Author Topic: Weltanschauung und Ideologie ...  (Read 301 times)

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Weltanschauung und Ideologie ...
« on: July 20, 2017, 03:02:15 PM »
Unter einer Weltanschauung versteht man heute vornehmlich die auf Wissen, Überlieferung, Erfahrung und Empfinden basierende Gesamtheit persönlicher Wertungen, Vorstellungen und Sichtweisen, die die Deutung der Welt, die Rolle des Einzelnen in ihr, die Sicht auf die Gesellschaft und teilweise auch den Sinn des Lebens betreffen. Sie ist damit die grundlegende kulturelle Orientierung von Individuen, Gruppen und Kulturen.[1][2] Werden diese Überzeugungen reflektiert und systematisiert und fügen sich so zu einem zusammenhängenden Ganzen, dann kann von einer geschlossenen Weltanschauung gesprochen werden. Solche Systeme können von einer Gruppe, einer Gesellschaft und selbst von mehreren Kulturen geteilt werden, wie es etwa bei großen Religionsgemeinschaften oder deren gesellschaftlicher Wirkung der Fall ist.
Weltanschauungen sind teils soziokulturell bestimmt (also traditionsgebunden) und teils geprägt durch transkulturelle philosophische oder religiöse Vorstellungen. Die Grundlage der traditionell ganzheitlichen und mythisch erklärten Weltanschauungen der naturangepassten Kulturen fasste Claude Lévi-Strauss unter die Bezeichnung „Wildes Denken“. Heute können auch einzelwissenschaftliche Erkenntnisse eine „Weltanschauung“ bestimmen und verändern.
Der verwandte Begriff Weltsicht ist weiter gefasst und beinhaltet über die persönlichen Wertvorstellungen und Sinnfragen hinaus z. B. auch gesellschaftliche und physikalische Erklärungsmuster unterschiedlichster Phänomene.
Der normative Anspruch einer Weltanschauung kann als absolut und exklusiv verstanden werden; der Begriff „Weltanschauung“ beinhaltet aber auch die Möglichkeit (oder den Hinweis), dass auch andere Meinungen möglich sind. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Weltanschauung (07/2017)


... In der Sprache des Nationalsozialismus machte gerade die Betonung der Unausweichlichkeit einer einmal getroffenen Entscheidung und dessen unüberbrückbare Opposition zu anderen Weltanschauungen den Begriff propagandistisch so attraktiv (siehe auch: Dezisionismus).
Der Nationalsozialismus bezeichnete sich selbst als Weltanschauung und nicht als Ideologie. Während man einer Ideologie nur anhängen kann, so werden Weltanschauungen geteilt – oder auch nicht. Im Sinne des Nationalsozialismus wurde eine Weltanschauung gelebt: sie entzieht sich der Kritik, da sie die Wahrnehmung selbst bereits bestimmt und alle Lebensbereiche unter ihrer Perspektive interpretieren und umformen kann. So werden zugleich, darauf macht Victor Klemperer in LTI aufmerksam, alle möglichen Positionen und selbst die Philosophie zu bloß konkurrierenden Anschauungen degradiert, gegen welche sich der Nationalsozialismus als „totale Weltanschauung“ durchsetzen sollte – und zwar durch die Mittel der Überzeugung der Zaudernden durch Propaganda bis hin zur physischen Vernichtung all jener, die die Weltanschauung des Nationalsozialismus nicht teilen wollten oder sollten. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Weltanschauung#Der_Begriff_in_der_nationalsozialistischen_Propaganda (07/2017)


