Author Topic: Autoren & Bücher (so durcheinander)...  (Read 146291 times)

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Autoren & Bücher (so durcheinander)...
« Reply #20 on: October 17, 2019, 03:15:07 PM »
"Phantasmagorischer Städtetrip" Boris Poplawskis posthumer Roman „Apoll Besobrasow“ aus dem Paris der 1930er Jahre
Von Klaus-Peter WalterRSS-Newsfeed neuer Artikel von Klaus-Peter Walter (2019)
Apoll Besobrasow ist ein faszinierend sprach- und wortmächtiges Buch zum Immer-wieder-lesen. Jeder Satz scheint tonnenschwer, aber vieles ist für Nachgeborene und Nichtslawisten in mancherlei Hinsicht erklärungsbedürftig. Eine ganze Reihe von Erläuterungen fordern schon Vor- und Nachname der Titelfigur heraus, die an sich Unvereinbares vereinen. Apoll wurde in der Antike unter anderem als der Gott des Lichts, der Medizin, der Musik und der Dichtkunst sowie etlicher ethisch positiver Eigenschaften wie der sittlichen Reinheit verehrt. Außerdem gelten Träger seines Namens als ausgesprochen gut aussehend. Ganz anders der Nachname, Besobrasow. Das russische Wort besobrasny, wörtlich „kein Bild, keine Form habend“, deckt einen weiten Bedeutungsbereich zwischen „vage“ und „hässlich“ ab. Hier haben wir also einen fleischgewordenen Widerspruch in sich vor uns. Apoll Besobrasows Lebensprinzip ist das Non-commitment. Er tut so, als ginge ihn das Leben nichts an, katalysiert lediglich Denken und Handlung seiner Umgebung. Er ist ein Flaneur, ein Zuschauer, der nirgendwo mitmacht. ...
https://literaturkritik.de/poplawski-apoll-besobrasow-phantasmagorischer-staedtetrip-boris-poplawskis-posthumer-roman-apoll-besobrasow-aus-paris-1930er-jahre,25771.html

Boris Julianowitsch Poplawski (russisch Бори́с Юлиа́нович Попла́вский; * 25. Maijul./ 7. Juni 1903greg. in Moskau; † 9. Oktober 1935 in Paris) war ein russischer Schriftsteller, der zur jüngeren Generation der Ersten russischen Emigration gezählt wird. ... Leitmotivisch setzt sich ein Großteil des Werks Poplawskis mit dem Tod und Todessehnsucht auseinander. Die Literaturkritik sieht ihn unter dem Einfluss nicht nur der französischen und russischen Symbolisten, sondern auch des Surrealismus. Auch wurde er von James Joyce geprägt. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Boris_Julianowitsch_Poplawski

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Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter der literarischen Moderne. James Joyce lebte vorwiegend in Dublin, Triest, Paris und Zürich.
https://de.wikipedia.org/wiki/James_Joyce

The World of James Joyce: His Life & Work documentary (1986)
The authoritative documentary on the man who single-handedly transformed English literature in the 20th century.
https://youtu.be/4IwrHkNUk24
« Last Edit: March 13, 2020, 10:41:36 AM by Link »

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« Reply #21 on: November 13, 2019, 12:26:05 PM »
Generation X dient seit den frühen 1950er-Jahren als schlagwortartige Bezeichnung für eine Reihe unterschiedlicher Generationen bzw. Bevölkerungskohorten, denen von den jeweiligen Autoren jeweils unterschiedliche Charakterisierungen zugeschrieben werden.
Die Bezeichnung Generation X, auch als Gen X abgekürzt, bezieht sich konkret auf die den Baby-Boomern folgende Generation. Sie wird vor allem im anglo-amerikanischen Sprachraum für eine Generation benutzt, die von den mittleren 1960er bis in die frühen 1980er Jahre geboren wurden. Die gängigste Definition umfasst die Jahrgänge 1965 bis 1980, es gibt aber auch abweichende Positionen (so umfasst die Gen X etwa nach den US-amerikanischen Autoren William Strauss und Neil Howe die Jahrgänge 1961 bis 1981). Popularisiert wurde der Ausdruck speziell durch den 1991 erschienenen Roman Generation X von Douglas Coupland. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Generation_X_(Soziologie)

