-Skala wird. Typ I bezeichnet eine Zivilisation, die in der Lage ist, die gesamte auf einem Planeten verfügbare Leistung zu nutzen. Die Arbeit ist bislang weder unabhängig überprüft noch zur Veröffentlichung in einem Fachmagazin angenommen, erhält aber bereits viel Aufmerksamkeit. Sie wurde auf dem Portal Arxiv.org publiziert.

Die Theorie des "Großen Filters" wurde bereits 1996 als mögliche Antwort auf das Fermi-Paradoxon vorgeschlagen. Dabei geht es um die Frage, wo denn eigentlich alle Außerirdischen sind. Seit wir immer mehr Exoplaneten finden, stellt die sich immer stärker. Vorstellbar ist, dass es während der Entwicklung einer Zivilisation zwangsläufig ein Punkt erreicht wird, an dem diese zerstört wird, weswegen uns die Milchstraße leer erscheint. Sollte es sich quasi um ein Naturgesetz handeln, dann sollte der Menschheit dieser "Große Filter" bevorstehen. Denn wie die Forschungsgruppe um Jonathan Jiang vom JPL jetzt meint, dürfte es nur noch etwa 250 Jahre dauern, bis die Menschheit alle Energie der Erde nutzen kann und den "Großen Filter" damit nahezu sicher überwinden kann.


Our Universe is a vast, tantalizing enigma - a mystery that has aroused humankind’s innate
curiosity for eons. Begging questions on alien lifeforms have been thus far unfruitful, even with
the bounding advancements we have embarked upon in recent years. Coupled with logical
assumption and calculations such as those made by Dr. Frank Drake starting in the early 1960s,
evidence of life should exist in abundance in our galaxy alone, and yet in practice we’ve produced
no clear affirmation of anything beyond our own planet. So, where is everybody? ...


Avoiding the “Great Filter”: Extraterrestrial Life and
Humanity’s Future in the Universe
Jonathan H. Jiang 1 , Philip E. Rosen 2 , Kelly Lu 3 , Kristen A. Fahy 1 , Piotr Obacz 4
1 Jet Propulsion Laboratory, California Institute of Technology, Pasadena, California, USA
2 Independent Researcher, Vancouver, WA, USA
3 Santa Margarita Catholic High School, Rancho Santa Margarita, CA, USA
4 Faculty of International and Political Studies, Jagiellonian University, Krakow, Poland
Correspondence: Jonathan.H.Jiang@jpl.nasa.gov
Copyright @2022, All Rights Reserved
Keywords: extraterrestrial, life, civilization, humanity, filter, future
https://arxiv.org/ftp/arxiv/papers/2210/2210.10582.pdf

Der "Große Filter" habe das Potenzial, all das Leben, wie wir es kennen, auszulöschen, warnt das Team. Es sei deshalb jetzt notwendig, in sich zu gehen, um die Situation durchdacht anzugehen, und das Risiko für die Menschheit und die Millionen anderen Arten auf der Erde zu verringern. Die Gruppe listet mehrere Szenarien auf, die sich als "Großer Filter" erweisen könnten. Keines davon sei wohl so gründlich erforscht wie der Klimawandel, heißt es in der Arbeit. Das Team setzt auf die schnell fortschreitende technische Entwicklung, um diesen "einschläfernden, aber tödlichen Großen Filter" zu begegnen. Darüber hinaus führen sie mit Atomwaffen geführte Kriege, Krankheiten und Pandemien, künstliche Intelligenz und Asteroideneinschläge als mögliche Szenarien auf. Für alle gebe es mögliche Gegenmaßnahmen, keine muss ein Ende der menschlichen Zivilisation als Ergebnis haben.

https://www.heise.de/news/Analyse-Menschheit-wird-Ausserirdische-fruehestens-in-200-Millionen-Jahren-finden-6197268.html

Sollte es der Menschheit jedoch gelingen, die gesamte Energie der Erde zu nutzen und zu einer Zivilisation des Typs I auf der Kardaschow-Skala zu werden, würde das ihr eine nahezu unbegrenzte Zukunft eröffnen, meint das Team noch. Das geht nicht auf Kritik an dem Konzept des "Großen Filters" ein. So wenden Forschende ein, dass wir überhaupt nicht wissen, ob es den tatsächlich gibt. Dass wir bislang keine außerirdische Intelligenz gefunden haben, heißt erst einmal nicht mehr, als dass wir niemanden gefunden haben. Angesichts der Größe des Universums und der noch nicht sehr langen Suche könnten sie einfach noch der Entdeckung harren. Eventuell ist die Wahrscheinlichkeit, jemanden zu finden, auch einfach viel geringer, als wir intuitiv annehmen. Womöglich wird die Erde aber auch gezielt gemieden, oder die Suche nach Kontakten gilt als zu gefährlich.

