Author Topic: Daniele Ganser...  (Read 2407 times)

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Daniele Ganser...
« on: September 12, 2012, 09:56:49 AM »
Daniele Ganser (* 29. August 1972 in Lugano) ist ein Schweizer Friedensforscher und Historiker. Er wurde 2005 mit einem Buch über Geheimarmeen der NATO im Kalten Krieg bekannt. ... Gansers Forschungsschwerpunkte sind gemäss eigenen Angaben die Internationale Zeitgeschichte ab 1945, verdeckte Kriegsführung und Geostrategie, Geheimdienste und Spezialeinheiten, Peak Oil und Ressourcenkriege, Wirtschaftspolitik und Menschenrechte. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Daniele_Ganser


Dr. phil. Daniele Ganser ist Schweizer Historiker, spezialisiert auf Zeitgeschichte seit 1945 und Internationale Politik. Seine Forschungsschwerpunkte sind Friedensforschung, Geostrategie, verdeckte Kriegsführung, Ressourcenkämpfe und Wirtschaftspolitik. Er unterrichtet an der Universität Basel im Nachdiplomstudium Konfliktanalysen und forscht zum globalen Kampf ums Erdöl. Daniele Ganser ist Gründer und Leiter des Swiss Institute for Peace and Energy Research (SIPER) in Basel. Das SIPER untersucht, ob es möglich wäre, die Energieversorgung zu 100% auf erneuerbare Energien umzustellen und Konflikte friedlich zu lösen (www.siper.ch). ...
http://www.danieleganser.ch/


Schweizer Historiker, Energie- und Friedensforscher
Basel City, Switzerland
https://twitter.com/DanieleGanser

« Last Edit: November 20, 2015, 09:29:45 AM by Link »

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Daniele Ganser...
« Reply #1 on: September 12, 2012, 10:05:54 AM »
Monatsinterview Juni: Dr. Daniele Ganser
von: Christian Düblin (2012)
http://www.xecutives.net/component/content/article/486

"Man tötet, um Erdöl zu kontrollieren" (30.05.2012)
Friedensforscher Daniele Ganser warnt vor "endlosen Ressourcenkriegen" um Erdöl
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/interview/1769764/


"Schon heute wird für Erdöl getötet"
Marcus Klöckner 12.09.2012
Der Historiker Daniele Ganser über Peak Oil und den 11. September
http://www.heise.de/tp/artikel/37/37593/1.html


Inszenierter Terror
Reinhard Jellen 25.09.2008
Interview mit Daniele Ganser über die NATO-Armee Gladio.
http://www.heise.de/tp/artikel/28/28766/1.html

„Gladio“ war ursprünglich nur der Deckname des italienischen Zweigs dieses europäischen Stay-Behind-Netzwerks. Der Begriff entwickelte sich jedoch ab 1990 zu einer Sammelbezeichnung für das gesamte Netzwerk bzw. alle nationalen Teilorganisationen, obwohl diese je nach Land unterschiedliche Decknamen hatten... Das Europäische Parlament (EP) drückte nach einer Sonderdebatte am 22. November 1990 seinen „entschiedenen Protest“ gegenüber der NATO und den beteiligten Geheimdiensten aus. Während die nationalen Regierungen der europäischen Länder sich überwiegend sehr zurückhaltend verhielten, war der Wortlaut der Entschließung ungewöhnlich direkt. Das EP ging dabei davon aus, dass die Aktivitäten von der Exekutive ausgingen und keiner parlamentarischen Kontrolle unterlagen, die Legislativen der betroffenen Staaten also nicht involviert waren. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Gladio

Die NATO und ihre Geheimarmeen (Videovortarg)
http://edvan.fadeout.ch/ref/?customerId=30&channelId=43&broadcastId=279&wide=


"„Für den Tag X“" Andreas Förster (09.07.2013)
Im Gespräch Das ehemalige Gladio-Mitglied Norbert Juretzko über die Strategie der militärischen Geheimorganisation
http://www.freitag.de/autoren/der-freitag/fuer-den-tag-x


Nato-Geheimarmeen und ihr Terror - Waren die Nato-Untergrundarmeen während des Kalten Krieges wertvolle Sicherheitsnetze oder gefährliche Te
rrorzellen? (DANIELE GANSER, MONTAG, 20. DEZEMBER 2004)
http://www.php.isn.ethz.ch/news/mediadesk/documents/bund_20_12_2004.pdf


Vortrag von Dr. phil. Daniele Ganser: Die Terroranschläge vom 11. September 2001 und die Folgen
Dr. phil. Daniele Ganser hielt diesen Vortrag am 7. Sept. 2012 in Thun / Schweiz
https://www.youtube.com/watch?v=VhqHf2FzhO4
« Last Edit: February 20, 2015, 10:52:46 AM by Link »

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« Reply #2 on: September 24, 2014, 12:09:41 PM »
"Die Nato dehnt sich aus und nicht Russland"
22. September 2014 um 10:57 Uhr, Verantwortlich: Albrecht Müller
Über die Ukraine wird zurzeit viel gesprochen und publiziert. Putin bedrohe mittels seiner Einflussnahme in der Ukraine Europa, sei Aggressor, wolle Russland vergrößern etc. pp. Doch was ist dran an der „russischen Aggression“ – und welche Verantwortung trägt auch „der Westen“ wofür? Jens Wernicke sprach hierzu mit dem renommierten Friedensforscher Daniele Ganser. ... Herr Ganser, im deutschen Blätterwald hat es – im Kontext der Situation in der Ukraine – in den letzten Wochen und Monaten regelrechte Kampagnen zum Thema einer vermeintlichen Bedrohung der EU und des Westens durch russische Großmachtbestrebungen und russischen „Imperialismus“ gegeben. Wie bewerten Sie als NATO-Kenner und Friedensforscher die aktuelle Situation?
Daniele Ganser: Ich sehe das anders. ...

http://www.nachdenkseiten.de/?p=23352

"Das Feld nicht den gewalttätigen Extremisten überlassen" Marcus Klöckner (05.01.2015)
Im Interview mit Telepolis geht der Schweizer Historiker und Friedensforscher Daniele Ganser auf die aktuelle Entwicklung über das Oktoberfestattentat, das Feindbild Islam und die Auseinandersetzung zwischen dem Westen und Russland ein. Ganser spricht sich dafür aus, dass die Ukraine neutral bleibt und keinen Beitritt zur NATO anstreben sollte. ...
http://www.heise.de/tp/artikel/43/43757/1.html


"Die Welt im Erdölrausch" Jens Wernicke (10.06.2015)
Der Historiker Daniele Ganser über den Kampf um Rohstoffe und Absatzmärkte und Auswege aus der Gewaltspirale ... "  ... Der so genannte "Krieg gegen den Terror", der vielmehr selbst als Terror, Staatsterrorismus nämlich, zu bezeichnen ist, hat neusten Untersuchungen zufolge bereits 1,3 Millionen Tote gekostet… Ja, gemäß der neuesten und sicherlich gründlichsten Studie der IPPNW sind durch den Krieg im Irak seit 2003 weit über 1 Million Menschen getötet wurden. 220.000 davon in Afghanistan und 80.000 in Pakistan. Wobei hier tote Soldaten und Zivilisten zusammengezählt werden. Die Zahl der Verletzten ist noch viel höher. ..." ... " Durch die Ukraine laufen Gaspipelines, die Europa versorgen. Russland gehört neben Saudi-Arabien und den USA zu den größten Produzenten von Erdöl und Erdgas. Man muss auch beim Krieg in der Ukraine nicht lange suchen, bis man den Bezug zu den Rohstoffen und Wirtschaftskriegen gefunden hat. Außenpolitik war und ist Kampf um Rohstoffe und Absatzmärkte. Aber in den Medien werden diese Hintergründe nicht ausgeleuchtet.
Man arbeitet stattdessen mit platten Feindbildern wie "Gaddafi ist böse", "Saddam ist böse", "Putin ist böse", daher führen wir Krieg. Von Wirtschaftsinteressen oder Rohstoffen ist nie die Rede. Man verkauft also das Publikum für dumm. Aber das sollte man nicht tun. Einige Menschen sehen sehr wohl, dass sich die NATO in den letzten 25 Jahren in Richtung Osten ausgedehnt hat und heute Russland umzingelt, dass also die NATO den Konflikt im Osten schürt, weil sie nun auch die Ukraine in die Militärallianz aufnehmen will, was umgekehrt Russland auf keinen Fall will. ..."

http://www.heise.de/tp/artikel/45/45127/1.html

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"Regime-Change in der Ukraine? Dr. Daniele Ganser im Kino Babylon Berlin" (Published on Jun 6, 2015)
Bevor sich die Krim in der Ukraine von der Regierung in Kiew abspaltete und es zur sogenannten Krim-Krise kam, die bis heute anhält und zu einem Bürgerkrieg im Land und massivem Stress mit Moskau führte, kam es in der Ukraine zu einem "Regime-Change", der nicht ohne Tote auskam.
Auf dem Maidan-Platz wurden zig Bürger mit und ohne Uniform von Kugeln getötet, die von Scharfschützen auf Dächern abgefeuert worden waren. Hier handelt es sich um klassischen Mord, der dazu führen sollte, Chaos zu stiften, um so einen Putsch vorzubereiten. ...

https://www.youtube.com/watch?v=zNOiNSw5jMY


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Veröffentlicht am 26.07.2012
Ein Jahrzehnt liegen die verheerenden Anschläge auf das World Trade Center inzwischen zurück. Heute ist Terror-Fürst Osama bin Laden tot, doch der Kampf gegen den Terror geht weiter - mit welchen Folgen? Diese Frage steht beim Talk im Hangar-7 im Mittelpunkt.

Thema: Zehn Jahre 9/11 - Wie vernetzt sind Angst und Terror?
9/11 - diese Zahl wurde zum Synonym für Angst und Terror: Keiner, der die Bilder vom 11. September 2001 gesehen hat, wird sie jemals vergessen. An diesem Tag starben rund 3.000 Menschen, und die Feldzüge, die im Names des „Kriegs gegen den Terror" anschließend geführt wurden, forderten noch viel mehr Opfer. Gelitten hat dadurch aber auch die Glaubwürdigkeit in die Politik, das Vertrauen der Bürger und die Freiheit.
Wenige Wochen nach dem Angriff von Al-Qaida auf die Vereinigten Staaten beginnt die Jagd auf Osama bin Laden und sein Terror-Netzwerk - zunächst mit einem Militärschlag gegen Afghanistan, dann mit einem Feldzug gegen den irakischen Diktator Saddam Hussein. Und im Zuge dessen wurden Guantanamo und Abu Ghraib zu Sinnbildern des Schreckens, der Misshandlung von Gefangenen und der Überschreitung von Rechtsstaatlichkeit.
Beim aktuellen Talk im Hangar-7 sucht Ruprecht Eser mit prominenten Gesprächspartnern wie Stefan Aust oder Wolfgang Ischinger nach Antworten auf Fragen, die uns auch zehn Jahre nach dem 11. September 2001 noch beschäftigen: Wissen wir heute wirklich, was an diesem Tag passiert ist? Wurde 9/11 als Kriegsgrund missbraucht? Sind Guantanamo, Abu Ghraib und Drohnenangriffe eine Form von Staats-Terrorismus? War der Kampf gegen den Terror der Anfang vom Ende der Supermacht USA? Was ist für die Gesellschaft bedrohlicher, der Terror oder dessen Bekämpfung? Und werden wir jemals wieder so frei leben können wie vor 9/11?

Gäste:
Stefan Aust - der langjährige Chefredakteur des deutschen Nachrichten-Magazins „Der Spiegel" gilt als einer der profiliertesten deutschen Journalisten. Für ihn steht fest: Die USA und der Westen sind Al-Qaida und Bin Laden in die moralische und militärische Falle gegangen.
Wolfgang Ischinger - Vorsitzender der Münchener Sicherheitskonferenz und zuvor mehrere Jahre deutscher Botschafter in den USA, der dort am 11. September 2001 seinen ersten Arbeitstag hatte. Er glaubt: Die größte Herausforderung für den Westen besteht darin, dass Terror-Angst nicht in Islam-Hass umschlägt.
Daniele Ganser - Friedensforscher und Historiker an der Universität Basel, der sich intensiv mit dem globalen Kampf ums Erdöl und dem „Krieg gegen den Terrorismus" befasst. Er zweifelt an der offiziellen Version zum 11. September und kritisiert: Die Terror-Angst wird geschürt, um Ressourcen-Kriege zu legitimieren.
Friedrich Steinhäusler - Professor für Physik an der Universität Salzburg, anerkannter Terror-Experte und Berater der NATO in Sicherheitsfragen. Er ist überzeugt: Der islamistische Terrorismus stellt heutzutage in Europa kein Problem dar.
Moderation: Ruprecht Eser

https://www.youtube.com/watch?v=RJiFy908Fhg

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"Daniele Ganser, A. von Bülow: Verschwörung oder verdeckte Kriegsführung der Geheimdienste"
Sendung: Scobel - Mythos Verschwörung? (3sat am 06.09.2012)
Daniele Ganser, Andreas von Bülow und Thomas Grüter über die Auslandsgeheimdienste und ihre verdeckten Operationen.
https://www.youtube.com/watch?v=J13O8-ksxtk

« Last Edit: September 02, 2015, 08:33:35 AM by Link »

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Daniele Ganser...
« Reply #3 on: September 14, 2015, 12:27:37 PM »
Über: Medienkompetenz: Wie funktioniert Kriegspropaganda und was kann man dagegen tun?"...
Fr, den 23.10.2015  20:00 und Samstag, den 24.10.2015  20:00
Medienkompetenz: Wie funktioniert Kriegspropaganda und was kann man dagegen tun?
http://www.babylonberlin.de/drdanieleganser.htm
"KenFM am Telefon: Dr. Daniele Ganser über Kriegspropaganda und Medienkompetenz" (Veröffentlicht am 12.09.2015)
https://www.youtube.com/watch?v=tlNi6Vdo0ic


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"Meldung vom 13.10.2015: Wer kontrolliert die vierte Gewalt?" (13.10.2015)
Schweizer Historiker Daniele Ganser referiert an der UW/H über Mediennutzung im Zeitalter der Digitalisierung ... Der Schweizer Historiker Daniele Ganser präsentiert seine Thesen auf Einladung der Fakultät für Kulturreflexion – Studium fundamentale an der UW/H. Die vierte Gewalt in unserer Demokratie - Presse und Rundfunk - werde heute immer mehr kritisiert, korrigiert und kontrolliert durch die fünfte Gewalt der vernetzten Vielen. Das sind die kritischen Mediennutzer, die sich keine Meinung mehr aufdrängen lassen, sondern eine eigene Sicht auf die Dinge entwickeln wollen. ...
http://www.uni-wh.de/universitaet/presse/presse-details/artikel/wer-kontrolliert-die-vierte-gewalt/

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"Daniele Ganser: Offener Brief gegen 9/11-Truther an der Uni Witten Herdecke"
In Politik, Ruhrgebiet | Am 26. Oktober 2015 | Von Mercedes Nabert
Wie ruhrbarone berichtete, soll am 29. Oktober in der Universität Witten/Herdecke der Verschwörungsideologe Daniele Ganser sprechen. Nicht mehr alle sind nun damit einverstanden, dass die mit 3,5 Millionen Euro jährlich durch das Wissenschaftsministerium geförderte Hochschule, sich auf das wissenschaftliche Niveau dubioser Medien wie KenFM herabzulassen gedenkt. Seit heute gibt es einen offenen Brief, in welchem um die Ausladung Gansers gebeten wird. Unterzeichner sind die örtliche SPD, die Piraten, die Grünen und einige politisch arbeitende Jugendgruppen, wie etwa das Zentrum Trotz Allem, die städtische Antifa und die Parteijugend der Grünen.
„Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Studierende!
Mit großer Verwunderung nehmen wir zur Kenntnis, dass in der nächsten Woche
auf Einladung der Fakultät für Kulturreflexion Dr. Daniele Ganser zu einer
öffentlichen, kostenpflichtigen Veranstaltung als Referent eingeladen ist. ...

http://www.ruhrbarone.de/daniele-ganser-offener-brief-gegen-911-truther-an-der-uni-witten-herdecke/116155

Quote
#1
Idahoe
25. Oktober 2015 um 21:38

Das ist so schön, ...
Schon vergessen wie aus Verschwörungstheorien Wirklichkeit wurde?

Heiko ‚mit mir niemals‘ Maas, VDS?
Rot/Grün und das KZ im Fußballstadion von Pristina, der Jugoslawienkrieg?
Urankauf und Massenvernichtungswaffen im Irak?
Gladio gab es auch nicht?
NSA, nur eine Einildung und nicht weiter schlimm?
Chelsea Manning?

All die anderen Sauereien?

Aber zur Begründung von ‚War On Terror‘, bitte keine Nachfragen?

...


#2
Julia
25. Oktober 2015 um 21:57

Nach Lektüre des offenen Briefs drängt sich der Verdacht auf, dass die Verfasser sich noch keinen einzigen Vortrag bzw. Buch von Ganser angeschaut/ gelesen haben und sich dann auch noch auf wikipedia als alleinige Informationsquelle über Ganser stützen. Dabei wird der Text, der dort steht, minütlich von wenigen Einzelpersonen "geschützt", wie man den Diskussionsseiten und den Änderungsprotokollen von wikipedia entnehmen kann. Somit kann von einer objektiven Information über den Schweizer Historiker und Friedensforscher keine Rede sein. Aber die Verfasser des offenen Briefs haben sich ihr finales Urteil ja bereits gebildet. Schade, dass man selbst in einer Universität nicht in der Lage oder willens ist, sich sachlich mit kritischen Wissenschaftlern auseinander zu setzen, sondern lieber im Vorfeld schon die Reißleine zieht.

#3
M. Scholl
25. Oktober 2015 um 22:45

Frau Nabert,

ich war vor kurzem auf einem Vortrag Gansers zum Thema Medienkompetenz. Ich saß dort unter interessierten Mitmenschen jeder Couleur und kann jedem diesen Vortrag nur wärmstens ans Herz legen. Man muss nicht mit jedem einer Meinung sein, aber dass ist hier noch immer eine Demokratie und das was hier geschrieben und behauptet wird hat mit der Realität nichts, rein gar nichts zu tun. Es ist wirklich erschreckend mit welcher Respektlosigkeit hier mit Leuten umgegangen wird, die einfach die Historie erklären möchten und die Wahrheit versuchen zu erforschen. Wir sollten froh sein, dass es solche Menschen gibt und diese nicht aus dem öffentlichen Dialog "entfernen". Wie hier diffamiert wird, wird es auch immer gefährlicher heutzutage, die Wahrheit zu erforschen und damit in der Öffentlichkeit aufzutreten. Wo soll dass bitte enden?

Bezüglich des offenen Briefen, von welchen Themen Gansers soll sich die Uni Witten genau distanzieren?
Dass man Bücher lesen sollte um Medienkompetenz zu erhöhen und sein Gehirn einzuschalten?
Dass der Grund für den Irakkrieg 2003 eine Lüge war? Wie heute von Tony Blair nochmals bestätigt.
Dass der Irakkrieg 1990 u.a. auf einer PR Lüge beruhte um die Bevölkerung einzustimmen? -> Brutkastenlüge.
Dass der Einsturz von WTC7 neu untersucht werden soll?

#4
A. Eberl
26. Oktober 2015 um 00:07

Ich habe Dr. Daniele Gansers Vorträge auf youtube gehört und fand sie hervorragend und wissenschaftlich einwandfei recherchiert.
Ich bin dabei, seine Bücher zu lesen und finde sie ebenfalls einwandfrei recherchiert.
Der Brief hier ist herabsetzend und ungerecht.
Ich bitte die Leser, sich selbst ein Urteil zu bilden und ihren klaren Verstand auf die Aussagen von Dr. Daniele Ganser anzuwenden und sich nicht von Leuten, die in politschen Parteien engagiert sind, beeinflussen zu lassen, wie sie über einen Dr. der Geschichte denken sollen. Die Leute sind reif genug, selbst zu denken und sich selbst ein Urteil zu bilden. Sie brauchen keine Bevormundung.
Meinungs- und Forschungsfreiheit sind ein hohes Gut. Ich hoffe, die Universität Witten/Herdecke ist standhaft genug, sich nicht von diesem Brief hier unter Druck setzen zu lassen. Wo kämen wir hin, wenn ein schlecht recherchierter, diffamierender "Offener Brief", die Entscheidung einer freien Universität beeinflussen könnte? Das wäre ja das Ende der freien Forschung, wenn eine freie Uni sich da wegducken würde.

#5
Stefan Laurin
26. Oktober 2015 um 06:49

@A. Eberl: Wenn Sie Gansers Thesen für wissenschaftlich belegbar halten, ist das ein klares Zeichen dafür, dass sie nicht wissen, was wissenschaftlich belegbar bedeutet.

#6
Stefan Laurin
26. Oktober 2015 um 06:51

@M. Scholl: Der Grund für den Irakkrieg war der Einmarsch Saddam Husseins Truppen in Kuweit. Alles andere war ziemlich unwichtig.

#7
Marvin
26. Oktober 2015 um 06:55

Universitäten sind dazu da, einen kritischen Verstand zu bilden, Althergebrachtes in Frage zu stellen, und ganz allgemein dem Fortschritt zu dienen. Die Auseinandersetzung mit nicht-traditionellen Gedanken gehört für mich dazu. Wo wären wir heute, wenn Kopernikus nicht in Frage gestellt hätte, daß die Erde im Mittelpunkt des Universums steht? Daniele Ganser nimmt Fakten, stellt Überlegungen an, präsentiert sie der Öffentlichkeit und gibt damit neue Denkanstöße. Meines Wissens hat er bisher nicht zu Gewalt aufgerufen oder gar ausgeübt. Ich finde es erschreckend, daß wir jetzt schon dabei sind, einfache Diskussionen zu unterdrücken — und das die SPD, die Grünen und die Piraten in erster Reihe dabei sind. Was kommt als nächstes? Kichenbann? Hexenverbrennungen?

#8
Stefan Laurin
26. Oktober 2015 um 07:23
@Marvin: Universitäten sollten den kritischen Verstand bilden, aber dabei ein wissenschaftliches Niveau halten. Aber ok, was erwartet man von einer Waldorf-Uni? Eigentlich passt er ganz gut dahin…

...

#14
jochen
26. Oktober 2015 um 10:27
Ganser hat mit dem Thema Gladio wirklich gute arbeit geleistet. Meines Wissens, war es die erste über dieses Thema, die auch wissenschaftlichen Ansprüchen gerecht wurde. Es war und ist ja eine Unglaublichkeit, dass bis heute nur so wenig davon bekannt ist, auch weil es durchaus noch bedeutend für die Gegenwart sein kann (s. Oktiberfestattentat, NSU ua).
Gerade im Bezug auf Gladio sollten SPD und Grüne den Ball ganz flach halten. Beide haben keine gute Figur damals abgegeben, obwohl es schon erste Gerichtsurteile (Italien) gab und diese, höchstens per Einzelpersonen, für eine weitere Aufklärung einsetzten. ....

...

#20
A. Eberl
26. Oktober 2015 um 15:18

Antwort an Stefan Laurins folgende Aussagen: „Wenn Sie Gansers Thesen für wissenschaftlich belegbar halten, ist das ein klares Zeichen dafür, dass sie nicht wissen, was wissenschaftlich belegbar bedeutet“….
„Universitäten sollten den kritischen Verstand bilden, aber dabei ein wissenschaftliches Niveau halten. Aber ok, was erwartet man von einer Waldorf-Uni? Eigentlich passt er ganz gut dahin…“

Sie haben offenbar beschlossen, Dr. Daniele Ganser als „unwissenschaftlich“ hinzustellen. Damit überzeugen Sie mich keinesfalls, denn ich habe mich durch das Lesen und Hören der Originalquellen schlau gemacht: Ich habe Dr. Gansers Schriften gelesen, seine Vorträge gehört und seine akribisch genauen Recherchen bewundert. Dies als „unwissenschaftlich“ zu bezeichnen, ist eine Verdrehung der Tatsachen. Da Sie Dr. Ganser nicht mit wissenschaftlichen Fakten kontern können, versuchen Sie es durch Ridikularisierung: Wollen Sie etwa die Freie Universität Herdecke nur deshalb als „Waldorf“-Uni lächerlich machen, weil sie hoffen, auf diesem Umweg auch Dr. Ganser herabsetzen zu können? Ein solches Vorgehen ist allzu leicht als Diffamierungsabsicht zu durchschauen und beleidigt den Verstand von uns Lesern.

...

#22
Mercedes Nabert Artikelautor
26. Oktober 2015 um 16:18
Ich möchte darauf hinweisen, dass es neben diesem offenen Brief u.v.A. auch noch den durch mich verfassten Artikel zum Dr. Daniels Ganser gibt, welcher in der ersten Zeile oben verlinkt ist und zahlreiche Links zu seriösen Quellen beinhaltet. Was eine seriöse Quelle ist oder nicht ist, das lernt man übrigens nicht indem man mit dem Bauch denkt. "Zensierte" und "diffarmierte " antiwestliche Verschwörungsideologen, die glaubten, dass ihr "alternatives", rechtes Gedankengut durch eine progressiv-kritische Haltung zu Journalismus und Medien begründet ist, haben früher auch dem Volksempfänger entgegen gejubelt…

#24
Bobby
26. Oktober 2015 um 16:34

"Friedensforschung" soll es heißen was Herr Ganser betreibt.
In Wirklichkeit geht es hier inhaltlich um einen Sumpf von rechtsextremen Verschwörungsideen, ideologisch im Kontext zu sehen mit Querfront-Verbindungen zu Putin-Russland (RT Deutsch, Ken Jebsen usw.).

Dieses Ergebnis ist unausweichlich wenn man den Werdegang von Daniele Ganser zur Kenntnis nimmt, und die sehr umfangreiche Quellen auf sich wirken lässt. Dabei geht es um die Inhalte aber auch um Kontext und Strategie (das wo und wann) der Äußerungen von Ganser. ...

#26
Mirko Kretschmer
26. Oktober 2015 um 17:02

Hallo.
Wie ein solch diffamierender und argumentfreier Aufruf eine Universität dazu bringen soll, sich an der Abschaffung einer für jede funktionieren sollende Demokratie gesunden Diskussions- und Streitkukltur zu beteiligen, ist mir schleierhaft. Natürlich findet Herrn Gansers mutige Forschung auf brisantem Terrain statt und führt zu beunruhigenden Fragen und vieleicht zu noch beunruhigenderen Antworten. Unsere Wahl: Lassen wir uns nun von Angst leiten oder folgen wir seinem Beispiel?

Mit freundlichem Gruß
Mirko Kretschmer


#27
Idahoe
26. Oktober 2015 um 17:27

@Mercedes Nabert
Aha, wer nicht Ihrer Meinung ist, ist also rechts? Das ist dann seriös?
Allein diese Aussage disqualifiziert Sie selbst und ihr Gedankengut, das sehr viel näher an dem dran ist, das sie vorgeblich bekämpfen. Das geschieht immer, wenn ein Mensch in Schubladen denkt, korrigiere, GLAUBT. Gut/Böse, Schwarz/Weiß, Schuld/Unschuld…usw.
Aufklärung, Wissenschaft geht anderst.

Das ist dermaßen unter der Gürtellinie:
Glaubst du noch oder denkst du schon selbst? ...


#32
Marvin
26. Oktober 2015 um 18:25

Die Foristen, die bessere Argumente haben oder Fakten kennen, die die Thesen Daniele Gansers widerlegen oder die innere Widersprüche in Gansers Argumentationen aufdecken, sollten sich der Diskussion stellen und inhaltlich überzeugen. Aber was hier stattfindet, nämlich seinen Auftritt versuchen zu verhindern und das auch noch durch unbelegte Behauptungen, wie Pegida-Nähe, kann ich überhaupt nicht akzeptieren. Frau Nabert, Herr Laurin: Gehen Sie zu dem Vortrag und stellen Sie Herr Ganser bei der Diskussion. Aber bitte ergreifen Sie nicht Partei für die Seite, die einen Diskurs verhindern will, weil er unbequem ist. Veranstaltungen des inhaltlichen Gegners zu stürmen oder im Vorfeld zu verhindern — finden Sie das demokratisch?