Dezisionismus ist eine politische und juristische Theorie, die die Entscheidung und den Entscheider in den Mittelpunkt der Überlegungen stellt. Sie hält weniger den Inhalt und die Begründung einer Entscheidung für wichtig als die Entscheidung an sich. Ihr zufolge kann es keine allgemein verbindlichen Begründungen für Werte oder moralische Positionen geben. Daher sei die Entscheidung von Menschen für diese oder jene Handlung letztlich willkürlich und nicht mit den Mitteln logischer Analyse oder anhand ethischer Kriterien zu rechtfertigen. ... Zu den Vielen, die dezisionistische Grundannahmen in ihren Theorien anwandten, gehört Carl Schmitt. Seine Anschauungen beruhen auf einem primär katholischen Weltbild, dessen Glaubensinhalte Schmitt als Wahrheiten voraussetzt und keiner dezisionistischen Entscheidung aussetzt. Darum war Schmitt in keiner seiner Schaffensphasen konsequenter Dezisionist, sondern nutzte dezisionistische Argumente zeitweise zur Stützung jeweiliger inhaltlicher Positionen. Besonders im Rahmen seiner christlichen Glaubenspostulate benutzte er dezisionistische Argumente und verachtet im Anschluss an Juan Donoso Cortés die kompromissbereite „diskutierende Klasse“ mit ihrem Liberalismus und Parlamentarismus, weil es aus Glaubenssicht widersinnig ist, über feststehende Wahrheiten zu diskutieren oder sie einem Kompromiss auszusetzen. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Dezisionismus (07/2017)


Kategorie:Weltanschauung
https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Weltanschauung

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Weltanschauung und Ideologie ...
« Reply #1 on: July 20, 2017, 03:08:52 PM »
Das Weltbild ist die Vorstellung der erfahrbaren Wirklichkeit als Ganzes, welches mehr ist als die Summe seiner Teile. Im engeren Sinne bezeichnet es ein Modell der sichtbaren Welt. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Weltbild

Der Zeitgeist ist die Denk- und Fühlweise (Mentalität) eines Zeitalters. Der Begriff bezeichnet die Eigenart einer bestimmten Epoche beziehungsweise den Versuch, diese zu vergegenwärtigen. Das deutsche Wort Zeitgeist ist über das Englische als Lehnwort in zahlreiche andere Sprachen übernommen worden. Auch das englische Adjektiv zeitgeisty ist davon abgeleitet. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Zeitgeist

Eine Reihe der Religionen und Weltanschauungen der Welt lässt sich schwer systematisieren, da vielfältige Elemente ineinanderspielen und es unterschiedliche Auffassungen dazu gibt, was eine Religion oder eine Weltsicht ausmacht (mit diesem Thema beschäftigt sich unter anderem die Religionswissenschaft). Die Systematisierung von Religion ist abendländisch geprägt, und auch wenn die Klassifizierung auf Strömungen in anderen Kulturen angewendet wird, gibt es dort teilweise keinen vergleichbaren Begriff.
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Religionen_und_Weltanschauungen

Unter Fatalismus versteht man eine Weltanschauung, die davon ausgeht, dass das Geschehen in Natur und Gesellschaft durch das Schicksal (lateinisch fatum) unabänderlich vorherbestimmt ist. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Fatalismus

Kosmopolitismus (von griechisch κόσμος kósmos ‚Weltordnung, Ordnung, Welt‘ und πολίτης polítis ‚Bürger‘), auch Weltbürgertum, ist eine philosophisch-politische Weltanschauung, die den ganzen Erdkreis als Heimat betrachtet. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Kosmopolitismus

Eine Weltanschauungsgemeinschaft ist ein Zusammenschluss von Menschen zum Zwecke der gemeinschaftlichen Pflege einer Weltanschauung.
https://de.wikipedia.org/wiki/Weltanschauungsgemeinschaft

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Weltanschauung und Ideologie ...
« Reply #2 on: July 20, 2017, 03:15:17 PM »
Menschenbild ist ein in der philosophischen Anthropologie gebräuchlicher Begriff für die Vorstellung, die jemand vom Wesen des Menschen hat. In ähnlicher Weise wird das Wort in der Religionswissenschaft und Theologie gebraucht, um den Inbegriff der Vorstellungen darzustellen, die eine Religionsgemeinschaft vom Menschen hat. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Menschenbild

