Author Topic: Zum Selbstverständnis ...  (Read 758 times)

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Zum Selbstverständnis ...
« on: December 29, 2020, 02:43:30 PM »
Zum Zum Selbstverständnis der Linklisten im Link.Accu ...

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[...] Der Zettelkasten ist ein nach wie vor bewährtes Hilfsmittel bei der Erstellung einer literarischen oder wissenschaftlichen Arbeit. Wichtige Sachverhalte, die man z. B. in einem Buch gefunden hat, werden mit Quellenangabe auf Zetteln notiert und in Kästen aufbewahrt und geordnet.

[...] Durch die Nutzung eines Zettelkastens gehen gelesene Informationen nicht verloren, er dient als Gedächtnisstütze. Zettelkästen bzw. deren elektronisches Pendant sind vor allem in der qualitativen Textanalyse (Grounded Theory, Inhaltsanalyse) wichtig.

Wesentlicher Vorteil eines Zettelkastens gegenüber einem linearen Text, etwa in Form eines Notizbuches ohne Verweise, ist die Vernetzung des Inhalts, die durch Verschlagwortung und Querverweise entsteht. Ab einer gewissen Größe kann der Zettelkasten so überraschende Zusammenhänge generieren und seinem Besitzer neue Impulse für seine Arbeit liefern.

Mit Hilfe elektronischer Medien lassen sich durch die Verlinkung mit Hyperlinks virtuelle Zettelkästen erstellen...


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Zettelkasten (06/2007)

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[...] Der Begriff Gegenstandsverankerte Theoriebildung oder englisch Grounded Theory bezeichnet einen sozialwissenschaftlichen Ansatz zur systematischen Auswertung vor allem qualitativer Daten (Interviewtranskripte, Beobachtungsprotokolle) mit dem Ziel der Theoriegenerierung. Grounded Theory stellt dabei keine einzelne Methode dar, sondern eine Reihe von ineinandergreifenden Verfahren. Auch wenn Grounded Theory oft als eine qualitative Methode bezeichnet wird, handelt es sich dabei eher um einen Forschungsstil oder ein Paradigma, das eine pragmatische Handlungstheorie mit bestimmten Verfahrensvorgaben kombiniert. Zudem basiert dies auf der Theorie des Symbolischen Interaktionismus. Ziel ist es, eine realitätsnahe Theorie zu entwickeln, um diese für die Praxis anwendbar zu machen und insofern die Theorie-Praxis-Schere zu mindern.


Aus: "Grounded Theory" (06/2007)
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Grounded_Theory

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Intertextualität ist die Verbindung aller Texte untereinander zu einem bestimmten Thema, in einer bestimmten Sprache oder in einer bestimmten Kultur. Einfacher formuliert: Jeder Text, der entsteht basiert auf anderen Texten, die vorher da waren, und diese basieren wieder auf anderen usw. Diese Beziehungen zwischen Texten sind derart komplex, dass es unmöglich erscheint, sie aufzuzeigen, gerade weil viele dieser Beziehungen anonym und unbewusst sind. Frei nach Roland Barthes könnte man sagen:
Mein "Ich" (also mein Bewusstsein), das sich einen Text vornimmt und interpretiert, ist nicht unbelastet und unschuldig, sondern es ist selber eine Ansammlung anderer Texte und Codes, die unbegrenzt sind und deren Ursprünge (im Laufe der Zeit) verloren gegangen sind.
Das Bewusstsein wird hier verstanden als eine Ansammlung von Texten, die es formen, und die damit auch unsere Perspektive auf die Welt und alles was wir erfahren beeinflussen. Diese neuen Texte werden dann wiederum Teil des Bewusstseins und prägen ihrerseits unser Weltbild mit usw.

Um dieses sehr komplizierte philosophische Gebiet der Intertextualität etwas zu vereinfachen, kann man sie auch konkreter betrachten:
"Intertextualität bezeichnet ein konstitutives Struktur- und Wirkprinzip poetischer Texte. Danach ist jeder literarische Text das Ergebnis von Transformationen einer Vielzahl weiterer konstitutiver Texte und Textstrukturen, d. h. semiotischer Codes und kultureller Zeichensysteme. Somit kann jeder Text (z. B. durch Zitate) auch als Verweis auf vorhergehende Texte verstanden werden. U. Eco hat mit seinem Roman >Il nome della rosa< ( 1980, dt.: Der Name der Rose) ein viel diskutiertes Beispiel der literarischen Verwendung der Intertextualität geliefert."


