Author Topic: Medienjournalismus und Medienkritik...  (Read 23911 times)

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Medienjournalismus und Medienkritik...
« on: August 04, 2008, 01:48:45 PM »
Mittels Medienkritik verständigt sich eine Gesellschaft über ihre (Massen-)Medien, über deren Inhalte sowie deren Rezeption. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Medienkritik

Medienjournalismus thematisiert "die Medien" oder die Medien betreffende Sachverhalte, Ereignisse, Entwicklungen, Voraussetzungen usw.
http://de.wikipedia.org/wiki/Medienjournalismus

"Zur Kritik der Medienkritik" - Medien geben Orientierung. Medienkritik schafft Orientierung über diese Orientierungen. Sie bringt sie zur Sprache, deckt ihre Entstehungskontexte auf. In einer Gesellschaft, in der Weltanschauungen und Erlebnisweisen von Medien geprägt sind, ist die öffentliche Medienkritik ein unverzichtbares Medium gesellschaftlicher Verständigung und Selbstreflexion ... (Weiß, Ralph (Hrsg.) (2005): Zur Kritik der Medienkritik. Wie Zeitungen das Fernsehen beobachten. Berlin: Vistas.)
https://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/kmw-weiss/forschung-ausgewaehlte-themenfelder/medienkritik/

https://www.hans-bredow-institut.de/de/forschung/zur-kritik-medienkritik



"Marcus Klöckner - Medienkritik: Zu den Verwerfungen im journalistischen Feld"
ISBN 978-3-95788-057-4 (Heise Medien, 2016)
Die Rolle der Medien als "Hauptwirklichkeitsdeuter" der Gesellschaft ist zerbrochen, ihr Welterklärungsmonopol ist in weiten Teilen aufgebrochen. Mediennutzer setzen sich mit der Berichterstattung teilweise im Detail auseinander, markieren die Schwachstellen und scheuen sich nicht, auf die blinden Flecke bei der Nachrichtenproduktion hinzuweisen. ... Wenn etwa die Medienwissenschaftlerin Cornelia Mothes zu dem Ergebnis kommt, dass Journalisten im Umgang mit Informationen längst nicht immer Objektivität als Maßstab anlegen, dann wird verständlich, dass Kritik der Mediennutzer am Objektivitätsverständnis von Journalisten nicht aus der Luft gegriffen ist. Wenn der Politikwissenschaftler Thomas Meyer sagt, dass die große Meinungsvielfalt in der deutschen Presse Geschichte sei, dann erscheint auch die Kritik in einem anderen Licht, die ebenfalls immer wieder von einer zu einheitlichen Berichterstattung spricht. Der Schweizer Zeithistoriker Kurt Gritsch beleuchtet die Sphären des politischen Einflusses auf die Medien und erklärt: "Im Nachrichtengeschäft geht es um Interessen, nicht um Wahrheit." Eine Medienkritik, die tiefer schaut und die Bruchstellen im journalistischen Feld aufzeigt, ist dringend notwendig. An dieser Stelle setzt das Buch an. ...
http://www.heise.de/tp/ebook/ebook_27.html

resources for media theorists and analysts...
http://www.media-studies.ca/

Disinfopedia, a collaborative project to produce a directory of public relations firms, think tanks, industry-funded organizations and industry-friendly experts that work to influence public opinion
http://www.disinfopedia.org/

"FAIR, the national media watch group, has been offering well-documented criticism of media bias and censorship since 1986"
http://www.fair.org/

SourceWatch is a free encyclopedia of public relations firms, front groups, industry-friendly experts and think tanks that try to manipulate public opinion.
http://www.sourcewatch.org

"Code of Ethics" (Journalists should...)
Society of Professional Journalists // "Seek Truth and Report It"
http://www.spj.org/ethics_code.asp

Initiative Nachrichtenaufklaerung
Rangliste vernachlaessigter Themen und Nachrichten...
http://www.nachrichtenaufklaerung.de/

Medienpsychologie
Stichpunkte / Einordnung einer Disziplin (Prof. Hentrich)
http://www.uni-koeln.de/ew-fak/psycho/Petzold/material/medienpsychologie.pdf

Wikipedia: Journalist
"Journalist ist, wer Informationen sammelt, auswertet oder prueft sowie..."
http://de.wikipedia.org/wiki/Journalist

Investigativer Journalismus
"Investigativer Journalismus ist jener Zweig des Journalismus, der sich gewoehnlich auf ein sehr spezielles Thema..."
http://de.wikipedia.org/wiki/Investigativer_Journalismus

jonet - Das Journalistennetz: Forum zum Austausch von Informationen, Ideen und Meinungen für alle sein, die in den Medien arbeiten oder ein nachhaltiges Interesse an den Medien besitzen.
http://www.jonet.org/

Wie viel Staat ist nötig, wie viel privates Angebot? Schliessen sich demokratische Transparenz und schlauer Geschäftssinn aus? Ist die Epoche der Abonnenten vorbei? Jene der digitalen Medien auch schon Mittelalter? Zuletzt: Wo holen wir uns Wissen im Kampf gegen die Manipulation? Wie bilden wir uns morgen noch eine eigene Meinung? ...
http://medienkritik-schweiz.ch/


BILDblog - Notizen ueber eine grosse deutsche Boulevardzeitung
http://www.bildblog.de/

Stefan Niggemeier - Blogger und Journalist (Berlin)
http://stefan-niggemeier.de/blog/

SpiegelKritik
...die Manipulation sind viel subtiler. «Bild» ist dagegen der Holzhammer....
http://spiegelkritik.de/

Schaut man den SPIEGEL und dessen Ableger genauer an, so zeigt sich, dass viele Berichte faktisch nicht haltbar sind oder kritikwürdige Aussagen transportieren. Auch kommt es vor, dass der SPIEGEL zentral wichtige Informationen außer Acht lässt. SPIEGELblog möchte als journalistisches Internetangebot darauf aufmerksam machen
http://www.spiegelblog.net/

Magazin zum Thema
http://www.onlinejournalismus.de/

"MediaChannel is a media issues supersite, featuring criticism, breaking news, and investigative reporting from hundreds of organizations worldwide"...
http://www.mediachannel.org/

"Media Theory and Criticism" By Steve Hoenisch
http://www.criticism.com/md/index.html

Transparency - Media criticism by Ken Sanes
http://www.transparencynow.com/

"Journalisten unterliegen haeufig Fremdbestimmung" ( Medien/Kommunikation; pressetext.de; pte/23.03.2006)
Wien (pte030/23.03.2006/14:26) - Nur 15,3 Prozent der österreichischen Journalisten fühlen sich in ihrer Arbeit völlig unabhängig und frei. Die Mehrheit unterliegt, zumindest teilweise, der Einflussnahme von Außen, wie der "Journalistenbarometer 2006" von Marketagent.com http://www.marketagent.com und Ecker & Partner http://www.eup.at zeigt. 26,8 Prozent geben an, unter stärkerer oder starker Fremdbestimmung bei der Wahl ihrer Themen zu stehen. 1,2 Prozent der Journalisten sind völlig an Vorgaben gebunden. ...
http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=060323030

"Lügen und Wahrheiten im Krieg"
Wissenschaftler zeichnen die Geschichte der Kriegsberichterstattung nach Von Brigitte Baetz (Dradio; 2006)
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/politischeliteratur/505503/

Pressefreiheit in Deutschland ist ein Online-Magazin und Watchblog zum Thema Pressefreiheit. Hier werden – Beitrag für Beitrag – sämtliche relevante Fragen zum vielfältigen Thema der Pressefreiheit behandelt. ...
http://pressefreiheit-in-deutschland.de/

"KRIEG DER KÖPFE"
Medien als Waffe im Kampf um Meinungen, Haltungen und Ideologien | Dissertation von Sascha Carl (12. Dezember 2004); pdf 524 Seiten
https://athene-forschung.unibw.de/doc/85349/85349.pdf

SpinWatch
Government and corporate propaganda are increasingly seen as a serious problem that is undermining trust in democracy...
http://www.spinwatch.org/

"News War"
In a four-part special series, News War, FRONTLINE examines the political, cultural, legal, and economic forces challenging the news media today and how the press has reacted in turn...
http://www.pbs.org/wgbh/pages/frontline/newswar/view/

« Last Edit: December 14, 2017, 01:19:54 PM by Link »

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Medien / Journalismusforschung...
« Reply #1 on: February 13, 2013, 09:35:15 AM »
Übermedien  (Boris Rosenkranz, Stefan Niggemeier)
Übermedien berichtet, Überraschung: über Medien. Über Fernsehen, Radio, Zeitungen, Zeitschriften, das Internet. Übermedien ist kritisch, unterhaltend, unabhängig. Übermedien ist kein Hobby und kein Blog, sondern ein professionelles Angebot von ausgebildeten Journalisten, finanziert vom Publikum. Wir machen das nicht nebenbei vom Sofa aus. Wir sitzen auf Stühlen an Tischen, wir gehen raus, berichten, reportieren, analysieren. ... Das Vertrauen in Medien ist dramatisch gesunken. Es gibt viele Belege dafür, dass die Beziehung zwischen Publikum und Journalisten gestört ist. Auf der einen, der Zuschauer-Seite, wuchern Pauschalurteile über die vermeintliche „Lügenpresse“; die andere Seite reagiert darauf oft mit Trotz.
Etablierte Medien tun sich schwer, mit Kritik umzugehen. Medienkritik stößt wegen Eigeninteressen, redaktionellen Befindlichkeiten oder mangelnder Bereitschaft zu Selbstkritik regelmäßig an Grenzen. Wir wollen uns frei machen von derlei Rücksichtnahme, indem wir uns von Verlagen und Sendern unabhängig machen. Wir setzen uns genau und kritisch mit Medien auseinander – und, wenn nötig, natürlich auch mit der Kritik an ihnen.
Denn was Medien produzieren, beschäftigt die Menschen. Es prägt unser Bild von der Welt. Es ärgert uns, es unterhält und amüsiert uns. Übermedien will deshalb nicht nur wütend machen (wo es nötig ist), sondern auch Spaß (wo es möglich ist). Wir sind nicht griesgrämig, sondern angriffslustig und gut gelaunt (oder wenigstens unterhaltsam schlecht gelaunt).

http://uebermedien.de/

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"Slavoj Zizek | Screening Thought - The Medias Problem With Philosophy" Länge 1 Std. 33 Min.  (Veröffentlicht am 23.06.2015)
Increasingly, intelligence is only tolerated in pre-approved and reassuringly non-challenging forms – deprecatory humor (Stephen Fry), decaffeinated reasoning (Alain de Botton), or suspiciously grand narratives (Simon Schama). Žižek himself is constantly pigeonholed by such media clichés as ‘the Elvis of cultural theory’ and ‘the Marx Brother’. This event sets out to question ‘what can be done?’ by serious thought in a culture of sound bites. Is the best that media philosophers can hope for to ‘Try again, fail again, fail better’?...
https://www.youtube.com/watch?v=me_clMxexXM

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Charakteristisch für Propaganda ist, dass sie die verschiedenen Seiten einer Thematik nicht darlegt und Meinung und Information vermischt. Wer Propaganda betreibt, möchte nicht diskutieren und mit Argumenten überzeugen, sondern mit allen Tricks die Emotionen und das Verhalten der Menschen beeinflussen, beispielsweise indem sie diese ängstigt, wütend macht oder ihnen Verheißungen ausspricht. Propaganda nimmt dem Menschen das Denken ab und gibt ihm stattdessen das Gefühl, mit der übernommenen Meinung richtig zu liegen.
https://propagandaschau.wordpress.com/

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Journalismusforschung:"Ganz auf Linie mit den Eliten"
Marcus Klöckner 11.02.2013
Eine neue Studie analysiert die Berichterstattung von deutschen Spitzenjournalisten
Wie eng verbunden sind deutsche Spitzenjournalisten mit anderen Eliten unserer Gesellschaft? Und spiegelt sich die Verbundenheit zwischen Top-Journalisten und anderen Eliten auch in der Berichterstattung wieder?
http://www.heise.de/tp/artikel/38/38515/1.html

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Der vorliegende Band zeigt anhand der Balkankriege und auf der Grundlage der Analyse von 157 Verträgen zwischen ex-jugoslawischen Kunden und amerikanischen PR-Agenturen exemplarisch, wie mit Hilfe von Public Relations Krisen- und Kriegskommunikation betrieben wird. Dabei untersuchen die Autoren, wie es mittels PR-Strategien als quasi privatisierter Propaganda gelingt, geschlossene Kommunikationskreisläufe zwischen Politik, Militär, Medien, NGOs und think tanks herzustellen, in denen die immer gleichen Kernbotschaften zirkulieren. ... „Nach der Lektüre dieses Buches weiß der Leser einmal mehr: Nichts ist, wie es scheint. Gerade im Hinblick auf die immer undurchschaubareren und ausgefeilteren Verflechtungen und das Verschwimmen der Grenzen zwischen Journalismus und PR sind kritische Bücher dieser Art von höchster Wichtigkeit.“(Norman Paech, Mitglied des Deutschen Bundestages und außenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE) ...
Prof. Dr. Jörg Becker, Mira Beham, 2. Auflage 2008, 134 S., Broschiert, ISBN 978-3-8329-3591-7
http://www.nomos-shop.de/Becker-Beham-Operation-Balkan-Werbung-Krieg-Tod/productview.aspx?product=493


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"Geleaktes CIA-Dokument belegt Kriegspropaganda" Jens Wernicke (22.06.2015)
"Krieg und Frauen haben sich medial endlich versöhnt!". Der Politikwissenschaftler Jörg Becker über Feminismus und junge Mädchen in der politischen Propaganda zur Erhöhung der Kriegsbereitschaft ... Der Council on Foreign Relations hatte eine Denkschrift über die neuen Aufgaben der cultural diplomacy angesichts des Krieges gegen den Terror vorgelegt. Auf den Punkt gebracht formulierte dieser Bericht die folgenden Erkenntnisse: Es gibt kein Land, in dem die USA beliebt sind. Um das zu ändern, müssten die USA mit den Mitteln der cultural diplomacy - Konferenzen, Kulturaustausch, Zeitungen, Radio, Fernsehen, Familien-, Städte-, Regional- und Länderpartnerschaften usw. - in anderen Ländern bevorzugt folgende Zielgruppen ansprechen: Frauen und Jugendliche. ...
http://www.heise.de/tp/artikel/45/45221/1.html

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"Frances Stonor Saunders: Wer die Zeche zahlt ... Der CIA und die Kultur im Kalten Krieg" (19.03.2001)
Mit wachsendem Abstand zur Epoche des Kalten Krieges vermehren sich, vor allem in den USA und in Großbritannien, aufschlussreiche, solide recherchierte Innenansichten des Kalten Krieges. Dazu gehört eine 1999 bei Granta Books in London erschienene und alsbald mit einem Preis der Royal Historical Society ausgezeichnete Arbeit der britischen Schriftstellerin und Dokumentarfilmerin Frances Stonor Saunders über den Kalten Krieg in der Kultur. Ihr Titel "Who Paid the Piper?" wurde in der soeben erschienenen deutschen Übersetzung treffend als "Wer die Zeche zahlt ..." wiedergegeben. Der Untertitel "Der CIA und die Kultur im Kalten Krieg" lässt keine Missverständnisse darüber aufkommen, wer da als Zahler gemeint ist.
Merkwürdigerweise ist diese deutsche Ausgabe im konservativen Berliner Siedler Verlag herausgekommen und nicht, wie eher zu erwarten gewesen wäre, in einem linken Haus. Die Autorin vergeht nämlich nicht gerade vor Bewunderung für den kulturell organisierten Antikommunismus, dessen Spuren sie vor allem in US-amerikanischen Archiven und durch Befragung von überlebenden Zeugen jener Aktivitäten nachgegangen ist. Nun scheinen linke Einrichtungen in Deutschland zur Zeit vorwiegend mit der eigenen Nabelschau und mit Ritualen des Abschwörens beschäftigt zu sein, so dass es wiederum seine Logik hat, wenn eine an Zeitgeschichte und nicht an linken Verdauungsbeschwerden interessierte Arbeit in einem konservativen Verlag erscheint.
Im Mittelpunkt des Interesses von Frances Stonor Saunders steht jener 1950 in Westberlin gegründete "Kongress für kulturelle Freiheit", der erst vor kurzem von der Frankfurter Publizistin Ulrike Ackermann wieder mit einem runderneuerten Heiligenschein versehen wurde. Ihr von ahnungslosen deutschen Rezensenten mit Lob überhäuftes Buch "Sündenfall der Intellektuellen" erweist sich nun im Licht der Untersuchung der britischen Autorin als total überholt und vollkommen wertlos. Seine Kernaussage schrumpft zur lachhaften Märchenerzählung. ... Das Buch "Wer die Zeche zahlt... Der CIA und die Kultur im Kalten Krieg" breitet seinen gewissenhaft erarbeiteten, zeitgeschichtlich äußerst lehrreichen Stoff auf eine angenehm unterhaltsame Weise aus. Es wimmelt von wissenswerten Anekdoten aus der Zeit des Kalten Kriegs, die noch nirgendwo zu lesen waren. ...
http://www.deutschlandfunk.de/frances-stonor-saunders-wer-die-zeche-zahlt-der-cia-und-die.730.de.html?dram:article_id=101548


Der Kongress für kulturelle Freiheit (Congress for Cultural Freedom, CCF) war von 1950 bis 1969 eine in Paris ansässige Kulturorganisation, die von der CIA beeinflusst und finanziert wurde. Seinem Selbstverständnis nach war der CCF eine Sammlung linksliberaler Intellektueller gegen den Totalitarismus.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kongress_f%C3%BCr_kulturelle_Freiheit


Das Ziel, die Verteidigung der Freiheit,  sei  zweifellos  richtig  gewesen,  aber die Wahl der Mittel zumindest „fragwürdig“. Kern der Untersuchung ist die Frage, in  welcher  Weise  der  US-Geheimdienst  die Kulturpolitik beeinflußte. Dahinter formieren sich weitere Detailfragen: Warum ließen sich Intellektuelle  und  Linke  überhaupt  für  den Kalten  Krieg  instrumentalisieren  oder  welche Auswahl traf der Geheimdienst unter den Intellektuellen.  Brisant  sind  natürlich  auch die  Fragen,  inwiefern  die  Instrumentalisierung  Einfluß  auf  das  künstlerische  Ergebnis gewann und ob der Geheimdienst politische Stromlinienförmigkeit vor künstlerische Qualität forderte. Die Praxis der kulturellen Kriegsführung, schreibt Saunders in der Einleitung, werfe zwangsläufig solche „beunruhigende Fragen“ auf. ...
http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/type=rezbuecher&id=899&view=pdf (3 Seiten Einführung)

-.-

"Medien: Wie die “Fünfte Gewalt“ Zustimmung der Menschen für Kriege herbeiführt - Kriegspropaganda im modernen Medienzeitalter" Dr. Sabine Schiffer (22. Juni 2015)
1990 hat ein böser Schurke (Saddam Hussein) ein völlig unschuldiges Opfer (Kuwait) überfallen, das der selbstlose Held (USA) retten musste. Diese märchenhafte Vorstellung ließ einen Krieg gegen die Iraker legitim erscheinen. Ausgeblendet blieben die komplexen Zusammenhänge und die nicht militärischen Alternativen. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass die Horrorgeschichte von den tyrannischen irakischen Soldaten, die Brutkastenbabys an die Wand geschleudert hätten, von der PR-Agentur Hill & Knowlton erfunden worden war, um die moralische Verpflichtung zum „Eingreifen“ noch zu verstärken. ...
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=15223


-.-


Was Journalisten verdienen
➸ Was bekommst Du?
Bitte mitmachen und Honorar-Erfahrungen einreichen...
http://wasjournalistenverdienen.tumblr.com/

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"Uwe Krüger: Meinungsmacht" 16.09.2013
Der Einfluss von Eliten auf Leitmedien und Alpha-Journalisten - eine kritische Netzwerkanalyse
Reihe des Instituts für Praktische Journalismus- und Kommunikationsforschung
...
Köln (Herbert von Halem Verlag) 2013
378 Seiten, 29,50 Euro, ISBN 978-3-86962-070-1
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58687

« Last Edit: January 19, 2016, 10:34:30 PM by Link »

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medienjournalismus und medienkritik...
« Reply #2 on: March 20, 2014, 08:16:47 PM »
"Pressekodex: Schluss mit der Selbstzensur" Horst Pöttker (2. Oktober 2013)
Der Pressekodex muss geändert werden: Journalisten sollten die Herkunft von Straftätern nennen dürfen.
http://www.zeit.de/2013/41/pressekodex-straftaeter-herkunft

"Journalistische Korrektheit: Lieber politisch korrekt als politisch falsch" Canan Topçu  (24. Oktober 2013)
In der Berichterstattung die Herkunft von Straftätern zu nennen liefert keine Erklärung für die Tat – eine Replik
http://www.zeit.de/2013/44/berichterstattung-straftaeter-herkunft/komplettansicht

---

"Chaos bei Zeit Online: Mal gilt der Ethik-Kodex, mal gilt er nicht"
Marcus Klöckner und Paul Schreyer 20.03.2014
Redaktion trennt sich von Autor, der für Russland Heute geschrieben hat - und misst mit zweierlei Maß ... Der Chefredakteur des Onlinemediums hat am 8. März kurzen Prozess gemacht und die Zusammenarbeit mit einem freien Autor beendet. Grund: Der ehemalige Russland-Korrespondent Moritz Gathmann, der für die Redaktion über die Ereignisse in der Ukraine berichtete, hatte auch für die vom Kreml finanzierte Publikation Russland Heute geschrieben. Zeit Online sah darin einen Interessenkonflikt und im Besonderen einen Verstoß gegen den hausinternen "Code of Ethics". Das Problem ist, dass der Ethik-Kodex bei Zeit Online offenbar nur selektiv Anwendung findet. ...
http://www.heise.de/tp/artikel/41/41289/1.html


"Kurzer Prozess: »Zeit Online« und der geschasste 150-Euro-Reporter"
Es geht also nur und ausschließlich ums Prinzip. »Zeit Online« hat es vorher verschlafen, sich darum zu kümmern, ob der Reporter den Verhaltenskodex erfüllt, erzwingt diesen Verhaltenskodex aber im Nachhinein gnadenlos. ...
http://www.stefan-niggemeier.de/blog/kurzer-prozess-zeit-online-und-der-geschasste-150-euro-reporter/

---

Quote
25. März 2014 09:51
Interessante Berichterstattung in deutschen Medien
cooregan

Während heise den Hinweis darauf, dass sich für nicht-US-Bürger am
Überwachtwerden genau gar nichts ändert, sehr deutlich platziert,
findet sich dieser in einem Großteil der 'Leitmedien' bestenfalls am
Rande oder gar nicht. Beim Überfliegen des Textes könnte der hiesige
Leser den Eindruck gewinnen, auch für ihn wäre damit dieser Angriff
auf seine Grundrechte vorbei.

Und ich behaupte, dass das voll beabsichtigt ist. Denn das sind die
gleichen Leitmedien, die uns seit Wochen mit ihrer Berichterstattung
zur Ukraine einreden wollen, dass 'wir' zusammen mit den USA die
Guten seien, und nur der rote Russe der Böse.

Auch diese Berichterstattung passt wunderbar in die
Propagandamaschinerie der Transatlantiker, die mit dem Aufwärmen des
alten Feindbildes ihre eigenen Sauereien zudecken und dem MIK seine
absurd hohen Gelder sichern wollen.

Schön, dass sich heise - v.a. auch durch die sehr viel ausgewogenere
und pluralistischere Berichterstattung zur Ukraine auf telepolis - so
wohltuend von Tagesschau, Spiegel, Süddeutscher und Zeit abhebt.

gruß
cooregan


http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Interessante-Berichterstattung-in-deutschen-Medien/forum-276953/msg-24978634/read/

Quote
25. März 2014 12:20
Aber es besteht Hoffnung!
badera

"Der ZDF-Staatsvertrag ist in Teilen mit dem Grundgesetz unvereinbar.
Das entschied das Bundesverfassungsgericht und schränkte den Einfluss
von Staat und Parteien auf die Gremien des ZDF erheblich ein."

> http://www.tagesschau.de/inland/zdf-karlsruhe102.html
> http://www.heise.de/newsticker/meldung/Karlsruhe-schraenkt-Einfluss-der-Politik-aufs-ZDF-ein-2154181.html

http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Aber-es-besteht-Hoffnung/forum-276953/msg-24979653/read/


-.-

"Auf Kriegsfuß mit den Lesern" Paul Schreyer (15.04.2014)
Die Leitmedien verlieren in der Russland-Berichterstattung den Kontakt zur Bevölkerung - und wundern sich nun darüber. Was steckt hinter dem seltsamen Bruch mit dem eigenen Publikum?
http://www.heise.de/tp/artikel/41/41507/1.html


« Last Edit: May 16, 2016, 09:19:13 PM by Link »

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« Reply #3 on: April 15, 2014, 09:42:41 AM »
"NSA-Skandal: Pulitzer-Preis für Snowden-Reporter" (15.04.2014)
Für die Enthüllung des NSA-Skandals haben die US-Ausgabe des britischen Guardian und die Washington Post den renommierten Pulitzer-Preis in der prestigeträchtigsten Kategorie "Dienst an der Öffentlichkeit" erhalten. Die beiden Zeitungen veröffentlichten Auszüge der von Edward Snowden gesammelten Geheimdienst-Dokumente und eröffneten damit die seit Monaten anhaltende internationale Debatte um die totale Kommunikationsüberwachung durch westliche Geheimdienste. Um zwei Blätter ehren zu können, war eigens die wichtigste der 21 Preiskategorien geteilt worden.
Die Washington Post bekomme den Preis für "die Enthüllung der weitreichenden Überwachung durch die National Security Agency (NSA), besonders die maßgeblichen und aufschlussreichen Berichte, die der Öffentlichkeit halfen, den größeren Rahmen zu verstehen". Beim Guardian klingt die Formulierung fast genau so. Hier wird hervorgehoben, dass die Zeitung "mit ihrer streitlustigen Berichterstattung geholfen hat, einen Funken an die Debatte um staatliche Überwachung und den Widerspruch zwischen Sicherheit und Privatsphäre zu legen".
Edward Snowden sagte in einer schriftlichen Reaktion, die Preise erinnerten daran, dass eine freie Presse das bewirken könne, wozu kein Einzelner alleine imstande sei. "Meine Anstrengungen wären ohne Einsatz, Engagement und Können dieser Zeitungen bedeutungslos gewesen", schrieb Snowden auf der Webseite der Freedom of the Press Foundation. Er gratulierte den Journalisten. Trotz außerordentlicher Einschüchterungen wie die erzwungene Zerstörung journalistischen Materials sowie eine unangemessene Anwendung der Terrorismusgesetze hätten sie mutig weitergearbeitet. ...

http://www.heise.de/newsticker/meldung/NSA-Skandal-Pulitzer-Preis-fuer-Snowden-Reporter-2169955.html

Quote
bernhardv, 15. April 2014 08:28
Doppelt gut dass es ja sogar ein US-amerikanischer Preis ist!