Nach Couplands Einschätzung ist für diese Generation charakteristisch, dass sie sich erstmals ohne Kriegseinwirkung mit weniger Wohlstand und ökonomischer Sicherheit begnügen muss als die Elterngenerationen, aber andererseits für deren ökonomische und ökologische Sünden büßt. Der Roman erzählt „Geschichten von der Katerstimmung im Amerika nach der auf Pump veranstalteten letzten großen Sause unter Reagan und Bush“ (Deutschlandfunk) über eine Generation mit „zu vielen Fernsehern und zu wenig Arbeit“ (Newsweek). Coupland kritisiert mit seinem Schlüsselroman die Wohlstandsgesellschaft der Vorgänger-Generation, die „mit 30 stirbt, um mit 70 begraben zu werden“. Ursprünglich sollte der Begriff Generation X andeuten, dass sich diese Generation bislang erfolgreich der Benennungswut von Werbeindustrie und journalistischem Gewerbe entzogen hat. Couplands Buch erreichte die Bestsellerlisten und der Titel wurde zum Schlagwort für die bis dahin unbenannte Generation. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Generation_X_(Roman)

GENERATION X: SELBST- UND FREMDBESCHREIBUNGEN EINER GENERATION. EINE LITERATURWISSENSCHAFTLICHE STUDIE Inaugural-Dissertation zur Erlangung des akademischen Grades eines Doktors der Philosophie (Dr. phil.)  durch die Philosophische Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf vorgelegt von Guido Jablonski aus Sevelen (2002)
https://docserv.uni-duesseldorf.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-2629/629.pdf


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« Reply #22 on: January 27, 2020, 12:56:06 PM »
"Salmen Gradowski: „Die Zertrennung“ Er schrieb, als die Krematorien noch brannten" Fabian Wolff (23.11.2019)
Er verstand das Überleben und vor allem das Schreiben als Widerstandshandlungen und plante mit anderen Mitgliedern des „Sonderkommandos“ einen großen Aufstand. Dieser, so erklärt er frustriert in einer Notiz, wurde durch die anderen „Lagermenschen“ immer wieder verschoben. Erst am 7. Oktober 1944 kommt es doch zu einer Revolte, bei der Gradowski stirbt – „im Kampf gefallen“ wie ein Soldat oder ein Makkabäer. Die stilistische Geschlossenheit und Sprachmacht dieser unter fatalsten Bedingungen entstandenen Texte machen sprachlos, die einordnenden Essays und die sensible Übersetzung überbrücken diese Sprachlosigkeit mit großer Vorsicht. ...
https://www.deutschlandfunkkultur.de/salmen-gradowski-die-zertrennung-er-schrieb-als-die.950.de.html?dram:article_id=464007

Salmen Gradowski - Die Zertrennung - Aufzeichnungen eines Mitglieds des Sonderkommandos
https://www.suhrkamp.de/buecher/die_zertrennung-salmen_gradowski_54280.html

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Szilárd Borbély: Berlin Hamlet - Gedichte
Herausgegeben und aus dem Ungarischen übersetzt von Heike Flemming (Erschienen: 28.10.2019)
Szilárd Borbély, der vor einigen Jahren mit seinem Roman Die Mittellosen international Aufsehen erregte, gilt als der bedeutendste ungarische Lyriker seit 1989. Erstmals liegen nun zwei Gedichtzyklen auf Deutsch vor: Zustandsbeschreibungen eines wahrnehmungssensiblen Ich, das in ruhigem Parlando über sich und seine Umgebung reflektiert (Berlin Hamlet), und ein formstrenges Brevier von Trauergedichten, die auf ein ungesühntes Verbrechen eine Antwort suchen (Leichenpomp). 
Ein mitteleuropäischer Flaneur streift durch das aufgerissene, im Umbruch begriffene Berlin der neunziger Jahre, sein Blick folgt dem Flugzeug über der Hermannstraße im Landeanflug auf Tempelhof, verirrt sich im Gewirr bunter Rohrleitungen über den Ausschachtungen, im Wald der Kräne am Potsdamer Platz. Gattungsbezeichnungen wie Allegorie, Brief, Epilog und Fragment, Zitate aus Shakespeare-Sonetten, aus Benjamins Passagenwerk und Kafkas Briefen an Felice verbannen die Stadtansichten in die Kulisse – es ist ein urbaner metaphysical poet, besessen vom Gedanken der Vergänglichkeit. 
Der gewaltsame Tod der Eltern, die einem Raubmord zum Opfer fielen, und die Vernichtung der ungarischen Juden wurden zu Borbélys Lebensthema. In Leichenpomp greift er auf dichterische Formen katholischer Frömmigkeit und auf chassidische Legenden zurück, um dem Unerträglichsten einen Ausdruck abzuringen, der jegliche Erlösungsbotschaft verneint.
https://www.suhrkamp.de/buecher/berlin-hamlet-szilard_borbely_22511.html

« Last Edit: January 27, 2020, 12:58:44 PM by Link »

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« Reply #23 on: August 11, 2020, 04:14:22 PM »
Quote
[...] Die Anthologie „Die untergründigen Jahre“ erzählt über Literatur abseits vom Mainstream in Westdeutschland seit den 1970ern.