Aus: "Intertextualität" (netz-kasten.de; Autor?; Datum?)
Quelle: http://www.netz-kasten.de/lesen/information/hypertext6.php3

« Last Edit: December 29, 2020, 02:58:29 PM by lemonhorse »

lemonhorse

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Re: Zum Selbstverständnis ...
« Reply #1 on: December 29, 2020, 02:55:31 PM »
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[...] Wenn man eine Information erhält, sollte man sich folgenden Fragen stellen und beantworten.

    * Wer sagt das? (hat derjenige Eigeninteressen, welche, ...)
    * Woher weiß er/sie das? (Was macht die oder den zu so einem Experten? Woher stammen seine/ihre Kenntnisse?)
    * Was fehlt? (Welche Information habe ich nicht bekommen? Wurden alle Grundlagen genannt?)
    * Was hat sich verändert? (Was ist mit der Information eigentlich anders als ohne? Was ist anders als vorher?)
    * Ergibt das überhaupt einen Sinn? (reductio ad absurdum)


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Informationskompetenz (22. August 2008)

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[...] Unter dem von Eugen Bleuler geprägten Begriff der Ambivalenz - von lat. ambo (beide) und valere (gelten) - wird in der Psychologie, Psychotherapie, Psychiatrie und Psychoanalyse das Nebeneinander von gegensätzlichen Gefühlen, Gedanken und Wünschen verstanden. Für Bleuler war die Ambivalenz das Hauptsymptom der Schizophrenie.

Es handelt sich hiermit also um ein „Sowohl/Als auch“ von Einstellungen, sodass Ambivalenz oft auch als „Doppelwertigkeit“ bezeichnet wird. Der Begriff „Hassliebe“ ist ein Beispiel für eine solche untrennbare Verknüpfung gegensätzlicher Wertungen.

Dass jedes Ding seine zwei Seiten haben kann, ist mit Ambivalenz nicht gemeint, solange dadurch kein innerer Konflikt hervorgerufen wird. Vielmehr ist darunter eine Dichotomie von Sichtweisen zu sehen, die gegensätzliche Reaktionen bedingen und letztlich die Fähigkeit zu einer Entscheidung im weitesten Sinne hemmen. So sieht Karl Abraham den reifen Menschen im Gegensatz zum Kind, das durch Triebschwankungen charakterisiert ist, als frei von Ambivalenz. Andere Psychoanalytiker sehen in den meisten menschlichen Regungen eine Ambivalenz von Libido und Thanatos bzw. Liebe und Destruktionstrieb.

Ambivalenz kann laut Bleuler eingeteilt werden in ein Nebeneinander von widersprüchlichen

   1. Gefühlen – „affektive Ambivalenz“
   2. Wünschen – „voluntäre Ambivalenz“ oder Ambitendenz
   3. Beurteilungen – „intellektuelle Ambivalenz“

Der Begriff der „Ambitendenz“ wird manchmal gleichbedeutend mit Ambivalenz verwendet.


Aus: "Ambivalenz" (Stand: 02/2007)
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Ambivalenz

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Das Aushalten der Widersprüche als Gegenbewegung zum ermüdenden Recht haben Wollen.

Oktober 10, 2019 | muetzenfalterin, Quelle: https://muetzenfalterin.wordpress.com/2019/10/10/6-5/

lemonhorse

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Zum Selbstverständnis ...
« Reply #2 on: December 29, 2020, 02:56:07 PM »
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[...] Ungewissheit ist ein Mangel an Wissen (Nichtwissen), der bewusst wahrgenommen wird. Falls der Wissensmangel nicht wahrgenommen wird, spricht man statt von Ungewissheit eher von Unwissenheit oder Unkenntnis.

Nach George Klir lassen sich verschiedene Arten von Ungewissheit unterscheiden:

    * Nicht-Spezifität - eine Ungewissheit über die Bedeutung einer mehrdeutigen Aussage bzw. eines Zustands (Mangel an Informationsgehalt).
    * Unschärfe - die Ungewissheit über die Bestimmtheit eines Grades (Mangel an Genauigkeit).
    * Dissonanz - die Ungewissheit bei der Auswahl verschiedener Alternativen (Mangel einer Entscheidung)
    * Verwirrung - die Ungewissheit bei der nicht klar ist, worum es überhaupt geht (Mangel an Verständnis)


Aus: "Ungewissheit" (02/2007)
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Ungewissheit


lemonhorse

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« Reply #3 on: December 29, 2020, 02:57:17 PM »
Der Umgang und die Rekombination mit dem sprachlichen Material....