Dies macht den Preis in diesem Fall ja noch besser!

http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Doppelt-gut-dass-es-ja-sogar-ein-US-amerikanischer-Preis-ist/forum-278118/msg-25084409/read/


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« Reply #4 on: April 25, 2014, 03:07:08 PM »
22. April 2014 um 13:51 Uhr
Wie kam es zum neuen Ost-West-Konflikt und wie sich Medien auf der “Hauptstraße” aufführen
Verantwortlich: Albrecht Müller   
Wir haben vor Ostern in mehreren Beiträgen beschrieben, wie die Idee einer europäischen Friedensordnung zerstört wird. In den letzten Tagen gab es eine Reihe interessanter Beiträge zum Thema und dann auch wieder Belege für die Kampagne der Medien auf der „Hauptstraße“. Diese Medien sorgen sich bzw. sind empört darüber, dass das Volk mehrheitlich so widerspenstig ist, auf die Kampagnen gegen Russland zum Beispiel nicht hereinfällt und sich in Foren medienkritisch äußert. Medienkritik – wo gibt’s denn so was!
http://www.nachdenkseiten.de/?p=21493

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"Mediale Einseitigkeiten und Verlautbarungsjournalismus" Jochen Mitschka (29.04.2014)
Deutschland benötigt dringend neutrale und erklärende Nachrichten mit Reichweite - ein Kommentar
http://www.heise.de/tp/artikel/41/41621/1.html

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Bei der Berichterstattung über den Konflikt zwischen der Ukraine und Russland gäbe es "entlarvende Automatismen", erklärt die Dozentin für Journalistik, Gabriele Krone-Schmalz.
NDR / ZAPP - 16.04.2014 23:20 Uhr
https://www.youtube.com/watch?v=22VfEe1RkH8


Verlautbarungsjournalismus
Kolumne, Dr. Sabine Schiffer (30.11.2012)
Bis zu 60 Prozent unserer täglichen Nachrichten sollen aus Pressemitteilungen
stammen. Je höher angesehen das Unternehmen, die Behörde oder eine Stiftung ist,
umso wahrscheinlicher ist der Abdruck oder das Senden der gewünschten Botschaft.
Dabei gehen Journalisten, die ihr Handwerk gelernt haben, oft genug mit dem
Mindeststandard journalistischen Arbeitens an die Sache heran: sie holen eine
zweite, möglichst gegenteilige Meinung ein. Dennoch sind sie schnell gefangen im
Agendasetting der interessegeleiteten Kommunikation. Immer seltener ist es
möglich, eigene Themen zu bestimmen, überhaupt darüber nachzudenken, was
wichtig und relevant wäre – von unabhängigen, sprich unverfärbten, Recherchen
kann man da fast nur noch träumen. ...

http://www.medienverantwortung.de/wp-content/uploads/2009/10/20121130_IMV-Schiffer_Verlautbarungsjournalismus.pdf

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"Welttag der Pressefreiheit: Medien massiv unter Druck" (02.05.2014)
Um die "4. Gewalt" steht es international sehr schlecht: Die US-Organisation "Freedom House" konstatiert in ihrem Jahresbericht 2014 zum UN-Welttag der Pressefreiheit am Samstag einen neuen Tiefstand ihres Pressefreiheits-Index. Nur noch 14 Prozent der Weltbevölkerung leben in Ländern, denen Freedom House eine "freie" Berichterstattung attestiert. 44 Prozent leben demnach in Ländern, die als "unfrei" gelten, 42 Prozent in Staaten mit dem Stempel "teils frei". In einem Drittel der 197 untersuchten Länder wird demnach die Pressefreiheit mit Füßen getreten. ....
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Welttag-der-Pressefreiheit-Medien-massiv-unter-Druck-2181862.html


Quote
2. Mai 2014 19:22
China und Russland halten die Medien fest im Griff
mibome

Zitat: "China und Russland halten dem Report zufolge die Medien fest
im Griff und versuchen, unabhängige Sichtweisen ... zu unterdrücken."

Wenn man sich die deutsche Presse ansieht (z.B. letztens erst wieder
zur Ukraine-Krise), so hat man doch dasselbe Gefühl über die Medien
in DE. Nur linientreue Hofberichtserstattung, bis hin zur
unverhohlenen Propaganda, in JEDEM Medium, also nicht nur in Welt,
Speigel und GEZ-Staatsfunk, sondern praktisch überall. ...

http://www.heise.de/newsticker/foren/S-China-und-Russland-halten-die-Medien-fest-im-Griff/forum-278982/msg-25164664/read/

« Last Edit: May 04, 2014, 11:57:43 AM by Link »

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« Reply #5 on: May 12, 2014, 11:57:41 AM »
"Das Netzwerk der transatlantischen Journalisten" Daniel Bröckerhoff (05.05.2014)
... Mit der Skepsis von Medienkonsumenten gegenüber der Berichterstattung im Fall der Ukraine-Krise haben sich auch schon meine Zapp-Kollegen Bastian Berbner und Sandra Aid beschäftigt. Der Film thematisiert zwar nicht die interessengeleiteten Verstrickungen, nennt aber andere Gründe dafür, dass deutsche Medien berichten, wie sie berichten...
http://www.carta.info/72357/das-netzwerk-der-transatlantischen-journalisten/

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Quote
[...] Verbindungsinformationen spielten im System des Geheimdienstes eine wichtige Rolle, da mit ihrer Hilfe detaillierte Profile angelegt und Betroffene gegebenenfalls auf "No-Fly"- oder sogar "Kill"-Listen landeten. Zu Zielen würden Ausgespähte zwar nicht "automatisch" rein mithilfe maschineller Auswertungen erklärt. Trotzdem kritisierte Binney das Verfahren scharf als "Schlächterei per Zufallsgenerator", was international als Schwerverbrechen angesehen werde. ...
Aus: "Ehemaliger NSA-Technikchef: "Der NSA gehört das Netzwerk"" (14.05.2014)
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Ehemaliger-NSA-Technikchef-Der-NSA-gehoert-das-Netzwerk-2188605.html

Quote
deafdumbblind, 14. Mai 2014 08:31
Merkel bei Obama

Wenn Schröder und Putin zusammentreffen, empört sich der Boulevard.
Wenn jedoch Merkel mit dem Schwerverbrecher Obama innige Umarmungen
austauscht, ist das völlig in Ordnung.
Heuchelei pur.
http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Merkel-bei-Obama/forum-279531/msg-25217660/read/

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"Die nützliche Erfindung der "Pro-Russen"" Stefan Korinth (16.05.2014)
Seit Beginn des Ukraine-Konflikts zeigen die deutschen Medien mit dem Finger auf Moskau. Innerukrainische Erklärungen für den Konflikt spielen hingegen kaum eine Rolle. Als nützlichste Medien-Erfindung erweisen sich dabei die "Pro-Russen". Die Konfliktparteien in der Ukraine als "pro-russisch" und "pro-westlich" zu bezeichnen, hatte sich seit Beginn der Auseinandersetzung medial eingebürgert. Jedoch beschreiben solche Begriffe die beiden Lager mit all ihren Ausprägungen und inneren Widersprüche nur ungenügend und zum Teil auch falsch. So war Janukowitschs Politik lange positiv auf die EU ausgerichtet und Brüssel galt er als legitimer Verhandlungspartner. Wohingegen die Partei Swoboda und andere rechtsradikale Gruppen lieber eine national-souveräne als eine europäisch-integrierte Ukraine wollen. Schon im Dezember 2013 konnten diese Dinge jedem Journalisten mit ein wenig Recherche klar sein. ... die Identität dieser "pro-russischen Kräfte" bleibt auch medial im Ungefähren. Vielleicht sind sie aus dem großen Nachbarland eingesickert, um für ein imperiales Großreich zu kämpfen? Vielleicht sind sie ethnische Russen, die in der Ukraine leben und der russischen TV-Propaganda alles glauben? Nur eins dürfen sie nicht sein: Bewohner der Ukraine mit dem berechtigten Anspruch, Akteure innerukrainischer Debatten zu sein.
Für Spiegel-Autorin Christiane Hoffmann sind die Bewaffneten dort "Gesindel", für Welt-Kommentator Florian Eder "als einheimische Demonstranten verkleidete Unruhestifter" und für ZDF-Korrespondentin Katrin Eigendorf einfach "Terroristen". Die Bewaffneten in der Westukraine bezeichnete kein Journalist so. Ganz klar: Professionelle Neutralität geht anders.  ...

http://www.heise.de/tp/artikel/41/41787/1.html

« Last Edit: May 16, 2014, 05:49:41 PM by Link »

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« Reply #6 on: May 19, 2014, 12:18:12 PM »
"Ukraine: Der Qualitätsjournalismus versagt" Stefan Korinth (31. Januar 2014)
Redaktionen hätten zudem die Pflicht, bestimmte Sachverhalte des derzeitigen Konfliktes inhaltlich zu erläutern. Das ginge vor allem mit Recherche. Doch seit Beginn der Berichterstattung gibt es hierbei nur wenige Fortschritte. Ein Beispiel: Auslöser der Kiewer Demonstrationen war die präsidiale Weigerung das Assoziierungsabkommen mit der EU zu unterschreiben. Doch was beinhaltet der Vertrag eigentlich? Welche „Reformen“ verlangt die EU? Was wären die Folgen für das Land? Was leistet die EU dabei? Und was genau ist das russische Gegenangebot der Zollunion? Warum kann die Ukraine nicht beide Verträge unterzeichnen? Der deutsche Medienkonsument wird allein gelassen. ... In deutschen Medien erläutern keine Politologen oder Osteuropaexperten, welches der Wahlbündnisse konservative, wirtschaftsliberale oder eher soziale Politik-Ziele verfolgt. Mehr als die Wikipedia-Lebensläufe der Führungsfiguren finden sich auch in den „Hintergrundinformationen“ selten. Kein Experte erzählt beispielsweise davon, dass es in der Ukraine an fortschrittlichen linken Parteien mangelt. Für die Einschätzung der Lage wäre es zudem gut zu wissen, welche wichtigen Gesetzesänderungen Janukowitschs „Partei der Regionen“ in den letzten Jahren vorgenommen und wer finanziell davon profitiert hat. Oder was eigentlich unter der „Orangenen Regierung“ passierte. Dass Vorgängerpräsident Juschtschenko 2010 mit einem Ergebnis von fünf Prozent abgewählt wurde. Oder woher Vitali Klitschkos junge Partei „Ukrainische demokratische Allianz für Reformen“ kommt. In Deutschland wissen die wenigsten, wie die Programmpunkte des früheren Boxers lauten. Dabei könnte die Konrad-Adenauer-Stiftung hierbei sogar Antworten in deutscher Sprache liefern. ... Der Unterschied zwischen PR-Leuten und Journalisten ist, dass Letztere sich um Neutralität und Aufklärung bemühen. Von Kiew aus verbreiten deutsche Korrespondenten jedoch eine erkennbar einseitige Sichtweise und machen sich damit zum Handlanger politischer Interessen. ... Die mit der Ukraine befassten Journalisten waren über mehr als zwei Monate hinweg nicht in der Lage, sich einen größeren Überblick über die Situation im Land zu verschaffen. Bei den wenigen existierenden Reportagen und Info-Blöcken reproduzierten sie meist nur Oberflächlichkeiten. Schließlich gehen sie Informationen nur einseitig nach, spielen problematische Sachverhalte wohlwollend herunter oder verschweigen sie ganz. Eine an qualitativen Kriterien orientierte Berichterstattung – differenziert, tiefgründig und neutral – findet nicht statt. Der von seinen Machern viel besungene Qualitätsjournalismus versagt. ...
http://www.nachdenkseiten.de/?p=20542

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Journalismus auf der #rp14
Von Markus Beckedahl (18.05.2014)
In vielen Vorträgen und Diskussionen auf der re:publica´14 ging es um Jornalismus und neue Öffentlichkeiten. Eine kleine Auswahl als Empfehlung für ein zeitsouveränes Anschauen habe ich hier zusammengestellt. ...
https://netzpolitik.org/2014/journalismus-auf-der-rp14-sehr-sehr-geiles-publikum/

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"Leitartikler und Machteliten" Marcus Klöckner (23.05.2014)
Leitende Redakteure der Wochenzeitung DIE ZEIT haben über Jahre deutsche Politiker zu verschwiegenen Bilderberg-Konferenzen eingeladen, darunter auch Helmut Kohl. Auch Spitzenjournalisten von anderen großen Medien sind in diversen Elitenetzwerken aktiv. Seitdem die Satire-Sendung "Die Anstalt" vor einem Millionenpublikum auf die Netzwerke deutscher "Alpha-Journalisten" aufmerksam gemacht hat, brodelt es hinter den Kulissen.  ... Herausgeber der ZEIT beschwert sich beim ZDF - Satire-Sendung "Die Anstalt" erhält Unterlassungserklärungen. ...
http://www.heise.de/tp/artikel/41/41841/1.html

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"Berichterstattung über die Krim-Krise Blick aus der Blase" Hannah Beitzer (19. März 2014)
Machen es sich Medien damit zu einfach? Das jedenfalls glauben nicht wenige Experten und Journalisten, die nun die Berichterstattung rund um die Themen Ukraine und Krim kritisieren. Im Guardian schreibt etwa der australische Journalist Antony Loewenstein: "Niemand kann die Brutalität Putins bezweifeln. Aber die Art und Weise, wie westliche Medien über den Konflikt berichten, wirft doch einige Fragen auf." ...
http://www.sueddeutsche.de/politik/berichterstattung-ueber-die-krim-krise-blick-aus-der-blase-1.1914499

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"Kriegspropaganda: Eine Kiewer Ente im deutschen Blätterwald" Stefan Korinth (19.08.2014)
Hiesige Leitmedien bringen eine offensichtliche Falschmeldung von Petro Poroschenko über einen zerstörten russischen Panzerkonvoi. ... Dass deutsche Medien immer wieder Schwierigkeiten haben, eine professionelle Haltung gegenüber der Kiewer PR einzunehmen, ist mit vernunftbetonten Denkansätzen nicht erklärbar. Es scheint häufig nur darum zu gehen, Behauptungen unreflektiert zu vervielfältigen, damit westliche Polit-Eliten permanent Drohungen aussprechen können. ...
http://www.heise.de/tp/artikel/42/42557/1.html

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"Déjà-Vu nach 13 Jahren" Stefan Korinth (11.09.2014)
Das Scheitern vor allem der Leitmedien an journalistischen Idealen wie Objektivität, Neutralität, Unabhängigkeit, kritischer Distanz, Sorgfalt oder Ergebnisoffenheit ist dabei mehr als nur eine Parallele zwischen 9/11 und dem Ukraine Konflikt. Die bedingungslos unkritische Unterstützung der nationalen Regierungslinie sowie der Einsatz für konkret nie benannte "westliche Werte" ist quasi die verbindende Konstante der Auslandsberichterstattung von damals bis heute und gleichzeitig eine Bankrotterklärung an das eigene Berufsethos. ...
http://www.heise.de/tp/artikel/42/42732/1.html

Quote
[...] Berthold Bricht,  11. September 2014 09:16
Das Dilemma der vierten Säule

... Das Deja-Vu Erlebnis, das
hier beschrieben wird ist mitnichten die Bezichtigung eines
Bösewichtes ohne Beweise, sondern die unkritische und vorauseilende
Berichterstattung, die die normative Kraft des scheinbar Faktischen
benutzt um fragliche, weil auch komplexe Zusammenhänge in einfache
Aussagen umzuformen.

Dabei wird von den Medienhäusern immer wieder das Argument
eingebracht, Qualitätsjournalismus zu betreiben, was nicht nur ein
Euphemismus ist, sondern schlichtweg Irreführung, denn die Qualität
der Nachrichten läßt sich vom Empfänger nicht verifizieren. ...

http://www.heise.de/tp/foren/S-Das-Dilemma-der-vierten-Saeule/forum-285353/msg-25783860/read/

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"Einspruch unerwünscht – wie sich die Mainstream-Medien von ihren Lesern entfremden"
Jens Berger (10. September 2014)
Die FAZ erlaubt unter Online-Artikeln zum Themenkomplex Ukraine/Russland schon seit längerem keine Leserkommentare mehr. SPIEGEL Online geht da selektiver vor und schließt den Kommentarbereich erst dann, wenn die Leser die Artikel zu kritisch bewerten. Am konsequentesten ist jedoch die Süddeutsche, die ihren Kommentarbereich gleich ganz abgeschafft hat und Leserkommentare nun auf die sozialen Netzwerke auslagert. Währenddessen erreichen uns nahezu täglich Mails von Lesern, die uns darauf hinweisen, dass in den Kommentarbereichen nahezu aller großen Portale Leserkommentare mit Links auf die NachDenkSeiten nicht veröffentlicht oder meist kommentarlos gelöscht werden. Leserkritik ist bei den Mainstream-Medien offenbar unerwünscht. Doch das eigentliche Problem ist tiefgreifender. ... Wer sich am letzten Sonntag den ARD-Presseclub angeschaut hat, kam sich vor wie in einer Parallelwelt. Dort debattierten vier einflussreiche Journalisten mit dem nicht minder einflussreichen ARD-Programmdirekter Volker Herres über den NATO-Gipfel und waren sich eigentlich in allen wesentlichen Punkten einig – Russland sei voll und ganz für die Eskalation in der Ukraine verantwortlich, Putin ein Aggressor und die NATO ein friedliebender Garant der Demokratie und der Menschenrechte … man kennt diese Argumentationsmuster ja zu genüge. Den Part des Nonkonformisten durfte ausgerechnet Ines Pohl von der in außen- und sicherheitspolitischen Themen nur all zu konformistischen taz übernehmen. Wer die Sendung verpasst hat, hat eigentlich nichts verpasst. Beim Themenkomplex Ukraine/Russland sind sich die großen deutschen Medien in allen Punkten einig – allenfalls im Grad der Anti-Russland-Haltung gibt es feine Nuancen. ...
http://www.nachdenkseiten.de/?p=23220

« Last Edit: September 11, 2014, 10:13:31 AM by Link »

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« Reply #7 on: September 29, 2014, 01:11:38 PM »
"Ukraine-Berichterstattung Rebellion der Leser" David Goeßmann (10.05.2014)
Eine grundlegende Kursänderung ist in der deutschen Berichterstattung bisher nicht zu erkennen. Putins "Griff nach der Ukraine" ist weiter Subtext vieler Schlagzeilen und Artikel. Kritische Stimmen zum Vorgehen der ukrainischen Übergangsregierung in der Ostukraine, zur eskalierenden Rolle des Westens und zu den ökonomischen und militärischen Interessen von USA und EU bleiben Mangelware. Die "Rebellion unter den Lesern", wie es die "Neue Zürcher Zeitung" nennt, wird in den Kommentarforen wohl weiter anhalten. ...
http://www.deutschlandfunk.de/ukraine-berichterstattung-rebellion-der-leser.761.de.html?dram:article_id=285010&dram:audio_id=276232&dram:play=1


Es gibt keinen Grund, sich für Fehler zu entschuldigen oder in der Berichterstattung nun gar “gegenzusteuern”.
http://blog.tagesschau.de/2014/09/29/zwischenbilanz-der-ukraine-konflikt-in-der-tagesschau/
Aber nicht doch, mein Herr! Natürlich nicht! Wo kämen wir da hin!
Quelle: http://blog.fefe.de/?ts=aad55b58


Dr. Kai Gniffke: "Zwischenbilanz: Der Ukraine-Konflikt in der Tagesschau" (29. September 2014)
http://blog.tagesschau.de/2014/09/29/zwischenbilanz-der-ukraine-konflikt-in-der-tagesschau/

Franck - Kommentar 340 (!):
2. Oktober 2014 um 09:49 Uhr
Die ÖR Medien haben zur Ukraine falsch, unkritisch und intentionell berichtet und sind damit implizit Mitschuld an der gewaltsamen Eskalation der Krise in der Ukraine. Eine Krise, die es ohne das EU Assoziationsabkommen so gar nicht geben würde.
Nun war wohl das abweichende Zuschauerfeedback nicht mehr zu ignorieren. Einen Fehler (waren ja eigentlich ein paar mehr…) einzugestehen ist zwar ein erster Schritt, aber dieser ist leider wohl eher nicht aus Selbsterkenntnis sondern nur durch öffentlichen Druck geschehen.
Und vor allem ziehen sich die fehlende kritische Distanz, die Einseitigkeit, die Auslassungen und die Diffamierungen ja auch durch viele weitere Nachrichtenthemen (Euro, AfD, Einwanderung, Kriminalität, Islam, …) und enden nicht bei Tagesschau (oder auch “heute”) sondern finden ihre Fortsetzung in Magazinsendungen, Talkshows oder der gar der Lindenstraße. ARD und ZDF haben für mich weitestgehend ihre Glaubwürdigkeit und damit auch ihre Berechtigung verloren. ...
http://blog.tagesschau.de/2014/09/29/zwischenbilanz-der-ukraine-konflikt-in-der-tagesschau/


[Journalismus (ARD-aktuell) #8... ]
Category: Daten.PolitixMicro, Fraktal.Text, Gespaltene.Deutung, Global.Politix:Micro / Tag: ARD-aktuell, Mit rund 30 Redakteurinnen und Redakteuren haben wir ...
http://www.subf.net/fraktallog/?p=11147


Dr. Kai Gniffke: "Noch einmal: Ukraine-Berichterstattung" (1. Oktober 2014)
http://blog.tagesschau.de/2014/10/01/noch-einmal-ukraine-berichterstattung/


---

Am 28. Februar 2014 gründeten interessierte und kritische MediennutzerInnen in Leipzig den Verein „Ständige Publikumskonferenz der öffentlich-rechtlichen Medien“ und legten damit den Grundstein für den Aufbau einer unabhängigen, demokratischen Kontroll- und Beschwerdeinstanz für die öffentlich-rechtlichen Medien.
https://publikumskonferenz.de/blog/

Ständige Publikumskonferenz der öff.-rechtl. Medien
http://forum.publikumskonferenz.de/

---

"Undercover" Christiane Schulzki-Haddouti 24.08.1998
Der BND und die deutschen Journalisten - Erich Schmidt-Eenboom, Geheimdienstkritiker und Direktor des Forschungsinstituts für Friedenspolitik in Weilheim, erforschte in zweieinhalbjähriger Kleinstarbeit die Hintergründe einer ominösen Liste mit "Pressesonderverbindungen". Am 20. August wurde sein Buch "Undercover - Der BND und die deutschen Journalisten" im Verlag "Kiepenheuer & Witsch" veröffentlicht. ... 230 Journalisten waren mit Deckname und "Presseverbindungsführern" auf der BND-Liste registriert. Darunter Rowohlt-Verlagschef Michael Naumann (NORDDORF), die Herausgeberin der ZEIT Marion Gräfin Dönhoff (DOROTHEA), Stern-Gründer Henri Nannen (NEBEL), Ex-BILD-Chefredakteur und Kanzlerfreund Peter Boenisch (BONGERT), ZDF-Intendant Karl Holzamer (HUPPERZ), Springer-Kolumnist Mainhardt Graf Nayhauß (NIENBURG), Gerhard Löwenthal vom ZDF (LOEBEN) und der Intendant der Deutschen Welle Walther Steigner (STEFFEL). Eingeteilt wurden die Journalistenkontakte je nach Grad ihrer Intensität und Qualität in drei verschiedene Kategorien ...
http://www.heise.de/tp/artikel/2/2441/1.html

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“Lüge in Kriegszeiten” Mathias Bröckers (29.07.2014):
Am Beispiel des Ersten Weltkriegs formulierte Arthur Ponsonby 1928 die Strukturgesetze der Kriegspropaganda – sie gelten, wie die aktuelle Berichterstattung über die Ukraine zeigt, noch immer … In seinem 1928 veröffentlichten Buch “Falsehood in Wartime” (“Lüge in Kriegszeiten”) versuchte Ponsonby auch die Strukturelemente dieser Lügen und Fälschungen zu beschreiben, wie er sie am Beispiel des Ersten Weltkriegs beobachtet hatte …
http://www.heise.de/tp/artikel/42/42386/1.html

« Last Edit: June 25, 2015, 03:06:56 PM by Link »

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« Reply #8 on: October 07, 2014, 09:38:25 AM »
"Ukraine-Konflikt im WDR Falsches Panzer-Bild "eine reine Unaufmerksamkeit""
04.10.2014 13:38 Uhrvon Matthias Meisner
Der Intendant des Westdeutschen Rundfunks, Tom Buhrow, hat eine Programmbeschwerde wegen der Verwendung eines falschen Panzer-Bildmotives zur Illustrierung des Ukraine-Konflikts zurückgewiesen. Er gibt in einem Schreiben an die Beschwerdeführerin Maren Müller aus Leipzig allerdings zu, "dass hier in der Tat ein Fehler passiert ist, den die Redaktion außerordentlich bedauert". Zugleich stellt er fest, dass die Verwendung des dpa-Fotos, "durch die der falsche Eindruck entstanden ist, auf eine reine Unaufmerksamkeit zurückgeht". ...
http://www.tagesspiegel.de/medien/ukraine-konflikt-im-wdr-falsches-panzer-bild-eine-reine-unaufmerksamkeit/10792768.html
   

"Auch das ZDF behauptete, “pro-russische Bewaffnete” seien für die Toten in Krasnoarmeysk verantwortlich"
Posted by Dok in ZDF (02 Donnerstag Okt 2014)
Nicht nur die ARD hat den tödlichen Zwischenfall in Krasnoarmeysk benutzt, um im Umfeld des Referendums gezielte Stimmung gegen die Ostukrainer und ihr Votum über die eigene Unabhängigkeit zu verbreiten. Wie uns Maren Müller von der “Ständigen Publikumskonferenz” dankenswerterweise mitgeteilt hat, wurde auch am 12.5.2014 im ZDF Mittagsmagazin (ab 2:00min) von Anne Gellinek die gleiche völlig verdrehte Darstellung verbreitet, es seien “pro-russische Bewaffnete” gewesen, die das Wahllokal stürmten und dann in die Menge schossen.
Gellinek benutzt diese falsche Darstellung, um das Referendum zu diskreditieren und skandalisiert anschließend auch die Tatsache, dass in anderen Wahllokalen teilweise bewaffnete Bürger anwesend waren. Dass die genau deshalb nötig waren, weil faschistische Banden des Rechten Sektors im Land unterwegs waren, um das Referendum zu stören, versteht der durch ARD und ZDF desinformierte Zuschauer so selbstverständlich nicht – wenn er sich nicht anderweitig informiert. Da schon die ARD den Lügenbeitrag von Udo Lielischkies über die Vorgänge in Krasnoarmeysk aus der Mediathek gelöscht hat, haben wir auch den Beitrag des Mittagsmagazins gesichert und den kurzen Ausschnitt bei myvideo hochgeladen ...

