Author Topic: [Tierschutz ... ]  (Read 153 times)

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[Tierschutz ... ]
« on: March 22, 2018, 04:05:46 PM »
Als Tierschutz werden alle Aktivitäten des Menschen bezeichnet, die darauf abzielen, Tieren ein artgerechtes Leben ohne Zufügung von Leiden, Schmerzen, Schäden und unnötigen Beeinträchtigungen zu ermöglichen. Der Tierschutz zielt auf das einzelne Tier und seine Unversehrtheit. Im Unterschied zu den Verfechtern von Tierrechten, die teilweise jegliche Nutzhaltung von Tieren durch den Menschen ablehnen, liegt im Tierschutzrecht und seinen zugehörigen Regelungen der Schwerpunkt auf der sach- und artgerechten Haltung, Umgang mit und Nutzung von Tieren durch den Menschen. Aufgrund der unterschiedlichen Nutzungsweise begrenzt sich die Tierschutzbewegung zumeist auf regional den Menschen vertraute und ihnen sympathische Wirbel- und Säugetiere.  ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Tierschutz




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[Tierschutz ... ]
« Reply #1 on: March 22, 2018, 04:07:21 PM »
Quote
[...] Der Deutsche Tierschutzbund prangert Missstände in der deutschen Schweinezucht an: Etwa 13 Millionen Tiere landeten jedes Jahr in der Tierkörperbeseitigung, weil sie im landwirtschaftlichen Betrieb verenden oder notgetötet werden müssten. Das sei etwa ein Fünftel aller in Deutschland gehaltenen Schweine, teilt der Tierschutzverein mit und beruft sich dabei auf eine Studie der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Demnach seien etwa 300 000 dieser sogenannten Falltiere vor ihrem Tod erheblichen Schmerzen ausgesetzt.

Auch ein erheblicher Teil der Tiere, die noch in Schlachthöfen angeliefert werden, sind nicht gesund. Das zeigen Daten vom großen Fleischkonzern Vion für das dritte Quartal 2017. Demnach zeigten 40 Prozent der angelieferten Schweine bei der Fleischbeschau sogenannte Organbefunde, das heißt, sie waren erkrankt oder verletzt.

Der Tierschutzbund fordert die Bundesregierung zum Eingreifen auf. Nötig sei ein bundesweites System, mit dem Tierschutzverstöße in den Tierkörperbeseitigungsanstalten erfasst würden, sagt Tierschutzbund-Präsident Thomas Schröder. Zudem müssten auch verendete oder notgetötete Schweine gekennzeichnet sein, damit der Tierhalter ermittelt werden könne. "Nur so können tierschutzrelevante Verstöße auch geahndet und somit zukünftig vermieden werden."




Aus: "Tierhaltung in Deutschland - 13 Millionen Schweine landen jährlich im Müll" (22. März 2018)
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/tierhaltung-millionen-schweine-landen-im-muell-1.3917126

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[Tierschutz ... ]
« Reply #2 on: March 29, 2018, 04:41:38 PM »
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[...] Im vergangenen Jahr wurden mehr als 40 Millionen männliche Küken getötet – mehr als zuvor. Man arbeite an Alternativen, beteuern Geflügelwirtschaft und Bundesregierung.  ... Im vergangenen Jahr sind in Deutschland erneut mehr als 40 Millionen Küken direkt nach dem Schlüpfen getötet worden. Zwar gibt es dazu keine amtlichen Angaben – die Zahl lässt sich jedoch aus der Zahl geschlüpfter weiblicher Küken ableiten. Die lag 2017 in größeren Brütereien bei etwa 45,7 Millionen wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervorgeht. Das waren rund 1,6 Millionen mehr als im Jahr zuvor.

Männliche Küken, die keine Eier legen und sich auch nicht zur Fleischproduktion eignen, werden in der Regel getötet. Dem Zentralverband der Geflügelwirtschaft (ZDG) zufolge werden männliche Küken in Deutschland nicht geschreddert, sondern mit CO2 erstickt. ...

... Während Union und SPD die industrielle Landwirtschaft jedes Jahr mit Milliarden förderten, habe die Forschung nach Alternativen "eher Alibifunktion", kritisierte Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer. Er habe den Eindruck, die große Koalition wolle an der Praxis gar nichts ändern.

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Nein es ist das Fett das dich fett macht #6

Das richtig Perverse an der Sache ist auch noch, dass die geschredderten Küken es wenigstens schnell hinter sich haben.
Das sind auch noch die Glücklichen. Die Alternative - Leben kann man dazu nicht sagen - möchte sicher auch kein Huhn.

... Und auf Youtube dann süße Tiervideos gucken von Entenküken, die aus'm Gulli gezogen werden und das Ganze liken und teilen... während irgendwo grad wieder 'ne Tonne Flauschküken zerhackt wird. Menschen können so widerwärtig sein.


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Taranis #6.2

... Suggerieren Sie, dass der Boykott von Tiervideos auf Youtube das schreddern von Hühnerküken verhindern wird?


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  Gelassener Bürger #6.3

Er suggeriert, dass die (Möchtegern) Tierschützer scheinheilig sind.



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Djentrix #6.4

Und damit hat er recht. Wir alle die nicht vegan leben sind das.