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[...] Häufig wird Subtext als auch dasjenige definiert, was „eigentlich“ gesagt werden soll; diese Definition ist jedoch ungenau und sogar problematisch, da die beiden Bedeutungsebenen in gegenseitigem Abhängigkeitsverhältnis stehen. Im Gegensatz zur expliziten Aussage, die im Idealfall für alle verständlich ist, erschließt Subtext sich nur solchen Lesern, Hörern usw., die über besondere zusätzliche Informationen verfügen. Das Verstehen von Subtext wird oft als "zwischen den Zeilen lesen" bezeichnet.


Aus: "Subtext" (03/2007)
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Subtext

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[...] Der Begriff Konnotation (v. lat.: con „mit“ und notatio „Anmerkung“) bezeichnet die Nebenbedeutung eines Wortes. Genauer bezeichnet er in der Wortsemantik die zusätzliche gedankliche Struktur, die die Hauptbedeutung (Denotation, Denotat) eines Wortes begleitet und die stilistischen, emotionalen, affektiven Wortbedeutungs-Komponenten enthält - also das, was bei der Verwendung eines Begriffes bewusst oder unbewusst noch mitschwingt.


Aus: "Konnotation" (02/2007)
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Konnotation

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[...] Der Begriff Metakognition ist abgeleitet vom Begriff Kognition (einer Sammelbezeichnung für alle geistig-mentalen Vorgänge und Inhalte, die mit dem Gewahrwerden und Erkennen zusammenhängen) und bezeichnet die Auseinandersetzung mit den eigenen kognitiven Prozessen (Gedanken, Meinungen, Einstellungen usw.), also das „Wissen über das eigene Wissen“. Die Grenze zwischen den Begriffen kognitiv und metakognitiv ist allerdings fließend.


Aus: "Metakognition" (03/2007)
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Metakognition

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[...] Es wird mitunter die These vertreten (unter anderem in der neurolinguistischen Programmierung), dass Menschen einander manipulieren, sobald sie miteinander kommunizieren (Wittgenstein: „Sprache ist Verhexung des Geistes“). Es kann verschiedenste Ausprägungen in Form und Stärke geben, die minimale Manipulation besteht bereits darin, den anderen zum Zuhören zu bewegen. Dies gilt somit nicht nur auf zielgerichtete Kommunikation, sondern auch für einfache Unterhaltungen. Jeder manipuliert somit jederzeit jeden Anderen, mit dem er zu tun hat (siehe auch Walther G. Pinecoke). Auch im einfachen Kommunikationsmodell hat der Sender ja eine Absicht, die er erreichen/durchsetzen will.

Selbst der augenscheinlich Manipulierte sorgt eigentlich erst mit seiner Haltung dafür, dass der Manipulierende sich so verhält. Er manipuliert in diesem Sinne den eigentlich (objektiv/subjektiv) als aktiv gesehenen Manipulator (devot/dominant). Wer Manipulation zulässt, ermöglicht und gestaltet sie mit. (rv)

Auch das Schreiben dieser Erklärung sei demnach ein manipulatives Verhalten des Verfassers, wobei wir davon ausgehen wollen, dass es in guter Absicht geschieht.

Manipulation wäre also eine alltägliche Vorgehensweise und stelle lediglich Beeinflussung dar und sei demnach nicht negativ zu bewerten. Erst der Zweck und die Eindringlichkeit der Manipulation könne eine Wertung ermöglichen.

Befürworter manipulativer Praktiken, z. B. aus dem Bereich der Werbung und Propaganda, halten den Vorwurf von Unfairness und die Gefahr von Machtmissbrauch für vernachlässigbar. Es sei ein Vorurteil, gegen das die Manipulation zu kämpfen hat. Manipulation sei ein natürliches menschliches Verhalten.

[...] Demgegenüber wird eingewendet, dass die Wahl der Mittel für eine Wertung bedeutsam ist. Eine Manipulation, die auf gezielter Täuschung beruht, sei problematisch. Im negativen Sinn bedeutet Manipulation z. B. die Verminderung der Willensfreiheit bzw. Kontrolle des Opfers bzw. seitens des Täters eine Wahl unfairer, intransparenter oder täuschender Mittel, welche eine Gegenwehr erschweren. Oft wird negativ von Manipulation gesprochen, sobald sich jemand als Opfer einer Manipulation betrachtet.