https://propagandaschau.wordpress.com/2014/10/02/auch-das-zdf-behauptete-pro-russische-bewaffnete-seien-fur-die-toten-in-krasnoarmeysk-verantwortlich/


"ARD: Chefredakteur Gniffke gesteht Lügengeschichte ein – die wir vor über 4 Monaten gemeldet haben"
Posted by Dok in ARD (01 Mittwoch Okt 2014)
ARD Chefredakteur Gniffke meldet sich erneut im Blog der Tagesthemen, um dort jetzt auch die Lügengeschichte über die Toten von Krasnoarmeysk einzugestehen – mehr als 4 Monate, nachdem die Propagandaschau über den Fall berichtet und die ARD schriftlich in einer Mail am 22.5. auf den Skandal aufmerksam gemacht hatte. ...
https://propagandaschau.wordpress.com/2014/10/01/ard-chefredakteur-gniffke-gesteht-lugengeschichte-ein/
« Last Edit: October 07, 2014, 10:04:15 AM by Link »

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« Reply #9 on: October 07, 2014, 10:14:37 AM »
"Josef Joffe, Jochen Bittner ./. ZDF - Die Anstalt"
Markus Kompa 26.09.2014
Satire vor dem Landgericht Hamburg ...
http://www.heise.de/tp/news/Josef-Joffe-Jochen-Bittner-ZDF-Die-Anstalt-2404378.html

Quote
do_nym, 26.09.2014 18:08
Der Witz ist, die glauben vermutlich wirklich, die hätten einen "Ruf" zu verlieren :D
Da lacht sogar das ZDF-Publikum und das will was heißen.
http://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Josef-Joffe-Jochen-Bittner-ZDF-Die-Anstalt/Der-Witz-ist/posting-2173876/show/


"Zwei bekannte ZEIT-Journalisten und ihr Kampf gegen die Pressefreiheit" (23.9.14)
Vor einigen Wochen habe ich über ein gerichtliches Vorgehen von ZEIT-Herausgeber Josef Joffe und ZEIT-Redakteur Jochen Bittner gegen die Satiresendung “Neues aus der Anstalt” des ZDF berichtet. Interessanterweise gab es hierzu äußerst wenig Berichterstattung in klassischen Medien, obwohl das Vorgehen der ZEIT-Journalisten als informationsverfälschend angesehen werden muss, was nachfolgend näher erläutert werden soll. ...
http://www.internet-law.de/2014/09/zwei-bekannte-zeit-journalisten-und-ihr-kampf-gegen-die-pressefreiheit.html


Rechtsprechung: LG Hamburg, 03.06.2014 - 324 O 315/14
http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=324%20O%20315/14


"ZDF: Einstweilige Verfügung gegen "Die Anstalt" aufgehoben" (06.10.14)
http://www.abendblatt.de/kultur-live/tv-und-medien/article132980094/Einstweilige-Verfuegung-gegen-Die-Anstalt-aufgehoben.html

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"Journalismus wäre genug" Stefan Aigner | 13.10.2014
Wer vom „Wandel des Journalismus“ redet, der sollte auch den Status Quo zur Kenntnis nehmen. Zum Beispiel die Tatsache, dass es selbst bei Journalisten der großen Leitmedien zum Teil am elementaren Handwerkszeug – Recherche – oder schlicht am Berufsethos – der Redlichkeit – fehlt. Belegt wird das etwa tagtäglich auf Bildblog, wo man sich zwischenzeitlich zunehmend mit Medien abseits der Bildzeitung und deren Fehlleistungen beschäftigt. Wie sehr die Glaubwürdigkeit dieses Berufs gelitten hat, zeigen diverse Untersuchungen. Die Mehrheit der Deutschen hält Journalisten nach einer Umfrage von Transparency International für „korrupt oder sehr korrupt“. In Glaubwürdigkeits-Rankings streiten sich Journalisten mit Versicherungsvertretern, Werbern und Politikern um die letzten Plätze.
Wer vom „Wandel des Journalismus“ redet, sollte sich darüber Gedanken machen, wie man diesen verlorenen Boden wieder gutmachen und Glaubwürdigkeit zurückerlangen kann. Er sollte sich darüber Gedanken machen, wie man Leser, Hörer oder Zuschauer wieder dazu bringt, die journalistische Arbeit wertzuschätzen. ...

http://www.carta.info/74907/journalismus-waere-genug/

---

"Stefan Niggemeier - Die Wahrheit über die Lügen der Journalisten" (24.10.2014)
Der ehemalige FAZ-Redakteur Udo Ulfkotte behauptet, dass Pressefreiheit in Deutschland nur eine Illusion ist. Sein "Enthüllungsbuch" über angebliche Medien-Manipulationen verkauft sich bestens, ist aber selbst voller Übertreibungen, Verdrehungen und Unwahrheiten.  ... Journalisten tricksen, täuschen und missverstehen; sie schreiben voneinander ab, lassen sich instrumentalisieren und verschleiern Interessenskonflikte. Tatsächliches journalistisches Versagen, Einzelfälle und systematische Missstände, bereiten den Boden, auf dem dann auch die wilden Theorien von Ulfkotte und anderen Kritikern wuchern.
Aber bei aller berechtigten Kritik am Zustand des deutschen Journalismus: Ulfkotte ist weder ein verlässlicher Zeuge noch ein brauchbarer Chronist. ...

https://krautreporter.de/46--die-wahrheit-uber-die-lugen-der-journalisten

---

"Medienkompetenz für Einsteiger: Deutsche Wirtschafts Nachrichten"
von Markus Beckedahl am 10. April 2014
Die Deutschen Wirtschafts Nachrichten sind der Kopp-Verlag für “irgendwas mit Wirtschaft”. Das Geschäftsmodell ist einfach erklärt: Möglichst hysterische Untergangsszenarieren an die Wand malen, damit unbedarfte Leserinnen und Leser auf allen Kanälen alle ihre Kontakte darauf hinweisen, die das wiederum anklicken (sollen) und damit wird dann mit wenig Aufwand viel Werbung verkauft. Je reißerischer, je mehr Weltuntergang und Verschwörungstheorie dabei ist, umso besser verkauft sich eine Geschichte.
Das ist alles recht geschickt gemacht, nur leider ist an den Geschichten meistens nicht viel dran. Es werden Tatsachen verdreht und dass der Weltuntergang dann doch nicht kommt, geht leider in der Regel unter. Vielleicht weil in der Zwischenzeit der nächste bevorstehende Weltuntergang kommuniziert wird. Der Elektrische Reporter erklärt in dieser Woche Medienkompetenz für Einsteiger und hat die Deutschen Wirtschafts Nachrichten besucht. ...

https://netzpolitik.org/2014/medienkompetenz-fuer-einsteiger-deutsche-wirtschafts-nachrichten/

Quote
cervo 10. Apr 2014 @ 10:59

“Medienkompetenz für Einsteiger” ist vielleicht nicht der perfekte Titel aber trotzdem vielen Dank für den Artikel. Die “Deutschen Wirtschafts Nachrichten” bedienen exakt das populistische und denkfaule Empörungsklientel. Die Herausgeber kann man, wie so viele Medienschaffende, als zynisch aber geschäftstüchtig bezeichnen.

Ich denke, ein wichtiger Schritt zur Medienkompetenz ist der Wille zum persönlichen Vergleich verschiedener Medien (und deren Rhetorik) und der Wille zur entemotionalisierten Analyse.

https://netzpolitik.org/2014/medienkompetenz-fuer-einsteiger-deutsche-wirtschafts-nachrichten/#comment-1271716

---

"Warum wir keine Interviews für Russia Today (RTdeutsch) geben"
von Markus Beckedahl am 17. November 2014
Wir bekommen ja regelmäßig Interview-Anfragen von Russia Today und dem Partner-Radiosender. Wir haben uns aber dafür entschieden, Propaganda-Sendern keine Interviews zu geben, um uns nicht instrumentalisieren zu lassen. Außerdem möchten wir mit unseren Themen und Positionen nicht neben irgendwelche Rechtsaußen einsortiert werden. Wir bitten auch darum, uns keine Links von RTdeutsch als Quellen zu schicken. Wie wir zu unserem Urteil kommen? Gesunder Menschenverstand und Quellenrecherche. ...
https://netzpolitik.org/2014/warum-wir-keine-interviews-fuer-rtdeutsch-geben/

Quote
Michael 17. Nov 2014 @ 12:10
... (“Medienkompetenz” = “die richtigen Medien” konsumieren?).

... Liebe Netzpolitik.org-Redaktion: Ich lese euch schon lange und kommentiere eher selten. Euch obliegt die Entscheidung, wem ihr ein Interview gebt oder auch nicht. Bitte lasst aber von der Tendenz ab, Medienpolizei zu spielen. Medienkompetenz heißt eben auch, alle Quellen zu lesen und den Hintergründen auf den Grund zu gehen. Ich finde diese Hochnäsigkeit die aus diesem Artikel trieft unerträglich. Nein, ich glaube nicht an Chemtrails, ich lese nicht Kopp und glaube auch nicht an die große Gleichschaltung. Dennoch befinden sich unsere Medien im Moment in einem dürftigen Zustand. Und ich verallgemeinerne hier absichtlich: Klar gibt es auch ausgewogene Beiträge, aber diese sind halt zu selten und zu wenige ... . Da liegt natürlich der Verdacht nahe, dass einige Spin-Doktoren das Narrativ zu mindestens zum Teil prägen. Darum finde ich es auch wichtig, die andere Seite zu Wort kommen zu lassen. Auch wenn dies Propaganda ist. Ein kritischer Bürger sollte in der Lage sein, damit fertig zu werden.

https://netzpolitik.org/2014/warum-wir-keine-interviews-fuer-rtdeutsch-geben/#comment-1645393


Quote
Antifa Aktivist 17. Nov 2014 @ 12:18

Gut so, Russland und Putin sind schließlich Gegner eines freien Internets und dieser RT Verschwörungspropaganda darf man nun wirklich keine Plattform bieten um sie zu legitimieren. Gerade im Rechten Spektrum ist RT ja sehr beliebt, bei AfD und NPD und so. Da handelt Netzpolitik schon richtig wenn sie sich dem verweigern und sich nicht mit Spinnern auf eine Stufe stellen.

https://netzpolitik.org/2014/warum-wir-keine-interviews-fuer-rtdeutsch-geben/#comment-1645400

Quote
Jens Mander 17. Nov 2014 @ 12:24

Dass zu “RTdeutsch” jetzt jede/r und sein Hund seinen/ihren Senf dazu geben muss, ist an sich schon wieder suspekt. Mit welchem Ziel? Momentan sind das Anfänger ohne Budget und journalistische Kompetenz (wie man hoffentlich auch bemerkt ohne Medien-Professor zu sein). Diese mangelnde Relevanz wäre doch Grund genug keine Interviews zu geben, ohne gleich die Propaganda-Keule rauszuholen und einen extra Artikel zu schreiben. Das impliziert Relevanz – woraus soll die konkret bestehen?

Fakt ist: Grundsätzlich können die (wie z.B. auch FOX in den USA) alles schreiben, was von der Pressefreiheit gedeckt ist (tatsächlich auch homophoben Mist) – ob es einem passt oder nicht. Es kann nicht sein, dass jetzt (augenscheinlich) kompetente Blogs anfangen, den Lesern anhand von Einzel-Beispielen zu erklären, dass es auch weniger kompetente & relevante Blogs/News-Sites/Fernsehsender/Radiosender gibt. Das lernt man in der Schule und wer die nicht besucht hat, schaut vermutlich nicht oft auf netzpolitik.org.

Somit halte ich den Artikel für überflüssig, suspekt und kontraproduktiv (ich habe deshalb heute zum ersten Mal besagte News-Site überhaupt besucht!).

https://netzpolitik.org/2014/warum-wir-keine-interviews-fuer-rtdeutsch-geben/#comment-1645406

Quote
A. Nonymous 17. Nov 2014 @ 12:46

Es ist natürlich Eure Sache wem ihr Inteviews gebt und wem nicht, und wenn ihr das weiter still so gehandhabt hättet wäre es auch kein problem gewesen.

Mit diesem Beitrag habt ihr aber nun (bedauerlicherweise) ein ideologisch/poltisches Statement gesetzt.

Natürlich ist Russia Today nicht objektiv. Aber das sind unsere Mainstreammedien, z.B. die Springerpresse genauso wenig. Gerade bei der Ukraine-Berichterstattung wurde das deutlich, so deutlich, daß sie sich dafür sogar (halbherzig) entschuldigen mußten. Die einen machen Propagande für Putin, die anderen für Merkel und Obama.

Wenn man öffentlich verkündet, den einen Propagandaorganen Interviews zu geben den anderen aber nicht, bezieht man Position, in diesem Fall pro-NATO, pro-Regierung und anti-Rußland. Und das ist etwas was ich von netzpolitik.org eigentlich nicht möchte. Hier sollte es um Netzpoltik gehen und nicht darum bei der Bevölkerung Akzeptanz für den dritten Weltkrieg zu fördern.

https://netzpolitik.org/2014/warum-wir-keine-interviews-fuer-rtdeutsch-geben/#comment-1645435

Quote
Walter 17. Nov 2014 @ 13:06

Es ist für mich durchaus nachvollziehbar, wenn man RTdeutsch kein Interview geben möchte. Das was ich gesehen habe, wirkt ja auch eher wie Schüler-TV und überraschend unprofessionell. Aber dass Du das Russia Today nicht einfach sagst, sondern zum wiederholten Mal einen Blogartikel schreibst, in dem Du andere überflüssigerweise attackierst, ist sicherlich nicht im Interesse von netzpolitik.org.

Medienkompetenz bedeutet doch nicht, dass Du uns vorschreibst, wer die Guten und wer die Bösen sind. Falls Du es nicht mitbekommen hast: Das Vertrauen in deutsche Medien ist nachhaltig beschädigt. Das Ausmaß der Propaganda in den letzten Monaten auch durch ARD, ZDF, Deutschlandfunk usw ist erschütternd. Dies zu erkennen, ist Medienkompetenz.

Ich bin froh über jedes Projekt, dass ähnlich propagandaschau.wordpress.com die Lügen unserer oder ausländischer Medien aufdeckt. Und wenn RTdeutsch das gelingt, ist es eine Bereicherung. Die Motivation ist dabei völlig egal. Sollte RTdeutsch Lügen verbreiten, kann man es genauso offenlegen. Es gibt genug, die nur auf Fehler oder Lügen von denen warten.

Wie bereits im folgenden Artikel in den Kommentaren erwähnt, würde ich es schaden finden, wenn Ihr Eure gute Netzpolitik-Arbeit der letzten Jahre wegen solchen überflüssigen und offenbar eher persönlichen Stellungnahmen beschädigt.

https://netzpolitik.org/2014/russland-baut-propaganda-in-berlin-aus/

https://netzpolitik.org/2014/warum-wir-keine-interviews-fuer-rtdeutsch-geben/#comment-1645459

Quote
Frank Reich 17. Nov 2014 @ 14:34

Die schlimmste Form der Zensur ist die Selbstzensur.

Mich nur aus dem Grunde, da mir eine Position nicht gefällt oder ich mit der Auwahl interviewter Personen nicht einverstanden bin, zu verweigern, ist die wohl dümmlichste Begründung. Denn sie impliziert, was schon nahezu als größenwahnsinnig zu bezeichnen wäre, dass der Verweigerer glaubt, im Besitz der einzig wahren und vollkommenen Erleuchtung / Wahrheit zu sein.

Der so immer enger werdende legitime Meinungskorridor verkommt irgendwann zum Tunnel und zu einer nahezu religiös besetzten Dogmatik. ....

https://netzpolitik.org/2014/warum-wir-keine-interviews-fuer-rtdeutsch-geben/#comment-1645547

Quote
Blizzz 17. Nov 2014 @ 17:00

Völlige Zustimmung. Möchte man seriös bleiben, kann man sich nicht genug von Kopp, RT & Co distanzieren.

Allerdings, den Deutschlandfunk als Quelle zu bennenen ist schon ironisch. Das ist ein ebenso staatlicher Sender, bei dem die leitenden Angestellten auch zugegeben haben, einschlägige politische Positionen zu transportieren (= Propaganda).

> Wichtige Entscheider wie der Intendant Tom Buhrow und der Fernsehdirektor Jörg Schönenborn, beide aus dem WDR, werben intern offensiv für eine redaktionelle Linie, die sich darauf konzentriert, die “westlichen Positionen zu verteidigen”, hieß es aus der ARD gegenüber Telepolis.

http://www.heise.de/tp/artikel/42/42784/1.html

https://netzpolitik.org/2014/warum-wir-keine-interviews-fuer-rtdeutsch-geben/#comment-1645663


Quote
Markus Beckedahl 17. Nov 2014 @ 17:05

    Allerdings, den Deutschlandfunk als Quelle zu bennenen ist schon ironisch. Das ist ein ebenso staatlicher Sender, bei dem die leitenden Angestellten auch zugegeben haben, einschlägige politische Positionen zu transportieren (= Propaganda).

Wir reden in der Regel beim Deutschlandfunk nicht mit den Intendanten, sondern mit Redakteuren, von denen wir eine Menge persönlich kennen. Die arbeiten journalistisch und nicht als Propagandandisten.

https://netzpolitik.org/2014/warum-wir-keine-interviews-fuer-rtdeutsch-geben/#comment-1645665

Quote
Wadabum 17. Nov 2014 @ 23:16

Schenkelklopfer, warum lernt ihr dann nicht einfach auch ein zwei Redakteure von rtdeutsch persönlich kennen?

https://netzpolitik.org/2014/warum-wir-keine-interviews-fuer-rtdeutsch-geben/#comment-1646000

Quote
ts 17. Nov 2014 @ 17:23

Hallo Markus,
du hast ja eine Ausdauer, Respekt ;) Die ganze Diskussion unter dem Artikel erinnert mich stark an einige Kommentarspalten zu HoGeSa-Artikeln in der Presse (Das sind ja alles keine Nazis! Erfindung der Mainstreammedien! Die trauen sich wenigstens die Wahrheit zu sagen!).
Es ist imho auch ein schönes Zeichen dafuer, dass Netzpolitik ein Thema ist welches Menschen unabhängig vom politischen Spektrum anspricht – der Mobilisierungsgrad eines bestimmten Typus ist aber ungleich höher. Ich denke daher, dass das hier noch eine Weile so weiter geht.

Viele Grüße

https://netzpolitik.org/2014/warum-wir-keine-interviews-fuer-rtdeutsch-geben/#comment-1645682


Quote
Martin 17. Nov 2014 @ 17:28

Hey Leute, lasst die Jungs und Mädels von netzpolitik doch in ihren Blog schreiben, was sie möchten. Das gilt auch für die Auswahl ihrer Gesprächspartner.
Markus & Co., macht weiter so und lasst euch nicht beirren von den Krakelern.

https://netzpolitik.org/2014/warum-wir-keine-interviews-fuer-rtdeutsch-geben/#comment-1645688

Quote
teilerr 17. Nov 2014 @ 23:17

nun, das ist euer gutes Recht. Sympathiepunkte sammelt ihr bei mir persönlich eher nicht. Die Punkte, die ihr gegen RT vorbringt sind doch eher mau. Das unterbieten Focus, Bild oder Spiegel mühelos. Ich vermute da eher eine politische Voreingenommenheit bei euch. Ich finde solche von außerhalb gesteuerten Sender leisten einen dringend notwendigen Beitrag zur Pluralität, die bei “unseren” Medien sekündlich geringer wird. Nur wenn man gegensätzliche Standpunkte hört, bekommt man ein komplettes Bild. Und ich glaube übrigens weder an Illuminaten, Chemtrails noch Echsenmenschen.

https://netzpolitik.org/2014/warum-wir-keine-interviews-fuer-rtdeutsch-geben/#comment-1646002

Quote
Sven Kässler 18. Nov 2014 @ 0:04

Gute und sehr nachvollziehbare Entscheidung, RT keine Interviews zu geben. Wer deren Programm hier ernsthaft mit ARD und ZDF vergleicht, hat ganz offensichtlich entweder das eine oder das andere noch nie gesehen. Vor allem die deutsche RT-Sendung ist derart unglaublich einseitig, dass man nur noch schreien will. Selbst eindeutig dokumentierte Lügen werden nicht korrigiert, in jeder einzelnen Sendung wird übertrieben und verfälscht.

Der Versuch, die ebenfalls nicht fehlerfreien deutschen Medien auf eine Stufe mit dieser grotesken Hetze zu stellen, zeigt aber, dass die Propaganda trotz allem funktioniert.

https://netzpolitik.org/2014/warum-wir-keine-interviews-fuer-rtdeutsch-geben/#comment-1646031

« Last Edit: November 18, 2014, 10:28:17 AM by Link »

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« Reply #10 on: November 18, 2014, 11:39:09 AM »
"Super-Symbolbilder: „Putin, einsam und verlassen“" (16 Nov 14)
Gestern, 20 Uhr, die „Tagesschau“ berichtet vom G20-Gipfel in Brisbane. Der Korrespondent sagt:
„Beim Barbecue am Mittag, wie symbolisch, Putin, einsam und verlassen.“ ... Ein Blick ins Ausgangs-Material von Reuters verrät allerdings, dass Putin gar nicht alleine am Tisch sitzt. Links am Tisch, na sowas: Dilma Rousseff, die Präsidentin Brasiliens.  ...

http://www.stefan-niggemeier.de/blog/19865/super-symbolbilder-putin-einsam-und-verlassen/

Quote
Sascha says:   
16. November 2014 um 15:35
Sehr sehr spannende Beiträge hier auf diesem Blog, wie auch im WDR und der FAZ.

Herr Niggemeier, darf man fragen wie Sie selbst Ihre Rolle im Haifischbecken des modernen deutschen Journalismus beschreiben würden?

Quote
Stefan Niggemeier says:   
16. November 2014 um 15:37

@Sascha: Ich hätte jetzt reflexartig „zwischen allen Stühlen“ geantwortet, aber das beißt sich mit Ihrer Haifisch-Metapher.


"Putin einsam oder nicht einsam?" (2014/11/17/)
Die Berichterestattung deutscher Medien über den Ukraine-Konflikt ist ja seit Monaten Diskussionsthema in Print-, Online-, TV- und Hörfunkredaktionen. Fast hatte ich schon die Sorge, dass die ARD mit dem Putin-Interview von gestern in den Verdacht geraten könnte, Russland-Versteher zu sein. Da stellt Stefan Niggemeier unser Weltbild wieder vom Kopf auf die Füße. Wir sind und bleiben die heimlichen Unterstützer der NATO, die täuschen, fälschen und verdrehen. ...
http://blog.tagesschau.de/2014/11/17/putin-einsam-oder-nicht-einsam/

Quote
Klaus Scharff:
17. November 2014 um 18:05 Uhr
ach , herr gniffke ……
nachdem sie mit gutem beispiel vorangegangen sind mache ich es mal genauso undifferenziert und sprachlich falsch wie sie: ihre replik ist unterirdisch und peinlich .


Quote
Oliver Rau:
17. November 2014 um 19:07 Uhr

Wäre es nicht viel besser, die ARD würde einfach solche manipulativen Texte wie “einsam und verlassen” unterlassen? Welchen Wert hat es für die politische Einordnung von Putin, ob er bei einem Bankett alleine, zu zweit oder zu fünft am Tisch sitzt? Ich würde mir wünschen, die ARD würde einfach objektiv über die Entscheidungen und Handlungen des russischen Staatenlenkers berichten. Wir, die Zuschauer, sind mündig genug, die selbst zu bewerten. Mit wem Putin diniert, tut dabei nichts zur Sache. Das ist “Brisant”-Niveau (und die Existenz dieser Bewegtbilder-Gala-Variante beschmutzt die journalistische Reputation der Öffentlich-Rechtlichen schon genug, das muss nicht auch noch in die tagesschau).


Quote
Silke:
17. November 2014 um 19:19 Uhr

@ Hr. Gniffke:

Von einem Chefredakteur erwarte ich ein wenig mehr Professionalität, sowohl im Umgang mit Informationen als auch mit Kritik. Ihre Reaktion auf den Beitrag von Hr. Niggemeier ist das exakte Gegenteil von professionellem Journalismus: sie ist anmaßend, persönlich und trieft förmlich vor persönlicher Kränkung. Das geht wirklich besser.


Quote
Stefan Geiss:
17. November 2014 um 19:55 Uhr

Putin wurde ganz offensichtlich, das berichten so ziemlich alle Journalisten weltweit, beim Gipfeltreffen arg kritisiert war mit seiner Ukraine Politik komplett isoliert. Er ist sogar früher vom Gipfel zurück geflogen! Das Bild ist als “Symbol” für die Isoliertheit super geeignet.

Es ist daher völlig unerheblich, ob sich vielleicht irgendwann jemand zu Putin an den Tische gesetzt hat. Das Symbol ist es, was in diesem Fall zählt und die wahre Nachricht wunderbar transportiert. Die Kritiker hier im Forum verstehen das leider nicht.


Quote
Peter:
17. November 2014 um 20:01 Uhr

Ob mir wohl jemand verraten könnte was es dort zu essen gab?


Quote
Martin Schmidtner:
17. November 2014 um 20:13 Uhr

“Da stellt Stefan Niggemeier unser Weltbild wieder vom Kopf auf die Füße. Wir sind und bleiben die heimlichen Unterstützer der NATO, die täuschen, fälschen und verdrehen.”….schreiben Sie oben.

Herr Niggemeier tut exakt das, was er immer und mit allen Medien macht – er schaut journalistischer Arbeit kritisch auf die Finger. Peinlich und zum erbärmlich finde ich aber Ihre Reaktion darauf: die Kritik zum Anlass zu nehmen, Herrn Niggemeier in die Putin-Ecke zu drängen und diskreditieren zu wollen.
Haben Sie das wirklich nötig?!

Stehen Sie zu Ihrer Berichterstattung oder machen Sie es das nächste Mal besser, aber reagieren Sie doch nicht so getroffen und um sich schlagend auf Kritik!