Hans Magnus Enzensberger hat 1980 kurzen Prozess gemacht. „Widerstandslos, im großen und ganzen, / haben sie sich selbst verschluckt, / die siebziger Jahre“, schreibt der Dichter und Schriftsteller in „Die Furie des Verschwindens“. „Daß irgendwer ihrer mit Nachsicht gedächte, / wäre zuviel verlangt.“ Der allgemeine Befund stimmt nicht mehr so ganz. Kulturhistoriker und Literaten haben schon seit einiger Zeit ein Auge auf die Siebziger geworfen und nicht ohne Nachsicht über diese Dekade geschrieben. Die Literaturwissenschaft hat sich bisher vornehm zurückgehalten.

Mit den Stichworten Neue Subjektivität, Alltagslyrik, Pop hat sie gerade mal jene Exponenten ein- und oftmals auch wegsortiert, die es in die Mainstream-Verlage geschafft haben: also Rolf Dieter Brinkmann, Jörg Fauser, Wolf Wondratschek, Nicolas Born, Jürgen Theobaldy, Michael Buselmeier, Karin Kiwus, Ursula Krechel et alii. Aber das „Jahrzehnt der Underground-Literatur“, so formuliert es der Schriftsteller Peter Salomon, „existiert bislang nicht in den Literaturgeschichten“. Salomon und die anderen Autoren des Sammelbands „Die untergründigen Jahre“ liefern einiges Material für diese noch zu schreibende Geschichte der Alternativliteratur.

„Das,Kapital', erster Band, lag aufgeschlagen auf meiner Schreibplatte auf zwei Böcken, und um nicht ständig Vorhaltungen über die fehlende gesellschaftliche Funktion der Literatur im Spätkapitalismus zu hören, schob ich den Wälzer über meinen dünnen Stapel Manuskriptblätter, sobald sich jemand aus dem Umkreis der antiautoritären Zirkel der Tür näherte: seine oder ihre Abneigung gegenüber Lyrik, Poesie konnte ich voraussetzen“, erinnert sich Jürgen Theobaldy mit leichtem Gruseln an diese Jahre.

„Einmal hob ein junger Revoluzzer im Ledermantel beim Weggehen ein gerade herumliegendes Buch an und meinte, mit Blick auf den Titel:,Damit machen wir dann auch Schluß.'“ Gemeint ist Gert Jonkes „Geometrischer Heimatroman“. Theobaldy ist ein Linker, er marschiert mit, aber er will eben trotzdem auch weiter Lyrik schreiben. „Das Gedicht im Handgemenge“, so heißt einer seiner Aufsätze damals.

Die sich bald konsolidierende Szene der Minipressen mit ihrer geradezu explodierenden Zahl von „Little Mags“ lässt sich wohl auch als eine Reaktion auf die politische Desillusionierung nach 1968 verstehen, auf die Selbstzerfleischung der Linken und nicht zuletzt auf die schwer erträgliche Bürokratisierung ihrer Gebaren und Sprache. Man wollte schlicht den Hedonismus der Anfänge wieder zurück, die Literatur sollte nicht länger tot, sondern geradezu ein Antidot sein gegen die absurden Fraktionskämpfe.

„Die politischen Entwicklungen in der Studentenschaft, der Aufbau von immer neuen Kommunistischen Parteien zerstörten mein Geschäftsmodell“, erinnert sich der Raubdrucker Detlef Michelers. „Ich konnte den ideologischen Auseinandersetzungen nicht folgen, mir wurde Prügel angedroht, weil ich die falschen Bücher druckte.“ Michelers sattelt zunächst um auf Songbooks von Dylan, The Doors und Jimi Hendrix und spielt bald darauf in der Bremer Literaturszene als Veranstalter, Verleger, Herausgeber und Autor eine wesentliche Rolle. Sein Beispiel zeigt den egalitären Impuls, der in diesem Paradigmenwechsel steckte. Es durften eben nicht mehr nur Akademiker mitspielen. Michelers hatte als Reedereikaufmann und Schiffsmakler gearbeitet, bevor er in die alternative Literaturszene abbog.