Aufgeklärtheit und Unmündigkeit stehen in Bezug auf die Manipulierbarkeit in einem Kontrast zueinander. Die alltägliche Anwendung von Manipulation unterscheidet sich dabei nicht sehr von Formen professioneller Beeinflussung von Menschen. Letztere birgt jedoch die Gefahr von Machtmissbrauch.


Aus: "Manipulation" (03/2007)
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Manipulation

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[...] Kritik kam über das französische critique (ursprünglich griechisch κριτική [τέχνη], kritiké [téchne], „die Kunst der Beurteilung, des Auseinanderhaltens von Fakten, der Infragestellung“, von altgriechisch krinein, „[unter-]scheiden, trennen“) ins Deutsche.


Aus: "Kritik" (03/2007)
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kritik


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[...] Täuschung ist die falsche Auffassung eines Sachverhalts. Sie kann sich in zwei Formen zeigen:

       1. als eine bewusst irreführende Darstellung durch einen anderen (Vortäuschung), die beim Getäuschten zu der falschen Auffassung eines Sachverhaltes führt, oder
       2. als eine unbewusst falsche Auffassung von Tatsachen durch einen selbst (Selbsttäuschung).

Im ersten Fall dient sie der Beeinflussung einer Zielperson oder eines Zielpersonenkreises (Propaganda, Unlauterer Wettbewerb) und führt bei diesen zu der falschen Auffassung eines Sachverhaltes, aus dem die täuschende Person ihren Nutzen ziehen will.

                * Handelt es sich um ein gesetzwidriges Vorgehen, so spricht man von „arglistiger Täuschung“ und/oder „Betrug“,
                * im nichtstrafrechtlichen Bereich von „List“.
                * Sie kann auch als Mystifikation der Unterhaltung dienen (Wahrnehmungstäuschungen, Illusionisten)
                * oder auch dem eigenen Schutz durch Tarnung oder Nachahmung (Mimikry), wie oft im Tierreich.

[...] Die Illusion ist eine Selbsttäuschung oder eine durch eine andere Person, den Illusionisten, hervorgerufene Täuschung. Letztere beruhen oft auf Ablenkung oder optischen Täuschungen. Aber auch verschiedenste Effekte aus der Wissenschaft werden angewendet. In vielen Fällen spielt auch die Geschwindigkeit eine Rolle.



Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%A4uschung (04/2007)


lemonhorse

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Zum Selbstverständnis ...
« Reply #4 on: December 29, 2020, 02:59:45 PM »
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[...] Ein Mindfuck (engl., wörtlich etwa Gedanken-Fick) ist ein Ding oder eine Aktion, die durch kognitiv dissonante oder kognitiv dissonant erscheinende Elemente den Geist derer verwirrt, die ihm ausgesetzt sind, und sie so zwingt, ihre Denkmuster aufzubrechen. Menschen die dieser psychologisch / kognitiven Erfahrung ausgesetzt sind, können anschließend 'gebrochen' sein. Spezielle Anwendung findet der 'Mindfuck' in der Kriminologie (bei Verhören), Kriegsführung (Gefangenenverhör und Propaganda) und auch der Psychologie.

Das Ziel eines Mindfuck kann es sein, der Zielperson zu der Erkenntnis zu verhelfen, dass wir wenig bis gar nichts darüber wissen, was wirklich ist. Heute weitverbreitete Mindfucks sind die Indoktrinationsbemühungen verschiedener Sekten oder auch Terroristengruppen, aber auch ein Koan im Zen-Buddhismus kann den Charakter bzw. die Funktion eines Mindfuck haben.


Aus: "Mindfuck" (03/2007)
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Mindfuck

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[...] Fnord ist ein Kunstwort, das von Robert Anton Wilson erfunden und durch die Illuminatus-Trilogie und begleitende Veröffentlichungen (wie die Principia Discordia – welche nicht von Wilson verfasst wurde) bekannt wurde. Es bezeichnet bewusste, aber allgemein schwer erkennbare Desinformation in Texten beziehungsweise in den Massenmedien. FNORD kann auch als Abkürzung für engl. Federal Network Organism Responsible for Destruction (dt. etwa „Für Zerstörung verantwortlicher föderaler Netzwerkorganismus“) gelesen werden; diese Bedeutung fällt ebenfalls in den hier besprochenen Rahmen von Desinformation.

Die bizarre Lautgestalt (anlautendes fn kommt in europäischen Sprachen selten vor) verweist auf eine paradoxale, fiktive Entität: Ein geheimes und unsichtbares Signal in Texten soll uneingeweihte Leser manipulieren (etwa zum Überlesen der so markierten Stelle zwingen) und nur für Eingeweihte (Illuminierte = „Erleuchtete“) sichtbar sein. Bei uneingeweihten Lesern verursacht es ein Gefühl der Verwirrung und Beunruhigung (siehe auch Fear, Uncertainty and Doubt).