Und “Fast hatte ich schon die Sorge, dass die ARD mit dem Putin-Interview von gestern in den Verdacht geraten könnte, Russland-Versteher zu sein. ” – das kann ich ja nur noch als Selbstironie auffassen!


Quote
Nauru:
17. November 2014 um 21:58 Uhr

Mein Gott wie schlimm.

Da wird ein Bild gewählt, was symbolisch Putins Isoliertheit auf dem Gipfel darstellt.

Beim Fußball wird auch immer ein Bild ausgewählt, was symbolisch für die Partie steht. Das ist dann aber keine Meinungsmache!

Auch von anderen Staatsoberhäuptern, wie Angela Merkel, wird passend zur Meldung ein Bild rausgesucht. Bei Merkels Russland Rede finden Sie zum Beispiel ein Bild, wo Frau Merkel den Mund offen hat und mahnend den Zeigefinger hebt.

Das würde sich anders Verhalten, wenn das Bild eine falsche Tatsache darstellen würde. Tut es aber nicht!
Putin war bei diesem Gipfel isoliert. Punkt, Ende, Aus.

Die ARD gibt Putin sogar Raum um seine Sicht der Dinge darzustellen und hinterfragt kritisch das Vorgehen des Westens. Da kann nicht die Rede von Meinungsmache sein!
Würde Russia Today Obama interviewen?

Die Kritik die sich der Autor dieses Textes jedoch gefallen lassen muss, ist seine sprachliche Ausdrucksweise und Formulierung.


Quote
usch:
17. November 2014 um 23:10 Uhr

Guten Tag Herr Dr. Gniffke,

1) Der ARD meine Anerkennung dafür, ein ca 30 minütiges Interview mit Putin ausgestrahlt zu haben. Selbst für so etwas scheint man heute ja schon Mut zu brauchen.

2) Die Berichterstattung der westlichen Medien, inklusive ARD, inkl. TS und TT, seit Zuspitzung der Ukraine-Krise war teilweise unterirdisch schlecht, weil zuweilen klar erkennbar manipulativ!

3) Das Vertrauen vieler Zuschauer, welches dadurch weitestgehend ZERSTÖRT wurde, führt nachvollziehbarerweise dazu, dass nun viele Dinge auf die Goldwaage gelegt werden, über die man vorher – und sofern es Einzelfälle geblieben wären – ohne Weiteres hinweggesehen hätte.

4) Nicht Ihre Verantwortung, aber schon die Anmoderation von G.Jauch gestern war übel, weil klar tendenziös.

...


Quote
Marga:
18. November 2014 um 03:16 Uhr

Schade Herr Gniffke, dass Sie die Kritik Ihres Programmbeirates so wenig reflektiert und konstruktiv verarbeitet haben. Natürlich wissen Sie um die Macht der Bilder und ihre Wirkung und setzen diese gezielt im Sinne des Mainstreams ein. Ihr flapsig lockerer Hinweis auf das Interwiew mit Putin mit der “Befürchtung” nun in die Reihe der “Putinversteher” eingeordnet zu werden, ist anbiedernd und zeugt von wenig professionellem Selbstverständnis bzgl. der Aufgabe von Medien in einer offenen Demokratie. Das Interview selbst war, dank Herrn Seipel, informativ, sachlich und erfreulich unaufgeregt. Danke, Herr Seipel! Auf die flache, phrasenhafte Jauch Runde möchte ich hier nicht eingehen. Die Beiträge im Forum sollten Ihnen zu denken geben und sprechen für sich.

...


Quote
Emmanuel Goldstein:
18. November 2014 um 06:21 Uhr

Ja, ja Herr Gniffke,

ich kann mir vorstellen, dass es für Sie und Ihre Clique ein schmerzhafter Prozess ist, dabei zusehen zu müssen wie Ihnen Stück für Stück die Deutungshoheit entgleitet. Dank dem Neuland-Internet kann man jetzt nicht mal mehr Bilder zufällig so schneiden und auswählen, dass sie zu der gewünschten Aussage passen. Wo doch alles nur im Dienste der politischen Information und Aufklärung passiert. So was Blödes! Früher – als sich ARD&ZDF noch als „Qualitätsmedien“ darstellen konnten – war alles besser. ...



---

Silvio Duwe kloppt in der Telepolis auf Ken Jebsen

Quote
Mon Nov 17 2014

... Ich beobachte in letzter Zeit einen Trend, den ich besorgniserregend finde. Journalisten bekämpfen sich gegenseitig mit einer Härte und Schärfe, dass ich mich an irgendwelche apokalyptischen Scifi-Filme wie Running Man erinnert fühle. Aktuelles Beispiel: Silvio Duwe kloppt [Artikel von Silvio Duwe: http://www.heise.de/tp/autor/silvioduwe/8.html] in der Telepolis auf Ken Jebsen [https://de.wikipedia.org/wiki/Ken_Jebsen] ein.

Ich habe dieses Phänomen vor einer Weile mal als "Niggemeiern" bezeichnet, aber vielleicht brauchen wir da mal einen ordentlichen Namen für. Vor allem brauchen wir da mal eine Analyse für. Ist das gerade sowas wie Reise nach Jerusalem? Die Journalisten merken alle, dass das Geschäftsmodell, das ihr Leben finanzieren sollte, am Erodieren ist? Und daher kloppen sie aufeinander ein, in der Hoffnung, dass sie dann am Ende wenigsten besser dastehen als die, die sie mit Dreck beworfen haben?

Früher hatten wir mal sowas wie Meinungspluralismus. Das war kein Systemfehler, wenn Leute andere Meinungen, andere Herangehensweisen, andere Ergebnisse und generell andere Weltbilder hatten. Das war im Gegenteil etwas Positives! ...

http://blog.fefe.de/?ts=aa94f261


"Ken Jebsen droht Marieluise Beck mit Post vom Anwalt"
Silvio Duwe 17.11.2014
... Tatsächlich könnte es für Marieluise Beck schwer werden, mit ihrer Beschreibung Jebsens als "rechtsradikalem Gesellen" auch vor Gericht Bestand zu haben. Jebsens Äußerungen sind oft populistisch-vereinfachend und teils demokratiefeindlich.  ...
http://www.heise.de/tp/artikel/43/43348/1.html

Quote
Federführer, 17. November 2014 18:18
Überschrift schlecht gewählt

Wie wäre es mit:

"Schaut mal wieviel Schlechtes man Jebsen anhängen kann"

Auch wenn ich einige der Kritikpunkte nachvollziehen kann, halte ich
Jebsen dennoch die Stange. "KenFM im Gespräch" ist immer wieder hoch
interessant und eine echte Bereicherung für die deutschen Medien.
Dass er auch mal daneben greift verbuche ich unter "Wer viel macht,
macht auch mal Fehler".

http://www.heise.de/tp/foren/S-Ueberschrift-schlecht-gewaehlt/forum-288407/msg-26096676/read/

Quote
Irwisch, 17. November 2014 20:44
Mit seriöser Berichterstattung haben Sie's nicht so, Herr Duwe?

Sehr geehrter Herr Duwe,
was Sie hier abgeliefert haben, hat mit seriöser Berichterstattung
absolut nichts mehr gemein. Sie bedienen sich zweifelhafter Gerüchte
und etablierter Vorurteile, um einen unliebsamen Journalisten zu
diskreditieren. Ihre fragwürdigen Interpretationen von Aussagen des
Ken Jebsen lassen eigentlich nur zwei Schlüsse zu, die Ihnen beide
kaum schmeicheln dürften:

Entweder sind Sie nicht ausreichend intelligent, um die
Zusammenhänge, die Jebsen darstellt, zu begreifen
oder Sie sind bösartigerweise darum bemüht, begriffene Zusammenhänge
absichtlich falsch darzustellen.

... "Ulfkotte, der hinter den Veröffentlichungen in den westlichen Medien das Wirken von
Geheimdiensten wittert". Wie der Schweizer Historiker Daniele Ganser
in seinem Buch "NATO Geheimarmeen in Europa" deutlich macht, wirken
die US-Geheimdienste, insbesondere die CIA, seit Ende des Zweiten
Weltkriegs nicht nur auf die gesamte europäische Presse in ihrem
Interesse ein, sondern ebenso auf die Regierungen und lokalen
Geheimdienste. Und zu guter Letzt soll nicht unerwähnt bleiben, daß
die von US-Interessen gesteuerten transatlantischen Vereine, in denen
zahlreiche Journalisten und Herausgeber Mitglied sind, tatsächlich
existieren und keine Hirngespinste eines angeblich abstrusen
Verschwörungstheoretikers darstellen. ...

...

http://www.heise.de/tp/foren/S-Mit-serioeser-Berichterstattung-haben-Sie-s-nicht-so-Herr-Duwe/forum-288407/msg-26097624/read/

Quote
18. November 2014 01:20
Sehr geehrter Herr Christian Heise,
greco (149 Beiträge seit 25.01.07)

Ich fordere die sofortige Einführung einer
Artikel-/Autoren-Bewertung.

http://www.heise.de/tp/foren/S-Sehr-geehrter-Herr-Christian-Heise/forum-288407/msg-26098690/read/

Quote
17. November 2014 21:06
Da musste sich wohl jemand richtig auskotzen! (Editiert vom Verfasser am 17.11.14 um 21:41)
g.reiher (38 Beiträge seit 24.01.14)

Zugegeben, ich kenne Ken Jebsen noch nicht lange. Ich habe einige
Interviews gesehen, die er mit interessanten Leuten gemacht hat,
zuletzt diese mit Albrecht Müller von den Nachdenkseiten:

Teil1:  https://www.youtube.com/watch?v=IGWEWeeE_uA
Teil 2: https://www.youtube.com/watch?v=B7WA89Y7q20,

Mit dem "abstrusen Verschwörungstheoretiker" Mathias Bröckers:
https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=6NMZcz0pTi0

Auch als TP-Autor bekannt, mit dem ehemaligen
CDU-Bundestagsabgeordneten Willy Wimmer, ebenfalls TP-Autor:
https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=DT592MYWNA8

und dieses mit dem Schweizer Friedensforscher Daniele Ganser:
https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=tO8OkrOxNOA

Ich bin dem Autor dieses Artikels, Silvio Duwe, sehr dankbar dafür,
dass er mich darüber aufgeklärt hat, auf wen ich mich da eingelassen
habe. Dieser Strolch scheint sich ja perfekt zu tarnen, interviewt
Leute, die ich schätze, versteht es perfekt, seine finsteren Ab- und
Ansichten zu verbergen, sogar vor Politprofis, die ihr ganzes Leben
im politischen Geschäft verbracht haben und doch jede Finte kennen
sollten.

Na gut, wenn man genau hinhört und sieht, merkt man natürlich schon,
dass diese Leute allesamt keine Freunde der Nato und der derzeitigen
US-Politik sind und die westliche Ukraine- und Russlandpolitik für
verlogen und gefährlich halten...

So sehen heute also  ausgewiesene Rechtsradikale und wirre
Verschwörer  aus! Sie vermuten sogar das Wirken westlicher
Geheimdienste in unserer veröffentlichten Meinung, wie etwa der
CDUler Wimmer. Dass mir das nicht schon eher aufgefallen ist...

Vielen Dank, Herr Duwe, dass Sie mein Weltbild wieder zurecht gerückt
haben. ...

http://www.heise.de/tp/foren/S-Da-musste-sich-wohl-jemand-richtig-auskotzen/forum-288407/msg-26097753/read/

---


Quote
Die deutschen Putin-Fans aus der Verschwörungstheoretikerszene sind gesellschaftliche Außenseiter, die sich einbilden, Avantgarde einer schweigenden Mehrheit zu sein. Putins Russland ist für sie Sehnsuchtsort und Projektionsfläche. Wenn das die ‚fünfte Kolonne‘ des Kremls sein sollte, hat die ‚freie Welt‘ wohl gerade nochmal Glück gehabt. ...


Aus: "Zu Gast bei deutschen Putin-Fans" Von Krzysztof W. Rath (September 1, 2014)
Quelle: http://www.vice.com/de/read/zu-gast-bei-deutschen-putin-fans-montagsdemos-rt-711

Quote
Knut Kiesewetter
Das ist also Vice Niveau. Naive arrogante Milchbubis spielen Schülerzeitung. ... Die armen Hipster, die so was lesen müssen. ... Hilfe!!!


---

"KenFM und der Sozialismus der dummen Kerle" Patrick Gensing (2014)
Posted by Publikative.org seit dem 23. November 2014
Ist Ken Jebsen kein Antisemit? Das meint offenkundig der ehemalige Radiomoderator des RBB und vermeintliche Vorkämpfer der freien Rede über sich – und geht daher rechtlich gegen die Antilopen Gang vor. ...
http://www.publikative.org/2014/11/23/kenfm-und-der-sozialismus-der-dummen-kerle/

...

Ken Jebsen (* 29. September 1966 als Moustafa Kashefi) ist ein deutsch-iranischer Fernseh- und Radiomoderator und seit 2011 als freischaffender Reporter auf dem Portal KenFM tätig. Nachdem er verschwörungstheoretische Positionen vertreten hatte und der Vorwurf des Antisemitismus gegen ihn erhoben worden war, wurde er vom RBB entlassen. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Ken_Jebsen

http://kenfm.de/ | https://www.youtube.com/user/wwwKenFMde/videos

...

« Last Edit: January 27, 2015, 11:32:19 AM by Link »

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Das hat uns gerade noch gefehlt...
« Reply #11 on: November 19, 2014, 12:36:46 PM »
"RT Deutsch - Das hat uns gerade noch gefehlt" Carsten Luther (19. November 2014)
Quote
... Der staatliche russische Propaganda-Kanal RT ist seit Kurzem mit einem deutschen Angebot auf dem Markt. Es ist erschreckend, wie dort gelogen und verbogen wird. ... Wenn Millionen aus dem Kreml hineingesteckt werden, kann nur Propaganda herauskommen. Das Misstrauen gegenüber dem deutschen Ableger des staatlichen russischen Auslandsfernsehens RT (ehemals Russia Today) war groß, bevor auf der Seite rtdeutsch.com Anfang November auch nur ein Artikel oder Video erschienen war. ... Schon der Muttersender erschafft mit seinem wilden Mix aus gezielten Manipulationen, obskuren Theorien und fragwürdigen Experten ein Paralleluniversum, das mit der Realität wenig gemein hat und dazu dient, die Sicht der russischen Regierung durchzusetzen oder Zweifel an anderen zu wecken. Nicht alles ist gelogen und verbogen, manch kritischer Beitrag hat seine Berechtigung, das sei vorweg gesagt. Echte Nachrichten und Analysen neben irrelevant Buntem und purem Unsinn – das macht diese Art der Propaganda aus. Insgesamt ist es haarsträubend, was dort als Journalismus verkauft wird, nun auch auf Deutsch. ...  Der fehlende Part, mit der RT noch einmal mehr den Anspruch erhebt, zu senden, "was andere nicht sagen, was andere nicht zeigen". Weil es RTs erklärtes Ziel ist, einen Gegenstandpunkt zu "einem einseitigen und oft interessengetriebenen Medien-Mainstream" zu setzen, kommt noch hinzu: sprechen mit Gästen, die andere nicht einladen. ... Dazu gehört etwa aktuell Ken Jebsen, der in der Ausgabe vom 17. November lediglich als unabhängiger Journalist anmoderiert wird. 2011 kündigte der Rundfunk Berlin-Brandenburg ihm wegen antisemitischer Äußerungen und kruder Verschwörungstheorien, das Repertoire reicht bis zur Andeutung, die US-Regierung könnte die Anschläge vom 11. September inszeniert haben. Sein publizistisches Projekt ist seither der Kampf gegen die "gleichgeschalteten Medien", er gilt als Gesicht und Stimme der Berliner Montagsdemos, eng verbunden ist er mit dem rechtspopulistischen Publizisten Jürgen Elsässer, Chefredakteur von Compact. ...
http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-11/rt-deutsch-russland-propaganda-luegen

Quote
    icethoem
    vor 5 Stunden 8 Minuten

Meinungsfreiheit

Die Weltsicht von RT wird eine plurale Gesellschaft aushalten müssen. Propaganda wird hier wie dort betrieben, jüngst mit dieser plumpen Putin allein Geschichte. Bei RT ist wenigstens die Moderatorin hübsch.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-11/rt-deutsch-russland-propaganda-luegen/seite-3?commentstart=25#cid-4112693

Quote
    LaGioconda
    vor 5 Stunden 4 Minuten

Carsten Luther...

... ist mir unvergesslich mit einem in meinen Augen ganz schlimmen Artikel kurz nach dem (unaufgeklärten) Abschuss der MH17: "Keine Sanktion ist zu hart". Der Artikel beginnt folgendermaßen: "Sind das die westlichen Werte, von denen dieser Tage immer die Rede ist? Man kann also einfach so ein ziviles Flugzeug mit 298 Menschen vom Himmel holen, ohne schwerwiegende Folgen befürchten zu müssen? "

Ich frage mich, ob Herr Luther angesichts eines derartigen "Journalismus" die richtige Person ist, über Kollegen zu urteilen.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-11/rt-deutsch-russland-propaganda-luegen/seite-3?commentstart=33#cid-4112710

Quote
    auch.das.noch
    vor 4 Stunden 57 Minuten

weil nicht sein kann, was nicht sein darf

So halte ich es auch nach der Berichterstattung der letzten Zeit. Wenn man bedenkt, dass selbst ein Herr Steinmeier die Medien kritisiert und dann unisono totgeschwiegen wird, halte ich das für ebenso entlarvend wie bedenklich.
Woher ich das weiss?
http://meedia.de/2014/11/15/aussenminister-steinmeier-bei-leadawards-konformitaetsdruck-in-den-koepfen-der-journalisten/

http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-11/rt-deutsch-russland-propaganda-luegen/seite-3?commentstart=41#cid-4112716

Quote
    bayert
    vor 4 Stunden 55 Minuten

Bin ich froh, dass wir den ÖR haben

weder die Tagesschau noch Heute würde auf die Idee kommen, Beiträge zu manipulieren bzw. zu verzerren.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-11/rt-deutsch-russland-propaganda-luegen/seite-3?commentstart=41#cid-4112722

Quote
    BergoSachsa
    vor 4 Stunden 57 Minuten

Gelegenheit verpaßt

Herr Luther hat leider eine der Gelegenheiten verpaßt, sich einmal mit der Begrifflichkeit Journalismus an sich auseinanderzusetzen.

Anstatt wenigstens einmal zu hinterfragen, warum Journalismus immer mehr zu einer Form der Systempresse und zum Sprachrohr weniger verkommt, schmeißt er mitten im Glashaus wild mit Felsbrocken.

Bedenkt man aber Sätze wie diesen; "Die freien Medien erfüllen einen wichtigen Auftrag zur Erhaltung der demokratischen Gesellschaftsstruktur in Deutschland.", kann man hierüber nur den Kopf schütteln.

Herr Luther, ein älterer Herr bemerkte letztens in einer Gesprächsrunde zu der Aussage "Die Propaganda ist bald schlimmer als früher." nur folgendes, "Nein, Schreibstil und Grammatik haben doch erheblich gelitten".

Haben Sie etwas bemerkt? Die Ausrichtung der Medien (hier der deutschen) als Propagandainstrument wird hier nicht mehr in Frage gestellt. Dies mehr als zurecht.

...

http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-11/rt-deutsch-russland-propaganda-luegen/seite-3?commentstart=49#cid-4112727

Quote
    Tacere-Aurum
    vor 4 Stunden 54 Minuten

Man lese die Head Line!

"Das hat uns gerade noch gefehlt '' . Eigentlich ein publizistischer Offenbarungseid.

Es zeigt die Verzweiflung des Autors schon in der Überschrift. Er kann mit " uns '' nur den deutschen Journalismus meinen.

...

http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-11/rt-deutsch-russland-propaganda-luegen/seite-3?commentstart=65#cid-4112749


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"Leserkommentare abschalten?" Paul Schreyer (14.11.2014)
Immer mehr führende Journalisten äußern sich zur Vertrauenskrise der Medien in Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt. Einige schlagen nun sogar vor, Leserkommentare ganz abzuschaffen ...
http://www.heise.de/tp/artikel/43/43319/1.html

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Quote
... Manipulieren die Nachrichten die Nachrichten? Hetzt die Presse gegen Putin? Lassen sich Journalisten kaufen? Die Kritik an den Medien in Blogs und Büchern wird immer exzessiver und aggressiver. ... Entsprechend werden unbestreitbare journalistische Fehlleistungen kommentiert und interpretiert, und was aus berechtigter Medienkritik bei völligem Verlust jedes Grundvertrauens und Wohlwollens wird, kann man auf Seiten wie dem Blog „Propagandaschau“ verfolgen. ... Seit einiger Zeit dringen führende deutsche Medien und Politiker gleichermaßen und teilweise gemeinsam darauf, dass Deutschland eine aktivere Rolle auch in kriegerischen Auseinandersetzungen übernehmen soll. Von vielen Kritikern werden die Journalisten dabei als Verbündete der Politik wahrgenommen, nicht als kritische und distanzierte Kontrolleure, und der Eindruck ist nicht abwegig. ... Bei der „Tagesschau“ gibt es immerhin so etwas Ähnliches wie die Ahnung einer Andeutung von Selbstkritik. „Möglicherweise sind wir zu leicht dem Nachrichten-Mainstream gefolgt“, schrieb Chefredakteur Kai Gniffke im Blog zur Sendung. „Vielleicht hätten wir rechte Gruppierungen in der Ukraine früher thematisieren sollen . . . Wir hätten evtl. die NATO-Position noch kritischer hinterfragen können.“ Er räumte sogar ein, dass man „eher“ ein anderes Wort für die dubiose Gruppe von westeuropäischen Militärs, die im April in der Ostukraine festgehalten wurde, hätte wählen können, als „OSZE-Beobachter“. Im Sommer hatte Gniffke in einer Antwort auf eine Programmbeschwerde diese irreführende Bezeichnung noch als „richtig“ bezeichnet, weil sie „im Einklang mit dem Wording von Nachrichtenagenturen und Qualitätszeitungen“ gestanden habe, was eine der traurigstmöglichen Rechtfertigungen ist und vielleicht ein guter Hinweis darauf, wo ein Problem des Medien-Mainstreams liegt.

In seiner Selbstkritik konnte sich Gniffke aber den Satz nicht verkneifen, dass man es sich nicht zu einfach machen wolle und „alles als gesteuerte Kampagnen und Spielwiese für Verschwörungstheoretiker abtun (obwohl das zum Teil der Fall ist)“. Kritiker wie Albrecht Müller von den „Nachdenkseiten“ empfanden das nachvollziehbarerweise als unterschwellige „bösartige Attacke“.

Viele der seriösen Medien scheinen noch nicht zu ahnen, wie groß die Erosion des Vertrauens in ihre Arbeit ist und dass dieses Vertrauen die Grundlage für alles ist. ...


Aus: "Medienschelte Journalismus unter Verdacht" Stefan Niggemeier (02.11.2014)
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/journalismus-unter-verdacht-vom-wachsenden-populaeren-misstrauen-gegenueber-der-presse-13242833-p3.html

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"Wir wurden gleich mit der Propaganda-Keule begrüßt"
Harald Neuber 24.11.2014
Der Chefredakteur von RT Deutsch, Iwan Rodionow, über deutsche Kollegen, Demagogie und den "fehlenden Part"
http://www.heise.de/tp/artikel/43/43388/1.html

Quote
Goerlitzer, 24. November 2014 07:23
Die weitgehende Eintönigkeit in der deutschen Medienlandschaft....

...hat tp zum Erfolg verholfen und verschafft rtdeutsch überhaupt
erst eine Marktnische und Existenzberechtigung.

Die Empörung vieler Bürger über die Medien, speziell im Zusammenhang
mit der Ukraine-Krise, beruht doch nicht darauf, dass man in der
Tagesschau oder der Regionalzeitung sich öfter mit Beiträgen
konfrontiert sieht, die nicht der eigenen Einschätzung entsprechen.
Zum gesellschaftlichen Ärgernis wurde die Berichterstattung doch
erst, als die Bürger realisierten, dass so gut wie alle Medien
inzwischen auf den Propaganda-Modus umgepolt wurden und bemüht sind,
sie insbesondere durch eine strikte Nachrichten-Selektion zu
manipulieren.

Das nun neben einigen kleineren Alternativmedien ausgerechnet von
einem von Russland finanzierten Portal ein Beitrag zur
Wiederherstellung der Medienvielfalt in Deutschland erwartet wird,
ist für die deutsche Journalistenschar so peinlich wie die legendäre
Merkel-Pressenkonferenz von 2009, als es einem holländischen
Journalisten vorbehalten war zu fragen, ob
100.000-DM-im-Umschlag-Schäuble wirklich die richtige Person für das
Amt des Finanzministers ist.
https://www.youtube.com/watch?v=XaWE8K2nRVs

http://www.heise.de/tp/foren/S-Die-weitgehende-Eintoenigkeit-in-der-deutschen-Medienlandschaft/forum-288670/msg-26127127/read/

Quote
Dros, 24. November 2014 05:21
Kommentare freischalten!

Wenn auf RT deutsch die Kommentarfunktion unter den Artikeln frei
geschaltet wird, glaube ich, dass es RT ernst ist mit seinem
Anspruch. Das war bei meinem letzten Besuch dort noch nicht der Fall.
Noch ein Propagandageschütz braucht in der Tat niemand.

http://www.heise.de/tp/foren/S-Kommentare-freischalten/forum-288670/msg-26127069/read/

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"Wegen “anti-westlichen Ansichten”: Britische Zensurbehörde droht Russia Today mit Lizenz-Entzug"
Von Wilhelm von Pax - Am 04. Mrz. 2015 - unter Medien
Laut Berichten des Enthüllungs-Journalisten Glenn Greenwald, soll die britische Medienaufsichtsbehörde “Office of Communications” (kurz: OFCOM) dem russischen Staatssender Russia Today mit Lizenz-Entzug gedroht. Er beschreibt, wie Ofcom das russische RT jüngst wiederholt drangsalierte, weil es „antiwestliche Ansichten“ geäußert habe. ...
http://www.neopresse.com/medien/wegen-anti-westlichen-ansichten-britische-zensurbehoerde-droht-russia-today-mit-lizenz-entzug/

"UK Media Regulator Again Threatens RT for “Bias”: This Time, Airing “Anti-Western Views”"
By Glenn Greenwald (02.03.2015)
Today, Ofcom announced a new “bias” investigation into RT. The offense this time, according to the Guardian, is the broadcasting of “anti-western comments in a late-night discussion on Ukraine.” Specifically, “the programme is understood to have featured a number of anti-Western views in the discussion between the presenter and three studio guests.” ...
https://firstlook.org/theintercept/2015/03/02/uk-media-regulator-threatens-rt-bias-airing-anti-western-views/


"Russia Today faces inquiry over anti-western comments in Ukraine debate"
http://www.theguardian.com/media/2015/mar/02/russia-today-anti-western-ukraine-crosstalk-kremlin

« Last Edit: March 05, 2015, 11:47:14 AM by Link »

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« Reply #12 on: December 09, 2014, 12:25:46 PM »
"Im Namen des Kreml" Jan Pfaff (08.12.2014)
Polit-PR Das russische Staatsfernsehen RT sendet seit Mitte November auch auf Deutsch. Es sorgt sich nämlich um Meinungsvielfalt.  ... Man legt Wert darauf, gerufen worden zu sein, um dem „einseitigen und oft interessengetriebenen Medien-Mainstream“ etwas entgegenzusetzen. Erklärtes Ziel ist es, „eine Gegenöffentlichkeit herzustellen“. Im Auftrag des Kreml wird also versucht, einen Begriff zu okkupieren, der in den 70er Jahren in der Bundesrepublik entstand. In der Auseinandersetzung mit der Springer-Presse, die die 68er und ihre Nachfolger diffamierte, setzte sich in linken Kreisen die Überzeugung durch, dass man andere Medien braucht, wenn man die Gesellschaft verändern will. Bei der Gründung alternativer Zeitungen stand nicht möglichst ausgewogener Journalismus im Vordergrund, es ging um einen klaren linken Standpunkt. ...