#35
Julia Rieger
26. Oktober 2015 um 18:30

Die provinziellen Antifa-Aktivisten und ihre offensichtlich noch sehr jungen, unerfahrenen und diffamierungsfreudigen Schulfreunde aus den anderen Parteien haben hier wohl aus dem mittlerweile veralteten, aber heiß umstrittenen und durch einen enttarnten Antifa-Aktivisten heftigst manipulierten Wikipedia-Artikel "Daniele Ganser" zitiert. Am Wochende erschien extra zu dieser gezielten Manipulation ein 100-minütiger Dokumentarfilm "Die dunkle Seite der Wikipedia" in dem die Manipulationsvorgänge minutiös aufgedeckt werden. Zudem ist der Hauptautor des Wikipedia-Artikels über Daniele Ganser ein durch zahlreiche Artikel-Manipulationen aufgefallener Antifa-Aktivist, dessen Identität ebenfalls in der Doku aufgedeckt wird – und sich nun nicht mehr meldet. Rund um die Veröffentlichung ist es bei der Wikipedia auf zahlreichen Diskussionsseiten im Allgemeinen und auf der Diskussionseite vom Daniele Ganser-Artikel im Besonderen zu hitzigen Diskussionen zwischen politisch-ideologisch motivierten Wikipedia-Mitarbeitern/-Schreibern der manipulierten Version und von empörten, objektiv neutralen Wikipedia-Mitarbeitern-/Schreibern gekommen, die zunächst einmal die gröbsten Manipulationen und böswilligsten Einordnungen begleichen konnten.

Demokratische Grundsätze wie Meinungs. und Redefreiheit werden von den denunziatorischen Bitt-Brieferstellern mit Füßen getreten. Erst manipuliert einer der ihren auf infame Weise eine Enzyklopädie und der Rest der Meute diffamiert im Rudel einen Wissenschaftler. Das ist eine Art von Rassismus gegen Meinungsabweichlern, die schon bemerkenswert ist. Ein Hoch auf die Junge Union. Dass ich das nochmal sagen muß als eigentlich links der Mitte Stehende!
Schämt euch ihr Denunzianten!


...


Aus: "Kommentare zu “Daniele Ganser: Offener Brief gegen 9/11-Truther an der Uni Witten Herdecke” "
http://www.ruhrbarone.de/daniele-ganser-offener-brief-gegen-911-truther-an-der-uni-witten-herdecke/116155/comment-page-1

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"Die dunkle Seite der Wikipedia"
Filmtipp Wikipedia ist an sich eine tolle Sache. Markus Fiedler stellte jedoch auch vermachtet-autoritäre, intransparente Strukturen sowie Parteilichkeit fest
Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied asansörpress35
Markus Fiedlers Dokumentarfilm „Die dunkle Seite der Wikipedia“ arbeitet sich besonders am „Fall“ des Wikipedia-Artikels über den Schweizer Historiker und Friedensforschers Dr. Daniele Ganser ab. Denn dieser zeigt beispielhaft, wie es einen ergehen kann, wenn man vom Mainstream abweichend unterwegs ist. Daniele Ganser befasst sich neben vielem anderen mit den Vorgängen um 9/11. Und speziell auch mit dem dritten damals in New York eingestürztem Gebäude WTC 7.  Obwohl Ganser wissenschaftlich genau arbeitet und überhaupt keine unbewiesenen Behauptungen über 9/11 aufstellt, sondern nur Ungereimtheiten benennt - wird aus ihm nicht zuletzt durch Eintragungen auf Wikipedia ein „Verschwörungstheoretiker“. ...
https://www.freitag.de/autoren/asansoerpress35/die-dunkle-seite-der-wikipedia

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"Die dunkle Seite von Wikipedia" (Oct, 2015)
Als Online-Nachschlagewerk ist Wikipedia mittlerweile eine Insitituion, die für Online-Recherchen unverzichtbar und wenn es um (natur-)wissenschaftliche Fakten geht in der Qualität gedruckten Enzyklopädien durchaus ebenbürtig ist . Anders sieht es bei politischen und historischen Ereignissen wie etwa 9/11 aus, bei denen die Qualität ebenso wie die Neutralität der Wikipedia-Artikel oft zu wünschen übrig lassen. Warum das so ist, wie der Spin solcher Artikel geschaffen und welche Hierarchien innerhalb der Wikipedia diesen Spin beeinflussen, zeigen Markus Fiedler und Frank-Michael Speer in ihrer Dokumentation “Die dunkle Seite von Wikipedia” – an einem exemplarischen Beispiel, dem Eintrag über den Schweizer Historiker Daniele Ganser.  ...
http://www.broeckers.com/2015/10/25/die-dunkle-seite-von-wikipedia/

Mathias Bröckers (* 26. Juni 1954 in Limburg an der Lahn) ist ein deutscher freier Journalist, der vor allem für die taz und Telepolis schreibt. Außerdem schrieb er Sachbücher, die für die Legalisierung von Hanf argumentieren, und ab 2001 Bücher über Verschwörungstheorien zum 11. September 2001. In diesem Zusammenhang wurde ihm mehrfach Antisemitismus vorgeworfen. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Mathias_Br%C3%B6ckers

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"Medienkompetenz in Witten: „Lesen Sie Bücher?“" Mercedes Nabert (30. Oktober 2015)
Wie auch auf ruhrbarone berichtet, wurde für gestern Abend in die Uni Witten/Herdecke der Verschwörungsideolge und -dermagoge Dr. Daniele Ganser eingeladen.  ... ein Dammbruch, wenn an deutschen Universitäten 9/11-Verschwörungstheorien und unkritische Empfehlungen von zweifelhaften ‚alternativen Medien‘ Raum geboten wird.“...

http://www.ruhrbarone.de/medienkompetenz-in-witten-lesen-sie-buecher/116341

http://www.ruhrbarone.de/medienkompetenz-in-witten-lesen-sie-buecher/116341#comments

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"Verschwörungstheoretiker blasen zur Hexenjagd auf Historiker" Markus Kompa (29.10.2015)
Besorgte Bürger in Witten fordern Zensur von Wissenschaft - Ein Bündnis begabter Verschwörungstheoretiker, getragen von Wittener SPD und Jusos, Wittener Bündnis90/Die Grünen und sogar der ehemals zensurkritischen Piratenpartei NRW, fordert von der privaten Universität Witten-Herdecke die Ausladung des Schweizer Historikers Dr. Daniele Ganser, der am Donnerstag dort einen Vortrag über Medienkritik halten soll. Außerdem fordern die Wittener Verschwörungstheoretiker Distanzierung von Gansers "Thesen", ohne solche jedoch konkret zu benennen. ... Die Universität Witten-Herdecke lässt sich von den Wittener Zensur-Taliban nicht beirren und beruft sich auf die vom Grundgesetz in Art. 5 Abs. 3 GG geschützte Freiheit von Wissenschaft, Forschung und Lehre. Der Dekan der Fakulät für Kulturreflexion, Professor Dirk Baecker, und Seminarleiter Dr. David Hornemann-von Laer beschrieben in einem Telepolis vorliegenden Antwortschreiben die Universität als Ort der lebendigen Auseinandersetzung auch mit abweichenden Meinungen. Genau das heiße Forschung und Lehre. Es gäbe keine wissenschaftlichen Entdeckungen, wenn Wissenschaftler nicht gegen die herrschende Meinung auf ungewöhnliche Phänomene, Erklärungslücken, methodische Fehler und sogenannte Anomalien in Theorien aufmerksam machen würden. Die Universität sei ein Ort der Erkenntnissuche und kein Ort des Dogmas. ...
http://www.heise.de/tp/artikel/46/46404/1.html

http://www.heise.de/tp/foren/S-Verschwoerungstheoretiker-blasen-zur-Hexenjagd-auf-Historiker/forum-296206/list/
« Last Edit: October 31, 2015, 06:55:18 PM by Link »

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Daniele Ganser...
« Reply #4 on: October 31, 2015, 06:51:56 PM »

"Wittener Politik nimmt Uni wegen Gastredner in die Mangel" (26.10.2015)
Ganser befeuere die „Lügenpresse“-Diffamierungen, die man von „Pegida“-Demos kennt, kritisiert Pirat Stefan Borggraefe. Der Schweizer würde in seinen Schlussfolgerungen „bewusst Informationen weglassen“ und so in die Irre führen. Er treibe sich mit Jürgen Elsässer herum, dem „Frontmann der Neuen Rechten“.
Der so gescholtene Gastredner rechtfertigt sich. Auf der „Anti-Zensur-Koalition“ sei er eingeladen worden, habe aber nicht gewusst, „dass dort zuvor Holocaust-Leugner gesprochen haben“. Er betont: Von Antisemitismus und Holocaust-Leugnung „distanziere ich mich ganz klar“. ...

http://www.derwesten.de/staedte/witten/wittener-politik-nimmt-uni-wegen-gastredner-in-die-mangel-id11221037.html

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29.10.2015
01:06
Wittener Politik nimmt Uni wegen Gastredner in die Mangel
von wtrans | #14

Ich finde die Idee ihn auszuladen gar nicht schlecht. Seine Fragen sind nämlixh bohrend und seine Argumenten ist schwerlich zu widerstehen, wenn man ihm erstmal zuhört. Ich have seinen Vortrag heute abend in Überlingen genossen. Dear Saal war ausverkauft und voll. Herrlich wie treffsicher Ganser Kriegslügen und Propaganda des Imperiums blos stellt. Viel glaubwürdiger als unsere lobbyhörigen Politikdarsteller. Hingehn. Ein Muss für jeden Freidenker!



Quote
28.10.2015
16:36
Wittener Politik nimmt Uni wegen Gastredner in die Mangel
von Ceo51 | #10

Das hier von politischer Seite der linken Mitte (rot-grün) Einfluss auf die Einladung an Herrn Ganser genommen wird, verblüfft mich als bisherigen rot-grün Wähler wirklich.

Er wird als Verschwörungstheoetiker bezeichnet und in die Ecke der Rechtspopulisten gestellt. Wer - wie ich- seine Vorträge im Internet angesehen hat, kommt zu einem gänzlich anderen Ergebnis. Ich konnte nicht eine "rechte" These bei ihm erkennen. Im Gegenteil. Er stellt ergebnisoffen mit wissenschaftlichen Methoden dar, welche historischen und zeitgeschichtlichen Quellen glaubwürdig sind und welche eher nicht. Wenn die Ergebnisse seiner Arbeit nicht in das eigene Meinungsbild passen, dann sollte man ihn dennoch nicht vorab diffamieren, sondern, wie es in einer Universität üblich ist, mit Argumenten dagegen halten.
Die Einladung an Herrn Ganser ist sehr zu begrüßen!



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"Protest: Wittener Uni verteidigt Einladung an umstrittenen Gastredner" (28.10.2015)
Die Uni steht zu ihrer Entscheidung, den Schweizer Dr. Daniele Ganser als Gastredner einzuladen. Sie reagierte jetzt auf den Wittener Protestbrief.
Die Uni hält ausdrücklich an der Einladung des umstrittenen Gastredners Dr. Daniele Ganser fest. Ein Bündnis aus Parteien wie SPD, Grünen und Piraten sowie linken Initiativen hatte die Ausladung des Schweizers gefordert, weil er ein Verschwörungstheoretiker sei und Rechtspopulisten nahe stehe. ... Die Studierenden selbst seien es gewesen, die die Einladung angeregt hätten, heißt es. In ihrem Seminar sei es um die Frage gegangen, wie man mit Bildern Wahrheitseffekte erzielen könne. Ganser habe sich darauf spezialisiert, als Zeithistoriker „den offenen Fragen der Interpretation der Ereignisse vom 11. September 2001 nachzugehen“ und dabei vor allem die Rolle der Bildproduzenten, also der Massenmedien, zu untersuchen. ...

http://www.derwesten.de/staedte/witten/uni-verteidigt-einladung-des-umstrittenen-redners-id11226292.html


"Umstrittener Historiker-Vortrag - Kritische Professoren wurden ausgebuht" (30.10.2015)
Verschwörungstheoretiker oder kritischer Fragesteller? Mit dem Vortrag des umstrittenen Schweizer Historikers Daniele Ganser wollte die Universität Witten/Herdecke die Freiheit der Lehre und der Forschung hochhalten. Doch nach Ansicht von Beobachtern konnte der 43-Jährige den Anforderungen an wissenschaftliche Vorträge nicht gerecht werden. Seine Kritiker wurden allerdings ausgebuht. ...
http://www.derwesten.de/staedte/witten/kritische-professoren-aus-witten-wurden-ausgebuht-id11235205.html


"Weltbild in Gefahr: Auftritt von Daniele Ganser an Uni in Witten" Marcus Klöckner (29.10.2015)
Hochschule ermutigt Studenten, eigenständig zu beobachten und zu denken ... Doch der Auftritt von Ganser, der ein Grundlagenwerk zu den Geheimarmeen der Nato und der "Strategie der Spannung" abgeliefert hat, passt einigen nicht. Unter anderem haben die SPD Witten, die Jusos Witten, die Grüne Jugend Witten und auch die Piratenpartei NRW einen offenen Brief verfasst und die Universität aufgefordert, Ganser auszuladen "und sich von ihm und seinen Thesen zu distanzieren" ... Im Interview mit Telepolis erklärt der Kunst- und Wahrnehmungswissenschaftler David Hornemann von Laer, was ihn dazu bewegt hat, Ganser einzuladen und warum die Universität den Forscher nicht ausladen wird. ...
http://www.heise.de/tp/artikel/46/46412/1.html

http://www.heise.de/tp/foren/S-Weltbild-in-Gefahr-Auftritt-von-Daniele-Ganser-an-Uni-in-Witten/forum-296210/list/



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Daniele Ganser...
« Reply #5 on: November 16, 2015, 11:47:20 AM »
"„Wissenskongress“ von AfD-Funktionären: Für alle Verschwörungsfans was dabei" Ulrike Märkel (11. 11. 2015)
DORTMUND taz | Nachdem der erste sogenannte Alternative Wissenskongress in Witten im März zu Protesten geführt hatte, richten die Veranstalter ihren zweiten Kongress am 28. Februar 2016 im Parktheater Iserlohn aus. Auf dem Treffen kommen prominente Vertreter von Verschwörungstheorien zu Wort. Veranstalter ist der „Verein zur Förderung des politischen Dialogs“.
Dahinter stehen drei AfD-Funktionäre: der Bezirkssprecher von Ostwestfalen-Lippe, Udo Hemmelgarn, Ingo Schumacher, Vorsitzender des Stadtverbandes Aachen, und Sebastian Schulze, Sprecher im Märkischen Kreis.
Der vielleicht prominenteste der vier angekündigten Redner ist der Schweizer Daniele Ganser. Obwohl er auf der Kongress-Webseite noch immer aufgeführt ist, hat er seine Teilnahme inzwischen abgesagt. Grund sei, dass er in Deutschland seine Forschungsergebnisse zu den Terroranschlägen vom 11. September nicht darlegen könne, „ohne umgehend als Verschwörungstheoretiker angegriffen zu werden“, sagte Ganser der taz. Nach einem Vortrag im Oktober an der privaten Universität in Witten-Herdecke sei er Opfer von Hetze und Diffamierung geworden.
Ganser, der auch in linken Gazetten häufig zu Wort kommt, hat sich auf das Lieblingsthema der Verschwörungsszene spezialisiert: die Terroranschläge auf das New Yorker World Trade Center. Er diskutiert vor allem die Frage, ob nicht eine Sprengung zum Einsturz des dritten Turmes geführt habe. ...

https://www.taz.de/!5250915/

Quote
reblek
Donnerstag, 07:20

"Ganser, der auch in linken Gazetten häufig zu Wort kommt, hat sich auf das Lieblingsthema der Verschwörungsszene spezialisiert: die Terroranschläge auf das New Yorker World Trade Center. Er diskutiert vor allem die Frage, ob nicht eine Sprengung zum Einsturz des dritten Turmes geführt habe." - Merkwürdig, Mathias Bröckers, der zu 11/9 bekanntlich zwei Bücher veröffentlicht hat, die nicht gerade Mainstream sind, genießt bei der taz einiges an Ansehen. Ganser hingegen wird regelmäßig abgewatscht.


Quote
Ulrich Frank
Donnerstag, 16:30

@reblek Da haben Sie recht. Aber mit dem Thema 9/11 wird auch bei der taz die WOHLIGE KOMFORTZONE DES DEUTSCHEN BÜRGERLICHEN JOURNALISMUS berührt der sich zunehmend im U.S.-amerikanischen Fahrwasser der Denkverbote bewegt. Man charakterisiert etwas als "Verschwörungstheorie" und prompt braucht man nicht mehr journalistisch zu arbeiten. Daß es, neben über 1200 amerikanischen Wissenschaftlern, mittlerweiler schon die Spatzen von den Dächern pfeifen daß es mit der /offiziellen/ Verschwörungstheorie nicht stimmen kann wird auch von der taz gerne ignoriert. ...


Quote
Albrecht Pohlmann
Mittwoch, 23:35

Es spricht für Ganser, daß er sich nicht vor jeden Karren spannen läßt. Wer seine Vorträge und Interviews kennt, weiß, daß er dezidiert links-ökologisch argumentiert und mitnichten rechts ist. Mit seiner Diskussion um Theorien und Hypothesen zu 9/11, die von der staatlich verbreiteten Theorie der Taten abweichen, nimmt er sein gutes Recht als Zeithistoriker, mithin als historischer Wissenschaftler wahr. Zum "Verschwörungstheoretiker" machen ihn nur die, die kritisches Denken nicht mehr von paranoidem Wahn unterscheiden können. Die Geschichte ist voller Verschwörungen, false flag operations und Kriegslügen (Sender Gleiweitz - Golf von Tongkin - Iraks Massenvernichtungswaffen) und es erscheint mir nicht plausibel, Untersuchungen und Theorien hierüber in einer "links" oder "westlich" orientierten Zeitung auf einmal zu ächten. - Nebenbei: es erscheint mir auch als reichlich lächerlich, die Abhängigkeit Westeuropas von den USA zu leugnen.


Quote
Wagenbär
Donnerstag, 00:56

@Albrecht Pohlmann Sobald Herr Ganser (oder eine andere Person der neurechten Querfront) irgendwo kritisch erwähnt wird, taucht sofort ein Proselyt auf und weist darauf hin, daß diese Person keinesfalls "Rechts" sonderen vielmehr "Links" sei.
Dieselben Leute, pflegen ansonsten zu vermelden, daß "Rechts" oder "Links" völlig überholte Denkmuster seien.


Quote
yohak yohak
Mittwoch, 22:13

Habe mal die Suchfunktion benutzt. Und siehe da: Noch 2009 formulierte die taz (http://www.taz.de/Das-Wiesn-Attentat-von-1980/!5158452/) "Der angesehene Schweizer Historiker Daniele Ganser" und verbreitete eine seiner Verschwörungstheorien, in diesem Fall zum Wiesn-Attentat 1980. Naja, immerhin ist die taz anscheinend lernfähig, und bejubelt heute, anders als die "nachdenkenseiten" nicht mehr diesen zweifelhaften Verschwörungstheoretiker.


...

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"Die Kriegsspiele des Daniele Ganser" (2. November 2015)
Aktuell toben um den sich selbst als Friedensforscher bezeichnenden Daniele Ganser mehrere mediale Schlachten, als deren Feldherr er entweder höchstselbst auftritt oder eifrige Vasallen in die Schlacht schickt. Da ihm beispielsweise sein Wikipedia-Eintrag nicht sonderlich absatzfördernd erscheint, rief er dazu auf, gut belegte Aussagen zu löschen. Mehr dazu in einem sehr lesenswerten Gastbeitrag von Erik Bradley, der ursprünglich von ihm auf Facebook veröffentlicht wurde und dessen Veröffentlichung er uns hier erlaubt hat. ...
http://blog.psiram.com/2015/11/die-kriegsspiele-des-daniele-ganser/

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Bernd Maurer
3. November 2015, 22:43 | #4

Dieser Gastbeitrag ist an absolutes Musterbeispiel an Unausgewogenheit. Es wird hier genau das gemacht, was Fiedler in seinem Video kritisiert, nämlich durch Andeutungen und aus dem Zusammenhang gerissene Fakten, eine tendenziöse Meinung zu schaffen. Anstatt sachlich Kritik zu üben, wird an passender Stelle überzeichnet: so „strotzt“ Fiedlers Darlegung der Wikipedia-Funktionsweisen nur so von Fehlern aber Victor Mauer sorgt nur für einen „kleinen“ Skandal in dem er sich unrechtmäßig eines Doktortitels bedient. Fast jeder negative Fakt dieses Beitrages lässt sich leicht entkräften. Um ein Beispiel zu nennen, Fiedler sagt zu keiner Zeit, das analoge Quellen nicht Wikipedia-Konform sind sondern, dass sie für das Internetzeitalter untypisch sind. Lediglich die Quellenangabe als solches bezeichnet er als wenig hilfreich und nicht korrekt, da nur schwer nachvollziehbar ist, woher der Artikel eigentlich stammt. Als krönenden Abschluss darf natürlich eine irgendwie konstruierte Verbindung in die rechte Ecke nicht fehlen.

Da kann ich nur traurig lächeln, wenn Marcus Cyron hofft, dass der ein oder andere nochmal mit denken anfängt.


Quote
Fabian Molder
5. November 2015, 20:54 | #15

Soso, nun heulen sich die Wikipedia Verleumder also auf Psiram aus, weil es auf WP langsam eng für Sie wird. Blöde wenn einem plötzlich massenhaft Leute auf die Finger sehen und live mitbekommen wie man Fakten verdreht, lügt das sich die Balken biegen und hetzt was das Zeug hält. Vor allem dann wenn der eigene Name bekannt wurde und jeden Moment ein Schreiben der Staatsanwaltschaft ins Haus flattern kann. Rufmord und Verleumdung sind in Deutschland immer noch strafbar und niemand bleibt auf ewig anonym.


Quote
Julia Rösler
5. November 2015, 21:30 | #17

Zum Ganser-Artikel kann noch gesagt werden, dass auch hier ganz klar ganz klare gegen Wikipedia-Regeln verstoßen wird, um Ganser zu diskreditieren, Die Diskussion zu diesen ganz klaren Regelberstößen für Wikipedia-Biografien („WP:Bio“) dazu wurde aber wie gewohnt von Kopilot eigenmächtig als „erledigt“ erklärt, und dann umgehend archiviert.

https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Diskussion:Daniele_Ganser&oldid=147502752#Zahlreiche_Verst.C3.B6.C3.9Fe_gegen_die_Grunds.C3.A4tze_f.C3.BCr_Wikipedia:Artikel_.C3.BCber_lebende_Personen_.28erl..29


Das ist exakt „Die dunkle Seite der Wikipedia“, die gemeinschaftlich politisch-ideologische Gegner entgegen aller Wikipedia-Regeln diskrediert. That’s Wikipedia 2015. Traurig – aber eben doch wahr.

... Das keiner der Diskutanten in der aktuellen Ganser-Diskussion Kopilots Neutralität zumindest in Frage stellt, spricht meines Erachtens Bände. ...


Quote
Melhut
6. November 2015, 11:19 | #24

Ich sympathisiere weder mit Verschwörungstheoretikern noch mit Kreationisten oder sonstigen Ideologen. Trotzdem finde ich es schade, dass nicht nur drüben bei der GWUP sondern auch hier bei Psiram regelmäßig das Feld der Naturwissenschaften verlassen wird und man sich aufs gesellschaftspolitische Glatteis begibt. Das macht unnötig angreifbar und schadet der eigenen Glaubwürdigkeit.

Diese konstruierten „Querfronten“, denen man pauschal alle Menschen zurechnet, mit deren Meinungen man sich nicht auseinandersetzen will, werden auf Dauer nicht funktionieren. Im Gegenteil, sie sind erbärmlich. Jens Berger von den Nachdenkseiten hat neulich einen guten Artikel dazu geschrieben:
http://www.nachdenkseiten.de/?p=28169

Aber natürlich.. die Nachdenkseiten sind ebenfalls Teil dieser aus Verschwörungstheoretikern, Antisemiten und Rechtsradikalen bestehenden „Querfront“. Und die Kabarettisten der „Anstalt“ gehören auch dazu. Ultrarechte Linke wohin man schaut. Wer braucht schon Argumente, wenn er Schubladen hat.

PS: die „Anstalt“ ist meiner Meinung nach so ziemlich das Beste, das derzeit im deutschsprachigen Fernsehen geboten wird.


Quote
Bernd Schneider
6. November 2015, 12:06 | #25

Querfront bezeichnet heute ja erstmal einen kruden Antiamerikanismus mit oft antisemitischem Einschlag unter dem sich Mitglieder beider politischer Flügel sowie ein buntes Völkchen von Infokriegern, Esoterikern, Reichsdeutschen etc. zusammenfinden.


Quote
Melhut
6. November 2015, 12:47 | #26

Wie erkennt man „kruden Antiamerikanismus“? Ist jemand verdächtig, der die flächendeckende Überwachung der Bürger durch US-Geheimdienste kritisiert? Oder die Ermordung von Menschen in aller Welt durch US-Drohnen? Oder die Unterstützung von Gotteskriegern im syrischen Bürgerkrieg? Oder illegale Angriffskriege gegen souveräne Staaten unter Vortäuschung von in Wahrheit frei erfundenen Gründen? Und betreibt man da lediglich „Antiamerikanismus“ oder ist man auch gleich Antisemit, Infokrieger, Esoteriker und Reichsdeutscher?

...

Aber ich ahne es schon: dann ist man „Putin-Versteher“. Denn wer die USA kritisiert (egal aus welchem Anlass), muss Russland offenbar lieben. Und da Russland bekanntlich nur aus Putin besteht, passt dieses Label perfekt. Andererseits gehören diese Putin-Versteher doch sicher zur Querfront. Wer also den US-Drohnenterror kritisiert, muss ein antisemitischer Reichsdeutscher sein.

Eine wunderbare Immunisierungsstrategie. Würden Esoteriker Kritik ähnlich ideologisch begegnen, gäbe es hier (zu Recht) einen gewaltigen Aufstand.



Quote
Mephisto
6. November 2015, 13:25 | #28

@Melhut
Das was Du in Deinem letzten Kommentar tust, nennt man „einen Strohmann dreschen“. Niemand hat Dich einen Putin-Versteher genannt und Deine Schlussfolgerungen hast Du Dir alle selbst ausgedacht und dennoch leitest Du daraus eine Kritik an denjenigen ab, die nicht Deiner Meinung sind.
Wer so „argumentiert“ disqualifiziert sich selbst für jede sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema.


Quote
Mach mal Pause
8. November 2015, 02:17 | #71

Hallo,
dieser Artikel hier strotzt vor Halbwahrheiten und ist sehr stellenweise nahe an einer Lüge!

Nur mal so als Beispiel. Zitat „hierzu bedient sich Fiedler der rechtsextremen Seite Metapedia“.
Was soll das? Ein Faux pas? Darf man das nicht? Natürlich kann man aus einer rechtsextremen Quelle zitieren. Hier geht es nur um Personendaten und nicht um arische Weltanschauungen oder ähnliches! Die Filmemacher machen das sogar ganz sauber und ordnen die Quelle lang und breit – so deutlich wie es nur geht – als rechtsextrem ein. Sie gleichen die daraus gewonnenen Informationen zu Kopilots echter Person sogar abschließen mit einem Ringvergleich mit anderen Quellen ab! Ja was wollt ihr denn? Das ist sauber recherchiert! Das scheint lediglich die wahrheitsgemäße Abfolge der Enttarnung von Kopilot aka Jesusfreund gewesen zu sein.

Und was soll der Abschnitt zur AZK hier? Den wichtigsten Teil habt Ihr vergessen! Fiedler attestiert der verwendeten Quelle der „WOZ“ Zeitung, die Unwahrheit zu verbreiten oder zumindest auf ein anderes Ereignis zu verweisen, als die AZK. Die WOZ wird in der Wikipedia so zitiert, dass Ganser in seinem Vortrag von Silvia Stolz und anderen rechten Socken gesprochen haben soll. Hat er aber gar nicht! Wieso lasst Ihr das weg? Das ist die zentrale Aussage des Films! Hier geht es um Verwendung von falschen Quellen!
habt Ihr Euch Gansers Vortrag auf der AZK wie in Fiedlers Film als Fußnote angegeben angeschaut? Spricht er da von Silvia Stolz oder nicht? Wenn nicht, hat der Fiedler hier recht!

Und das geht im Film fröhlich so weiter! Ab ca. 1Std.26min hagelt es an sauberer Quellenkritik.
Der Film nimmt eine ganze Reihe an scheinbaren Quellen im Ganserartikel unter die Lupe! Alles mit Fußnoten. Die sind zwar manchesmal viel zu lang, aber man kann es nachprüfen, wenn man die URL sauber abtippt. Und es stimmt!
Hier werden in Wikipedia Quellen verwendet, die nicht zulässig sind! Entweder, weil sie nicht wahr sind, oder ausschließlich Meinungen transportieren und keine Fakten darlegen.

Und jetzt zum unverschämten letzten Absatz in diesem Blogbeitrag hier:
„Als Biolehrer meint Fiedler schließlich, die Wikipedia müsse doch die Evolutionstheorie und den Kreationismus gleichberechtigt darstellen, so dass der Leser selbst entscheiden könne, was er „glaubt“. Beweisen könne man das ohnehin alles nicht so genau. Von wissenschaftlicher Arbeit, kritischem Rationalismus und Falsifikation hat der Biologielehrer anscheinend noch nichts gehört.“

Das ist wohl die Höhe! Jetzt habe ich mir das Interview und den Film vollständig angeguckt. Dieser Blogartikel hier wechselt andauernd ungekennzeichnet zwischen den Aussagen von Fiedler im Film und den Aussagen im Interview und vermischt das zu einer unwahren Gesamtaussage.