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"Abgeschreckte Wähler und unbeabsichtigte Folgen" Peter Mühlbauer  (06. September 2017)
Lilla kritisiert, dass "das klassische demokratische Konzept, Menschen unterschiedlichster Herkunft hinter ein einziges gemeinsames Anliegen zu scharen", "einer Pseudopolitik gewichen [sei], die sich in Selbstbespiegelung und Selbstbehauptung erschöpft" und Symbolen eine "unverhältnismäßige Bedeutung" zukommen lässt. "Was diese Tendenz am Leben hält", ist seinen Beobachtungen als Professor an der New Yorker Columbia-Universität nach "die Tatsache, dass sie an den Colleges und Universitäten kultiviert wird", wo Studenten inzwischen "derart besessen von ihren persönlichen Identitätsfragen", seien, dass sie "wenig Interesse für die politische Welt außerhalb ihrer eigenen Köpfe" hätten.
https://www.heise.de/tp/features/Abgeschreckte-Waehler-und-unbeabsichtigte-Folgen-3822680.html
« Last Edit: September 06, 2017, 09:51:54 AM by Link »

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Weltanschauung und Ideologie ...
« Reply #3 on: August 31, 2018, 06:37:24 PM »
Quote
[...] Seit vergangenem Sonntag zieht es rechte Gruppen nach Chemnitz, sie wittern ihre Chance zum großen Aufstand. Wer sind die Akteure – und welche Ideologie treibt sie an?

In den Medien ist das Wort Chemnitz zum Symbol geworden. Die 250.000-Einwohner-Stadt in Sachsen ist Dauerbrenner, Schlagzeilenmacher, Bühne für Rechtsextremisten.

Doch am Donnerstag war davon kaum mehr etwas zu spüren: Nur wenige Menschen waren an das Fußballstadion gekommen, in dem sich Ministerpräsident Michael Kretschmer beim sogenannten Sachsengespräch Fragen der Bürger stellte. Auch die Neonazihooligans zogen nicht marodierend zu Tausenden durch die Stadt, wie sie es am Sonntag und Montag getan hatten.

Da hatten deutsche und internationale Medien von einem Neonazimob gesprochen. Angeführt wurde der Marsch am Montag von einem Mann namens Arthur Österle, Kader einer rechtsextremen Gruppe. Durchs Megafon rief er den Teilnehmern zu, sie sollten sich wie Deutsche verhalten – geordnet marschieren. Die Masse skandierte daraufhin „links, zwo, drei, vier“ und lief im bemühten Gleichschritt. Wenig später dominierten Rufe wie „Deutschland den Deutschen – Ausländer raus“ und „Lügenpresse auf die Fresse“.

Vom Wort Mob aber wollten Verantwortliche und Sympathisanten dieses grusligen Aufzugs später nichts wissen. Dass dort Hitlergrüße gezeigt wurden – egal, Aktionen von Provokateuren seien das gewesen, behaupteten Akteure wie die bayerische AfD-Kandidatin Heike Themel.

Grundstein des Lügengebäudes ist die Tötung eines Familienvaters in der Nacht zum Sonntag, die als Anlass der Krawalle diente. Boulevardzeitungen titeln, Flüchtlinge hätten eine Frau sexuell belästigt, ein Deutscher habe eingegriffen und sei abgestochen worden. Die sächsische Polizei dementierte diesen Tathergang. Tage später bestritt sogar das vermeintliche Opfer des nie passierten sexuellen Übergriffs, eine Ukrainerin, in dem Lokalblatt Freie Presse die Behauptung.

Teilnehmer der Demo liefern am Donnerstag die passenden Erklärungen. „Die haben die Frau unter Druck gesetzt, damit sie das dementiert“, sagt eine Gruppe von Jugendlichen. Ob jemand von ihnen den Toten kenne oder die Frau? Nein, die kenne man beide nicht – aber das sei auch unwichtig für die Wahrheit, sagen sie.