Quote
Malvoisine 08.12.2014 | 15:56

Pseudo-Selbstkritik und Feindpropaganda
In seinem Anti-RT-Artikel hat Herr Pfaff einen wesentlichen Aspekt vergessen:
Bei RT weiß jeder, von welcher Seite es kommt und kann die Artikel und Informationen entsprechend einordnen.
Die NATO-Propagandaartikel dagegen werden der Bevölkerung einfach untergejubelt, der Leser wird über den transatlantischen Hintergrund der Journalisten nicht informiert, zunächst entsteht hier der Anschein unabhängiger Berichterstattung!

Jüngstes Beispiel hierfür:
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-12/russland-ukaine-putin-aufruf-ruprecht-polenz

Herr Polenz ist ein Transatlantiker, wie er im Buche steht:
"Darüber hinaus war Ruprecht Polenz von 1996 bis 2006 Präsident der Deutschen Atlantischen Gesellschaft."

http://de.wikipedia.org/wiki/Ruprecht_Polenz

Niemand würde sich beschweren, stünde als Name des Mediums nicht ZEIT ONLINE, sondern NATO-TODAY oder US-TODAY, wodurch man das Medium sofort einordnen könnte und der Leser automatisch eine kritische Distanz zu den Inhalten einnähme.

Bei RT besteht dieses Problem nicht - und im Vergleich u.a. auch zum Freitag empfinde ich deren Berichterstattung eher noch als neutral.

Zudem - Herr Pfaff - ist es wenig überzeugend, wenn man hier etwas pseudomäßige Selbstkritik übt und als nächstes wieder auf den "Feind" einschlägt.

Ich glaube, Sie haben wie viele Medienschaffende nicht im Ansatz verstanden, wie tief der Vertrauensverlust der Leser inzwischen ist - verursacht durch diese offensichtlich einseitige russlandfeindliche Haltung und damit verbundene die mit Lügen und bewussten Weglassungen durchsetzte Berichterstattung.


Quote
salvo 09.12.2014 | 09:10
btw die meisten Journalisten, auch die herrschaftskritischen, werden niemals zugeben, dass der 'Journalismus' an sich unter den heutigen Bedingungen einer zunehmenden Ungleichheit, also einer wachsenden Machtasymmetrie zwischen oben und unten, zu einem Herrschaftsinstrument geworden ist, ebensowenig wie ein 'Politiker' zugeben wird, dass Politik unter solchen Bedingungen nichts mit dem Prinzip demokratischer Repräsentanz zu tun hat. Das sind nur noch Simulakren, die der herrschende Diskurs reproduziert, um Herrschaft zu legitimieren.


Kommentar zu https://www.freitag.de/autoren/jan-pfaff/im-namen-des-kreml

---

Der FREITAG: “Im Namen des Kreml” (08.12.2014)
Der Artikel des FREITAG-Redakteurs Jan Pfaff, in dessen Vorfeld auch einige Fragen an die Propagandaschau gestellt wurden, ist heute veröffentlicht worden: “Im Namen des Kreml” ist sicher nicht der glücklichste Titel, aber inhaltlich ist es durchaus lesenswert und – zumindest was den PS-Blog betrifft – weitestgehend fair. ... Unfair – und ganz und gar nicht zutreffend – ist hingegen die Unterstellung hinsichtlich RT-Deutsch ...
http://propagandaschau.wordpress.com/2014/12/08/der-freitag-im-namen-des-kreml/

---

Quote
... Natürlich erinnert die heutige Berichterstattung zur Ukraine an den vorauseilenden Gehorsam, die Hierarchiegläubigkeit und den archaisch anmutenden Nationalstolz, der im Kaiserreich als „Byzantinismus“ verhöhnt wurde. Auch heute erleben wir diese „kriecherische Schweifwedelei“ all derer, die sich von der übergroßen Nähe zu den Reichen und Mächtigen für sich selbst eine exzeptionelle Stellung versprechen und an eine „nationale Aufgabe“ der Presse glauben (Peter Limbourg, DW). Byzantinismus und unabhängiger, kritischer Journalismus sind eben nicht unter einen Hut zu bringen, schließen einander kategorisch aus.

...


Aus: "RTdeutsch und der Mainstream"
Medienkritik - Eine Antwort an Jan Pfaff und seinen Artikel „Im Namen des Kreml“ vom 8.12.2014
Ein Nutzerbeitrag von Bilito
https://www.freitag.de/autoren/bilito/rtdeutsch-und-der-mainstream

--

"ZDF heute-journal: Kleber-Interview mit Merkel als Paradebeispiel für Agitation und Propaganda" (09.12.2014)
http://propagandaschau.wordpress.com/2014/12/09/zdf-heute-journal-kleber-interview-mit-merkel-als-paradebeispiel-fur-agitation-und-propaganda/

---

Quote
... Kann oder soll man RT Deutsch wirklich ernst nehmen? Der Journalist Olaf Sundermeyer, der nach einigem Zögern die Einladung zu «Der fehlende Part» angenommen hatte, erklärte gegenüber der MEDIENWOCHE, er empfinde den russischen Sender als «bedrohlich». Und: «Ich teile die Auffassung von Reporter ohne Grenzen, dass RT Deutsch die Pressefreiheit gefährde.» Nach seiner Erfahrung habe «RT Deutsch» mit Journalismus nichts mehr zu tun, sondern sei vielmehr «knallharte Staats-Propaganda», deren Zweck es sei, Zweifel und Irritation unter den Zuschauern zu erzeugen. Damit würden diese Leute bestärkt, die glauben, dass es bei den Medien sowieso nicht mit rechten Dingen zugehe.

Sicher ist – RT Deutsch bietet deutschsprachigen Verschwörungstheoretikern ein Forum. Ob diese teils plumpe Art der Suggestion, der Pauschalurteile und der Faktenverdrehung wirklich im deutschsprachigen Raum ein grösseres Publikum erreicht, ob sich die bereits Medienverdrossenen radikalisieren werden, ist heute noch nicht abzusehen.


Aus: "Viel Suggestion, einseitige Faktenauswahl" Jens Mattern (28. November 2014)
Quelle: http://medienwoche.ch/2014/11/28/viel-suggestion-einseitige-faktenauswahl/

Quote
ueli brunner, 2. Dezember 2014, 10:50

Von welcher PR-Agentur stammt dieser Artikel? Die machen echt gute Arbeit!


---

"60 Prominente gegen den Krieg sind keine Nachricht für ARD und ZDF" (08 Dez 2014)
Am Freitag haben mehrere Dutzend Prominente, darunter ein ehemaliger Bundespräsident, ein ehemaliger Bundeskanzler, mehrere ehemalige Ministerpräsidenten und Bundesminister und viele bekannte Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Publizistik, einen Appell für eine „neue Entspannungspolitik“ und einen Dialog mit Russland veröffentlicht: „Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen!“
Falls Sie davon gehört haben, dann nicht aus den Fernseh-Nachrichten von ARD und ZDF. Die haben darüber nämlich nicht berichtet.
Der Aufruf wurde vom früheren Kanzlerberater Horst Teltschik (CDU) initiiert, der zur Motivation sagte: „Uns geht es um ein politisches Signal, dass die berechtigte Kritik an der russischen Ukraine-Politik nicht dazu führt, dass die Fortschritte, die wir in den vergangenen 25 Jahren in den Beziehungen mit Russland erreicht haben, aufgekündigt werden.“ Die Unterzeichner richten sich nicht nur an Regierung und Parlament, sondern auch an die Medien ...

http://www.stefan-niggemeier.de/blog/19983/60-prominente-gegen-den-krieg-sind-keine-nachricht-fuer-ard-und-zdf/

« Last Edit: December 09, 2014, 01:50:33 PM by Link »

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« Reply #13 on: December 18, 2014, 10:07:22 PM »
TagesWoche: "Das Publikum weiß mehr als wir"
Marcus Klöckner 18.12.2014
Schweizer Zeitung stellt 5 Thesen zum Misstrauen gegen Medien auf...
http://www.heise.de/tp/news/TagesWoche-Das-Publikum-weiss-mehr-als-wir-2502412.html


"5 Thesen zum Misstrauen gegen die Medien"
Thom Nagy und Matthias Oppliger, 8.12.2014, 16:56 Uhr
Unmoralisch, manipulativ, käuflich: Klassische Medien sehen sich im Netz mit Kritik in nie gekannter Schärfe konfrontiert. Wir gehen dem Thema auf den Grund – und brauchen dazu Ihre Hilfe.  ....
http://www.tageswoche.ch/de/2014_49/leben/674384/5-thesen-zum-misstrauen-gegen-die-medien.htm

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Infratest-Umfrage: Deutsche trauen Medien immer weniger
Peter Mühlbauer 17.12.2014
NDR-Magazin Zapp will sich heute mit den Ursachen der Glaubwürdigkeitskrise beschäftigen - Einer im Auftrag des NDR-Medienmagazins Zapp vom Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap durchgeführten Umfrage nach trauen inzwischen stolze 63 Prozent der Deutschen den Medien nicht mehr, wenn es um die Darstellung der Ukrainekrise geht. ...
http://www.heise.de/tp/artikel/43/43658/1.html

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"Fast jeder Zweite misstraut den Medien" (22. Dezember 2014)
Nur 40 Prozent der Deutschen halten die Presse für objektiv. Vor allem Gebildete und Gutverdienende glauben, die Berichterstattung sei einseitig und politisch gelenkt. ... Auffallend sind zudem die Differenzen je nach Parteipräferenzen. So ist der Anteil derjenigen, die die Medien für einseitig und nicht objektiv halten, unter den Anhängern der Linken und der AfD mit jeweils 63 Prozent und der FDP mit 59 Prozent deutlich höher als bei den Anhängern von Union, SPD und Grünen.
Ebenso bemerkenswert: Das Misstrauen in die Medien und in den Westen nimmt mit der Höhe des Bildungsabschlusses und des Einkommens zu. Am höchsten ist die Zahl derjenigen, die die Medienberichterstattung für einseitig und politisch gelenkt halten, bei den Befragten mit Abitur und Hochschulabschluss sowie dem höchsten Monatseinkommen. ... Für die Umfrage wurden zwischen dem 19. und 22. Dezember 1.043 Personen befragt. ...

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-12/umfrage-medien-russland-putin-kriegsgefahr

Quote
    messokrat
    vor 6 Stunden 41 Minuten

4. Hmmmm

"Das Misstrauen in die Medien und in den Westen nimmt mit der Höhe des Bildungsabschlusses und des Einkommens zu. Am höchsten ist die Zahl derjenigen, die die Medienberichterstattung für einseitig und politisch gelenkt halten, bei den Befragten mit Abitur und Hochschulabschluss sowie dem höchsten Monatseinkommen. Tendenziell ähnlich ist es bei der Frage, ob der Westen oder Putin für den Konflikt mit Russland hauptverantwortlich ist"

ist das nicht zufällig die Leserschaft der ZEIT, SPIEGEL, FAZ und Süddeutsche? Woher kommt das nur?



Quote
    SchwereInnereVerletzung
    vor 6 Stunden 41 Minuten

5. Ach..., sowas aber auch.

>>>Vor allem Gebildete und Gutverdienende glauben, die Berichterstattung sei einseitig und politisch gelenkt.<<<

Aus gutem Grund.
Wird dieser Verdacht doch immer wieder bestätigt.


Quote
    akutan_zero
    vor 6 Stunden 45 Minuten

15. Predigt

"Ebenso bemerkenswert: Das Misstrauen in die Medien und in den Westen nimmt mit der Höhe des Bildungsabschlusses und des Einkommens zu."

Und das mit gutem Grund. Aber in den Redaktionen glaubt man sich immer noch im Besitz der Wahrheit und predigt fleissig weiter, im Stil der alten Vorbeter-Predigten für die geistig Armen und wundert sich, wieso einem langsam aber sicher der Boden unter den Füssen wegbröckelt. Dass gerade Gebildete und Gutverdienende es vorziehen, dass man MIT ihnen redet anstatt nur ÜBER sie sollte nicht weiter wundern. Im alten obrigkeitsstaatlichen Denken das nicht nur in der Politik sondern auch in der staatstragenden Presse stark verankert ist, ist diese Erkenntnis aber noch nicht angekommen. Willkommen im 21. Jhdt!


Quote
    krudeTheorienKiller
    vor 6 Stunden 43 Minuten

17. Diesen Ruf haben sich die Medien redlich verdient

...


Quote
    lezteul
    vor 6 Stunden 41 Minuten

19. Kein Wunder, denn ...

... man gewinnt den Eindruck, dass über die Medien versucht wird dem Volk das Gehirn zu waschen. Was soll sonst die stetige Wiederholung von der "Rentenlücke", dem "Fachkräftemangel" oder neuerdings auch "Generationenwandel" bedeuten? Wenn man in den Printmedien neben einem Artikel über Altersarmut eine Anzeige der Union-Invest findet, wird doch mehr als deutlich wessen Interessen da verfolgt werden.


Quote
    zoon politicon
    vor 6 Stunden 39 Minuten

23. Lenkung

Ich denke nicht, dass die Medien gelenkt werden, das ist doch eine Verschwörungstheorie. Vielmehr erscheint es mir plausibel, dass eine Lenkung überhaupt nicht notwendig ist;
Worauf in anderen Kontexten ja gerne hingewiesen wird, ist, dass Menschen andere Menschen dann fördern, wenn deren Weltanschauungen mit ihren eigenen übereinstimmen. Heißt: Die Medien als gesellschaftliches Subsystem ziehen Menschen mit einander tendentiell ähnlichen Weltanschauungen an. Dazu kommt, dass sich die Eliten verschiedener Subsysteme (Medien, Politik, Wirtschaft, Sport,..) tendentiell ähneln, weil der Aufstieg in den Subsystemen nach ähnlichen Logiken funktioniert. Damit sind sich die Eliten verschiedener Subsysteme weltanschaulich näher als die Eliten den Nicht-Eliten ihres jeweiligen Subsystems.
Das führt dann notwendigerweise zu der zurecht beklagten einseitigen und nur oberflächlich kritischen Berichterstattung. Mit Lenkung hat das nichts zu tun, das ist eine soziale Logik. Das macht es allerdings im Ergebnis auch nicht besser. ...


Quote
    Sonderling
    vor 6 Stunden 40 Minuten

32. Der große, für alle ersichtliche Sündenfall

war in Österreich, wie in Deutschland die völlig einseitige Ukraine-Berichterstattung.
Seither sind die bisher gutgläubigen Leser hellhöriger und kritischer geworden.

K.Raddatz ,früherer Feuilletonchef der ZEIT, meinte einmal sinngemäß:

"...Journalisten tun groß, Herr Kohl soll das tun, Herr Mitterand muss das lassen,... in Wahrheit sind das kleine Leute, die sich Sorgen machen um die Raten für ihr Reihenhaus."

Herr Bittner und Herr Joffe müssen sich in dieser Hinsicht natürlich keine Sorgen mehr machen, nur unabhängig und frei sind die auch nicht.

Und das ist nicht gut so !



Quote
    roland_s
    vor 6 Stunden 38 Minuten

38. Reflektion

Es ist immer leicht, bei Anderen oder ganz weit weg nach der Verantwortung zu suchen. Mich würde aber mal interessieren, was so in den Köpfen der Zeit vor sich geht, wenn Sie solche Umfragen liest. Es ist an dieser Stelle hier nämlich viel sinnvoller zu schauen, wie sich das für die Zeit und das Verhältnis zu den Lesern verhält.

Ich bin kein Putin-Versteher, kein Linker, finde Pegida und AfD höchst bedenklich - und dennoch würde ich, wenn man mich hier konkret fragen würde, antworten: Ja, ich misstraue der ZEIT.

Weil die Zeit, vor allem, aber nicht nur ZEIT-Online in den letzten Jahren sehr stark nachgelassen hat! (Weshalb mich die Zeit-Print als regelmäßiger Leser, ja zeitweise Abonnent auch verloren hat)

Die Zeit ist eine Wochenzeitung. Da erwarte ich gute Recherche und ausgewogene Berichterstattung. Die findet man aber immer weniger, in einigen wichtigen Bereichen gar nicht mehr. Investigativer Journalismus? Extreme Mangelware. Auch stand die ZEIT auch einmal für ein Verteidigen von Werten. Stattdessen findet man überwiegend eine schon an die Grenze zur Hörigkeit gehende Einstellung zur Wirtschaft und - leider - zu den USA! In den entscheidenden Themen Sicherheitswahn, Überwachung, Unterordnung wichtiger Lebensbereiche unter das Dogma (meist amerikanischer) Großkonzerne hinkt die Zeit hinterher! Hier müsste eine Zeitung, von der ich auch gesellschaftliche Diskussionen erwarte, mal Verantwortung übernehmen! ...


Quote
    TUS1
    vor 6 Stunden 41 Minuten

43. Dieses Ergebnis sollte

zum Nachdenken bei der Presse führen.
Hat man den Eindruck, dass die Berichterstattung nur von Auflagenzahlen und Einschaltquoten diktiert wird und andererseits Journalisten in Kriegsgebieten ihr Leben aufs Spiel setzen, klafft zwischen diesen Phänomenen eine große Lücke ... ich nenne diese "unabhängigen Journalismus". Man muss sich nur die Folge der ZDF Satire Sendung "die Anstalt" vom April diesen Jahres nochmal ansehen, in dem sehr offen gezeigt wird, inwieweit die Journalistischen Führunggremien unabhängig handeln.
Beklagte sich jüngst (ich glaube bei Phoenix) ein unabhängiger Fotoreporter, der aus Krisengebieten berichtet, dass seine Fotos teilweise sinnenstellt verwendet werden, muss man sich fragen, ob es tatsächlich so ist, dass Nachrichten entweder vergewaltigt werden oder auf Teufel komm raus fremdprostituiert werden, um einen anderem Zweck, als einer objektiven Berichterstattung zu dienen.
Der kritische Umgang mit der Politik fehlt. Viele schreibende Journalisten hinterlassen den Eindruck von der Politik domestiziert zu sein. Es fehlt der Biss, es fehlt der Mut auch mal gegen den Mainstream zu berichten.


Quote
    Pudels.poodle
    vor 6 Stunden 40 Minuten

47. Dass die Berichterstattung in den Medien voreingenommen

und tendenziös ist, ist doch seit Ewigkeiten bekannt. Presseerzeugnisse und Fernsehsender stehen politischen Parteien und Ideologien nahe, und wer dort ohne das passende Parteibuch einsteigen will, kann gleich wieder gehen. Das hängt auch nicht mit "für oder gegen Putin" zusammen (was für'n Quatsch, schon so eine Formulierung!). Die Menschen, die sich heute leichter zusätzlich informieren können, haben halt so ihre negativen Erfahrungen mit den Medien, besonders schlimm: auch mit den öffentlich-rechtlichen! Dass den Menschen aber inzwischen ein überall gleichlautender Einheitsbrei als Wahrheit serviert wird (mainstream), wirkt auf wache Zeitgenossen besonders besorgniserregend.

Interessant zu wissen wäre, ob die Medien irgendeine Konsequenz aus dem Mißtrauen der Menschen ihnen gegenüber ziehen. Z.B. umfassender und wahrheitsgemäßer zu berichten. Natürlich kann man ebenso versuchen, noch perfekter zu manipulieren. Und schließlich ist auch ein Weg, die Leute noch konsequenter zu verdummen, damit sie leichter alles Vorgesetzte glauben und den gewünschten Weg gehen. Ich bin jedenfalls pessimistisch.


http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-12/umfrage-medien-russland-putin-kriegsgefahr?commentstart=1#comments

« Last Edit: May 21, 2015, 07:28:57 PM by Link »

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« Reply #14 on: January 15, 2015, 09:22:11 AM »
"Die Wahrheit ist nur eine Fußnote der Geschichte" Sascha Pommrenke (15.01.2015)
Kai Gniffke, Chefredakteur von ARD-aktuell, zeigt in einem Rant im Blog der Tagesschau, das Differenzierung und Selbstkritik sein Ding nicht sind. Auch wenn er mit der Distanz von einem Tag und großer medialer Resonanz relativiert. Anstatt, wie es dpa und Reuters getan haben, so etwas Ähnliches wie Einsicht zu zeigen - "unglückliche Situation" -, ist Gniffke der Meinung, dass Kritik seine Grenzen kennt. ... Warum der Streit um ein inszeniertes Bild am Kern der Kritik vorbeigeht ...
http://www.heise.de/tp/artikel/43/43861/1.html | http://blog.tagesschau.de/2015/01/13/die-verschwoerung-von-paris/



"Die Kunst der Gehirnwäsche # 119: Alles eine Frage der Perspektive (Marche Republicaine, Paris, 11. Januar 2015)"
http://welteninwelten.blogspot.de/2015/01/die-kunst-der-gehirnwasche-119-alles.html


"Bild von Kundgebung in Paris Ein gestelltes Foto darf Geschichte schreiben" Gerhard Matzig (13. Januar 2015)
Die Ikonographie der politischen Sphäre ist ein fester Bestandteil der Bildgeschichte. ...
http://www.sueddeutsche.de/politik/bild-von-kundgebung-in-paris-ein-gestelltes-foto-darf-geschichte-schreiben-1.2302160

Quote
Interessant ist übrigens auch, dass die SZ zwar darauf hinweist, dass das Foto von der Frontreihe führender Politiker dieser Welt in Paris zwar gestellt ist, aber die SZ MUSS hinzufügen, >>an der Aufrichtigkeit der Geste ändert das jedoch nichts.<<

... Unter Aufrichtigkeit verstehe ich, dass man sich nicht inszeniert oder inszenieren lässt.


https://klausbaum.wordpress.com/2015/01/13/kunstlerische-sicht-auf-die-presse/


"Die „Tagesschau“. Wo man schöne Inszenierungen nicht blöd hinterfragt"
Ich kann verstehen, dass Menschen das ärgert, wenn sie das erfahren. Wenn sie Grund haben anzunehmen, dass Journalisten ihnen etwas vormachen und Komplizen bei einer Inszenierung sind, anstatt diese Inszenierung kenntlich zu machen. Natürlich ist jede Auswahl eines Fotos oder eines Filmausschnittes eine subjektive Entscheidung. Es ist aber nicht die Aufgabe von Journalisten, den Aufmarsch von mehreren Dutzend Staats– und Regierungschefs durch eine geschickte Wahl der Perspektive besonders eindrucksvoll wirken zu lassen. ...
http://www.stefan-niggemeier.de/blog/20186/die-tagesschau-wo-man-schoene-inszenierungen-nicht-bloed-hinterfragt/


"Trauermarsch in Paris Staatenlenker posierten nicht in Seitenstraße" Nik Afanasjew (13.01.2015)
Das Foto der Spitzenpolitiker, die Hand in Hand in Paris für die Freiheit marschierten, ist jetzt schon historisch. Nun gibt es aber Verwirrung um das Bild. ...
http://www.tagesspiegel.de/politik/trauermarsch-in-paris-staatenlenker-posierten-nicht-in-seitenstrasse/11225488.html

Quote
     von HelgaCharly
    14.01.2015 19:23 Uhr

Mehr als ein schaler Beigeschmack, es war Manipulation
Schade, dass so viele Journalisten und Massenmedien diese Selbst-Inszenierung der Politik unkritisch mitgemacht und zT gefördert haben. Im Ergebnis war es Täuschung, kein Qualitätsjournalismus.
Vorsätzliche Täuschung der Leser und Zuschauer durch Journalisten großer Zeitungen und der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender? Die Frage muss man stellen in einer Zeit, in der es ohnehin um die Glaubwürdigkeit von Politikern und Medien / Presse geht.


Es wurde der falsche Eindruck erweckt - DIESE Bilder gingen massenmedial um die Welt - diese Politiker wären mit dem Volk (mit Sicherheitsabstand, dafür wäre Verständnis aufzubringen)von Beginn bis Ende im Demonstrationszug marschiert.

Sie kamen jedoch in den Limousinen mit staatsbedienstetem Fahrer zum Foto-Termin für die Weltpresse, Frau Merkel in der Mitte auf allen Bildern. Und stiegenn dann wieder in die Limousinen, während Hunderttausende aus Solidarität marschierten. Nach 250 Metern Foto-Termin.

Die Bitterkeit liegt in meinen Worten, die ich empfinde.


Quote
     von wocker
    13.01.2015 18:32 Uhr

KEINE "Verwirrung" um das Bild
sondern der Bild-Beweis der Täuschung des werten Publikums.

Andere Zeitungen, z.B. die britische INDEPENDENT, berichten ausführlich mit Bildmaterial über die Vortäuschung falscher Tatsachen.
Auch Bilder können lügen - in unsrerem bildmächtigen Zeitalter besonders.