In den Illuminatus-Romanen wird das blinde Akzeptieren des Fnords auch mit dem Satz 'Wenn du den Fnord nicht siehst, kann er dich auch nicht essen' beworben. Obwohl es sich eigentlich um eine Aussage über Fnords zu handeln scheint, ist der Satz selbst ebenfalls ein Beispiel für Fnord. Er suggeriert aufgrund seiner Struktur eine Bedrohungssituation, die er selbst erst durch die Einführung des Begriffs 'Fnord' erzeugt, und wirkt auf diese Weise selbst mystifizierend.

Fnord verweist auf die klassische Technik aller mystifizierenden Desinformation, nämlich die Glaubwürdigkeit und Unangreifbarkeit eines Beweises (hier: die Existenz von Fnords) gerade dadurch zu untermauern, dass er für Ungläubige und Kritiker unverständlich oder unsichtbar bleiben müsse.


Aus: "Fnord" (03/2007)
http://de.wikipedia.org/wiki/Fnord

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[...] Als Fear, Uncertainty and Doubt (englisch für „Furcht, Ungewissheit und Zweifel“), meist abgekürzt als FUD, wird eine Werbe- oder Kommunikationsstrategie bezeichnet, die der gezielten Bekämpfung eines (in der Regel wirtschaftlichen oder politischen) Konkurrenten dient, insbesondere wenn dieser bislang ein gutes Image hat. Man bedient sich dabei gezielter, aber dennoch subtiler und eher unterschwelliger Falschinformation, zum Beispiel in Pressemeldungen. Häufig werden diese über scheinbar neutrale Quellen verbreitet, deren Verbindung zum eigentlichen Urheber nicht sofort ersichtlich ist. Im Deutschen kommt die Bezeichnung Schmutzkampagne der Bedeutung von FUD nahe.

Geprägt haben soll diesen Begriff Gene Amdahl, nachdem er IBM verlassen hatte, um seine eigene Firma (Amdahl Corp.) zu gründen. Er soll damals über IBM-Vertriebsmitarbeiter gesagt haben, es seien Furcht, Ungewissheit und Zweifel, den sie potentiellen Amdahl-Kunden vermittelten.

Das Ziel ist es, beim Informationsempfänger (zum Beispiel Kunden, Wähler) jene Furcht, Ungewissheit und Zweifel gegenüber einem Konkurrenten oder dessen Produkten hervorzurufen (Propaganda). Hierbei wird ausgenutzt, dass Angstgefühle beim Menschen häufig irrational begründet sind und selbst nachweislich falsche Informationen zu Unsicherheiten führen können. So wird der Propagandaminister des sogenannten Dritten Reiches, Joseph Goebbels, mit den Worten zitiert, man müsse nur genügend Dreck werfen, damit etwas hängenbleibe (nach dem lateinischen "audacter calumniare, semper aliquid haeret" - "immer feste verleumden, es wird schon etwas hängenbleiben").


Aus: "FUD" (03/2007)
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Fear%2C_Uncertainty_and_Doubt

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[...] Gemäß der Definition von Marquis de Condorcet bezeichnet Obskurantismus „die Tyrannei der Arglist über die Unwissenheit“. Er ist aufklärungs- und fortschrittsfeindlich und will die Menschen in Unwissenheit und Aberglauben befangen halten. Die Wurzel des Begriffs (obskur: dunkel) erhellt das: Man versucht, durch ungewöhnliches und unverständliches, aber auf Altgewohntes abstellendes Hindeuten das Opfer zum willenlosen Befehlsempfänger seines eigenen Unterbewusstseins zu machen. Heute kommt Obskurantismus z. B. bei Religionsgemeinschaften, Sekten, Verschwörungstheorien, in der Werbung, im Wahlkampf sowie in postmoderner Philosophie vor.


Aus: "Obskurantismus" (03/2007)
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Obskurantismus


lemonhorse

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« Reply #5 on: December 29, 2020, 03:00:32 PM »
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[...] Wer sich ironisch äußert, setzt voraus, dass sein Zuhörer klug genug ist, den Widerspruch zwischen Aussage und Sachverhalt zu erkennen.

[...] Für schriftliche Mitteilungen gilt besonders, dass Ironie nur verstanden wird, wenn der Empfänger kritisch mitdenkt und die Umstände (auch die Denkweise des Schreibenden) hinlänglich kennt.