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TransmissionSky #7

Das Karma von den Verantwortlichen möchte ich nicht haben.
Nach dem letzten Atemzug geht's direkt in die Hölle, wie auch immer diese beschaffen sein mag.


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Hans Dampf in allen Gassen #7.1

Die Verantwortlichen sind nicht nur die Züchter oder Schredderer, sondern in erster Linie auch die Konsumenten. Wo keine Nachfrage, da keine "Produktion".


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Mraz #7.2

Und wer ist verantwortlich dafür? ALLE, die die billigen Eier kaufen und das Schreddern der männlichen Küken billigend in Kauf nehmen. DAS ist das Problem, welches den Leuten vor Augen geführt werden muss.
Eine Diskussion hierzu ist sehr zu begrüßen. (Ähnlich sieht es bei der Massentierhaltung und Fleisch aus.)


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Hans Dampf in allen Gassen #7.3

Es betrifft nicht nur die billigen Eier.
Die Diskussion ist schon lange im Gange, nur leider hört "oben" keiner zu, weil sie Angst um ihre Position haben, im Vorfeld bezahlt wurden oder sich um die deutsche Wirtschaft sorgen und nicht von A nach B denken.


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TransmissionSky #7.4

Natürlich sind auch die Konsumenten verantwortlich.
Geiz ist da wohl an erster Stelle.
Doch direkt verantwortlich sind diejenigen, die über Tod und Leben eines Kükens entscheiden. Keine Tricks!
Ein Küken ist die offensichtliche Essenz von Unschuld, Wehrlosigkeit und Sweetness.
Man muss schon das Höchstmaß an Gefühllosigkeit mitbringen um ein Küken zu töten. Es geht hier schon definitiv in den pathologischen Bereich.
Menschen, die noch ein Minimum an Anstand und seelischer Gesundheit mitbringen, steigen vorher aus.


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Taranis #7.8

Nach dem letzten Atemzug geht's direkt in die Hölle, wie auch immer diese beschaffen sein mag.

Verstehen Sie mich nicht falsch, ich bin generell gegen das Schredder von lebenden Tieren und allgemein gegen die super-billige, Massentierproduktion, doch wer als einziges Argument die Hölle anführen muss, scheint zum Thema selbst nicht wirklich etwas zu sagen zu haben.



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Nibbla #9

Um den Kerl von Wiesenhof vor ein paar Jahren im SPIEGEL zu zitieren: "wir können auf das Schnabelbeschneiden der Puten nicht verzichten, weil sie sich sonst kaputthacken, aber die Züchter arbeiten daran"


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Hans Dampf in allen Gassen #10

"Er habe den Eindruck, die große Koalition wolle an der Praxis gar nichts ändern. "

Was? Wie kann er das nur behaupten? Hat er etwa noch kein Geld von der Lobby bekommen? Kann den Mann bitte jemand seinen Lebensabend absichern und dann müssen wir nicht mehr immer diese fadenscheinigen Diskussionen führen. Danke.


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ralf.mueller #13

Für die Bundesregierung wäre es sehr einfach, wenn Sie denn wollte. Sie könnten eine Frist setzen, nachdem das Töten von männlichen Küken verboten wird. Das Problem besteht ja nicht erst seit gestern, es gibt nur keine "Motivation" für die Betriebe, daran etwas zu ändern, das schadet dem Profit und freiwillig werden die nie was machen, wenn es um ein paar Cent geht ist Ihnen jedes Mittel recht. Wann begreift das endlich unsere Regierung? Ich glaube Sie verstehen das ganz genau, wollen aber trotzdem nichts tun, Grund? Kann sich jeder selbst beantworten.
Frohe Ostern, Ralf.


...



Aus: "Geflügelwirtschaft: Mehr männliche Küken geschlüpft und getötet" (29. März 2018)
Quelle: http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2018-03/landwirtschaft-kueken-getoetet-gefluegel

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[Tierschutz ... ]
« Reply #3 on: June 13, 2018, 07:21:48 AM »
" Tierquälerei: Warum wird Tierquälerei so selten bestraft?"  Katharina Heckendorf (11. Juni 2018)
Die Arbeit von Tierärzten, die kontrollieren, ob Schlachtbetriebe und Bauernhöfe die Tierschutzgesetze einhalten, wird häufig blockiert. Wenn sie Missstände aufdecken, erhalten einige von ihnen sogar Morddrohungen. Das zeigen Recherchen der ZEIT. Jens Bülte, Professor für Wirtschaftsstrafrecht an der Universität Mannheim, hat in seinem Essay Zur faktischen Straflosigkeit institutionalisierter Agrarkriminalität die Tierschutzfälle aus den vergangenen Jahrzehnten untersucht. Laut Bülte sind Personalmangel und Arbeitsüberlastung von Staatsanwälten und Gerichten ein Grund dafür, dass Schlachtbetriebe und Bauernhöfe oft nicht bestraft werden, wenn sie mit Tieren nicht rechtmäßig umgehen. ...
https://www.zeit.de/arbeit/2018-06/tierquaelerei-betriebe-missstaende-wirtschaftsstrafrecht-interview/komplettansicht


Animal Equality ist eine internationale Organisation, die gemeinsam mit Gesellschaft, Politik und Unternehmen daran arbeitet, Grausamkeit in der Massentierhaltung zu beenden.
https://www.animalequality.de/