Fiedler sagt tatsächlich am Ende des Interviews etwas zur Evolution.
Sagt mal, hört Ihr nicht richtig hin oder was? Er spricht davon, dass man bei unterschiedlichen Meinungen in der Wikipedia beide Seiten der Medaille gleichberechtigt vorstellen solle. Und dazu nennt er ein Beispiel aus seinem Fach, nämlich die Evolution. Er sagt, er müsse es dann akzeptieren, tolerieren, also „ertragen“, dass man bei Evolution auch was von den Kreationisten lesen würde. Daraus wird doch eindeutig klar, dass er klar der Naturwissenschaft zugeneigt ist. Und er hinterfragt auch noch die Methoden der Naturwissenschaft und nimmt sie nicht als unumstößlich hin (am Beispiel der Datierung der archäologischen Artefakte, bzw. der gewählten Arbeitsmethoden). Wie wissenschaftlich wollt ihr es denn noch haben? Das ist Empirie und wissenschaftskritik wie sie im Buche steht! Und ihr stellt den als Idioten dar.

Es geht dem Fiedler doch bezogen auf das Thema Ganser darum, dass man beispielsweise bei 9/11 eben auch die „Verschwörungstheorien“ gleichberechtigt benennt und nicht schon mit dem Wort „Verschwörungstheorie“ als Spinnereien abtut!

Das was Ihr hier macht ist schon wieder Rufmord. Ihr vergreift Euch an Personen, jetzt nicht nur an Ganser sondern auch noch an dem Filmemacher Fieder und verdreht absichtlich Aussagen von offensichtlich ehrlich arbeitenden Leuten! Der Fiedler hatte anscheinend auf ganzer Linie recht. Hier passiert das gleiche wie in der Wikipedia. Rufmord! Wahrscheinlich ist der Blogschreiber mit einem Wikipediaautor aus dem Gebiet Ganser 9/11 identisch. Und kennzeichnet das nicht! Schämen solltet Ihr Euch!
Grüße und macht mal Pause!


...

« Last Edit: November 20, 2015, 09:16:10 AM by Link »

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Daniele Ganser...
« Reply #6 on: February 16, 2016, 04:01:49 PM »
"Die Ganser-Verschwörung" Andreas Maurer, Redaktor bei der «Schweiz am Sonntag». (Samstag, 14. Februar 2015)
Im Gegensatz zur Medienpräsenz in der Schweiz hat Ganser in Deutschland inzwischen Mühe, in etablierten Medien zu Wort zu kommen. In Deutschland hat Ganser dafür ein neues Publikum in alternativen Online-Medien gefunden. Mit der Ukraine-Krise haben diese an Bedeutung gewonnen. Auf Youtube-Kanälen wie «KenFM» erklären Experten in langen Interviews, dass die Realität anders sei, als man meine. Manche Talkgäste wirken plump bei der Präsentation ihrer Verschwörungen. Ganser ist anders. Politikwissenschafter Linden, der diese Online-Medien untersucht, sagt über Ganser: «In dieser Szene ist er der Beste.» ...
http://www.schweizamsonntag.ch/ressort/basel/die_ganser-verschwoerung/

Quote
PD Dr. Markus Linden (geb. 1973) ist Politikwissenschafter im Forschungszentrum Europa an der Universität Trier (Bereich Partizipation und Ungleichheit). Zuletzt erschien von ihm das Buch «Einschluss und Ausschluss durch Repräsentation. Theorie und Empirie am Beispiel der deutschen Integrationspolitik» (Baden-Baden 2014). Seit 2014 publiziert er über die Attraktivität neuer Alternativmedien.

... In Opposition zu den traditionellen Medien ist im Internet eine höchst kritische Szene von alternativen Plattformen entstanden. Deren Existenz ist ein Krisenzeichen, das ernst zu nehmen ist. ... Die Anziehungskraft einer gegen die politische Klasse per se gerichteten Rhetorik ist ein Krisenzeichen. Im Vergleich zu anderen Alternativmedien ist die Relevanz der fundamental systemkritischen Szene in Deutschland stark gewachsen. Bisweilen verschwimmt die Grenze zwischen Verschwörungstheorie und legitimer Kritik. Das ist das Problem. ... Star der Szene ist der Schweizer Wissenschafter Daniele Ganser, ein Meister des Subtextes, der es rhetorisch brillant versteht, gerade keine geschlossene Verschwörungstheorie zu präsentieren. Im Gegensatz zu anderen bleibt Ganser stets an Fakten orientiert. Im deutschen Fernsehen ist er dennoch nicht präsent, wohl auch, weil er jeden Moderator vor Probleme stellen würde. ... Das vorgebliche Märtyrertum ist bei den neuen Alternativmedien ebenso ausgeprägt wie der missionarische Eifer. Es gibt zahlreiche Gemeinsamkeiten zwischen den Akteuren. Präsentiert werden Sichtweisen mit verschwörungstheoretischem Charakter. Dass es sich bei den Terroranschlägen vom 11. September um einen «Insidejob» handelte, gilt als gesetzt. Die Position setzt sich in Bezug auf weitere Ereignisse fort. Dabei beschränken sich die intelligenteren Protagonisten auf das «Stellen unangenehmer Fragen», während die Kommentarleisten der Anhängerschaft von einer Parallelwelt zeugen, in der das US-Imperium im Verbund mit Medien und Geheimdiensten die Welt manipuliert.
Gemeinhin beklagt werden zudem eine fehlende Souveränität des «US-Vasallen» Deutschland sowie die Aushöhlung der Volkssouveränität. Der Finanzmarktkapitalismus wird ebenso abgelehnt wie die Medienlandschaft. Das Spektrum reicht von faktenorientierter Kritik, für die etwa das Buch von Mathias Bröckers und Paul Schreyer steht («Wir sind die Guten. Ansichten eines Putinverstehers»), bis hin zur pauschalen Schelte mit den Mitteln der subjektiven Addition von Einzelfällen (Udo Ulfkotte: «Gekaufte Journalisten»).
Souveränität, Wahrheit, Lügenpresse – das sind die Schlagworte in dieser Welt, die zur Parteienlandschaft nur an den Rändern Bezüge aufbaut und oft identitärdemokratischen Idealen folgt, also der Idee einer Identität zwischen Herrschern und Beherrschten. Den eingeforderten Pluralismus hat man selbst nicht internalisiert, sondern man glaubt an die Existenz eines unterdrückten Gemeinwillens. Dementsprechend finden sich auf den Portalen kaum Sendungen mit diskursivem Charakter. Dargeboten werden Bestätigungsrituale. ... Zwei weitere Aspekte sind für die Entstehung des skizzierten Feldes verantwortlich: 1. Alternativmedien offerieren eine vermeintlich realistische Sichtweise der internationalen Ordnung. Diese interessenfixierte Herangehensweise mag oft nicht zutreffend sein, ist jedoch in Deutschland wissenschaftlich und medial zu wenig präsent. 2. Die Attraktivität des Verschwörungsdenkens und des personalisierten Netzmessianismus geht schliesslich auch auf verfehlte Heils- und Ganzheitserwartungen an die Politik zurück. Für die ist keine ideologische Anknüpfung mehr zu finden, was im Umkehrschluss ein tumbes Wahrheitsgefasel und den Glauben an diktatorische Netzwerke in der Demokratie befördert. ...

Aus: "Alternativmedien: Die Stimmen des digitalen Untergrunds"  Markus Linden (10.10.2015)
http://www.nzz.ch/feuilleton/medien/die-stimmen-des-digitalen-untergrunds-1.18627359

Quote
[...]Am 14. Februar vergangenen Jahres erschien in der "Schweiz am Sonntag" ein Bericht über "Die Ganser-Verschwörung". In der Polemik ging es um den Schweizer Friedensforscher Daniele Ganser, der als "smarter Wissenschaftler" auftrete, zu "fast allen" Konflikten "etwas zu sagen habe" und Verschwörungen "wittert". Der Makel des promovierten Historikers: Er hinterfragt die offiziellen Versionen der aktuellen Geschichte, wie etwa bei 9/11, den Anschlägen auf Charlie Hebdo oder beim Ukraine-Konflikt.

Seine Doktorarbeit hat er über die Nato-Geheimarmee geschrieben und ist bisher unwiderlegt. Im Zeitungsartikel wird angeführt, Ganser habe schon mal auf einem Kongress des umstrittenen Sektenpredigers Ivor Sasek referiert, der auch Holocaust-Leugnern eine Plattform biete. Und er sei in YouTube-Kanälen wie "KenFM" präsent.

Im Oktober zieht dann die "Neue Zürcher Zeitung" mit einem Artikel über "Die Stimmen des digitalen Untergrunds" nach. Hier wird Ganser als "Star" einer Szene "radikaler Systemkritik" bezeichnet, als "Meister des Subtextes", der es aber "rhetorisch brilliant" verstehe, "gerade keine geschlossene Verschwörungstheorie" zu präsentieren.

Warum Ganser, zwar "stets an Fakten orientiert", aber "jeden Moderator" des deutschen Fernsehens "vor Probleme stellen würde", bleibt in dem Artikel unklar. Stattdessen auch hier der Verweis auf die Sasek-Veranstaltung. Der ganze Tenor des Artikels zielt darauf ab, mediale Äußerung außerhalb des etablierten Mainstreams in die Verschwörungsecke zu stellen.  ...


Aus: "Die Quer- und Queerfront" Rudolf Stumberger (16.02.2016)
Quelle: http://www.heise.de/tp/artikel/47/47386/1.html

Quote
hanslimaa, 16. Februar 2016 14:30
OT: Liste mit wahren verschwörungstheorien

Hat hier vielleicht jemand eine Link zu einer Auflistung angeblicher
Verschwörungstheorien die sich im Nachhinein als wahr herausgestellt
haben?

http://www.heise.de/tp/foren/S-OT-Liste-mit-wahren-verschwoerungstheorien/forum-297260/msg-27132809/read/


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Daniele Ganser...
« Reply #7 on: June 28, 2016, 02:22:03 PM »
Quote
[...] Seit 9/11 läuft der so genannte «Krieg gegen den Terror». Ein Teil dieses Krieges war der illegale Angriff auf den Irak 2003 oder der Angriff auf Libyen 2011.  Beides sind aus meiner Sicht Ressourcenkriege, was wir sehen ist ein Kampf um Erdöl und Erdgas. Doch wenn man das offen und klar sagt, heisst es sofort, das sei nur eine «Verschwörung», Ressourcenkriege gebe es gar nicht.

... Zugespitzt hat sich die Situation, als ich mich mit dem Einsturz des Gebäudes WTC7 befasste. Das Nachbarsgebäude der Twin Towers ist auch am 11. September komplett eingestürzt, obwohl es nicht von einem Flugzeug getroffen worden war. Es muss also eine andere Ursache geben, entweder einen Brand oder eine kontrollierte Sprengung. Ich lege mich da nicht fest, habe aber 2006 in einem Artikel im Tages-Anzeiger eine neue Untersuchung des Einsturzes von WTC7 gefordert. Danach hat die US-Botschafterin in Bern mich sofort als «Verschwörungstheoretiker» angegriffen. Doch so geht das nicht. Die USA können Schweizer Forschern nicht vorschreiben, was sie untersuchen dürfen und was nicht.

Wie gehen Sie vor, wenn Sie ein historisches Ereignis untersuchen?

In erster Linie lese ich sehr viel, insbesondere Dinge, die sich sonst keiner antut. Zum Beispiel den 600 Seiten starken Untersuchungsbericht zu den Terroranschlägen von 9/11. Für meine Arbeit ist das genaue Lesen zentral. Bei vielen Leuten hinterlassen Ereignisse wie 9/11 ein Durcheinander im Kopf, es gab einen Anschlag und dann einen Krieg. Aber welches Ereignis, welche Aussagen und Untersuchungsergebnisse zuerst da waren und was nachher passiert ist, das können sich viele nicht merken. Dabei ist das zentral. So entdeckt man nämlich Ungereimtheiten. Viele wissen auch heute noch nicht, dass damals drei und nicht zwei Wolkenkratzer in New York einstürzten.

Können Sie erklären, wie Sie offene Fragen zum Einsturz von WTC 7 angepackt haben?

Als Historiker muss man sich an die Fakten halten. Zuerst ging es also darum zu prüfen, ob das Gebäude überhaupt eingestürzt ist. Ich habe verschiedene Quellen angeschaut, Videos vom Einsturz zum Beispiel. Oder Gespräche mit Feuerwehrleuten, die gesagt haben: Ja, ich war dort, das WTC 7 ist eingestürzt. Danach lese ich den offiziellen 600 Seiten dicken Bericht. Aber da kommt der Einsturz von WTC7 nicht vor! Da hake ich dann ein, solche Widersprüche machen ein Thema interessant.

Wie gingen Sie weiter vor?

Ich habe meine Quellen unter anderem mit Baustatikern von der ETH Zürich diskutiert, zwei emeritierten Professoren. Jürg Schneider und Hugo Bachmann bauen und sprengen Häuser, Betonstatik ist ihr Ding! Und die beiden haben gesagt: das WTC7 wurde mit grosser Wahrscheinlichkeit gesprengt. In den letzten 10 Jahren habe ich immer wieder gesagt: WTC7 fiel entweder wegen Sprengung oder Feuer. Seither haben mir Forscher und Architekten aus den USA weitere Daten geschickt. Eine Gruppe, die sich  «Architects & Engineers for 9/11 Truth» nennt, fordert ebenfalls eine neue Untersuchung.

Das hört sich wie ein endloses Puzzlespiel an.

Genau, das ist es auch. Das zieht sich bei mir über Jahre hin. ...

Warum ist es so wichtig zu wissen, was genau im World Trade Center passiert ist?

Damals begann der so genannte «Krieg gegen den Terror». Das war ein Moment, in dem die Gewaltspirale kräftig angestossen wurde. Wir hatten dort drei Tausend Opfer vor Ort, darauf folgten dann dreihundert Tausend tote Menschen in Afghanistan und Pakistan. Und eine Million Tote im Irak. Der Krieg ist noch immer nicht vorbei. Es ist unbestritten, dass wir im 21. Jahrhundert ein Problem mit der Gewaltspirale haben. Dass sieht man in Syrien, wenn man den IS anschaut, oder auch den Nato-Einsatz in Afghanistan und den Krieg in der Ukraine. All diese Kriege untersuche ich aus der Sicht der Friedensforschung.

Was ist Ihre Motivation, sich diesen Themen zu stellen?

In der Schweiz hatten wir seit 160 Jahren keinen Krieg mehr! Aus dieser privilegierten Situation heraus möchte ich einen Beitrag leisten, dass man Kriegslügen erkennen und die Wahrheit belegen und aussprechen kann. Dazu braucht es Ruhe, zudem Forschungs- und Meinungsfreiheit, das alles haben wir hier in der Schweiz. In meiner Karriere hatte ich zwar schon Angst, wegen meiner Forschung das Einkommen zu verlieren und diffamiert zu werden. Aber das sind Ängste, mit denen ich umgehen kann.

Anderswo ist die Lage der Menschen sehr viel schwieriger.

In Syrien, Irak und Afghanistan werden Menschen gefoltert und getötet. Gerade darum ist wichtig, dass wir auch in der Schweiz diese Gewaltspirale durchleuchten und uns ein eigenes Bild machen.

Können wir sonst noch etwas tun, vielleicht sogar ganz konkret?

Ich bin fest davon überzeugt, dass wir Erdöl- und Erdgaskriege hinter uns lassen sollten und in Richtung einer Energierevolution mit 100 Prozent erneuerbaren Energien gehen sollten. Daher habe ich persönlich Solarzellen auf dem Dach, eine Wärmepumpe im Haus und fahre ein Elektroauto. Beim Medienkonsum versuche ich immer, die Kriegslügen herauszufiltern. Und ich helfe anderen, das auch zu tun.



Aus: "Daniele Ganser: «Wir haben ein Problem mit der Gewaltspirale»" Corina Hany/sda/awp (11.06.2016)
Quelle: https://www.bluewin.ch/de/news/ausland/2016/6/9/daniele-ganser---wir-haben-ein-problem-mit-der-gewaltspirale-.html


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Daniele Ganser...
« Reply #8 on: July 07, 2016, 02:52:26 PM »
Quote
[...] Wer sich mit Ganser beschäftigt, stößt auf verschiedene interessante Phänomene. Zum Beispiel, dass er es fertig bringt, für Sätze wie "Bush gehört wegen des Irakkrieges vor den Internationalen Gerichtshof" in Deutschland nicht nur viel Applaus, sondern auch mehrere tausend Euro pro Vortrag zu bekommen. Dem herkömmlichen deutschen Intellektuellen mit Stundensätzen von 35 Euro bei der Volkshochschule wird da schwindelig.

Schwindelig wird einem aber auch bei Erkundung der neuen Fronten und Schützengräben, die sich im deutschen Medienterrain auftun. Denn von der bürgerlichen Presse wird dem Schweizer gerne das Etikett "Verschwörungstheoretiker" angeklebt, während er von manchen Linken der "Querfront" bezichtigt wird. Und dann ist die Schublade zu.

... Ganser referiert im Wesentlichen linke Positionen zur Politik der USA und der Großmächte, wie sie schon seit Jahren formuliert werden: Dass der Irakkrieg völkerrechtswidrig war und Bush und Co. die Öffentlichkeit belogen haben, dass die Mär von den getöteten Babys im Kuwait eine Erfindung einer Werbeagentur war, dass es bei den Kriegen im Nahen Osten auch um Geopolitik und Ressourcen geht, dass wir eine Wende weg vom Öl und hin zu erneuerbaren Energien brauchen.

Während des ganzen Vortrags fällt nicht ein einziger antisemitischer, rechtsradikaler, rassistischer, nationalistischer oder völkischer Satz. Am Ende sagt Ganser noch, man möge doch bitte auch angesichts der ganzen Fakten nicht vergessen, das Leben positiv zu sehen. Stehender Applaus.

Aufmerksamkeit hatte Ganser schon im Vorfeld des Vortrages erregt, allerdings in negativer Form. Die "Antifaschistische Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München e. V." (a.i.d.a.) zum Beispiel hatte den Vortrag von Ganser unter die Rubrik "Rechte Termine" eingeordnet, dort stehen sonst Kundgebungen von Organisationen wie der rechtspopulistischen Partei "Die Freiheit". Und der Sprecher des Ortsverbandes Nord der Münchner Linkspartei, forderte gar wegen des Vortrags des "Querfronttheoretikers" Ganser die Fraktionsgemeinschaft mit der ÖDP im Münchner Stadtrat aufzukündigen. Die Lokalpresse behauptete, Ganser "pflegt" Kontakte zu Rechten und der Schweizer gelte vielen als "Verschwörungstheoretiker".

Folgen zeitigten derartige Angriffe in Freising bei München, dort sollte der Historiker auf Einladung der Katholischen Arbeitnehmerbewegung einen Vortrag über Kriegspropaganda und Medienkompetenz halten. Die Veranstaltung wurde schließlich aufgrund von Protesten im Internet gestrichen.

Die Vorwürfe gegen Ganser sind keine inhaltlichen, der Nachweis rechten Gedankenguts bleibt aus. Was bleibt, ist der immer wieder kolportierte Vorwurf, Ganser trete bei rechten und "verschwörungstheoretischen" Medien und Veranstaltungen auf, woraus dann das Konstrukt einer "Querfront" gebastelt wird:

Ganser diskutierte vergangenes Jahr mit dem berühmt berüchtigten ehemaligen Wehrsportgruppenführer Karl Heinz Hoffmann auf Einladung des rechten Publizisten Jürgen Elsässer für das Compact Magazin. In dem Gespräch gaben alle Beteiligten dem älter gewordenen "Wehrsportgruppenführer" die Gelegenheit sich bezüglich des größten faschistischen Terroranschlags in Deutschland - am Münchner Oktoberfest im Jahr 1980 - herauszureden. Daniele Ganser stimmte Hoffmann in dem Gespräch freundlich zu.
Max Brym, Sprecher des OV Nord der Linken München, auf dem Internet-Portal "scharf-links" am 21. Mai.

...


Aus: "Daniele Ganser und die Querfront - Die ganz neue Unübersichtlichkeit - Teil 1" Rudolf Stumberger (05.07.2016)
Quelle: http://www.heise.de/tp/artikel/48/48547/1.html

Quote
          g.reiher, 05.07.2016 19:24

Die ganz neue Unübersichtlichkeit

Was bitte ist an Ganser "unübersichtlich"? Seine Analysen sind ruhig und durchdacht, er ist in der Lage, Zusammenhänge und Verantwortlichkeiten aufzuzeigen und auch Menschen aus dem bürgerlichen Lager zu erreichen, die sich linker Rhetorik eher entziehen würden. ...

Zur Propagandakeule "Querfront", die von diesen Kräften als neue Waffe neben dem absoluten Totschlagargument "Antisemit" verwendet wird, gab es anlässlich einer inzwischen zurückgezogenen Studie der Otto-Brenner-Stiftung in den Nachdenkseiten ja einige interessante Beiträge, z.B. diesen hier:

"Unterste Schublade – eine sogenannte Studie der Otto Brenner Stiftung über das angebliche Netzwerk „Querfront“"
http://www.nachdenkseiten.de/?p=27377

Diese Propaganda zielt hauptsächlich darauf ab, den Aufbau einer kritischen Gegenöffentlichkeit zu verhindern. Und so trifft es dann vor allem solche Leute, deren Projekte sich relativ erfolgreich entwickeln, wie z.B. Ken Jebsen mit seinem Format KenFM, Albrecht Müller mit den Nachdenkseiten, und eben auch Daniele Ganser. ...

Quote
     Pizuz, 05.07.2016 21:50

Re: Die ganz neue Unübersichtlichkeit...

Ken Jebsen würde ich schon ein bisschen differenzierter betrachten wollen.

Bevor jemand fragt: Ich habe seine Sendung regelmäßig gern gehört, bevor er bei Fritz rausgeworfen wurde. Auch die Sendung, die den Anlass dazu gab. Es gab in allen Sendungen die Rubrik NachdenKen, in denen er in drei Minuten einen kurzen politischen Vortrag hielt und darauf hinwies, wozu Hass Menschen befähigt. Dazu immer Ausschnitte aus von Weizsäckers Rede vor dem Bundestag 1985 vierzig Jahre nach Kriegsende.

In eben jener vorletzten Sendung, die von Fritz ausgestrahlt wurde, hat er diese Rubrik auf eine ganze Stunde ausgedehnt und sich ausgiebig mit 9/11 beschäftigt. Ich fand das damals hochinteressant, weil er die durchaus plausiblem und in seinen Augen plausibleren Gegentheorien zum Ablauf des Ganzen wirklich detailliert dargestellt hat. Was mich allerdings bis heute daran stört (und auch an allem, was ich sporadisch bis heute von ihm lese und höre), ist, dass er die seiner Meinung nach richtigen Deutungen als absolut und wahr darstellt. Vielleicht nicht wörtlich, aber durch die Art des Vortrags.

Als Mensch, der sich eine gewisse Medienkompetenz anmaßt, mag man das einordnen können, für einen Jugendradiosender wie Fritz war das allerdings problematisch und der Rauswurf in gewisser Weise nachvollziehbar. Im Gegensatz zu Tommy Wosch hat Ken nämlich den Anspruch gehabt, ernst genommen zu werden und war selten ironisch. Ich hätte mir von ihm da etwas mehr Feingefühl gewünscht, was allerdings angesichts seines Moderationsstils (hört euch mal seine alten Radiofolgen an) wohl schwer möglich war. Ken hatte schon immer demagogische Züge.

Trotzdem wäre er der Letzte, dem ich eine derartige Geschichtsblindheit vorwerfen würde. Nichtsdestotrotz bin ich bei seinen Beiträgen vorsichtig und lese sie kaum noch, da er immer mehr in seiner eigenen Echokammer gefangen zu sein scheint.




http://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Daniele-Ganser-und-die-Querfront/Die-ganz-neue-Unuebersichtlichkeit/posting-28858824/show/

Quote
     andlonn, 05.07.2016 19:44

Mir reicht es jetzt hier.

Wie seine Lieblingsgäste, z.B. der Herr Ganser, "vergisst" man auch bei Ken Jebsen/KenFM immer wieder die Kritik an Putin, ganz im Gegenteil; Putin ist super.
Und RT-Deutsch ist auch super, als selbsternannter "Friedensforscher" setzt sich Herr Ganser auch gerne zu RT-Deutsch, erzählt da etwas von seinen Verschwörungstheorien und empfiehlt RT auch in seinen eigenen Vorträgen gerne mal.

Hier sein "Medienkompetenz" Vortrag:

https://www.youtube.com/watch?v=NxdzxGUDFd0#t=99m56s

Soso, Herr Ganser. Man soll also die Medien danach beurteilen ob sie die "Gewaltspirale befördern oder beim Ausstieg aus der selbigen helfen". ...Und dann empfiehlt er RT-Deutsch und noch einige andere dubiose Medien!
Soll das eigentlich ein Witz sein? Ganz ehrlich, was veranstaltet der hier eigentlich?


http://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Daniele-Ganser-und-die-Querfront/Mir-reicht-es-jetzt-hier/posting-28858930/show/

Quote
     mind.dispersal, 05.07.2016 20:02

Re: Abgrenzung, Berührungsängste und Denkverbote

Gotan schrieb am 05.07.2016 19:47:

    Das ist das Resultat einer "linken" Szene die sich nicht unwesentlich dadurch definiert "nicht rechts" bzw. "gegen rechts" zu sein. Das funktioniert durch Ablehnung all dessen was als "rechts" wahrgenommen wird, und das wiederum ist eben das was "Rechte" so äußern.

Sowohl "Linke", als auch "Rechte" sind derart zersplittert, dass diese Begrifflichkeiten den politischen Raum einfach nicht mehr ausreichend beschreiben. Politik ist halt nicht eindimensional. Bin mal gespannt, wann das endlich sprachliche Konsequenzen nach sich zieht.


http://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Daniele-Ganser-und-die-Querfront/Re-Abgrenzung-Beruehrungsaengste-und-Denkverbote/posting-28859038/show/

Quote
          -fdik-, Volker Birk, bumens@dingens.org, 06.07.2016 15:23

Ganser sagt Dinge, die der Macht nicht passen
Deshalb wird er diskreditiert. Man unterstellt ihm allerhand, was nicht zutrifft.
Ausserdem hält sich Ganser nicht an Tabus, die die Macht mit aller Gewalt durchsetzt. Dazu gehört die Märchengeschichte von 9/11. Jeder, der an dieser hanebüchenen, geradezu absurden Geschichte auch nur den leisesten Zweifel äussert, wird sofort niedergemacht. Und so eben auch Ganser.
Dabei stellt Ganser in der Regel die richtigen Fragen. Das ist noch schlimmer für die Macht. Denn mit ihrem Narrativ stellt er ihre Deutungshoheit und somit ihre politische Vorherrschaft in Frage.
In der Folge wird er aus allen Rohren beschossen und diskreditisiert. Ironischerweise ist das genau das, was seine immer grössere Zuschauerzahl an ihm schätzt.


http://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Daniele-Ganser-und-die-Querfront/Ganser-sagt-Dinge-die-der-Macht-nicht-passen/posting-28863787/show/

Quote
     Taleteller, 05.07.2016 20:16,

Von wegen Querfront

Gansers Vorträge sind weder Links noch Rechts, was er erzählt sind ist die erfrischend Ideologiefreie Analyse einer Schweizer Historikers. Die Brutkastenlüge war eine Brutkastenlüge und die "offiziellen" Umstände um WTC-7 sind mehr als fadenscheinig. Dazu braucht es offenkundig auch keine kruden Theorien, offizielles Papier reicht völlig aus. Wenn eine angeblich linke Gruppe eine Querfront postuliert fällt sie auf ein Propagandakonstrukt rein.