Die Mehrzahl der Szene-Exponenten kommt zwar aus dem universitären Umfeld, aber auch sie sind nicht unbedingt an einer pfeilgeraden Karriere interessiert, sondern wollen sich ausprobieren. Daniel Dubbe promoviert über Henri Michaux und wirft nach Feierabend Acid ein, um so zu seinem eigenen Stil zu kommen. Mit ganz beachtlichen Ergebnissen, wie er sich selbst auf die Schulter klopft.

Es herrscht aber auch Bereitschaft bei einer wachsenden Leserschaft, sich mit solchen Experimenten auseinanderzusetzen. „Man brauchte damals nur ein paar zusammengeheftete Blätter hochzuhalten, dann wurden die einem aus der Hand gerissen“, erinnert sich Helmut Loeven, Herausgeber der Zeitschrift Der Metzger.

Die etablierten Verlage bemerken das durchaus und machen eigene Reihen auf, Rowohlts „Das neue Buch“ zum Beispiel, um den Rahm abzuschöpfen. Aber sie gehören nun mal zum Schweinesystem. „Laßt euch nicht von den Rowohlts verschachern, Genossen! Organisiert euch selbst! Macht den bürgerlichen Linksgeschäftemachern ihr Geschäft kaputt! Der Polizeiknüppel, der uns auf den Kopf schlug, ließ es bei den Verlegern bimmeln: Schlagt da zurück!“, steht ausrufezeichenreich auf dem Cover des Szenehandbuchs „Die Alternativpresse“.

Viele Autoren erinnern sich an den Zauber des Anfangs, die große Aufbruchstimmung. Man legt einfach los. Und tatsächlich entwickelt sich bald eine eigene Infrastruktur. Dreh- und Angelpunkt ist Josef „Bibi“ Wintjes mit seinem „Literarischen Informationszentrum“ in Bottrop. Wintjes sorgt für die interne Verständigung und vor allem für den Vertrieb. Und Benno Käsmayr, der sich neben seinem Studium in einer Druckerei verdingt, für die Herstellung. „Es sprach sich in der Szene schnell herum, daß ich Zugang zu Produktionsmitteln hatte und Sonderpreise machen konnte“, erzählt er.

Für ambitioniertere Publikationen, die ihr Larvenstadium als hektografiertes Heftchen hinter sich haben, wird der Augsburger zum ersten Ansprechpartner und bleibt es jahrzehntelang. Als wir Mitte der 90er Jahre mit dicker Hose ein Magazin für ­Literatur und Kritik herausgaben, machte Benno immer noch Sonderpreise. Mit seinem Maro Verlag hatte er zudem großen Anteil an der Popularisierung des Undergrounds. Bei ihm erscheinen viele Klassiker der Alternativliteratur, etwa Tiny Strickers „Trip Generation“, Jörg Fausers „Tophane“ und nicht zuletzt „Gedichte die einer schrieb bevor er im 8. Stockwerk aus dem Fenster sprang“ von Charles Bukowski.

Dass die Literatur der Siebziger so gründlich vergessen ist, gehört zu den Unterlassungssünden einer elitären Literaturgeschichte, der es schon immer nicht ganz geheuer war, wenn auf einmal Krethi und Plethi, also auch vermeintliche Literaturfremde, Unstudierte, Handwerker und Proleten, anfingen Gedichte zu schreiben und womöglich mit Anspielungsmaterial jonglierten, das nicht dem bildungsbürgerlichen Traditionszusammenhang entstammte.

Dass eine Literatur, die oft roh und unartifiziell scheint und die profanen Dinge des Lebens, auch die lange verdrängte Gefühlswelt in den Blick und beim prosaischen Wort nimmt, nicht zwangsläufig unpoetisch sein muss, dafür gibt es genügend Beispiele – von Christoph Derschau, Ralf Thenior, Yaak Karsunke, Barbara Maria Kloos und nicht zuletzt von Uli Becker, ohne den nicht nur meine Lesebiografie sehr viel fader verlaufen wäre.