Paris march: TV wide shots reveal a different perspective on world leaders at largest demonstration in France’s history
http://www.independent.co.uk/news/world/europe/paris-march-tv-wide-shots-reveal-a-different-perspective-on-world-leaders-at-largest-demonstration-in-frances-history-9972895.html



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Lügenpresse ist ein polemisch gebrauchter und diffamierend gemeinter Begriff für mediale Erzeugnisse, der sich seit der Mitte des 19. Jahrhunderts nachweisen lässt. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCgenpresse


"Begriffsklärung zum Unwort des Jahres" (13.01.2015)
„Lügenpresse“ Wer sich aus dem Sprachfundus des Dritten Reichs bedient, braucht sich über den Widerspruch der Anständigen und Geschichtsbewussten nicht zu wundern ...
https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/zum-aufstand-gegen-die-luegenpresse-eine-begriffsklaerung

Quote
W.Biermann 13.01.2015 | 17:02
Der Begriff ist problematisch, sicher.  Die Anständigen und Geschichtsbewussten haben Recht im Wortsinn.
Was ist mit unseren Medien los? Mit denen, die vielleicht nicht direkt lügen, sondern Teile der Information verschweigen? Mit denen, welche uns aus falsch verstandener Fürsorge vorgekaute Nachrichten servieren und anschließend noch erklären wollen, wie es (nur!) zu verstehen ist?
Gerade weil wieder Halbwahrheiten verkauft werden sollen, ist das Unwort vielleicht besser als "Wort des Jahres" zu ehren! Ihr Journalisten sollt uns umfassend informieren, wir sind keine Kinder, denen an sagt, was sie glauben sollen.
Obwohl ich Klemperer gelesen habe, bin ich entsetzt, wer sich heute als "Anständig und Geschichtsbewusst" verkaufen will. ...

Quote
30sec 14.01.2015 | 10:16

Ein geflügeltes Wort lautet "Lügen wie gedruckt".
In der FC erschienen: Spiegel lügt wie gedruckt.
Am bekanntesten war jahrzehntelang "BILD lügt wie gedruckt". Bis die "seriöse" Presse und auch ARD-Tagesschau und ZDF-Heute nach und nach das Lügenblatt - so Wallraff alias Hans Esser - als Referenz für Meldungen angaben. Springer-Chef Mathias Döpfner hat Hans Esser  mittlerweile lieb und für Wallraff ist unterdessen Freiheit immer die Freiheit von Radio Luxemburg.

Journalisten, die nach bestem Wissen und Gewissen berichten oder eigene Meinung kundtun, müssen sich vom Vorwurf "Lügenpresse" überhaupt nicht betroffen fühlen. Andere hingegen, die propagandistisch für Politik, Militär, Wirtschaft oder sonstige Interessen unterwegs sind, müssen sich auch über ätzende Kritik  nicht wundern.

Die PEGIDAs allerdings sollten sich an die eigene Pinocchionase fassen, haben sie doch ihre eigenen Hetzer und Wortverdreher.

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""Lügenpresse" - ein böses Wort?" Arno Klönne (14.01.2015)
Kritisches über die diesjährige Warnung vor einem "Unwort"...
http://www.heise.de/tp/artikel/43/43850/1.html

-

"PEGIDA-Anhänger glauben Lügenpresse nicht, dass "Lügenpresse" Unwort des Jahres ist" (Dienstag, 13. Januar 2015)
Dresden, Darmstadt (dpo) - Mehrere tausend PEGIDA-Anhänger haben heute in den sozialen Netzwerken erklärt, der Lügenpresse nicht zu glauben, dass der Begriff "Lügenpresse" zum Unwort des Jahres gewählt wurde. Zuvor berichteten zahlreiche Medien, darunter etwa Spiegel Online und tagesschau.de, übereinstimmend über die Entscheidung einer Jury aus Sprachwissenschaftlern an der TU Darmstadt. ... Die Lügenpresse lügt doch schon wieder wie gedruckt!!!!1!", schreibt etwa ein empörter Besucher auf der PEGIDA-Facebook-Seite. Immerhin sei auffällig, dass die Nachricht in nahezu allen "gleichgeschalteten Systemmedien" aufgetaucht sei ...
http://www.der-postillon.com/2015/01/pegida-anhanger-glauben-lugenpresse.html
« Last Edit: January 15, 2015, 01:49:41 PM by Link »

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« Reply #15 on: January 18, 2015, 03:44:16 PM »
"Die erste Macht im Staate - Ein kurzer Überblick über Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Massenmedien" Tomasz Konicz (17.01.2015)
"Lügenpresse" ist zu einem beliebten Schlagwort der Neuen Deutschen Rechten avanciert, die überall Verschwörungen von Journalisten wittert. Dabei haben Manipulationen, gedruckte Halbwahrheiten und verzerrte Berichterstattung in der Medienbrachen leider System, wie ein Blick auf Vergangenheit und Gegenwart der Meinungsindustrie offenbart. ...
http://www.heise.de/tp/artikel/43/43761/1.html

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"Amerikas Fernsehkultur: Wenn Witzfiguren Nachrichten machen" Nina Rehfeld, Phoenix (17.02.2015)
Amerikas Fernsehen macht einen irre: Die Nachrichten sind eine Farce, ernsthafte Satiriker geben auf. Was bleibt, ist Polit-Klamauk. ...
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/die-amerikanische-fernsehkultur-politik-klamauk-und-co-13432256-p2.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

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"Begehrt, bemängelt, geschmäht – Journalismus" Hans-Jürgen Arlt (19.02.2015)
Fünf Eigenschaften seiner Mitteilungen (unzensiert, unparteiisch, relevant, richtig, aktuell) unterscheiden den Journalismus von anderen Formaten öffentlicher Kommunikation wie Werbung, Öffentlichkeitsarbeit und Unterhaltung. Journalistische Veröffentlichungen werden seit jeher bemängelt, ja verdammt, weil sie aus der Sicht ihrer Kritiker diese Eigenschaften nicht oder nur unzureichend erfüllen. Über kaum einen Beruf wird so viel Hohn und Spott ausgeschüttet. ...
http://www.carta.info/77297/begehrt-bemaengelt-geschmaeht-journalismus/

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"Medienhack: Neo Magazin Royale und der Varoufakis-Stinkefinger"
von Markus Beckedahl am 18. März 2015
TV kann doch noch subversiv sein. Das Neo Magazine Royale behauptet, den Stinkefinger von Varoufakis als Medienhack bei Günther Jauch platziert zu haben. Am Sonntag echaufierte sich Günther Jauch über einen Stinkefinger, den der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis vor zwei Jahren uns Deutschen gezeigt haben soll. Varoufakis erklärte noch in der Sendung, dass das ein Fake sei, was ihm aber kaum jemand glaubte. Die Macht der Bilder eben. Es folgten mehrere Tage voller Skandalisierung, vor allem durch die BILD-Zeitung in Richtung Griechenland. Jan Böhmermann erklärt jetzt in einem Youtube-Video als Vorab-Ausschnitt des kommenden Neo Magazin Royale, dass seine Redaktion das Video gefälscht und den Stinkefinger eingebaut habe. ...
https://netzpolitik.org/2015/medienhack-neo-magazin-royale-und-der-varoufakis-stinkefinger/

""Stinkefinger"-Affäre beim Jauch-Talk Jan Böhmermann will Varoufakis-Video gefälscht haben" (03/2015)
http://www.tagesspiegel.de/medien/stinkefinger-affaere-beim-jauch-talk-jan-boehmermann-will-varoufakis-video-gefaelscht-haben/11525570.html

"I faked the Yanis Varoufakis middle-finger video, says German TV presenter"
Agence France-Presse in Berlin, Thursday 19 March 2015
http://www.theguardian.com/world/2015/mar/19/i-faked-the-yanis-varoufakis-middle-finger-video-says-german-tv-presenter

"Varoufakis bei Jauch und in Zagreb: Kontext? Bitteschön!" Rüdiger Rossig (17.03.2015)
Zuletzt wurde viel über Varoufakis' Stinkefinger-Geste gestritten. Unser Autor war auf der Konferenz, auf der das gefilmt wurde. Eine Erinnerung.
http://taz.de/Varoufakis-bei-Jauch-und-in-Zagreb/!156588/

"Böhmermann-Beitrag zu Varoufakis war Satire" (19. März 2015)
Eigentlich wollte das Böhmermann-Team die Auflösung erst am Abend liefern, schreibt die Bild-Zeitung. Doch das ZDF sah sich gezwungen, die Verwirrung schneller aufzuklären. Auch Böhmermann hat ein Statement abgegeben zum "Fake Fake Fake-Fake-Fake". ...
http://www.zeit.de/kultur/film/2015-03/zdf-jan-boehmermann-yanis-varoufakis-stinkefinger-guenther-jauch

"Schnappatmung einstellen: ZDF erklärt Böhmermanns #Varoufake-Coup offiziell zur Satire" (19.03.2015)
ZDF-Programmdirektor Norbert Himmler versucht auch ein bisschen lustig zu sein und sagte gegenüber Spiegel Online: “Wir sehen uns gezwungen, das Neo Magazin Royale zukünftig als Satiresendung zu kennzeichnen. Für die Moderation des “heute journals” wird Jan Böhmermann sicherheitshalber vorerst ausgeschlossen.”...
http://meedia.de/2015/03/19/schnappatmung-einstellen-zdf-erklaert-boehmermanns-varoufake-coup-offiziell-zur-satire/2/

"Böhmermann und der Varoufakis-Finger - Eine Aspirin, bitte!" Paul Wrusch (19.03.2015)
Hat Jan Böhmermann gefälscht – oder nicht? Das ZDF sagt: alles Satire. Aber letztlich ist das egal, denn die Geschichte liefert einige wichtige Erkenntnisse. ... Man bekommt Kopfschmerzen. Zweifelt plötzlich an allem. Fake? Oder Fake eines Fakes? Medien-Coup? Oder Medien-Gau? Oder beides? War der Mittelfinger von Varoufakis echt? Hat ihn ZDF-Moderator Jan Böhmermann gefälscht? Oder ist die Fälschung falsch? Was ist wahr und was ist Lüge? Es bleiben einige wichtige Erkenntnisse über Medien, Recherche, Aufmerksamkeit und Erregung.  ... Die grandiose Aktion hält uns allen einen Spiegel vor. Sie zeigt, wie einfach die mediale Erregungsspirale heute in Bewegung zu setzen ist. Wie schnell sich Journalisten lieber auf Nebensächlichkeiten wie einen Stinkefinger stürzen, als über die wahren und komplexen Probleme der Eurokrise zu berichten. Ein Mittelfinger ist eben eindeutiger einzuordnen als Hilfspakete und Schuldenschnitte. ...
http://www.taz.de/Boehmermann-und-der-Varoufakis-Finger/!156730/

"Böhmermann legt noch mal nach: Ein Fake ist ein Fake ist ein Fake" (19.03.2015)
Jetzt legt Böhmermann noch einmal nach. In einem neuen Video-Statement heißt es wörtlich: "Unser Video ist zu 100 Prozent echt. Wer das Gegenteil behauptet, ist ein Lügner. Als Entschuldigung und Zeichen des guten Willens gegenüber unseren europäischen Freunden sollten Günther Jauch und die Redaktion der 'Bild'-Zeitung umgehend die Eurozone freiwillig verlassen. Die Unterstellung, dass das Video ein von uns manipulierter Fakefake-Fakefakefake sei, ist absolut haltlos. Niemals würden wir die notwendige journalistische Debatte über einen zwei Jahre alten, aus dem Zusammenhang gerissenen Stinkefinger und all diejenigen, die diese Debatte ernsthaft öffentlich führen, derart skrupellos der Lächerlichkeit preisgeben."...
http://www.spiegel.de/kultur/tv/stinkefinger-von-giannis-varoufakis-jan-boehmermann-zu-varoufake-a-1024386.html

"Varoufakis’ Mittelfinger Die Lüge der echten Bilder" Harald Staun (22.03.2015)
Jan Böhmermanns Satire war also nur ein Witz. Nur leider haben viele Journalisten noch immer nicht begriffen, dass man nicht lügen muss, um die Unwahrheit zu sagen. ... Wie gering das Bewusstsein ihre Doktorspielchen in Teilen der Massenmedien ist, auch das zeigte sich am vergangenen Donnerstag beispielhaft. Ein Großteil der Berichterstatter ließ sich auch von der notorisch unzuverlässigen Natur ihrer Quelle nicht davon abbringen, die Ereignisse im Duktus eines Tatsachenberichts zu beschreiben: Böhmermann „behauptet“, hieß es zunächst, er habe das Video gefälscht, dann wurde die offizielle „Enttarnung“ vermeldet, es fehlte nur noch, dass irgendjemand ein Dementi verlangt hätte.
So clever der Beitrag des „Neo Magazins“ auch gemacht war – für wie dumm will ein Journalist seine Leser verkaufen, der behauptet, ein Satiriker würde irgendetwas „behaupten“? Noch über die Lektion in Kontextualisierung berichteten manche ohne Rücksicht auf den Kontext, allen voran natürlich die „Bild“-Zeitung, die noch vor der ZDF-Stellungnahme „exklusiv“ verkündete, dass es sich bei der Satire um eine Satire handle. Was Böhmermanns Coup vor Augen führte, das war eben nicht nur die banale Erkenntnis, dass man den Bildern im Zeitalter ihre Virtualisierung nicht mehr trauen sollte. Es war vor allem die Demonstration der fundamentalen Beschränktheit eines Journalismus, ... der seine Probleme nicht einmal dann erkennt, wenn er über sie berichtet, eines Journalismus, der sich nur für die Lüge hinter der Satire interessiert statt für ihre Wahrheit. Es ist ein Journalismus, der für die täglichen Verdrehungen vermeintlicher Fakten und Tatsachen gar keine Kategorien, keine Sprache, kein Bewusstsein hat. ...

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/varoufakis-mittelfinger-und-andere-luegen-13495506.html

"Griechenland: Günther Jauch sollte entlassen werden" Matthias Knecht (23.3.2015)
Die Aufnahme von 2013 trifft den Nerv: Hier die disziplinierten deutschen Zahlmeister, dort die faulen Griechen, die ihre Retter auch noch beleidigen. Kein Wunder, schlugen die Bilder in Deutschland wie eine Bombe ein, zumal Varoufakis seit seinem Amtsantritt im Januar seine europäischen Partner oft vor den Kopf stiess. Doch das Video ist völlig aus dem Zusammenhang gerissen. Zwar ist es echt (auch wenn eine Satiresendung im ZDF anderes behauptete). Aber Varoufakis’ obszöne Geste reflektiert nicht seine Meinung über Deutschland. Das kann jeder nachvollziehen, der sich im Internet die komplette Aufnahme ansieht. Auch Starjournalist Jauch hätte das tun können und müssen. Sein Beitrag ist darum kein Coup, sondern übelster Kampagnenjournalismus, der das verkorkste Verhältnis zwischen Berlin und Athen zusätzlich belastet. Die ARD sollte darum Jauch vor die Tür setzen, weil er gegen fundamentale journalistische Standards verstossen hat. Nebenbei würde das helfen, die deutsch-griechischen Beziehungen zu verbessern. ...
http://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/guenther-jauch-sollte-entlassen-werden-1.18507272

"Bild, Günther Jauch: Der Griechen-Teufel mit dem Einzack" Mats Schönauer (18.3.2015)
Varoufakis hat „uns“ den Finger gar nicht gezeigt. Also faktisch schon, aber gemeint war er bloß hypothetisch („hätte ihn zeigen sollen“), und zwar nicht in Richtung der deutschen Steuerzahler, sondern der deutschen Banken. Und er bezog sich nicht auf die Gegenwart, sondern auf 2010, als Varoufakis noch gar nicht Minister war und Griechenland noch keine Kredite bekommen hatte. Letzteres ist insofern wichtig, als „Bild“ und andere Medien gerne suggerieren, der Finger sei eine Reaktion auf die Hilfspakete gewesen, nach dem Motto: Wir geben denen Milliarden — und kriegen dafür den Stinkefinger! Was Varoufakis aber (vereinfacht gesagt) eigentlich meinte, ist: Wenn man Euch den Finger damals gezeigt hätte, hättet Ihr womöglich gar nicht erst so viele Milliarden ausgeben müssen. Das alles fanden die Redaktion von „Günther Jauch“ und die „Bild“-Zeitung aber entweder zu kompliziert oder zu unknallig für ihre Zuschauer und Leser, darum erweckten sie den Eindruck, die „drastische Geste“ („Bild“) beziehe sich auf die Gegenwart oder solle Deutschland beleidigen. Womöglich haben sie die Sache auch ganz bewusst verzerrt dargestellt, um Varoufakis schlecht dastehen zu lassen, was zumindest für „Bild“ bei Weitem nicht das erste Mal wäre. ...
http://www.bildblog.de/63553/der-griechen-teufel-mit-dem-einzack/

« Last Edit: March 24, 2015, 09:12:36 AM by Link »

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« Reply #16 on: April 13, 2015, 04:34:14 PM »
"Meine Bild für Nerds" By John F. Nebel (31.03.2015)
10 Jahre Fefe. Und das Netz kocht über von Verrissen. Angesichts der Tatsache, dass die mittlerweile sehr heterogene und schwächelnde Netzbewegung neben Netzpolitik.org über kaum schlagkräftige Medien verfügt, scheint das mehr als dumm. Man kann das Linkschleuder-Blog von Fefe als vereinfachend, polarisierend, beleidigend, arrogant, mackerhaft, boulevardesk und was weiß ich was bezeichnen. Da ist manchmal was dran. Aber festzustellen ist auch: Da macht jemand, was ihm gefällt. Und war das nicht mal der Kern des Bloggens?... Ich mag Fefe, weil sein Herz am richtigen Fleck schlägt. Weil ich immer wieder den Wunsch nach Gerechtigkeit und einer anderen, besseren Gesellschaft heraushöre. Weil das Blog seit 10 Jahren unermüdlich für Grundrechte und gegen Überwachung kämpft. ...
http://www.metronaut.de/2015/03/meine-bild-fuer-nerds/

"Einführung in den Fefismus." Michael Seemann (31/03/2015)
... ich halte sein publizistisches Schaffen für ein Problem ... Ich lese Fefe nicht und zwar wegen seiner mangelnden journalistischen, moralischen und diskursethischen Integrität. Wer ihn dennoch liest, kann von mir nicht erwarten, dass ich sie oder ihn noch irgendwie ernst nehme. ... Es wird Zeit, dass es in ihr zu einer Form der Selbstaufklärung kommt. Nein, ihr seid keine Genies, weil ihr Euren Kernel selbst kompiliert. Nein, ihr habt die Welt nicht verstanden, weil ihr wisst, wie man eine Playstation hackt. Nein, ihr habt nicht den Durchblick, weil ihr die Welt in eure Schablonen presst. Nein, ihr seid nur ignorante, reaktionäre Arschlöcher wenn ihr das glaubt und dann seid ihr das Problem und nicht die Lösung. ...
http://mspr0.de/?p=4272

---

Was in anderen Ländern Gang und Gäbe und bereits seit längerer Zeit institutionalisiert ist, wurde in Deutschland im Jahr 2001 zivilgesellschaftlich initiiert. “der braune mob e.V.” war Deutschlands erste Schwarze media-watch-Organisation, gegründet von professionell Medienschaffenden, Künstler*nnen, Aktivist*nnen und  Jurist*nnen, die eine diskriminierungsfreie deutsche Medienöffentlichkeit erreichen wollten. In den ersten zehn Jahren verfolgten wir unsere Ziele in erster Linie mit den Mitteln der Aufklärung. Wir haben Informationen gesammelt, erarbeitet und bereitgestellt. Wir haben Prozesse angestoßen und viele Streits gewonnen. Unser Name ist natürlich bewusst provokativ gewählt. Zum einen persifliert er die koloniale Angewohnheit der Annektierung eines Gruppen-Namens. Auch kann der Name daran erinnern, dass Rassismus vorrangig nicht etwa ein Problem mit “rechtsextremen Skinheads” ist, sondern eines der Mitte der Gesellschaft; eine Tatsache, die in Deutschland dermaßen negiert wird, dass selbst die UN-Sonderberichterstatter dies in Berichten über Deutschland seit dem Jahr 2010 regelmäßig herausstellen.
Wenn Menschen durch andauernde Platzzuweisung, erzieherische Grausamkeiten, gesellschaftliches Mobbing, institutionellen Rassismus und das Zusammenspiel verschiedener Diskriminierungsformen von ihrem eigenen Potenzial abgeschnitten werden, wenn dadurch ihr Alltag geprägt ist, dann sind sie in ganz besonderem Maße angewiesen auf Unterstützung aus der Community und auf freundschaftliche und solidarische Rückenstärkung. ...

http://www.derbraunemob.info/ | http://blog.derbraunemob.info/

---

Quote
Tom Orrow, 12.05.2015

Ach übrigens...

Vielen Dank für diesen Artikel, Herr Biermann!


http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-05/bnd-nsa-milliarden-metadaten?commentstart=177#cid-4764298

Quote
[...] craax, 12.05.2015

Danke, Kai Biermann, für einen weiteren ausgezeichneten Artikel.
Bei Ihnen habe ich das Gefühl, Sie vertreten meine (wie unser aller) Interessen.

Leider sind Sie nicht wählbar.

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-05/bnd-nsa-milliarden-metadaten?commentstart=33#cid-4763235

Zu:  "BND-SpionageaffäreBND liefert NSA 1,3 Milliarden Metadaten – jeden Monat"
Selektoren? Die sind nicht das einzige Problem der BND-Affäre. Der Dienst sammelt für die USA auch Milliarden Metadaten. Und niemand prüft, was die NSA damit macht. von Kai Biermann (12. Mai 2015)
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-05/bnd-nsa-milliarden-metadaten

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"Kratzer am Spiegel-Lack"  Andreas Förster (19.05.2015)
Eine Studie beleuchtet die enge Zusammenarbeit des Hamburger Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ mit dem BND und dem Bundeskanzleramt in den Sechziger- und Siebzigerjahren.
Nüchtern und knapp kündigte das Hamburger Nachrichtenmagazin Der Spiegel in seiner Ausgabe vom 8. März 1971 eine kleine Sensation an. „In diesem Heft beginnt eine Serie über den Bundesnachrichtendienst, an der die Spiegel-Redakteure Hermann Zolling und Heinz Höhne seit Ende 1968 gearbeitet, für die sie recherchiert, interviewt, studiert und analysiert haben“, hieß es in der „Hausmitteilung“, dem jeder Ausgabe des Magazins vorangestellten Editorial. 15 Wochen lang schilderte die Serie „Pullach intern“, die später Grundlage eines gleichnamigen Buch-Bestsellers wurde, Arbeitsweise, Erfolge und Pannen des deutschen Auslandsgeheimdienstes.
Ein Scoop, der Freund wie Feind elektrisierte und zu hitzigen Debatten in Bundesregierung und Parlament führte. Und der einmal mehr den Ruf des Spiegel als kritisches und unabhängiges Magazin zu unterstreichen schien, als wahres „Sturmgeschütz der Demokratie“. ... Eine jetzt veröffentlichte Studie der Unabhängigen Historikerkommission, die die Geschichte des BND erforscht, kratzt nun ein wenig am Spiegel-Lack. Nach Erkenntnissen des Marburger Historikers Jost Dülffer, der die BND-Akten über die Serie aus den Jahren 1969 bis 1972 auswerten konnte, hat das Magazin seinerzeit nicht so unabhängig agiert wie bislang vermutet. So gab es sowohl bei der Recherche als auch bei der Schlussredaktion von „Pullach intern“ eine enge Kooperation zwischen BND, Bundeskanzleramt und Spiegel. Jeden Fortsetzungsartikel der Serie leiteten die Autoren vor der Drucklegung dem BND zu, um Korrekturwünsche auch des Kanzleramtes umzusetzen. „Sowohl das Kanzleramt als auch der BND meldeten inhaltlichen Widerspruch an, der zu einem beträchtlichen Teil vom Spiegel berücksichtigt wurde“, bilanziert Historiker Dülffer. ... Die Spiegel-Serie „Pullach intern“, das macht die Studie deutlich, war eine journalistische Gratwanderung zwischen unabhängiger Aufklärung und politischer Einflussnahme. Für die Verfasser und das Hamburger Magazin spricht, dass sie damals bei allen Zugeständnissen einen kritischen Blick bewahrten und bis zu einem gewissen Grad Missstände im Dienst ansprachen. Der Entstehungsprozess der Serie ist dennoch ein Lehrbeispiel dafür, wie journalistische Unabhängigkeit geopfert wird, wenn man einen publizistischen Erfolg erreichen kann. Ein Konflikt, der auch im heutigen Journalismus noch aktuell ist.

http://www.berliner-zeitung.de/medien/bnd-zusammenarbeit--kratzer-am-spiegel-lack,10809188,30736112.html

"Gespiegelter BND" Markus Kompa (20.05.2015)
Einfluss des BND auf den SPIEGEL war umfangreicher als bekannt... Die enge Kooperation zwischen dem Bundesnachrichtendienst und dem Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL in den Nachkriegsjahrzehnten gehört nach wie vor zu den unaufgearbeiteten Kapiteln deutscher Pressegeschichte.  ...In welchem Ausmaß der BND dem SPIEGEL bei seiner Außenwahrnehmung noch heute behilflich sein könnte, lässt sich dann wohl in 40 Jahren beurteilen. ...
http://www.heise.de/tp/news/Gespiegelter-BND-2659058.html

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""Wenn man den Mächtigen nach dem Maul schreibt, bekommt man die besseren Honorare"" Marcus Klöckner (20.05.2015)
Harald Schumann über die Medien und seine Dokumentation "Macht ohne Kontrolle - Die Troika" ... "Wir haben genau die Medien, die wir verdienen", sagt der Journalist Harald Schumann im Interview mit Telepolis. Schumann, der 2004 beim Spiegel kündigte, nachdem eine Geschichte von ihm zum Thema Energiepolitik nur in veränderter Form erscheinen sollte, geht im Telepolis-Interview auf die aktuelle Kritik an den Medien ein und erzählt, was er bei seiner Arbeit zu der viel beachtenden Dokumentation "Macht ohne Kontrolle - Die Troika" erlebt hat. ...
http://www.heise.de/tp/artikel/44/44936/1.html

Quote
RexCarnifex, 20. Mai 2015 18:24
Harald Schumann ist ein Journalist !!