Die ganz eigene Version von Wahrheit eint die Menschen, die in Chemnitz auf die Straße gehen. Da standen Rentner, die sich die alte sozialistische DDR zurückwünschen, neben Enttäuschten, die sich von der Freiheit nach dem Mauerfall mehr erwartet hatten. Sie alle vernetzten sich mit Multiplikatoren der extremen Rechten. Nikolai Nerling, Freund von Holocaustleugnern, Geschichtsrevisionist und entlassener Grundschullehrer, mischte sich unters Volk. Martin Kohlmann von der rechtsextremen Bürgerbewegung Pro Chemnitz hielt eine lange Rede, dann wurde der Anwalt von seinen Anhängern umringt, Nikolai Nerling an seiner Seite. Arthur Österle fand nach seiner Ansprache gleichfalls begeisterten Zuspruch. Betont friedlich mischten sich Vertreter vom III. Weg, der NPD-Bürgerwehr und Hooligans. Wahrscheinlich wurden hier bereits Pläne für den nächsten großen Aufmarsch geschmiedet. Am Samstag soll er stattfinden.

Dann sollen noch mal alle nationalen Kräfte ran. Die Neue Rechte, angeführt von dem rechtsextremen Verleger Götz Kubitschek, will verschiedene Milieus in einer Bewegung vereinen – in den eigenen Kreisen bezeichnet als konservative Revolution. Schon am Donnerstag riefen Redner dazu auf, die gesamte politische Rechte solle sich jetzt verbrüdern.

Die Szene, so scheint es, ist bereit dafür. Auftakt ist eine Demonstration des III. Wegs im südsächsischen Plauen. Dort hatten sie am Mittwoch bereits einen Aufmarsch der AfD begleitet. In Chemnitz legt kurz drauf Pro Chemnitz nach, gefolgt von AfD und Pegida, die einen Trauermarsch in schwarzer Kleidung planen. Unter den Fittichen des AfD-Scharfmachers Björn Höcke, dessen Rhetorik Bezüge zum historischen Nationalsozialismus aufweist, erwartet das rechte Spektrum die Mobilisierung der Massen. Auch die Identitäre Bewegung will mitmachen.

Die Aufmärsche von Chemnitz bergen die Gefahr, die zersplitterte extreme Rechte zu einen. Ein Fanal des Hasses folgt auf das nächste. Ein Ende ist nicht in Sicht.



Aus: "Traum von der rechten Revolution" Henrik Merker (31. August 2018)
Quelle: https://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2018/08/31/traum-von-der-rechten-revolution_27120

Quote
vincentvision   #1

Aber rechts, ganz rechts sind sie nicht.

Etwas besorgt vielleicht. Und immer ängstlich. Vor dem Islam. Und vor den Fremden.
Auch wenn wir nur 5% Muslime hier haben. Und ein gutes Prozent an Flüchtlingen im letzten Jahr. Dann schreien sie: „Islamisierung!“ und Schlimmeres…

Aber rechts, ganz rechts sind sie nicht.

Und als Frau Merkel eine humanitäre Katastrophe verhinderte, als sie die Grenzen öffnete – als sie verhindern wollte, dass geflüchtete Familien im eiskalten Schlamm verrecken, dann vergessen sie ihren Anstand und ihre Menschlichkeit.

Aber rechts, ganz rechts sind sie nicht.

Und wenn ihnen ihre Partei nichts anbietet, außer gegen Fremde zu sein. Keine Familienpolitik, keine Außenpolitik, keine Bildungspolitik, etc., dann wählen sie sie trotzdem, weil „die anderen sind ja unwählbar“ für sie geworden.

Aber rechts, ganz rechts sind sie nicht.

Und wenn die Medien und die Fakten vollständig gegen sie sprechen, wenn sie sie durch Wahrheit entlarven, dann schreien sie: „Lügenpresse“, „Meinungsdiktatur“ und „Mainstreammedien“.

Aber rechts, ganz rechts sind sie nicht.