Der Literaturkritiker Michael Braun, der sich ohnehin nur als Zaungast der damaligen Szene begreift und ein wenig den Spielverderber gibt, will davon nichts wissen. Für ihn nehmen die literarischen Siebziger zu Recht wenig Platz ein in den Literaturgeschichten. Vom Underground lässt er noch weniger gelten. Vier Bücher reichen seiner Ansicht nach, um zu erfahren, was „wir über die siebziger Jahre wissen müssen“: Michael Rutschkys „Erfahrungshunger“, Enzensbergers „Die Furie des Verschwindens“, Theobaldys „Blaue Flecken“ und Günter Steffens’ „Die Annäherung an das Glück“.

Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Vielleicht führt ja das aktuelle Interesse an autofiktionaler Literatur – von Annie Ernaux, Didier Eribon, Karl Ove Knausgård und J. J. Voskuil –, wenn schon nicht zu einer Renaissance der „Neuen Subjektivität“ und zur Wiederentdeckung ihrer Exponenten, dann wenigstens zu einer gerechteren Beurteilung dieses literatursoziologisch und ästhetisch bemerkenswerten Dezenniums. Bis dahin gilt Wolf Wondratscheks Empfehlung: „trink noch’n Whisky, / einen auf die siebziger Jahre, / dieses elende großzügige Jahrzehnt.“


Aus: "Sammelband über Underground-Literatur: Acid nach Feierabend" Frank Schäfer (10. 8. 2020)
Quelle: https://taz.de/Sammelband-ueber-Underground-Literatur/!5701728/

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Autoren & Bücher (so durcheinander)...
« Reply #24 on: September 24, 2020, 11:58:22 AM »
Erich Maria Remarque (eigentlich Erich Paul Remark; * 22. Juni 1898 in Osnabrück; † 25. September 1970 in Locarno, Schweiz) war ein deutscher Schriftsteller. Seine überwiegend als pazifistisch eingestuften Romane, in denen er die Grausamkeit des Krieges thematisiert, finden bis heute große Verbreitung. Bereits zu Beginn der NS-Herrschaft, als der Autor durch sein Hauptwerk, den 1928 erstmals erschienenen, 1930 in Hollywood verfilmten Antikriegsroman Im Westen nichts Neues, schon weltberühmt war, emigrierte er in die Schweiz. Seine Arbeiten wurden in Deutschland als „schädliches und unerwünschtes Schrifttum“[1] verboten und 1933 öffentlich verbrannt. Die deutsche Staatsbürgerschaft wurde ihm 1938 aberkannt. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Maria_Remarque

Erich Maria Remarque - Gespräch mit Friedrich Luft (1962)
Aus der Reihe "Das Profil". Erich Maria Remarque (1898-1970) war ein deutscher Schriftsteller. Seine überwiegend als pazifistisch eingestuften Romane, in denen er die Grausamkeit des Krieges thematisiert, finden bis heute große Verbreitung. Bereits zu Beginn der NS-Herrschaft, als der Autor durch sein Hauptwerk, den 1928 erstmals erschienenen, 1930 in Hollywood verfilmten Antikriegsroman "Im Westen nichts Neues", schon weltberühmt war, emigrierte er in die Schweiz. Seine Arbeiten wurden in Deutschland als „schädliches und unerwünschtes Schrifttum“[1] verboten und 1933 öffentlich verbrannt. Die deutsche Staatsbürgerschaft wurde ihm 1938 aberkannt. In den USA fand er Aufnahme, bekam die amerikanische Staatsbürgerschaft und Anerkennung als Schriftsteller (Quelle: Wikipedia). ...
https://youtu.be/aOzROBGLkpE


"Als wäre alles das letzte Mal: Erich Remarque. Eine Biographie" Januar 2000 (Deutsch) Wilhelm von Sternburg (Autor)
Der renommierte Publizist und Buchautor Wilhelm von Sternburg hat die erste umfassende Biographie dieses Autors vorgelegt, dessen Bücher Millionenauflagen erreicht haben und vielfach verfilmt wurden und über dessen schillerndes, ebenso mondänes wie schwieriges, engagiertes wie zerrissenes Leben dennoch so genau und kenntnisreich bislang nie Auskunft gegeben wurde. Sternburgs Biographie, brillant und anschaulich geschrieben, verknüpft das Lebensbild Remarques mit der Werk- und Zeitgeschichte, wobei der Autor auf viele bislang nicht breit zugängliche Materialien, wie Briefe und Tagebücher, zurückgreifen konnte. ...
 ISBN-10 : 3462029177
ISBN-13 : 978-3462029178

« Last Edit: September 24, 2020, 12:00:19 PM by Link »