Zwar erstaunlich, dass der Satz schon ein Ereignis ist.
Diese 'Ausnahme' sollte eigentlich normal sein. Pustekuchen

H.Schumann hat noch eine gute Reportagen gemacht:
'Staatsgeheimnis Bankenrettung':
> https://www.youtube.com/watch?v=IAV_zwee4TU

Die im Artikel erwähnte Doku 'Macht ohne Kontrolle'
gibts auch bei youtube:
> https://www.youtube.com/watch?v=htxVHN_hUUQ


http://www.heise.de/tp/foren/S-Harald-Schumann-ist-ein-Journalist/forum-294785/msg-26760633/read/

---

"Russische Medien über die Einseitigkeit der westlichen Medien" Florian Rötzer (20.05.2015)
Russische Staatsmedien, die man durchaus Mainstreammedien nennen kann, machen sich Sorgen um die westliche Medienlandschaft. Hier würden Mainstreammedien einseitig über Russland und den Ukrainekonflikt berichten, womit man durchaus eine Stimmung vor allem in Deutschland traf. ... Einseitig wird es aber vor allem dadurch, dass die russische Seite "weggeschnitten" oder der "fehlende Part" ist, interessant wäre ja auch gewesen, ob die russischen Bürger offen für alternative Sichtweisen sind, die nicht von den staatlichen Medien kommen. 60 Prozent der Menschen in Europa und den USA seien "offen für alternative Perspektiven", inklusive russischen, so das Ergebnis, am stärksten die Griechen mit 81 Prozent.
Bei den Amerikanern, Briten und Deutschen sind es um die 55 Prozent, bei den Franzosen 49 Prozent. Keine Ahnung also, was die Menschen unter alternativ verstehen, wirklich unabhängige Medien, rechte oder linke Medien, Berichte von Einzelnen oder was auch immer. Man weiß auch nicht, ob den Menschen alternative Perspektiven fehlen oder ob sie gegenüber diesen nur offen sind. ...

http://www.heise.de/tp/artikel/44/44984/1.html

Quote
20. Mai 2015 10:21
Die andere Hälfte der Wahrheit
Joshi (439 Beiträge seit 26.06.01)

Ich kann die Kritik nur bedingt nachvollziehen - Herr Rötzer weist
hier meiner Meinung nach auf etwas hin, das so trivial ist, dass es
der grossen Mehrheit der Russia Today-Leser längst bewusst ist:

Nämlich dass natürlich auch Russia Today & Co. in ihrer
Berichterstattung etwas einseitig, nämlich tendenziell "pro-russisch"
sind.

Zumindest mein Eindruck ist, dass das den meisten Russia Today-Lesern
völlig bewusst ist, und diese Leute schlicht die Realität akzeptieren
haben, dass es auf der Welt nicht das eine einzige Nachrichtenmedium
gibt, das die Reinkarnation der reinen Wahrheit ist, sondern
letztlich jedes Medium eine gewisse Agenda verfolgt, und dadurch
nicht 100%ig ausgewogen berichtet.

Der moderne Russia Today-Leser ist eher so etwas wie ein weiser, auf
Gerechtigkeit bedachter Richter, der im Konflikt zweier Streithähne
(Russland und USA bzw. "Westen") die Argumente beider Seiten hören
möchte, bevor er sich seine Meinung bildet.

Während westliche Medien bislang weiter unbeirrt an dem Narrativ
festhalten, russische Medien würden ja quasi nur
"Kreml-Lügen-Propaganda" verbreiten, sie hingegen
"Qualitätsjournalismus", finde ich da das Verhalten von Russia Today
viel ehrlicher: Sie erklären die Gegenseite weniger als notorische
Lügner und sich zu den Verkündern der einen reinen Wahrheit, sondern
positionieren sich eher als gleichberechtigte, aber alternative
Sichtweise.

http://www.heise.de/tp/foren/S-Die-andere-Haelfte-der-Wahrheit/forum-294781/msg-26759773/read/

Quote
20. Mai 2015 10:07
Vorsicht Falle
Diogenius (673 Beiträge seit 16.10.08)

In Sachen Informationskrieg müssen die Russen noch viel lernen, aber
schon jetzt hat RT in den USA mehr Zuschauer als CNN, dort klappt es
offensichtlich schon besser. Natürlich weiß jeder halbwegs denkende
Bürger inzwischen, mit welchen Methoden unsere Qualitätspresse
arbeitet. Auf den belasteten Begriff „Lügenpresse“ sollte man aber
verzichten, „Qualitätspresse“ reicht inzwischen völlig.

http://www.unwortdesjahres.net/fileadmin/unwort/download/pressemitteilung_unwort2014.pdf

...

http://www.heise.de/tp/foren/S-Vorsicht-Falle/forum-294781/msg-26759743/read/

Quote
Gotan, 20. Mai 2015 10:55
Natürlich ist RT ähnlich einseitig wie westliche Medien ...

... nur kommt RT erstens gar nicht mit dem Anspruch daher "neutral"
zu sein, während unsere Blättchen und sonstigen Medien uns dauernd
einreden wollen "unabhängig und überparteilich" zu sein. Auch haben
wir ja schon immer gesagt bekommen (von unseren westlichen Medien),
dass russische Medien eh alle einseitig und komplett staatsgesteuert
seien, daher erwartet man das halb und "verzeiht" es auch leichter.

Es ist sehr geschickt von RT den Anspruch in den Vordergrund zu
stellen, nur eine "alternative Sicht" zu bieten, der Einseitigkeit
westlichen "Mainstreams" nur eine weitere Seite beistellen zu wollen.
So stolpern sie nicht über ihren eigenen Anspruch.

Zudem kommt RT vor allem nicht so völlig plump daher wie z.B. BILD &
Co., die Einseitigkeit bei RT läuft vorwiegend über die Auswahl der
Themen und die Auswahl der Quellen. Das ist ja durchaus mit dem
Anspruch "den fehlenden Part" präsentieren zu wollen vereinbar (wobei
da natürlich auch nur *ein* sorgfältig ausgesuchter Part ist, es gibt
durchaus noch einen ziemlich großen Part den uns weder "westlicher
Mainstream" noch RT "zumuten" wollen).

Allerdings sollte man beim Lesen von RT eben nicht vergessen, dass
auch diese Quelle einseitig ist.

Nur läuft das eben unter Medienkompetenz: sich aus verschiedenen
Quellen ein Bild zusammenzubasteln.

Früher konnte man dazu "linke" und "konservative" Zeitungen zu Rate
ziehen, während die Medien des Ostblocks für ihre Einseitigkeit
verschrien waren. Durch Zusammenlegungen, Einsparungen von
Redaktionen, Konzentration von Verlagen in den Händen Weniger,
Ausrichtung der Zeitungen an finanziellem Druck ist es aber auch bei
westlichen Mainstreammedien zu genau der Gleichschaltung gekommen die
den Medien des Ostblocks immer vorgeworfen wurde, Kapitalismuskritik
gibt's da bestenfalls als Feigenblatt.

Mohn (Bertelsmann) und Springer betreiben nur noch Massenverblödung,
und die geben sich nichtmal sonderlich Mühe dabei. Vor ein paar
Jahren fand ich Fox-News und deren plumpen Antikommunismus und
kapitalistische Linientreue noch lächerlich, etwa auf dem Niveau der
BILD. Inzwischen kommen aber deutsche Medien mit Qualitätsanspruch
genauso plump daher. Leider sind das auch nicht nur Welt und FAZ,
sondern längst auch Süddeutsche und TAZ. Die Gleichschaltung die den
Medien des Ostblocks immer vorgeworfen wurde hat auch hier längst
stattgefunden. Nur sind es hier nicht die Funktionäre eines Staates
die bestimmen, was der Leser/Zuschauer vorgesetzt bekommt, sondern
die des Kapitals.

Unterm Strich ist RT somit eine Bereicherung. Indem so westlichem
"Mainstream" der Spiegel vorgehalten wird kommen nicht nur
zusätzliche Themen und Standpunkte ins Spiel, viel wichtiger ist,
dass die Rezipienten sich daran wieder Medienkompetenz erarbeiten
können.

tl,dr:
Es lohnt sich dank RT wieder, mal verschiedene "Nachrichtenquellen"
zu vergleichen. Was man davon hat sollte jeder für sich rausfinden.


http://www.heise.de/tp/foren/S-Natuerlich-ist-RT-aehnlich-einseitig-wie-westliche-Medien/forum-294781/msg-26759846/read/

« Last Edit: May 21, 2015, 07:25:19 PM by Link »

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« Reply #17 on: May 24, 2015, 11:22:32 AM »
"Kampf gegen russische Propaganda: Deutschland hilft im baltischen Fernsehkrieg" Andreas Theyssen (23.05.2015)
Lettland bringt mehr russischsprachige Sendungen ins Programm und hat - ebenso wie Litauen - auch ein Kooperationsabkommen mit der Deutschen Welle abgeschlossen. Estland stampft gerade einen kompletten russischsprachigen Sender aus dem Boden, Ende September soll er starten.
DW-Intendant Limbourg ist von der deutschen Mission im Baltikum überzeugt: "Mit unseren Programmlieferungen in russischer Sprache tragen wir dazu bei, dass die Menschen Informationen russischer Medien besser einordnen können." ...

http://www.spiegel.de/politik/ausland/baltikum-fernsehsender-kaempfen-gegen-russische-propaganda-a-1035009.html

Quote
23.05.2015, 22:16 von innajjanni
ach so die Einen machen böse Propaganda und die Anderen versuchen durch ehrliche, journalistische Arbeit dieser gegen zu steuern. Jetzt habe ich es verstanden.
http://www.spiegel.de/forum/politik/kampf-gegen-russische-propaganda-deutschland-hilft-im-baltischen-fernsehkrieg-thread-295996-2.html#postbit_29313334

Quote
23.05.2015, 22:19 von exigent-x
Tausch
Dann gibt es jetzt also in den baltischen Ländern anstatt angeblich "vom Kreml gleichgeschalteter russischer TV-Sender" die real vom Westen gleichgeschalteten Nato-Sender.

http://www.spiegel.de/forum/politik/kampf-gegen-russische-propaganda-deutschland-hilft-im-baltischen-fernsehkrieg-thread-295996-2.html#postbit_29313411

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""Die große Meinungsvielfalt in der deutschen Presse ist Geschichte"" Marcus Klöckner (02.06.2015)
Wie vielfältig ist die Berichterstattung der großen Medien in Deutschland? Für Thomas Meyer, emeritierter Professor für Politikwissenschaft, sind die Zeiten, in denen Journalisten mit völlig unterschiedlichen Meinungen in ihren Medien Grundsatzdebatten geführt haben, lange vorbei. Im Interview mit Telepolis stellt der Chefredakteur und Mitherausgeber der Zeitschrift "Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte" fest: "Eine wechselseitige Kritik der Journalisten untereinander, sei es politisch, kulturell, ideologisch, findet nicht mehr statt." In seinem neuen Buch "Die Unbelangbaren" analysiert er die problematische Entwicklung, dass Journalisten ihre Position immer häufiger nutzen, um in der politischen Arena mitzumischen. ...
http://www.heise.de/tp/artikel/45/45077/1.html

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"MH-17: Spiegel muss mangelnde Sorgfalt bei Schuldzuweisung einräumen" Florian Rötzer (05.06.2015)
Groß aufgemacht hatte man die von den Bellingcat-"Experten" Belege für Fotomanipulationen herausgestellt, die sich als "Kaffeesatzleserei" herausstellten, über die Gründe will man nicht sprechen. Der Spiegel hat immerhin seine reißerische Story über die "Experten" des "Recherchenetzwerks" Bellingcat, auch zur "unabhängigen Investigativplattform" hochgelobt, bedauert. Unter dem Titel "Forensische Analyse: Kreml hat offenbar Satellitenfotos zu MH17-Absturz gefälscht" wurden ohne größere Überprüfung, wahrscheinlich weil es ins Weltbild passte, die "Analyseergebnisse" der zu Experten mutierten Bildanalyseamateure, wiedergegeben. ...
http://www.heise.de/tp/artikel/45/45119/1.html

"Interview zu angeblichen MH17-Manipulationen: "Bellingcat betreibt Kaffeesatzleserei"" Ein Interview von Benjamin Bidder (03.06.2015)
http://www.spiegel.de/politik/ausland/mh17-satellitenbilder-bellingcat-betreibt-kaffeesatzleserei-a-1036874.html

"Was wir aus der Berichterstattung über den Bellingcat-Report lernen" Florian Harms (04.06.2015)
So endete der Text mit der Formulierung im Indikativ: "Doch nun haben die Experten von Bellingcat eben diese Aufnahme als Fälschung enttarnt." In dieser Eindeutigkeit widerspricht der Satz unseren Prinzipien von journalistischer Sorgfalt. Das trifft ebenso auf eine zweite Meldung zu, die wir am selben Tag auf unserer Startseite veröffentlichten und deren Überschrift lautete "Wie Russland die MH17-Beweise manipulierte" (inzwischen haben wir die Überschrift geändert). Auch hier hätten wir von Beginn an vorsichtiger formulieren und klarmachen müssen, dass es zwar den Vorwurf der Fälschung gibt, dieser aber nicht zweifelsfrei bewiesen ist. ... Selbstkritisch müssen wir festhalten: Diese professionelle Skepsis im Umgang mit der Quellenlage, das Hinterfragen der Quelle hätten wir bereits in den vorherigen Artikeln stärker zum Ausdruck bringen sollen. Wir lernen daraus und nehmen uns vor, dies in künftigen Fällen zu beherzigen. Denn wir wollen Sie, liebe Leserinnen und Lesern, so aufrichtig und transparent wie möglich über die Weltgeschehnisse informieren. Und natürlich bleiben wir am Thema MH17 dran. ...
http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelblog/bellingcat-bericht-zu-mh17-was-wir-lernen-a-1037135.html


Quote
Unternehmerunternimmtwas 04.06.2015
So geht es doch schon seit zwei Jahren. Eine Meldung gegen Russland wird mit großer Schlagzeile herausposaunt und irgendwann in aller Stille kleinlaut wieder zurück genommen. Das nennt man Propaganda unter Einhaltung minimaler Pressestandards.

Quote
hyperlord 04.06.2015
Löblich, wenn man eigene Fehler einräumt - aber das hilft nicht, wenn man vorher die halbe Startseite mit diesen fehlerhaften und tendenziösen Schlagzeilen zukleistert und dann die quasi Gegendarstellung mehr oder weniger im Kleingedruckten bringt. Glaubwürdigkeit gewinnt man so nicht zurück.

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"MH17Kreml manipulierte mit Photoshop" (1. Juni 2015)
Die russische Regierung hat Satellitenbilder zum Absturz des Fluges MH17 manipuliert, um eine Schuld der ukrainischen Regierung zu belegen. Das ist das Ergebnis einer Analyse von unabhängigen Investigativjournalisten. Die forensische Analyse habe "eindeutig und unzweifelhaft" ergeben, dass die Satellitenfotos falsch datiert und digital verändert wurden, heißt es in dem Untersuchungsbericht. ... Das Team der Plattform Bellingcat hat zwei Satellitenfotos des russischen Verteidigungsministeriums untersucht, die beweisen sollten, dass die ukrainische Luftabwehr am Tag des Absturzes in der Gegend aktiv war. Die russische Regierung hatte die Bilder im vergangenen Juli, eine Woche nach dem Absturz der Maschine, auf einer Pressekonferenz präsentiert. ...
http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-06/mh17-absturz-bericht-bellingcat-manipulation

[Stand 25.06.2015: 971 Kommentare]

Quote
    FriederFi
    06. Juni 2015 21:01 Uhr

955. KEINE Korrektur der ZEIT, trotz höchster Relevanz :-(

selbst jetzt (06.Juni 2015, ca 21h), also 5 Tage nach dem betreffenden Artikel in DIE ZEIT, ist unter Suchwort "Bellingcat" keine Korrektur der Meldung und der neuen Entwicklungen zu finden. ... WÄRE die ZEIT ein Qualitätsmedium, dann hätte sie UMGEHEND eine Korrektur und die neuen Infos hinterher geschickt. Es geht im Umfeld von MH17 um ein Thema von höchster historischer und weltpolitischer Bedeutung.
Wenn jemand derart unsauber recherchiert und mit einer klaren politischen Stoßrichtung formuliert, dann ist das unterstes BILD-Zeitungs-Niveau. Aber tatsächlich haben spätestens seit der Ukraine-Krise viele unserer Medien dieses Niveau erreicht. Und an Zufall mag man da nicht glauben.


http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-06/mh17-absturz-bericht-bellingcat-manipulation?commentstart=953#cid-4845008

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"MH17-Absturz: Bellingcat kontert Kritik mit neuen Satellitenbildern" (12. Juni 2015)
Die Recherchegruppe ist für den Vorwurf, Russland habe Fotos manipuliert, scharf kritisiert worden. Jetzt legt Bellingcat weitere angebliche Belege dafür vor. ... Die Plattform Bellingcat hat mit der Veröffentlichung von weiteren Satellitenbildern auf Kritik an ihren Recherchen reagiert. Die Fotos sollen den Vorwurf untermauern, Russland habe bei einer Pressekonferenz versucht, mit falsch datierten Satellitenbildern den ukrainischen Streitkräften die Schuld für den Abschuss von Flug MH17 zu geben. ... Damit reagiert Bellingcat auf Kritik, die nach der Veröffentlichung von angeblichen Beweisen für russische Fälschungen geäußert worden war. In dem Bericht hatte die Gruppe Anfang Juni unter anderem behauptet, die russischen Fotos seien mit Photoshop bearbeitet und falsch datiert worden. Zahlreiche deutsche Medien, darunter ZEIT ONLINE, berichteten darüber.
Experten kritisierten anschließend die Vorgehensweise der Rechercheure zum Beispiel bei der fotoforensischen Auswertung. Auch der Vorwurf der Manipulation mit Photoshop lässt sich nicht eindeutig beweisen. Die Metadaten der russischen Fotos belegen zwar, dass sie mit dem Programm bearbeitet worden sind, allerdings ist nicht klar, was verändert wurde. Photoshop kann ausschließlich dazu benutzt worden sein, die Bilder für die Veröffentlichung im Internet zu verkleinern.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-06/bellingcat-russland-mh17-satellitenfotos-manipulation

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    Privatökonom, 12. Juni 2015 21:06 Uhr

45. Hauptsache gegen Russland - egal was!

"Damit reagiert Bellingcat auf Kritik, die nach der Veröffentlichung von angeblichen Beweisen für russische Fälschungen geäußert worden war."

Die Fakes von Bellingcat werden auf ZON veröffentlicht, für die kritische Auseinandersetzung mit derartigen Beweisen wird auf einen Blog verlinkt.
Ich finde es eine Schande, dass es im deutschsprachigen Raum alle Medien wie im Chor zweifelhafte Materialien unkritisch veröffentlichen, wenn es inhaltlich gegen Russland geht.

Diese sogenannten Aktivisten haben enge Verbindungen zu US Thinktanks. Ich denke es ist kein Zufall, dass die USA lieber eine unbekannte Gruppe wegen des MH17 Abschusses vorgeschickt hat.

Falls Amerika tatsächlich belastbare Beweise gegen die Separatisten oder gar Russland vorlegen könnten, würden sie dann den Fall einer Gruppe vormals Arbeitsloser Couchpotatos übergeben?

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-06/bellingcat-russland-mh17-satellitenfotos-manipulation?commentstart=41#cid-4865943

Quote
    Platschboehm
    12. Juni 2015 22:08 Uhr

73. Keine Sanktionen wegen MH17

...  die Sanktionen wurden wegen der Krim verhängt. Die dritte Stufe der Sanktionen wurde bereits deutlich vor dem Abschuss der MH17 angekündigt. Das ist Beschlusslage. ... Im Übrigen wurde mit der dritten Sanktionsstufe die Unschuldsvermutung seitens der EU nicht gekippt. Sie ist nach wie vor ein wichtiger Rechtsgrundsatz der jedoch den Verdacht nicht ausschließt.

Quote

    Jabadabadu
    13. Juni 2015 9:28 Uhr

Leider falsch! Es gab Sanktionen wegen MH17

"Die EU-Außenminister beraten wegen des Absturzes des Fluges MH17 über eine Verschärfung der EU-Sanktionen gegenüber Russland und den Separatisten in der Ostukraine." schrieb u. a. die ZEIT (http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-07/eu-aussenminister-sanktionen-flugzeugabsturz). Dass zuvor bereits weitere Sanktionen angedroht worden waren, ändert nichts an der Tatsache, dass MH17 dann als Auslöser zur Verhängung selbiger benutzt wurde. So viel zur von Ihnen behaupteten Unschuldsvermutung seitens der EU.



http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-06/bellingcat-russland-mh17-satellitenfotos-manipulation?commentstart=73#cid-4866127

Quote
    Prime, 13. Juni 2015 9:34 Uhr

Doppelmoral

Ich finde es immer witzig zu sehen, nach welchen Kriterien in der "Alternativ-Medien-Szene" gute journalistische Arbeit von schlechter sortiert wird.
Kritisiert ein Hobbyjournalist (KenFM zb.) die "Lügenpresse", ist er ein Held der Wahrheit, kritisieren Hobbyjournalisten (Bellingcat) etwa Russland und sind damit auf Linie, wird vor allem deren (Un-)Kompetenz mit ad hominems attackiert. Scheinbar wird die Qualität nur danach beurteilt, ob jemand das sagt was man glaubt zu wissen und hören will.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-06/bellingcat-russland-mh17-satellitenfotos-manipulation?commentstart=201#cid-4867070

Quote
    Wahrheit kann weh tun, 12. Juni 2015 20:37 Uhr

27. Die Erwähnung des Wortes Bellingcat soll unter Fotoforensikern stets für Erheiterung sorgen.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-06/bellingcat-russland-mh17-satellitenfotos-manipulation?commentstart=25#cid-4865863

Quote
    bezuidenhout
    14. Juni 2015 0:11 Uhr

Bellingcat

Bellingcat ist Eliot Higgins,
"ein arbeitsloser Engländer aus Leicester ohne Fremdsprachenkenntnisse. Der 34-Jährige hat ein abgebrochenes Medienstudium hinter sich, seinen Job bei einer Wohltätigkeitsorganisation für obdachlose Asylbewerber hat er vor zwei Jahren verloren. So kümmert er sich zu Hause um die knapp dreijährige Tochter, während seine türkische Frau in einem Postamt arbeitet. Nebenbei surft er im Internet."

„Meine (Waffen)Kenntnisse stammen von Filmen mit Arnold Schwarzenegger und Rambo.“

http://www.taz.de/!5035731/

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-06/bellingcat-russland-mh17-satellitenfotos-manipulation?commentstart=241#cid-4869933

Quote
    Ayreon
    12. Juni 2015 20:42 Uhr

31. Fast egal

Eigentlich fast egal, ob die Bellingcat-Analyse der Wahrheit entspricht oder nicht. Ich möchte nicht, dass die Frage von Krieg oder Frieden (und das hier ist ein Sachverhalt, der je nach tatsächlicher Wahrheit in die eine oder andere Richtung dazu beitragen kann) von einem zweifelhaften Hobbyjournalisten abhängig gemacht wird.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-06/bellingcat-russland-mh17-satellitenfotos-manipulation?commentstart=25#cid-4865876

Quote
    SethusC.
    12. Juni 2015 22:17 Uhr

76. Nur mal angenommen,

Bellingcat wäre eine russische Internet-Plattform und hätte auf die gleiche Weise "bewiesen", dass die Ukrainer die Maschine abgeschossen hätten, wäre uns allen klar, dass es sich um billige Propaganda handelt.

Da es aber eine westliche Internet-Plattform handelt, glauben wir ihr? ...

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-06/bellingcat-russland-mh17-satellitenfotos-manipulation?commentstart=73#cid-4866153

Quote
    Reverend Wicks Cherrycoke
    12. Juni 2015 22:26 Uhr

83. Die ZEIT kann...

...sich zwar nicht wie der SPIEGEL zu einer ausdrücklichen Entschuldigung durchringen, aber der umsichtige Gebrauch des Konjunktivs und der letzte Absatz kommen einer solchen gleich.

Der Fall MH-17 wird auf Gabriele Wolffs Blog ausführlich und kenntnisreich diskutiert -- so, wie man es sich bei einem Ereignis von einer derartigen Tragweite von unseren sogenannten Qualitätsmedien wünschen würde:

https://gabrielewolff.wordpress.com/2015/05/24/ukraine-informationskrieg-um-mh-17-4/

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-06/bellingcat-russland-mh17-satellitenfotos-manipulation?commentstart=81#cid-4866175

Quote
sol1 says:   
3. Juni 2015 um 10:48

Gabriele Wolff wird deshalb nicht ernstgenommen, weil sie völlig verbohrt ist. Wer auf ihrer Website sich kritisch äußert, wird zuerst angefeindet und dann gelöscht.

Das Ergebnis ist eineSchar von Jüngern, die sich an allen möglichen Truther-Quatsch berauschen.


http://www.stefan-niggemeier.de/blog/21225/falschen-wolken-ueber-der-ukraine-die-photoshop-arbeiten-des-kreml-und-die-fehler-der-bellingcat-analyse/#comment-1676139


"Angebliche Bildmanipulation Fachleute kritisieren Bellingcat-Analyse zu Russland" (04.06.2015)
http://www.faz.net/aktuell/politik/angebliche-bildmanipulation-fachleute-kritisieren-bellingcat-analyse-zu-russland-13629383.html

"Falsche Wolken über der Ukraine? Die Photoshop-Arbeiten des Kreml und die Fehler der Bellingcat-Analyse"
http://www.stefan-niggemeier.de/blog/21225/falschen-wolken-ueber-der-ukraine-die-photoshop-arbeiten-des-kreml-und-die-fehler-der-bellingcat-analyse/

https://de.wikipedia.org/wiki/Bellingcat

""Es ist eine Lüge über einen Mord an 298 Menschen"" Carsten Luther (2. Juli 2015)
Eliot Higgins tritt mit dem Bellingcat-Netzwerk russischer Propaganda entgegen, etwa zum MH17-Abschuss in der Ukraine. Trotz Kritik hält er an seinen Vorwürfen fest. ...
ZEIT ONLINE: Sie und ihre Mitstreiter des Bellingcat-Recherchenetzwerks haben viel geleistet, um russische Propaganda und Falschinformationen zu entlarven. Wie gut lügt der Kreml? ...
http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-07/mh17-bellingcat-eliot-higgins-russland-propaganda


Quote
    Dr.Katzenberger, 02.07.2015

Ich habe den Verdacht das derartige "Artikel/Interviews" Pflicht sind.
Es ist gut möglich das dies von der Geschäftsleitung der Zeit vorgegeben ist.

Interessant wäre sicherlich eine Studie die erforscht, welche "Meinungen" in welchen Intervallen zu bestimmten Themen publiziert werden - verbunden mit der "politisch-multimedialen" Lage?