...

http://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Daniele-Ganser-und-die-Querfront/Von-wegen-Querfront/posting-28859110/show/

...
« Last Edit: May 03, 2017, 04:27:42 PM by Link »

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Daniele Ganser...
« Reply #9 on: November 03, 2016, 10:58:29 AM »
"Die merkwürdige Welt des 9/11-Zweiflers Daniele Ganser" Karl Oberascher (KURIER, 04.10.2016)
Medienkritik und Verschwörungstheorien - das geht oft Hand in Hand. Einblicke in eine Szene, die sich abseits der Leitmedien formiert hat.
https://kurier.at/kultur/daniele-ganser-in-wien-die-merkwuerdige-welt-des-9-11-zweiflers/223.799.635

Quote
Nadine Jurna (2016)

Ich halte diesen Artikel für überflüssig und reine Zeitverschwendung. Ich wünschte mir der junge Redakteur würde einmal selber das Thema 9/11 recherchieren und dann über seine Ergebnisse hier berichten. Gesetzt der Fall sein Chef gibt Ihm grünes Licht.
LG


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"Umstrittener Referent Diskussion um „Dresden-Gespräch“ an der TU Dresden" DNN (01.11.2016)
Im Audimax der TU Dresden ist für den Dienstagabend ein Vortrag mit dem Titel „Illegale Kriege – Wie die Nato-Länder die Uno sabotieren. Eine Chronik von Kuba bis Syrien“ geplant. Die Dresdner Jusos kritisieren die Veranstaltung deutlich. Hier würden krude Verschwörungstheorien verbreitet. ...  Im Rahmen der „Dresden-Gespräche“ hält Dr. Daniele Ganser, Leiter des „Schweizer Instituts für Friedensforschung und Energie“, am Dienstagabend, 19.30 Uhr, im Audimax der TU Dresden, Bergstraße 64, einen Vortrag mit dem Titel „Illegale Kriege – Wie die Nato-Länder die Uno sabotieren. Eine Chronik von Kuba bis Syrien“. Die Veranstaltung ist ausverkauft.
„Wenn die TU eine Exzellenzuniversität mit hohem wissenschaftlichen Anspruch sein will, darf sie kruden Verschwörungstheorien in ihren Räumlichkeiten keine Plattform bieten“, kritisierte Stefan Engel, Vorsitzender der SPD-Jugendorganisation (Juso), und forderte, Ganser wieder auszuladen. ...
http://www.dnn.de/Dresden/Lokales/Diskussion-um-Dresden-Gespraech-an-der-TU-Dresden


"Daniele Ganser in München: Münchner ÖDP lädt Verschwörungstheoretiker ein" AZ, 19.05.2016
... Kritik kommt von den Grünen. Stadtrat Dominik Krause sagt: „So jemandem ein Podium zu bieten, hat nichts mit unbequemen Wahrheiten zu tun, denn diese ,Wahrheiten’ sind längst widerlegt. Es hat auch nichts mit Umweltschutz zu tun. Es hat vor allem mit einem zu tun: Opportunismus. Denn das Raunen über dunkle Eliten ging eben schon immer gut“, so Krause. ... Der angehende Physiker sieht eine allgemeine Entwicklung: „Wirre Verschwörungstheorien über ,geheime Eliten’ erleben zur Zeit wieder Hochkonjunktur“, sagt Krause. „Urheber ist eine neue Rechte, die hauptsächlich das Internet nutzt – der Weg ist jedoch der gleiche wie bei den alten Rechten, den Nazis vor 80 Jahren.“
Die ÖDP verteidigt den Auftritt Gansers. „Wir erhoffen uns einen lebendigen Diskurs“, sagt Stadtrat Tobias Ruff. „Wir sind der Meinung, dass man sich auch mit streitbaren Personen auseinandersetzen muss.“ ...
Auf der Facebook-Seite der ÖDP München macht ein User am Dienstag darauf aufmerksam, dass Ganser „Verschwörungsideologe“ sei und „Kontakte zu Rechtsextremisten“ pflege. Der Administrator der Seite antwortet: „Systembewahrer und manch andere versuchen, Daniele Ganser zu diskreditieren.“ ...
http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.daniele-ganser-in-muenchen-oedp-laedt-verschwoerungstheoretiker-ein.97eb5084-9e73-4fed-a686-f02c250c5b65.html

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"«Jeder mit einer anderen Analyse wird mit Spinnern in eine Ecke gestellt»"  (28.10.2016)
... Habe ich Sie richtig verstanden: Der Begriff «Verschwörungstheorie» im streng wissenschaftlichen Sinn beschreibt Ihre Forschungsgebiete korrekt?
Das ist richtig. Die Nato-Geheimarmeen waren eine Verschwörung. Aber seit 9/11 wird der Begriff dafür verwendet, Menschen mit einer anderen Analyse mit Spinnern, Pädophilen, Antisemiten und Holocaust-Leugnern in eine Ecke zu stellen.
... Wikileaks und Edward Snowden zeigen, wie schwierig es heute ist, etwas geheim zu halten. Seit 9/11 sind mehr als 14 Jahre vergangen. Wenn die offizielle Version nicht zutrifft, müsste die Wahrheit dann nicht langsam ans Licht kommen?
14 Jahre sind aus historischer Sicht nicht mehr als ein Wimpernschlag. Der Tonkin-Zwischenfall, mit dem die USA die Eskalation des Vietnamkriegs rechtfertigten, ereignete sich 1964. Abschliessende Gewissheit, dass der Zwischenfall erfunden wurde, brachte erst die Freigabe eines NSA-Dokuments im Jahr 2005. Also nach mehr als 40 Jahren. Das mit den Massenvernichtungswaffen im Irakkrieg flog hingegen nach wenigen Monaten auf. Es kommt immer darauf an, wie kompliziert die Lüge ist.
... Sie äussern auch Zweifel an den offiziellen Versionen von MH17, dem Ukrainekonflikt und Charlie Hebdo. Wird man als Historiker mit dem Spezialgebiet «Verdeckte Kriegsführung» irgendwann paranoid?
Paranoid würde ich nicht sagen. Ich halte Menschen in erster Linie für sehr liebenswerte Wesen. Die meisten wollen niemanden umbringen, vergewaltigen, enthaupten, überwachen oder manipulieren. Sagen wir, auf ein Prozent der Weltbevölkerung trifft das nicht zu. Das sind 70 Millionen, und die ziehen schon eine ziemliche Blutspur. Sie kommen aus ganz verschiedenen Ländern und kombinieren Gewalt und Lüge. Man sollte nicht naiv sein. Diese ein Prozent kennen gar nichts. Ein Toter, 10’000 Tote, das spielt keine Rolle. Im Irakkrieg starben eine Million Menschen. Das ist Dick Cheney völlig egal. Diese Kombination von Gewalt und Lüge weckt mein Interesse. Und ja, es stimmt, es gäbe in diesem Bereich viel zu untersuchen. Ich werde das auch weiterhin tun.
https://www.watson.ch/!428176427

Quote
Ketsch 30.10.2016 15:21
Danke watson, dass ihr einem Kriegsforscher wie Herrn Ganser, welcher diese heiklen Themen aufzulösen zu versucht (entgegen dem Willen der kommerziellen Medienlandschaft), eine Plattform gibt. ...


---

Quote
[...] „Wer sich wirklich umfassend informieren will, der muss Bücher lesen und Vorträge besuchen. So wie Sie es tun.“ Mit dem ihm eigenen Schweizer Charme fügte Dr. Daniele Ganser hinzu: „Und das sage ich nicht, weil ich Bücher schreibe und Vorträge halte.“

... Der Historiker, Friedensforscher und Publizist war am Reformationstag in Bautzen zu Gast und stellte bei einem Vortragsabend seine neueste Veröffentlichung vor: „Illegale Kriege“ – Wie die NATO-Länder die UNO sabotieren. Eine Chronik von Kuba bis Syrien. In reichlich zwei Stunden gab es eine Fülle von Informationen über das aktuelle Zeitgeschehen. Doch Dr. Ganser wäre nicht Historiker, würde er es nicht mit Wilhelm von Humboldt halten: „Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft.“ Deshalb gab es für die Besucher im Saal des Residence-Hotels zuerst eine kleine Geschichtslektion, beginnend bei Guatemala und Ägypten über Kuba und Vietnam bis hin zu Afghanistan und zum Irak. In jenen Ländern – und weiteren – hatten einst die USA oder andere NATO-Staaten militärisch interveniert, wenn sich dort gesellschaftliche Entwicklungen abzeichneten, die den der jeweiligen US-Regierung nicht ins Konzept passten. Ob diese Gewaltakte nun verharmlosend als Krise (wie etwa beim Suezkanal und Kuba) oder aber als Krieg wie bei Vietnam und Irak in die Geschichtsbücher eingegangen sind – in allen diesen Fällen wurde gelogen und betrogen, wurde provoziert und manipuliert. ...

... Daniele Ganser machte bei seinem Vortrag keinen Hehl daraus, was er von den Nachrichten im Fernsehen hält. Auch die Zeitungen, selbst jene mit den großen Namen, die noch ein wenig von einstiger Reputation bewahren konnten, hätten es nicht geschafft, ihren Lesern größere Zusammenhänge deutlich zu machen. (Warum zum Beispiel unterstützt die Bundeswehr jetzt unter dem Deckmantel der Terrorbekämpfung die Bombenangriffe in Syrien, während sich Deutschland aus den Kampfhandlungen in Libyen seinerzeit heraus gehalten hat?) Aber Ganser nennt auch Beispiele für guten Journalismus, wie Michael Lüders [Michael Lüders (* 1959 in Bremen) ist ein deutscher Politik- und Islamwissenschaftler, der als Publizist sowie Politik- und Wirtschaftsberater tätig ist. ... https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_L%C3%BCders], einen kompetenten Nahost-Experten. Als Beleg dafür hier der Link zur Mitschrift eines Interviews, das er Anfang August dem Deutschlandfunk gab. ...



"Eine Lektion in Geschichte für die Gegenwart" Hans-Georg Prause (2. November 2016)
http://www.bautzenerbote.de/eine-lektion-in-geschichte-fuer-die-gegenwart/

« Last Edit: May 03, 2017, 04:32:02 PM by Link »

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« Reply #10 on: November 03, 2016, 12:25:10 PM »
Quote
[...] Dass viele westliche Politiker längst vor Kriegsverbrechertribunale hätten gestellt werden müssen, dass letztlich noch jeder der uns in den letzten Jahren präsentierten „Kriegsgründe“ sich schließlich als Propagandamärchen herausstellte und dass die NATO inzwischen kein Verteidigungsbündnis mehr ist – all das taucht in Medien und Politik selten auf. Der Schweizer Friedensforscher Daniele Ganser deckt in seinem neuen Buch „Illegale Kriege“ nun schonungslos diese „andere Seite“ der Wahrheit auf und gelangt zu dem Schluss, dass der Westen seit 1945 immer wieder und konsequent schwerste Verbrechen gegen das Völkerrecht und die Menschheit verübt.

Jens Wernicke: ... Sie sagen also, Staaten ignorieren das Gewaltverbot der UNO-Charta und belügen die Bevölkerung? Aber … muss die Völkergemeinschaft dann nicht einschreiten und derlei einen Riegel vorschieben?

Daniele Ganser: Ja, das müsste man. Aber wenn es sich um einen NATO-Staat handelt, geht niemand dagegen vor, weil alle Angst haben, wie man beim Angriff der USA und Briten auf den Irak 2003 sehen kann: Der frühere US-Präsident Bush und der frühere britische Premier Blair müssten längst als Kriegsverbrecher verhaftet sein, aber es passiert nicht. Die meisten Zeitungen getrauen sich nicht einmal diese Forderung abzudrucken.

NATO-Staaten haben wiederholt völlig straflos das in der UNO-Charta verankerte Gewaltverbot missachtet und wie bereits erwähnt, zum Beispiel 1999 Serbien bombardiert. Der damalige Präsident Clinton hatte hierfür kein Mandat des UNO-Sicherheitsrates, der Krieg war illegal. Und auch der damalige Bundeskanzler Schröder hat das Völkerrecht gebrochen und das später sogar noch zugegeben.

Mein Buch zeigt an konkreten Beispielen, dass die NATO kein Verteidigungsbündnis, sondern ein Angriffsbündnis ist, dass die Verantwortlichen dabei stets völlig straflos bleiben und die NATO-freundlichen Medien die illegalen Kriege sogar noch befeuern und unterstützen, indem sie die NATO-Propaganda kritiklos in die gute Stube der Leser hineintragen. ... Wenn wir eine ehrliche und gerechte Welt hätten, müssten Obama, Sarkozy und Cameron sich wegen dem Libyenkrieg vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag wegen ihrer Verbrechen gegen die Menschheit verantworten. Es wäre auch völlig illegal gewesen, wenn Gaddafi 2011 Frankreich angegriffen hätte. Dann müsste Gaddafi vor den Strafgerichtshof der UNO. Ich bin sicher, das wäre auch passiert. Aber wenn eben die NATO-Länder das Kriegsbeil ausgraben und ein Land überfallen, geschieht nichts, überhaupt nichts.

...

Jens Wernicke: Sprechen wir also davon, dass das „Recht des Stärkeren“ auf die Weltbühne zurückkehrt und dass die großen Industrienationen angreifen und überfallen können, wen und wie sie wollen? Das Völkerrecht erodiert und … nichts und niemand steht dieser Entwicklung im Weg?

Daniele Ganser: Genauso ist es, leider. Das Ganze läuft schon seit 1945, wird aber seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 unter dem neuen Vorwand „Krieg gegen den Terror“ betrieben.

Die historischen Fakten der letzten 70 Jahre zeigen deutlich, dass NATO-Länder wiederholt andere Länder angegriffen und hierdurch das in der UNO-Charta verankerte Gewaltverbot verletzt haben.

Die NATO ist keine Kraft für Sicherheit und Stabilität, sondern eine Gefahr für den Weltfrieden.

Auch der laufende sogenannte »Krieg gegen den Terror« ist durchsetzt mit Lügen. Dieser von den USA und den NATO-Ländern 2001 ausgerufene Krieg bietet keinen glaubwürdigen Ausstieg aus der Gewaltspirale an und geht die realen Ursachen für den Terror überhaupt nicht an, weil er im Kern gar nicht auf diesen oder dessen Beseitigung, sondern auf die Eroberung und Sicherung von Erdöl, Erdgas, Geld und Macht abzielt. Der sogenannte »Krieg gegen den Terror« ist und bleibt ein Kampf um Rohstoffe und die globale Vorherrschaft, also alter Wein in neuen Schläuchen.

Die Bilanz nach 15 Jahren ist verheerend: Mehrere Staaten, darunter Afghanistan, Irak, Libyen und Syrien, sind völlig destabilisiert, Misstrauen und Angst breiten sich aus, es gibt nicht weniger, sondern mehr Terroranschläge, während die Bürgerrechte abgebaut und der Überwachungsstaat ausgebaut werden.

Der sogenannte »Krieg gegen den Terror« stärkt den Militärisch-industriellen Komplex und schwächt die Menschenrechte und die UNO-Charta; er muss von der Friedensbewegung beendet werden, weil er gescheitert ist.

... Deutschland aus der NATO austreten und in Erinnerung der eigenen Geschichte keine Truppen mehr ins Ausland schicken, sondern sich als neutrales Land für das Völkerrecht und friedliche Konfliktlösungen einsetzen.

...

Dieser Text erschien zuerst am 14.10.2016 bei "NachDenkSeiten ...



Aus: "Illegale Kriege" Daniele Ganser - interviewt von Jens Wernicke (03. November 2016)
Quelle: http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=23215


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« Reply #11 on: March 13, 2017, 09:42:57 AM »
"Vorsicht, Verschwörungstheorie!" Jens Wernicke (9. Januar 2016)
Haben Sie es auch schon gelesen: Auf Friedensdemonstrationen trifft man heutzutage angeblich viele Rechte an. Die meisten, die das Völkerrecht verteidigen oder die Auswüchse des Casino-Kapitalismus kritisieren, sind latente Antisemiten. Wer gegen TTIP ist, verbirgt hinter linker Attitüde vielleicht nur dumpfen Nationalismus und Querfront-Sympathie. Und diejenigen, die nicht gleich alles glauben, sondern auf Ungereimtheiten auch hinweisen und sich der Mehrheitsmeinung nicht per se beugen: das sollen alles Spinner sein, denn sie glauben an „Verschwörungstheorien“. Was aber meint dieser Begriff eigentlich? Wo kommt er her? Und warum wird er aktuell so häufig verwandt? Darüber sprach Jens Wernicke mit dem Schweizer Friedensforscher Daniele Ganser, den Medien und interessierte Kreise seit einiger Zeit selbst als „Verschwörungstheoretiker“ zu diskreditieren versuchen. ...
https://jensewernicke.wordpress.com/2016/01/09/vorsicht-verschwoerungstheorie/

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"KenFM zeigt: Zensur – die organisierte Manipulation der Wikipedia und anderer Medien"
Gibt es Versuche einer organisierten und gezielten Meinungsmanipulation in unserer Gesellschaft? Im Jahr des Wortes „Fake News“ ist die Frage aktueller denn je.
Bereits in ihrem ersten Film „Die dunkle Seite der Wikipedia“ stellen die Autoren Markus Fiedler und Frank Michael Speer das kostenlose Online-Lexikon unter Verdacht, politisch brisante Artikel mit unlauteren Mitteln zu beeinflussen und sachliche Darstellungen zu verhindern. Am Beispiel des Artikels über den Friedensforscher Dr. Daniele Ganser wurde dieser Verdacht im Laufe des Films eindrücklich bestätigt und gezeigt, mit welch aggressiven Methoden eine Gruppe von Wikipedia-Autoren, sogenannten „Benutzern“, die Wissensplattform als eine Art Gesinnungspranger missbrauchen. Der Film wurde im Internet veröffentlicht und stieß mit fast einer halbe Millionen Klicks auf hohes Interesse.
Die Frage „Wer steht hinter dieser aggressiven Gruppierung?“ blieb offen. Insbesondere erschwert durch das Prinzip der Anonymität und ein labyrinthisches Regelwerk bei Wikipedia. In ihrer neuen Recherche verfolgen die Autoren nun Spuren, welche die institutionelle Unterstützung jener „Mind Control“ bei Wikipedia aufdecken. Mit zahlreichen Quellen, Belegen und Fakten, die sorgsam aufbereitet werden, können sie in 125 Minuten nachweisen, dass und wie die Wikipedia als Werkzeug und Teil eines größeren Netzwerkes zur politisch-ideologischen Manipulation missbraucht wird.
Der Film führt in ein Netzwerk von Autoren, Journalisten und politischen Akteuren, die sich auf mehreren Internetplattformen organisieren und von finanzkräftigen Stiftungen und sogar öffentlichen Geldern finanziert werden. Ein Netzwerk, das seit Jahren versucht, eine regelrechte Gesinnungsdiktatur voranzutreiben, um damit gesellschaftlichen Dialog und freie Meinungsentfaltung zu verhindern, und das mit der Wikipedia die bedeutendste kostenlose Informationsressource unter seine Kontrolle gebracht hat.
Damit entlarvt der neue Film von Markus Fiedler und Frank-Michael Speer ein Vorgehen, das jeglichen Verhaltensregeln in einer demokratischen Grundordnung widerspricht und das geistige und politische Klima dieses Landes bedroht. Fiedler und Speer sind auch die Autoren des Films: „Die dunkle Seite der Wikipedia“. ...

https://www.youtube.com/watch?v=llj87Z666gs

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"Ein Kamm für alle Fälle" Hans-Dieter Wichter  (02.05.2017)
Der Schweizer Historiker Daniele Ganser arbeitet gern mit Provokationen. Während er zum Beispiel gütige Worte für Gaddafi und Assad findet, verdächtigt er viele Entscheidungsträger in den Vereinigten Staaten und in Nato-Staaten, Kriegsverbrecher zu sein. ... Ganser arbeitet gern mit Provokationen. Während er zum Beispiel gütige Worte für Gaddafi und Assad findet, verdächtigt er viele Entscheidungsträger in den Vereinigten Staaten und in Nato-Staaten, Kriegsverbrecher zu sein. Sie sollten vor den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag: darunter Bush, Obama, Blair, Hollande, Schröder oder Scharping. Hier wird Gansers Buch zu einem wenig überzeugenden Politthriller mit viel Verschwörungstheorie. Mit Völkerrecht und der Pflicht von Staatsmännern auch zu unbequemer politischer Verantwortung hat das aber nichts mehr zu tun. Zum Kernproblem stellt Ganser keine überzeugenden Überlegungen an: zu der völligen Fehlkonstruktion der Vereinten Nationen als Friedensorganisation.
(Daniele Ganser: Illegale Kriege. Wie die Nato-Länder die UNO sabotieren. Eine Chronik von Kuba bis Syrien. Orell Füssli Verlag, Zürich 2016. 373 S., 24,95 €.)
http://www.faz.net/aktuell/politik/politische-buecher/gewaltsame-konflikte-ein-kamm-fuer-alle-faelle-14985837.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

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"Vom Friedensforscher zum Verschwörer: Daniele Ganser und die Medien" (27. März 2017)
 Daniele Ganser und die Medien - Jens Wernicke im Gespräch mit Daniele Ganser ... in den etablierten Print-Medien wurde ich seit Erscheinen des Buches [„Illegale Kriege: Wie die NATO Länder die UNO sabotieren“] wiederholt mit dem VT-Frame diffamiert. Diffamierende Texte zu mir und meinem neuen Buch publizierten etwa die WOZ, das Tages-Anzeiger Magazin, die FAZ in Deutschland und der Kurier in Österreich.
Sie sprechen vom „VT-Frame“, was genau meinen Sie damit?
Das ist eine Abkürzung und bedeutet „Verschwörungstheoretiker-Frame“. Als Frame bezeichnet man den Deutungsrahmen, den der Journalist für seine Geschichte wählt. Wenn er also einen negativen Bericht über mein neues Buch oder meine 9/11-Forschung schreiben will, dann nimmt er den VT-Frame.
Dadurch wird beim Zuschauer oder Leser die Assoziation geweckt, dass in diesem Buch nur wilde Verschwörungstheorien stehen, also alles sowieso Unsinn ist, und dass man das Buch gar nicht erst kaufen, geschweige denn lesen braucht.
Der Journalist schafft also mit dem VT-Frame einen negativen Kontext, der vor allem jene Leser und Zuschauer irritiert, die diesen Trick mit dem VT-Frame nicht kennen. Einige Medien benutzen ihn auffällig oft. ... Eine wirklich üble Methode, um zu versuchen, gute Leute in eine Schmuddelecke zu stellen. Der Zweck dieser Manipulationen, und das erkennen jetzt immer mehr wache Menschen, besteht darin, die Zielperson von vornherein als unseriös zu diffamieren und also unglaubwürdig zu machen. In den SRF-Sendungen Arena und Einstein wurde das sehr aktiv gemacht. Oft haben aber die Journalisten, die den VT-Frame einsetzen, mein Buch gar nicht gelesen und in den konkreten Sachfragen wie WTC7 wenig Ahnung. ... Wenn der VT-Frame eingesetzt wird, das ist ein klares Zeichen. Oder wenn man in die rechte Ecke gestellt wird, das ist auch ein Diffamierungsversuch, also wenn man ein Buch von Hitler daneben stellt. Stets wird der Kontext negativ gestaltet, das soll dann auf die Zielperson abfärben.
In der Werbung nutzt man übrigens dieselbe Technik: Es wird ein positiver Kontext geschaffen, schöne Frau, cooler Typ, wilde Natur, das soll dann auf das Produkt abfärben, uns also dazu verleiten, das beworbene Auto oder Kleid zu kaufen. Die Psychologie hat bewiesen, dass der Kontext wirkt. Sonst würde man nicht Millionen Euro in der Werbung ausgeben, um sein Produkt in einem positiven Kontext zu präsentieren. ...

http://www.nachdenkseiten.de/?p=37585
« Last Edit: May 03, 2017, 04:39:45 PM by Link »

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Daniele Ganser...
« Reply #12 on: May 03, 2017, 05:02:44 PM »
"Wahrheit und Verschwörung: Das Ganser-Phänomen" Olivier Würgler - Nr. 03/2017 vom 19.01.2017
Der umstrittene Historiker Daniele Ganser hat mit seinem neuen Buch «Illegale Kriege» erneut einen Bestseller geliefert. Dass er darin rechten VerschwörungstheoretikerInnen eine Plattform gibt, schadet den Verkäufen offensichtlich nicht. ...  wie seriös ist seine eigene Vorgehensweise? Die meisten seiner Aussagen in «Illegale Kriege» sind mit ernsthaften Quellen belegt. Ganser spricht dabei durchaus wichtige Themen an: die systematische Verletzung von internationalem Recht durch die USA und andere Nato-Länder zum Beispiel. Sein Buch beginnt beim Sturz des iranischen Premierministers Mohammad Mossadegh durch Britannien und die USA 1953 und endet beim Syrienkrieg. Dazwischen widmet sich Ganser unter anderem den US-Interventionen in Kuba, Vietnam und Serbien. Es gelingt ihm, plausibel aufzuzeigen, dass die grossen Leitmedien teils tendenziös Nato-freundlich berichten. So weit, so nachvollziehbar. Doch hier beginnt das Problem (und vermutlich auch der kommerzielle Erfolg): Sehr viel Wahres wird gemischt mit steilen Thesen und Verschwörungsschrott. Mit seiner Unterteilung in böse «Nato-Medien» und gute «Alternativmedien» – die Sprache rechter VerschwörungstheoretikerInnen – vermittelt er im Buch ein zu simples Bild der Realität. Und gerade in vielen «Alternativmedien», auf die er sich bezieht, findet sich ein unterschwelliger Antisemitismus. ... Als antisemitischer Verschwörungstheoretiker will sich Ganser nicht verstanden wissen: «Immer wieder bekomme ich Mails von meinen Lesern: Ich solle endlich sagen, dass die Welt vom Mossad oder den Freimaurern gelenkt werde. Das ist natürlich Schwachsinn», sagt er. «Schon wenn man die Differenzen zwischen Moskau, Peking und Washington betrachtet: Wie kann man dann glauben, dass all diese Länder im Dienst einer geheimen Macht stehen?»
Eigentlich ist das eine klare Distanzierung. In seinem Buch gibt Daniele Ganser jedoch derartigen Verschwörungstheorien selbst Auftrieb und nimmt sie als Quellen ernst. Und vielleicht geht es bei diesem Widerspruch letztlich einfach ums Finanzielle: Die Grauzone zwischen Wissenschaft und Verschwörungstheorie, in der sich Ganser positioniert, macht ihn in diesen verwirrenden und seltsamen Zeiten vermutlich erst für viele so richtig interessant. Die Säle sind voll, die Gagen hoch, die Gesamtverkäufe seiner Bücher gehen in die Hunderttausende. Seinen Lebensunterhalt bestreitet der Historiker mit seriösem ETH-Label und Orell-Füssli-Verlag im Rücken grösstenteils durch Vorträge – zum Teil bis zu fünf pro Woche. Bei einem Honorar von mehreren Tausend Franken pro Vortrag ein gutes Geschäft. ...
https://www.woz.ch/-768a

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"Universität St.Gallen verteidigt umstrittenen Historiker" (tagblatt, 30. April 2017)
Der Historiker Daniele Ganser fordert seit Jahren eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Terroranschlägen vom 11. September. Dabei stellt er die offizielle Version der US-Regierung in Frage. So auch kürzlich in einer «Arena»-Sendung des Schweizer Fernsehens, die grosse Aufmerksamkeit erregt hatte. Es sei nach wie vor ungeklärt, ob ein Feuer oder eine Sprengung zum Einsturz des dritten Gebäudes WTC7 geführt habe, so Ganser in der Sendung. Wegen solch umstrittener Thesen bezeichnen Kritiker den Historiker als Verschwörungstheoretiker. ... Warum hält die Universität St.Gallen an Daniele Ganser fest? «Die Universität ist dazu da, eine Vielfalt von Stimmen zu Wort kommen zu lassen», sagt Rolf Wüstenhagen, Professor für Management erneuerbarer Energien, der den Kurs gemeinsam mit Ganser betreut. ... Zu den Vorwürfen an Gansers Adresse sagt Wüstenhagen: «Wer ihn einfach als Verschwörungstheoretiker abstempelt, macht es sich zu einfach.» Ganser stelle Fragen, die andere nicht stellten. Es sei auch Aufgabe einer Universität, Themen aus verschiedenen Perspektiven anzuschauen. Gleichzeitig spricht Wüstenhagen von einer Gratwanderung. «Wer immer dieselben Fragen stellt, stösst auch bei Kreisen auf Resonanz, die meinen, es gebe keine Wahrheiten auf der Welt.» Eine solche Gratwanderung stelle hohe Ansprüche an das Urteilsvermögen. ... Ganser verteidigt sein Recht, Fragen zu stellen und Aspekte des 9/11-Terroranschlags in Zweifel zu ziehen. «WTC7 ist ein Denkverbot, kaum jemand traut sich in der Schweizer Wissenschaft, dieses Thema genau zu untersuchen.» Als er an der ETH Zürich dazu forschte, habe es sofort Druck gegeben, diese Forschung einzustellen. Anders als in der Schweiz werde in den USA zu 9/11 geforscht. So untersuche Leroy Hulsey von der Universität Alaska den Einsturz von WTC7 seit drei Jahren und werde im September seine Forschungsresultate vorlegen. ...
http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/ostschweiz/hbos-ostschweiz/Universitaet-St-Gallen-verteidigt-umstrittenen-Historiker;art505748,4969175