Und wenn sie ganz allein auf verlorenem Posten stehen, wenn sich alles gegen sie verschworen zu haben scheint, dann hetzen sie gegen das übermächtige System und das „linksgrüne Kartell“.

Aber rechts, ganz rechts sind sie nicht.

Und wenn ihnen dieses ganze Demokratiegedöns zu weichgespült erscheint, wenn sie sich nach dem starken Mann sehnen, der mal aufräumt, dann müssen sie das doch mal sagen dürfen.

Aber rechts, ganz rechts sind sie nicht.

Sie sind schlimmer, viel schlimmer…




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Gut-für-Deutschland #2

Und hinterher darf man sie dann wieder nicht als „Rechtsextremisten“ bezeichnen. Schon klar.


Quote
Dr. Econ   #3

„Da standen Rentner, die sich die alte sozialistische DDR zurückwünschen, neben Enttäuschten, die sich von der Freiheit nach dem Mauerfall mehr erwartet hatten.“

Den neoliberalen Raffkes, die die Freiheitserzählung zur Mehrung von Macht und Reichtum lediglich missbraucht haben, können wir jetzt artig danke sagen. Der Enttäuschte kann da in der Regel eh nicht so fein differenzieren. Sozial geht auch ohne national.

Ob das wohl genug Menschen aus der Machtelite kapieren bevor es zu spät ist? ...


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Logisches Denken    #4

Interessante Sprache: Demonstrieren Rechte sind es „aufmärsche“, obwohl da niemand Marschiert und alle locker gehen.
Demonstriert der linke Block vor meinem Fenster (wohne in der Schanze), vermummt und wie ein Mann, spricht man von „Demo“.


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BPecuchet   #9

Wer da mitläuft, der ist ein Nazi. Da braucht es aus meiner Sicht keine Debatte mehr.

Die heutigen Nazis, dass sind diejenigen, deren Idole in der NS-Zeit für die Ermordung der Juden verantwortlich waren. Da passt es zum Zeitgeist, dass jetzt AfD-ler bei KZ-Besuchen die Existenz der Gaskammer leugnen. Und Nazis sind auch die, die Deutschland in den schlimmsten Krieg aller Zeiten gestürzt haben. Ein Ergebnis war die Zerstörung vieler deutscher Städte, z.B. Dresden. Es ist eine Ironie der Geschichte, dass in Sachsen ausgerechnet die Partei starken Zulauf findet, deren Vorgänger verantwortlich war für die Zerstörung Dresdens. Und wenn man sich überlegt, woran die heute arbeiten, nämlich an der Zerstörung unsers Rechtsstaates, dann passt das ja ganz gut ins Bild.


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Passat-Tho   #10

… es bricht heraus was die Politik seit Jahren versäumt hat und rechte Kräfte verstehen dieses kollektive Gefühl des sich alleingelassen seins zu nutzen. Altersarmut, Kinderarmut, Versagen in der Bildungspolitik, schlechter Arbeitsbedingungen per Gesetz, Hartz4 und Mindestlohn – zum Leben zu wenig zum Sterben zu viel – und wer sich noch in der vielgepriesen Mittelschicht befindet akzeptiert immer mehr Zumutungen, weil einem bewusst ist der Abstieg geht schneller als einem Lieb ist. Jeder hat sein gesellschaftliches Frusterlebnis und dann haben es diejenigen einfach die einen Schuldigen vorführen, es müssen noch nichtmal Lösungsansätze sein, denn das Establishment ist nur am eigenem Status quo interessiert.



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  o1llo    #11

Da hat die Linke aber einen Schrecken bekommen. Am nächsten Samstag wird das IV.Reich ausgerufen. Ährlich. Einmal in der Minderzahl und schon steht das Ende der Welt wie wir sie kennen bevor. Und unsere mutigen AntiFaschisten rufen nach der Polizei.


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N.M.   #13

„Die Aufmärsche von Chemnitz bergen die Gefahr, die zersplitterte extreme Rechte zu einen“.

Für die einen die Gefahr, für die anderen die große Hoffnung.


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