https://www.heise.de/news/Fermi-Paradox-Sonne-vielleicht-zu-kurzlebig-fuer-ausserirdische-Kolonisierung-7320939.html


Aus: "Erfolglose Suche nach Aliens: Ist das Ende der Menschheit zwangsläufig?" Martin Holland (16.11.2022)
Quelle: https://www.heise.de/news/Erfolglose-Suche-nach-Aliens-Ist-das-Ende-der-Menschheit-zwangslaeufig-7341662.html
     
    // "Suche nach außerirdischer Intelligenz: Systematische Arbeit an Reaktion auf Fund" Martin Holland (09.11.2022)
    // https://www.heise.de/news/Suche-nach-ausserirdischer-Intelligenz-Forschungsgruppe-soll-Antwort-vorbereiten-7334459.html

...

Quote
     Havan.na, 16.11.2022 12:37

@Heise

    Ein Team bei der NASA hat sich einer Besorgniserregenden gewidmet.

Fehlt da ein Wort in der Überschrift?
Ein Team bei der NASA hat sich einer Besorgniserregenden Theorie gewidmet.
Könnte passen.


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     lila_kuh, 16.11.2022 12:49

Re: @Heise

Dann müsste man "Besorgniserregende" aber klein schreiben. Das ist wie
Es gibt viele Beispiele für schlechte Erklärungen. Dies ist eine besonders Schlechte.


Quote
     Xaron, 16.11.2022 12:52

Re: @Heise

Havan.na schrieb am 16.11.2022 12:37:

        Ein Team bei der NASA hat sich einer Besorgniserregenden gewidmet.

    Fehlt da ein Wort in der Überschrift?
    Ein Team bei der NASA hat sich einer Besorgniserregenden Theorie gewidmet.
    Könnte passen.

Nee stimmt schon so halb, Das Wort "Besorgniserregenden" (was man dann übrigens klein schreibt) bezieht sich ja auf das Wort Theorie im Satz davor:

"Es gibt mehrere Theorien dafür, warum wir keine außerirdische Intelligenz gefunden haben. Ein Team bei der NASA hat sich einer Besorgniserregenden gewidmet. "

Korrekt wäre: "Es gibt mehrere Theorien dafür, warum wir keine außerirdische Intelligenz gefunden haben. Ein Team bei der NASA hat sich einer besorgniserregenden gewidmet. "


Quote
     ylai, 16.11.2022 12:48

„Vollständigkeit“ der Suche ist Legende von Möchtegern-SETIler + Journalisten

Und „Journalisten“ ohne Überblick über die bisherige Literatur sollen echt mal mit das ewige Nachplappern von solche Legenden aufhören. Siehe bspw. hier ein Übersichtsartikel zum Stand bisherigen Suche:

https://iopscience.iop.org/article/10.3847/1538-3881/aae099

Zitat:

“[…] we conclude that the fraction of it searched to date is also very small: similar to the ratio of the volume of a large hot tub or small swimming pool to that of the Earth's oceans.”

https://arxiv.org/abs/2107.07283

Dessen Autor Jason Wright ist übrigens der Preisträger des 2019er Drake-Preises des SETI Institute, und Direktor vom Penn State Extraterrestrial Intelligence Center.

https://www.seti.org/press-release/seti-institute-names-jason-wright-recipient-2019-drake-award

In einem weiteren Übersichtsartikel führt er weiter aus:

“One common trap that has been remarked upon often elsewhere is to attempt to ‘solve,’ ‘dissolve,’ or ‘resolve’ the Fermi Paradox via what Hart (1975) calls ‘sociological explanations,’ i.e. proposing ironclad laws of xenosociology binding of all members of technological species for all time (Wright et al. (2014b) calls this the ‘monocultural fallacy’ and Cirkovi´c ´ (2018) calls such solutions ‘exclusive.’) Indeed, many or most such proffered solutions ascribe universal behaviors to alien species that are not even universal among humans!
And given how little we understand about the detectability of alien technology, it is not clear that the Fermi Paradox is a problem that even needs a solution. Recall that Fermi posed his question in 1950, before the first SETI searches had even begun: it is therefore not about why we haven’t found alien technology yet, it is about why they are not obviously on Earth today (see Gray 2015; Carroll-Nellenback et al. 2019, and references therein.) Similarly, work on ‘hard steps,’ (Hanson 1998b) the Great Filter (Hanson 1998a), the Great Silence (Brin 1983), or the Eerie Silence (Davies 2011) often presumes that there is a great puzzle to be solved, but to a large degree the puzzle derives from the rather unjustified assertion that if ‘they’ existed, we would have noticed them by now. The validity of this axiom is far from obvious, and in my opinion it is false. […]”

https://arxiv.org/abs/2107.07283
https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0094576521003799


Quote
     TwoThe, 16.11.2022 12:47

Dazu muss man wissen...