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"Ombudsmann kritisiert «Arena»-Sendung" Rainer Stadler (11.4.2017)
Mehr als 500 Personen haben sich über die «Arena»-Ausgabe vom 24. Februar beim Ombudsmann beschwert. Das ist ein Rekord in der 25-jährigen Geschichte der Beschwerdestelle. Die ungewöhnlich hohe Zahl lässt sich teilweise damit erklären, dass über soziale Netzwerke dazu aufgerufen wurde, eine Beanstandung einzureichen. Überdies ging es in der SRF-Sendung um ein Thema, das schnell polarisiert: Verschwörungstheorien. Empörung erregte insbesondere die Art, wie Moderator Jonas Projer einen Diskussionsteilnehmer, den Historiker Daniele Ganser, behandelte.
Den «Arena»-Kritikern gibt nun Ombudsmann Roger Blum in dreierlei Hinsicht Recht, wie er in seiner am Dienstag publizierten Stellungnahme schreibt. Im Vordergrund steht dabei eine E-Mail von Ganser, die Projer in der Sendung publik machte, um zu zeigen, dass der Historiker sich widersprüchlich verhalte. Die E-Mail hatte Ganser an einen Mitarbeiter der SRF-Sendung «Einstein» geschrieben. Projer veröffentlichte sie ohne Einwilligung bzw. Kenntnis von Ganser, was nicht fair gewesen sei, so Blum. Ferner sei es nicht fair gewesen, dem Publikum nur einen Teil der E-Mail bekanntzumachen, obwohl der zweite, weggelassene Teil nach Ansicht des Ombudsmanns in den Zusammenhang der Diskussion gehört habe. Projer hat diesen zweiten Teil später zwar noch vorlesen lassen, doch Blum kam dennoch zum Schluss, dass es der Sendung diesbezüglich an Transparenz mangelte, weshalb sie gegen das Gebot der Sachgerechtigkeit verstossen habe. ...
https://www.nzz.ch/feuilleton/medien/diskussion-mit-daniele-ganser-ombudsmann-kritisiert-arena-sendung-ld.1085656

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"Jonas Projer griff Daniele Ganser unfair an" (Michael Graf / 27. Feb 2017)
Die Arena versprach interessant zu werden, da die Sendung wichtige Themen wie die Rolle der Medien in Demokratien, «Fake News» und das Vertrauen in die Medien diskutieren wollte. Dafür wurde auf der Seite der Medienkritiker der Historiker Daniele Ganser eingeladen. Bereits zu Beginn der Sendung stellte die Arena Daniele Ganser als «umstrittenen Publizisten» vor. Dieses Vorgehen nennt man in den Kommunikationswissenschaften Framing. Indem man Daniele Ganser als «umstritten» betitelt, führt man einen Deutungsrahmen ein. Gansers Aussagen werden dadurch vom ahnungslosen Zuschauer automatisch anders bewertet als jene der anderen Gäste.
Warum nicht einfach sagen, dass Ganser eine Doktorarbeit über «Nato-Geheimarmeen» verfasst hat und dass er die offizielle Version des Einsturzes des Dritten Hochhauses in New York bezweifelt?
Dann wäre Ganser inhaltlich eingeordnet worden, aber nicht als «umstritten» abgewertet. Eine solche Abwertung führt dazu, seine Aussagen in der Sendung zum vorneherein abzuwerten. Damit wird eine faire und ausgewogene Diskussion erschwert. ... «Der emotionale Streit um eine E-Mail zwischen SRF-Moderator Jonas Projer und Publizist und Historiker Daniele Ganser rückte die Glaubwürdigkeit des Schweizer Fernsehens in den Mittelpunkt einer grossen Debatte. ‹Ich war überrascht, dass ich in der Sendung live erlebte, wie Lückenpresse funktioniert›, kritisierte Ganser nach der Sendung.» ...
«Auch in den sozialen Netzwerken wurde die Glaubwürdigkeit des SRF-Moderators und des Historikers kontrovers diskutiert: Jan Flückiger, noch bis Ende Juni Bundeshausredaktor der NZZ, bezeichnete es als ‹unsauber, Leute, die Kritik an offizieller Version von WTC7 ausüben, pauschal als Verschwörungstheoretiker zu diffamieren›. Zudem überraschte er mit folgendem Tweet: ‹Mindestens WTC7 war kontrollierte Sprengung. Das sieht auch ein Laie.›
Dafür erntete er einen Rüffel vom eigenen Geschäftsführer: ‹Wirklich? Wenige Themen der Menschheitsgeschichte sind so gründlich durchleuchtet wie 9/11›, so Veit Dengler, CEO der ‹Neuen Zürcher Zeitung›.»  ...
http://www.infosperber.ch/Medien/SRF-Arena-Daniele-Projer-griff-Daniele-Ganser-unfair-an

Quote
Die ziemlich peinliche «Projer vs Ganser"-Einlage könnte leider über folgendes hinwegtäuschen: Herr Projer und auch Herr Schawinski, beides Medienschaffende, scheinen über Grundlegende Sachverhalte überhaupt nicht im Bild zu sein. Herr Projer behauptet, der Umstand dass einer der Kouachi-Brüder beim Attentat auf Charlie Hebdo seinen Pass in einem der Fahrzeuge habe liegen lassen sei eine Verschwörungstheorie. Dies zeugt von erschreckender Unkenntnis der Vorfälle. Noch extremer finde ich aber die Aussage von Roger Schawinski, keiner der 9/11-Attentäter sei gefoltert worden, dies sei gar nicht möglich, da ja sämtliche Terroristen mit den beiden Flugzeugen in die Türme geflogen seien. Vielleicht sollte Herr Schawinski einmal den 9/11 Commission Report sowie den CIA-Folterreport lesen...oder würde er diese dann als Verschwörungstheorien abtun? Das würde dann aber sehr kompliziert werden, weil das sind ja beides offizielle Berichte. Kurzum: Uns wird gesagt, wir würden in einer sogenannten «Filterblase» leben; nach den beiden oben genannten Aussagen jedoch muss man fragen: In welcher Blase genau will oder muss man leben, um über Ereignisse, welche zu noch mehr Krieg und Elend führen keinen blassen Schimmer zu haben, beziehungsweise haben zu wollen?
Thomas Bissegger, am 28. Februar 2017 um 12:51 Uhr


Quote
Das Verhalten von J. Proyer hat mich auch sehr irritiert. Warum jemanden als Gesprächsgast einladen, wenn man ihn dann von Anfang an diskreditieren will? Die Kritik an Ganser hatte auch keinen Zusammenhang mit dem Arena-Thema, also was sollte das ganze? Völlig schräg.
Stefan Bachmann, am 28. Februar 2017 um 14:27 Uhr


Quote
Was D. Ganser aufgeregt hat, ist der Umstand dass er zum x-ten Mal mit wirklich durchgeknallten, zumeist sektiererischen Jüngern von irgendwelchen bedauernswerten Fantasten in den gleichen Topf geworfen wird und seine Mail dann in gekürzter Form gezeigt wird. Diese Empörung würde ich als legitim betrachten. Die Absichten von Herrn Projer sind mir schleierhaft.

Ich denke es wäre allen gedient, wenn die Begriffe «Verschwörungstheorie» und «Verschwörungstheoretiker» nicht auf diese inflationäre Art und Weise benutzt würden. Diese Begriffe sind Kampfbegriffe, und wenn man sich mit ihrem Ursprung sowie ihrer Verwendung seit den 60er Jahren auseinandersetzt, beginnt man solche Begriffe eher zu meiden, beziehungsweise hellhörig zu werden, wenn sie verwendet werden. In einer Diskussion sind diese Begriffe meist einfach nur da, um das Gegenüber als Irrgläubige/n oder -geleiteten zu bezeichnen und den Disput oft aus Angst vor dem Mangel an Argumenten vorzeitig zu beenden. Was schade ist, denn vielleicht hätte die Diskussion zu einem gemeinsamen Konsens und somit zu einer guten Erfahrung im Sinne einer Bereicherung für beide Parteien führen können.

Bezüglich 9/11: Es ist sehr interessant sich eher mit dem Zuvor sowie mit dem Danach zu beschäftigen, als mit dem geschichtsträchtigen Tag selbst. Für das Zuvor haben Ganser, Bröckers, Talbot und viele andere wichtige Arbeit geleistet. Für das Danach ist unter vielen anderen Graeme MacQueen zu empfehlen. Dann selber abwägen.
Thomas Bissegger, am 28. Februar 2017 um 18:16 Uhr


Quote
AN ALLE DISKUSSIONS-TEILNEHMENDEN: BITTE BETRACHTEN SIE DEN MEINUNGSAUSTAUSCH ALS ABGESCHLOSSEN. REDAKTION INFOSPERBER.
Urs P. Gasche, am 28. Februar 2017 um 18:55 Uhr


Quote
WIR SCHLIESSEN DEN MEINUNGSAUSTAUSCH ZU DIESEM ARTIKEL AB. DIE REDAKTION.
Urs P. Gasche, am 13. März 2017 um 09:17 Uhr


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"Ein umstrittener Wanderprediger" Pierina Hassler (Sonntag, 19. März 2017, 19:00)
Der um­strit­te­ne His­to­ri­ker Da­nie­le Gan­ser tritt im Ho­tel «Bünd­te» in Je­nins auf – und das Pu­bli­kum liegt ihm zu Füs­sen. Er ist ein Wan­der­pre­di­ger, der mit al­len Was­sern ge­wa­schen ist. Auch mit trü­ben. ... Ganser redet über das weltweite Kriegsverbot, das seit der Gründung der UNO gelte. Es gebe nur zwei Ausnahmen: Selbstverteidigung oder ein Mandat des UNO-Sicherheitsrats. Die Realität sei jedoch eine ganz andere, so Ganser. In der Vergangenheit und in der Gegenwart würden illegale Kriege geführt. «Es zeigt, wie die Regeln der UNO und vor allem das Kriegsverbot gezielt sabotiert wurden und welch unrühmliche Rolle hierbei die Länder der Nato spielen.»
Zwischendurch streut Ganser Sätze ein wie «Obama hat keinen Friedensnobelpreis verdient, er ist ein Kriegsverbrecher». Das Publikum applaudiert. Er weist darauf hin, dass die deutsche «Bild»-Zeitung Nato-konform sei. «Wenn die Nato einen Krieg führt, können Sie davon ausgehen, dass ‘Bild’ diesen Krieg lobt.» Das Publikum applaudiert. Selbstverständlich gebe er der Internetplattform «Russia Today» ein Interview zu seinem Buch. «Russland stand der Nato immer kritisch gegenüber.» Das Publikum applaudiert. ... In der Wissenschaft sind Gansers Thesen nicht mehrheitsfähig. Dem Publikum im Saal des Hotels «Bündte» ist dies ziemlich egal. Der Wanderprediger wird weiterziehen. In ein nächstes Dorf, in eine andere Stadt, nach Deutschland und Österreich. Ganser heizt die Stimmung gegen die Medien an. Natürlich gehe es ihm um die Wahrheit, sagt er. Das Publikum liebt ihn für seine Wahrheit. Immerhin hat es an der Vorkasse 49 Franken und an der Abendkasse sogar 59 Franken dafür bezahlt. ...
https://www.suedostschweiz.ch/panorama/2017-03-19/ein-umstrittener-wanderprediger

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"Die Ganser-Wahrheit: die Theorien des Historikers im Fakten-Check" Christoph Zehnder (8.3.2017)
... Daniele Gansers Publikationen stossen in der Fachwelt auf viel Beachtung und werden dort zum Teil auch für ihre Ausführlichkeit gelobt. Andererseits beruft er sich bei seinen Aussagen oft auf fragwürdige Quellen und vermischt auf gefährliche Weise Fakten mit Theorien, wie ein Porträt in der WOZ vom 19. Januar zeigt.
Der Historiker wehrt sich vehement dagegen, in die Ecke der Verschwörungstheoretiker gestellt zu werden. Mit Formulierungen wie «es könnte sein», «es ist nicht auszuschliessen» positioniert er sich als unbequemer Fragensteller auf der sicheren Seite. Gleichzeitig pumpt er damit Frischluft in die Filterblasen der Anhänger von Verschwörungstheorien – ob gewollt oder nicht. ...
https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/die-ganser-wahrheit-die-theorien-des-historikers-im-fakten-check-131082572

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Harald Sigel • vor 2 Monaten

Doch welche Ansichten vertritt Ganser eigentlich und in welchem Verhältnis stehen diese zur «offiziellen» Geschichtsschreibung? Eine Gegenüberstellung

Super!
Als sogenannte Fakten listet ihr im Bericht die "offizielle Version" auf. Genau darum geht es ja bei den Aussagen von Herrn Ganser: Diese "offiziellen" Versionen sind eben oft mehr als fraglich und geben vor allem auf viele Fragen einfach keine Antwort, schönstes Beispiel ist ja wohl der 11. September mit dem WTC7!


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mm566 • vor 2 Monaten

Das hat ja so kommen müssen: die AZ-Medien haben einen Narren an den "Einschaltquoten" Gasner gefressen. Bald, bald kommt der Projer wieder...
Der Artikel ist nicht eben gescheit. Er erzählt uns die "Wahrheiten", welche von staatlichen Seien "geprüft" und für "wahr" befunden worden sind. Tja, man darf halt nicht zweifeln, wenn die staatlichen Instanzen Etwas behaupten. Das wird jetzt dann verboten. So what? - Wir haben dafür ein steuerlich finanziertes Staatsfernsehen, dessen Wahrheitsverbreitung unantastbar ist...


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Ketsch • vor 2 Monaten

Gansers "Behauptungen" (in Anführungs- und Schlussstrichen, da Ganser sich nicht dazu positioniert sondern die offizielle Version in Frage stellt) zu vergleichen mit der offiziellen Version und dies unkommentiert dem Leser zu übermitteln ist nicht gerade ein aufschlussgebender Fakten-Check.
Hauptsache Herrn Ganser am Schluss des Berichts vorwerfen, dass er sich zum Teil auf "fragwürdige Quellen bezieht", rundet das ganze noch ab, dass man sagen kann, dass dies definitiv kein neutraler und objektiver Faktencheck ist, sondern nonverbale Eintrichterung, dass Ganser nicht das ist, was er repräsentiert.

Ansatz nicht schlecht, Umsetzung des Berichts misslungen.

« Last Edit: May 03, 2017, 05:40:36 PM by Link »

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Daniele Ganser...
« Reply #13 on: September 07, 2017, 10:33:24 AM »
"Vorsicht, Verschwörungstheorie!" Jens Wernicke  (Montag, 04. September 2017)
Dr. Daniele Ganser im Interview mit Jens Wernicke Exklusivabdruck aus dem Buch "Lügen die Medien?".
Auf Friedensdemonstrationen trifft man heutzutage angeblich viele Rechte an. Die meisten, die das Völkerrecht verteidigen oder die Auswüchse des Casino-Kapitalismus kritisieren, sind latente Antisemiten. Wer gegen TTIP ist, verbirgt hinter linker Attitüde vielleicht nur dumpfen Nationalismus und Querfront-Sympathie. Und diejenigen, die nicht gleich alles glauben, sondern auf Ungereimtheiten hinweisen und sich der Mehrheitsmeinung nicht per se beugen: Das sollen alles Spinner sein, denn sie glauben an »Verschwörungstheorien«. Was aber meint dieser Begriff eigentlich? Wo kommt er her? Und warum wird er aktuell so häufig verwandt? Darüber sprach Jens Wernicke mit dem Schweizer Friedensforscher Daniele Ganser, den Medien und interessierte Kreise seit einiger Zeit selbst als »Verschwörungstheoretiker« zu diskreditieren versuchen.
https://www.rubikon.news/artikel/vorsicht-verschworungstheorie

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"Anschlag auf die Forschungsfreiheit" (Swiss Propaganda Research - Pressenza Berlin, 26.08.2017)
Den vorläufigen Höhepunkt erreichte die Kampagne gegen den Historiker im Februar 2017, als das SRF in der Polit-Sendung »Arena« Dr. Ganser durch Einblendung eines privaten und gekürzten Emails diskreditieren wollte. Dies führte jedoch zu einer rekordhohen Anzahl Zuschauerbeschwerden und einer Rüge durch die Ombudsstelle.
Dennoch versuchten daraufhin die Ostschweiz am Sonntag, das St. Galler Tagblatt, die NZZ sowie die Aargauer Zeitung mit mehreren Artikeln, die Universität St. Gallen unter Druck zu setzen und zur Stornierung eines Kurses des Historikers zu bewegen. Ein unbeteiligter NZZ-Journalist, der sich im Zuge dieser Aktion anmerken ließ, dass auch er noch offene Fragen zum 11. September 2001 hat, wurde von seinem CEO und anderen Schweizer Journalisten umgehend öffentlich zurechtgewiesen.
Der Redaktionsleiter der SRF Tagesschau bestätigte indessen bereits 2014 in einem bemerkenswerten Schreiben, dass es »offensichtliche Ungereimtheiten« zu 9/11 gebe. Dennoch müsse sich das SRF an die »offizielle Sicht der Dinge« halten. Zudem hätten Journalisten im Falle von 9/11 »keine investigativen Arbeiten zu leisten« – dies sei Sache der US-Behörden, so die SRF-Ombudsstelle.
Forschungsfreiheit ist ein hohes Gut. Doch wie frei sind Schweizer Forscher, wenn es um geopolitisch brisante Themen geht?
https://www.pressenza.com/de/2017/08/anschlag-auf-die-forschungsfreiheit/

"Jan Flückigers Kehrtwende – oder wie man Journalisten mundtot macht" Von Stefan Schaer (Veröffentlicht am: 1. März 2017)
Ich glaube Flückiger, dass er keinen persönlichen Druck aus der Chefetage erhalten hat. Es wäre auch reichlich naiv von Dengler (oder sonst jemandem in der NZZ-Leitung), einem Angestellten eine Denkhaltung zu verordnen. Das Schlimme ist: Klare Weisungen von oben sind gar nicht nötig. All die abschätzigen Bemerkungen, die auf Flückiger eingeprasselt sind, reichen vollkommen, um ihn auf Linie zu bringen. Sie haben ihm klargemacht, was es heisst, sich bezüglich 9/11 aus dem Fenster zu lehnen. Sie haben dem NZZ-Mann gezeigt, dass er seine Zukunft als ernstzunehmender Journalist gefährdet. Flückiger hat deshalb gemacht, was die meisten in seiner Situation tun: einen Rückzieher. ... Wer trotz der Einschüchterung bei seiner Meinung bleibt, endet wie Daniele Ganser – als Verschwörungstheoretiker.
http://www.stefan-schaer.ch/2017/03/01/jan-flueckigers-kehrtwende-oder-wie-man-journalisten-mundtot-macht/

« Last Edit: September 12, 2017, 03:50:35 PM by Link »

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Daniele Ganser...
« Reply #14 on: February 12, 2018, 07:46:11 AM »
Quote
[...] Am Samstag, 3. März, kommt es zum grossen Schaulaufen. Im anthroposophischen Veranstaltungsort «Scala», einem ehemaligen Basler Kino in der Freien Strasse, treten mit Daniele Ganser, Ken Jebsen und Elias Davidsson gleich drei Redner aus der ersten Fraktion der deutschsprachigen Verschwörungsmystiker auf.

An der öffentlichen Tagung referieren sie über «Terror, Lüge und Wahrheit». Wer sich die geballte Einigkeit anhören will, dass die Welt von okkulten Mächten gesteuert werde und die grossen Terroranschläge der vergangenen Jahrzehnte Inszenierungen von Geheimdiensten gewesen seien, kann ein Ticket zu sechzig Franken erwerben.

Zahlen und Fakten: Die Steiner-Bewegung

Die Anthroposophie ist eine von Rudolf Steiner (1861–1925) gegründete esoterische Weltanschauung. Sie verbindet Elemente des deutschen Idealismus, christlicher und fernöstlicher Mystik mit naturwissenschaftlichem Wissen. Sie zählt nach eigenen Angaben 47 000 Mitglieder, die der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft angeschlossen sind, aber angeblich eine Million Sympathisanten weltweit.

In der Schweiz gibt es 36 Rudolf-Steiner-Schulen und 93 Vorschulangebote, die von 7100 Kindern besucht werden. 43 heilpädagogische Einrichtungen arbeiten nach Steiner-Regeln. 200 Arzt- und Zahnarztpraxen sowie drei Kliniken arbeiten auf anthroposophischen Grundlagen.

Mit Weleda verfügt die Bewegung über einen Pharma- und Kosmetikhersteller, der einen Umsatz von über 300 Millionen Franken erwirtschaftet. Alleine in der Schweiz arbeiten 244 Landwirtschaftsbetriebe nach den sogenannten Demeter-Richtlinien. Mit der GLS-Gemeinschaftsbank eröffneten die Anthroposophen 1974 ihre erste Bank. 1984 wurde die Freie Gemeinschaftsbank gegründet. Die Bilanzsumme aller Finanzinstitute beträgt zwei Milliarden Euro.

Das Zentrum liegt im solothurnischen Dornach, wo prominent das Goetheanum steht. Vor allem die Gemeinden Dornach und Arlesheim zählen eine grosse Zahl anthroposophischer Einwohner.

In Basel-Stadt ist die Bewegung vielfach präsent. Neben dem «Scala» betreibt sie das «Unternehmen Mitte», ein beliebter Treffpunkt im Herzen der Stadt. Es war das Zentrum der abgelehnten Volksinitiative für ein Grundeinkommen. Über die Stiftungen Edith Maryon und Habitat mischen die Anthroposophen aktiv in der städtischen Immobilienpolitik mit. Sie trugen die basel-städtische Bodeninitiative mit dem Ziel, den Boden der Spekulation zu entziehen. (cm)


Der Paracelsus-Zweig, eine Gruppierung, die der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft angeschlossen ist, vermietet nicht bloss die Lokalität, sondern tritt als Veranstalterin auf. Präsident Marcus Schneider sieht im Aufmarsch kein Problem. Er sagt: «Das ist doch interessant.» Er plädiere für ein «offenes Geistesleben». Die Einseitigkeit sei gerechtfertigt zur Einseitigkeit, die einem sonst durch die Medien «um die Ohren geschlagen» werde. Die Vorträge hätten eine «hygienische Funktion» und seien ganz im Sinn von Rudolf Steiner, da man versuche, «hinter die Kulissen» zu schauen.

Dass sich in der breiten Bewegung der Anthroposophen schon immer neurotische Esoteriker, Geschichtsrevisionisten (vor allem zum Ersten Weltkrieg) und selbst Holocaust-Leugner tummelten, ist bekannt. Doch in Zeiten von «Fake News» und von Verschwörungsszenarien, die über die sozialen Medien leichte Verbreitung finden, geraten die Steiner-Schüler zunehmend in den Einfluss von Agitatoren, die vom Wirken dunkler Mächte schwadronieren. Mit der Veranstaltung im «Scala» kommen die Konspiratisten der anthroposophischen Zentrale, dem Goetheanum in Dornach SO, nun sehr nahe.

Die Art, wie Rudolf Steiner seine esoterische Sekte begründete, macht sie angreifbar. Zum einen verbreitete Steiner selbst Okkultismus und bietet mit seinen mystischen Ausführungen zu einer «geistigen Welt» vielfältige Anknüpfungspunkte für wirres Gedankengut. Zum anderen verhindert sein Dogma – die Glaubensfreiheit des Individuums – jede Form eines institutionellen Korrektivs. Anders als die Katholische Kirche, die Abweichler in frühen Zeiten auf den Scheiterhaufen band und heute exkommuniziert, ist die Steiner-Bewegung ungeschützt gegen Unterwanderung: Eine verbindliche Lehre gibt es so wenig wie eine «Lehrgewalt» und/oder eine «Weisungsbefugnis». Die einzige Wahrheit liegt in Steiners Wort beziehungsweise in dessen unzähligen Schriften. Nach Abschluss der Monsteredition im Jahre 2025 umfasst dessen Werk vierhundert Bücher. Wer sucht, findet darin für jede Lebenslage die treffende Referenz.

Wortklärung: Kampf um Begriffe und Gegenbegriffe

Ganser und Konsorten lehnen es ab, als «Verschwörungstheoretiker» bezeichnet zu werden. Dies sei zu einem abwertenden Kampfbegriff gegen sie geworden. Darauf zu verzichten, macht durchaus Sinn, wenn auch aus anderen Gründen: Der Begriff «Verschwörungstheoretiker» würde beinhalten, ihre Szenarien beruhten auf einer wissenschaftlich fundierten Theorie. Treffender ist die Bezeichnung «Verschwörungsmystiker», da sich ihre Weisheiten letztlich in überweltlichen Geisteswelten findet.


Treibende Kraft der «Scala»-Veranstaltung ist der anthroposophische Verleger, Publizist und Vortragsredner Thomas Meyer. Mit der Zeitschrift «Der Europäer» und seiner «Perseus»-Buchreihe führte Meyer bisher selbst innerhalb der Steiner-Bewegung ein Nischendasein. Aufsehen erregte er, als er die Autorin Barbro Karlen promotete, die behauptet, eine Inkarnation von Anne Frank zu sein. Finanziert wird seine Tätigkeit von einem Förderverein, der auf der Liste der gemeinnützigen, also steuerbefreiten Organisation figuriert.

Unter Zutun des Paracelsus-Zweigs öffnet Meyer nun das Tor für Verschwörungsmystiker wie Ganser und Jebsen, die bisher in der Öffentlichkeit wenig mit der Steiner-Bewegung in Verbindung gebracht worden sind.

Das Duo füllt in Deutschland Säle mit einem gläubigen Publikum, das sich vornehmlich aus rechten Kreisen, «Reichsbürgern», Pegida- und AfD-Anhängern rekrutiert. Seriöse Medien geben ihnen immer weniger Plattform für das Ausbreiten ihrer Szenarien, was sie selbstredend als Teil dieser Verschwörung «entlarven». Sie sind zunehmend auf Publikationen wie das «Compact»-Magazin angewiesen, das von der «Zeit» spöttisch als «Hauspost für die Wütenden» bezeichnet wurde. Mit der anthroposophischen Bewegung öffnen sich Rednern wie Ganser, Jebsen oder Davidsson Kreise, die empfänglich sind für alternative Fakten.

Ganser, der zwölf Jahre lang die Basler Steiner-Schule besuchte, hatte zunächst eine seriöse wissenschaftliche Karriere eingeschlagen, bis er sich nach 9/11 zu einem führenden Vertreter der deutschsprachigen «Truther-Szene» entwickelte. An der Universität Basel verlor er den Lehrauftrag, nun arbeitet er als «Friedensforscher» seines eigenen «Swiss Institute for Peace and Energy Research» (SIPER). Ganser trat in Deutschland schon in verschiedenen Waldorfschulen auf, in denen Steinersche Pädagogik gelehrt wird. 2015 gab er der Zeitschrift «Das Goetheanum», einem Zentralorgan der Bewegung, ein langes Interview. Darin kokettiert er mit dem von Steiner besungenen «freien Willen». Als «neue Medienkompetenz» bezeichnet er in diesem Zusammenhang, dass man «nicht mehr passiv konsumiert, sondern aktiv auswählt und sich abgrenzt von dem, was einen nicht interessiert.» Was nicht unvernünftig klingt, ist gleichzeitig eine Blaupause, weshalb man die «Lügenpresse» nicht mehr beachten müsse und sich stattdessen «aktiv» für alternative Medien entscheiden könne.

Ein solches Alternativmedium bietet Jebsen, der seinen richtigen Namen nicht preisgibt. Jebsen, ebenfalls ein Steiner-Schüler, war bis 2011 Berliner Radiojournalist, verlor seine Stelle aufgrund antisemitischer Äusserungen, die er dann doch nicht so gesagt haben wollte. Seither ist er als agitatorischer Redner unterwegs und verbreitet unter dem Label «KenFM» Youtube-Clips. Ganser ist sein häufiger Gast.

Eine besondere Biografie zeichnet Elias Davidsson aus, ein in Palästina geborener, in Island lebender und in Basel ausgebildeter Pianist und Komponist. Er fiel vor zwanzig Jahren auf, als er unter dem Aktenzeichen S182.96/97 die Basler Regierung anzeigte. Er behauptete, sie mache sich der Rassendiskriminierung schuldig, indem sie zum 100. Jahrestag des Zionistenkongresses beitragen wolle. Denn der Zionismus sei eine rassistische Ideologie. Die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren wegen «Fehlen eines subjektiven Tatbestands» ein. Davidsson legte Beschwerde ein, mit der er vor Gericht abblitzte.

Der Musiker, der während seiner Studienzeit an der Steiner-Schule den Eurythmieunterricht am Klavier begleitete, sieht nach 9/11 die Geheimdienste am Wirken, wenn sich ein neuer Terroranschlag ereignet. Seit einem Jahr hat er eine neue Mission: Der Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt sei ein Fake, es sei nie ein Lastwagen in die Menschen gefahren.