Aus: "Ironie" (04/2007)
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Ironie

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[...] Der Begriff Missverständnis bezeichnet den Unterschied zwischen dem, was auf der einen Seite der Sender gemeint und auf der anderen Seite der Empfänger verstanden hat. Kennzeichnend für Missverständnisse ist, dass sie erst dann bemerkt werden, wenn sie schon passiert sind. Dies ergibt sich aus der Abfolge von Senden, Empfangen und Interpretieren.

Doch wird nicht jedes Missverständnis bemerkt; ein Mensch wird nie in der Lage sein, die Intention eines jeden Satzes vollständig zu verstehen, da Terme für unterschiedliche Sprecher unterschiedliche Bedeutungen haben.

Dennoch ist der Mensch kontinuierlich darauf angewiesen auf das Verstehen der Intention zu vertrauen. Dieses Vertrauen kann aber eine Fehlinterpretation verursachen: eine noch ungesicherte Annahme wird zu hoch bewertet, und als gesichertes Wissen gesehen. Ein Missverständnis.

[...] Viele Missverständnisse werden oft nicht einmal bemerkt - und wenn, dann werden sie als unwichtig abgetan. Jedoch ist es schwierig zu unterscheiden, ob dies in der gegebenen Situation ein Fehler ist, oder nicht.

Am Beispiel des Stille-Post-Spielens lassen sich Folgeketten von Missverständnissen treffend beschreiben: Bei der Weitergabe von Nachrichten wird die ursprüngliche Meldung verfälscht. Missverständnisse werden hier nicht vereitelt: Die Rückfrage entfällt, das Verstandene wird unter hinzufügen der eigenen Interpretation weitergegeben.

Folgeketten von Missverständnissen müssen jedoch - wie beim Stille-Post-Spiel - nicht unbedingt über mehrere Empfänger/Sender gehen. Für fatale Folgen aus Folgeketten von Missverständnissen reicht aus, wenn zwei Sender/Empfänger sich gegenseitig wiederholt missverstehen und auf diesen Missverständnissen ihre weitere Kommunikation aufbauen.


Aus: "Missverständnis" (04/2007)
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Missverst%C3%A4ndnis


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« Reply #6 on: December 29, 2020, 03:01:15 PM »
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[...] Die Darstellung von Geschichte ist Gegenstand der Geschichtspolitik, die auch von Historikern aktiv mit betrieben wird. Geschichtsschreibung steht deshalb stets auch unter dem Verdacht der interessensgeleiteten Darstellung. Das gilt insbesondere dann, wenn ihr eine Geschichtsphilosophie zugrundeliegt. Geschichtspolitik dient also der Einflußnahme auf die allgemeine Meinungsbildung der Gesellschaft. Diese greift folglich auch in den Bereich der Geschichtsdidaktik und der Geschichtspädagogik ein. Die Formen der Geschichtspolitik können sehr unterschiedlich sein. Verwandte Begriffe sind etwa: Geschichtlichkeit, Geschichtsbewußtsein, Geschichtsraum, Geschichtsperspektive, Historisierung, Erinnerungskultur, Glorifizierung beziehungsweise Geschichtsfälschung.


Aus: "Geschichte" (06/2007)
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte

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[...] Grundlage der Neuen Phänomenologie ist eine Wiederentdeckung der unwillkürlichen Lebenserfahrung ausgehend von dem, was jeder Mensch vortheoretisch an seinem eigenen Leib spürt.


Aus: "Phänomenologie" (06/2007)
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Ph%C3%A4nomenologie#Ph.C3.A4nomenologie_des_Fremden

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[...] Prinzipiell gibt es zunächst zwei Möglichkeiten, mit Fremdem umzugehen, wenn es neu auf einen zukommt.

    * Positiv: Die Integration wird als Erweiterung der eigenen Fähigkeiten empfunden und eröffnet neue Möglichkeiten. Dieses Verhalten wird oft einfach als Lernen bezeichnet. Die Integration benötigt Eigenarbeit. Ist das Fremde grundlegend und mit Veränderungen des eigenen Verhaltens verbunden, kann damit eine vorübergehende Instabilität (Krise) während der Neuorientierung verbunden sein.
    * Negativ: Das Fremde wird abgelehnt und ausgegrenzt. Eine solche Ausgrenzung verhindert die Auseinandersetzung mit Neuem. Eventuell stärkt es dabei das Bestehende, solange sich die Begegnung mit dem Fremden vermeiden lässt.