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-07/mh17-bellingcat-eliot-higgins-russland-propaganda?commentstart=105#cid-4940660

« Last Edit: July 02, 2015, 03:56:32 PM by Link »

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« Reply #18 on: June 17, 2015, 03:10:42 PM »
"Elmau: Putin gehört nicht dazu" Ein Kommentar von Steffen Dobbert (5. Juni 2015)
Die Stimmen werden lauter, die eine Rückkehr des russischen Präsidenten in die G 8 fordern. Das wäre jedoch ein völlig falsches Signal für den Friedensprozess in Europa. ...
http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-06/elmau-wladimir-putin-russland-angela-merkel-auschluss

Quote
    Peter Berger, 06.06.2015

...Der ganze Kommentar ist so einseitig, dass er das Gegenteil bewirkt. Ich Frage mich nur, warum die "Zeit" so etwas veranstaltet.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-06/elmau-wladimir-putin-russland-angela-merkel-auschluss?commentstart=1#cid-4842465

Quote
    Paulie Gualtieri, 06.06.2015

Matthias Platzeck: "Kein Mensch ist beim Einmarsch der Amerikaner im Irak auf die Idee gekommen, die USA aus G8 auszuschließen."

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-06/elmau-wladimir-putin-russland-angela-merkel-auschluss?commentstart=1#cid-4842450

Quote
    EineMeinunguntervielen2, 06.06.2015

Völkerrecht

"Die westlichen Staaten teilen dabei demokratische Werte. Dazu zählt auch die Anerkennung des Völkerrechts. Solange Putin dieses bricht, muss ihm die Bühne eines G-8-Gipfels verwehrt bleiben."

Ich glaube kaum, dass es hier um Völkerrecht geht. Ansonsten dürften die USA sicherlich auch nicht teilnehmen. Der Drohnenkrieg, mit Unterstützung der Bundesregierung (Ramstein) ist nach Expertenmeinung eindeutig völkerrechtswidrig.

Und wie erwartet man bitte einen Friedensprozess ohne Dialog mit Russland zu führen? ...

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-06/elmau-wladimir-putin-russland-angela-merkel-auschluss?commentstart=1#cid-4842454

Quote
    stabilobox, 06.06.2015

[Es ist so ein schöner, kerniger, einleuchtender, klarer Satz: Wer miteinander spricht, schießt nicht aufeinander. Zusammengefasst lässt sich so das wichtigste Argument jener umschreiben, die in Deutschland unmittelbar vor dem G-7-Treffen auf Schloss Elmau wieder einen roten Teppich ausrollen wollen für den Mann, der die Hauptverantwortung für den jüngsten Krieg in Europa trägt. Für Wladimir Putin.]

Herr Dobbert,
ich schmunzele über ihr simples Weltbild. Ihr erster Satz ist richtig und wichtig. Der Rest danach die übliche simplifizierte Schuldzuweisung: Putin ist an allem Schuld. Fertig. Als ob der Konflikt in der Ukraine erst mit der Annexion der Krim entstanden ist. Als ob die NATO nicht seit Jahrzehnten Politik gegen Russland statt mit Russland betreibt. Als ob die ukrainische Seite in diesem Krieg eine weiße Weste hätte. Als ob die politische Führung der Ukraine ein Musterbeispiel an Demokratie und Rechtsstaatlichkeit aufzeigen würde. Als ob wir hier Probleme hätten, Diktatoren zu hofieren, solange sie nur auf "unserer" Seite sind.

Diese Heuchelei und Bigotterie geht mir gehörig auf die Ketten.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-06/elmau-wladimir-putin-russland-angela-merkel-auschluss?commentstart=9#cid-4842488

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Quote
...  Sie schreit, sie kreischt, sie keucht beim Versuch, dem Zugriff der BKA-Beamten zu entkommen: Die 22-jährige Mainzer Medizinstudentin Fagr Eladly – bekannt geworden als die Frau, die während einer Pressekonferenz im Kanzleramt dem ägyptischen Präsidenten "Er ist ein Mörder" entgegenschleuderte. Während Beamte auf sie einreden, schmettert sie Al-Sissi "Faschist" entgegen und ruft mit sich überschlagender Stimme auf Arabisch: "Nieder mit der Militärherrschaft", dann schieben Sicherheitsleute Eladly aus dem Blickfeld der Kameras, hinein in einen Fahrstuhl, wo der keuchenden Aktivistin ein "O Gott" und "Ui jui jui" entfährt – wohl überrascht von der eigenen, nahezu übermenschlichen Energie.

Al-Sissi und die Kanzlerin haben den Tumult in Begleitung von Personenschützern längst verlassen. Im Saal zurück bleiben ägyptische Journalisten – größtenteils Al-Sissi-Claqueure – sie skandieren "Ägypten ist groß" und ergreifen damit Partei für einen Präsidenten, der ohne Parlament regiert und weltweit wegen seiner Gewaltherrschaft Kritik ausgesetzt ist. Spätestens jetzt ist klar: An diesem Mittwoch ist im Kanzleramt nichts wie sonst. ...

... Günstlingsgesten sind unter Journalisten verpönt: Der Versuch eines deutschen Korrespondenten in Brüssel, auf einer Pressekonferenz seine Kollegen zu einem gemeinsam intonierten Geburtstagsständchen für Kanzlerin Merkel zu bewegen, wurde zu einem der peinlichsten Vorfälle der vergangenen Jahre.

Den Tumult, den Al-Sissis Anhänger verursacht haben, ist nach Einschätzung des Verbandes bisher einzigartig. "Al-Sissi hatte offenbar journalistische Speichellecker im Gepäck", kritisiert DJV-Sprecher Zörner. Das Problem sei, dass Propagandajournalisten zuvor nicht ohne Weiteres als solche erkennbar sind. 


Aus: " Al-Sissi bei Merkel: Wie es zu den "Mörder"-Rufen im Kanzleramt kam"  Tilman Steffen und Tahir Chaudhry (5. Juni 2015)
Quelle: http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-06/merkel-al-sissi-kanzleramt-fagr-eladly-moerder-protest

Quote
    tsitsinotis08, 05.06.2015

Wie Jean Ziegler in München sagte:

Nicht die Regierungen regieren, sondern folgen den Anweisungen von Großkonzernen.

Hier hat sich Siemens anscheinend einen Staatsbesuch gekauft.
Deutschland empfängt einen blutbefleckten General mit Tschingderassabum und Gauck.

Meine Hochachtung für Frau Eladly! ...


http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-06/merkel-al-sissi-kanzleramt-fagr-eladly-moerder-protest?commentstart=9#cid-4840189

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"beitragsfinanzierten Kampagnenjournalismus"
Tagesthemen markieren neuen Tiefpunkt des beitragsfinanzierten Kampagnenjournalismus (Dr. Norbert Häring, 15.06.2015 )
Ein Finanzminister macht sich lächerlich, nur weil er in Deutschland auftritt ... Zum Inhalt der gescheiterten Verhandlungen erfahren wir in einem langen Tagesthemen-Bericht [ ] sehr wenig, und das bisschen ist auch noch falsch. Die Gegenseite wird dabei konsequent nicht angehört. Journalismus? ... Es bleibt unklar, warum der „längst entmachtete“ Finanzminister in diesem Zusammenhang so ausführlich „gewürdigt“ wird, ebenso wodurch er sich „lächerlich gemacht“ hat, wer diejenigen sind, in deren Augen er sich lächerlich gemacht hat, und was er gesagt hat. Varoufakis wird in dem ganzen Tagesthemen-Beitrag nicht noch einmal erwähnt. Es bleibt auch im Dunkeln, ob er an den gescheiterten Gesprächen in Brüssel beteiligt war. Dass Varoufakis entmachtet sei, haben er und sein Regierungschef bereits mehrfach dementiert. Hauptstation von Varoufakis war Berlin, wo er mit Schäuble sprach und bei einer Podiumsdiskussion des WÄirtschaftsforschungsinstituts IMK auftrat. Lächerlich? Wessen Vertrauen in die Fähigkeit welcher griechischen Instanz in welche Art von Reformen bei wem Varoufakis wodurch nicht geweckt hat, bleibt ebenfalls Henzes wohlgehütetes Geheimnis. ...
http://norberthaering.de/de/27-german/news/401-tagesthemen


Otto Schulmeister (* 1. April 1916 in Wien; † 10. August 2001 ebendort) war Publizist und über rund drei Jahrzehnte Chefredakteur sowie Herausgeber der österreichischen Tageszeitung Die Presse. Er galt als Doyen des Journalismus und als einer der wichtigsten, aber auch umstrittensten Chefredakteure der Nachkriegszeit. ... Im April 2009 erscheint im Nachrichtenmagazin profil ein Artikel, der den Beleg der Tätigkeit Schulmeisters für die CIA durch den Wissenschafter und Zeithistoriker Siegfried Beer dokumentiert. Beer ist Leiter des "Austrian Center for intelligence, propaganda and security studies". Akten zufolge, die von der CIA bereits im Jahr 2006 freigegeben wurden, hatte Schulmeister den Decknamen GRCAMERA erhalten und, laut profil, "seine Leitartikel fallweise argumentativ nach den Wünschen der CIA ausgerichtet, Geschichten unterdrückt, wenn sie dem US-Standpunkt schadeten, und Informationen aus Hintergrundgesprächen mit österreichischen Politikern und Ostblock-Botschaftern preisgegeben", wobei die letzte Eintragung in dem CIA-Dossier aus dem Jahr 1983 stammen soll. ... (06/2015)
https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Schulmeister

""Ex-"Presse"-Chef im Dienste der CIA: Otto Schulmeister agierte für den Geheimdienst"  Christa Zöchling  (18.4.2009)
Otto Schulmeister, der Doyen des österreichischen Journalismus, einst Chefredakteur und Herausgeber der "Presse", hat sich nach Akten der CIA in den sechziger Jahren dem amerikanischen Geheimdienst dienstbar gemacht. Der Fall zeigt, wie die CIA mit der veröffentlichten Meinung umging. ...
http://www.profil.at/home/ex-presse-chef-dienste-cia-otto-schulmeister-geheimdienst-239634


The Saudi Cables: Over half a million cables and other documents from the Saudi Foreign Ministry. A total of 61214 published so far
"Buying Silence: How the Saudi Foreign Ministry controls Arab media"
On Monday, Saudi Arabia celebrated the beheading of its 100th prisoner this year. The story was nowhere to be seen on Arab media despite the story's circulation on wire services. Even international media was relatively mute about this milestone compared to what it might have been if it had concerned a different country. ...
https://wikileaks.org/saudi-cables/buying-silence

"Saudileaks: Zehn Milliarden Dollar für Mubaraks Freiheit" Gudrun Harrer (21. Juni 2015)
Die Medien des Königreichs waren am Wochenende voll von Berichten über den Besuch des saudischen Vizekronprinzen und Verteidigungsministers Mohammed bin Salman in Russland. Saudileaks hingegen war kein Thema. (Gudrun Harrer, 21.6.2015)
http://derstandard.at/2000017800003/SaudileaksZehn-Milliarden-fuer-Mubaraks-Freiheit

Quote
... Das Hauptthema wird vom gut verlinkten AbuKhalil bereits angesprochen: die Kontrolle der arabischen und westlichen Medien durch Saudi-Arabien. "Wie man Schweigen erkauft" [https://wikileaks.org/saudi-cables/buying-silence], heißt ein interessantes Auswertungsgebiet der Saudi-Depeschen auf der WikiLeaksseite.

Saudi-Arabien kontrolliert sein Image durch die Überwachung von Medien und das Bezahlen von Loyalitäten von Australien bis Kanada und überall dazwischen.

Auch das ist prinzipiell keine neue Erkenntnis. Wenn das allerdings mit Details, Abmachungen und Plänen breit und dicht vorgeführt und veranschaulicht wird, bekommt das schon eine politische Dimension. ...


Aus: "Saudi-Leaks: Einblick in die Aktivitäten eines großen Meinungsmanipulators" Thomas Pany (22.06.2015)
http://www.heise.de/tp/artikel/45/45242/1.html


« Last Edit: June 25, 2015, 05:10:48 PM by Link »

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« Reply #19 on: June 25, 2015, 05:08:24 PM »
"Zeit-Umfrage: Sinkendes Vertrauen in die Medien" Marcus Klöckner (24.06.2015)
Insgesamt ist das Vertrauen in die Medien so schlecht wie lange nicht mehr. Haben im April 2012 noch 40 Prozent der Befragten angegeben, großes oder sehr großes Vertrauen zu den Medien zu haben, sind es jetzt, im Dezember 2014, nur noch 29 Prozent. ...
http://www.heise.de/tp/news/Zeit-Umfrage-Sinkendes-Vertrauen-in-die-Medien-2725609.html


"Medienkritik: Deutsche haben wenig Vertrauen in die Medien" (24. Juni 2015)
Fehlinformation, Einseitigkeit, schlechte Recherche – das sind laut einer Umfrage der ZEIT einige Kritikpunkte an der politischen Berichterstattung. Das Vertrauen sinkt. ... Die Kritikpunkte derjenigen, die der Berichterstattung der Medien misstrauen, sind vielseitig: Vor allem geht es um bewusste Fehlinformation und Manipulation (27 Prozent), aber auch um Einseitigkeit (20 Prozent) und handwerkliche Fehlleistungen wie etwa schlechte Recherchen (15 Prozent). Rund jeder zehnte der Befragten bemängelte außerdem die vermeintlich fehlende Unabhängigkeit der Medien. ...
http://www.zeit.de/gesellschaft/2015-06/medienkritik-journalismus-vertrauen

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    schulzholger, 24.06.2015

Willkommen in der Wirklichkeit - in der selbst erzeugten. Mitleid mit den Medienleuten muss man nicht haben, die wollten das so, haben sich immer darauf verlassen, dass Demokratie nicht ohne Medien funktioniert.

Die interessante Frage ist jedoch: Kann unsere Demokratie mit DIESEN Medien überleben?


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Borghes, 24.06.2015

Die Medien sind heutzutage genau so gut oder schlecht wie früher. Durch das Auftreten des Internets und vor allem der sozialen Medien gelingt es ihnen aber nicht mehr ihren ehedem ungefährdete Meinungs- und Deutungshoheit durchzusetzen. ...


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    Ayreon, 24.06.2015

Das habt ihr euch verdient

Das haben sich die Massenmedien, Zeit/Zeit Online eingeschlossen, redlich verdient. Ihr müsst doch glauben, die Leute lassen sich gerne an der Nase herumführen. Gerade die journalistischen Fehlleistungen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt sind erschütternd; diese Berichterstattung hat mit Sicherheit verstärkt zur Vertrauenserosion beigetragen. Teils wird hier kaum verhohlene antirussische Hetze verbreitet, auch wenn die entsprechenden Artikel als "Kommentar" gekennzeichnet sind. Die Menschen möchten sich eben nicht so gerne ein abgestandenes Feindbild vorsetzen lassen, das dazu geeignet ist, einen Krieg zu ermöglichen. Verantwortungslosigkeit wird hier groß geschrieben, Neutralität und Objektivität sind Fehlanzeige.

Bevor der Einwand kommt: ja, in Russland sieht es mit der Einseitig/Propaganda noch weitaus schlimmer aus, aber das macht hiesige Zustände nicht besser.

Von prinzipiellen Sachen wir den gerne gebrauchten Etiketten "Rechtspopulist", "Neoliberaler" oder "Verschwörungstheoretiker" für die Diskreditierung unliebsamer Meinungen ganz zu schweigen.


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    Flatho, 24.06.2015

Staatsfunk

"Laut der Umfrage beziehen die Deutschen ihre politischen Informationen nach wie vor hauptsächlich aus dem Fernsehen, und zwar mit weitem Abstand vor allem von ARD und ZDF."

Anscheinend ist den Leuten einfach nicht bewusst, dass "öffentlich-rechtliche Sendeanstalten" nur ein Synonym für "Staatsfernsehen - bzw. -rundfunk" ist.
Und wer meint, man könne sich in 15 min "Tagesschau" oder 30 Min "Tagesthemen" umfassend über das Weltgeschehen informieren - naja, der hat wahrscheinlich sowieso kein wirkliches Interesse an Hintergründen oder Zudsammenhängen.


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    Zivilisationswächter, 24.06.2015

Nur jeder Zehnte?

>>Rund jeder zehnte der Befragten bemängelte außerdem die vermeintlich fehlende Unabhängigkeit der Medien.<<

"Vermeintlich fehlend" ist ja schon wieder geeignet, einem die Tränen in die Augen zu treiben ^^

Ich sag jetzt mal Springer, Bertelsmann, Gruner&Jahr und...Holtzbrinck, zum Beispiel. Da hat man schon einen ziemlich großen Anteil der deutschen Medienlandschaft erschlagen.

Ich erinnere auch gerne an diese Sendung "Die Anstalt" - das war, über die man sich bei der Zeit so aufgeregt hat.
Ich hatte da auch schon mal was zu geschrieben. Von wegen "Gleichschaltung" muß ja nicht zwingend auf politischem Druck von oben beruhen.

Die Nummer mit "unabhängig, überparteilich" löst also beim geneigten Leser dann doch gerne mal so ein Kratzen im Hals aus.

Ich mag neue Medienformen wie Krautreporter sehr. Die Fragen eines Tilo Jung von Jung&Naiv auf den Bundespressekonferenzen werden komischerweise von den anderen Medienvertretern nie gestellt. Allein sowas ist oft sehr erhellend.

Verehrte Red.: Was immer deutsche Medien sind - "unabhängig" ist nicht so das Wort, das einem da direkt in den Sinn kommt.


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    nas90, 24.06.2015

... Meines Erachtens fehlt es den Medien an Objektivität, Tiefe und somit der Qualität. Als arabisch, russisch, Französisch und natürlich des Englisch sprechender Mensch finde ich vor allem im Fernsehen immer öfter falsch verwendete Bilder. (Z.b. Demonstartionsschilder, die in einem völlig falschen Zusammenhang gezeigt werden.)

Nach dem NSA Skandal, dem Krieg in der Ukraine, die Informationssituation der EU über zukunftsrelevante Entscheidungen dürfte es niemanden mehr wundern, wenn die Medien einen so schlechten Ruf haben. 1984 grüßt mit seinem Ministerium für Wahrheit. Ich wäre gerne bereit Geld für Informationen zu geben, die objektiv, fundiert, länger recherchiert, tiefer in der Materie und einen längeren Text als eine viertel Seite beinhalten.


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    Hinster-Bender, 24.06.2015

Da lobt man sich doch die gute alte Bild-Zeitung mit ihrer Sportberichterstattung ...  Oder zu soziologischen Themen: "Angst vorm Frühjahrsputz. Hausfrau erschlug sich mit Hammer"

Das waren noch Zeiten...


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    titanicus, 24.06.2015

„Nastücher des Teufels“

Als im 18. Jahrhundert die ersten Zeitungen und Zeitschriften regelmäßig erschienen, wurden sie von ihren Kritikern „Nastücher des Teufels“ genannt. Die Medienkritik ist so alt wie die Medien selbst. Wer die eigene Meinung nicht darin findet, wittert sofort eine Verschwörung. Die Kritik erschöpft sich darin, die subjektive Wahrnehmung zum alleinigen Maßstab zu machen. Es wäre interessant zu erfahren, ob die „Lügenpresse“-Propagandisten die „Junge Freiheit“ und ähnliche rechtsgestrickte Postillen ebenfalls für „unglaubwürdig“ halten.

Eine sachliche Medienkritik sähe anders aus. Sie bezöge sich auf die Konzentration auf dem Markt oder wendete sich gegen den Kampagnenjournalismus z. B. der Bild-Zeitung, der in den letzten Wochen vor allem Griechenland traf. Hier aber bleibt der Aufschrei aus, da die Griechenhatz der Bild-Zeitung die eigene Meinung trifft. Sollten die Medien unglaubwürdig geworden ein, so sind es deren Kritiker in den Internetforen noch viel mehr. Es ist nur das Herummosern der beleidigten Leberwurst ohne jeden Sinn.



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    bitboy, 24.06.2015

Unabhängig

Zum Teil liegt es an der schnellen Vergleichbarkeit die das Internet bietet. Medien betrachten sich ja selbst gern als unabhängig und objektiv. Wenn aber zu einem Ereignis 2 verschiedene Artikel rauskommen, dann ist das nicht mehr gegeben. Und schon steht der Propagandavorwurf (teils zurecht) im Raum. Befeuert wird diese durch die Wortwahl. Warum wird bei reichen Russen oder Griechen von "Oligarchen" gesprochen während westliche Reiche "Wohlhabende" sind? Zu jedem Thema, dem mehr als 2 Artikel gewidmet werden findet man solche wiederkehrenden, stimmungsmachenenden Wortergüsse.

Differenzierungen findet man eher selten, Inhalte werden oft ohne Prüfung übernommen. Warum werden soviele Artikel überhaupt abgedruckt, die einem Faktencheck (siehe Bellingcat) kaum standhalten? Weil man hinterher immer noch eine Korrektur veröffentlichen kann? Von einer verantwortungsvollen Redaktion würde ich erwarten, das son Blödsinn einfach nicht veröffentlicht wird oder wenigstens erstmal geprüft und bei zweifeln diese auch ausformuliert werden. Das Problem ist nur bis dahin hat sich oft ein sachlich falscher Gedanke festgesetzt (siehe Eisengehalt von Spinat). Wenn man als Leser über einen längeren Zeitraum das Gefühl hat mit falschen, oder tendenziösen Informationen versorgt zu werden, dann sinkt eben das Vertrauen. ....

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    Oliribus, 24.06.2015

Zu diesem Befund hat die ZEIT

und ihr Online-Portal beigetragen. Die Ukraine -Berichterstattung war und ist eine Katastrophe, das Russlandbild allzu platt, die Berichte über Eurorettung und Eurokrise viel zu unkritisch gegenüber der Politik, die Meinungen zu gesellschaftspolitischen Themen (Energiewende/ Asylpolitik etc.) sind zu einseitig, der Umgang mit Andersdenkenden oft diffamierend.

Positiv: Das Forum und all jene, die sich dort engagieren. Vielen Dank.


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    Toranaga San, 24.06.2015

Großes Vertrauen

Da haben immer noch 40% Vertrauen oder großes Vertrauen in die Medien??? Nach allem, was uns in den letzten Jahren da aufgetischt wurde? Das ist ja unglaublich. Das beweist, dass man den Leuten einfach ALLES erzählen kann. Postitiv ausgedrückt: deren Gottvertrauen möchte ich haben.


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    Ignaz Panter, 24.06.2015


"Journalismus heisst, etwas zu drucken,von dem jemand will, dass es nicht gedruckt wird. Alles andere ist Public Relations."

Dazu passte auch: Nicht , was eine Zeitung druckt, sondern was sie nicht druckt, ist interessant


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"Diesmal ist Berlin richtig zornig" Rudolf Stumberger (06.07.2015)
Die Griechenland-Krise und die Gleichrichtung der Medien - Was bei dem Griechenland-Drama passierte, war das Gleiche wie zuvor bei dem Konflikt in der Ukraine, bei der Bombardierung Libyens, bei dem Einmarsch im Irak. Die Welt wird simpel aufgeteilt in Schwarz und Weiß, in Gut und Böse. Und wenn das Böse erst einmal durch Leitmedien wie die Bildzeitung definiert ist, dann folgen die Medien diesen Mainstream, und dann ist es mit journalistischem Hopfen und Malz, mit Differenzierung und das Hören der anderen Seite, mit der kompetenten Behandlung von komplexen Problemen vorbei. Was dann folgt, ist die mediale Hetzjagd, bis das Opfer gestellt ist. Er ist unverkennbar, dieser Trend in deutschen Medien hin zur Personalisierung und Boulevardisierung.
Beim Ukraine-Konflikt konnte man bereits mit Erschrecken feststellen, dass diese Personalisierung einen Grad erreicht hatte, der nur noch mit Dämonisierung zu beschreiben ist. Mit dem griechischen Finanzminister Varoufakis war ein ähnliches Opfer ausgemacht, wer das besagte heute-journal gesehen hatte, konnte glauben, der Mann würde innerhalb der nächsten 24 Stunden in das Irrenhaus eingewiesen.
Unterstützt wird diese persönliche Denunziation in den Online-Auftritten der Medien durch die Auswahl entsprechender Fotos, die den Mann so unvorteilhaft wie nur möglich zeigen: mit rollenden Augen, mit Sturzhelm, ohne Sacco, in grotesken Verrenkungen. Für seinen Parteikollegen Tsipras fanden sich ähnliche Bilder: der Verschlagene, der Höhnische, der Verführer der Massen. Wie sehr sich diese Personalisierung in den Medien eingenistet hat, zeigt folgende Schlagzeile der "Süddeutschen" zur Griechenland-Krise, die man früher verbal jedem Volontär um die Ohren gehauen hätte: "Diesmal ist Berlin wirklich zornig." Mit individualpsychologischen Begriffen wie "Zorn" wird die politische Reaktion der Bundesregierung beschrieben – es ist unglaublich. ...

http://www.heise.de/tp/artikel/45/45364/1.html

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6. Juli 2015 18:34
Schon auffällig
J. Fox (mehr als 1000 Beiträge seit 27.08.12)

Journalisten der Mainstream-Medien geben sich seit Jahren derart, dass sie jederzeit den Sprung zum Regierungssprecher ohne Einschränkung machen könnten (sollten sie denn dafür berufen werden). Kein regierungskritisches Wort soll das Wässerchen trüben. Jedenfalls sollte die journalistische Tätigkeit in keinem Fall hinderlich sein, um an gut dotierte Stellen zu kommen ... Selbst Medienvertreter, denen man derartiges nicht zugetraut hätte,
kommen auf diese Schiene (s. aktuelle Vorgänge bei der Taz).


http://www.heise.de/tp/foren/S-Schon-auffaellig/forum-295168/msg-26819970/read/

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Roman Huber 6. Juli 2015 18:30

... [Unsere Qualitätsmedien sind] mittlerweile ja auch nicht mehr als ein gut alimentierter Kindergarten, welcher sich bereits im Ton seiner "Berichterstattung" selbst blossstellt. Was in privaten Diskussionen durchaus zu amüsanten Situationen führt, wenn man seine Gesprächspartner mal mit Fakten (wirtschaftliche Kennzahlen, Umschuldung, aktuell Wikileaks-Enthüllungen) konfrontiert: Entweder es entwickelt sich ein interessantes Gespräch oder das Gegenüber verliert irgendwann die Nerven.
Und genau da muss man seine Mitmenschen abholen. In dem man aufzeigt das ein Diskurs nicht darin besteht wer am lautesten schreit, sondern
wer die besseren Argumente bringt. Meinen Erfahrungen nach hat das mit der Zeit automatisch den Effekt das die meisten Bekannten/Verwannten sich immer stärker ob der Qualitätsmedien gruseln. Was, imho, absolut logisch ist. Denn wenn man sich mal mit der Materie vertraut gemacht hat, dann macht das ganze Gebrabbel nicht mehr wirklich viel Sinn.


http://www.heise.de/tp/foren/S-Lasst-sie-doch-einfach-sterben/forum-295168/msg-26819961/read/

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