Die Anthroposophen verstehen sich als geistige Bewegung. Treten sie den politischen Kampf an, wie mit der nationalen Initiative für ein Grundeinkommen oder auch der Basler Bodeninitiative, so unterlassen sie es, auf die ideologische Fundierung durch Steiners Lehren hinzuweisen. So, als hätte das eine mit dem anderen nichts zu tun. Die «politische Unschuld» ist mit ihren neuen Rednern schwer nicht zu vereinbaren. Deren Positionen sind offen Russland-freundlich, antiamerikanisch und antizionistisch.

Der grüne Politiker Gerold Häfner war dreimal gewähltes Mitglied des Deutschen Bundestages und bis 2014 Europaparlamentarier. Politisch setzte er sich für mehr Bürgerrechte ein, nun ist er Leiter der Sektion Sozialwissenschaften der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft. Das Einzige, was ihm auf Anfrage zur «Scala»-Veranstaltung einfällt, stammt aus dem rhetorischen Standardbaukasten: «Wir nehmen nicht urteilend Stellung zu Ankündigungen anderer Veranstalter.» Und: «Anthroposophie setzt sich für die Freiheit jedes einzelnen Menschen sowie für ein freies Geistes- und Kulturleben ein.» Dazu gehörten die Denk- und Redefreiheit sowie auch das Recht, Veranstaltungen durchzuführen.



Aus: "Rudolf Steiner: Verschwörungsmystiker wie der Basler Daniele Ganser kapern Rudolf-Steiner-Bewegung" Christian Mensch (8.2.2018)
Quelle: https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/verschwoerungsmystiker-wie-daniele-ganser-kapern-rudolf-steiner-bewegung-132179380
« Last Edit: February 12, 2018, 11:14:46 AM by Link »

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Daniele Ganser...
« Reply #15 on: February 12, 2018, 12:02:37 PM »
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Kommentare zu: "Rudolf Steiner: Verschwörungsmystiker wie der Basler Daniele Ganser kapern Rudolf-Steiner-Bewegung" von Christian Mensch (8.2.2018)


Blue, 02/2018
Wer die Frage stellt, ob es bei den Kriegen der USA allenfalls um Rohstoffe gehen könnte und nicht um das Verbreiten der Demokratie ist in den Augen der AZ also ein "Verschwörungsmystiker". Oder hat es allenfalls damit zu tun, dass Ganser sagt, man müsse die Inhalte der Massenmedien interpretieren und nicht einfach glauben? Fühlt man sich da auch bei der AZ angegriffen? Ich wünschte mir einen sachlichen Umgang der AZ mit Ganser.

Marcel M. Pfister @Blue
Sie dürfen sich wünschen, was Sie wollen, Mr/Mrs "Blue". Wir leben ja schliesslich in einem freien Land. Dasselbe gilt allerdings umgekehrt ebenso. Wer 2017 allen Ernstes noch meint, dass die USA (oder andere...) "Kriege wegen Rohstoffen" führt hat irgendwie die letzten 20 Jahre verschlafen.

SandyK Marcel M. Pfister
@M.Pfister, dann waren sie aber im Tiefschlaf!

Amrein Silke
@Marcel M. Pfister
Wegen was führen sie denn Krieg? Für den Weltfrieden etwa?

no23 Marcel @M. Pfister
Also sind Ihrer Ansicht nach all die Kriege im Iran, im Irak, in Lybien, in Syrien keine Kriege um Rohstoffe (Öl, Gas, Pipelines...)? Überall da waren die USA und andere Westliche Länder drin verwickelt. Worum geht es diesen Ländern denn sonst noch? Um Verbreitung von Demokratie? um Förderung von Menschenrechte? Das wäre ja zu schön.

Martina Engstl @Marcel M. Pfister
Ein Zitat von Egon Bahr (deutscher SPD Politiker): "In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal, was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt."...

fifi Marcel @M. Pfister
Ich halte Ganser und Konsorten für durchgeknallte Spinner, aber was die USA hinterlassen haben in den Kriegsgebieten, hat mit "Demokratie" nun tatsächlich nichts zu tun. Da darf man sich durchaus die Frage stellen, was sie wirklich beabsichtigt haben.

Bernhard Spirkl
Ja, die katholische Kirche hat das wirklich vorbildlich gelöst, Herr Mensch: "Anders als die Katholische Kirche, die Abweichler in frühen Zeiten auf den Scheiterhaufen band und heute exkommuniziert, ist die Steiner-Bewegung ungeschützt gegen Unterwanderung: Eine verbindliche Lehre gibt es so wenig wie eine «Lehrgewalt» und/oder eine «Weisungsbefugnis»."
Verstehe ich das richtig, Herr Mensch, dass sich die Anthroposophen ein Beispiel an diesem klaren und unmissverständlichen Umgang mit Abweichlern nehmen sollten? Ein kleines aber feines Autodafé auf dem Goetheanum Hügel so ab und an, wäre natürlich ein guter Schutz gegen solche "Unterwanderungen". Sehr gut argumentiert! Weiter so! Ich beginne die Aargauerzeitung und ihren tiefsinnigen Humor wirklich langsam zu schätzen. Auch der Artikel: Die Ganser-Wahrheit: die Theorien des Basler Historikers im Fakten-Check zeigt, dass hier wahre Meister des Journalismus am Werk sind.

H.Chi
Ach (Christian) Mensch...Besuchen Sie doch zuerst einmal selbst einen Vortrag von Dr. Daniele Ganser, bevor sie irgend eine Meinung verbreiten, die sie gelesen haben. Dann wüssten sie es besser, nämlich, dass Ganser keine Thesen aufstellt, sondern kritische Fragen stellt und wenig beachtete Fakten in ein anderes Licht rückt. Ganser ist ein Historiker, das hat nichts mit Verschwörungsmystiker zu tun. Wenn sie persönlich etwas gegen Ganser haben, dann schreiben sie ihm doch persönlich einen Hassbrief. Aber belästigen sie bitte nicht die AZ-Leser mit ihrer persönlichen Meinung. Die interessiert niemanden.

Martin Hess @H.Chi
Doch hochi, mich interessiert die Meinung von Hrn. Mensch.

Dörflinger André
Mich auch. Mich interessieren alle kontroversen Meinungen!

up45
Ich habe noch selten einen derart unneutralen, undifferenzierten und dem Journalismus unwürdigen Artikel gelesen.

René Edward Knupfer
Dass sich die Anthroposophie im Dunstkreis der «braunen Esoterik» bewegt und eine offenkundige Affinität zu Verschwörungstheorien verschiedenster Art aufweist, wurde bereits durch ihren Begründer Rudolf Steiner so angelegt. ...

F.Flubacher
Der Artikel ist gut recherchiert und absolut unpolemisch. Eigenartig,dass dies als "Hasstiraden" bezeichnet wird. Steiner selbst schrieb ja so tolle Sachen wie, «Die weisse Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse» ( GA, Bd. 349, S. 52) oder "Das Judentum als solches hat sich aber längst ausgelebt, hat keine Berechtigung innerhalb des modernen Völkerlebens, und dass es sich dennoch erhalten hat, ist ein Fehler der Weltgeschichte" (GA 32). Die diesem Kontext ist zu verstehen, warum aus antroposophischer Sicht die "Achse des Bösen" USA-Israel heissen muss. Gerne wird die Antroposophie als idealistische Bewegung dargestellt. Gerade in Basel hat sie aber auch eine realpolitische Komponente, welche weit in die Verwaltung hineinreichen. Es ist ein Netzwerk, welches nicht zu unterschätzen ist und über dessen politische Agenda nur spekuliert werden kann. Die Nähe zu Kreisen, welche Terroranschläge als "Fake" abtun, lässt erahnen, in welch trüben Gewässer die Steiner-Bewegung inzwischen herumdümpelt.

Amrein Silke F.Flubacher
Es gibt bei den Anthroposophen schon viel Verschrobenes, aber Verschroben sind auch all unsere Religionen... so etwas wie die jungfräuliche Geburt, all die Engelserscheinungen mit ihren Aufträgen, der Teufel als Sündenbock für alle menschlichen Unzulänglichkeiten sollten für Menschen des 21. Jahrh. auch nichts mehr als Verschrobenheiten sein. Aber scheinbar will man angelogen sein oder auch sich gerne selbst belügen. Wenn wir so etwas dulden, dann bitte auch die Anthroposophen und den Ganser.

Donat Kamber
Lieber Herr Christian Mensch, die Schlagzeile über ihrem Artikel hätte richtigerweise lauten müssen „Journalist Christian Mensch kapert Basellandschaftliche Zeitung für seine beeindruckenden und fantasievollen Verschwörungstheorien“

Patrick Mayer
Der diffamierende Ton in Ihrem Text Herr Mensch ist selbst entlarvent. ...

Martin Hess
... Für meinen Geschmack schlägt da der Autor etwas blind um sich. Eine einseitige Veranstaltung mit sogenannten Verschwörungsmystikern ist aber wirklich eine reine Zeitverschwendung und erinnert mich an eine Sekten-Zeltmission. Verschwörungstheorien sind Thesen, die es mit kriminalistischen und wissenschaftlichen Methoden zu belegen gilt. Ebenso müssen die Gegenthesen geprüft werden. ...

Jay
Was für ein unglaublicher Hetzartikel. Seriöser Journalismus ist etwas anderes. Die Verschwörungsmystiker ist hier wohl eher die AZ Medien.
Ganser stellt unbequeme Fragen und wer sich seine Aussagen mal genau anhört entdeckt viele wichtige Fragen sich die sonst niemand stellen wagt.
Ich empfinde es als Faustschlag ins Gesicht des Journalismus, wenn "seriöse" Medien derart diffamierend gegen eine Person vorgehen. Und alles andere als seriös...

Thomas Binder
Wir müssen endlich aufhören, Gläubige der mit Abstand durchgeknalltesten aller mir bisher bekannten (Ermittlungs)hypothesen aka Verschwörungstheorien, "20 Alkohol trinkende und Cocain sniffende Moslems, einer davon an der Dialyse, überwanden mit Teppichmessern die gesamten USA und die Naturgesetze", noch für für voll zu nehmen. In einem einzigen Abschnitt wie diesem ist sie schon erledigt:
Die drei "Ereignisse", weit gehend symmetrischer Totalkollaps im weit gehend freien Fall weit gehend exakt in ihre Fundamente, inklusive sicht- und hörbarer Explosionen und partieller Pulverisierung, WTC1, 2 und 7 am 11.09.2001 in Manhattan setzen das "Versagen" jeweils mindestens hunderter, eher tausender Stahlträger an exakt definierten Stellen zu exakt definierten Zeitpunkten in perfekter zeitlicher und räumlicher Koordination voraus. Eine derartige perfekte Ordnung hunderter, eher tausender voneinander unabhängiger Ereignisse in Raum und Zeit gibt es im Universum, in dem es nur mit rechten Dingen zugeht und in welchem die Entropie ihrer Maximierung zustrebt, nicht. Sie kann nur durch Menschen induziert sein oder durch die Hand Gottes. Wir müssen uns für die eine oder für die andere Variante entscheiden. Ich entscheide mich dafür, dass diese unnatürliche Ordnung durch Menschen induziert sein musste. Die 20 Moslems können die drei kontrollierten Sprengungen aber nicht vorbereitet haben, weil sie hierfür wochen- bis monatelang völlig freien Zugang zu den drei Gebäuden hätten gehabt haben müssen, was sie nachweislich nicht hatten.
Es ist deshalb die Aufgabe von Ermittlern aka Verschwörungstheoretikern, die wirklichen Verschwörer zu entlarven.
Wer die Durchführung einer unabhängigen Untersuchung aktiv behindert, macht sich strafbar wegen Beihilfe zur Vertuschung von Massenmord.

ice401sbb
Wer schon Vorträge von Ganser auf YouTube gesehen hat weiss, das sie immer nach dem gleichen Schema ablaufen. Ich habe mir zweimal angetan, den letzten Video-Vortrag zum Syrien-Konflikt auf Youtube anzuschauen, einzelne Abschnitte mehrmals. Das können sich nur Leute antun, die ebenfalls an Verschwörungstheorien glauben und hier ihre Meinung bestätigt bekommen wollen. Dieser Vortrag dient nicht zur Wahrheitsfindung, das Drehbuch ist so verfasst, dass zuerst Andersdenkende/Medien diffamiert werden, dann wird das "Böse" mit aus dem Kontext gerissenen Auszügen aus Dokumenten, Artikeln, Interviews usw., als Beweise für seine Theorien, bezeichnet. Wobei er hier Fakten mit Mutmassungen und Fantasie fröhlich vermischt, garniert mit ein paar Sprüchen, wie es Sektenanhänger gerne hören! Interessant ist, das er im Vortrag auf einer Folie sowohl Erich Gysling wie auch Ulrich Tilgner erwähnt - die, denke ich, garantiert nicht seine Theorien bestätigen würden - ich habe selber einen Vortrag von Ulrich Tilgner zum Nahost-Konflikt gehört.
Am Schluss ist jedem klar, die Sonne kreist um die Erde und diese ist eine Scheibe und die Amerikaner und NATO sind daran schuld! Der Rest über NATO und die UNO, über die Ganser bei jeder Gelegenheit herzieht ist auf demselben Niveau wie Diskussionen über "Chemtrails" oder die Umweltverschmutzung durch die E-Mobilität bzw. Herstellung der Akku/Fahrzeuge.

Martin Bartonitz
Wer so einen unterirdischen Artikel abliefert, der vor Hetze nur so trieft, der kann entweder die Werke von Dr. Ganser nicht gelesen, seine Vorträge nicht angehört haben, oder dafür bezahlt werden, Kritiker einer scheinbar gesetzten Meinung zu dissen. Intelligent ist anders.

Giovanni Consiglio
Angezeigt wäre es, Kritik objektiv und nicht derart faktenfern zu üben. Bessere Autoren engagieren. Der Artikel ist derart tendenziös gestaltet und verrät in seiner Wortwahl und Vermischung und Aneinanderreihung von Platitüden und Halbwahrheiten die dahinter steckende Absicht wie es plumper kaum zu überbieten ist. Der Lebensfrust des Verfassers quillt plakativ aus jeder Zeile.

Waco Johnny Dean
Da die Journalisten der europäischen Massen-Medien unterrichtet werden, wie und was sie zu berichten haben, machen sie bei solcherart Rufmord-Kampagnen wie hier gegen Ganser stets freudig mit. Jeder, der die Wahrheit sucht, ist mittlerweile ein Verschwörungstheoretiker oder, wenn die Person besonders missliebige Positionen vertritt, ein Wutbürger oder Rechtspopulist (das Fertigmachen mit der Moralkeule ist bestens eingeübt und funktioniert noch wunderprächtig). Die Erwähnung von Begriffen wie Atlantik-Brücke oder Bilderberger macht mich jetzt sicher auch zum Verschwörungsmystiker. Die Leute sollten sich aber wirklich langsam fragen, welche Agenda hier auf diesem Planeten eigentlich durchgezogen wird, denn dieser ganze Wahnwitz müsste eigentlich auch sich noch im Tiefschlaf befindliche Mitbürger langsam aufwachen lassen. Nein, rational lassen sich all diese Vorgänge nicht mehr erklären, auch wenn es hier einige Leute wieder versuchen.

T-Bone
Peinlicher Artikel.

L. Rykart
Wird wie immer ablaufen: Ganser wird suggerieren, die USA und die Nato seien an jedem noch so unbedeutendem Unglück der letzten hundert Jahre schuld und wird wie stets dazu aufrufen, solch hochseriöse alternative Propagandamedien wie RT, Sputnik oder NuoViso zu konsumieren. Jebsen wird gewohnt cholerisch auf alles und jeden eine Schimpftirade loslassen und für die obligate Prise Antisemitismus und noch dämlichere Verschwörungstheorien (als die ohnehin schon fix im Programm stehenden) wird Davidsson besorgt sein. Business as usual also.

Thomas Binder
Immer wenn wir über etwas nachdenken, reden oder schreiben, müssen wir uns zuallererst mit der derzeitigen Konnotation und mit dem derzeitigen Gebrauch der verwendeten Begriffe vertraut machen und diese bei Bedarf erklären. "Verschwörungstheoretiker" und "Verschwörungstheorie" sind Diffamierungs- und Kampfbegriffe gegenüber Aufgeklärten in der immer kritischer werdenden Bevölkerung.
Verschwörungstheoretiker: Von der CIA im Zuge der enormen Kritik an der "magic bullet" der Warren Commission 1967 reanimierter Diffamierungs- und Kampfbegriff, der von kriminellen Verschwörern, zwei oder mehr Menschen, die in geheimer Absprache Verbrechen begehen, und deren (un)bewussten Helfern als psychologische Operation systematisch eingesetzt wird zur Diffamierung der Untersuchungsbehörden ihrer Verbrechen und der mutigen Bürger, welche deren Untersuchung fordern, zwecks Verunmöglichung der Untersuchung ihrer Verbrechen und Vereitelung ihrer Verurteilung und Bestrafung.
Verschwörungstheorie: Von der CIA im Zuge der enormen Kritik an der "magic bullet" der Warren Commission 1967 reanimierter Diffamierungs- und Kampfbegriff, der von kriminellen Verschwörern, zwei oder mehr Menschen, die in geheimer Absprache Verbrechen begehen, und deren (un)bewussten Helfern als psychologische Operation systematisch eingesetzt wird zur Diffamierung der von den Untersuchungsbehörden ihrer Verbrechen und den mutigen Bürgern, welche deren Untersuchung fordern (Verschwörungsthoretikern), aufgestellten Ermittlungshypothesen zwecks Verunmöglichung der Untersuchung ihrer Verbrechen und Vereitelung ihrer Verurteilung und Bestrafung.
Wenn wir nicht frühzeitig Ignoranz als ignorant, Intoleranz als intolerant, Respektlosigkeit als respektlos, Unanständigkeit als unanständig, Rassismus als rassistisch, Narzissmus als narzisstisch, Psychopathie als psychopathisch und Faschistoides als faschistoid benennen, werden wir nicht mehr dazu kommen, Faschisten im Mantel dieser Ideologie oder jener Religion als Faschisten zu bezeichnen.
"Verschwörungstheoretiker" sind bestenfalls geniale Ermittler, welche Ermittlungshypothesen aufstellen und diese der Reihe ihrer Wahrscheinlichkeit nach, in erster Linie aufgrund der Frage nach dem Motiv (cui bono?), abarbeiten bis die Täter einer unethischen oder kriminellen Verschwörung überführt sind, schlimmstenfalls ungefährliche Spinner.
Verschwörungsignoranten, - leugner und -praktiker sind bestenfalls verblendete Adepten unethischer oder krimineller Menschen, schlimmstenfalls die Drahtzieher von Diffamierungen einzelner Menschen, der Entmenschlichung ganzer Gruppen von Menschen oder von (Welt)kriegen.
Sobald wir, in erster Linie natürlich unsere Medien, letztere und deren PRopaganda frühzeitig entlarven, benennen und erklären, gibt es keine schweren Konflikte, keine Völkermorde und keine Kriege mehr. Setzen wir ihnen, für alle sichtbar, frühzeitig den "goldenen Aluhut" auf. Denken wir aber immer daran, dass wir auch deren Fäden folgen müssen, um die gefährlichsten Menschen überführen zu können, deren Puppenspieler, welche sich immer im unsichtbaren Hintergrund aufhalten und bisweilen lebenslang verwahrt gehören.
"During times of universal deceit, telling the truth becomes a revolutionary act.” (George Orwell)
In 1967, the CIA Created the Label "Conspiracy Theorists" ... to Attack Anyone Who Challenges the "Official" Narrative:
https://www.zerohedge.com/news/2015-02-23/1967-he-cia-created-phrase-conspiracy-theorists-and-ways-attack-anyone-who-challenge

 Andreas Kriesmer • vor 4 Tagen

Der Author dieses Artikels agitiert, bewertet und diffamiert in einer Art und Weise, die mit objektivem Journalismus nicht mehr das geringste zu tun hat. Wer so in den Schmutz zieht, ohne sich mit den eigentlichen Kernaussagen dieser Leute bzw. wirklichen Argumenten zu befassen, ist bestenfalls als Schmierfink zu betiteln. Ein gelernter Journalist mit auch nur etwas Berufsehre im Leib bringt sowas eigentlich nicht zustande, nicht mal unabsichtlich.
Hier in Auszügen ein paar Schlagworte in der Reihenfolge ihrer Verwendung im Artikel. Da bekommt man einen Eindruck von der mentalen Kapazität und Ausrichtung des Verfassers: Verschwörungsmystiker; Propagandisten einer Weltverschwörung; Aufmarsch; neurotische Esoteriker; Geschichtsrevisionisten; Holocaust-Leugner; Agitatoren, die vom Wirken dunkler Mächte schwadronieren; esoterische Sekte; Okkultismus; mystischen Ausführungen; wirres Gedankengut; Unterwanderung; gläubigen Publikum; rechten Kreisen; «Reichsbürgern»; Pegida- und AfD-Anhängern; Hauspost für die Wütenden; alternative Fakten; antisemitischer Äusserungen; agitatorischer Redner; ideologische Fundierung durch Steiners Lehren; offen Russland-freundlich; antiamerikanisch und antizionistisch...

Marcel M. Pfister
Scharlatane wie "Dr" Daniele Ganser oder dieser unsägliche Jürgen Todenhöfer sind so etwa das Peinlichste, was aus unserem nördlichen Nachbarland angibt, sich in der Geopolitik oder gar in der Nahostpolitik auszukennen. ... Ich kann gar nicht so stark schielen, wie ich die Augen rollen möchte.

Vonne Fitz
Bitte weniger Polemik. Es ist müßig über Propaganda der „ Verschwörungsmystiker“ zu lesen, wenn der Autor auf selbiges zurückgreift. Ich kann hier nur noch müde mit dem Kopf schütteln.

Marycri
Ich nenne diesen Artikel Verschwörung gegen Ganser und Jebsen. Jeder, der den beiden zuhört und die Fakten verfolgt und sich nicht nur über solch ein schmieriges Geschreibsel informiert, begreift das sofort. Was für ein billiger, wirklich jämmerlicher, deutlich auf Meinungsmache ausgerichteter Artikel!

André
Ich hoffe schwer, dass solche jurnalistische Ergebnisse irgendwann der Vergangenheit angehören. ...

Marcel
Mal zurück zu ihrem "Faktencheck", werte Aargauer Zeitung. Ihre "Recherche" zb. zu 11/9: Es wurden 4 Flugzeuge gekapert, 2 flogen ins WTC, eins ins Pentagon, eins stürzte ab...... Ist das tatsächlich investigativer Journalismus, ist das Analyse oder kann das schlicht weg? Warum veschweigt man wieder besseres Wissens und wie so oft, das AUFGRUND des unbestritten dort tatsächlich stattgefundenen Anschlages ein trittes WTC Gebäude eingestürzt ist, und das hierzu ca. 3000 Ingeneure, Statiker und Baufachexperten die offiziellen Untersuchungsergebnisse zu WTC7 anfechten. Man könnte dies ja in einem "Faktencheck" der auch seinem Namen gerecht wird, zumindest erwähnen, oder ist das einfach zuviel (an Courage) verlangt?

...



Kommentare zu: "Rudolf Steiner: Verschwörungsmystiker wie der Basler Daniele Ganser kapern Rudolf-Steiner-Bewegung" Christian Mensch (8.2.2018)
Quelle: https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/verschwoerungsmystiker-wie-daniele-ganser-kapern-rudolf-steiner-bewegung-132179380

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Daniele Ganser...
« Reply #16 on: March 09, 2018, 10:11:45 AM »
Quote
[...] Vier Vorträge zum Thema Nachhaltigkeit waren in den kommenden Monaten in Winterthur geplant. Nun wird der Auftakt der Reihe, Daniele Gansers Beitrag «Der globale Kampf um Erdöl und Erdgas: Warum wir die Energiewende brauchen», aus der Reihe ausgelagert, wie der «Landbote» schreibt.

Ausschlaggebend ist der Rückzug des Hauptsponsors, der Versicherung Axa. Man habe im Unternehmen wachsende Bedenken gehabt, ob man sich als Plattform für den kontrovers diskutierten Ganser und damit indirekt für seine Theorien engagieren soll, erklärt die Versicherung ihren Schritt. So vertrete Ganser in der Öffentlichkeit auch Positionen zu den Ereignissen in New York am 11. September 2001, denen die Axa sehr kritisch gegenüberstehe. Ganser bezweifelt, dass die Anschläge alleine auf das Konto von Terroristen gehen. Er mutmasst, die US-Regierung könnte den Angriff absichtlich zugelassen oder sogar aktiv geplant und ausgeführt haben.

Der Organisator der Vortragsreihe «Eine Welt», Daniel Bühler, bekannt als Macher der Winterthurer Afro-Pfingsten, äussert ein gewisses Verständnis für den Entscheid. Trotzdem sei er erstaunt über die Polemik, die um Ganser entstanden sei. Er sei nicht unumstritten, aber es gelte, die Meinungsfreiheit zu respektieren. Bühler findet, man solle niemandem den Dialog verweigern. Ganser zeigt sich hingegen überrascht: «Das habe ich noch nie erlebt», sagt er der Zeitung. «Gerade Versicherungen müssten doch ein Interesse daran haben, den Terroranschlag gründlich zu durchleuchten.»

Das Casinotheater hat den Veranstaltern ebenfalls die Verwendung seines Logos auf dem Ticket zu Gansers Vortrag verboten. Auch deshalb, weil nur ein Vortrag der Reihe, jener des SPD-Politikers Ulrich von Weizsäcker, im Casinotheater stattfinde. Dem Interesse für Gansers Vortrag tut dies offenbar keinen Abbruch. Das Interesse sei gross, schreibt der «Landbote».

Bereits beim Auftritt Gansers vor einem Jahr in Winterthur gab es streit um die Logos auf den Tickets der Veranstaltung. Damals ging es um das Logo von Winterthur Tourismus. Der Vorfall hatte eine Anfrage im Gemeinderat zur Folge. Die Antwort des Stadtrates damals: Mit dem Winterthurer Logo werde bloss auf den Veranstaltungsort hingewiesen.

(lop)

Erstellt: 12.02.2018, 10:18 Uhr


Aus: "Axa schliesst Daniele Ganser aus Vortragsreihe aus" (12.02.2018)
Quelle: https://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/axa-schliesst-daniele-ganser-aus-vortragsreihe-aus/story/16156455

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Quote
[...] Die öffentliche Tagung zum Thema «Terror, Lüge und Wahrheit» im SCALA in Basel war restlos ausverkauft. Mit dabei prominente Redner – und Telebasel. Der prominente Historiker und Friedensforscher Dr. Daniele Ganser, dessen Ansichten vielerorts auf Begeisterung, aber auch auf Ablehnung stossen, hielt einen Vortrag mit dem Titel «Was ist eigentlich dieser sogenannte Krieg gegen den Terror?».

Der 1941 geborene Musiker und Komponist Elias Davidsson beschäftigt sich mit Völkerrecht und vor allem mit den Geschehnissen des 11. Septembers 2001. Der Titel seines Vortrags lautete «Terror und öffentliche Meinung».

Die geladenen Redner sind der Meinung, dass das, was uns allen von den etablierten Medien «serviert» wird, nicht unbedingt der ganzen Wahrheit entspricht. So auch der dritte Redner, Thomas Meyer, seines Zeichens Herausgeber der Zeitschrift Der Europäer und Gründer des Perseus Verlags. Er hielt einen Vortrag mit dem Titel «Terror im Spannungsfeld von Lüge und Wahrheit».

Laut bz vom 8. Februar 2018 lehnen Dr. Daniele Ganser und seine Mitstreiter den Begriff «Verschwörungstheoretiker» ab, weil dieser mittlerweile zu einem abwertenden Kampfbegriff geworden sei und zudem impliziere, ihre Ansichten beruhten auf wissenschaftlich belegten Theorien. Treffender sei der Begriff «Verschwörungsmystiker», da ihre Ansichten sich in Geisteswelten jenseits des Weltlichen begründeten.

Verschwörung hin oder her, die öffentlich Tagung mit anschliessender Podiumsdiskussion stiess auf enormes Interesse und war bereits seit Wochen komplett ausverkauft. Bei der Veranstaltung drängten sich die Zuschauer gar in den Gängen.

...