Beide Möglichkeiten gehören zum normalen Repertoire des menschlichen Verhaltens.


Aus: "Das Fremde" (06/2007)
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Fremde#Zitate

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[...] Prägung nennt man in der Verhaltensbiologie eine irreversible Form des Lernens: Während eines meist relativ kurzen, genetisch festgelegten Zeitabschnitts (sensible Phase) werden Reize der Umwelt derart dauerhaft ins Verhaltensrepertoir aufgenommen, dass sie später wie angeboren erscheinen. Im Rahmen der Instinkttheorie wird das Phänomen Prägung gedeutet als die Aneignung eines Schlüsselreizes durch Lernen.


Aus: "Prägung (Verhalten)" (06/2007)
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4gung_%28Verhalten%29


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« Reply #7 on: December 29, 2020, 03:02:06 PM »
Quote
[...] Sinnvolle Kommunikation und sinngetragenes Handeln sind kulturell geprägt.
Phänomen einer assoziativen Lockerung kann auch sein, dass Dinge nicht an den für sie vorgesehen Orten geschehen oder dass das Denken ungewohnte, von niemandem oder nur wenigen verstandene Wege einschlägt und jemand "verrückte Dinge" tut. „Das zerfahrene Denken muss nicht in jeder Beziehung sinnlos sein. Es kann aber einen Sinn innerhalb des psychotischen Erlebens haben und wenigstens teilweise verstanden werden, wenn man sich eingehend mit dem Kranken befasst.“ (Tölle, Rainer:Psychiatrie.11.Auflage. Berlin1996 S. 189)

[..] Viele Erfindungen und künstlerische Entwicklungen sind erst durch das Verlassen gängiger Denkbahnen, durch das Denken des Unmöglichen, möglich geworden. Künstler und Wissenschaftler befinden sich bisweilen in einem Grenzgebiet zwischen Kreativität und psychischer Erkrankung

[...] “Gelockerte Assoziationen“ liegen dann vor, wenn die Patienten von einzelnen Worten und Begriffen, die sie während eines Gespräches hören, zu spontanen Äußerungen angeregt werden, die aufgrund des bisherigen Gesprächsverlaufs nicht zu erwarten waren...Wenn der Sinn der Patientenäußerungen nicht mehr verstanden werden kann, weil die Aneinanderreihung der einzelnen Worte willkürlich oder scheinbar „zufällig“ wirkt und sich keine Logik mehr erkennen lässt, dann spricht man von „Zerfahrenheit“.

[...] Die "assoziative Lockerung", wie sie schon Prinzhorn bei Geistesgestörten beschreibt, dürfte ein elementares Heilmittel des Seelischen sein,...


Aus: "Assoziative Lockerung" (10/2007)
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Assoziative_Lockerung

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[...] Brainstorming ist eine Methode zur Ideenfindung, die die Erzeugung von neuen, ungewöhnlichen Ideen [...] fördern soll. Der Name dieser Methode resultiert aus der Idee, nämlich "using the brain to storm a problem" (wörtlich: Das Gehirn verwenden zum Sturm auf ein Problem).


Aus: "Brainstorming" (10/2007)
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Brainstorming


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« Reply #8 on: December 29, 2020, 03:02:32 PM »
Quote
[...] Der Kritische Rationalismus ist eine von Karl R. Popper begründete philosophische Denkrichtung. Er ist aus eigener Sicht eine Lebenseinstellung, „die zugibt, daß ich mich irren kann, daß du recht haben kannst und daß wir zusammen vielleicht der Wahrheit auf die Spur kommen werden“

[...] Eine grundlegende Position des Kritischen Rationalismus ist die im Alltagsverstand selbstverständliche Überzeugung, dass es die Welt wirklich gibt, und dass sie vom menschlichen Erkenntnisvermögen unabhängig ist. Das bedeutet beispielsweise, dass sie nicht zu existieren aufhört, wenn man die Augen schließt. Der Mensch aber ist in seiner Erkenntnisfähigkeit dieser Welt durch seine Wahrnehmung begrenzt, so dass er sich keine endgültige Gewissheit darüber verschaffen kann, dass seine Erfahrungen und Meinungen mit der tatsächlichen Wirklichkeit übereinstimmen (Kritischer Realismus). Er muss daher davon ausgehen, dass jeder seiner Problemlösungsversuche falsch sein kann (Fallibilismus). Das Bewusstsein der Fehlbarkeit führt einerseits zu der Forderung nach der ständigen kritischen Prüfung von Überzeugungen und (wissenschaftlichen) Theorien, andererseits zum methodischen und rationalen Vorgehen bei der Lösung von Problemen (Methodischer Rationalismus).