... dass sich ein großer Teil des Universums von uns mit effektiv Überlichtgeschwindigkeit weg bewegt (Bewegung + Raumausdehnung). D.h. den größten Teil des Universums können wir gar nicht erreichen, weil wir keine Technik kennen die mit Überlichtgeschwindigkeit funken oder empfangen könnte.

D.h. es ist durchaus realistisch, dass es da draußen hunderte Zivilisationen gibt, die wir auf unserem aktuellen technischen Stand nicht wahrnehmen können. Und - unter der wahrscheinlichen Annahme das es keine Möglichkeit gibt mit Überlichtgeschwindigkeit zu übertragen/empfangen - auch vielleicht niemals unterhalten können werden.


Quote
     DerFranky, 16.11.2022 12:37

Wahrnehmung der objektiven Realität

Ich habe gerade ein interessantes Buch gelesen: "A case against reality" von Donald Hoffmann. Er argumentiert darin, dass die Evolution die Menschen darin optimiert hat, ihren eigenen unmittelbaren Lebensraum effizient zu nutzen und sich darin effektiv fortzupflanzen. Es ist seiner Auffassung nach nicht das Ziel der Evolution, die "objektive Realität" zu sehen. Als eins von vielen Beispielen für diese Funktionsweise der Evolution nennt er eine Käferart in Australien, die am Aussterben ist seit es Getränkedosen gibt, die farblich ihren Weibchen ähneln - und die als Partner den echten Weibchen gegenüber bevorzugt werden.

Der Zusammenhang mit diesem Beitrag hier ist jetzt, dass Hoffman soweit geht zu behaupten, dass nicht mal die fundamentalen Eigenschaften "Zeit und Raum" des Universums, wie wir sie wahrnehmen, die wahre Natur des Gesamtuniversums darstellen sondern sehr wahrscheinlich eine sehr grobe Vereinfachung der Wahrheit sind. Vielleicht ist das auch eine Erklärung für aus Ausbleiben der Aliens: Das Universum ist nicht nur unglaublich groß (räumliche Verteilung passender Zivilisationen) und unglaublich alt (zeitliche Verteilung passender Zivilisationen), sondern es gibt noch viele andere Aspekte, die wir gar nicht wahrnehmen oder in unsere Suche mit aufnehmen können, weil wir wie die Käfer in o.g. Vergleich uns gar nicht dafür entwickelt haben, das Universum objektiv wahrzunehmen. Wissen die Käfer, dass es Menschen gibt oder andere höher entwickelte Tiere ? Oder wäre das vielleicht eine weitere Dimension, die das Entdecken von "gleichartigen" Aliens noch unwahrscheinlicher macht ?


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     TuttiFrutti, 16.11.2022 12:35

Es gibt auch ganz einfach Erklärungen

Das Universum brauch thalt 13 Milliarden Jahre um leben hervorzubringen, welches sich um sowas Gedanken machen kann, dann wären wir halt die Ersten.
Oder das Universum ist einfach zu groß und alle anderen mussten auch vor der Lichtgeschwindigkeit bzw deren Maximum kapitulieren.


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     Hirnverwender, 16.11.2022 12:34

Kardaschow-Skala

Damit wird ja angenommen Fortschritt bestünde darin immer mehr Energie zu nutzen.
Möglicherweise muss eine Gesellschafft ja Fortschritt anders definieren um nicht unterzugehen.


Quote
     MZC, 16.11.2022 12:29

Erst einmal müsste sich auf der Erde intelligentes Leben entwickeln ... da dies offensichtlich nicht der Fall ist, dürfte jedes intelligente Leben einen großen Bogen um diesen verkorksten Planeten machen.

Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden. Nachdem die Menschen verschwunden sind.