Aus: "Terror, Lüge und Wahrheit" Eva Watson  (03.03.2018)
Quelle: https://telebasel.ch/2018/03/03/terror-luege-und-wahrheit/

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"Gedanken-Wellness für Eingeweihte mit Ganser und Co." Matthias Oppliger (08.03.2018)   
Mit einem Basler Vortragsmarathon sollte der «Krieg gegen den Terror» erklärt werden. Das befördert vielleicht nicht gerade den Weltfrieden, aber doch zumindest den Umsatz am Büchertisch.   
https://tageswoche.ch/gesellschaft/daniele-ganser-und-ken-jebsen-predigen-vor-bekehrten/

Quote
ericoflexibar, 08.03.2018

Schade, dass Medien wie die BZ oder die Tageswoche nicht im Stande sind, sich kritisch mit anders Denkenden auseinanderzusetzen. Haben die Journalisten das verlernt? Warum beleidigen sie Leute, die nicht ihrer Meinung sind? Wovor haben sie Schiss? Ich warte schon ewig lange auf einen unpolemischen Beitrag, wo fundiert nachgewiesen wird, wo Ganser, Jebsen, Davidsson falsch liegen. Das wäre eine echte Hilfe für die Meinugsbildung für viele Menschen. Aber diese ewigen Diffamierungen finde ich echt peinlich für Leute, die glauben, sie hätten der Öffentlichkeit etwas zu sagen. Also liebe Journalisten, ist das alles, was ihr zu bieten habt?


Quote
Robert Ganter, 08.03.2018

... Dieser Artikel ist qualitativ auf Schülerzeitungsniveau. Journalistische Grundsätze? Geschenkt.
Ungeachtet der Glaubwürdigkeit und des politischen (Jebsen), religiösen (Davidsson, Meyer (ja, ich halte Anthroposophie für eine Religion)) oder (un)wissenschaftlichen (Ganser) Hintergrunds der Referenten fällt mir keine Rechtfertigung ein, durch Spott, lächerlich Machen und ad Hominem Attacken fehlende Argumente zu übertünchen.

Ausser man will sich auf das Niveau des völkischen Beobachtes Basel (Kampfname BaZ) herunter begeben.

Kleines Beispiel:
„Jebsen und Ganser verbindet noch etwas: Sie sind beide ehemalige Steiner-Schüler. «Wir mussten uns jahrelang für Eurythmie rechtfertigen. Da kann uns das Etikett des Verschwörungstheoretikers nicht schmerzen», scherzt Jebsen.“
Ich halte überhaupt nichts von Athroposophie, Steiner halte ich für einen Hochstapler.
Nichts desto trotz ist die Steiner-Schule, auch und gerade in der Schweiz, eine anerkannte Schule, die ihre Aufgabe, Kinder und Jugendliche auf das Leben vorzubereiten, durchaus ernst nimmt. Man kann und soll gewisse Dinge (wie erhebliche Teile der „Lehre“ Steiners, kritisieren, jemandem aber einen Strick drehen zu wollen (und zu nichts anderem ist o.g. Abschnitt gedacht), weil er an einer Steiner-Schule war, ist ganz schlechter Stil.

Kurz: es ist die Aufgabe von gutem Journalismus, objektiv (distanziert) und neutral (der Leser soll sich seine Meinung machen, nicht der Journalist) zu berichten. Alles andere ist PR, Propaganda oder, im besten Fall, eine schlecht dahingehudelte Glosse.


...
« Last Edit: March 09, 2018, 10:26:54 AM by Link »

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Daniele Ganser...
« Reply #17 on: March 09, 2018, 10:48:48 AM »
Quote
[...] Derzeit streiten Anthroposophen in der Schweiz um das politische Erbe der esoterischen Glaubensgemeinschaft. In Basel versuchen Steiner-Anhänger, sich mit Verschwörungsprominenz zu schmücken. ... Rudolf Steiners Reformprojekte sind ein Welterfolg. Seine Ideologie kommt dagegen mit der wachsenden gesellschaftlichen Integration ihrer Institutionen aus der Mode. Eine Intellektuellenreligion aus dem Kaiserreich hat in Zeiten der therapeutischen Selbsthilfeesoterik so langsam ausgedient. Auch an den erfolgsträchtigen Waldorfschulen werden traditionelle anthroposophische Lehrkräfte knapp.

Die »Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft« (AAG) mit Sitz im Schweizerischen Dornach hat seit den achtziger Jahren rückläufige Mitgliederzahlen und längst große Probleme. Zu denen zählt das Zentrum der Bewegung, das Dornacher »Goetheanum«: ein monumentaler expressionistischer Betonbau, dessen Instandhaltung eine bedeutende finanzielle Belastung dieser Bewegung darstellen dürfte. Von der Überalterung der organisierten Anthroposophie sind vielleicht die lokalen sogenannten Zweige am stärksten betroffen, wo man sich mittwochs Steiner in der leinen­gebundenen Gesamtausgabe, der »GA«, vorlas.

Besser sieht die Lage wohl in Basel aus, nah am Dornacher Religionszentrum. Man ist in der lokalen Politik engagiert, charmante Einrichtungen wie das ­»Unternehmen Mitte«, das »Philosophicum im Ackermannshof« und das »Scala« sind öffentliche Kulturveranstaltungsorte der Bewegung. Für den 3. März hat der Basler »Paracelsus-Zweig« im »Scala« die Tagung »Terror, Lüge und Wahrheit« angekündigt. Mitveranstalterin ist die Zeitschrift Der Europäer, die im Perseus-Verlag Basel erscheint und von den anthroposophischen Periodika seit langem am obsessivsten Verschwörungstheoretiker bedient.

Als Redner sind neben dem enthusiastischen Antizionisten Elias Davidsson der Schweizer 9/11-»Friedens­forscher« Daniele Ganser und der Europäer-Chefredakteur Thomas Meyer angekündigt. Der bekannte Verschwörungsideologe Ken Jebsen soll moderieren. Dem Programm zufolge soll ein »kritischer Blick auf unsere Zeitgeschichte« geworfen werden – beziehungsweise auf George W. Bush und den »Krieg gegen den ­Terror«, den die Beteiligten freilich für einen Trick der einen oder anderen geheimen Weltregierung halten.

Solche Affinitäten sind nichts Neues. Seit längerem jubeln Anthroposophen Jebsen und Ganser zu, die beide ehemalige Waldorfschüler sind. Bereits Steiner raunte über »die geistigen Hintergründe des Ersten Weltkriegs«: Die »äußeren Politiker« seien »zuweilen Strohmänner« und »die wahren Führer der angelsächsischen Rasse« überzeugt, »dass der angelsächsischen Rasse durch gewisse Weltentwickelungskräfte die Mission zufallen müsse, für die ­Gegenwart und die Zukunft vieler Jahrhunderte (…) eine wirkliche Weltherrschaft auszuüben«. Das könne man vergleichen »mit den inneren Impulsen, welche einstmals das alt-jüdische Volk von seiner Weltmission hatte«.
Insofern ist es irreführend, wenn die Aargauer Zeitung einen durchaus ­informativen Bericht zu der Basler Tagung mit der Zeile »Verschwörungsmystiker wie der Basler Daniele Ganser kapern Rudolf-Steiner-Bewegung« übertitelt. Niemand muss hier gekapert werden. Eher versucht umgekehrt ein bestimmter Flügel der Anhängerschaft Steiners, bei der zeitgenössischen »Verschwörungsmystik« mitzumischen.

Die Vorstellungen Thomas Meyers lassen dabei Ganser und Jebsen alt ­aussehen. In der Vergangenheit hofierte er etwa Barbro Karlén, die sich für die wiedergeborene Anne Frank hält. Ein andermal legte sein Perseus-Verlag ­einen antisemitischen Klassiker wieder auf: »Das Rätsel des Judentums« (1931) des Wiener Anthroposophen Ludwig Thieben, der versuchte – frei nach Steiner und Otto Weininger –, seine eigene jüdische Abstammung spirituell zu »überwinden«. Die Neuauflage von 1991 enthielt ein Nachwort mit Meyers Ansichten über die »Menschheitsvölker« Deutsche und Juden. Letztere hätten Christus physisch hervorgebracht, aber tragischerweise geistig verkannt. »Von ähnlicher Größe und Tragik« könne »auch bei den Deutschen gesprochen werden«, die Christus geistig hervorbringen sollten, aber leider stattdessen die Juden ermordeten. Trotz allem sei Christus in den dreißiger Jahren übersinnlich wiedergekehrt, wofür vielleicht »durch die Leiden des Holocaust – innerhalb des Judentums immer mehr Menschen die Augen aufgehen«. Dann »könnte es gerade der beste, sich fortentwickelnde Teil des Judentums sein, der dem Deutschtum in Zukunft bei der Verwirklichung seiner wahren Aufgabe beisteht«.

Viele Anthroposophen halten diskret Abstand zu Meyer und seiner Zeitschrift. Die Bedürfnisse der zarteren Gemüter befriedigt eher Markus Oster­rieder, der 2014 eine umfangreiche Monographie über den Ersten Weltkrieg vorlegte und darin Steiners Kriegsmythen mit Quellen aus über einem ­Dutzend Sprachen garnierte. Als Beleg für die »okkulten Logen«, die Steiner hinter »Angloamerika« wähnte, präsentiert Osterrieder die Existenz okkultistischer und esoterischer Gruppierungen seit dem Ende des 19. Jahrhunderts. Es ist verblüffend, welchen Aufwand Anthroposophen seit ihrer ersten Stunde betrieben haben, um den Mythos von der okkulten Beeinflussung des Ersten Weltkriegs am Leben zu halten, der ­erfunden wurde, um Bewegungen wie die ihre zu denunzieren.

Eine entgegengesetzte Position bezieht die Frankfurter Zeitschrift Info3, die sich verschiedentlich von Verschwörungstheorien und Antisemitismus distanziert hat und auch mit ­einer gewissen Regelmäßigkeit von rechten Anthroposophie-Sympathisanten angegriffen wird. Angesichts des ­sozialkonstruktivistischen Geschlechterbilds des Chefredakteurs Jens Heisterkamp würde Steiner sich »im Grab umdrehen« respektive »in der Astralwelt rotieren«, ließ etwa der AfD-Philosoph Marc Jongen verlauten. Auf dem Blog der rechtsextremen Zeitschrift Sezession konnte man 2017 lesen, Info3 habe »den Weltgeist verraten und verkauft«, weil Heisterkamp diesen als kosmo­politisch definierte. Die Verfasserin dieser Replik, Caroline Sommerfeld-­Lethen, war bis vor einem Jahr an einer Wiener Waldorfschule als Köchin beschäftigt und wurde wegen ihrer Texte für die Sezession suspendiert.

Denn die tonangebenden Waldorf-Aktivisten haben sich seit 2015 gegen solche Tendenzen gestellt . Es erscheinen Broschüren ­gegen Reichsbürger oder zu Waldorfschulen im Nationalsozialismus. Viele rechte Mitarbeiter hat das organizistische Schulsystem in den vergangenen Jahren öffentlichkeitswirksam ausrangiert. An den Waldorfschulen Minden und Rendsburg wurden aber auch nazikritische Stimmen als unkonstruktive Nörgler ausgegrenzt. Der Waldorf-»Bund« als Arbeitgeberverband sorgte für den möglichst reibungslosen Erhalt der Schulen.

Die dauernden Feindprojektionen, Lagerbildungen und Flügelkämpfe der anthroposophischen Geschichte sind weniger schrill als früher und die Reihen lichter. Neues hat hier seit 100 Jahren fast niemand gelernt. AAG und Waldorf-»Bund« verwalten hilflos ihren spiri­tuellen Stillstand. Offen bleibt, welche der pro- oder antiwestlichen Fraktionen sich mittelfristig behaupten können – oder ob die Bewegung in ihre ­Bestandteile zerfällt.



Aus: "Der letzte Kampf der Anthroposophen" Ansgar Martins (15.02.2018 )
Quelle: https://jungle.world/artikel/2018/07/der-letzte-kampf-der-anthroposophen

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Quote
[...] Philippe Wampfler ist Deutschlehrer und Dozent für Fachdidaktik Deutsch an der Universität Zürich. Sein Fachgebiet ist die digitale Jugendkultur sowie Lernen mit digitalen Medien.

Wer über das Netz spricht, muss im Netz mit Menschen spre­chen. Das ist die Grund­lage für meine wissen­schaft­liche Arbeit über Netz­kom­mu­ni­ka­tion: Weil ich selbst daran teil­nehme, weiss ich, wovon ich spreche. Eine Nische, in die ich immer wieder abtauche, sind die Gesprächs­kreise, die sich mit der Arbeit von Daniele Ganser befassen. Ganser ist Histo­riker mit eigenem, privaten Institut (Swiss Insti­tute for Peace and Energy Rese­arch, SIPER) und bekannt für seine „Fragen“ zu 9/11, mit denen er insi­nu­iert, der Anschlag sei nicht das Werk isla­mis­ti­scher Terro­risten gewesen. Daneben hat er mehrere Mono­gra­fien über aussen­po­li­ti­sche Themen geschrieben, Kriege und Erdöl sind dabei sein Fokus. ...

... Es zeigt sich hier der so genannte „Myside Bias“ von Verschwö­rungs­theo­rien in doppelter Form: Die eigene Theorie wird nicht nur für unhin­ter­fragbar wahr gehalten („Confir­ma­tion Bias“), sondern es wird für ihre Vertre­te­rinnen und Vertreter auch zu einem starken Wunsch, dass sie wahr sei („Desi­ra­bi­lity Bias“). Wenn eine Argu­men­ta­tion nicht verfängt, erfolgt oft ein Themen­wechsel. Das Reser­voir der uner­klär­li­chen Auffäl­lig­keiten rund um die von Ganser disku­tierten Ereig­nisse ist so gross, dass grosse Themen-Sprünge jeder­zeit möglich sind. ... Ähnlich verhält es sich mit dem Begriff der ‚Verschwö­rungs­theorie‘. Möchte ich das Gespräch aufrecht­erhalten, muss ich diesen Begriff vermeiden. Philipp Sarasin hat gezeigt, wie die rheto­ri­sche Stra­tegie, zu fragen, statt zu behaupten, sich zu wundern, statt zu belegen, Theo­rien konstru­iert, die per se nicht wider­legt werden können. Zur Verschwö­rungs­theorie werden sie, weil sie keine Krite­rien enthalten, mit denen sie sich falsi­fi­zieren liessen. Doch gerade die Unmög­lich­keit, eine Posi­tion argu­men­tativ zu wider­legen, erschwert die Verwen­dung des Begriffs ‚Verschwö­rungs­theorie‘. Der Begriff wird von ihren Anhän­gern als „Diffa­mie­rung“ bezeichnet, er gilt als Schib­bo­leth für eine uner­wünschte Wertung. ...

Es gibt Gründe, sich Sorgen zu machen. Für mein Buch über Nonsens im Netz habe ich in den Ganser-Diskus­sionen viel darüber gelernt, wie Infor­ma­tion ohne Bemü­hung um Wahr­haf­tig­keit für die Konstruk­tion von Verschwö­rungs­theo­rien einge­setzt wird. Die zentrale Einsicht ist dabei, dass Verschwö­rungs­theo­rien Ereig­nisse als Zeit­lupe erzählen: Wie beim Zapruder-Film von der Ermor­dung John F. Kennedys entsteht dadurch der Eindruck eines präzi­seren Blickes. Tatsäch­lich aber lässt dieser Blick die Realität in unscharfe Bilder zerfliessen. Bilder, die alles und nichts bedeuten können. So entstehen Codes, die für Einge­weihte sehr aufschluss­reich sind und Para­noia beför­dern, die aber keiner analy­ti­schen Prüfung stand­halten.
 

Aus: "Mit Verschwörungstheoretikern reden. Ein Bericht" Philippe Wampfler (28. Februar 2018 in der Rubrik Geschichten der Gegenwart)
Quelle: http://geschichtedergegenwart.ch/mit-verschwoerungstheoretikern-reden-ein-bericht/

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Daniele Ganser...
« Reply #18 on: May 16, 2018, 05:38:04 PM »
Quote
[...] Zum Jubiläum der Gemeindebibliothek Arlesheim referiert Daniele Ganser über «illegale Kriege» und «Medienkompetenz».

Russland, Syrien, Iran und das Imperium. Daniele Ganser nennt die USA in seinen Vorträgen stets «das Imperium». Und dieses ist bei ihm wie schon bei den «Star Wars»-Filmen das Böse. Russland etwa und dessen kriegerische Aggressionen sind bei Gansers Vorträgen wie etwa im November 2017 in Münchenstein kein Thema. Für ihn gibt es primär das böse Amerika und – rhetorisch verpackt – die bösen Juden: Der französische Präsident Macron, so hielt Ganser damals beiläufig fest, arbeitete bei der Rothschild-Bank. Die Rotschilds: der entlarvende Hinweis des klassischen Verschwörungstheoretikers, der nicht nur die USA hasst, sondern hinter den Geschehnissen auf der Welt eine jüdische Verschwörung wittert. Diesen Friedensforscher Ganser hat die Gemeinde Arlesheim nun am 8. Juni zum 75-Jahr-Jubiläum ihrer Bibliothek eingeladen.

Würde Gemeindepräsident Markus Eigenmann auch einem Holocaustleugner wie Bernhard Schaub, der wie Ganser in Dornach wohnte, eine Bühne geben? «Wahrscheinlich nicht. Aber er ist mit Ganser nicht vergleichbar», sagt der FDP-Politiker. Ganser etwa sei ein Bestsellerautor, und «wir hatten auch andere nicht unumstrittene Autoren bei uns an Bibliotheksanlässen, wie etwa Franz Hohler». Den hätten auch nicht alle toll gefunden, «aber sonst könnten wir ja nur noch Mainstream-Autoren einladen». Eigenmann hält den Anlass nicht für problematisch, weil man in einer Demokratie offen sein müsse für Debatten. «Deshalb wollte der Gemein­derat auch keine freie Bühne für Ganser, sondern eine kritische Auseinandersetzung, weshalb der Publizist und Medienwissenschaftler Matthias Zehnder den Finger auf die wunden Punkte legen soll.»

Im Wochenblatt hingegen wird Ganser, der über «Me­­dienkompetenz – Wie erkennt man illegale Kriege?» refe­rieren wird, eu­­pho­risch ange­kün­digt: «Ja, wer kennt ihn nicht, Dr. Daniele Ganser, Historiker, Friedensforscher und Erfolgsautor.» Gemeindepräsident Eigenmann beispielsweise kennt Ganser kaum: «Ich habe weder ein Buch von ihm gelesen noch habe ich einen Vortrag besucht, aber die Bibliotheksleitung hat sich intensiv mit Ganser befasst. Ich freue mich auf den Anlass und werde mir ein eigenes Bild machen», sagt er.

Das Team der Bibliothek, das sich angeblich intensiv mit Ganser befasste, bezeichnet ihn als «Querdenker», der «kritisches Denken» fördern wolle. In der Tat gehört der Friedensforscher Ganser zur Elite der Verschwörungsszene im deutschsprachigen Raum. Dazu zählt auch der Deutsche Ken Jebsen, der 2011 wegen antisemitischer Äusserungen und Verstössen gegen journalistische Standards beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk entlassen wurde. Sein links wirkendes Onlineportal KenFM ist eines der bekanntesten Portale für Verschwörungstheorien.

Zur Szene gehört ferner der ehemals linke deutsche Journalist Jürgen Elsässer, der heute als Rechtsextremist auch bei Pegida-Demonstrationen auftritt. Elsässer gibt das Verschwörungs-Magazin Compact heraus (Motto: «Mut zur Wahrheit»), und er versuchte damit linke und rechte Positionen zur sogenannten Querfront zu vereinen. Ganser hatte sowohl prominente Auftritte bei KenFM als auch bei Compact. Seit Elsässer jedoch versucht, Compact als Presseorgan der Partei Alternative für Deutschland (AfD) zu positionieren, bröckelt die Querfront. Die Verschwörer von links und rechts eint jedoch der Hass auf den Westen und was dafür steht – also die Demokratie und ihre Medien, die USA und Israel.

Matthias Zehnder, der wissen möchte, wie Ganser tickt und was er zu sagen hat, hält ihn für «stellenweise problematisch». Auf die Frage, was er konkret für problematisch hält und welche Ansichten er teile, sagt Zehnder: «Ich habe mich noch nicht im Detail damit beschäftigt und deshalb auch keine Beispiele präsent.»

Dennoch sieht sich der Medienwissenschaftler in der Lage, dem rhetorisch brillanten Ganser Paroli bieten zu können: «Ich habe ein Buch über Aufmerksamkeit geschrieben und Ganser bedient Elemente, die medial gut funktionieren. Seine Meinung zu 9/11 ­funktioniert beispielsweise gut, weil sie eine Anti-Establishment-Sicht, also das Misstrauen gegen die Eliten bedient.» Er wolle versuchen, eine kritische Rolle einzunehmen und Ganser aus der Reserve zu locken.

Zehnder gilt als Experte für die Funktionsweise der Medien, wie sie Aufmerksamkeit und Klicks generieren wollen und wie darunter die Qualität leiden könnte. Darum ist die Frage legitim, weshalb er sich und seinen Ruf für den Auftritt eines Verschwörungstheoretikers hergibt, der mit seinem Charisma die Massen begeistert.

Wo ist die Grenze des Tolerierbaren? «Gewaltverherrlichung oder Holocaustleugnung geht nicht, aber ich habe nicht das Gefühl, dass Ganser jenseits dieser Grenze ist», sagt Zehnder. Es liege jedoch nicht an ihm zu beurteilen, ob Ganser im Rahmen einer Veranstaltungsreihe der Gemeinde auftreten dürfe oder nicht. «Für mich ist die journalistische Neugier stärker als die Frage nach der Grenzziehung», so der Publizist weiter. Man solle Ganser Aufmerksamkeit, aber nicht Glauben schenken. Die Erfahrung zeigt, dass der Saal des Kirchgemeindehauses im Arlesheim mit 300 Plätzen brechend voll sein wird. Daniele Ganser lockt die Massen an.

Umfrage

Der umstrittene Historiker Daniele Ganser referiert in Arlesheim über illegale Kriege und Medienkompetenz. Sollten Gemeinden Verschwörungstheoretikern eine Plattform bieten?



Ja
 
58.1%

Nein
 
41.9%

956 Stimmen


(Basler Zeitung)

Erstellt: 16.05.2018, 07:18 Uhr

Quote
Thomas Vonaquin vor 8 Std.

Klassiker der "wissenschaftlichen" Umfragen:
"Sollten Gemeinden Verschwörungstheoretikern eine Plattform bieten?"

Die Antwort ist in der Frage schon enthalten. An Scheinheiligkeit nicht zu überbieten. ...


Quote
Morris Mentzel

Man erkennt deutlich, das der Autor diesen Text schon mit voreingenommener Position verfasst hat. Man muss ja Herr Ganser nicht zustimmen, aber ein Thema aus neutraler Sicht zu Recherchieren und zu Verfassen sehe ich als Plicht Aufgabe eines Journalisten. Ich finde, dies haben Sie nicht erfüllt Herr Joël Hoffmann.


Quote
David Neuhaus

Bringt aber viele Klicks, was sind heutzutage im Vergleich dazu schon Seriosität und Ethik in unserer Hollywood-Gesellschaft wert?


Quote
Laurent Pittet

Das kann man schon als Hexenjagd bezeichnen, was hier abgeht. Gilt die freie Meinungsäusserung für Herrn Ganser nicht? Und der Irakkrieg war ein illegaler Krieg, das sieht ja selbst die UNO so. Nicht, dass das Konsequenzen hätte.


Quote
Ralf Kannenberg

Selbstverständlich gilt die freie Meinungsäusserung auch für Herrn Ganser. Aber der darf nicht erwarten, dass er dafür inhaltlich Zustimmung erhält, den eine "freie Zustimmungsverpflichtung" ist auch in der Schweiz nicht vorgesehen.


Quote
Daniela Hoffmann

Aber einen Menschen mit Dr. Titel und fundierten Fakten ohne Gegenbeweise öffentlich in einer Zeitung als "Verschwörungstheoretiker" und "möglicherweise Antisemit" zu bezeichnen, nur weil man einen Vortrag hält ist ok und überhaupt nicht abschreckend der eigenen Meinung mit belegten Fakten Kund zu tun? Sie leben ja in einer komischen Welt. Wüsste gerne wie Sie sich fühlen würden, würden Sie aufgrund Ihrer Meinung öffentlich von einer Zeitung gedemütigt werden, nur weil Sie fundiert über etwas berichten bei einem freiwilligen Vortrag.


Quote
Viktor Stein

@Kannenberg: Ich stimme Ihnen zu 100% zu. Aber wenn man versucht, jemanden als Verschwörungstheoretiker abzustempeln ohne substantielle Argumente zu liefern, geht es eben nicht mehr darum, jemandem inhaltlich nicht zuzustimmen, sondern darum, jemanden zu diskreditieren. Das finde ich persönlich ein deutlich tieferes Niveau als die Aussagen von Herr Ganser. Und das sage ich als jemand, der am Ende des Tages froh ist, dass die USA das Imperium sind und nicht Russland, China oder so.


Quote
Alexander Simmer

Artikel wie dieser zeigen ganz klar,dass die Medien nicht unabhängig & unparteiisch handeln.Und er belegt ebenfalls,dass die etabl. Medien nach klaren Vorgaben arbeiten.Die Zeiten in denen man Themen sachlich & lösungsorientiert diskutieren konnte sind vorbei.Dies ist nicht mehr erwünscht.Und jeder,der anderer Meinung ist,wird in eine Schublade gesteckt:Kritik an Israels Politik=Antisemit; Kritik a.d. Flüchlingspolitik=Rechts; Kritik am Russland-Bashing=Putin-Versteher; Hinterfragen von 9/11=Verschwörungstheoretiker; etc.Vieles hat sich mittlerweile als unwahr bestätigt o. wurde von den USA als Fehler eingeräumt,aber die Medien halten noch immer daran fest.Man bekommt das Gefühl für dumm verkauft & nicht ernst genommen zu werden. Geht das nur mir so?


Quote
Gabriela Mangold

Von einer Zeitung erwarte ich eine neutrale Berichterstattung und nicht was sie hier wieder Veröffentlichen. Man kann Herrn Ganser mögen oder nicht, seine Ansichten teilen oder eben nicht, aber als Zeitung hat man neutral zu bleiben.


Quote
Kaspar Tanner

Frau Mangold,
Es gibt keine neutrale Berichterstattung.
Jeden Tag geschehen Millionen, ja Milliarden von Dingen.
Schon allein die Auswahl ist niemals neutral, sondern drückt die Interessen der Journalisten, ihrer Redaktoren und natürlich des Zielpublikums aus.
Die Gewichtung eines Ereignisses, die Bildauswahl, die Titelsetzung: 100 % subjektiv.
Es gibt viele Leute, die die BaZ nicht lesen, weil sie nicht objektiv sei, andere verschmähen den TA oder die "Tageswoche", weil sie nicht neutral seien.
Mit Berichten, die einen stören, muss man klarkommen. Aber "nervige" Berichte machen auch eine gute Zeitung aus.
Wenn ich meine Vorurteile bestätigt haben will, rede ich mit mir in den Spiegel.


Quote
Kaspar Tanner

Herr Ganser pflegt bei seinen Vorträgen über die NATO den Realsozialismus mit seinen Gefahren auszublenden - was für mich schlechte Geschichtsschreibung ist.
Mit WTC 7 knüpft er an die VT-Gemeinde an. Auch nicht optimal.
Trotzdem. Als Vielleser lese ich auch Zeitungen, die nicht meiner Meinung entsprechen. Das gehört dazu.
Wer Leute in eine unappetitliche Ecke stellt, hat keine Argumente.
Es erinnert an den "Kommunisten"-Vorwurf an Systemkritiker in der Zeit des Kalten Krieges oder den "Rassisten"-Vorwurf an Kritiker der Migrationspolitik.
Natürlich hat man mit jedem Positionsbezug automatisch falsche Freunde. Aber es ist unredlich, von den falschen Freunden auf die Person zu schliessen.
Wenn DG Dummes erzählt, lässt man ihn mit Fakten auflaufen - nicht mit Verdächtigungen.


Quote
Rolf Rothacher

Sie haben grundsätzlich recht. Doch bei einem Vortrag können Sie keine Fakten checken, müssen sich das unprüfbar anhören, was der Redner Ihnen erzählt. Und Sie wissen selbst, wie wenig den Menschen bei einem 20-Minütigen Vortrag tatsächlich hängen bleibt. Meistens ist es nur noch ein Grundgefühl. Und das kann Ganser sehr gut manipulieren, wie die vielen hirnlosen Mitläufer zeigen.


Quote
Hans-Heiri Frank

WennSie von "hirnlosen Mitläufern" sprechen, meinen Sie dann jene, die einfach alles glauben, was in der Zeitung steht oder noch besser: am Fernseher gesagt wird, Herr Rothacher?


Quote
Christoph Reichelt

Gibt es in der Schweiz eigentlich nicht der Tatbestand er üblen Nachrede? Die falschen Aussagen über Gansers Einstellung zu Russland, der konstruierte, an den Haaren herbeigezogene Anitsemitismusvorwurf und die scheinheilige Einordnung von Gansers Arbeit durch einen "Medienwissenschaftler" – das alles ist durchaus geeignet, seinen Ruf zu schädigen. Die "Umfrage", deren rhetorischer Sinn nur ist, die Verbindung Ganser – Verschwörungstheoretiker zu zementieren ist dann nur noch der Kirsch auf der ekligen Torte.
Wie wäre es, sich mal mit Gansers Arbeiten zu beschäftigen und ihn auf genau so wissenschaftliche und qualifizierte Art zu widerlegen, wie er seine Thesen belegt?