Der Kritische Rationalismus fragt also zum Beispiel nicht, wie man eine wissenschaftliche Theorie beweisen kann, sondern wie man herausfinden kann, ob und wo sie fehlerhaft ist, und was man tun sollte, wenn man einen Fehler gefunden hat. Ein starkes Argument dafür, die Suche nach Beweisen für eine Theorie aufzugeben, ist die Ablösung der Gravitationstheorie von Isaac Newton durch die von Albert Einstein. Newtons Theorie war nach ihrer Entdeckung 200 Jahre lang durch Beobachtung immer wieder ausnahmslos bestätigt worden. Wenn man also von überhaupt einer bewiesenen wissenschaftlichen Theorie hätte sprechen können, wäre es mit großem Abstand die newtonische gewesen. Dennoch stellte Einstein mit seiner eigenen Theorie die kühne Vermutung auf, dass die newtonische nur auf einem sehr beschränkten Bereich Gültigkeit besaß. Demnach wäre sie also falsch, was auf eine grundsätzliche Fehlbarkeit menschlichen Wissens deutet. Statt jedoch Verfahren anzugeben, wie seine neue Theorie zu beweisen sei, schlug er anspruchsvolle Experimente zu ihrer Überprüfung vor und gab damit Gegebenheiten an, unter denen er sich gezwungen sehen würde, die neue Theorie als Irrtum zu verwerfen. Er verzichtete so auf den Anspruch, dass eine Beweisbarkeit seiner eigenen Theorie überhaupt möglich sei.

Diese Grundidee, dass auch die sicherste Theorie falsch sein könnte, bildet den Ausgangspunkt des Kritischen Rationalismus.


Aus: "Kritischer Rationalismus" (10/2007)
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kritischer_Rationalismus

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[...] Der Agnostizismus (latinisierte Form des altgriechischen ἀγνωστικισμός agnōstikismós, von ἀγνoεῖν a-gnoein „nicht wissen“; vergleiche Gnostizismus) bezeichnet die philosophische Ansicht, dass bestimmte Annahmen – insbesondere theologischer Art, welche die Existenz oder Nichtexistenz eines höheren Wesens wie beispielsweise eines Gottes betreffen – entweder ungeklärt, grundsätzlich nicht zu klären oder für das Leben irrelevant sind (letztere Haltung wird auch als Ignostizismus bezeichnet).

Der Agnostizismus ist eine Weltanschauung, die insbesondere die prinzipielle Begrenztheit menschlichen Wissens betont. Die Möglichkeit der Existenz transzendenter Wesen oder Prinzipien wird vom Agnostizismus nicht bestritten. Agnostizismus ist sowohl mit Theismus als auch mit Atheismus vereinbar, da der Glaube an Gott möglich ist, selbst wenn man die Möglichkeit der rationalen Erkenntnis Gottes verneint.


Aus: "Agnostizismus" (10/2007)
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Agnostiker

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[...] In Begriffen wie Geworfenheit, Selbstentwurf, Freiheit und Selbstbestimmung zeigt sich die Zentrierung des Existentialismus auf das Problem der Befreiung des Menschen zu seinen eigenen Möglichkeiten hin. Die Notwendigkeit dieser Möglichkeit zu sein, zeigt sich in den Erfahrungen von Absurdität, Ekel, Angst, Sorge, Tod und Langeweile und zeigt eindrucksvoll auf, dass gerade dieses subjektive Empfinden das Leben des Menschen bestimmt, Objektivitätsansprüche vor dem Hintergrund dieser Erfahrungen verblassen.

    „Der atheistische Existentialismus, für den ich stehe, ist zusammenhängender. Er erklärt, dass, wenn Gott nicht existiert, es mindestens ein Wesen gibt, bei dem die Existenz der Essenz vorausgeht, ein Wesen, das existiert, bevor es durch irgendeinen Begriff definiert werden kann, und dass dieses Wesen der Mensch oder, wie Heidegger sagt, die menschliche Wirklichkeit ist. Was bedeutet hier, dass die Existenz der Essenz vorausgeht? Es bedeutet, dass der Mensch zuerst existiert, sich begegnet, in der Welt auftaucht und sich danach definiert.” (Jean Paul Sartre, 'Der Existenzialismus ist ein Humanismus')


Aus: "Existentialismus" (10/2007)
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Existentialismus