...
« Last Edit: November 16, 2022, 01:25:42 PM by Link »

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« Reply #22 on: November 24, 2022, 04:41:06 PM »
"Außerirdisches Leben" Thomas Grüter (23. Nov 2022)
Meine neueste Science-Fiction-Kurzgeschichte, veröffentlicht im aktuellen Science-Fiction-Magazin Exodus 45, kreist um ein Thema, mit dem sich die Menschheit ganz sicher auseinandersetzen muss, wenn sie unser Sonnensystem erobert: außerirdisches Leben. ... ometen, oft auch als schmutzige Schneebälle bezeichnet, tauen auf, wenn sie einer Sonne zu nahe kommen. Dann sublimiert das Eis (es geht vom festen direkt in den gasförmigen Zustand über) und bildet um den Kometenkern einen Hof, die sogenannte Koma. Das Eis reißt auch Staubteilchen mit, sodass auf diesem Weg auch Bakterien den Kometen verlassen können. Je weiter der Komet in das Sonnensystem eindringt, desto stärker wird die Sublimation und desto dichter die Koma. Schließlich bläst der Sonnenwind die Koma nach außen und der bekannte Kometenschweif entsteht. Wenn ein Planet den Schweif durchquert, dringen die Einzeller in seine Atmosphäre ein und sinken auf den Boden. ... Dies ist die Idee der unter anderem vom britischen Astronomen Fred Hoyle und seinem damaligen Doktoranden Chandra Wickramasinghe vertretenen Panspermie-Hypothese. Hoyle starb im Jahr 2001 und Wickramasinghe ist inzwischen emeritierter Professor der Astrophysik. Die beiden haben die These aufgestellt, dass ständig außerirdische Organismen auf die Erde herunterregnen und hier Krankheitsepidemien auslösen. ...
https://scilogs.spektrum.de/gedankenwerkstatt/ausserirdisches-leben/

Quote
    Peter Müller, 23.11.2022, 17:24 Uhr

Interessant in diesem Zusammenhang ist ja das Fermi-Paradox. Obwohl die Wahrscheinlichkeit dafür spricht, das Leben im Universum weit verbreitet sein müsste und in andere Ecken des Universums mehr Zeit dafür gewesen wäre als auf der Erde, haben wir bisher noch kein anderes Lebenszeichen vernommen. Eigentlich müsste es bereits höher entwickelte Spezien geben, die z.B. Dyson Sphären gebaut und Sternensysteme kolonialisiert haben. Die Frage ist nur, warum sehen wir nichts davon? Wo sind sie?


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    Martin Holzherr, 23.11.2022, 18:18 Uhr

@Peter Müller: Hier auf der Erde hat es 4 Milliarden Jahre gedauert bis Menschen enstanden. Enstanden womöglich nur durch ein glückliches Zusammentreffen sehr vieler Faktoren. Nur schon, dass das Klima auf der Erde über diese lange Zeit behaglich blieb ist möglicherweise eine absolute Ausnahme. Gut möglich, dass auf allen anderen irgendwann belebten Planeten als der Erde irgendwann das vorzeitige Ende kam oder mindestens das Ende für höheres Leben.

Ist es nicht so, dass man seine Existenz immer als selbstverständlich betrachtet. Auch wenn sie es genauer betrachtet nicht ist.


Quote
    Manfred Polak
    24.11.2022, 00:01 Uhr

Eigentlich stammt die Panspermie-Hypothese nicht von Hoyle & Wickramasinghe, sondern sie wurde schon Anfang des 20. Jh. von Svante Arrhenius aufgestellt. Wobei der auch schon Vorläufer hatte. Und nach Arrhenius, aber vor Hoyle, vertraten beispielsweise auch Francis Crick und Leslie Orgel die Panspermie.


Quote
    Mona
    24.11.2022, 10:00 Uhr

    “Das Sonnensystem erobern.”

Ich finde die Wortwahl ebenfalls etwas problematisch. Wollen wir wirklich fremde Welten „erobern“, ausbeuten und zerstören? Besser wäre es doch als Forschende unterwegs zu sein, um die Andersartigkeit fremder Welten erst mal kennenzulernen. Dabei könnte man auch abschätzen, ob sie für eine menschliche Besiedelung geeignet wären. Natürlich unter Berücksichtigung der „Rechte“ eventueller Bewohner. Zumal diese sich deutlich von humanoiden Lebensformen unterscheiden könnten und nicht, wie wir, als organische Kohlenstoffverbindungen existieren. „Bereits 1973 verwendete der Astrophysiker Carl Sagan den Begriff „Kohlenstoffchauvinismus“, um die Begrenztheit des menschlichen Denkens über extraterrestrisches Leben zu illustrieren. Man könne in keiner Weise ausschließen, dass sich Leben auf anderen Planeten in einer ganz anderen, anorganischen Form entwickelt habe.“



...