Quote
Daniel Wieser

"Der französische Präsident Macron, so hielt Ganser damals beiläufig fest, arbeitete bei der Rothschild-Bank." Eine beiläufige Bemerkung, die Fakten benennt. Macron arbeitete bei Rothschild. Wie kommt man davon auf Antisemitismus?
Macron wurde von vielen Seiten kritisiert, dass er zu nahe an der Finanzwirtschaft sei.


Quote
Viktor Stein

Ich teile nicht alle Standpunkte von Herr Ganser. Aber wer behauptet, er sei ein seltsamer Verschwörungstheoretiker, der hat sich offensichtlich nie inhaltlich mit seinen Argumenten auseiandergesetzt. Wenn er z.B. illegale Kriege anprangert, beruft er sich auf objektive Fakten, die überprüfbar sind und nicht auf skurilen Theorien basieren. Mir sind eher Menschen suspekt, die versuchen, einen Herr Ganser - der wirklich argumentiert (und wenn er spekuliert, das klar deklariert) als Verschwörungstheoretiker abzustempeln ohne auch nur ein einziges inhaltliches Argument zu liefern.



Quote
Kornelius Van Hoeven

Schade, Chance verpasst. Denn eine inhaltliche Auseinandersetzung zum Thema "Me­­dienkompetenz – Wie erkennt man illegale Kriege?" wäre durchaus spannend gewesen und hätte dem Verfasser des Textes sogar eine gewisse journalistische Relevanz verliehen. Herr Ganser mag sich auf Irrwegen befinden, aber anstatt seine Argumente zu diskutieren oder gar zu entkräften, verkommt der Artikel zum üblichen Keulenschlag gegen Herrn Ganser. Man kann Ganser kritisieren und verurteilen, aber das über den "Tellerrand"-hinaus denken ist efrischend und im Zuge des gleichgeschaltenen medialen Einheitsbreis durchaus willkommen.


Quote
Hans-Heiri Frank

"Verschwörungs-Theorie"
Es gibt tatsächlich Leute da draussen, die uns ernsthaft einreden wollen, es gäbe keine mächtigen (und nach noch mehr Macht gierenden) Menschen auf der Welt, die sich zusammensetzen und Pläne schmieden; Pläne, welche auch Menschen ausserhalb der Gesprächsrunde betreffen, die aber nicht in die Pläne eingeweiht werden. ...


Quote
Marco Geiger

Das sind die selben Leute welche auch glauben, dass die Banken nur das Beste für den Kunden wollen, Google etc. Daten nur zum Schutz des Kunden sammeln, Marketing existiert um unser Leben mit tollen Produkten und Dienstleistungen zu verbessern, dass Zeitungen wie diese informieren und aufklären etc. Etwas mehr kognitive Kompetenzen würden unserer Gesellschaft gut tun.


Quote
Christian Ammon

Der Artikel ist ein Lehrstück, wie demagogischer Journalismus funktioniert. Da wird eine durchaus legitime Veranstaltung, bei der ein unbequemer, kritischer Wissenschafter eingeladen wird, zum Anlass genommen mit diesem abzurechnen. In perfider Weise wird Daniele Ganser mehrfach mit Andeutung, Querbezügen und nicht belegten Schlussfolgerungen in die braune Ecke geschoben. Eine Auseinandersetzung mit den Fakten und Thesen Gansers erübrigt sich dann. So macht man unliebsame Andersdenkende in gut demokratischer-journalistischen Art mundtot. Ein kritischr Blick auf Machtstrukturen und Machenschaften in Wirtschaft und Politik ist aber heute notwendiger denn je.


Quote
Sabine K

Dieser Artikel arbeitet nur mit Schlag-Hetzwörtern, die bei dem Leser, vor allem bei dem weniger politisch informierten, den "draufschlag reflex" auslösen soll. Was ja auch bedingt erfolgreich ist. Diese Masche ist nicht neu und existiert, so lange es die Presse gibt - nur zu anderen Zeiten heissen die Begriffe einfach anders. Jeder, der sich kurz darüber Gedanken macht findet schnell welche, die heute nicht mehr gerne gehört werden.
Wenn jemand Kritik an einer anderen Meinung äussert, sollte diese immer am Thema sein und nicht an der Person des Meinungsäussernden. Das sind meiner Meinung nach die Grundlagen jeder vernünftigen kritischen und aufgeklärten Diskussion. Mit allem anderen kann ich persönlich nichts anfangen.


Quote
Max Fischer

Warum haben einige panische Angst vor vermeintlichen Verschwörungstheorien? Wenn gar nichts dran ist, was Daniele Ganser sagt, hat er keine guten Karten, und nicht alle Bürger sind so dumm, dass sie eine Betreuung durch die gescheiten Journalisten brauchen, welche gerne Volkserziehung betreiben möchten. ...


Quote
Adrian Heid

Der Artikel ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wieso die Massenmedien jährlich zweistellig Abonnenten verlieren. Wenn alle Mainstreamjournalisten wichtige Themen auslassen und auf Menschen anderer Meinung rumhacken, ohne je auf deren Aussagen näher einzugehen, fällt das irgendwann auf. Auch dass man einen Verschwörungstheretiker mitten im Text Verschwörer nennt, halte ich für eine Frechheit. Die Medien sind in Wirklichkeit diejenigen, welche aktiv an jeder Verschwörung beteiligt sind, da sie ihren Job nicht machen und diese Verschwörungen nicht aufdecken. Übrigens die USA bezeichnet sich in Pentagonstudien selbst als Imperium. ...


Quote
Margot Helmers

Schon im Titel wird man auf "Linie" gebracht. Für seriösen Journalismus unwürdig.


Quote
R. Aegerter

Ich finde es schlimm wie jeder der sich USA/Nato kritisch äussert derart als Verschwörungstheoretiker diffamiert wird. Ich war bereits an einem Vortrag von D.Ganser und bin auch nicht mit allen Ansichten seinerseits einverstanden, jedoch sollte sich jeder mal selber hinterfragen wie viele illegale Angriffskriege durch den Westen in den vergangenen Jahrzehnten geführt wurden. Und dies teils auf belegten Lügen (Libyen, Irak etc.)


...


Aus: "Arlesheim: Gemeinde lädt Verschwörungstheoretiker ein" Joël Hoffmann (16.05.2018)
Quelle: https://bazonline.ch/basel/gemeinden/gemeinde-laedt-verschwoerungstheoretiker-ein/story/28014184
« Last Edit: May 16, 2018, 05:40:04 PM by Link »

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Daniele Ganser...
« Reply #19 on: May 16, 2018, 06:15:13 PM »
Quote
[...] Wer steckt hinter 9/11, wer beherrscht die Welt? Roger Schawinski auf den Spuren der Verschwörungstheoretiker.

Roger Schawinski, ein Schnellschreiber, Schnellsprecher und Schnelldenker, hat ein kluges, aufschlussreiches, ja brillantes Buch geschrieben, das mir gefällt – und mich ab und zu auch geärgert hat. Wer mich kennt, weiss, dass das durchaus als Kompliment zu verstehen ist. «Verschwörung!» lautet der Titel des Buches, das dieser Tage im Verlag NZZ Libro erschienen ist, und Schawinski kümmert sich vielleicht als einer der ersten bekannten Journalisten um ein Phänomen, von dem wir alle wissen, das wir manchmal belächeln, oft nicht ernst nehmen – und das wir aber je länger, desto mehr ernst nehmen sollten. Das überzeugend vermittelt zu haben, ist eines der grossen Verdienste des Buches.

Tatsächlich, das weist Schawinski nach, haben sich Verschwörungstheorien in der jüngsten Gegenwart stark verbreitet – und vor allen Dingen haben sie viel mehr Gewicht erhalten. Dass Schawinski glaubt, dass manche dieser Ansätze selbst bis ins Weisse Haus vorgedrungen sind und den amerikanischen Präsidenten Donald Trump befallen haben, gehört zu den Thesen des Buchs, die mich ärgern, weil sie so überzogen sind. Dennoch bleibt der Fakt richtig: Verschwörungstheorien geniessen eine beispiellose Hochkonjunktur – immer mehr Menschen vertrauen wildesten Erzählungen über wichtige Vorgänge in unserer Welt, immer häufiger lassen sich selbst gut informierte Zeitgenossen davon täuschen, immer mehr Bücher, Artikel, Filme mit kaum überprüftem, unwissenschaftlichem, ja tollkühnem und bösartigen Inhalt erscheinen und finden ein dankbares Publikum, das stetig wächst. Selbst intelligente Menschen, wie etwa der Basler Friedensforscher Daniele Ganser, sind inzwischen Teil und Akteur einer Informationsverseuchung, die nurmehr schwer zu bändigen ist.

Dem promovierten Historiker und Bestsellerautor Ganser widmet sich Schawinski ausführlich – und seine Recherche in dieser Hinsicht gehört zum Besten im Buch: Viel Neues und Bedenkliches erfahren wir – auch Deprimierendes. Dass nämlich Ganser, den ich als Diskussionspartner durchaus schätze, weil er den Widerspruch liebt und erträgt, sich dermassen verrannt hat, wenn es um die Interpretation der Anschläge auf das World Trade Center in New York im Jahr 2001 geht, ist für mich schwer nachzuvollziehen. Gewiss, jedes historische Ereignis wirft Fragen auf und lässt sich oft nicht bis ins letzte Detail klären, mit neuen Forschungsergebnissen ist stets zu rechnen – das gilt auch für 9/11. Dennoch wirkt es abstrus und fahrlässig, wenn Ganser allen Ernstes meint, hinter diesem Anschlag, dem rund 3000 Menschen zum Opfer gefallen sind, die Mehrheit davon Amerikaner, könnten die USA selber stecken, – seien es auch nur unbekannte Mitglieder ihrer Regierung oder Geheimdienste. Warum ist das abstrus? Weil einer solchen Interpretation eine Annahme zugrunde liegt, die den Kern vieler Verschwör.ungstheorien bildet: dass sehr, sehr wenige Leute eine gigantische Verschwörung planen und ausführen, ohne dass dies je jemand bemerkt und ohne dass je jemand nachher diese Sache verrät. Terrororganisationen wie die RAF oder Al-Qaida sind dazu in der Lage, hin und wieder, meistens scheitern auch sie, aber Regierungen oder Geheimdienste, also bürokratische, politisierte, in der Öffentlichkeit stehende Institutionen, wo Tausende von Menschen arbeiten und allenfalls involviert werden, sind dazu nie und nimmer imstande.

Also zu glauben, es lasse sich innerhalb der amerikanischen Regierung oder Verwaltung derart Monströses, Kriminelles und Komplexes entwerfen – und alle Beteiligten hielten nachher jahrzehntelang den Mund, hat etwas Surreales. Wenn man darüber hinaus daran denkt, wie ungeheuerlich ein solches Komplott wäre, wird klar, wie halluzinatorisch diese Theorie wirkt: Gibt es einen einzigen amerikanischen Staatsangestellten, der den Tod von Tausenden von Amerikanern in Kauf nehmen würde – allein deshalb, um einen Vorwand zu erhalten, einen Krieg im Nahen Osten auszulösen? Einen Krieg notabene, für den einen Anlass zu finden schon vorher jederzeit möglich gewesen wäre. Al-Qaida, das sich in Afghanistan unter dem Schutz der Taliban versteckte, hatte schon vorher Anschläge ausgeübt; Saddam Hussein hielt sich nicht an die Sanktionen der UNO, lange bevor in Manhattan Menschen starben. Kurz, es ist ein Fiebertraum, eine Fata Morgana, wirres Zeug, das Ganser und viele seiner Anhänger glauben, sodass ich mich frage, was ihnen den Verstand geraubt hat.

9/11 und die damit verbundene Verschwörungstheorie ist jedoch lange nicht die einzige Fata Morgana, mit der sich Schawinski befasst, im Gegenteil, man staunt, wie viel Unsinn kursiert. Ob die Angst, Impfungen könnten Autismus auslösen, was offenbar Trump befürchtet, oder die Erwartung, die Ausserirdischen würden uns irgendwann wieder einmal besuchen: Es sind der Fantasie wenig Grenzen gesetzt, was ja in Ordnung wäre, wenn die betreffenden Menschen wüssten, dass es sich um Fantasien handelt. So gesehen liest man Erich von Dänikens Märchen noch gerne, die Schawinski fast liebevoll darstellt, wohl weil sie so harmlos wirken im Vergleich zum Gift, das sonst neuerdings gemischt wird. Von Däniken, ein begnadeter Fabulierer, der so gut fabulierte, dass er sich wohl selber zu glauben begann, gehört offensichtlich einer anderen Epoche an. Denn davon geht Schawinski aus, und er dürfte recht haben: Die Verschwörungstheoretiker befinden sich im Aufschwung – und was sie auslösen, ist lange nicht mehr so kurios, sondern mitunter richtig gefährlich.

Warum hat die Neigung zugenommen, Verschwörungstheorien zu verfallen? Schawinski nennt zwei Ursachen: Zum einen sieht er in 9/11 ein Ereignis, das wie kein anderes zuvor den Verschwörungstheoretikern Stoff zum Spintisieren und Spekulieren verschafft hat, was nicht der Logik entbehrt, zumal 9/11 ein epochaler, unheimlicher Einbruch war, der die Ängste und Albträume aller Menschen beschäftigte. Zum anderen, so Schawinski, habe das Internet wie ein «Brandbeschleuniger» gewirkt. Ohne Frage hat er hier einen Punkt: Was vorher allein in gedruckten Zeitungen, Büchern oder Sendern ausgebreitet werden konnte, was immer gewisse empfindliche Anfangsinvestitionen erforderte, lässt sich seit dem Aufkommen des World Wide Web mit Leichtigkeit milliardenfach unter die Leute bringen. Schawinski: «Die Kombination einer neuen, unglaublich wirkungsvollen Verbreitungstechnologie mit einem sensationsträchtigen Ereignis [9/11] erwies sich als geradezu explosiv.»

Jedes Buch hat auch Schwächen, jeder Text birgt Ärgernisse. Schawinskis Befürchtungen hinsichtlich Trump habe ich angedeutet, sie hier zu vertiefen, macht keinen Sinn, wir streiten uns jeden Montag auf Radio 1 darüber.

Worin ich eine andere Schwäche sehe, ist eine gewisse Einseitigkeit. Schawinski räumt zwar ein, dass es Verschwörungstheorien auf der linken und der rechten Seite gibt, und er geht auch auf einige linker Provenienz ein, doch richtig zu beschäftigen scheint ihn das kaum, viel Raum gewährt er ihnen nicht – und wenn er vor Gefahren warnt, und das tut er engagiert, dann lauern die Gefahren in der Regel rechts. Ich halte dies nicht bloss für eine Schwäche, weil sie politisch motiviert wirkt und darum seine Ausführungen an Glaubwürdigkeit einbüssen, sondern auch aus analytischen Gründen. Wer hier den Beitrag der Linken zu wenig würdigt, begibt sich mancher Chance, diese neuartige intellektuelle Epidemie zu durchdringen.

Ganser zum Beispiel ist ein Linker – und deutet damit an, wie wichtig und wirkungsmächtig Verschwörungstheorien auf der Linken waren und nach wie vor sind. Der Marxismus ist im Grunde genommen nichts anderes als eine gross angelegte Verschwörungstheorie, in der die Bourgeoisie das Proletariat unterdrückt und alles, was der Staat und die Behörden unterlassen oder tun, nur diesem Zweck unterworfen ist. Die paranoide Angst mancher Verschwörungstheoretiker vor dem Staat, ja ihr Hass, und die Bereitschaft, den Behörden, insbesondere der Polizei und den Geheimdiensten, jedes Verbrechen zu unterstellen, geht nicht zuletzt auf die Paranoia von Karl Marx zurück. Dieses Phänomen bleibt bei Schawinski unterbelichtet.

Trotz dieser Einwände handelt es sich hier um ein kleines, schlankes Meisterwerk: gut, flüssig, zeitweise wie ein Krimi geschrieben, immer anregend und vor allem relevant, da ein Thema beleuchtend, das wir lange unterschätzt haben, lohnt sich die Lektüre des jüngsten Buches eines der produktivsten Journalisten unseres Landes auf jeden Fall.

Roger Schawinski: «Verschwörung! Die fanatische Jagd nach dem Bösen in der Welt», NZZ Libro, Zürich 2018, 192 Seiten. (Basler Zeitung)

Erstellt: 21.04.2018, 10:15 Uhr

556 Kommentare

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Andreas Müller

Was erreicht Somm mit diesem Artikel? Mehr Popularität für Dr. Daniele Ganser und seine brillianten Videos. ... Stehet Somm etwa auf der Gehaltsliste von Herr Dr. Ganser? Uiuiui da kommt schon die nächste Verschwörungstheorie. ;)


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Markus Schmid

Ich zitiere: "...aber Regierungen oder Geheimdienste, also bürokratische, politisierte, in der Öffentlichkeit stehende Institutionen..."
Welch ein Schwachsinn!!! Bitte, welche Geheimdienste stehen in der Oeffentlichkeit? ...


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Piotr Treichel

"Verschwörungstheorie" hin oder her: die Verwunderung des Autors darüber, dass niemand etwas je verraten habe, ist doch nicht wahr. Unliebsame verschwinden oder sie werden als Irre abgestempelt. Das nennt man mediale Hinrichtung. Und: wem nutzen die vielen bewiesenen(!) staatlichen Lügenstorys (angebliche Giftgaswaffen im Irak, getötete Brutkastenbabys in Kuweit, angeblicher Giftgasangriff in Syrien etc.)? Fazit: Vertrauen in den Staat ist stets fehl am Platze.


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David Rommel

Sehr geehrter Herr Somm
Etwas anstand und differenzierten respekt kritischen mitbürgern gegenüber würde ihnen gut stehen.
sie scheinen als journalist nicht gerade ein mann der recherche zu sein. Wenn ich mit solch schlitzohrigen schreibereien in kontakt komme denke ich still für mich:
Diese enge haltung und fiese, hochnäsige und hinterlistige verurteilung könnte im kontext mit der inquisition ebenfalls praktiziert worden sein. Genau wie heute einfach vor vielen hunderten jahren.
Das menschliche bewusstsein ist halt evolutionstechnisch gesehen etwas träge....beruhige ich mich dann gedanklich.
Ich wünsche ihnen gutes und frieden


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Tob Fluri

Das Problem ist: glaubt man nichts, glaubt man alles. Es gibt keine Zentralreferenz mehr, die die ins Kraut schießenden Phantasmen regulieren könnte.


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Iwan Gähler

Schawinskis Buch ist bitternötig. Sonst laufen noch mehr leichtgläubige Menschen dem Ganser hinterher. Dies stets in der Hoffnung, eine Erklärung bzw. einen Schuldigen zu finden für das eigene Unvermögen. Denn Ganser & Co. bieten - leider - für alles eine Erklärung. Auch wenn sie falsch ist.


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Daniel Bucher

Selbstverständlich gab es etliche Verschwörungen in welche die Geheimdienste involviert waren. Das ist eine belegte Tatsache. Spontan kommt mir da z.B. die "Strategie der Spannung (Italien)" (siehe wikipedia) in den Sinn. Der italienische Staat hat zusammen mit Rechtsradikalen Anschläge auf die eigene Bevölkerung verübt und sie linken Gruppiereungen unterstellt um so einerseit die Linke in Verruf zu bringen und um andererseits höhere Ausgaben für Militär und Geheimdienste im Volk zu legitimieren. Terroranschläge auf die eigene Bevölkerung unter Mitwirkung von staatlichen Stellen sind also eine bewiesene Tatsache und keine Verschwörungstheorie.


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Derek Lütcke

Um organisierte Verbrechen mit Tausenden Opfern zu begehen, braucht man keine große Verschwörung. Man benötigt nur die CIA und ein paar Regierungsmitglieder, wobei auf die letzteren wohl oft verzichtet wird. Menschenversuche, Folter, Ermordung, Ausbildung von Todesschwadronen, False-Flag-Aktionen, Unterstützung von Massenmördern und Islamisten, alles belegt, inzwischen alles bekannt. Zum Zeitpunkt des Terrors aber wahrscheinlich als "Lügen von Kommunisten" verschrieen. Das Problem heutiger ´Verschwörungsleugner´ ist, dass sie bei Verschwörung an geheime Treffen von Kuttenträgern in dunklen Gruften denken und vor allem, dass sie glauben, dass die Welt inzwischen lieb und gut und gerecht wäre. Und dass z.B. die Brutkastenlüge nur unabsichtlich zum Tod hunderttausender Menschen geführt hat.


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Daniel Steinmann

Was nicht sein darf, kann nicht sein! Herr Somm, dies ist ist leider zu einfach. Das kann ich als Papi meiner sechsjährigen Tochter erzählen. Sie als Journalist in einflussreicher Position sollten zumindest etwas recherchieren und sich mit Fakten befassen. Die Menschen da draussen wollen Antworten zu ganz realen Fragen. Und je genauer man hinschaut desto mehr werden die offen Fragen. Ein Geistesbeschwörer wie Sie bewirkt eher das Gegenteil.


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Ralph Künzle

Waren Menschen die vor Jahren "behaupteten" Privatbanken schöpfen Geld aus dem Nichts, nicht auch als "Verschwörungstheoretiker" abgestempelt? Und nun gibt man es unverholen zu, sagt man habe kein besseres System und wir dürfen bei der Vollgeldinitiative darüber befinden. Komische Welt... Kritiker braucht es... Es sind halt auch ein par verwirrte oder fehlgeleitete darunter, was eigentlich egal ist. Der gesunde Menschenverstand und die Wahrheit siegt am Ende immer.


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Pia Perren

Verschwörungstheorien haben heute Hochkonjunktur und entstehen m. E. dann, wenn was eintrifft, das mit dem gesunden Menschenverstand, entgegen allen Statements, nicht nachvollzogen werden kann. Der heutige Mensch ist aufgeschlossen, schnell vernetzt, er will wissen und nicht einfach mehr glauben. Und heute weiss er, dass hinter verschlossener Polittür so manches gesagt wird, was dann vor der Tür, anders ausgelegt wird, um zu manipulieren, zu irritieren - um Stimmen zu holen. Der heutige Mensch will nicht einfach mehr glauben, er will wissen, insbesondere die Wahrheit erfahren.


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Peter Lang

Verschwörungstheoretiker sind oftmals sehr naiv, unsicher und ungebildet. Sie suchen verzweifelt nach irgend etwas, um sich damit selbst zu erklären, warum es ihnen so schlecht geht.


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Hansruedi Tscheulin

Das gilt auch für die Verschwörungspraktiker.


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Christoph Kaufmann

Ich denke die wenigsten glauben Verschwörungstheorien. Aber sie glauben eben auch nicht den simplizistischen, tendenziösen offiziellen Darstellungen. Verschwörungstheorien haben Hochkonjunktur, weil sie Lücken und Ungereimtheiten in der offiziellen Darstellung blossstellen und die Leute darauf Antworten fordern.


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Egon Mage

Von den allermeisten West-Politikern, der Nato und Massenmedien (Bild!) werden wir permanent von Unwahrheiten berieselt, vor allem, wenn es um Russland geht.
Zum Beispiel der "Gas-Einsatz" in Syrien. Deshalb ist es logisch, dass es immer mehr "Verschwörungstheorien" gibt. ...


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Boris Laplace

You've made my day, Mr. Somm: "Der Marxismus ist im Grunde genommen nichts anderes als eine gross angelegte Verschwörungstheorie" (sic!) - und der wohl wirkungsmächtigste Denker des 19. Jhd., dem man diesen -ismus zuschreibt, damit nichts weiter als ein ach so verblendeter, zu vernünftigem Denken unfähiger Verschwörungstheoretiker... Ich bin tatsächlich erstaunt, "wie viel Unsinn" mit "unwissenschaftlichem, ja tollkühnem und bösartigen Inhalt" ein studierter Geisteswissenschaftler kursieren lässt. Dass das intellektuell unredlich ist, wissen Sie selber, Herr Somm. Die Logik dahinter ist wohl eher: Verschwörungstheorien sind schlecht; Marxismus ist eine Verschwörungstheorie; Daher schliesse: Marxismus ist schlecht - mit dieser Logik gehen Ihnen aber höchstens Feuilletonleser auf den Leim.


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Christian Weiss

Können Sie einen Nachweis liefern, dass Karl Marx mit irgendeiner seiner kruden Theorien richtig gelegen wäre?


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Boris Laplace

Ja (vgl. Kommentar von Max Bernard): Die Unterdrückung des Proletariats durch die Bourgeoisie ist keine Verschwörungstheorie, sondern leitet sich ökonomisch aus dem Privateigentum an Produktionsmittel ab. Dies ist nicht bloss dem bösen Willen der Kapitalbesitzer geschuldet (wie viele heutige Linke meinen), sondern dieses Unterdrückungsverhältnis ist eine zwangsläufige Folge der kapitalistischen Eigentums- und Produktionsverhältnisse. Was Marx über zyklisch wiederkehrende Crashs und die Zunahme ihrer Stärke sagt, ist übrigens auch heute noch topaktuell. Seine gedankliche Vorwegnahme der Globalisierung hat sich bewahrheitet. Geirrt hat er sich allerdings in der Voraussage der Entwicklung seiner ganzen teleologischen Gesellschaftstheorie - was anderen Erkenntnissen jedoch keinen Abbruch tut.


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Daniel Montefiori

Nach dem ersten Dutzend Kommentare mußte ich mit derer Lektüre angewidert aufhören: Ich hätte nicht für möglich gehalten, daß in einer seriösen Zeitung ein solches Ausmaß an Paranoia explodiert, und auch noch sich rechthaberisch selber feiert!


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Andreas Müller

Ok und das wars für mich mit der BaslerZeitung. Ab heute gehört ihr für mich in den Mülleimer der Geschichte. Mit diesem Artikel habt Ihr euch selbst ins Offsite manövriert. Anstatt die Qualität der Vorträge von Dr. Ganser einmal objektiv zu beurteilen druckt ihr den selben Schrott wie alle anderen sog. Qualitätsmedien. Mit mir verliert Ihr nicht einen 0815 Leser sondern einen aus der geistigen Elite der Schweiz. Zu der übrigens auch Dr. Ganser gehört. Aber das erkennt der durchschnittlich intelligente Journalist wahrscheinlich nicht. SCHADE.


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christoph knecht

Herr Somm monierte gerade bei der Besprechung des Buches von Herrn Schawinski am vergangenen Montag bei Radio 1, dass viele Leute frustriert sind von den Medien, weil die auf einfache Fragen keine seriösen Antworten geben und deshalb werden die Leser immer mehr empfänglich für Verschwörungstheorien. Bin voll einverstanden. Hier hätte Herr Somm nun die Möglichkeit eine einfache Frage zu beantworten. Warum ist das WTC7 Gebäude eingestürzt? Mit der Beantwortung der Frage würde Herr Somm die Glaubwürdigkeit der Journalisten wieder steigern. Fehlanzeige auf der ganzen Linie.


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Sebastian Lauener

Die Kommentarspalte zu diesem Artikel offenbart, dass Verschwörungstheorien, egal wie abstrus sie sein mögen, von einer beachtlichen Zahl locker geglaubt und auch eigene, phantastischen Verschwörungstheorien in die Welt gesetzt werden. Aber die Gedanken sind frei. Jeder hat das Recht sich einzubilden was er will.


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Claudio Mennillo

....ich bin der Überzeugung, dass sowohl Herr Schawinski wie auch Herr Somm nicht an die offizielle Version des 9/11 glauben (im Privaten) Auf der anderen Seite, wäre ihr Dasein überflüssig, würden sie ihre innerliche, eigene Meinung verbreiten. Wer heute noch an diese Version glaubt, dem ist nicht mehr zu helfen. Die Kunst ist, diese These noch lange am Leben zu halten und dafür sind Typen wie Schawinski und Somm geradezu ideal geschnitzt. Wofür sollten sie sonst noch bezahlt werden ?


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Dieter Ammann

Mennillo, Sie sind der lebende Beweis für den geistigen Verfall unserer westlichen Gesellschaft


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Misra Namana

Früher gingen solche abstrusen Verschwörungstheorieen um, dass die USA wegen dem Irak eine Schmierenkomödie abspiele. Diese Spinner glaubten echt, dass die USA nicht die Wahrheit erzählt. Immerhin konnte jeder am TV sehen, dass Colin Powell der eindeutige Beweis an der UNO versammlung vorbrachte.  ...


...


Aus: "Und erlöse uns von dem Bösen" Markus Somm (21.04.2018)
Quelle: https://bazonline.ch/kultur/buecher/und-erloese-uns-von-dem-boesen/story/12663583